From Dusk Till Dawn – Überflüssiges Blutvergießen in überflüssigem Serienformat

von Joe Doe

„From Dusk Till Dawn“ aus dem Jahr 1996 ist inzwischen ein absoluter Kultfilm, der mit einigen wirklich witzigen Gags aufwartet. Warum zum Henker sollte man diesen Streifen auf Serienlänge strecken und mit anderen Darstellern neu besetzen? Das ist ein Affront gegen die Fans des ursprünglichen Films und der kommt auch noch direkt vom Regisseur Robert Rodriguez. Ja, der Schöpfer des Franchise ist höchstpersönlich für dessen Niedergang verantwortlich!

Eigentlich kann es dafür nur einen Grund geben. Obwohl der Film von 1996 keineswegs frei von okkulter Symbolik war, wollte Rodriguez wohl noch tiefer in die Materie eintauchen und nebenbei noch ordentlich Geld scheffeln. Das fängt schon bei der Vorgeschichte an, die auf unsägliche fünf Episoden aufgeblasen wurde.

Im Zentrum stehen die Gecko-Brüder Seth und Richie. Im Original genial von George Clooney und Quentin Tarantino verkörpert, können die Seriendarsteller D.J. Cotrona und Zane Holtz schlichtweg nicht mithalten. Obendrein ist Richie, der schon im Original ein Psychokiller war, in der Serie noch um einiges ausgeflippter. Er schneidet seinen Opfer die Augen aus dem Kopf und drapiert sie in den Händen, nur um damit esoterische Symbolik zu bedienen. Das ist krank!

Wie sich herausstellt, sind die Stimmen in seinem Kopf, die ihm dies befehlen, durchaus real. In Berührung kommt er mit diesen Stimmen durch einen verfluchten Gegenstand, ein antikes Obsidianmesser der Maya mit allsehendem Auge.

Dieses allsehende Auge findet sich auch später im Titty Twister wieder. Schon damit toppt die Serie den Film in Sachen okkulter Symbolik um Längen!

Die Ouroboros darf natürlich auch nicht fehlen, kündigt sie doch an, worum es im Kern geht.

Völlig überflüssig ist die Rolle eines Rangers, der die Gecko-Brüder verfolgt und dabei Hilfe von Sex Machine bekommt. Dieser Charakter, der im Original von Tom Savini dargestellt wurde, wird in der Serie von Jake Busey völlig neu interpretiert. Er ist nun ein verrückter Archäologie-Professor, der einem alten Mayakult auf der Spur ist und deren Opferrituale gerne nachahmen würde. Das Einzige, was er mit dem Filmcharakter gemeinsam hat, ist die Pimmelknarre.

Eine Vampir-Stripperin ergreift die Waffe im Verlauf des Gemetzels im Titty Twister. Dies impliziert ziemlich unverhohlen einen Blowjob.

Völlig unverschuldet geraten der Pfaffe Jacob Fuller und seine beiden Kids in die Ereignisse, als sich die Gecko-Brüder ihr Wohnmobil aneignen und sie als Geiseln nehmen. Zumindest diesbezüglich hält sich die Serie weitgehend an den Film, auch wenn die ganze Familiengeschichte viel zu breit ausgeweitet wird. Jacob wird übrigens von Robert Patrick verkörpert, der schon in der Filmfortsetzung „Blood Money“ mitspielte. Allerdings in einer anderen Hauptrolle, während Harvey Keitel ursprünglich Jacob Fuller darstellte.

Im Titty Twister, der nun wirklich kein Etablissement für Kinder ist, gibt es erst einmal eine Peepshow, die ebenfalls unnötig mit neuen Handlungssträngen aufgeblasen wird. Immerhin an Satanico Pandemoniums Auftritt hat sich nicht viel geändert. Nur die Darstellerin Eliza González sowie die Neonschlangen im Hintergrund sind neu.

Satanico trat schon im Original als Schlangenträgerin auf, was auch hier wieder der Fall ist.

Allerdings fällt die Rolle des Schlangenträgers diesmal auch anderen Charakteren zu, darunter Richard Gecko.

Dabei sind die meisten der Charaktere selber Schlangen, könnten sich also selbst auf den Arm nehmen. Zwar hatten schon die Vampire im Film von 1996 eine reptiloide Gestalt, doch in der Serie sind sie mehr Schlangen als Vampire. Sie sind neuerdings auch immun gegen Weihwasser und Christuskreuze, haben nur eine leichte Sonnenallergie und den typischen Vampirtod sterben sie nur noch mit der Pflock-durchs-Herz-Methode.

Es scheint so, als würde hier weniger eine Vampirgeschichte erzählt als viel mehr etwas über die Reptiloiden offenbart. Genau wie bei diesen erkennt man sie zuerst an den geschlitzten Pupillen und das ist nun wirklich kein typisches Merkmal klassischer Vampire.

Die Vampirzähne sehen ebenfalls viel mehr wie Schlangenfangzähne aus und dazu passend gibt es die gespaltene Zunge.

Schlussendlich können die Schlangenmenschen ihre Gestalt komplett in ihre reptiloide Form ändern. Damit dürfte klar sein, woher der Vampirmythos tatsächlich kommt. Allerdings ist es Bullshit, dass Menschen durch Reptobisse selbst zu Reptiloiden werden. Daher wäre es besser gewesen, den Vampirplot ganz fallen zu lassen.

In der Serie kontrollieren die Reptiloiden die mexikanischen Verbrecherkartelle, die in der Realität tatsächlich Bezüge zum Satanismus haben. Diesbezüglich sei an den abartigen Drogenboss Adolfo Constanzo (1962-1989) erinnert, der die Hirne seiner rituell ermordeten Opfer gegessen hat. In der Serie „From Dusk Till Dawn“ spielen sich ganz ähnliche Szenen ab. Die Menschen werden regelrecht entsaftet, um die Reptiloiden mit Blutwein zu versorgen.

Satanico verbraucht dabei den größten Anteil, denn sie badet gern wie Gräfin Bathory in Blut.

Der Hauptgang besteht derweil aus geschredderten Menschenteilen. Willkommen beim Spirit Cooking im Titty Twister.

Der sieht von hinten übrigens immer noch wie eine Maya-Pyramide aus.

Auf die Vergangenheit wird im Verlauf der ersten Staffel sehr detailliert eingegangen, wobei diese den dritten Film „The Hangman’s Daughter“ völlig über den Haufen wirft. Satanico Pandemonium ist nämlich nicht mehr die Tochter eines Halunken, die im 19. Jahrhundert in eine Vampirella verwandelt wurde. Sie ist nunmehr eine verfluchte Maya-Priesterin und ihre rechte Hand ein Konquistador, der sie befreit hat. Dieser kam übrigens unter der Flagge der Templer nach Mexiko.

