Corona – Auswirkungen einer Krise

von Anton Nymous

Das Coronavirus hat die gesamte Erde fest im Griff und offenbart dabei so einiges über die verschiedenen Gesellschaftsmodelle der einzelnen Länder. So ist es kein Zufall, dass in China auf über 1,4 Milliarden Einwohner nur etwas über 3.300 Tote kommen, während Italien mit gerade einmal rund 60 Millionen Einwohnern Rekordhalter mit über 15.000 Toten ist. (Stand 5. April 2020)

Zum einen liegt das natürlich an der Altersstruktur, denn Italien ist hoffnungslos überaltert, sodass ein Großteil der Bevölkerung zur Risikogruppe gehört. Ein weit wichtigerer Punkt ist jedoch, dass Italiens neoliberale Regierungen das dortige Gesundheitssystem systematisch kaputtgespart haben. Es gibt nicht genügend Betten, geschweige denn Beatmungsmaschinen.

China auf der anderen Seite hat binnen weniger Wochen neue Krankenhäuser aus dem Boden gestampft. Außerdem hat China einen funktionierenden Binnenmarkt und kann sich selbst mit ausreichend Medikamenten, medizinischen Geräten und Desinfektionsmitteln versorgen. So konnte die Lage im Land weitgehend unter Kontrolle gebracht werden, während Länder wie Italien inzwischen humanitäre Hilfe von China annehmen müssen.

Nun ist China natürlich auch längst im Kapitalismus angekommen, allerdings hat die Führung in Peking nicht den Fehler gemacht, die öffentliche Daseinsvorsorge verkommen zu lassen oder gar komplett zu privatisieren. Ganz anders sieht es in den USA aus, wo anfangs nicht einmal die Coronatests gratis waren. So konnte sich das Virus unbemerkt ausbreiten.

Da das Gesundheitswesen gleichermaßen exorbitant teuer ist und Millionen US-Amerikaner nicht krankenversichert sind, wird die Mortalitätsrate bald ähnlich ansteigen wie in Italien. (Nachtrag: Inzwischen sind es über 50.000) Wer kein Geld hat, muss halt verrecken, nur die Reichen haben Aussicht auf Heilung. Als Gipfel der Frechheit forderte der US-Machthaber Trump gar eine exklusive Lizenz für einen in Entwicklung befindlichen Impfstoff von einem deutschen Pharmaunternehmen. America first and only, der Rest der Welt kann krepieren!

Natürlich ist Deutschland nicht auf diesen abartigen Deal eingegangen. Allerdings trägt das Krisenmanagement hier ähnlich neoliberale Züge. Das fing schon 2018 damit an, dass der Gemeinsame Bundesausschuss 628 kleineren Kliniken die Notfallversorgung gestrichen hat. Ein Schritt, den Bundeskrankheitsminister Jens Spahn (CDU) ausdrücklich begrüßt hat. Dies rächt sich nun in der aktuellen Krise. Wir können schon fast von Glück reden, dass Spahn nicht auch noch auf die Forderung der Bertelsmann-Stiftung eingegangen ist, die Zahl der Krankenhäuser von rund 1.400 auf 600 zu reduzieren.

Wo wir schon mal beim neoliberalen Umbau sind, zeichnet sich dieser auch bei den Wirtschaftshilfen im Zuge der Coronakrise ab. Die Bundesregierung hat ein Hilfspaket geschnürt, welches wieder einmal nur den großen Konzernen nützt. Diese erhalten 600 Milliarden, obwohl sie eher weniger unter den Krise leiden und diese mit Sicherheit überleben werden. Für kleine und mittelständische Unternehmen, an denen insgesamt weit mehr Arbeitsplätze hängen, gibt es derweil nur 50 Milliarden.

Gänzlich leer gehen alle Arbeiter aus, die wegen Corona in Kurzarbeit geschickt oder gleich entlassen werden. Die vielen Ärzte, Pflegekräfte, Kassiererinnen und LKW-Fahrer, die gegen den Virus kämpfen und die Grundversorgung aufrecht erhalten, haben immerhin ein Dankeschön und einen Applaus vom Bundestag erhalten. Bessere Löhne und eine Entlastung des Pflegepersonals durch mehr Einstellungen gibt es aber nicht. Das ist in höchstem Maße zynisch!

Eigentlich wäre jetzt der geeignete Zeitpunkt für einen Testlauf eines bedingungslosen Grundeinkommens. Das könnte die Verdienstausfälle abfedern und verhindern, dass Menschen von der Arbeit direkt in die Obdachlosigkeit fallen. Eine Petition, die schon fast eine halbe Million Unterzeichner hat, kann hier unterstützt werden.

Leider sieht es momentan eher danach aus, als sollten wir einfachen Leute für das 600 Milliarden-Hilfspaket an die Großkonzerne aufkommen. Im Prinzip tun wir das sowieso über unsere Steuern, wie wir es auch schon beim Bankenrettungspaket 2008 getan haben. Einige Landesregierungen, darunter die CDU-geführte Koalition in Sachsen, haben jedoch zusätzlich exorbitante Bußgelder für Verstöße gegen Ausgangssperren verhängt. In Sachsen werden 150 € fällig, wenn jemand das Haus ohne triftigen Grund (z.B. Einkauf oder Arztbesuch) verlässt.

In anderen Ländern gilt dagegen nur ein Kontaktverbot, solange dieses eingehalten wird, darf man auch unbegrenzt das Haus verlassen. Das ist auch sinnvoll, denn Sonne, frische Luft und Bewegung sind gut für das Immunsystem. In Thüringen kein Problem, in Sachsen strengstens unter Strafe gestellt! Allerdings hat Thüringen ebenfalls einen Bußgeldkatalog aufgestellt, der jede Annäherung unter 1,5 m mit 100 € und Gruppenbildung ab 3 Personen mit 200 € Strafe belegt. Nur wie will man das umsetzen? Soll die Polizei mit Maßbändern peinlich genau darauf achten, dass sich Menschen nicht einen Zentimeter zu nahe kommen?

Die Bußgelder sind absolut überzogen und sozial ungerecht, zumal Eltern für ihre Kinder haften. Wenn die Kleinen mit Nachbarkindern spielen gehen, kann das schnell mal ein paar Hundert Euro kosten. Das wird vor allem junge Familien treffen, deren Eltern wegen Corona bereits in Kurzarbeit gehen mussten oder ihren Job ganz verloren haben. Für einmal Spielen gibt es dann den Rest des Monats kein Essen mehr. Berechtigte Bußgelder für gezielte Angriffe, wie z.B. das absichtliche Anhusten von Mitmenschen, gibt es dagegen keine.

Vollkommen unverständlich sind auch die aktuellen Umfragewerte zur Bundestagswahl. DIE LINKE rutscht im Bundestrend weiter ab, obwohl sie schon seit Jahren mehr Pflegepersonal und höhere Löhne für selbiges fordert. Scheinbar sind die physisch und psychisch ausgebrannten sowie finanziell abgebrannten Wähler mit etwas Applaus und Lob vollends zufrieden. Die Union hat derweil trotz ihres unsozialen Krisenmanagements im Bundestrend deutlich zugelegt. In den Sonntagsumfragen kann sie ein Plus von bis zu 10% verzeichnen. Die Umfragewerte von Bayerns Landesfürsten Söder schießen gar förmlich durch die Decke, weil er als einer der ersten rigorose Ausgangssperren verhängt hat. Die glücklichen Sklaven stehen wohl auf Käfighaltung.

Es könnte aber noch weitaus schlimmer kommen, wie ein Blick nach Ungarn zeigt. Dort hat der Autokrat Viktor Orbán die Coronakrise ausgenutzt, um jeden Rest von Demokratie auszumerzen und sich selbst zum Diktator zu erklären. Er regiert nunmehr per Dekret allein, das Parlament ist entmachtet, die Opposition kaltgestellt. Die Pressefreiheit hat Orbán gleich als erstes endgültig abgeschafft, denn Journalisten, die Kritik an seinem Regime üben, drohen ab sofort Haftstrafen von bis zu fünf Jahren.

Quelle
In Polen hat die ultrarechte PiS-Regierung derweil ein verfassungswidriges Corona-Krisengesetz verabschiedet. Einerseits gibt es in Polen weit strengere Auflagen als in Deutschland, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern, andererseits sollen am 4. Mai dennoch die Präsidentschaftswahlen abgehalten werden. Stellt Euch vor, es sind Wahlen und niemand geht hin, weil Ausgangssperre herrscht. Das Ergebnis dürfte unter diesen Bedingungen vorhersehbar sein.

Quelle

Die deutschen Rechtspopulisten von der AfD sind dagegen völlig von der Krise überfordert. Ihre wichtigste Hauptforderung nach dichten Grenzen ist nunmehr umgesetzt, dementsprechend schnell gehen ihr die Konzepte aus. Obendrein stellen einige AfD-Abgeordnete nunmehr fest, dass auf den Spargelfeldern die polnischen Gastarbeiter fehlen und auf einmal sind die geschlossenen Grenzen gar nicht mehr so toll. Von daher bemüht sich die AfD mit Anfragen zu längst umgesetzten Forderungen ihren Wählern einen Hauch von Aktionismus vorzugaukeln. Für die Pflegekräfte und Kassiererinnen haben die AfD-Bundestagsabgeordneten ausnahmsweise mit geklatscht, aber deren Löhne will sie ebenso wenig erhöhen wie Union und SPD.

