Die AfD stiehlt der NPD die Show

Nun ist es amtlich: Obwohl die NPD enge Verbindungen zu rechtsextremen Terrororganisationen wie dem NSU sowie Blood & Honour, bzw. Combat 18 hat und das Bundesverfassungsgericht sie als eindeutig verfassungsfeindlich eingestuft hat, wird die Nazipartei nicht verboten. Die haarsträubende Begründung lautet, dass sie keine Bedrohung für die freiheitlich-demokratische Grundordnung darstelle. Tatsächlich verschwindet die NPD zwar gerade in der politischen Bedeutungslosigkeit und ihr radikaler Kern wandert zunehmend zum III. Weg ab, dennoch ist das Urteil nicht nachvollziehbar.

Müssen die Nazis erst die Macht ergreifen, bevor man sie verbieten kann? Das ist doch ein Widerspruch in sich. Das Urteil kann daher nur als Freibrief für alle Faschisten verstanden werden, denn es impliziert, dass jeder so verfassungsfeindlich sein kann, wie er will, solange er nicht links ist. Verboten werden in der BRD maximal Parteien wie die KPD, da sie die Profitinteressen der Banken und Konzerne bedrohen.

Überraschend ist dieses Urteil jedenfalls nicht, da die Justiz und der gesamte Staatsapparat der BRD von Altnazis aufgebaut wurden. Ebenso waren die NSU-Terroristen lediglich Bombenleger im Staatsauftrag, weshalb nach ihrem Auffliegen bekanntlich die Schredder des Verfassungsschutzes heiß liefen. Unnötig zu erwähnen, dass die Bundesrichter mit ihrer Entscheidung den Rechtsruck in der Gesellschaft weiter anheizen.

Interessanterweise blieben die Jubelfeiern in der NPD eher verhalten. Die erwarteten Begeisterungsstürme gab es stattdessen in der AfD, deren ultrarechter Flügel das Urteil zum Anlass nahm, den Hitlerfaschismus nun gänzlich offen zu verherrlichen. Drohte lupenreinen Nazis wie Kay Nerstheimer noch vor kurzem der Parteiausschluss, übernehmen nun die Faschisten um Björn Höcke die Partei. Und diese brauchen nun kein Blatt mehr vor den Mund zu nehmen.

Kaum war das NDP-Verbot vom Tisch, riss der Thüringer Landes- und Fraktionsvorsitzende auf einem Treffen der Jungen Alternative in der Pegida-Hochburg Dresden auch schon seine Goebbelsschnauze auf. So äußerte der ehemalige Geschichts(revisionismus)lehrer über das Holocaustmahnmal in Berlin: „Die Deutschen sind das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat.“

Das Einzige, was hier eine Schande ist, sind AfD- Politiker, welche einen „Schuldkult“ herbei fantasieren und sich dafür von Neonazis beklatschen lassen. Es geht nämlich gar nicht darum, dass sich die Deutschen auf ewig schuldig fühlen sollen. Das Holocaustmahnmal soll uns viel mehr an unsere historische Verantwortung erinnern, dass sich die Geschichte niemals wiederholen darf. Geht es nach dem ultrarechten Flügel der AfD, soll sich aber genau dieser Teil der deutschen Geschichte schon sehr bald wiederholen

Auch dies machte Höcke in Dresden unmissverständlich klar. So forderte er Deutschland dazu auf, wieder eine „positive Beziehung zu seiner Geschichte aufzubauen“. Die Zeit von 1933-1945 schloss er dabei explizit nicht aus, sondern sprach stattdessen von einer „erinnerungspolitische Wende um 180 Grad“. Das würde also eine völlige Umkehr bedeuten, die Deutschen wären demnach die Opfer. Wie ernst es Höcke damit ist, bewies er unlängst damit, dass er den 2. Weltkrieg als deutschen „Kampf um die Freiheit“ bezeichnete. Einen Kampf, den er nun fortzusetzen gedenkt.

