Die Dune-Verfilmung, die es zum Glück nie gab

von Joe Doe

Demnächst startet (aufgrund von Corona etwas verspätet) Denis Villeneuves Neuverfilmung von Frank Herberts „Dune – Der Wüstenplanet“. Der erste Trailer verspricht viel und die halbgare TV-Verfilmung des SciFi-Channels aus dem Jahr 2000 wird der neue Film sicherlich übertreffen. Ob er an David Lynchs Meisterwerk von 1984 heranreicht, bleibt derweil noch abzuwarten.

Schon viele haben sich an diesen Science Fiction Roman herangewagt und im letzten Moment einen Rückzieher gemacht. Darunter Arthur P. Jacobs und sogar Ridley Scott. Eine genauere Betrachtung verdient allerdings Alejandro Jodorowsky, über dessen Scheitern man nur froh sein kann. Was er mit „Dune“ vorhatte, wäre eine obszöne Vergewaltigung von Frank Herberts Lebenswerk geworden. Tatsächlich meinte Jodorowsky in einer Dokumentation über sein nicht realisiertes Werk höchstpersönlich sinngemäß, dass es seine Absicht war, den Roman zu „vergewaltigen“, so wie man das mit einer Frau machen müsse.

Allein dieses Zitat lässt einem am Verstand des chilenischen Regisseurs und Künstlers zweifeln. Sein Frauenbild könnte kaum sexistischer sein. Ebenso gestört scheint sein sexuelles Verhältnis gegenüber seinem eigenen Sohn Brontis zu sein. Diesen ließ er mit nur 7 Jahren in dem Westernfilm „El Topo“ von 1970 die gesamte Zeit über nackt vor der Kamera auftreten. Wieso präsentiert Jodorowsky der Welt über zwei Stunden lang ein splitternacktes Kind? Und warum geht so etwas immer noch als Kunst durch, obwohl Nacktbilder von Minderjährigen doch inzwischen längst aus gutem Grund verboten sind?

Reitet da der Rainman?

Zwar werden Jodorowskys Werke dem Surrealismus zugeschrieben, doch enthalten  sie auch stets ein hohes Maß an sexueller Perversion. So geht es in „Montana Sacra – Der Heilige Berg“ um einen Dieb, der in einer von Gewalt und Pervertierung der Religion geprägten Welt lebt. Jodorowsky spielt in diesem Werk einen Alchemisten, der die Exkremente des Diebes in Gold verwandelt. Mit dem Film gelingt ihm jedoch nicht, Scheiße in Gold zu verwandeln.

Seine Frau Valerie verkörpert in „Der heilige Berg“ derweil Sel, deren Planet der Saturn ist. Da sticht bereits eine okkulte Note hervor, die sich nicht nur durch dieses Werk zieht. Garniert ist der ganze okkultistische Mummenschanz natürlich mit entsprechender Freimaurersymbolik. Es ist mehr als offensichtlich, woher da der Wind weht.

Jodorowsky mit Phallushut.

Bestärkt wird dieser Eindruck dadurch, dass Jodorowsky 2005 erneut in die Rolle des Alchemisten schlüpfte, um den Satanisten Marilyn Manson mit Dita von Teese zu vermählen. Die Ehe stand allerdings nicht nur sinnbildlich unter keinem guten Stern und scheiterte nach nur einem Jahr. Manson steht seither auf deutlich jüngere Frauen.

Noch einmal mit Phallushut.

Jodorowskys Kontakte in die Pop-Okkultur reichen indes noch viel weiter und hätten auch bei seiner „Dune“-Verfilmung eine Rolle gespielt. So sollte kein Geringerer als der große Masturbator und Surrealist Salvador Dali für das Artwork verantwortlich sein. Eben jener Dali, der den spanischen Diktator Franco für dessen Hinrichtung von politischen Gegnern feierte und seinen 68. Geburtstag von den Rothschilds ausrichten ließ. Wir erinnern uns an die verstörenden Bilder dieser okkulten Feier.

Salvador Dali

Die Designkonzepte, die für den Film abgeliefert wurden, sind bald noch verstörender als das, was Dali für gewöhnlich abgeliefert hat. Manche Lack- und Lederkostüme scheinen direkt aus der Sadomaso-Szene entlehnt zu sein. Wo Jodorowsky solche Ideen her hat, möchte man lieber gar nicht so genau wissen, aber sie passen zu seinem üblichen Mix aus Sex und Gewalt.

Der Schweizer Okkultist H.R. Giger schuf ebenfalls einige Gestaltungskonzepte für „Dune“, welche Jodorowsky allerdings ablehnte. Zumindest stilistisch wären Gigers Beiträge allemal besser gewesen, wie sein Xenomorph für Ridley Scotts „Alien“ beweist. Jodorowsky wollte jedoch alles möglichst grell und bunt haben wie ein LSD-Trip. Passend dazu sollte die Filmmusik von Pink Floyd verwirklicht werden. Allerdings nur der Score für das Haus Atreides. Den Soundtrack für das Haus Harkonnen sollte die französische Band Magma übernehmen. Würde man dem Regisseur heute noch einmal die Chance auf eine „Dune“-Verfilmung geben, käme der Soundtrack wohl von Marilyn Manson und Lady Gaga.

Glücklicherweise kam alles anders und die erste „Dune“-Verfilmung übernahm David Lynch, untermalt mit einem Soundtrack von Toto, der zu den genialsten der Filmgeschichte gehört. Zwar floppte „Dune“ an der Kinokasse und wurde von der Kritik verrissen, sodass sich Lynch von seinem eigenen Werk distanzierte, doch vielen Fans gilt der Film heute als Klassiker. Im Prinzip hat David Lynch alles richtig gemacht und sollte sich nicht dafür schämen.

Auf die Unkenrufe der Kritiker sollte man derweil nichts geben. Vor allem nicht, wenn sie von Jodorowsky kommen. Bei dem, was er mit „Dune“ vorhatte, sollte er sich mit Kritik sehr zurücknehmen. Doch nicht nur über David Lynchs Meisterwerk hat er eimerweise verbale Scheiße ausgekübelt, für Denis Villeneuves Neuverfilmung hat er ebenfalls nur Gift und Galle übrig. Da spricht wohl der pure Neid aus ihm, weil kein Studio bereit war, seinen zehnstündigen Epos zu finanzieren.

Jodorowsky mit Verschwiegenheitsgeste.

Die „Dune“-Fans wird er damit jedoch nicht erreichen. Mit wenigen Ausnahmen dürften die meisten wohl eher froh sein, dass Jodorowskys grelle SM-Show nie realisiert wurde. Es gibt schon genug abartige Filme, die schlecht für die Seele sind, und da zählen Jodorowskys bisherige Werke voller sexueller Perversion und nackter Kinder mit Sicherheit dazu! Es ist gut, dass die Welt von seinem „Dune“ verschont geblieben ist, auch wenn die weniger obszönen Teile seiner Gesamtidee durchaus manch andere Regisseure und Künstler inspiriert haben mögen.

Teuflische Numerologie in Akte X

Es wäre müßig, jede okkulte Zahl aufzuführen, die irgendwann einmal im Hintergrund einer „Akte-X“-Folge zu sehen ist. Es gibt jedoch eine Episode aus der neunten Staffel, die sich allein um Numerologie dreht. Sie trägt den deutschen Titel „Sechs und Neun“, wobei sie eigentlich „666 und 999“ heißen müsste.

Es geht darin um einen Mörder, der bereits sechs Frauen umgebracht hat und diese Zahl auf neun erhöhen möchte. Er schlägt alle drei Jahre zu und tötet jeweils eine Brünette, eine Blondine und eine Rothaarige. Ein weiteres Muster ergibt sich aus den Tatorten, die auf der Karte eine 6 bzw. eine auf dem Kopf stehende 9 ergeben. Dahinter verbirgt sich auch gleich das Prinzip „Wie im Himmel, so auf Erden“.

Zunächst tritt in der Folge die Zahl 3 recht häufig auf, wenn man das Straßengeschehen genauer beobachtet. Sogar ein Kinderwagen mit Drillingen ist dabei. Natürlich ist sowohl die 6 als auch die 9 durch 3 teilbar.

Eine Numerologin hat derweil die Nummer 333 auf ihrer Tür stehen. Das ist schon mal die halbe Miete für den Teufel.

Tatsächlich ist der Teufel nicht weit, auch wenn er uns hier als hütchenspielender Gott verkauft wird. Seine wahre Identität verrät er jedoch, als er beim Spiel mit Dominosteinen erst die 3 und dann die 6 ins Bild hält. Also 3 mal 6.

Der Mörder trägt die Zahl des Teufels ebenfalls am Ring.

Dieser hinterlässt entsprechende Abdrücke auf den Leichen. Ermordet im Auftrag des Teufels.

Die 666 findet sich weiterhin auf Tonbandgeräten oder als 606 und umgedrehte 909 auf Radioweckern.

Scully spielt gegen Ende eine Partie Dame gegen den Teufel. Das Schachbrett ist nicht etwa schwarz/weiß, sondern trägt die Farben Saturns/Satans, nämlich Schwarz/Rot.

Der Teufel steckt in dieser Episode sprichwörtlich im Detail, was auch die Stadtansicht aus der Vogelperspektive in der Schlussszene offenbart. Die ursprüngliche Aussage, dass Mathematik die Sprache des Universums ist, wird dagegen völlig verfehlt.

Freimaurersymbole in Akte X

Auf Satanismus in „Akte X“ sind wir bereits eingegangen. Neben der satanistisch-okkulten Symbolik gibt es allerdings noch einiges an Freimaurersymbolen. Da wäre allen voran die Pyramide mit Auge, welche erstmals in der Episode „Andere Wahrheiten“ aus der dritten Staffel auftaucht. Hier hatte wohl jemand einen Hang zur Übertreibung und der Pyramide gleich drei Augen in allen drei Spitzen verpasst.

In „Via Negativa“ aus Staffel Acht wird dieses Symbol noch einmal ausführlich erklärt.

Es geht in dieser Episode um eine Sekte, welche ihren Tempel mit dem allsehenden Auge schmückt.

Gemeint ist damit das dritte Auge, welches der Sektenguru seinen Opfern ausschlägt. Die Morde verübt er im Stile von Freddy Kruger auf der Traumebene.

Am Ende träumt sogar Agent Doggett (Robert Patrick), dass er drei Augen hat.

Die ersten drei Grade gehören zur blauen Freimaurerei, die höheren Grade nach schottischem Ritus sind dagegen rot. Entsprechende Symbolik findet sich u.a. in „Der Feind – Teil 2“ aus der dritten Staffel.

Die Anzahl der Freimaurergrade ist 33. Diese Zahl taucht eine Staffel zuvor in der Folge „Cobra“ gleich doppelt auf zwei Briefmarken auf.

Der Raucher (William B. Davis) dürfte als führender Kopf der Verschwörung längst den höchsten Grad innehaben. Mit dem vollendeten Bewusstsein über die außerirdische Präsenz gilt er als erleuchtet und dementsprechend ist das Symbol der Illuminaten, die Eule, nicht weit.

