YouTube-Empfehlung

Seit Mitte 2018 gibt es einen neuen YouTube-Kanal, der im Januar 2019 damit begonnen hat, Videos über die Wirkmechanismen des Kapitalismus hochzuladen. „Willkommen im Neoliberalismus“ erklärt die Zusammenhänge zwischen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft so, dass es wirklich jeder verstehen kann. Wem Marx‘ „Das Kapital“ zu trocken und anstrengend ist, sollte es mit diesen Videos versuchen.

Zunächst einmal erklärt „Willkommen im Neoliberalismus“ den Unterschied zwischen Links und Rechts. Woher kommen die Begriffe eigentlich und wofür stehen sie?

Der Grund, warum die meisten Menschen ein völlig falsches Bild davon haben und der Illusion einer ausgewogenen Mitte anhängen, die eigentlich rechts und menschenfeindlich ist, sind die 10 Methoden der Manipulation. Diese wurden unlängst vom Kapitalismuskritiker Noam Chomsky aufgedeckt. Ein wirklich sehenswerter Beitrag, der die Grundlage dafür ist, sich aus den Fängen der neoliberalen Propaganda zu befreien.

Manipuliert werden wir aktuell vor allem von Rechtspopulisten – teils unwissentlich, oft aber auch wissentlich im Auftrag der Neoliberalisten. Im folgenden Video wird auf etwas satirische Weise erklärt, wie das Feindbild Islam aufgebaut wird, um von den wirklichen Feinden der Menschheit abzulenken.

Schlussendlich geht „Willkommen im Neoliberalismus“ auf aktuelle politische Entwicklungen ein, die von den Massenmedien ignoriert oder falsch dargestellt werden. Dabei werden alle Hintergründe aufgedeckt, die uns von den systemtreuen Medien absichtlich vorenthalten werden. Ein Musterbeispiel sind die Proteste in Chile, bei denen es um weit mehr als die Erhöhung der Ticketpreise des ÖPNV geht.

Die Mont Pèlerin Society – Die Geburt des Neoliberalismus

von Anton Nymous

Die Mont Pèlerin Society wurde 1947 von Friedrich August von Hayek (1899-1992) gegründet. Diesen Namen sollte sich jeder gut merken, denn Hayek war so etwas wie der Messias des Neoliberalismus. Er entstammte einer wohlhabenden Familie des Militär- und Beamtenadels, gehörte also von Geburt an zur gesellschaftlichen Elite. Ironischerweise war er in seinen Jugendjahren Anhänger des fabianischen Sozialismus.

Man sollte aus dieser Verbindung jedoch nicht ableiten, dass der Neoliberalismus eine sozialistische Idee sei. Im Gegenteil gibt es keine antisozialere Ideologie als den Neoliberalismus. Er ist nichts Geringeres als die Vollendung der Klassengesellschaft und hat die Menschheit erfolgreich in eine überschaubare, stinkreiche Elite auf der einen sowie rund 8 Milliarden Arbeitssklaven auf der anderen Seite gespalten. Aktuell besitzen die 8 reichsten Männer der Welt so viel wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung. Nichts könnte weiter vom Sozialismus entfernt sein!

Das gilt auch für die Fabian Society, deren führende Vertreter längst zum Neoliberalismus konvertiert sind. Sofern sie überhaupt je Sozialisten waren und sich nicht nur dieses Etikett angeklebt haben, um ihre Wähler gezielt zu täuschen. Hayek hatte ebenfalls rein gar nichts mit dem Sozialismus am Hut und lehnte jeden sozialen Fortschritt strikt ab. Lediglich die Methoden der Fabian Society hat er verinnerlicht und in seine Mont Pèlerin Society übernommen.

Die Zermürbung der Arbeiterklasse findet jeden Tag an Fließbändern und in Großraumbüros statt. Es bleibt kaum noch Zeit für die Familie und die Löhne reichen kaum noch aus, um die ständig steigenden Mieten zu bezahlen. Die Arbeiter sind im Kapitalismus nur dazu da, den Profit der reichen Eliten weiter zu maximieren. Deren Ziel ist es, einfach alles zu besitzen. Alles Geld, alle Ressourcen, alle Länder, die gesamte scheiß Wirklichkeit! Für den Rest der Menschheit bleibt da nichts übrig und so sterben jeden Tag zehntausende Menschen an Hunger, Durst, mangelnder medizinischer Versorgung und natürlich an Kriegen, die für Ressourcen geführt werden.

Das ist die neoliberale Realität auf diesem Planet! Doch die aktuelle Situation geht den Neoliberalisten nicht weit genug. Sie wollen zurück ins 19. Jahrhundert, wo es noch keine Arbeitsschutzvorschriften, Umweltauflagen oder dergleichen gab. Das Hauptziel der Mont Pèlerin Society ist daher die Propagierung und Durchsetzung marktradikaler Forderungen. Weg mit dem Mindestlohn, weg mit der Begrenzung der Arbeitszeit auf eine 40-Stundenwoche, weg mit der paritätischen Finanzierung von gesetzlicher Krankenkasse und Rente.

Woher kommt einem das nur bekannt vor? Ach ja, richtig, all das findet sich bei den treibenden Kräften des aktuellen Rechtsrucks wieder. So hat in Österreich die Koalition aus ÖVP und FPÖ die 40-Stundenwoche aufgehoben und auf 60 Stunden erhöht. In Deutschland forderte derweil Jörg Meuthen auf dem Bundesparteitag der AfD 2018 die Abschaffung der gesetzlichen Rente und wollte die Arbeiter „in eine frei gewählte Form der Altersvorsorge entlassen“, was nichts anderes bedeutet als sie der Altersarmut preiszugeben.

AfD, da war doch auch etwas? Ach ja richtig, führende Rechtspopulisten wie die ehemalige Goldman Sachs Mitarbeiterin Alice Weidel, der Investmentmanager und Vermögensberater Peter Boehringer sowie die adelige Beatrix von Storch – alle AfD-Bundestagsabgeordnete – sind Mitglieder der Hayek-Gesellschaft. Diese ist nicht zufällig nach dem Gründer der Mont Pèlerin Society benannt, so viel ist schon mal sicher.

Ebenfalls in der Hayek-Gesellschaft vertreten sind die ehemaligen AfD-Mitglieder Joachim Starbatty, der außerdem Vorsitzender des neoliberalen Think Tanks Aktionsgemeinschaft soziale Marktwirtschaft war, und Hans-Olaf Henkel, ehemaliger Berater der Bank of America, Manager bei IBM und im Aufsichtsrat von Konzernen wie Bayer, Continental, Daimler uvm. vertreten. Wie die meisten AfD-Mitglieder kamen sie zudem aus der CDU bzw. haben die FDP unterstützt.

Die neoliberale FDP ist selbstverständlich ebenfalls in der Hayek-Gesellschaft präsent, u.a. mit Marie-Christine Ostermann, Bundesvorsitzende des Verbandes Die Jungen Unternehmer. Hinter den Kulissen arbeitet die FDP also schon längst mit der AfD zusammen, was die Wahl Kemmerichs zum Thüringer Ministerpräsidenten am 5. Februar 2020 mit den Stimmen der Rechtspopulisten in einem völlig neuen Licht erscheinen lässt.

