Die satanische Kunst von Marina Abramovic

Marina Abramovic ist eine serbische Performance-Künstlerin, die jüngst durch ihre Verstrickung in den Pizzagate-Skandal in die Schlagzeilen geriet. In einer E-Mail hatte sie Tony Podesta und dessen Bruder John zu einem „Spirit Cooking“ eingeladen. Eine genauere Recherche scheint also lohnenswert. Allerdings geben die offiziellen Quellen wenig über ihre okkulten Hintergründe her, sondern liefern mehrheitlich nur biografische Eckdaten.

Marina wurde am 30. November 1946 in Belgrad geboren und war das Kind von Partisanen. Ihr Vater war ein Nationalheld und einer ihrer Großonkel von 1930 bis 1937 Patriarch der Serbisch-Orthodoxen Kirche. Man sollte also meinen, dass sie aus einem gut situierten, christlichen Elternhaus entstammt. Das traf allerdings auch auf Aleister Crowleys Familie zu. Der Grund für die Rebellion liegt in beiden Fällen in der strengen Erziehung, was die Abkehr von den Eltern durchaus nachvollziehbar macht. So wurde Marina von ihrer Mutter geschlagen und durfte bis ins Alter von 29 Jahren das Haus nach Einbruch der Nacht nicht mehr verlassen.

Abramovic‘s Studienzeit an der Akademie der Bildenden Künste in Belgrad von 1965 bis 1970 war also von Leid geprägt, was vielleicht ihren düsteren Stil erklären mag. Ihre satanistischen Züge haben jedoch andere Wurzeln. Nach einem kurzzeitigen Interesse am Buddhismus und einer damit einhergehenden Tibetreise, öffnete sich Marina zunehmend der Esoterik. Die Theosophin Helena Petrovna Blavatsky (1831-1891) gehört seither zu Marinas wichtigsten Vorbildern. Ebenso scheint sie sich für Aleister Crowleys Thelema-Lehre zu interessieren, denn daher stammt nämlich das widerwärtige Ritual des Spirit Cookings.

Wie schon Crowley ließ sich auch Abramovic mit der Pyramide und dem allsehenden Auge ablichten. Das folgende Foto entstand 1974 während einer Performance mit dem Titel „Rhythm 0“, bei der auserlesene Gäste 6 (!) Stunden lang alles mit Marina machen durften, was ihnen in den Sinn kam. Also frei nach Crowleys Motto: „Tu was du willst!“

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Auf einem Tisch befanden sich 72 Gegenstände, neben harmlosen Dingen auch Werkzeuge und Waffen. Das Ritual begann recht harmlos mit Bussis und Umarmungen. Schon bald begannen einige Gäste jedoch, ihren Freibrief schamlos auszunutzen, schnitten ihr die Kleidung vom Leib, begrabschten sie, ritzten an ihrem Körper herum und tranken ihr Blut. Am Ende richtete sogar jemand eine Pistole auf ihren Kopf und nur durch das Eingreifen anderer Gäste konnte Schlimmeres verhindert werden.

Manche meinen, in der Perfomance ein Experiment zu erkennen, welches belegt, zu welchen Grausamkeiten ganz normale Menschen fähig sind. Doch zum einen trifft das nur auf Situationen zu, in denen den Betreffenden Straffreiheit garantiert wird und sie sich mit einer scheinbaren Notwendigkeit für das begangene Unrecht herausreden können. Das kann z.B. bei Soldaten im Kriegseinsatz, Folterknechten von Geheimdiensten oder bei der Polizei beobachtet werden. Im Falle der vorliegenden Performance wäre jedoch niemand der Strafverfolgung entgangen, wenn Marina Abramovic dabei umgekommen wäre. Außerdem fehlte jede Rechtfertigung.

Zum anderen gibt es sehr wohl empathische Menschen, die überhaupt nicht zu solchen Perversionen fähig sind. Es gibt natürliche Hemmschwellen und im schlimmsten Fall wäre der Okkultistin von geistig gesunden Personen eine Ohrfeige verpasst worden. Aber kein normaler Mensch hätte wie ein Vampir ihr Blut gesoffen oder ähnlich krankes Zeug veranstaltet.

Ausschließlich Psychopathen hätten ihren Freibrief so verstanden, dass sie sich bis zu Äußersten an ihr vergehen können. Was ja auch geschehen ist. Das sagt sehr viel über Abramovics Freundes- und Bekanntenkreis aus, der bei „Rhythm 0“ versammelt war. Da waren wohl einige dabei, die das Prinzip „Tu was du willst!“ bereits verinnerlicht hatten und die zahlreichen okkulten Symbole unterstreichen diesen Verdacht.

Der wohl entscheidendste Einfluss auf Marina dürfte schlussendlich der österreichische Aktionskünstler Hermann Nitsch sein, der für seine blutigen Menschenopferszenen bekannt ist. Abramovic wirkte 1975 an einer dieser schauerlichen Aufführungen mit.

Hermann Nitsch

Hermann Nitsch

Kunst liegt ja bekanntlich im Auge des Betrachters, aber wer auf solche abartigen Inszenierungen steht, muss schon ein kranker Satanist sein. Die Szenen könnten glatt aus einem Schlachthaus stammen und entbehren nicht eines rituellen Charakters. Nitsch kann dabei als wichtigste Inspirationsquelle von Marina Abramovic gelten, deren Performances zuweilen große Ähnlichkeit mit denen ihres Idols haben. Das Betrifft vor allem die massenhafte Verwendung von Schlachtabfällen.

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Menschen sind in den Augen der Künstlerin ebenfalls nicht viel mehr als Fleisch, das zu besonderen Anlässen serviert wird. Zu ihren gruseligsten Werken gehört eine Torte in Form einer nackten, erdolchten Frau. Offenbar eine Anspielung auf rituellen Kannibalismus.

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Weiterhin finden sich auch zahlreiche Anspielungen auf rituelle Menschenopfer, woran von Seiten der Massenmedien jedoch keinerlei Anstoß genommen wird.

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Auf Wikipedia wird Abramovics gesamtes Werk verharmlost und alles Abartige verschwiegen. Lediglich auf die sexuellen Perversionen wird in einem kurzen Abschnitt eingegangen. Es geht dabei um den Kunstfilm „Balkan Erotic Epic“ aus dem Jahr 2005, der sich um vermeintliche Sexual- und Fruchtbarkeitsriten auf dem Balkan dreht. Es darf jedoch bezweifelt werden, dass Szenen, in denen Frauen ihre Brüste in die Sonne und ihre Vulva in den Regen halten oder Männer im Freien masturbieren und den Boden penetrieren, auch nur im entferntesten etwas mit serbischer Kultur und Tradition zu tun haben.

Das Ganze erinnert dann doch eher an okkulte Sexualmagie, wie sie im Ordo Templi Orientis praktiziert wird. Außerdem erinnert der Pornostreifen an den Titel der 120. Performance von Marinas Idol Hermann Nitsch, welche nur ein Jahr vor den Dreharbeiten zu ihrem Film zelebriert wurde. Das so genannte Orgien-Mysterien-Theater begann am 1. Juni 2004 in Nitschs privatem Schloss Prinzendorf und dauerte bis zum Sonnenuntergang des Folgetages.

Es handelte sich jedoch nicht um eine reine Sexorgie, sondern um ein blutrünstiges Ritual, für welches ein Stier und fünf Schweine geschlachtet wurden. Außerdem wurden 600 Liter echtes Blut verwendet. In dieser Kulisse wurden dann nackte Frauen an Kreuze gebunden, womit offensichtlich Jesus verhöhnt werden sollte.

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Abramovic selbst arbeitet ebenfalls mit echten Tierkadavern und posierte schon mal als Frau in satanischem Rot mit einem gehäuteten Ziegenkopf. Was im Deep Web illegal unter der Bezeichnung „Crush Porn“ kursiert, darf die serbische Künstlerin ganz offen als Kunst deklarieren. Warum schreitet da eigentlich keine Tierschutzorganisation ein?

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Bei derartigen Darstellungen, seien es nun jene von Abramovic oder Nitsch, dürfte den meisten normalen Menschen wohl das große Kotzen kommen. Zudem ist der zur Schau gestellte Satanismus unübersehbar. Das wirft die Frage auf, warum Abramovic international gefeiert wird und sich vor Angeboten von Universitäten kaum retten kann? Man kann kaum anders, als hier ein gewaltiges satanistisches Netzwerk hinter einem Großteil der modernen Kunstszene zu vermuten.

Es ist unglaublich wo Marina Abramovic überall herumgekommen ist, nachdem sie zunächst an der Kunstakademie von Belgrad lehrte und anschließend von 1976 bis 1989 hauptsächlich mit ihrem damaligen Lebensgefährten Ulay performte. Anfang der 1990er war sie Gastdozentin an der Académie des Beaux-Arts in Paris sowie an der Hochschule der Künste in Berlin. Von 1992 bis 1996 war sie Professorin an der Hochschule für bildende Künste Hamburg und von 1997 bis 2004 an der Hochschule für bildende Künste Braunschweig. 2005 zog Abramovic schließlich nach New York, wo sie die Independent Performance Group gründete. Nach deren Auflösung 2007 kaufte sie 2008 ein Theater in Hudson.

An Auszeichnungen mangelt es der Okkultistin ebenfalls nicht. Erwähnt seien hier der Goldene Löwe (1997), der niedersächsische Kunstpreis (2003), mehrere Ehrendoktorwürden sowie das österreichische Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst, welches ihr 2008 vom damaligen Bundespräsidenten und Bilderberger Heinz Fischer (SPÖ) verliehen wurde.

2012 wurde Abramovic zudem in die Jury der 69. Internationalen Filmfestspiele von Venedig berufen. Es sollte also nicht verwundern, warum immer wieder satanistische Künstler ausgezeichnet werden, wenn Ihresgleichen in den Jurys sitzen. Die gesamte Unterhaltungsindustrie ist dermaßen korrumpiert, dass überhaupt nur diejenigen eine Chance haben, die zum Club gehören.

Wie stark die Verbindungen Abramovic‘s zu anderen satanistischen Künstlern sind, zeigte sich 2010 im New Yorker Museum of Modern Art, welches in diesem Jahr von Mitte März bis Ende Mai eine Retrospektive ihrer Arbeiten ausstellte. Zeitgleich fand eine Performance statt, bei der die Lady in Rot einfach an einem Tisch saß und schwieg. Auf der gegenüberliegenden Seite konnten die Besucher Platz nehmen. Diese Gelegenheit nutzten u.a. die Schauspielerinnen Sharon Stone und Tilda Swinton sowie die Sängerinnen Björk und Lady Gaga.

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Letztere war sogar schon bei einem Spirit Cooking von Abramovic eingeladen. Wer immer noch daran zweifelt, was es damit auf sich hat, sollte vielleicht einen Blick auf das folgende Bild werfen, welches die beiden beim genüsslichen Naschen von Körperflüssigkeiten zeigt. Ob der Körper in dem Blutbad noch lebt, kann man nur hoffen, auf jeden Fall ist es aber ein extrem Ekel erregendes Ritual.

Spirit Cooking mit Lady Gaga.

Spirit Cooking mit Lady Gaga.

Der Mix aus Körpersäften wird zuweilen im Anschluss zum Beschmieren von Wänden benutzt. Man achte dabei auf die okkulten Symbole, darunter die Zahl des Tieres 666, ein Pentagramm und ein Hexagramm. Am praktizierten Satanismus bleibt damit ebenfalls kein Zweifel.

