Ghostbusters – Gozer der Vernichter

von Shinzon

1984 kam mit „Ghostbusters“ eine Gruselkömodie in die Kinos, die schnell zum Kultfilm avancierte. Die wenigsten wissen jedoch, welch schaurige Botschaften in diesem okkulten Machwerk tatsächlich vermittelt werden. Es geht nämlich nicht um Geister, die in alten Schlössern spuken, sondern um dämonische Wesen aus höheren Dimensionen, die von Satanisten angebetet werden.

Bereits die Eröffnungsszene beginnt mit einer Löwenstatue vor einer Bibliothek, welche in diesem Kontext offensichtlich eine Repräsentation Satans darstellen soll. Im Gebäude wird auch gleich darauf eine Archivarin von einem Gespenst geprankt.

01 Löwenstatue

Die Ghostbusters sind zu diesem Zeitpunkt noch anderweitig beschäftigt. Dr. Peter Venkman (Bill Murray) arbeitet in einem Universitätsgebäude namens „Weaver Hall“, was ein lustiger Zufall ist, da Sigourney Weaver ebenfalls eine Hauptrolle im Film spielt.

03 Weaver Hall

Auf der Bürotür des Parapsychologen hat jemand „Venkman burn in Hell“ geschrieben, was wohl an seinem Umgang mit Probanden liegt. Bei einem Telepathietest lässt er nämlich die Frauen trotz geringer Trefferquote immer gewinnen, während er Männer selbst dann mit Elektroschocks bestraft, wenn sie die Symbole auf seinen Karten richtig erraten.

04 Burn in Hell

Die Hölle beschwört Venkman also selbst herauf. Unter anderem auch mit der ersten Karte, die er hochhält, welche ein umgedrehtes Pentagramm zeigt.

05 Satanic Pentagram

Bevor Peter weiter mit der weiblichen Probandin flirten kann, funkt ihm Ray Stantz (Dan Akroyd) dazwischen und erzählt ihm von der Geistererscheinung in der Bibliothek. Dort wartet bereits Dr. Egon Spengler (Harold Ramis) auf die beiden. Im Keller entdecken die drei zunächst Ektoplasma – eine rotzige Substanz, die Ende des 19. Jahrhunderts bei Seancen in Mode kam. Kurz darauf entdecken die Geisterjäger auch das verantwortliche Gespenst, welches zunächst nach einer verstorbenen Bibliothekarin aussieht. Bei genauerer Betrachtung handelt es sich jedoch um einen hässlichen Dämon. Keine menschliche Seele nimmt nach dem Tod eine solche Gestalt an.

06 Dämon

Wieder zurück an der Uni, werden die drei Parawissenschaftler vom Campus geworfen. Das Team entscheidet sich, in die freie Wirtschaft zu wechseln und kauft eine heruntergekommene Feuerwehrwache, welche fortan ihr Hauptquartier sein soll. Unterdessen kündigt sich in einem alten Apartmentblock am New Yorker Central Park der nächste Auftrag an. Das gruselige Gebäude sieht schon von weitem aus wie eine babylonische Ziggurat.

07 Ziggurat

Die dämonischen Steinfiguren an der Fassade verschärfen den gruseligen Eindruck zusätzlich. Wer möchte denn in einer solch abscheulichen Bude wohnen?

08 Dämonenfigur

Nun ja, Dana Barrett (Sigourney Weaver) wohnt dort. Diese steigt gerade aus einem gelben Sonnenwagen mit freimaurerischem Schachbrettmuster und bringt ihren Einkauf nach oben.

09 Sonnenwagen

Ihre Zimmernummer ist die 2206. Die 22 steht für das Stockwerk, womit das Zimmer auf dieser Ebene die satanische Nummer 6 hat. Aber im Vergleich zu dem, was noch kommt, ist dieses Zahlenspiel eher harmlos.

10 Zimmer 2206

Unterwegs wird Dana von ihrem nervigen Nachbar Louis Tully (Rick Moranis) aufgehalten. Als wäre der Tag damit noch nicht schlimm genug, fängt es in ihrer Wohnung sogleich an zu spuken, während ironischerweise kurz zuvor ein Werbespot der Geisterjäger im Fernsehen läuft. Erst springen ein paar Eier aus der Packung und fangen auf dem Tisch an zu braten und dann grunzt auch noch der Kühlschrank. In diesem hat sich gerade ein Höllentor aufgetan, in dessen Zentrum eine Pyramide mit abgehobener Spitze steht. Davor sitzt Baphomets Schoßhund und stellt sich Dana als Zuul vor.

11 Zuul Dimension

12 Zuul

Wieder zurück im Hauptquartier der Ghostbusters hat Ray einen alten Schrottwagen besorgt, der noch etwas aufgepimpt werden muss. Die Bude haben sie innerhalb von zwei Tagen komplett renoviert, was eine wirklich beachtliche Leistung ist, und am Einlass sitzt bereits die neue Sekretärin Janine Melnitz (Annie Potts). Der Laden ist also bereit, Dana als erste Kundin zu empfangen, mit der Peter Venkman auch gleich rumschäkert.

Miss Barret war in den letzten zwei Tagen nicht ganz so fleißig und hat nicht mal die Eier auf ihrem Küchentisch entsorgt. Zuul hat sich in der Zwischenzeit allerdings aus dem Kühlschrank verkrümelt, sodass dort noch nur Coca Cola Schleichwerbung auf Dr. Venkman wartet.

13 Coke Werbung

Wirklich helfen kann Peter ihr nicht und nach einigen weiteren Anmachversuchen und sexuellen Belästigungen schmeißt Dana ihn aus ihrer Wohnung. Der nächste Auftrag ist zum Glück etwas weniger attraktiv und führt das Team ins exklusive Sedgewick Hotel. Entweder übernachten dort nur Könige oder die Krone steht für etwas anderes.

15 Sedgewick Krone

Die Vorfälle beschränken sich auf den 12. Stock, wo die Ghostbusters erstmalig auf den grünen Slimer treffen. Um diesen eher harmlosen Fresssack von einem Gespenst einzufangen, richten sie mehr Schaden als Nutzen an. Obendrein raucht Ray auch noch trotz Rauchverbot. Ekelhafte Tabak-Werbung!

16 Raucher

Nachdem alle Kronleuchter im Speisesaal zerstört sind, ist der Schleimteufel endlich eingefangen und die Jungs haben tatsächlich noch die Dreistigkeit, eine Rechnung zu stellen.

17 Geisterjagd

Aber das dekadente Hotel kann es sich ja leisten. Immerhin haben sich die Betreiber schon vergoldete Venusmuscheln in den Wandnischen geleistet.

18 Venusmuschel

Apropos vergoldet. Im nächsten Zusammenschnitt von weiteren Geisterjagten sieht man eine vergoldete Statue, die offensichtlich Prometheus darstellen soll.

