G20 – Gipfel der Gewalt

Seit Wochen berichten die deutschen Massenmedien kaum über etwas anderes als über die Ausschreitungen rund um den G20-Gipfel, welcher vom 7. bis 8. Juli 2017 in Hamburg stattfand. Eine Querfront von Union über SPD bis hin zur AfD und Rechtsextremisten zerreißt sich das Maul über die vermeintlich linke Gewalt. Dabei werden die mehrheitlich friedlichen Proteste gegen den G20-Gipfel pauschal kriminalisiert und alle, die für Frieden, soziale Gerechtigkeit und Umweltschutz auf die Straße gehen, mit schwarz vermummten Randalierern gleichgesetzt. Über die ausufernde Polizeigewalt verlieren die Meinungsmacher dagegen kaum ein Wort.

Die Polizeigewalt ist es allerdings, welche die Lage überhaupt erst eskalieren lassen hat. Schon im Vorfeld ließ eine Gruppe Berliner Polizisten bei einem Saufgelage derart die Sau raus, dass sie abkommandiert werden musste. Leider waren damit jedoch nicht alle Chaoten in Uniform vom Einsatz abgezogen. Am Sonntag vor dem G20-Gipfel folgte die gewaltsame Räumung eines Protestcamps, welches wohl bemerkt genehmigt war. Dabei wurden 11 Gipfelgegner verletzt, einer davon schwer. Offenbar sollten mit dieser Aktion bereits im Vorfeld sämtliche Proteste im Keim erstickt und Globalisierungskritiker abgeschreckt werden.

Zur nächsten Stufe der Eskalation kam es am Donnerstag, den 6. Juli, als die Polizei die „Welcome to Hell“-Demonstration stoppte. Als lächerliche Begründung wurden eine Handvoll Vermummte herangezogen, die sich unter die rund 12.000 friedlichen Gipfelgegner gemischt hatten. Nur zum Vergleich: Bei einem Nazikonzert, welches eine Woche später in Thüringen stattfand, reichten das zeigen verfassungsfeindlicher Kennzeichen und Dutzende Hitlergrüße den Beamten keineswegs für eine Räumung. Im Gegenteil stufte sie das Versammlungsrecht höher ein, als diese Straftaten. Warum dort und nicht in Hamburg? Vielleicht weil die Polizei in Themar zahlenmäßig unterlegen war? Oder hat dieses Messen mit zweierlei Maß vielleicht sogar ideologische Hintergründe?

Bezüglich der „Welcome to Hell“-Demo stellen sich jedenfalls noch weitere Fragen. Beispielsweise ob es sich wirklich um Linksautonome oder um Agent Provokateure gehandelt hat? Die Demo blieb jedenfalls trotz alledem friedlich und eine Deeskalation wäre zu diesem Zeitpunkt durchaus noch möglich gewesen.

Die Polizei hätte das Vermummungsverbot, welches allein schon eine Repression des Staates gegen seine Bevölkerung darstellt, einfach außer Acht lassen können. Zumal sich die Polizei ja selbst nicht an das Vermummungsverbot gehalten hat. Im Zweifelsfall hätten die Beamten immer noch gezielt gegen einzelne Provokateure vorgehen können, ohne die gesamte Demo anzugreifen.

Sehr treffende Aktion.

Eine Deeskalation schien aber gar nicht gewollt zu sein und nachdem die vereinzelten Vermummten der Aufforderung zur Demaskierung nicht nachkamen, wurde auf wirklich alles eingeschlagen, was zwei Beine hatte. Friedliche Demonstranten, Journalisten und völlig unbeteiligte Passanten bekamen es ebenso mit Wasserwerfern, Pfefferspray und Schlagstöcken zu tun, wie die Autonomen. Sowohl durch die Polizeigewalt als auch durch die Massenpanik kam es erneut zu Verletzten. Spätestens nach dieser Eskalation flogen dann auch die ersten Steine auf die Polizei und es bahnte sich die erste unruhige Nacht an.

Am nächsten Morgen ging die staatliche Jagd auf Gipfelgegner weiter. Eine Gruppe Aktivisten, die auf dem Weg zu einer friedlichen Sitzblockade war, wurde sofort eingekesselt und obwohl alle sofort den Rückzug antraten, wurden sie hart in die Mangel genommen. Beim Fluchtversuch über einen Zaun traten die Beamten so lange auf selbigen ein, bis er einstürzte. 14 Personen wurden dabei verletzt, 11 davon schwer. Einige Polizeibeamten kommentierten ihren Gewaltausbruch mit den Worten: „Antifa-Schweine, das ist Euer Frühstück!“ Das sagt eigentlich alles über die Gesinnung dieser Beamten aus, die wieder einmal aus Berlin kamen. Das Problem von Nazis in Uniform ist spätestens seit dem Auffliegen von Reichdeutschen und Mitgliedern des Ku Klux Klans in der Polizei nicht mehr wegzuleugnen!

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Rechtsextremisten waren an diesem Wochenende allerdings auf beiden Seiten zu finden. Insbesondere bei den Krawallen, welche in der Nacht vom Freitag auf Samstag ihren Höhepunkt erreichten. So berichteten Reporter der Hamburger Morgenpost von rechten Parolen aus den Reihen des schwarzen Mobs, welcher im Schanzenviertel wütete.

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Das macht natürlich absolut Sinn, denn ein Ziel der extremen Rechten ist es, den politischen Gegner propagandistisch zu erledigen. Linke werden pauschal als gewaltbereite Chaoten hingestellt und Antifaschisten als „SA-ntifa“ betitelt. Ironischer geht es kaum, denn tausende Neonazis sind selbst wegen Körperverletzung vorbestraft und glorifizieren die SA sowie andere NS-Verbrecherorganisationen. Die Krawalle in Hamburg sind eine willkommene Ablenkung von der eigenen Kriminalstatistik, für welche die Rechtsextremisten offenkundig selbst mit gesorgt haben. Zu befürchten hatten sie dabei kaum etwas, denn ohne szenetypische Kennzeichen konnten sie sich unerkannt unter die Randalierer mischen. Seite an Seite mit den Agent Provokateuren der Polizei und Geheimdienste, die ganz ähnliche Absichten hatten.

Es ist davon auszugehen, dass ein Großteil der Ausschreitungen bewusst herbeigeführt oder zumindest gepusht wurde. Hinzu kamen natürlich kriminelle Banden, die das Chaos genutzt haben, um Geschäfte zu plündern, sowie ausländische Krawalltouristen, die einfach Bock auf eine Purge hatten. Viele der verhafteten Randalierer kamen aus Frankreich, Italien und Russland, denen dürften die Stadt und ihre Einwohner entsprechend egal gewesen sein.

Selbstverständlich haben sich auch nicht wenige Linksautonome zur Gewalt aufstacheln lassen, welche sich vor allem gegen die Polizei richtete. Das wollen wir hier gar nicht beschönigen. Interessant ist jedoch, wie überraschend ruhig sich die Polizei im Schanzenviertel verhielt. Statt die Krawalle zügig zu beenden, drangsalierte sie lieber Anwohner, die einfach nur nach Hause wollten. Nach eigenen Aussagen hatten die Beamten Angst vor Steinwürfen. Doch wozu hatte die Polizei gepanzerte Fahrzeuge?

Der Verdacht liegt nahe, dass das Schanzenviertel gezielt geopfert wurde, um die Randale von den Villenvierteln und der Elbphilharmonie fern zu halten. Zu diesem Schluss kamen auch zahlreiche Anwohner und sollte sich das bewahrheiten, wäre dies ein höchst krimineller Akt seitens der Staatsgewalt. Außerdem zeigt es, wie wenig die Ausschreitungen mit linker Politik gemein hatten. Immerhin wurde ein Arbeiterviertel in Schutt und Asche gelegt, während die herrschenden Eliten eine ruhige Nacht hatten. Wenn das ein Klassenkampf sein sollte, dann einer, den die Reichen gegen die Armen geführt und gewonnen haben.

Die Organisatoren der G20-Proteste haben sich dementsprechend von der Gewalt distanziert und diese scharf verurteilt. Darunter DIE LINKE, die Grünen, die Gewerkschaften, Attac, Greenpeace und auch das linke Kulturzentrum Rote Flora. Nichtsdestotrotz nehmen die SPD-geführte Regierung von Hamburg und die große Koalition in Berlin die Ereignisse zum Anlass, um zur Hexenjagd auf alles in ihren Augen Subversive zu blasen. Für die herrschende Elite läuft also alles nach Plan.

Im Kern waren die Ausschreitungen in Hamburg ein Spiegel unserer verrohten Gesellschaft. Doch statt nun den sozialen Sprengstoff zu entschärfen und z.B. etwas gegen die Schere zwischen Arm und Reich zu unternehmen, antworten Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD), Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) und Bundesinnenminister Thomas de Maiziére (CDU) mit noch mehr polizeistaatlicher Repression. Unter anderem soll die Rote Flora im Schanzenviertel geräumt werden, obwohl sie sich von den Krawallen distanziert hat. Das würde zwangsläufig zu einer neuen Welle der Gewalt führen und zusätzlich diejenigen radikalisieren, die am G20-Wochenende friedlich geblieben sind.

