Volle Vril-Kraft voraus

Der Untertitel „The Coming Race“ verrät sofort, dass „Iron Sky 2“ auf dem 1871 erschienen gleichnamigen Buch von Edward George Bulwer-Lytton basiert. In zwei wichtigen Punkten weicht der Film jedoch von der Romanvorlage ab. Zum einen wurde es lange vor dem Aufstieg der Nazibewegung geschrieben und dementsprechend sind die darin beschriebenen Vertreter der Übermenschenrasse Vril-ya keine Deutschen, sondern eine antikes Volk. Des Weiteren leben die Vril-ya lediglich in Höhlen unter der Erde. Die Theorie der hohlen Erde kommt im Buch nicht vor. „Iron Sky“ vermischt Lyttons Werk mit modernen Verschwörungstheorien brauner Esoteriker.

IS2 Vril-Logo

Noch beknackter ist der RTL-Fernsehfilm „Undercover Love“ von 2010. In diesem versucht die Vril-Gesellschaft, welche ausschließlich aus Naziweibern in lila Uniformen besteht, Deutschland mit Reichsflugscheiben zurück zu erobern. Die Gruppe hat sich unter dem Berliner Olympia-Stadion eingenistet, welches noch aus den 1930ern stammt. Möglicherweise eine Anspielung darauf, dass zu zukünftigen Olympischen Spielen oder ähnlich großen Sportereignissen ein UFO-Fakeangriff inszeniert werden soll. In jedem Falle aber ganz schlechte Unterhaltung.

Undercover Lovenazis

Vril UFO

RTL Vril-Projekt

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Jupiter Ascending – Genetische Ausbeutung

von Shinzon

Im Bereich Science Fiction gehören die Filme der Wachowski-Geschwister zu den ungewöhnlichsten. So ist „Matrix“, trotz Freimaurersymbolik, geradezu legendär. „Cloud Atlas“ beschäftigte sich indes mit dem Thema der Reinkarnation auf mehreren Erzählebenen. Mit „Jupiter Ascending“ wagen sich Andy und Lana nun in den Weltraum und präsentieren eine Alienwelt, welche sich direkt am Entführungsphänomen orientiert.

Die Handlung dreht sich um Jupiter Jones (Mila Kunis), Tochter eines britischen Astrophysikers und einer russischen Mathematikerin aus St. Petersburg. Mit römischer Mythologie scheinen sich ihre Eltern allerdings nicht auszukennen, denn Jupiter ist eigentlich ein männlicher Name. Es handelt sich genau genommen um den römischen Hauptgott, welcher dem griechischen Zeus entspricht.

Ihren Vater Maximilian (James D’Arcy) lernt Jupiter nicht kennen, denn er wird vor ihrer Geburt bei einem Raubüberfall ermordet. An der Wand hängt in dieser Szene ein Plakat mit einem allsehenden Auge sowie den Zahlen 3 und 6. Die „3“ ist zwar eigentlich ein russisches „Z“, aber da es sich um einen amerikanischen Film handelt, könnte die Zahlensymbolik durchaus beabsichtigt sein. In jedem Falle wären da aber noch das Auge und die 6.

01 Kinoplakat

Die schwangere Mutter Aleksa (Maria Doyle Kennedy) flieht in die USA, wo sie sich ein besseres Leben erhofft. Ganz so, als gäbe es dort kein Verbrechen. Die Überfahrt sowie Jupiters Geburt finden im Licht des Vollmondes statt. Geboren wird die Kleine im Tierkreiszeichen des Löwen, einem königlichen Tier, welches ihren späteren Herrschaftsanspruch unterstreicht. Um die Astrologie mit etwas Zahlenmystik abzurunden, steigt der Jupiter zudem bei 23° im Aszendenten auf.

02 Vollmondfahrt

Laut ihrer Tante ist Jupiter zu Großem bestimmt, aber Jahre später putzt sie zusammen mit ihr die Klos reicher Säcke. Wer Erfolg haben will, muss halt zum Club gehören. Dann kann man sich auch Schachbrettmuster auf dem Scheißhaus leisten.

03 Schachbrettscheißhaus

Ortwechsel. Auf einer hübschen Welt namens Salinta irgendwo in der Milchstraße wurde gerade eine komplette Spezies ausgelöscht. Einige Humanoide vom Herrschergeschlecht der Abrasax schreiten durch die leeren Straßen und bezeichnen den Vorgang als „Ernte“. Damit ist der blaue Sand gemeint, welcher die Überreste der Einwohner dieser Welt darstellt. Das Gespräch der dekadenten Invasoren nimmt einen unangenehmen Verlauf, denn der Erde, die sich im Besitz von Lord Balem (Eddie Redmayne) befindet, könnte bald ein ähnliches Schicksal blühen.

05 Salinta_3

06 Salinta_4

Zurück auf dem blauen Planeten beginnt für Jupiter ein neuer Arbeitstag. Sie erwacht unter dem Regenbogen eines Pink Floyd-Posters. Pink Floyd bieten sich immer an, wenn Regisseure eine Pyramide mit Regenbogen in eine Szene einbauen wollen.

07 Pink Floyd

Jupiter putzt weiter die Häuser von Millionären und betont jeden Tag aufs Neue, wie sehr sie ihr eintöniges Leben hasst. Doch das soll sich schon bald ändern. Die Aliens sind bereits in der Stadt und verfolgen einen der ihren. Die Truppe könnte direkt von einem Gothic-Festival kommen, wobei Cyberpunks und Cyborgs ohnehin zu cool sind, um von dieser Welt zu sein. Aber mal im Ernst, die Wachowskis bedienen sich schon stark bei der schwarzen Szene und bei Star Trek.

08 Cybergothgirl

09 Cyborg

Um die Erde entbrennt indes ein Interessenkonflikt zwischen den drei Geschwistern des Hauses Abrasax. Lord Balem reist daher unverzüglich zu seinem vorgelagerten Außenposten, welcher sich im roten Fleck des Jupiters verbirgt. Ein Sturm scheint zwar nicht der geeignete Ort für eine Basis zu sein, aber zumindest sind die Bilder beeindruckend.

10 Jupiterstation

Balems Adjutant Chicanery Night (Edward Hogg) ist eine Kreuzung zwischen Mensch und Ratte, was durchaus seinem Charakter gerecht wird. Die humanoiden Außerirdischen sind ausgezeichnete Genetiker, die so ziemlich alles mit allem kreuzen. Die meisten Aliens sind daher keine eigenständigen Spezies mit einer Heimatwelt, sondern künstlich gezüchteter Gensalat.

11 Rattenmann

12 Genexperiment

13 Schildkrötenmann

14 Elefantenmann

Dennoch ist die Galaxie auch mit anderen Spezies als den Humanoiden und ihren Schöpfungen bevölkert. Eine wichtige Rolle spielen u.a. die Reptiloiden, deren geflügelte Darstellung durchaus realistisch ist. Tatsächlich soll die Herrscherkaste der Draco Flügel besitzen und damit für die antiken Legenden über Drachen verantwortlich sein. Allerdings dürfte es den Tatsachen widersprechen, dass die Draco hier als Dienerrasse der Humanoiden auftreten.

15 Drei Alienrassen

17 Reptiloide_2

Eine weitere Spezies von zentraler Bedeutung sind die Grey. Bei einer Freundin wird Jupiter Zeugin, wie diese von kleinen Grauen paralysiert und untersucht wird. Die Wesen besitzen die Gabe, sich unsichtbar zu machen, was im Film als Tarntechnologie dargestellt wird. In der Realität wird dagegen oft ein mentaler Mimikry-Effekt beschrieben.

18 Grey Abduction_1

19 Grey Abduction_2

Das ist jedoch keinesfalls die einzige Abweichung. Zum einen bemerken die Aliens Jupiters Anwesenheit erst, nachdem ihr Handy klingelt. Da diese Spezies in der Realität telepathisch ist, hätten sie jede andere Person sofort bemerkt und gleich mit paralysiert. Zum anderen weicht ihre Physiologie erheblich von den realen Vorbildern ab. Die schwarzen Augen sind zu klein, die Münder haben Hasenscharten und sind mit spitzen Zähnen gespickt und die doppelten Ohren sind ebenso Mumpitz wie die nach hinten geknickten Kniegelenke.

20 Grey Fiesling

21 Grey Fieslinge

Die Wachowski-Geschwister und ihre Designabteilung haben sich offensichtlich von realen Entführungsberichten inspirieren lassen und diese dann mit ihrer eigenen Phantasie ausgeschmückt. Die Glaubwürdigkeit scheint dabei keine Rolle zu spielen, denn während die Grey einerseits Jupiters Erinnerungen an das Ereignis löschen, vergessen sie andererseits das Handyfoto, welches sie gemacht hat. Wie können Wesen mit solch großen Köpfen nur so unverschämt blöde sein?

