Reden von Bernd Riexinger und Sahra Wagenknecht

Am 25./26. Mai fand in Magdeburg der Bundesparteitag der LINKEN statt. Die Reden des wiedergewählten Bundesvorsitzenden Bernd Riexinger sowie der Bundestagsfraktionsvorsitzenden Sahra Wagenknecht wollen wir Euch an dieser Stelle nicht vorenthalten. Sie enthalten viel Wahres und vor allem Wichtiges über die soziale Lage im Land und wie diese von Rechtspopulisten ausgenutzt wird, um das Volk zu spalten, statt es gegen die herrschende Elite zu vereinen.

Um dieser Entwicklung zu begegnen fordert Bernd Riexinger eine sanktionsfreie Mindestsicherung von 1050 € und einen Mindestlohn, der vor Altersarmut schützt. Übrigens will die Bundesregierung den Mindestlohn um lächerliche 33 Cent anheben. Warum ausgerechnet 33 Cent, können sich die erfahrenen Leser unseres Blogs inzwischen wohl denken.

Wie die meisten bereits aus den Nachrichten erfahren haben dürften, wurde Sahra Wagenknecht während der Rede von Bernd Riexinger eine Torte ins Gesicht geknallt. Dies war nicht etwa Racheakt von Rechtspopulisten für die Tortenattacke auf die stellvertretende AfD-Vorsitzende Beartix von Storch. Im Gegenteil, es war das Werk von pseudolinken Spacken, die Sahra Wagenknecht aufgrund einer unglücklichen Formulierung Rassismus und Fremdenfeindlichkeit unterstellen wollten.

Der Vorwurf war selbstverständlich absurd und über Sahras verbale Entgleisung vor einigen Monaten hätte man ja mit ihr diskutieren können. Diese Aktion zeigt leider mal wieder, dass es auch in der Linkspartei Idioten gibt, die ihre eigene Partei genauso spalten, wie die AfD die Bevölkerung spaltet. Wenn die Verantwortlichen schon gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit protestieren wollten, hätten sie sich die Torte für Björn Höcke aufheben sollen.

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Bernd Riexinger über Panama-Papers, Mindestlohn & Türkei-Deal

Als es darum ging, die Banken mit unseren Steuergeldern zu retten, waren Union, SPD und Grüne sofort dafür. Nun ist aufgeflogen, dass eben diese Banken den Reichen (darunter auch Politikern) bei der Steuerflucht helfen. Als DIE LINKE daraufhin einen Antrag in den Bundestag eingebracht hat, mit dem die Banken in die Schranken gewiesen und Steuerflucht unterbunden werden sollte, haben Union und SPD geschlossen dagegen gestimmt, die grüne Pseudo-Opposition hat sich enthalten. Bei der nächsten Bankenrettung müssen dann wohl wieder Mittelstand und Arme zahlen, da die oberen 10% ihr Vermögen in Steueroasen bunkern.

Während wir diese Ungerechtigkeit finanzieren müssen, gönnen uns die Reichen nicht mal die Butter auf dem Brot. 8,50 € Stundenlohn sind zu wenig, doch eine Anhebung auf 10 € lehnt die Bundesregierung ab. Stattdessen sollen für Asylsuchende Ausnahmen vom Mindestlohn geschaffen werden, womit Rassismus weiter geschürt und Deutschland destabilisiert wird. Ebenso ungeheuerlich ist der Türkei-Deal. Das Erdogan-Regime erhält 3 Milliarden jährlich, nicht etwa um Flüchtlinge menschenwürdig unterzubringen, sondern einfach nur, um sie Europa vom Leib zu halten. Da könnte man das Geld auch gleich direkt für die Flüchtlinge ausgeben, statt Erdogans Macht zu festigen.

5.000 Flüchtlingskinder verschwunden!

von Shinzon

In die Schlagzeilen schaffen es oft nur Meldungen über straffällig gewordene Flüchtlinge. Übergriffe wie jene in der Silvesternacht am Kölner Hauptbahnhof und andernorts wiegeln die Bevölkerung gegen Asylsuchende auf, obwohl die Straftäter nur eine Minderheit darstellen und meist gar nicht mal aus Kriegsgebieten stammen. Meldungen über verschwundene Flüchtlingskinder gehen hingegen fast völlig unter.