Von der breiten Öffentlichkeit werden Gestalten wie Lady Gaga und Marina Abramovic selbstverständlich nur als abgedrehte Künstlerinnen wahrgenommen, die mit ihren bizarren Darbietungen Millionen kassieren. In Wahrheit zelebrieren sie jedoch ihren Satanismus unverhohlen in der Öffentlichkeit und dürften sich köstlich darüber amüsieren, dass kaum jemand ihr Treiben hinterfragt. Die Öffentlichkeit kümmert es ja nicht einmal, wenn Abramovic mit halbnackten Kindern posiert, womit wir wieder beim eingangs erwähnten Pizzagate-Skandal wären.

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Ebenso hinterfragt niemand die offen zur Schau gestellten okkulten Symbole, welche ganz klar in Richtung Satanismus zeigen. Rituale mit Pentagrammen durchziehen ihre gesamte Karriere und es darf davon ausgegangen werden, dass sie über die okkulte Bedeutung des Drudenfußes informiert ist.

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Der Skorpion ist eigentlich nicht ihr Sternzeichen, sondern nach offizieller Lesart der Schütze.

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Bezieht man jedoch den Schlangenträger ein, wäre dies ihr Sternzeichen. Zumindest verkörpert Marina den Schlangenträger gerne mal und betont dabei gleich noch ihr linkes Horusauge. Ebenso ist sie auf dem Cover ihrer Biografie als Schlangenträgerin zu sehen. Wer mehr über Marina Abramovic erfahren möchte, sollte vielleicht auch einen Blick in dieses Buch hinein werfen. Aber Vorsicht, es könnte Übelkeit verursachen.

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Kinder schützen – Pädophile Symbole erkennen

Es gibt kaum ein unangenehmeres und widerwärtigeres Thema als Pädophilie. Dennoch ist es notwendig, sich darüber zu informieren, um Kinder effektiv vor Übergriffen zu schützen. Zumal sich die Skandale um Kinderpornografie und Kinderschänderringe bis in die höchsten gesellschaftlichen Kreise zusehends häufen.

Zunächst einmal sollte geklärt werden, was Pädophilie überhaupt ist. Der Begriff wurde 1886 vom Psychiater Richard von Krafft-Ebing (1840-1902) geprägt und im Wesentlichen hat sich an dessen Definition bis heute nichts geändert. Es handelt sich um eine psychische Störung, die bei Erwachsenen sexuelles Interesse an vorpubertären Kindern auslöst. Entgegen der öffentlichen Wahrnehmung sind davon nicht nur Männern, sondern sehr wohl auch Frauen betroffen.

Bei der Pädophilie gibt es zudem sowohl hetero- als auch homo- oder bisexuelle Ausprägungen. Das Interesse beschränkt sich dabei jedoch stets auf Kinder unter 14 Jahren. Sex mit Minderjährigen über 14 Jahren ist zwar ebenfalls in den meisten Ländern strafbar, zählt jedoch nicht mehr in den Bereich der Pädophilie. Selbstverständlich macht das derartige Übergriffe nicht weniger schlimm und daher sollte in jedem Fall Anzeige erstattet werden.

Da wären wir schon beim nächsten Punkt. Die geistige Erkrankung allein macht die Betroffenen nämlich noch längst nicht zu Kinderschändern. Pädophile haben in der Regel eine Hemmschwelle, genau wie sexuell normal orientierte Menschen. Ein Mann, der auf erwachsene Frauen steht, ist ja auch nicht sofort ein Vergewaltiger. Es gibt also durchaus Pädophile, die sich zwar zu Kindern hingezogen fühlen, aber nicht übergriffig werden. Viele schämen sich sogar für ihre Neigung, für die es inzwischen Therapien gibt. Auf Nummer sicher sollte man vielleicht dennoch gehen und Kinder von Betroffenen fern halten.

Kriminell wird es, wenn Pädophile sich nicht unter Kontrolle haben. Was im Übrigen für alle Vergewaltiger gilt, unabhängig davon, wie alt deren Opfer sind. Triebtäter sollten generell kastriert und zu lebenslänglicher Sicherheitsverwahrung verknackt werden. Denn wer zu sexuellen Übergriffen neigt, insbesondere auf Kinder, zeichnet sich durch ein psychopathisches Verhalten aus. Das ist es, was letztendlich den Ausschlag gibt.

Wie stark Psychopathie – also eine antisoziale Persönlichkeitsstörung – mit Kindesmissbrauch korreliert, zeigt auch die rituelle Form im Satanismus. Eine nicht unerhebliche Anzahl satanistischer Kinderschänder sind dabei nicht mal pädophil. Sie fühlen sich nicht sexuell von Kindern angezogen, sondern missbrauchen diese aus purem Sadismus. Zudem glauben sie, mit der durch den Missbrauch freigesetzten Energie arbeiten zu können. Das schließt selbstverständlich nicht aus, dass im Satanismus Pädophilie und Sadismus ebenso Hand in Hand gehen können.

An Beispielen soll es nicht mangeln, wie der Fall des britischen BBC-Moderators Jimmy Savile (1926-2011) zeigt. Dieser wurde bereits 1961 erstmals von der Polizei verhört, weil er ein Mädchen vergewaltigt hatte. Dennoch konnte er weiter Karriere machen, wurde dabei sogar mehrfach ausgezeichnet, und missbrauchte nebenbei mindestens 450 weitere Kinder. Leider kamen seine Machenschaften erst nach seinem Tod an die Öffentlichkeit, wobei ein ganzes Netzwerk von Kinderschändern ausgehoben wurde.

Es stellt sich die Frage, wie dieses Netzwerk über Jahrzehnte hinweg ungestört Kinder missbrauchen und sogar Leichen verschwinden lassen konnte? Die Antwort ist schockierend, denn der Skandal reicht bis in die Politik und Geheimdienste hinein, wobei der MI5 fleißig hunderte Akten vernichtet hat. Ähnliche Vorgänge gab es schon zuvor in Belgien um den Fall Dutroux oder in Sachsen um das Bordell Jasmin, um hier nur zwei Beispiele zu nennen. Das Netzwerk dürfte also noch weit größer und international organisiert sein. Zudem gibt es enge Verbindungen zu Menschenhändlerringen und der Kinderpornoindustrie.

Doch wie organisiert sich solch ein Netzwerk? Hier kommen okkulte Geheimbünde bis hin zum Satanismus ins Spiel. Es ist z.B. bekannt, dass Jimmy Savile ein Hochgradfreimaurer war. Das bedeutet natürlich nicht, dass Freimaurer pauschal Kinderschänder sind, aber ihre verschwiegenen Strukturen eignen sich perfekt, um für derartige Zwecke missbraucht zu werden. Unübertroffen ist jedoch der Satanismus, bei welchem der bereits erwähnte Ritualcharakter hinzukommt.

Schon Aleister Crowley lieferte detaillierte Anleitungen für sexualmagische Praktiken mit Kindern, ebenso wie für rituelle Kindstötungen. Es handelt sich also um ein offenes Geheimnis und zudem decken sich derartige Schriften weitestgehend mit den Aussagen von Opfern ritueller Gewalt. Trotz einiger medialer Aufmerksamkeit gibt es jedoch kaum Ermittlungen und erst recht keine juristischen Verfahren gegen die Täter. Im Gegenteil werden jene, die sich mit der Thematik beschäftigen, schnell als Verschwörungstheoretiker gebrandmarkt.

Ähnlich sieht es bei der Kinderpornografie aus, obwohl diese zumindest nicht mehr als reine Verschwörungstheorie wegdiskutiert wird. Trotzdem werden nur wenige Maßnahmen ergriffen, um das Problem einzudämmen. Statt einschlägige Webseiten vom Netz zu nehmen, gibt es z.B. nur ein Stoppschild, welches den Kindern überhaupt nicht hilft und sich leicht über Proxyserver umgehen lässt. Dementsprechend sitzen meist nur die Konsumenten auf der Anklagebank, weitaus seltener werden die eigentlichen Täter verknackt.

Dabei sind deren geheime Symbole und Codewörter längst kein Geheimnis mehr. Das FBI stellte sogar eine Liste mit Symbolen ins Internet. Es gibt jeweils eines für Jungen und Mädchen. Boy-Lover geben sich durch eine blaue, pyramidenförmige Spirale zu erkennen, während es bei Girl-Lovern eine rosa Herzspirale ist. Interessanterweise ist die Spirale ein weit verbreitetes Symbol für Hirnwäsche, ebenso wie der Schmetterling, welcher in der Päderastenszene für Child-Lover steht.

paedocodes

Neben der viel zu laschen Strafverfolgung, die wohl ihre (Ab-)Gründe hat, gab es in der Vergangenheit schon mehrfach Versuche, Sex mit Kindern zu legalisieren. Eine kleine Gruppe innerhalb der damals noch jungen Grünen hat sich dabei in den 1980ern besonders hervorgetan. Zwar hat sich die Partei inzwischen gänzlich von diesem Vorhaben distanziert, allerdings nicht von solchen Protagonisten wie Daniel Cohn-Bendit, der noch bis 2014 Mitglied des EU-Parlaments war und dort politische Immunität genoss.

Cohn-Bendits öffentlichen Äußerungen über die Sexualität von Kindern sowie seinen diesbezüglichen Umschreibungen in seinem Buch mit dem doppeldeutigen Namen „Der große Basar“ wären eigentlich Grund genug für ein Ermittlungsverfahren. Doch er wird wohl, ebenso wie Jimmy Savile, Zeit seines Lebens straffrei ausgehen. Als wäre das noch nicht unerträglich genug, hat Cohn-Bendit 2013 sogar noch den Theodor-Heuss-Preis verliehen bekommen, überreicht von seinem Parteifreund und Freimaurerkollegen Winfried Kretschmann.

Die Rosenkreuzer – Bindeglied zwischen Freimaurerei und Satanismus

von Shinzon

Die Bezeichnung Rosenkreuzer sowie das goldene Kreuz mit der Rose wirken auf den ersten Blick christlich und tatsächlich basiert der Geheimbund auf einer literarischen Figur des Theologen Johann Valentin Andreae (1586-1654). Mit seinem Werk „Chymische Hochzeit Christiani Rosencreutz“ wollte dieser eine Generalreformation der Lebensumstände und Wissenschaften anregen, womit Andreae als Vordenker der Aufklärung gesehen werden kann.

Die Absichten hinter der Schrift waren an und für sich ehrenwert und der Orden des Christian Rosencreutz eine reine Fiktion. Einige Zeitgenossen von Andreae missverstanden dessen Werk jedoch. Sie glaubten irrtümlich, bei Christian Rosencreutz handele es sich um eine reale historische Person und so gründeten sie in Tübingen eine Reformbewegung nach seinem Vorbild. Einer dieser Reformer war der Theologe Johann Amos Comenius (1592-1670), welcher die erste Rosenkreuzerbruderschaft leitete. Auch er war ein Mann der Wissenschaften und die Reformbewegung als Ganzes hatte Anteil an der Gründung der Royal Society, der britischen Akademie der Wissenschaften.