Quelle

Im Kuratorium der Hayek-Gesellschaft sitzt weiterhin Edzard Schmidt-Jortzig, der 1996 bis 1998 Bundesjustizminister war. Die Frage, warum viele Wirtschaftsverbrecher straffrei ausgehen oder höchstens milde Strafen erhalten, erübrigt sich. Und wo wir schon mal dabei sind, erhielt der vorbestrafte adelige FDP-Politiker Otto Graf Lambsdorff (1926-2009) die Hayek-Medaille. Diese Auszeichnung scheint es für besondere Korruption zu geben, denn 1987 wurde Lambsdorff im Zuge der Flick-Affäre wegen Steuerhinterziehung verurteilt. Aber Steuern wollen die Libertären ja ohnehin abschaffen, zumindest für Reiche und Unternehmen.

Quelle

Lambsdorff war weiterhin von 1995 bis 2006 Vorstandsvorsitzender der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung. Diese Stiftung vertritt weltweit neoliberale Interessen und beteiligt sich dafür auch schon mal an inszenierten Staatsstreichen wie in Venezuela, um sozialistische Regierungen zu stürzen und durch neoliberale Marionetten zu ersetzen. Im Beirat der Naumann-Stiftung saß von 1965-1970 übrigens kein geringerer als Friedrich August von Hayek höchstpersönlich! Der Kreis schließt sich.

Ein weiterer Kreis kann auch zur rechtspopulistischen FPÖ geschlossen werden, die unlängst neoliberalen Projekten wie dem Freihandelsabkommen CETA zugestimmt hat. Die FPÖ-Politikerin Barbara Kolm ist nicht nur Mitglied der Hayek-Gesellschaft, sondern auch Leiterin des Friedrich A. v. Hayek Instituts und Mitglied in Hayeks Mont Pèlerin Society. Sie zieht damit wirklich alle Register des Neoliberalismus.

Wie sehr solchen Lobbyisten das Wohl der Menschen am Herzen liegt, konnte man bei Barbara Kolm im März 2018 sehen. Damals wurde sie von der FPÖ als Expertin im Gesundheitsausschuss des Parlaments nominiert, wo sie sich für die Aufhebung des Rauchverbots in der Gastronomie aussprach. Natürlich nicht, weil das Rauchen gesund wäre, sondern weil das von Kolm geführte Austrian Economics Center mehrere Spenden aus der Tabakindustrie erhalten hatte, darunter von Japan Tabacco International und British American Tabacco.

Quelle

Mit dem Aufstieg des Rechtspopulismus ist Hayeks feuchter Traum wahr geworden. Die Sklaven wählen ihre eigene Knechtschaft. Sie verzichten freiwillig auf faire Löhne, Freizeit und sogar ihre Rente, Hauptsache die Neoliberalen unternehmen etwas gegen die Flüchtlinge. Flüchtlinge wohlbemerkt, die der Neoliberalismus selbst erst durch seine Kriege und die Ausbeutung der eigentlich ressourcenreichen Länder des globalen Südens geschaffen hat.

Nicht die Flüchtlinge sind der Feind! Die Neoliberalisten sind der gemeinsame Feind sowohl der Menschen der geplünderten südlichen als auch der ausgebeuteten Arbeiterschaft der nördlichen Hemisphäre. Alle Entrechteten und Geknechteten sollten sich eigentlich Marx‘ Leitspruch zu eigen machen: „Proletarier aller Länder vereinigt euch!“

Leider haben es die Neoliberalisten durch geschickte Propaganda geschafft, die Proletarier aller Länder gegeneinander aufzuhetzen und jede linke Idee im Keim zu ersticken. Letzteres ist teilweise auch dem Verrat von Sozialdemokraten und Sozialisten zu verdanken, die sich kaufen lassen haben. Stichwort: Fabian Society, für die sich Hayek wohl nicht umsonst begeisterte. Konterrevolutionäre Logenbrüder wie Stalin haben schlussendlich ihr Übriges getan, um die Selbstbefreiung der Arbeiterklasse ins Gegenteil zu verkehren. Punktsieg für die Neoliberalisten!

Sich selbst verkaufen die Kapitalisten derweil als Verteidiger der Freiheit. Das allgemein propagierte Bild des „freien Westen“ geht dabei maßgeblich auf den US-Wirtschaftswissenschaftler Milton Friedman (1912-2006) zurück, dessen 1962 erschienenes Buch „Kapitalismus und Freiheit“ schnell zum Bestseller avancierte. Seine Werke werden auch immer wieder unterschwellig in Hollywood-Filmen beworben. Im fabianischen Zermürbungssinne: Steter Tropfen höhlt den Kopf!

Friedmans wahre Ideologie wurde unterdessen bei seinen Äußerungen über den Sozialstaat deutlich. Ihm zufolge sei der Wohlfahrtsstaat ein Betrug an den Leuten, die arbeiten und Steuern zahlen, da der Staat anderer Leute Geld für andere ausgebe. Mit anderen Worten: Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen! Oder krasser ausgedrückt: Lasst die Arbeitslosen doch verrecken!

Folgerichtig treten die Neoliberalen für die Privatisierung von schlichtweg allem ein. Krankenhäuser, Schulen, Infrastruktur, sogar Polizei und Militär, sollen dem Markt zugeführt werden. Dem geht es natürlich nicht darum, die Menschen bedarfsgerecht zu versorgen, sondern maximalen Profit zu erwirtschaften.

Das sieht man bereits deutlich bei der Privatisierung öffentlicher Wohnungen. Die Mieten und der Schimmelbefall steigen ebenso wie die Obdachlosenzahlen, weil sich inzwischen vor allem in Großstädten nicht einmal mehr hart arbeitende Menschen eine Wohnung leisten können. Sobald dann irgendwo eine linke Regierung regulierend mit einem Mietendeckel eingreift, klagen neoliberale Parteien wie die CDU, FDP und auch AfD sofort.

Quelle

Noch aggressiver reagieren sie, wenn Konzerne, die ihre sozialen Pflichten vernachlässigen, enteignet werden sollen. Dabei sind Enteignungen in solchen Fällen im Grundgesetz durchaus vorgesehen und geschehen auch nicht entschädigungslos. Ein Beispiel: 2004 wurden in Berlin 55.000 Wohnungen für lächerliche 400 Mio. Euro an Heuschreckenkonzerne privatisiert. Die aktuelle Enteignung von gerade einmal 6.000 dieser Wohnungen bei einer Entschädigung von für sage und schreibe 1 Milliarde Euro ist in Wahrheit eigentlich ein völlig überteuerter Rückkauf.

Für die Spekulanten war diese „Enteignung“ eigentlich ein super Geschäft, zumal sie in den letzten 16 Jahren bereits Milliarden mit den betreffenden Wohnungen verdient haben. Wenn in Berlin jemals wieder die CDU regieren sollte, werden die 6.000 Wohnungen zudem schnell wieder zu Schleuderpreisen privatisiert. Trotz dieser Win-Win-Situation für die kapitalistischen Ausbeuter werden die neoliberalen Politmarionetten nicht müde, die Aktion der rosa-rot-grünen Landesregierung zu verdammen. Es geht in ihren Augen einfach gar nicht, dass jetzt ein paar Mieter nicht mehr ihren halben Lohn einem Spekulanten in den Rachen werden dürfen. Im besten Falle gibt es noch ein paar Obdachlose weniger, ja wo kommen wir denn da hin?

