Animal World – Ein chinesischer Clown in den Fängen der Mafia

von Joe Doe

Chinesische Filme können inzwischen mit Hollywood konkurrieren. Nicht nur, was die Qualität angeht, sondern auch die okkulte Symbolik betreffend. Ein extremes Beispiel ist „Animal World“, der ein durchaus interessantes Grundkonzept hat, zuweilen jedoch sehr verstörend wirkt. Das liegt vor allem am Protagonisten Zheng Kaisi (Li Yifeng), der als Kind ein traumatisches Erlebnis hatte, während dem ein Clown-Zeichentrickfilm im Fernsehen lief. Seitdem leidet er unter stressbedingten Tagträumen, in denen er selbst zum Clown mutiert.

Der asiatische Prank-Clown nimmt es in seiner Phantasie mit grottenhässlichen Monstern auf. Zuweilen verwandeln sich auch Zhengs Mitmenschen in seiner Phantasie in solche Dämonen.

Da er für einen Kumpel bürgt, der sich mit einem Mafiakredit verzockt hat, bekommt er es bald selbst mit dem organisierten Verbrechen zu tun. Der Mafiaboss Anderson (Michael Douglas) lässt ihm die Wahl, die Schulden für den Rest seines Lebens abzumalochen oder sich auf ein Spiel einzulassen. Die tickende Uhr, die ihm nur wenig Zeit für die Entscheidung lässt, hat die Form eines allsehenden Auges.

Das Spiel findet auf einem Boot mit dem passenden Namen „Destiny“ (Schicksal) statt, welches fernab von jedem Gesetz in internationalen Gewässern kreuzt.

Gespielt wird dort „Schere, Stein, Papier“, allerdings mit Karten. Auf diesen sind Hände in den jeweiligen Gesten zu sehen. Hände mit Augen wohlbemerkt.

Die Spieler, allesamt Schuldner, bekommen jeweils 3 Pentagramme. Die Verlierer müssen eins abgeben, die Gewinner bekommen ihn vom Gegenüber. Ziel ist es, am Ende mindestens 3 Sterne zu haben. Wer schon vor Ablauf der Spielzeit alle Sterne verliert, wird eliminiert. Außerdem müssen bis zum Ende alle Karten verspielt werden.

Für Zheng beginnt und endet das teuflische Spiel am Tisch 6.

Auch sonst ist das Schiff mit allerhand Symbolik ausstaffiert. Im Zentrum steht eine Spielstandsuhr mit Tigerkäfig obendrauf. Getragen wird sie von geknechteten Statuen, welche die Sklaven repräsentieren, die das kapitalistische System tragen. Direkt neben dran befinden sich Überwachungskameras, um keinen Zweifel daran zu lassen, wie sehr die Sklaven kontrolliert werden.

Der Spielmeister steht auf einer Empore deutlich über dem verschuldeten Proletariat. Über ihm ist ein beleuchteter achtzackiger Stern zu sehen.

Auf dem Boden findet sich passend dazu ein Oktagon nebst Schachbrettmustern. Freimaurersymbolik auf Mafiaterrain, die P2 lässt grüßen.

Die Tür, hinter der die Eliminierten verschwinden, wirkt derweil wie das Tor zur Hölle. Nicht ganz grundlos, denn Gerüchten zufolge dienen die Unglücklichen als Laborratten für medizinische Experimente. Vielleicht werden sie aber auch direkt von stinkreichen Perversen geschlachtet, wer weiß das schon…

Zheng sieht auf dem Boot seinen Kumpel wieder und gemeinsam mit einem Dritten bilden sie ein Team, um das Spiel zu ihren Gunsten zu manipulieren. Die mathematische Berechnung macht den einzigen Reiz des Films aus, sofern man auf Mathematik steht. Allerdings geht die Rechnung allzu oft nicht auf, da auch andere Spieler bescheißen und sich der Dritte im Bunde ebenfalls als Betrüger entpuppt.

Um den Stress besser zu verkraften, greift Zheng des Öfteren zur Zigarette. Tabakwerbung scheint inzwischen wieder voll im Trend zu sein. Zuletzt war die Filmindustrie in den 1980ern derart massiv von der Kippenlobby dominiert.

Am Ende überlebt Zheng und kann sogar einen unschuldigen alten Mann von der Schlachtbank retten. Einige Überlebende haben mit dem Spiel nicht nur ihre Schulden getilgt, sondern gehen sogar mit einem Gewinn nach Hause.

Wirklich aus dem Schneider sind sie allerdings nicht. Wer einmal in die Fänge der Mafia geraten ist, bleibt unter stetiger Beobachtung.

Fazit: Optisch hat „Animal World“ viel zu bieten, spannend ist er jedoch nur für Spieler. Das Filmvergnügen wird zudem dadurch geschmälert, dass keine deutsche Synchronfassung vorliegt. Man muss sich den Film schon auf Chinesisch mit deutschen Untertiteln antun. Die okkulten Symbole sowie die grottenhässlichen Monster sind weitere Gründe, diesen Film nicht zu empfehlen.

Yakuza-Mode – Nazis und die Mafia

von Anton Nymous

Yakuza ist nicht nur der Name der japanischen Mafia, sondern auch ein Klamottenlabel, welches sich vor allem in Naziläden zwischen Thor Steinar und Brachial finden lässt. Das kommt nicht von ungefähr, denn Markus Eisold und Bertram Krause, die das Label 2004 in Bautzen gegründet haben, sind bestens mit der Neonaziszene vernetzt. So soll Eisold laut Szene-Insidern Anfang der 2000er Mitglied der sächsischen Hammerskin-Sektion „East Saxon Hammerskins“ gewesen sein. Die extrem brutale Gruppierung wurde 1993 von Mirko Hesse ins Leben gerufen, gegen den daraufhin wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung ermittelt wurde.

Auf dem PC von Hesse sollen Polizeiermittler weiterhin auf ein Foto von Eisold gestoßen sein und darüber hinaus hat er seinen Kumpel im Knast besucht, was definitiv über eine oberflächliche Geschäftsbeziehung hinaus geht. Die Tatsache, dass er Hesse das Hammerskin-Logo (zwei überkreuzte Hämmer) tättowiert hat, spricht ebenfalls dafür, dass er wusste, in welche Kreise er sich begibt.

Auffällig ist weiterhin, dass es immer wieder aktive Neonazis sind, die mit ihren Läden zur Verbreitung der Marke beitragen. Der offizielle Weiterverkäufer in Tschechien, Tomáš Marek aus Plzen, ist ebenfalls ein Rechtsextremist und Bassist der Rechtsrock-Band „Conflict 88“. Zwar werden Yakuza-Klamotten aufgrund ihrer martialischen Motive auch außerhalb der rechten Szene von geschmacksverirrten Vollpfosten getragen, aber ihre größte Verbreitung haben sie nicht zufällig unter Faschisten und Hooligans.