Es ist wichtig zu wissen, dass weder diese Reformbewegung noch Andreae selbst etwas mit den heutigen Rosenkreuzern zu tun hatten. Diese gründeten sich erst rund 140 Jahre später und beriefen sich auf zwei weitere Manifeste, welche bewusst die Geschichte verfälschten. In der „Fama Fraternitatis“ von 1614 wurde eine Bruderschaft der Rosenkreuzer im 14. Jahrhundert verortet und in der dazugehörigen Verteidigungsschrift „Confessio Fraternitatis“ von 1615 war von einer „löblichen Brüderschaft des hoch geehrten Rosen Creutzes“ die Rede. Obwohl beide Werke geschichtsrevisionistisch sind, tragen sie doch den Keim der Aufklärung in sich, was angesichts der späteren Ziele der Rosenkreuzer überraschend ist.

Der erste Orden der Gold- und Rosenkreuzer, welcher sich irgendwann um das Jahr 1757 in Frankfurt am Main formierte, vertrat nämlich so ziemlich das genaue Gegenteil von dem, was Andreae beabsichtigt hatte. Die modernen Rosenkreuzer bildeten sich im Umfeld der deutschen Hochgradfreimaurerei und vertraten von Anfang an ein antiaufklärerisches Weltbild, voll von Alchemie, Magie und Kabbalistik. Statt Wissenschaft und Gesellschaft zu reformieren, verschrieben sich die Rosenkreuzer dem mystischen Irrationalismus und Illuminismus.

Wo wir schon mal beim Irrationalismus sind: Entgegen den historischen Tatsachen verorten die Rosenkreuzer ihre Anfänge in den Zeiten von Moses und manche sogar in der Genesis. Adam wäre demnach der erste Rosenkreuzer gewesen, was natürlich in jeder Hinsicht totaler Schwachsinn ist. Die wahren Initiatoren des ersten Rosenkreuzerordens hießen Johann Christoph von Woellner (1732-1800) und Johann Rudolf von Bischoffwerder (1741-1803). Beide waren Hochgradfreimaurer und Staatsmänner unter Friedrich Wilhelm II. von Preußen (1744-1797).

Letzterer trat später ebenfalls den Rosenkreuzern bei und wurde Zeuge einer der ersten Geisterbeschwörungen auf Schloss Charlottenburg. Offenbar war er recht leichtgläubig, denn das ganze Theater war lediglich eine Inszenierung. Séancen gehören bis heute zum Repertoire der Rosenkreuzer, wobei die Führungsriege natürlich wissen muss, dass alles nur Show ist. Der gesunde Menschenverstand muss ernsthaft an dieser Organisation zweifeln, doch wie gesagt vertritt diese den Irrationalismus.

Schlimm wird es, wenn solch krude Vereine politische Macht gewinnen. Diese hatten sie leider von Anfang an, denn unter Friedrich Wilhelm II. wurden von Bischoffwerder zum Kriegsminister und von Woellner zum Kultusminister ernannt. In diesen Funktionen schafften sie es sogar, das Bündnis zwischen preußischer Staatskirche und Aufklärungsprotestantismus aufzukündigen. Allerdings endete dieser Einfluss, als Friedrich Wilhelm II. fünf Jahre vor seinem Tod auf Abstand zu den Rosenkreuzern ging. Ob er wohl bemerkt hat, dass er von ihnen übers Ohr gehauen wurde?

Interessant war während der Gründungsphase der Rosenkreuzer auch deren Verhältnis zu anderen Geheimbünden. Während sich die Johannesfreimaurerei den Zielen der Aufklärung verschrieben hatte, unterstützte die Hochgradfreimaurerei den antiaufklärerischen Kurs der Rosenkreuzer. Es kam in der Folge schon damals zu zahlreichen Doppelmitgliedschaften. Ein positives Verhältnis suchten die Rosenkreuzer weiterhin zu den Jesuiten, mit deren Unterstützung sie den aufklärerischen Illuminatenorden Adam Weißhaupts ausrotten wollten. Den verborgenen Krieg zwischen diversen freimaurerischen Geheimgesellschaften gab es also schon im 18. Jahrhundert.

Nachdem sich der Orden der Gold- und Rosenkreuzer in Deutschland mit den Illuminaten gekloppt hatte, verschrieb sich die 1865 von Robert Wentworth Little (1840–1878) in London gegründete Societas Rosicruciana in Anglia ganz und gar der Freimaurerei. Mitglied konnten dort von Beginn an nur jene werden, die mindestens den Meistergrad erreicht hatten. Alsbald gründeten sich neue Zweigstellen wie die schottische Societas Rosicruciana in Scotia oder in den USA die Societas Rosicruciana in Civitatibus Foederatis. In den Vereinigten Staaten kam es 1908 unter George Winslow Plummer zu einer Abspaltung, wobei dessen Societas Rosicruciana in America auch Nichtfreimaurer aufnahm.

Hier sind wir nun beim modernen Rosenkreuzertum, welches im Wesentlichen auf dem deutschen Orden der Gold- und Rosenkreuzer basiert. So wurde die Organisation in einem System von 9 Graden übernommen. Der erste Orden (Lehrlinge) umfasst die vier Grade: Zelator, Theoricus, Practicus und Philosophus. Der zweite Orden (Lehrer oder Adepten) besteht aus den drei Graden: Adeptus Minor, Adeptus Major und Adeptus Exemptus. Der dritte Orden (Herrscher oder Magi) umfasst schlussendlich die zwei Grade: Magister und Magus. Die Träger des neunten Grades sind die Inhaber der höchsten Führerschaft und gelten als gottähnlich.

Das Versprechen der Gottwerdung des Menschen stellt eine erstaunliche Parallele zur Theosophie dar und tatsächlich gibt es starke Verbindungen der Rosenkreuzer zu Blavatskys Theosophischer Gesellschaft. Diese sind sowohl personell als auch ideologisch. Unter anderem beschäftigen sich beide Organisationen mit Geisterbeschwörung, Astrologie und Kabbalistik. Es kommt aber noch besser, denn die Rosenkreuzer schlagen nicht nur eine Brücke zwischen Hochgradfreimaurerei und Esoterik, sondern auch zum Satanismus.

Am 12. Februar 1888 gründeten die Rosenkreuzer William Wynn Westcott (1848-1925), William Robert Woodman (1828-1891) und Samuel Liddell „MacGregor“ Mathers (1854-1918) in London den Hermetic Order of the Golden Dawn. Der Orden sah sich in direkter Tradition der Rosenkreuzer und übernahm dessen Gradsystem, fügte allerdings den zehnten Grad des Ipsissimus hinzu. Wie eng die Verbindungen waren zeigte sich 1891. In diesem Jahr übernahm William Wynn Westcott, der obendrein auch noch Theosoph war, als Oberster Magus die Leitung der Societas Rosicruciana in Anglia. Darüber hinaus waren alle drei Gründungsmitglieder Freimaurer.

Das bekannteste Mitglied des Hermetic Order of the Golden Dawn sollte später Aleister Crowley (1875-1947) werden und obgleich sich einige Mitglieder des Londoner Tempels Isis-Urania No. 3 gegen dessen Aufnahme in den inneren Orden sträubten, stand die Führung der Rosenkreuzer doch hinter dem Satanisten. Aus dem Golden Dawn gingen sowohl Crowleys Thelema als auch die Wicca-Bewegung hervor. Nach der Auflösung des Tempels Isis-Urania No. 3 im Jahr 1903 spaltete der ehemalige Mitbegründer Samuel Liddell Mathers seinen eigenen Orden Alpha et Omega ab und parallel dazu gründete Robert William Felkin (1853-1926) den Orden Stella Matutina (dt.: „Morgenstern“).

Eine weitere Nachfolgeorganisation des Golden Dawn entstand 1922 in Los Angeles. Die Builders of the Adytum wurden von Paul Foster Case (1884–1954) gegründet, welcher das Rosenkreuzertum weniger als Organisation verstand, sondern als Bewusstseinszustand. Bereits 1918 war Case Schatzmeister der Thot-Hermes-Lodge of the Rosicrucian Order of Alpha and Omega, einer Loge des Ordens von Samuel Liddell Mathers.

Drehen wir die Zeit aber noch etwas weiter zurück. Im selben Jahr, in dem der Golden Dawn seinen Anfang nahm, gründeten französische Okkultisten den Ordre Martiniste. Aus diesem ging noch im selben Jahr der Ordre Kabbalistique de la Rose-Croix hervor, welcher schon dem Namen nach kabbalistisch ausgerichtet war. Die Gründer waren Joséphin Péladan (1858-1918) und Stanislas de Guaita (1861-1897). Ersterer verabschiedete sich jedoch 1890, da er als katholischer Mystiker dem offen praktizierten Satanismus de Guaitas nichts abgewinnen konnte. Zwei Jahre später gründete Péladan den Ordre de la Rose Croix Catholique et esthétique du Temple et du Graal, welcher eine gegensätzliche Ideologie vertrat.

Stanislas de Guaita übernahm indes die Leitung des Ordre Kabbalistique de la Rose-Croix und brachte den Orden auf den Pfad zur linken Hand. Ihm folgten u.a. der Astrologe und Alchemist Albert Faucheaux (1838–1921) und der Schriftsteller Paul Adam (1862–1920). Der Ordre Kabbalistique de la Rose-Croix ist bis heute aktiv und viele Rosenkreuzerorganisationen leiten ihre Autorität von ihm ab. Welche Rolle dieser satanistische Flügel der Rosenkreuzer beim weit verbreiteten rituellen Kindesmissbrauch spielt, lässt sich nur erahnen.

Logo Ordre Kabbalistique

Ein weiterer satanistischer Orden mit engen Verbindungen zu den Rosenkreuzern entstand mit dem Ordo Templi Orientis, welcher wahrscheinlich am 1. September 1901 gründet wurde. Da die Gründung im Geheimen stattfand, weichen die Daten in dem Punkt teils erheblich voneinander ab. Gesichert ist jedoch, dass die Gründer allesamt Freimaurer waren. Darunter der Wiener Industrielle Carl Kellner (1850-1905), der deutsche Theosoph Franz Hartman und Heinrich Klein. Diese sahen den OTO zunächst als Erweiterung zur blauen Freimaurerei und hofften auf Anerkennung durch die Vereinigte Großloge von England.

Später übernahm der Rosenkreuzer Theodor Reuß (1855-1923) die Führung des OTO, nach dessen Aussagen der Orden zu dieser Zeit die äußere Fassade des Rosenkreuzertums in Europa war. Reuß, der zugleich Freimaurer und Theosoph war, sah im Ordo Templi Orientis zudem die Chance zur Widerbelebung von Adam Weißhaupts Illuminatenorden. Angesichts der ehemaligen Feindschaft zwischen Rosenkreuzern und Illuminaten ist es erstaunlich, dass sich der OTO von da an offiziell als Nachfolger des Illuminatenordens betrachtete.

Theodor Reuß in Freimaurerschürze.

Theodor Reuß in Freimaurerschürze.

Zu den bekanntesten Mitgliedern des Ordo Templi Orientis zählte der Satanist Aleister Crowley. Am 25. Oktober 1921 wurde dieser zwar aus dem OTO ausgeschlossen, doch nachdem Theodor Reuß verstarb, ohne zuvor einen Nachfolger zu benennen, übernahm er 1925 eigenmächtig die Leitung des Ordens. Infolge dessen zerfiel der OTO in mehrere Zweige, von denen Crowleys Sektion die maßgebliche blieb. Ein weiteres bekanntes OTO-Mitglied, der Raketenwissenschaftler Jack Parsons (1914-1952), war einer der wichtigsten Schüler des satanistischen Großmeisters.