Beim FBI wimmelt es ebenfalls von Verschwörern, darunter der Deputy Director Kersh (James Pickens jr.). In dessen Büro stehen im Hintergrund zwei deutlich sichtbare Obelisken.

Ein weiteres wichtiges Freimaurersymbol ist der Schachbrettboden. Ein solcher ist u.a. in der Episode „Folie á Deux“ aus der fünften Staffel zu sehen.

In der Folge „Daemonicus“ aus der neunten Staffel schmückt der Schachbrettboden eine Psychiatrie, die obendrein noch „Chessman State Mental Hospital“ heißt.

Er dient außerdem als kreative Überblende.

In der elften Staffel haben die Clownsschuhe eines Pädophilen aus „Das Tor zur Hölle“ ein Schachbrettmuster.

Schlussendlich wimmelt es in der Serie noch von esoterischen Symbolen. In der Episode „Der Hellseher“ aus der dritten Staffel ist gleich zu Beginn die Hand mit Auge zu sehen. Zumindest leuchtet dies aber noch ein, da in dem Gebäude eine Wahrsagerin praktiziert, die aus Händen liest.

Tarotkarten dürfen in einer Episode über Hellseher natürlich ebenso wenig fehlen. Die Todeskarte ist dabei für den Wahrsager selbst bestimmt. Warum nur sehen die ganzen Zukunftspropheten ihren eigenen Tod nicht kommen?

Soweit passt die Symbolik noch zum Inhalt, weshalb sie nicht überinterpretiert werden sollte. Etwas expliziter ist da schon die Zimmernummer 66, hinter der sich ein Mord ereignet.

In der zehnten Staffel geht es in der Folge „Babylon“ um eine Terrorzelle, die sich in einem gleichnamigen Motel eingenistet hat. Der Name dürfte hier mehr als nur eine Anspielung auf die Herkunft der Islamisten sein.

Zumal diese einen Anschlag auf ein Gebäude namens Ziggurat verüben. Eine Ziggurat ist eine babylonische Stufenpyramide, was impliziert, dass die Islamisten letztendlich ihre eigenen kulturellen Wurzeln zerstören. Angesichts dessen, dass der IS historische Stätten gezielt vernichtet hat, eine sehr aktuelle Aussage.

Zum Glück sind nicht alle „Akte X“-Episoden dermaßen symbolbehaftet. Die wesentlich interessanteren Alien-Folgen, die einen durchgängigen Handlungsbogen ergeben, glänzen dafür aber durch jede Menge beängstigende Bezüge zum realen UFO-Phänomen, inklusive der Vertuschung durch das Militär und die Geheimdienste. Angeblich soll der Serienschöpfer Chris Carter dabei sogar von Insidern beraten worden sein. Doch das ist ein anderes Thema.

Slender Man – Eine fehlinterpretierte Internetlegende

von Joe Doe

Der Slender Man ist ein Internetmythos, welcher 2009 im Rahmen eines Fotowettbewerbs entstanden ist. Die gefakten Fotomontagen avancierten schnell zu Memes und bald folgten angebliche Sichtungsberichte. Obwohl die ganze Sache längst als Hoax entlarvt wurde, hat Hollywood den Stoff 2018 verfilmt. Herausgekommen ist ein haarsträubender Unsinn, der alle möglichen Gruselgeschichten mit okkulter Symbolik vermengt und daraus eine eigene Legende zusammenschustert.

Geblieben ist eigentlich nur die schmale gesichtslose Gestalt des Slender Man. Diese bekommt aber zuweilen schon Tentakel angedichtet und angeblich kann er in jeder beliebigen Form erscheinen.

Die Flickschusterei geht damit weiter, dass man den Slender Man durch das Anschauen eines Internetvideos herbeiruft. Das erinnert doch eher an den Plot von „The Ring“, wobei das verstörende Samara-Video wenigstens noch gruselig ist. Der Clip, den die vier Freundinnen Katie, Wren, Chloe und Hallie im Internet finden, beginnt ebenfalls mit schaurigen Bildern, jedoch artet er kurz darauf in eine schnelle Abfolge von Subliminals aus. Das Ganze wirkt schon wie unterschwellige Gedankenmanipulation und passend dazu blitzen okkulte Symbole auf.

Die Pyramide mit Auge ist gleich mehrfach dabei.

Die Augen der vier Mädels werden dabei gleichermaßen betont, wobei teils die Pyramide mit Auge im Auge zu sehen ist.

Black Goo spielt ebenfalls eine Rolle.

Das Video lässt die vier Protagonistinnen zunächst verwirrt zurück. Doch bereits in der folgenden Woche beginnen die Alpträume, welche gleichsam Subliminals enthalten. Um den Gruselfaktor zu erhöhen, führt der nächste Schulausflug auf einen Friedhof, wo es einen Obelisken zu sehen gibt. Wenn der mal keine negativen Energien anzieht.

Auf dem Friedhofspaziergang verschwindet mit Katie die erste der vier Freundinnen. Dabei hieß es anfangs noch, der Slender Man entführe Kinder und keine Teenager. Die Katie-Darstellerin Annalise Basso hat übrigens schon in zahlreichen Horrorproduktionen wie „Ouija: Ursprung des Bösen“ (2016) und der hochgradig okkulten Serie „Constantine“ (2015) mitgespielt.

Der Slender Man-Darsteller Javier Botet hat sogar noch mehr Horrorerfahrung. Aufgrund seines Marfan-Syndroms ist er unnatürlich groß und besitzt besonders dünne Glieder, weshalb er die Monster in Filmen wie „Mama“ (2013), „Conjuring 2“ (2016), „Alien: Covenant“ (2017) und „Insidious: The Last Key“ (2018) spielte. Als Slender Man macht er hier nun Jagd auf naive Teenies.

Diese gehen der Sache derweil tiefer auf den Grund, indem sie die zuletzt besuchte Webseite auf Katies Laptop aufrufen. Dabei stoßen sie auf eine weitere Betroffene, die sich „ALEEYKAT93“ nennt. Schon die Zahl 93 ist ein ziemlich deutlicher Hinweis auf ALEister crowlEY, auf den auch der Name „ALEEY“ anspielt. Um diese Spur zumindest ein wenig zu verwischen, verbirgt sich hinter diesem Nickname eine ALisson rilEY.

Mit dieser Quelle nimmt später Wren (Joey King) noch einmal Kontakt auf und fragt sie um Rat. Die Antwort besteht in der Anleitung zu einem Ritual, bei dem die verbliebenen drei Freundinnen etwas opfern sollen, das ihnen wichtig ist. Das Wort „ihm“ (engl. „him“) schreibt ALEEYKAT93 bewusst in Großbuchstaben. Wie schon der Name der Band HIM dürfte dies für die Abkürzung „His Infernal Majesty“ stehen, womit kein geringerer als der höchstpersönlich Teufel gemeint ist.

In der folgenden Nacht treffen sich die drei Mädels im Wald und rufen den Slender Man herbei. Um ihn nicht anzusehen, tragen sie bei dem Ritual Augenbinden. Eigentlich trägt man die doch aber eher bei Aufnahmeritualen.

Chloe (Jaz Sinclair) kann es natürlich nicht lassen, die Augenbinde abzunehmen. Kurz darauf ertönen die drei Glockenschläge, sie gerät in Panik und verkackt alles. Zur Strafe wird sie anschließend vom Slender Man gestalkt und verliert langsam ihren Verstand.

Während Chloe sich zurückzieht, recherchiert Wren in einer Bibliothek weiter über den Dämon. Dabei stößt sie auf einen Artikel über Shadow People, womit der Film wieder einmal völlig unterschiedliche Themenfelder vermischt. Der Slender Man ist, wie bereits erwähnt, ein Hoax. Er hat rein gar nichts mit den weitaus verbreiteteren Berichten über Schattenwesen zu tun, die es bereits seit Jahrhunderten gibt. Die Schattengestalten scheinen einen durchaus realen Bezug zu haben und werden im Film wohl nur erwähnt, um auch dem Slender Man mehr Glaubwürdigkeit zu verleihen.

Um das Ganze auf die Spitze zu treiben, wird dann auch noch der Rattenfänger von Hameln ins Spiel gebracht. Dieser war allerdings weder gesichtslos noch ein Schattenwesen. Es gibt keinerlei Bezüge dieser mittelalterlichen Erzählung zum Mythos des Slender Man.

Auf der Suche nach weiterer Literatur fällt plötzlich der Strom aus und Wren wird von der Horrorgestalt durch die Bibliothek gejagt. Als sie von dem Wesen berührt wird, verliert sie vorübergehend selbst ihr Gesicht. Wie schön doppeldeutig, denn nachdem ihre Vision endet, rempelt sie gegen eine andere Person und blamiert sich.

Die Bibliothek hat übrigens einen freimaurerischen Schachbrettboden. Dieser dürfte hier gleichsam für den Übergang in die Dimension des Slender Man stehen, in welche Wren kurz abgedriftet ist.

Nach ihrer Recherche bringt Wren Geisteskrankheiten, Psychosen, Selbstverstümmelungen und Suizide mit der Besessenheit durch den Slender Man in Verbindung. Tatsächlich sind einige Fans des Mythos schon derart davon besessen, dass sie in eine geschlossene Anstalt eingewiesen werden mussten. So geschehen im US-Bundesstaat Wisconsin, wo im Juni 2013 zwei zwölfjährige Mädchen eine Mitschülerin mit 19 Messerstichen zu töten versucht haben, um dem Slender Man zu gefallen. Dieser Vorfall hat jedoch weniger mit dämonischer Besessenheit zu tun als mit einem wahnhaften Glauben an solche Mythen.

Quelle

Der Film ist diesbezüglich absolut nicht hilfreich. Hallie (Julia Goldani Telles) versucht wenigstens noch, sich die schlimmen Visionen rational zu erklären. Allerdings wird auch sie bald vom Slender Man heimgesucht. Bei ihr markiert ein Spiegel den Dimensionsübergang.

<

Im Spiegel sieht sie sich schwanger und aus ihrem Bauch brechen alsbald schwarze Tentakel. Hier kommt wieder das Black Goo ins Spiel.

Die Tentakel zerbrechen den Spiegel, was die Besessenheit durch das Öl mit einer multiplen Persönlichkeitsspaltung gleichsetzt.

Zu allem Elend zieht Hallie ihre kleine Schwester Lizzie (Taylor Richardson) mit in die Sache rein. Als diese ins Krankenhaus eingeliefert werden muss, hat Hallie dort abermals eine Horrorvision. Erst spielen sich bizarre Szenen in der Klinik ab, dann blendet ein allsehendes Auge in einen Wald über.

Dort gibt es noch einmal eine Anspielung auf eine Persönlichkeitsspaltung…

…sowie auf das Black Goo.

Nachdem Lizzie einen Ausraster hatte, sucht Hallie ihre Freundin Wren auf. In deren Zimmer gibt es erst einmal ein weiteres Dualitätssymbol zu entdecken.

Noch beunruhigender sind allerdings die zahlreichen Zeichnungen der Kreatur.

Ein allsehendes Auge ist auch mit dabei.