Hayek, Friedman und all die anderen neoliberalen Menschenfeinde haben ganze Arbeit geleistet, die Menschheit zu hirnwaschen und zu zufriedenen Sklaven zu erziehen. Hinter der Mont Pèlerin Society, deren aktueller Präsident John Brian Taylor Staatssekretär für internationale Angelegenheiten im US-Finanzministerium unter George W. Bush war, erstreckt sich ein globales Netzwerk von 451 Organisationen in 95 Ländern, die sich dem Ziel der Propagierung des „Free Market“ verschrieben haben. Außerdem stehen 93 Denkfabriken in enger Beziehung zur Mont Pèlerin Society. Im deutschsprachigen Raum sind darunter die bereits erwähnte Friedrich-Naumann-Stiftung, die Hayek-Gesellschaft, das Friedrich A. v. Hayek Institut und die Aktionsgemeinschaft soziale Marktwirtschaft, an der eigentlich überhaupt nichts sozial ist.

Mit dem Walter Eucken Institut sind die Neoliberalisten außerdem an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg aktiv. Diese wirtschaftswissenschaftliche Forschungseinrichtung prägt entscheidend das Weltbild der Ökonomie-Studenten und erzieht so eine neue Generation neoliberaler Ausbeuter. Damit gilt das Institut in Deutschland als gemeinnützig, obwohl es der Gemeinschaft eigentlich schadet. Aber die Gemeinnützigkeit wird bekanntlich nur dann entzogen, wenn Vereine wie attac und Campact über Korruption aufklären und diese einzudämmen versuchen.

Interessanterweise liest und hört man in der Verschwörungsszene so gut wie nichts über das globale Netzwerk der Mont Pèlerin Society. Das mag daran liegen, dass z.B. ein Jürgen Elsässer längst zum Wahlkampfhelfer der AfD mutiert ist und die libertären Ansichten eines Oliver Janich denen der Neoliberalisten in nichts nachstehen. Auch ein ehemaliger Bundesbanker wie Thilo Sarrazin, der zu den Stammgästen des Compact-Magazins gehört, steht eindeutig auf der Seite der Neoliberalisten und spaltet das ausgebeutete Volk erfolgreich in Deutsche und Ausländer.

In der Szene tummeln sich massenhaft Lakaien der Neoliberalisten, auch international mit bekannten Namen wie Alex Jones. Es ist also kein Wunder, dass auf vielen Verschwörungsblogs immer wieder zu lesen und zu hören ist, eine sozialistische Neue Weltordnung würde den Kapitalismus bedrohen. Dabei wird jeder kleine Fortschritt, der das Leben der arbeitenden Massen auch nur etwas erträglicher macht, sofort zur „kommunistischen Diktatur“ hochstilisiert. So z.B. bei der Einführung der gesetzlichen Krankenversicherung in den USA oder des Mindestlohns in Deutschland.

Mit Kommunismus hat der Mindestlohn oder die gesetzliche Krankenversicherung genauso wenig zu tun, wie Stundenlöhne von 3 € mit Freiheit. Im Gegenteil, Armut macht unfrei! Niemand sollte sich diesbezüglich irgendwelchen Scheiß erzählen lassen, bei dem schon der gesunde Menschenverstand sagt, dass das nicht stimmen kann. Und wer über die globalen Netzwerke der Neoliberalisten schweigt, ist ohnehin komplett unglaubwürdig. Also Finger weg von all denen, die den Kapitalismus verteidigen, marktradikale Ideen verbreiten und tendenziell menschenfeindlich argumentieren!

Quelle

Hamburg – Eine Wahlauswertung

von Anton Nymous

Am Sonntag den 23. Februar fand die Wahl zur Hamburger Bürgerschaft statt. Obwohl das linke Lager auf insgesamt 72,5% kam, ist nicht mit einer linken Politik zu rechnen und erst recht nicht mit einer rosa-rot-grünen Koalition wie in Bremen. SPD und Grüne werden gemeinsam weiterregieren und das im neoliberalsten Sinne.

Es ist schon ein Wunder, dass die SPD nur 6,4% verloren hat und mit immer noch 39,2% stärkste Kraft geblieben ist. Nach allem, was Olaf Scholz verbrochen hat, sollte die Hamburger SPD eigentlich am Boden liegen. Am spektakulärsten dürften sich das absolut verfehlte Sicherheitskonzept sowie die Polizeigewalt zum G7-Gipfel 2017 ins Gedächtnis der Menschen gebrannt haben.

Weit schwerer wiegt jedoch die Korruption. Ebenfalls 2017 trafen sich Hamburgs Cum-Exbürgermeister Olaf Scholz, der Bundestagsabgeordnete Johannes Kahrs und andere führende SPD-Politiker der Stadt mit Christian Olearius, dem Inhaber und ehemaligen Chef der Warburg-Bank. Wie die sichergestellten Tagebücher von Olearius belegen, ging es in den Gesprächen zwischen SPD und Warburg um deren Cum-Ex-Geschäfte, welche die Stadt Hamburg satte 47 Millionen Euro gekostet haben. Alles auf Kosten der Steuerzahler, versteht sich.

Obwohl zu diesem Zeitpunkt schon wegen Steuerbetrugs gegen die Bank ermittelt wurde, halfen ihr Scholz und die Hamburger SPD. Der Fall wurde so lange verschleppt, bis die Steuerrückforderung verjährt war. Im Gegenzug erhielt die SPD dafür von einer Warburg-Tochterfirma Parteispenden in Höhe von 45.500 €. Scholz durfte trotz dieser Korruptionsaffäre zum Bundesfinanzminister aufsteigen und holte sich sogleich Berater von Goldman Sachs ins Ministerium. Der damalige Hamburger Finanzsenator Peter Tschentscher, der die Cum-Ex-Geschäfte von Warburg ebenfalls deckte und den Steuerraub ungeahndet ließ, beerbte Scholz derweil im Amt des Bürgermeisters.

Quelle

Auf Bundesebene beträgt der Schaden durch Cum-Ex-Geschäfte übrigens rund 50 Milliarden. Auch hier ist unter Scholz keine Aufklärung zu erwarten. Leider regt sich kaum jemand auf darüber auf, was uns die Steuerflüchtlinge und -betrüger kosten. Es ist jedenfalls weitaus mehr als das, was uns Kriegs- und Krisenflüchtlinge kosten.

Quelle

Doch zurück zur Hamburger Bürgerschaftswahl. Den größten Zugewinn in Höhe von 11,9% konnten die Grünen einfahren. Mit einem Traumergebnis von 24,2% landeten sie auf dem zweiten Platz. Sicherlich spielen bei diesem Wahlsieg die Fridays for Future eine Rolle, deren Teilnehmer offenbar nicht realisiert haben, dass die Hamburger Grünen lediglich Steigbügelhalter einer durch und durch korrupten SPD sind. Ebenso wie sie in Hessen, BaWü und Schleswig-Holstein Steigbügelhalter der verhassten CDU sind. In Brandenburg und Sachsen paktieren die Grünen gar mit SPD und CDU zusammen. 2021 könnten sie schlussendlich auf Bundesebene unter einem CDU-Kanzler von Black Rocks Gnaden mitregieren.