Der Spanier hat sie einst gerettet, denn sie war an einen Opferaltar gekettet, wo sie zwangsweise rituelle Menschenopferungen durchführen sollte. Spätestens beim Thema Menschenopfer zu Ehren einer Schlangengottheit sollten die Bezüge zur Realität offensichtlich werden, denn das ist offizielle Maya-Geschichte. Kukulkan lässt grüßen.

Allerdings opfern die Maya heute niemanden mehr. Das ist nunmehr Sache satanistischer Europäer.

Nur Richard Gecko wurde nicht als Opfer in den Tempel gelockt, sondern soll Satanicos neue rechte Hand werden, da sie ihres einstigen Retters inzwischen überdrüssig ist. Zuvor muss er jedoch noch eine Prüfung in einem Labyrinth bestehen. Es handelt sich um ein Labyrinth des Geistes, in dem die Gecko-Brüder wichtige Stationen ihres bisherigen Lebens erneut durchlaufen müssen. An die Hirnwäschethematik können wir also auch gleich einen Haken machen.

Nach bestandener Prüfung führt sich Richard oral eine Schlange ein. Da kommen einem doch gleich die Goa’Uld aus „Stargate“ in den Sinn, womit die Besessenheit durch Schlangenwesen ebenfalls abgehakt wäre.

Irgendwie war es aber schon klar, dass die Gecko-Brüder dem Satanismus zugeneigt sind. Beim großen Gemetzel sprengen sie zwar ein paar Reptos in die Luft, aber der per Handy ausgelöste Zündcode lautet 666.

Während die erste Staffel die Geschichte des einstigen Kultfilms neu interpretiert und quälend in die Länge zieht, geht die Serie ab der zweiten Staffel gänzlich eigene Wege. Gleich im Staffelauftakt gibt es erst einmal sexuelle Übergriffe im Zeichen eines schwarzen Pentagramms.

Die Szene spielt sich in einem Schlachthof ab, was erschreckende Parallelen zu „The Midnight Meat Train“ aufwirft. Auch dort arbeitet der Schlachter, der die Reptiloiden mit Menschenfleisch beliefert, in einer Fleischfabrik. Hat da etwa jemand bei Clive Barker abgeschrieben? Ab hier lohnt es sich wirklich nicht mehr, diese brutale Serie weiter zu verfolgen, die es auf abartige drei Staffeln gebracht hat. Die Bilder von kranken Typen, die Mäntel aus gegerbten Menschengesichtern tragen, sollte man sich lieber ersparen.

Fazit: Bis auf den Grundplot und eine Handvoll kopierter Szenen hat die Serie absolut nichts vom originalen „From Dusk Till Dawn“. Vor allem fehlen der ursprüngliche Witz und Charme. Stattdessen gibt es eine abgedroschene Story über Reptiloide. Die dürften zwar tatsächlich die Wurzel des Vampirmythos sein, doch haben die klassischen Vampire mit der Zeit völlig abweichende Eigenschaften erhalten. Diese sollten einfach nicht mit der Reptostory verwoben werden, es sei denn, man will bewusst die Realität dieses Zusammenhangs thematisieren. Dies ist hier jedoch nicht wirklich der Fall, denn weder zerfallen Reptiloide zu Staub noch können sie Menschen per Biss in Ihresgleichen verwandeln.

Die Umbrella Academy

von Joe Doe

Die Serie „The Umbrella Academy“ basiert auf einer Comicreihe von Dark Horse. Bekanntermaßen ist die Comicindustrie hochgradig okkult, insbesondere wenn ein Verlag schon mit seinem Namen auf das dunkle Pferd des dritten apokalyptischen Reiters anspielt, welcher den Tod symbolisiert.

Der Name der Serie spielt derweil auf ein allseits bekanntes Freimaurersymbol an, nämlich den Regenschirm. Die Handlung dreht sich um einen exzentrischen Milliardär, der 7 Kinder, die allesamt am 1. Oktober 1989 geboren wurden, unter seine Schirmherrschaft nimmt. Dieses Wortspiel kann hier wörtlich genommen werden und wie es sich für einen Schirmherren gehört, trägt er auch gleich noch den freimaurerischen Zylinder.

Die Kids kauft der Milliardär mal eben den Müttern ab, allerdings heißt er Hargreeves und nicht Epstein. Die Kinder verschleppt er auch nicht nach Lolita Island, sondern in seine Schule für begabte Kinder. Das klingt ein wenig nach Professor Charles Xavier und tatsächlich sind die Parallelen zu den „X-Men“ offensichtlich. Die adoptierten Kinder, welche alle wie Jesus ohne Vater gezeugt wurden, haben nämlich spezielle Superkräfte. Ironischerweise spielte die Darstellerin der Vanya, Ellen Page, zuvor schon die Mutantin Shadowcat in „X-Men: Der letzte Widerstand“.

Es gibt jedoch einen wichtigen Unterschied. Während die Kids bei den X-Men freiwillig in Prof. Xaviers Schule sind, wo sie gut behandelt werden, missbraucht Hargreeves seine gekauften Zöglinge als persönliche Superheldentruppe. Vordergründig will er mit ihnen die Welt retten, doch eigentlich vermarktet er sie.

Wie ausgedehnt seine Kontrollwahn ist, zeigt sich an den zahlreichen Überwachungskameras. Privatsphäre haben die Superhelden, denen er Nummern statt Namen gegeben hat, nie kennengelernt.

Die besagten Regenschirme gibt es in jedem Vorspann in wechselnden Motiven.

Sogar die Drinks gibt es nur mit Schirmchen.

Im Logo auf der Schuluniform sind neben dem Regenschirm noch ein Doppelblitz sowie ein Totenschädel zu sehen. Welches Kind würde nicht gerne solch okkulten Gruselkram tragen?

Und selbstverständlich ist auch das Akademiegebäude mit Regenschirmen ausstaffiert.

Am Eingang gibt es zudem ein Löwenpaar…

…sowie innen Repräsentationen des Baphomet.

Schlussendlich mangelt es nicht an freimaurerischen Schachbrettböden, um auch den letzten Zweifel auszuräumen, dass der Regenschirm hier als okkultes Symbol gemeint ist.

Im Zimmer des Drogenjunkies Klaus gibt es ein weiteres Schachbrettmuster sowie ein allsehendes Auge.

Er ist nicht ohne Grund so drogenkrank geworden, denn sein Ziehvater hat ihn als Kind in einer Gruft eingesperrt. Seine Gabe ist es nämlich, mit Toten zu sprechen, was ihn als Kind jedoch geängstigt hat.