Überhaupt sollte die Schuld hier nicht bei der Roten Flora gesucht werden oder dem Protestbündnis, welches am Samstag den 8. Juli mit rund 80.000 Menschen friedlich gegen den G20-Gipfel demonstriert hat. Schuld ist in erster Linie Olaf Scholz höchstpersönlich, denn er hatte den Gipfel nach Hamburg geholt und das auch noch in direkter Nachbarschaft zu einem autonomen Szeneviertel. Der Stress war eigentlich vorprogrammiert und dennoch meinte Scholz im Vorfeld, das G20-Treffen würde „nicht schlimmer als ein Hafengeburtstag“ werden.

Statt zurückzutreten oder wenigstens eigene Fehler einzuräumen, behauptet Scholz inzwischen, die Polizei hätte nichts falsch gemacht und er würde sich nicht von einer linksextremen Minderheit zum Rücktritt zwingen lassen. Laut einer N-TV-Umfrage sind allerdings 54% der Teilnehmer für seinen Rücktritt. Also entweder sind die Linksextremen keine Minderheit oder es wollen noch ganz andere seinen Rücktritt. Das Schmierentheater, welches die verantwortlichen Politiker aktuell veranstalten, kommt jedenfalls nicht gut bei den Wählern an.

Der Aufruf an die Bevölkerung, Foto- und Videomaterial zu den Krawallen einzureichen, um Randalierer dingfest zu machen, hat sich ebenfalls zum Eigentor entwickelt. Denn die meisten Aufnahmen beweisen eher die Gewalt von Seiten der Polizei, was bereits 35 Ermittlungsverfahren gegen Beamte nach sich gezogen hat. Man kann vielleicht die Leute vor dem Fernseher einlullen und die Bild-Leser mit Berichten von verletzten Beamten beeindrucken, die jetzt ein Konzert und Urlaubsreisen auf Kosten der Steuerzahler spendiert bekommen. Die Einwohner Hamburgs, die nicht nach Hause durften und von der Polizei angepöbelt, bedroht und verprügelt wurden, wissen es hingegen besser und werden diese Erfahrungen noch lange im Hinterkopf behalten.

Die Polizeigewalt wird vielleicht von den Massenmedien verschwiegen, doch sie kann nicht weggeleugnet werden. Vor allem, weil immer wieder Unschuldige und sogar Journalisten attackiert worden sind, die teilweise sogar vor den Krawallen aus der Schanze auf der Flucht waren. Wer zufällig zu dunkel gekleidet war oder ins „Racial Profiling“ passte, war fällig. Damit haben die Beamten ihre Kompetenzen ganz klar überschritten.

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Noch schlimmer erging es denjenigen, die verhaftet und in die Gefangensammelstelle gebracht wurden. Eine Gruppe der Verdi-Jugend NRW, welche nun wirklich nicht dem schwarzen Block zuzurechnen war, berichtete von Folterszenen, die an Abu Ghuraib oder Guantanamo Bay erinnern. Die Jugendlichen mussten sich komplett nackt ausziehen und die Mädchen vor den Augen der Polizeibeamten ihre Tampons entfernen. Diese sexuelle Entwürdigung verstößt in eklatanter Weise gegen Artikel 1 des Grundgesetzes.

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Solche Meldungen kennt man eigentlich nur aus Polizeistaaten und Folterregimen, deren Despoten passenderweise als Ehrengäste auf dem G20 geladen waren und auf Kosten der Steuerzahler verköstigt wurden. Darunter der König von Saudi-Arabien, Salman al-Aziz, welcher im eigenen Land die Scharia mit eiserner Faust durchsetzt und einen Krieg gegen die Opposition im Jemen führt. Außerdem gehört die saudische Elite zu den größten Unterstützern des IS und Al Kaida. Gleiches gilt für den türkischen Machthaber Erdogan, der erst kürzlich den Oppositionspolitiker und Journalisten Enis Berberoglu zu 25 Jahren Haft verurteilen ließ, weil dieser türkische Waffenlieferungen an Terroristen in Syrien aufgedeckt hatte. Nicht zu vergessen, dass Erdogan im eigenen Land zehntausende Oppositionelle foltern und Kurdengebiete bombardieren lässt.

Hatte Thomas de Maiziére nicht gesagt, dass er keinerlei Gewalt dulden und hart gegen alle Kriminellen vorgehen werde? Warum wurden dann nicht die Gipfel-Teilnehmer verhaftet und nach Den Haag überführt? Ach ja, dann hätte man ja den US-Präsidenten Donald Trump sowie unsere Kanzlerin Angela Merkel gleich mit einbuchten müssen. Trump hat nämlich kürzlich den größten Waffendeal der Geschichte mit Saudi Arabien und Katar geschlossen, während Merkel saudische Sicherheitskräfte von der Bundeswehr ausbilden lässt. Sobald sie dann den Häuserkampf beherrschen, werden sie von ihrem König in den Jemen geschickt oder laufen gleich zum IS über. Außerdem sollen die Saudis noch eine zusätzliche Waffenlieferung aus Deutschland bekommen und dem Terrorpaten Erdogan soll Rheinmetall gleich eine ganze Panzerfabrik bauen.

Fassen wir kurz zusammen: Illegale Waffenlieferungen in Krisengebiete und das auch noch an Regime, welche die Menschenrechte missachten. Dazu die Ausbildung potentieller Terroristen, die als Schläfer auch nach Europa kommen könnten. Die schlimmsten Chaoten waren am G20-Wochenende keinesfalls im Schanzenviertel anzutreffen, sondern auf dem Hamburger Messegelände und in der Elbphilharmonie. Denn wenn die schlimmsten Despoten herumzündeln brennt nicht nur ein Stadtviertel, sondern der gesamte Globus. Aber das ist ja nicht so schlimm, dass da die Polizei eingreifen müsste, oder?

So langsam bekommt man ein Gefühl dafür, worum es den Gipfelgegner überhaupt ging. Nämlich um eine selbsternannte Weltelite, die mit unfassbarer krimineller Energie über den gesamtem Rest der Menschheit herrscht. Dabei gibt es erstaunliche Parallelen zwischen dem G20-Gipfel und dem alljährlichen Bilderberg-Treffen. Es handelt sich in beiden Fällen um informelle Treffen von Vertretern aus Politik und Wirtschaft (bei Bilderberg + Hochadel und Militär), die beide mit Steuergeldern finanziert und vom Polizeistaat geschützt werden. Es sollte nicht weiter verwundern, dass die G20-Gastgeber Olaf Scholz und Angela Merkel sowie der für die Sicherheit verantwortliche Thomas de Maiziére allesamt Bilderberger sind. Noch irgendwelche Fragen?

Donald Trump kündigt jährliche Purge an

Nachdem der neue amerikanische Präsident und Milliardär Donald Trump bereits die Wallstreet und die Ölkonzerne mit seiner Lobbyarbeit beglückt hat, dürfte seine neuste Entscheidung nun vor allem die Rüstungsindustrie und NRA erfreuen. Einmal im Jahr sollen ab sofort alle Verbrechen, einschließlich Mord, für eine Nacht erlaubt sein. Um sich angemessen auf diese Nacht vorzubereiten, haben die Amerikaner schon jetzt begonnen, sich mit Waffen einzudecken.

Nachdem die amerikanische Wirtschaft zuletzt am Boden lag, wurden durch Trumps neuste Ankündigung tausende neue Arbeitsplätze geschaffen, denn Handfeuerwaffen gehören zu den wenigen Produkten, die noch direkt in den USA produziert werden. Die Hersteller von Sicherheitssystemen feiern natürlich ebenfalls Hochkonjunktur und wer es sich leisten kann, baut sich einen Bunker.

Es geht jedoch nicht allein um wirtschaftliche Aspekte. Durch die Straffreiheit für sämtliche in der Purge-Nacht begangenen Verbrechen rechnet die Regierung Trump mit einem starken Rückgang der Kriminalitätsrate für das gesamte restliche Jahr. Wer würde schon noch an einem x-beliebigen Tag einen Laden ausrauben oder seinen Boss erschießen und dafür in den Knast wandern, wenn er damit auch bis zur jährlichen Purge warten kann?

Selbstverständlich sehen das nicht alle so positiv. Kritiker kritisieren, dass in der einen Nacht so viele Verbrechen begangen werden könnten wie sonst in 10 Jahren. Solche Unkenrufe dürften jedoch bald verhallen, denn Folter durch Regierungsbehörden ist nicht nur in der Purge-Nacht erlaubt, sondern das ganze Jahr über. Was mit Regimekritikern passiert, zeigt bereits der türkische Machthaber Erdogan. Dieser hatte Trump überhaupt erst auf die Idee einer Purge gebracht. Allerdings ist in der Türkei jeden Tag Purge.

Für uns Europäer mag das alles noch befremdlich wirken, doch einige Rechtsextremisten von Berlin bis Moskau haben bereits angekündigt, ihren Urlaub während der Purge in den USA verbringen zu wollen. Dort lässt sich Donald Trump bereits als neuer Gründungsvater einer wiedergeborenen Nation feiern und man kann nur hoffen, dass diese Ideologie nicht von Purge-Touristen nach Europa getragen wird.