Die CDU braucht man in Hamburg allerdings nicht zur Bildung einer Mehrheit, zumal sie um 4,7% eingebrochen ist. Mit 11,2% landet sie gerade noch so auf den dritten Platz. An dieser Wahlschlappe ist mit Sicherheit auch der Tabubruch in Thüringen schuld, welcher die FDP mit 4,96% fast ganz aus der Hamburger Bürgerschaft katapultiert hat. Die Neoliberalen sind seit dem Wahlsonntag nur noch mit einem Direktmandat vertreten.

Die AfD hat derweil 0,8% verloren und den Einzug in die Bürgerschaft mit 5,3% nur knapp geschafft. Dieses Ergebnis kann mitunter auf den rechten Terroranschlag in Hanau nur vier Tage vor der Wahl zurückgeführt werden. Eigentlich ist es ein Wunder, dass die AfD überhaupt noch in der Bürgerschaft vertreten ist, aber den harten Kern von rechten Wählern schreckt so ein kleines Blutbad nun mal nicht ab.

DIE LINKE gewann derweil zwar leichte 0,6% dazu und erreichte mit 9,1% den vierten Platz. Laut Prognosen hätte sie allerdings durchaus ein zweistelliges Ergebnis erzielen können. Die Schuld an diesem eher mauen Zuwachs trägt dabei möglicherweise nicht einmal DIE LINKE selbst, sondern lediglich einer ihrer Kandidaten, der sich als rechtsextremer Maulwurf entpuppt hat.

Der Skandal begann, als der auf Platz 20 kandidierende Tom Radtke den Klimawandel mit dem Holocaust verglich. Die Distanzierung der LINKEN sowie von Fridays for Future, wo Radtke sich ebenfalls engagiert hatte, erfolgte natürlich augenblicklich. Außerdem wurde ein Parteiausschlussverfahren in die Wege geleitet, welches jedoch bis zur Wahl leider nicht abgeschlossen war.

Inzwischen dürfte dem Ausschluss jedoch nichts mehr im Weg stehen, denn nur einen Tag vor der Wahl twitterte Radtke ein Foto von sich selbst, welches ihn mit einer Flagge der rechtsextremen Identitären Bewegung zeigt. Das Perfide daran ist, dass dieses Foto an der Gedenkstätte des von Nazis im KZ Buchenwald ermordeten KPD-Führers Ernst Thälmann entstand. Offenbar wollte er mit dem rechten Schulterschluss an diesem historischen Ort gleich noch die Hufeisentheorie bedienen.

Quelle

Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass Tom Radtke ein durchgeknallter Querfrontler der LINKEN ist. Aufgrund der Nähe seiner Aktionen zur Hamburger Bürgerschaftswahl ist eher von einem gezielten Angriff auszugehen, mit dem der Partei Schaden zugefügt werden sollte. Spätestens der gemeinsame Auftritt mit den Identitären hat gezeigt, dass er von Anfang an eine rechte Ratt(k)e gewesen sein muss. Wenn er nicht schon vorab Verbindungen zur rechtsextremen Szene gehabt hätte, wäre er als Kandidat der LINKEN mit Sicherheit von den Faschisten gelyncht worden.

DIE LINKE sollte in Zukunft besser aufpassen, wen sie zur Wahl aufstellt. Insbesondere gilt dies bei jungen Leuten, die erst seit kurzem dabei sind und verdächtig wenig Positives geleistet haben. Ob DIE LINKE das Potential für ein zweistelliges Ergebnis in Hamburg hätte, wird sich nun erst in 5 Jahren zeigen. Angesichts der Korruptionsaffären der SPD sollte sie dieser eigentlich längst den Rang ablaufen. Immerhin wird DIE LINKE keine Spenden von Warburg annehmen, da sie Parteispenden von Banken und Konzernen ablehnt und generell verbieten möchte.

Lebenswerte Zukunft oder nach uns die Sintflut?

von Anton Nymous

Mit den Fridays for Future hat sich eine der größten Jugendbewegungen seit den 68ern gebildet. Der nächsten Generation geht es um nichts geringeres, als in Zukunft noch einen bewohnbaren Planeten vorzufinden. Kritik kommt vor allem von den älteren Generationen, die sich nicht um eine Zukunft scheren, die sie selbst nicht mehr erleben müssen. Es sind vor allem Konservative und Kapitalisten, die weiterhin für Profit Raubbau an der Natur betreiben wollen. Unterstützung bekommen sie dabei vor allem aus dem rechten Lager, welches die Fridays for Future mit purem Hass überzieht.

Doch wer ist hier im Recht? Die jungen Umweltschützer oder die Dieselfahrer und Klimaleugner? Ein Blick auf die Kritikpunkte könnte hier Licht ins Dunkel bringen. Da wären zunächst einmal die scheinbar sachlichen Argumente, in wie weit der Klimawandel menschgemacht ist. Einen Klimawandel gibt es auf jeden Fall und weder die Fridays for Future noch die Skeptiker leugnen dabei die natürlichen Einflüsse. Allen voran die Sonne, aber auch kosmische Strahlung und Naturkatastrophen wie Vulkanausbrüche.

Aktuell erleben wir eine Erderwärmung, welche verheerende Auswirkungen wie Dürren und Missernten hat. Wer das nicht wahr haben will, hat seinen Sinn für Realität verloren. Die Frage ist nun, welchen Anteil die Menschheit an der aktuellen Erderwärmung hat? Gehen wir einmal großzügig davon aus, dass unsere Spezies nicht allein dafür verantwortlich ist, so verschärfen wir den Trend durch unsere Industriegesellschaft doch zumindest erheblich.

Als Klimakiller Nummer 1 wird der CO2-Ausstoß angeführt. Die Skeptiker meinen nun, dass das nicht so schlimm sei, denn mehr CO2 fördert das Pflanzenwachstum und die Natur könne den menschgemachten Ausstoß kompensieren. Prinzipiell ist das richtig und ein Supervulkanausbruch würde darüber hinaus genügen, die Erde wieder drastisch abzukühlen.

Dumm nur, dass gerade kein Supervulkan ausbricht und weltweit massenhaft Wälder abgeholzt werden. Was die Waldrodung angeht, wird diese von ausgerechnet den rechten Schreihälsen und Kapitalisten vorantreiben, die den Klimawandel kleinreden oder ganz und gar leugnen. In Indonesien wird der Regenwald schon seit Jahren für Palmölplantagen abgeholzt und in den USA hat Donald Trump erst 2019 den Artenschutz gelockert, um Wälder leichter abholzen zu können, wenn es um wirtschaftliche Interessen geht.

Der Spitzenreiter ist jedoch der brasilianische Militärfaschist Bolsonaro, der den Regenwald samt seiner indigenen Bevölkerung den Profiten der Agrarkonzerne opfert. Dabei besitzt er auch noch die Dreistigkeit, Umweltschützer für die Waldbrände verantwortlich zu machen, als hätten diese ein Interesse daran. Typisch rechtsextreme Argumentation, laut denen auch Antifaschisten die wahren Faschisten sein sollen. Ist ja logisch, wer gegen Faschismus ist, muss einfach ein Faschist sein, und wer den Planeten retten will, der zündet ihn an.

