Die satanische Kunst von Marina Abramovic

Marina Abramovic ist eine serbische Performance-Künstlerin, die jüngst durch ihre Verstrickung in den Pizzagate-Skandal in die Schlagzeilen geriet. In einer E-Mail hatte sie Tony Podesta und dessen Bruder John zu einem „Spirit Cooking“ eingeladen. Eine genauere Recherche scheint also lohnenswert. Allerdings geben die offiziellen Quellen wenig über ihre okkulten Hintergründe her, sondern liefern mehrheitlich nur biografische Eckdaten.

Marina wurde am 30. November 1946 in Belgrad geboren und war das Kind von Partisanen. Ihr Vater war ein Nationalheld und einer ihrer Großonkel von 1930 bis 1937 Patriarch der Serbisch-Orthodoxen Kirche. Man sollte also meinen, dass sie aus einem gut situierten, christlichen Elternhaus entstammt. Das traf allerdings auch auf Aleister Crowleys Familie zu. Der Grund für die Rebellion liegt in beiden Fällen in der strengen Erziehung, was die Abkehr von den Eltern durchaus nachvollziehbar macht. So wurde Marina von ihrer Mutter geschlagen und durfte bis ins Alter von 29 Jahren das Haus nach Einbruch der Nacht nicht mehr verlassen.

Abramovic‘s Studienzeit an der Akademie der Bildenden Künste in Belgrad von 1965 bis 1970 war also von Leid geprägt, was vielleicht ihren düsteren Stil erklären mag. Ihre satanistischen Züge haben jedoch andere Wurzeln. Nach einem kurzzeitigen Interesse am Buddhismus und einer damit einhergehenden Tibetreise, öffnete sich Marina zunehmend der Esoterik. Die Theosophin Helena Petrovna Blavatsky (1831-1891) gehört seither zu Marinas wichtigsten Vorbildern. Ebenso scheint sie sich für Aleister Crowleys Thelema-Lehre zu interessieren, denn daher stammt nämlich das widerwärtige Ritual des Spirit Cookings.

Der wohl entscheidendste Einfluss dürfte allerdings der österreichische Aktionskünstler Hermann Nitsch sein, der für seine blutigen Menschenopferszenen bekannt ist. Abramovic wirkte 1975 an einer dieser schauerlichen Aufführungen mit.

Hermann Nitsch

Hermann Nitsch

Kunst liegt ja bekanntlich im Auge des Betrachters, aber wer auf solche abartigen Inszenierungen steht, muss schon ein kranker Satanist sein. Die Szenen könnten glatt aus einem Schlachthaus stammen und entbehren nicht eines rituellen Charakters. Nitsch kann dabei als wichtigste Inspirationsquelle von Marina Abramovic gelten, deren Performances zuweilen große Ähnlichkeit mit denen ihres Idols haben. Das Betrifft vor allem die massenhafte Verwendung von Schlachtabfällen.

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Menschen sind in den Augen der Künstlerin ebenfalls nicht viel mehr als Fleisch, das zu besonderen Anlässen serviert wird. Zu ihren gruseligsten Werken gehört eine Torte in Form einer nackten, erdolchten Frau. Offenbar eine Anspielung auf rituellen Kannibalismus.

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Weiterhin finden sich auch zahlreiche Anspielungen auf rituelle Menschenopfer, woran von Seiten der Massenmedien jedoch keinerlei Anstoß genommen wird.

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Auf Wikipedia wird Abramovics gesamtes Werk verharmlost und alles Abartige verschwiegen. Lediglich auf die sexuellen Perversionen wird in einem kurzen Abschnitt eingegangen. Es geht dabei um den Kunstfilm „Balkan Erotic Epic“ aus dem Jahr 2005, der sich um vermeintliche Sexual- und Fruchtbarkeitsriten auf dem Balkan dreht. Es darf jedoch bezweifelt werden, dass Szenen, in denen Frauen ihre Brüste in die Sonne und ihre Vulva in den Regen halten oder Männer im Freien masturbieren und den Boden penetrieren, auch nur im entferntesten etwas mit serbischer Kultur und Tradition zu tun haben.

Das Ganze erinnert dann doch eher an okkulte Sexualmagie, wie sie im Ordo Templi Orientis praktiziert wird. Außerdem erinnert der Pornostreifen an den Titel der 120. Performance von Marinas Idol Hermann Nitsch, welche nur ein Jahr vor den Dreharbeiten zu ihrem Film zelebriert wurde. Das so genannte Orgien-Mysterien-Theater begann am 1. Juni 2004 in Nitschs privatem Schloss Prinzendorf und dauerte bis zum Sonnenuntergang des Folgetages.

Es handelte sich jedoch nicht um eine reine Sexorgie, sondern um ein blutrünstiges Ritual, für welches ein Stier und fünf Schweine geschlachtet wurden. Außerdem wurden 600 Liter echtes Blut verwendet. In dieser Kulisse wurden dann nackte Frauen an Kreuze gebunden, womit offensichtlich Jesus verhöhnt werden sollte.

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Abramovic selbst arbeitet ebenfalls mit echten Tierkadavern und posierte schon mal als Frau in satanischem Rot mit einem gehäuteten Ziegenkopf. Was im Deep Web illegal unter der Bezeichnung „Crush Porn“ kursiert, darf die serbische Künstlerin ganz offen als Kunst deklarieren. Warum schreitet da eigentlich keine Tierschutzorganisation ein?

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Bei derartigen Darstellungen, seien es nun jene von Abramovic oder Nitsch, dürfte den meisten normalen Menschen wohl das große Kotzen kommen. Zudem ist der zur Schau gestellte Satanismus unübersehbar. Das wirft die Frage auf, warum Abramovic international gefeiert wird und sich vor Angeboten von Universitäten kaum retten kann? Man kann kaum anders, als hier ein gewaltiges satanistisches Netzwerk hinter einem Großteil der modernen Kunstszene zu vermuten.

Es ist unglaublich wo Marina Abramovic überall herumgekommen ist, nachdem sie zunächst an der Kunstakademie von Belgrad lehrte und anschließend von 1976 bis 1989 hauptsächlich mit ihrem damaligen Lebensgefährten Ulay performte. Anfang der 1990er war sie Gastdozentin an der Académie des Beaux-Arts in Paris sowie an der Hochschule der Künste in Berlin. Von 1992 bis 1996 war sie Professorin an der Hochschule für bildende Künste Hamburg und von 1997 bis 2004 an der Hochschule für bildende Künste Braunschweig. 2005 zog Abramovic schließlich nach New York, wo sie die Independent Performance Group gründete. Nach deren Auflösung 2007 kaufte sie 2008 ein Theater in Hudson.

An Auszeichnungen mangelt es der Okkultistin ebenfalls nicht. Erwähnt seien hier der Goldene Löwe (1997), der niedersächsische Kunstpreis (2003), mehrere Ehrendoktorwürden sowie das österreichische Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst, welches ihr 2008 vom damaligen Bundespräsidenten und Bilderberger Heinz Fischer (SPÖ) verliehen wurde.

2012 wurde Abramovic zudem in die Jury der 69. Internationalen Filmfestspiele von Venedig berufen. Es sollte also nicht verwundern, warum immer wieder satanistische Künstler ausgezeichnet werden, wenn Ihresgleichen in den Jurys sitzen. Die gesamte Unterhaltungsindustrie ist dermaßen korrumpiert, dass überhaupt nur diejenigen eine Chance haben, die zum Club gehören.

Wie stark die Verbindungen Abramovic‘s zu anderen satanistischen Künstlern sind, zeigte sich 2010 im New Yorker Museum of Modern Art, welches in diesem Jahr von Mitte März bis Ende Mai eine Retrospektive ihrer Arbeiten ausstellte. Zeitgleich fand eine Performance statt, bei der die Lady in Rot einfach an einem Tisch saß und schwieg. Auf der gegenüberliegenden Seite konnten die Besucher Platz nehmen. Diese Gelegenheit nutzten u.a. die Schauspielerinnen Sharon Stone und Tilda Swinton sowie die Sängerinnen Björk und Lady Gaga.

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Letztere war sogar schon bei einem Spirit Cooking von Abramovic eingeladen. Wer immer noch daran zweifelt, was es damit auf sich hat, sollte vielleicht einen Blick auf das folgende Bild werfen, welches die beiden beim genüsslichen Naschen von Körperflüssigkeiten zeigt. Ob der Körper in dem Blutbad noch lebt, kann man nur hoffen, auf jeden Fall ist es aber ein extrem Ekel erregendes Ritual.

Spirit Cooking mit Lady Gaga.

Spirit Cooking mit Lady Gaga.

Der Mix aus Körpersäften wird zuweilen im Anschluss zum Beschmieren von Wänden benutzt. Man achte dabei auf die okkulten Symbole, darunter die Zahl des Tieres 666, ein Pentagramm und ein Hexagramm. Am praktizierten Satanismus bleibt damit ebenfalls kein Zweifel.

Von der breiten Öffentlichkeit werden Gestalten wie Lady Gaga und Marina Abramovic selbstverständlich nur als abgedrehte Künstlerinnen wahrgenommen, die mit ihren bizarren Darbietungen Millionen kassieren. In Wahrheit zelebrieren sie jedoch ihren Satanismus unverhohlen in der Öffentlichkeit und dürften sich köstlich darüber amüsieren, dass kaum jemand ihr Treiben hinterfragt. Die Öffentlichkeit kümmert es ja nicht einmal, wenn Abramovic mit halbnackten Kindern posiert, womit wir wieder beim eingangs erwähnten Pizzagate-Skandal wären.

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Ebenso hinterfragt niemand die offen zur Schau gestellten okkulten Symbole, welche ganz klar in Richtung Satanismus zeigen. Abramovic ließ sich schon sehr früh mit einschlägigen Symbolen ablichten. Auf dem folgenden Foto von 1974 trägt sie eine Halskette, welche die typische Freimaurerpyramide mit Auge zeigt.

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Rituale mit Pentagrammen durchziehen ihre gesamte Karriere und es darf davon ausgegangen werden, dass sie über die okkulte Bedeutung des Drudenfußes informiert ist.

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Der Skorpion ist eigentlich nicht ihr Sternzeichen, sondern nach offizieller Lesart der Schütze.

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Bezieht man jedoch den Schlangenträger ein, wäre dies ihr Sternzeichen. Zumindest verkörpert Marina den Schlangenträger gerne mal und betont dabei gleich noch ihr linkes Horusauge. Ebenso ist sie auf dem Cover ihrer Biografie als Schlangenträgerin zu sehen. Wer mehr über Marina Abramovic erfahren möchte, sollte vielleicht auch einen Blick in dieses Buch hinein werfen. Aber Vorsicht, es könnte Übelkeit verursachen.

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John Dee – Mathematiker, Hofastrologe und Magier

von Shinzon

John Dee stammte aus einer wohlhabenden walisischen Adelsfamilie und wurde am 13. Juli 1527 in der City of London geboren. Dieses berüchtigte Finanzzentrum besaß bereits seit 886 das Recht zur Selbstverwaltung und wurde maßgeblich von Templern geprägt. Dieser Geburtsort sollte jedoch nicht das einzige dunkle Omen sein. Der Familienname Dee soll darüber hinaus vom walisischen „du“ abgeleitet worden sein, was übersetzt so viel wie „schwarz“ bedeutet. So schwarz wie die Magie, die das spätere Leben John Dees prägte.

Seine Kindheit verbrachte er zunächst in Chelmsford (Essex), wo er die Chantry School besuchte. Ab 1542 ging er dann auf das St. John’s College in Cambridge, wo er 1545 den Bachelor of Art erwarb. Im Mai 1547 reiste John Dee in die Niederlande, wo er bei Gemma Frisius (1508-1555) und dessen Schüler Gerhard Mercator (1512-1594) Mathematik und Astronomie studierte. Vor seiner Rückkehr nach Cambridge erwarb Dee Mercators astronomische Instrumente für das Trinity College.

1548 wurde Dee zum Master of Arts ernannt. Er verweilte jedoch nicht lange in Cambridge und bereiste sowohl Frankreich als auch die Alte Universität Löwen in den Niederlanden. War sein Leben bisher von der kühlen Rationalität der Mathematik und Astronomie geprägt, begann er in dieser Zeit sein Studium in Alchemie und Magia Naturalis.

Sein wissenschaftlicher Ruf verschaffte ihm alsbald Zugang in höchste gesellschaftliche Kreise. Zu Dees Kontakten zählten Johann Capito, Herzog von Mantua, und Sir William Pickering, Herzog von Medinaceli. In Paris lernte er ab 1550 die Humanisten und Philosophen Adrianus Turnebus (1512-1565) und Petrus Ramus (1515-1572) sowie die Mathematiker und Astronomen Pedro Nunes (1502-1578) und Jean François Fernel (1497-1558) kennen. Bis dahin wirken Dees Lebenslauf und seine Bekanntschaften eher unauffällig, doch dies sollte sich schon bald ändern.

1552 traf John in London den Mathematiker, Arzt und Humanisten Gerolamo Cardano (1501-1576). Gemeinsam arbeiteten sie erfolglos an einem Perpetuum Mobile und untersuchten einen Edelstein, dem magische Kräfte nachgesagt wurden. Dies bildete bereits einen ersten Kontrast zu Dees bisher eher wissenschaftlichem Weltbild.

Zwei Jahre später lehnte er dann einen Lehrstuhl für Mathematik in Oxford ab, da er inzwischen eher anderen Wissenschaften und der Philosophie zugeneigt war. Nicht ablehnen konnte er dagegen seine Mitgliedschaft in der „Ehrenwerten Zunft der Händler“, die er 1555 durch ein System der Vererbung erhielt. Karriere machte er in dieser Zunft jedoch nie.

Im selben Jahr wurde John Dee der Ausübung schwarzer Magie und Zauberei angeklagt. Außerdem fügte man der Anklage noch Verrat an der Königin Maria I. (1516–1558) hinzu. Dee verteidigte sich selbst vor dem Court of Star Chamber, wurde allerdings zur religiösen Begutachtung dem katholischen Bischoff Bonner (1500-1569) zugewiesen. Kurioserweise wurden die beiden später Freunde und während Dee nur eine kurze Haftstrafe absaß, starb Bonner unter Elisabeth I. in Gefangenschaft.

John Dee erging es unter der nächsten Königin dagegen wesentlich besser. Lehnte Maria I. 1556 noch seinen Vorschlag zur Gründung einer Nationalbibliothek ab, machte er ab 1558 unter Elisabeth I. Karriere. Obwohl er keine Stelle erhielt, die ihm finanzielle Unabhängigkeit garantierte, wurde er noch im Jahr ihrer Thronbesteigung zu ihrem persönlichen Berater in den Bereichen Astrologie und Wissenschaft ernannt. Er soll sogar mit der Wahl des Krönungsdatums betraut gewesen sein.

Portrait Dees an der Universität Oxford.

Portrait Dees an der Universität Oxford.

Ein Großteil seiner Arbeit bestand für die nächsten zwei Jahrzehnte in der technischen Unterstützung der britischen Entdeckungsreisen. Sein Wissen über die Sterne war nämlich nicht nur für seine Funktion als Hofastrologe wichtig, sondern auch für die Navigation auf den Weltmeeren. 1577 veröffentlichte Dee sein entsprechendes Werk “General and Rare Memorials pertayning to the Perfect Arte of Navigation”, in dem er auch angebliche Territorialansprüche Großbritanniens an die Neue Welt darlegte.

Seine bedeutende Rolle beim Aufbau des britischen Empire trat jedoch in den Hintergrund, sobald Elisabeth I. ihn in seinem Haus in Mortlake besuchte. Bei diesen Gelegenheiten, die sich zwischen 1574 und 1580 ergaben, zeigte Dee der Königin sein magisches Kristall, beriet sie in Gesundheitsfragen und deutete 1577 einen neu entdeckten Kometen. Da sich England unter Elisabeth I. dem Protestantismus zuwandte und der streng reaktionäre Katholizismus seinen Einfluss verlor, wurde derartiger Hokus Pokus zunehmend salonfähig.

Mit dem Okkulten beschäftigte sich John Dee zu dieser Zeit schon lange. Seine hermetische Schrift „Monas Hieroglyphica“ erschien bereits 1564 in Antwerpen. Darin beschäftigte er sich mit der kabbalistischen Interpretation einer Glyphe, in der die mystische Einheit der gesamten Schöpfung Ausdruck finden sollte. Die Verbindung der christlichen Schöpfungsidee mit okkulter Mystik wirkt obskur, doch in der damaligen Zeit stellte dies für viele Magier keinen Widerspruch dar.