Quelle

Das Ganze ist schon reichlich befremdlich, denn immerhin fordern die extremen Rechten mit Nachdruck die Abschiebung von kriminellen Ausländern. Gleichzeitig tragen sie aber den Namen einer ausländischen Mafia-Organisation. Aber okay, sie fordern ja auch die Todesstrafe für Kinderschänder, während es in ihren Reihen von Päderasten nur so wimmelt. Die Faschisten waren in der Umsetzung ihrer Forderungen noch nie besonders konsequent, außer wenn es um Gewalt gegen Migranten, Linke, Juden, Homosexuelle usw. geht.

Die alles entscheidende Frage ist nun, wie die Rechtsextremisten ausgerechnet auf Yakuza kommen und warum selbige ihnen noch längst nicht die Finger abgeschnitten und sie davon gejagt hat? Dafür gibt es eigentlich nur eine Erklärung, wobei Verbindungen zum organisierten Verbrechen nun wirklich keine Überraschung wären.

Ein Zufall ist das alles wohl kaum, denn die Modemarke verwendet wissentlich die Codes der japanischen Mafia, darunter die Zahl 893. Diese Zahlenkombination stammt aus dem Kartenspiel Oicho-Kabu und gilt als wertlos, was dem Selbstverständnis der Mafiamitglieder entspricht. Ya-Ku-Za ist die japanische Aussprache dieser Zahlen.

Weiterhin fallen einige der Motive der Yakuza-Klamotten auf. Da wird u.a. offen Kokainkonsum propagiert, was geradezu aberwitzig ist, angesichts dessen, dass sich Rechtsextremisten permanent über Ausländer aufregen, die mit Gras dealen. Der Knaller schlechthin ist jedoch ein T-Shirt mit dem Motiv „Mexican Cartel“. Dieses wirbt ganz offen für die schlimmsten Drogenkartelle der Welt, die massenhaft Menschen entführen und töten. Was das mit der Yakuza zu tun hat? Solche Kartelle sind Zulieferer sämtlicher Mafias.

Auffällig an diesem T-Shirt ist weiterhin das „X“ zwischen „Mexican“ und „Cartel“ sowie der offensichtliche Totenkult. Gerade in Mexiko gehen Drogenhandel und Satanismus oft Hand in Hand, wie der Sektenführer und Drogenboss Adolfo Constanzo (1962-1989) unter Beweis stellte. Schädel und gekreuzte Knochen dominieren die Yakuza-Motive regelrecht.

Zuweilen finden sich die Schädel auch in Hexagonen wieder. Natürlich drei an der Zahl, was eine verschlüsselte 666 darstellt.

Es handelt sich mit Sicherheit um keinen Zufall, was weitere Motive belegen. Darunter ein Schädel mit der Schlange Luzifer.

Immer noch nicht offensichtlich genug? Der Teufel höchstpersönlich dürfte alle Zweifel ausräumen, dass es sich hier um Nazi-Mafia-Satanisten handelt. Da kommt so ziemlich alles Böse zusammen.

Baphomet ist ebenfalls nicht weit, wenn auch mit einer Schweinemaske getarnt. Schweinereien gehen dabei vor allem in Baphomets Schrittbereich ab, wo ein Typ dem Teufel an der Pflaume leckt.

Horrorclowns dürfen natürlich ebenfalls nicht fehlen.

Und zu guter Letzt verstößt die Marke auch noch gegen Urheberrechte, indem dreist „Howard the Duck“ aus Marvels Cinematic Universe abgedruckt wird. Wenn es schon keinen Ärger mit der Mafia gibt, dann vielleicht irgendwann mit Disney, denn dieses Studio hat bestimmt keinen Deal mit kleinkriminellen Naziganoven.

Saltatio Mortis auf Zirkustour

Das Cover des neuen Saltatio Mortis Albums „Zirkus Zeitgeist” zeigt einen hässlichen Clown mit freimaurerischem Zylinder, auf dem ein Kirchturm und ein Minarett stehen. Rechts auf der Halskrause läuft ein weiterer Freimaurer mit Zylinder und links steht eine Himmelsleiter.

Saltatio Mortis - Zirkus Zeitgeist

Die Bandfotos sind auch nicht besser. Sie zeigen die komplette Truppe als Clowns. Einer hat dabei wieder einen Zylinder auf und ein Pentagramm ums Auge. Ein anderer betont sein linkes Auge mit einem Schachbrettmuster und der Typ hinter ihm trägt ein schwarz/weiß gestreiftes Shirt. Als Zugabe gibt es links im Bild noch einen Schädel mit gekreuzten Knochen und einen achtzackigen Stern darüber. Zu guter Letzt sieht man im Hintergrund eine Skyline mit zwei rauchenden Türmen rechts im Bild.

Saltatio Mortis Clowntruppe

Videoanalyse: Moonspell und der böse Wolf

Die portugiesische Gothic Metal-Band Moonspell kann gleich mit mehreren Songs zum Thema (Wer)Wölfe aufwarten. Bereits auf ihrem Debütalbum „Wolfheart“ finden sich u.a. Songtitel wie „Full Moon Madness“ und „Wolfshade“.

Moonspell - Wolfheart

Weitere Titel zum Thema sind „Wolves From The Fog“ und „Lickanthrope“. Das Video zu letzterem Song ähnelt dem Film „Red Riding Hood“ und macht ebenfalls aus dem Märchen „Rotkäppchen“ eine Werwolfsgeschichte. Bezugnahmen auf das Märchen der Gebrüder Grimm gibt es dabei sowohl in Wort als auch in Bild.

„Little red riding hood
Godspeed, prostitute”

01 Rotkäppchen

Rotkäppchen sucht offenbar einen Hellfire Club auf, in dem direkt neben leicht bekleideten Tänzerinnen ein kleiner, nackter Junge angeboten wird. Eine sehr direkte Anspielung auf rituellen Kindesmissbrauch.

02 Abuse

Unter dem pentagrammartigen Bandlogo gibt es weitere Unzucht. Dabei erscheint kurz ein Regenbogen, der von Luzifers Präsenz kündet. Da Luzifer in der okkulten Astrologie mit dem Planeten Venus assoziiert wird, heißt es im Text entsprechend:

„Under the stars, under Venus”

03 Pentagrammunzucht

In der abgeschmackten Spelunke begegnet Rotkäppchen zudem einem einäugigen Mann…

04 Einauge

…und zwei dämonischen Clowns.

05 Evil Clowns

An der Wand hängt hinter einer Tänzerin eine Sense – Symbol für den Grim Reaper.

06 Sense

Dem Tod läuft Rotkäppchen einen Tisch weiter über den Weg, wo ein paar Idioten russisches Roulette spielen.

07 Russisch Roulette_1

08 Russisch Roulette_2

Kurz vor dem Höhepunkt des Videos begegnet die Lady in Rot dem Betreiber der Spelunke. Dieser ist ein Reptiloid, wie man unschwer an seinen spitzen Zähnen erkennen kann.

09 Repto

Nachdem das geklärt wäre, kommt endlich Sänger Fernando Ribeiro zum Zug. Das umgedrehte Pentagramm am Hals sagt eigentlich schon alles über dessen Gesinnung.

10 Satanist

Er passt also perfekt in die Rolle des Werwolfs.