Nachdem Hargreeves Suizid begangen hat, trifft Klaus ihn im Jenseits wieder, wo er jedoch weiter von ihm herabgewürdigt wird. Das Ganze findet abermals auf einem Schachbrettboden statt. Nicht mal im Jenseits wird man mit diesem Scheiß verschont.

Die Ecstasy-Pillen, die sich Klaus einschmeißt, tragen schlussendlich noch die Pyramide mit allsehendem Auge. Na, wer kontrolliert den Drogenmarkt?

Dargestellt wird Nr. 4 übrigens von Robert Sheehan, der schon in okkulten Filmen wie „Demons Never Die“, „Der letzte Tempelritter“ und „Chroniken der Unterwelt“ mitgespielt hat. Diesmal bekommt er es mit nichts geringerem als der Apokalypse zu tun, welche Nr. 5, verkörpert von Aidan Gallagher, bei einem Teleport in die Zukunft bereits gesehen hat.

Es gibt geheime Kräfte, die der Zeitreise mächtig sind und die Apokalypse mit allen Mittel herbeiführen wollen. Zu diesen Mitteln zählt auch schon mal tödliche Folter gegen Unbeteiligte.

Die sprichwörtliche Spur der Verwüstung führt zu einer medizinischen Fabrik, die künstliche Augen herstellt. Deren Gebäude ist mit alchemistischen Symbolen verziert.

Die Spur führt weiter zu einem Mann, der sein linkes Auge verliert und dieses durch eines der künstlichen Implantate ersetzt bekommt. Sein Name ist allerdings nicht Horus, sondern Harold. Er ist auch nur indirekt für die Apokalypse verantwortlich, denn ausgelöst wird sie schlussendlich von der Telekinetin Vanya, der unscheinbaren Nr. 7. Dabei wird mal eben der Mond zerstört. Ein Szenario, welches bereits in „Oblivion“ sowie dem Remake von „Die Zeitmaschine“ gezeigt wurde. Scheinbar wird man bei einem großen Megaritual in der Zukunft irgendwann den Mond zur Zielscheibe machen.

Zunächst scheint die Apokalypse abgewendet, doch die Trümmer regnen auf die Erde und damit endet die erste Staffel. Eine zweite ist bereits angekündigt.

Dark Planet – Faschismus in Space

von Joe Doe

„Dark Planet“ ist ein russischer Science Fiction Film aus dem Jahr 2008, der einmal mehr beweist, dass die Russen durchaus mit Hollywood konkurrieren können. In dem bildgewaltigen Epos verschlägt es den Moskauer Maxim (Vasily Stepanov) auf einen fernen Planeten, dessen Bewohner glauben, auf der Innenseite ihrer Welt zu leben. Viel brisanter ist jedoch, dass sie in einer absoluten Tyrannei leben.

Für den Erdling, dessen Heimat im Jahre 2157 dank der „Theorie der Erziehung“ von Krieg, Terror und Hunger befreit ist, bedeutet das einen Rückfall in die schlimmste Epoche der Menschheitsgeschichte. Gleich nach seiner Bruchlandung wird er prompt in ein Militärcamp gebracht, welches bereits stark faschistische Züge trägt. Neben den schwarzen Uniformen ist vor allem das Pfeilkreuz omnipräsent. Dies war einst das Zeichen der ungarischen Faschisten während der Nazizeit und es wird bis heute von Neonazis in ganz Europa verwendet.

Auf der Überfahrt in die Hauptstadt lernt Maxim den Soldaten Gui Gaal (Pyotr Fedorov) kennen, mit dem er sich schnell anfreundet. Gaal ist zu diesem Zeitpunkt noch ein vollkommen verblendeter Diener des Systems und erklärt ihm, dass die Türme, an denen sie vorbei kommen, der ballistischen Abwehr dienen. Wie sich später noch herausstellen wird, ist das nicht ganz korrekt.

Es gibt Gründe für den Anschlag, dessen Zeuge Gui und Maxim kurz darauf werden. Die Rebellen werden vom Regime „Ausgeartete“ genannt, was bereits erahnen lässt, welcher Konflikt sich auf diesem Planeten abspielt. Doch erst einmal geht es weiter in die Hauptstadt, die schon von weitem beklemmend und wenig einladend wirkt.

Überall in der Stadt hängen große Monitore, über die faschistische Propaganda läuft. Auffällig ist dabei außerdem das allsehende Auge, welches auf einen totalen Überwachungsstaat hindeutet.

Auch sonst ist das allsehende Auge überall präsent. In der Pupille hat es drei Sicheln, welche an das Bio Hazard-Symbol erinnern.

Dieses leicht verfremdete Bio Hazard-Zeichen ohne Ring findet sich auch auf den Dienstmarken des Regimes wider. Da die Sichel das Zeichen des Saturn, also des 6. Planeten unseres Sonnensystems, darstellt, ist hier wohl eine 666 verschlüsselt. Noch dazu in Rot.

Der oberste Staatsanwalt residiert derweil in einem Wolkenkratzer, dessen Audienzsaal mit Säulenpaaren und einem Winkelornament geschmückt ist.

Sein Bildschirm hat die Form einer Pyramide und am Arm trägt er ein Abzeichen in Form eines Hexagons.

Über seinem Kamin befinden sich schlussendlich noch vier umgedrehte rote Pentagramme.

In der Hauptstadt finden sich indessen umgedrehte Pentagone.

Die City ist allerdings nicht so schick wie der Prachtbau der Machhaber. Sie ist ziemlich heruntergekommen und erinnert an Fritz Langs „Metropolis“. Wir erinnern uns, das war auch schon so ein dystopisches Freimaurerwerk.

Sogar der hohe Turm (zu Babel) im Stadtzentrum ist aus „Metropolis“ geklaut.

Auf den Straßen herrscht das Elend. Überall sitzen Bettler und Prostituierte werben um Freier. Wer Glück hat, lebt in einem engen heruntergekommenen Apartment.

Nachdem Maxim aufgrund eines Unfalls entkommen ist, lernt er in einem Restaurant Rada Gaal (Yuliya Snigir) kennen, die Schwester des Gardisten, von dem er in die Stadt gebracht wurde. Nachdem er sie vor einer Straßengang gerettet hat, nimmt sie ihn mit in ihre Wohnung. Diese muss sie sich mit ihrem Bruder teilen, der seinen Bereich mit Militärpropaganda ausstaffiert hat.

Gui glaubt der ganzen Lügenpropaganda des Regimes blind und vergöttert die „unbekannten Väter“, die er für selbstlose Diener des Volkes hält. In Wahrheit sind sie aber eher eine Schattenregierung. Gui integriert seinen neuen Freund zunächst in das faschistische System, indem er Maxim für die Garde empfiehlt. Aus unerfindlichen Gründen schließt dieser sich tatsächlich dem Pfeilkreuzerorden an und lernt dort, ohne eigenes Denken zu gehorchen. Einige der Garde-Mitglieder sehen aus wie verschissene Nazipunks und sie posieren vor Flaggen mit Totenkopf und gekreuzten Knochen. Offensichtlicher geht es nun wirklich nicht!