Ebenso wie sein historisches Idol beansprucht der Hitlerverschnitt schon jetzt die Alleinherrschaft über die Bundesrepublik. Zum Glück sind das momentan nur größenwahnsinnige Allmachtsfantasien, denen offensichtlich ein Zahlendreher zugrunde liegt. In Umfragen lag die AfD Ende 2016 nämlich nur bei 15% und nicht bei 51%. Dank Höckes Hasstiraden sind es inzwischen sogar nur noch 11%. Schlimm genug wäre ein solches Ergebnis aber dennoch. Es bleibt zu hoffen, dass derart offen rechtsextreme Entgleisungen weit mehr Wähler abschrecken werden, denn diesmal kann sich wirklich niemand damit herausreden, er hätte von nichts gewusst.

An dieser Stelle lohnt sich ein direkter Vergleich mit Aussagen Adolf Hitlers. Ein kleines Höcke-Zitate-Quiz gibt es hier.

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Selbstverständlich ist der Thüringer Fraktionsvorsitzende kein Einzelfall. Die AfD hat sich seit der Abspaltung des wirtschaftsliberalen Flügels um Bernd Lucke kontinuierlich zu einem braunen Sumpf entwickelt. Bestes Beispiel ist der AfD-Funktionär Jens Meier, der in Dresden ebenfalls von einem „Schuldkult“ sprach und darüber hinaus forderte, die „ Herstellung von Mischvölkern“ zu stoppen. Letzteres hört sich schon verdächtig nach der Wiedereinführung der Nürnberger Rassegesetze an. Das ist besonders brisant, da Meier seines Zeichens Richter ist und bei der kommenden Bundestagswahl als Direktkandidat für den Wahlkreis Dresden I antritt. Wegen seiner volksverhetzenden Aussagen laufen derzeit mehrere Strafanzeigen gegen ihn.

Es kommt aber noch besser. Der Berliner Vizefraktionsvorsitzende Bernd Paschal lobte gar „die kluge Politik des Reichsprotektors Reinhard Heydrich“ in der damaligen Tschechoslowakei. „Dieser stellte schon vom ersten Moment an die Weichen richtig.“ Heydrich, auch bekannt als „Schlächter von Prag“, war Organisator der Wannsee-Konferenz zur „Endlösung der Judenfrage“. Die Weichen, die er stellte, führten also direkt nach Auschwitz. Über Hitler äußerte sich Paschal ebenfalls schon mehrfach positiv, u.a. mit den Worten: „Aber nicht Hitler zerstörte Deutschland, sondern die Alliierten.“

Solche Tabubrüche häufen sich in letzter Zeit und zwar nicht nur in den ostdeutschen AfD-Landesverbänden. Höckes Äußerungen zum Holocaustmahnmal waren noch nicht verhallt, als am 20. Januar die baden-württembergische AfD-Fraktion einen Antrag stellte, die Fördergelder in Höhe von 120.000 € für die NS-Gedenkstätte Gurs in Frankreich zu streichen. Jörg Meuthen tut auch wirklich alles, um die Wogen zu glätten.

Angesichts dessen ist es schon eine ungemeine Frechheit, dass der AfD-Kreisverband Nürnberg mit dem Slogan „Sophie Scholl würde AfD wählen“ wirbt. Nur zur Erinnerung: Sophie Scholl und ihren Mitstreitern wurde 1943 von den Nazis der Kopf abgeschlagen. Die AfD verkörpert all die Menschenverachtung, gegen die die Weiße Rose damals rebelliert hat. Höcke, Meier, Meuthen, Nerstheimer und Paschal entlarven sich mit ihren Äußerungen selbst als 100%ige Nazis.

Es sollte daher nicht weiter verwundern, dass die AfD ihre Parteitage zunehmend unter Ausschluss der Öffentlichkeit abhält. Nicht weil die böse „Lügenpresse“ etwas Unwahres über sie berichten könnte, sondern aus Angst vor weiteren verbalen Entgleisungen ihrer eigenen Mitglieder. Erwünscht ist derzeit nur noch Jürgen Elsässers Compactmagazin, welches inzwischen nach ganz rechts außen abgedriftet ist. Mit den Mitschnitten von Compact erreicht man ohnehin nur die Menschen, die bereits zu 100% mit dem Geschichtsrevisionismus und der Volksverhetzung der AfD übereinstimmen.