11 Verwandlung_1

12 Verwandlung_2

Rotkäppchen gerät ihm allerdings zur Femme Fatale, die ihn kurzerhand köpft. Also nix mit:

„Ride the bitch to ecstasy
Can’t go wrong, lickanthrope!”

13 Enthauptung_1

14 Enthauptung_2

Fear and Loathing in Las Vegas – Ein schlechter Trip ins Reptoland

von Joe Doe

„Fear and Loathing in Las Vegas“ (zu Deutsch „Angst und Abscheu in Las Vegas“) ist eine Romanverfilmung aus dem Jahr 1998. Was allgemein als Kult gilt, ist bei genaurer Betrachtung ein fieser Drogentrip, der teils autobiografische Züge aufweist. So ist die Hauptrolle Raoul Duke ein Alter Ego des Romanautors Hunter S. Thompson (1937-2005) und die Buchvorlage erschien im selben Jahr, in dem die Handlung spielt.

1971 wird der Sportjournalist Raoul Duke (Johnny Depp) in die Wüste bei Las Vegas geschickt, um über ein Offroad-Rennen zu berichten. Begleitet wird er von seinem Freund, dem Rechtsanwalt Dr. Gonzo (Benicio del Toro). Der Übergang von den 1960 zu den 1970ern war in den USA von der Hippie-Bewegung geprägt, welche mit freier Liebe und allen möglichen Drogen herumexperimentierte. Ähnliches machen auch die beiden Protagonisten durch.

Schon auf der Hinfahrt sind die beiden total breit und werden somit zu einer Gefahr für den Straßenverkehr. Raoul ist dermaßen zugedröhnt, dass er glaubt, von Fledermäusen attackiert zu werden. Die Flattermänner könnten als Anspielung auf Vampirismus verstanden werden und tatsächlich sieht man schon in dieser Szene das erste Blut an Gonzos Hals.

02_Fledermäuse

Bei einem kurzen Halt folgt sogleich eine Auflistung der mitgeführten Drogen, welche von Gras über Meskalin, Acid, Kokain, Äther, Poppers bis hin zu diversen Sorten Alkohol reicht. Bei einem weiteren Stopp nehmen die beiden Junkies einen Anhalter mit, der ein fieses Mickey Maus T-Shirt trägt. Ein Verweis auf die abartigen Abgründe von Disney, wo Drogen zur Hirnwäsche von Kinderstars eingesetzt werden.

04_Mickey Man

Es folgt eine kleine Rückblende, die zeigt, wie Raoul in einem Hotel seinen Arbeitsauftrag bekommen hat. Bei der Abfahrt steht ein Engel mit einem flammenden Schwert vor dem Hotel, der den Beginn des mythologischen Abstiegs in die Hölle markiert.

05_Engel

Noch bevor die Reise so richtig losgeht, gibt es auch schon das erste Menschenopfer. Der Verkehrstote geht dabei offensichtlich auf das Konto einiger zugedröhnter Hippies.

06_Unfallopfer

Am Abend wechseln die zwei Protagonisten noch schnell ihr Auto. Sie tauschen eine blaue Schrottkiste gegen ein rotes Cabriolet, was ihren Aufstieg von der Johannesfreimaurerei in die hohen Grade des schottischen Ritus andeutet.

07_Blau zu Rot

Blau/weiß/rot ist auch die US-Flagge, die Raoul auf Meskalin schwenkt. Besser kann man nicht zum Ausdruck bringen, dass der ganze Drogenrausch vom Staat gewollt ist.

08_Captain America

Der Kampf gegen die Drogen ist nur ein vorgespieltes Theater für die anständigen Bevölkerungsteile und trifft in erster Linie weiche Drogen wie Marihuana.

09_Hanfblatt

Die ersten Eindrücke, die man von Las Vegas zu sehen bekommt, sind ein erleuchtetes Hexagramm und ein umgedrehtes Pentagramm.

10_Hexagramm

11_Pentagramm

Raouls Eindrücke sind jedoch völlig andere. Zunächst verwandelt sich die Empfangsdame im Hotel in eine Muräne.

12_Muräne

In der Hotelbar sieht der Junkie schließlich nur noch Reptiloide, die ziemlich blutrünstig und sogar kannibalisch veranlagt sind. Interessant daran ist, dass Drogenopfer tatsächlich immer wieder davon berichten, reptiloide Wesen wahrzunehmen. Es ist fraglich, ob es sich dabei nur um Halluzinationen handelt oder um eine erweiterte Wahrnehmung.

13_Reptos_1

14_Reptos_2

15_Reptos_3

16_Reptos Cannibalis

In der Tat könnte es in Las Vegas von Reptiloiden und anderen Aliens nur so wimmeln, denn Area 51 liegt direkt um die Ecke. Glaubt man zudem einigen zweifelhaften Quellen, ist das Hoheitszeichen der Draco ein achtzackiger Stern und den finden wir wo? Richtig, am Ortseingangsschild des Sündenpfuhls!

17_Las Vegas Stern

Nach dem Reptiloidentrip geht es erst einmal ab ins Hotelzimmer. Dort hält Raoul den Fotografen, der die Fotos für seinen Artikel knipsen soll, für einen Soldaten, weil im Fernsehen gerade eine Reportage über den Vietnamkrieg läuft. Am nächsten Morgen hat er seine Paranoia schließlich überwunden und geht mit Gonzo zum Motorradrennen. Überall hängen Wimpel mit Schachbrettmustern, was im Motorsport zwar nichts Ungewöhnliches ist, aber gerade deswegen den tatsächlichen Einfluss der Freimaurer auf dieses Geschäft offenbart.

18_Schachbrettrennen

Mitten im Rennen glaubt sich Duke abermals mitten in einer Kriegssituation. Aber egal, der Tag ist schnell vorbei und es wartet eine weitere Nacht voller Drogentrips in Vegas. Zur Tour gehört auch ein Zirkus, den man durch den Rachen eines grusligen Clowns betritt.

19_Evil Clown

Schon am Eingang des Zirkus’ geht einiges schief und Raoul wird von einer Gruppe Rotarier umgehauen.

20_Rotarier

Drinnen gibt es das nächste Hexagramm in Form eines Glückrades, vor dem ein weiterer hässlicher Clown steht.

21_Clown Hexagramm

Einige Clowns sind sogar direkt dämonisch und haben Teufelshörner.

22_Satanic Clowns

23_Enter Hell

Die Schlange Luzifer ist ebenfalls nicht weit und verführt Eva zur Sünde.

24_Sins of Eve

An diesen Trip werden sich Duke und Gonzo gewiss noch lange erinnern.

25_A trip to remember

Am nächsten Tag hängen die beiden abwechselnd im Fahrstuhl, im Kasino und in ihrem Zimmer 601 ab. In Letzterem hängt eine kuriose Wandleuchte. Die eine Glühbirne ist blau und zeigt nach oben, die andere ist rot und weist nach unten. Das ist wieder einmal die typischen Blau/Rot-Symbolik gepaart mit dem Prinzip „Wie im Himmel, so auf Erden“. Das ganze Arrangement ist obendrein in einer erhobenen Faust aus Rasierschaum platziert.