April, April! Oder doch nicht? Zuzutrauen wäre es Trump…

Pizzagate – Ein handfester Skandal oder alles nur Käse?

Wer etwas über den Pizzagate-Skandal recherchieren will, sollte sich dabei nicht auf die deutschsprachigen Massenmedien verlassen. In der Regel erfährt man von diesen Quellen überhaupt nichts, weil sie den Vorfall ignorieren. Wenn dann mal etwas berichtet wird, dann nur abfällig. In der deutschsprachigen Wikipedia wird der Leak in einem sehr dürftigen Artikel als Verschwörungstheorie und Fake-News abgetan. Die eigentlichen Dokumente, die zu dem Skandal geführt haben, werden dabei völlig außer Acht gelassen.

Eines ist nämlich Fakt: Die auf Wikileaks veröffentlichten E-Mails von Hillary Clintons Wahlkampfleiter John Podesta sind echt. Hacker hatten sich über eine Phishing-Mail Zugang zu seinem Postfach verschafft und alle darin gespeicherten Nachrichten geleakt. An einigen E-Mails schien dabei etwas faul zu sein, denn sie ergaben inhaltlich wenig Sinn.

Der Skandal entzündete sich an der häufigen Verwendung von Wörtern wie „Pizza“, „Hotdog“, „Pasta“ und „Cheese“. Augenscheinlich könnte es sich um Pizzabestellungen handeln, doch der Zusammenhang stimmt einfach nicht. Zum einen hat Podesta die meisten E-Mails nicht an die Pizzeria gerichtet, sondern verwendete die Wörter in Nachrichten an Hillary Clinton und weitere hohe Parteipromis. Zum anderen lesen sich die Texte einfach nicht wie eine Pizzabestellung.

Eine Bestellung würde z.B. so aussehen: „Ich hätte gern eine Pizza mit Salami und extra viel Käse, aber bitte ohne Anchovis.“ Stattdessen geht es aber um Texte wie: „I will be sacrificing a chicken in the backyard for Moloch.“ Übersetzt: „Ich werde im Hinterhof ein Hühnchen an Moloch opfern“. Das wäre bereits gruselig, wenn es sich tatsächlich nur um ein Hühnchen handeln würde, denn Tieropfer sind im Satanismus üblich. Wie vertrauenswürdig ist ein Politiker, der solche Äußerungen tätigt?

Es wird jedoch noch abgründiger, wenn man weiß, dass bei den antiken Moloch-Opferungen Kinder zu ehren des Gottes Baal Hammon verbrannt wurden und „Chicken“ unter Pädophilen ein Codewort für „kleiner Junge“ ist. „Pizza“ soll indes für „Mädchen“ und „Cheese“ für „kleines Mädchen“ stehen. Selbstverständlich sind das erst einmal nur Spekulationen, aber nur so ergeben die E-Mails überhaupt einen Sinn. Um ernsthafte Politik geht es jedenfalls nicht und auch nicht um italienisches Essen.

Das offenbart auch der E-Mail-Verkehr mit der Künstlerin Marina Abramovic, welche Tony Podesta und seinen Bruder John zu einem „Spirit Cooking“ eingeladen hat. Nein, dabei werden keine Geister gekocht. Es handelt sich vielmehr um ein Ritual, bei dem menschliche Körpersäfte vermischt und konsumiert werden. Praktiziert wird das Ritual u.a. im Thelema-Orden, welcher von Aleister Crowley gegründet wurde und dem offenbar auch Abramovic angehört.

Dass es sich hier um keine Falschinterpretation handelt, offenbaren Bilder, die Abramovic mit Lady Gaga bei einem solchen Spirit Cooking zeigen. Die Künstlerin servierte schon in der Vergangenheit einige andere gruselige Werke, die auf Menschenopfer und Kannibalismus anspielen.

Doch kommen wir zurück zu den E-Mails, die alles andere als gewöhnliche Pizzabestellungen sind. Wie wahrscheinlich ist es zum Beispiel, dass Obama für eine Privatparty im Weißen Haus Pizza und Hotdogs im Wert von 65.000 $ aus Chicago einfliegen lassen hat? Zum einen irritiert hier der enorme Preis, den man eher für Menschenware als für Fast Food erwarten würde. Zum anderen gibt es genug Pizzabuden in Washington, also warum eine Lieferung aus Chicago, wo das Essen unterwegs kalt wird?

Und da wären wir schon beim nächsten Punkt. In Washington gibt es nämlich einen Laden namens „Besta Pizza“, welcher mit großzügigen Spenden von Hillary Clinton und George Soros finanziert wird. Es darf bezweifelt werden, dass es sich dabei nur um Trinkgeld für gewöhnliche Pizzen handelt. Der Besitzer Andrew Kline hat jedenfalls noch weitere Kontakte bis in höchste Regierungskreise

Am auffälligsten ist jedoch das Logo von Besta Pizza, welches das pädophile Symbol für „Boy-Lover“ enthielt. Das Logo wurde inzwischen geändert. Außerdem kam es infolge des Leaks zu einem Überfall auf die Pizzeria, bei welchem der Angreifer jedoch keine Kinder in Käfigen finden konnte. Dieser Vorfall wird nun als angeblicher Beweis angeführt, dass an der Sache nichts dran sei. Allerdings wären die Verantwortlichen auch selten dämlich, wenn sie nach dem Leak nicht sämtliche Beweise verschwinden lassen hätten.

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Das alte Firmenlogo lässt sich dagegen nicht so leicht wegdiskutieren. Ebenso die Verbindungen zu einer weiteren Pizzeria namens Comet Ping Pong. Deren Firmenschild zeigt eine Mondsichel und ein Pentagramm in einem Chevron. Die Kombination von Mondsichel und Pentagramm findet sich auch in Éliphas Lévis Darstellung des Baphomet. Hinzu kommt, dass das Logo jeweils diagonal nach unten gespiegelt ist, womit hier außerdem das Prinzip „Wie im Himmel, so auf Erden“ dargestellt wäre. Die Anlehnung an den Baphomet ist so offensichtlich, dass sich hier wiederum eine Verbindung zum Satanismus öffnet.

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Der Comet-Besitzer James Alefantis wird zu den 50 einflussreichsten Persönlichkeiten Washingtons gezählt, was schon ziemlich ungewöhnlich ist für einen angeblich stinknormalen Pizzabäcker. Doch so gewöhnlich ist er wohl nicht, denn er zeichnet sich durch einen sehr fragwürdigen Kunst- und Musikgeschmack aus. So sollen in der Vergangenheit im Keller der Pizzeria Werke von Kim Noble ausgestellt worden sein, welche ziemlich offen Szenen von Kindesmissbrauch zeigen. Der Raum dient ironischerweise als Spielraum für Kinder und die Bilder, die momentan dort hängen, sind nicht weniger verstörend.

Kim Noble ist übrigens tatsächlich selbst ein Missbrauchsopfer und leidet unter multipler Persönlichkeitsspaltung. Warum sie dennoch den Kontakt zu potentiellen Tätern hält, kann verschiedene Gründe haben. Zum einen ist es im Satanismus üblich, auch die eigenen Kinder rituell zu missbrauchen. Später werden sie dann ihrerseits zu Tätern gemacht. Es ist also nicht ungewöhnlich, dass die Opfer innerhalb der Szene bleiben und Karriere machen.

Einigen Opfern gelingt es dagegen, ihre Menschlichkeit zu bewahren und aus der Szene auszusteigen. Cathy O’Brien ist ein bekanntes Beispiel. Doch selbst bei Aussteigern mit MPS kann es eine oder mehrere Persönlichkeiten geben, die weiter mit den Tätern sympathisieren, während die meisten anderen Persönlichkeiten mit Angst und Verachtung reagieren.

Was bei Kim Noble der Fall sein mag, ist reine Spekulation. In ihren Werken scheint sie auf den ersten Blick ihre eigenen Missbrauchserfahrungen zu verarbeiten, was man ihr kaum vorwerfen kann. Doch warum erfreuen sich diese traumatischen Bilder solch großer Beliebtheit und wie verwerflich ist es, sie in Kinderspielzimmern aufzuhängen?

Kinder aus Käfighaltung.

Kinder aus Käfighaltung.

Man beachte, wie die Seele des Kindes aus dem Körper fährt.

Man beachte, wie die Seele des Kindes aus dem Körper fährt.

kinderschaendung

So viel zum Thema Kunst, kommen wir nun zur Musik. Nach dem Pizzagate-Skandal trat eine Band namens Heavy Breathing im Comet Ping Pong auf. Während des Konzertes konfrontierte ein Gast die Band mit den Vorwürfen, woraufhin der Sänger lachte und meinte: „Na, wir haben alle unsere Vorlieben.“ Das ist kein Dementi, sondern eine ziemlich widerwärtige Rechtfertigung.

Eine weitere Band, die schon im Comet Ping Pong aufgetreten ist, nennt sich Sex Stains. In deren Video zur Single „Land of Lala“ kommt das gleiche Pädophilensymbol vor wie im Logo von Besta Pizza. Das ist schon etwas zu viel Zufall, zumal wohl kaum jemand unabsichtlich solche Symbole zeigt. Wer möchte schon für pädophil gehalten werden? Es sei denn, die Betreffenden sind tatsächlich pädophil und wollen gezielt mit solchen Symbolen untereinander kommunizieren.