Eine kleine Einschränkung gibt es aber doch, wie sich auf dem Gipfeltreffen der europäischen ENF-Fraktion am 21. Januar in Koblenz herausstellte. Dort gaben sich Frauke Petry, Marine Le Pen, Geert Wilders und weitere Vertreter rechtspopulistischer bis rechtsextremer Parteien aus ganz Europa die Klinke in die Hand. Sie alle waren sich überraschend einig in ihrem Bekenntnis zu Israel. Der nordrhein-westfälische AfD-Landesvorsitzende und ENF-Europaabgeordnete Marcus Pretzell meinte gar: „Israel ist unsere Zukunft, meine Damen und Herren!“ Das wird den Antisemiten in den eigenen Reihen sicherlich nicht schmecken.

Allerdings macht es die AfD auch nicht unbedingt für die bürgerliche Mitte attraktiv, denn die Solidarität mit Israel ist keineswegs Ausdruck von Versöhnung mit dem Judentum. Israel befindet sich ebenfalls fest in der Hand ultrarechter Hardliner wie dem Rassisten Avigdor Lieberman und dem Staatspräsidenten Benjamin Netanjahu. Letzterer besaß 2015 doch tatsächlich die Chuzpe, Adolf Hitler die Schuld an der Shoa abzusprechen und sie stattdessen den Palästinensern anzulasten. Derartiger Geschichtsrevisionismus kommt der AfD letztendlich wieder sehr entgegen und außerdem sehen sie Israel als Verbündeten im Kampf gegen den Islam. Solidarität mit jüdischen Friedensaktivisten wie Noam Chomsky sucht man bei der AfD indes vergebens.

Nachtrag: Eine Chronik weiterer rechtsextremer Vorfälle in der AfD gibt es hier.

Obama auf Werbetour für TTIP

Es war der letzte Deutschlandbesuch Barack Obamas als US-Präsident. Seine Air Force One landete am 24. April 2016 in der niedersächsischen Landeshauptstadt, wo er am Montag zusammen mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) die Hannover-Messe eröffnete. Die USA ist zum ersten Mal offizieller Partner der Messe, was gleich mal mit einem roten Chevron in einem offenen Pentagramm beworben wurde. Das Ganze natürlich in den üblichen Freimaurerfarben.

Hannover Messe Partner USA

Der Teufel hinterließ aber auch noch andere Fußabdrücke. Obama kam nämlich nicht nur wegen der Messe, sondern auch, um für das Freihandelsabkommen TTIP zu werben. Die Initiative „Soziale Marktwirtschaft“ widmete den Verhandlungen zwischen den USA und Deutschland ein entsprechendes Plakat mit den Konterfeis der beiden Regierungschefs. In Anspielung auf den ersten Präsidentschaftswahlkampf von Barack Obama trug dieses den Titel „TTIP is Hope“. Das stimmt sogar, denn TTIP ist die Hoffnung einer kleinen, verdammt reichen Elite, die Welt nun endgültig versklaven zu können.

Wie unter diesen Bedingungen die Marktwirtschaft noch sozial gestaltet werden soll, muss die Initiative allerdings erst einmal erklären. Immerhin können dann US-Konzerne vor Schattengerichten gegen Mindestlöhne sowie Arbeits- und Verbraucherschutzstandards klagen. Der Slogan ist neoliberale Propaganda auf niedrigstem Niveau, wobei die Initiative auch noch die bodenlose Frechheit besaß, eines der Plakate an der Aufmarschroute einer Anti-TTIP-Demo zu platzieren.