19 Prometheus

Die Ghostbusters sind derweil auf Erfolgskurs und erzeugen immer neue Schlagzeilen. Nach den ganzen paranormalen Vorfällen bekommt Ray sogar feuchte Träume von Geistern.

20 Spirituelle Belästigung

Die Auftragslage entwickelt sich dermaßen positiv, dass das Team Zuwachs benötigt. Dieser wird beim Vorstellungsgespräch gefragt, ob er auch an UFOs glaube. Oberflächlich betrachtet hat diese Frage nichts mit dem Berufsbild der Geisterjägers zu tun. Es sei denn, hier wird wieder einmal eine Verbindung zwischen Dämonen und Außerirdischen gestrickt.

Während Neuzugang Winston Zeddemore (Ernie Hudson) die Geisterfallen leeren darf, bringt Peter seiner Lieblingskundin neue Informationen. Zuul ist offenbar ein antiker Dämon, der von den Hethitern, Mesopotamiern und Sumerern angebetet wurde. Der Günstling von Gozer trieb sich also im alten Babylon herum. Die Namen der Dämonen sind natürlich frei erfunden, wichtig ist aber, worauf hier angespielt wird. Zuul und Gozer müssen einfach nur durch babylonische Gottheiten ausgetauscht werden und schon ergibt sich da ein Muster.

Bevor die Geisterjäger ihren größten Auftrag angehen, bekommen sie jedoch Besuch vom Umweltamt. Walter Peck (William Atherton) wirft den Parawissenschaftlern Umweltverstöße vor und tatsächlich platzt ihre Endlagerstätte für Dämonen bald aus allen Nähten. Als wäre das noch nicht schlimm genug, erwachen die dämonischen Steinfiguren auf dem Dach von Danas Gruselbude zum Leben. Übrigens genau in dem Moment, wo die Obelisken auf dem Dach von Blitzen getroffen werden. Das bestätigt natürlich die Theorie, dass diese phallischen Objekte Energieantennen sind.

21 Antenne

22 Energie

23 Erwachen

Kurz darauf bekommt Dana Barrett erneut Besuch von Zuul. Um sie an der Flucht zu hindern, wird sie von drei dämonischen Pranken gepackt, die aus ihrem Sessel kommen. Eine greift sie an die linke Brust, eine andere kommt ihr aus dem Schritt. Ziemlich sexistisch diese Dämonen.

24 Grabschgeist

26 Küchenhund_2

Während Zuul in Danas Körper fährt, crasht der andere Baphomet die Party ihres Nachbarn Louis und ergreift von diesem Besitz. Fortan nennt er sich Vinz Clortho, Schlüsselmeister von Gozer. Diese Szenen gehören zu den gruseligsten des gesamten Films. Und mal ehrlich, die Kreaturen sind das Werk von echten Hardcore-Satanisten.

27 Vinz_1

Baphomet 1

Als Peter erneut Dana besucht, hat diese sich als Lady in Rot verkleidet und gibt sich als Torwächter zu erkennen. Wie es sich für eine Femme Fatale gehört, spielt die besessene Dana die sexuelle Karte. Nur steht Dr. Venkman nicht auf knurrende Succubi, die einen Meter über ihrem Bett schweben. Das wäre jetzt eigentlich der passende Moment für einen Exorzisten.

31 Lady in Rot

30 Lady in Luft

Vinz Clortho belästigt indes Leute auf offener Straße und wird schließlich von der Polizei bei den Geisterjägern abgegeben. Diesen erzählt er von antiken Kataklysmen in Zeiten, zu denen Gozer zuletzt auf Erden weilte. Wie ein Infrarotbild zeigt, ist er von Baphomet besessen.

31 Besessen_1

32 Besessen_2

Passend dazu zitieren Ray und Winston auf der Heimfahrt aus dem Buch der Offenbarung. Das Brechen der sieben Siegel ist eine perfekte Parabel auf das, was Walter Peck am nächsten Morgen vorhat. Als dieser nämlich den Reaktor der Geisterjäger abschalten lässt, hat dies das erste Zeichen der nahenden Apokalypse zur Folge. Die Dämonen brechen aus dem Endlager aus und strömen als Orbs über den Big Apple.

Das gruselige an dieser Szene ist, dass sie stark an einige UFO-Sichtungen rund um den Globus erinnert, bei denen der Himmel jeweils von hellen Lichtbällen bedeckt ist. Es gibt sogar Videoaufnahmen, die zeigen, wie solche Orbs aus einem leuchtenden Riss kommen, bei welchem es sich um einen Dimensionsübergang handeln könnte.

33 Orbattacke

Aufgrund von Pecks arrogantem Verhalten wird New York von Dämonen heimgesucht und zu allem Übel ist auch noch der Schlüsselmeister entkommen. Übrigens gibt es im Illuminati Card Game von 1995 eine Karte, die einen ähnlichen Dämonenangriff ankündigt. Ein solches Szenario ließe sich gewiss mit einer Hologrammshow und Halluzinogenen im Trinkwasser inszenieren.

PlagueofDemons

Die Geisterjäger verpassen die Show jedoch, weil sie inhaftiert werden. In der Zelle erklärt Egon, was es mit dem gruseligen Gebäude auf sich hat, in dem Dana wohnt. Das Dach ist wie eine gigantische Antenne gebaut und er gibt zu bedenken, dass die Eisenkonstruktion dieselbe Telemetriestruktur aufweist, welche die NASA benutzt, um Pulsare aufzuspüren.

Die Verbindung der NASA zu paranormalem Hokupokus ist dabei keineswegs fiktiv, wenn man bedenkt, dass der Raketenwissenschaftler und Satanist Jack Parsons vor jedem Raketenstart okkulte Rituale abgehalten hat. Die wissenschaftliche Mission der NASA ist nur ein Themenfeld, welches für die Öffentlichkeit gedacht ist. Hinter dieser Fassade geht es um Kontakte mit Außerirdischen bzw. extradimensionalen Intelligenzen.

Doch zurück zu dem Gebäude, welches nichts anderes ist als ein Dimensionstor. Der Name des Architekten lautet Igor Szandor, wobei der Nachname eine Anspielung auf den zweiten Vornamen des Church of Satan Gründers Anton Szandor LaVey sein dürfte. Igor Szandor war ein antihippokratischer Arzt und gründete 1920 die Geheimgesellschaft der Gozer-Anbeter. Ob nun Gozer oder Satan angebetet wird, läuft auf dasselbe hinaus, allerdings war LaVey kein Arzt, sondern Organist. Mit dem Beruf wird wohl eher angedeutet, dass viele Ärzte Okkultisten und daher nicht unbedingt vertrauenswürdig sind.