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Die Indizienlast ist wahrlich erdrückend, doch wird es leider nicht für eine Verurteilung der Beteiligten reichen, solange keine Opfer aussagen oder deren Leichen gefunden werden. Da dies bisher noch nicht der Fall ist, handelt es sich erst einmal nur um einen Verdacht. Doch wie ist dieser zu bewerten?

Nach dem Auffliegen eines Teils des britischen Pädophilennetzwerks, zu dem auch der BBC-Moderator Jimmy Savile sowie hochrangige Abgeordnete des britischen Parlaments gehörten, scheint es alles andere als unwahrscheinlich, dass solche Netzwerke auch in anderen Ländern existieren. Derartige Skandale sind wahrlich keine Neuheit. Man denke nur an den Fall Marc Dutroux in Belgien oder das Jasmin-Bordell in Sachsen – beides Fälle aus den 1990ern, die bis tief hinein in den Staatsapparat reichen.

Dann wären da noch die Äußerungen von Daniel Cohn-Bendit (Grüne) und die Nacktbildaffäre um Sebastian Edathy (SPD), die wohl nur die Spitze eines gigantischen Scheißbergs sein dürften. Im Gegensatz zum Pizzagate-Skandal ist die Aktenlage in diesen Fällen zwar noch eindeutiger, aber gerade das macht es ja umso wahrscheinlicher, dass an Pizzagate mehr dran sein könnte als nur lauwarmer Käse.

Der große Unterschied zwischen den USA und Europa besteht im Prinzip nur darin, dass die amerikanische Regierung solche Skandale besser zu vertuschen weiß, weil sie alles mit dem Argument „nationale Sicherheit“ unter Verschluss hält. In Europa gelingt es dagegen nicht so schnell, den Medien das Maul zu stopfen. Einzig die juristischen Konsequenzen halten sich dennoch arg in Grenzen.

TrauKeinemPromi hat eine sehr umfangreiche Recherche zum Pizzagate-Skandal abgeliefert. Ein wenig nervig ist dabei nur das Herumreiten auf Marina Abramovics angeblich kulturmarxistischen Hintergrund. Sie stammt zwar aus dem ehemaligen Jugoslawien, aber das allein macht niemanden zum Satanisten. Ihr kultureller Hintergrund dürfte tatsächlich viel weiter zurückreichen, so in etwa bis ins antike Babylon oder Karthago.

Kinder schützen – Pädophile Symbole erkennen

Es gibt kaum ein unangenehmeres und widerwärtigeres Thema als Pädophilie. Dennoch ist es notwendig, sich darüber zu informieren, um Kinder effektiv vor Übergriffen zu schützen. Zumal sich die Skandale um Kinderpornografie und Kinderschänderringe bis in die höchsten gesellschaftlichen Kreise zusehends häufen.

Zunächst einmal sollte geklärt werden, was Pädophilie überhaupt ist. Der Begriff wurde 1886 vom Psychiater Richard von Krafft-Ebing (1840-1902) geprägt und im Wesentlichen hat sich an dessen Definition bis heute nichts geändert. Es handelt sich um eine psychische Störung, die bei Erwachsenen sexuelles Interesse an vorpubertären Kindern auslöst. Entgegen der öffentlichen Wahrnehmung sind davon nicht nur Männern, sondern sehr wohl auch Frauen betroffen.

Bei der Pädophilie gibt es zudem sowohl hetero- als auch homo- oder bisexuelle Ausprägungen. Das Interesse beschränkt sich dabei jedoch stets auf Kinder unter 14 Jahren. Sex mit Minderjährigen über 14 Jahren ist zwar ebenfalls in den meisten Ländern strafbar, zählt jedoch nicht mehr in den Bereich der Pädophilie. Selbstverständlich macht das derartige Übergriffe nicht weniger schlimm und daher sollte in jedem Fall Anzeige erstattet werden.

Da wären wir schon beim nächsten Punkt. Die geistige Erkrankung allein macht die Betroffenen nämlich noch längst nicht zu Kinderschändern. Pädophile haben in der Regel eine Hemmschwelle, genau wie sexuell normal orientierte Menschen. Ein Mann, der auf erwachsene Frauen steht, ist ja auch nicht sofort ein Vergewaltiger. Es gibt also durchaus Pädophile, die sich zwar zu Kindern hingezogen fühlen, aber nicht übergriffig werden. Viele schämen sich sogar für ihre Neigung, für die es inzwischen Therapien gibt. Auf Nummer sicher sollte man vielleicht dennoch gehen und Kinder von Betroffenen fern halten.

Kriminell wird es, wenn Pädophile sich nicht unter Kontrolle haben. Was im Übrigen für alle Vergewaltiger gilt, unabhängig davon, wie alt deren Opfer sind. Triebtäter sollten generell kastriert und zu lebenslänglicher Sicherheitsverwahrung verknackt werden. Denn wer zu sexuellen Übergriffen neigt, insbesondere auf Kinder, zeichnet sich durch ein psychopathisches Verhalten aus. Das ist es, was letztendlich den Ausschlag gibt.

Wie stark Psychopathie – also eine antisoziale Persönlichkeitsstörung – mit Kindesmissbrauch korreliert, zeigt auch die rituelle Form im Satanismus. Eine nicht unerhebliche Anzahl satanistischer Kinderschänder sind dabei nicht mal pädophil. Sie fühlen sich nicht sexuell von Kindern angezogen, sondern missbrauchen diese aus purem Sadismus. Zudem glauben sie, mit der durch den Missbrauch freigesetzten Energie arbeiten zu können. Das schließt selbstverständlich nicht aus, dass im Satanismus Pädophilie und Sadismus ebenso Hand in Hand gehen können.

An Beispielen soll es nicht mangeln, wie der Fall des britischen BBC-Moderators Jimmy Savile (1926-2011) zeigt. Dieser wurde bereits 1961 erstmals von der Polizei verhört, weil er ein Mädchen vergewaltigt hatte. Dennoch konnte er weiter Karriere machen, wurde dabei sogar mehrfach ausgezeichnet, und missbrauchte nebenbei mindestens 450 weitere Kinder. Leider kamen seine Machenschaften erst nach seinem Tod an die Öffentlichkeit, wobei ein ganzes Netzwerk von Kinderschändern ausgehoben wurde.

Es stellt sich die Frage, wie dieses Netzwerk über Jahrzehnte hinweg ungestört Kinder missbrauchen und sogar Leichen verschwinden lassen konnte? Die Antwort ist schockierend, denn der Skandal reicht bis in die Politik und Geheimdienste hinein, wobei der MI5 fleißig hunderte Akten vernichtet hat. Ähnliche Vorgänge gab es schon zuvor in Belgien um den Fall Dutroux oder in Sachsen um das Bordell Jasmin, um hier nur zwei Beispiele zu nennen. Das Netzwerk dürfte also noch weit größer und international organisiert sein. Zudem gibt es enge Verbindungen zu Menschenhändlerringen und der Kinderpornoindustrie.

Doch wie organisiert sich solch ein Netzwerk? Hier kommen okkulte Geheimbünde bis hin zum Satanismus ins Spiel. Es ist z.B. bekannt, dass Jimmy Savile ein Hochgradfreimaurer war. Das bedeutet natürlich nicht, dass Freimaurer pauschal Kinderschänder sind, aber ihre verschwiegenen Strukturen eignen sich perfekt, um für derartige Zwecke missbraucht zu werden. Unübertroffen ist jedoch der Satanismus, bei welchem der bereits erwähnte Ritualcharakter hinzukommt.

Schon Aleister Crowley lieferte detaillierte Anleitungen für sexualmagische Praktiken mit Kindern, ebenso wie für rituelle Kindstötungen. Es handelt sich also um ein offenes Geheimnis und zudem decken sich derartige Schriften weitestgehend mit den Aussagen von Opfern ritueller Gewalt. Trotz einiger medialer Aufmerksamkeit gibt es jedoch kaum Ermittlungen und erst recht keine juristischen Verfahren gegen die Täter. Im Gegenteil werden jene, die sich mit der Thematik beschäftigen, schnell als Verschwörungstheoretiker gebrandmarkt.

Ähnlich sieht es bei der Kinderpornografie aus, obwohl diese zumindest nicht mehr als reine Verschwörungstheorie wegdiskutiert wird. Trotzdem werden nur wenige Maßnahmen ergriffen, um das Problem einzudämmen. Statt einschlägige Webseiten vom Netz zu nehmen, gibt es z.B. nur ein Stoppschild, welches den Kindern überhaupt nicht hilft und sich leicht über Proxyserver umgehen lässt. Dementsprechend sitzen meist nur die Konsumenten auf der Anklagebank, weitaus seltener werden die eigentlichen Täter verknackt.