Während sich seine Monas Hieroglyphe heute vor allem in esoterischen und satanistischen Kreisen großer Beliebtheit erfreut, erlangte seine „Mathematical Preface“ („Mathematische Einleitung“) von 1570 großen Einfluss in der Wissenschaft. John Dee war in dieser Hinsicht eine zwiespältige Person, da er einerseits den wissenschaftlichen Rationalismus und auf der anderen Seite gleichermaßen esoterische Lehren förderte. Er versuchte nicht zuletzt, die Natur auch mittels Magie zu erklären.

Erfolg hatte Dee mit dieser Vorgehensweise selbstverständlich nicht. Zudem kamen seine Pläne zur Erkundung Amerikas nicht voran und sein Einfluss am königlichen Hof schwand zusehends. So kam es, dass er sich in den 1580ern zunehmend dem Übersinnlichen zuwandte. In dem Bestreben, Weisheit zu erlangen, suchte er mit Hilfe eines Kristallsehers den Kontakt zu Engeln. Er verfiel in einen regelrechten Engelwahn, was auch der Katalog seiner privaten Bibliothek belegt. Ein Großteil seiner Bücher beschäftigte sich mit Angelologie, wobei Dee besonderes Augenmerk auf die Kommunikation zwischen Menschen und Engeln legte.

Fündig wurde er in den Apokryphen und den Texten des Heinrich Cornelius Agrippa von Nettesheim (1486-1535), welcher seine Leser ermutigte, eine Stimme zu suchen, die sie von oben lehrt. Zudem besaß Dee 16 Werke von Robert Grosseteste (1170-1253); dem einstigen Bischof von Lincoln, welcher wie Dee von Engeln sowie von Mathematik und Astronomie besessen war.

Doch egal wie sehr sich der Hofastrologe bemühte, er hörte einfach keine Englein singen. Erst als er 1582 das Medium Edward Kelley (1555-1597) kennen lernte, sollte sich dies ändern. Der Alchemist Kelley hatte sich zu dieser Zeit bereits einen zweifelhaften Ruf erworben. Ihm wurde Urkundenfälschung nachgesagt und er galt als Betrüger. Dennoch schaffte er es, Dee bei einem Besuch auf dessen Landsitz in Mortlake dermaßen zu beeindrucken, dass sich eine enge Zusammenarbeit daraus entwickelte.

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Bei den spirituellen Konferenzen sollen John Dee mehrere Bücher von Engeln durch das Medium diktiert worden sein, in denen sich ihm ein neues magisches System offenbarte. Obwohl die Seancen von christlicher Frömmigkeit geprägt waren, dürften sie durchaus mit dem theosophischen Hokus Pokus der Moderne vergleichbar gewesen sein. Hinter dem ganzen faulen Zauber verbargen sich wohl am ehesten die skrupellosen Finanzinteressen des Mediums.

John Dee war ein leichtes Opfer, da er problemlos für die vermeintlichen Engelsbotschaften zu begeistern war. Er führte sogar ein Tagebuch über seine Seancen und Reisen mit Kelley, welches bis heute erhalten geblieben ist. Die protokollierten Mitschriften der Seancen wurden indes 1659 von Meric Casaubon veröffentlicht. Auch heute noch ein gefundenes Fressen für Esoteriker und Okkultisten.

1583 lernte Dee den polnischen Edelmann Albrecht Laski (1536–1605) kennen, der sich ebenfalls für das Übersinnliche begeisterte. Im September des gleichen Jahres folgte John nach einer Rücksprache mit den vermeintlichen Engeln der Einladung Laskis, ihn auf dessen Rückreise nach Polen zu begleiten. Er trat die Reise jedoch nicht allein an, sondern mit seiner Familie sowie Kelley und dessen Familie. Über Zwischenstopps in den Niederlanden, Lübeck und Stettin erreichten sie schließlich Laskis Landsitz bei Krakau.

Da Laskis finanzielle Mittel erschöpft waren, schlug er vor, dass seine beiden Gäste am Hofe Kaiser Rudolf II. (1552-1612) unterkommen könnten. Dank Dees europäischem Ruf glückte dieses Vorhaben tatsächlich, Kelley gegenüber blieb der Kaiser jedoch misstrauisch. Der Aufenthalt in Prag fand nach wenigen Monaten ein abruptes Ende, nachdem die päpstlichen Gesandten Malaspina und Sega auf Dee und Kelly aufmerksam geworden waren und die beiden als Ketzer und Hexer der Inquisition ausliefern wollten.

Die zwei flohen über Erfurt und Kassel schließlich zurück nach Krakau. Dort wurden sie anfangs vom polnischen König Stephan Báthory (1533-1586) willkommen geheißen, nachdem sie diesem die Nachfolge von Rudolf II. orakelt hatten. Als aber die Geldforderungen der beiden zunehmend unverschämter ausfielen, wurde der König ihrer Gegenwart schnell überdrüssig. Sie zogen daraufhin nach Böhmen weiter, wo sie im Burggrafen Wilhelm von Rosenberg (1535-1592) einen neuen Förderer fanden.

Bei Rosenberg machte sich Kelley unabhängig als Alchemist und angeblicher Goldmacher beliebt und schließlich erregte er auch die Aufmerksamkeit von Elisabeth I. Die Spannungen zwischen ihm und Dee nahmen in der Folgezeit zu. War Dee eher der naive Spiritist, zeigten sich bei Kelley immer offener seine skrupellosen Geschäftsinteressen. Letztendlich beabsichtigte der Betrüger, sich von seinem Partner zu trennen, was diesen zunächst noch beunruhigte.

Der endgültige Bruch ließ jedoch nicht lange auf sich warten, denn 1587 behauptete Kelley bei einer Seance in Wittingau, der Engel Uriel habe angeordnet, die beiden Männer sollten ihre Frauen tauschen. Dem Tagebuch Dees zufolge haben er und seine Frau zunächst sogar widerstrebend eingewilligt, doch letztendlich haben sie Kelley wohl doch durchschaut. Es folgte die endgültige Trennung und die Rückkehr nach England.

1589 kam John Dee wieder in seiner Heimat an und fand seine geliebte Bibliothek in Trümmern wieder. Während seiner Abwesenheit waren viele Bücher sowie Instrumente gestohlen worden. Er bat Elisabeth I. um Unterstützung und tatsächlich ernannte sie ihn 1592 zum Rektor des Christ’s College in Manchester. Sein Einfluss schwand jedoch zusehends, da er inzwischen als Schwarzmagier verschrien war.

War er der Inquisition in Europa gerade noch entkommen, verschlimmerte sich seine Lage nach dem Tod Königin Elisabeths auch in England. Ihr Thronfolger Jakob I. (1566-1625) war nicht unbedingt für Astrologie, Zahlenzauber und Seancen zu begeistern. Im Gegenteil zählte Hexenverfolgung zu seinen liebsten Hobbys. Als erneut Anklagen gegen John Dee erhoben wurden, wandte sich der einstige Hofastronom der verstorbenen Königin 1604 dennoch Hilfe suchend an den König, der ihn allerdings abblitzen ließ.

Zwar wurde Dee nicht ins Verließ geworfen, doch seine letzten Jahre verbrachte er in Armut. Er verstarb entweder Ende 1608 oder Anfang 1609 in Mortlake. Das genaue Todesdatum ist unbekannt, da sowohl das Sterberegister als auch John Dees Grabstein verloren gegangen sind. Er hinterließ acht Kinder aus drei Ehen, wobei sein ältester Sohn Arthur Dee (1579-1651) ihm als Alchemist und hermetischer Autor nacheiferte.

Die Rolle John Dees im Okkultismus ist nicht einfach zu definieren. Er war ohne Frage ein wichtiger Astrologe und Kabbalist, der glaubte, die göttlichen Kräfte mittels Mathematik kontrollieren zu können. Obgleich er nach außen ein frommer Christ war, vertrat er als einer der Ersten die Ansicht, dass der Mensch durch die Hermetik selbst ein Gott werden könne. Ein Gedanke, der später vor allem in der Theosophie Verbreitung fand. Gleiches gilt für die Kommunikation mit Engeln, heute als Channeling bekannt.

John Dee kann also durchaus als Vordenker der modernen Esoterik gesehen werden und in seinem Nachlass befand sich sogar ganz klischeehaft eine Kristallkugel. Ein finsterer Satanist war Dee jedoch nicht. Eher ein gutgläubiges Opfer des Scharlatans Kelley, welches sich bei der Sinnsuche in den Bereich des Übersinnlichen verirrt hat. Nichtsdestotrotz ist John Dee auch im modernen Satanismus en vogue, wo insbesondere seine Monas Hieroglyphe des Öfteren zu finden ist.

Zurückzuführen ist diese okkulte Popularität auf moderne Mythen, die von diversen Autoren um die Person des John Dee gestrickt wurden. So beschäftige sich der österreichische Theosoph Gustav Meyrink (1868-1932) in seinem esoterischen Schlüsselroman „Der Engel vom westlichen Fenster“ mit dem Leben Dees. H.P. Lovecraft (1890-1937) unterstellte in seinem „Cthulhu-Mythos“ gar, Dee sei der Übersetzer des Necronomicons. Dieses fiktive Buch war allerdings eine Erfindung Lovecrafts, weshalb John Dee in keinerlei Verbindung damit gebracht werden kann. Der angebliche Bund zwischen Dee und Luzifer geht schlussendlich auf die „Lycidas“-Reihe des deutschen Schriftstellers Christoph Marzi (*1970) zurück.

Mit der historischen Person hat das alles nicht mehr viel zu tun. John Dee war zwar ein Alchemist und Magier, doch seine Darstellung in der modernen Pop-Okkultur geht weit über seine tatsächliche Rolle für die frühe Esoterik hinaus. Für diese mag er zwar eine wegweisende Bedeutung gehabt haben, über seine spätere Mystifizierung durch die Theosophen und Satanisten wäre er aber wohl nicht gerade glücklich gewesen.

Die Anthroposophische Gesellschaft – Rudolf Steiners Esoteriktruppe

von Shinzon

Der Begriff Anthroposophie setzt sich aus den beiden altgriechischen Wörtern ánthrōpos für „Mensch“ und sophίa für „Weisheit“ zusammen. Es handelt sich bei dieser esoterischen Strömung um eine Abspaltung von der Theosophie, welche von Rudolf Steiner begründet wurde.

Steiner wurde am 27. Februar 1861 in Donji Kraljevec (damals Kaisertum Österreich, heute Kroatien) geboren und stammte aus einfachen Verhältnissen. Er behauptete, bereits als Kind hellsichtige Fähigkeiten gehabt zu haben und interessierte sich daher schon früh für Esoterik. Die heilige Geometrie hatte es ihm ebenfalls angetan. Nach seinem Realschulabschluss bekam er ein Stipendium, welches ihm erlaubte, von 1879 bis 1883 an der Technischen Hochschule von Wien Mathematik und Naturwissenschaften auf Lehramt zu studieren. In dieser Zeit knüpfte er Kontakt zum Freimaurer und Theosophen Friedrich Eckstein (1861-1939), welcher ihn mit den Lehren Helena Blavatskys (1831-1891) bekannt machte.

Mit Ablauf des Stipendiums gingen Steiner die finanziellen Mittel aus, weshalb er das Studium ohne Abschlussexamen beenden musste. Er siedelte daraufhin nach Deutschland über, wo sein Versuch einer Dissertation an der Universität Jena 1884 jedoch ebenfalls scheiterte. Sieben Jahre später reichte er an der Philosophischen Fakultät der Universität Rostock eine 48-seitige Schrift mit dem Titel „Die Grundfrage der Erkenntnistheorie mit besonderer Rücksicht auf Fichte’s Wissenschaftslehre: Prolegomena zur Verständigung des philosophierenden Bewußtseins mit sich selbst“ ein und promovierte in einer mündlichen Prüfung am 23. Oktober 1891 zum Doktor der Philosophie.

Nebenher interessierte sich Rudolf Steiner vor allem für Johann Wolfgang von Goethe und gab von 1882 bis 1897 dessen naturwissenschaftliche Schriften heraus. Nachdem er sich bis 1890 als Hauslehrer über Wasser hielt, wurde er als Goetheforscher an das Weimarer Archiv berufen. Sein Faible für den Freimaurer und Illuminaten Goethe sollte sich wie ein roter Faden durch Steiners gesamtes Lebenswerk ziehen.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts hatte Rudolf Steiner auch engen Kontakt mit Elisabeth Förster-Nietzsche (1846-1935), der Schwester des damals schon geistig umnachteten Friedrich Nietzsche (1844-1900). Er beschäftigte sich eingehender mit den Werken Nietzsches und traf diesen am 22. Januar 1896 auch persönlich. Nach einem Eklat um die Herausgeberschaft von Nietzsches Werken brach Steiner jedoch mit der Schwester und prangerte ihre zweifelhaften Machenschaften an. Mit ihren eigenwilligen Interpretationen der Werke ihres Bruders wurde Elisabeth Förster-Nietzsche zudem zu einer Vordenkerin der Nazibewegung.

Zu Steiners drittem wichtigen Einfluss sollte sich schließlich die inzwischen verstorbene Helena Blavatsky entwickeln. Kurz vor seinem Aufstieg in deren Theosophischer Gesellschaft heiratete Rudolf Steiner 1899 die verwitwete Anna Eunike (1853–1911), die er bereits aus Wien kannte. Als Student hatte er bei ihr und ihren fünf Kindern aus erster Ehe gewohnt, womit er sich sowohl privat als auch ideologisch wieder seinen Jugendjahren zuwandte.

Rudolf Steiner

Im September 1900 hielt er je einen Vortrag über Nietzsche und Goethe in der Theosophischen Bibliothek des Grafen Cay Lorenz von Brockdorff (1844-1921). Die Theosophen nahmen seine Vorträge derart positiv auf, dass er gleich noch eine 26-teilige Vortragsreihe mit dem Titel „Die Mystik“ anschloss, welche er bis April 1901 abhielt. Stand Steiner den Theosophen als Religionskritiker zunächst noch skeptisch gegenüber, konnte er nun dank ihnen gut von seinen Vorträgen leben.

1902 gründete sich eine deutsche Sektion der Theosophischen Gesellschaft, doch die deutschen Theosophen konnten sich auf keinen Vorsitzenden einigen. Als Kompromiss ernannten die Mitglieder schließlich Rudolf Steiner zum Generalsekretär. In dieser Funktion gab er auch die deutsche Ausgabe der theosophischen Zeitschrift „Lucifer Gnosis“ heraus. Zwei Jahre später erschien dann sein erstes Buch „Theosophie“, in dem er mit dem für Okkultisten üblichen Lehrer-Schüler-Verhältnis brach und sich für die selbstbestimmte Erkenntnisleistung aussprach.

Lucifer Gnosis

Steiner wich auch in einigen weiteren Punkten von den theosophischen Lehren ab. Zum einen sprach er dem Ego eine zentrale Bedeutung in der spirituellen Entwicklung zu, während das Ego in der Esoterik gemeinhin als zu überwindendes Übel gilt. Zum anderen weigerte sich Steiner, in Jesus einfach nur einen hoch entwickelten Menschen bzw. aufgestiegenen Meister zu sehen. Stattdessen betonte er die Einmaligkeit und Einzigartigkeit von Jesus.

Der Konflikt war also vorprogrammiert und verschärfte sich mit Steiners nächstem Buch. 1910 fasste er seine esoterischen Lehren in der Schrift „Die Geheimwissenschaft im Umriss“ zusammen, welche sich hauptsächlich um abendländische Themen wie die christliche Hierarchienlehre drehte. Steiner nahm zwar auch viele fernöstliche Elemente der Theosophie in sein Weltbild auf, betrachtete Themen wie Reinkarnation und Karma jedoch aus einer wissenschaftlichen Perspektive.

In sich war Rudolf Steiner ein sehr widersprüchlicher Mensch, der Christentum, Okkultismus, wissenschaftlichen Rationalismus und das irrationale Rosenkreuzertum miteinander zu verbinden versuchte. Sogar dem sexualmagischen Ordo Templi Orientis gehörte er an. Über den OTO freundete sich Steiner mit Theodor Reuß (1855-1923) an, dessen Orden der alten Freimaurer vom Memphis- und Misraïm-Ritus er nicht nur angehörte, sondern ihn als Souveräner General-Großmeister von 1906 bis 1914 auch leitete.