Nachdem Hallie Wren gefunden hat, rennen beide in den Wald, wo wieder drei Glockenschläge ertönen. Dort macht der Slender Man einen auf Spider-Man und nimmt die Form einer gigantischen Spinne an.

Als Baum kann er ebenfalls in Erscheinung treten und schnappt sich in dieser Form Hallie. Diese Szene erinnert stark an die Vergewaltigung durch einen Baum in „Evil Dead“ und ist mal so etwas von dreist kopiert!

Am Ende bleiben von den vier Freundinnen nur weitere Vermisstenanzeigen. Vermisste Kinder gibt es in der realen Welt tatsächlich viele, doch dahinter steckt wohl kaum der Slender Man, sondern weitaus Schlimmeres. Sollen hier etwa gesellschaftliche Abgründe verschleiert und mystifiziert werden?

Fazit: Das Fazit des Films lautet, dass die Menschen umso faszinierter vom Slender Man sind, je mehr Angst sie vor ihm haben. Genau das ist der Grund, warum solche Filme gedreht werden. Sie sollen den Glauben an finstere Dämonen nähren, um uns Angst zu machen. Und Angst ist bekanntlich der Pfad zur dunklen Seite.

Dark – Eine dunkeldeutsche Verschwörung

von Joe Doe

(Achtung: Dieser Artikel enthält Spoiler!)

Nein, diesmal ist mit Dunkeldeutschland nicht Sachsen gemeint, auch wenn das Kaff Winden aus der Serie „Dark“ mindestens ebenso trostlos ist. Die Einwohner sind fast ausnahmslos unsympathisch, Kinder verschwinden spurlos, über der Stadt thront ein Atomkraftwerk und sogar die Farben sind zumindest in der ersten Staffel total entsättigt. Obgleich die Serie offensichtlich in Westdeutschland spielt, möchte man in Winden genauso wenig leben wie in Sachsen.

Wie bereits erwähnt ist das Kaff für Kinder besonders unattraktiv. Die Liste der Vermissten ist lang und bald schon spürt man, dass etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Die Kids verschwinden spurlos und tauchen erst nach Jahrzehnten unter mysteriösen Umständen wieder auf, zuweilen tot und um keinen Tag gealtert.

Der Hauptcharakter Jonas Kahnwald verschwindet ebenfalls vorübergehend und hat außerdem mit dem Verschwinden anderer Kids zu tun. Er trägt als Jugendlicher eine gelbe Regenjacke, was von hoher symbolischer Bedeutung ist.

Ab der dritten Staffel trägt seine große Liebe Martha Nielsen die gelbe Jacke.

Die Bedeutung der gelben Regenjacke hat einen durchaus realen Bezug zu echten vermissten Kindern. Unter anderem wimmelt es bei den Missing 411-Fällen auf dem Appalachian Trail in den USA von spurlos verschwundenen Kids, die genau solche Jacken getragen haben. Es gibt rund um den Globus indigene Legenden, die besagen, dass man nicht in Gelb oder anderen knalligen Farben in den Wald gehen soll, da es sonst passieren könnte, dass man nicht zurückkehrt. Der Mythen Metzger hat zu diesem Thema ein umfangreiches Video gemacht.

Wir beschäftigen uns derweil mit der Filmsymbolik und tatsächlich hat Hollywood diese Verbindung ebenfalls schon mehrfach aufgegriffen. Man denke nur an den kleinen Georgie aus den beiden Verfilmungen von Stephen Kings „Es“, der gleich zu Beginn von Pennywise gefressen wird.

In der „Akte X“-Episode „Das Tor zur Hölle“ aus der elften Staffel trägt der Junge, der gleichermaßen in der Eröffnungsszene von einer dämonischen Horrorgestalt zerfleischt wird, auch eine gelbe Regenjacke.

Ob die Macher von „Dark“ an die realen Fälle oder an die Hollywood-Bildsprache anknüpfen wollten, ist ungewiss. Jedenfalls tauchen Jonas und Martha lebendig wieder auf. Okay, sie sterben ab und an auch mal, leben dann aber irgendwie doch noch und entwickeln sich zu den Drahtziehern der ganzen Vermisstenfälle. Das Wie und Warum ist kompliziert, da es um Zeitreisen geht. So viel wird schon am Ende der ersten Episode klar.

Als erstes wird Mikkel Nielsen mit dieser Realität konfrontiert, der zum Zeitpunkt seines Verschwindens einen Skelettanzug trägt. Das ist mindestens ebenso prophetisch wie die gelbe Regenjacke, denn im Prinzip ist er bereits tot, wenn auch als alter Mann.

Was anfangs zufällig wirkt, ist in Wahrheit ein umfangreiches Komplott, hinter welchem eine Geheimgesellschaft von Zeitreisenden steckt. Und ab da wird es okkult.

Das Motto der Geheimloge lautet „Sic Mundus Creatus Est (lat.“So wurde die Welt erschaffen“), was auf die Tabula Smaragdina von Hermes Trismegistos zurück geht – einem alchemistischen Text. Dieser ist in Form eines Kupferstichs des Kabbalisten Heinrich Khunrath (1560-1605) mehrfach in der Serie zu sehen.

Quelle

Die Kabbalah ist ebenfalls nicht weit, immerhin steckt in der Manipulation der Zeit jede Menge Zahlenmystik. Doch dazu später mehr.

Der lateinische Sinnspruch hat jedenfalls eine tiefere Bedeutung als es zunächst den Anschein hat. Genauso wie das Motto „Novus Ordo Seclorum“ (lat. „Neue Abfolge der Jahrhunderte“) auf dem Staatssiegel der USA. Auch die Freimaurer wollen den Verlauf der Zeit kontrollieren und den Weg in eine von ihnen geschaffene Zukunft diktieren.

Zu der Loge der Zeitreisenden gehört ein Pfaffe namens Noah, welcher für das Verschwinden der Kinder verantwortlich ist, die letztendlich tot wieder auftauchen. Wenn das mal kein Wink mit dem Zaunpfahl in Richtung katholische Kirche ist.

Allerdings ist Noah kein Pädophiler. Im Gegenteil kümmert er sich sogar rührend um den kleinen Helge Doppler, den er zu seinem Komplizen heranzüchtet. Die Kinder, welche von den beiden entführt werden, dienen als Versuchskaninchen für Zeitreiseexperimente in einem unterirdischen Bunker.

Der genaue Zweck der Experimente wird in der gesamten Serie nie wirklich aufgedeckt, denn die Zeitreisetechnologie wird auf anderem Wege entwickelt. Es werden einfach nur sinnlos Kinder getötet und dabei grausam entstellt.

In dem Versuchsbunker ist stets ein Panda mit anwesend. Zum einen verkörpert dieser die Farben des freimaurerischen Schachbrettbodens und damit einen Dimensionsübergang. Zum anderen erinnert seine Gesichtsfärbung an einen Totenschädel und tatsächlich ist er Zeuge einiger brutaler Morde. Einmal wird er dabei sogar mit Blut besudelt.

Der kindermordende Pfaffe ist ebenfalls nicht frei von Symbolik. Auf dem Rücken trägt er eine gigantische Tätowierung, welche neben der bereits erwähnten Tabula Smaragdina einen Hexenknoten enthält. Er ist also in absolut keiner Weise fromm, zumal er nach eigener Aussage auch nicht an Gott glaubt. Stattdessen spielt er lieber selbst Gott.

Der Hexenknoten ist das stetig wiederkehrende Symbol des Geheimbundes der Zeitreisenden. Er findet sich einfach überall wieder.

Zusammen mit dem Motto der Loge ziert er auch die Türen in einer Höhle im Wald von Winden. Durch diese Türen kann man in drei Zeitebenen reisen: 1953, 1986 und 2019. Später kommen auch noch weitere Jahre in der Vergangenheit und Zukunft hinzu. Diese Zeitkoordinaten liegen jeweils 33 Jahre auseinander und die zentralen Jahre enden zudem alle auf eine Zahl, die durch 3 teilbar ist.

Die Bedeutung der 33 wird in der Serie ausführlich erläutert und mit Astrologie erklärt. Angeblich hat es mit der Ausrichtung von Sonne und Mond zu tun – dies mutet jedoch äußerst hanebüchen an. Die wichtigste Bedeutung der 33 wird hingegen ausgelassen. Sie steht für das vollendete Bewusstsein und markiert daher den höchsten Grad der Freimaurerei nach schottischem Ritus. Warum die Serienmacher den Zuschauern diese Information wohl vorenthalten?

Ebenso abstrus ist die Erklärung des Logensymbols als Verknüpfung der drei Zeitebenen, zumal es am Ende doppelt so viele sind. Es ist und bleibt ein verdammter Hexenknoten! Und wer genau hinschaut, entdeckt noch weitere okkulte Symbole wie die Ouroboros-Schlange.

Interessanterweise findet sich die Ourouboros auch in der türkischen Serie „Atiye – Die Gabe“ wieder. In dieser geht es ebenfalls um mysteriöse Vorfälle, die ganze Jahrtausende überbrücken. Eine Höhle, die unter der antiken Kultstätte Göbekli Tepe entdeckt wird, spielt ebenfalls eine Rolle. Zwei Netflix-Serien mit ähnlichem Inhalt und in denen die gleiche Symbolik vorkommt – das kann kein Zufall mehr sein.

„Dark“ schlägt die türkische Konkurrenz in Sachen Symbolik allerdings um Längen. So erscheint jede Femme Fatale früher oder später als Frau in Rot. Insbesondere Hannah, die mit Ulrich fremd geht, während sie mit dessen zeitgereisten Sohn Mikkel verheiratet war, ist eine typische Femme Fatale, die das Publikum obendrein zum Rauchen verleitet.

Ihr Sohn Jonas ist derweil in Martha verliebt. Sie ist die Tochter von Ulrich und Katharina und somit eigentlich Jonas‘ Tante. Später reist Hannah dann noch weiter in der Zeit zurück und zeugt mit Egon Tiedemann ein weiteres Kind, sodass am Ende irgendwie alle Charaktere miteinander verwandt sind. So eine Art temporaler Masseninzest. Da noch den Überblick zu behalten, ist eine Herausforderung.

Die verschlungenen Pfade der Zeit sind wie ein Labyrinth aufgebaut und tatsächlich finden sich dahingehende Bilder in den Recherchen von Hannahs gealtertem Sohn Jonas. Einige Charaktere verirren sich gar hoffnungslos in diesem Labyrinth und finden keinen Weg zurück.

Hinzu kommt das Paradoxon der sich selbst erfüllenden Prophezeiung. Symbolisch ist das Paradoxon auf dem Physikbuch von H.G. Tannhaus abgebildet. Der Name spielt zum einen auf H.G. Wells an, den Autor von „Die Zeitmaschine“. Der Nachname ist indes eine Anspielung auf das Tannhauser Gate in „Blade Runner“.

Es gibt einige solcher Insider Gags, die ausnahmsweise mal nicht okkult sind. In der 1986er-Zeitebene gibt es u.a. noch ein Heft von „Captain Future“ zu sehen.

Aus der Zukunft erhält Tannhaus sowohl sein Buch als auch die Pläne einer Zeitmaschine, die er nachbauen soll. Er braucht das Buch also nicht zu schreiben und die Zeitmaschine erschafft sich quasi aus sich selbst heraus.