22 Handyfoto

In einer Klinik für Eispenden begegnet Jupiter den Grey unverhofft wieder, die ihr eine DNA-Probe entnehmen und sie daraufhin töten wollen. Welch ungeheurer Zufall, dass sie den Aliens gleich am nächsten Tag nichts ahnend ins Netz geht. Und warum zum Henker betreiben die Grey, welche sich hier eines weiteren Mimikry-Effekts bedienen, eigentlich eine gynäkologische Praxis? Etwa in der Hoffnung, dass von Milliarden Menschen auf diesem Planeten irgendwann einmal ausgerechnet Jupiter hineinspaziert?

23 Doctor Grey

Im letzten Moment wird selbige von einem anderen Außerirdischen gerettet, der sich zuvor schon eine Schlacht mit den Cyberpunks geliefert hat. Caine (Channing Tatum) ist nicht etwa ein Vulkanier, wie die spitzen Ohren vermuten lassen, sondern eine Lykantant. Seine Gene wurden mit denen eines Wolfs gespliced, was ihn zu einer Art Werwolf aus dem Reagenzglas macht.

24 Werwolfspock

Caine erklärt Jupiter, dass die Menschen nicht allein im Universum sind und sie mit ihm mitgehen muss, da die anderen Aliens sie töten wollen. Als die beiden gerade in sein Raumschiff schweben, wird dieses auch schon angegriffen und zerstört. Solche UFO-Sichtungen sind nebenbei bemerkt bereits seit dem Mittelalter bekannt.

25 Gar nicht auffällig

Bei der anschließenden Verfolgungsjagd gibt es erst einmal etwas Schleichwerbung.

26 Schleichwerbung

Außerdem wird bei der Schießerei halb Chicago in Schutt und Asche gelegt. Interessanterweise war Chicago bereits in den „Transformers“-Filmen Angriffsziel von Außerirdischen. Wird hier wieder einmal Predictive Programming betrieben?

27 Chicago Ritual

Alien Hotline

Im Gegensatz zu „Transformers 4“ wird sich in „Jupiter Ascending“ allerdings niemand mehr an das Ereignis erinnern. Die Stadt wird innerhalb nur weniger Stunden wieder aufgebaut und das Gedächtnis der Bewohner gelöscht. Typische „Men in Black“-Methode, aber in diesem Fall ist das wenig glaubwürdig. Zum einen muss es hunderte Tote und tausende Zeugen gegeben haben. So etwas lässt sich schlecht wegdiskutieren. Selbst mit gelöschtem Gedächtnis würde jemand die Opfer vermissen und selbst wenn alle Überwachungsvideos und Satellitenaufzeichnungen gelöscht wären, so würde doch genau dieser Blackout auffallen.

Überhaupt wird hier so getan, als ließen die Außerirdischen die Menschheit in absoluter Unwissenheit. Das stimmt so nicht. Einerseits gab es in der Realität schon genügend Massensichtungen von UFOs und andererseits werden hier die Kontakte der Grey und Co. zum militärisch-industriellen Komplex der USA völlig außer Acht gelassen.

Doch zurück zur Handlung. Caine flieht per Auto mit Jupiter raus aufs Land. Unterwegs eröffnet er ihr, dass er von Titus Abrasax (Douglas Booth) geschickt wurde, doch er gedenkt nicht, Jupiter an ihn auszuliefern. Stattdessen fährt er zu seinem alten Weggefährten Stinger (Sean Bean), dessen Haus ein verdammter freimaurerischer Bienenstock ist.

28 Bienenbude

Jupiter erkennt, dass sie die Bienen kontrollieren kann, woraufhin sie alle nur noch mit „Eure Majestät“ anreden. Und plötzlich ist sie Beeouncy.

29 Bienenkönigin

Über Caine und Stinger gibt es ebenfalls noch einige Details zu erfahren. Beide waren Skyjacker beim Militär und hatten einst Flügel, die man ihnen gestutzt hat. Offensichtlicher hätte man nun wirklich nicht darstellen können, dass es sich bei diesen Außerirdischen um gefallene Engel handelt. Nun ergibt plötzlich auch der Name Caine einen Sinn, handelt es sich doch um eine Abwandlung des biblischen Kain. Dieser war zwar kein Engel, sondern Adams Sohn, aber zweifellos handelte es sich um einen Sünder. Und wie Kain hat auch Caine jemanden umgebracht. Die Narben auf seinem Rücken stellen damit eine Art Kainsmal dar.

30 Gestutzte Flügel

Die beiden Gefallenen stehen selbstverständlich im Dienste der Pyramide.

31 Orange Pyramide

Während sie über Jupiters königliches Blut philosophieren, bekommt diese einen Anruf von ihrem stumpfsinnigen Cousin Vladie (Kick Gurry). Der hat ihren Verdienst für einen HD-TV ausgegeben und wollte nur ein wenig prahlen. Obwohl sie allein königliches Blut hat, trägt im Hause Jones Vladie die Krone. Allerdings nicht auf dem Kopf, sondern an den Fußsohlen. Möglicherweise ist diese Ironie absichtlich, denn immerhin trampelt er auf ihrer Hoheit herum.

32 Fußkrone

Nach dieser Unterbrechung klärt Stinger Jupiter über die wahre Geschichte der Menschheit auf. Diese stammt nicht etwa von der Erde, sondern von einem weit entfernten System. Die Urmenschheit entdeckte die Erde vor etwa einer Milliarde Jahre während der großen Expansion. Das wäre also noch vor dem Kambrium, in dem sich die ersten komplexeren Lebensformen entwickelten. Im Ediacarium fand gerade einmal der Sprung von den Einzellern zu den ersten Mehrzellern statt, womit der Film impliziert, dass das gesamte irdische Leben gentechnisch erschaffen wurde. Das treibt die Panspermie-Theorie etwas zu arg auf die Spitze.

Es wird aber noch abstruser, denn die Erde, die vor einer Milliarde Jahre noch keine für Menschen atembare Atmosphäre hatte, soll damals von einer Spezies namens Saurosapiens bewohnt worden sein. Intelligente Saurier hin oder her, deren Ära begann erst rund 750 Millionen Jahre später. „Jupiter Ascending“ schießt hier weit übers Ziel hinaus und gleitet ins Absurde ab.

Stinger erklärt weiter, dass die Erde seit 100.000 Jahren von Abrasax Industries zur Aussaat benutzt wird. Hier wird der Versuch unternommen, den genetischen Flaschenhals zu erklären, der jedoch in die Zeit vor rund 200.000 Jahren fällt. Im Vergleich liegt „Battlestar Galactica“ hier weitaus näher an der Wahrheit und nur um knapp 50.000 Jahre daneben.

Das Ziel hinter der Aussaat ist gruselig, denn es soll eine möglichst große Population herangezüchtet werden. Sobald diese die Tragfähigkeiten des Planeten übersteigt, wird die Menschheit abgeerntet wie Getreide. Wenn es aber darum geht, möglichst viel genetisches Material zu sammeln, machen all die Kriege und Umweltgifte überhaupt keinen Sinn. Oder soll hier unterstellt werden, dass uns die Elite mit ihrer Menschenschlächterei vor der Ausrottung bewahren will? Dient unsere Vergiftung unserem Schutz? Da könnten die Wachowskis der Menschheit auch gleich Zyanid als Krebsheilmittel anpreisen!

Bevor Stinger mit seinen Ausführungen fortfahren kann, wird der Bienenstock attackiert. Die Angreifer kommen aus dem Maisfeld und Locutus von Borg demonstriert sogleich, wie man einen Kornkreis ins Feld ballert.

33 Kornkreiskanone

Auch das startende Raumschiff der Cyberpunkerin hinterlässt einen Abdruck im Feld. Ein echter Klassiker!

34 Kornkreise

Während Jupiter entführt wird, plant Balem auf dem Planeten Jupiter eine frühzeitige Ernte, um etwaigen Ansprüchen seiner Verwandtschaft zuvor zu kommen. Dafür lässt er schon mal ein paar Stichproben nehmen, womit hier wieder mal das Entführungsthema aufgegriffen wird.

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Jupiter wird indes nach Naboo gebracht. Zumindest sieht die Architektur ganz nach „Star Wars“ aus. Wie Caine die Reise durch den Weltraum an der Außenseite des Schiffes überlebt hat, bleibt indes erklärungsbedürftig.

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Die Kidnapper werden indes von Kalique Abrasax’ Adjutanten Malidictes begrüßt, der eine Kreuzung aus Eule und Mensch darstellt. Irrwitzigerweise gibt es in Großbritannien den Mythos des Eulenmannes, welcher dem amerikanischen Mottenmann entspricht. Ob die Wachowskis sich diesen Mythos zum Vorbild genommen haben oder einfach nur den Illuminaten ihre Aufwartung machen wollten, ist unbekannt.

41 Eulenmann

Jupiter wird überraschenderweise als Gast behandelt. Am Abend holt Kalique (Tuppence Middleton) sie ab und offenbart ihr, dass Jupiter die Reinkarnation ihrer Mutter ist. Warum die Reinkarnation nur in einen Körper mit identischen Genen erfolgen kann, bleibt ebenso erklärungsbedürftig, wie die Frage, warum Jupiter gerade diese Gene aufweist? Auf jeden Fall bringt sie das Mächteverhältnis durch ihr Auftauchen ins Wanken und das wissen die drei Geschwister für sich zu nutzen.

