de Maiziére lobt die Türkei

von Shinzon

Es ist unfassbar, wie die deutsche Bundesregierung mit der Flüchtlingskrise umgeht. Während das künstlich in die Schulden getriebene Griechenland kaum finanzielle Hilfe bei der Unterbringung der ankommenden Flüchtlinge erhält, schenkt man der reichen Türkei Abermilliarden Euro. Das Geld wird aber keineswegs dafür verwendet, die Asylsuchenden menschenwürdig unterzubringen. Viel mehr schottet sich die Türkei gegen Syrien ab und reduziert die Flüchtlingszahlen, indem sie Kurden bombardiert.

Für diese Menschenverachtung sprach der deutsche Innenminister Thomas de Maiziére der Türkei am 5. März 2016 ein großes Lob aus. „Dort sind 2,5 Millionen Flüchtlinge aus der Krisenregion in Syrien aufgenommen worden. Das verdient Anerkennung und nicht Kritik“, sagte er. Darüber, wie die Flüchtlinge untergebracht wurden, schwieg sich de Maiziére aus.

Zu dem Massenmord an den Kurden meinte er indes nur: „Wir sollten nicht der Schiedsrichter beim Thema Menschenrechte für die ganze Welt sein.“ Seltsam, denn wann immer die USA oder NATO einen Regime-Change wünschen, spielt sich Deutschland stets als Schiedsrichter auf. Bei Partnern wie der Türkei und Saudi Arabien dagegen nie. Das ist so, als würde ein Fußballschiedsrichter nur die Fouls kleinerer Vereine mit einer roten Karte bestrafen, während sich der FC Bayern alles erlauben kann. Thomas de Maiziéres Kungelei mit dem türkischen Machthaber Erdogan ist so durchsichtig wie verlogen.

Zudem kommt sein Statement just in dem Moment, als das Regime in Ankara eine weitere Zeitung unter seine Kontrolle bringt. Zwar handelt es sich bei der „Zaman“ um das Sprachrohr des radikalen Islamisten Fethulla Gülen, was das Vorgehen in diesem Fall nachvollziehbar macht. Dennoch wird die Pressefreiheit in der Türkei generell mit Füßen getreten. Einfach jeder, der das Erdogan-Regime kritisiert oder den Völkermord an den Armeniern und aktuell an den Kurden anspricht, wandert in den Knast. Bei der „Zaman“ ging es dementsprechend auch nicht um deren radikale Ansichten zum Islam, sondern um die geübte Kritik am türkischen Staat.

Die Worte des deutschen Innenministers sind purer Zynismus und freilich würde er die linke Regierung in Griechenland niemals loben, egal wie viele Flüchtlinge sie aufnimmt. Thomas de Maiziére sollte sich in den Sachsensumpf zurück verkriechen, aus dem er einst gekrochen ist.

Blogger im Visier der Staatsanwaltschaft

Im Frühjahr 2015 erschienen auf der Plattform netzpolitik.org zwei Artikel, in denen interne Pläne des Verfassungsschutzes offen gelegt wurden, welche die Überwachung sozialer Netzwerke betrafen. Ein handfester Spitzelskandal, der eindeutig gegen den Schutz der Privatsphäre verstößt. Doch vor Gericht steht nicht etwa der Verfassungsschutzpräsident Maaßen. Im Gegenteil wurde auf dessen Drängen eine Ermittlung gegen die Blogger von Netzpolitik eingeleitet. Der Vorwurf: Landesverrat.

Verraten haben die Blogger aber nicht das Land, sondern nur die schmutzigen Geheimnisse eines außer Kontrolle geratenen Geheimdienstes. Wenn gegen jemanden wegen Landesverrats ermittelt werden müsste, dann gegen den Verfassungsschutz, da dieser sowohl rechtextremen Terror als auch islamistischen Terror aktiv finanziert und unterstützt hat. Und da sind wir noch gar nicht beim BND und der Bundesregierung, die Daten von 80 Millionen Deutschen sowie der deutschen Wirtschaft an die NSA weitergegeben haben. Warum wird nicht gegen diese Landesverräter ermittelt?