Da sein Charakter so viel mit Zeitreisen zu tun hat, macht es auf der symbolischen Ebene Sinn, dass er einen Uhrenladen besitzt. Bei den zahlreichen Nahaufnahmen von Uhren über die gesamte Serie fällt auf, dass die Zeiger der meisten auf 11 und 1 zeigen. Teilweise weichen einige Uhren davon ab, aber diese Zeit ist ein wiederkehrendes Element. Was wollen uns die Serienmacher damit sagen? Ist dies ein Hinweis auf ein zukünftiges Ereignis? Das werden wir wohl erst wissen, wenn ein solches eintritt.

Eine Anspielung an das vergangene 9/11 ist da schon deutlicher.

Wie es scheint, ist es schon wieder 2 vor 12. Zumindest auf einer Uhr, die besonders hervorsticht. Oben auf findet sich ein eingekreistes Kreuz und rund um das Ziffernblatt sind drei Rosen arrangiert. Wenn das mal kein Hinweis auf die Rosenkreuzer ist…

Die Zeit auf der Sanduhr ist da schon weit schwieriger zu deuten, aber ein Freimaurersymbol ist das auf jeden Fall.

Der Geheimbund der Zeitreisenden hat derweil ähnliche Ansichten wie solche realen Vorbilder. Der führende Kopf Adam setzt alles daran, die Apokalypse im Jahr 2020 herbeizuführen, denn seiner kruden Vorstellung zufolge muss die alte Welt erst zerstört werden, bevor eine neue entstehen kann. Diese tolle neue Weltordnung im Jahr 2052 sieht allerdings wenig einladend aus. Epizentrum der Apokalypse ist nämlich das Atomkraftwerk von Winden, sodass Adam eine wortwörtlich strahlende Zukunft erschafft.

Ursache ist jedoch nicht etwa ein Reaktorunglück, sondern schwarze Materie, die im AKW lagert. Diese erinnert stark an Black Goo und scheint lebendig zu sein.

Die schwarze ölähnliche Substanz wird aus Versehen freigesetzt und erzeugt zunächst ein Zeitportal.

Dieses wächst schließlich über das AKW hinaus und explodiert.

Wie sich herausstellt, hat es Adams Geheimbund über die verschiedenen Zeitperioden geschafft, die schwarze Materie zu kontrollieren. Um den Übergang besser betreten zu können, haben seine Anhänger eine kleine Pyramide gebaut, über der die Zeitreisesphäre wie eine schwarze Sonne aufgeht.

Das Ganze wirkt schon fast wie eine Antithese zur luziferischen Erleuchtung. Dazu passend hängt in der Loge ein Bild der Hölle.

Teuflisch ist auch der Musikgeschmack von Adams Großvater Ulrich, der als Jugendlicher gern „Pleasure to Kill“ von Kreator hört. Der Bandname „Kreator“ ist in diesem Kontext vermutlich ebenso kein Zufall.

Abgerundet wird das satanische Prinzip durch ein auffällig platziertes umgedrehtes Pentagramm.

In der dritten Staffel kommt neben den verschiedenen Zeitebenen noch eine zweite Zeitlinie hinzu. In dieser kontrolliert nicht Adam die Zeit, sondern Eva. Sie vertritt das luziferische Prinzip und entsprechend hängt in ihrer Loge ein Bild vom Sündenfall.

Dieses Motiv wird immer wieder mal aufgegriffen.

Die Schlange Luzifer wird zudem schon im Vorspann herausgehoben. Diese biblische Bildsprache kann eigentlich nicht mehr missverstanden werden.

Die Schlangensymbolik ist Evas Markenzeichen und so erhalten die Reisenden in ihrer Zeitlinie einen Schlangenarmreif, während die Reisenden aus Adams Zeitlinie ein Medaillon mit dem Abbild des Christophorus tragen, welcher der Schutzheilige der Reisenden ist.

Angekündigt hat sich das luziferische Prinzip übrigens schon in Adams Zeitlinie in Form einer Schulaufführung. Auf dem entsprechenden Plakat ist deutlich eine Schlange an einem Baum zu sehen.

Die beiden Zeitlinien sind an einem Knotenpunkt miteinander verbunden, welcher symbolisch durch eine liegende 8 dargestellt wird. Dieses Zeichen steht für die Unendlichkeit und verdeutlicht, dass die Zeitebenen einen ewigen Kreislauf bilden, bei dem jedes Ende zugleich der Anfang ist.

Verbunden sind die beiden Zeitlinien außerdem durch Freimaurersymbolik. So sind die Schutztüren im AKW in einer Zeitlinie blau und in der anderen rot.

Sogar Marthas Bruder Magnus scheint in Evas Welt unter die Freimaurer gegangen zu sein. Er ist komplett mit okkulten Symbolen tätowiert, darunter ein Hermesstab mit zwei Schlangen auf der Brust, ein allsehendes Auge daneben und ein Saturn auf der Schulter.

Schlussendlich verschmelzen die Zeitlinien sogar auf sexuellem Wege in Form von Jonas und Martha, deren zukünftige Ichs Adam und Eva sind. Eine Gelegenheit, hier mal die umgedrehte Pyramide zur Formen, die sinnbildlich für den weiblichen Schoß steht.

Aus dieser Verbindung geht ein von Inzest gezeichneter Sohn hervor, der stets in dreifacher Ausführung auftritt. Sein kindliches, erwachsenes und gealtertes Ich bilden eine Art unheiliger Dreifaltigkeit. Wann immer der missratene Bastard auftaucht, stirbt jemand oder etwas wird niedergebrannt. Da wären wir wieder beim „Pleasure to Kill“ des Urgroßvaters.

Obwohl Adam und Eva einander lieben, bekämpfen sich ihre älteren Ichs bis aufs Blut. Den jüngeren Ichs von Jonas und Martha gelingt es aber schließlich, den Kreis zu durchbrechen, indem sie in die dritte Ursprungszeitlinie reisen, in der Tannhaus von sich aus eine Zeitmaschine erfindet, um seine verunglückte Familie ins Leben zurück zu holen.

Dieses Ende gleitet leider vollends ins Absurde ab. Wo kommt diese dritte Zeitlinie auf einmal her? Die anderen beiden waren durchaus in sich schlüssig. Und wieso bestehen die Zeitportale in einer Zeitlinie aus schwarzer Materie, während sie in der anderen hell leuchten? Das mag ja durchaus Symbolcharakter haben, zumal Evas Motto „Es werde Licht“ heißt, physikalisch macht es jedoch überhaupt keinen Sinn.

Genauso abstrus ist es, dass Jonas und Martha ihrem jeweils anderen Ich in der Kindheit erscheinen, aber außer ihren kindlichen Ichs niemand sonst sie sehen kann. Überflüssig ist diese Begegnung allemal, da beide nach ihrem Eingriff in die Ursprungszeitlinie samt ihrer alternativen Realitäten verschwinden. Das ist so aber nicht möglich, da dadurch ein Paradoxon entsteht.

Wenn die alternativen Zeitlinien nicht mehr existieren, können Jonas und Martha nicht mehr zurück reisen, um Tannhaus‘ Familie zu retten und damit den Kreislauf zu durchbrechen. Zudem würden ihre Zeitlinien wenn schon mit einem Schlag ausradiert und sich nicht langsam auflösen, so als hätte Thanos gerade seinen Infinity-Handschuh benutzt.

Fazit: Die ersten beiden Staffeln von „Dark“ sind durchaus spannend erzählt und in sich schlüssig. Rein erzählerisch, optisch und musikalisch ist die Serie das mit Abstand Interessanteste, was die deutsche Serienlandschaft je hervorgebracht hat. Außerdem ist es die erste ernstzunehmende deutsche Science Fiction Serie seit „Raumpatrouille Orion“. Leider verstrickt sich die dritte Staffel zusehends in Ungereimtheiten und das unlogische Ende ist höchst unbefriedigend.

Hinzu kommt die permanente okkulte sowie biblische Symbolik. Die religiösen und freimaurerischen Motive nerven einfach kolossal. Dabei wäre die Handlung absolut ohne diesen Firlefanz ausgekommen. Die Serie hatte Potential und an den darstellerischen Leistungen ist nichts auszusetzen. Warum nur müssen die Freimaurer immer allem ihren Stempel aufdrücken? Oder sind es in dem Fall vielleicht die Illuminaten, wie eine unterschwellig platzierte Eule andeutet?

Suicide Squad – Die Bösen werden die Guten sein

von Joe Doe

„Suicide Squad“ ist eine DC-Comicverfilmung, die das genaue Gegenteil der „Justice League“ repräsentiert. Im Zentrum der Handlung stehen einige der größten Superschurken, welche die Welt retten sollen. Dieser Plot ist nichts Geringeres als die Umkehr aller Werte. Böse ist das neue Gut, die Verbrecher werden als Helden glorifiziert. Das passt irgendwie zum aktuellen Rechtsruck, bei dem ein Psychopath wie Trump zum neuen Messias erklärt wird. Nicht zu vergessen, dass auch Hitler seinerzeit von seinen Anhängern für den Messias gehalten wurde.

Hitler und die DC-Bösewichte haben dabei noch etwas gemeinsam, sie alle saßen schon mal in Haft. So beginnt der Film in einem Gefängnis in Louisiana. An der Mauer prangt der Grim Reaper, der bereits andeutet, dass es um eine Selbstmordmission geht. Links von ihm befindet sich eine Schlange alias Luzifer und rechts eine Fleur de Lys. Gleich drei okkulte Symbole auf einmal und dabei hat der Film kaum angefangen.

Im Knast herrschen raue Sitten und ausgerechnet der schwarze Insasse Floyd (Will Smith) wird wegen einer verbalen Provokation von den Wachen misshandelt. Es ist schon mehr als erschreckend, dass hier ein Afroamerikaner namens Floyd von Polizisten gewürgt wird und das vier Jahre vor dem tatsächlichen Mord an George Floyd am 25. Mai 2020.

Eine weitere Insassin ist Harley Quinn (Margot Robbie), die erst einmal mit sexuellen Anspielungen gegenüber den Wachmännern kokettiert. Da es tatsächlich immer wieder zu Missbrauchsfällen in Gefängnissen kommt, ist diese Anspielung mehr als widerwärtig.

Folter und Zwangsmaßnahmen gelten offenbar auch für weibliche Häftlinge.

Nach diesem kurzen Intro folgt der knappe Vorspann, in welchem die Gründerin der Suicide Squad Amanda Waller (Viola Davis) vorgestellt wird. Passend dazu läuft „Sympathy for the Devil“ von den Rolling Stones, denn immerhin geht es in diesem Film um Sympathie für teuflische Personen. Der personifizierte Teufel sind allerdings nicht die Schurken, sondern ihre Chefin Waller, wie sich noch herausstellen wird.

Sie stellt dem Militär nicht zum ersten Mal ihre Idee einer Gangsterkampftruppe vor. Als erstes kommt ihr dabei Floyd Lawton alias Deadshot in den Sinn.