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Denen geht es nämlich nicht zufällig um die Ressource Mensch. Sie konsumieren menschliche Gene, womit sie annähernde Unsterblichkeit erreichen. Alle Familienmitglieder sind zehntausende von Jahren alt. Jupiter fragt völlig zu recht, ob sie eine Art Vampirrasse sind. Ja, es geht hier um Vampirismus im großen Stil. Kalique gibt sogar zu, dass ihr Geschlecht der Ursprung solcher Mythen ist. Um dies zu verdeutlichen, steigt Kalique in ein Becken, aus dem sie erheblich verjüngt wieder heraus kommt. Wenn man weiß, dass für dieses Bad Menschen gestorben sind, entpuppt sich dies als direkte Anspielung auf die Blutbäder der Gräfin Bathory.

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Spätestens an dieser Stelle dürfte Jupiter dämmern, wozu die Menschheit auf der Erde bestimmt ist. Zumal Kalique ihr sagt, dass die Erde nur ein sehr kleiner Teil einer sehr großen Industrie ist. Damit wären also alle selbstherrlichen Phantastereien der Erdlinge vom Tisch, von wegen Krone der Schöpfung und Mittelpunkt des Universums. Aber wer das im 21. Jahrhundert noch glaubt, dem ist ohnehin nicht mehr zu helfen.

Nachdem Kalique die Reinkarnation ihrer Mutter mit diesen Fakten vertraut gemacht hat, kommt sie gleich zum Geschäft. Ihre Mutter hat nämlich, neben ihrem ältesten Sohn Balem, sich selbst ins Testament gesetzt. Im Klartext heißt das, dass Jupiter Anspruch auf die Erde erheben kann, was erklärt, warum Balem sie tot sehen will, während Kalique sie entführen lassen hat, um sie auf ihre Seite zu ziehen.

Bevor das Geschäft in Sack und Tüten ist, taucht die Aegis auf, eine Art intergalaktische Polizei, welche Caine alarmiert hat. Mit dem Aegis-Schiff geht es zur Halle der Titel, was Kalique nur Recht sein kann. Dort bekommt Jupiter nämlich ihren Erbtitel und damit den Anspruch auf die Erde. Die Flugzeit vertreibt sich die Neureiche mit einem kleinen Flirt, doch Caine erachtet sich selbst als ihrer unwürdig. Dabei liebt sie doch Hunde…

Die Halle der Titel liegt auf einer Raumstation, welche einen gesamten Planeten umspannt. Selbst Kuat hat nur eine solche Ringstation, womit hier mal wieder absolut übertrieben wird.

47 Kuat x 2

Übrigens gibt es in dieser Szene einen kleinen Insider-Gag. Hinter dem Kern der Halle der Titel ist auf der rechten Seite die Ringstation aus „2001: Odyssey im Weltraum“ zu sehen. Das passt insofern, da die Verfilmung von „2001“ ebenfalls im Umfeld des Planeten Jupiter spielt.

48 2001 Elysium

Innen sieht die Station weit weniger beeindruckend aus, sondern wie ein überfülltes Amt auf der Erde. Es gibt in dieser modernen Welt sogar noch stapelweise Papierakten. Obendrein sind die Antragsverfahren hoch kompliziert und so wird Jupiter von einer Stelle zur anderen geschickt. Genau wie auf der Erde. Sogar Bestechungen sind normal.

49 Amt

Modern sind hier nur die Beamten, die eine Art cybernetischen Android darstellen sollen.

50 Android

Da Jupiter bald zu den mächtigsten Personen in der Galaxie gehört, ist hier schon mal die 33 zu sehen.
51 Sub 33

Ihre ID bekommt Jupiter schließlich in einem heruntergekommen Büro direkt in die Haut geprägt. Das ist fast noch moderner als ein RFID-Chip. Ihr Fazit nach dem ganzen Theater: Sie beschwert sich nie wieder über die Zulassungsstelle.

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Nachdem Caine Jupiter offenbart hat, dass er und Stinger ihr helfen, um wieder zurück in die Legion zu kommen, offenbart ihm sein Partner, dass er immer noch für Titus arbeitet. Titus ist der dritte Abrasax, der Interesse an der Erde hat und er lässt Jupiter entführen, um sich die Erde per Ehevertrag anzueignen. Das klingt zunächst nach einem Leben voller Prunk, denn sein Raumschiff stellt mit all den überlebensgroßen Statuen und Kronleuchtern den Gipfel der Dekadenz dar.

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Während Caine ins Verließ gesteckt wird, klärt Titus Jupiter noch einmal über die Ernte auf. Er redet dabei Klartext und gibt an, dass jede Einheit des Jungbrunnenmittels aus 100 Menschen gewonnen wird. In der Frachtkammer lagern demnach Millionen ermordeter Menschen. Die Erde bezeichnet er als eine Farm von tausenden. Erst jetzt kapiert Jupiter das gesamte Ausmaß der intergalaktischen Beauty-Industrie und ihr wird klar, in welcher Gefahr sich die Erde befindet.

57 Leichenlager

Titus eröffnet ihr, dass seine Mutter zum Ende ihres Lebens dieselben ethischen Einwände entwickelte und selbstverständlich war das der Grund für ihre Ermordung. Er heuchelt Jupiter vor, dass er das Lebenswerk seiner Mutter fortsetzen will. Es dürfte wohl klar sein, dass dies nicht der wahre Grund ist, warum er Jupiter einen Heiratsantrag macht, was streng genommen auf Inzest hinausläuft.

Welch ein Lügner er ist, erzählt er lediglich Caine, bevor er diesen aus der nächsten Luftschleuse schmeißt. Wieder einmal ist es erstaunlich, wie lange der Lykaner das Vakuum, die Kälte und die Strahlung des Weltraums überlebt, bevor er sich in einen Schutzanzug retten kann. Der Raumanzug ist im Übrigen mit zahlreichen Hexagonen geschmückt.

58 Ausgesetzt

Auf der Erde bekommt Jupiters Familie unterdessen unverhofften Reptiloidenbesuch. Das ist wohl der Alptraum schlechthin, hat in dem Fall aber einen gezielten Hintergrund. Die Familie wird als Druckmittel in Geiselhaft genommen.

59 Repto Attack

Caine wird inzwischen von der Aegis gerettet und zusammen mit Stinger verhindert er die Inzesthochzeit des Motherfuckers Titus. Diese findet in einer kolossalen Kapelle in den Farben der Venus statt. Fast alles erstrahlt in hellem weiß, nur Titus selbst trägt die Farbe des Teufels. Statt der Lady in Rot gibt es hier mal einen „Homme Fatale“. Schade, dass Jupiter Caines Angebot ablehnt, den Bastard zu erschießen.

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Wieder zurück trifft ihre königliche Hoheit nicht etwa auf ihre Familie, sondern auf Mr. Night und Mr. Repto. Night bietet ihr ihre Familie im Austausch gegen die Erde an, was ein ziemlich mieser Deal ist. Dennoch willigt sie ein, sich mit Balem persönlich auf Jupiter zu treffen. Wie zu erwarten schnappt dort die Falle zu und Balem lässt den Energiefeldtunnel schließen, bevor der Aegis-Kreuzer die sichere Basis erreicht. Nur mit Not gelingt es der Besatzung, das Schiff aus dem Sturm des Jupiter zu retten.

Der Vortexgenerator erinnert übrigens an das Himmelstor in „R.I.P.D.“. Es handelt sich in beiden Fällen um ein Hexagramm.

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Hexagontunnel

Balem hat Jupiter nichts wirklich Neues zu erzählen. Er bringt ihr und den Menschen auf der Erde nichts als Verachtung entgegen. Er bezeichnet die Menschheit als Rohstoff, der nur darauf wartet, in Gewinn verwandelt zu werden. Letztendlich geht es ausschließlich um Profit. Die Gesellschaft sieht er als Pyramide, in der manche Leben bedeutender sind als andere. Er ist also nicht nur ein Kapitalist, sondern auch ein Freimaurer.

Balem ist der skrupelloseste und widerwärtigste der drei Abrasax-Geschwister. Er versteckt sich nicht erst hinter schönen Worten, sondern kommt gleich zur Sache. Entweder tritt Jupiter ihren Anspruch auf die Erde an ihn ab, oder er schlachtet ihre Familie vor ihren Augen. Die Erbin steht kurz davor, vor ihm einzuknicken, bricht die Transaktion jedoch im letzten Moment ab.

Caine stürzt sich indes mit einem wagemutigen Manöver auf den Jupiter zurück und durchbricht die Kuppel der Basis. Das hat zur Folge, dass der ganze Laden zum Teufel geht. Mitten im Inferno muss sich Jupiter allerdings noch mit Balem herumschlagen und kann erst mal nicht mit Caines Hilfe rechnen. Der hat nämlich eine Prügelei mit dem Reptoboss am laufen.