Im deutschen Rechtsstaat scheinen die Herrschenden gegenüber dem Volk vor dem Gesetz doch um einiges gleicher zu sein. Entsprechend fallen die Reaktionen der Öffentlichkeit zugunsten von Netzpolitik aus. Eine Petition zur Einstellung des Verfahrens auf change.org fand innerhalb weniger Wochen rund 70.000 Unterstützer. Sogar die Massenmedien stellen sich entschieden gegen diesen Angriff auf die Pressefreiheit. Immerhin wurde 1962 auch schon gegen den Spiegel wegen Landesverrats ermittelt. An die Großen wagt man sich inzwischen zwar nicht mehr, aber deren Unterstützung für die alternativen Medien kommt einigen wohl ziemlich überraschend.

Weitere Unterstützung erhält Netzpolitik von der Opposition im Bundestag sowie von einer breiten Öffentlichkeit. Im Ergebnis ist das Ermittlungsverfahren gegen Netzpolitik inzwischen eingestellt worden und der Generalbundesanwalt Range ist seinen Job los. Für die zwei Hauptverantwortlichen, den Verfassungsschutzpräsident Maaßen sowie Bundesinnenminister de Maizière, bleibt der Skandal jedoch vorerst ohne Konsequenzen.

Die neue Weltordnung – Faschismus oder New Age?

von Shinzon

Die „neue Weltordnung“ geistert schon lange durch die Medien und das Internet. Von offizieller Seite wird der Begriff oft ins Reich der Verschwörungstheorien abgeschoben, doch gleichsam wird er von offizieller Seite immer öfter selbst verwendet. Dabei bemühen sich Politiker und Massenmedien selbstverständlich, die geplante Weltregierung in ein positives Licht zu rücken.

Die Katze ist also längst aus dem Sack – die Elite strebt eine Weltregierung an und macht daraus längst keinen Hehl mehr. Sogar auf Wikipedia ist zur neuen Weltordnung Folgendes zu lesen: „Neue Weltordnung (englisch: New World Order) ist ein politisches Schlagwort für Konzepte, eine Friedens- und Rechtsordnung für die Weltpolitik zu etablieren. Voraussetzung ist der Abbau nationaler Spannungen und Schaffung einheitlicher Strukturen.“

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Dennoch fahren die Massenmedien weiterhin eine Doppelstrategie und nennen Kritiker der angestrebten Weltregierung nach wie vor „Verschwörungstheoretiker“. Dabei ist Kritik durchaus angebracht, wenn man sich einmal ansieht, wer alles von einer „neuen Weltordnung“ schwärmt. Da tauchen Namen wie David Rockefeller, George Herbert Walker Bush, Henry Kissinger und Angela Merkel auf. Es fällt auf, dass es sich sämtlich um Neocons, Kriegtreiber, Großindustrielle und Vertreter der Finanzmafia handelt.

An diesen Eliten ist kein guter Finger, also wie sollte man auf die Idee kommen, dass diese korrupten Verbrecher das Beste für die Menschheit wollen? Sie reden selbst von „Unterwerfung“ und weisen immer wieder auf den Einfluss der Geheimgesellschaften hin. Letzteres ist besonders interessant, denn die neue Weltordnung ist keineswegs ein rein politisches Schlagwort, wie auf Wikipedia behauptet wird, sondern ein erklärtes Ziel der Freimaurerei.

Einen ersten Beleg dafür kann man auf dem Staatssiegel der USA finden. Dieser Staat wurde von Freimaurern wie George Washington und Benjamin Franklin gegründet und so verwundert es nicht, dass das Siegel zahlreiche Freimaurersymbole enthält. Wir wollen an dieser Stelle allerdings nicht näher auf alle versteckten Hinweise eingehen, sondern uns nur mit dem Banner unterhalb der Pyramide mit dem allsehenden Auge beschäftigen. Darauf steht in Latein: „Novus Ordo Seclorum“.

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Korrekt übersetzt bedeutet dies „Neuordnung der Zeit“, was ein wenig nach dem temporalen Kalten Krieg aus „Star Trek – Enterprise“ klingt. Wollen hier also Zeitreisende den Verlauf der Menschheitsgeschichte verändern? Oder beziehen sich die Worte auf Anbruch eines neuen Zeitalters, welches eine neue Ordnung mit sich bringen wird?