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Die Demonstration fand bereits am 23. April statt und konnte über 100.000 Menschen gegen TTIP, CETA und TISA mobilisieren. Das waren zwar nur halb so viele wie am 10. Oktober 2015 in Berlin, aber immerhin noch eine beachtliche Zahl von Leuten. Die Polizei und Massenmedien spielten die Teilnehmerzahl selbstverständlich auf 35.000 herunter. Inzwischen wird also nicht mehr halbiert, sondern gleich durch drei geteilt. Sonst ließe sich nicht mehr das Bild aufrechterhalten, TTIP wäre mehrheitsfähig.

Unter anderem behauptete Reinhold Festge erst kürzlich, die „schweigende Mehrheit“ der Bundesbürger befürworte das Freihandelsabkommen. Nur wenige Tage später wurde der Präsident des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau ausgerechnet durch eine Umfrage der wirtschaftnahen Bertelsmann-Stiftung Lügen gestraft. Rund 70% der Bevölkerung haben sich bereits mit TTIP beschäftigt und die große Mehrheit lehnt das Abkommen ab. Die 30% Uniformierte, die noch gar nicht abschätzen können, was da auf sie zukommt, kann man indes wohl kaum als Fürsprecher des Freihandelsabkommens zählen.

Würde die Bundesregierung das Volk über TTIP, CETA und TISA abstimmen lassen, wären diese Abkommen wohl endgültig vom Tisch. Die Demonstration war jedenfalls ein weiterer großer Erfolg im Kampf gegen alle drei Abkommen. In diesem Sinne: „Yes we can stop TTIP!“

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Anschläge von Brüssel – Ein gefundenes Fressen

von Shinzon

Am Morgen des 22. März 2016 hat es in Brüssel wieder einmal gekracht. Bei den Anschlägen am Flughafen und einem U-Bahnhof soll es sich um Racheakte für die Verhaftung von Salah Abdeslam, einem Mitverantwortlichen der Terroranschläge von Paris, gehandelt haben. Inzwischen wurde jedoch eingeräumt, dass die Anschläge, bei denen 34 Menschen starben, ohnehin geplant gewesen und lediglich vorgezogen worden seien.

Wie bei jedem solchen Ereignis stimmt wieder mal so einiges nicht. Das fängt schon damit an, dass die Massenmedien abwechselnd von 3 Selbstmordattentätern, bzw. 2 Selbstmordattentätern und einem Flüchtigen berichten. Teilweise beide Varianten in einem Artikel. Wenn nun einer der Verdächtigen auf der Flucht ist, dann wäre er kein Selbstmordattentäter, denn Selbstmörder können nicht mehr fliehen. Außer vielleicht als Zombie, aber nach der Detonation eines Sprengstoffgürtels wäre wohl nicht einmal mehr das möglich.

Die Täter waren auch wieder ziemlich schnell ausgemacht. Auf den Überwachungsfotos fällt auf, dass zwei der mutmaßlichen Täter nur je einen Handschuh tragen, in denen angeblich die Auslöser für die Bomben versteckt waren. Wo hatte dann aber der dritte seinen Auslöser versteckt? Der trägt auf dem veröffentlichten Foto nämlich keinen Handschuh. Hat wohl schon ziemlich früh kalte Füße bekommen, was?

Handschuhbomber

Nun könnte man viel über die mutmaßlichen Täter spekulieren, das ersparen wir uns aber. Bleiben wir bei den Fakten und die besagen, dass einer der mutmaßlichen Täter, Ibrahim El Bakraoui, 2015 aus der Türkei ausgewiesen wurde. Die türkischen Behörden warnten Belgien vor dem potentiellen Terroristen, doch scheinbar haben die wieder einmal geschlafen. Nach Paris ist eine solche Schlamperei einfach unverzeihlich! Oder eben Absicht…

Geschlampt haben auch die Massenmedien. Diese haben nämlich ein vermeintliches Video der Explosion auf den Brüsseler Flughafen in Umlauf gebracht, welches dummerweise schon 5 Jahre alt ist und einen Anschlag in Russland zeigt. Das Datum wurde kurzerhand ausgetauscht, was zweifelsfrei für eine bewusste Falschdarstellung spricht. Warum aber nun ein altes Video aus Russland als Anschlagsvideo aus Brüssel verkaufen? Was ist mit den Originalvideos aus Brüssel? Zeigen die vielleicht etwas, das die Öffentlichkeit nicht sehen soll?