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Nachdem die Echse erledigt ist, bringt Caine erst mal Jupiters Familie in Sicherheit, bis er schließlich sie in letzter Sekunde rettet. Jupiter hat zwischenzeitlich mit Balem zu tun gehabt, bis dieser in die Tiefe gestürzt ist. Wäre der Muttermörder auch nur halbwegs vernünftig gewesen, hätte er seine Haut gerettet, statt sein Leben für einen missglückten Mord zu riskieren. Aber so funktioniert Dramatik.

Diese wird bis zum bitteren Ende ausgereizt, denn Caine und Jupiter erreichen das Aegis-Schiff in allerletzter Mikrosekunde und werden vom Hyperraumsprung mitgerissen. Im Erdorbit dürfen sie dann noch ein wenig Händchen halten, bevor sie an Bord geholt werden.

67 Romantischer Ausblick

Das Ende ist schließlich vollends beknackt. Von allen Optionen, die Jupiter nun offen stehen, entscheidet sie sich dafür, weiterhin zusammen mit ihrer Familie in ärmlichen Verhältnissen zu leben. Ihr gehört der ganze verdammte Planet und sie putzt weiter Klos von reichen Säcken! Das ist mit gesundem Menschenverstand nicht mehr nachvollziehbar.

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Okay, sie ist nicht der egozentrische Typ, der über alles herrschen will. Es ist durchaus zu begrüßen, dass sie Rücksicht auf die Menschheit nimmt und sich nicht zur Königin der Welt erklärt. Sie hat halt einen guten Charakter. Aber wieso erlaubt sie es anderen egozentrischen Unmenschen, über ihren Planeten zu herrschen und die Erde weiterhin mit Krieg, Terror, Ausbeutung und Umweltgiften zu überziehen? Es wäre doch das Mindeste gewesen, der Menschheit über die Wahrheit des Universums aufzuklären und ihr eine Alternative zum Kapitalismus anzubieten, dem die Menschheit sonst zwangsläufig auf die eine oder andere Weise zum Opfer fallen wird. Entweder indem sie von Aliens abgeerntet wird oder sich selbst für den größtmöglichen Profit vernichtet.

Das Einzige, was sie jedoch von ihrem Ausflug mitnimmt, ist eine Liebesbeziehung zu einem Werwolf und ein paar Antigravitationsstiefel. Caine hat indes seine Flügel zurückbekommen. Jedoch handelt es sich nicht um weiße Engelsschwingen, sondern um die schwarzen Federn eines gefallenen Engels.

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Fazit: „Jupiter Ascending“ ist in erster Linie optisch eindrucksvoll. Der Film hat einige wirklich herausragende Bilder. Die Handlung ist jedoch sehr konstruiert und voller Logiklücken. Die übertriebene Action mit all den physikalischen Unmöglichkeiten setzt dem ganzen die Krone auf.

Zumindest einige Aspekte der außerirdischen Agenda sind allerdings durchaus interessant. Die Beziehung der Grey, Reptos und Humanoiden untereinander mag zwar nicht ganz der Realität entsprechen, aber immerhin werden sie überhaupt thematisiert. Die Verstrickung der Grey in die Manipulation der menschlichen Genetik kommt der Wahrheit dabei durchaus nahe, obgleich die Motive in der realen Welt andere sein dürften. Eingeweihte sowie Betroffene des Entführungsphänomens können mit den Andeutungen sicherlich etwas anfangen, aber für die breite Masse kommt „Jupiter Ascending“ eher Desinformation gleich. Wie heißt es so schön: „Die schlimmste Lüge ist die Wahrheit – mäßig entstellt.“

Die 5. Welle – Willkommen im Kinder-Bootcamp

von Shinzon

Das Invasionsthema ist einfach nicht tot zu kriegen. Der nächste Alienangriff rollt gleich in 5 Wellen über die Kinoleinwand. Dabei werden wieder einmal Kindersoldaten eingesetzt wie schon bei „Ender’s Game“. In beiden Fällen handelt es sich um Jugendbuchverfilmungen. Offensichtlich wollen Autoren wie Richard Yancey die junge Generation darauf einstimmen, dass sie in Kriegszeiten aufwachsen wird.

Der Film beginnt, wie so oft, mitten in der Handlung und springt dann zurück zum Anfang. Diese Erzählweise ist so ausgelutscht wie ätzend, da sie schon viel zu früh viel zu viel verrät. In „Transcendence“ wurde sogar schon die Auflösung in den ersten Minuten gezeigt und damit jede Spannung ruiniert. In „Die 5. Welle“ wissen wir nun bereits, dass die Außerirdischen die Menschheit an den Rand der Ausrottung gebracht haben, bevor sie überhaupt angekommen sind.

Die Ankunft geschieht ganz plötzlich und erst einmal passiert nix. Die Mutterschiffe, welche ein wenig wie aus „District 9“ wirken, schweben einfach nur so vor sich hin und da sich die Besucher nicht vorstellen, werden sie schlicht die „Anderen“ genannten. Erst nach Tagen wird der Menschheit mit einem globalen EMP der Strom abgeschaltet. Dabei gibt es die ersten Toten, die allerdings nur ein Kollateralschaden abstürzender Flugzeuge sind. Aus Sicht des Blue Beam Project könnte die erste Welle problemlos mit irdischer Technologie inszeniert werden.

District 9 like UFO

Die zweite Welle besteht aus Tsunamis, die sämtliche Küstenmetropolen hinfort spülen. Diesmal gehen die Opferzahlen in die Millionen, was durchaus beabsichtigt scheint. Tsunamis können durch Seebeben ausgelöst werden und die Möglichkeit von Erdbebenwaffen hat schon Nikola Tesla erwähnt. Die dritte Welle besteht aus einem modifizierten Grippevirus, welches der militärisch-industrielle Komplex schon seit Jahrzehnten gentechnisch erzeugen kann.

Die vierte Welle besteht aus Schläfern der Besucher, die schon lange auf der Erde leben und wie Menschen aussehen. Wie ungemein praktisch, denn derartiges könnte mit Manchurian-Kandidaten inszeniert werden. Dabei wird auch gleich die Paranoia-Karte ausgespielt, denn niemand kann mehr irgendwem trauen. Warum sich hier ein Vergleich mit den irdischen Möglichkeiten lohnt? Weil genau dieses Szenario von US-Präsident Ronald Reagan (1911-2004) in mehreren Reden vor der UN-Vollversammlung angekündigt wurde. Dort sagte er: „Und jetzt frage ich Sie, ist nicht längst eine außerirdische Macht unter uns?“ Es gibt sogar eine kleine Anspielung auf diese NWO-Reden, denn im Film wird kurz das UN-Gebäude eingeblendet.

UN-Gebäude

Die Menschen sammeln sich in abgelegenen Flüchtlingslagern, darunter auch Cassie Sullivan (Chloë Grace Moretz) mit ihrem Vater (Ron Livingston) und ihrem kleinen Bruder. Ihre Mutter (Maggie Siff) hat bereits die Vogelgrippe dahingerafft und es wird nicht ihr letzter Verlust sein. Wenig später kommt ein Militär-Konvoi ins Flüchtlingscamp und warnt vor der herannahenden 4. Welle. Da nur wenige Fahrzeuge repariert werden konnten, werden die Kinder als erste evakuiert.

Cassies kleiner Bruder vergisst natürlich seinen Teddy vergessen hat, weswegen sie noch einmal zurück eilt und so die Abfahrt verpasst. Durch diesen blöden Zufall wird sie Zeuge, wie die Erwachsenen vom Militär massakriert werden. Noch scheint alles wie ein Missverständnis, denn einer der Zivilisten hatte eine Waffe, weshalb das Unglück seinen Lauf genommen hat. Doch es dämmert einem schon an dieser Stelle, dass etwas nicht mit rechten Dingen zugeht.

Verunsichert durch die Paranoia, erschießt Cassie wenig später selbst einen unschuldigen Zivilisten in einem Tankstellenmarkt. Dieser ist scheinbar verletzt und als er in seine Jacke greift, glaubt sie, er würde eine Waffe ziehen. Wie sich allerdings nach seinem Ableben herausstellt, handelte es sich nur um ein metallenes Kruzifix. Diese Szene ist von immenser okkulter Bedeutung, denn hier wird nichts anderes als die Zerstörung des Christentums durch die Ankunft der Außerirdischen angedeutet.

(Bild folgt)

Während Cassie auf der Suche nach ihrem Bruder durch die Straßen und Wälder irrt, kommen die eingesammelten Kids auf der Wright-Patterson Airforce Base an. Diese steht in der Realität tatsächlich schon seit Jahrzehnten in Verbindung mit UFO-Sichtungen. Es soll dort unterirdische Anlagen geben, in denen abgestürzte UFOs untergebracht sind, ähnlich wie in Area 51. Zumindest die unterirdischen Anlagen gibt es auch im Film zu sehen. Manöver finden allerdings im Freien statt, was bemerkenswert ist.

Wer noch einigermaßen Grips in der Birne hat, bemerkt spätestens hier, dass an dieser Situation überhaupt nichts stimmt. Überall finden Schießübungen statt, es fahren Autos und es fliegen Helikopter herum. Aber den Aliens, die den gesamten Planeten mit Drohnen nach überlebenden Menschen absuchen, scheint das vollkommen egal zu sein. Dabei müssten Militärbasen doch zu den allerersten Angriffszielen zählen, um potentielle Gegenschläge im Keim zu ersticken.