Der erste Einsatz führt Maxim direkt zu einer Razzia in einem Arbeiterviertel. Als die Gefangenen mit Foltermethoden verhört und anschließend zum Tode verurteilt werden, kommen in Maxim erste Zweifel am System auf. Dieses ähnelt sehr stark der geplanten neuen Weltordnung auf der Erde. Die Menschen werden arm und unwissend gehalten, das Militär ist überall präsent und Abweichler werden willkürlich von der Garde verhaftet und von Standgerichten „getilgt“.

Maxims nächste Aufgabe ist die Hinrichtung der Gefangenen in einem Wald, fernab von jeglichen Zeugen. Dieser Aufgabe verweigert er sich, lässt die Gefangenen frei und quittiert den Dienst. Daraufhin wird er sofort von seinem Vorgesetzten exekutiert und als sein Freund Gui Mitgefühl und Trauer zeigt, wird dieser von der Garde zur Armee strafversetzt.

Die Armee braucht neues Kanonenfutter, denn die unbekannten Väter stehen mit einem anderen Machtblock in ständigem Kriegszustand. Um die öffentliche Meinung zu beeinflussen und der Bevölkerung eine Invasion schmackhaft zu machen, schlägt ein Mitglied der Schattenregierung vor, wieder einen Turm in die Luft zu sprengen. Wenn das mal keine Anspielung darauf ist, dass die Anschläge auf die Türme des World Trade Centers in New York von 2001 ein Inside Job waren, mit dem die Angriffskriege gegen Afghanistan und Irak gerechtfertigt werden sollten… Allerdings liegt die Betonung auf „wieder“, was man als Drohung verstehen könnte.

Maxim ist derweil wie Jesus wieder auferstanden und seine Schusswunden sind binnen Stunden geheilt. Von den Aufständischen erfährt er, dass die unbekannten Väter eine Machtclique von Parasiten und Sadisten sind, welche sich an die Macht geputscht hat. Die bereits erwähnten Türme dienen nicht etwa der Abwehr, sondern bestrahlen permanent die gesamte Bevölkerung, um ihre Gehirnchemie zu verändern. Die Massen werden dadurch gefügig und leichter zu manipulieren.

Nur auf die Ausgearteten hat die Strahlung keine Wirkung. Sie erleiden dafür heftige Kopfschmerzen. Die unbekannten Väter gehören ebenfalls zu den Unbeeinflussten, doch wer nicht zu ihnen gehört, wird von ihnen gnadenlos gejagt. Sie wollen die totale Kontrolle über die Bevölkerung, einschließlich ihrer Gedanken.

Das ist höchst brisant, denn tatsächlich lassen sich mittels ELF-Wellen bestimmte Bereiche im Hirn stimulieren, was von Euphorie bis hin zu Depressionen alles Mögliche auslösen kann. In Anlehnung an den Film kommen einem da die unzähligen Funkmasten auf der Erde in den Sinn. Die Parallelen sind wohl kaum ein Zufall und die Botschaft dahinter ist eine wahrlich erschreckende Offenbarung.

Hinzu kommen die üblichen sinnlosen Unterhaltungsprogramme, die wir ebenfalls aus der realen Welt kennen. Im Fernsehen des finsteren Planeten laufen die Gedankenbilder von psychisch kaputten Irren, was entfernt an diverse Musikvideos von Lady Gaga oder Marilyn Manson erinnert. Gespickt wird das Ganze selbstverständlich noch mit politischer Propaganda.

Maxim schleicht sich nach einem Anschlag auf einen der Türme in die Hauptstadt zurück und findet Unterschlupf bei Rada und ihrem Bruder. Leider lässt er sich erwischen und landet ausgerechnet bei den Gefangenen, die er selbst ans System ausgeliefert hat. Gemeinsam mit ihnen wird er zur Zwangsarbeit verpflichtet. Irrwitzigerweise gibt man den Partisanen dabei Waffen in die Hand, mit denen diese Minenfelder räumen sollen.

Nach einem Tag harter Aufräumarbeit, an dem er von seinen Mitgefangenen weitere Informationen über den Zweck der Türme erhalten hat, wird Maxim Zeuge von unmenschlichen Verbrechen, wie sie die Nazis im 2. Weltkrieg begangen haben. In einem russischen Film dürfte das wohl als Abrechnung mit dem deutschen Faschismus zu verstehen sein.

Mit dem Panzer, den Maxim während der Minenfeldräumung gekapert hat, fährt er an die Grenze, wo er Gui wiedertrifft. Er entführt ihn und fährt mit ihm in den Sonnenuntergang. Es fällt auf, dass die Faschisten wenigstens öko sind und ihren Strom aus Windkraft gewinnen.

Vorbei am Windpark finden Maxim und Gui schließlich Zuflucht im zerbombten Feindesland.

Der Fremdweltler versucht dort, verschiedene Separatistengruppen für einen Staatsstreich zu gewinnen. Doch die einen haben kein Interesse und die anderen stellen sich als wenig besser als die Regierung heraus. Eine Begegnung mit einem telepathischen Mutanten bringt ihn auch nicht weiter, aber zumindest gibt dieser ihm den Tipp, Kontakt mit dem Inselimperium herzustellen.

Mit einem Luftschiff machen er und Gui sich auf den Weg zu besagter Insel, rammen jedoch einen Sendeturm und werden kurz darauf abgeschossen.

Nachdem die beiden abermals gefangen genommen wurden, werden sie aufgrund des Kriegszustands amnestiert und als Kanonenfutter an die Front geschickt. Zwar hat die Schattenregierung andere Pläne mit Maxim, doch der General, der ihn schon einmal erschossen hat, würde ihn lieber gern endgültig an der Front verrecken sehen.

Um die eigenen Truppen aggressiv zu machen, bekommen sie eine Extradosis Strahlung. Die Antennen sitzen sehr auffällig auf speziellen Panzern. Tatsächlich wird schon an einer weit unauffälligeren Variante geforscht, die in die Helme zukünftiger Soldaten integriert werden soll.

Auf dem Schlachtfeld wird Gui von seinem eigenen Vorgesetzten erschossen, schafft es aber mit letzter Kraft, den General mit einer Flagge zu pfählen.

Von einem Vertreter der Schattenregierung erfährt Maxim schließlich, dass Guis Schwester Rada verhaftet wurde. Auf einem Friedhof, der das ganze Ausmaß der Sinnlosigkeit des verlorenen Krieges offenbart, bekommt er das Angebot, mit dem Regime zu kooperieren und ein angenehmes Leben zu führen.