Rudolf Steiner war damit in so ziemlich jeder bedeutenden Geheimgesellschaft dieser Zeit, doch in der Theosophischen Gesellschaft fühlte er sich zunehmend unwohl. Bereits 1907 zerstritt er sich mit Annie Besant (1847-1933), nachdem diese behauptete, die Mahatmas (Meister der Weisheit) wären am Totenbett von Blavatskys Nachfolger Henry Steel Olcott (1832-1907) erschienen und hätten sie als seine Nachfolgerin auserkoren. Hatte Steiner zuvor noch ein positives Verhältnis zu Besant, ging ihm die Machtergreifung der 33°-Freimaurerin definitiv zu weit.

Annie Besant mit den Freimaurerinsignien des 33. Grades.

Annie Besant mit den Freimaurerinsignien des 33. Grades.

Zunächst trennte er seine eigene esoterische Schule von der Theosophischen Gesellschaft, wodurch sich die deutschen Sektionen und Logen weiter von der Muttergesellschaft entfremdeten. Der endgültige Bruch kündigte sich an, nachdem einige führende Theosophen um Charles Webster Leadbeater (1847-1934) im Jahre 1911 den damals 16-Jährigen Jiddu Krishnamurti (1895-1986) als kommenden Weltlehrer Maitreya propagierten und ihn als Reinkarnation von Jesus verkauften. Steiner lehnte den Kult um Krishnamurti sowie dessen Order of the Star in the East ab und forderte Annie Besant zum Rücktritt auf. Selbstverständlich blieb sie Präsidentin der Theosophischen Gesellschaft und setzte ihren Kurs weiter fort.

Rudolf Steiner gründete daraufhin am 28. Dezember 1912 in Köln seine eigene Anthroposophische Gesellschaft, zu der rund 2.500 deutsche Theosophen überliefen. Binnen eines Jahres kamen über 1.000 weitere Mitglieder hinzu. Es spielte also schon fast keine Rolle mehr, als die Theosophische Gesellschaft am 7. März 1913 ihre ehemals von Steiner geleitete deutsche Sektion offiziell auflöste. An ihre Stelle trat eine erneuerte deutsche Sektion unter Leitung von Wilhelm Hübbe-Schleide (1846-1916).

Privat ging Steiner ebenfalls neue Wege, indem er am 24. Dezember 1914 seine zweite Frau Marie von Siver (1867-1948) heiratete. Sie hatte bereits einige Hauptrollen in seinen Mysteriendramen gespielt, welche zwischen 1910 und 1913 in München uraufgeführt wurden. Wie er gehörte sie dem Ordo Templi Orientis und dem Memphis-Misraïm-Ritus an, welcher auch Frauen zugänglich war. Den Betrieb der Loge stellte Steiner jedoch im Jahr seiner Heirat ein, um sich gemeinsam mit Marie auf die Anthroposophie zu konzentrieren.

Marie Steiner war dabei vor allem an der Entwicklung der Eurythmie beteiligt, einer esoterischen Tanz- und Bewegungskunst, mit der sie sich schon seit 1907 beschäftigte. Außerdem leitete sie den 1908 von ihr gegründeten Philosophisch-Theosophischen Verlag ab 1913 unter dem Namen Philosophisch-Anthroposophischer Verlag weiter. 1923 verlegte sie ihren Verlag von Berlin ins schweizerische Dornach, welches inzwischen zum Zentrum der Anthroposophie geworden war.

1913 wurde dort das erste Goetheanum gebaut, welches als Hauptsitz und Veranstaltungsstätte diente. In der Silvesternacht 1922/1923 wurde es jedoch von einem Unbekannten in Brand gesteckt. Erst 1928 wurde schließlich das zweite Goetheanum errichtet, welches bis heute der Hauptsitz der Anthroposophischen Gesellschaft ist.

Erstes Goetheanum

Zweites Goetheanum

Von Dornach aus verbreitete Steiner nicht nur seine esoterischen Lehren, sondern nahm auch Einfluss auf die Politik. Erste Kontakte knüpfte er bereits vor Ausbruch des 1. Weltkrieges, insbesondere in konservative und nationalistische Kreise. Eben diese Kreise erfanden nach Kriegsende allerhand Verschwörungstheorien, mit denen die Schuld am verlorenen Krieg auf politische Gegner abgewälzt werden sollte. Steiner beteiligte sich 1919 mit einer Broschüre an dieser Diskussion, welche den Titel „Die Schuld am Kriege“ trug.

Darüber hinaus finanzierte er eine verschwörungstheoretische Schrift des Ariosophen Karl Heise (1872-1939), in welcher dieser den Juden, Freimaurern und Theosophen die Schuld am Krieg und dessen Verlauf gab. Steiner schrieb sogar eine Einleitung für das Pamphlet, auf welches sich später auch die Nazis beriefen. Nun mag es noch einleuchten, dass Steiner nach dem Bruch mit den Theosophen diesen eine reinwürgen wollte. Aber warum unterstützte er als Freimaurer und Rosenkreuzer eine Schrift, welche sich gegen die Freimaurerei richtete? Und was hatte er für ein Problem mit den Juden? Im Gegensatz zu Hitlers Vorgeschichte ist aus Steiners Lebenslauf nicht ablesbar, wieso er sich plötzlich mit Antisemiten umgab.

Es scheint fast so, als hätten die Freimaurer sich absichtlich selbst zum Teil antisemitischer Verschwörungstheorien gemacht, um später Kritiker mit der Antisemitismuskeule mundtot zu machen. In jedem Falle sind Rudolf Steiners diesbezügliche Ambitionen ein weiteres Beispiel für den in der Hochgradfreimaurerei grassierenden Antisemitismus. Karl Heise bezeichnete sich derweil zwar als Anti-Freimaurer, war allerdings selbst ein Okkultist und aus den Reihen der Ariosophen hatte sich gerade in dieser Zeit die Thule-Gesellschaft entwickelt, welche ihrerseits stark freimaurerische Züge trug.

Als wären diese Abgründe nicht schon gruselig genug, nahm der antisemitische Esoterikquerfrontler Rudolf Steiner mit seiner Waldorfpädagogik Einfluss auf die schulische Bildung ganzer Generationen. Die erste Schule nach seinem Modell war die 1919 in Stuttgart eröffnete Betriebsschule der Waldorf-Astoria-Zigarettenfabrik. Der Name der heute weltweit verbreiteten Waldorfschulen geht also auf eine Kippenmanufaktur zurück und ihr Begründer Emil Molt (1876-1936) verdiente sein Geld mit Gift. Selbstverständlich war Molt ebenfalls Theosoph und später Anthroposoph, weshalb es für ihn kein Problem war, die Kinder seiner Angestellten auch mental zu vergiften.

Die esoterische Erziehung verbreitete sich rasant. So wurden Waldorfschulen und –kindergärten nicht nur in Deutschland, sondern auch im Ausland gegründet. Bereits nach einem Jahr entstand ein Kindergarten in Warschau, 1928 folgten Schulen unter anderem in Basel, Budapest, London, Lissabon und New York. In Deutschland erfolgte während der Nazizeit ein Rückschlag, nachdem das Kultusministerium 1934 den Beschluss fasste, in den Waldorfschulen keine ersten Klassen mehr zuzulassen. 1935 wurde schließlich die Anthroposophische Gesellschaft in Deutschland verboten, woraufhin sich sechs Schulen freiwillig auflösten. Die verbliebenen Schulen wurden bis 1941 geschlossen.

Die Nazis kritisierten jedoch nicht den esoterischen Unfug, welcher in den Waldorfschulen gelehrt wurde, denn davon hatten sie selbst genug auf dem Lehrplan stehen. Steiners Lehren hatten sogar sozialdarwinistische Züge, die den Nazis sicherlich gefallen hätten. Das einzige Problem, was sie mit der Anthroposophie hatten, war der darin gelebte Individualismus, welcher dem kollektiven Geist des Faschismus entgegen stand. Ansonsten standen sich Anthroposophen und Nazis eigentlich recht nahe, was sich auch in einem Brief führender Anthroposophen an Hitler zeigte, in welchem diese auf Steiners arische Herkunft verwiesen.

Der Konkurrenzkampf der Ariosophen gegen die Anthroposophen endete erst mit dem Sturz des Naziregimes durch die Alliierten. Dafür kam es jedoch alsbald zu einem Konkurrenzkampf unter den Anthroposophen. Ausgangspunkt war die Witwe Rudolf Steiners, der seine irdische Hülle bereits am 30. März 1925 abgelegt hatte. 1943 gründete Marie Steiner die Rudolf-Steiner-Nachlassverwaltung, der sie am 1. Dezember 1947 sämtliche Rechte an den Werken ihres verstorbenen Mannes übertrug.

Nach ihrem eigenen Ableben am 27. Dezember 1948 brach schließlich ein Rechtsstreit zwischen der Anthroposophischen Gesellschaft und der Rudolf-Steiner-Nachlassverwaltung aus. Letztendlich siegte vor Gericht die Nachlassverwaltung, woraufhin die Gesellschaft bis ins Jahr 1968 alle Werke Steiners aus der Buchhandlung des Goetheanums verbannte.

In den 1960ern fanden die Anthroposophen allgemein wieder zueinander. So schlossen sich die 1935 abgespaltenen Landesgesellschaften in Holland und England in den Jahren 1960 und 1963 wieder an. Dornach wurde mit seinem Goetheanum wieder zum weltweiten Zentrum der Anthroposophen.

Die Waldorfschulen feierten kurz darauf ebenfalls eine neue Blütezeit. Bereits nach dem Ende des 2. Weltkriegs kam es umgehend zu Wieder- und Neugründungen in Deutschland. Zu einem regelrechten Boom kam es jedoch erst in den 1970ern. Die Waldorfschulen breiteten sich in dieser Zeit weltweit aus. Bis 2015 entstanden 1.063 Schulen in 60 Ländern sowie rund 2.000 Waldorfkindergärten.

Angesichts der Lehrinhalte ist diese Entwicklung jedoch äußerst bedenklich. Kern der Waldorfpädagogik ist nämlich das anthroposophische Menschenbild, demnach der Mensch nicht nur einen physischen Körper, sondern auch einen Astralkörper, einen Ätherkörper und ein Über-Ich besitzt. Diese drei Körper können natürlich nur übersinnlich wahrgenommen werden.

Nun ist ja wirklich nichts gegen ein ganzheitliches Weltbild einzuwenden, in dem der Mensch eine unsterbliche Seele hat. Angesichts der zahllosen Berichte über außerkörperliche sowie Nahtoderfahrungen sollte die Wissenschaft sich durchaus ernsthaft mit diesem Themenbereich beschäftigen. Wozu der Mensch aber noch einen Ätherleib braucht, der laut Steiner angeblich mit dem Zahnwechsel geboren wird, oder einen Astralleib, der sich während der Pubertät bilden soll, ist keine Frage der Wissenschaft mehr. Das ist esoterischer Unfug vom Feinsten und es sollte verboten werden, derartiges an Schulen zu unterrichten.

Natürlich gibt es an Waldorfschulen auch reguläre und pragmatische Fächer, doch dazwischen tauchen immer wieder Fächer wie Eurythmie auf. Esoterik hat genauso wie die biblische Schöpfungslehre nichts auf dem Lehrplan zu suchen. Schule sollte Wissen vermitteln und keinen Glauben! Natürlich gibt es da noch christliche und jüdische Schulen, die in diesem Punkt auch nicht wirklich besser sind. Nach dem Gleichbehandlungsgrundsatz kann man nicht die einen verbieten und die anderen erlauben. Allerdings sollten Eltern sich gut überlegen, ob sie ihre Kinder an einer Waldorfschule mit anthroposophischen Esoterikmumpitz indoktrinieren lassen.

Hinzu kommen immer wieder Rassismusvorwürfe gegen Waldorfschulen. Offiziell hat sich der Bund der Freien Waldorfschulen e.V. zwar gegen Rassismus, Diskriminierung und Nationalismus ausgesprochen. Einer 1996 in Auftrag gegebenen Untersuchung der niederländischen Anthroposophischen Gesellschaft mit dem Titel „Anthroposophie und die Frage der Rassen“ zufolge, wären jedoch 12 Aussagen Rudolf Steiners heute in den Niederlanden strafbar und 50 weitere könnten diskriminierend verstanden werden. Eine Abkehr von ihrem Gründer kommt für die Anthroposophen dennoch nicht in Frage.

Auffällig ist auch das Vorgehen des Bundes der Freien Waldorfschulen gegen kritische Berichterstattung. Teilweise kam es schon vorab zu Gerichtsverfahren, Gegendarstellungsbegehren und Unterlassungsansprüchen. Konsequente Schritte erfolgten dagegen erst nach kritischen Berichten, wie z.B. die Verbannung des rassistischen Buches „Atlantis und das Rätsel der Eiszeitkunst“ des Anthroposophen Ernst Uehli (1875-1959) aus den Schulbibliotheken, nachdem dieses 1998 auf einer Literaturliste für Waldorflehrer entdeckt worden war.

Neben der Waldorfpädagogik hinterließ Rudolf Steiner der Welt auch seine anthroposophische Medizin. Diese bezieht Astral- und Ätherleib in die Behandlung ein und trägt stark homöopathische Züge. Obwohl es sich um eine absolute Pseudowissenschaft handelt, genießt die anthroposophische Medizin in Deutschland seit 1978 den Status einer „besonderen Therapierichtung“. Ein Wirksamkeitsnachweis ist daher für anthroposophische Arzneien nicht zwingend erforderlich.

Wenn das mal kein Lobbyismus für die Weleda AG ist. Diese Pharmafirma wurde 1921 von Anthroposophen gegründet und vertreibt seitdem allerhand homöopathische Mittelchen sowie Naturkosmetik. Der Hauptsitz der Weleda AG befindet sich im schweizerischen Arlesheim, keine 3 Kilometer von Dornach entfernt, wo das Goetheanum steht. Das Umfeld von Basel ist ohnehin ein esoterischer Hot Spot, welcher sonst nur noch von London übertroffen wird.

Das erste anthroposophische Gemeinschaftskrankenhaus wurde allerdings 1969 im deutschen Herdecke (NRW) gebaut. Gründer war der anthroposophische Arzt Dr. Gerhard Kienle (1923–1983). Das Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke besitzt zahlreiche schulmedizinische Abteilungen, darunter eine Intensivstation und Chirurgie. Neben dem umfangreichen schulmedizinischen Angebot, welches von Geburt bis Tod reicht, werden allerdings auch esoterische Praktiken wie Heileurythmie angeboten. Es ist geradezu ironisch, dass es auch eine psychiatrische Abteilung gibt.

Geld lässt sich natürlich nicht nur auf dem Gesundheitsmarkt verdienen. Seit 1974 sind die Anthroposophen auch im Finanzsektor aktiv. In diesem Jahr wurde von Gisela Reuther, Wilhelm Ernst Barkhoff (1916-1994), Albert Fink und Rolf Kerler die GLS-Genossenschaftsbank gegründet. 2003 übernahm diese die Geschäfte der Ökobank, welche in finanzielle Schwierigkeiten geraten war, und 2008 schluckte sie außerdem die Münchner IntegraBank.

Das Konzept der Gemeinschaftsbank für Leihen und Schenken, welche 2009 Gründungsmitglied der Global Alliance for Banking on Values war, ist dabei gar nicht mal so verkehrt. So finanziert die GLS weder Atomkraft, Gentechnik und Rüstung noch Drogen wie Alkohol und Tabak oder Unternehmen, die auf Kinderarbeit und Tierversuche setzen.

Alles in allem ist die GLS eine äußerst ethisch agierende Bank, deren Kunden selbst mitbestimmen können worin ihr Geld angelegt wird. Die über 11.000 Unternehmen und Projekte, die jährlich finanziert werden, sind aber auf jeden Fall in Branchen wie ökologische Landwirtschaft, regenerative Energien, nachhaltiges Bauen, Kultur, Gesundheit, Altenpflege und Behinderteneinrichtungen angesiedelt. So weit so gut. Allerdings werden auch freie Schulen und Kindergärten finanziert. Es sollte klar sein, dass damit vorrangig Waldorfeinrichtungen gemeint sind. Die GLS trägt also auch zur Verbreitung der anthroposophischen Esoterik bei.

Des Weiteren engagiert sich die GLS beim Thema Klimahysterie und ist vom Programm Stop Climate Change zertifiziert. Ferner ist sie Partner des World Future Council, welches stark vom Club of Rome durchsetzt ist. Zu den Ratsmitgliedern des WFC gehörten 2014 u.a. die Club of Rome Mitglieder Hans-Peter Dürr (1929-2014), Manfred Max-Neef und Vandana Shiva. Die Nähe zur Anthroposophenbank macht das World Future Council nicht unbedingt sympathischer, denn mit diesen Verbindungen geht das ganze schon wieder stark in Richtung einer esoterischen neuen Weltordnung.