In der Basis ist indes die neue Weltordnung ausgebrochen. Die Kinder und Jugendlichen bekommen bei der Ankunft erst einmal einen RFID-Chip ins Genick implantiert. Dieser Eingriff wird damit begründet, dass man sie so schneller von den Besuchern unterscheiden kann, da diese ja wie Menschen aussehen. Vergleichbare Szenarios gab es bereits in Serien wie „The Event“. Mit humanoiden Außerirdischen ließe sich in der Tat genügend Paranoia verbreiten, um die massenhafte Implantierung von RFID-Chips zu rechtfertigen. Jeder, der den Eingriff ablehnt, würde sich automatisch verdächtig machen. Wir können also davon ausgehen, dass die RFID-Agenda zusammen mit dem Blue Beam Project umgesetzt wird.

(Bild folgt)

Nachdem die Chips verabreicht wurden, wird den jungen Rekruten ein Menschenkind gezeigt, welches von einem außerirdischen Hirnparasiten befallen sein soll. Dieser Parasit wird durch eine Spezialbrille sichtbar. Wer noch alle Hirnzellen beisammen hat, kann sich sofort denken, dass solche Bilder leicht zu fälschen sind und wie sich später herausstellt, ist genau das der Fall. Alles nur Show und das so offensichtlich, dass sich hier jede Spoiler-Warnung erübrigt.

Illusionsbrille

(Bild folgt)

Die Rekruten müssen das vermeintlich infizierte Kind töten, was natürlich nur ein Test ist. Ein ziemlich drastischer Test, der die Kids entmenschlichen soll, denn später werden sie noch mit echter Munition auf echte Menschen schießen. Zunächst bekommen sie aber noch eine Ausbildung im Boot-Camp. Wirklich interessant ist dabei, dass nur Kinder und Jugendliche rekrutiert werden, weil diese am leichtesten zu beeinflussen sind. Die neue Weltordnung will die nächste Generation, alle anderen können ausgemerzt werden. Auf diese Weise werden die Heranwachsenden vollkommen entwurzelt und allein vom Militär erzogen. Das Ziel ist eine absolut gehorsame Restmenschheit, die unfähig ist, kritisch zu denken und Befehle zu hinterfragen.

Dennoch merken einige Kinder auf dem Schlachtfeld, dass sie nur benutzt werden. Zum einen stellen sie recht schnell fest, dass Krieg kein Videospiel ist, sondern eine absolut traumatische Erfahrung. Als Cassies alter Schuldfreund Ben (Nick Robinson) sich den RFID-Chip entfernt, wird den anderen plötzlich ein Hirnparasit in seinem Kopf angezeigt, obwohl er kurz zuvor noch sauber war. Es dämmert ihnen, wozu die Chips in Wirklichkeit da sind. Nur wer einen trägt, wird von der Software als uninfizierter Mensch angezeigt. Das bedeutet im Klartext, dass die Kids die ganze Zeit auf überlebende Menschen geschossen haben. Überraschung: Sie sind die 5. Welle!

Das wiederum bedeutet, dass die Militärs unter Führung von Colonel Vosch (Liev Schreiber) die außerirdischen Invasoren sind. Eine bemerkenswerte Aussage, zumal sie nicht erst seit gestern auf der Erde sind. Hier wird unverhohlen darauf angespielt, dass die Aliens schon lange den Planeten kontrollieren. Sie haben schon vor Jahren die Regierungen und insbesondere den militärisch-industriellen Komplex infiltriert bzw. überhaupt erst gegründet. Der Film geht da nicht allzu sehr ins Detail, aber man kann es sich denken. Zumal in der Basis eine fette 33 zu sehen ist, welche unterschwellig auf das Kontrollsystem der Freimaurer verweist.

(Bild folgt)

Die Erde gehört nicht uns, das ist die klare Botschaft des Films. Als Ben Vosch vorwirft, dass die Invasoren eine ganze Spezies ausrotten, statt mit der Menschheit zu koexistieren, verweist dieser darauf, dass die Menschheit nicht besser ist. Da hat er nicht ganz Unrecht, denn die Menschen rotten täglich dutzende Spezies aus. Manche davon waren zuvor nicht einmal entdeckt. Die Rücksichtslosigkeit, mit der wir den Regenwald abholzen, die Umwelt vergiften, Kriege führen und die Landschaft zumüllen, delegitimiert uns tatsächlich als Herrscher über den Planeten. Wenn wir nicht bald eine 180° Wende in unserem Verhalten hinbekommen, wäre es für die Natur wirklich besser, wenn wir verschwinden würden. Traurig, aber wahr.

Allerdings sind nicht alle Menschen schlecht und auch nicht Aliens böse. Es gibt einige, die den Planeten nicht für sich allein wollen. Cassie lernt auf ihrer Reise Evan Walker kennen, der sich als außerirdischer Schläfer herausstellt. Er gehörte zu denen, die alle verbliebenen Erwachsenen eliminieren sollten. Doch als er sich in Cassie verliebt, rettet er ihr das Leben. Er folgt ihr bis zur Wright-Patterson Airforce Base, die er erst mal gründlich zerlegt. Das erinnert ein wenig an die 5. Kolonne in der Serie „V – Die Besucher“. Immerhin erscheinen die Aliens damit nicht mehr als so eindimensionale als Bösewichter. Das ist ein Pluspunkt, denn von fiesen Invasoren, die alles kurz und klein hauen, gibt es wahrlich genug. „Independence Day 2“ steht ja ebenfalls schon in den Startlöchern.

Am Ende scheitert die 5. Welle und einer Handvoll Kinder gelingt die Flucht. Ein Großteil wird jedoch abtransportiert und weiter hirngewaschen. Die Romanfortsetzung wird daher wohl noch als Filmfortsetzung in die Kinos kommen.

Fazit: „Die 5. Welle“ ist ein weiterer Invasionsstreifen, der uns auf das Kommende einstimmen soll. Im Gegensatz zu den meisten Invasionsfilmen, die nur aus Action und Gemetzel bestehen, wird hier allerdings ein wenig mehr offenbart. Zu den Kernthemen gehören künstliche Katastrophen, Designerviren, RFID-Chips, Kindersoldaten und Gedankenkontrolle. Die Fake-Invasion wird der finale Akt zur Etablierung der neuen Weltordnung und so deutlich wie in diesem Film wird das sonst nur noch in „Akte X“ angesprochen. Man beachte, dass beides nahezu zeitgleich veröffentlicht wurde.

Unicef wirbt in Chile mit Alien

Derzeit müssen sich viele europäische Schüler an Flüchtlingskinder an ihren Schulen gewöhnen. Die Schule ist für die Geflüchteten essentiell. Nicht nur wegen des Menschenrechts auf Bildung, sondern auch für die Integration. Die einheimischen Kinder müssen sich indes in Toleranz üben. Sie müssen lernen zu verstehen, woher ihre neuen Mitschüler kommen und vor allem warum sie hier sind.

In eine völlig andere Richtung geht ein Werbespot, den Unicef in Chile ausstrahlen lässt. In diesem wird eine Schulklasse mit einem Außerirdischen konfrontiert, der zunächst gehänselt, schlussendlich aber integriert wird. Was zur Hölle hat das mit humanitärer Hilfe zu tun? Es handelt sich um kein Flüchtlingskind, das Hilfe benötigt, es handelt sich nicht einmal um einen Menschen! Humanitär kommt von Human, also von Mensch. Das bedeutet, dass man z.B. einer Giraffe oder einem Elefanten zwar helfen kann, aber man kann ihnen eben keine humanitäre Hilfe leisten. Gleiches gilt für Außerirdische.

Überhaupt stellt sich die Frage, warum Unicef mit einem fiktiven Alien wirbt, wo es doch so viele reale Menschen gibt, die Hilfe bitter nötig haben? Das Ganze scheint einmal mehr auf das Blue Beam Project abzuzielen. Entsprechend sollte auf verräterische Symbole geachtet werden.

Diese finden sich gleich in der ersten Einstellung, in der E.Tim der Klasse vorgestellt wird. An der Tafel sind einige Rechenaufgaben zu sehen. Auf der linken Seite beginnen alle mit einer 6, womit wir die Zahl des Teufels schon mal abhaken können. Auf der rechten Seite beginnen alle Aufgaben mit einer 5. Wir haben hier also zusätzlich die 5 und 6 für das Pentagramm und Hexagramm.

01 Tafel 666 555

Wo wir schon mal beim Pentagramm sind, davon gibt es reichlich.

02 Tafel Pentagramme

Das Alienkind hat ein ziemlich schuppiges Gesicht, eine kaum vorhandene Nase und große Augen. Es sieht wie eine missglückte Mischung aus Reptiloid, Grey und Mensch aus.

03 Reptoboy

Wie es sich für einen Repto gehört, reicht das luziferische Geschöpf seinem Sitznachbarn eine verbotene Frucht. Der Sündenfall im Klassenzimmer.