Quelle

Video Brüssel aus Russland

Ob nun Islamisten, Geheimdienste oder der IS zusammen mit Geheimdiensten hinter den Anschlägen stecken, ist eigentlich zweitrangig. Sie alle haben ihre Ziele wieder einmal erreicht und die Mehrheit der europäischen Bevölkerung reagiert wie gewünscht. Was die Ziele im Einzelnen sind?

1. Angst verbreiten. Der IS verfolgt dieses Ziel, weil er als Terrororganisation ernst genommen werden will. Die Geheimdienste und Regierungen nutzen die Angst indes, um den totalen Überwachungsstaat voranzutreiben und bürgerliche Freiheiten abzubauen. Dumm nur, dass weder die Vorratsdatenspeicherung noch Videokameras die letzten Anschläge in Brüssel und Paris verhindert haben. Und V-Leute wie Irfan Peci wurden lediglich dazu genutzt, die Situation weiter anzuheizen und den Terror zu finanzieren.

2. Die Nazifizierung der Gesellschaft vorantreiben. Warum die westliche Elite das will, ist offensichtlich. Wenn das Volk Jagd auf Ausländer und insbesondere auf Muslime macht, haben die Banken und Konzerne ihre Ruhe. Selbst den etablierten Parteien kommt es zugute, wenn die tumben Massen Parteien wie den Front National und die AfD für eine Alternative halten, denn im Grunde vertreten die Rechtspopulisten dieselben arbeiterfeindlichen Interessen des Kapitals.

Doch warum sollte dem IS an einer fremdenfeindlichen und insbesondere islamfeindlichen Stimmung gelegen sein? Das ist weniger kompliziert, als es sich anhört. Der IS hat in den letzten Monaten große Teile der von ihm eroberten Gebiete wieder verloren. Außerdem gehen ihm langsam die Kämpfer aus, denn über 10.000 haben bereits ihre gerechte Strafe für die von ihnen verübte Gräuel erhalten. Setzt sich dieser Trend fort, bleibt bald nicht mehr viel vom selbsternannten Kalifat übrig und wer möchte schon für die Verliererseite kämpfen, wenn er oder sie noch etwas Positives aus dem eigenen Leben machen kann?

Die Anschläge sorgen nun jedoch für eine islamfeindliche Stimmung in Europa. Wenn als Konsequenz daraus noch mehr Asylheime brennen, Moscheen beschmiert und Muslime von Faschos zusammengetreten werden, entsteht Hass auf die westliche Welt. Mit diesem Hass lässt sich arbeiten. Gemäßigte Muslime, die dem braunen Mob zum Opfer fallen, sind gefundenes Fressen für die Salafisten. Deren scheinbar rettende Hand verteilt dann früher oder später Kalaschnikows oder Sprengsätze.

Die Faschisten und Rechtspopulisten werden damit zu unfreiwilligen Helfern des IS, was wieder einmal zeigt, dass pauschaler Hass auf alles Fremde niemals zielführend ist. Es sei denn, man wünscht sich wahlweise eine faschistische neue Weltordnung oder ein globales Kalifat. Ansonsten wären wir wieder bei der Logik: Wer Gewalt mit Gewalt bekämpft, der heilt auch Krebs mit Zyanid.

War die SED ein Freimaurerkonstrukt?

Bei der Bildersuche im Internet findet man unter dem Schlagwort „Freimaurerhandschlag“ immer wieder das Logo der Sozialistischen Einheitspartei. Doch war die SED wirklich ein Freimaurerkonstrukt? Welche ihrer Gründer tatsächlich Freimaurer waren, ist unbekannt. Zumindest der weibliche Teil kann jedoch weitgehend ausgeschlossen werden. Bis zum Mauerfall 1989 hatte die Partei rund 2,3 Millionen Mitglieder und die wenigsten davon dürften Freimaurer gewesen sein. Es gab nicht mal in Gesamtdeutschland auch nur annähernd so viele Logenbrüder.