Diese selbstgerechte Arroganz einer neoliberalen Weltelite führt die Menschheit zielsicher zum Weltuntergang! Nicht nur verschwinden durch die aktuelle Brandrodung sämtliche CO2-Speicher, durch die Feuer entsteht zudem zusätzliches CO2 und jede Menge Ruß. Der Ruß erzeugt einerseits lokal Smog, durch den Wärme gehalten wird, zum anderen verteilt er sich über Windströmungen global. Legt er sich auf Eisschilde und Gletscher, färbt er diese dunkel, sodass sie mehr Sonnenwärme speichern und schneller abschmelzen. Ohne das Eis, welches Sonnenlicht reflektiert, steigt die Erderwärmung weiter.

Der nächste Faktor, der sich aufs Klima auswirkt, hat ebenfalls mit den Bäumen zu tun. Diese verdunsten pro Tag jeweils hunderte Liter Wasser in die Atmosphäre und tragen so zur Wolkenbildung bei. Wolken reflektieren ebenfalls Sonnenlicht ins Weltall und bringen zudem Regen. Weniger Wolken bedeuten mehr Tageshitze und Trockenheit.

Wenn man den Fridays for Future überhaupt einen Vorwurf machen kann, dann ist es die Reduzierung des Klimaproblems auf CO2. Von daher ist auch die Forderung nach einer CO2-Steuer nicht zielführend, sondern schlimmstenfalls unsozial. Zum einen wird diese Steuer die Reichen nicht davon abhalten, mit fetten SUVs durch die Städte zu brettern und jeden Monat mit dem Privatjet in den Urlaub zu düsen. Für die Millionäre und erst recht für die Milliardäre sind das nur Peanuts und gerade diese Gesellschaftsschicht hat die höchste CO2-Bilanz. Schon allein deswegen ist eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes durch eine Besteuerung nicht zu erreichen.

Bestraft werden lediglich die Billigjobber und Leiharbeiter, die auf ihre Autos angewiesen sind, um zur Arbeit zu kommen. Für sie wird der Sprit teurer und da schon die Mieten exorbitant steigen, bleibt den einfachen Leuten vom Lohn bald gar nichts mehr zum Leben. Eine weitaus sinnvollere Forderung wäre es daher, den ÖPNV preiswerter zu gestalten und auszubauen, damit die arbeitenden Massen eben nicht mehr aufs Auto angewiesen sind. Ebenso sinnvoll wäre eine wirkungsvolle Mietpreisbremse und sozialer Wohnungsbau, damit sich die Lohnabhängigen eine Wohnung in Arbeitsplatznähe leisten können. Die ökologische Frage muss mit der sozialen Frage verbunden werden!

Weiterhin braucht es globale Strategien. Eine CO2-Steuer in Europa verhindert z.B. nicht, dass der Amazonasregenwald abgefackelt wird. Eine konsequentere Forderung wären diesbezüglich Sanktionen gegen das Bolsonaro-Regime. Brasilianische Agrarprodukte sind die eigentlichen Klimakiller! Ähnlich sieht es mit Kohle aus Kolumbien aus. Der deutsche Kohleausstieg ist zwar dringend nötig, doch wenn die Kohleförderung hierzulande eingestellt und stattdessen Kohle um den halben Globus verschifft wird, um hier verheizt zu werden, ist das keine Verbesserung, sondern eine drastische Verschlechterung. Zumal die Arbeitsbedingungen in Kolumbien weitaus menschenverachtender sind als in Deutschland.

Aus ähnlichen Gründen sind auch die Nordstream-Gasleitungen von Russland nach Deutschland durchaus sinnvoll. Bis es hierzulande ausreichend regenerative Energie gibt, wird Erdgas als Übergangslösung gebraucht. Es ist weit weniger schädlich als Kohle oder Öl und sind die Pipelines einmal gebaut, ist auch der Transport halbwegs sauber. Die Nordstreamgegner sind nicht etwa Umweltschützer, sondern Lobbyisten der US-Erdgaskonzerne. Diese gewinnen einen Großteil ihres Gases durch Fracking, bei dem giftige Chemikalien in die Erde gepresst werden. Beim Transport über Dieseltankschiffe wird dann noch einmal kräftig CO2 und Ruß in die Luft geblasen. Und abgesehen von dieser Umweltverschmutzung müsste in Deutschland erst einmal die nötige Infrastruktur aufgebaut werden und sobald die steht, ist der Frackingboom längst wieder vorbei.

Es gibt also durchaus genügend sinnvolle Optionen, die im Gegensatz zur CO2-Steuer einen tatsächlichen Nutzen hätten. Man muss sie den Kids von Fridays for Future lediglich vor Augen führen. Die sinnvollste Option, nämlich den Ausbau regenerativer Energien, haben sie immerhin schon im Forderungskatalog. Dafür ernten sie von konservativen und rechtspopulistischen Spinnern zuweilen aber weit mehr Ablehnung als für die nutzlose CO2-Steuer.

Das fängt schon mit der Behauptung an, Windkrafträder würden die Landschaft verschandeln. Derartiges hört man vor allem von der CDU und AfD, die sich beide ironischerweise für die Fortsetzung des Braunkohletagebaus einsetzen. Ganz so, als würde die Landschaft dadurch nicht verschandelt. Über zehntausende Jahre gewachsene Wälder wie der Hambacher Forst werden einschließlich bedrohter Arten dem Profit von Stromkonzernen wie RWE-geopfert. Ganze Dörfer verschwinden für den Braunkohlewahnsinn von der Landkarte. Die Bewohner werden enteignet, ihre Gemeinschaften zerrissen und denkmalgeschützte Gebäude dem Erdboden gleich gemacht. Darüber regen sich die rechten Internettrolle nicht auf, aber wehe, irgendwo steht ein Windrad in der Pampa.

Schon an solchen Beispielen zeigt sich, dass die Gegner von Fridays for Future keine Sachargumente haben, sondern nach dem Rückgang der Flüchtlinge einfach nur einen neuen Blitzableiter für ihren Hass brauchen. Sie sprechen der nächsten Generation, darunter auch ihren eigenen Kindern, das Recht auf eine intakte Umwelt und eine lebenswerte Zukunft ab. Alles nur, damit sie weiter so verschwenderisch und rücksichtslos leben können, wie sie es gewohnt sind.

Besonders perfide an den Hasstiraden der Rechten ist, dass sie sich gegen Kinder richten. Dabei kam es sogar schon zu gewalttätigen Übergriffen auf offener Straße und auch im Internet häufen sich die Gewalt- und Morddrohungen. Die Parallelen zum Verhalten gegenüber Migranten, Muslimen, Juden, Homosexuellen und Linken sind nicht zu übersehen. Es sind die immer gleichen Muster der Menschenverachtung.

Hauptziel des Hasses ist bei alledem die 16-Jährige schwedische Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg. Wie geistesgestört muss man eigentlich sein, einem engagierten Mädchen den Tod und noch viel Schlimmeres zu wünschen? Derartiges Verhalten ist durch nichts zu rechtfertigen, auch nicht durch fadenscheinige Pseudoargumente.

Eines der wichtigsten Argumente ist dabei immer wieder, dass Greta Thunberg von finsteren Mächten gesteuert sei. Mal wird sie dabei als Opfer, mal als willfährige Marionette der Klimaindustrie dargestellt. Doch was ist an diesen Vorwürfen tatsächlich dran? Richtig ist, dass Greta ab August 2018 von der schwedischen Aktiengesellschaft „We Don’t Have Time“ unterstützt wurde. Der PR-Manager und Börsenspezialist Ingmar Rentzhog gab dabei offen zu, dass es sein Ziel sei, mit der viralen Verbreitung von Umweltinhalten Geld zu verdienen. Damit steht er auf einer Stufe mit dem Klimazertifikatehändler Al Gore. Beiden geht es nicht wirklich um Umweltschutz, sondern um maximalen Profit.