27_Gonzo Fist Lampe

Raoul findet seinen Kumpel in der Badewanne, wo er gerade einen Acid-Trip durchlebt. Um zu verdeutlichen, welch Teufelszeug das ist, macht Gonzo mit beiden Händen den Baphomet.

28_Baphomet in Badewanne

Um trotz all der schlechten Trips etwas Schlaf zu bekommen, sperrt Duke seinen Kumpel im Bad ein. Als er endlich weggetreten ist, träumt er von seiner Vergangenheit, wie er in den 60ern in den Drogensumpf abgerutscht ist. Er erinnert sich, wie er sich auf einer Toilette LSD rein gepfiffen hat. Auf dem Spiegel klebt ein Sticker mit der Aufschrift „Matrix“, was wieder einmal auf den fragwürdigen Bezug zur Realität anspielt.

29_Matrix

Die Wände sind mit den damals üblichen Todesrunen geschmückt. Unten links findet sich zudem ein Schachbrettmuster, welches den Übergang in die durch Drogen induzierte Scheinwelt ankündigt.

30_Schachbrett LSD

Ein umgedrehtes rotes Pentagramm ist ebenfalls nicht weit und verdeutlicht die satanische Agenda hinter dem zügellosen Drogenkonsum.

31_Satanic Pantagramm

Nach dem Traum von seiner Zeit in San Francisco schafft es Raoul tatsächlich, sich hinter die Schreibmaschine zu setzen und den Artikel anzufangen, für den er eigentlich nach Las Vegas gekommen war. Ohne etwas satanische Inspiration schafft er es dann aber doch nicht.

32_Duke Baphomet

In seinen Erinnerungen taucht indes ein Hells Angel inmitten all der Hippies auf. Da weiß man gleich, wer ihm die schlechten Trips verkauft hat und natürlich hat es mal wieder mit der Hölle zu tun.

33_Höllenengel

Am nächsten Morgen wacht Raoul Duke mit einer Waffe in der Hand und einer umgedrehten Sig-Rune auf der Stirn auf. Offenbar ist er unfähig, sich daran zu erinnern, wie es dazu gekommen ist.

34_Sighead

Als Duke feststellt, dass Gonzo verschwunden ist und die Hotelrechnungen explodiert sind, flüchtet er Hals über Kopf aus Vegas. Er begibt sich auf den Weg nach Los Angeles, von wo aus Gonzo ihm ein Telegramm geschickt hat. Auf dem Highway wird er von der Polizei angehalten, doch obwohl er völlig stoned ist, hat er Glück und der Polizist empfiehlt ihm lediglich, einen Rastplatz aufzusuchen und sich auszuruhen. Als Raoul an einem Schrottplatz mit Telefonzelle ankommt, ruft er erst einmal Gonzo an, der sich in einem Büro voll von okkulten Symbolen aufhält.

35_Anwaltsbüro

Dukes Weg führt ihn schließlich zurück nach Las Vegas. Inzwischen fährt er ein weißes Cabrio, womit die Farben Blau, Weiß und Rot komplett abgedeckt wären. Wieder in der Casinooase angekommen checkt der Drogenbaron kurzerhand in einem anderen Hotel ein. Ironischerweise findet in diesem eine Konferenz über Narkotika und gefährliche Drogen statt. Auf dieser wimmelt es selbstverständlich von Drogenfahndern.

36_Weißes Cabrio

Im Hotelzimmer wartet bereits Gonzo mit einem jungen Mädchen namens Lucy (Christina Ricci). Der Name spielt natürlich auf den Beatles Song „Lucy in the Sky with Diamonds“ (kurz „LSD“) an. Der Spaß bekommt hier aber noch eine ganz andere Dimension, denn die Schauspielerin war im Produktionsjahr 1997 erst 17 Jahre alt und damit noch minderjährig. Obendrein wirkt sie noch um einiges jünger, was die ganzen sexuellen Belästigungen durch die beiden Protagonisten umso widerwärtiger macht.

37_Minderjährige

Während Gonzo Lucy mit Drogen gefügig macht, denkt Duke darüber nach, sie zu prostituieren. In Anbetracht der Tatsache, dass in Hollywood schon wiederholt Kinderstars einer Hirnwäsche unterzogen und anschließend sexuell missbraucht worden sind, ahnt man nichts Gutes in Bezug auf Christina Ricci. Johnny Depp dürfte dabei als ehemaliger Kinderstar, der im Verdacht steht, MPS (multiple Persönlichkeitsstörung) zu haben, nur allzu gut wissen, was er in seiner Rolle als Raoul Duke für abartige Scheiße labert. Hollywood lässt seine dunkle Seite in diesem Film ganz offen raushängen.

Nachdem die beiden Möchtegernzuhälter Lucy wieder losgeworden sind, wagen sie sich auf die Anti-Drogen-Konferenz. Wer nun glaubt, auf der Gegenseite stünden die Guten, sollte einen Blick auf deren Logo werfen. Dort findet sich eine Hand, die eine Fackel hochhält.

38_Fackel

Nach der Konferenz meldet sich Lucy telefonisch, woraufhin die beiden Sexualstraftäter sich bereits in Ketten vor Gericht sehen. Der Gerichtssaal hat bei genauerer Betrachtung einen Schachbrettboden.

40_Sexualstraftäter

39_Anklage

Statt nun endlich die Reißleine zu ziehen, werfen sich die beiden Schweine den nächsten Trip ein. Gonzo gibt dabei zu bedenken, dass er das Zeug von Satanisten bekommen hat. Offensichtlicher geht es nun wirklich nicht mehr und das betrifft auch die Symbolik. Gonzo trägt nämlich nur einen Handschuh und verabreicht seinem Kumpel die Drogen mit der linken Hand.

41_Koks zur linken Hand

Wohin der Pfad zur linken Hand führt, dürfte klar sein. Was nun folgt, ist Satanismus in Reinkultur. Zunächst bekommt Gonzo Reptilienaugen, doch im Gegensatz zu den Reptilien zu Beginn des Films ist dies eine Andeutung von dämonischer Besessenheit.

42_Reptilienaugen

Als nächstes wachsen Gonzo Hörner und schließlich verwandelt er sich komplett in einen Baphomet, inklusive weiblicher Brüste.

43_Benicio devil Toro_1

44_Benicio devil Toro_2

Das gruselige Drogenritual findet in einem Hotelzimmer statt, dessen Wände ein Schachbrettmuster aus Spiegeln aufweisen. Das sind gleich zwei Symbole für einen Dimensionsübergang in einem. Und die Dimension, in die Duke gerade gezogen wird, ist selbstverständlich die Hölle.

45_Spiegelschachbrett

Am nächsten Morgen ist dieses Ambiente mit Blut verschmiert, als wäre Satan persönlich erschienen und hätte ein Menschenopfer in Stücke gerissen.

46_Schalchthaus

Irgendwer scheint zu Tode gekommen zu sein, denn im Zimmer findet sich neben all den Spuren von Gewalt auch ein kleiner Friedhof.

47_Gräber

Raouls Transformation scheint nach diesem Trip jedenfalls abgeschlossen, denn er trägt nun einen Reptilienschwanz.