Ethik, Menschenrechte und Globalisierungskritik sind ohne Frage positiv besetzt, doch gerade das macht sie zu einer geeigneten Fassade für esoterische Heilsbringer. Die Anthroposophen haben diese Taktik bestens verstanden und in ihr Gesamtkonzept integriert. Wie schon ihr Schöpfer Rudolf Steiner benutzen sie fernöstliche, christliche und humanistische Elemente, doch hinter dieser Maske verbergen sich obskure Esoterik und finsterer Okkultismus. Wirklich überraschend ist dies jedoch nicht, da die Anthroposophische Gesellschaft eine Abspaltung der Theosophischen Gesellschaft ist. Teilweise haben Rudolf Steiner und seine Anhänger sogar die rassistischen Ideen von deren Gründerin Helena Petrovna Blavatsky übernommen und wie die Theosophen pflegen auch die Anthroposophen enge Verbindungen zur Hochgradfreimaurerei und zum Rosenkreuzertum.

UFO-Sekten Teil 2 – Organisierter Wahnsinn

von Shinzon

Im ersten Teil haben wir uns mit den theosophisch angehauchten UFO-Sekten beschäftigt, die sich vor allem durch gechannelten Schwachsinn auszeichnen. Die vermeintlichen Kontakte zu blonden Aliens von den Plejaden oder der Andromeda-Galaxie waren dabei noch eher unterhaltsam. Es bedarf schon einer großen Portion Naivität, um auf solch esoterische Desinformation hereinzufallen. Im zweiten Teil wird es nun etwas ernster, denn die folgenden UFO-Sekten sind weitaus besser organisiert und teilweise sogar gemeingefährlich.

Als erstes wäre da die Rael-Bewegung, welche 1973 von Claude Vorilhon noch unter dem Titel MADECH (mouvement pour l’accueil des extraterrestres, créateurs de l’humanité / deutsch: Bewegung für den Empfang der Außerirdischen, Schöpfer der Menschheit) gegründet wurde. Die Umbenennung der UFO-Religion in Raelismus erfolgte drei Jahre später.

Der 1946 im französischen Vichy geborene Sektengründer ist der Sohn einer katholischen Mutter und eines jüdischen Vaters. Es ist recht offensichtlich, dass er sich beim Raelismus von den Religionen seiner Eltern inspirieren ließ und das Ergebnis anschließend mit Okkultismus anreicherte. So behauptet er, 1973 einem Außerirdischen namens Yahweh begegnet zu sein, was der Name Gottes im Judentum ist. Im Prinzip hätte er seine UFO-Religion auch gleich Israelismus nennen können, wenn er schon einmal dabei ist, das Judentum zu verunglimpfen.

In die gleiche Richtung geht das ursprüngliche Symbol des Raelismus, welches aus einem Hakenkreuz in einem Hexagramm besteht. Für sich genommen haben beide Symbole eine okkulte Deutungsmöglichkeit und kommen auch in der Freimaurerei vor. In anbetracht des persönlichen Hintergrundes von Claude Vorilhon wirkt diese Kombination jedoch eher wie eine Gleichsetzung des Davidsterns mit dem Symbol des Hitlerfaschismus. Wohl aus diesem Grund wurde das Hakenkreuz inzwischen durch einen Wirbel ersetzt.

Raelianerlogo

Die Schöpfungsgeschichte hat Claude Vorilhon indes dem alten Testament der Bibel entlehnt. Mit der Behauptung, dass die Elohim Außerirdische waren, welche die Menschheit erschaffen haben, könnte er dabei sogar richtig liegen. Allerdings ist diese Vorstellung nicht auf seinem Mist gewachsen, sondern fester Bestandteil der Prä-Astronautik. Es ist davon auszugehen, dass er dieses Wissen nicht von einem Alien namens Yahweh erhalten, sondern schlichtweg bei Erich von Däniken abgeschrieben hat.

Da es etwas auffällig gewesen wäre und wohl auch entsprechende Urheberrechtsklagen nach sich gezogen hätte, von Dänikens Bücher komplett zu kopieren, hat Vorilhon seine Irrlehre mit eigenem Nonsens angereichert. So soll die Erde erst vor 22.000 Jahren von den Elohim erschaffen worden sein. Spätestens ab diesem Punkt würde kein ernstzunehmender Prä-Astronautik-Befürworter Vorilhons Bullshit noch weiter unterstützen. Zumal die Elohim nach raelistischer Lehre bereits vor 25.000 Jahren das erste Mal die Erde betreten haben, also 3.000 Jahre bevor sie den Planeten überhaupt erschaffen haben sollen.

Ebenso wenig wie die Prä-Astronautiker würden die Juden den Raelismus unterstützen, obgleich dieser durchaus philosemitisch ist. So sieht Vorilhon in den Juden zwar das auserwählte Volks, aber eben nicht auserwählt von Gott, sondern von Außerirdischen. Seiner Auffassung nach sind die Juden das gelungenste Genexperiment der Elohim, was völlig außer Acht lässt, dass die ersten Juden eigentlich nur eine Glaubensgemeinschaft unter den Ägyptern waren.

Aber egal, wie sehr sich Vorilhon bei den Juden einzuschleimen versucht, als Messias werden sie ihn gewiss niemals akzeptieren. Als solcher feiert er sich nämlich selbst und nennt sich seit seiner herbei fantasierten Begegnung mit Yahweh selbst nur noch Raël. Weiterhin behauptet er, der Halbbruder von Jesus zu sein und sein Vater Yahweh hätte ihn am 25. Dezember 1945 gezeugt. 1946, das Jahr seiner tatsächlichen Geburt, ist das Jahr 1 des raelianischen Kalenders. Ähnlichen Größenwahnsinn findet man sonst nur in Nordkorea, wo das Geburtsjahr von Kim Il Sung ebenfalls das Jahr 1. des koreanischen Kalenders ist.

Claude Vorilhon grüßt seinen wahren Meister.

Claude Vorilhon grüßt seinen wahren Meister.

Nach seiner Erleuchtung durch Yahweh im Jahr 1973 schrieb Raël „Das Buch, das die Wahrheit sagt“. 1975 folgte „Die Außerirdischen haben mich auf ihren Planeten mitgenommen“, in dem er die raelianischen Lebensregeln veröffentlichte. Mit anderen Worten ist Claude Vorilhon ebenso ein verhinderter Science Fiction Autor wie L. Ron Hubbard und obwohl sich beide Sekten gegenseitig nicht ausstehen können, hören ihre Gemeinsamkeiten noch längst nicht auf.

Eines der Ziele des durchgeknallten Irren mit Messiaskomplex ist der Bau einer Botschaft für die Außerirdischen bis zum Jahr 2025. Errichten will er das Gebäude in Israel, wo er allerdings bis heute keine Baugenehmigung für diesen Schwachsinn bekommen hat. $cientology ist da schon einen Schritt weiter, denn die haben genügend eigenen Grundbesitz, auf dem sie eine Botschaft für Xenu errichten können.

Das zweite Ziel der Raelianer ist noch abgefahrener. Während $cientology Milliardengewinne mit Psychospielchen macht, hat sich die Rael-Bewegung auf das Gebiet der Genetik spezialisiert. Die Sekte will tatsächlich das Klonen von Menschen ermöglichen, damit diese nach dem Tod in ein exaktes Duplikat inkarnieren können. Angeblich soll bereits 2002 der erste Klon mit dem Namen „Eve“ im Reagenzglas gezeugt worden sein, was jedoch gemeinhin als Schwindel betrachtet wird. Bis die irdische Gentechnik so weit ist, sollen die Außerirdischen das Klonen übernehmen, wobei die Körperbaupläne der Sektenmitglieder angeblich per Handauflegen des Gurus telepathisch übermittelt werden.

Wer das schon für schwachsinnig hält, den dürfte es wohl erschüttern, dass die BILD-Schlagzeile „UFO-Sekte will jetzt Hitler klonen“ vom 4. August 2001 keine Ente war. Die Raelianer planen tatsächlich, den Führer zu klonen, um ihn seiner Verbrechen anzuklagen. Nur leider funktioniert Reinkarnation nicht so und vor Gericht stünde ein Unschuldiger, der zwar dieselben Gene wie Hitler hätte, aber eine völlig andere Person wäre. Gleiches gilt für die Bestrebungen, Jesus mithilfe des Turiner Grabtuches klonen zu wollen. Dabei käme wohl ohnehin eher ein Klon von Leonardo daVinci heraus, denn das Tuch wurde längst als Fälschung entlarvt.

UFO-Sekte will Hitler klonen

Das Klonen von Menschen ist eine wahrhaft dumme Idee, aber keineswegs die einzige dumme Idee der Raelianer. Parallel zum Klonen sollen nämlich Supercomputer entwickelt werden, in denen das Bewusstsein der verstorbenen Sektenmitglieder zwischengelagert werden kann. Im Prinzip wollen es die Raelianer genauso machen wie die Cylonen in der TV-Serie „Battlestar Galactica“, womit hier ganz eindeutig die transhumanistische Agenda bedient wird. Es ist angesichts dessen wohl kaum ein Zufall, dass Transhumanisten wie der französische Autor Michel Houellebecq zu den bekanntesten Mitgliedern der Sekte zählen. Nun, immerhin hat dieser STO-Verschnitt noch keine Terroranschläge verübt. Die „Caprica“-Fans werden wissen, was gemeint ist.

Zum Schluss bleibt die Frage, wie der ganze Mist finanziert wird. Immerhin kostet die Klonforschung momentan noch mehr als die einbringt. Woher also das Geld nehmen? Ganz einfach, indem jedes Mitglied 3% seines Nettoeinkommens an die Sekte abführt. Bei offiziell rund 40.000 Mitgliedern weltweit kommt da schon eine ansehnliche Summe zusammen. Obendrein bedient sich die Rael-Bewegung bei Erbschaften verstorbener Mitglieder.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Rael-Bewegung im Gegensatz zu den theosophischen Dünnbrettbohrern von der Galaktischen Föderation durchaus gefährlich ist. Die Raelianer verbreiten nicht nur den üblichen New Age Bullshit, sie betreiben darüber hinaus unethische Klonexperimente und fördern den Transhumanismus. Ihr Wirkungsgrad ist dabei weitaus höher als jener von Ashtars lächerlichen Youtube-Videos. Immerhin durfte Claude Vorilhon seine kruden Botschaften schon im französischen Fernsehen verbreiten, was seine Anhängerschaft allein in den ersten zwei Jahren auf 700 Personen anwachsen ließ.

Die Raelianer sind inzwischen die einflussreichste UFO-Sekte nach $cientology. In Sachen Gefährlichkeit werden beide allerdings von einer weitaus kleineren UFO-Sekte getoppt. Die Rede ist von Heaven’s Gate, welche in den 1980ern von Marshall Herff Applewhite (1931–1997) und Bonnie Lu Nettles (1927–1985) gegründet wurde.

Applewhite wurde als Sohn eines presbyterianischen Priesters geboren und trat als Kirchenmusiker zunächst in dessen Fußstapfen. Offensichtlich hatte er bereits zu diesem Zeitpunkt schwere psychische Probleme, denn 1970 wurde er aufgrund von „Gesundheitsproblemen emotionaler Natur“ entlassen. Möglicherweise wurzelten diese in einem Konflikt zwischen seiner sexuellen Orientierung und seiner Religion. Ein Jahr später versuchte er jedenfalls, sich in einem Hospital von seiner Homosexualität heilen zu lassen. Da Homosexualität aber keine Krankheit ist, gibt es dafür auch keine Heilung. Im Gegenteil tragen so genannte Homoheiler nachweislich zur psychischen Destabilisierung ihrer Opfer bei, was wohl auch bei Applewhite der Fall war.

Neben der missglückten Behandlung hatte der Hospitalaufenthalt noch eine weitere negative Folge, denn dort lernte er Bonnie Nettles kennen. Beide lagen auf derselben Wellenlänge, interessierten sich für Astrologie, glaubten sich von Geistern und Schutzengeln umgeben. Sie waren sogar überzeugt, sich aus einem früheren Leben zu kennen. Es ist direkt überraschend, dass Nettles keine Patientin des Hospitals war, sondern als Krankenschwester dort arbeitete. Dennoch hatten sich hier zwei Verrückte gefunden.

Das geistesgestörte Paar trat unter Namen wie „The Two“, „Bo und Peep“ oder „Winnie und Pooh“ auf. Alsbald gründeten sie eine UFO-Religion, zunächst unter dem Namen „Guinea Pig“ (Meerschweinchen bzw. „Versuchskaninchen“). Später wurde daraus HIM (Human Individual Metamorphosis), dann TOA (Total Overcomers Anonymous) und zuletzt Heaven’s Gate. Das Logo der Sekte bestand aus einer angedeuteten Pyramide mit einem Stern an der Spitze.

Heavens Gate Logo

Die Sektenmitglieder lebten wie in einem mittelalterlichen Mönchsorden asketisch und gemeinschaftlich. Privatbesitz sowie Privatsphäre war ihnen untersagt und was Letzteres betraf, war die Villa der Sekte komplett mit technischen Überwachungseinrichtungen ausgestattet. Finanziert wurde dieses zweifelhafte Vergnügen aus unterschiedlichen Quellen, zuletzt mittels professioneller Webseiten-Entwicklung unter dem Namen „Higher Source“. Auch hier fand sich wieder eine Pyramide im Layout.

Higher Source

Während die Gurus der meisten Sekten durchaus schlaue Geschäftsleute sind, die ihre Glaubensgemeinschaft ausbeuten, war Applewhite tatsächlich ebenso bekloppt wie seine Anhänger. Dies äußerte sich unter anderem darin, dass er sich, zusammen mit sechs weiteren Männern der Gemeinschaft, zwecks besserer Askese kastrieren ließ. Zumindest waren damit seine sexuellen Probleme gelöst, aber seine psychopathische Erkrankung stand ihm nach wie vor ins Gesicht geschrieben.

Applewhite

Ein Psychopath war Applewhite in jedem Fall. Er war ein extrem manipulativer Charakter, agierte total verantwortungslos und ohne Empathie. Dies führte schlussendlich auch zum traurigen Untergang der Sekte, die er nach dem Tod von Bonnie Nettles im Jahr 1985 allein leitete. Der Grund für das Ende ist zwar hinlänglich bekannt, doch war keineswegs auf Applewhites eigenem Mist gewachsen.

Alles ging auf ein Foto des Kometen Hale-Bopp zurück, welches der Amateurastronom Chuck Shramek im November 1996 veröffentlichte. Auf dem Foto war ein leuchtendes Objekt zu sehen, welches Shramek als viermal so groß wie die Erde einschätzte. In Wirklichkeit entpuppte es sich sogar als noch größer, denn es handelte sich um einen weit entfernten Stern. Damit hätte der Fall eigentlich erledigt sein können, doch leider wandte sich Shramek vor dieser Erkenntnis an den Radio-Moderator Art Bell. In dessen Sendung gab ein Politikwissenschaftler namens Courtney Brown bekannt, dass Hellseher an seinem Farsight Institute in dem Objekt ein außerirdisches Raumschiff erkannt hätten.

Für Marshall Applewhite war diese Desinformation ein gefundenes Fressen. Er glaubte in dem Kometen ein Zeichen der nahenden Apokalypse zu sehen und in dem vermeintlichen Raumschiff die einzige Rettung. Aus welchen Gründen auch immer glaubte Applewhite jedoch nicht, dass das Raumschiff ihn und seine Anhänger auf physischem Wege abholen würde, also wurde beschlossen, es auf astralem Wege zu erreichen.

Am 19. März 1997, drei Tage bevor Hale-Bopp seinen erdnächsten Punkt erreichen sollte, sprach Applewhite in einer Videobotschaft über Massensuizid. Dies sei ihm zufolge der einzige Weg, die Erde zu verlassen. An Bord des nicht existenten Raumschiffs glaubten seine Anhänger, in eine höhere Daseinsstufe überführt zu werden. Theoretisch hat sich dieser Wunsch für 39 Sektenmitglieder, darunter Applewhite selbst, durchaus erfüllt, wenn auch auf eine etwas andere Weise.