Dieser ist ein Auftragskiller und geübter Scharfschütze, dessen Markenzeichen die Betonung des linken Horusauges ist. Seine Schwäche ist derweil seine kleine Tochter, wegen der er verhaftet wurde und letztendlich auch der Suicide Squad beitritt.

Die zweite Kandidatin ist Harley Quinn, die einst Psychiaterin des Jokers (Jared Leto) war, sich dann jedoch in diesen verliebte.

Offenbar leidet sie unter einem Stockholmsyndrom, denn sie hält zu ihm, obwohl er sie misshandelt und foltert. Dabei trägt er übrigens nur einen Handschuh an der rechten Hand, was ihn zu einem Anhänger des Pfades zu linken Hand macht.

Quinn hilft dem Joker bei dessen Flucht aus dem Gefängnis. Ebenfalls mit dabei sind die Ziege Baphomet und ein Panda.

Sein kriminelles Umfeld hat massive Bezüge zum Satanismus. Darunter ein Geschäftspartner, der ein drittes Auge auf der Stirn und eine Schlange auf der linken Schädelhälfte tätowiert hat.

Der abartigste Charakter ist aber immer noch der Joker selbst, der seine treuen Untergebenen einfach mal so über den Haufen schießt, wenn sie seine Freundin nur schief ansehen. Jared Letos Interpretation von Gothams Oberschurken ist die bisher grauenhafteste und die Pädophilievorwürfe, die vom Regisseur James Gunn gegen ihn erhoben wurden, machen die Sache nicht besser.

In diesem Film geht es jedoch um eine andere Art kranker Beziehung, die auf totaler Unterwerfung und Gewalt basiert.

Harley Quinn kann dieses Verhältnis wohl nur ertragen, weil sie selbst vollkommen durchgeknallt ist. Obendrein ist sie extrem symbolbeladen. Neben ihren blau-rot gefärbten Haaren trägt sie z.B. ein Kleid mit Schachbrettmuster.

Der dritte in der Selbstmordrunde ist der Australier Captain Boomerang (Jai Courtney).

Der Boomerang lässt sich hier als freimaurerischer Winkel lesen, zumal sich der Winkel samt einäugiger Pyramide auch in der Bank wiederfindet, die George Harkness ausraubt.

Der vierte Kandidat nennt sich El Diablo (Jay Hernández), womit wir wieder beim Teufel wären. Und bei den Straßengangs von Los Angeles.

Sein Zeichen, das er als Tattoo auf der Stirn trägt, ist die Sense des Grim Reapers.

Schädel sind ebenfalls sein Ding. Er trägt sie als Tattoo und auf seiner Jacke.

Unglückseligerweise hat er mit seinen pyrokinetischen Fähigkeiten aus Versehen seine eigene Familie abgefackelt und sich daraufhin der Polizei gestellt. Ausgerechnet der Teufel ist seither ein Büßer.

Neben dem Leibhaftigen darf natürlich ein Repiloid nicht fehlen. Killer Croc (Adewale Akinnuoye-Agbaje) ist die Nummer 6 im Team.

Um die Reptiloidenanspielung abzurunden, trägt der Croco-Man eine Jacke mit einem Drachenmotiv.

Die Siebte im Bunde hört auf den beknackten Namen Dr. June Moone (Cara Delevingne) und ist eigentlich keine Verbrecherin, sondern Archäologin. Auf einer Dschungelexpedition ist sie einst auf einen Tempel gestoßen, wo sie unabsichtlich ein dämonisches Wesen freigelassen hat.

Eigentlich ist es dieses Wesen, Enchantress, welches Waller ins Team holen will.

Der Zeigefinger vor dem Mund verrät bereits, dass dies keine gute Idee sein kann.

Es heißt, wer das Herz der Hexe besitzt, kann sie kontrollieren. Selbstverständlich trägt Waller dieses Herz am rechten Fleck, nämlich in einem gesicherten Koffer.

Um auf Nummer Sicher zu gehen, wird dem Team zusätzlich Colonel Rick Flag (Joel Kinnaman) zugeteilt. Etwas Pathos mit US-Adler darf natürlich nicht fehlen.

Flags Vorteil ist, dass er bereits mit June Moone und deren okkultem Gedöns zu tun hatte. Der Nachteil auf der anderen Seite sind seine privaten Gefühle für sie.

Wo wir schon mal bei Pentagrammen sind, geht es auch gleich im Pentagon weiter.

Dort hat Amanda Waller einen Fürsprecher, der aus unerfindlichen Gründen auf Fluorid im Trinkwasser hinweist. Diese Bemerkung steht in keinerlei Zusammenhang zur Handlung, genauso wenig wie die schwarze Pyramide vor einem blau-roten Hintergrund. Der Film bombardiert den Zuschauer geradezu mit unterschwelligen Botschaften und Symbolen.

Um ihre hirnrissige Idee einer Schurkeneinheit zu verkaufen, lässt Waller ausgerechnet Enchantress im Pentagon auftreten.

Sie befiehlt ihr, Geheimdokumente aus dem Verteidigungsministerium von Teheran zu besorgen. Wenn das nicht mal wieder eine Anspielung auf den geplanten Irankrieg ist…

Nachdem Waller die Pentagon-Generäle mit dieser Nummer überzeugt hat, stellt sie umgehend ihr Team zusammen. Harley Quinn fragt ihrer bei der ersten Begegnung, ob sie der Teufel sei und Amanda antwortet: „Schon möglich.“ Mit anderen Worten ist sie Satan höchstpersönlich, denn wer sonst würde die Nationale Sicherheit Kriminellen anvertrauen? Passenderweise tritt sie bei ihrem Coming Out als Frau in Rot auf.

Dabei ist die Rolle des El Diablo doch eigentlich schon vergeben und der schmückt sich sogar mit flammender Krone.

June Moone residiert derweil in Washington, wo der Obelisk des gleichnamigen Monuments nicht weit ist.

Als sie sich in Enchantress verwandelt, macht diese einmal mehr die Verschwiegenheitsgeste.

Wie es sich für eine Hexe gehört, nutzt sie Spiegel als Dimensionsportale.

Auf einer Herrentoilette infiziert sie einen nichtsahnenden Mann mit dem Geist ihres Bruders. Dämonische Besessenheit passt irgendwie zum Grundthema dieses Films.

Nachdem Enchantress‘ Bruder in einer U-Bahnstation einen Amoklauf veranstaltet hat, wird die Suicide Squad aktiviert. Damit die Kriminellen nicht einfach abhauen, bekommt erst einmal jeder einen RFID-Chip mit Sprengkapsel eingepflanzt.

Der Reptilienmann wird dabei behandelt wie Hannibal Lecter.

Der Joker startet derweil einen Überfall auf ein Laboratorium von Wayne Enterprises, um an die Daten für Harleys Sprengkapselchip zu kommen. Wieder einmal mit Pandamobil und Pandabär.

Bevor die Party aber so richtig abgeht, wird Enchantress zunächst allein auf das neue Metawesen in der U-Bahnstation losgelassen, unwissend, dass dies ihr Bruder ist.

Die Katastrophe nimmt damit ihren Lauf und die Hexe bekommt ein neues Outfit voll okkulter Symbole. Neben der Mondsichel und einer Reihe allsehender Augen wird ihr Kopfputz u.a. von etwas geziert, was wie eine Mischung aus unikursalem Hexagramm und Zirkel & Winkelmaß aussieht.

Da sich der Einsatz von June Moone bereits als bescheuerte Idee herausgestellt hat, werden nun auch die anderen Schwerverbrecher endgültig entfesselt. Deadshot honoriert dies mit einer freimaurerischen Pyramidengeste.

Harley Quinn zeigt den Männern derweil, wo der Hammer hängt.

Bevor es losgehen kann, gibt es aber noch Einsatzorder von Amanda Waller, die als „Stimme Gottes“ angekündigt wird. Da bereits klar ist, dass sie der Teufel ist, wird hier die Umkehrung der Werte vollendet. Passend dazu gibt es wieder ein Dreieck vor blau-rotem Hintergrund. Bei genauerem Hinsehen ist links zudem ein schwarzer Kubus (Saturnsymbol) und rechts eine DNS-Doppelhelix (zwei Schlangen) zu sehen.

Nachdem sich Katana (Karen Fukuhara) zum Team gesellt hat, geht die Reise endlich los. Der Drehort ist offensichtlich Chicago und der aufsteigende Rauch über der Stadt könnte fast als Ankündigung eines zukünftigen Terroranschlags gewertet werden.

Weit kommt die Suicide Squad allerdings nicht. Schon kurz nach Erreichen der Stadtgrenze wird ihr Helikopter abgeschossen, was kurioserweise alle unverletzt überleben. Den Rest muss des Weges muss das Team jedenfalls zu Fuß gehen.

Boomerang und Slipknot (Adam Beach) nutzen den Spaziergang, um zu verduften. Während Ersterer von Katana aufgehalten wird, dient Slipknot dazu, die Sprengkapseln vorzuführen. Ein unbedeutender Nebencharakter stirbt einen sinnlosen Tod, denn immerhin wussten alle, dass jeder Fluchtversuch mit dem Tod geahndet wird. Ein paar von den 08/15-Soldaten sind die nächsten, die bei einer Schlacht gegen Teerzombies geopfert werden.

Die Toten können sich dabei noch glücklich schätzen, denn alle Gefangenen werden von Enchantress in weitere Legionen von Teerzombies verwandelt.

Das primäre Ziel der Suicide Squad stellt sich als Rettungsmission für Amanda Waller heraus. Wie teuflisch diese wirklich ist, beweist sie, als sie bei ihrer Rettung ihr gesamtes Überwachungsteam eigenhändig eliminiert, um ihr Versagen im Falle June Moone zu vertuschen.

Bei der Evakuierung der anderen läuft derweil etwas schief, denn der Hubschrauber wurde vom Joker gekapert. Er rettet Harley Quinn, doch kurz darauf wird auch dieser Helikopter im Auftrag Wallers abgeschossen. Harley übersteht den Sturz aus mindestens 20 Metern Höhe abermals unbeschadet und der Joker überlebt sogar den Absturz samt Explosion. Der Surrealismus wird damit ein wenig überstrapaziert und es ist kein Wunder, dass Waller die beiden für tot hält, wo sie es doch eigentlich sein müssten.

Die Teufelin besteigt kurz darauf selbst einen Helikopter, welcher die Nummer 23 trägt. Ja klar, eine Illuminatin ist sie selbstverständlich auch noch.

Die 23 steht in der okkulten Numerologie jedoch für Zerstörung und so kommt dieser Hubschrauber ebenfalls nicht weit. Der alten Höllenfürstin kann das jedoch nichts anhaben, ebenso wie die anderen Bösewichte bekommt sie nicht mal einen Kratzer. Merke: Abstürze aus großer Höhe sind nicht weiter der Rede wert. Zumindest wenn man sich gerade in einem DC-Film befindet.

Waller gerät allerdings in Gefangenschaft und Enchantress bekommt ihr Herz zurück.

Nun kann sie ihre Waffe vollenden, deren Teile momentan noch in einem Wirbel über der U-Bahnstation kreisen. Das ganze sieht ein wenig wie ein Höllentor aus und erinnert an Effekte aus Filmen wie „Ghostbusters“.