48_Reptoschwanz

Der freimaurerische Charakter dieser satanischen Orgie wird durch einen großen lila Elefanten unterstrichen, der eine Shriner-Mütze trägt. Diese typische rote Mütze kam im Film schon einmal bei den Rotariern vor.

49_Shriner Elefant

Als Duke den nächsten Raum betritt, findet er dort seinen Kumpel, der einen Spiegel zerschlägt. Dies könnte für den von Drogen zerstörten Geist der beiden stehen, aber ebenso gut könnte es sich um eine Anspielung auf die multiple Persönlichkeitsspaltung von Johnny Depp handeln.

50_Zerbrochener Spiegel_1

51_Zerbrochener Spiegel_2

Als die zwei Junkies wieder einigermaßen zu sich kommen, hat Gonzo das Zimmermädchen am Wickel, welches zufällig in die Szene geplatzt ist. Ihr Name ist Alice, was wohl eine Anspielung auf das Drogenmärchen „Alice im Wunderland“ sein dürfte. Die beiden versuchen, die Putzfrau einschüchtern und überzeugen sie tatsächlich davon, dass sie Drogenfahnder seien. Wenig glaubhaft bei dem, was sich so im Zimmer findet.

52_Marijuana

Nachdem die abgestiegenen Meister ihren Trip noch einmal Revue passieren lassen haben, gehen sie in ein Schnellrestaurant, wo Gonzo die Bedienung sexuell belästigt. Die Frau trägt ein Christenkreuz, weshalb sie wohl nicht zufällig als Opfer ausgesucht wurde.

53_Sexuelle Belästigung

Am darauf folgenden Tag reisen die beiden ab. Auf dem Weg zum Flughafen begegnen sie noch einmal Lucy und fahren mehrmals an einem Schuppen namens „Blue Angel“ vorbei. Möglicherweise könnte dies bedeuten, dass Raoul und Gonzo Engel hätten sein können, wenn sie sich auf die blauen Grade beschränkt hätten.

54_Blue Angel

Nachdem Duke seinen Anwalt am Flughafen abgeliefert hat, kehrt er noch einmal ins versiffte Hotelzimmer zurück, bevor auch er Las Vegas verlässt. Auf dem Weg nach LA fährt er an einem Schild der fiktiven Gemeinde „Fear and Loathing“ vorbei, die 1971 gegründet wurde. Das Ortsausgangsschild wird durch einen Stierkopf und ein Lions Club Logo geziert.

55_Lions Club

Fazit: „Fear and Loathing in Las Vegas“ ist mitnichten eine Komödie, die zeigt, wie lustig Drogentrips sein können. Es handelt sich auch nicht um Kult, sondern maximal um Okkultismus. Im Kern geht es um die Initiation von Johnny Depp und Benicio del Toro in die höchsten Grade der Freimaurerei des schottischen Ritus. Die Bezüge der Hochgradfreimaurerei zum Satanismus sowie die Rolle harter Drogen bei den Ritualen werden dabei mehr als offensichtlich gezeigt. An der Spitze der Machtpyramide stehen offensichtlich die Reptiloiden, auf die gleich mehrmals Bezug genommen wird.

Weiterhin werden die freimaurerischen Serviceclubs Rotary und Lions International namentlich erwähnt. Die Verbindungen zu den Shriners sind ebenfalls erkennbar und bei der Symbolik wird so ziemlich die komplette Palette aufgefahren. Am bedenklichsten sind jedoch die unverhohlenen Anspielungen auf sexuellen Missbrauch von Minderjährigen. Alles in allem ist dieser Film absolut krank und widerwärtig!

Ob der Autor der Romanvorlage, Hunter S. Thompson, ebenfalls aus rituellen Gründen Drogen konsumierte oder einfach nur ein Junkie war, ist nicht überliefert. Er beging am 20. Februar 2005 mit einem Kopfschuss Selbstmord. Gemäß seinem letzten Wunsch wurde auf seiner Farm in Woody Creek eine 46,6 Meter hohe Gonzo-Faust aus Stein errichtet, welche einen Peyotekaktus hält. Diese Kakteengattung enthält psychotropes Meskalin, was ähnlich wie LSD wirkt.

Gonzo Fist

In dem Monument war eine Kanone integriert, mit der Thompsons Asche in die Luft geschossen wurde. Finanziert wurde der ganze Spaß von Johnny Depp, der die Kanone auf Thompsons Beerdigung eigenhändig abfeuerte. Offensichtlich stand er dem realen Vorbild seiner Rolle des Raoul Duke sehr nahe und teilt dessen Ansichten zur Drogenthematik. Im Film trägt Depp übrigens nicht die übliche blaue Brille, die ihm als Farbtrigger dient. Der Grund, warum er in „Fear and Loathing in Las Vegas“ eine gelbe Brille trägt, ist ganz einfach der, dass Thompson im realen Leben Brillen mit dieser Farbe bevorzugte.

The Cabin in the Woods – Rituelle Menschenopfer

von Joe Doe

Für Dana (Kristen Connolly) und ihre Freunde Jules (Anna Hutchison), Curt (Chris Hemsworth), Holden (Jesse Williams) und den stets kiffenden Marty (Fran Kranz) sollte es einfach nur ein entspannter Urlaub werden. Doch ihr Ziel, eine Hütte im Wald (engl. „Cabin in the Woods“), stellt sich als präparierte Freakshow heraus.

Der Film beginnt jedoch nicht mit den Jugendlichen. Stattdessen werden gleich zu Beginn die Experimentatoren vorgestellt, womit der Spannungsaufbau futsch ist. Die Zuschauer wissen bereits, mit wem es die Teenies zu tun bekommen werden.

Die Experimentatoren wirken zunächst wie CIA-Wissenschaftler, die eine psychologische Studie durchführen. Dazu würde passen, dass sie ihre Opfer bereits im Vorfeld mit Geheimdienstmethoden ausspähen und gezielt in die Falle locken.

Diese besteht nicht nur aus der Hütte, sondern aus einem ganzen Waldareal, welches durch ein Kraftfeld abgesichert ist. Dieses Kraftfeld besteht aus Hexagonen, deren okkulte Bedeutung später noch offensichtlich wird.

Hexagonnetz

Sowohl in der Hütte als auch im Wald wimmelt es von versteckten Kameras und technischen Spielereien, mit denen die Situation unter Hinzugabe von Pheromonen und dergleichen in bestimmte Richtungen gesteuert werden kann. Bis hier hin wirkt alles noch wie ein Psychospiel und es kommen einem sogleich Filme wie „Experiment Killing Room“ in den Sinn. Doch „The Cabin in the Woods“ geht eigene Wege.

Big Brother Show

Nachdem bereits einige Anspielungen auf einen religiösen Hintergrund der Freakshow gefallen sind, werden die Jugendlichen von den Experimentatoren in den Keller gelockt. In diesem entdecken sie diverse Artefakte, mit denen sich spezifische Gegner aktivieren lassen. Die Wahl treffen dabei die ahnungslosen Teenies, während tief unter der Erde die Experimentatoren Wetten darauf abschließen, auf welche Gegner die zufällige Wahl fallen wird. Hier beginnt die Story allmählich richtig krank zu werden, denn derartiges Verhalten lässt jegliche Professionalität vermissen.