04 Blauer Sündenfall

Um weiter bei seinen Klassenkameraden zu punkten, nutzt die Kreatur telekinetische Kräfte und lässt drei Kinder bei einer Theateraufführung schweben. Die Mädchen haben beide Schmetterlingsflügel und der Junge ist als Hexer verkleidet.

05 Schmetterlinge

Durch seine Tricks gewinnt der Hybrid die Herzen seiner Mitschüler, die ihn schlussendlich akzeptieren.

06 Happy End

Am Ende wird noch ein Zweizeiler eingeblendet, der übersetzt so viel heißt wie:

„Verpass nicht die Gelegenheit, jemand der anders ist zu akzeptieren.
Verpass nicht die Gelegenheit, die dein Leben verändern kann.“

Okay, alles dreht sich augenscheinlich um Rassismus. Aber davon gibt es auf der Erde genug, da hätte Unicef keinen Alien bemühen müssen. Hier geht es nicht um die Akzeptanz von Menschen aus anderen Ländern und Kulturen. Es geht um die schleichende Gewöhnung an unsere zukünftigen außerirdischen Herrscher. Man braucht nun wirklich kein Rassist sein, um die Grey und Reptos nicht zu mögen. Es genügt ein gesunder Selbsterhaltungstrieb.

Blue Beam Werbung

Bei einigen Werbespots und Anzeigen muss man sich schon fragen, was da eigentlich beworben wird? Das Produkt oder das Blue Beam Project?

Kia Blue Beam

In den USA gibt es seit 2002 sogar eine Softwarefirma mit dem Namen Bluebeam. Ob diese auch für Fake-Invasionen die Software entwickelt ist fraglich, denn das Hauptaugenmerk liegt auf Design- und PDF-Bearbeitungsprogrammen.

Bluebeam Logo

Star-Crossed – Erstkontakt im Wassermannzeitalter

2014 startete die Serie „Star-Crossed“ von Warner Brothers. Die deutsche Erstausstrahlung lief im Sommer 2015 auf dem Disney-Channel. Schon auf den Werbeplakaten wird die Verbindung zum Blue Beam Project offensichtlich.

Star-Crossed Blue Beam

Bei der Schrift im Vorspann fällt zudem auf, dass der Querstrich beim „A“ diagonal ist, über den Buchstaben hinausgeht und einen kleinen Haken hat. Hier wird ein Pentagramm angedeutet und von diesem Symbol gibt es in der Serie noch einige Beispiele.

Star-Crossed PentAgramm

Pentagrammstar

Gegen Ende der Pilotfolge fällt weiterhin die musikalische Untermalung von der Band Digital Daggers auf. In einer Zeile des Pop-Songs heißt es „This is the Dawning of the Age of Aquarius“. Mit der Ankunft der Außerirdischen beginnt also das astrologische Wassermannzeitalter.

Der Erstkontakt bleibt jedoch nicht friedlich. Verschiedene Fraktionen auf Seiten der Menschen und Atrianer wollen die Erde für sich allein. In der letzten Episode sendet eine radikale Splittergruppe der Atrianer ein Signal ins All, woraufhin eine Invasionsflotte zur Erde aufbricht. Das Signal ist natürlich ein blauer Strahl.

Blue Beam Signal

Nach „V – Die Besucher“ endet auch diese Serie mit einem Cliffhanger, allerdings schon nach nur einer Staffel. Und das, obwohl sich die Macher alle Mühe gegeben haben, der neuen Weltordnung zu dienen. So sieht man in der finalen Episode „Der letzte Angriff“ sogar eine Pyramide mit Auge als Graffiti auf einer Hauswand.

(Bild folgt)

Zudem tragen einige der atrianischen Terroristen Teufelsmasken. Das ist wieder einmal die klassische Alien-Demon-Connection.

Teufelsmaske_1

Teufelsmaske_2

Disney und das Blue Beam Project

Bis zum Aufkauf von Lucasfilms hatte Disney nicht allzu viel im Bereich Science Fiction zu bieten. Dennoch gibt es einige mehr oder weniger Interessante Beiträge zur Blue Beam Agenda.

“Die Jagd zum magischen Berg“ von 2008 ist ein solcher Beitrag. Im Original lautet der Titel übrigens „Race to Witch Mountain“. Damit wird eine Verbindung zwischen Hexerei und Aliens gezogen, was einmal mehr zeigt, dass Okkultisten Wesen aus einer fremden Welt bzw. Dimension anbeten.

Race to Witch Mountain

In „John Carter vom Mars“ aus dem Jahr 2012 findet die Invasion der Therns eher schleichend statt. Es gibt keine großen Weltraumschlachten, stattdessen hetzten die Therns verschiedene Nationen der von ihnen kontrollierten Planeten gegeneinander auf. Den schlimmsten Despoten übergeben sie dabei ihre fortschrittlichen Waffen, die blaue Energie verschießen.

Götterwaffe_2

Blaue Strahlen greifen an!

Die Liste der Invasionsfilme und -serien ist lang und kann hier nachgelesen werden. In einigen Filmen gibt es dabei direkte Anspielungen auf das Blue Beam Project. Bei den folgenden Beispielen stehen immer wieder blaue Strahlen im Vordergrund.

Das beste Beispiel ist „Titan A.E.“ aus dem Jahr 2000, in dem die Menschheit nahezu von Drej ausgerottet wird – einer Spezies, die aus blauer Energie besteht.

Titan AE Drej

In „Skyline“ aus dem Jahr 2010 locken blaue Strahlen die Menschen an, wie Licht die Motten. Gemäß den angeblichen Plänen des Blue Beam Projects werden die Opfer einer intensiven Gedankenkontrolle ausgesetzt. Das Stehlen von Gehirnen kann da schon als bitterböser Hohn verstanden werden.

Skyline

Skyline Blue Beam Control

In „Cowboys & Aliens“ von 2011 blitzt und blinkt es ebenfalls blau.

Cowboys & Aiens quer

In „Seelen“ von 2013 reisen die parasitären Invasoren auf blauen Strahlen zur Erde.

Seelen Spaceport_1

In „Man of Steel“ aus demselben Jahr wird mit blauen Strahlen Terraforming bzw. Kryptonforming betrieben.

Angriff auf NY

Bei der Illuminateneule Echo ist auch alles im blauen Bereich.

Earth to Echo

Das Blue Beam Project – Steht die Erde vor einer Fake-Invasion?

von Shinzon

Der Wunsch der freimaurerischen Elite, eine neue Weltordnung zu errichten, ist längst kein Geheimnis mehr. Bereits 1991 wurde er von George Bush senior formuliert und 2011 wurde er von Angela Merkel auf dem Kirchentag in Dresden noch einmal vor einem Massenpublikum bekräftigt. Auch Papst Benedict XVI. fragte vor einigen Jahren, wie man aus der UN eine Art Weltregierung formen könnte. Doch wie soll der Menschheit die Notwendigkeit einer solchen Weltregierung vermittelt werden?

Die Menschheit ist zutiefst zerstritten. Verschiedene Ideologien, Religionen und Machtblöcke kämpfen um die Vorherrschaft und selbst die einfache Weltbevölkerung kann sich gegenseitig nicht ausstehen, wie Pegida und andere Rassisten täglich unter Beweis stellen. Der einzige Weg, die Menschheit erfolgreich zu vereinen, scheint eine äußere Bedrohung zu sein.

Diese Meinung vertrat u.a. der 40. US-Präsident Ronald Reagan (1911-2004), der mehrfach vor einer außerirdischen Bedrohung warnte. Entgegen dem Rat seiner Redenschreiber, die das Thema lieber meiden wollten, sprach er 1987 sogar vor der UN-Versammlung von Außerirdischen, die sich möglicherweise schon unter uns befinden.

Ist dies nur die Paranoia eines Hollywood-Schauspielers, der Präsident wurde? Oder gehörten Reagans Äußerungen zu einem größeren Plan, ein außerirdisches Bedrohungsszenario aufzubauen? In jedem Fall nutzte Reagan dieses Argument, um den Weltraum im Zuge seines „Star Wars“-Programms zu militarisieren. Am Ende könnten aber genau diese orbitalen Weltraumwaffen dazu dienen, eine vermeintlich außerirdische Invasion zu inszenieren.

Das dachte sich auch der französisch-kanadische Journalist Serge Monast als er 1994 mit einem Buch an die Öffentlichkeit ging, indem er über mysteriöse Vorgänge in der NASA berichtete. In diesem taucht erstmals die Bezeichnung „Blue Beam Project“ auf, welches die NASA angeblich betreiben soll, um eine weltweite Diktatur durchzusetzen. Sicherlich ist die NASA nicht der alleinige Motor hinter der neuen Weltordnung, allerdings wäre es gut vorstellbar, dass sie eine wichtige Rolle bei ihrer Durchsetzung spielen könnte.

Laut Monast ziele das Blue Beam Project darauf ab, die Menschheit unter einer neuen Weltreligion zu vereinen. In Etappe 1 würden dafür antike Artefakte gefälscht, um die alten Religionen zu schwächen. Da fällt einem sofort die „Ancient Aliens“-Reihe auf dem History-Channel ein, die nur so vor falschen Behauptungen strotzt. Allerdings ist die Prä-Astronautik deswegen nicht völlig uninteressant und es gibt definitiv Artefakte, die nicht gefälscht sind. Zudem kann die Bibel wohl kaum wörtlich genommen werden.