Die Suicide Squad hat unterdessen nichts Besseres zu tun, als einen saufen zu gehen. Okay, sie müssen sich für die finale Schlacht noch Mut ansaufen, aber damit können wir auch an die Alkohol-Agenda einen Haken machen.

Gegen Ende der Runde schenkt Flag dem Team ebenfalls sprichwörtlich reinen Wein ein und erklärt ihnen die Sachlage. Er zerstört die Kontrolle der Sprengkapseln, entlässt damit alle in die Freiheit und hofft darauf, dass sie ihm freiwillig helfen, Enchantress zu stoppen. Deadshot tut es für seine Tochter, El Diablo aus Reue und Harley Quinn, weil sie total verrückt ist. Welche Motive die Gangster auch haben mögen, am Ende sind alle bei der Selbstmordmission dabei.

Zunächst versucht Enchantress die Antihelden mit Illusionen ihrer größten Sehnsüchte zu bekehren. Insbesondere Harley Quinns Wunschtraum nach einer heilen Familie wirkt angesichts der Vorwürfe gegen den Joker-Darsteller äußerst heikel. Gute Eltern wären die beiden Psychopathen jedenfalls ganz bestimmt nicht.

Zwar gelingt das Täuschungsmanöver nicht, doch erweisen sich die Hexe und ihr Bruder dennoch als mächtige Gegner. Einige der Gangster sind allerdings ebenfalls nicht ohnmächtig. So verwandelt sich El Diablo in einen gigantischen Feuerteufel.

Schlussendlich unterliegt der Büßer jedoch und opfert sich, damit die anderen den Bruder sprengen können. Danach bleibt nur noch die Hexe, die nur durch Teamwork zu erledigen ist. Harley schneidet ihr das Herz heraus und Flag fällt die schwere Aufgabe zu, es zu zerquetschen. Doch welch Wunder, seine geliebte June überlebt den Tod von Enchantress.

Nachdem die Welt nun endlich gerettet ist, funkt dem übrigen Team Waller als Spielverderberin dazwischen. Sie besitzt eine zweite Sprengkapselkontrolle und lässt den Kriminellen daher die Wahl, zurück in den Knast zu wandern oder zu sterben. Warum Quinn vor ihr einknickt, bleibt dabei schleierhaft, da der Joker ihren Chip eigentlich abgeschaltet hatte.

Die Teufelin in den Venusfarben gewährt den Mitgliedern der Suicide Squad aber immerhin Hafterleichterung. So darf Deadshot seine Tochter besuchen, Killer Croc bekommt Pay-TV, welches er nutzt, um sich nackte Frauenhintern anzusehen und Harley erhält eine Espressomaschine.

Sie muss allerdings nicht lange ausharren, da der Joker sie in einer dramatischen Gewaltaktion aus dem Knast befreit. Wo so viel Tod und Zerstörung herrschen, darf natürlich die 23 nicht fehlen.

Im Abspann hagelt es dann noch einmal richtig okkulte Symbole. Angefangen bei Totenschädeln…

…über Reptilienaugen…

…ein Heptagramm mit Mondsicheln…

…bis hin zum allsehenden Auge.

In einer Zwischenszene übergibt Amanda Waller Batman eine Liste mit weiteren Metawesen. Dies ist die Ankündigung der „Justice League“, die das positive Gegenstück zur Suicide Squad darstellt. Obendrein ist auch der Film viel besser.

Fazit: Suicide Squad zelebriert die Umkehr der Werte mit einem Feuerwerk okkulter Symbolik. Die meisten Charaktere sind dabei so unsympathisch wie die Action unrealistisch ist. Den Vogel schießt der Joker ab , der hier zur peinlichen Randfigur verkommt, die außer ein paar WhatsApp-Nachrichten an Harley Quinn nichts zur Handlung beizutragen hat.

Harley zählt indessen neben Deadshot und El Diablo zu den wenigen Charakteren, die überhaupt im Gedächtnis bleiben. Immerhin hat sie dafür mit „Birds of Prey“ einen eigenen Film bekommen, in dem sie sich vom Joker emanzipieren kann. Dieser ist ungleich besser und hat im Gegensatz zu „Suicide Squad“ sowohl eine optimistische Botschaft als auch ein hohes Maß an Humor. Das Vorwissen um den vorliegenden Schrottstreifen braucht man dafür zum Glück nicht.

Akte X auf den Spuren der Satanisten

von Joe Doe

Die Serie „Akte X“ beschäftigt sich mit allerhand Mystery-Themen, angefangen bei UFOs über Kryptide bis hin zu Okkultismus. Was letzteres Thema angeht, sticht die Folge mit dem bezeichnenden Titel „Satan“ besonders heraus. Im Original heißt die 14. Episode der zweiten Staffel kurioserweise „Die Hand die verletzt“. Dies geht darauf zurück, dass im englischen O-Ton während eines okkulten Rituals zwei Sätze auf Deutsch gesprochen werden: „Sein ist die Hand, die verletzt. Sein ist der Ort, genannt Hölle.“

Das Ritual wird in einer fiktiven Kleinstadt in den USA von einem Eltern-Lehrer-Komitee zelebriert, dessen Logo eine Schlange und 10 Pentagramme enthält.

Im Prinzip besteht der gesamte Lehrkörper aus Satanisten und entsprechend lautet der Name der Schule Crowley High School. Dies ist ganz offiziell eine Anspielung auf Aleister Crowley.

Selbstverständlich hat die Schule auch einen Schachbrettboden, wenn auch etwas dezent.

Mulder und Scully ermitteln in Mordfällen an Schülern, die einen rituellen Charakter haben. Dabei kommt heraus, dass ein Mädchen in ihrer Kindheit von ihren Eltern und deren Freunden rituell missbraucht wurde. Bei den Beschreibungen haben die Autoren gründlich recherchiert, denn sowohl die roten Kellerwände als auch das Tragen von schwarzen und roten Kapuzen werden immer wieder von realen Opfern rituellen Missbrauchs geschildert.

Wäre es aber vielleicht auch möglich, dass die Autoren mit dieser Episode Insider-Informationen preisgegeben haben? Zumindest wimmelt es in ihren Biografien von weiteren hochgradig okkulten Werken. Glen Morgan und James Wong haben beide an der „Final Destination“-Reihe mitgewirkt, in welcher der Teufel allgegenwärtig ist, und Wong zeichnet sich darüber hinaus für mehrere Episoden der abartigen Horrorserie „American Horror Story“ sowie des Remakes von „Rosemary’s Baby“ verantwortlich.

Eine wahre Horror Story ist auch die „Akte X“ Episode „Satan“, in der die Morde allerdings nicht von den alteingesessenen Satanisten begangen werden. Diese finden am Ende gar selbst den Tod, weil sie ihre Religion vernachlässigt haben und der Vater des ermordeten Mädchens sogar ausgestiegen ist. Aussteiger haben im Satanismus bekanntlich nichts zu lachen, wobei dieser Herr ironischerweise von einer Schlange gefressen und binnen weniger Minuten bis zur Unkenntlichkeit verdaut wird.

Hinter den paranormalen Morden steckt die neue Lehrerin Phyllis Paddock, deren Nachname auf einen Dämon aus der ersten Szene von Shakespeare’s „Macbeth“ anspielt. Damit dürfte klar sein, dass Paddock kein menschliches Wesen ist und tatsächlich zeigt sie während einer rituellen Beschwörung ihre wahre Gestalt. Ihre geschlitzten Pupillen verraten ihre reptiloide Natur. Übrigens werden Reptilienaugen auch immer wieder von Opfern rituellen Missbrauchs beschrieben, wobei unklar ist, ob es sich tatsächlich um fremde Wesen oder bloß Kontaktlinsen handelt.

Bei den Agenten Mulder und Scully bedankt sich Paddock, indem sie den Spruch „It’s been nice working with you“ auf einer Tafel hinterlässt. Offiziell ist dies ein Abschiedsgruß der beiden Autoren Morgan und Wong, die allerdings später wieder für die Serie geschrieben haben. Mit dieser Episode wollten sie angeblich ausdrücken, dass man sich die Finger verbrennt, wenn man mit Feuer spielt. So beschwören die Jugendlichen Satan nur als Mutprobe und bezahlen dafür mit dem Leben.

Das wirkt allerdings etwas sehr drastisch und die satanistischen Lehrer bringt Paddock auch nicht etwa um, weil sie Satan beschworen haben, sondern weil sie es in den letzten Jahren eben nicht mehr getan haben. Das könnte man schon direkt als Drohung verstehen. Zumal die Folge damit endet, dass die Mörderin zweier unschuldiger Jugendlicher und einer Handvoll Aussteiger ungestraft davon kommt.

Die beiden Autoren dieses zweifelhaften Statements stecken auch hinter der ersten Vampir-Episode von „Akte X“. Die Folge „Drei“ stammt ebenfalls aus der zweiten Staffel und bietet einiges an Symbolik. Dort treiben die Blutsauger ihr Unwesen in einem Restaurant, welches nach dem ägyptischen Sonnengott Ra benannt ist.

In diesem Gebäude wird gerade ein nichtsahnendes Opfer von einer Vampirlady verführt. Für ein stimmungsvolles Ambiente sorgen pyramidenförmige Kerzen. Auch eine Art, die Spitze einer Pyramide zu illuminieren.

Auch wenn Vampire oft ein Synonym für Reptiloide sind, haben die drei in „Akte X“ keine solchen Merkmale. Ganz anders sieht es mit den Dämonen in „Zeit der Zärtlichkeit“ aus der sechsten Staffel aus. Während ein männlicher Dämon Frauen schwängert, um ein normales Baby zu bekommen, hat es ein weiblicher Dämon auf einen waschechten Satansbraten abgesehen.

Beide Horrorgestalten haben geschlitzte Pupillen, womit die Brücke von Dämonen zu formwandelnden Reptos geschlagen wird.

Andere Autoren haben ähnlich satanistische Symbolik verwendet, jedoch falsche Fährten gelegt. So geht es in der Episode „Energie“ aus der dritten Staffel nicht um einen Satanskult, obwohl alles danach aussieht. Einschließlich eines eingebrannten Ziegenkopfes auf der angekokelten Leiche eines Teenagers.

Passend dazu ist das Maskottchen der Schulmannschaft eine Ziege.

Schlussendlich findet sich sogar in der Tierkreisreklame einer Astrologin eine Ziege, obwohl dort eigentlich ein Widder hingehört. Aber wie gesagt ist das nicht das Einzige, was hier nicht stimmt. So steckt hinter den Morden eben kein Satanskult, sondern zwei fiese Mitschülerinnen mit telekinetischen Fähigkeiten.

In der Episode „Herr der Fliegen“ aus der neunten Staffel hat eine andere Schule ein ganz ähnliches Logo. Nun ist der Herr der Fliegen ein bekanntes Synonym für den Teufel, allerdings geht es in der Folge um einen insektoiden Jungen.

Die Ziege mit den sieben Hörnern aus der Episode „Rückkehr der Seelen“ in der vierten Staffel passt derweil wieder sehr gut ins Bild. Immerhin geht es um eine Weltuntergangssekte, die an die Johannesoffenbarung glaubt und darin spielt das Biest nun mal die zentrale Rolle.