Wir können von Glück reden, dass die AfD hierzulande nicht regiert, sonst hätten wir bald ungarische Verhältnisse. Den Rechtspopulisten geht es nämlich nicht darum, die Krise nach besten Kräften zu bewältigen, sonst würde sie z.B. das bedingungslose Grundeinkommen oder die Rekommunalisierung von Krankenhäusern unterstützen. Ihr geht es nur um dichte Grenzen, was sich nun dank der Coronakrise erübrigt hat – ganz ohne Zutun der AfD. Sie hat ihren vorgeschobenen Zweck verloren und für die Machtübernahme ist sie deutlich zu schwach.

Dennoch müssen wir vorsichtig sein, dass unsere Freiheitsrechte nicht dauerhaft beschnitten werden, denn auch den Unionsparteien ist es zuzutrauen, die Coronakrise für einen weitreichenden Demokratieabbau zu missbrauchen. Vielleicht nicht ganz so krass faschistisch wie in Ungarn, aber sollte Friedrich Merz tatsächlich Merkels Nachfolge antreten, bekommen wir dafür eins mit der neoliberalen Keule übergebraten. Wenn die CDU aus unerfindlichen Gründen gestärkt aus der Krise hervorgeht, wird Deutschland am Ende Eigentum von Black Rock.

Corona – Gefährliche Panik

von Joe Doe

Kaum ein anderes Thema hält die Welt aktuell so sehr in Atem wie das Coronavirus. Während die Massenmedien nur noch darüber berichten, schießen auch in den alternativen Medien die entsprechenden Verschwörungstheorien wie Pilze aus dem Boden. Das meiste ist dabei völlig an den Haaren herbeigezogener Blödsinn, der gleichermaßen wie die Medienberichterstattung nur dazu beiträgt, Panik zu verbreiten. Es würde zu weit führen, auf sämtliche Verschwörungstheorien zur Corona-Epidemie einzugehen. Exemplarisch seien hier nur einige der gängigsten Theorien aufgeführt.

Die erste Theorie behauptet, Bill Gates sei für das Coronavirus verantwortlich und es diene dazu, die Weltbevölkerung drastisch zu reduzieren. Einmal davon abgesehen, dass es für die angebliche Schuld von Bill Gates nicht einen einzigen handfesten Beweis gibt, taugt das Virus absolut nicht für die unterstellte Absicht. Die Mortalitätsrate liegt, gemessen an den gemeldeten Infektionen, bei gerade einmal 2%. Dabei ist die Dunkelziffer unbekannter Infektionen jedoch nicht berücksichtigt und Virologen gehen von einer Sterberate unter 1% aus. 4 von 5 Fällen verlaufen dazu milde und in China sind bereits über 70% der Infizierten wieder genesen.

Das Coronavirus eignet sich nicht einmal ansatzweise zu einer effektiven Dezimierung der Menschheit. Gefährdet sind vorwiegend Risikogruppen wie ältere Menschen mit schwachem Immunsystem oder Vorerkrankungen. Die Überlebenschancen für alle anderen stehen dagegen sehr gut und die meisten Infizierten werden die Krankheit kaum von einer leichten Grippe unterscheiden können.

Wenn es tatsächlich die sinistere Absicht gäbe, die Menschheit mit einem Killervirus zu reduzieren, würden die Verantwortlichen eher auf die Pest oder Pocken zurückgreifen, die mit Sicherheit noch in einigen Laboren des militärisch-industriellen Komplexes lagern. Das Dumme ist nur, dass solche Methoden der Bevölkerungsreduktion schwer zu kontrollieren wären und letztendlich auch vor der herrschenden Elite nicht Halt machen würden. Da sollten wir uns schon mehr Sorgen um all die krebserregenden Stoffe in unserer Nahrung machen.

Eine alternative Verschwörungstheorie geht derweil davon aus, das Coronavirus diene als Vorwand für eine Zwangsimpfung, mit der die Menschheit gechipt werden soll. Dummerweise gibt es aber bisher gar keine Impfung gegen Corona und damit auch keinen Zwang. Ob ein Impfstoff dann wirklich von der Bill Gates Stiftung entwickelt wird, steht zudem keineswegs fest und nicht jedes Pharmaunternehmen ist Teil einer finsteren Weltverschwörung.

Eine Impfkampagne wäre zudem völlig ungeeignet, die gesamte Menschheit zu chippen. Was würde es denn bringen, jedem einen beliebigen Chip einzupflanzen? Dann wüssten die Geheimdienste zwar, wo sich wann wie viele Menschen aufhalten, allerdings nicht, wer genau mit wem. Dazu müsste man schon jedem einen individuellen Chip mit den persönlichen Daten injizieren. Damit dann auch jeder Chip in der richtigen Person landet, bräuchten die Impfdosenhersteller sämtliche Daten der Einwohnermeldeämter und Hausärzte.

An einer solchen Verschwörung müssten weltweit Millionen Menschen beteiligt sein und zudem müssten alle Staaten miteinander kooperieren. Das ließe sich also niemals geheim halten und wird daher auch nicht passieren! RFID-Implantate werden zwar mit Sicherheit irgendwann kommen, aber man wird sie uns nicht heimlich verabreichen, sondern uns ganz offen die angeblichen Vorteile schmackhaft machen. Der Wechseln von Ausweispapieren zu RFID-Chips wird ganz offiziell vollzogen werden und dazu müsste nicht mal ein Gesetz geändert werden. Denn im Gegensatz zur Impfpflicht gibt es die Ausweispflicht längst.

Den Vogel schießt schlussendlich die Behauptung ab, das Coronavirus sei frei erfunden und die ganze Pandemie nur Theater. Dafür müssten nun wirklich sämtliche Virologen und Ärzte der Welt Teil einer globalen Verschwörung sein. Ebenso alle an Corona Verstorbenen sowie deren Angehörige, die die Todeszahlen angeblich nur vortäuschen. Wer solchen Unsinn verbreitet könnte auch gleich behaupten, es gäbe überhaupt keine Viren, weil man die nicht mit bloßen Augen sehen kann.

Solche absurden Verschwörungstheorien kursieren vor allem in rechten Kreisen. Wenn diese das Virus zuweilen doch nicht mehr verleugnen können, geben sie selbstverständlich den Flüchtlingen die Schuld, welche Corona angeblich nach Europa eingeschleppt hätten, dabei waren es Touristen, die das Virus von Italien und dem Skiort Ischgl in Österreich aus verbreitet haben. Der Virus kommt zudem nicht wie Ebola aus Afrika, sondern aus China. Also was soll der fremdenfeindliche Bullshit? Wären die Flüchtlinge an Corona schuld, würde auf der griechischen Insel Lesbos längst Ausnahmezustand herrschen. Bei den hygienischen Zuständen dort wäre ein Corona-Ausbruch fatal und dazu könnte es aufgrund der Unterbringungsmethoden durchaus noch kommen.

Eine weitere Verschwörungstheorie geht dagegen davon aus, die chinesische Regierung hätte das Coronavirus als biologische Waffe entwickeln lassen, die dann außer Kontrolle geraten oder gar bewusst in Umlauf gebracht worden sei. Doch warum sollte China sich selbst schaden? Rund um Wuhan hat Corona die Wirtschaft lahm gelegt, was Chinas Zielen absolut zuwider läuft.

Wesentlich wahrscheinlicher wäre, dass das Virus versehentlich freigesetzt wurde, denn in Wuhan gibt es tatsächlich eine virologische Forschungseinrichtung. Angeblich wird dort an einem Heilmittel für HIV geforscht, was erklären könnte, warum SARS-CoV-2 DNS-Fragmente des HI-Virus enthält. Bewiesen ist damit natürlich noch nichts, aber zumindest ist dieser Denkansatz nicht gänzlich unwahrscheinlich.

China hat seinerseits die USA beschuldigt, das Virus als biologische Waffe entwickelt und in Wuhan freigelassen zu haben. Tatsächlich nahmen Ende 2019 einige US-Soldaten aus Fort Detrick an einer Militärolympiade in Wuhan teil. In Fort Detrick befindet sich ein Biowaffenlabor, aus welchem u.a. schon die Anthrax-Erreger stammten, die 2001 in New York per Postwurfsendungen verbreitet wurden, was die US-Regierung anschließend dem irakischen Diktator Saddam Hussein in die Schuhe schieben wollte. Da es schon einmal einen Inside Job in Verbindung mit dieser Einrichtung gab, wäre es den USA durchaus zuzutrauen, das Coronavirus gezielt eingesetzt zu haben, um die chinesischen Wirtschaft lahmzulegen.