Beim SED-Logo handelt es sich jedenfalls definitiv nicht um einen Freimaurerhandschlag. Das Logo symbolisiert viel mehr die Vereinigung von KPD und SPD in der russischen Besatzungszone, welche 1946 zur Gründung der SED führte. Das Logo erinnert sogar sehr stark an den Handschlag zwischen Otto Grotewohl (1894-1964) und Wilhelm Pieck (1876-1960). Sofern die beiden Freimaurer waren, haben sie es zu diesem Anlass jedenfalls nicht nach außen getragen.

Historischer Handschlag zwischen Otto Grotewohl & Wilhelm Pieck

Historischer Handschlag zwischen Otto Grotewohl & Wilhelm Pieck

Wir wollen hier auf keinen Fall die SED in Schutz nehmen, zumal es in der DDR an anderer Stelle sehr wohl Freimaurersymbolik gab. Wir wollen aber auch keine Desinformation verbreiten und überall Freimaurerhandschläge hineininterpretieren, wo überhaupt keine sind. Die Geschichte der DDR betrachten wir dabei objektiv und differenziert.

Die dunkle Seite der Ancient Aliens

Die Serie „Ancient Aliens“ vom History-Channel ist längst als Massenkonditionierung aufgeflogen. Zwar gibt es durchaus einige Episoden, in denen interessante Denkansätze geboten werden und es darf nicht vergessen werden, dass nicht alle Interviewpartner Teil einer finsteren Verschwörung sind. Leider werden aber auch immer wieder dubiose Esoteriker und Channelmedien wie David Wilcock interviewt. Im besten Falle werden hier also Halbwahrheiten, gewürzt mit viel Spekulationen und jeder Menge Esoterikmumpitz serviert. Das ist bedauerlich, da die Prä-Astronautik an sich hoch interessant ist.

Eine der letzten Episoden mit dem Titel „Saat des Bösen“ schießt den Vogel nun endgültig ab. Oder viel mehr den gefallenen Engel, denn es geht um Luzifer und Satan. An und für sich lohnt sich eine prä-astronautische Betrachtung dieser Charaktere durchaus und nichts anderes haben auch wir hier auf unserem Blog gemacht. Was „Ancient Aliens“ jedoch macht, geht weit darüber hinaus.

Zwar wird der Satanismus in der Sendung angesprochen, ebenso die Besessenheit durch dämonische Extradimensionale. Doch auf der anderen Seite wird Luzifer immer wieder als missverstandener Charakter dargestellt, welcher der Menschheit doch eigentlich das Wissen gebracht hätte. Dabei werden Parallelen zu Prometheus gezogen, die zwar durchaus vorhanden sind, aber die Unterschiede werden ignoriert. Es kommt zu einer regelrechten Gleichsetzung der beiden, welche mit einer Glorifizierung einhergeht. Aber vielleicht sollte das nicht weiter verwundern, denn die Produktionsfirma der Serie heißt Prometheus Entertainment und trägt die Fackel im Logo

Prometheus Entertainment

Die Episode „Saat des Bösen“ verkommt endgültig zur Desinformation, indem sie weder auf Reptiloide (Luzifer ► Schlange) noch auf Santiner (Satan ► Ziege von Mendes) eingeht. Stattdessen wird wieder der Sitchin-Quatsch von den Annunaki nachgeplappert, der nur so vor Falschübersetzungen, Fehlinterpretationen und Verwechslungen strotzt. Im abschließenden Fazit lässt man dann noch einmal alle Optionen offen, was eine positive Darstellung Luzifers einschließt.

Russland unterstützt Rechtsruck in Europa und USA

Vor kurzem lief noch eine gigantische Propagandamaschinerie gegen den russischen Präsidenten Putin, welche die Stimmung im Westen gegen Russland anheizen sollte. Die Zeichen standen ganz klar auf Krieg. Nun scheinen jedoch Putin und die russischen Medien völlig frei zu drehen und äußern Dinge, die man so nicht von ihnen erwartet hätte.