Dabei sind deren geheime Symbole und Codewörter längst kein Geheimnis mehr. Das FBI stellte sogar eine Liste mit Symbolen ins Internet. Es gibt jeweils eines für Jungen und Mädchen. Boy-Lover geben sich durch eine blaue, pyramidenförmige Spirale zu erkennen, während es bei Girl-Lovern eine rosa Herzspirale ist. Interessanterweise ist die Spirale ein weit verbreitetes Symbol für Hirnwäsche, ebenso wie der Schmetterling, welcher in der Päderastenszene für Child-Lover steht.

paedocodes

Neben der viel zu laschen Strafverfolgung, die wohl ihre (Ab-)Gründe hat, gab es in der Vergangenheit schon mehrfach Versuche, Sex mit Kindern zu legalisieren. Eine kleine Gruppe innerhalb der damals noch jungen Grünen hat sich dabei in den 1980ern besonders hervorgetan. Zwar hat sich die Partei inzwischen gänzlich von diesem Vorhaben distanziert, allerdings nicht von solchen Protagonisten wie Daniel Cohn-Bendit, der noch bis 2014 Mitglied des EU-Parlaments war und dort politische Immunität genoss.

Cohn-Bendits öffentlichen Äußerungen über die Sexualität von Kindern sowie seinen diesbezüglichen Umschreibungen in seinem Buch mit dem doppeldeutigen Namen „Der große Basar“ wären eigentlich Grund genug für ein Ermittlungsverfahren. Doch er wird wohl, ebenso wie Jimmy Savile, Zeit seines Lebens straffrei ausgehen. Als wäre das noch nicht unerträglich genug, hat Cohn-Bendit 2013 sogar noch den Theodor-Heuss-Preis verliehen bekommen, überreicht von seinem Parteifreund und Freimaurerkollegen Winfried Kretschmann.

Trump an seinen Taten messen? Gerne doch!

von Shinzon

Rassist, Sexist, Islamhasser – das waren schon im Vorfeld der US-Präsidentschaftswahl die Vorwürfe gegen Donald Trump. Es wurde eine regelrechte Kampagne gegen den Milliardär gefahren, die vielen Menschen schon bald auf den Keks ging. Zumal man über die Kriegstreiberin Clinton kaum etwas Negatives hörte, was den Eindruck der Einseitigkeit verschärfte. Letzterer Vorwurf hat gewiss seine Berechtigung, doch die Munition für die Anti-Trump-Kampagne lieferte Trump selbst.

Nun meinten einige, das sei nur Wahlkampfgetöse gewesen und man müsse Trump doch zumindest eine Chance geben. Sogar auf KenFM, wo man sich sonst von Rechtspopulisten scharf abgrenzt, tönte es, man solle doch die ersten 100 Tage Amtszeit abwarten und dann urteilen. Statt an seinen Worten solle man Trump an seinen Taten messen. Okay, das klingt fair. Allerdings müssen wir keine 100 Tage abwarten, denn der neue US-Präsident hat schon in kürzester Zeit einiges von seiner Agenda auf den Weg gebracht. Fleißig ist er, das muss man ihm lassen. Doch ist es auch gut, was er bisher vollbracht hat?

Werfen wir doch mal einen Blick auf die wichtigsten von Trumps Entscheidungen. Mal schauen, ob sich danach immer noch so viele einen solchen Präsidenten auch für Deutschland wünschen.

Schrittweise Abschaffung der Krankenversicherungspflicht

Schon im Wahlkampf hatte Trump damit gedroht, Obama Care abzuschaffen. Ganz so radikal ist es nun zwar nicht gekommen, dennoch bestand seine erste Amtshandlung darin, eine Anordnung „zur Erleichterung der Lasten durch Obama Care“ zu unterzeichnen. Staatliche Stellen wie das Gesundheitsministerium sowie Fachbehörden werden damit ermächtigt, Regelungen unterhalb der Gesetzesebene zurückzunehmen oder Ausnahmen zu gewähren.

Dies ist ein erster Schritt heraus aus der Versicherungspflicht. Das wird die Unternehmen freuen, doch hunderttausende US-Amerikaner könnten dadurch ihren Versicherungsschutz verlieren. Sicherlich war Obama Care nicht perfekt und weit von den Standards entfernt, die wir in Deutschland genießen. Doch statt Nachbesserungen gibt es nun Verschlechterungen.

Deregulierung der Banken

Trump ist Kapitalist. Es sollte also nicht verwundern, dass er die Interessen des Großkapitals vertritt und nicht die Interessen der einfachen Leute. Wer anderes erwartet hat, ist schlichtweg dämlich. Wer dagegen einigermaßen schlau und informiert ist, den wird es nicht überrascht haben, dass Donald Trump den Goldman Sucks Banker Steven Mnuchin zu seinem Finanzminister gemacht hat. Außerdem gehören mehrere ehemalige Hedge Fond Manager sowie Investmentbanker zur neuen US-Regierung und den Wall-Street-Anwalt Jay Clayton hat Trump zum neuen Chef der US-Börsenaufsicht ernannt. Also von wegen Anti-Establishment. Die Wallstreet hat immer noch das Sagen, genau wie unter Obama.

Eigentlich sogar noch mehr, denn inzwischen hat Trump den ersten Wunsch der großen Zockerbuden erfüllt. Infolge der letzten großen Finanzkrise von 2008 wurden nach Obamas Amtsantritt 2009 einige minimale Regulierungen getroffen, um zumindest die riskantesten Deals einzuschränken. Diese Regulierungen weicht Trump nun auf, damit wieder hemmungslos gezockt werden kann. Wenn sich das System dann wieder einmal selbst vor die Wand fährt, können ja abermals die Steuerzahler für die Verluste haften.

Selbstverständlich würde das nicht nur den US-Bürgern zum Verhängnis werden, denn wie schon die letzte Finanzkrise würde auch die nächste die gesamte Welt erschüttern. Nur zu Erinnerung: Das letzte Mal durften allein wir Deutschen mit einem Schlag 500 Milliarden Euro an Pleitebanken löhnen. Die ganzen Rettungspakete für Staaten wie Griechenland nicht mitgerechnet, die im Grunde auch nur Bankenrettungspakete waren. Der Euro hat sich bis heute nicht davon erholt und der Kollaps droht selbst ohne erneute globale Finanzkrise. Wenn eine solche noch dazu käme, dann gute Nacht.

Freifahrtschein für Ölkonzerne

Wie nahe Trump der US-Ölindustrie steht, beweist schon seine Wahl des ExxonMobile Topmanagers Rex Tillerson für das Amt des Außenministers. In Hinblick auf die Spannungen zwischen den USA und Russland mag die Wahl zunächst sinnvoll erscheinen, da Tillerson gute Kontakte nach Moskau hat, doch dazu später mehr. In erster Linie beweist diese Entscheidung, dass es in der US-Außenpolitik vorrangig um den Zugang zu Rohstoffen gehen wird und das wird spätestens dann zum Problem, wenn andere Länder diese nicht zu den gewünschten Konditionen rausrücken wollen.

Zunächst wird aber erst einmal die eigene Bevölkerung unter den Ölkonzernen leiden, denn Trump hat per Dekret sowohl den Bau der Keystone-XL- als auch der Dakota-Access-Pipeline genehmigt. Obama hatte beide Projekte gestoppt, was eindeutig zu seinen guten Taten gezählt werden muss. Insbesondere die Dakota-Access-Pipeline hat inzwischen massive Proteste der Sioux ausgelöst, denn sie führt quer durch heiliges Gebiet der Ureinwohner.

Donald Trump ist jedoch nichts heilig und die Sioux sind für ihn nur wertlose Untermenschen. Es ist schon schlimm genug, dass die europäischen Eroberer die gesamte Bevölkerung Nord- und Südamerikas enteignet haben, doch nun werden ihnen auch noch die letzten Reservate streitig gemacht und ihr heiliger Boden vergiftet. „America first“? Gilt offensichtlich nicht für American Natives…

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Mauerbau an der Grenze zu Mexiko

Trump hatte die Absicht, eine Mauer zu bauen. Das ist an und für sich schon eine Schande, zumal sie ihren angeblichen Zweck verfehlen wird. Die Geschäfte der lateinamerikanischen Drogenkartelle wird sie nämlich nicht schädigen, da die meisten Drogen über schwarze Flüge der CIA in die USA eingeführt werden. Geschädigt werden soll stattdessen der mexikanische Staat, denn dieser soll für die Kosten der Mauer aufkommen. Man stelle sich vor, die DDR hätte damals die Rechnung für den Mauerbau an Bonn adressiert. Eine solche Unverschämtheit hätte sich die BRD wohl kaum bieten lassen und so wird sich auch Mexiko dies nicht gefallen lassen. Die diplomatischen Beziehungen sind dank Trump nun auf einem Tiefstand.

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Unterstützung der israelischen Siedlungspolitik

Die bedingungslose Solidarität mit Israel ist in den USA genauso wie in Deutschland Staatsräson. Nun ist Trump zwar dafür bekannt, dass er sich nicht immer an die gängigen Konventionen hält, aber in diesem Punkt hat er sich recht schnell hinter Israel gestellt. Und mehr noch, er begrüßt sogar ausdrücklich die israelische Siedlungspolitik im Westjordanland.