Unbegleitete Minderjährige, die nicht im Mittelmeer ertrinken oder beim Fußmarsch durch Europa entkräftet zurück bleiben, haben es in Deutschland nicht leicht. Immer wieder ist von gewalttätigen und sexuellen Übergriffen zu hören, teils durch Neonazis, teils aber auch durch erwachsene Migranten in den Flüchtlingsheimen. Da die Eltern irgendwo auf der Strecke geblieben oder gar gestorben sind, bleiben unbegleitete Minderjährige völlig ungeschützt auf sich gestellt.

Neben den bekannten Übergriffen gibt es inzwischen ein neues Problem. In Deutschland sind insgesamt fast 5.000 minderjährige Flüchtlinge verschwunden. Die Thüringer Allgemeine (Ausg. 4. März 2016) meldete 43 Fälle für Thüringen. Wohin die Vermissten verschwunden sind und ob sie Opfer von Verbrechen wurden, ist bislang unbekannt. Zumindest bei den Jugendlichen gilt es als wahrscheinlich, dass sie sich auf eigene Faust weiter zu Großstädten wie Berlin oder gar nach Skandinavien durchschlagen. Hier zeigt sich bereits, wie wichtig der legale Familiennachzug ist, denn die Reise der unbegleiteten Minderjährigen ist nicht ungefährlich.

Doch warum haben Politiker von Union und SPD ein Interesse daran, den Familiennachzug gesetzlich zu unterbinden? Das ist in jeder Hinsicht grausam. Familien, die den Vater durch Kriegsgebiet und die Überfahrt über das Mittelmeer vorausgeschickt haben, damit Frau und Kinder legal und sicher nachkommen können, bleiben so im Ungewissen. Vielleicht werden die Väter ihre Familien nie wieder sehen, weil sie vom IS ermordet werden oder in einem Flüchtlingscamp im Libanon verhungern. Noch schlimmer ist es jedoch für unbegleitete Minderjährige, die ihre Eltern vielleicht nie wieder sehen und ohne Familie aufwachsen müssen – mitten in einem Land, das sie nicht kennen.

Was soll nun also mit dieser verachtenswerten Politik bezweckt werden? Einer Politik, die von Freimaurern wie Thomas de Maiziére vorangetrieben wird, welcher als sächsischer Innenminister einst ein Minderjährigenbordell gedeckt hat. Da tut sich ein Ekel erregender Verdacht auf. Ein Verdacht, der durch den Fall des kleinen Mohammed bestärkt wird, welcher von einem pädophilen Deutschen entführt und ermordet wurde. Insbesondere bei Flüchtlingskindern unter 12 Jahren scheint es unwahrscheinlich, dass sie sich in eigener Verantwortung in einem fremden Land verlaufen haben und das so gründlich, dass nicht mal die Polizei sie wieder findet.

Entpuppt sich die Flüchtlingskrise etwa als Geschenk für Pädophile und Satanisten? Deutsche Kinder zu entführen fällt immerhin auf, wenn es in großem Stil geschieht. Zu viele Eltern stellen zu viele Fragen. Die unbegleiteten Flüchtlingskinder vermisst indessen niemand. Die Eltern sind entweder irgendwo weit weg oder tot. Zwar sind die zuständigen Jugendämter verpflichtet, bei der Polizei Vermisstenanzeige zu erstatten, aber was nützt das schon, wenn die Leichen nie gefunden werden?

Sicherlich ist das alles nur Spekulation und gerade die verschwundenen Jugendlichen zwischen 15 und 18 sind wohl wenig attraktiv für Pädophile. Was jedoch die Kinder angeht, beweist der Fall Mohammed das widerliche Interesse gewisser Kreise an solch leichter Beute.

AfD – Alternativlos für Dumme

von Shinzon

Die AfD ist dank der Flüchtlingskrise weiter auf dem Vormarsch. Obwohl sie keine echten Lösungen anbietet, liegt die rechtspopulistische Partei im Bundestrend bei rund 10% und dürfte den Einzug in die Landesparlamente von Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt wohl mit ähnlichen Ergebnissen schaffen. Die menschenverachtenden Äußerungen der Parteispitzen Frauke Petry und Beatrix von Storch sowie des Thüringer Vorsitzenden Björn Höcke sorgen bei den AfD-Anhängern nicht etwa für ein entsetztes Aufwachen, sondern für Begeisterung.