Macht das Greta nun unglaubwürdig? Nein! Um das Warum zu verstehen, sollte sich jeder zunächst in die Lage einer unerfahrenen 16-Jährigen versetzen, der Umweltschutz am Herzen liegt. Wer hätte in ihrer Situation nicht erst einmal dankbar jede Hilfe angenommen? Immerhin hat sie auf diese Weise ihr Ziel, möglichst viele Menschen für ihre Sache zu gewinnen, im Rekordtempo erreicht. Zu einer Marionette macht sie das jedoch noch lange nicht.

Es stimmt zwar, dass sie ab Oktober 2018 als Ratgeberin des Stiftungsvorstands der Aktiengesellschaft geführt wurde, dies geschah jedoch ohne ihr Wissen. Die Verwendung ihres Namens beim Börsengang von „We Don’t Have Time“ war Greta ebenfalls eher unangenehm und so kappte sie schließlich alle Verbindungen. Im Januar 2019 wurde dann offiziell bekanntgegeben, dass sie ihre Position als Ratgeberin verlassen habe und ihr Vater ließ verlauten, dass sie nicht mit irgendeiner Organisation in Verbindung gebracht werden wolle. Damit wäre auch ausgeschlossen, dass ihre Eltern sie ausbeuten würden.

Obwohl sich Greta längst von derartigen Geschäftemachern distanziert hat, werden die rechten Hetzer nicht müde, diese Vorwürfe gebetmühlenartig zu wiederholen. Zudem werden immer wieder der Milliardär George Soros sowie der Club of Rome aufgeführt. Dumm nur, dass man sich seine Fans nicht aussuchen kann. Die Band Rammstein wird auch immer wieder von Nazis gehört, obwohl sie sich oft genug gegen Rechtsextremismus geäußert hat. Genauso wird nicht jeder Protest allein dadurch falsch, dass sich Personen zweifelhaften Charakters dafür aussprechen.

Die Rechtspopulisten sollten zudem mal schön vor der eigenen Haustür kehren, denn so ziemlich alle ihrer Aktionen werden von Meinungsmanipulatoren gelenkt. So steckte z.B. der britische IT-Konzern Cambridge Analytica hinter der Präsidentschaftskampagne von Donald Trump sowie dem Brexit, wobei illegal Facebookdaten von Millionen Nutzern ausgewertet wurden. Zum Kunden- bzw. Interessentenkreis von Cambridge Analytica gehörten übrigens auch der Front National und die AfD.

Die aktuelle Kampagne gegen Fridays for Future und Klimastreiks sowie den Ableger Extinction Rebellion scheint ebenfalls nicht dem reinen Volkszorn entsprungen zu sein, sondern ist das Ergebnis perfider Meinungsmanipulation. Profiteure sind neben rechtspopulistischen Parteien vor allem Öl- und Kohlekonzerne, die Autoindustrie, Fluglinien und so ziemlich jede andere Firma, die ihren Profit auf Umweltzerstörung gründet.

Das haben die Kids von Fridays for Future inzwischen erkannt und so stellen sie immer offener die Systemfrage. Es gibt nämlich keinen grünen Kapitalismus, der Kaputtalismus ist mit seinem grenzenlosen Wachstumsgedanken vielmehr die Wurzel allen Übels. Diese Erkenntnis ist wichtig, wenn die Bewegung nicht zu einem Placebo verkommen will.

Leider setzten viele der Teilnehmer dennoch auf die Grüne Partei, die dank der Klimastreiks einen nie gekannten Höhenflug erlebt. Die Enttäuschung bei der nächsten Bundestagswahl ist absehbar, wird Schwarz/Grün doch bereits in Hessen und Baden-Württemberg getestet. Hinzu kommen Jamaika in Schleswig-Holstein und demnächst Kenia in Brandenburg und Sachsen. Mit den Grünen zerstört man die Union nicht, so viel ist sicher. Den Kapitalismus überwindet man erst recht nicht, zumal sich der erste Grüne Ministerpräsident Kretschmann längst als Autolobbyist geoutet hat.

Zusammenfassend lässt sich über die Fridays for Future sagen, dass die Richtung stimmt. An den Details muss allerdings noch gearbeitet werden. Zumindest setzt sich dahingehend so langsam die Erkenntnis durch, dass der Klimawandel nicht das einzige globale Problem ist. Zunehmend werden auch Themen wie Regenwaldrodung, Artenschutz, Plastikmüll, Elektroschrott und auch Kriegseinsätze aufgegriffen. Das ist wichtig, denn wenn man nur das Klima rettet, aber nicht den 3. Weltkrieg verhindert, hat man am Ende trotzdem einen unbewohnbaren Planeten als Konsequenz. Nur halt mit einem nuklearen Winter statt einer Brandwüste.

Was die Gegner der Bewegung angeht, setzten diese sich aus zwei Hauptgruppen zusammen. Auf der einen Seite die Kapitalisten, für die es kein Problem darstellt, den Planeten zu zerstören, solange der Profit stimmt. Auf der anderen Seite gibt es die rechten Schreihälse, für die jede Art von Umweltschutz „linksgrün versifftes Gutmenschengetue“ ist. Diese Hassprediger leben nach dem Motto: Wer braucht schon Bäume? Oder sauberes Trinkwasser? Hauptsache die alte Dieselkarre brummt. Und wehe, einer stört sich daran, wenn sie ihren Müll in die Landschaft schmeißen. Da stellt sich schnell die Frage, wer hier eigentlich versifft ist?

Schlussendlich gibt es dann noch die Ignoranten, für die es z.B. Tagesgeschäft ist, den Regenwald abzufackeln. Für diese Gruppe ist das ein ganz normaler Job, den sie erledigen, solange sie dafür bezahlt werden. Über die Zukunft kann man sich ja Gedanken machen, wenn es so weit ist. Oder warum nicht mit giftigen Chemikalien herumhantieren? Irgendwie muss man ja seinen Lebensunterhalt bestreiten, auch wenn man anschließend kein Leben mehr hat. Bei allen drei Gruppierungen muss sich fragen, ob das einfach nur Kurzsichtigkeit ist oder schon suizidale Tendenzen?

Die Hintergründe zum Venezuela-Konflikt

Im folgenden Beitrag geht Dr. Daniele Ganser auf die Hintergründe des Konflikts in und um Venezuela ein. Es geht natürlich wieder einmal ums Erdöl und nicht etwa um Menschenrechte. Letztere werden auch nicht durch die sozialistische Regierung des legitimen Präsidenten Maduro verletzt, sondern durch die illegalen US-Sanktionen. Diese sind nichts weiter als eine mittelalterliche Belagerungstaktik, der bereits tausende Menschen aufgrund medizinischer Unterversorgung zum Opfer gefallen sind.

Am Beispiel von Venezuela zeigt sich auch einmal mehr, dass der Sozialismus nicht das Ziel der neuen Weltordnung sein kann. Im Gegenteil versucht der US-Imperialismus gerade, die letzten Reste des Sozialismus von der Erdoberfläche zu tilgen und auch die letzten Rohstoffreserven unter private Kontrolle der Konzerne zu bringen.