Des Weiteren war auch der ehemalige Theosoph Rudolf Steiner (1861-1925) Mitglied des OTO. Gesichert ist ebenfalls, dass Steiner Rosenkreuzer war und an die Wahrhaftigkeit der fiktiven Figur des Christian Rosencreutz glaubte. Er dichtete diesem Charakter sogar noch einiges Absurdes an, was dessen Erfinder Andreae nie in den Sinn gekommen wäre. So soll Rosencreutz laut Steiner von Buddha auf den Mars geschickt worden sein, wo er eine Opfertat analog zu Jesus’ Kreuzigung auf dem Hügel Golgatha vollbracht habe. Steiner nahm auch die Manifeste der Rosenkreuzer für bare Münze und verlegte den Beginn der Rosenkreuzerbewegung ins 13. Jahrhundert.

Er glaubte fest daran, dass die Rosenkreuzer Abgesandte der weißen Loge sowie die geheimen Drahtzieher hinter allen politischen Aktivitäten seien. Zumindest dieser Punkt scheint nicht vollends aus der Luft gegriffen zu sein, denn Rosenkreuzer sowie Freimaurer finden sich in zahlreichen Schlüsselpositionen von Politik, Justiz, Religion und Unterhaltungsindustrie. Rudolf Steiner sorgte nicht zuletzt selbst dafür, das Rosenkreuzertum über seine Anthroposophie in der Gesellschaft zu verankern. Die Anthroposophische Gesellschaft gründete Steiner am 28. Dezember 1912 in Köln, nachdem es in der Theosophischen Gesellschaft zu internen Konflikten gekommen war. Verbindungen zu den Rosenkreuzern haben jedoch nach wie vor beide Vereine.

Rudolf Steiners Rosenkreuz

Rudolf Steiners Rosenkreuz

Auf Steiners anthroposophischem Rosenkreuzertum basiert auch die Rosicrucian Fellowship (Rosenkreuzer-Gemeinschaft), welche 1909 von Carl Louis Fredrik Graßhoff unter dem Pseudonym Max Heindel in den USA gegründet wurde. Zwei Jahre zuvor hatte Graßhoff einige Vorträge sowie Schulungen von Rudolph Steiner besucht und wurde in die Steinersche Freimaurerei eingeweiht. Später zog er sich jedoch den Zorn seines Meisters zu, indem er dessen geheim gehaltene Rosenkreuzerlehren veröffentlichte.

Damit wären eigentlich die wichtigsten Rosenkreuzerorganisationen abgehandelt. Es gibt jedoch noch mehr als ein Dutzend weitere, die oft länderspezifisch oder auf ein bestimmtes Kernthema festgelegt sind. So gründete der Okkultist Paschal Beverly Randolph (1825–1875), welcher als erster Rosenkreuzer der USA gilt, Mitte des 19. Jahrhundert in San Francisco den Triplicate Order of Rosucrucia, Phythianae and Eulis, welcher auf das Thema der Sexualmagie zugeschnitten war. Nach seinem Tod zerfiel der Puff jedoch, was vermuten lässt, dass er allein den sexuellen Gelüsten seines Gründers diente.

1910 formierten sich die US-amerikanischen Rosenkreuzer unter der Führung von Reuben Swinburne Clymer (1878–1966) neu, welcher in Quakertown (Pennsylvania) die Fraternitas Rosae Crucis gründete. Clymer sah sich als rechtmäßiger Nachfolger Randolphs und erhob für sich einen Alleinvertretungsanspruch im Rosenkreuzertum. Um seine Autorität zu unterstreichen, verbreitete er falsche historische Angaben über seine eigene Bruderschaft. Der Bekämpfung anderer Rosenkreuzergruppierungen widmete er ganze Bücher.

Hauptkonkurrent von Clymers Bruderschaft war der 1915 in New York gegründete Antiquus Mysticus Ordo Rosae Crucis (dt.: „Alter mystischer Orden vom Rosenkreuz“). Gründer des AMORC war Harvey Spencer Lewis (1883-1939), welcher bis zu seinem Tode auch dessen Vorsitzender blieb. Lewis war Clymer gar nicht mal so unähnlich, da er zumindest für Nordamerika ebenfalls einen Alleinvertretungsanspruch erhob und ebenfalls Sexualmagie lehrte. Allerdings wurde der AMORC vom OTO anerkannt und unterhielt enge Beziehungen zu Theodor Reuß.

Sowie sich der OTO in Amerika verbreitete, gründete der AMORC seinerseits Ableger in Europa. Die Großloge der deutschsprachigen Länder existiert seit 1952 und hat ihren Sitz seit 1963 in Baden-Baden (Baden-Württemberg). Der erste deutsche Großmeister Martin Erler verließ den Orden aufgrund von Meinungsverschiedenheiten jedoch schon 1954 wieder und gründete seinen eigenen Ordo rosae aurea.

Allmählich beginnt es, unübersichtlich zu werden. Zumindest ähneln sich aber die Logos der verschiedenen Rosenkreuzerorganisationen. In der Regel handelt es sich um ein goldenes Kreuz mit einer Rose. Beim AMORC befindet sich das Kreuz zudem in einer umgedrehten Pyramide. Der oberer Pyramidenbalken sowie der Vertikalbalken des Kreuzes bilden Teile eines ägyptischen Anch.

Logo AMORC

Rosenkreuz

Die größte Rosenkreuzergruppe im spanischen Sprachraum wurde in den 1920ern von Arnold Krumm-Heller (1876-1949) gegründet. Der gebürtige Deutsche war mit 16 nach Mexiko ausgewandert. Er hatte die Lehren von Helena Blavatsky studiert und war ein Schützling von Aleister Crowley. Seine Fraternitas Rosicruciana Antiqua gründete sich dementsprechend neben der Freimaurerei auch auf die Theosophie und Sexualmagie.

Basierend auf der Bruderschaft wurde in den 1950ern in Mexiko die Gnostic Church von Victor Gómez Rodriguez alias Samael Aun Weot (1917–1977) begründet. Nach dem Tod des Kolumbianers Weot zerfiel dessen Gnostic Church in mehrere rivalisierende Gruppen, die sich jedoch allesamt an die Fraternitas Rosicruciana Antiqua anlehnen.

Um die Jahre 1927/28 bildete sich in London die Fraternity of the Inner Light, welche auf Samuel Liddell Mathers Alpha et Omega basiert. Die walisische Theosophin und Rosenkreuzerin Violet Mary Firth alias Dion Fortune (1890-1946) trat 1922 aus Alpha et Omega aus, setzte ihre Ausbildung dann bei Stella Matutina fort und ging schließlich eigene Wege. 1939 nannte sie ihre Bruderschaft in Society of the Inner Light um, welche in dieser Form bis heute existiert. Aus ihr gingen später außerdem die Servants of the Light hervor, die von W.E. Butler gegründet wurden.

Traurige Berühmtheit erlangte indes der 1984 von Joseph Di Mambro (1924-1994) gegründete französische Ordre du Temple Solaire. Di Mambro gehörte 1956 bis 1968 dem AMORC an, orientierte sich jedoch mehr an den Tempelrittern. Dies schlug sich auch im Logo der Sonnentempler nieder. Sein diesbezüglicher Kontakt Jacques Breyer hatte bereits 1952 eine Neugründung des mittelalterlichen Templerordens mit theosophischen Einflüssen unternommen. Von ihm übernahm Di Mambro auch die apokalyptischen Wahnideen, mit denen er später seine Sonnentempler indoktrinierte.

Logo Sonnentempler

Zunächst hatte der ganze Hokuspokus noch relativ harmlose Ausmaße, die dem späteren Ordensgründer allerdings schon früh Anklagen wegen Betrugs einbrachten. Di Mambro floh in die Nähe von Genf, wo er zunächst eine Tempel-Loge und am 12. Juli 1978 die Golden Way Foundation einrichtete. Die waren bereits die Anfänge der späteren Sonnentempler-Sekte.

1983 gelang seinem Mitstreiter Luc Jouret die Übernahme des vom ehemaligen französischen AMORC-Leiter Raymond Bernard mitgegründete Neo-Templerorden Ordre Rénové du Temple. Für Jouret und Di Mambro war dies ein einträgliches Geschäft, denn mit dem Szenario des drohenden Weltuntergangs knöpften sie ihren Anhängern große Geldbeträge für die Errichtung von Überlebenszentren ab.

Um ihren luxuriösen Lebensstil zu sichern, griffen die beiden Gurus tief in die Trickkiste. Insgesamt 442 Mitgliedern hatten sie mit technischen Tricks „Meister-Erscheinungen“ vorgegaukelt. Außerdem hatte Di Mambro die Abholung durch ein UFO kurz vor der Apokalypse in Aussicht gestellt. Selbstverständlich führten derartige Betrügereien abermals zu Geldrückforderungen sowie Austritten. Die Reaktion Joseph Di Mambros bestand darin, sich dem Verfolgungswahn zu ergeben und vollends in eine ablehnende Haltung gegenüber der Welt abzugleiten.

In der Folge ließ er Waffen beschaffen, um Verräter in den eigenen Reihen zu bestrafen. Jenen, die ihm weiter folgten, skandierte er ab Anfang der 1990er eine elitäre Weltverachtung. Sein Ziel war es fortan, den Transit in eine höhere Entwicklungsstufe zu vollziehen. Dieser Irrsinn gipfelte in mehreren Mord- sowie Selbstmordaktionen in den Jahren 1994, 1995 und 1997, bei denen insgesamt 74 Sektenmitglieder in Kanada, Frankreich und der Schweiz ums Leben kamen. Unter den Opfern befanden sich auch Di Mambro und Jouret, welche am 6. Oktober 1994 zusammen mit über 50 ihrer Anhänger tot aufgefunden wurden.

Neben den satanistischen Verstrickungen zeigt das Beispiel der Sonnentempler am deutlichsten, wohin die Rosenkreuzerei führen kann. Den Keim der Selbstzerstörung trägt auch der seit 1998 in Deutschland registrierte Lectorium Rosicrucianum e. V. in sich. Hervorgegangen ist die so genannte „Internationale Schule des Goldenen Rosenkreuzes“ aus der seit 1941 bestehenden Jakob-Böhme-Gesellschaft. Ursprünglich gegründet wurde diese Schule bereits 1945 im niederländischen Haarlem und zu ihren Initiatoren gehörten Jan Leene (1896-1968), Antonin Gadal und Leenes Assistentin Catharose de Petri.

Das Lectorium Rosicrucianum sieht sich als Teil des Gnostischen Rosenkreuzertums in der Tradition der Katharer. Außer der Askese und dem Erlösungsgedanken hat der Verein jedoch nicht allzu viel mit den Katharern gemein. Wie die Sonnentempler betrachten seine Anhänger das Streben nach einer besseren Gesellschaftsordnung als Zeitverschwendung und fordern eine Trennung von der Welt. Bisher haben die rund 12.000 Mitglieder jedoch weder sich selbst von der Welt noch die Welt von sich erlöst.

Logo Lectorium Rosicrucianum

Henk Leene brachte es immerhin fertig, sich vom Lectorium Rosicrucianum zu verabschieden, nachdem es zu Konflikten um den Führungsanspruch sowie Meinungsverschiedenheiten bezüglich der spirituellen Ausrichtung kam. Der Sohn von Jan Leene gründete nach seinem Ausstieg 1969 seine eigene Gemeinschaft R+C, Rosae Crucis. Der wichtigste Unterschied bestand darin, dass bei der Gemeinschaft R+C jeder einen individuellen Weg der Einweihung gehen konnte und nicht dem Gruppenzwang unterlag. Alles in allem also eine weniger extreme und absolute Ausrichtung.