Wette

Als Dana eine Beschwörungsformel aus einem ziemlich abartigen Tagebuch vorliest, werden Zombies entfesselt, die Jagd auf die Jugendlichen machen. Aus dem Psychofilm wird vorübergehend ein Teenie-Slasher vom Kaliber des „Texas Chainsaw Massacre“ oder „Freitag der 13.“. Dabei werden auch noch sämtliche Klischees dieses Genres erfüllt. Regel Nr. 1: Wer Sex hat, stirbt. So erwischt es Jules gleich als erstes.

Opferhure

Kurz nach ihrem Ableben nimmt der Film die nächste Wendung, denn Jules’ Blut wird aufgefangen und einem Wandrelief zugeführt. Selbiges geschieht auch mit dem Blut der anderen Opfer und es wird immer wieder von einem Ritual gefaselt.

Blut muss fließen_1

Blut muss fließen_2

Es geht also gar nicht um ein psychologisches Experiment, sondern um ein satanistisches Menschenopfer. In diesem Kontext ergeben die blutrünstigen Ritualdarstellungen im Vorspann plötzlich einen Sinn.

Vorspann_1

Vorspann_2

Die finsteren Logenbrüder treten jedoch keineswegs wie ihre historischen Vorbilder als Kuttenträger mit schwarzen Kerzen auf, sondern ganz trocken als Laborpersonal. Geisteskrank sind sie trotzdem, denn als es der letzten Überlebenden an den Kragen geht, lassen sie bereits die Korken knallen und feiern den Erfolg ihres abscheulichen Treibens.

Party

Doch kaum ist man über diesen Abgrund hinweg, öffnen sich bereits die nächsten Abgründe. Denn derartige Rituale werden weltweit abgehalten. Über Monitore erfährt man u.a. von einem Ritual in Japan, bei dem eine Klasse von neunjährigen Mädchen einem Dämon geopfert werden soll. Zwar schlägt dieses fehl, wobei sich einer der Experimentatoren höllisch aufregt, wie schwer es sein könne, eine Neunjährige zu töten. Dennoch kommen einem Kenner der dunklen Schattenwelt sofort Fälle von rituellen Kindstötungen in satanistischen Kreisen in den Sinn. Diese gibt es in der Realität ebenfalls weltweit und man fragt sich, was der Film hier eigentlich aussagen möchte?

Kyoto-Ritual

Um bloße Unterhaltung scheint es hier jedenfalls nicht zu gehen. Denn zum einen ist der Film einfach zu blutrünstig, als dass sich ein geistig gesunder Mensch daran erfreuen könnte. Zum anderen gibt es noch mehr erschreckende Parallelen zwischen der Filmhandlung und der realen Welt des Okkultismus.

Die müssen auch Dana und Marty erfahren, die wie durch ein Wunder überlebt haben. Sie schaffen es, durch das Grab der Zombiefamilie in die unterirdische Anlage einzudringen und landen zunächst in einem Lift. Mit diesem fahren sie an weiteren Monstern vorbei, deren Zweck inzwischen klar sein dürfte. Die Anordnung der kubischen Container erinnert übrigens sehr stark an die „Cube“-Trilogie, in der ebenfalls Menschen aus ihrem Alltag entführt und in einer mit Fallen gespickten Anlage abgemetzelt werden.

Kubenkeller

Die kuriosen Züchtungen, die in einer unterirdischen Anlage gehalten werden, erinnern indessen an Gerüchte über reale Untergrundbasen, in denen angeblich genetische Experimente durchgeführt werden. Namentlich wären hier Montauk (Long Island, USA) und Dulce (New Mexico, USA) zu nennen. In der Umgebung von Dulce kommt es dabei regelmäßig zu Viehverstümmelungen, genetischen Missbildungen und UFO-Sichtungen, während an Stränden von Long Island immer wieder undefinierbare Kadaver angeschwemmt werden.

Die Parallelen können kaum ein Zufall sein, zumal diese sich weiter fortsetzen. Allerdings scheinen die Filmmonster im Gegensatz zur Realität nicht nur einfach Genexperimente zu sein. Einerseits wird dies durch einen Kommentar impliziert, demnach die Kreaturen aus der alten Welt (möglicherweise Atlantis?) stammen. Zudem finden sich unter ihnen auch Geisterwesen und ausnahmslos alle werden von Blutdurst getrieben. Es handelt sich bei den Monstern viel eher um Dämonen und wo wir schon mal bei denen sind, dürfen natürlich Clowns sowie anderes Getier nicht fehlen.

Killerclown

Killerclown

Geist

Geist

Pinhead-Abklatsch mit Kugel statt Kubus

Pinhead-Abklatsch mit Kugel statt Kubus

Schlange

Schlange

Batman

Batman

Zombies

Zombies

Dana und Marty gelingt es, in einen Kontrollraum vorzudringen und bevor sie von Soldaten eingekreist werden, lassen sie die Kreaturen los. Diese richten sogleich ein Blutbad an, womit das Opferritual ein etwas größeres Ausmaß annimmt als ursprünglich geplant. Vor allem hatten die Laborkittel wohl kaum im Sinn, ihrem kranken Treiben selbst zum Opfer zu fallen.

Blutbad_1

Blutbad_2

Blutbad_3

Blutbad_4

Die beiden überlebenden Teenies nutzen das Chaos, um sich davon zu schleichen. Doch der einzige Fluchtweg führt noch tiefer in die Untergrundbasis. Ihre Reise endet in einem Zeremoniensaal, in dem das Blut ihrer Freunde aufgefangen wurde. Auf dem Boden befindet sich ein schwarzes Pentagon, wobei man sich inzwischen fragt, warum sich die Setdesigner nicht gleich für ein Pentagramm mit schwarzen Kerzen entschieden haben?

Pentagrammraum

Im Ritualraum gibt sich schließlich die Direktorin der Anlage zu erkennen. Es spricht dabei schon Bände, dass man für diese Rolle ausgerechnet Sigourney Weaver wählte, die bereits in zwei „Ghostbusters“-Filmen Erfahrungen mit dämonischen Geistern und okkulten Ritualen machen durfte.

Ripley

Den zwei Überlebenden schildert sie die angebliche Notwendigkeit der Opferrituale, womit Hollywood die finale Bombe platzen lässt. Denn die Menschenopfer dienen dazu, dämonische Wesen in der Tiefe der Erde zu besänftigen. Die Direktorin nennt sie „die Götter, die einst die Welt beherrschten“, was man als Anspielung auf die Anunna oder sonstige Wesen aus der Prä-Astronatuik verstehen könnte.

Diese würden ohne die regelmäßigen Opfer auf die gesamte Menschheit losgehen und alle töten. Der Pakt, den die satanistische Elite mit diesen Wesen geschlossen hat, soll garantieren, dass die Menschheit in ihrer Gesamtheit in Ruhe gelassen wird.

Riesenhand

Wesen in der Tiefe? Ein geheimer Pakt der Schattenregierung? Menschenopfer und Untergrundbasen? Da schrillen einem doch die Alarmglocken! Offensichtlich sind hier die Grey und Reptiloiden gemeint, die nach Aussagen von diversen Whistleblowern und Entführungsopfern Untergrundbasen betreiben.