In der gleichen Staffel gibt es noch die Episode „Hexensabbat“. Diese stammt zwar aus der Feder von Valerie und Vivian Meyhew, als Berater fungierten aber wieder einmal Morgan und Wong. So verwundert es nicht, dass es abermals einige versteckte Hinweise gibt. Der Hexenmeister, der in dieser Episode Patienten einer Schönheitsklinik opfert, welche an den vier Hexensabbaten Geburtstag haben, wohnt beispielsweise in der Gardner Street 1953. Das ist eine offizielle Referenz an den Wicca-Gründer Gerald Gardner (1884–1964). Die Hausnummer könnte auf seinen 69 Geburtstag anspielen.

Im Haus des Hexers finden Mulder und Scully ein gigantisches Pentagramm auf dem Boden.

Ein weiteres befindet sich auf dem Konferenztisch des Krankenhausvorstandes.

Am ersten Tatort entdeckt Mulder ebenfalls ein Pentagramm, welches er mit dem Blut des ersten Opfers nachzeichnet. Ziemlich unprofessionell, einen Tatort derart zu verändern.

Wie sich herausstellt, hat das Pentagramm auf dem Boden eine Krankenschwester als Schutzzauber hingezeichnet. Offensichtlich hat der jedoch nicht funktioniert und auch das Setzen von fünf Blutegeln auf der nächsten Patientin verhindert nicht deren Ableben.

Am Haus von Schwester Rebecca Waite befindet sich ebenfalls ein aufrecht stehendes Pentagramm, welches sie als weiße Hexe identifiziert. Übrigens ist sie nach einer Freundin der Drehbuchautorinnen benannt. Ihr Name spielt also offiziell nicht auf die Schwester Rebecca an, die während der Salem-Prozesse 1692 unschuldig als Hexe hingerichtet wurde.

Gegen den schwarzen Hexenmeister hat sie allerdings keine Chance. Als sie einen auf Gräfin Bathory macht und ihm in seiner Wohnung in einem Blutbad auflauert, überwältigt er sie und tötet sie durch einen Schadenzauber.

Anschließend levitiert er eine Runde im Bett…

…und bringt am nächsten Tag das letzte Opfer um. Die Ritualmorde verübt er, um sich selbst zu verjüngen. Die Gesichtstransplantation nimmt er selbst an sich vor und entkommt so den FBI-Agenten. Mit einer neuen Identität bewirbt er sich bei einer anderen Schönheitsklinik als Chirurg. Wie bereits die Reptiloidentante Paddock kommt er ungestraft davon und darf weiter morden.

In der elften Staffel öffnet sich bei einem weiteren Hexenritual „Das Tor zur Hölle“. Infolgedessen werden zwei Kinder von Horrorgestalten aus einer Kindersendung abgeschlachtet. Mr. Chuckle Teeth kann es dabei in Sachen Gruseligkeit locker mit dem Slender Man aufnehmen.

Die Teletubbiverschnitte sind allerdings auch nicht ohne, wobei sie fast schon an Mimikri-Beschreibungen von Grey-Aliens erinnern.

Diese Dämonen wurden absichtlich herbeigerufen und die erste Spur finden Mulder und Scully in einem Bücherregal voller Hexenwälzer.

Später wird die Verantwortliche in flagranti erwischt, wie sie in einem Hexenkreis aus einem Buch mit Beschwörungsformeln zitiert.

Am Ende fängt die Hexe selbst Feuer, das Buch allerdings ist feuerfest.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass der Teufel bei „Akte X“ nur selten im Detail steckt. Oft steht er direkt vor einem.

Final Space – Kampf der Titanen

von Joe Doe

„Final Space“ ist eine Science Fiction Zeichentrickserie für Erwachsene, die seit 2018 läuft. Die erste Staffel ist noch leichte Kost, garniert mit viel Witz und Humor. Als Zuschauer entwickelt man schnell Sympathien für den Hauptcharakter Gary Goodspeed, der mit dem nervigen Geisteskrankheitsvermeidungsroboter Kevin an Bord eines Gefängnisraumschiffs festsitzt. Als ihm ein grünes Etwas zufliegt, das er auf den Namen Mooncake tauft, ändert sich alles schlagartig. Zunächst bekommt er es mit dem Kopfgeldjäger Avocato zu tun, der sich ihm aber anschließt und gemeinsam mit Gary gegen den finsteren Lord Commander kämpft.

Neben ein paar drastischen Szenen und einem noch drastischeren Ende, bei dem Avocato stirbt, macht die erste Staffel durchaus noch Spaß. In der zweiten erfährt man jedoch mehr über die Dimension des Final Space, die von dämonischen Titanen wie Bolo und Invictus bewohnt wird.

Bolo beauftragt Gary und seine Freunde, fünf Dimensionsschlüssel zu finden, mit denen er aus seinem Gefängnis im Inner Space befreit werden kann.

Den ersten Schlüssel haben die Helden bereits während eines Raumschiffrennens erbeutet. Es ist ein freimaurerischer Kubus, welcher stark an den Tesserakt aus dem Marvel Cinematic Universe erinnert. Überhaupt ist die Ähnlichkeit zu den Infinity-Steinen kaum zu übersehen.

Die Pyramide ist überraschenderweise kein Dimensionsschlüssel und auch kein Sith-Holocron, sondern Clarence‘ Geldkompass.

Den zweiten Schlüssel finden Gary und seine Freunde auf Ashs Heimatplaneten. Dort werden Menschen und insbesondere Kinder einer Schlangengottheit geopfert, was stark an die Rituale der Maya zu Ehren Kukulkans erinnert.

Um an den Schlüssel zu kommen, müssen sich die Helden ebenfalls von der transdimensionalen Schlangengottheit fressen lassen.

Die „Drei Rätsel“ aus dem Episodentitel tun dabei eigentlich kaum was zur Sache. Der Quizmaster findet einen abstrakten Tod und der Dimensionsschlüssel, welcher sich im Herzen der Schlange verbirgt, ist schnell geborgen. Der Schlüssel enthält passenderweise zwei sich umeinander windende Schlangen.

In der vierten Folge begegnet Little Cato, der Sohn von Avocato, einem weiteren Titanen. Die Ähnlichkeit zu Satan ist frappierend. Ebenso wie die zu Sutur, um den Vergleich mit Marvels Cinematic Universe auf die Spitze zu treiben.

Am vielsagendsten ist jedoch die neunte Episode „Die Schatten der Erinnerung“. In dieser reisen Gary, Avocato und Little Cato über einen Raum-Zeit-Wasserfall in eine andere Dimension, die von Black Goo beherrscht wird. Dieses manifestiert sich in schwarzen, dämonischen Kreaturen.

Es tritt aber ebenso in der klassischen zähen Form auf, die Menschen befällt.

Der Effekt des schwarzen Öls in den Augen ist bereits aus „Akte X“ bekannt.

Ebenso der Wirtswechsel. Das Black Goo, welches als Medium für den Titanen Invictus dient, endet dabei in Avocato, der eine Folge zuvor erst per Zeitreise von den Toten auferstanden ist.

Offenbar will „Final Space“ die gleiche Geschichte über extradimensionale Entitäten und Black Goo erzählen, wie zahlreiche andere Filme und Serien, darunter „Event Horizon“ und „Dark Matter“. Was in der ersten Staffel vielversprechend beginnt, wird damit zunehmend zum Abklatsch. Dabei scheuen sich die Serienmacher nicht einmal, bei „Star Wars“ zu klauen. Mag die Ähnlichkeit des Lord Commanders mit dem Imperator noch oberflächlich erscheinen, ist der Einsatz von Lichtschwertern schon definitiv ein Plagiat.

In der finalen Episode “Der sechste Schlüssel“ treffen die Recken endlich auf Bolo, der in einem Kubus gefangen ist. Der Zugang zum Inner Space befindet sich übrigens im Orion-Nebel, was nicht gänzlich ohne astrologische Bedeutung sein dürfte.

Wie sich herausstellt, reichen die fünf Dimensionsschlüssel nicht, um ihn zu befreien. Es bedarf zusätzlich eines menschlichen Opfers. Ähnlich wie in „Das fünfte Element“ spielt hier Nightfall die Rolle des sechsten Schlüssels.

Ash treibt derweil den Teufel aus Avocato heraus.

Schlussendlich ist Bolo frei und kündigt seine Rache an den anderen Titanen an.

Während Gary seine große Liebe Quinn rettet, kündigt sich bereits der finale Konflikt mit dem Dämon Invictus an. Doch das ist Stoff für die dritte Staffel, die bereits angekündigt ist.

Fazit: Wenn „Final Space“ den Kurs der ersten Staffel gehalten hätte, wäre aus der Serie etwas Eigenständiges geworden. Der Humor ist dabei durchaus gelungen, wird in der zweiten Staffel jedoch zunehmend zu einer Parodie auf Genreklassiker. Die extradimensionalen Wesen hätte man zudem weniger dämonisch darstellen können.

Soll London zerstört werden?

von Joe Doe

Wenn in einem Film eine Stadt oder ein weltbekanntes Monument in Schutt und Asche gelegt wird, muss das nicht viel heißen. Wenn dieselbe Stadt in zwei oder drei Filmen zerstört wird, mag das vielleicht noch Zufall sein, zuweilen schreiben Drehbuchautoren auch untereinander ab. Wenn allerdings zehn oder mehr Beispiele gehäuft zusammenkommen, handelt es sich um ein wiederkehrendes Muster. Insbesondere, wenn die Umstände ähnlich sind und wiederholt auf ein bestimmtes Ereignis angespielt wird.

London als Hauptstadt des ehemaligen britischen Imperiums steht häufig im Zentrum filmischer Zerstörungsorgien, logischerweise vor allem, wenn es um britische Produktionen geht. Am bekanntesten dürfte dabei wohl die Zerstörung des Parlamentsgebäudes samt Big Ben in der 2005 erschienen Comicverfilmung „V wie Vendetta“ sein. Einerseits geht es in dieser Produktion um ein faschistisches Regime in der Zukunft, welches sich aktuell dank des Rechtsrucks zu bewahrheiten scheint. Andererseits spielen Comic und Film aber auf den Gunpowder Plot vom 5. November 1605 an. Es ist also eher unwahrscheinlich, dass hier etwas angekündigt wird.

Anders sieht es bei der Zeitreise-Serie „Travelers“ aus, die Zukunftsthemen behandelt. Dort wird von zeitreisenden Terroristen eine Atombombe in London gezündet. Weitere Angriffsziele sind zudem Moskau und Shanghai.

Die folgenden Beispiele erwecken einen etwas harmloseren Eindruck, sind aber dennoch brisant. Der Big Ben steht dabei als bekanntestes Wahrzeichen immer wieder im Mittelpunkt der Zerstörung und das schon beim jüngsten Kinderpublikum. So planen in Disney Pixars „Cars 2“ böse Autos einen Sprengstoffanschlag auf die Turmuhr.