Sollte dies tatsächlich der Fall sein, ist diese Strategie jedoch völlig nach hinten losgegangen, da die USA inzwischen mit am schlimmsten von Corona betroffen sind. Mit biologischen Waffen schießt man schlussendlich nur Eigentore, weshalb biologische Kriegsführung die dümmste Idee überhaupt ist. Das hält das US-Militär jedoch nicht davon ab, nachweislich daran zu forschen. Passend dazu hat US-Machthaber Trump sämtliche Schlüsselpositionen des Militärs mit psychopathischen Hardlinern besetzt.

Obwohl der endgültige Beweis für eine Schuld des US-Militärs fehlt, wäre es diesem durchaus zuzutrauen, biologische Kampfstoffe einzusetzen. Diese Theorie ist vor allem in linken Kreisen populär, wohingegen sich rechte Verschwörungstheoretiker hinter die Trump-Administration stellen, welche inzwischen sogar so weit geht, China die Schuld am eigenen Versagen zuzuschieben und auf Schadenersatz zu verklagen.

Unabhängig davon, ob es sich beim Erreger SARS-CoV-2 nun um ein Designervirus oder eine natürliche Mutation handelt, sind die Auswirkungen gänzlich anderer Art. Viel problematischer als das Coronavirus ist nämlich inzwischen die Hysterie, die darum gemacht wird. Hamsterkäufe sind dabei noch das Harmloseste.

Richtig schlimm ist, dass bereits aus mehreren deutschen Krankenhäusern Desinfektionsmittel gestohlen wurden. Das verschlimmert nicht nur die Situation rund um das Coronavirus, sondern trägt auch zur Ausbreitung unzähliger anderer Keime bei. Solche Plünderungen sind in höchstem Maße verantwortungslos und gefährlich!

Ebenso unerträglich ist der Rassismus, der mit der Panik einhergeht. Da werden nichtinfizierten Chinesen, die schon eine Ewigkeit in Deutschland leben, Desinfektionsmittel ins Gesicht gesprüht, als wäre das irgendein sinnvoller Beitrag bei der Bekämpfung der Seuche. Dabei waren es vor allem deutsche Touristen und Geschäftsreisende, die das Virus aus China sowie später auch Italien und Tirol eingeschleppt haben. Das rassistische Verhalten gegenüber Asiaten beweist einmal mehr, dass den Nazis jeder gesunde Menschenverstand abhanden gekommen ist und ihre Ideologie mit Abstand die schlimmste Seuche ist!

Statt mit Paranoia auf das Virus oder gar asiatischstämmige Mitbürger zu reagieren, sollten wir lieber genau darauf achten, wozu und vor allem wem die ganze Panikmache dient. Zum einen profitieren davon natürlich die Pharmakonzerne. Das war schon bei der Schweinegrippe so und ist wieder einmal der Hauptgrund, warum manche Massenmedien Hysterie verbreiten, statt sachlich aufzuklären. Es gibt zwar auch Gegenbeispiele, aber diese sind leider rar.

Die Bundesregierung nutzt das Coronavirus darüber hinaus, um die Versammlungsfreiheit einzuschränken und vorübergehend auszusetzen. Veranstaltungen ab 50 Teilnehmern sind generell untersagt und überschaubare Versammlungen nur mit Genehmigung unter strengen Auflagen erlaubt. Dabei gibt es zumindest zwei gute Gründe, Massenveranstaltungen vorübergehend zu unterbinden. Zum einen muss die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamt werden, um einen Kollaps des Gesundheitssystems zu verhindern. Zum anderen dient es dem Schutz von Risikogruppen.

Soweit kann und muss man sogar ein gewisses Verständnis dafür haben, nichtsdestotrotz dürften diese Maßnahmen den herrschenden Eliten durchaus gelegen kommen. Immerhin bleiben sie damit vorerst von Protesten und Massendemonstrationen verschont. Dies betrifft vor allem die Ablehnung des NATO-Manövers Defender 2020, die bei den nunmehr abgesagten Ostermärschen zum Ausdruck gekommen wäre.

Warum ist das Manöver eigentlich nicht abgesagt worden? Zwar wurde es inzwischen wegen der Corona-Krise verkürzt, aber ganz will die NATO dann doch nicht auf das Kriegsspiel verzichten. Zumindest Deutschland hat seine Teilnahme abgesagt, was sicherlich ein positiver Effekt von Corona ist. In wieweit Deutschland noch als Drehscheibe für Truppentransporte in Richtung Ostfront fungieren kann, ist ebenfalls fraglich, da sowohl Deutschland als auch Polen die Grenzen dicht gemacht haben.

Die Kriegstreiber in Washington schlafen dennoch nicht. Während die Bevölkerung quasi unter Hausarrest steht und mit der Panikmache um das Coronavirus abgelenkt wird, bereitet der Westen weiter den Ausbruch des 3. Weltkriegs vor. Darauf geht jedoch kaum jemand ein. Genauso wenig wie auf die Gefahr, dass die deutsche Bundesregierung die Situation ausnutzen könnte, um die Notstandsgesetze in Kraft zu setzen. Während die blödsinnigsten Verschwörungstheorien über das Coronavirus kursieren, will kaum jemand das Offensichtliche sehen. Nicht das Virus ist das eigentliche Problem, sondern die Ablenkung, die es verursacht.

Diese dient nicht nur der heimlichen Kriegsvorbereitung sowie Aussetzung der Freiheiten. Die Hysterie schadet ebenso massiv der Wirtschaft. Natürlich mit Ausnahme der Pharma- und Rüstungsindustrie, deren Geschäfte laufen besser denn je. Hart getroffen werden dagegen alle Unternehmen, die von großen Events abhängig sind. So wurde bereits die Leipziger Buchmesse abgesagt, was sowohl den Veranstaltern als auch den Verlagen und Autoren schadet. Zudem leiden die mittelständische Industrie sowie Klein- und Familienbetriebe unter der Panikmache.

Insbesondere die Gastronomie wird es hart treffen, sodass schon davon ausgegangen wird, dass 50% aller Gaststätten und Bars bankrottgehen werden. Auch kleine Läden, die schließen müssen, während sie weiter horrende Mietkosten zu tragen haben, werden massenhaft absterben. Überleben werden nur die großen Ketten und Konzerne. Die Neoliberalisten nutzen die Corona-Krise offensichtlich, um ihre Konkurrenz auszuschalten. Ihrem Ziel, alle Selbstständigen, Kleinunternehmer und den Mittelstand vom Markt zu werfen, werden sie ein großes Stück näher kommen.

Der Kollaps der Wirtschaft hat allerdings noch eine weitere Auswirkung. Die sich ankündigende Wirtschaftskrise wird nämlich den Rechtsruck in der Gesellschaft weiter anheizen. Die Neoliberalisten nutzen die Corona-Hysterie, um gezielt Chaos zu schaffen. Aus diesem Chaos soll letztendlich ihre Neue Weltordnung entstehen. Dafür brauchen sie den Rechtsruck, denn keine andere politische Kraft ist dermaßen marktradikal und volksfeindlich wie die Rechtspopulisten. Zudem hat schon ein gewisser Landolf Ladig vor Jahren geschrieben, dass für eine Revolution der Faschisten nur noch eine große Wirtschaftskrise fehlt. Diese könnte nun durch die Panikmache um das Coronavirus ausgelöst werden.

Es ist also nicht primär die Seuche, die eine Gefahr für die Menschheit darstellt, sondern der Umgang mit selbiger. Das ist wohl auch der eigentliche Grund, warum wir auf den Corona-Ausbruch konditioniert wurden. Angefangen bei einer Simpsons-Episode aus dem Jahr 1993, in der sich eine Seuche über aus China importierte Billigprodukte verbreitet. Das Virus wurde in dieser Episode zwar nicht namentlich genannt, wie manipulierte Bilder suggerieren, aber die Parallelen zur aktuellen Panikmache sind dennoch erstaunlich.

Warum einige Verschwörungswebseiten mit Photoshop arbeiten, kann eigentlich nur mit gezielter Desinformation erklärt werden. Eine kritische Auseinandersetzung mit den Konsequenzen der Corona-Hysterie wird damit der Lächerlichkeit preisgegeben und im Keim erstickt. Dabei hätte gar nicht mal das Wort Corona bei den Simpsons eingefügt werden müssen, denn es gibt weitaus konkretere Beispiele.

Im Jahr 2017 erschien ein „Asterix“-Comic, in dem es um einen maskierten Wagenlenker mit den Namen „Coronavirus“ ging. Wieso sollte sich ein Comicautor nur so einen fürchterlich beknackten Namen für einen Charakter ausdenken, wenn dahinter nicht eine unterschwellige Botschaft steckt? In der deutschen Ausgabe „Asterix in Italien“ wurde der Name übrigens in „Caligarius“ geändert. „Coronavirus“ heißt der Typ nur in der französischen Originalausgabe sowie in der englischen Übersetzung.

Sinn ergibt nun endlich auch das T-Shirt mit der Aufschrift „SARS“ im 2010 erschienenen Film „Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt. Immerhin lautet die Bezeichnung des Coronavirus SARS-CoV-2 und wozu sollte jemand ein T-Shirt mit genau dieser Aufschrift tragen, wenn nicht zur unterschwelligen Konditionierung?