1972 wurde die Gruppe in Esoterische Gemeinschaft Sivas umbenannt. Der Bezug zu den Rosenkreuzern verschwand damit aus dem Namen und zugleich wurde auch die Literatur des Lectorium Rosicrucianum aus der Gruppe verbannt. Henk Leene distanzierte sich auch von anderen Rosenkreuzergruppen und wandte sich dem Hinduismus zu.

Zum Schluss wäre da noch eine der jüngsten Rosenkreuzergruppen, welche sich erst in den 1990ern gebildet haben soll. Angeblich soll der in Österreich beheimatete Antiquus Ordo Rosicrucianis – Alter Orden der Rosenkreuzer zu dieser Zeit von „hohen Eingeweihten“ des Cercle d’Alexandrie gegründet worden sein. Wann genau die Gründung stattgefunden haben soll und wer genau die Gründer waren, ist nicht bekannt. Offenbar soll hier ein moderner Mythos begründet werden, denn der Orden entfaltete erst im März 2006 sichtbare Aktivitäten.

Geleitet wird die Gruppe vom freien Hochzeits- und Bestattungsredner Hamid Mirzaie, welcher sich seit 2011 Elias Rubenstein nennt. Tatsächlich war Mirzaie zuvor schon bei den rosenkreuzerischen Builders of the Adytum tätig, hat also durchaus eine entsprechende Vergangenheit mit Bezügen zum Golden Dawn. Seine Interessen dürften jedoch eher kommerzieller Natur sein, denn für 25 € im Monat bietet er interessierten zwei Lehrbriefe zum Selbststudium an. Diese enthalten Geheimtipps und Übungen zur Verwirklichung von Wünschen und Träumen. Inzwischen gibt es vier weitere Ableger in Österreich, drei in Deutschland und einen in Kroatien.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Rosenkreuzer eine vielschichtige freimaurerische Bewegung sind, deren Hauptziel die Verbreitung von esoterischen Irrlehren ist. Die Verbindungen reichen dabei von den Theosophen über die Anthroposophen bis hin zu Hardcore Satanisten. Obwohl sich zumindest einige Gruppierungen von Crowley und de Guaita losgesagt haben, um sich dem Katholizismus zu verschreiben, blieb eine generelle Distanzierung bis heute aus. Im Gegenteil hat der schadhafte Einfluss der Rosenkreuzer sogar zugenommen und gemeinsam mit den Theosophen dominieren sie die Esoterikszene, zu der mitunter auch namhafte Verschwörungsportale gehören.

Politisch sind die Rosenkreuzer ebenfalls noch sehr aktiv und arbeiten zusammen mit den Freimaurern an einer neuen Weltordnung. Die 1978 in Elbert County (Georgia) errichteten Guidestones, auf welchen die 10 Gebote dieser neuen Weltordnung in 11 Sprachen aufgeführt sind, tragen ganz klar die Handschrift der Rosenkreuzer. Als Auftraggeber ist nämlich nur das Pseudonym „R.C. Christian“ aufgeführt, was eine ziemlich unverhohlene Anspielung auf Christian RosenCreutz ist.

georgia-guidestones-1

Die V-Geste – Ist es ein Buchstabe oder eine Zahl?

von Shinzon

Das V-Handzeichen, bei dem Zeige- und Mittelfinger ein V bilden, ist sowohl innerhalb als auch außerhalb der Freimaurerei sehr weit verbreitet.

V-Geste

In den meisten Fällen wird es von unbedarften Nachahmern als „V für Victory“ gezeigt und wäre damit als Siegesgeste zu verstehen. Oft ist dies bei Revolutionen und Staatsstreichen zu beobachten. Mit der Interpretation als Victory-Zeichen haben es die Freimaurer tatsächlich geschafft, den von ihnen angezettelten Umstürzen einen entsprechenden Stempel aufzudrücken, ohne dass die beteiligten Massen auch nur ahnen, was sie da für eine Geste machen.

Rebellen

Ähnlich sieht es bei den Friedensaktivisten aus, welche die V-Geste als vermeintliches „Peace-Zeichen“ adaptiert haben. Nur fängt „Peace“ aber mit einem P und nicht mit einem V an. In Umlauf gebracht wurde das V für Peace von Vertretern der Pop-Okkultur wie dem Beatle John Lennon.

John Lennon

John Lennon

In Großbritannien, Irland und einigen ehemaligen Kolonien ist die V-Geste mit leicht gekrümmten Fingern indes eine schwere Beleidigung. Dies soll auf das Abschneiden der beiden Finger bei gefangen genommenen Bogenschützen in früheren Jahrhunderten zurückgehen. Allerdings ist seit spätestens dem 2. Weltkrieg zu beobachten, dass auch britische Freimaurer die Geste in einem gänzlich anderen Kontext zeigen.

Auch sonst hat die Geste meist nichts mit „Victory“ und schon gar nichts mit „Peace“ zu tun, wenn sie von Freimaurern gezeigt wird. Man denke hier nur an Richard Nixon (1913-1994) oder an Josef Ackermann, als dieser freigesprochen wurde.

Richard Nixon

Richard Nixon

Josef Ackermann

Josef Ackermann

Über die Freimaurerei fand die V-Geste ihren Weg zudem zu den Pfadfindern. Beim Gruß der Wölflinge werden die Finger an die rechte Schläfe gehalten.

Wölfingsgruß

Doch wofür steht das V nun eigentlich in der Freimaurerei? Die gängigste Theorie sieht in dem V eine römische 5, womit die Geste auf das Pentagramm anspielt. Gleichermaßen soll sie auch auf das Hexagramm anspielen, wenn man den hebräischen Buchstaben Vav mit dem Zahlenwert 6 zugrunde legt. Beides würde durchaus Sinn machen, da es sich bei Pentagramm und Hexagramm um Freimaurersymbole handelt. Zudem wäre die freimaurerische Zahl 11 in einer Geste vereint.

5 + 6

Weiterhin findet sich die V-Geste als magisches Symbol in Aleister Crowleys 1913 erschienenem Werk „Magick“. Zwar tauchte die Geste nachweislich zum ersten Mal schon 1901 auf, allerdings scheint Crowley für ihre Popularität in okkulten Kreisen verantwortlich zu sein. Dieser sah in der V-Geste den Konterpartpart zum Hakenkreuz, was erklären könnte, warum der Logenbruder und britische Premier Winston Churchill (1874-1965) sie ständig während und nach dem Krieg gegen Nazideutschland zeigte.

Winston Churchill

Zu beachten bleibt allerdings, dass nicht jeder ein Freimaurer oder Okkultist ist, der diese Geste zeigt. Sie ist global dermaßen weit verbreitet, dass sie bereits von Milliarden Menschen gemacht wurde. Die große Mehrheit weiß dabei nicht um die okkulte Bedeutung, sondern lediglich um die exoterischen Erklärungen als Hasenohren, „Victory“-, „Peace“-, oder Glückssymbol. Es ist also wieder einmal stark vom Kontext abhängig, ob sich mit dieser Geste ein Freimaurer outet.

Siebenzackige Stars

Das Heptagramm, welches die Mittelalterband In Extremo seit ca. 2011 als Logo benutzt, soll angeblich die sieben Bandmitglieder repräsentieren. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass eine Mittelalterband nichts von Druiden weiß, zumal In Extremo schon früher okkulte Symbole wie den Schlangenträger verwendet haben.

In Extremo Heptagramm

Die Satanisten von Cradle of Filth spielen indes ganz offen auf Crowleys Göttin Babalon an.

Babalon AD

Gleiches gilt für The Cassandra Complex.

The Cassandra Complex - Babalon

Das Heptagramm – Stern der Druiden

von Shinzon

Es gibt wohl kaum jemanden, dem die vielfältigen Bedeutungen von Pentagramm, Hexagramm oder achtzackigem Ištar-Stern nicht hinlänglich bekannt sind. Doch zwischen Hexagramm und Ištar-Stern liegt das wenig beachtete Heptagramm. Von dieser geometrischen Form, deren Innenraum aus einem Heptagon besteht, gibt es zwei Ausprägungen. Der plumpere Heptagramm-Stern besteht aus Sehnen, die an jeweils einem Punkt vorbei zum übernächsten führen. Die spitz zulaufende Version besteht indes aus Sehnen, die an jeweils zwei Punkten vorbei zum drittnächsten führen. Die spitze Ausführung vereint dabei die plumpe Ausführung in sich.

Heptagramme geometrisch

Die Sieben gilt gemeinhin als Glückszahl und im Christentum symbolisiert das Heptagramm die sieben Tage der Schöpfung. Allerdings spielt die Sieben auch im Buch der Offenbarung eine große Rolle bei der Apokalypse. Sieben Siegel werden gebrochen und sieben Engel blasen in ihre Posaunen, was jeweils große Katastrophen heraufbeschwört.

Das ist eigentlich schon unheimlich genug, doch es gibt noch eine weitaus dunklere Seite des Heptagramms. In der Crowleyschen Thelema steht es zum Beispiel für die Göttin Babalon.

Heptagramm Babalon

Das Heptagramm ist zudem das Symbol der International Grand Lodge of Druidism. Der deutsche Druidenorden gibt seit den 1870ern sogar eine Zeitschrift mit dem Titel „DRUIDENSTERN“ heraus, welche inzwischen auch in der Schweiz erscheint.

Druidenstern

Bei den Wicca, deren Gründer Gerald Gardner (1884–1964) ein Druide war, gibt es eine Traditionslinie des Blauen Sterns, welcher ein Heptagramm ist. Der „Coven of the Blue Star“ wurde 1975 von Frank Dufner in Philadelphia (Pennsylvania, USA) etabliert.

Heptagramm Blue Star Wicca

Heptagramme sind darüber hinaus in der Esoterik weit verbreitet, wo ihnen verschiedene Eigenschaften zugeschrieben werden.

Heptagramme okkult

Musik im Zeichen des XO

Das eingekreiste X ist sowohl Teil des Siegels von Nodens als auch von Aleister Crowleys Babalon-Siegel. In der Musikindustrie wird das satanische Symbol oft in XO aufgeteilt, was nichts anderes als eine Codierung ist.

Beyoncé ist eines der bekanntesten Opfer der Pop-Okkultur und ihre Werke sind dementsprechend mit satanistischer Symbolik voll gepackt. In diesem Sinne lässt sich ihre 2013 erschiene Single „XO“ nur im Sinne von Crowley und Grant verstehen.

Beyonce XO

Es gibt noch weitere Stars, die versteckte Anspielungen auf Satanismus lieben.

I Love XO

John Mayer - XO

Der deutsche Rapper Casper setzt mit seinem 2011 erschienenen Album „XOXO“ gleich noch einen drauf. Auffällig ist bei ihm, dass dieser Titel just nach seinem Wechsel zum Label Four Music auf den Markt kam. Four Music ist eine Tochterfirma von Sony, einem global Player der okkulten Musikindustrie.

Casper - XOXO

Noch interessanter ist die Band XOTOX. Zum einen findet sich hier das XO vorwärts und rückwärts. Zum anderen besteht der mittlere Teil des Bandnamens aus OTO. Die Okkultisten Aleister Crowley und Kenneth Grant, welche das XO mit ihren Werken populär gemacht haben, waren beide Mitglieder der Ordo Templi Orientis oder kurz O.T.O.