Am 26. März 1997 wurden ihre Leichen entdeckt. Offenbar hatten sie sich in mehreren Stufen von ihren irdischen Hüllen verabschiedet. 15 Mitglieder starben am 24. März, 15 weitere am Tag darauf und die restlichen 9 am 26. März. Alle trugen schwarze Einheitskleidung mit neuen Turnschuhen und waren mit purpurnen Tüchern zugedeckt. Zudem hatten alle ein Armband mit der Aufschrift „Heaven’s Gate Away Team“, was schon derbe zynisch ist, denn von dieser Außenmission kehrte niemand von ihnen zurück. Warum jeder einen 5-Dollar-Schein sowie drei Vierteldollar-Münzen mit sich führte, bleibt indes ein Rätsel. Immerhin sollte man meinen, dass astrale Aliens keinen Eintritt verlangen, zumal solch materielle Dinge ohnehin zurückbleiben.

Den Massensuizid überlebte nur ein einziges Sektenmitglied. Rio Di Angelo hatte Wochen vor dem Ereignis mit Applewhite vereinbart, die Gruppe zu verlassen, um deren Videos und Schriften weiterzuverbreiten. Von ihm stammt auch ein Video der Villa in Rancho Santa Fe, welches der Polizei fünf Jahre nach dem Gruppenselbstmord zukam. Trotz Rio Di Angelos Bemühungen ging die Heaven’s Gate Sekte mit dem Tod ihres Anführer unter. Das Endresultat ist auch nicht wirklich zur Nachahmung geeignet.

Allerdings blieb zumindest das Konzept von Raumschiffen, die sich in Kometenschweifen verstecken, bis heute erhalten. 2013 geisterten sogar Behauptungen durchs Internet, der Komet ISON sei selbst ein intelligent gesteuertes Raumschiff. Anfang Dezember 2013 zerbrach der Komet, womit die Diskussion vorzeitig beendet wurde. Zum Glück noch bevor sich die nächsten Deppen einen Schierlingsbecher runterkippen konnten, um auf ein Raumschiff zu gelangen, das gar nicht existiert. Dennoch scheint es nur eine Frage der Zeit, bis die nächste UFO-Sekte psychisch labile New Age Anhänger mit ha(u)nebüchenen Behauptungen auf dumme Gedanken bringt.

Mythen und Fakten über Disney

War Walt Disney pädophil? Das ist bisher noch ungeklärt. Fakt ist dagegen, dass er ein Judenfeind, Rassist und Sexist war, der Angestellte und dabei insbesondere Frauen mies behandelte. Das ist eigentlich schon widerwärtig genug, um diesem Mann keine Träne nachzuweinen. Obendrein hatte er noch Verbindungen zu den Freimaurern, welche bis heute maßgeblichen Einfluss auf sämtliche Disney-Produkte haben.

Philippine de Rothschild-Sereys – Baphomets treue Dienerin

Am 23. August 2014 verstarb die französische Unternehmerin Philippine Pascale Mathilde Camille de Rothschild-Sereys, einstige Eigentümerin des Weingutes Château Mouton-Rothschild. Auf Wikipedia wird sie als NS-Opfer geführt, da sie und ihre Mutter 1945 von der Gestapo verhaftet wurden. Ihre Mutter starb im Konzentrationslager Ravensbrück. Offenbar unterlief der Gestapo damit ein gravierender Fehler, denn eigentlich standen Satanisten nicht auf der Liste der Nazis. Immerhin bestand ihre Führungselite selbst aus Satanisten und die Rothschilddynastie gehörte indirekt zu ihren wichtigsten Geldgebern.

Bevor jetzt wieder einige die Antisemitismuskeule auspacken, wollen wir natürlich nicht mit Beweisen geizen, welche die wahre Religion der Rothschilds belegen. So hatte Philippine de Rothschild-Sereys z.B. einen Faible für Halsketten mit Abbildern des Baphomet.

Philippine de Rothschild-Sereys

Die Ziege Baphomet war zudem schon auf einigen Rothschild-Weinflaschenetiketten zu sehen. Die Haare und Hörner des Ziegenbocks bildeten dabei die Zahl 666 in dreifacher Ausführung.

Bordeauxphomet 666

Derartige Zahlenspielchen fallen auch bei Philippines Geburtsdatum auf, die offiziell am 22. 11. ’33 das Licht Luzifers erblickte. Alle drei Zahlen sind ein Vielfaches von 11. Die Quersumme von 22, 11 und 1933 ergibt abermals 22 und damit ein Vielfaches von 11. Rechnet man schlussendlich die 11, 22 und 33 zusammen, erhält man die teuflische Zahl 66. Wenn eine Satanistin an einem solch okkulten Datum geboren wird, wäre das schon ein extremer Zufall. Es wäre also möglich, dass hier etwas getrickst wurde.

Neben der satanistischen Symbolik hatte Philippine de Rothschild-Sereys auch viel für Pädophilie übrig. Für den Wein des Jahrgangs 1993 musste z.B. für die USA ein zweites Etikett gedruckt werden, weil das ursprüngliche Etikett eine pädophile Darstellung einer Nymphe des Malers Balthus (Balthasar Kłossowski de Rola, 1908-2001) zeigte. Wer Balthus in eine Internetsuchmaschine eingibt und auf Bildersuche geht, wird schnell feststellen, dass die meisten seiner Werke nackte Kinder in aufreizenden Posen zeigen. Für sein perverses Lebenswerk, welches stark an die Malereien eines gewissen Lewis Carroll (1832-1898) erinnert, erhielt er sogar den japanischen Kunstpreis Praemium Imperiale.

Pädowein 1993

Balthus war wiederum mit Salvador Dali befreundet, zu dessen Ehren Marie-Hélène Rothschild am 12. Dezember 1972 auf ihrem Anwesen in der Nähe von Paris eine okkulte Party gab. Dort wimmelte es ebenfalls von Anspielungen auf rituellen Kindesmissbrauch.

Kinderopferdekoration

Die Queen geisterte durch Deutschland

Vom 24. bis 26. Juni 2015 war die britische Königin gemeinsam mit ihrem Mann in Deutschland zu Gast und bekam überall den roten Teppich ausgerollt. Statt die Überwindung der eigenen Monarchie zu feiern, taten Bundesregierung und Massenmedien gerade so, als sei ein göttliches Wesen vom Himmel herabgestiegen. Zu jedem Highlight der Tour wurden Jubelperser bzw. Jubelbriten entsandt, welche den Eindruck erwecken sollten, Deutschland würde die Queen wie einen Götzen anbeten. Der Sender Vox hat gar eine ganze Themenwoche für die Königin abgefeiert.

Doch wer ist diese Person eigentlich, die sich für etwas Besseres hält? Gewiss kein Engel und ebenso wenig ein höheres Wesen, so viel steht fest. Die britische Queen muss genauso atmen, essen und scheißen, wie wir alle. Der einzige Unterschied besteht darin, dass sie dafür nicht arbeiten muss, sondern wie ein Parasit auf Kosten der Steuerzahler lebt. Nicht etwa auf Sozialhilfeniveau, sondern in Saus und Braus.

Es gibt jedenfalls keinen Anlass, den Besuch der britischen Königin und ihres Gemahls zu feiern. Großbritannien gehört zu den treibenden Kräften hinter der neuen Weltordnung, was im Klartext permanenten Krieg, kapitalistische Ausbeutung und totale Überwachung bedeutet. Die City of London ist neben Frankfurt a.M. und der Wallstreet eines der Finanzzentren, von denen aus ganze Völker mittels finanzieller Kriegsführung in die Knechtschaft gezwungen werden.

Schlussendlich wäre da noch das Geschwür von Freimaurerlogen und anderen satanistischen Geheimgesellschaften, welches von England aus über die gesamte Welt wuchert. Diesbezüglich hat England derzeit mit dem größten Kinderschänderskandal aller Zeiten ein Problem, welches bis in die höchsten Kreise hineinreicht. Es war immerhin der Geheimdienst Ihrer Majestät, welcher Beweise verschwinden ließ und die Täter deckte. Das britische Königshaus musste also Kenntnis davon haben und betrachtet man sich die Logenzugehörigkeit der Royalen, waren diese wohl nicht nur Mitwisser, sondern sehr wahrscheinlich auch Mittäter.

Nein, Queen Elizabeth II. ist alles andere als eine wohlwollende Oma mit Vorbildcharakter. Sie ist maximal wohlhabend und das nicht durch ihre Hände Arbeit. Dennoch jubeln ihr einige zu, als wäre es das Highlight ihres Lebens. Darunter Gothas Oberbürgermeister Knut Kreuch (SPD), der die Queen schon mehrfach vergeblich nach Gotha eingeladen hat. Dort ist der Stammsitz ihrer Familie, aber an ihre deutschen Wurzeln wird das alte Reptil nicht so gerne erinnert.

Aber wenn Elizabeth II. nicht zu Kreuch kommt, so kommt er halt zu ihr. Seine Hochwohlgeborenheit Kreuch ist extra am 26. Juni nach Berlin gereist, um an der königlichen Gartenparty teilzunehmen. Dort ist ihm gewiss beim Händeschütteln einer abgegangen. Sein Fanatismus für die Queen reicht sogar so weit, dass er sich vor ein paar Jahren zum Fasching als seine Angebetete verkleidet hat. In den Kreis der Hofschranzen wird er mit der Aktion wohl nicht aufgenommen werden, aber zumindest taugt er noch als königliche Knallcharge.

Seine Hoheit Knut Kreuch

Seine Hoheit Knut Kreuch

Seine Peinlichkeit ist jedoch nicht nur ein Anhänger der Queen, sondern der Monarchie im Allgemeinen. Jedes Jahr wird auf dem Gothardusfest eine andere Monarchie gefeiert. Zuletzt 2015 das niederländische Königshaus. Außerdem trägt die Stadt Gotha seit dem Thüringentag 2011 den unsäglichen Slogan „Gotha adelt“. Was anfänglich dazu diente, Gothas BürgerInnen zu bespaßen und für ein Wochenende vom Elend in der Welt abzulenken, ist nun festes Motto der Stadt. Selbst auf dem Flyer des Tierparks prangt ein „Gotha adelt“, obwohl der gar keinen König der Löwen zu bieten hat. Nun werden sich einige fragen, was uns eigentlich an diesem Motto stört?

Während auf der einen Seite die Zuschüsse für das Frauenzentrum, Sportförderung und Wohlfahrt vor einiger Zeit zusammengestrichen wurden, werden andererseits rauschende Feste gefeiert, Bäder und Paläste gebaut. Zwar trägt den Großteil der Kosten für Thüringentag, Stadtbad und Perthes-Forum das Land Thüringen, doch die Kosten für die Stadt gehen insgesamt immer noch in die Hunderttausende.

Seine Hoheit Knut Kreuch könnte man daher sehr wohl mit römischen Kaisern oder barocken Königen vergleichen, die sich ebenfalls der Erbauung von Bädern und Palästen rühmten, während das Volk hungerte. Dies ist sogar wörtlich zu nehmen, wurde den Schulkindern doch vor einigen Jahren der Essengeldzuschuss gestrichen. Das Motto „Gotha adelt“ ist also ironischerweise sehr zutreffend. Der Adel wird in reaktionärer Weise hofiert und ins Zentrum des Interesses gestellt. Man könnte meinen, wir leben wieder im 19. Jahrhundert. Auf der einen Seite Massenarmut, auf der anderen Seite „Hurra, die Queen!“

Doch was ist denn dieser Adel eigentlich? Adelig heißt von Geburt an besser gestellt, nur weil die Ahnen irgendwann einmal diktatorisch die Macht ergriffen und ihre Mitmenschen versklavt haben. Angeblich von Gottes Gnaden und noch früher, z.B. im antiken Ägypten, behaupteten die Pharaonen gar selbst, Söhne und Töchter der Götter zu sein.

Wo wir schon einmal bei den alten Ägyptern und europäischen Adelshäusern sind: Wer hat denn eigentlich die Pyramiden und Schlösser erbaut? In den Geschichtsbüchern stehen die Namen von Königen. Doch welcher König hat auch nur einen Stein bewegt? Es waren die Arbeiter, denen wir diese Bauwerke zu verdanken haben! Schon während der mittelalterlichen Bauernaufstände prägte der englische Priester John Ball den passenden Spruch: „Als Adam grub und Eva spann, wo war denn da der Edelmann?“

Den Arbeitern zollen Knut Kreuch und seine Hofschranzen jedoch keinerlei Respekt. Die dürfen maximal ein paar tausend Euro für Straßenausbaubeiträge hinblättern. Soziale Gerechtigkeit und Mitspracherecht sucht man in Gotha vergebens. Verwundern sollte dies jedoch nicht, denn „Es lebe die Monarchie!“ bedeutet nichts anderes als eine Abkehr von der Demokratie bzw. bestenfalls eine konstitutionelle Monarchie.

Obgleich die Umstände heute milder sind als zu Zeiten des Absolutismus und alle Länder Europas gewählte Parlamente haben, ist es dennoch erstaunlich, wie viele dieser Länder immer noch Monarchien sind. Lediglich Frankreich und Russland haben sich ihrer Monarchen dauerhaft entledigt, aus Deutschland wurden sie immerhin vertrieben und die Länder Osteuropas wurden durch die Sowjetunion von ihren Monarchen befreit. In den meisten Fällen führte dies jedoch zu anderen Formen der Diktatur.

In einer angeblich freiheitlich-demokratischen Gesellschaft ist es auf jeden Fall nicht hinnehmbar, dass Adelige weiterhin besondere Privilegien genießen und Wälder sowie Ländereien zurück erhalten, die die Natur für alle Menschen bereitgestellt hat. Gerade die Queen vom Königshaus Sachsen-Coburg-Gotha (heute als Windsor bekannt), ist die größte Großgrundbesitzerin der Welt und lebt von Millionen Steuergeldern, die sie allein wegen ihres Stammbaums erhält. Zudem regiert sie, ohne auch nur je eine Wählerstimme erhalten zu haben.

Keine Wählerstimme erhalten hat auch der Slogan „Gotha adelt“. Dafür erhielt er jedoch den Kulturmarken Award in der Kategorie Stadtmarke. Was für Leute müssen da in der Jury sitzen, die das plump umformulierte Motto „Arbeit adelt“ in „Gotha adelt“ auch noch honorieren? Offensichtlich wünschen sich noch mehr Menschen den Absolutismus zurück, denn für herausragende Kreativität hat der Slogan den Award ganz sicher nicht verdient.

Bei dieser näheren Betrachtung zeigt sich deutlich, welcher Ungeist hier im Namen Gothas propagiert wird. Doch Gotha ist kein Fürst, Gotha sind die Menschen, die es aufgebaut haben. Wir wollen keine spätbarocke Dekadenz und keine Klientelpolitik für Superreiche! Wir wollen fair bezahlte Arbeit und kostenloses Schulessen für unsere Kinder! Wir fordern eine direkte Demokratie, in der alle Einwohner der Stadt mitzureden haben! Was wir auf keinen Fall brauchen, ist eine konstitutionelle Monarchie, in der Leute wie Knut Kreuch wieder von einem „Platz an der Sonne“ träumen und sich selbst Denkmäler setzen statt etwas für die Menschen zu tun.

Verhexte Literatur

Der 1486 in Speyer veröffentlichte „Hexenhammer“ des Dominikaners Heinrich Kramer (1430-1505) ist mit Abstand eines der abscheulichsten und frauenfeindlichsten Bücher aller Zeiten. Dieses Werk war maßgeblich an einem der schlimmsten Massenmorde mit verantwortlich, welcher fast ausnahmslos unschuldige Frauen und in seltenen Fällen auch Männer traf.

Hexenhammer

Das Hexenbild der katholischen Kirche wirkte noch lange nach. Noch über 100 Jahre nach dem Ende der Inquisition erschienen Märchenbücher, in denen es von bösen Hexen wimmelte. Am bekanntesten dürfte dabei wohl die Märchensammlung der Gebrüder Grimm sein, welche bekannte Werke wie „Hänsel und Gretel“ umfasst.

Hänsel und Gretel

Es ist eine Ironie der Geschichte, dass sich Okkultisten ab Ende des 19. Jahrhunderts ausgerechnet die klischeehaften Darstellungen religiöser Fundamentalisten und Märchenerzähler zum Vorbild nahmen, um daraus die modernen Hexenzirkel zu entwickeln. Diese bemühen sich selbstverständlich um eine positive Darstellung der Hexerei, gleichgültig, ob es um weiße oder schwarze Magie geht. Hauptzielgruppe dieser New Age-Strömung sind selbstverständlich Kinder und Jugendliche.