Den Vogel schießt jedoch ein Roman von 1981 ab. In „Die Augen der Finsternis“ von Dean Koontz geht es um einen Virus, der in Wuhan gezüchtet wird und um das Jahr 2020 ausbricht. Obgleich wenn das Virus im Buch weitaus tödlicher dargestellt wird und statt der Atemwege das Hirn befällt, sind diese Angaben schon zu präzise, um noch als Zufall abgetan zu werden. Entweder ist Koontz ein Hellseher vom Schlage eines Alois Irlmaier oder gehört zu einem Geheimbund, der die ganze Sache doch irgendwie inszeniert hat.

Angesichts dieser tatsächlichen Merkwürdigkeiten, die jeder mit Leichtigkeit nachrecherchieren kann, braucht es eigentlich keine zusätzlichen Verschwörungstheorien, die sich irgendwelche Internettrolle aus den Fingern saugen. In der Regel helfen diese nur den Absichten der herrschenden Elite, denn sie tun genau dasselbe, wie die Massenmedien: Panik verbreiten!

Panik ist jedoch kein guter Ratgeber. Die Welt wird wegen Corona nicht untergehen. Statt also in Hysterie zu verfallen, sollten wir lieber wachsam sein, was jenseits dieses Themas politisch durchgesetzt wird. Das Virus erfüllt nämlich einen ähnlichen Zweck wie große Fußballereignisse: Die Massen von Wichtigerem ablenken!

Energiesparlampen – Die giftige Erleuchtung

von Anton Nymous

Warum wurde eigentlich die Glühbirne verboten? Ach ja, um das Klima zu schützen, wegen dem hohen Verbrauch. Doch was hat man uns als Alternative angeboten? Energiesparlampen voller Quecksilber, die gar nicht so sparsam sind und auch nicht wirklich lange halten. Eine super umweltfreundliche Alternative und obendrein extrem gesundheitsfördernd!

Ernsthaft, was hat sich die EU dabei gedacht? Also jetzt mal davon abgesehen, dass sie den Herstellern ein profitables Geschäft gesichert hat? Quecksilber ist hochgiftig und geht mal eine Energiesparlampe zu Bruch, tragen die Verbraucher bleibende Nervenschäden davon! Übrigens wurden aus genau diesem Grund zuvor noch Quecksilberthermometer verboten.

Aber damit hört der Spaß noch längst nicht auf. Schon im laufenden Betrieb dünsten Energiesparlampen giftige Phenole und andere krebserregende Stoffe aus. Darüber hinaus liegt die elektromagnetische Strahlung der Giftbirnen 42mal höher als die empfohlenen Grenzwerte. Dies kann zu hormonellen, zellularen und neurologischen Störungen führen.

Blöd durch Energiesparlampen. Man könnte fast meinen, die Industrie würde uns absichtlich vergiften wollen. In jedem Falle ist das grob fahrlässig und besonders betroffen sind die chinesischen Arbeiter, welche die den Mist produzieren müssen. Energiesparlampen sollten daher schleunigst verboten werden!

Wer diesen Dreck noch daheim verwendet, sollte unbedingt auf Halogenstrahler oder LEDs umrüsten. Doch Achtung: Energiesparlampen gehören weder in den Hausmüll noch in den Glascontainer. Dort gehen die Glasröhren nämlich zu Bruch und das Quecksilber gerät in die Umwelt, schlimmstenfalls sogar ins Grundwasser. Energiesparlampen sind Sondermüll und müssen fachgerecht entsorgt werden!

Die Wahrheit über Fastfood und Energy Drinks

Wie ungesund Fast Food und Energy Drinks sind, dürfte jedem klar sein. Dennoch kann man aus den Videos von MrWissenToGo noch einiges lernen. Zum Beispiel, dass die McDonalds-Brüder außer dem Namen gar nichts mehr mit der berüchtigten Kette zu tun haben. Die bedien waren nämlich so dumm, die Rechte an der Marke für einen vergleichsweise lächerlichen Betrag zu verkaufen. Als wäre das noch nicht ärgerlich genug, hat der neue Rechteinhaber einen Konkurrenzladen direkt gegenüber dem einzig verbliebenen Originalrestaurant der McDonalds-Brüder aufgemacht und sie damit in die Pleite getrieben.

Hellywood im Drogenrausch

Einer der ersten Kultfilme über den Schmuggel von Kokain ist „Easy Rider“ von 1969. Als Road-Movie getarnt und mit Titeln wie „Born To Be Wild“ untermalt, wird die Propaganda für das weiße Pulver mit einem Gefühl der Freiheit verknüpft. „Born To Be Wild“ ist übrigens nicht das einzige Lied von Steppenwolf, welches im Film vorkommt. Der Drogensong „Pusher“ kommt ebenfalls vor.

Ein weiterer Kultfilm über Kokain und organisiertes Verbrechen ist Quentin Tarantinos „Pulp Fiction“ von 1994. Die weltberühmte Szene, in der sich Mia Wallace (Uma Thurman) das Näschen pudert und anschließend eine Adrenalinspritze ins Herz bekommt, dürfte wohl fast jeder kennen.

Adrenalin

Zwei Kultfiguren, die sich gleich durch 6 Filme kiffen, sind Jay (Jason Mewes) und Silent Bob (Kevin Smith). Der bekannteste Film, in dem die beiden auftreten, dürfte „Dogma“ von 1999 sein. Ein Jahr später hatten sie einen kurzen Cameo-Auftritt im Musikvideo zu „Because I Got High“ von Afroman und 2001 erhielten die beiden Druffis schließlich ihren eigenen Film „Jay und Silent Bob schlagen zurück“.

Jay and Marijuana Man

Die Junkies aus „Ananas Express“ stehen Jay und Silent Bob in nichts nach. Deren Stoff ist jedoch etwas härter, da er aus einem CIA-Drogenlabor stammt.

Es geht noch eine Spur witziger. In „Die Killerhand“ von 1999 zieht Anton (Devon Sawa) mit seiner hemmungslosen Kifferei einen Dämon an, der Besitz von seiner rechten Hand ergreift. Durch die Hand des Dämons sterben seine beiden Freunde, die jedoch als Zombies zurückkehren. Während des Showdowns basteln sich die beiden aus einem Autoauspuff eine Bong, mit der sie die inzwischen freilaufende Hand betäuben und anschließend erledigen können.

Nicht wirklich witzig, aber mindestens ebenso skurril kommt der Zombiefilm „Bong of the Dead“ von 2011 daher. In diesem hirnverbrannten Machwerk haben Tommy und Edwin nach der Zombieapokalypse nichts Besseres zu tun, als sich weiterhin zu bekiffen, als wäre nichts geschehen. Eines Tages kommen sie dann auf die Idee, ihr Gras mit Zombiehirn zu düngen, was die Wirkung des Stoffs maximiert.

Bong of the Dead

Noch abgedroschener ist die „Hangover“-Trilogie (2009, 2011, 2013). Den ersten Filmriss haben die Protagonisten in Las Vegas, was wohl eine Anspielung auf „Fear and Loathing in Las Vegas“ sein soll. Im zweiten und dritten Teil haben sie nichts aus ihren fürchterlichen Erfahrungen gelernt, die u.a. von sexuellen Ausschweifungen und Demütigungen gekennzeichnet sind. Auf dem Kinoplakat von „Hangover 2“ wird sogar eine Verbindung zwischen Drogenkonsum und dämonischer Besessenheit gezogen.

Hangover Demon

Es ist extrem besorgniserregend, dass solche Totalausfälle als Spaß propagiert werden. In dieser Hinsicht setzt „Project X“ aus dem Jahr 2012 dem Fass die Krone auf. In diesem Film gerät eine Party, auf der neben Alkohol auch reichlich Gras und harte Drogen gereicht werden, total außer Kontrolle. Am Ende wird das elterliche Haus fast komplett zerstört, der Mercedes im Pool versenkt und die halbe Nachbarschaft niedergebrannt.

Statt dies nun kritisch zu hinterfragen, endet alles damit, dass die ehemaligen Loser nach der Party an der Schule als Helden gefeiert werden. Die äußerst verwerfliche Moral lautet also, dass Drogenkonsum und Krawalle cool sind und gesellschaftliche Anerkennung nach sich ziehen. Produziert wurde dieser kranke Scheiß übrigens von Todd Philips, der bereits bei den „Hangover“-Filmen Regie führte.

Stars im Alkoholrausch

Unter allen Drogen nimmt Alkohol einen besonderen Stellenwert ein, da es sich um eine legale Droge handelt, die völlig offen propagiert werden darf. Bereits 1984 verharmloste Herbert Grönemeyer den „Alkohol“ als „Sanitäter in der Not, Alkohol ist dein Fallschirm und dein Rettungsboot“

Die Toten Hosen besangen 1996 die „zehn kleinen Jägermeister“ und rechtfertigten ihren Suff 2002 mit der Single „Kein Alkohol ist auch keine Lösung“. Geht es nach den Punks, kann man ohne Drogen nicht leben und sie zitieren sogar Jesus herbei, der Wasser in Wein verwandelt haben soll.