Die Gozer-Anbeter führten jedenfalls bizarre Rituale auf dem Dach ihres Gebäudes durch, welche das Ende der Welt einläuten sollten. Nun, da sich das Ende nähert, fragt sich aber, wo dieser Geheimbund mit seinen über 1.000 Anhängern abgeblieben ist? Müssten die nicht alles daran setzen, die Geisterjäger von ihrem Heiligtum fernzuhalten? Wäre es nicht realistisch, wenn sie gesellschaftliche Schlüsselpositionen wie das Amt des Bürgermeisters besetzt hätten?

Dieser lässt die Ghostbusters stattdessen aus ihrer Zelle holen und küsst erst mal den Ring eines katholischen Kardinals, der wahrscheinlich Jesuit sein dürfte. Seltsamerweise weiß der Kirchenmann keinen Rat und hält den okkulten Zauber sogar für ein Zeichen Gottes. So werden also die Geisterjäger entsandt, die Welt zu retten. Das wird auch höchste Zeit, denn der Schlüsselmeister ist inzwischen beim Torwächter angekommen.

35 Küss den Ring

34 Beine breit

Vor der Ziggurat werden die Geisterjäger erst mal von einer Erdspalte verschluckt, entkommen dem Angriff jedoch. Ob die Gebete der Nonnen und Rabbis vor dem Gebäude wohl etwas genützt haben? Zuul und Vinz hatten derweil schon etwas mehr Spaß und haben sich auf dem Opferalter zwischen zwei Obelisken gepaart. Wie unter Alkoholeinfluss ist auch Sex unter Besessenheit keine gute Idee, da man zuweilen erschrecken kann, neben wem man danach aufwacht. Nun, zumindest Louis dürfte mit dem Ergebnis glücklich sein.

37 Opferaltar

Die Ghostbusters sind inzwischen im 22. Stockwerk angekommen. Diese Zahl an sich ist schon bedeutsam, aber von Danas Apartment geht es noch eine weitere Treppe hinauf. Das Höllentor öffnet sich also auf der Ebene Nummer 23 – die Zahl der Illuminaten, welche für Zerstörung steht.

38 22 plus 1

Leider kommen die Geisterjäger zu spät, denn das Höllentor öffnet sich bereits und die beiden Besessenen verwandeln sich in satanische Kreaturen. Als Zugabe gibt es noch einen roten Himmel. Der steht ja immer wieder im Zusammenhang mit der Apokalypse.

39 Dimensionstor_1

40 Dimensionstor_2

41 Verwandlung_1

42 Verwandlung_2

Das Dimensionstor ist natürlich eine Pyramide mit illuminierter Spitze und wird von zwei weiteren Obelisken flankiert, welche die Säulen Jachin und Boas repräsentieren.

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Bei genauerer Betrachtung ist an einer Wand vor dem Höllentor noch ein Wassermannkopf zu sehen. Hier wird unverhohlen das esoterische Wassermannzeitalter angekündigt, welches durch Gozers alias Satans Ankunft eingeläutet wird.

45 Wassermann

Passend dazu fragt Gozer, ob Ray ein Gott ist. Dieser verneint zunächst, woraufhin Gozer die Geisterjäger mit Machtblitzen zu töten versucht. Okay, der Dämon ist ein Sith-Lord.

46 Gozer

47 Machtblitze

Nach der Attacke meint Winston zu Ray, dass er das nächste Mal auf die Frage, ob er ein Gott sei, mit „ja“ antworten soll. Damit wird wieder mal das esoterische Konzept von der Gottwerdung des Menschen propagiert, was zu dem Hinweis auf das Wassermannzeitalter passt. Gesagt getan setzen sie zum Gegenangriff an, doch Gozer löst sich einfach nur in Luft auf. Offensichtlich ist die Kreatur körperlos, wobei der Hinweis, dass Gozer jede Form annehmen kann, äußerst interessant ist. Der Dämon könnte also auch als Außerirdischer in Erscheinung treten, wenn er das wollte.

48 Gozerposer

Als körperlose Stimme fordert Gozer die vier auf, die Form des Vernichters zu wählen. Venkman nennt dazu als Beispiel den Hochgradfreimaurer Josef Stalin, was wohl kein Zufall sein dürfte. Die Wahl fällt allerdings dank Rays Kindheitserinnerungen auf den Marshmallow-Mann. Dieser trampelt erst mal eine Kirche nieder, was die Zerstörung des Christentums durch den Antichristen versinnbildlichen soll.

49 Kirchenkiller

Mit den Protonenstrahlern können sie das Monster lediglich in Brand setzen. Da die Welt ohnehin unterzugehen droht, entscheiden sich die Geisterjäger, die Ströme der Protonenstrahlen zu kreuzen. Dadurch wird das Höllentor versiegelt, der Marshmallow-Mann wird gegrillt und es gibt eine gigantische Explosion, die eigentlich keiner auf dem Dach hätte überleben können.

50 Gekreuzte Ströme

51 Explosion_1

Dem gutgläubigen Publikum zuliebe überleben es die Geisterjäger aber doch. Sogar Dana und Louis lassen sich aus den Kadavern der Höllenhunde schälen. Warum aber muss Dana dabei stöhnen, als hätte sie gerade den tollsten Orgasmus ihres Lebens gehabt? Wahrscheinlich dem männlichen Publikum zuliebe. Zum Schluss werden die Ghostbusters gebührend gefeiert und Dan Akroyd darf noch mal für Marlboro Werbung machen.

53 Malboromann

Fazit: Was auf den ersten Blick wie eine Komödie wirkt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als extrem Furcht einflößender Horrortrip. „Ghostbusters“ zieht dabei von Freimaurersymbolik über theosophische Esoterik bis hin zum Satanismus wirklich alle Register. Es geht um nichts Geringeres als um die Ankunft des Antichristen, die Apokalypse und das anschließende Wassermannzeitalter. Das Ganze spielt dann auch noch im Big Apple, was ja an sich schon eine Anspielung auf den Sündenfall ist.

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Things to come – Dinge, die lieber nicht kommen sollten

von Shinzon

Herbert George Wells (1866-1946) ist vor allem wegen seiner Werke „Krieg der Welten“ und „Die Zeitmaschine“ bekannt. Während „Krieg der Welten“ der wohl frühste Beitrag zur Blue Beam Agenda ist, treibt „Die Zeitmaschine“ die Zweiklassengesellschaft auf die Spitze. Zudem wird in der 1960er Verfilmung zu letzterem Roman bereits ein dritter Weltkrieg thematisiert.

Der zweite Weltkrieg spielt indes im Auftakt von „Things to come“ eine zentrale Rolle – ein Roman, der passender Weise 1933 erschien. Passend, weil darin der polnische Korridor als Ursache des zweiten Weltkrieges beschrieben wird, was sich später bewahrheiten sollte. Ebenso lag Wells mit dem Kriegsausbruch nur ein Jahr daneben. Im Roman ist es das Jahr 1940, in der Realität 1939.