Bereits im 1986 erschienenen Disney-Film „Basil, der Mäusedetektiv“ krachen die Mäuse in die Big Ben Uhr. Während des Showdowns wird die Uhr außerdem von einem Blitz getroffen.

Nun ist es selbstverständlich unwahrscheinlich, dass Autos oder Mäuse etwas mit der Zerstörung des Big Ben zu tun haben könnten. Sie stehen sinnbildlich für etwas anderes. Ein naheliegender Verdacht wären Terroristen. Doch das scheint angesichts der meisten anderen Beispiele eher unwahrscheinlich. Der Angriff auf London scheint eher von oben zu kommen. Davon kündet jedenfalls „Mars Attack“ aus dem Jahr 1996, wo der Big Ben abermals vom Blitz getroffen wird. Diesmal allerdings von einem Laserblitz der Aliens.

In der 2005 gestarteten Neuauflage der britische Serie „Doctor Who“ wird die Big Ben Uhr beim Crash mit einem UFO ebenfalls zerstört. Übrigens ist es in dieser Szene 2 Minuten vor 10, exakt dieselbe Zeit wie auch in „Basil, der Mäusedetektiv“. Zufall oder ein Hinweis?

Eigentlich finden in jeder Staffel dieser Serie gleich mehrere außerirdische Angriffe auf London statt. Nichts Außergewöhnliches für eine britische Fernsehserie, könnte man meinen. Doch auch Hollywood bringt London immer wieder mit Attacken aus dem All in Verbindung. So z.B. in „Fantastic Four – Rise of the Silver Surfer“ aus dem Jahr 2007.

In „Die 5. Welle“ von 2016 gibt es ebenfalls einen kurzen Schwenk nach London.

Im gleichen Jahr erschien „Independence Day – Wiederkehr“. In diesem überfliegen die Helden das untergehende London, wobei Jeff Goldblums Rolle sogar anmerkt, dass die Außerirdischen ein Faible für Wahrzeichen haben. Interessant daran ist, dass alle großen Städte eigentlich schon im ersten Teil ausgelöscht worden sind, aber London offenbar davon ausgenommen war.

Im 2019 erschienenen „Spider-Man – Far from Home“ findet sogar der Showdown in London statt. Allerdings handelt es sich bei der Alien-Invasion aus einer anderen Dimension tatsächlich um einen Fake, der mittels Drohnen und Hologrammen erzeugt wird. Wenn das kein konkreter Hinweis auf das Blue Beam Project ist…

Der Verantwortliche, ein vermeintlich extradimensionaler Superheld namens Mysterio, stellt sich dabei als geschasster Mitarbeiter von Stark Industries heraus. Mit anderen Worten steckt der militärisch-industrielle Komplex hinter der Inszenierung und die Pyramide mit dem allsehenden Auge ist auch nicht weit.

Neben der Filmindustrie haben es gleichermaßen in der Videospiele-Industrie die Aliens auf London abgesehen. Darunter in „Mass Effect 3“ aus dem Jahr 2012.

In „Hellgate: London“ von 2007 wird die britische Hauptstadt zwar nicht von Aliens, aber dafür von Dämonen heimgesucht. Das passt zu einer der Hauptstädte des Satanismus, wobei Aliens und Dämonen für solche Leute durchaus ein Synonym sind.

Eine solche Konzentration von Hinweisen ist definitiv ein wiederkehrendes Muster, zumal die deutliche Mehrheit der Beispiele auf das Blue Beam Project hindeutet. Ob wir es wirklich mit einer Ankündigung eines geplanten Rituals zu tun haben, werden wir natürlich erst wissen, wenn es tatsächlich eintrifft. Wenn es allerdings dazu kommt, möchte sich niemand in London aufhalten und auch nicht in New York. Diese beiden Städte scheinen in naher Zukunft die unsichersten Orte der Welt zu sein.

Kommt bald die nächste Inszenierung?

von Joe Doe

Für jeden Krieg braucht es einen Anlass und in der Regel wird dieser als Operation unter falscher Flagge inszeniert. Man denke an den Überfall auf den Sender Gleiwitz (Polen, 2. Weltkrieg), den Ton-Kin-Zwischenfall (Vietnam) oder die gefälschten Beweise für Saddams angebliche Massenvernichtungswaffen (Irak). Jeder Krieg beginnt mit einer Lüge, so viel ist schon mal Fakt.

Kennzeichnet der Beginn eines großen Krieges zugleich einen historischen Wendepunkt, wie beim „Krieg gegen den Terror“ geschehen, reicht eine einfache Inszenierung nicht aus. Der Startschuss für die Neue Weltordnung musste schon etwas Besonderes sein. Die 9/11-Anschläge hatten daher den Charakter eines okkulten Rituals, welches in zahlreichen Hollywoodfilmen und Musikalben angekündigt wurde.

Da der alles verändernde 3. Weltkrieg unmittelbar bevorzustehen scheint, stellt sich die Frage, ob wir schon bald erneut mit einem Megaritual ungekannten Ausmaßes konfrontiert werden? Wir sind den Spuren einmal nachgegangen und zahlreiche Hinweise deuten auf einen Anschlag während eines großen Sportereignisses hin. Ob dieses wirklich den 3. Weltkrieg oder etwas ganz anderes auslösen wird, ist allerdings nicht 100%ig klar.

Zudem handelt es sich im Folgenden nur um vage Indizien, die bereits teilweise auf die Olympischen Spiele 2012 hingedeutet haben. Damals war bekanntlich nichts geschehen, was aber nicht heißen muss, dass nichts geplant gewesen war. Vielleicht war das Ritual aufgrund der öffentlichen Aufmerksamkeit nicht wie vorgesehen durchführbar? Oder es war eine bewusst platzierte Nebelkerze, um aufmerksame Menschen der Lächerlichkeit preiszugeben?

Was bleibt, ist eine Brotkrumenspur. Zu dieser gehörte u.a. die Episode Blackout der Disney-Serie „Tron: Der Aufstand“. In der Zeichentrickserie ging es um sportliche Wettkämpfe in einer virtuellen Welt. In der fraglichen Folge gab es während eines Motorradrennens eine Atomexplosion in einem Stadion.

Die pyramidenförmigen Scheinwerferanlagen sahen denen des Olympiastadions in London zum verwechseln ähnlich.

Die ganzen Anspielungen auf die Zerstörung Londons lassen wir einmal außen vor, da diese sich seit 2012 weiter gehäuft haben. Bei einigen hätte zwar durchaus ein Zusammenhang mit den Olympischen Spielen hergestellt werden können, jedoch deuten die meisten auf ein anderes geplantes Ritual hin, welches Stoff für einen weiteren Artikel wäre.

Ob die Verbindung zu den Olympischen Spielen noch von Relevanz sein könnte, bleibt dagegen offen. Zumindest dürfte die Einhaltung des Zeitplans diesbezüglich unmöglich geworden sein, da die Olympischen Spiele 2020 wegen der Coronapandemie um ein Jahr verschoben werden mussten. Da einige Hinweise lediglich einen Anschlag auf ein undefiniertes Sportereignis andeuten, sind die Möglichkeiten zudem weit gefasst.

In der Science Fiction TV-Serie „Caprica“, die 2010 noch vor den Olympischen Spielen in London produziert wurde, wird ein Stadion während eines fiktiven „Pyramid“-Spiels von religiösen Fundamentalisten gesprengt.

Das Interessante an „Caprica“ ist, dass dort der Anschlag als Vorwand für den Einsatz von Killerrobotern mit künstlicher Intelligenz genommen wird.

Im folgenden Beispiel ist das Szenario ein Ähnliches. Im 2018 erschienenen Animationsfilm „Next Gen – Das Mädchen und ihr Roboter“ wird ebenfalls ein Anschlag auf ein Sportstadion verübt. Man beachte dabei die freimaurerische M-Handgeste.

Verübt wird der Anschlag von einem Kampfroboter namens Ares. Ares ist der griechische Kriegsgott, womit hier ziemlich unverhohlen auf den 3. Weltkrieg oder einen Krieg gegen eine höher entwickelte Intelligenz angespielt wird.

Die künstliche Intelligenz im Film hat längst von seinem Schöpfer Besitz ergriffen, der wie Horus ein Auge verliert.

Das allsehende Auge wird sogleich auf einen Monitor in Form einer umgedrehten Pyramide projiziert. Wenn solch offensichtliche Freimaurersymbolik auf ein angekündigtes Großereignis trifft, sollte die Warnung ernst genommen werden.

Welches Sportereignis gemeint sein könnte, offenbart derweil „Batman – The Dark Knight Rises“. Der erschien zwar im Jahr der Olympischen Spiele in London, zeigt jedoch einen Anschlag auf den Super Bowl. Geht man davon aus, dass das geplante Ritual wie bereits 9/11 in den USA stattfinden wird, gäbe es kein symbolträchtigeres Ziel.

In „The Dark Knight Rises“ geht es rein zufällig um den Aufstieg des falschen Propheten Bane und der Antichristin Miranda. Das dargestellte Ereignis wird also weit mehr in Gang setzen als nur den 3. Weltkrieg. Vielleicht findet es sogar erst nach dem Krieg statt und soll auf etwas ganz anderes vorbereiten. Zum Beispiel auf das Blue Beam Project?

Dies implizieren jedenfalls die Filme „Men in Black“ von 1997 sowie „Transformers“ von 2007. In beiden Filmen stürzen Außerirdische über einem bzw. direkt in ein Sportstadion ab.

Vergessen wir auch nicht das zerstörte Football-Stadion der New York Giants in den Invasionsfilmen „Der Tag an dem die Erde still stand“ von 2008 und „Oblivion“ von 2013. Die Hinweise häufen sich auf beunruhigende Weise. Übrigens sah Gotham in „The Dark Knight Rises“ wie Manhattan aus, also steht vielleicht sogar schon die Location fest.

Was auch in naher Zukunft geschehen mag, es wird mit einem Sportereignis zusammenhängen und viele Menschenleben kosten. Zumindest für die deutschen Fußballfans kann allerdings Entwarnung gegeben werden. Das Ritual wird mit hoher Wahrscheinlichkeit in den USA stattfinden. In der deutschen Filmgeschichte gibt es jedenfalls nur eine einzige Anspielung. In dem stumpfsinnigen RTL-Film „Undercover Love“ von 2010 nistet sich die Vril-Gesellschaft im Berliner Olympiastadion ein.

Reichsflugscheiben unter einem Olympiastadion könnten bestenfalls als weiterer Hinweis auf eine Fake Invasion im Rahmen der Olympischen Spiele gedeutet werden. Immerhin wird in diesem Fall sogar angedeutet, dass die Flugscheiben irdische Geheimprojekte sind. Für die entsprechende Inszenierung würden sich die Olympischen Spiele wiederum besser eignen als der Super Bowl, da die ganze Welt daran teilhat und es ein globales Ereignis wäre.

Tatsächlich fand bei den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles schon ein Probelauf des Blue Beam Project statt. Zur Abschlusszeremonie wurde damals eine UFO-Landung inszeniert. Laut derzeitiger Planung sollen die Olympischen Spiele im Jahr 2028 übrigens wieder in Los Angeles stattfinden. Schließt sich dort möglicherweise der Kreis?