Zunächst einmal überraschte Putin die Welt mit seinen Sympathiebekundungen für den amerikanischen Präsidentschaftskandidaten und Milliardär Donald Trump. Er meinte, dass die USA genau diesen als Präsidenten brauchen würden. Ist Putin eigentlich klar, dass Trump ein durchgeknallter Psychopath mit einer Schwäche für Waffen und Krieg ist? Will sich der russische Präsident etwa vorsorglich bei Trump einschleimen, um von dessen Abschussliste genommen zu werden? Oder kennen sich die beiden vom Club der Milliardäre? Wie es scheint, war der neue Kalte Krieg doch nur Show.

Noch bedenklicher ist die Story, welche Russlands Außenminister Lawrow sowie die russischen Mainstream-Medien in Deutschland verbreiten. Sie handelt von einem russlanddeutschen Mädchen aus Berlin, welches nach eigenen Aussagen angeblich von Flüchtlingen entführt und vergewaltigt wurde. Nach Auswertung der Handydaten der 13-Jährigen ist der vermeintliche Übergriff inzwischen als Lügenmärchen aufgeflogen. Die Kleine war die ganze Zeit über bei ihrem Freund und wurde weder entführt noch vergewaltigt. Zumindest nicht von Flüchtlingen, denn nun steht der 19-Jährige wegen Verführung einer Minderjährigen unter Verdacht.

Dennoch bleiben die russischen Fernsehsender bei ihren Behauptungen, während Russlanddeutsche eine rassistische Demo nach der anderen anmelden und dabei Zulauf von „besorgten Deutschen“ bekommen. Warum geben die russischen Massenmedien den deutschen Rechtspopulisten und Neonazis Auftrieb? Nur weil das Mädchen eine Russlanddeutsche ist? Oder steckt mehr dahinter? Wurde die ganze Sache vielleicht inszeniert?

Die Deutschen sollten jedenfalls vorsichtig sein, wem sie da hinterherlaufen. Nicht nur, weil es grotesk wirkt, mit Russlanddeutschen gegen Migranten zu marschieren. Immerhin sind diese selbst Migranten und fallen viel öfter durch Fehlverhalten auf als Flüchtlinge. Zudem gibt es Städte in Deutschland, in denen um die 10.000 Russlanddeutsche leben, aber nur wenige hundert Flüchtlinge. Auffällig ist außerdem, welcher Zusammenhalt plötzlich zwischen den Russlanddeutschen in ganz Deutschland herrscht. Werden die Drahtzieher der Demos vielleicht von irgendwem gelenkt?

Es scheint fast so, als wolle nach den US-Geheimdiensten nun auch Russlands Führung Europa und insbesondere Deutschland destabilisieren. Vielleicht weil ein bürgerkriegszerrüttetes Deutschland im Falle eines Weltkrieges gegen die NATO leichter zu überrennen wäre? Welches Interesse sollte man sonst in Moskau haben, den Rechtsruck in Deutschland weiter anzuheizen? Immerhin hat Russland selbst Probleme mit Neonazis und das sind nicht gerade Putins Freunde. Gleiches gilt für die deutschen Neonazis, welche im Kriegsfalle als Stay Behind Armee Russland schnell in den Rücken fallen würden. Die russische Führung spielt da ein sehr gefährliches Spiel und vergrault damit all jene, die Russland bisher gegen die westliche Propaganda verteidigt haben.

KenFM zu Köln

Während ein Teil der Truther-Szene seit Köln gänzlich dem Rassismus verfallen ist, hinterfragt der harte Kern die Ereignisse. Grund genug gibt es dazu, denn pauschale Verteufelungen von Flüchtlingen entsprechen einfach nicht den Tatsachen. So gab es am Kölner Bahnhof keinen Mob von 1.000 Vergewaltigern, sondern eine große Menschenmenge, zu der auch die Opfer, völlig Unbeteiligte und dutzende Schaulustige gehörten. Des Weiteren befinden sich unter den Tatverdächtigen vom Kölner Bahnhof drei Deutsche und ein US-Amerikaner, während es auf der anderen Seite Flüchtlinge gab, die den Frauen geholfen haben und sich für die Täter schämen.