Weiterhin sagte Wells in „Things to come“ den U-Bootkrieg und Raketen als Kriegsmittel voraus. Vergleichbare Waffen gehörten zwar bereits zum Arsenal des ersten Weltkriegs, eine technologische Weiterentwicklung dieser Waffen war daher nicht überraschend. Dennoch waren Wells Vorhersagen insgesamt betrachtet derart präzise, dass sich die Frage stellt, ob er Kenntnis von den Kriegsplänen der Elite hatte? Unwahrscheinlich ist dies nicht, da er selbst Mitglied in elitären Geheimgesellschaften wie dem Hermetic Order of the Golden Dawn war, dem auch Aleister Crowley angehörte.

Bereits 1936 wurde „Things to come“ verfilmt, wobei Großbritannien in Sachen Spezialeffekte neue Maßstäbe setzte. Die dargebotene Zukunftsvision ist jedoch weniger eine Fiktion als viel mehr die Androhung einer neuen Weltordnung. Auf der Rückseite der DVD liest sich das so: „Eines Tages kommt ein schwarz gekleideter Fremder in einem futuristischen Flugzeug in die Stadt und verkündet das Ende des Elends. Es ist der ehemalige Everytown-Bewohner John Cabal, der mit Gleichgesinnten an einer NEUEN WELTORDNUNG arbeitet. Wird ihm und seinen Komplizen die Wiederherstellung des Friedens gelingen?“

Komplizen ist eigentlich ein negativ besetztes Wort, welches in Zusammenhang mit Verbrechen genannt wird. Es dürfte also klar sein, dass es in dieser Romanverfilmung um keinen echten Frieden geht. Zudem taucht der Begriff der „neuen Weltordnung“ nicht nur in der Beschreibung, sondern auch im Film selbst auf.

Die Handlung spielt in „Everytown“, was frei übersetzt „jede Stadt“ bedeutet. Ein Wortspiel, welches wenig diskret darauf hinweist, dass die ganze Welt von den kommenden Ereignissen betroffen sein wird. Alles beginnt an Weihnachten im Jahr 1940 und was gäbe es für ein schöneres Geschenk, als einen hübschen, kleinen Weltkrieg? Passend dazu bekommen die Kinder Kriegsspielzeug vom Weihnachtsmann, damit auch die Kleinen ihren Spaß daran haben.

Militarismus für Kinder

Immerhin wird die Sinnlosigkeit des Krieges sehr gut auf den Punkt gebracht. Am eindringlichsten ist eine Szene, in der ein abgestürzter Bomberpilot ein kleines Mädchen mit seiner Gasmaske vor dem Giftgas rettet, welches er kurz zuvor noch selbst abgeworfen hat. Er muss erkennen, dass der Feind kein Monster ist, sondern ein unschuldiges Kind. „Things to come“ kann also durchaus als Antikriegsfilm angesehen werden. Doch der zweite Weltkrieg, welcher im Film erst im satanischen Jahr 1966 endet, ist ein beabsichtigtes Problem für die darauf folgende Lösung.

Everytown

Nach dem Krieg liegt die Welt in Trümmern und die Menschheit wird zusätzlich durch eine unbekannte Krankheit gebeutelt, welche die Hälfte aller Kriegsüberlebenden dahinrafft Damit wäre das Ziel der Bevölkerungsreduktion abgehakt. Die Erkrankten rennen wie willenlose Zombies umher und werden auch wie solche abgeknallt.

Die neue Weltordnung ist jedoch noch nicht perfekt. In Großbritannien hat ein grausamer Despot (Ralph Richardson, 1902-1983) die Macht ergriffen. Zunächst dankt man ihm, dass er alle Infizierten der Zombieseuche erschießen lassen und damit alle anderen gerettet hat. In „Star Trek“ gibt es einen ähnlichen Charakter namens Colonel Green, der alle radioaktiv kontaminierten Menschen nach dem 3. Weltkrieg euthanasieren lässt.

Despot

Mitten in diesem schaurigen Szenario landet ein Mann in einer schwarzen Uniform mit einem modernen Flugzeug. Es handelt sich um John Cabal (Raymond Massey, 1896-1983), der schon vor Ausbruch des zweiten Weltkrieges ein entschiedener Kriegsgegner war. Nun gehört er zur Bruderschaft der Effizienz – einer meritokratischen Elite, welche der Welt ihre Ordnung aufzwingen will. Es ist sehr bezeichnend, dass im Zentrum dieser Elite die Familie Cabal steht. Dieser Name, der übersetzt „Kabale“ heißt, weist nämlich überdeutlich auf die politische Intrige hinter der neuen Weltordnung hin.

John Cabal tritt dem Warlord gegenüber und stellt sich ihm als „Wächter über die Welt“ vor. Er gehört also zu den Watchmen, die über allen Dingen stehen. In dieser Funktion stellt Cabal dem Kriegsherrn ein Ultimatum. Als dieser ihn darauf hinweist, dass sein Land ein souveräner Staat ist, antwortet Cabal: „Wir erkennen keine unabhängigen, souveränen Staaten an. Wir wollen sie abschaffen!“

Diese Bemerkung ist schon sehr extrem. Erst werden alle souveränen Staaten als Diktaturen verunglimpft, nur damit in der Folge eine globale Diktatur der vermeintlichen Vernunft als Erlösung angepriesen werden kann. Dass souveräne Staaten auch demokratisch und gerecht sein können, wird geleugnet. Aber wer will schon einen dritten Weg gehen, wenn die Weltherrschaft lockt?

Der Despot lässt sich jedenfalls nicht beeindrucken und lässt John Cabal einsperren. Nach einem weiteren Feldzug, bei dem er neue Ressourcen erobern kann, lässt der Warlord den Gefangenen an seiner eigenen Flugzeugflotte schrauben, während Cabals alter Freund Dr. Harding (Maurice Braddell) Treibstoff und Giftgas produzieren soll.

In aller Heimlichkeit führt die Frau des Despoten, die einen etwas höheren Bildungsgrad besitzt, ein Gespräch mit Cabal. Als sie von ihrem Gatten dabei erwischt wird, versucht sie ihn zur Diplomatie zu überzeugen, da sie die Überlegenheit der Watchmen erkennt. Doch ihr Mann lässt sich nicht überzeugen.

Der Ingenieur Richard Gordon (Derrick De Marney, 1906-1978) ist hingegen schon seit der Ankunft Cabals von dessen Weltanschauung überzeugt. Er schafft es, ein Flugzeug zu reparieren und flieht damit zum Hauptquartier der Bruderschaft der Effizienz in Basra. Allerdings dürfte die Tankfüllung eines alten Doppeldeckers wohl kaum für den Flug von Großbritannien in den Irak reichen. Ein kleiner Logikfehler.

Kein Zufall ist hingegen, dass das Hauptquartier der Wächter im antiken Babylon liegt. Spätesten daran wird offensichtlich, dass das freimaurerische Weltreich, welches hier angestrebt wird, das wieder auferstandene Babylon ist.