Mafiöse Computerspiele

Dank Computerspielen kann heute jeder in die Rolle eines Mafiosi schlüpfen. Am besten gleich als Mitglied der Corleone-Familie in den Games zur „Pate“-Trilogie. Wer wollte nicht schon immer mal Banken ausrauben, Läden unter seine Kontrolle bringen, abgetrennte Pferdeköpfe heimlich nachts in Betten deponieren oder einfach nur sinnlos Leute über den Haufen schießen?

Warum nicht gleich ein Spiel mit dem Titel „Mafia“ auf den Markt bringen? Inzwischen gibt es schon drei Teile davon!

In der „Grand Theft Auto“-Reihe wimmelt es ebenfalls von Gangstern, Kriminellen und Psychopathen.

Die andere Seite kann in den „Hitman“-Spielen erlebt werden, in denen der Spieler als Auftragskiller Drogenbosse, Rockerbanden und Mafiosi ins Jenseits befördern kann. Namentlich werden in „Hitman – Contracts“ die Triaden genannt, deren Organisationen gegeneinander aufgebracht und die Bosse ausgeschaltet werden müssen. Allerdings gibt es im Spiel einen kleinen Fehler, denn in der Realität gibt es die Rote und die Grüne Bande, während es im Spiel eine Rote und eine Blaue Bande sind.

Organisiertes Verbrechen auf Caprica

Das organisierte Verbrechen macht auch vor der „Battlestar Galactica“-Prequelserie „Caprica“ nicht halt. In dieser mischt sich die Mafia-Organisation Ha’la’tha sogar in die Geschäfte von Großkonzernen ein, was dem Zylonenerfinder Graystone einen Vorteil verschafft. Seine Helfer gehören der Familie Adama an, womit der spätere Admiral Adama einer Mafiafamilie entstammt.

Die Ha’la’tha gründete sich ursprünglich als Widerstandsorganisation auf der von Caprica unterdrückten Kolonie Tauron. Da sich die Widerstandskämpfer über teils illegale Wege finanzieren mussten, erwuchs aus ihren Reihen eine Verbrecherorganisation, die wie eine typische Mafia aufgebaut ist. Um die Parallelen auf die Spitze zu treiben, haben Tauronen ein eher südeuropäisches Aussehen. Mit anderen Worten ist die Ähnlichkeit zur italienischen Mafia gewollt.

Organisiertes Verbrechen in Star Wars

In kaum einer anderen Science Fiction-Reihe gibt es so viele Verbrecherorganisationen wie in „Star Wars“. Kein Wunder, präsentiert uns George Lucas doch ein durch und durch kapitalistisches Universum voller Korruption. Hier eine kurze Übersicht der wichtigsten Verbrechersyndikate.

Crimson Dawn

Crimson Dawn ist eine zur Zeit des galaktischen Imperiums aufstrebende Verbrecherorganisation unter der Führung von Dryden Vos. Im Hintergrund zieht jedoch Darth Maul die Fäden, in dessen Auftrag Han Solos einstige Geliebte Qi’ra ihren Boss ausschaltet. Als Belohnung nimmt sie Vos‘ Position ein, womit Crimson Dawn endgültig unter die Kontrolle des Schatten-Kollektivs fällt.

Hutten

Die Hutten sind eine schleimige Spezies, die abgesehen von organisierter Kriminalität scheinbar keine anderen Erwerbstätigkeiten kennt. Sie haben ihre Netzwerke weit über ihre Heimatwelt Nal Hutta und deren Mond Nar Shadda ausgedehnt und sind u.a. auf dem Wüstenplaneten Tatooine sehr aktiv. Die Hutten sind hauptsächlich in Schmuggelgeschäfte verwickelt, vor allem im Bereich Gewürze (ein Euphemismus für Drogen). Zu den bekanntesten Bossen zählen Jabba, Gardulla und Ziro.

Piratenbanden

In Star Wars wimmelt es von kleineren Piratenbanden, die zuweilen ganze Planeten und Raumsektoren kontrollieren. Die bekannteste unter ihnen ist jene des Weequay Hondo Ohnaka mit Sitz auf dem Planeten Florrum. Ohnakas Freibeuter sind bekannt für illegalen Gewürzhandel, Überfälle und Lösegelderpressungen. So gelang es der Bande sogar schon, Count Dooku, Obi Wan-Kenobi und Anakin Skywalker in ihre Gewalt zu bringen.

Pykes

Die Pykes betätigen sich vor allem als Gewürzschürfer und –schmuggler. Mit anderen Worten, sie betreiben ein Drogenkartell. Die Pykes kontrollieren u.a. die Gewürzminen auf Kessel/Kossal.

Schatten-Kollektiv

Nachdem Darth Maul scheinbar auf Naboo getötet wurde, hat sich sein Meister Darth Sidious längst einen neuen Schüler gesucht und verstößt den Zabrak, nachdem er wieder unter den Lebenden auftaucht. Zusammen mit seinem Bruder Savage Opress, der ebenfalls von seinem Meister Darth Tyranus verstoßen wurde, gründet er das Verbrechersyndikat Schatten-Kollektiv. Da Darth Maul ein Meister der dunklen Seite ist, gewinnt das Kollektiv schnell an Einfluss. Er kooperiert zeitweilig mit der mandalorianischen Death Watch sowie den Pykes und zieht sogar Han Solos Ex-Freundin Qi‘ra auf seine Seite.

Schwarze Sonne

Die Schwarze Sonne ist die größte Mafia-Organisation im „Star Wars“-Universum und kontrolliert den Untergrund in der gesamten Galaxis. Ihr Oberhaupt zu Zeiten des Imperiums ist der Falleen-Prinz Xizor. Das Imperium, welches durchaus mit Verbrechern wie den Hutten kooperiert und vor allem die Sklaverei toleriert, steht mit der Schwarzen Sonne jedoch auf Kriegsfuß. Sie ist einfach zu mächtig, als dass Imperator Palpatine sie neben sich dulden könnte.

White Worms

Die White Worms sind ein Verbrechersyndikat auf Corellia, welches von Lady Proxima geleitet wird. Diese Kreatur bemächtigt sich vor allem obdachloser Straßenkinder, die von klein auf zum Stehlen erzogen werden. Aufgrund der vorherrschenden Armut und Perspektivlosigkeit unter der Knute des Imperiums geraten die Kids schnell in Abhängigkeit von solchen Gangs. Darunter auch ein gewisser Han Solo, dem es zwar gelingt, von Corellia zu fliehen, der jedoch später rückfällig und als Schmuggler u.a. für Jabba den Hutten tätig wird.

Zann-Konsortium

Das Zann-Konsortium existiert bisher nur im erweiterten Universum und wurde von Tyber Zann gegründet. Dessen Methoden umfassen das gesamte Spektrum krimineller Aktivitäten, angefangen bei Schmuggel und Schwarzmärkten, Bestechung und Piraterie bis hin zu Sklaverei.

Organisiertes Verbrechen in Star Trek

In der idealisierten Welt von „Star Trek“ ist die Erde frei von organisiertem Verbrechen. Da es in der Zukunft kein Geld mehr gibt, fallen ohnehin alle Möglichkeiten weg, Geschäfte zu machen, was natürlich auch für illegale Geschäfte gilt.