Die Schattenregierung soll dabei einen Pakt mit den Grey eingegangen sein, der es den Aliens erlaubt, im Gegenzug für ihre Technologie, Menschen zu entführen und Vieh zu verstümmeln. Ob es auch wieder nur ein Zufall ist, dass Sigourney Weaver bereits eine Area 51-Direktorin in „Paul – Ein Alien auf der Flucht“ spielte? Hinzu kommen ihre E.T.-Erfahrungen aus vier Teilen der „Alien“-Reihe.

Es fragt sich allerdings, ob es hier nur um die Grey geht oder nicht viel eher um deren reptiloide Overlords. Mit den Reptos sollen die Spitzen der Geheimbünde schon seit Jahrtausenden paktieren, was sich im Film widerspiegelt. Macht und Reichtum für frisches Menschenfleisch und Blut. Da schließt sich der Kreis zu den Menschenopfern, die sich bei weitem nicht auf den Satanismus beschränken. Man denke nur an die blutrünstigen Opferrituale der Maya und Azteken zu Ehren der gefiederten Himmelsschlange (Kukulkan).

Fazit: Ob man nun die Prä-Astronautik oder okkulte Bruderschaften bemüht – es sind einfach zu viele offensichtliche Parallelen, als das man „The Cabin in the Woods“ als reine Fantasy-Unterhaltung abtun könnte. Obgleich die Story Fantasy-Elemente enthält, ist bei all der Symbolik klar, worauf sie abzielt.

Wirklich übel muss man den verantwortlichen Filmemachern dabei nehmen, dass sie den Satanismus nach allen Regeln der Kunst verharmlosen. Bestialische Menschenopfer werden als Notwendigkeit hingestellt, da die heimlichen Herrscher der Welt sonst an die Oberfläche kommen und alles zerstören. Wenn sie aber alle Menschen ausrotten würden, würden sie sich damit ihrer eigenen Nahrungsgrundlage berauben. Zudem könnten die Reptos genauso gut Tierblut saufen.

Die Menschenopfer, die in verschiedenen Kulturen sowie im Satanismus zelebriert wurden und werden, sind einfach durch nichts zu rechtfertigen. Ebenso können die verantwortlichen Menschen nicht in Schutz genommen werden. Es handelt sich um psychisch sehr kranke Leute, die eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellen. Es darf überdies nicht vergessen werden, dass die meisten ihrer Opfer keineswegs an Satan, Kukulkan oder sonstige übernatürliche Wesen gehen, auch wenn die Verantwortlichen das vielleicht glauben. Vielmehr handelt es sich um die Auslebung ihrer eigenen sadistischen Triebe.

Was soll man also von einem Film wie „The Cabin in the Woods“ halten? Zum einen ist er Bestätigung für all jene, die schon längst von selbst hinter die okkulte Verschwörung gekommen sind. Für die Massen dürfte der Streifen jedoch ebenfalls keine angenehme Unterhaltung sein, da er schlichtweg zu verstörend und grausam ist. Einen Volltreffer dürfte Hollywood also vor allem bei jenen landen, die bereits genügend abgestumpft sind, sich an einem gespielten Opferritual zu ergötzen.

Mars Attacks – Fiese Dämonen vom roten Planeten

von Joe Doe

Tim Burton ist bekannt für seine surrealistischen Filme, voll von okkulter Symbolik. Es verwundert daher nicht, dass sein „Mars Attacks“ der durchgeknallteste Invasionsfilm aller Zeiten ist. Der Streifen basiert dabei auf einer Sammelkartenserie aus dem Jahr 1962, welche Tim Burton noch aus seinen Kindertagen kennt.

So ziemlich alle Kernelemente des Films basieren auf den Trading Cards. Diese zeigen einige sehr drastische Szenen, auf denen Menschen auf grausame Weise getötet und verstümmelt werden. Man bedenke, dass diese Sammelbilder für Kinder gedacht waren.

Sticker Nr 11

Sticker Nr 19

Die Verfilmung geht in eine ähnliche Richtung, überschreitet dabei aber die Grenze zum Klamauk. Bereits der Aufbruch der Marsianer ist vollkommen surrealistisch und schräg. Die Oberfläche des roten Planeten erinnert eher an Filme aus 1950ern als an die Realität. Die Erde, die eigentlich ein kleiner blauer Punkt sein sollte, erscheint zudem so groß am Firmament, als sei der Mars einer ihrer Monde.

Aufbruch Mars

Auf der Erde werden zunächst einmal die Hauptcharaktere vorgestellt. Darunter der US-Präsident (Jack Nicholson) und die Familie Norris, bei denen zwei Illuminateneulen im Wohntrailer hängen.

Eulenwandschmuck

Ein beträchtlicher Teil der Handlung dreht sich um eine Handvoll Leute aus Las Vegas. Zu diesen zählt der Ex-Boxer Byron Williams (Jim Brown), der einen Job als Casinosecurity hat.

Ägypter

Das Pyramidencasino gibt es tatsächlich, doch man muss nicht lange raten, warum sich der Freimaurer Tim Burton ausgerechnet für diesen Schauplatz entschieden hat.

Las Vegas Pyramide

In Las Vegas treibt sich weiterhin ein ausgeflippter Unternehmer (Jack Nicholson in einer Zweitrolle) herum, der ebenfalls starke Bezüge zur Freimaurerei aufweist. Auf seinem Jackett findet sich z.B. ein allsehendes Auge.

Allsehende Augenjacke

Aber vielleicht ist er ja eher ein Anhänger der Bruderschaft des Saturns. Denn dieser Planet ziert in seinem Empfangszimmer nicht nur die Wände, sondern auch die Säulen Jachin und Boas.

Saturnsäulen

Etwas später taucht im Casino noch einmal ein Arrangement mit drei Säulen auf, bei welchem im Vordergrund aufrechte sowie umgedrehte Pentagramme zu sehen sind.

Pentagramme & Säulen

In einer Bettszene gibt es zu guter letzt noch ein schwarz/weißes Yin und Yang-Symbol, während die Decke im Blau/Rot der Freimaurergrade gehalten ist.

Masonic Sex

Doch zurück zur Handlung. Die Marsianer landen zunächst in der Wüste Nevadas, was wohl eine Anspielung auf die Area 51 sein soll. Empfangen werden sie u.a. von einer Esoterikspinnerin, was symbolisch für die okkulten Praktiken auf dem Gelände der Geheimbasis stehen könnte.

Esoteriktante

Ankunft

Man denke in diesem Zusammenhang an den verängstigen Area 51-Whistleblower, der in einer Livesendung bei Art Bell behauptete, dass die Aliens in Wirklichkeit bösartige extradimensionale Wesen sind. In „Mars Attacks“ entpuppen sich die Marsianer ebenfalls als dämonische Kreaturen. Anfangs behaupten sie noch, in Frieden zu kommen, nur um dann alle Anwesenden auf möglichst grausame Art und Weise abzuschlachten.

