10 Mythen, die unwahr sind

Es gibt viele Mythen, von denen manche einen wahren Kern haben. Die folgenden 10 sind indes totaler Blödsinn, werden aber immer noch von vielen Leuten geglaubt.

Advertisements
von zombiewoodproductions Veröffentlicht in Wissenschaft

Die dreitägige Finsternis – Fenster und Türen geschlossen halten!

von Shinzon

In der europäischen Prophetie wird immer wieder eine dreitägige Finsternis erwähnt. Am bekanntesten sind dabei die Prophezeiungen des Alois Irlmaier (1894-1959), laut denen die dreitägige Finsternis das Ende des 3. Weltkrieges markiert. Es gibt jedoch allein in Europa noch rund 50 weitere Propheten, die eine drei Tage andauernde Finsternis vorhergesagt haben. Darunter die Deutsche Bertha Dudde (1891-1965), der italienische Geistliche Pater Pio (1887-1968) und die ebenfalls aus Italien stammende Nonne Elena Aiello (1895-1961). Folgende Karte bietet einen Überblick, wann und wo entsprechende Aussagen getroffen wurden.

3 Tage Finsternis

Interessant ist die Tatsache, dass sich unter den betreffenden Propheten auch einige Kirchenvertreter befinden, denn in der Bibel kommt ebenfalls eine dreitägige Finsternis vor. Allerdings nicht in einem Zukunftsszenario, sondern in der Vergangenheit. Die drei Tage andauernde Dunkelheit ist die neunte von zehn Plagen, mit den Gott den ägyptischen Pharao gestraft haben soll.

Im zweiten Buch Moses (10, 21-23) heißt es: „Der Herr sprach zu Mose: Strecke deine Hand aus gen Himmel, dass eine Finsternis über das Land Ägypten komme, sodass man die Finsternis greifen möge. Und Mose streckte seine Hand aus gen Himmel; da entstand im ganzen Lande Ägypten eine dichte Finsternis drei Tage lang.“

In der Offenbarung des Johannes, welche die Apokalypse prophezeit, gibt es indes nur 7 Plagen. Die fünfte davon sagt zwar voraus, dass das Reich des Tieres verfinstert wird, jedoch wird kein konkreter Zeitraum für die Finsternis genannt.

Haben die Propheten Europas also einfach aus der Bibel abgeschrieben? Zumindest bei Pater Pio und Elena Aiello wäre dies denkbar, da sie als fromme Kirchenangehörige gewiss die entsprechenden Zeilen kannten. Muslimische Seher könnten sich indes auf den „Hadith“ berufen, eine Sammlung mündlicher Überlieferung der Worte und Taten des Propheten Mohammed aus der Zeit um 800. In einem Text mit dem Titel „Das Tor der Reue“ wird eine dreitägige Finsternis für den Raum Arabien vorausgesagt. In dieser Schrift heißt es sogar, dass nach der Finsternis die Sonne im Westen aufgehen werde.

Haben also alle Propheten lediglich aus alten religiösen Texten abgeschrieben? Nicht unbedingt, denn für die dreitägige Finsternis gibt es auch Quellen aus anderen Erdteilen und Kulturen. Das wirft wiederum die Frage auf, ob es sich bei der Finsternis um ein zyklisches Ereignis handelt, welches in gewissen Abständen wiederkehrt?

Für die 10 Plagen, welche laut Bibel das antike Ägypten heimsuchten, gibt es durchaus wissenschaftliche Erklärungsmodelle. Für die dreitägige Finsternis könnte u.a. die Aschewolke eines Vulkanausbruchs in Frage kommen. Erwartet uns also demnächst der Ausbruch eines Supervulkans mit globalen Folgen? Analysieren wir dazu die Aussagen der Propheten dafür etwas genauer.

Alois Irlmaier sagte voraus, das sich nach drei Monaten des Krieges etwa Ende Oktober/Anfang November eine Staubwolke über Europa (und vermutlich auch über den Rest der Welt) ausbreiten werde. Sobald die dunkle Wolke den Boden berühre, soll es zu einem Massensterben kommen. Alle, die sich im Freien befinden oder nur ein Fenster öffnen, sollen umkommen, da der Staub die Lungen nach nur wenigen Atemzügen zerstört.