Revolverheld besangen 2013 in „Das kann uns keiner nehmen“ alte Freundschaften. Doch wo trifft man Freunde? „In der Kneipe, an der Ecke“. Und was für Erinnerungen kommen da hoch? „Jedes Dorf und jeden Tresen haben wir zusammen gesehen“. Im Refrain ruft der Sänger dementsprechend auf: „Lasst uns die Gläser heben!“ Weiter heißt es „Wir trinken Schnaps, rauchen, kiffen und verändern uns nicht.“ Es geht also gar nicht um Freundschaft, sondern ums Drogenkonsumieren. Protegiert wird diese Alkoholpropaganda übrigens von unseren GEZ-finanzierten Massenmedien.

Es gibt noch eine ganze Liste weiterer Alkoholsongs und da haben wir noch gar nicht all die Musikvideos berücksichtigt, in denen unterschwellig Alkohol angepriesen wird.

Lieder über Alkohol

Die Ärzte – Saufen
Dieter Thomas Kuhn – Die kleine Kneipe
DJ Ötzi – Gemma Biertrinken
Dr. Feelgood – Milk and Alcohol
Fettes Brot – Meh’ Bier
J.B.O. – Fränkisches Bier
Kesha – Tic Toc
Korpiklaani – Beer Beer
Millionaires – Alcohol
Nirvana – Alcohol
Oasis – Cigarettes and Alcohol
Otto Waalkes – Der Alkohol Song
Peter Kuhn – Es gibt kein Bier auf Hawaii
Die Schröders – Saufen
Springtoifel – Bierlied
T-Pain – Bartender

Zugedröhnte Stars am Musikhimmel

Als in den 1960ern die Parole „Sex, Drugs and Rock’n’Roll“ um die Welt ging, war das keineswegs nur so eine Phrase. Der Drogenkonsum einiger Rockstars ist geradezu legendär, darunter Marilyn Manson, dessen gesamtes Album „Mechanical Animals“ (1998) von Drogen handelt und dabei autobiografische Züge trägt. Zuweilen war Brian Warner dermaßen zugedröhnt, dass er die Veröffentlichungstermine für seine Alben nicht einhalten konnte. Die mit ihm befreundete Band Murderdolls propagierte indes den Drogenmissbrauch mit den Worten „I take Drugs and you should do!“ („Ich nehme Drogen und du solltest es auch tun!“)

Ein weiteres, eher unscheinbares Beispiel sind The Sisters of Mercy, die durch Titel wie „Amphetamine Logic“ und „Afterhours“ glänzen. Ersteres ist direkt nach einer Droge benannt, was keine Zweifel offen lässt. „Afterhours“ ist indes ein gutes Beispiel für unterschwellige Andeutungen, die meist nur von Konsumenten verstanden werden. „One more Night spent on your Mirror“ (“Eine weitere Nacht auf deinem Spiegel verbracht“) spielt darauf an, dass Kokain oft auf Spiegeln gezogen wird. Natürlich könnte man es auch auf der blanken Tischplatte ausstreuen, aber im Okkultismus dienen Spiegel und Drogen gleichermaßen als Hilfsmittel, um mit der Geisterwelt zu kommunizieren.

Koksspiegel

Es geht aber noch eine Spur subtiler. In Falcos „Mutter, der Mann mit dem Koks ist da“ geht es augenscheinlich um das Kohleprodukt, welches zum Heizen gedacht ist. Erst spät im Text heißt es dann: „Das schwarze Gold ist weiß geworden.“ Ebenso verräterisch ist die Zeile: „Man nehme eine einfache Rezeptur und aus Koks wird wieder Kohle.“ Damit ist gewiss nicht der Umkehrprozess in der Chemie gemeint, sondern der Verkauf von weißem Koks.

Die Liste der Drogenlieder ist extrem lang und kann daher von uns nur unvollständig wiedergegeben werden. Zudem muss eine einfache Nennung an dieser Stelle reichen, wobei keineswegs nur Rockbands betroffen sind.

allgemeine Drogenlieder

Adam Green – Drugs
BMX Bandits – Serious Drugs
The Broken Family Band – The Booze And The Drugs
The Clash – Drug-Stabbing Time
The Clash – Julie’s Been In The Drug Squad
Cockbirds – Take Drugs
Curtis Mayfield – Pusherman
Daniele Luttazi – Money For Dope
Dazerdoreal – Drug
Desert Sessions – Like a Drug
Eminem – My Dad Gones Crazy
Eminem – Drug Ballad
Eminem – These Drugs
Die fantastischen Vier – Tag am Meer
Hans Söllner – Drogen
Ian Dury & The Blockheads – Sex, Drugs & Rock’n’Roll
Jimi Hendrix – Purple Haze
Led Zeppelin – Sheep On Drugs
Marilyn Manson – Coma White
Marilyn Manson – Dope Hat
Marilyn Manson – I Don’t Like The Drugs (But The Drugs Like Me)
Marilyn Manson – The Dope Show
Masochist Chosen Few – More Drugs
Meyah Don – Psychoaktiv
Murderdolls – I Take Drugs
Monster Magnet – Dopes To Infinity
Morrissey – Interesting Drug
Necro – I need Drugs
Nine Inch Nails – The Perfect Drug
Oasis – Morning Glory
Pink – Just Like A Pill
Pink Floyd – Comfortably Numb
Public Enemy – Live And Undrugged Pt. 1 & 2
Red Hot Chili Peppers – Under The Bridge
Richard Ashcroft – If The Drugs Don’t Work
Queens Of The Stone Age – Feel Good Hit of the Summer
Steppenwolf – The Pusher
System of a Down – Drugs
Third Eye Blind – Semi-Charmed Life
Tool – Drugs
Underworld – Born Slippy
Weezer – We Are All On Drugs
White Rose Movement – Idiot Drugs

Lieder über Amphetamine

The Sisters of Mercy – Amphetamine Logic

Lieder über Crack

Babyshambles – Pipe Down
Desert Sessions – Polly Wants A Crack Rock
Adam Green – Crackhouse Blues
Moldy Peaches – Who’s Got The Crack
Television Personalities – All The Young Children On Crack

Lieder über Ecstasy

Cockbirds – (Gib mir ein) Teil
D12 – Purple Pills
The Jet Bumpers – My Girlfriend is a Techno Bitch
Katze – Das Geld, der Ruhm und die Mädchen
The Libertines – Hooligans On E
Linus Sonnenbach – Mürbe, Am Morgen
Pulp – Sorted for E’s and Wizz
The Shamen – Ebeneezer Goode
Die Toten Hosen – XTC

Lieder über Heroin

Beasts Of Bourbon – Chase The Dragon
Blur – Beetlebum
The Dandy Warhols – Not If You Were The Last Junkie On Earth
Guns N’ Roses – Mr. Brownstone
The Indelicates – Heroin
J.B.O. – Gimme Dope Joanna
Jesus & Mary Chain – Just Like Honey
The La’s – There She Goes
The Libertines – Can’t Stand Me Now
The Libertines – Horrorshow
The Libertines – Skag & Bone Man
The Lurkers – Heroin It’s All Over
Marianne Faithfull – Sister Morphine
The Only Ones – Another Girl, Another Planet
Iggy Pop – China Girl
Ramones – Chinese Rock
Rolling Stones – Brown Sugar
Rolling Stones – Gimme Shelter
Rolling Stones – Sister Morphine
Spiritualized – Cop Shoot Cop
The Stranglers – Golden Brown
Johnny Thunders & The Heartbreakers – Chinese Rocks
The Velvet Underground – Heroin
The Velvet Underground – I’m Waiting For My Man
The Velvet Underground – I Heard Her Call My Name
The Velvet Underground – Afterhours
The Velvet Underground – Oh Sweet Nuthin‘
Neil Young – The Needle And The Damage Done

Lieder über Ketamin

Ali Love – K Hole
Chemical Brothers – Lost In The K-Hole
NOFX – Kids Of The K-Hole
Placebo – Special K

Lieder über Kokain

Babyshambles – La Belle Et La Bete
Baxter Dury – Cocaine Man
The Clash – Koka Kola
Eric Clapton – Cocaine
Dillinger – Cocaine In My Brain
Falco – Mutter, der Mann mit dem Koks ist da
Hannes Wader – Kokain
The Killers – Uncle Jonny
The Libertines – Up The Bracket
The Libertines – What A Waster
Mondo Generator – Cocaine Rodeo
Oasis – Morning Glory
Pulp – Cocaine Socialism
The Sisters of Mercy – Afterhours
Spliff – Kokain
Die toten Hosen – Leise rieselt der Schnee

Lieder über LSD

Beatles – Lucy In The Sky With Diamonds
Ben Folds – Not The Same
Jefferson Airplane – White Rabbit
Public Enemy – LSD
Queens Of The Stone Age – Monsters In The Parasol