Vieles deutet auf Letzteres hin, wobei man die neue Weltordnung als Synonym für das „goldene Zeitalter“ verstehen kann, welches in esoterischen Kreisen auch „Wassermannzeitalter“ genannt wird. Astrologischer Aberglaube spielt dabei natürlich eine wichtige Rolle und obwohl es eigentlich völlig egal ist, in welchem Tierkreiszeichen die Sonne gerade aufgeht, bestehen Okkultisten und Esoteriker darauf, dass ihre neue Weltordnung zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt umgesetzt wird.

Wann dieser Zeitpunkt gekommen ist, scheint den Betreffenden aber selbst noch nicht so recht klar zu sein. Seit rund 150 Jahren sprießen esoterische Gesellschaften wie Pilze aus dem Boden und schicken einen Weltenlehrer nach dem anderen ins Rennen. Unterdessen zanken sich die Satanisten seit Aleister Crowley darum, wer der kommende Antichrist sein darf. Auf dem politischen Parkett ringt indes die USA um die absolute Weltherrschaft und ihre okkulten Eliten versammeln sich in immer neuen Think Tanks, um diesem Ziel näher zu kommen. Eine solche Denkfabrik nennt sich gar „Projekt für ein amerikanisches Jahrhundert“ und plante sämtliche Kriege im ölreichen Nahen Osten und Nordafrika.

Zugegeben, die Umsetzung der finsteren Pläne zur Etablierung einer Weltregierung ist bereits sehr weit vorangeschritten. Nach dem ersten Weltkrieg kam es fahrplanmäßig zur Gründung des Völkerbundes und nach dem 2. Weltkrieg folgte die Gründung der UN, welche tatsächlich von esoterischen Gruppierungen wie dem Lucis Trust beraten wird. Inzwischen bahnt sich ein dritter Weltkrieg an und parallel dazu werden Stimmen laut, die fordern, aus der UN eine Weltregierung zu formen. Darunter sogar der Ex-Papst Benedict XVI.

Weiterhin inszenieren westliche Geheimdienste wie die CIA Aufstände und Staatsstreiche in allen Ländern, die einer US-imperialistischen Weltordnung und deren wirtschaftlichen Interessen im Wege stehen. In den angepassten Ländern werden indessen die Gesetze zur inneren Sicherheit verschärft, Kontrollsysteme wie INDECT installiert, die Demokratien mit ESM und Fiskalpakt der Hochfinanz unterworfen und die Märkte mit Freihandelsabkommen wie TTIP radikalisiert.

Es scheint fast so, als könne die totalitäre neue Weltordnung von niemandem mehr gestoppt werden. Die Mehrheit will diese Entwicklung auch gar nicht aufhalten, manche halten sie sogar für gottgewollt, weil sie vom Papst und Angela Merkel propagiert wird. Vollkommen siegesssicher hat die westliche Elite daher bereits 1978 ihre 10 Gebote für das kommende Zeitalter in Stein meißeln lassen. Die so genannten Georgia Guidestones können heute ganz offen in Elbert County (Georgia, USA) bewundert werden.

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Der Erfolg ist jedoch keineswegs vorherbestimmt. Obwohl mit dem 9/11-Ritual 2001 bereits das Ende der alten Weltordnung eingeläutet wurde, hat man den Startschuss für die neue Weltordnung um das gehypte Jahr 2012 verpasst. Die okkulten Eliten sind also nicht allmächtig und obendrein untereinander total zerstritten.

So scheinen die östlichen Logen gänzlich andere Ansichten über die neue Weltordnung zu haben und weder Wladimir Putin noch die Führung der Volksrepublik China beabsichtigen, sich Washington und London zu unterwerfen. Beide haben durchaus eigene Machtinteressen, die sich nicht unbedingt mit denen des westlichen Imperialismus decken. Zudem hat spätestens die Hinrichtung von Gaddafi, der von seinen europäischen Logenfreunden Sarkozy und Berlusconi verraten wurde, den Herrschenden in Moskau und Peking gezeigt, wie entbehrlich sie sind.

Wenn man also danach fragt, wie genau die neue Weltordnung aussehen soll, bekommt man mindestens zwei verschiedene Antworten. In jedem Falle scheint das Resultat aber ein totalitärer Überwachungs- und Polizeistaat zu sein. Auf der einen Seite haben wir ein faschistisches Amerika, auf der anderen ein stalinistisches China. Russland ist ebenfalls nicht die angenehmste Alternative, da auch dort Freiheiten wie jene der Presse oder der Homosexuellen unterdrückt werden.