Nur zur Erinnerung: Das Westjordanland ist Palästinensergebiet und die dortigen Siedlungen der Israelis sind völkerrechtswidrig. Man stelle sich vor, Deutschland würde Siedlungen in Polen bauen, weil das früher mal Ostpreußen war. Nun, vielleicht würde das Trump sogar ebenfalls begrüßen, denn immerhin hat er ja deutsche Wurzeln, auf die er überaus stolz ist. Nur mit Merkel kann er nicht so gut, da ist ihm der ultrarechte Netanjahu definitiv lieber.

Provokationen gegen China

Ein Großteil der Waren weltweit kommt heute aus China. Trump würde die eigene Produktion gerne nach Amerika zurückverlegen, was an und für sich nicht verkehrt ist. Mit der Androhung von Strafzöllen macht er sich allerdings in aller Welt und insbesondere bei China unbeliebt. „America first“, der Rest der Welt kann leer ausgehen.

Das ist das eine Problem. Viel schwerwiegender ist jedoch, dass Trump die Einheit Chinas infrage stellt. Gemeint ist hier die nach Unabhängigkeit strebende Insel Taiwan. Ein wunder Punkt in der chinesischen Außenpolitik, den Außenstehende lieber nicht kitzeln sollten. Für den Fall, dass Trump sich weiter in diese innere Angelegenheit einmischen sollte, hat China bereits mit Konsequenzen gedroht. Das Verhältnis mit den USA ist derzeit auf einem Tiefpunkt.

Einreiseverbot für Muslime

Er hat es bereits im Wahlkampf versprochen und tatsächlich wollte Trump dieses Versprechen auch einlösen. Das Einreiseverbot für Menschen aus insgesamt 7 überwiegend muslimischen Ländern wurde jedoch schon nach nur einer Woche von einem Bundesrichter aufgehoben und kurz darauf hat auch das Außenministerium das Einreiseverbot offiziell gestoppt. Dieses sei nämlich nicht verfassungskonform und solange die Einreisewilligen gültige Visa hätten, dürfe auch ein Präsident Trump sie nicht ohne triftigen Grund an der Einreise hindern.

Neue Sanktionen gegen den Iran

Seit der Wahl Rohanis zum Präsidenten des Iran ist es zu einer steten Annäherung an den Westen gekommen. Nach innen gab es Reformen, nach außen versöhnliche Töne. Schließlich lenkte dann sogar Obama ein und beendete die Sanktionen gegen den Iran. Ein Krieg, der die Region endgültig destabilisieren und Russland sowie China auf den Plan rufen würde, schien zunächst vom Tisch zu sein.

Als Islamhasser sah sich Trump jedoch dazu berufen, dem Iran die Daumenschrauben wieder anzuziehen. Offiziell müssen dabei einige Raketentests des iranischen Militärs als Begründung herhalten. Das ist jedoch Bullshit, zumal die USA selbst die meisten Waffentests durchführen und diese im Gegensatz zum Iran bekanntermaßen auch einsetzen.

Trump legt hier erneut die Lunte für einen dritten Weltkrieg und behauptet dabei dreist, der Iran sei der größte Terrorfinanzierer der Region. Das ist allerdings Saudi Arabien, wobei das dortige Regime weitaus menschenverachtender ist als die iranische Regierung. Im Iran dürfen z.B. Frauen studieren und Autos fahren, andere Religionen werden friedlich geduldet. Das Dumme ist halt nur, dass Saudi Arabien mit den USA verbündet ist, während der Iran gute Beziehungen zu Russland und China pflegt. Das ist wohl auch der Grund, warum noch nie Sanktionen gegen die Saudis verhängt wurden, obwohl deren Nähe zum IS längst kein Geheimnis mehr ist.

Weltkriegsgefahr

Die Behauptungen, dass Hillary Clinton eine Kriegstreiberin sei, sind absolut korrekt. Sie hatte bereits im Wahlkampf versprochen, dass sie Assad aus dem Weg haben wolle und man erinnere sich nur an ihre Freude über die Ermordung Gaddafis. Ebenso wollte sie sich mit Russland anlegen, was ihr mit einer Invasion Syrien wohl auch gelungen wäre. Daraus nun zu schließen, dass mit Trump ein Hoffnungsträger für den Frieden ins Weiße Haus eingezogen sei, ist jedoch absolut naiv und fatal.

Da wäre zum einen der neue Kriegsminister, der Ex-General James Mattis. Dieser war US-Kommandeur in Afghanistan und dem Irak. Offenbar hat der 66-Jährige vom Krieg noch nicht genug, denn nun nimmt er den Iran ins Visier. Seinen Charakter offenbarte er 2005 mit der Äußerung, dass es bei manchen Menschen Spaß mache, sie zu erschießen. Na da kommt Freude auf.

Trumps nationaler Sicherheitsberater General Michael Flynn, Ex-Direktor des Militärgeheimdienstes DIA, setzt noch einen drauf. Er ist nämlich der Meinung, die USA befänden sich in einem Weltkrieg gegen den Islamismus sowie gegen eine Allianz der Staaten Iran, Syrien, China, Nordkorea, Kuba, Nicaragua, Venezuela und Bolivien. Na das ist ja gerade mal die halbe Welt. Wie unter George W. Bush wird hier eine vermeintliche „Achse des Bösen“ konstruiert.

Wer hier in Wahrheit der Böse ist, beweist folgendes Zitat von Flynn: „Diplomatie allein wird nicht ausreichen, um unsere Feinde zu zerschmettern. Wir müssen auch auf dem Schlachtfeld tätig werden“. Wenn er das ernst meint, wird sich die USA bald tatsächlich in einem Weltkrieg befinden, den sie selbst angezettelt hat. Nur werden sie sich an diesem Bissen heftig verschlucken.

Nachtrag: Flynn musste inzwischen seinen Beraterposten räumen, weil er den Vizepräsidenten angelogen hatte. Prinzipiell wird sich damit jedoch nicht viel ändern, sogar eher noch verschlechtern, denn immerhin gegenüber Russland war Flynn durchaus aufgeschlossen.

Wiedereinführung der Folter

Ja, auch das war ein Wahlkampfversprechen, dessen Erfüllung sich kein vernünftiger Mensch herbeigesehnt haben kann. Trump will dabei nicht nur das Waterboarding wieder einführen, sondern den Geheimdiensten kreative Spielräume lassen. Scheiß drauf, dass Folter erwiesenermaßen nutzlos ist, weil die Gefolterten nach ausreichender Bearbeitung einfach alles gestehen. Wenn Trump von der Wirksamkeit überzeugt ist, dann muss es so sein.

In Wahrheit tritt natürlich seine sadistische Ader hervor. Wer noch einen Beweis brauchte, dass er den satanischen Kreisen der Hochgradfreimaurerei angehört, hat ihn in dieser menschenverachtenden Haltung gefunden. Es ist die pure Freude, anderen Schmerz und Leid zuzufügen, welche sich hier Bahnen schlägt.

Streichung rechtsextremer Gruppen von der Terrorliste

Der größte Knaller kommt zum Schluss. Trump hat das Programm zur „Bekämpfung von gewalttätigem Extremismus“ in ein Programm zur „Bekämpfung von islamischem Extremismus“ umgewandelt. Damit erhalten sämtliche anderen extremistischen Gruppierungen eine Generalamnestie. Das passt, denn im Vorfeld hatten bereits führende Mitglieder des Ku Klux Klan zur Wahl Donald Trumps aufgerufen, der sich seinerseits positiv über den Klan äußerte.

Das Problem ist allerdings, dass keineswegs nur von Islamisten eine Gefahr ausgeht. Die meisten Anschläge und Attentate in den USA werden, wie auch in Deutschland, von Rechtsextremisten verübt. Wir erinnern uns an das Oklahoma-Bombenattentat von 1995 oder das Kirchenmassaker von Charleston 2015. Die Tatsache, dass derartige Terroranschläge Trump am Arsch vorbei gehen, beweist einmal mehr, dass er ein Nazi vor dem Herrn ist.

Fazit

Das sind noch längst nicht alle Negativpunkte und mit Sicherheit werden diese sich schon im ersten Jahr von Trumps Amtszeit noch bis an die Decke stapeln. Mit diesen Aktionen hat Trump jedenfalls schon jetzt ein Maß an Scheißigkeit erreicht, das kein geistig gesunder Mensch noch mittragen könnte. Übertroffen wird er einzig noch von Sultan Erdogan und Kim Jong Uncool. Wer sich jetzt noch einen wie Trump für Deutschland wünscht, muss ein menschenverachtender Faschist sein. Wobei Deutschland mit Höcke ja schon etwas Vergleichbares zu bieten hat.

Erdogans Machtergreifung – War der türkische Putsch inszeniert?

von Shinzon

Vom 15. auf den 16. Juli 2016 kam es in Ankara und Istanbul zu einem Putschversuch des türkischen Militärs gegen die AKP-Regierung. Nach einem Tag war schon wieder alles vorüber und nach außen wirkte es, als hätten kemalistische Kräfte innerhalb des Militärs die Islamisierung des Landes durch die korrupte Regierung Erdogans stoppen wollen. Gescheitert ist dies offensichtlich am Widerstand tausender AKP-Anhänger, die nicht minder radikal vorgingen. Unter den Todesopfern befanden sich nämlich auch 104 Militärangehörige und 47 Polizisten.