Die Vergangenheit wird allerdings durchaus thematisiert, so im Buch „Chicago Mobs of the Twenties“, welches von der Crew des verschollenen Raumschiffs U.S.S. Horizon auf dem Planeten Sigma Iotia II hinterlassen wurde.

Die Bewohner des Planeten haben den Inhalt als Anleitung für ihre Gesellschaft missverstanden und Mafiabanden gegründet, welche sehr an den Waffen der „Enterprise“ interessiert sind. Die Bosse Okmyx und Krake versuchen jeweils Captain Kirk auf ihre Seite zu ziehen, doch als dies misslingt, setzen sie ihn mit anderen Mitteln unter Druck.

Während die Iotianer ein Paradebeispiel dafür sind, was passiert, wenn die oberste Direktive der Nichteinmischung missachtet wird, wimmelt es außerhalb des Föderationsgebiets von weiteren kriminellen Aliens. Piraterie wird u.a. von den Nausicaanern und Ferengi betrieben, aber das organisierte Verbrechen im großen Stil findet im Orion-Syndikat statt. Die Orioner sind in alle typischen kriminellen Machenschaften verstrickt, darunter Sklaverei (Menschen- und Alienhandel), Prostitution, illegale Bankengeschäfte und Erpressung.

Außerdem versucht das Syndikat, die Kontrolle über Bergbauunternehmen zu gewinnen. So wollten die Orioner die Aufnahme der Coridaner in die Föderation vereiteln (TOS „Reise nach Babel“), um deren Dilithiumminen auszubeuten, und auch das Minenunternehmen von Ezri Dax‘ Familie wurde vom Syndikat erpresst (DS9 „Die verlorene Tochter“).

Mafiöses Hollywood

Die italienische Mafia, insbesondere die amerikanische Cosa Nostra, hat schon früh Einfluss auf Hollywood genommen. Vor allem wurden italienischstämmigen Darstellern durch Erpressung Rollen in Filmen und Serien verschafft.

Ironischerweise wird dies sehr realistisch in der Mafia-Filmreihe schlechthin veranschaulicht. Die Rede ist von der „Pate“-Trilogie, in welcher Regisseur Francis Ford Coppola das organisierte Verbrechen stark romantisiert. Am Ende wird sogar die Wandlung der Mafia zum freien Unternehmertum propagiert, was an eine Verharmlosung grenzt. Ebenfalls ironisch ist, dass einer der Hauptdarsteller Al Pachino ist, welcher aus dem sizilianischen Corleone stammt. Corleone ist zugleich der Name der Mafia-Familie in den „Pate“-Filmen. Zufall?

1972 / 1974 / 1990

Al Pachino spielte weiterhin den Drogenbaron Tony Montana in „Scarface“. Noch ein Film, der den dekadenten Lifestyle des organisierten Verbrechens feiert. Realistisch ist dabei allerdings, dass Montana recht früh eines unnatürlichen Todes stirbt, was auf viele Verbrecher wie Al Capone und Pablo Escobar zutrifft. Als Drogenkönig ist man zwar für eine kurze Zeit sehr reich und mächtig, aber es nimmt meist kein gutes Ende.

1983

Francis Ford Coppola ist derweil eng mit Martin Scorsese befreundet. Während Ersterer sich stark mit der italienischen Mafia beschäftigt hat, kann Scorsese ein Faible für die irische Mafia attestiert werden. In „Good Fellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia“ dreht sich zwar alles noch um die amerikanische Cosa Nostra, in den folgenden Mafia-Filmen „Gangs of New York“, „Departed – Unter feinden“ und zuletzt „The Irishman“ ging es dann aber nur noch um die irische Mafia. Etwas ungewöhnlich für jemanden, der Im New Yorker Stadtteil Little Italy aufgewachsen ist.

(1990)

(2002)

(2006)

(2019)

Auf dem realen Drogenbaron Pablo Escobar (1949-1993) basieren gleich Dutzende Filme, darunter „Pablo of Medellin“ (2007), „Los Dos Escobar“, „Escobar: Paradise Lost“ (2014), „The Infiltrator“ (2016) und “Loving Pablo” (2017). Zudem gibt es eine ganze Reihe von Serien wie „El Chapo“ und „Narcos: Mexiko“.

Robert de Niro durfte ebenfalls in „Malavita“ einen Mafiosi spielen. In der Komödie steigt er zwar aus und wird als Kronzeuge in Frankreich versteckt, aber die Familie Malavita benimmt sich dennoch weiterhin wie eine Verbrecherbande.

2013

Eine ebenfalls komödiantische Rolle spielt die Mafia in der Zeichentrick-Serie „Die Simpsons“, wobei u.a. die „Pate“-Filme durch den Kakao gezogen werden. Der Gangsterboss Fat Tony ist allerdings eine absolute Verharmlosung.

Regelrecht verniedlichend ist der Verbrecherboss Mister Big in „Zoomania“, welcher deutlich an Don Corleone aus „Der Pate“ angelehnt ist. Er avanciert sogar zum Helden, als er mit der Polizei kooperiert, um eine bösartige Verschwörung aufzudecken. Die Polizei arbeitet in diesem Film allerdings nicht nur eng mit der Mafia zusammen, sie nimmt am Ende sogar einen Kleinganoven in ihre Reihen auf. Kindern wird hier der Eindruck vermittelt, die Polizei sei Freund und Helfer des organisierten Verbrechens, was teilweise tatsächlich auf die Realität zutrifft.

2017

In „Große Haie – kleine Fische“ gibt es ebenfalls deutliche Parallelen zu der „Pate“-Trilogie, wobei Don Linos vegetarischer Sohn Lenny wieder einmal die pure Verniedlichung des organisierten Verbrechens verkörpert.

2004

Wo wir schon einmal bei Dreamworks Animated sind, auch im Kinderfilm „Flutsch und weg“ gibt es einen fiesen Gangsterboss. Und siehe da, ein Freimaurer ist die Kröte obendrein, wie man an ihrem Ring erkennt.

Im Science Fiction-Genre wimmelt es gleichermaßen von Mafiosi-Aliens. In der britischen BBC-Serie „The Aliens“ werden auf der Erde gestrandete Außerirdische von den Menschen in ein abgesperrtes Ghetto gepfercht, in dem Korruption und Drogenhandel blühen. Die Aliens verkaufen dabei ihre eigenen Haare an die Menschen, da sie als Joint geraucht eine berauschende Wirkung haben. Auf der anderen Seite werden die Aliens von Waschmitteln high und schmuggeln diese ins Ghetto hinein.

Nachdem der Verbrecherboss Antoine (Michael Smiley) von seinem halbmenschlichen Sohn (Michael Socha) aus dem Gefängnis befreit wird, bricht ein erbitterter Bandenkrieg gegen den aktuellen Drogenboss Fabien (Trystan Gravelle) aus. Irgendwie ist das alles sehr menschlich, einschließlich der ganz und gar nicht außerirdisch klingenden Namen.

2016

In der amerikanischen SyFy-Serie „Defiance“ landen gleich mehrere Spezies auf der Erde. Die blasshäutigen Castithaner übernehmen dabei die Rolle des organisierten Verbrechens. Einer ihrer Mafiabosse ist der eiskalte Datak Tarr (Tony Curran).