Er gerät an den Oberstaatsanwalt, der sich inzwischen mit den unbekannten Vätern überworfen hat. Er plant nun selbst einen Putsch und verrät Maxim den Standort der Kontrolle aller Funktürme. Er soll die Strahlung benutzen, um das Volk zu einer Revolution anzustacheln. Das Ganze ist natürlich nicht uneigennützig, denn innerhalb der neuen Ordnung will der Verräter eine noch höhere Position einnehmen.

Maxim nimmt den Auftrag dennoch an, dabei hätte ihm ein Blick auf die überreichte Karte genügt, um zu erkennen, in wessen Auftrag er da handelt. Auf der Vorderseite ist eine Sig-Rune zu sehen und auf der Rückseite drei Hexagone, welche natürlich eine verschlüsselte 666 darstellen.

In der Machtzentrale wimmelt es obendrein von Pyramiden, die allesamt drei Stufen haben.

Zunächst hält sich Maxim an den Plan des Oberstaatsanwalts, aber um auf Nummer sicher zu gehen, sprengt er die Machtzentrale anschließend in die Luft. Da die Bevölkerung nun nicht mehr beeinflusst wird, bricht eine unkontrollierte Rebellion aus. Der Drahtzieher der Aktion erkennt, dass sein Plan nach hinten losgegangen ist und entzieht sich der Verantwortung durch Suizid.

Doch der Oberstaatsanwalt war gar nicht das Kernproblem. Auf dieses trifft Maxim bei der Rettung von Rada, welche der als „Wanderer“ bekannte Systemschurke als Druckmittel gefangen gehalten hat. Wie sich nun herausstellt, ist der Wanderer ebenfalls ein Mensch von der Erde und hört auf den Namen Rudolf. War ja klar, dass ein Deutscher hinter dem faschistischen Regime steckt und das erklärt auch, warum sein Mantel mit Sig-Runen bestickt ist.

Zunächst will Rudolf, dass Maxim sich ihm anschließt. Er behauptet, dass er im besten Interesse der Menschen dieses Planeten gehandelt hätte. Es wäre nur halt schwer, radikale Veränderungen herbeizuführen, deshalb habe er zu subtileren Mitteln gegriffen und die Welt im Gleichgewicht gehalten. Im Gleichgewicht des Schreckens versteht sich. Das ist natürlich wieder einmal typisch freimaurerisches Dualitätsdenken.

Auf das Angebot des Oberilluminaten geht Maxim jedoch nicht ein. Nach einer kurzen Schlägerei wird klar, dass die Revolution gesiegt hat. Dabei ist es wohl kaum ein Zufall, dass Maxim die meiste Zeit einen roten Overall trägt.

Die Rebellion kann man jedoch, wie bereits die irdische Geschichte lehrt, aus verschiedenen Blickwinkeln sehen. Einerseits ist der Sturz des alten Regimes nötig, andererseits warten genügend Machtbesessene wie einst Stalin darauf, die Revolution für ihre egoistischen Zwecke zu missbrauchen. Das Ende bleibt also zweideutig und einzig die Liebe zwischen Maxim und Rada lässt einen leichten Hoffnungsschimmer durchblicken.

Fazit: „Dark Planet“ ist optisch atemberaubend und setzt hohe Standards für die russische Filmindustrie. Vor allem die Farben sind sehr stimmungsvoll gehalten. Die Spezialeffekte sind ebenfalls solide und können mit amerikanischen Blockbustern durchaus mithalten.

Die Handlung ist zumindest interessant, schwenkt zuweilen aber sehr ziellos in die eine oder andere Richtung um. Die hintergründigen Botschaften sind derweil sehr radikal an die neue Weltordnung angelehnt. Man braucht nicht lange zu überlegen, worauf der Film hinaus will. Auf dem dunklen Planeten möchte man wirklich nicht gerne leben, doch leider wird unsere Erde dieser Welt immer ähnlicher.

Der Schuh des Illuminatu

Die Sportmarke Nike, benannt nach einer griechischen Siegesgöttin, hat am 20. April 2019 ein neues Sportschuhmodell mit dem Titel „UFO Inspired“ auf den Markt gebracht.

Das ist an und für sich noch nichts Besonderes, wenn da nicht etwas mehr dahinter stecken würde. Der Schlump ist nämlich Teil einer neuen Reihe namens „Kyrie 5“. Gemeint ist hier der Basketballspieler Kyrie Irving, welcher Anhänger diverser Verschwörungstheorien ist, die mal mehr und mal weniger bis überhaupt nicht glaubwürdig sind. So glaubt er beispielsweise, dass die Mondlandung ein Fake war. Darüber lässt sich vielleicht noch streiten, aber die Theorie der flachen Erde, die Irving vertritt, ist definitiv absurd. Ebenso seine Behauptung, er höchstpersönlich hätte Kennedy erschossen, was schon daran scheitert, dass er erst 1992 geboren wurde.

Warum hat sich Nike nun ausgerechnet die krude Gedankenwelt dieses NBA-Spielers ausgesucht, um damit Schuhe zu vermarkten? Schuhe, die wohlbemerkt allesamt die Pyramide mit dem allsehenden Auge auf der Ferse haben.

Es kommt noch besser, denn das allsehende Auge befindet sich auch auf der Sohle und wird von den Trägern dieser Schuhe überall als Spur hinterlassen. Da es sich um Freimaurersymbolik handelt, welche ganz gewiss keiner von Kyries kruden Theorien entspringt, darf man hier von einer bewussten Verbreitung dieser Symbole ausgehen.

Was steckt nun also dahinter? Wollen sich die Herrschenden über Verschwörungstheoretiker lustig machen, während sie gleichzeitig ihre Propaganda unters Volk bringen? Genau das legt auch eine Karte des Illuminati Kartenspiels nahe. Kyrie Irving scheint demnach ein autorisierter Held zu sein, der das Weltgeschehen zwar infrage stellt, aber auf solch absurde Weise, dass es kein vernunftbegabter Mensch ernst nehmen kann.

Videoanalyse: Hell Boulevard – Satan in Wonderland

Der Bandname Hell Boulevard sagt eigentlich schon alles über die ideologische Ausrichtung dieser Krachmacher. Das Video zu „Satan in Wonderland“ bezeugt dabei, dass es sich mitnichten um harmlose Gruftis handelt, die nur oberflächlich mit okkulten Symbolen spielen, die sie nicht verstehen. Der Boulevard zur Hölle ist durchaus bewusst mit schlechten Vorsätzen gepflastert.