In Etappe 2 soll die Menschheit mit einer gigantischen, globalen Hologrammshow beeindruckt werden. Tatsächlich ist die Hologrammtechnologie inzwischen sehr weit fortgeschritten, sodass es technisch kein Problem wäre, UFO-Sichtungen und religiöse Figuren an den Himmel zu projizieren. Einige UFO-Sichtungen sowie sämtliche Gottessichtungen, die sich durch eine gewisse Transzendenz der beobachteten Objekte auszeichnen, könnten bereits auf Tests dieser Technologie zurückgehen. Am meisten beeindrucken jedoch die offiziellen Hologrammshows, mit denen zu besonderen Anlässen geradezu geprotzt wird.

Einige unseriöse Quellen behaupten überdies, dass bei Phase 2 auch Chemtrails eine Rolle spielen sollen. Angeblich würde die Aluminium-Barium-Schicht eine perfekte Projektionsfläche für Hologramme abgeben. Allerdings stellt sich die Frage, warum dann schon seit Jahren gesprüht wird? Denn die Schicht besteht ja nicht permanent und bis das Blue Beam Project irgendwann einmal realisiert wird, wären die ausgebrachten Partikel längst hinabgeregnet. Es macht also wenig Sinn, eine Verbindung zwischen diesen beiden Themen herzustellen.

Etappe 3 betrifft den Sound zur optischen Lichtshow. Mittels extrem niedrigfrequenter Wellen sollen Stimmen direkt in die Köpfe der Menschen projiziert werden. In der Tat ist schon lange bekannt, dass durch ELF-Wellen bestimmte Hirnregionen angeregt und so Gefühle von Angst bis Euphorie erzeugt werden können. Erste Testreihen, bei denen Werbebotschaften mittels dieser Technologie in die Köpfe der Menschen übertragen werden, finden in den USA bereits ganz offiziell statt. Was mit Werbebotschaften geht, funktioniert letztendlich auch mit religiösen Übertragungen.

Die ahnungslosen Opfer würden dabei Stimmen in ihrem Kopf hören, was wie eine telepathische Botschaft verstanden werden könnte. Möglicherweise wäre dies sogar eine Erklärung für Channelings, bei denen selbsternannte Medien glauben, die Botschaften aufgestiegener Meister zu empfangen. Viele dieser Esoterikquacksalber geben an, früher nicht an Außerirdische geglaubt zu haben, bis sie aus heiterem Himmel eine Stimme in ihrem Kopf gehört haben.

Im Zweifelsfall könnte dies natürlich ein Anzeichen von Schizophrenie sein, doch lässt sich heutzutage kaum noch beurteilen, ob es sich nur um Wahnvorstellungen oder gezielte Botschaften handelt. Dem US-Militär sowie den US-Geheimdiensten wäre es durchaus zuzutrauen, ELF-Wellen zur Bewusstseinskontrolle gegen die eigene Bevölkerung einzusetzen. Seit dem Auffliegen von MK Ultra weiß die Öffentlichkeit, wozu allein schon die CIA fähig ist. Es wäre also durchaus möglich, dass die meisten Channelmedien manipulierte Mind Control Opfer sind, die gar nicht mal wissen, welcher Agenda sie dienen.

Kommen wir nun zu Etappe 4, in der die NASA offiziell bekannt geben soll, dass die Erde von einer außerirdischen Macht angegriffen werde. Um sich gegen diese Invasion zu verteidigen, müssten die Menschen all ihre kleinlichen Konflikte aufgeben und unter einer zentralen Administration zum Gegenschlag ausholen. Das klingt nach „Independence Day“ und tatsächlich dienen solche Propagandafilme zur Konditionierung der Massen auf genau dieses Szenario.

Zwar steigt die Zahl der Invasionsfilme und –serien seit 1996 sprunghaft an, doch wirklich neu ist die Idee nicht. Als erster Meilenstein der Blue Beam Konditionierung kann H.G. Wells „Krieg der Welten“ von 1898 gesehen werden. Vordergründig prangerte der Hochgradfreimaurer Wells mit seinem Roman den Kolonialismus an, doch im Kern ist er der Erfinder der Invasionsliteratur. Diese projiziert seit jeher menschliches Verhalten auf Außerirdische und ignoriert dabei völlig, dass die Erde längst besucht wird, aber die Invasion bisher ausblieb.

Das Hörspiel zu „Krieg der Welten“, mit dem Orson Welles 1938 eine Massenpanik in den USA verursachte, kann schon fast als Generalprobe für das Blue Beam Project gewertet werden. Damals gab es weder Hologramme noch orbitale Weltraumwaffen oder ein flächendeckendes Netz von Funkmasten. Ein simples Hörspiel, getarnt als Nachrichtensendung, reichte vollkommen aus, um einen Teil der Bevölkerung glauben zu machen, die Erde würde von Marsianern angegriffen. Kaum auszudenken, wie eine auf Invasion konditionierte Menschheit reagieren würde, wenn das Blue Beam Project tatsächlich Realität werden sollte.

Nach dem Invasionsspektakel soll schlussendlich wahlweise ein Messias oder eine wohlwollende Alienspezies auftauchen, um die Menschheit zu retten. Daraus würde dann eine neue Weltreligion entstehen, unter der die Menschheit in einer neuen Weltordnung vereint wird. Wie genau das Szenario enden soll, ist jedoch unklar. Dazu gibt es mindestens drei Theorien.

Theorie 1 stammt aus dem christlich-fundamentalistischen Lager und geht davon aus, dass ein falscher Messias die Menschheit mit einer luziferischen Weltreligion vereint. Dies deckt sich mit diversen Verlautbarungen von Okkultisten wie Albert Pike (1809-1891) und würde dem esoterischen Wassermannzeitalter entsprechen.

Theorie 2 ist etwas subtiler und legt vermeintlich wohlwollende Außerirdische zugrunde, die uns in New Age unterrichten. Diese wären der Menschheit in Wirklichkeit jedoch feindlich gesonnen und würden uns klammheimlich versklaven. Theorie 3 ist inhaltlich mit Theorie 2 identisch, nur wären die vermeintlich netten Aliens dabei genauso Fake wie die Invasion der bösen Aliens.

Es gibt noch ein weiteres, selten besprochenes Szenario. Diesem zufolge würde es keine offensive Invasion geben, sondern einen Erstkontakt mit vermeintlich wohlwollenden Außerirdischen, die jedoch alles andere als unser Bestes im Sinn haben. In diesem Falle hätten wir es mit einer schleichenden, aber dafür sehr realen Invasion zu tun. Wir nennen diese Theorie nach der Serie „V – Die Besucher“ das Besucher-Szenario.

In Hinblick auf dieses Szenario würden auch sämtliche UFO-Sekten und Aussagen von Freimaurern über eine galaktische Föderation Sinn machen. Allen voran der Apollo-Astronaut Edgar Mitchell, der nicht müde wird, von einer galaktischen Gemeinschaft zu faseln, welcher die Menschen beitreten sollten. Wenn solche Empfehlungen von einem hochrangigen Freimaurer kommen, ist das mit Sicherheit das Letzte, was die Menschheit tun sollte.

Was nun tatsächlich am Blue Beam Project dran ist oder ob es sich nur um eine krude Verschwörungstheorie handelt, werden wir noch früh genug erfahren. Zumindest technisch wären inzwischen ausnahmslos alle Aspekte realisierbar. Die USA planten sogar schon offiziell während des Golfkrieges ein Hologramm von Allah über Bagdad zu erzeugen, um Saddams Truppen zur Kapitulation zu bewegen. Dieses Vorhaben wurde zwar nicht realisiert, doch insgeheim sollen Saddams Truppen mit ELF-Wellen beschossen worden sein, sodass sie in Panik die Flucht ergriffen.

Neben der technischen Machbarkeit kommen noch eine ganze Reihe Warnungen von Whistleblowern wie Carol Rosin hinzu, die meinen, die Außerirdischen wären der letzte Trumpf, den die herrschende Elite gegen uns ausspielen würde. Allerdings erst nach dem 3. Weltkrieg, wenn die Menschheit völlig am Boden liegt und daher absolut überfordert wäre, die Ereignisse infrage zu stellen. Es geht darum, dass wir uns völlig hilflos fühlen und die neue Weltordnung als rettenden Strohhalm begrüßen sollen.

Serge Monast gehört zu den Glücklichen, die dieses Elend nicht mehr miterleben müssen. Er starb bereits 1996 unter mysteriösen Umständen an einem Herzinfarkt. Übrigens genau in dem Jahr, in dem mit „Independence Day“ und „Mars Attacks“ zwei der wichtigsten Invasionsfilme erschienen. Es gab noch einige andere Filme und dazu die Serie „Dark Skies“, aber gerade „Independence Day“ verkörpert wie kein anderer Film die Schaffung einer globalen Ordnung unter der Prämisse einer Alieninvasion. Dieses Hollywood-Ritual war so tief greifend, dass sogar schon Hillary Clinton Bezug auf den Blockbuster nahm. Clinton wird wohl auch die Präsidentin werden, unter der das Blue Beam Project Realität werden könnte.