Lieder über Marihuana

1990s – Weed
Afroman – Because I Got High
Black Sabbath – Sweet Leaf
Bob Dylan – Rainy Day Woman
Bob Marley – Smoke Two Joints
Cracker – Like Being Stoned
Cypress Hill – Hits From The Bong
Fred Thomas + Kelly Jean Caldwell + Ben & Bruno – Roll another Joint
The Fugs – Marijuana
Die Goldenen Zitronen – Marihuana
Nikitaman – Mein Weed
Peter Tosh – Legalize it
Stefan Raab feat. Shaggy – Gebt das Hanf frei
Sublime – Smoke Two Joints
Tom Petty – you dont know how it feels (roll another joint)
The Vines – Dope Train
Weezer – Hash Pipe

Lieder über Methamphetamin (Meth)

Earthlings – Vegan Meth

Lieder über Opium

Dead Can Dance – Opium

Lieder über Peyote (Meskalin)

Jeff Buckley – Peyote Radio Theatre EP
Lacrimas Profundere – My Mescaline
Tricky – Peyote Sings

Lieder über Prozac

DJ Tomcraft – Prozac
Queens Of The Stone Age – Better Living Through Chemistry
Suffering And The Hideous Thieves – All My Friends Are On Prozac

Lieder über Rohypnol

The Prodigy – Baby’s Got Temper

Lieder über Speed

International Pony – My Mouth
Lou Reed – Caroline Says II
The Velvet Underground – White Light / White Heat

Zum Schluss bleibt noch die Frage, ob es überhaupt Lieder gibt, die auch nur ansatzweise auf die Gefahren des Drogenkonsums hinweisen? Erstaunlicherweise gibt es solche Beispiele ausgerechnet aus der Trance-Szene. Im Video zu „Too Many Times“ von Kai Tracid endet die Party für eine junge Ecstasy-Konsumentin im Krankenwagen.

Auch wir sagen an dieser Stelle klar und deutlich: Keine Macht den Drogen!

Die Drogen-Agenda – Betäube und herrsche!

von Joe Doe

Nach außen hin geben fast alle Staaten dieser Welt vor, Drogen zu bekämpfen. Darunter sogar ein Kokain-Hauptlieferant wie Kolumbien, dessen Drogenmafiosi teils im Parlament sitzen, aber auch die USA, deren Geheimdienst CIA sich zum größten Drogenkartell des Planeten entwickelt hat. Auf schwarzen CIA-Flügen gelangt Kokain aus Lateinamerika ins Land und in Afghanistan ging es nicht etwa um Öl, sondern um Opium. Der gesamte Kampf gegen die Drogen ist eine reine PR-Kampagne für die tumben Massen.

Auf der einen Seite geht es beim verdeckten Drogenhandel natürlich darum, die suchtanfälligen Teile der Bevölkerung zu kontrollieren. Wenn die Kinder vom Bahnhof Zoo nur noch den nächsten Schuss im Sinn haben oder auf den Schulhöfen an jeder Ecke gekifft wird, sinkt das Interesse am Unterrichtsstoff und an politischen Themen sowieso. Auf diese Weise erhält man eine zugedröhnte Unterschicht, die bildungsfern und unpolitisch keinerlei Gefahr mehr für die Interessen der herrschenden Elite darstellt.

Die Drogen-Agenda ist aber keineswegs darauf beschränkt. Viele Vertreter der reichen Elite greifen selbst zu harten Drogen wie Kokain. Man denke nur an die Eskapaden des TV-Moderators Michel Friedman (CDU) und diverse andere Ausfälle von Politikern, Finanzhaien und Entertainern. Der Film „Wolf of Wallstreet“ schildert den Drogenkonsum der oberen 10% sehr anschaulich. In der Tat sind die Vertreter der reichen Oberschicht sogar die Hauptabnehmer für harte Drogen und nicht das Lumpenproletariat. Immerhin sind Drogen teuer und die Reichen können es sich leisten.

Neben dem reinen Partykonsum kommt bei einigen führenden Persönlichkeiten ein ritueller Aspekt hinzu. In der Hochgradfreimaurerei sowie diversen okkulten und satanistischen Bruderschaften dienen Drogen zur Kommunikation mit der geistigen Welt. Ob es sich dabei nur um Halluzinationen handelt oder diverse Drogen die Wahrnehmung tatsächlich erweitern, soll uns an dieser Stelle nicht weiter interessieren. Fakt ist, dass Satanisten wie Aleister Crowley zu den größten Drogenwracks der Menschheitsgeschichte gehören.

Während nun einige Vertreter der Elite, die sich gern als Christen ausgeben, nach außen einen Kampf gegen Drogen führen, gibt es einige, die zumindest weiche Drogen durchaus legalisieren wollen. In Sachen Marihuana gibt es dabei schon einige Fortschritte. In Ländern wie den Niederlanden und Uruguay ist Hanf schon seit einiger Zeit frei zu erwerben. In den USA ist die Pflanze inzwischen in Colorado, Oregon und Alaska legalisiert worden, in weiteren Bundesstaaten ist immerhin der medizinische Konsum erlaubt.

Hanf

Doch ist die Freigabe von Hanf wirklich ein Problem? Immerhin handelt es sich um eine weiche Droge, die auch als Schmerzmittel Verwendung findet. Was Letzteres angeht, ist der natürliche Wirkstoff THC sogar diversen Fresschemikalien der Pharmaindustrie vorzuziehen. Die Legalisierung von Marihuana ist daher keineswegs so skandalös, wie einige Fundamentalisten es darstellen.

Im Gegenteil wird dem illegalen Drogenmarkt und damit dem organisierten Verbrechen eine wichtige Basis entzogen. Warum teures uns obendrein gestrecktes Gras bei irgendwelchen Gangstern kaufen, wenn es im Coffeeshop viel billiger zu haben ist? Außerdem wäre Marihuana nach der Legalisierung keine Einstiegsdroge mehr. Das ist es bisher nämlich nur, weil es von denselben Leuten verkauft wird, die in der Folge auch härtere Sachen anbieten.

Interessant ist auch, warum Hanf verboten wurde. Dafür gab es nämlich dreierlei Gründe und keiner davon hat mit einer tatsächlichen Gefährdung zu tun. Zum einen waren dies die kirchliche Moral und natürlich die konkurrierende Tabakindustrie. Der Hauptgrund war jedoch der Druck, den die Baumwollindustrie auf die Politik ausübte. Hanf ist nämlich nicht nur eine Droge, sondern eine schnell nachwachsende Nutzplatze, die sich zu Stoffen und Papier verarbeiten lässt. Übrigens wird bei der Verbrennung selbiger niemand high, denn die Stoffe werden aus männlichen Pflanzen gewonnen. Das berauschende THC kommt indes fast ausschließlich in weiblichen Pflanzen vor.

Nutzpflanze Hanf

Was das THC (Tetrahydrocannabinol) angeht, so ist selbstverständlich von einem übermäßigen Konsum abzuraten. Gleiches gilt jedoch ebenso für Alkohol, der vollkommen legal ist. Aus diesem Grund ist auch das Argument, eine Legalisierung von Hanf wäre eine Gefahr für den Straßenverkehr, an den Haaren herbeigezogen. Im Falle einer Freigabe wäre Autofahren im bekifften Zustand genauso strafbar wie Trunkenheit am Steuer. Dabei lassen sich schon jetzt mehr Unfälle auf Alkoholkonsum zurückführen. Nicht zu vergessen die Todesfälle durch Komasaufen und dennoch schreit niemand nach der Prohibition.

Halten wir also fest, dass die Legalisierung von Gras nicht schlimmer wäre als die von Alkohol. Und wer würde schon den Deutschen das Bier oder den Franzosen den Wein wegnehmen wollen? Bedenklich ist einzig und allein die Propagierung von Marihuana UND Alkohol in Filmen sowie Musikvideos. Die Stars dienen gerade Heranwachsenden als Vorbilder und wenn diese sich vor laufender Kamera hemmungslos besaufen und bekiffen, stellt dies ohne Frage einen negativen Einfluss dar, welcher als Teil der Drogen-Agenda betrachtet werden muss. Dem entgegen wirken Kampagnen wie „Alkohol? Kenn dein Limit.“

Bei härteren Drogen ist indes nicht nur die Propagierung bedenklich. Kokain, Heroin, Ecstasy, LSD, Crystal Meth und Co. gehören definitiv verboten und bekämpft. Zum einen, weil sie viel krasser wirken und sowohl die körperliche als auch geistige Gesundheit zerstören, zum anderen, weil sie weitaus schneller abhängig machen. Die Legalisierung von weichen Drogen wie Marihuana könnte dabei kurioserweise sogar hilfreich sein, weil sich dadurch eine günstige Alternative zu den harten Stoffen eröffnet.

Für die Legalisierung von Hanf treten in Deutschland u.a. Teile der Grünen und der Linkspartei ein. Die Legalisierung von harten Drogen fordert dagegen niemand ernsthaft. Übrigens nicht einmal die Konsumenten aus dem politischen Establishment, denn die wollen der Drogenmafia und CIA nicht das Geschäft vermiesen.