Wie schlecht diese Vorsätze sind, zeigt die Anspielung auf „Alice im Wunderland“, welche hier durch Satan ersetzt wird. Schon das Originalwerk von Lewis Carroll offenbarte dessen Neigungen zu Drogenmissbrauch und minderjährigen Mädchen. Umso erschreckender ist es, dass sich die satanische Alice im Verlauf des Musikvideos bis auf die Unterwäsche entkleidet. Die Darstellerin ist zwar erwachsen, aber was sie darstellt nicht.

Zu Beginn des Videos ist Alice noch angezogen und darf eine weiße Venustaube küssen, welche Luzifer symbolisiert.

Das weiße Karnickel darf natürlich auch nicht fehlen.

Immerhin zeigt es den Weg zu den Pilzen, aus denen die Drogen gewonnen werden.

Noch in der ersten halben Minute sind außerdem schon die ersten Freimaurersymbole zu sehen. Zum einen wäre da der Schirm, natürlich in Schwarz/Weiß gehalten.

Und der ebenfalls schwarz/weiße Schachbrettboden als Spielwiese für sexuelle Perversionen.

Weiter geht es mit offensichtlicher Satanismussymbolik. Der Baphomet hat passend zum Anlass einen gehörnten Hasenschädel. Im Prinzip könnte das auch eine Anspielung auf den Playboy sein, denn die blanken Titten haben ein XX-Rating.

Was mit diesem Sexbunny hinter der Kamera passiert, darüber wird lieber geschwiegen.

Ebenfalls nackt ist eine rothaarige Frau mit Hörnern, an der Aleister Crowley vermutlich seine Freude gehabt hätte.

Aber sicherlich hat auch der verrückte Hutmacher, welchen der Sänger verkörpert, an der „Hure Babalon“ Gefallen gefunden.

Bevor die wilde Party so richtig losgeht, müssen aber erst einmal lustige Pillen eingeworfen werden, die „Happiness“ bringen. Das Musikvideo ist wie eine einzige Anleitung zum Drogenkonsum. Aber das trifft ja bereits auf das literarische Vorbild zu.

Ob nur die Pillen im Hals kratzen oder die folgende Geste eine tiefere Bedeutung hat, lassen wir mal offen.

Die Pillen zeigen jedenfalls schnell Wirkung und plötzlich steht alles Kopf, einschließlich dem umgedrehten Kreuz auf der Hure Babalon.

Wenn’s erst mal richtig rein knallt, erscheint einem schlussendlich auch die Cheshire-Cat, stilecht mit Pentagramm-Ohrring…

…sowie die Raupe mit der Wasserpfeife, hier in einer sehr maskulinen Darstellung.

Der Typ an der Shisha betont sein linkes Horusauge, indem er das andere mit einem umgedrehten Satanspentagramm abdeckt.

Auf der Stirn trägt er zudem eine Mondsichel, die für sich genommen schon okkulte Bedeutung hat, hier allerdings die Sichel des Saturn repräsentieren könnte.

Man sollte meinen, mehr okkulte Symbolik ginge nicht. Doch was wäre ein satanistisches Musikvideo ohne das Siegel Satans auf dem nackten Leib von Alice?

Ähnlich okkulte Symbole blitzen auch immer mal wieder in einem Buch auf, welches sich bei genauerer Betrachtung als geschändete Bibel entpuppt.

Wenn da mal nicht die unheilige Dreifaltigkeit ihre Finger im Spiel hatte.

Der Hutmacher dreht zum Schluss noch mal richtig auf und zeigt sowohl den Baphomet mit erhobenem Zeigefinger…

…als auch die symbolischen Teufelshörner.

In seiner alternativen Gruftikluft trägt er zudem ebenfalls das Siegel Satans um den Hals sowie Buttons mit umgedrehtem Kreuz und Pentagramm.

Am Ende wirkt Alice irgendwie niedergeschlagen und scheint dem weißen Karnickel für den Horrortrip nicht gerade dankbar zu sein.

Videoanalyse: Satans massives Ego

Massive Ego ist eine Band aus dem Bereich Gothic, deren Musikvideos meist in Schwarz/Weiß gehalten sind. Der Sänger tritt optisch wie Mickey Mouse auf, was auf den ersten Blick lächerlich wirkt.

Wir wollen an dieser Stelle nicht darüber spekulieren, ob er einer Disney-Programmierung unterzogen wurde. In jedem Fall weiß er die Mickey-Ohren aber korrekt zu deuten, denn im gleichen Video zu „Low Live“ ist er auch als Teufel mit Hörnern verkleidet zu sehen. Ein Look, den die gesamte Band zur Schau trägt.

Ähnlich sieht es mit dem Video zu „I idolize you“ aus. Zwar wirken manche Kostüme eher Insektoid, doch im Kontext gesehen handelt es sich bei den Fühlern eher um Hörner.

Der Disney Look greift ebenfalls auf die anderen Bandmitglieder über, wie die folgenden Screenshots zeigen.

Zu Disney gehören natürlich auch sexuelle Anspielungen und so gibt es im Video die Titten von Minnie Mouse zu sehen. Natürlich mit Xen auf den Nippeln, womit ironischerweise ein XXX-Rating verhindert wird.

Wer hier unter wessen Schirmherrschaft steht, stellt der Rain Man höchstpersönlich klar.

Im betreffenden Lied geht es, wie der Titel schon verrät, um Idolisierung, welche die Band scheinbar kritisch sieht. Zumindest sollte man das hoffen, da u.a. Hitler als Idol gezeigt wird. Da die Band nun aber selbst das Okkulte glorifiziert und ihrerseits von den Fans idolisiert wird, entbehrt diese Kritik nicht einer gewissen Ironie.

Die Computermonitore auf den Schultern können übrigens als Kopf im Käfig interpretiert werden, da es offensichtlich um geistige Beeinflussung geht. Das allsehende Auge ist dabei nicht weit.

In den Zwischensequenzen gibt es allerhand verstörende Bilder zu sehen, in denen eine halbnackte Gestalt mit Glatze Black Goo erbricht. Ob es sich dabei um einen Mann oder eine Frau handelt, ist schwer einzuordnen.

Zum Schluss wird die Botschaft „RELIGION IS THE DEVIL – PLEASE GOD SAVE US FROM RELIGION“ ins Blickfeld gekritzelt. Auch das ist nicht gänzlich frei von Ironie, sind doch die teuflischen Kostüme selbst religiöser Mummenschanz. Okkultismus ist nun mal kein Atheismus und Atheisten würden wohl nicht Gott darum bitten, die Menschheit von Religion zu erlösen.