Doch ist die neue Weltordnung tatsächlich der faschistische Eine-Welt-Staat, vor dem sich viele fürchten? Oder dient diese Erfahrung am Ende nur als Blendwerk? Es dürfte wohl klar sein, dass ein globaler Polizeistaat bei den Menschen nicht gut ankommt und schnell entsprechende Gegenreaktionen erzeugen wird. Selbst bei entsprechender Bevölkerungsreduktion durch den 3. Weltkrieg, Biowaffen, Umweltgifte und dergleichen dürfte sich ein faschistisches Regime auf globaler Ebene nicht lange halten.

Sicherlich gibt es auf den unteren Rängen einige Politiker, die an einem solchen System festhalten werden, doch an der Spitze der Pyramide dürfte man sich sehr wohl darüber im Klaren sein, dass eine solche Weltordnung dem Untergang geweiht ist. Und für diesen Fall hat man natürlich vorgesorgt.

Die wahre neue Weltordnung wird man uns erst dann servieren, wenn wir durch den dritten Weltkrieg und die faschistische Knechtschaft dermaßen gebeutelt sind, dass wir dankbar nach jedem Strohhalm greifen werden. Wenn wir von der Hochfinanz, den Großkonzernen und deren Politmarionetten endgültig die Schnauze voll haben werden, könnten esoterische Ideen wie das Venus-Projekt oder das Thrive-Movement sprunghaft an Reiz gewinnen.

In diesem Zusammenhang können auch die Georgia Guidestones gesehen werden. Berüchtigt ist der moderne Megalithbau vor allem wegen der ersten drei Forderungen nach einer Bevölkerungsreduktion auf 500 Millionen, einer strengen Geburtenkontrolle und der Vereinigung der Menschheit durch eine Weltsprache.

Über die restlichen Gebote wird dagegen weitaus weniger geschrieben, da sie im Vergleich mit den ersten drei Forderungen direkt vernünftig erscheinen. Völlig konträr scheint sogar das sechste Gebot, welches nationale Selbstbestimmung fordert, denn immerhin würde es unter einer Weltregierung keinerlei nationale Souveränität mehr geben. Es drängt sich einem der Verdacht auf, dass das Geschwafel über Gerechtigkeit, Wahrheit, Liebe und Einklang mit der Natur nichts weiter als ein Teil einer esoterischen Agenda ist.

Ähnlich ist das Wirken von Theosophen und Freimaurern wie David Icke, Foster Gamble, Alex Jones, Norbert Brakenwagen, Ivo Sasek, Jo Conrad usw. zu verstehen, welche mit großem Nachdruck gegen die faschistische neue Weltordnung mobil machen. Gleichzeitig propagieren sie jedoch esoterisches Gedankengut und schwärmen vom kommenden Wassermannzeitalter. Wieder einmal läuft alles nach dem Prinzip: „Schaffe ein Problem und biete dann DEINE Lösung an!“ Der globale Faschismus ist das Problem und die esoterische neue Weltordnung die Lösung.

Es ist gar nicht mal so schwer, diese Taktik zu durchschauen. Der Okkultismus hat bekanntlich zwei Seiten: Das satanische Prinzip, welches zerstört, und das luziferische Prinzip, welches erschafft. Die luziferische neue Weltordnung wird sich dabei wie ein Phönix aus der Asche der satanischen alten Ordnung erheben und in spätestens 10.000 Jahren stehen wir abermals an diesem Punkt. Die beiden Seiten der okkulten Medaille werden sich so lange immer wieder gegenseitig ablösen, bis die Menschheit dieses Spiel durchschaut und sämtliche Geheimgesellschaften zum Teufel jagt, wo sie offensichtlich auch hingehören.

Am Ende bleibt natürlich die Frage, in welcher Welt wir leben wollen? In einer Welt des Faschismus, Stalinismus oder Kapitalismus wollen mit Sicherheit nur die wenigen Individuen leben, die nichts außer ihrem Hass und Egoismus kennen. Eine Welt ohne Geld, Ausbeutung, Krieg und Rassismus, in der wir wieder im Einklang mit der Natur leben, dürfte dagegen für die Mehrheit der Menschheit erstrebenswert sein. Dumm nur, dass die Individuen an der Spitze der Machtpyramide das wissen und uns mit genau damit locken werden.