Es ist wirklich erschreckend, welche Meinungen inzwischen wieder populär sind. Auf Kriegsflüchtlinge schießen, gegen Migranten pöbeln, Asylheime anzünden und zu alledem Beifall klatschen. Die Szenen in Clausnitz und Bautzen erinnern stark an die rassistischen Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen und Hoyerswerda kurz nach dem Mauerfall. Die AfD ist mit ihrer Hetze unmittelbar für die Wiederholung der Geschichte mitverantwortlich. Sie verteidigt nicht die abendländischen Werte, sondern entwertet das Abendland.

Literaturkritiker

Ihre Wahlergebnisse hat die AfD einzig der Naivität und politischen Ignoranz ihrer Wähler zu verdanken. Anders ist es nicht zu erklären, dass sie einzig mit dem Asylthema punkten kann, ohne dabei die eigentlichen Interessen ihrer Wähler zu vertreten. Im Gegenteil vertritt sie sogar die neoliberalen Interessen der Millionäre, Banken und Konzerne. Beispiele gefällig?

● Die AfD ist gegen jede Form der Steuergerechtigkeit. Die Wiedereinführung einer Vermögenssteuer lehnt sie strikt ab, die Erbschaftssteuer will sie komplett abschaffen und den Spitzensteuersatz erheblich senken. Statt gegen Steuerflüchtlinge vorzugehen, hetzt sie lediglich gegen Kriegsflüchtlinge, obwohl letztere den Steuerzahler lediglich 7,5 Milliarden gekostet haben, während die reichen Steuerflüchtlinge dem Staat jedes Jahr rund 80 Milliarden kosten. Jeder kann sich selbst ausrechnen, was man davon alles finanzieren könnte.

● Noch bevor der Mindestlohn flächendeckend gilt, will die AfD ihn schon wieder abschaffen. Löhne von z.B. 3,50 € für Friseusen wären dann wieder Standard. Warum wählen Arbeiter so etwas? Und warum verteufeln die Betreffenden im gleichen Atemzug DIE LINKE, obwohl die den Mindestlohn auf 10 € anheben will? Ein solches Desinteresse an der eigenen Existenzsicherung ist absolut unerklärlich!

● Statt Hartz IV soll es nicht etwa ein bedingungsloses Grundeinkommen geben, wie es DIE LINKE fordert. Die AfD will stattdessen die so genannte „Bürgerarbeit“ einführen. Das ist extrem mies bezahlte Zwangsarbeit im öffentlichen Sektor, zu der alle Arbeitlosen für mindestens 30 Stunden die Woche verpflichtet werden sollen. Etwas ähnliches gab es schon mal unter der NSDAP, das nannte sich damals „Reichsarbeitsdienst“.

● Entgegen der Mehrheitsmeinung auf den Pegida-Demos ist die AfD keineswegs ein Gegner der NATO oder Westbindung Deutschlands. Im Parteiprogramm gibt sich die vermeintliche Alternative loyal gegenüber NATO und USA. Richtig ist zwar, dass die AfD TTIP ablehnt und gute Beziehungen zu Russland wünscht, dies tut sie jedoch ausschließlich im Interesse der deutschen Wirtschaft. Eine Kapitalismuskritik sowie eine strikte Ablehnung des westlichen Imperialismus sucht man bei der AfD vergeblich. In diesen Punkten ist und bleibt DIE LINKE die einzige Alternative für Deutschland.

● Die AfD ist für eine Laufzeitverlängerung der deutschen AKWs. Zumindest ihr Versprechen einer „strahlenden Zukunft“ wird sie damit halten können. Begeisterung dürfte dies jedoch nur bei jenen auslösen, die bereits komplett verstrahlt sind.

● Der evangelikale Flügel der AfD ist für ein striktes Abtreibungsverbot. In diesem Punkt ist die AfD sogar noch radikaler als Donald Trump, der die Legalität von Abtreibungen zumindest im Falle von Vergewaltigungen sowie der Gefährdung des Lebens der Schwangeren befürwortet. Ginge es dagegen nach Beatrix von Storch, sollten Frauen generell nicht über ihren Körper bestimmen dürfen. Das ungeborene Leben ist ihr heilig, selbst wenn es noch ein hirnloser Zellhaufen oder eine erbkranke Mutation ist. Das ist insbesondere in Hinblick auf ihre Forderung nach einem Schießbefehl auf Flüchtlinge zynisch, denn offensichtlich ist in ihren Augen das Leben eines Menschen nach dessen Geburt überhaupt nichts mehr wert. Zumindest wenn es um Nichtdeutsche geht.