Einen großen Eklat gab es dann aber doch 2011 um einen Bundesparteitag der Linkspartei. Noch am selben Tag ging ein Aufschrei durch die Massenmedien, DIE LINKE wolle alle Drogen legalisieren. Letztendlich stellte sich das ganze Theater jedoch als Werk von Einzelnen Querköpfen heraus. DIE LINKE beschloss letztendlich keine generelle Freigabe, sondern lediglich ein Konzept für eine kontrollierte Abgabe harter Drogen an ohnehin schon süchtige Personen.

Hintergrund ist die Beschaffungskriminalität durch die Betroffenen. Diese kommen so oder so an den Stoff, aber beim Dealer kostet der nun mal eine ganze Stange Geld. Da Junkies aufgrund ihres Zustands meist arbeitsunfähig sind, verdienen sie sich ihr Geld entweder durch Selbstprostitution oder stehlen es kurzerhand. Durch eine kontrollierte Abgabe würde dieser Beschaffungskriminalität entgegen gewirkt und obendrein würde es den Geschäften der Drogenmafia schaden. Hinzu kommt, dass bei den Abgabestellen eine Beratung der Betroffenen für Ausstieg und Entzug möglich wäre.

Wenn man genauer darüber nachdenkt, klingt das alles plötzlich gar nicht mehr so absurd. Nur würden sich sachliche Artikel weit weniger gut verkaufen als Skandalschlagzeilen, zumal wenn es gegen DIE LINKE geht. Immerhin profitieren die Herrschenden vom illegalen Drogengeschäft und wo kämen wir denn mit einer kontrollierten Abgabe hin? Die Drogen-Agenda findet größtenteils im Verborgenen statt. Die Propagierung von Alkohol, Zigaretten und Hanf ist nur die sichtbare Spitze eines weitaus größeren Eisbergs. Und die Titanic ist nicht gesunken, weil sie die Spitze des Eisbergs gerammt hat.

Der Fliegenpilz – Ein Ticket ins Wunderland

von Joe Doe

Der Fliegenpilz gehört mit seiner roten Kappe und den weißen Punkten zu den auffälligsten Pilzsorten. Seine Signalfarbe deutet bereits auf seine Giftigkeit hin, die allerdings von Region zu Region variieren kann. In Japan und Sibirien steht der Fliegenpilz z.B. auf der Speisekarte, während der Verzehr in Westeuropa durchaus tödlich enden kann.

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Der Hauptgrund für den Verzehr von Fliegenpilzen ist deren berauschende Wirkung, die bis zur Ekstase reicht. Der Konsum durch Schamanen ist u.a. bei den sibirischen Völkern der Wogulen, Ostjaken und Kamtschadalen belegbar. Bei Letzteren ist neben dem schamanischen auch der hedonistische Gebrauch üblich. Die Verwendung als Glückssymbol gewinnt angesichts dessen eine völlig neue Bedeutung.

Zuweilen kommt es allerdings vor, dass nicht direkt der Fliegenpilz konsumiert wird, sondern der Urin des Schamanen. Das hat nichts mit Natursektfetischismus zu tun, sondern damit, dass der Wirkstoff Ibotensäure bei der Verdauung zu Muscimol abgebaut wird. Muscimol ist weniger giftig, hat dabei aber eine größere Rauschwirkung. Durch das Trinken des Urins können also unangenehme Wirkungen wie Magenkrämpfe und Brechreiz umgangen werden.

Diese leicht abartige Praxis findet sich interessanterweise in Lewis Carrolls (1832-1898) Werk „Alice im Wunderland“ wieder. Nachdem Alice dem weißen Kaninchen gefolgt und in dessen Bau gefallen ist, findet sie dort ein Stück Kuchen mit der Aufschrift „Iss mich!“ und ein Getränk mit dem Hinweis „Trink mich!“. Als sie den Aufforderungen nachkommt, beginnt sie wahlweise zu wachsen und zu schrumpfen. Eigentlich verändert sich jedoch nur ihre Größenwahrnehmung infolge des Drogenkonsums. Der Kuchen ist offensichtlich der Pilz und das Getränk der Urin. In einer späteren Szene, in der die weiße Königin einen Zaubertrank braut, um Alice’ Größe anzupassen, erwähnt diese Urin sogar namentlich als Zutat.

Der Pilz taucht ebenfalls später in seiner reinen Form auf. Auf ihm sitzt eine Raupe, die eine Haschischpfeife raucht, was noch einmal auf die Bedeutung des Pilzes als Droge hinweist. Überhaupt scheint „Alice im Wunderland“ ein knallbunter Drogentrip zu sein. Verachtenswerterweise sind sowohl die Romanvorlage als auch die Verfilmungen für Kinder gedacht. Denen sollte man lieber ein vernünftiges Buch über Pilze in die Hand geben, damit sie den Unterschied zwischen Speise- und Giftpilzen lernen.

Drogen KiKa

Der Fliegenpilz ist selbstverständlich nicht der einzige Pilz mit halluzinogenen Eigenschaften. Es gibt zusätzlich eine ganze Reihe psilocybinhaltiger Pilze, so genannte Magic Mushrooms. Am beliebtesten ist die Sorte der Spitzkegeligen Kahlköpfe, deren Gattung über 180 Arten umfasst. Die psychoaktiven Inhaltsstoffe Psilocybin und Psilocin wirken ähnlich wie LSD, haben jedoch eine kürzere Wirkungsdauer. LSD wird, nebenbei bemerkt, ebenfalls aus einem Pilz gewonnen – dem Getreidepilz Mutterkorn.

Spitzkegeliger Kahlkopf

Die rituelle Anwendung von psychoaktiven Pilzen ist aus vielen Kulturen weltweit bekannt und kann teilweise auf eine Zeit vor bis zu 5.000 Jahren v.Z. zurück datiert werden. Am weitesten verbreitet war der Pilzkult in Lateinamerika, wo die die ältesten Steinfiguren von Pilzen auf ein Alter von 1.000 bis 500 v.Z. datiert werden konnten.

Pilzskulpturen

Die Azteken bezeichneten den Magic Mushroom als „Teonanacatl“, was frei übersetzt so viel wie „Fleisch der Götter“ heißt. Durch den Verzehr des heiligen Pilzes konnten sie mit ihren herbei halluzinierten Göttern kommunizieren. Erstaunlicherweise findet sich in der katholischen Kirche ein vergleichbares Ritual. Im Christentum nimmt der Leib Christi die Rolle des Fleisches der Götter ein. Auf einigen zeitgenössischen Darstellungen lassen sich sogar einige Ähnlichkeiten des Christkindes mit einem Fliegenpilz erkennen.

Pilzjesus

Heutzutage werden in den Kirchen natürlich keine lustigen Pilze mehr gereicht, doch die runde Oblate erinnert immer noch an den Pilzhut.

Pilze knabbern

Ein weiterer Pilzhut findet sich direkt auf dem Schädel des Pfaffenhäuptlings.

Lord Fliegenpilz

Homöopathie – Placebos für Esoteriker

von Joe Doe

Viele Menschen schwören auf Homöopathie, doch die wenigsten wissen, was das überhaupt ist. Der Begriff wurde Ende des 18. Jahrhunderts geprägt und leitet sich aus den griechischen Wörtern „hómoios“ (gleich, ähnlich) und „páthos“ (Leid, Schmerz) ab, was frei übersetzt „ähnliches Leiden“ bedeutet. Dies bezieht sich auf die Grundannahme, dass Krankheiten durch Medikamente geheilt werden können, die ähnliche Symptome auslösen – das so genannte Ähnlichkeitsprinzip.

Folgt man dieser Logik, müsste man bei Durchfallerkrankungen wie Cholera oder Salmonellen zur Genesung Abführmittel schlucken. Das ist selbstverständlich vollkommener Unsinn, wobei aber berücksichtigt werden muss, dass man Ende des 18. Jahrhunderts noch nichts von Viren wusste und auch keine Antibiotika kannte. Die Homöopathie kann daher als Relikt aus einer vergangenen Epoche angesehen werden, welches durch neue wissenschaftliche Erkenntnisse widerlegt wurde.

Ausgedacht hat sich diesen Quatsch der Arzt Samuel Hahnemann (1755-1843), der seine dahingehenden medizinischen Vorstellungen ab 1796 veröffentlichte. Zu seinen Patienten zählten vor allem wohlhabende Bürger und Adelige, die zuweilen trotz Hahnemanns Bemühungen den Tod fanden. An etwas zu sterben bedeutet in der Regel, dass das Betreffende nicht allzu gut sein kann. Esoterische Quacksalberei war jedoch zur damaligen Zeit beliebt, da sie schnelle Heilung ohne größere Eingriffe versprach. Hahnemann genoss daher hohes Ansehen und wurde 1817 während seines Aufenthaltes in Leipzig sogar in die dortige Freimaurerloge „Minerva zu den drei Palmen“ aufgenommen.