Dürfen wir angesichts dessen überhaupt noch nach Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit und Demokratie streben? Selbstverständlich ja! Wir müssen uns nur gut überlegen, wem wir dabei vertrauen können. Hilfreich ist dabei die Kenntnis von Symbolen, Codes und Begriffen. Esoteriker entlarven sich am Ende immer selbst, z.B. wenn sie vom „Wassermannzeitalter“ schwärmen, „aufgestiegene Meister“ channeln, astrologischen Aberglauben propagieren und einschlägige Symbole wie die Pyramide mit dem allsehenden Auge verwenden.

Vertrauenswürdiger sind dagegen all diejenigen, die eine größtmögliche Dezentralisierung von Macht bzw. „keine Macht für niemand“ fordern, keinerlei okkulten Geheimgesellschaften angehören und für jedes Phänomen eine wissenschaftlich-rationale Erklärung suchen. Noch wichtiger als Vertrauen ist jedoch unser Selbstvertrauen, denn letztendlich können wir alle mitbestimmen, wie die Welt aussehen soll, in der wir leben möchten.

KenFM über internationalen Errorismus

Von den Boston Bombings bis London – trotz offensichtlicher Widersprüche und erfolterter Geständnisse glaubt die Mehrheit bereitwillig alles, was man ihr auftischt. Der Kauf von Kampfdrohnen durch die deutsche Bundesregierung stört schon lange fast niemanden mehr. Wir können Kens Zynismus sehr gut nachvollziehen.

Justizskandal in Bayern – Der Fall Mollath

Was sich die byrische Justiz in diesem Fall erlaubt, ist echt ultrahart. Jetzt wird man schon als „Verschwörungstheoretiker“ in die Klapse gesteckt, wenn man von Steuerflucht redet. Als Nächstes ist dann wohl noch die Auseinandersetzung mit Korruption und Vetternwirtschaft Anzeichen von paranoider Shizophrenie oder was? Das wäre dem bayrischen Landtag sicher recht.

Zombiewood erklärt Solidarität mit Pfarrer König

Nachdem bereits der Aktivist Tim für die Teilnahme an einer friedlichen Blockade gegen den Naziaufmarsch in Dresden 2011 hart bestraft wurde, macht die sächsische Justiz nun auch Jagd auf den Jenaer Jugendpfarrer Lothar König, weil dieser zu friedlichem Widerstand gegen Neonazis aufgerufen hatte.

Wieder einmal schützt der Staat seine eigenen Feinde, die Neonazis, die die Demokratie abschaffen wollen, während auf der anderen Seite friedliche Gegendemonstranten unter konstruierten Vorwänden juristisch verfolgt werden. Das Vorgehen gegen Lothar König ist dabei nicht nur geschichtsvergessen.

Die Verfolgung eines friedlichen Pfarrers, der zu Gewaltlosigkeit aufruft, lässt überdies eine okkulte Gesinnung der Verantwortlichen im Hintergrund vermuten. Es handelt sich zwar vordergründig um die Kriminalisierung von Antifaschisten (was schlimm geung ist), aber irgendwie hat dieser Schauprozess auch den Charakter einer Christenverfolgung.

Solidaritätserklärung der LINKEN

Polizeistaat verhindert Gedenken

von Shinzon

Am 17. März 2013 fand in Gotha das alljährliche Gedenken an die Opfer der Niederschlagung der Märzaufstände von 1920 statt. Die Arbeiteraufstände waren eine Reaktion auf den faschistischen Kapp-Lüttwitz-Putsch und hatten eine demokratische Räterepublik zum Ziel.

Die Reaktion von Seiten des damaligen Staates bestand aus roher Gewalt. Allein in Gotha starben über 100 Menschen, als die Reichswehr das Feuer auf die Menge eröffnete. Rechte Freikorps verhafteten, folterten und ermordeten unzählige KommunistInnen und SozialistInnen im ganzen Land. Blutbäder wie dieses ebneten schlussendlich auch den Weg Adolf Hitlers.