Aliensbotschafter

Grausamkeit

Die Reporterin Nathalie Lake (Sarah Jessica Parker) lassen die Marsianer als einzige am Leben, um sie für ihre abscheulichen Experimente zu missbrauchen.

Bizarre Experimente_1

Bizarre Experimente_2

In dieser Szene sieht man im Hintergrund auch einen Clown in einem Wasserglas. Ob dieser von der Erde stammt oder wohl eher als Anspielung auf die „Killer Klowns from outer Space“ zu verstehen ist?

Clown im Glas

Nach dem ersten Massaker versuchen es die Marsianer erneut mit ihrer Friedensmasche und landen in Washington D.C. Im Kongress sind deutlich zwei Rutenbündel zu sehen, welche den römischen Einfluss auf die USA zeigen. Rutenbündel finden sich in den Vereinigten Staaten tatsächlich überall.

Rutenbündel im Kongress

Prof. Kessler (Pierce Brosnan) verdeutlicht derweil noch einmal die freimaurerischen Einflüsse mit einem Krawattengriff.

Brosnans Krawattengriff

Im Anschluss wird der Kongress von den Marsianern ausgelöscht. Eine ziemlich unverhohlene Andeutung, dass Project Blue Beam das Ende der Demokratie einläuten wird. Grandma Norris (Sylvia Sidney) bricht angesichts des Niedergangs der Demokratie sogar in Freude aus.

Kongress_1

Kongress_2

Prof. Kessler wird indes von den Aliens entführt und auf besonders abscheuliche Weise in seine Einzelteile zerlegt. Zu Menschenverstümmelungen soll es im Zusammenhang mit dem Entführungsphänomen tatsächlich schon gekommen sein. Dass der Kopf dabei am Leben bleibt, ist jedoch eher unrealistisch.

Human Mutilations

Ein wenig Ironie steckt ebenfalls in dieser Szene, denn kurz zuvor leitete Prof. Kessler noch eine Alienautopsie. Als Pluspunkt für die Menschheit ist dabei zu werten, dass der Marsianer wenigstens schon tot war.

Alien Autopsy

Auf der Erde läuft die Invasion indes weiter. In der US-Hauptstadt versuchen die Marsianer das Weiße Haus zu infiltrieren, um den Präsidenten zu ermorden.

Obelsikalien

In Paris verhandeln die Marsianer indes auf dem Schachbrettboden der französischen Regierung. Das Bodenmuster ist gar nicht mal so weit hergeholt, denn bisher waren und sind alle französischen Staatsoberhäupter Freimaurer.

Zerstörtes Paris_1

Es ist daher nicht wirklich ein Verlust, dass die Invasoren kurz darauf in ihren üblichen Blutrausch verfallen und die Logenbrüder einschmelzen. Im Hintergrund fällt indes ein Wahrzeichen der Freimaurer.

Zerstörtes Paris_2

Gleiches gilt für Washington D.C., wo der Obelisk fällt.

Zerstörtes Washington Monument

In London zerstören die Invasoren den Big Ben…

London Attacks_1

London Attacks_2

…und die Pyramide in Las Vegas kommt ebenfalls nicht ungeschoren davon. So langsam werden einem die Marsianer fast sympathisch.

Zerstörte Pyramide

Nur die Zerstörung des wunderschönen Taj Mahal muss man ihnen wirklich übel nehmen.

Zerstörtes Taj Mahal

Hinzu kommt, dass ihre Flagge eine Pyramide mit Auge an der Spitze zeigt. Die Marsianer sind also doch nicht die erhofften Erlöser, die die Erde von der Freimaurerei säubern. Sie sind einfach nur generell menschenverachtend. Das sollte die irdische Elite vielleicht berücksichtigen, wenn sie geheime Verträge mit extradimensionalen Wesen abschließt. Vielleicht enden sie ja auch mit einer Pyramidenfahne im Rücken, wer weiß…

Marsflagge

Die Erlösung von den Marsianer bringt indes die schrille Musik von Grandma Norris. Diese ist bereits für menschliche Ohren das reinste Gift. Den Aliens explodiert hingegen der Kopf davon. Die Welt ist gerettet!

Schlechte Musik

Fazit: „Mars Attacks“ ist auf der einen Seite extrem schrill und hat durchaus einige gute Gags zu bieten. Andererseits ist er absolut menschenverachtend und die Marsianer werden einzig von einer dämonischen Boshaftigkeit getrieben. Die Gründe für ihren Angriff sind weder Ressourcen, noch die Eroberung des Planeten oder die Versklavung der Menschheit. Sie sind schlichtweg Sadisten, die jemanden zum Quälen brauchen.

The Hole – Dämonische Abgründe

von Joe Doe

Als Dane (Chris Massoglia) und Lucas (Nathan Gamble) zusammen mit ihrer Mutter Susan (Teri Polo) in die Kleinstadt Bensenville umziehen, entdecken sie im Keller eine fest verriegelte Falltür. Ohne zu überlegen, ob die Schlösser vielleicht eine Berechtigung haben, knacken sie die Tür auf und erforschen gemeinsam mit der Nachbarstochter Julie (Haley Bennett) die gähnende Leere dahinter.

The Hole Hellgate

Und die Leere erforscht die drei. Um genau zu sein, die Ängste der drei. Diese manifestieren sich alsbald und machen Jagd auf die Kiddies. Julie bekommt es mit einer verstorbenen Freundin zu tun, Dane mit einem Abbild seines Vaters, der im Knast sitzt und der kleine Lucas leidet unter Coulrophobie. Der fiese Clown ist dabei von allen Ängsten der fürchterlichste Horror.

The Hole Harlekin

Als Lucas schließlich vom Abbild des Schlägerdaddys ins Loch ohne Boden entführt wird, fasst sein Bruder Dane den Mut, ihm durch dieses Höllentor zu folgen. Er landet in einer Paralleldimension, welche wie der Hasenbau in „Alice im Wunderland“ mit einem Schachbrettboden ausgestattet ist.

The Hole Transdimensional

„The Hole“ zeigt, was es mit dem Wunderland wirklich auf sich hat. Dort wohnen keine lustigen Gestalten, sondern ein fieser Dämon, der sich von der Angst seiner Opfer ernährt und seine Erscheinungsform dementsprechend verändern kann. In seinem natürlichen Zustand ist er jedoch von nebelhafter Gestalt.

Irgendwie gelingt es den Brüdern, aus der Paralleldimension zu fliehen, wobei man hier lieber nicht nach der Sinnhaftigkeit fragt. Es hat bereits keinen Sinn gemacht, dass die beiden das Loch überhaupt erst geöffnet haben und Dane stets alles daran gesetzt hat, dies vor allen Menschen zu verbergen, die ihnen hätten helfen können. Aber egal, denn immerhin schaffen es die drei, ihre Ängste zu besiegen und ans Tageslicht zurückzukommen.

Fazit: Noch grusliger als das Loch im Keller sind die vielen Logiklöcher. Gruselstimmung kommt hier und dort zwar auf, ist aber vor allem dem fiesen Clown geschuldet. Menschen mit Coulrophobie werden den Film daher unheimlicher finden, als der Durchschnittszuschauer.