Xotox

Dreharbeiten in der Loge

Einen der bekanntesten Filmauftritte hatte die Freimaurerei 2001 in „From Hell“. Der Titel sagt bereits einiges über den Inhalt aus und die blutrünstige Handlung identifiziert den bis heute unbekannten Serienmörder Jack the Ripper als Logenbruder. Es ist fraglich, ob Hellywood mit diesem Film geheime Tatsachen offenbart, aber zumindest die Darstellung der Freimaurer als elitärer Geheimzirkel, dem das britische Königshaus vorsteht, ist korrekt.

From Hell Loge

From Hell Zirkel Winkelmaß Pentagramm

Wer „From Hell“ schon für satanisch hält, sollte sich erst einmal „Crowley – Back from Hell“ geben. In diesem Horrorschinken, der auf dem kruden Werk des Satanisten Aleister Crowley basiert, kommt ebenfalls eine rote Loge vor. Es macht dabei absolut Sinn, dass die Freimaurer im Film Crowley wiedererwecken, denn immerhin war er einer der Ihren.

Crowley Loge_1

Crowley Loge_2

Die zwei deutschen „Anatomie“-Filme aus den Jahren 2000 und 2003 drehen sich ebenfalls um wenig nette Logen. Diese sind speziell auf Ärzte zugeschnitten, die wie Josef Mengele in der Tradition der Antihippokraten stehen. Das heißt, sie scheißen auf das Wohl ihrer Patienten und führen menschenverachtende Experimente an ihnen durch.

Antihippologe

In „Drecksau“ (2013) sieht man eine Loge voll weiterer Drecksäue.

Drecksau Loge

Einblicke in Logen gibt es nicht nur in Filmen, sondern auch in Serien wie „Inspector George Gently“. In der Episode „Giftige Lügen“ aus der zweiten Staffel führen die Ermittlungen Gently direkt zu den Freimaurern. Allerdings handelt es sich nur um eine blaue Johannesloge mit offensichtlich jüdischer Tradition.

George Gently Mason

Das ist schon mal eine umfassende Auswahl von Filmen und Serien, die uns direkt ins Innere einer Loge führen. Es gibt natürlich noch weitere Werke, in denen die Freimaurer eine tragende Rolle spielen und dabei durchaus propagiert werden. Das bekannteste Beispiel dürfte „Das Vermächtnis der Tempelritter“ aus dem Jahr 2004 sein, in dem erstmals einem breiten Publikum die freimaurerische Natur der Gründung der USA offenbart wird. Das Emblem der Freimaurer findet sich gleich dutzendfach in diesem Film und am Ende reicht ein Freimaurer der Hauptrolle Benjamin Gates (Nicolas Cage) die Hand.

Brickmason

Hexenkulte – Naturreligion oder Okkultismus?

von Shinzon

Die Bezeichnung „Hexe“ war ursprünglich ein Kampfbegriff der Inquisition, mit welchem die Verfolgung und Ermordung unzähliger Frauen legitimiert wurde. Zwar wurden den Betreffenden okkulte Praktiken sowie ein Bund mit dem Teufel unterstellt, doch entsprach dies fast nie der Wahrheit. Der katholischen Kirche ging es vorrangig darum, Andersdenkende zu eliminieren, wobei die entsprechenden Methoden der Inquisition selbst zutiefst satanisch waren.

Der Hexerei beschuldigte Frauen und Männer wurden zunächst gefoltert, um ihnen Geständnisse abzuringen. Ein Widerstehen der Folter wurde dabei als Beweis für magisches Wirken gewertet. Es war also egal, ob eine angeklagte Person gestand oder auf ihrer Unschuld beharrte, denn so etwas wie einen Rechtsstaat gab es zu dieser Zeit schlichtweg nicht.

Ähnlich verliefen die menschenverachtenden Hexenproben wie das Unterwassertauchen. Ertranken die Frauen, galt dies zwar als Beweis ihrer Unschuld, aber das nützte ihnen freilich nichts. All jene, die die Luft etwas länger anhalten konnten, landeten indes auf dem Scheiterhaufen oder Richtblock. Der Inquisition konnte man es einfach nicht recht machen und in der Regel endete ein Hexenprozess so oder so mit dem Tod.

Hexenprobe & Verbrennung

Das Verbrennen bei lebendigem Leibe traf nicht nur Frauen, die als Hexen diffamiert wurden, sondern auch männliche Querdenker. Das bekannteste Beispiel dürfte Giordano Bruno sein, welcher am 17. Februar 1600 in Rom verbrannt wurde, weil er auf dem heliozentrischen Weltbild und der Pluralität der Welten beharrte. Seine Hinrichtung wurde erst am 12. März 2000 von Papst Johannes Paul II. zum Unrecht erklärt, was recht deutlich zeigt, wie lange der Vatikan noch hinter den Gräueltaten der Inquisition stand.

Das Standardwerk dieser speziellen Form von christlicher Nächstenliebe war der 1486 in Speyer veröffentlichten „Hexenhammer“. Dieses vorrangig frauenverachtende Buch aus der bluttriefenden Feder des Dominikaners Heinrich Kramer (1430-1505) wurde bis ins 17. Jahrhundert hinein in 29 Auflagen gedruckt und verbreitet. Eines der letzten europäischen Todesopfer dieses Irrsinns war die gerade einmal 15jährige Dorothee Elisabeth Tretschlaff, welche am 17. Februar 1701 in Fergitz (Uckermark, Deutschland) enthauptet wurde.

Hexenhammer

Es ist geradezu zynisch, dass sich die Missionare im gerade neu entdeckten Amerika von den Opferritualen der Maya und Azteken entsetzt zeigten, während sie selbst in Europa die Verbrennung und Enthauptung von geschätzten 40.000-60.000 Menschen zelebrierten. Die Frauenquote betrug dabei, im Gegensatz zu heutigen Konzernvorständen, stolze 80%. Eine vollständige Aufarbeitung der Verbrechen von Kirche und Staat zu Zeiten der Inquisition steht noch aus. Der Vatikan musste sich zudem nie für diese Taten verantworten. Allerdings trifft die katholische Kirche auch nicht die alleinige Schuld. Zum einen gab es auch Kleriker, die sich gegen Hexenprozesse aussprachen (z.B. der Jesuit Friedrich Spee von Langenfeld) und zum anderen trieben in manchen Fällen auch weltliche Gerichte Verfolgungen voran.

Die Frage, ob es zur Zeit der Inquisition tatsächlich Hexenkulte gab, erscheint angesichts der angerichteten Gräuel direkt unangemessen. Mit Sicherheit gab es noch Reste alter, heidnischer Orden wie die Druiden und gewiss wäre ein Bekenntnis zum Heidentum Grund genug für eine Verurteilung durch die Inquisition gewesen. Die wirklich üblen Kulte überlebten jedoch in Geheimgesellschaften, welche nicht etwa von der Inquisition verfolgt wurden, sondern seit jeher die Kontrolle über die Vatikan hatten.

All die Symbole antiker Sonnen-, Osiris- und Saturnkulte, die im und um den Petersdom zu finden sind, werfen die Frage auf, ob die Inquisition in Wirklichkeit sogar ein satanisches Opferritual war? Haben die Kleriker am Ende genau das praktiziert, wovor sie die christliche Bevölkerung Europas angeblich schützen wollten? Menschenopfer zählen jedenfalls zu den okkulten Praktiken und nicht etwa zu dem, was Jesus einst predigte.

So ziemlich alle Opfer der Inquisition waren unschuldige Zivilisten. In erster Linie traf es christliche Querdenker, die das katholische Weltbild infrage stellten oder sich der alternativen Naturheilkunde verschrieben hatten. Eine weitere Opfergruppe waren psychisch Erkrankte. Schizophrenie und Epilepsie konnten schnell als Anzeichen dämonischer Besessenheit ausgelegt werden. Gleiches galt für die unbewusste Einnahme von Halluzinogenen, die sich zuweilen aufgrund von Schimmelpilzbefall im Getreide fanden. Oft reichte es jedoch schon aus, von einem böswilligen Nachbarn oder Neider denunziert zu werden bzw. einer politischen Intrige zum Opfer zu fallen.

Alles in allem kann davon ausgegangen werden, dass 99% aller Opfer der Inquisition absolut gar nichts mit Okkultismus am Hut hatten. Die ersten Hexenzirkel bildeten sich ironischerweise erst viel später in Anlehnung an die klischeehaften Darstellungen aus dem Hexenhammer und menschenverachtenden Märchen wie „Hänsel und Gretel“. Von Klerikern und Märchenerzählern geprägte Darstellungen von Frauen mit spitzen Hüten, die auf Besen reiten und schwarze Katzen als Haustiere halten, wurden dabei teilweise von Okkultisten übernommen.

Hexe

Während es für manche Hobbyhexen nur ein Halloweenspaß ist, sehen sich die meisten modernen Hexenzirkel in erster Linie als spirituelle Gegenreligion zum Katholizismus. Satanisten findet man in den unteren Rängen der Wicca eher selten. Die meisten Wicca, welche im frühen 20. Jahrhundert aufkamen, sehen sich eher als Naturreligion mit neoheidnischen Einflüssen. Die Bewegung gibt sich tolerant und erhebt im Gegensatz zu den drei monotheistischen Weltreligionen keinen Alleingültigkeitsanspruch.

Alles in allem scheinen die Wicca eher harmlos zu sein und die große Mehrheit handelt wohl tatsächlich in dem Glauben, sich und der Welt etwas Gutes zu tun. Dennoch bedient sich der Wicca-Kult okkulter Symbole wie dem Pentagramm und praktiziert weiße Magie. Es ist ohne Bedeutung, ob die Anhänger im Pentagramm ein Schutzsymbol sehen und schwarze Magie ablehnen. In dem Moment, in dem sie sich dem Okkultismus öffnen, machen sie sich zu Sklaven eines Kontrollsystems.

Gleiches gilt für das zentrale Event der Hexerei, die Walpurgisnacht am 30. April. Dort treffen sich alljährlich Wicca, Esoteriker und Spaßtouristen, ohne zu wissen, dass sich dort auch Hardcore-Satanisten herumtreiben. Ironischerweise ist diese okkulte Feier nach der heiligen Walburga (ca. 710-779) benannt, einer englischen Äbtissin, die in Deutschland Heiden bekehrte. Ihrer wurde am 1. Mai gedacht, wobei die neun Tage davor die Kirchglocken zur Abwehr von Hexenumtrieben geläutet wurden. Populär wurde die Umdeutung ihres Namens durch J.W. Goethes „Faust“, was angesichts seines hohen Ranges innerhalb der Freimaurerei und Illuminaten wohl beabsichtigt war.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass weiße Magie nicht besser ist als schwarze Magie, denn es sind zwei Seiten ein und derselben Medaille. Es handelt sich in beiden Fällen um esoterischen New Age Aberglauben und wer sich diesem öffnet, verschließt sich damit dem wissenschaftlichen Rationalismus. Es mag sein, dass die Intentionen der meisten Wicca positiver Natur sind, doch letztendlich propagieren sie die New Age Philosophie.