Hillary Clinton war zudem schon vor Jahren auf einer UFO-Konferenz von Laurance Rockefeller (1910-2004) und die Rockefellers finanzieren wiederum das Disclosure Project von Dr. Steven Greer. Das heißt jetzt nicht zwangsläufig, dass keine Außerirdischen existieren oder alle Augenzeugen und Whistleblower gelogen hätten. Sie werden lediglich instrumentalisiert.

Die echten wohlwollenden Außerirdischen dürften indes den Kopf über so viel menschliche Dummheit schütteln, während die negativen Besucher am Ende vielleicht sogar in das Blue Beam Project involviert sind. Der Spekulationen gibt es viele, die Wahrheit wird uns letztendlich die Zukunft offenbaren. Vielleicht gibt es das Blue Beam Project zwar, aber es findet nicht statt, weil die Menschheit den nächsten Krieg nicht überlebt. Wer weiß…

USA und Russland bereiten sich auf Erstkontaktszenario vor

In den letzten Wochen hat sich einiges im Bereich Exopolitik getan. Nachdem in der Vergangenheit bereits Länder wie Belgien, Frankreich, Ecuador, Chile und Peru sehr offen mit dem UFO-Thema umgegangen sind und teilweise sogar staatliche UFO-Forschungsbehörden betreiben, wagt sich nun Russland als erste Supermacht an die Weltöffentlichkeit.

Im August 2014 warnte das russische Wissenschaftsmagazin WPK vor „18 Sicherheitsbedrohungen“, wobei UFOs allerdings ziemlich weit hinten auf der Liste stehen. Dennoch meinen es Professor Juri Podgornych, Mitglied der Akademie für Militärwissenschaften, und Militär-Dozent Wassili Dolgow absolut Ernst mit diesem Thema. Immerhin kam es schon zu Übergriffen auf Menschen.

Zitat: „Die Berichte über die Kommunikation mit unbekannten Objekten und sogar mit deren Besatzungen bestätigen, dass die Konsequenzen äußerst beklagenswert sein können.“ (…) „Für die Menschen wären das Brandwunden, Blindheit, Lähmungserscheinungen, Bewusstlosigkeit, Strahlungsschäden, Gedächtnis- und psychophysiologische Störungen, aber auch Entführungen mit anschließenden weiteren Experimenten.“

Nachdem auch die „Stimme Russlands“ vollkommen seriös über diese Veröffentlichung berichtete, kamen nicht einmal die deutschen Medien umhin, entgegen ihrer eigenen Lächerlichmachung der vergangenen Jahre etwas darüber zu vermelden. So titelte z.B. Focus.de: „Keine Satire! Militärexperten sicher: Aliens bedrohen Russland!“ Traurig, dass man es hierzulande überhaupt so weit getrieben hat, um nun extra darauf hinweisen zu müssen, dass es sich um keine Satire handelt.

Die Beschäftigung mit UFOs in Russland ist allerdings nichts Neues. Bereits zu Sowjetzeiten gab es ein geheimes staatliches Programm zur Aufklärung unidentifizierter Flugobjekte. Dieses trug den Namen „Sedka“ und war laut dem ukrainischstämmigen Journalisten Stonehill von Mitte der 1970er bis in die frühen 1980er Jahre aktiv. Bei diversen Versuchen, einige der Objekte abzufangen, sollen ihm zufolge auch mehrere sowjetischen Flugzeuge und Raketen verloren gegangen sein.

Es gab jedoch nicht nur negative Begegnungen. Der Fall einer UFO-Landung 1982 in Woronesch verlief alles in allem friedlich und sorgte später international für Schlagzeilen. Etwas unbekannter dürften dagegen die Berichte über UFOs sein, die der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl beiwohnten und sogar geholfen haben sollen, das Feuer zu löschen. Russland ist eine wahre Fundgrube für UFO-Sichtungen.

Da es sowohl friedliche als auch aggressive Vorfälle gab, sind sich Juri Podgornych und Wassili Dolgow noch nicht ganz sicher über die Absichten der Besucher. Zitat: „Es steht auch nicht fest, ob sie Freunde oder Feinde sind.“ Es dürfte wohl beides zutreffen, da wir es keineswegs mit nur einer fremden Spezies zu tun haben.

In jedem Falle sorgte das UFO-Phänomen schon während des Kalten Krieges für eine untypische und selbstverständlich geheime Zusammenarbeit der Sowjets mit den USA. Nach dem Mauerfall soll es sogar zu einer gemeinsamen Weltraummission gekommen sein, bei der zwei Raumsonden zum Marsmond Phobos geschickt wurden. Laut Stonehill erreichte keine von beiden ihr Ziel. Phobos 2 schaffte es ihm zufolge zwar immerhin bis zum Mars, hatte dort jedoch eine unheimliche Begegnung und verschwand, nachdem sie ein Bild eines fremden Objektes übermittelte.

Die Glaubwürdigkeit von Stonehills Aussagen darf jedoch angezweifelt werden, da Phobos bzw. Fobos 1 und 2 sowjetische Raummissionen waren, die 1988 gestartet wurden. Beim Phobos-Projekt hat die UdSSR zudem nicht mit den USA, sondern mit der ESA und der DDR zusammengearbeitet.

Quelle

Auf der anderen Seite wurden die Aussagen Stonehills 2009 wiederum gestützt, als die NASA das Bild eines Monolithen auf dem Marsmond Phobos veröffentlichte. Dazu äußerte sich damals auch der Apolloastronaut Buzz Aldrin.

Russlands Vorstoß blieb natürlich nicht ohne passende Antwort aus den USA. Dort veranstaltete die NASA am 18. September 2014 zusammen mit der Kongressbibliothek ein Symposium unter dem Titel „Vorbereiten auf die Entdeckung – Ein rationaler Ansatz zum Auffinden von mikrobiotischem, komplexem oder intelligentem Leben außerhalb der Erde“. Neben aktuellen Forschungsergebnissen aus der Exobiologie und Suche nach Exoplaneten wurde auch darüber debattiert, wie man mit anderen intelligenten Lebensformen kommunizieren könnte.

Obgleich im Gegensatz zu den Meldungen aus Russland UFOs kein Thema auf dem Symposium waren, stellten sich die Veranstalter die Frage: “Wie bereiten wir uns darauf vor, auf neues Wissen zu stoßen, das unsere bisherigen Vorstellungen von Leben und unserem Platz im Universum grundsätzlich in Frage stellen könnte?“ Die Auswirkungen auf Politik, nationale Sicherheit und Wirtschaft wurden dabei allerdings ausgeklammert, was einmal mehr einen Kontrast zu den Veröffentlichungen in Russland darstellt. Die Amerikaner sorgten sich eher um die religiösen Implikationen.

In dieser Hinsicht ist die Teilnahme des Vatikans am Symposium der NASA interessant. Wurden einst noch Menschen wie Giordano Bruno verbrannt, weil sie von fremden Welten mit intelligentem Leben überzeugt waren, teilt der Vatikan inzwischen diese Überzeugung. Nachdem bereits der vatikanische Chefastronom José Gabriel Funes die Vereinbarkeit von Katholizismus und außerirdischem Leben proklamierte, legte nun sein Untergebener Guy Consolmagano mit einem Vortrag über die theologischen Auswirkungen eines Kontaktes nach. Selbstverständlich glaubt man in Rom, die Aliens missionieren zu können.

Bedenklich ist außerdem, dass Consolmagano dem intriganten Jesuitenorden angehört. Das bedeutet, dass man seinen Vortrag als Teil einer Agenda betrachten muss. Immerhin besuchte bereits Erich von Däniken ein Jesuiteninternat und machte später die Prä-Astronautik populär. Möglicherweise könnte da ein Zusammenhang bestehen.

Überhaupt scheint das NASA-Symposium gezielt darauf ausgerichtet zu sein, die Weltöffentlichkeit auf einen Erstkontakt vorzubereiten. Zumal die NASA erst wenige Wochen zuvor ein Handbuch zur Vorbereitung auf einen Kontakt mit Außerirdischen herausgegeben hat. Weiß die US-Weltraumbehörde etwas, was sie uns bisher verheimlicht hat? Oder bereitet sie uns auf den größten Fake der Menschheitsgeschichte, das so genannte Project Blue Beam, vor?

Auch die deutsche Initiative für Exopolitik macht sicht Gedanken und fragt: „Warum die Eile?“ Robert Fleischer hält es allerdings durchaus für möglich, dass die NASA lediglich auf Sensationen setzt, um der Kürzungspolitik der Obama-Regierung entgegen zu wirken. Steckt am Ende also nur heiße Luft hinter dem Symposium, um an mehr Geld zu kommen? Zumindest gab die NASA kurz darauf bekannt, ab 2017 zur bemannten Raumfahrt zurückkehren zu wollen.

Quelle