Bereits 1957 erschien das Kinderbuch „Die kleine Hexe“ von Otfried Preußler (1923-2013), in welchem die Walpurgisnacht gefeiert wird. Die kleine Hexe darf daran aber erst teilnehmen, nachdem sie sich zu einer guten Hexe entwickelt hat. Darunter versteht sie natürlich das Vollbringen guter Taten, doch am Ende stellt sich heraus, dass das genaue Gegenteil gemeint war. Sie sollte gut darin werden, böse zu sein. War ja auch irgendwie logisch, dass gute Taten keine Eintrittskarte zu einem satanistischen Fest sein können.

Ein Jahr nach Erscheinen seines verhexten Werkes bekam Preußler dafür den Deutschen Jugendbuchpreis. Es zahlt sich also aus, wenn man die esoterische Agenda vorantreibt.

Die kleine Hexe

In Preußlers Werken wimmelt es auch sonst von Gespenstern („Das kleine Gespenst“, 1966), Drachen („Vom Drachen, der zu den Indianern wollte“, 1996) und bösen Zauberern. Zu seinen bekanntesten Werken dürfte wohl „Krabat“ aus dem Jahr 1971 zählen. In diesem geraten einige Kinder an einen bösartigen Hexer, der sie in schwarzer Magie unterrichtet. Im Gegenzug versklavt er seine Schüler, die in seiner Mühle schuften müssen.

Es stellt sich nach und nach heraus, dass der einäugige Meister einen Pakt mit dem Teufel hat und für diesen regelmäßig menschliche Knochen mahlt. Dies ist eine ziemlich unverhohlene Anspielung auf rituelle Menschenopfer. Seine Schüler werden indes einer Hirnwäsche unterzogen, bei der sich der Hexenmeister sowohl des Mittels der Strafe als auch der Belohnung bedient. Preußler scheint gewusst zu haben, wie die Erziehung bei Satanisten läuft.

„Krabat“ wurde 2008 verfilmt, wobei der Film erwartungsgemäß von okkulter Symbolik strotzt.

Krabat Seance

Für das düstere Werk „Krabat“, welches auf einer sorbischen Volkssage beruht, erhielt Otfried Preußler 1972 erneut den Deutschen Jugendbuchpreis. Allgemein erhielt eine ganze Reihe von Preisen und Auszeichnungen, darunter sogar 1993 das Bundesverdienstkreuz.

Es ist leider nicht bekannt, ob Otfried Preußler ein Freimaurer war oder anderen okkulten Geheimgesellschaften angehörte. Werke wie „Die Flucht nach Ägypten“ von 1978 bieten allerdings Raum für Spekulationen. Zudem propagierte Preußler immer wieder die Hexerei und bediente sich dabei einschlägiger Zahlenmystik, wie der Titel seines Werkes „Dreizehn Geschichten von Hexen und Zaubermeistern“ zeigt.

13 Hexengeschichten

Noch weitaus erfolgreicher als Preußlers Bücher sind die ab 1997 erschienen „Harry Potter“-Romane von Joanne K. Rowling. Der Zauberlehrling, welcher die Sprache der Schlange Luzifer spricht, gehört zu den bekanntesten Charakteren der Jugendliteratur. Doch nicht nur die okkulten Romane machten die ehemalige Sozialhilfeempfängerin Rowling zur Milliardärin, sondern auch die äußerst erfolgreichen Verfilmungen.

Harry Potter

In Sachen okkulte Erziehung macht Joanne K. Rowling sogar dem Disney-Konzern Konkurrenz, was ihr zahlreiche Auszeichnungen einbrachte. Darunter der begehrte Hugo Ward, welcher vorrangig für Science Fiction, aber auch für Fantasy verliehen wird. Weiterhin erhielt sie mehrfach den Nestlé Smarties Book Prize, welcher vom Nestlé-Konzern gesponsert wird.

Zwar betont Rowling immer wieder, dass sie eine gläubige Christin sei, doch ihre Literatur und ihre Verbindungen zum Establishment werfen zumindest Fragen auf. Direkte Hinweise auf eine Mitgliedschaft in okkulten Zirkeln gibt es bisher nicht, also könnte sie tatsächlich ein vollkommen naives Werkzeug der Elite sein. Ähnlich verhält es sich mit ihrer Mitgliedschaft in der britischen Labour Party (Arbeiterpartei). Einerseits ist es verständlich, dass Rowling als ehemalige Sozialhilfeempfängerin Gefallen an der sozialistischen Idee findet. Andererseits ist es vollkommen naiv, der Labour Party zu vertrauen, welche im Kern genauso neoliberal ist, wie die SPD in Deutschland. Die Parole „Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!“ lässt sich problemlos auf Großbritannien übertragen.

Mit endgültiger Gewissheit lässt sich jedenfalls noch nicht sagen, ob Joanne K. Rowling eine heimliche Okkultistin oder einfach nur naiv ist. Zumindest bedient sie sich aber der einschlägigen Symbolik. Unstrittig ist zudem auch, dass viele ihrer Freunde aus der Unterhaltungsindustrie und Politik hochrangige Freimaurer sind, denen die „Harry Potter“-Romane sehr gelegen kommen.

Hexenkulte – Naturreligion oder Okkultismus?

von Shinzon

Die Bezeichnung „Hexe“ war ursprünglich ein Kampfbegriff der Inquisition, mit welchem die Verfolgung und Ermordung unzähliger Frauen legitimiert wurde. Zwar wurden den Betreffenden okkulte Praktiken sowie ein Bund mit dem Teufel unterstellt, doch entsprach dies fast nie der Wahrheit. Der katholischen Kirche ging es vorrangig darum, Andersdenkende zu eliminieren, wobei die entsprechenden Methoden der Inquisition selbst zutiefst satanisch waren.

Der Hexerei beschuldigte Frauen und Männer wurden zunächst gefoltert, um ihnen Geständnisse abzuringen. Ein Widerstehen der Folter wurde dabei als Beweis für magisches Wirken gewertet. Es war also egal, ob eine angeklagte Person gestand oder auf ihrer Unschuld beharrte, denn so etwas wie einen Rechtsstaat gab es zu dieser Zeit schlichtweg nicht.

Ähnlich verliefen die menschenverachtenden Hexenproben wie das Unterwassertauchen. Ertranken die Frauen, galt dies zwar als Beweis ihrer Unschuld, aber das nützte ihnen freilich nichts. All jene, die die Luft etwas länger anhalten konnten, landeten indes auf dem Scheiterhaufen oder Richtblock. Der Inquisition konnte man es einfach nicht recht machen und in der Regel endete ein Hexenprozess so oder so mit dem Tod.

Hexenprobe & Verbrennung

Das Verbrennen bei lebendigem Leibe traf nicht nur Frauen, die als Hexen diffamiert wurden, sondern auch männliche Querdenker. Das bekannteste Beispiel dürfte Giordano Bruno sein, welcher am 17. Februar 1600 in Rom verbrannt wurde, weil er auf dem heliozentrischen Weltbild und der Pluralität der Welten beharrte. Seine Hinrichtung wurde erst am 12. März 2000 von Papst Johannes Paul II. zum Unrecht erklärt, was recht deutlich zeigt, wie lange der Vatikan noch hinter den Gräueltaten der Inquisition stand.

Das Standardwerk dieser speziellen Form von christlicher Nächstenliebe war der 1486 in Speyer veröffentlichten „Hexenhammer“. Dieses vorrangig frauenverachtende Buch aus der bluttriefenden Feder des Dominikaners Heinrich Kramer (1430-1505) wurde bis ins 17. Jahrhundert hinein in 29 Auflagen gedruckt und verbreitet. Eines der letzten europäischen Todesopfer dieses Irrsinns war die gerade einmal 15jährige Dorothee Elisabeth Tretschlaff, welche am 17. Februar 1701 in Fergitz (Uckermark, Deutschland) enthauptet wurde.

Hexenhammer

Es ist geradezu zynisch, dass sich die Missionare im gerade neu entdeckten Amerika von den Opferritualen der Maya und Azteken entsetzt zeigten, während sie selbst in Europa die Verbrennung und Enthauptung von geschätzten 40.000-60.000 Menschen zelebrierten. Die Frauenquote betrug dabei, im Gegensatz zu heutigen Konzernvorständen, stolze 80%. Eine vollständige Aufarbeitung der Verbrechen von Kirche und Staat zu Zeiten der Inquisition steht noch aus. Der Vatikan musste sich zudem nie für diese Taten verantworten. Allerdings trifft die katholische Kirche auch nicht die alleinige Schuld. Zum einen gab es auch Kleriker, die sich gegen Hexenprozesse aussprachen (z.B. der Jesuit Friedrich Spee von Langenfeld) und zum anderen trieben in manchen Fällen auch weltliche Gerichte Verfolgungen voran.

Die Frage, ob es zur Zeit der Inquisition tatsächlich Hexenkulte gab, erscheint angesichts der angerichteten Gräuel direkt unangemessen. Mit Sicherheit gab es noch Reste alter, heidnischer Orden wie die Druiden und gewiss wäre ein Bekenntnis zum Heidentum Grund genug für eine Verurteilung durch die Inquisition gewesen. Die wirklich üblen Kulte überlebten jedoch in Geheimgesellschaften, welche nicht etwa von der Inquisition verfolgt wurden, sondern seit jeher die Kontrolle über die Vatikan hatten.

All die Symbole antiker Sonnen-, Osiris- und Saturnkulte, die im und um den Petersdom zu finden sind, werfen die Frage auf, ob die Inquisition in Wirklichkeit sogar ein satanisches Opferritual war? Haben die Kleriker am Ende genau das praktiziert, wovor sie die christliche Bevölkerung Europas angeblich schützen wollten? Menschenopfer zählen jedenfalls zu den okkulten Praktiken und nicht etwa zu dem, was Jesus einst predigte.

So ziemlich alle Opfer der Inquisition waren unschuldige Zivilisten. In erster Linie traf es christliche Querdenker, die das katholische Weltbild infrage stellten oder sich der alternativen Naturheilkunde verschrieben hatten. Eine weitere Opfergruppe waren psychisch Erkrankte. Schizophrenie und Epilepsie konnten schnell als Anzeichen dämonischer Besessenheit ausgelegt werden. Gleiches galt für die unbewusste Einnahme von Halluzinogenen, die sich zuweilen aufgrund von Schimmelpilzbefall im Getreide fanden. Oft reichte es jedoch schon aus, von einem böswilligen Nachbarn oder Neider denunziert zu werden bzw. einer politischen Intrige zum Opfer zu fallen.

Alles in allem kann davon ausgegangen werden, dass 99% aller Opfer der Inquisition absolut gar nichts mit Okkultismus am Hut hatten. Die ersten Hexenzirkel bildeten sich ironischerweise erst viel später in Anlehnung an die klischeehaften Darstellungen aus dem Hexenhammer und menschenverachtenden Märchen wie „Hänsel und Gretel“. Von Klerikern und Märchenerzählern geprägte Darstellungen von Frauen mit spitzen Hüten, die auf Besen reiten und schwarze Katzen als Haustiere halten, wurden dabei teilweise von Okkultisten übernommen.

Hexe

Während es für manche Hobbyhexen nur ein Halloweenspaß ist, sehen sich die meisten modernen Hexenzirkel in erster Linie als spirituelle Gegenreligion zum Katholizismus. Satanisten findet man in den unteren Rängen der Wicca eher selten. Die meisten Wicca, welche im frühen 20. Jahrhundert aufkamen, sehen sich eher als Naturreligion mit neoheidnischen Einflüssen. Die Bewegung gibt sich tolerant und erhebt im Gegensatz zu den drei monotheistischen Weltreligionen keinen Alleingültigkeitsanspruch.

Alles in allem scheinen die Wicca eher harmlos zu sein und die große Mehrheit handelt wohl tatsächlich in dem Glauben, sich und der Welt etwas Gutes zu tun. Dennoch bedient sich der Wicca-Kult okkulter Symbole wie dem Pentagramm und praktiziert weiße Magie. Es ist ohne Bedeutung, ob die Anhänger im Pentagramm ein Schutzsymbol sehen und schwarze Magie ablehnen. In dem Moment, in dem sie sich dem Okkultismus öffnen, machen sie sich zu Sklaven eines Kontrollsystems.

Gleiches gilt für das zentrale Event der Hexerei, die Walpurgisnacht am 30. April. Dort treffen sich alljährlich Wicca, Esoteriker und Spaßtouristen, ohne zu wissen, dass sich dort auch Hardcore-Satanisten herumtreiben. Ironischerweise ist diese okkulte Feier nach der heiligen Walburga (ca. 710-779) benannt, einer englischen Äbtissin, die in Deutschland Heiden bekehrte. Ihrer wurde am 1. Mai gedacht, wobei die neun Tage davor die Kirchglocken zur Abwehr von Hexenumtrieben geläutet wurden. Populär wurde die Umdeutung ihres Namens durch J.W. Goethes „Faust“, was angesichts seines hohen Ranges innerhalb der Freimaurerei und Illuminaten wohl beabsichtigt war.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass weiße Magie nicht besser ist als schwarze Magie, denn es sind zwei Seiten ein und derselben Medaille. Es handelt sich in beiden Fällen um esoterischen New Age Aberglauben und wer sich diesem öffnet, verschließt sich damit dem wissenschaftlichen Rationalismus. Es mag sein, dass die Intentionen der meisten Wicca positiver Natur sind, doch letztendlich propagieren sie die New Age Philosophie.

Das ist fatal, denn hinter dem New Age verbirgt sich die Agenda der Satanisten. Natürlich vertreten die Esoteriker nach außen hin das Gute, denn die meisten Menschen sprechen nun einmal genau darauf an. Welcher spirituell eingestellte Charakter würde sich schon bewusst dem Bösen öffnen? Das Böse muss sich daher von Zeit zu Zeit in einen Schafspelz kleiden, um weiterhin an der Macht zu bleiben. Das gilt genauso für das Christentum, welches von pädophilen Satanisten kontrolliert wird, als auch für die Hexenzirkel und Freimaurerlogen.

Die Wicca sind, ähnlich wie die Johanneslogen, ein Lockmittel für gutgläubige Menschen auf der Suche nach sich selbst und ihrem Platz im Universum. Es wäre daher auch völlig unangebracht, zur zweiten großen Hexenjagd zu blasen. Hier hilft nur Aufklärung. Dabei ist es keineswegs falsch, spirituelle Lebensweisen zu fördern und die Verbindung zu Mutter Natur zu suchen. Nur reichen dafür eben Meditationen und Spaziergänge im Wald völlig aus. Man muss dafür kein Pentagramm auf den Boden malen und heidnische Gottheiten anrufen.

Wer einmal mit solch okkultem Gedöns anfängt, läuft stets Gefahr, in einen Abgrund aus schwarzer Magie und Esoterik zu fallen. Genau das verbirgt sich nämlich hinter der scheinbar harmlosen Wicca-Bewegung. Diese wurde von dem englischen Okkultisten Gerald Brousseau Gardner (1884-1964) begründet, welcher zuvor anderen Hexenzirkeln wie dem Rosicrucian Order Crotona Fellowship angehörte. Das allein mag noch unauffällig erscheinen, doch 1946 lernte er Aleister Crowley kennen und wurde Mitglied in dessen Ordo Templi Orientis, in welchem er den VII. Grad erreichte.

Gerald Gardner

Gerald Gardner

Nach Crowleys Tod im Jahr darauf blieb Gardner mit dessen Schüler Kenneth Grant (1924-2011) in Kontakt. Weitere Verbindungen hatte Gardner zum Okkultisten Austin Osman Spare (1886-1956) und zu Ross Nichols (1902-1975), dem Gründer des Ordens der Barden, Ovaten und Druiden. Wohin das Auge blickt, finden sich Verbindungen der Hexerei zum Satanismus.

Der ehemalige Hexenmeister John Todd (1949-2007) behauptete sogar, dass er als Mitglied einer Hexenfamilie bis in die innersten Kreise der Illuminaten aufgestiegen sei. Tatsächlich belegt sind seine lange Drogenkarriere sowie mehrere Fälle von Kindesmissbrauch, wegen denen er einige Zeit im Gefängnis verbrachte. Später konvertierte er zum Christentum und hielt Vorträge über den wahren Zweck der Hexerei, für welche er nach eigenen Angaben im US-Militär labile Soldaten rekrutierte. Er sprach außerdem über den Okkultismus der Elite und war davon überzeugt, dass diese Dämonen beschwört, welche sich auch hinter dem UFO-Phänomen verbergen sollen.