Als 2012 eine neue Gedenktafel mit einem relativierenden Text an der Gothaer Hauptpost angebracht wurde, schickte man SchülerInnen des Ernestinum-Gymnasiums vor, um die Geschichte im Sinne des herrschenden Antikommunismus umzudeuten. Aus ermordeten Arbeitern wurden marodierende Terroristen, die angeblich ein Massaker unter der Gothaer Bevölkerung angerichtet hätten. Die Reichswehr und rechten Freikorps wurden dagegen zu Rettern vor der „roten Gefahr“ umdeklariert.

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Der Vorsitzende der Gothaer Kreisgruppe des VVN/BdA, Martin Mürb, verurteilte in seiner Rede den Geschichtsrevisionismus vom Vorjahr und stellte die Geschichtsschreibung mittels historischer Fakten wieder richtig. Gothas Oberbürgermeister Knut Kreuch (SPD), der 2012 noch die SchülerInnen für ihre abgelesenen Worte beglückwünschte, blieb dem diesjährigen Gedenken fern. Wahrscheinlich hätte sich ein Monarchist wie er ohnehin an der Ehrung von aufständischen Arbeitern gestört.

Einen Grund zum Ärgern lieferte diesmal jedoch die Gothaer Polizei. Bereits an der Post begannen die zwei anwesenden Beamten, einzelne Teilnehmer der Veranstaltung zu schikanieren. Aufgrund der Kälte hatte sich ein junger Mann seinen Schal ins Gesicht gezogen, woraus gleich ein Verstoß gegen das Vermummungsverbot konstruiert wurde.

Auf dem Friedhof ging es dann richtig zur Sache. Zunächst wurde den Teilnehmern am Gedenkstein der Märzgefallenen verboten, ihre Fahnen zu entrollen. Als der extra angereiste Bernd Langer (KUK) eine Gedenkrede halten wollte, untersagten die Beamten auch dies.

Obwohl dieses Gedenken seit Jahren Tradition ist und es im Vorfeld mit der Gothaer Friedhofsverwaltung abgesprochen und genehmigt wurde, wurde die Durchführung aus fadenscheinigen Gründen von der Polizei verhindert. Es nützte auch nichts, die Aktion vor Ort bei den Beamten als Spontankundgebung anzumelden. Als Begründung für die Ablehnung wurde u.a. ein Transparent genannt, welches einige der Teilnehmer dabei hatten. Dies war jedoch logisch, da die Betreffenden es zuvor bei der Kundgebung an der Post verwendet hatten.

Weiterhin ist es hanebüchener Unsinn, dass auf einem Friedhof angeblich keine Reden gehalten werden dürfen. Erst letztes Jahr gab es zur Einweihung des neuen Antifaschistischen Mahnmals auf dem Gothaer Hauptfriedhof eine große Veranstaltung mit zahlreichen Rednern. Man stelle sich vor, die Polizei hätte damals Knut Kreuch vom Mikrophon weg gezerrt. Einfach undenkbar!

Doch kaum ist weder die Prominenz noch die Presse zugegen, werden junge AntifaschistInnen einer Willkür ausgesetzt, dass man glaubt, man lebe in einem Polizeistaat. Zum Glück waren alle Teilnehmer besonnen genug, sich nicht auf die Provokationen einzulassen. Denn im Gegensatz zur Polizeiwillkür wären Ausschreitungen von Linken ein gefundenes Fressen für die Massenmedien.

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Leider änderte der friedliche Protest der TeilnehmInnen jedoch nichts daran, dass die Gedenkveranstaltung abgebrochen werden musste. Auf den faulen Kompromiss des herbeigerufenen Polizeiführers wollte die Mehrheit nicht eingehen, da dies die Akzeptanz staatlicher Willkür bedeutet hätte.

Es wurde von der Polizei u.a. weiterhin verboten, Fahnen zu entrollen. Die Rede von Bernd Langer hätte nur ohne Mikrophon gehalten werden dürfen, wobei sich die Beamten das Recht vorbehalten wollten, sie jederzeit zu unterbrechen, wenn ihnen der Inhalt nicht gefiele. Die Veranstaltungsteilnehmer sahen sich im Recht, die Schikanen der Polizei waren daher für die meisten nicht tolerierbar. Es wurden lediglich die Blumen und Gebinde kommentarlos niedergelegt.

Die von der Polizei zensierte Rede kann unter folgendem Link nachgelesen werden.

http://linksunten.indymedia.org/de/node/81540