Basra

Dank Gordon erfahren die Wächter der neuen Weltordnung von der Festnahme Cabals und schwärmen sogleich davon, da sie nun jemanden haben, an dem sie ihr „neues Friedensgas“ ausprobieren können. Zwar hat der Despot Geiseln, doch das Friedensgas dient nur der Betäubung, sodass es problemlos eingesetzt werden kann. Die Wächter gewinnen die Schlacht um England und damit die Weltherrschaft.

Ein Opfer gibt es allerdings doch: Der Boss ist tot und damit auch die alte Weltordnung. Cabal verkündet vollmundig: „Unsere Arbeit fängt erst an. Denn jetzt müssen wir die Welt neu ordnen!“ Die Menschen beginnen daraufhin mit dem Bau einer gigantischen unterirdischen Stadt. Nur vor wem müssen sie ihr Utopia denn unter der Erde verstecken, wo doch angeblich der Weltfrieden eingekehrt ist? Immerhin sind die Spezialeffekte für die damalige Zeit bahnbrechend.

Subtopia_1

Subtopia_2

Kaum ist das Utopia errichtet, schon werden Stimmen laut, dass diese neue Ordnung nicht besser als die alte sei. Anlass ist der Bau einer Weltraumkanone, die Menschen zu den Sternen schießen soll. Zum Glück hat der Schritt in den Weltraum in der Realität für keine Rebellion gesorgt. Die Menschheit nimmt es im Gegenteil eher gelassen hin. Zudem hat die Menschheit den Sprung in den Weltraum viel eher geschafft, als von H.G. Wells angekündigt.

In dieser Zukunft des Jahres 2036 wird John Cabal als großer Held verehrt und sein Urenkel Oswald Cabal (ebenfalls Raymond Massey) ist der Präsident des Regierungsrates. Sein Gegner ist ein Aufrührer, der das Zeitalter des wissenschaftlichen Fortschritts aufhalten und die Mondkanone zerstören will. Damit werden Kritiker der neuen Weltordnung einmal mehr zu stumpfsinnigen Idioten erklärt, die alles Schöne und Gute gefährden. Leider entspricht dies sogar zumindest teilweise der Wahrheit, wenn man an die christliche Rechte oder radikale Islamisten denkt, welche die Wissenschaft verteufeln.

Oswald Cabal rechtfertigt seine Pläne für die erste Mondlandung, welche als gefährlich erachtet werden, indes mit folgenden Worten: „Leiden an sich ist nicht falsch, wenn es dem einen Ziel dient.“ Hier dringt einmal mehr die menschenverachtende Haltung der Freimaurer durch. Auf der einen Seite verunglimpfen sie Fortschrittsgegner, auf der anderen wollen sie selbst Fortschritt um jeden Preis. An einen für alle Seiten genehmen Mittelweg denken sie gar nicht erst.

Die Massen lassen sich derweil wieder einmal leicht manipulieren und versammeln sich um den Aufrührer. Im Zentrum des Platzes steht ein freimaurerischer Obelisk, welcher wieder einmal zeigt, dass auch der Niedergang der neuen Weltordnung gewollt ist. Die Zeitalter des Erschaffens und Zerstörens sollen sich bis in alle Ewigkeit gegenseitig ablösen, so will es der geisteskranke Dualitätsglaube der Freimaurer.

Subtopia Obelisk

Die Barbarei kehrt dementsprechend zurück, doch bevor sie ihr Werk vollenden kann, gelingt es Cabal die beiden Astronauten, darunter seine Tochter Catherine (Pearl Argyle), zum Mond zu befördern. In der letzten Szene sinniert er darüber, dass die Menschheit immer weiter nach vorne streben und den Weltraum erobern wird. So wie er es sagt, klingt es direkt wie eine Drohung. In einer besseren Gesellschaft als dieser Meritokratie hätte der Fortschritt dagegen wohl nichts Düsteres. Erst die Verdorbenheit der globalen Elite macht den Fortschritt dazu.

Sternenmensch

Fazit: Die Verfilmung von „Thing to come“ gilt als ein Meisterwerk der Filmgeschichte. Doch ähnlich wie bei Metropolis handelt es sich um Propaganda für die neue Weltordnung. In Sachen Symbolik übertreibt es der Film zwar nicht allzu sehr und beeindruckt stattdessen durch atemberaubende Spezialeffekte. Doch die Botschaft kommt in Form von Worten unmissverständlich daher. Jeder Gegner der neuen Weltordnung wird dabei als Extremist, Despot und Vollidiot dargestellt. Es werden die schlechtesten Beispiele für menschliches Handeln herbeizitiert, um die neue Weltordnung zu rechtfertigen.

H.G. Wells kann mit Fug und Recht als einer der größten NWO-Propagandisten bezeichnet werden. Neben „Things to come“ glorifizieren auch andere seiner Werke die neue Weltordnung. Eines seiner Sachbücher von 1939 trägt sogar den Titel „The New World Order“.

In einem weiteren Sachbuch namens „Die offene Verschwörung – Aufruf zur Weltrevolution“ schreibt er ganz unverblümt darüber, wer in der Weltgeschichte welche Ziele verfolgt. Die Pyramide mit Auge auf dem Cover lässt ebenfalls keinerlei Zweifel zu, was der selbsternannte Sozialist Wells Zeit seines Lebens anstrebte. Er vertrat eine stark pervertierte Form des Sozialismus, welcher nur eine scheinbare Aufhebung der Klassengesellschaft zum Ziel hat, während eine meritokratische Elite weiterhin im Hintergrund die Fäden zieht.

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Escape Plan – Wie entkommt man der CIA?

von Shinzon

Seitdem Silvester Stallone und Arnold Schwarzenegger in „The Expandables“ ihren ersten gemeinsamen Auftritt hatten, scheinen die beiden Action-Urgesteine richtig Spaß an der Zusammenarbeit zu finden. Ihr neustes gemeinsames Werk „Escape Plan“ ist dabei keineswegs ein hohler Gefängnisfilm, sondern offenbart einiges über die illegalen Machenschaften der CIA.

Der Film beginnt mit einem Gefängnisausbruch von Ray Breslin (Silvester Stallone), der einen Großteil seines Lebens in US-amerikanischen Kerkern verbracht hat. Allerdings nicht, weil er ein Krimineller ist, sondern weil er dafür bezahlt wird, Sicherheitslücken aufzudecken.

Seinen nächsten Auftrag bekommt er von der CIA-Agentin Jessica Miller (Caitriona Balfe), die ihm 5 Millionen Dollar anbietet. Der Deal entpuppt sich jedoch schnell als Falle. Ray wird gekidnappt und seine Entführer schneiden ihm den Peilsender aus dem Arm. Hokus Pokus Verschwindibus und weg ist er.