Das ist fatal, denn hinter dem New Age verbirgt sich die Agenda der Satanisten. Natürlich vertreten die Esoteriker nach außen hin das Gute, denn die meisten Menschen sprechen nun einmal genau darauf an. Welcher spirituell eingestellte Charakter würde sich schon bewusst dem Bösen öffnen? Das Böse muss sich daher von Zeit zu Zeit in einen Schafspelz kleiden, um weiterhin an der Macht zu bleiben. Das gilt genauso für das Christentum, welches von pädophilen Satanisten kontrolliert wird, als auch für die Hexenzirkel und Freimaurerlogen.

Die Wicca sind, ähnlich wie die Johanneslogen, ein Lockmittel für gutgläubige Menschen auf der Suche nach sich selbst und ihrem Platz im Universum. Es wäre daher auch völlig unangebracht, zur zweiten großen Hexenjagd zu blasen. Hier hilft nur Aufklärung. Dabei ist es keineswegs falsch, spirituelle Lebensweisen zu fördern und die Verbindung zu Mutter Natur zu suchen. Nur reichen dafür eben Meditationen und Spaziergänge im Wald völlig aus. Man muss dafür kein Pentagramm auf den Boden malen und heidnische Gottheiten anrufen.

Wer einmal mit solch okkultem Gedöns anfängt, läuft stets Gefahr, in einen Abgrund aus schwarzer Magie und Esoterik zu fallen. Genau das verbirgt sich nämlich hinter der scheinbar harmlosen Wicca-Bewegung. Diese wurde von dem englischen Okkultisten Gerald Brousseau Gardner (1884-1964) begründet, welcher zuvor anderen Hexenzirkeln wie dem Rosicrucian Order Crotona Fellowship angehörte. Das allein mag noch unauffällig erscheinen, doch 1946 lernte er Aleister Crowley kennen und wurde Mitglied in dessen Ordo Templi Orientis, in welchem er den VII. Grad erreichte.

Gerald Gardner

Gerald Gardner

Nach Crowleys Tod im Jahr darauf blieb Gardner mit dessen Schüler Kenneth Grant (1924-2011) in Kontakt. Weitere Verbindungen hatte Gardner zum Okkultisten Austin Osman Spare (1886-1956) und zu Ross Nichols (1902-1975), dem Gründer des Ordens der Barden, Ovaten und Druiden. Wohin das Auge blickt, finden sich Verbindungen der Hexerei zum Satanismus.

Der ehemalige Hexenmeister John Todd (1949-2007) behauptete sogar, dass er als Mitglied einer Hexenfamilie bis in die innersten Kreise der Illuminaten aufgestiegen sei. Tatsächlich belegt sind seine lange Drogenkarriere sowie mehrere Fälle von Kindesmissbrauch, wegen denen er einige Zeit im Gefängnis verbrachte. Später konvertierte er zum Christentum und hielt Vorträge über den wahren Zweck der Hexerei, für welche er nach eigenen Angaben im US-Militär labile Soldaten rekrutierte. Er sprach außerdem über den Okkultismus der Elite und war davon überzeugt, dass diese Dämonen beschwört, welche sich auch hinter dem UFO-Phänomen verbergen sollen.

Todd wird vom Establishment selbstverständlich als Verschwörungstheoretiker geführt, wobei es seiner Glaubwürdigkeit sicherlich wenig nützt, dass er in einer Nervenheilanstalt gestorben ist. Doch obwohl es berechtigte Zweifel daran gibt, dass er gleichauf mit den Rothschilds und Rockefellers zum innersten Zirkel der Illuminaten gehörte, scheinen einige seiner Behauptungen durchaus plausibel zu sein. So lässt sich die Verbindung des Wicca-Gründers zu Aleister Crowleys Ordo Templi Orientis mit Leichtigkeit anhand seriöser Quellen nachweisen. Ebenso ist das okkulte Treiben der herrschenden Elite längst kein Geheimnis mehr. Völlig abwegig sind seine Vorträge also keineswegs.

Als wäre die dargelegte Verbindung der Hexerei zum Satanismus noch nicht genug, erhielten die Schwarzmagier im 3. Reich noch weitere höchst unerfreuliche Fürsprecher. So veranlasste der hochgradige Okkultist Heinrich Himmler eine geheime Untersuchung über den Genozid an den vermeintlichen Hexen durch die Inquisition, obgleich es sich bei deren Opfern gar nicht wirklich um Hexen handelte.

Ziel von Himmlers Geheimoperation war es selbstverständlich, den Massenmord den Juden in die Schuhe zu schieben. Dies musste jedoch erwartungsgemäß misslingen, da allzu offensichtlich Vertreter des christlichen Klerus für die Inquisition verantwortlich waren. Unterstützt wurden sie dabei von den achso germanischen Bauern, welche keine Gelegenheit ausließen, Abweichler zu denunzieren. Zu den Abweichlern gehörten auch schon mal die Juden, welchen man ähnliches nachsagte, wie den vermeintlichen Hexen. Darunter der Klassiker schlechthin: Kindesmord.

In gewisser Weise bilden die Juden und die Opfer der Inquisition eine Schicksalsgemeinschaft – die einen vergast und verbrannt, die anderen lebendig verbrannt. Einen rituellen Charakter kann man zudem sowohl bei der Inquisition als auch beim Holocaust erkennen. Es ist eine geradezu bittere Ironie, dass die Naziokkultisten sich für Hexerei im klassischen Sinne begeisterten und dafür jene Opfer missbrauchten, denen man die Hexerei lediglich nachsagte. Der Gipfel ist jedoch, dass die Nazis die Opferzahlen der kirchlichen Inquisition mit 100.000 stark übertrieben darstellten, während sie selbst rund 6 Millionen Juden auf dem Gewissen hatten.

Eine weitere düstere Parallele bietet der ehemalige Hauptsitz der SS, die Wewelsburg bei Paderborn. In deren Gemäuern sollen im 17. Jahrhundert der Hexerei Beschuldigte gefangen gehalten und gefoltert worden sein. Himmler ließ seinerseits im Zuge der Pogromnacht von 1938 Juden in den gleichen Kellern einsperren und foltern. Heute dient die schaurige Kulisse satanistischen Logen als heimliches Domizil für ihre menschenverachtenden Kindesmissbrauchs- und Opferrituale. Ebenso wie Himmler glauben die Satanisten, dass sich die negativen Energien der Vergangenheit dort sammeln.

Während Himmler nun in Nazideutschland seine SS zu einem modernen Hexenorden ausbaute, trug sich jenseits des Ärmelkanals Obskures zu. Im Januar 1944 wurde das Medium Helen Duncan als Hexe verhaftet. Hintergrund dieses letzten offiziellen Hexenprozesses in Europa war die Preisgabe militärischer Geheimnisse während einer Seance, von denen Duncan eigentlich nichts hätte wissen dürfen. Obwohl niemals bewiesen werden konnte, woher sie die Informationen hatte, berief man sich auf ein Antihexereigesetz aus dem Jahr 1735, um die Frau aus dem Verkehr zu ziehen.

Dem Witchcraft Act zufolge kann jeder der Hexerei angeklagt werden, der versucht, die Toten zu beschwören. Gleichgültig ob Helen Duncan nun ein echtes Medium war oder ihren zahlenden Kunden nur eine Show lieferte, stellten ihre Aktivitäten einen solchen Versuch der Transkommunikation dar. Der gesamte Prozess mag aus rationaler Sicht absurd klingen, aber tatsächlich fürchtete das britische Militär eine Gefährdung der Landung in der Normandie, da das Medium den geheimen D-Day hätte preisgeben können.

Während Helen Duncan aus eher pragmatischen Gründen zu 9 Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt wurde, kam es in ländlichen Gegenden Europas nach dem 2. Weltkrieg zu weiteren Hexenverfolgungen, die gänzlich auf bäuerlichem Aberglauben beruhten. Ein Fall aus der Lüneburger Heide scheint dabei aus dem finstersten Mittelalter zu stammen, trug sich aber in der Mitte des 20. Jahrhundert zu.

Im Jahre 1950 hatte es der Bauer Johannes Bading in dem Dorf Barum (bei Lüneburg) zu einem bescheidenen Wohlstand gebracht. Als eines seiner Pferde erkrankte und starb, glaubte er sofort an den Fluch einer Hexe und suchte den Rat eines Hexenbanners. Dieser sagte dem Bauern, dass die erste Person, die nach seinen Maßnahmen den Hof betritt, die Hexe sein muss. Dummerweise war dies die beste Freundin der Familie. Am Ende richtete sich der Hexenwahn aber gegen die Familie Bading selbst und brachte die Tochter schlussendlich in eine Nervenheilanstalt.

Dieser Fall zeigt recht deutlich, wozu der Aberglaube Menschen bringen kann. Bis in die 1970er Jahre hinein gab es in deutschen Dorfapotheken obskure Mittel gegen Hexenzauber und in einigen Regionen dieser Welt hält sich der Hexenglaube bis heute, was zuweilen sogar Todesopfer fordert Entsprechende Beispiele gibt es aus Saudi-Arabien, Papua-Neuguinea, Uganda und Tansania. Allein in letzterem Land wurden zwischen 1994 und 1998 rund 5.000 vermeintliche Hexen gelyncht.

Auf der anderen Seite gibt es tatsächlich okkulte Hexenzirkel mit engen Verbindungen zum Satanismus. Diese sind ebenso geisteskrank und gefährlich, wie jene abergläubigen Menschen, die aufgrund von alltäglichem Unglück und Erkrankungen unschuldige Mitbürger der Hexerei beschuldigen.

Aus dem ganzen Hexenwahn lassen sich nur zwei Konsequenzen ziehen. 1. darf es zu keiner erneuten Hexenjagd kommen. Sämtlicher Aberglaube muss im Zeitalter der Wissenschaft überwunden werden. 2. sollte jeder Mensch die Finger von okkulten Zirkeln lassen, gleichgültig, ob diese sich der weißen oder schwarzen Magie verschrieben haben. Im besten Falle sind Hexenbretter, Tarotkarten und Channelings einfach nur esoterischer Mumpitz und Zeitverschwendung. Im schlimmsten Fall kommt man vielleicht tatsächlich mit Dimensionen in Kontakt, die man besser meiden sollte. Was sich auch hinter all dem Hexenzauber verbirgt, es ist nichts Gutes.

2033 – Mexikos neue Weltordnung

von Shinzon

Wer glaubt, die neue Weltordnung würde maßgeblich von den USA und der EU vorangetrieben, der hat noch nicht den mexikanischen Film „2033 – Das Ende ist nah“ von 2009 gesehen. Dieser spielt nach einem Putsch, bei dem 2013 ein Politiker namens Pec die Macht in Mexiko übernommen hat. Im Jahr 2033 hat Pecs Nachfolger General Jamaro eine Militärdiktatur installiert, welche von Dr. Stams (Miguel Couturier) Pharmakonzern Phaarmax unterstützt wird. Religiöse Kulte aller Art sind verboten, was die antichristliche Ausrichtung des Regimes unterstreicht.

Bereits die Jahreszahlen ’13 und ’33 sind hochgradig okkult. Das Jahr 2033 spielt dabei nicht nur auf die 33 Grade der Freimaurerei an, sondern auch auf das hundertjährige Jubiläum von Hitlers Machtergreifung. Und für wahr, der Mexikaner Jamaro kann durchaus mit dem Österreicher mithalten. Gleich zu Beginn sieht man den General vor einer Pyramide mit Auge – dem Logo der Militärjunta. Faschismus und Freimaurerei gehen hier offensichtlich Hand in Hand.