Das weltweite Echo bestand erwartungsgemäß aus einer Verurteilung des Putsches. Insbesondere die Regierungen von Deutschland und den USA erklärten ihre bedingungslose Solidarität mit dem autoritären Regime von Erdogan, ohne den Putsch oder die Reaktion der AKP-Regierung auf diesen zu hinterfragen. Schlimmer als der Putschversuch sind nämlich die Menschenrechtsverletzungen, die es bereits vor dem Zwischenfall gab, die nun aber noch weitaus radikaler und öffentlicher vorangetrieben werden.

Nicht nur die verantwortlichen Generäle wurden verhaftet, sondern mehr als 13.000 Personen, darunter über 4.000 Personen ohne Militärzugehörigkeit, die mit dem Putsch überhaupt nichts zu tun hatten. Insbesondere Journalisten und Oppositionspolitiker, die schon seit Jahren vom türkischen Staat drangsaliert werden, wurden reihenweise inhaftiert und öffentlich vorgeführt. Bei den Bildern der Gefangenen fällt auf, dass fast alle von ihnen schwere Verletzungen aufweisen. Es ist offensichtlich, dass Erdogan massenhaft foltern lässt. Außerdem schaut der Staat weg, wenn AKP-Anhänger Oppositionelle öffentlich lynchen.

Die Folter steht den Verhafteten ins Gesicht geschrieben.

Die Folter steht den Verhafteten ins Gesicht geschrieben.

In der Türkei läuft gerade eine Purge und tatsächlich hat Erdogan die Säuberung von Militär, Justiz und anderen staatlichen Institutionen angekündigt. 2.745 Richtern droht demnach die Entlassung und fast 9.000 Staatsbedienstete sowie 30 Gouverneure und 52 Inspekteure wurden suspendiert. Weiterhin wurden rund 15.200 Beamte des Bildungsministeriums suspendiert und 21.000 Privatschullehrern wurde die Unterrichtserlaubnis entzogen. Intellektuelle dürfen das Land zudem nicht verlassen. Offensichtlich soll die kommende Generation unter einem streng AKP-hörigen Bildungssystem umerzogen werden. Um jede kritische Berichterstattung in der Türkei zu unterbinden, wurden 24 TV- und Radiosender geschlossen.

Es herrschen in der Türkei aktuell Zustände wie 1933 in Deutschland. Die AKP will nun endgültig die ganze Macht für sich und wer sich ihr in den Weg stellt, soll ausgelöscht werden. Für diesen Zweck soll sogar die Todesstrafe wieder eingeführt werden. Die Türkei könnte damit zwar nicht mehr der EU beitreten, aber Erdogan träumt ohnehin schon von einem eigenen Großosmanischen Reich.

Interessant ist bei alledem, dass Erdogan nicht etwa den progressiven Kemalisten die Schuld gibt, sondern seinem einstigen Weggefährten Fethullah Gülen. Der ist eigentlich ein genauso radikaler Islamist wie Erdogan, aber eben auch ein Konkurrent. Bei den zehntausenden Verhafteten soll es sich um Anhänger des Predigers handeln, welcher den Putsch von seiner Villa in Pennsylvania (USA) aus gesteuert haben soll. Allerdings gibt es keine festen Mitgliedschaften in der Gülen-Bewegung, sodass einfach jeder verdächtig ist, der nicht für die AKP ist.

Es wurde inzwischen sogar eine Denunziations-Hotline eingerichtet, bei denen die Reichsbürger Juden anzeigen … ach nee, falsches Land, falsche Zeit. Bei der Denunziations-Hotline können AKP-treue Bürger vermeintliche Gülen-Anhänger melden, die dann sofort verhaftet, gefoltert und eventuell demnächst auch hingerichtet werden. Wenn also jemand einen nervigen Nachbarn loswerden oder die eigenen Eltern beerben möchte…

Es ist unfassbar, was sich in der Türkei gerade abspielt. Zudem wirkt alles so eingespielt, als würde nun endlich der feuchte Traum Erdogans von der absoluten Macht wahr werden. Rein zufällig befand er sich während des Putschversuches auch in sicherer Entfernung zu Ankara und Istanbul, welch ein Zufall. Dennoch schaffte er es, innerhalb weniger Stunden über einen Internetaufruf tausende AKP-Anhänger zu mobilisieren, die sich offenbar bestens vorbereitet dem Militär in den Weg stellten. War der ganze Putschversuch also inszeniert?

Zumindest scheint auch die offizielle Version von Erdogan nicht der Wahrheit zu entsprechen. Fethullah Gülen weist jedenfalls sämtliche Vorwürfe zurück und in anbetracht der kemalistischen Ausrichtung der bisherigen Militärführung ist dies durchaus glaubwürdig. Einzig mit der Behauptung, dass das Militär aus Terroristen bestünde, hat Erdogan Recht. Er muss es ja wissen, denn er hat jahrelang die Kurden mit dem Militär terrorisiert. Nun hat er außerdem die Mittel in der Hand, alle Kritiker im Militär, die seine Endlösung der Kurdenfrage in Zweifel stellen, auszusieben.

Überhaupt hat sich der gesamte Putschversuch einzig für den Freimaurer Erdogan ausgezahlt, er ist der alleinige Profiteur. Die Frage, wem es nützt, wäre also beantwortet. Und selbst wenn Erdogans Leute den Putsch nicht selbst inszeniert haben, ist es wahrscheinlich, dass sie ihn zumindest angeschoben haben. Der Putschversuch ist jedenfalls Erdogans Reichstagsbrand und wie die Nazis sind auch seine Anhänger absolut fanatisch dabei, seine Allmachtsphantasien durchzusetzen.

Erdogan in typischer Freimaurerpose.

Erdogan in typischer Freimaurerpose.

Wer den Hitler des Jahres sucht, der sollte nicht nach Moskau oder Damaskus blicken. Der neue Hitler sitzt in Ankara und ist der Verbündete des Westens, ein NATO-Partner. Trotz aller vergangenen und aktuellen Menschenrechtsverletzungen hält die Bundesregierung zu dem AKP-Regime. Merkel und Gabriel wollen dabei sowohl den menschenverachtenden Flüchtlingsdeal aufrechterhalten als auch die Bundeswehrtruppen am Bosporus belassen. Truppen, die sie übrigens nicht einmal besuchen dürfen, obwohl es die eigenen sind.

Wenn die Bundesregierung nicht umgehend auf Distanz zu Erdogan geht und die Bundeswehrtruppen nicht abzieht, riskiert sie, zum Handlanger in einem blutigen Bürgerkrieg zu werden. Eins steht nämlich fest: Der kemalistische Teil der türkischen Bevölkerung sowie die Kurden werden die AKP-Diktatur nicht so duldsam ertragen wie die Deutschen einst das NS-Regime. Wie sich die Lage in der Türkei entwickeln wird, lässt sich bereits aus der Spaltung der Ukraine ablesen, in der ein ähnlich autoritäres Naziregime wütet.

Dem geschichtsblinden Teil der deutschen Bevölkerung sollte es ebenfalls eine Warnung sein, wohin die Reise mit einer autokratischen Partei führt. In der Tat gibt es zahlreiche Parallelen zwischen AKP und AfD, auch wenn die eine Partei islamistisch und die andere islamfeindlich ist. Einig sind sie sich jedoch in ihrem Hass auf jede Form der Opposition und freien Presse und würde die AfD jemals an die Macht kommen, würde sie Staat und Justiz wohl ebenso schnell umpflügen wie die AKP in der Türkei, die Fidesz in Ungarn oder die PIS in Polen. Die Gefahr, das Europa bald nur noch aus einem Flickenteppich autoritärer Regime besteht, ist enorm.

Snuff-Partys – Die Freude am Töten

von Shinzon

Es ist ein unbestreitbarer Fakt, dass es an der Spitze der irdischen Machtpyramide von Psychopathen nur so wimmelt. Diese Individuen besitzen keinerlei Empathie und haben daher Null Mitleid mit anderen Menschen. Nun wäre es eine Sache, wenn sie aus pragmatischen Gründen andere über die Klinge springen lassen. Z.B. hat die Rüstungsindustrie ein geschäftliches Interesse daran, dass immer irgendwo Krieg herrscht. Doch mit dieser kalten Profitlogik und strategischem Machtkalkül ist es nicht getan. Es gibt noch andere Gründe für das Töten.

Zum einem gibt es die rituelle Gewalt bis hin zu Menschenopfern. Wir kennen dies nicht nur aus dem Satanismus, sondern auch aus diversen antiken Kulturen, die derartiges vollkommen offen zelebrierten. Seien es nun die Phönizier und Karthager mit ihren Molochopferungen zu Ehren Baal Hammons oder die Menschenopfer der Maya zu Ehren Kukulkans. Im Zentrum steht dabei der Glaube an grausame Gottheiten, die mit Menschenblut milde gestimmt werden müssen. Im Satanismus kommt der Irrglaube hinzu, mit der Energie der Opfer arbeiten zu können und damit Macht zu gewinnen.