Auf dem Flug in seine neue Heimat wird er Zeuge eines Mordes, womit gleich vorab klargestellt ist, dass die CIA es verdammt ernst meint. Dabei hätte eigentlich klar sein müssen, dass man einer Terrororganisation nicht trauen kann. Warum sollte sich die CIA auch für die Sicherheit staatlicher Gefängnisse interessieren?

Die Gefängnisse, die die CIA betreibt, sind indes nicht für gewöhnliche Kriminelle und existieren offiziell gar nicht. Ray landet in einem solchen Foltergefängnis, das zu seinem Leidwesen nach den Angaben aus seinem Handbuch als ausbruchssicher konzipiert wurde.

Neben ihm gibt es eine große Vielfalt von Häftlingen. Einige sind Moslems, was wohl mit Absicht Erinnerungen an Guantanamo Bay wachrufen soll. Andere sind politische Gefangene und zu guter letzt erwirtschaftet sich die CIA ein schwarzes Budget, in dem sie für diverse Auftraggeber Leute verschwinden lässt. Z.B. bezahlt ein Drogenbaron die CIA dafür, seinen Konkurrenten Javed (Faran Tahir) aus dem Verkehr zu ziehen.

Das Schlimme an dieser Situation ist, dass es in der Tat unzählige CIA-Foltergefängnisse rund um den Globus gibt. Allein in Osteuropa sollen es an die 200 sein. Selbst in Ländern der EU, wie etwa Griechenland, bekamen schon politische Häftlinge unangenehmen Besuch von der CIA. In dieser schwarzen Welt existiert kein freiheitlich-demokratischer Rechtsstaat – nirgendwo!

Escape Plan NWO_3

Das Gefängnis im Film ist aber mehr als eine Abrechnung mit den illegalen Methoden des US-Geheimdienstes. Es veranschaulicht zugleich den totalitären Staat in einer neuen Weltordnung, wobei die Bezeichnung „Babylon“ für den Gesellschaftsraum eine ziemlich unverhohlene Anspielung ist. (Stichwort: „Babylonische Gefangenschaft“) Die Insassen stehen stellvertretend für alle Menschen, die nur Nummern im System sind. Sie tragen einen Barcode auf ihrer Kleidung und sind all ihrer Rechte sowie ihrer Privatsphäre beraubt. Die transparenten Zellen symbolisieren dabei den gläsernen Bürger.

Escape Plan NWO_1

Auf der anderen Seite tragen die Wärter Masken, was für einen intransparenten Willkürstaat steht, der dem Volk gegenüber keinerlei Rechenschaft ablegen muss. Zudem sind die Wärter ehemalige Blackwater-Mitarbeiter. Solch skrupellose Söldner sind bereits in Afghanistan und dem Irak auf Menschenjagd gegangen. Nicht auszumalen, wenn man ihnen auch noch die „innere Sicherheit“ anvertrauen würde. Dabei kann sich der Staat stets aus der Verantwortung ziehen, da es sich ja um private Söldner und keine Soldaten im Staatsdienst handelt.

Escape Plan NWO_2

Entkommen kann Ray Breslin diesem menschenverachtenden Regime nur mit Hilfe von Emil Rottmayer (Arnold Schwarzenegger) und Javed. Nachdem Javed bei einer Schießerei getroffen wurde, opfert er sich für die anderen beiden, was höchst interessant ist. Ein Moslem darf in einem US-Film beim Ausbruch aus Guantanamo Bay 2.0 den Helden spielen. Eine ziemliche Klatsche für die US-Regierung sowie deren Militär und Geheimdienste.

Wie zu erwarten gelingt den Charakteren von Stallone und Arnie die Flucht und der Gefängnisleiter findet ein feuriges Ende. Die Dezimierung der Söldnertruppen hat dabei ebenfalls einen gewissen Symbolcharakter. Gewisse Leute dürften diesen Film wirklich hassen.

Das Ende bietet schließlich noch einige Überraschungen. Rottmayer ist nicht der, als der er sich ausgibt und die CIA-Agentin Jessica ist seine Tochter. Er war es, der Breslin in die Falle gelockt hat, damit dieser ihm beim Ausbruch hilft.

Doch wer ist Rottmayer nun? Sein wahrer Name ist Viktor Mannheim, ein gesuchter Cyberterrorist. Eine Art Robin Hood, der den Banken Geld stiehlt, um es den Armen zu geben. Die Banken sind es daher auch, die die CIA bezahlt haben, ihn zu fassen. Irrwitzigerweise hat man dabei Rottmayer gefoltert, um zu erfahren, wo Mannheim ist. Dabei hatte der Gefängnisverwalter ihn die ganze Zeit vor sich. Dumm gelaufen.

Mannheim und Breslin trennen sich indes als Freunde. Immerhin ist es Rays Lebensinhalt, aus Hochsicherheitsgefängnissen auszubrechen und dieses war endlich mal eine Herausforderung.

Fazit: „Escape Plan“ bietet neben reichlich Action und Überraschungen auch einiges zum Nachdenken. Obgleich der totalitäre Polizeistaat thematisiert wird, scheint der Film diesem doch eher ablehnend gegenüberzustehen. Bei den Geheimdiensten dürfte er sogar richtig unbeliebt sein, da er deren Foltermethoden, darunter Waterboarding, an den Pranger stellt.

Babylon 5 – Der Turmbau im All

Wir müssen zugeben, dass „Babylon 5“ eine unserer absoluten Lieblingsserien ist. Sie ist spannend, interessant und wird von Spitzencharakteren getragen.

Nichtsdestotrotz haben wir es hier mit einem Turmbau zu Babel im Weltraum zu tun. Babylon 5 ist dabei die fünfte einer ganzen Reihe von Raumstationen, die zuvor zerstört wurden, wie auch schon das antike Babylon mehrfach zerstört und wieder aufgebaut wurde. Eine Zeitreise, wie sie Babylon 4 durchlebte, war beim antiken Vorbild allerdings nicht dabei.

B5 Station

Auf der Station herrscht natürlich ein babylonisches Sprachgewirr, denn auf Babylon 5 treffen Botschafter, Händler und Reisende aus tausenden Welten aufeinander. Die Serie hebt sich hierbei erfreulich von „Star Trek“ ab, denn es gibt keinen Universalübersetzer, der alles lippensynchron ins Englische übersetzt. Die Botschafter, die des Irdischen nicht mächtig sind, brauchen entweder einen Dolmetscher oder ein entsprechendes Gerät.

Ab der dritten Staffel wächst sich die Serie schließlich zu einem Krieg zwischen Gut und Böse aus. Interessanterweise stellt sich dabei heraus, dass die Vorlonen sich gar nicht so sehr von den Schatten unterscheiden. Zwar vertreten die Schatten die Meinung, dass Krieg der treibende Motor der Evolution ist, während die Vorlonen genetisch in die Evolution anderer Spezies eingreifen. Doch letztendlich zerstören beide Spezies ganze Planeten samt Milliarden unschuldiger Lebewesen.