Eine weitere differenzierte Betrachtung der Ereignisse gibt es nun auch von Ken Jebsen in seiner Reihe „Me, Myself und die Medien.“ Im Zentrum steht die Frage „Wem nützt es?“ Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen.

KenFM zu Flüchtlingen und Geschichtsrevisionismus

Da wir in den letzten Wochen technische Probleme hatten, konnten wir lange Zeit nichts Aktuelles bloggen. In der Zwischenzeit ist viel passiert. U.a. wurden die Flüchtlinge von zweifelhaften NGOs instrumentalisiert, hinter denen sich US Think Tanks verbergen. Dabei geht es nicht wirklich darum, Flüchtlingen zu helfen und erst recht nicht, die Fluchtursachen zu benennen. Europa soll einfach nur destabilisiert und nach rechts gerückt werden, was bei den französischen Wahlen ja auch prima geklappt hat.

Jetzt wird Ken Jebsen natürlich wieder Rechtspopulismus vorgeworfen, doch er argumentiert gar nicht gegen Flüchtlinge, sondern lediglich gegen ihre Instrumentalisierung. Er ruft darüber hinaus zu echter humanitärer Hilfe auf, was kein Rechtspopulist jemals tun würde. Ebenso verurteilt er die Finanzspritzen an die Türkei, damit Sultan Erdogan Flüchtlinge aus Europa fernhält.

Was andere reden ist dagegen viel skandalöser, doch darüber regt sich in den Massenmedien niemand auf. Z.B. wenn Angela Merkel sich voller stolz darüber äußert, dass kurdische Kinder nach den deutschen Panzerabwehrraketen „Milan“ benannt werden. Diese kranke Psychopathin freut sich allen Ernstes, dass Kinder nach Waffen benannt werden, von denen sie dann getötet werden?

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu nahm indes auf dem Weltkongress der Zionisten Adolf Hitler in Schutz und schob die Schuld an der Shoa auf die Palästinenser. Nun mag Hitler sich tatsächlich mit dem Großmufti von Jerusalem getroffen haben und gewiss lagen die beiden auf einer Wellenlänge. Aber der eliminatorische Antisemitismus des deutschen Faschismus ist ein historischer Fakt, der sich anhand von Hitlers Reden und „Mein Kampf“ zweifelsfrei belegen lässt.

Netanjahus nachweislich falsche Behauptung würde in Deutschland als Holocaustverharmlosung schnell zu einer entsprechenden Anzeige führen. Jeder deutsche Politiker würde mit einer vergleichbaren Äußerung politischen Selbstmord begehen und könnte anschließend maximal noch bei der NPD oder dem III. Weg Karriere machen. Aber Netanjahu lässt man das einfach so durchgehen. Was sagen eigentlich die Antideutschen dazu? Die müssten ja nun entweder Israels Staatsoberhaupt kritisieren oder die deutsche Schuld am Holocaust relativieren. Schwierig, schwierig. Am wahrscheinlichsten werden sie Netanjahus Bemerkung einfach ignorieren und den offensichtlichen Widerspruch auf diese Weise gekonnt umschiffen.

Verschwörungstheorie? Verschwörungsfakt!

Die meisten Fälle sind inzwischen allseits bekannt. Die Nummer 3 dürften jedoch nur wenige kennen. Die US-Regierung infizierte 1946-1948 in Kooperation mit der Rockefeller Foundation rund 1.500 Menschen in Guatemala mit Syphilis – angeblich um die Wirksamkeit von Penicilline zu testen. Steuerfinanzierte Menschenexperimente mit Biowaffen in Ländern des armen Südens – wie nett. Dazu noch etwas inszenierter Terror, Mind Control, Media Control und totale Überwachung.