Todd wird vom Establishment selbstverständlich als Verschwörungstheoretiker geführt, wobei es seiner Glaubwürdigkeit sicherlich wenig nützt, dass er in einer Nervenheilanstalt gestorben ist. Doch obwohl es berechtigte Zweifel daran gibt, dass er gleichauf mit den Rothschilds und Rockefellers zum innersten Zirkel der Illuminaten gehörte, scheinen einige seiner Behauptungen durchaus plausibel zu sein. So lässt sich die Verbindung des Wicca-Gründers zu Aleister Crowleys Ordo Templi Orientis mit Leichtigkeit anhand seriöser Quellen nachweisen. Ebenso ist das okkulte Treiben der herrschenden Elite längst kein Geheimnis mehr. Völlig abwegig sind seine Vorträge also keineswegs.

Als wäre die dargelegte Verbindung der Hexerei zum Satanismus noch nicht genug, erhielten die Schwarzmagier im 3. Reich noch weitere höchst unerfreuliche Fürsprecher. So veranlasste der hochgradige Okkultist Heinrich Himmler eine geheime Untersuchung über den Genozid an den vermeintlichen Hexen durch die Inquisition, obgleich es sich bei deren Opfern gar nicht wirklich um Hexen handelte.

Ziel von Himmlers Geheimoperation war es selbstverständlich, den Massenmord den Juden in die Schuhe zu schieben. Dies musste jedoch erwartungsgemäß misslingen, da allzu offensichtlich Vertreter des christlichen Klerus für die Inquisition verantwortlich waren. Unterstützt wurden sie dabei von den achso germanischen Bauern, welche keine Gelegenheit ausließen, Abweichler zu denunzieren. Zu den Abweichlern gehörten auch schon mal die Juden, welchen man ähnliches nachsagte, wie den vermeintlichen Hexen. Darunter der Klassiker schlechthin: Kindesmord.

In gewisser Weise bilden die Juden und die Opfer der Inquisition eine Schicksalsgemeinschaft – die einen vergast und verbrannt, die anderen lebendig verbrannt. Einen rituellen Charakter kann man zudem sowohl bei der Inquisition als auch beim Holocaust erkennen. Es ist eine geradezu bittere Ironie, dass die Naziokkultisten sich für Hexerei im klassischen Sinne begeisterten und dafür jene Opfer missbrauchten, denen man die Hexerei lediglich nachsagte. Der Gipfel ist jedoch, dass die Nazis die Opferzahlen der kirchlichen Inquisition mit 100.000 stark übertrieben darstellten, während sie selbst rund 6 Millionen Juden auf dem Gewissen hatten.

Eine weitere düstere Parallele bietet der ehemalige Hauptsitz der SS, die Wewelsburg bei Paderborn. In deren Gemäuern sollen im 17. Jahrhundert der Hexerei Beschuldigte gefangen gehalten und gefoltert worden sein. Himmler ließ seinerseits im Zuge der Pogromnacht von 1938 Juden in den gleichen Kellern einsperren und foltern. Heute dient die schaurige Kulisse satanistischen Logen als heimliches Domizil für ihre menschenverachtenden Kindesmissbrauchs- und Opferrituale. Ebenso wie Himmler glauben die Satanisten, dass sich die negativen Energien der Vergangenheit dort sammeln.

Während Himmler nun in Nazideutschland seine SS zu einem modernen Hexenorden ausbaute, trug sich jenseits des Ärmelkanals Obskures zu. Im Januar 1944 wurde das Medium Helen Duncan als Hexe verhaftet. Hintergrund dieses letzten offiziellen Hexenprozesses in Europa war die Preisgabe militärischer Geheimnisse während einer Seance, von denen Duncan eigentlich nichts hätte wissen dürfen. Obwohl niemals bewiesen werden konnte, woher sie die Informationen hatte, berief man sich auf ein Antihexereigesetz aus dem Jahr 1735, um die Frau aus dem Verkehr zu ziehen.

Dem Witchcraft Act zufolge kann jeder der Hexerei angeklagt werden, der versucht, die Toten zu beschwören. Gleichgültig ob Helen Duncan nun ein echtes Medium war oder ihren zahlenden Kunden nur eine Show lieferte, stellten ihre Aktivitäten einen solchen Versuch der Transkommunikation dar. Der gesamte Prozess mag aus rationaler Sicht absurd klingen, aber tatsächlich fürchtete das britische Militär eine Gefährdung der Landung in der Normandie, da das Medium den geheimen D-Day hätte preisgeben können.

Während Helen Duncan aus eher pragmatischen Gründen zu 9 Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt wurde, kam es in ländlichen Gegenden Europas nach dem 2. Weltkrieg zu weiteren Hexenverfolgungen, die gänzlich auf bäuerlichem Aberglauben beruhten. Ein Fall aus der Lüneburger Heide scheint dabei aus dem finstersten Mittelalter zu stammen, trug sich aber in der Mitte des 20. Jahrhundert zu.

Im Jahre 1950 hatte es der Bauer Johannes Bading in dem Dorf Barum (bei Lüneburg) zu einem bescheidenen Wohlstand gebracht. Als eines seiner Pferde erkrankte und starb, glaubte er sofort an den Fluch einer Hexe und suchte den Rat eines Hexenbanners. Dieser sagte dem Bauern, dass die erste Person, die nach seinen Maßnahmen den Hof betritt, die Hexe sein muss. Dummerweise war dies die beste Freundin der Familie. Am Ende richtete sich der Hexenwahn aber gegen die Familie Bading selbst und brachte die Tochter schlussendlich in eine Nervenheilanstalt.

Dieser Fall zeigt recht deutlich, wozu der Aberglaube Menschen bringen kann. Bis in die 1970er Jahre hinein gab es in deutschen Dorfapotheken obskure Mittel gegen Hexenzauber und in einigen Regionen dieser Welt hält sich der Hexenglaube bis heute, was zuweilen sogar Todesopfer fordert Entsprechende Beispiele gibt es aus Saudi-Arabien, Papua-Neuguinea, Uganda und Tansania. Allein in letzterem Land wurden zwischen 1994 und 1998 rund 5.000 vermeintliche Hexen gelyncht.

Auf der anderen Seite gibt es tatsächlich okkulte Hexenzirkel mit engen Verbindungen zum Satanismus. Diese sind ebenso geisteskrank und gefährlich, wie jene abergläubigen Menschen, die aufgrund von alltäglichem Unglück und Erkrankungen unschuldige Mitbürger der Hexerei beschuldigen.

Aus dem ganzen Hexenwahn lassen sich nur zwei Konsequenzen ziehen. 1. darf es zu keiner erneuten Hexenjagd kommen. Sämtlicher Aberglaube muss im Zeitalter der Wissenschaft überwunden werden. 2. sollte jeder Mensch die Finger von okkulten Zirkeln lassen, gleichgültig, ob diese sich der weißen oder schwarzen Magie verschrieben haben. Im besten Falle sind Hexenbretter, Tarotkarten und Channelings einfach nur esoterischer Mumpitz und Zeitverschwendung. Im schlimmsten Fall kommt man vielleicht tatsächlich mit Dimensionen in Kontakt, die man besser meiden sollte. Was sich auch hinter all dem Hexenzauber verbirgt, es ist nichts Gutes.

Das Rothschild-Imperium – Mythen und Fakten

von Shinzon

Im Zusammenhang mit der internationalen Hochfinanz und Verschwörungen taucht kaum ein Name häufiger auf als jener der Familie Rothschild. Doch kaum fällt dieser Name, schon hagelt es auch Antisemitismusvorwürfe. In der Tat gibt es zahlreiche rechtsextreme sowie nationalkonservative Autoren, die den Namen Rothschild als Synonym für eine angebliche jüdische Weltverschwörung benutzen. Begriffe wie „Geldjudentum“ sind in deren Publikationen keine Seltenheit.

Rechte Verschwörungstheoretiker bedienen sich dabei stets einer einseitigen Beweisführung. Tatsächlich haben einige Bankendynastien jüdische Wurzeln, darunter die Warburgs oder Goldman Sachs. Nichtjüdische Bankiersfamilien wie die Rockefellers oder J.P. Morgan werden dagegen kaum oder gar nicht erwähnt, da sie das judenfeindliche Weltbild rechter Verschwörungstheoretiker ins Wanken bringen würden. Diese einseitige Kritik am Finanzsystem ist brandgefährlich.

Auf der anderen Seite gibt es pseudolinke Imperialismusbefürworter, darunter viele Antideutsche, welche jede Kritik an der internationalen Finanzmafia zum Antisemitismus erklären. Insbesondere wenn der Name Rothschild fällt, reagieren solche Personen extrem allergisch. Doch um das Bankensystem zu verstehen, muss man sich nun einmal mit allen Bankendynastien beschäftigen. Es darf nicht sein, dass ein Generalverbot über schlichtweg jede Form der Bankenkritik verhängt wird. Noch dazu von vermeintlich Linken, die eigentlich traditionell antikapitalistisch sein sollten.

Wäre Kritik am Finanzsystem generell judenfeindlich, dann müssten Personen wie Sahra Wagenknecht und Erwin Pelzig allesamt Rechtsextremisten oder so genannte „Neurechte“ sein. Das ist nicht nur völlig absurd, die Antideutschen unterstellen mit ihrer Pauschalisierung obendrein selbst, dass die Finanzmafia jüdisch sei. Sie sind unfähig, differenziert zu denken und die Religion außen vor zu lassen. Mit ihrem unsinnigen Verhalten befeuern sie die rechten Verschwörungstheorien eher, als dass sie diese bekämpfen.

In diesem Artikel wollen wir sowohl mit judenfeindlichen als auch mit pseudolinken Vorurteilen aufräumen. Wir wollen aufzeigen, dass nicht jede Kritik an der Familie Rothschild mit Judenfeindlichkeit gleichzusetzen ist und man kein Freund der Hochfinanz sein muss, um politisch korrekt zu bleiben. Bei unseren Recherchen sind wird zudem auf einige interessante Details gestoßen, die etwas Licht ins Dunkel bringen könnten.

Als Gründer der Dynastie gilt Mayer Amschel Rothschild, der am 23. Februar 1744 in Frankfurt am Main geboren wurde. Rothschild ist dabei nicht der ursprüngliche Name seiner Familie, sondern kommt von dem Haus „zum roten Schild“, welches Mayer Amschels Großvater Isaak Elchanan († 1585) im Jahre 1567 in der Frankfurter Judengasse 69 erbaut hatte. In der Judengasse betrieb Mayer Amschels Vater Amschel Moses einen Laden für Kleinwaren und Geldwechsel. Letzteres stellt möglicherweise die Wurzel für die spätere Bankendynastie dar, allerdings war die Familie damals noch keineswegs reich.

Nach dem Tod seiner Eltern musste Mayer Amschel den Besuch der Jeschiwa (Talmudschule) in Fürth abbrechen. Er wurde nach Hannover geschickt, wo er für die Firma von Wolf Jakob Oppenheim arbeitete. Hier wird es interessant, denn die Oppenheims waren als Hoffaktoren des Kurfürsten Clemens August I. von Bayern tätig, wobei es ihre Aufgabe war, die Adelshäuser mit Luxusgütern zu versorgen und Finanzgeschäfte zu tätigen. Um historisch korrekt zu bleiben, muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass die Familie Oppenheim, ein Zweig der Oppenheimers, ebenso jüdischen Glaubens waren, wie die Familie Rothschild.

Dennoch darf in diesem Zusammenhang nicht von einem „Finanzjudentum“ gesprochen werden, da den Juden zu dieser Zeit schlichtweg die meisten anderen Berufe untersagt waren. Als Mayer Amschel 1764 nach Frankfurt zurückkehrte, waren die Juden dort strengen Regeln unterworfen. Sie durften ihr Ghetto nach Einbruch der Dunkelheit sowie an Sonn- und Feiertagen nicht verlassen, die restliche Stadt durften sie bis ins Jahr 1789 ausschließlich zu geschäftlichen Zwecken betreten und das maximal zu zweit. Das Betreten von Parks, Promenaden, Schenken und Kaffeehäusern war ihnen strengsten verboten. Die deutsche Judenfeindlichkeit war tatsächlich keine Erfindung des 3. Reichs, sondern wurzelt tief in der deutschen Geschichte.

Doch zurück zu Mayer Amschel Rothschild. Dieser bewarb sich 1769 beim Erbprinzen von Hessen als Hoffaktor, nachdem er ihm zuvor einige Münzen verkauft hatte. Er bekam die Stelle und konnte am 21. September 1769 eine Plakette mit dem Wappen von Hessen-Hanau und der Inschrift „M. A. Rothschild, Hoflieferant Seiner Erlauchten Hoheit, Erbprinz Wilhelm von Hessen, Graf von Hanau“ vor seinem Geschäft anbringen. Dies war der Grundstein für seine späteren Bankgeschäfte. In den 1770ern musste er sich zunächst jedoch mit einem Jahreseinkommen von 2.400 Gulden begnügen, was dem damals üblichen Verdienst eines Schultheiß entsprach.

Am 29. August 1770 heiratete Mayer Amschel die gerade einmal 16-jährige Gutle Schnapper. Die Ehe war arrangiert und Gutles Vater Wolf Salomon war Hoffaktor des Fürstentums Sachsen-Meiningen. Trotz der gut laufenden Geschäfte und einer Mitgift von 2.400 Gulden lebten die beiden zu Beginn ihrer Ehe unter erbärmlichen Umständen im Haus Hinterpfann, welches sie mit zwei Brüdern von Mayer Amschel teilen mussten. Von ihren 20 Kindern überlebte gerade einmal die Hälfte, was in etwa der Kindersterblichkeitsrate von 58% entsprach, welche aufgrund der katastrophalen hygienischen Bedingungen im Frankfurter Judenghetto herrschte.

Damit dürften bereits viele Verschwörungstheorien entkräftet sein, die behaupten, die Rothschilds würden seit jeher einer Illuminati-Blutlinie angehören oder seien gar reptiloide Gestaltwandler. Wenn dem so wäre, warum hätten sie damals freiwillig unter solch erbärmlichen Zuständen leben sollen? Derartige Behauptungen, wie man sie u.a. von David Icke kennt, sind zwar nicht in jedem Fall judenfeindlich, aber allemal hanebüchener Unsinn.

In den 1780ern ging es für die Rothschilds langsam bergauf. Ihr Vermögen reichte, um 1783 das Haus „zum Grünen Schild“ zu erwerben, welches heute als Stammhaus der Dynastie gilt. Es überdauerte die Jahrhunderte, bis es 1943 im 2. Weltkrieg bei einem Bombenhagel zerstört wurde.

Der große Aufschwung folgte schließlich zwischen 1790 und 1800, als Mayer Amschel den Schwerpunkt seiner Geschäftstätigkeit vom Münz- und Antiquitätenhandel auf Bankgeschäfte verlegte. Um 1800 zählten die Rotschilds bereits zu den 11 reichsten Familien in der Frankfurter Judengasse. Die älteste vorhandene Bilanz aus dem Jahr 1897 weist ein Firmenvermögen von 108.504 Gulden aus. Unter den aufgeführten Aktiva finden sich Staatsanleihen, sowie persönliche Darlehen und Kredite an diverse Firmen. Die Geschäftsbeziehungen der Rothschilds reichten schon damals weit über Frankfurt am Main hinaus bis hin zu Berlin, Wien, Amsterdam, Paris und London.

Bei Mayer Amschels Aufstieg im Finanzgeschäft spielten seine guten Beziehungen zum deutschen Hochadel eine nicht unerhebliche Rolle. Über den Adel stand er zwangsläufig auch mit der Hochgradfreimaurerei in Verbindung und trat dieser sehr wahrscheinlich bei. Zu Adam Weishaupts Illuminatenorden scheint es dagegen keine Verbindungen gegeben zu haben. Immerhin stand Rothschild geschäftlich mit dem Landgraf Wilhelm IX. von Hessen-Kassel (1743-1821) in Verbindung und nicht mit dem Adelshaus von Sachsen-Coburg-Gotha, welches Weishaupt Asyl gewährte.

Mit Friedrich II. von Hessen-Kassel (1720-1785), dem Vater von Wilhelm IX., hatte Mayer Amschel ebenfalls schon Geschäfte getätigt. Darunter seine erste Beteiligung an einer Kriegsfinanzierung. Friedrich II. verkaufte nämlich hessische Soldaten an die britische Krone, welche diese in ihrem Kampf gegen die amerikanische Unabhängigkeitsbewegung einsetzte. Das große Geschäft machte dabei jedoch der Landgraf, während die Beteiligung von Rothschild noch sehr gering ausfiel.