Baal Hammon

Neben diesen rituellen Opferungen gibt es allerdings noch so genannte Snuff-Partys, bei denen aus reinem Vergnügen Tiere und Menschen getötet werden. Obwohl diese Partys insbesondere bei Satanisten beliebt sind, fehlt ihnen der rituelle Charakter einer schwarzen Messe. Wie bei einer Sex-Party steht das Vergnügen im Vordergrund, wobei Sex und Snuff durchaus kombiniert werden können.

Die Opfer stammen mutmaßlich zum Großteil aus dem internationalen Menschenhandel. Täglich werden tausende Menschen vom organisierten Verbrechen entführt, insbesondere Arme und Kinder. Den Menschenhändlern ist es dabei egal, ob ihre Opfer als Sklaven gehalten, als Zwangsprostituierte verkauft oder rituell getötet werden. Für sie ist es ein Geschäft, so wie der illegale Handel mit Drogen oder Waffen.

Zuweilen werden aber auch Obdachlose direkt von der Straße geerntet, um sie grausam zu töten. Cathy O’Brien berichtete von einem solchen Mord, der allerdings auf offener Straße stattfand. Dabei schnitt ein bekannter Country-Star einem Obdachlosen die Hände ab, einfach weil er es konnte und gerade Bock darauf hatte. Der Grund, warum ausgerechnet Obdachlose gezielt ausgesucht werden, ist so einfach wie offensichtlich. Niemand vermisst diese Menschen und auch die Polizei interessiert sich nicht sonderlich dafür, ob ein Obdachloser nun ermordet oder von Ratten gefressen wurde.

So viel zu den Opfern. Wer aber sind nun die Täter? Wie bei den Sex-Partys handelt es sich um Politiker, Entertainer, Bankiers, Konzernmanager und Adelige. Mit anderen Worten: Die Elite. Während die Bunga-Bunga-Partys von Silvio Berlusconi und Peter Hartz inzwischen allseits bekannt sind und die Schlagzeilen dominieren, legt sich ein Mantel des Schweigens um die Snuff-Partys. Immerhin ist es ein gewaltiger Unterschied, ob zügellos Nutten geballert oder Menschen ermordet werden. Das eine ist in den meisten Ländern legal, das andere dagegen strafbar.

Dennoch dringen ab und zu Kommentare über Snuff-Partys nach außen. So gab der ehemalige Scorpions-Bassist Ralph Rieckermann, welcher von 1992 bis 2003 zur Band gehörte, offen zu, an Snuff-Partys teilgenommen zu haben. Ja, es handelt sich um ein Mitglied der Scorpions, welche bereits mit ihrem Cover des 1976 erschienen Albums „Virgin Killer“ auf sexuellen Kindesmissbrauch angespielt haben. Doch die Staatsanwaltschaft ermittelte weder in dem einen noch in dem anderen Fall.

Zwar distanzierte sich Rieckermann später in einer Videobotschaft von solchen Partys, jedoch widerrief er weder deren Existenz noch seine Teilnahme an einer solchen. Er wäre damit zumindest der unterlassenen Hilfeleistung schuldig sowie der Strafvereitelung, da er die Täter bis heute nicht namentlich genannt hat. Ausgesagt hat er lediglich, dass die Gäste solcher Partys bis zu 100.000 $ für ihre Teilnahme gezahlt haben. Es dürfte damit zumindest klar sein, dass sie zu den oberen 10% gehören.

Mindestens ebenso skandalös wie Rieckermanns Aussagen, ist der Umgang des Entertainment-News-Portals TMZ mit dem Thema. Dieses hatte Rieckermann interviewt und daraus ein Fun-Video gemacht. Die Snuff-Partys wurden in dem Video mit dem Oktoberfest und anderen deutschen Traditionen verglichen, was einer absoluten Verharmlosung gleichkommt. Obwohl die Verantwortlichen von TMZ selbst zugeben, dass der ehemalige Scorpions-Bassist nicht so aussieht, als würde er scherzen, machen sie selbst einen Riesenwitz daraus.

Rieckermann Snuff

Wie an diesem Beispiel gut zu erkennen ist, werden die Snuff-Partys bestenfalls ins Lächerliche gezogen. In der Regel werden sie jedoch gänzlich vertuscht, da die Elite über das entsprechende Netzwerk verfügt, sich vor Strafverfolgung zu schützen. Wesentlich präsenter ist dagegen das Thema der Snuff-Filme, was einen einfachen Grund hat. Während die Verantwortlichen die Beweise für Partymorde verschwinden lassen können, sind auf Video gebannte Morde an sich schon Beweise. Die Täter bleiben dabei meist maskiert, doch man würde sie wahrscheinlich so oder so schützen.

Es gibt zwei grundlegende Arten von Snuff-Filmen. Einerseits gibt es Videos, in denen Menschen auf brutale Weise getötet werden, andererseits gibt es Vergewaltigungsvideos, die mit dem Tod des Opfers enden. Es ist kaum zu glauben, dass die Snuff-Filmindustrie inzwischen ein Milliardengeschäft ist. Dennoch gibt es fast gar keine Meldungen über Verhaftungen von Tätern. Im Gegensatz zu Kinderpornografie wird das Thema zudem auch von der Politik weitestgehend gemieden.

Ermittlungserfolge gibt es lediglich bei einer neuen Form von Snuff-Videos, den so genannten Crush-Porns. In diesen sind Frauen nicht die Opfer, sondern die Täter. Sie reden anzüglich mit Tieren und töten diese dann. Im Dark-Web wimmelt es offenbar von Perversen, denen einer dabei abgeht, wenn sexy Frauen Ziegen köpfen oder Fische mit ihren Pumps zertreten. Dummerweise maskieren sich die grausamen Tierquälerinnen dabei jedoch nicht, was schon einige Verhaftungen mit anschließenden Verurteilungen nach sich zog.

de Maiziére lobt die Türkei

von Shinzon

Es ist unfassbar, wie die deutsche Bundesregierung mit der Flüchtlingskrise umgeht. Während das künstlich in die Schulden getriebene Griechenland kaum finanzielle Hilfe bei der Unterbringung der ankommenden Flüchtlinge erhält, schenkt man der reichen Türkei Abermilliarden Euro. Das Geld wird aber keineswegs dafür verwendet, die Asylsuchenden menschenwürdig unterzubringen. Viel mehr schottet sich die Türkei gegen Syrien ab und reduziert die Flüchtlingszahlen, indem sie Kurden bombardiert.

Für diese Menschenverachtung sprach der deutsche Innenminister Thomas de Maiziére der Türkei am 5. März 2016 ein großes Lob aus. „Dort sind 2,5 Millionen Flüchtlinge aus der Krisenregion in Syrien aufgenommen worden. Das verdient Anerkennung und nicht Kritik“, sagte er. Darüber, wie die Flüchtlinge untergebracht wurden, schwieg sich de Maiziére aus.

Zu dem Massenmord an den Kurden meinte er indes nur: „Wir sollten nicht der Schiedsrichter beim Thema Menschenrechte für die ganze Welt sein.“ Seltsam, denn wann immer die USA oder NATO einen Regime-Change wünschen, spielt sich Deutschland stets als Schiedsrichter auf. Bei Partnern wie der Türkei und Saudi Arabien dagegen nie. Das ist so, als würde ein Fußballschiedsrichter nur die Fouls kleinerer Vereine mit einer roten Karte bestrafen, während sich der FC Bayern alles erlauben kann. Thomas de Maiziéres Kungelei mit dem türkischen Machthaber Erdogan ist so durchsichtig wie verlogen.

Zudem kommt sein Statement just in dem Moment, als das Regime in Ankara eine weitere Zeitung unter seine Kontrolle bringt. Zwar handelt es sich bei der „Zaman“ um das Sprachrohr des radikalen Islamisten Fethulla Gülen, was das Vorgehen in diesem Fall nachvollziehbar macht. Dennoch wird die Pressefreiheit in der Türkei generell mit Füßen getreten. Einfach jeder, der das Erdogan-Regime kritisiert oder den Völkermord an den Armeniern und aktuell an den Kurden anspricht, wandert in den Knast. Bei der „Zaman“ ging es dementsprechend auch nicht um deren radikale Ansichten zum Islam, sondern um die geübte Kritik am türkischen Staat.

Die Worte des deutschen Innenministers sind purer Zynismus und freilich würde er die linke Regierung in Griechenland niemals loben, egal wie viele Flüchtlinge sie aufnimmt. Thomas de Maiziére sollte sich in den Sachsensumpf zurück verkriechen, aus dem er einst gekrochen ist.

Hartz-IV-Sanktionen sind grundgesetzwidrig

Das Sozialgericht Gotha will vom Bundesverfassungsgericht prüfen lassen, ob Sanktionen des ALG II-Regelsatzes grundgesetzwidrig sind. Richter Jens Petermann hält die Sanktionen für untragbar, da durch sie das Existenzminimum gekürzt wird. Unter diesem Minimum ist kein menschenwürdiges Leben möglich.

Interessant ist auch die folgende Diskussion mit Jens Petermann (Sozialrichter, ehem. MdB DIE LINKE), der Altenburger Landrätin Michaele Sojka (DIE LINKE) und dem Hartz-IV-Betroffenen Ralph Boes.