● Einige extrem revanchistische Kräfte innerhalb der AfD wollen gar die Monarchie wieder einführen. Selbstverständlich steckt hinter diesen Kräften einmal mehr Beatrix von Storch, welche die Cousine des Enkels von Kaiser Wilhelm II. ist. Die Frage nach dem persönlichen Nutzen hinter solchen Forderungen erübrigt sich. Die Frage nach dem Nutzen der Wiedereinführung des preußischen Dreiklassenwahlrechts stellt sich dagegen sehr wohl, denn damit würde die AfD zweifelsohne ihren eigenen Wählern das Wahlrecht entziehen. Immerhin ist der stumpfsinnigste Pöbel ihre einzige Hoffnung auf Erfolg, denn obwohl sie die Interessen der reichen Oberschicht vertritt, wählt diese weiterhin Union, FDP, SPD oder Grüne.

Die AfD-Anhänger werden uns jetzt natürlich wieder AfD-Bashing vorwerfen. Da müssen wir jedoch leider enttäuschen, denn was wir hier schreiben, ist nichts als die Wahrheit und die AfD wirbt ja immer mit dem Slogan „Mut zur Wahrheit“. Wir könnten jetzt Screenshots von den Wahlprogrammen der AfD machen, doch diese würden wohl schnell als „Fakes“ verteufelt werden. Der Fanclub der AfD ist zu 100% faktenresistent und wird daher wohl gar keinen eigenen Blick in die Wahlprogramme werfen, aus Angst, das eigene Weltbild damit zu zerstören. Ebenso prallen die Warnungen der einstigen AfD-Gründungsväter Bernd Lucke und Hans-Olaf Henkel an den Sturköpfen der AfD-Anhänger ab. Der Glaube an diese Partei ist noch irrationaler und festgefahrener als der Glaube kleiner Kinder an den Weihnachtsmann.

Die AfD-Wähler glauben allen Ernstes, wenn die AfD die Grenzen dicht macht und alle Migranten rausschmeißt, würde Deutschland irgendwie zum Paradies auf Erden werden. Und das auch noch mit einer verschärften Umverteilung von unten nach oben. Steuergerechtigkeit? Mindestlohn? Kostenfreie Kita-Plätze? Sozialer Wohnungsbau? Rekommunalisierung der Daseinsvorsorge? Das wäre ja Kommunismus! Das versprochene Paradies der AfD ist eben kein Paradies für alle, sondern ein Paradies für Reiche.

Den Pöbel hält man indes mit der Flüchtlingsdebatte bei Laune und nicht umsonst bezeichnete Alexander Gauland die Flüchtlingskrise als „Geschenk“. Wenn der gesellschaftliche Bodensatz in Clausnitz pöbelt und in Bautzen Löscharbeiten behindert, merkt er gar nicht, wie er von der Elite verarscht und versklavt wird.

Quelle 1 & Quelle 2

de Maiziére lobt die Türkei

von Shinzon

Es ist unfassbar, wie die deutsche Bundesregierung mit der Flüchtlingskrise umgeht. Während das künstlich in die Schulden getriebene Griechenland kaum finanzielle Hilfe bei der Unterbringung der ankommenden Flüchtlinge erhält, schenkt man der reichen Türkei Abermilliarden Euro. Das Geld wird aber keineswegs dafür verwendet, die Asylsuchenden menschenwürdig unterzubringen. Viel mehr schottet sich die Türkei gegen Syrien ab und reduziert die Flüchtlingszahlen, indem sie Kurden bombardiert.

Für diese Menschenverachtung sprach der deutsche Innenminister Thomas de Maiziére der Türkei am 5. März 2016 ein großes Lob aus. „Dort sind 2,5 Millionen Flüchtlinge aus der Krisenregion in Syrien aufgenommen worden. Das verdient Anerkennung und nicht Kritik“, sagte er. Darüber, wie die Flüchtlinge untergebracht wurden, schwieg sich de Maiziére aus.