Wesentlich hilfreicher war für ihn der Kontakt zu Carl Friedrich Buderus (1759-1819), einem Finanzbeamten und Kriegszahlmeister des Landgrafen Wilhelm IX. Dieser setzte sich mal mehr und mal weniger erfolgreich dafür ein, dass Rothschild bei den Wechseldiskontkrediten mitbieten durfte. Die erste große Transaktion, die Mayer Amschel 1798 am landgräflichen Hof abschließen konnte, war der Verkauf von Frankfurter Stadtverschreibungen an Wilhelm IX., den Buderus einfädelte. Dabei unterbot Rothschild die nichtjüdischen Bankenhäuser Rüppel & Harnier sowie Preye & Jordan.

Dank weiterer erfolgreicher Finanzgeschäfte stieg Rothschild 1803 zum Oberhofagenten von Wilhelm IX. auf, welcher seinerseits inzwischen zum Kurfürsten avanciert war. Drei Jahre später musste der Kurfürst jedoch ins Exil gehen, als Kassel von französischen Truppen besetzt wurde. Zusammen mit Carl Friedrich Buderus gelang es Rothschild, das Vermögen von Wilhelm IX. in Höhe von 27 Mio. Gulden in Sicherheit zu bringen. Dies brachte Mayer Amschel im Jahr 1808 eine Hausdurchsuchung und seinem Freund Carl Friedrich sogar eine Verhaftung ein.

Nun mag Frankfurt die Heimat der Rothschild-Dynastie sein, weshalb sich dort heute wohl nicht zufällig eines der wichtigsten Finanzzentren der Welt befindet. Mayer Amschels Sohn Nathan Mayer (1777-1836) zog es 1798 jedoch nach Manchester. Die Familie pflegte schon zuvor Geschäftsbeziehungen zu Großbritannien und nun weitete Nathan Mayer unter Anleitung seines Vaters den Handel mit Textilien, Indigo und Kaffee aus. Als Frankreich unter Napoleon eine Handelsblockade gegen Großbritannien verhängte, betätigten sich die Rothschilds kurzerhand als Schmuggler.

Allerdings mischten sich die Rothschilds auch in die Finanzgeschäfte des Kurfürsten in Großbritannien ein. Dank der Größe der durchgeführten Transaktionen sowie der scheinbaren Kapitalmittel, über die Nathan Mayer mittels seiner Verbuchungstechnik verfügte, gehörte das Haus Rothschild bereits zu Beginn seiner Finanzaktivitäten in London zu den ganz großen Finanzinstitutionen. Heute kontrolliert die Familiendynastie mit Frankfurt und der City of London zwei der wichtigsten Finanzplätze der Welt.

Durch diese Einflüsse lassen sich einmal mehr auch die Verbindungen der Rothschilds zur Hochgradfreimaurerei nachweisen. Sowohl in Frankfurt als auch in der City of London finden sich die Symbole des Geheimbundes an jeder Ecke. Das Wappen der City of London beinhaltet zudem das Templerkreuz. Die Tempelritter waren bereits lange vor den Rothschilds im Finanzgeschäft tätig und können als Begründer des modernen Bankenwesens angesehen werden. Die Rothschilds haben es lediglich weitgehend unter ihre Kontrolle gebracht und reformiert.

Getragen wird das Wappen von zwei Drachen, was David Icke wohl zu der aberwitzigen Schlussfolgerung veranlasste, die Rothschilds seien Reptiloide. Verdächtig ist die weit verbreitete Drachensymbolik im Londoner Bankenviertel allerdings schon. Offenbar stecken hinter dem Finanzsystem gänzlich andere Mächte, als von der breiten Bevölkerungsmehrheit angenommen wird. In dieser Hinsicht haben wir bereits mehrfach auf den Reptilienkult innerhalb der satanistischen Hochgradfreimaurerei hingewiesen, welche das Finanzsystem kontrolliert.

Familien wie die Rothschilds oder Rockefellers stehen zwar an der Spitze der irdischen Machthierarchie, doch spielen sie bei der Versklavung der Menschheit eher die Rolle willfähriger Vollstrecker. Sie verraten ihre eigene Spezies für Macht und Geld. Auf die Beweise für die Konvertierung der Rothschilds vom Judentum zum Satanismus werden wir an später Stelle noch einmal zurückkommen.

Wappen der City of London

Wappen der City of London

Auf dem Wappen der City of London findet sich weiterhin ein erhobenes Schwert, welches ziemlich deutlich zum Ausdruck bringt, dass Kriege ohne die Kredite der Banken nicht geführt werden könnten. Den größten Profit erwirtschaften die Bankster dabei natürlich, wenn sie beide Seiten unterstützen.

Was heute gilt, galt auch schon damals für die Rotschilds. So unterstützten sie u.a. den Erzbischof und Freimaurer Karl Theodor von Dalberg (1744-1817), welcher seit 1806 Fürstprimas des von Napoleon eingesetzten Rheinbundes und Herr über Frankfurt war. Durch die Unterstützung Dalbergs, welcher 1810 zum Großherzog von Frankfurt aufstieg, unterstützten die Rothschilds indirekt auch die Besatzung durch Frankreich, während sie auf der anderen Seite immer noch für den von Napoleon vertriebenen Kurfürsten Wilhelm IX. tätig waren. Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde.

Bischof Karl Theodor von Dalberg mit verdeckter Hand.

Bischof Karl Theodor von Dalberg mit verdeckter Hand.

Mayer Amschels Sohn Nathan Mayer machte indes gute Geschäfte mit dem Duke of Wellington (1769-1852) und schmuggelte für diesen Gold durch die französische Kontinentalsperre, damit die britische Krone ihre Soldaten weiterhin bezahlen konnten. Er verdiente allerdings nicht nur als wichtigster Finanzier der britischen Regierung ein Vermögen, sondern kaufte gleichzeitig auch billig britische Staatsanleihen. Während die meisten Anleger mit einer Niederlage Großbritanniens rechneten, wurde Nathan Mayer Rothschild nach der Niederlage von Napoleon bei Waterloo durch diesen Deal zum reichsten Mann der Welt.

Staatsanleihen und Finanzgeschäfte waren jedoch nicht das einzige Steckenpferd der Rothschilds. Mayer Maschel war u.a. auch Hoffaktor des Johanniterordens. Es sollte nicht die einzige (pseudo-)wohltätige Organisation bleiben, in die sich die Rothschilds eingekauft haben. Heute ist die Familiendynastie über großzügige Finnzierungen in zahlreiche Organisationen wie den WWF involviert.

Das Umweltthema scheint insbesondere David Mayer de Rothschild (*1978) am Herzen zu liegen. So finanzierte er z.B. 2009 die symbolische Plastiki-Mission gegen die Verschmutzung der Ozeane durch Plastik. Ihr Milliardenvermögen in die Säuberung der Ozeane zu stecken, geht der Familie Rothschild dann aber doch zu weit. Dieses legt sie lieber in Geschäften mit Firmen wie BP (Stichwort: Deep Water Horizon) an.

Das Engagement David de Rothschilds für den angeblich menschgemachten Klimawandel kann gleichermaßen als verlogen angesehen werden. Mit dem Handel von Klimazertifikaten haben schon ganz andere wie Al Gore Milliarden verdient. Aber immerhin zeigt sich, dass auch die Familie Rothschild zu den treiben Kräften hinter der CO2-Lüge gehört, was besonders pervers ist, da die Rothschilds auf der anderen Seite dick im Ölgeschäft sind.

Ökorothschild

Ein weiterer Geschäftszweig, in den das Rothschildimperium fleißig investiert, sind die Massenmedien. Insgesamt gibt es heute kaum noch einen Industriezweig, eine Nachrichtenagentur oder eine bedeutende NGO, die nicht finanziell von den Rothschilds oder einer anderen Dynastie wie den Rockefellers oder Goldman-Sachs abhängig ist. Sogar der historisch bedeutende Bau des Suez-Kanals wurde vom Rothschild-Imperium finanziert. Ob Mayer Amschel zu seinen Lebzeiten wohl eine Vorstellung davon hatte, welchen globalen Einfluss seine 1810 gegründete Firma „Mayer Amschel Rothschild und Söhne“ gewinnen würde?

Obgleich der Gründer der Familiendynastie sich in seinem Leben sehr weit nach oben arbeitete und großen Reichtum erwarb, blieben die prallsten Früchte seines Lebenswerks doch seinen Nachkommen vorbehalten. Wie groß das Vermögen der Familie Rothschild tatsächlich ist, darüber gibt es nur Spekulationen. Zum einen liegt dies daran, dass die Familie einen Großteil ihres Geldes in Fonds versteckt. Zum anderen verfügte Mayer Amschel vor seinem Tod 1812 in seinem Testament, dass es keine juristische Bestandsaufnahme und keinerlei Veröffentlichung des Familienvermögens geben solle. Die Schätzungen reichen bis zu 500 Billionen US-Dollar. In jedem Falle stehen aber jedem führenden Familienmitglied mehrere Milliarden zur Verfügung.

Mayer Amschel Rothschild legte in seinem Testament noch einige weitere Punkte fest. Darunter, dass alle Schlüsselpositionen der Familienunternehmen nur durch Familienmitglieder besetzt werden dürfen, die der freimaurerischen Tradition entsprechend alle männlich sein müssen. Diese Entscheidung ist gleichermaßen paranoid und korrupt. Offenbar kannte Mayer Amschel bereits die Ferengi-Erwerbsregel Nummer 1: „Wenn Sie erst einmal das Geld der anderen haben, geben Sie es nie wieder her!“

Geld ist in der Tat das Einzige, woran der Gründer der Familiendynastie interessiert war. Allerdings nicht, weil er wie ein Ferengi danach süchtig war, sondern weil Geld gleichbedeutend mit Macht ist. Es gibt kaum ein Zitat, welches diesen Umstand besser auf den Punkt bringt, als das folgende: “Gib mir die Kontrolle über das Geld einer Nation und es interessiert mich nicht, wer dessen Gesetze macht.”

Sein Sohn Nathan setzte dem Ganzen noch eins drauf, indem er erklärte: „Die Wenigen, die das System verstehen, werden so sehr an seinen Profiten interessiert oder so abhängig sein von der Gunst des Systems, dass aus deren Reihen nie eine Opposition hervorgehen wird. Die große Masse der Leute aber, mental unfähig zu begreifen, wird seine Last ohne Murren tragen, vielleicht sogar ohne zu mutmaßen, dass das System ihren Interessen feindlich ist.“

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Rothschilds die wohl mächtigste Bankiersfamilie sind, wenn auch keineswegs die einzige. Ihre Methoden gleichen dabei zuweilen jenen eines Mafiaclans. Der Begriff „Finanzmafia“, wie er in linken Kreisen für die Finanzoligarchie üblich ist, trifft den Nagel sehr gut auf den Kopf.

In der rechten Ecke findet sich dagegen nach wie vor der völlig aus der Luft gegriffene Begriff des „Finanzjudentums“. Es stimmt zwar, dass die Rothschilds ursprünglich jüdischen Glaubens waren und diesen teilweise auch heute noch nach außen vorspielen. David René de Rothschild (*1942) ist seit März 2013 sogar Vorsitzender des Exekutivkomitees des Jüdischen Weltkongresses. Doch spätestens seit Mayer Amschels Aufnahme in die Hochgradfreimaurerei ist die Familie Rothschild in etwa so jüdisch wie die Bushs christlich sind. Am deutlichsten wird dies, wenn man sich vor Augen hält, dass Zinswucher im Judentum strengstens untersagt ist. Das zeigt doch, wie ernst diese Bankiersfamilie diesen Glauben nimmt.

Es verwundert einen angesichts dessen schon gar nicht mehr, dass es auf den luxuriösen Familienanwesen von okkulten Symbolen wimmelt. Das Mentmore Towers Anwesen, welches Mayer Amschel Rothschild in Mentmore (Buckinghamshire, GB) erbauen ließ, wurde darüber hinaus als Kulisse für die freimaurerische Sexorgie für Stanley Kubricks Film „Eyes Wide Shut“ (1999) genutzt. Ursprünglich war die Rolle des Arztes, welcher sich auf diese satanistische Sexparty verirrt, sogar als Jude angelegt, was wohl eine Anspielung auf die Konvertierung der Rothschilds hätte werden sollen. Letztendlich ging die Rolle jedoch an den Scientologen Tom Cruise.

Mentmore Towers

„Eyes Wide Shut“ wurde zudem in London gedreht, einer Hauptniederlassung des Rothschild-Bankenimperiums, obwohl die Handlung in New York spielt. Das sind gewiss keine Zufälle, sondern ganz bewusste Inszenierungen. Der Film zeigt die Macht sowie die wahren Absichten der Hochgradfreimaurerei. Der Protagonist wird erst mit einer Prostituierten konfrontiert, anschließend mit einem Vater, der seine minderjährige Tochter an Freier verkauft und schließlich gelangt er zum Kern aller sexuellen Perversion – dem Satanismus.

In dieselbe Kategorie fällt Philip Kaufmans Film „Quills“ (2000), welcher ein Jahr später ebenfalls im Mentmore Towers Anwesen gedreht wurde. In diesem geht es um das Leben von Maquis de Sade. Also um den Mann, nach dem der Sadismus benannt wurde. Weitere Filme, denen das Rothschild-Anwesen als Kulisse diente, sind u.a. „Brazil“ (1985), „Die Mumie kehrt zurück“ (2001) und „Batman begins“ (2005). Alle sind angereichert mit okkulter Symbolik und im Falle des Mumienfilms mit altägyptischem Hokuspokus.

Die bedeutendste Rolle in dieser Liste dürfte dennoch „Eyes Wide Shut“ spielen, da inzwischen Bilder von einem bizarren Maskenball aufgetaucht sind, zu dem Marie-Hélène Rothschild am 12. Dezember 1972 auf ihr Anwesen in der Nähe von Paris eingeladen hatte. Auf der Party wimmelte es von Mind Control Symbolen wie multiplen Gesichtern und dem Kopf im Käfig. Offensichtlich waren also Hirnwäscheopfer eingeladen, die für die Bespaßung der anderen Gäste sorgen sollten.

Multiple Faces

Kopfkäfig 1

Zu den anderen Gästen gehörten, neben dem spanischen Maler Salvador Dali (1904-1989) selbstverständlich einige Hochgradfreimaurer, wie man an den Zylindern erkennen kann. Die feinen Herren posierten u.a. vor einer weiblichen Puppe auf einem Rosenbett, was ein Jungfrauenopfer darstellen soll.

Jungfrauenopfer

Salvador Dali

Salvador Dali

Marie-Hélène Rothschild selbst trug indes eine gehörnte Tiermaske, die stark an den Baphomet erinnert.

Marie Helen Baphrothschild_1

Marie Helen Baphrothschild_2

Interessant war auch die Dekoration der Tafel. Auf dieser fanden sich u.a. verstümmelte Babypuppen – eine Anspielung auf rituelle Kindstötungen und Kannibalismus.

Kinderopferdekoration

Entsprechend dem okkulten Treiben im Innern des Anwesens war das Haus von außen rot-orange angeleuchtet, sodass der Eindruck eines flammenden Infernos entstand.

Rothhaus

Eine dermaßen perverse Party nur wenige Wochen vor Chanukkah zu zelebrieren, ist der eindeutigste Beweis, dass die Rothschilds keine gläubigen Juden sind, sondern Satanisten. Der Satanismus ist es schließlich auch, der sie mit anderen nichtjüdischen Bankiers wie den Rockefellers, J.P. Morgan oder Josef Ackermann verbindet. Es dürfte schwer fallen, auch nur einen maßgeblichen Banker in einer Schlüsselposition zu finden, der nicht der Hochgradfreimaurerei angehört. Deren okkulte Symbole finden sich überall in der Finanzindustrie wieder.

Abschließend lässt sich sagen, dass niemand, der an einer ernsthaften Aufklärung über die Finanzmafia interessiert ist, als „Antisemit“ bezeichnet werden kann. Auch dann nicht, wenn Namen wie Rothschild oder Goldman-Sachs fallen. Bankenkritik, sofern sie nicht von rechts kommt, ist im Gegenteil eher antisatanistisch. Wenn der Vorwurf also lautet, dass wir Antisatanisten sind, so sehen wir darin eine hohe Auszeichnung. Antisemitismusvorwürfe weisen wir indes entschieden zurück!

Quelle 1

Quelle 2