High School – Hollywood ist nicht ganz dicht

von A. Tom Shroom

Es gibt gute Argumente für die Legalisierung weicher Drogen wie Cannabis. Auf der anderen Seite gibt es aber ebenso gute Argumente, Werbung für alle Arten von Drogen, darunter auch Tabak und Alkohol, zu verbieten. Insbesondere gilt dies, wenn gezielt Jugendliche dazu animiert werden sollen, sich von Suchtmitteln abhängig zu machen. Das Konzept von „High School – Wir machen die Schule dicht“ mag auf den ersten Blick witzig erscheinen, doch bei genauerem Hinsehen handelt es sich um Propaganda für durchaus härtere Drogen.

Wer ein Interesse daran hat, eine ganze Generation breit in der Ecke liegen zu sehen, verrät gleich zu Beginn das Logo von Parallel Media. Zu sehen ist ein Drache (Reptiloid) vor dem Pferdekopfnebel. Dieser Nebel liegt, welch Zufall, im Sternbild des Orion.

Der Film beginnt mit einem Buchstabierwettbewerb, bei dem ein asiatisches Mädchen (Julia Ling) namens Charlyne Phuc (gesprochen FUCK) ihren Einsatz versemmelt, weil sie total stoned ist. Da sie sich wie im Himmel fühlt, während sie sich auf Erden befindet, trägt sie die Nummer 69. Aber vielleicht handelt es sich ja auch um eine sexuelle Anspielung, was zu ihrem Nachnamen passen würde.

Das Logo des Buchstabierwettbewerbs ist derweil eine Biene, was nicht nur eine Anspielung auf die original englische Bezeichnung von Buchstabierwettbewerben ist („Spelling Bee“), sondern auch das Bildungssystem wieder mal als Instrument der Freimaurer entlarvt, das die Kinder zu produktiven Arbeitssklaven umformen soll. Sie sollen nur so viel lernen, dass sie später am Arbeitsplatz optimal funktionieren, ansonsten dürfen sie gerne blöd bleiben und obendrein auch noch bekifft. Aus den Reihen dieser Generation wird kaum noch Widerstand entstehen.

Im Zentrum der Handlung steht allerdings ein durchaus begabter Schüler namens Henry (Matt Bush), der unbedingt ans MIT (Massachusetts Institute of Technology) will. Es gibt jedoch Kräfte, die das verhindern wollen. Welche Kräfte das sind, sieht man gleich in seiner ersten Szene, in der drei Wecker um 6 Uhr morgens klingeln. Wozu braucht jemand drei Wecker? Außer natürlich, um jeden Morgen mit der 666 geweckt zu werden.

Sein Kumpel Travis (Sean Marquette) hätte die drei Wecker derweil nötiger gehabt, da er den halben Tag verpennt. Seine Kumpels nutzen die Gelegenheit, um ihn ein Hitlerbärtchen anzumalen. Doch damit nicht genug, er bekommt auch noch einen Schwanz ins Gesicht gemalt und auf der anderen Wange ein XXX, also den Code für die Pornoindustrie.

Offensichtlich passt das sehr gut zu seinem Charakter, bei dem, was Travis auf einem Fragebogen unter „in der Schule erlernte Fähigkeiten“ angibt. Spätestens hier wird deutlich, dass das Niveau dieser Komödie extrem unterirdisch ist.

In der Schule wimmelt es derweil von Freimaurersymbolen. Allen voran ist die freimaurerische Tricolore allgegenwärtig und zuweilen in Kombination mit der Fleur de Lys oder Pentagrammen zu sehen.

Auf der Toilette wird das Ganze auf die Spitze getrieben, da dort noch ein sexuell anrüchiger Spruch mit einer Telefonnummer steht. Letztere enthält drei Neunen oder eben eine auf dem Kopf stehende 666.

Bei den Kumpels von Travis und Henry sieht es nicht besser aus. An der Wand hängt ein Plakat mit der Aufschrift Osiris und links daneben ein Pentagramm. Wir erinnern uns an die Anspielung auf das Sternbild des Orion, der gleichbedeutend mit dem ägyptischen Gott Osiris ist. Das Pentagramm links davon dürfte demnach für den Stern Sirius stehen.

Da Henrys Freunde allesamt Kiffer sind, dauert es nicht lange, bis ihm Travis Drogen anbietet. Daraufhin stürzt er aus einem Baumhaus und verletzt sich dabei ausgerechnet am linken Horusauge. Ein toller Vorwand, um ihn für den Rest des Films mit dieser Symbolik herumlaufen zu lassen, wobei das allsehende Auge auch an anderen Stellen auftaucht.

Sogar auf dem DVD Cover darf Adrien Brody die Geste des Allsehenden Auges mit einer Stange Cannabis machen.

Doch zurück zur Handlung. Die anschließende Kombination aus Drogen und einem Kriegsspiel löst bei Henry einen Flashback aus. Er ist wieder 12 und rennt nackt durch den Wald, wobei er von Hubschraubern verfolgt wird. Diese Anspielung auf nackte Kinder ist nicht nur überflüssig, sondern richtiggehend widerwärtig. Zum Glück war der Schauspieler zum Zeitpunkt seiner Nacktszene schon über 20 Jahre alt.

Als wäre der schlechte Trip nicht schon Strafe genug, kündigt der Schuldirektor einen Drogentest an, der für Henry den Rausschmiss bedeuten würde. Da seine Träume vom MIT auf dem Spiel stehen, planen er und Travis, die gesamte Schule high zu machen. Ihrer Logik zufolge müsste der Direktor dann entweder alle rausschmeißen oder den Test für ungültig erklären.

Damit dieser Plan gelingt, klauen sie den stärksten verfügbaren Stoff von Psycho Ed (Adrien Brody). Dieser Dealer ist von oben bis unten tätowiert, wobei ein Schachbrettmuster am Hals nicht fehlen darf.

Um zu verdeutlichen, dass mit Psycho Ed nicht zu spaßen ist, trägt er außerdem Totenschädelringe an beiden Händen.

Schädel und gekreuzte Knochen sind auch an der Schule voll angesagt.

Dort tauschen Henry und Travis die Brownies der Mütter gegen ihre eigenen THC-Brownies aus. Leider haben sie dabei nicht eingeplant, dass es an der Schule Überwachungskameras gibt, weshalb sich Henry zwischen den Abschlussprüfungen auch noch darum kümmern muss. Hilfe bekommt er dabei von Travis, der u.a. in der Schwimmhalle eine Lehrerin mit sexuellen Belästigungen ablenkt. Auffällig ist dabei ein Hexagramm-Tattoo auf seinem Rücken. Da weder der Schauspieler noch der von ihm verkörperte Charakter jüdisch ist, kann das Hexagramm eigentlich nur als Freimaurersymbol gedeutet werden.