Zu dem Massenmord an den Kurden meinte er indes nur: „Wir sollten nicht der Schiedsrichter beim Thema Menschenrechte für die ganze Welt sein.“ Seltsam, denn wann immer die USA oder NATO einen Regime-Change wünschen, spielt sich Deutschland stets als Schiedsrichter auf. Bei Partnern wie der Türkei und Saudi Arabien dagegen nie. Das ist so, als würde ein Fußballschiedsrichter nur die Fouls kleinerer Vereine mit einer roten Karte bestrafen, während sich der FC Bayern alles erlauben kann. Thomas de Maiziéres Kungelei mit dem türkischen Machthaber Erdogan ist so durchsichtig wie verlogen.

Zudem kommt sein Statement just in dem Moment, als das Regime in Ankara eine weitere Zeitung unter seine Kontrolle bringt. Zwar handelt es sich bei der „Zaman“ um das Sprachrohr des radikalen Islamisten Fethulla Gülen, was das Vorgehen in diesem Fall nachvollziehbar macht. Dennoch wird die Pressefreiheit in der Türkei generell mit Füßen getreten. Einfach jeder, der das Erdogan-Regime kritisiert oder den Völkermord an den Armeniern und aktuell an den Kurden anspricht, wandert in den Knast. Bei der „Zaman“ ging es dementsprechend auch nicht um deren radikale Ansichten zum Islam, sondern um die geübte Kritik am türkischen Staat.

Die Worte des deutschen Innenministers sind purer Zynismus und freilich würde er die linke Regierung in Griechenland niemals loben, egal wie viele Flüchtlinge sie aufnimmt. Thomas de Maiziére sollte sich in den Sachsensumpf zurück verkriechen, aus dem er einst gekrochen ist.

Winfried Kretschmann – Verlogenheit zahlt sich aus

Bei der anstehenden Landtagswahl in Baden-Württemberg liegen die Grünen in Umfragen immer noch auf Platz 1. Es spielt scheinbar keine Rolle, dass das Milliardengrab Stuttgart 21 weiter gebaut wird und der Freimaurer Kretschmann allein die Interessen des Kapitals bedient. Er ist ein Konservativer im grünen Schafspelz und das merkt man inzwischen auch bei der Asylpolitik.

Seit neustem macht Kretschmann nämlich Wahlkampf mit AfD-Slogans und will im Bundesrat dem dritten Asylverschärfungsgesetz zustimmen. Was die eigene Parteibasis sowie die Bundestagsfraktion entsetzt, freut den stupiden Pöbel. Zwar kommt auch die AfD in Umfragen auf rund 10%, doch Kretschmann gräbt den Rechtspopulisten zunehmend das Wasser ab.

Wie die AfD profitiert der erste olivgrüne Ministerpräsident von der Ignoranz der Massen. Denn während er und die Rechtspopulisten das menschliche Leid aus den Augen haben wollen, unternehmen sie rein gar nichts gegen die Fluchtursachen. Im Gegenteil lässt sich Kretschmann den Wahlkampf von der Rüstungsindustrie finanzieren. Eine Friedenspartei sind die Olivgrünen zwar schon seit ihrer Zustimmung für die Kriegseinsätze in Jugoslawien und Afghanistan nicht mehr, dennoch schlägt diese Kungelei mit den Rüstungskonzernen dem Fass die Krone auf.

KenFM zu Köln

Während ein Teil der Truther-Szene seit Köln gänzlich dem Rassismus verfallen ist, hinterfragt der harte Kern die Ereignisse. Grund genug gibt es dazu, denn pauschale Verteufelungen von Flüchtlingen entsprechen einfach nicht den Tatsachen. So gab es am Kölner Bahnhof keinen Mob von 1.000 Vergewaltigern, sondern eine große Menschenmenge, zu der auch die Opfer, völlig Unbeteiligte und dutzende Schaulustige gehörten. Des Weiteren befinden sich unter den Tatverdächtigen vom Kölner Bahnhof drei Deutsche und ein US-Amerikaner, während es auf der anderen Seite Flüchtlinge gab, die den Frauen geholfen haben und sich für die Täter schämen.

Eine weitere differenzierte Betrachtung der Ereignisse gibt es nun auch von Ken Jebsen in seiner Reihe „Me, Myself und die Medien.“ Im Zentrum steht die Frage „Wem nützt es?“ Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen.