Der geübte Beobachter weiß, dass hier luziferische Kräfte (Vorlonen) gegen satanische Kräfte (Schatten) antreten. Sie sind jedoch zwei Seiten derselben Medaille und man muss der Serie zugute halten, dass am Ende beide Seiten aus der Galaxis vertrieben werden. Allerdings nicht ihre geistigen Nachkommen, die weiter Unruhe stiften.

Die restlichen Völker versuchen unter der Regentschaft von Präsident Sheridan eine Allianz zu bilden, die den Frieden in der Galaxis sichern soll. Allerdings kommt es immer wieder zu Fällen von Korruption, Plünderung und Grenzstreitigkeiten. Der Turmbau zu Brüssel lässt grüßen, wobei in der Serie allerdings wohl eher die UN gemeint sein dürfte.

Die Produktionsfirma dieser Serie heißt übrigens Babylonian Production Inc., was wohl kaum passender hätte sein können.

Babylonian Productionshttp://www.youtube.com/watch?v=IfJL9cxi7Ck

Die Hure Hollywood

Das Finale von „Babylon A.D.“ (2008) spielt in New York, welches als modernes Babylon gesehen werden kann und neben London eines der wichtigsten Finanzzentren der Welt ist.

Babylon_Poster_2

Das Empire State Building ist übrigens ein moderner Turmbau zu Babel und war zur Zeit seiner Erbauung das höchste Gebäude der Welt. Im Film wird es jedoch von einem noch gewaltigeren Turm in den Schatten gestellt, welcher einer religiösen Sekte gehört.

Babylon_Poster_1

Im legendenären Gangsterfilm „Scarface“ pflegt Tony Montana (Al Pacino), in einem Club namens „The Babylon“ abzufeiern. Hier ist wahrhaftig die Hure Babylon gemeint, denn der Club ist ein von Verbrechern geleiteter Sündenpfuhl. In diesem wird gekokst, gefickt und gemordet, dass es nur so kracht.

Babylon gibt es jedoch nicht nur als Club in Filmen, sondern auch als Hotel in einer gleichnamigen Serie.

Hotel Babylon

"Scarface" (1983)

„Scarface“ (1983)

Lobhymnen auf Babylon

Das antike Babylon wird durch die gesamte Pop-Okkultur hindurch glorifiziert. Covenant, die musikalisch durchaus was drauf haben, nennen gar ihr neustes Album „Leaving Babylon“.

Leaving Babylon

Es gibt zahlreiche Lieder mit dem Titel „Babylon“, die alles von moralischem Verfall bis hin zum Satanismus propagieren. Unser erstes Beispiel stammt sogar von einer Band, deren Mitglieder bekennende Satanisten sind.

Cradle of Filth – „Babalon A.D. (so glad for the Madness)“
(Album: „Damnation and a Day“)

Auszug:

„I walked the walls naked to the moon
In Sodom an Babylon
And through rich whores and corridors
Of the Vatican“

Bravo! Die schaffen es, gleich drei Sündenpfuhle in einem Abschnitt zu nennen. Sodom, Babylon und den Vatikan.

Stratovarius – „Babylon“
(Album: „Episode“)

Auszug:

„A new day is rising in ancient Babylon
Revealing mysteries to see“

(Welche Mysterien da wohl offenbart werden…)

„I can hear you calling me
I am blind but I see“

(Anm.: Blinde, die sehen können, kennen wir auch aus den Fortsetzungen von „Matrix“ und „Dune“)

„Babylon
Your memory haunts me forever
Won’t leave me be
Babylon
Your glory’s stronger than ever“

(…)

„Centuries have passed by
But your memory still lives on
In the minds of those who see“

Eigentlich ist dies einer der bedeutendsten Texte. Das Andenken von Babylon lebt in denen weiter, die sehen können. Bei all der Freimaurersymbolik, die man auf den Albencovern von Stratovarius findet, dürfte wohl klar sein, wer hier die Sehenden sind.

Rainbow – „Babylon“
(Album: „Long live rock ’n‘ roll“)

Auszug:

„A magic carpet ride a genie maybe more
A city of heavenly sin
Sleep with the devil and then you must pay
Sleep with the devil, the devil will take you away
Black gates of babylon

You can see but you’re blind
Someone turned the sun around
But you can see in your mind
The gates of babylon

The devil is me
And I’m holding the key
To the gates of sweet hell
Babylon“

Hier finden wir den Umkehrschluss. Die Masse kann sehen und ist doch blind. Babylon wird derweil als Stadt der Sünde beschrieben und der typische Pakt mit dem Teufel heraufbeschworen.

Therion – „Babylon“

„Babylon your spirit can not die
Paradise for sin and Lust

Mothertown of demons
You had to fall but „thy fallen shall rise“
In the name of our mother
Babalon; Lilith thy whore

Babylon rise from the depths
Ride on the seeds of time
Legends can not die
Live through the visions in our minds

Walking down the ashes
The ashes of unholy domains
Sin and lust were conquered
Symbolized by the tower that fell

Culture of deprivation
Sodomy and sexual obsession
Cults of Baphomet wide spread
A thousand years of pleasure and sin“

Es wird immer besser. Für Therion ist Babylon die „Mutterstadt der Dämonen“, in der „Kulte von Baphomet weit gestreut“ sind und in der „Sodomie und sexuelle Besessenheit“ an der Tagesordnung sind.

Deathstars – „Babylon“
(Album: „Night Electric Night“)

Auszug:

„And in the backstreets
All the demons
Laugh as hell –
They want some more.“

„… From Babylon
And the sights
Will pierce your eyes
Babylon
When nightmares
On both sides
Babylon“

In strict Conidence – „Babylon“
(Album: „Holy“)

Auszug:

„Folgt mir zu den Sternen, helft den Kampf zu bestehen
Wenngleich die Mauern brennen – Babylon darf nicht untergehen“

Edguy – „Babylon“
(Album: „Theater Of Salvation“)

„Time to go back where I belong…
No one can prevent me from
raising towers in Babylon.
Time to go back where I belong…
no one can accuse me
for I do not fear Babylon….“

So viel zu den Lobhymnen. Das folgende Beispiel ist das genaue Gegenteil und soll hier nur der Vollständigkeit halber erwähnt werden, um Missverständnisse zu vermeiden.

Boney M – „The Rivers of Babylon“

Auszug in deutscher Übersetzung:

„Bei den Flüssen von Babylon da setzten wir uns hin
Ja wir weinten, als wir uns an Zion erinnerten

Als der Böse (Anm.: Nebukadnezar II.)
Uns in die Gefangenschaft brachte
Verlangte er von uns ein Lied
Nun, wie sollten wir das Lied des Herren
In einem fremden Land singen?“

Man muss wahrlich kein Genie sein, um zu erkennen, dass hier das Babylonische Exil gemeint ist, in welches die Juden nach der Eroberung Jerusalems durch Nebukadnezar II. verbracht wurden. Es handelt sich also um ein zutiefst religiöses Lied, was den meisten wohl bisher kaum bekannt war.