General Pyramide

Das Faschistenpack redet in dieser Szene über die Installierung von Überwachungskameras. Orwells Big Brother ist im Film allgegenwärtig.

Totale Überwachung

Um den orwellschen Alptraum zu komplettieren, tragen alle Menschen RFID-Chips, mit denen sie bargeldlos bezahlen.

RFID-Station

Weiter geht es beim Pharmakonzern Phaarmax, dessen Mitarbeiterin einen Stoff namens Tec Panol vorstellt, welcher aus „Pactia“ gewonnen wird. Dieses angebliche Wundermittel ist in nahezu allen Lebensmitteln enthalten und macht 50% der Nahrung aus.

In der nächsten Szene sieht man einen reichen Schnösel namens Pablo (Claudio Lafarga) seine tägliche Dosis abholen, während er von einem Obdachlosen um etwas zu Essen angebettelt wird. Kurzerhand wird der Bettler von einer Wache erschossen, doch niemand greift ein. Offensichtlich ist es vollkommen normal, wenn Menschen auf offener Straße hingerichtet werden.

Die Blutspuren werden umgehend von einem Putzroboter beseitig, welcher die Nummer 93 hat. Diese Zahl war für Aleister Crowley von zentraler Bedeutung, da sie der griechischen Kabbalah zufolge den Zahlenwert der Wörter Thelema und Agape entspricht. Es ist wohl kein Zufall, dass die 93 in diesem Film auftaucht, der nur so vor okkulter Symbolik und Zahlenmystik strotzt. Diese Zahl dürfte eine direkte Referenz zu Crowleys Thelema-Lehre sein, denn als der Wachposten den Bettler erschießt, folgt er damit dem Gebot „Tu was du willst!“

93 Roboter

Selbiges gilt nicht für die Arbeiterklasse. Die soll nur das tun, was ihr befohlen wird: „Konsumieren Sie, produzieren Sie und leben Sie glücklich!“ Wirklich glücklich lebt aber nur, wer zur Oberschicht gehört oder mit anderen Worten ein hochrangiger Freimaurer ist. Die Handschläge der Regimetreuen sind dabei sehr entlarvend.

Masonic Handshake_1

Masonic Handshake_2

In einer Bar für die Oberschicht gibt es nicht nur wieder einen Freimaurerhandschlag, sondern obendrein noch ein paar Pentagramm-Tattoos.

Pentagramtattoos

Wer Geld hat, füllt sich in diesem Laden nicht allein mit Alkohol ab, sondern konsumiert auch gleich noch die neusten Designerdrogen.

Drogenjunkie

Nach diesem Trip schlägt Pablo noch einen Obdachlosen zusammen, wie es sich für den Günstling des Diktators General Jamaro gehört. Nebenbei ärgert er auch zum Spaß einen Arbeitskollegen und macht vom Hubschrauber aus sogar Jagd auf unschuldige Menschen der Unterschicht.

Menschenjagd

Seinen Großvater, der sich noch einen Rest von Anstand und kritischem Denken bewahrt hat, pumpt Pablo im Auftrag seiner Mutter indes mit Medikamenten voll, die dessen Ruhigstellung dienen. Als er seinen Großvater per Sturz ins Jenseits befördert, teilt dieser ihm im Sterben mit, dass sein totgeglaubter Vater (Raúl Méndez) noch am Leben ist und Pablo sich auf die Suche nach ihm machen soll.

Sedierung

Die Trauer seiner Mutter hält sich derweil in Grenzen. Immerhin war sie es, die ihren eigenen Vater mit Drogen voll pumpen lassen hat und ihren Sohn im Glauben ließ, es handele sich um Medikamente. An Pablos Vater ist sie ebenfalls nicht mehr interessiert, da sie beabsichtigt, General Jamaro zu heiraten. Sie ist eine eiskalte Karrierefrau und verkörpert noch mehr als ihr Sohn die Entmenschlichung durch das faschistische System.

Für ihren Sohn stellt der Tod des Großvaters jedoch einen Wendepunkt dar. Kurz nach der Beerdigung trifft Pablo auf einen Arbeitskollegen, den er anhand eines Fisch-Tattoos kurz zuvor als Christen identifiziert hat. Auch dieser Kollege offenbart ihm, dass sein Vater noch am Leben ist und nicht von Christen ermordet wurde, wie die Propaganda verlauten lässt.

Nach einem weiteren Drogentrip folgt Pablo der Einladung seines Kollegen, der sich als Padre Miguel (Marco Antonio Trevino) herausstellt. Dieser zeigt ihm die Auswirkungen von Pactia. Die Droge soll die Menschen gefügig machen und ihnen die Fähigkeit zum eigenständigen Denken nehmen. Als Spätfolge richtet Tec Panol zudem starke Schäden im Gehirn an. Der Untergrund hat jedoch ein Gegenmittel entwickelt, welches die Wirkung aufhebt.

Leider besteht der Untergrund aus religiösen Fanatikern, denen man ebenfalls nicht über den Weg trauen kann. Ein christlich-fundamentalistisches Regime wäre in keiner Weise besser als ein faschistisches. Zudem lässt der Padre Zweifel aufkommen, wer wirklich hinter dem christlichen Widerstand steckt. Bei einer Andacht formt er mit seinen Händen eine umgedrehte Pyramide mit abgehobener Spitze. Man muss nicht Theologie studiert haben, um zu wissen, dass dies keine christliche Geste ist.

Miguel Pyramidenhandgeste_2

Miguel Pyramidenhandgeste_1

Als Pablo aus dem Armenghetto in die glitzernde Welt der Oberschicht zurückkehrt, macht er ebenfalls erst einmal eine Freimaurergeste, indem er sich an die Krawatte greift.

Pablo Krawattengriff

Allerdings kehrt er nicht in sein altes Leben zurück, sondern hilft Padre Miguel und einem weiteren Untergrundkämpfer beim Einbruch in ein grusliges Gefängnis, wo sein Vater festgehalten wird. Die Befreiungsaktion gelingt, sehr zum Ärger von General Jamaro.

Gefängnis_1

Gefängnis_2

Pablos Vater Goros soll die Aufstellung der Milizen übernehmen, was die Frage aufwirft, ob der Rest des Widerstandes vollkommen inkompetent ist, da alles von nur einem einzigen Mann abhängt. Sein Sohn flirtet derweil mit der hübschen Lucía (Sandra Echeverría) während im Hintergrund das Logo des Imperiums aus Star Wars prangt. Hier übertreibt man dann doch etwas mit der faschistischen Symbolik, indem sogar Symbole fiktiver Weltraumnazis dreist kopiert werden.

Star Wars Symbol

Bevor Lucía und Pablo ein Schäferstündchen auf dem Dach halten, entfernt sie ihm noch den zusätzlichen RFID-Chip, den er zuvor von einer Wache des Generals eingesetzt bekommen hat. Doch hätte das Regime ihn zu diesem Zeitpunkt nicht längst aufgespürt haben müssen? Mit Sicherheit nicht die einzige Logiklücke des Films.

Für den Widerstand bedeutet dies jedoch Glück und so laufen die Sabotageakte gegen die Medien, die Energiekonzerne und natürlich den Pharmakonzern an. Hauptziel ist die Neutralisierung des Tec Panol. Dabei geht dann aber doch einiges schief und ein Widerstandskämpfer wird gefangen genommen und mit Foltermethoden verhört. Während dieser arme Tropf durch General Jamaro einen hässlichen Tod erfährt, werden der Padre und Lucía von Dr. Stam auf frischer Tat ertappt.

Als zuletzt auch noch auffliegt, dass Pablo dem Widerstand hilft, ist Dr. Stam sichtlich von den Sicherheitsvorkehrungen enttäuscht und droht, seine Geschäfte nach Israel oder England zu verlagern. In Anbetracht der Art seiner Geschäfte sagt das sehr viel über die zukünftige Politik dieser Länder aus.

Pablo schafft es derweil, Lucía zu befreien. Padre Miguel muss er jedoch zurücklassen, nachdem dieser bei einem Schusswechsel angeschossen wurde. Zu zweit entkommen Pablo und Lucía in einem Mülltransport, versäumen es jedoch, sich unter den Folien zu verstecken. Natürlich werden sie von einer Überwachungskamera entdeckt und gestellt. Als Pablo den General mit der Waffe bedroht, schießt dieser Lucía nieder. Beide werden verhaftet und abgeführt.

Pablo gelingt anschließend die Flucht, weil ein Sicherheitsbeamter, der den Streifenwagen fährt, auf der Seite des Widerstands steht. Weniger Glück hat Padre Miguel, der öffentlich hingerichtet wird. Kurz nach der Live-Übertragung im Fernsehen wird das Hauptquartier der Christen gestürmt und Pablos Vater angeschossen. Es scheint einfach alles schief zu gehen.

Als kleines Abschiedsgeschenk vermint Goros aber noch die Bibliothek und tötet so eine Handvoll Sicherheitskräfte. Dabei wird wieder einmal ordentlich mit faschistischer Symbolik gespielt, denn unter den Büchern findet sich eines über die Kollaboration mit den Nazis im besetzten Frankreich.

Buch Nazikollaboration

Ein anderes Buch hat man extra verkehrt herum ins Regal gestellt, damit die Pyramide auf den Einband nach unten zeigt.

Buch umgedrehte Pyramide

Ein wirklicher Sieg bleibt dem Widerstand nicht vergönnt. Pablo flieht mit seinem Vater in die Pampa, während General Jamaro weiterhin die Befehle des dahinsiechenden Pec ausführt. Es bleibt vollkommen offen, ob die faschistische neue Weltordnung bestehen bleibt oder sie durch eine christlich-fundamentalistische neue Weltordnung ersetzt wird. Da sich jedoch hinter beiden Seiten offensichtlich die Freimaurerei verbirgt, ist es andererseits auch vollkommen egal. Was für ein bescheidenes Ende…

Fazit: Optisch macht der 5 Mio. Dollar teure Blockbuster durchaus etwas her. Für einen mexikanischen Film kann die Qualität durchaus mit Hollywood mithalten. Allerdings liegt „2033 – Das Ende ist nah!“ auch in Sachen okkulte Symbolik mit der amerikanischen Filmindustrie gleich auf. Die Pyramide mit dem allsehenden Auge ist ebenso allgegenwärtig wie die kabbalistische Zahlenmystik. Neben der 33 und 93 wird auch die 23 erwähnt und die 11, welche für freimaurerische Dualität steht, ziert beiläufig einen Zeppelin.

Zeppelin 11

Neben dem freimaurerischen Kernthema der neuen Weltordnung fällt weiterhin unangenehm auf, dass der Film einige Logiklücken aufweist und Chancen verspielt. Z.B. schließt sich dem Widerstand ein kleiner Junge namens Gabriel an, dessen Vater zuvor von Pablo ermordet wurde. Diese Situation bietet einiges an Konfliktpotential, doch die beiden treffen nicht noch einmal aufeinander. Der Gipfel ist schließlich das offene Ende, zumal man kaum Lust auf eine Fortsetzung bekommt.

Ein letzter Minuspunkt muss noch einmal an die deutsche Synchronisation vergeben werden. Die Stimmen sind teils unpassend gewählt und es mangelt ihnen an emotionaler Tiefe. Der Umgebungssound ist ebenfalls sehr fad und man vermisst die Geräuschkulisse einer Großstadt. Alles in allem ist der Film nur ein Genuss fürs Auge, aber nicht fürs Ohr und schon gar nicht für den Geist.