KenFM zu Flüchtlingen und Geschichtsrevisionismus

Da wir in den letzten Wochen technische Probleme hatten, konnten wir lange Zeit nichts Aktuelles bloggen. In der Zwischenzeit ist viel passiert. U.a. wurden die Flüchtlinge von zweifelhaften NGOs instrumentalisiert, hinter denen sich US Think Tanks verbergen. Dabei geht es nicht wirklich darum, Flüchtlingen zu helfen und erst recht nicht, die Fluchtursachen zu benennen. Europa soll einfach nur destabilisiert und nach rechts gerückt werden, was bei den französischen Wahlen ja auch prima geklappt hat.

Jetzt wird Ken Jebsen natürlich wieder Rechtspopulismus vorgeworfen, doch er argumentiert gar nicht gegen Flüchtlinge, sondern lediglich gegen ihre Instrumentalisierung. Er ruft darüber hinaus zu echter humanitärer Hilfe auf, was kein Rechtspopulist jemals tun würde. Ebenso verurteilt er die Finanzspritzen an die Türkei, damit Sultan Erdogan Flüchtlinge aus Europa fernhält.

Was andere reden ist dagegen viel skandalöser, doch darüber regt sich in den Massenmedien niemand auf. Z.B. wenn Angela Merkel sich voller stolz darüber äußert, dass kurdische Kinder nach den deutschen Panzerabwehrraketen „Milan“ benannt werden. Diese kranke Psychopathin freut sich allen Ernstes, dass Kinder nach Waffen benannt werden, von denen sie dann getötet werden?

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu nahm indes auf dem Weltkongress der Zionisten Adolf Hitler in Schutz und schob die Schuld an der Shoa auf die Palästinenser. Nun mag Hitler sich tatsächlich mit dem Großmufti von Jerusalem getroffen haben und gewiss lagen die beiden auf einer Wellenlänge. Aber der eliminatorische Antisemitismus des deutschen Faschismus ist ein historischer Fakt, der sich anhand von Hitlers Reden und „Mein Kampf“ zweifelsfrei belegen lässt.

Netanjahus nachweislich falsche Behauptung würde in Deutschland als Holocaustverharmlosung schnell zu einer entsprechenden Anzeige führen. Jeder deutsche Politiker würde mit einer vergleichbaren Äußerung politischen Selbstmord begehen und könnte anschließend maximal noch bei der NPD oder dem III. Weg Karriere machen. Aber Netanjahu lässt man das einfach so durchgehen. Was sagen eigentlich die Antideutschen dazu? Die müssten ja nun entweder Israels Staatsoberhaupt kritisieren oder die deutsche Schuld am Holocaust relativieren. Schwierig, schwierig. Am wahrscheinlichsten werden sie Netanjahus Bemerkung einfach ignorieren und den offensichtlichen Widerspruch auf diese Weise gekonnt umschiffen.

Wer die Wahrheit sagt, kommt in die Anstalt

Die Anstalt beschäftigte sich am 20. Oktober hauptsächlich mit den Themen Flüchtlinge und Flüchtlingsursachen. Der beste Part war jener über die amerikanischen Kriegspläne, -lügen und –verbrechen. Zum Abschluss gab’s noch mal etwas zur Korruption und den wahren Wirtschaftsflüchtlingen.

Ken Jebsen zur Anti-TTIP-Demo, Syrien und Flüchtlingskrise

Laut Spiegel waren am 10. Oktober in Berlin eine Viertelmillion Rechtspopulisten unterwegs. Diese verglich der Spiegel dann auch gleich noch mit dem republikanischen US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump. Nur ist Trump dummerweise für TTIP, da genau seine Wählerklientel von solchen Freihandelsabkommen profitiert. Sollte er zudem die US-Präsidentschaftswahl gewinnen, wird der Spiegel wohl nie wieder ein schlechtes Wort über ihn verlieren. Dann wäre er nämlich ganz plötzlich der Gute und jede Kritik an ihm rechtspopulistisch.

Ähnlich lächerlich sind die Verlautbarungen des Spiegels zu Russlands Einsatz in Syrien. Wer dagegen mal echten Rechtspopulismus erleben will, der muss Anne Will einschalten.