Es gibt durchaus noch mehr Leute, die die Hure Babylon nicht mögen. Bei genauerer Betrachtung scheint hier ein regelrechter verbaler Krieg zwischen den weißen und den schwarzen Bruderschaften zu toben.

Samy Deluxe – „Weck mich auf“

„Ich bin der Typ, der kurz nach Beginn der Party schon geht,
weil ich nicht feiern kann, solange ich in Babylon leb'“

Leider finden sich bei Samy Deluxe inzwischen vermehrt okkulte Symbole. Vielleicht lebt er einfach schon zu lange in Babylon.

Die Toten Hosen – „Babylon’s burning“

Simpler Text, die Botschaft ist klar…

Und zu guter Letzt wäre da noch der deutsche Reggae-Sänger Gentleman, der einmal bei einem Konzert die folgenden Worte äußerte: „Burn down Babylon… burn down foolishness… burn down ignorance… burn down fascism…“ In folgendem Video hört man es bei 0:45 min.

Der Turmbau zu Babel und die Rolle Babylons

von Shinzon

Babylon war die Hauptstadt Babyloniens, einem antiken Reich, welches im heutigen Irak lag und seine Blütezeit zwischen 1.800 v.Z. bis 100 n.Z. hatte. Die Stadt Babylon wurde im Laufe ihrer Geschichte mehrfach durch verschiedene Völker erobert und im 7. Jh. v.Z. sogar zweimal von den Assyrern zerstört. Im 4. Jh. v.Z. wurde es von Alexander dem Großen erobert, der als Befreier gefeiert wurde und Babylon später zum Hauptsitz seines Reiches machte.

Für Geschichtsinteressierte ist eine nähere Auseinandersetzung mit der vielfältigen Geschichte Babylons sicherlich lohnenswert. Da wir uns jedoch mehr mit der symbolischen Bedeutung im Okkultismus auseinandersetzen, soll dieser kurze Abriss genügen.

Die Beliebtheit Babylons in okkulten Kreisen resultiert vor allem aus der Darstellung der Stadt in der Bibel. Diese ist stark negativ gefärbt und nicht immer historisch korrekt. Von der „Hure Babylon“ ist da die Rede. Laut der Offenbarung des Johannes soll diese in der Endzeit eine tragende Rolle spielen. Im Christentum wird die Hure Babylon als Frau dargestellt, die eine siebenköpfige Bestie reitet.

Die Hure Babylon

Noch bedeutender ist jedoch der Turmbau zu Babel. Der Legende nach forderten die Babylonier damit Gott heraus, weshalb der Turm zu Babel bis heute ein Symbol für Hochmut darstellt. Allerdings glaubten die Babylonier überhaupt nicht an den einen Gott, sondern an eine Vielzahl von Göttern, wie z.B. Marduk. Die Darstellung im Alten Testament kann also gar nicht stimmen. Doch sie geht noch weiter.

Der Bibel nach bestrafte Gott die Arroganz der Babylonier mit dem babylonischen Sprachgewirr. Eine mythologische Erklärung für die Auseinanderentwicklung der Sprachen. Diese fand jedoch schon zuvor und auch später noch ohne Einwirkung Gottes statt. Wir kennen heute eine Vielzahl von Sprachfamilien, wie z.B. die romanischen, germanischen und slawischen Sprachen.

Ursprünglich scheint es allerdings durchaus eine Weltsprache gegeben zu haben. Diese verschwand allerdings nicht erst in Babylon, sondern weitaus früher. Um genau zu sein vor etwa 12.500 Jahren, als das Reich von Atlantis durch die Sintflut unterging. Es gibt inzwischen weltweit Funde einer einheitlichen Schrift, die älter als 13.000 Jahre sind und auf eine globale Hochkultur schließen lassen. Zuweilen ist in diesem Zusammenhang die Rede von Prä-Sanskrit.

Pyramide sanskrit

Doch zurück zum Turmbau zu Babel und damit in eine weitaus spätere Epoche. Die Existenz des Turms wurde 1913 nachgewiesen, als der deutsche Architekt und Archäologe Robert Koldewey dessen Fundament freilegte. Es handelte sich jedoch weniger um einen Turm, als viel mehr um eine Ziggurat. Diese stufenförmigen Bauten ähneln nur entfernt der runden Form, welche durch zeitgenössische Darstellungen des Mittelalters bekannt geworden ist. Zudem war der stufige Turm wohl auch nicht gar so hoch, wie in der übertriebenen Darstellung der Bibel.

Der Turmbau zu Babel

Die Ziggurat wurde über die Jahre mehrfach zerstört und wieder aufgebaut. Zuletzt wollte Alexander der Große sie wieder aufbauen. Im Führjahr 323 v.Z. ließ er die Reste der alten Ziggurat bis auf das Fundament abtragen. Zum Neubau kam es jedoch nicht mehr, da Alexander wenige Wochen später verstarb.

Anhand dessen, was von den Ruinen übrig blieb, wissen wir heute, dass der Turm von Babylon eine Grundfläche von 91,48 m x 91,66 m hatte. Seine Höhe betrug wahrscheinlich 91 Meter und war laut Herodot in 7 und laut Plateaus in 8 Stufen unterteilt. Der legendäre Turm war übrigens bei weitem nicht die einzige Ziggurat und es gibt noch einige wesentlich besser erhaltene Exemplare.

Ziggurat

In okkulten Kreisen ist der Turmbau zu Babel bis heute ein beliebtes Motiv, da er wahlweise einen Affront gegen Gott oder aber die Gottwerdung des Menschen repräsentiert. In der Freimaurerei wirkt der Turm etwas deplaziert, da diese zugleich den Tempel Salamons verehren, der immerhin von den Babyloniern zerstört wurde. Da die Freimaurerei jedoch voll von Widersprüchen ist, sollte es andererseits aber auch nicht allzu sehr verwundern.

Eulenmode aus Babylon

Das Modelabel Babylon Cartel hat eine ganze Eulenkollektion.

Babylon Cartel - Take Care Eule

Beworben wurde diese vor einem ägyptischen Hintergrund. Zwar finden sich beide Symbolwelten in der Freimaurerei wieder, jedoch stammt die Eule der Minerva aus dem antiken Griechenland, während die Ägypter eher einen Faible für Katzen hatten.

Drake - Take Care Eule

Der Typ, der die Klamotten hier zur schau trägt, ist übrigens der Rapper Drake, der schon des Öfteren mit Eulen zu sehen war.

Drake Eulen