Dies klingt tatsächlich nach den Folgen eines Vulkanausbruchs. Der feine Vulkanstaub kann sich durchaus mit der Feuchtigkeit der Lungen zu einer Art Zement verbinden, der absolut tödlich ist. Allerdings trifft dies nur auf die unmittelbare Umgebung eines Vulkans zu, wo die Aschekonzentration am höchsten und zudem noch heiß ist. Es gibt zwar durchaus Beispiele, bei denen sich vulkanische Aschewolken über den gesamten Globus verteilten und sogar das Klima beeinflussten, aber tödlich sind solche Aschewolken nicht. Zudem verteilen sie sich unregelmäßig und brauchen sowohl für ihre globale Ausbreitung als auch für ihren Abzug länger als drei Tage.

Vulkanausbrüche dürften also ausscheiden und selbiges gilt für Asteroideneinschläge. Die Staubwolken kleinerer Einschläge sind ebenfalls nicht tödlich, aber dafür weitaus beständiger. Um eine tödliche Wirkung von globalem Ausmaß zu erzielen, müsste es sich schon um einen sehr großen Asteroiden handeln, aber ein solcher Impakt würde die Erde gleich für mehrere Jahrhunderte oder gar Jahrtausende in Dunkelheit hüllen. Zudem sagten weder Irlmaier noch andere Propheten die Begleiterscheinungen eines Asteroideneinschlag voraus, zu denen Feuerwalzen und Tsunamis gehören.

Es bleiben also nicht mehr allzu viele Erklärungen übrig. Eine Erklärung wäre eine Verbindung der Finsternis zum Einsatz chemischer Waffen in Osteuropa, den Irlmaier prophezeite. Jedoch liegen zwischen den Ereignissen mehrere Wochen. Eine andere Theorie geht von einer kosmischen Staubwolke aus, in welche die gesamte Erde eintritt. Die Passage dieser Wolke würde demnach drei Tage dauern.

Zum Schluss bleibt noch die Theorie, dass die dreitägige Finsternis mit dem Polsprung in Verbindung steht. Dieser zeichnet sich tatsächlich schon ab, was von der Wissenschaft keineswegs geleugnet wird. Eine Verschiebung der Erdkruste würde zudem erklären, warum die Sonne laut einigen Prophezeiungen plötzlich im Westen aufgeht und laut Irlmaier in Deutschland Temperaturen wie in Südeuropa herrschen werden.

Doch warum sollte sich die Welt bei einem solchen Ereignis für drei Tage verfinstern? Sicherlich würden sich bei einem Verrutschen der Erdkruste einige Teile der Welt sehr plötzlich auf der Nachtseite wieder finden, doch andere Teile lägen dafür plötzlich auf der Sonnenseite. Zudem würde es weiterhin einen Tag/Nacht-Zyklus geben, wenn auch etwas chaotischer. Ein völliger Blackout mit einer Dauer von drei Tagen kann durch einen Polsprung allein nicht erklärt werden.

Was genau für die dreitägige Finsternis verantwortlich sein wird, kann die Wissenschaft wohl erst im Nachhinein erklären. Ob sie tatsächlich kommt, ist ebenfalls fraglich. Allerdings deuten alte Schriften wie die Bibel darauf hin, dass es ein solches Ereignis in der Vergangenheit durchaus schon gegeben haben könnte. In jedem Falle sollten wir beim tatsächlichen Eintreten der Finsternis Alois Irlmaiers Rat beherzigen und alle Türen sowie Fenster für mindestens drei Tage schließen.

Die Hexenjagd von Salem

1692 kam es im amerikanischen Städtchen Salem (bei Boston) zur größten Hexenverfolgung der US-Geschichte, welche 20 Todesopfer forderte. Neusten Erkenntnissen zufolge könnte sich der Hexenwahn durch vergiftetes Getreide und Gruppenpsychologie erklären lassen. Führten Halluzinogene und religiöser Eifer zum Hexenwahn von Salem?

Prof. Gerald Hüther über Alternativen zum Materialismus

Zur Abwechslung mal ein positiver Beitrag. Der Neurobiologe Prof. Gerald Hüther zeigt auf, wie Begeisterung unsere Lernfähigkeit steigert und welche Folgen es hat, wenn wir uns für die falschen Dinge begeistern lassen. Denn der Mensch ist von Natur aus ein soziales Wesen und kein Roboter. Allein durch materielle Dinge können wir kein wahres Glück erfahren.

Es werde Licht

Von UV bis Infrarot – ein ganzer Themenabend über Licht.

Interessant sind nicht nur die Ausflüge in die Astronomie, sondern auch die neuen Lichttechnologien, welche unser Leben angenehmer machen könnten. Es gibt nur einen Grund, warum wir nicht schon jetzt alle davon profitieren: Die Raffgier der Kapitalisten, die uns zurück in ein Zeitalter der Finsternis zu reißen droht.