Neben dem Ähnlichkeitsprinzip, aufgrund dessen durch Hahnemann völlig falsche Medikamente verabreicht wurden, entwickelte dieser zudem ein Verfahren der Potenzierung. Dabei verdünnte er Medikamente in einem Verhältnis von 1:10 bis 1:100 mit Wasser oder Alkohol oder verrührte sie mit Milchzucker. Angesichts der Giftigkeit einiger Medikamente aus Hahnemanns Repertoire war das wohl auch besser so. Allerdings vermischte er seine Wundermittel nicht aus diesem Grund, sondern weil er glaubte, dadurch ihre Wirkung potenzieren zu können.

Das ist der nächste Punkt, warum Homöopathie nichts mit Wissenschaft zu tun hat, sondern reiner Unfug ist. Jedes Kind weiß, dass Substanzen umso mehr in ihrer Wirkung nachlassen, je mehr man sie verdünnt. Verdünnte Säure ätzt z.B. weniger als konzentrierte. Gifte können ebenso durch Verdünnung in ihrer Wirkung gebremst werden, wodurch sie überhaupt erst medizinisch anwendbar werden. Bestimmte natürliche Gifte können nämlich in geringen Dosen durchaus heilen, während sie in konzentrierter Form absolut tödlich wären.

Ginge es jedoch nach Hahnemann, könnte man z.B. bedenkenlos pures Zyanid trinken, während es extrem verdünnt tödlich wäre. Wer das glaubt, kann es ja gerne mal ausprobieren. Glücklicherweise behandelte der Quacksalber Hahnemann niemanden mit konzentrierten Giften, weshalb sein Irrglaube eventuell sogar Leben gerettet hat. Im Umkehrschluss zeigten allerdings auch die verdünnten Medikamente, die tatsächlich hilfreich gewesen wären, wenig Wirkung.

Auf Hahnemanns Medikamentenpalette standen übrigens mitnichten nur natürliche Heilmittel. Er benutzte auch toxische Chemikalien wie Quecksilberoxid. Die Gleichsetzung von Homöopathie mit Naturheilkunde ist einer der größten Irrtümer unserer Zeit, dem auch Pharmakonzerne erliegen. So hört man z.B. in vielen Medikamenten-Werbespots den Satz: „Mit der homöopathischen Wirkung von…“, was dann mit diversen Pflanzenauszügen ergänzt wird. Da viele Menschen an die Homöopathie glauben, wird mit solchen Slogans der Absatz der betreffenden Produkte gesteigert.

Diese Marketingstrategie ist schuld daran, dass die Naturheilkunde zunehmend in Verruf gerät. Dabei ist die heilende Wirkung vieler Pflanzen wissenschaftlich belegt. Zudem haben die meisten natürlichen Heilmittel im Gegensatz zur Fresschemie der Pharmaindustrie kaum oder gar keine Nebenwirkungen, wenngleich es dennoch geboten ist, auf die Dosis zu achten. Es ist also nichts Schlechtes an der Naturheilkunde. Nur handelt es sich dabei verdammt noch mal nicht um Homöopathie!

Tatsächlich wird die Homöopathie nur aufgrund dieser Verwechslung von so vielen Menschen unterstützt. Die inflationäre Verwendung des Begriffes ist aber nicht nur schädlich für den Ruf alternativer Heilmethoden, sondern fördert auf der anderen Seite auch esoterische Quacksalberei wie die Neue Germanische Medizin. Während also auf der einen Seite Patienten, die Homöopathie ablehnen, das Vertrauen in natürliche Heilmittel verlieren, entwickeln auf der anderen Seite die Anhänger von Hahnemanns Irrlehre ein gefährliches Vertrauen gegenüber Wunderheilern. Beides ist nicht gerade gesundheitsfördernd.

Die Unwirksamkeit der Homöopathie musste derweil schon Hahnemann selbst erkennen, als er mit chronischen Krankheiten konfrontiert wurde. Diese wollten einfach nicht verschwinden, sodass er ihnen ein Ur-Übel zugrunde legte. Dies war die Geburtsstunde der Miasmatheorie. Im 19. und 20. Jahrhundert konnten chronische Krankheiten schließlich auf Infektionen sowie genetische Ursachen zurückgeführt werden, womit die Miasmatheorie widerlegt wurde.

Nichtsdestotrotz ist die Homöopathie bis heute in der ganzen Welt verbreitet. Rund 17% des weltweiten medizinischen Personals besteht aus Homöopathen. Das globale Geschäft mit homöopathischen Heilmitteln wird auf einen jährlichen Umsatz von ca. 2 Milliarden Euro geschätzt. Es dürfte nicht verwundern, dass angesichts solcher Zahlen die Irrlehre von einer starken Lobbygruppe unterstützt wird.

Eine der stärksten Lobbygruppen sind die Anthroposophen. Rudolph Steiners geistige Erben überschwemmen den Markt geradezu mit unwissenschaftlichen Gesundheitsbüchern, die Homöopathie und anderen Blödsinn anpreisen. Als Beispiel sei hier „Besser Leben durch Selbstregulation“ aus der Feder des Anthroposophen-Arztes Dr. med. Frank Meyer erwähnt. Darin heißt es unter anderem:

„Atheismus, so Steiner in einem Vortrag am 16. Oktober 1916, mache krank, und zwar in einem wirklichen, echten, physisch-leiblichen Sinne.“ Um dies zu untermauern, wird eine Statistik von Prof. Grossarth-Maticek herangezogen, der zufolge 86,8 % der religiösen Testpersonen bis zum 75. Lebensjahr gesund waren, während es bei einer atheistischen Kontrollgruppe nur 8,6 % waren.

Solche Studien sind jedoch schon allein deshalb nicht repräsentativ, weil Atheisten sowohl global als auch in den meisten europäischen Staaten eine Minderheit darstellen. Zudem lässt die Studie völlig außer Acht, wie sich die Testpersonen ernährten, wie viel Sport sie trieben, wie viel Stress sie ausgesetzt waren, welcher Arbeit sie nachgingen und welcher Einkommensstufe sie angehörten. Es gibt nämlich durchaus zahlreiche Atheisten, die noch mit 85 kerngesund sind, während auch tiefgläubige Menschen schon mit 40 an Krebs sterben können.

Derartig anthroposophischer Unsinn ist eine prima Ergänzung der Homöopathie und dementsprechend findet sich in der Buchhandlung beides im selben Regal. Ebenso fällt auf, dass die Anthroposophen eine starke Verbindung zur Freimaurerei haben, der ja bekanntlich auch Samuel Hahnemann angehörte. Zusammen bilden Anthroposophen und Homöopathen eine esoterische Front gegen die wissenschaftliche Vernunft.

Erfolge in der Behandlung sind dabei eher auf die als Homöopathie verkaufte Naturmedizin zurückzuführen. Darüber hinaus lässt sich lediglich ein gewisser Placebo-Effekt nicht abstreiten. Placebos helfen jedoch nur bei leichten Erkrankungen, da der reine Glaube einen positiven Effekt auf das Immunsystem hat. Da es sich um einen psychologischen Effekt handelt, sind Placebos auch bei psychosomatischen Leiden durchaus hilfreich. Des Weiteren zeigt sich der psychologische Faktor auch darin, dass sich viele Homöopathen bewusst viel Zeit für ihre Patienten nehmen, wohingegen dies bei Ärzten leider oft zu kurz kommt, da Beratungsgespräche von den Kassen unzureichend übernommen werden. Daher berichten viele Patienten, sich bei Homöopathen wohler zu fühlen. Dies sagt jedoch nichts über die Wirksamkeit der Homöopathie an sich aus.

Gefährlich wird es dann bei schweren Infektionskrankheiten wie z.B. Tuberkulose. Wer dabei auf Homöopathie setzt, spielt mit seinem Leben. Ebenso ist die Anwendung der Homöopathie bei unheilbaren Infektionen wie HIV keine Lösung. Entsprechende Mittel steigern höchstens das seelische Wohlbefinden, aber wirken nicht heilend, da sie den Virus nicht angreifen. Im Zweifelsfall sollten Patienten daher stets einen richtigen Arzt aufsuchen und sich auf wissenschaftlicher Basis beraten lassen.

Sicherlich ist auch die, von Homöopathen abfällig als „Schulmedizin“ bezeichnete, etablierte Medizin nicht der Weisheit letzter Schluss. Gerade in Zeiten von multiresistenten Krankenhauskeimen, die jährlich zehntausende Menschen töten, muss vieles neu überdacht werden. Dennoch hat die etablierte Medizin schon viel geleistet und sich dank neuster Technologien erheblich weiterentwickelt. Unzählige Leben konnten durch sie gerettet und verlängert werden. Zudem hat sich die etablierte Medizin längst gegenüber der Naturheilkunde und fernöstlichen Behandlungsmethoden wie Akupunktur geöffnet.

Der größte Kritikpunkt am aktuellen Gesundheitssystem ist seine kapitalistische Ausrichtung. Massenabfertigung, Ärztepfusch, mangelnde Pflege und der Umgang mit Patienten wie mit einem Stück Fleisch sind Symptome der Profitmaximierung. Um Profit geht es allerdings auch in der Homöopathie. Eine Rückbesinnung auf den hippokratischen Eid ist daher in jedem Falle die einzige Lösung, damit das Gesundheitswesen in Zukunft wieder den Patienten und nicht den Aktionären dient.