Während Travis die Lehrerin belästigt, muss Henry im Büro des Direktors dessen sexuelle Perversionen über sich ergehen lassen. Das ist nach dem Kindheitsflashback schon die zweite Anspielung dieser Art, was nichts Gutes erahnen lässt.

Am Ende geht für Henry jedoch alles gut aus. Auf dem Überwachungsvideo, das er nicht rechtzeitig vernichten konnte, ist nicht die Aktion mit den Brownies zu sehen, sondern ein sexueller Übergriff des Direktors auf eine Lehrerin. Das führt auch prompt zur Verhaftung des unliebsamen Schuldirektors.

Der Film endet mit ein paar Zeitungsschlagzeilen und auf einer Titelseite gibt es zum Abschied noch den Satansgruß.

Fazit: High School gehört zu den so genannten Stoner-Movies, die sich um Drogenkonsum drehen. In diese Kategorie gehören auch Klassiker wie „Fear and Loathing in Las Vegas“, doch es fällt auf, dass die Zahl solcher Filme ab Mitte der 1990er exorbitant angestiegen ist. Dabei fehlen in der Auflistung von Wikipedia noch solche Blüten wie „Die Killerhand“ (1999).

„High School – Wir machen die Schule dicht“ sticht hingegen nicht wirklich heraus. Was vielleicht als Komödie gedacht war, verliert sich in geschmackloser Phrasendrescherei mit extrem vielen Fremdschäm-Momenten. Wirklich witzig sind eigentlich nur die Wortspiele im Titel, wobei der Zusatz „Wir machen die Schule dicht“ nur im Deutschen funktioniert und nicht Teil des Originaltitels ist.

Seit 2017 ist es amtlich: Sexuelle Übergriffe in der Filmindustrie

von Joe Doe

Seit Jahren werden wir nicht müde, auf den Sumpf von sexueller Ausbeutung und insbesondere Pädophilie in der Filmindustrie hinzuweisen. Es gab schon lange dahingehende Aussagen, darunter vom ehemaligen Kinderstar Corey Feldman, der auf systematischen Missbrauch hingewiesen hatte. Wer etwas tiefer recherchierte, hätte also durchaus über die finsteren Abgründe Hollywoods Bescheid wissen können.

2010 verstarb Feldmans früherer Schauspielkollege Corey Haim an den Folgen seiner Drogensucht, welche auf die schweren Kindheitstraumata zurückgeführt werden kann. Und er war nicht der einzige ehemalige Kinderstar, der ein solch tragisches Ende nahm. 2003 erhängte sich Jonathan Brandis, der u.a. durch die Serie „SeaQuest DSV“ bekannt wurde. Zuvor hatte er Hauptrollen in hochgradig okkulten und zutiefst finsteren Kinderfilmen.

1990 spielte Brandis in „Die unendliche Geschichte II“ den Protagonisten Bastian Bux, der sich in die Geschichte eines Buches hineinlesen konnte. Das Siegel des Buches bestand aus ineinander verknoteten Ouroboros-Schlangen und im Verlauf der Handlung bekam er es mit grässlichen Dämonen zu tun. Außerdem stand er für einige Schwimmbadszenen halb nackt vor der Kamera.

Im gleichen Jahr spielte er die Rolle des Bill Denbrough in Stephen Kings „Es“, in dem es um einen kinderfressenden Clown geht. Das hat schon etwas von rituellen Kindstötungen, denn der Clown stellt sich als bösartiger Dämon heraus. Brandis erkrankte später an Alkoholismus und schweren Depressionen, die ihn schlussendlich in den Suizid getrieben haben. Ob auch sexueller Missbrauch dazu beigetragen hat ist noch nicht bekannt, denn er hinterließ keinen Abschiedsbrief.

Pssst, Hollywood hat ein dunkles Geheimnis.

Konkreter wird es dagegen bei der Neuverfilmung von Stephen Kings „Es“, welche 2017 in die Kinos kam. Der Kinderstar Finn Wolfhard, der darin die Rolle des Richie Tozier spielte und außerdem durch die Netflix-Serie „Stranger Things“ Bekanntheit erlangte, erhob 2017 schwere Vorwürfe gegen seinen inzwischen gefeuerten Agenten Tyler Grasham. Dieser soll neben Wolfhard auch zahlreiche weitere aufstrebende Kinderstars sexuell belästigt haben.

Quelle

Grasham sollte nicht der Einzige bleiben, dessen sexuelle Übergriffe in diesem Jahr für Schlagzeilen sorgten. 2017 rollte eine regelrechte Skandallawine über Hollywood hinweg. Im Zuge dessen meldete sich Corey Feldman erneut zu Wort und kündigte an, weitere Namen zu nennen. Er gab Pläne für einen ganzen Dokumentarfilm über Pädophilie in der Filmindustrie bekannt, wobei ein Teil des Budgets von 10 Mio. Dollar in den Schutz seiner Person fließen soll. Denn es steht fest, dass die Täter anonym bleiben wollen. Das wird auf Dauer jedoch nicht funktionieren, da langsam alle Dämme brechen.

Einige Namen sind bereits öffentlich bekannt, darunter der Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein. Dessen Kontakte zum Disney-Konzern lassen bereits nichts Gutes erahnen. So gehört Weinsteins einstige Produktionsfirma Miramax zu Disney. Seinen Bruder Robert Weinstein gründete indessen die Firma Dimension Films, ebenfalls eine Disney-Tochtergesellschaft. Für diese wirkte Harvey Weinstein als ausführender Produzent bei Kinderfilmen wie „Spy Kids“ mit. Als wäre das noch nicht verdächtig genug, unterstützte er die Wahlkämpfe von Bill und Hillary Clinton. Ist es nur Zufall, dass der Pizzagate-Skandal kurz vor dem Weinstein-Skandal kam?

Noch ist Harvey Weinstein jedoch nicht des Kindesmissbrauchs überführt. Bisher sind nur seine sexuellen Übergriffe auf Frauen bestätigt, was allerdings schlimm genug ist. Eine ganze Reihe namhafter Stars haben Vergewaltigungsvorwürfe gegen ihn erhoben. Darunter Angelina Jolie, Ashley Judd, Salma Hayek, Gwyneth Paltrow und Uma Thurman, um nur einige zu nennen. Sein Statement zu den Anschuldigungen lautete, dass er seine „Dämonen“ in den Griff bekommen müsse. Ja sicher doch, für Weinstein sind natürlich die bösen Dämonen an allem schuld, die er wahrscheinlich bei okkulten Ritualen heraufbeschworen hat. Vor Gericht werden ihm solche Ausflüchte hoffentlich nichts nützen!

Zumal die Anklage noch um schweres Stalking erweitert werden muss. Um seine Opfer einzuschüchtern, hatte Weinstein nämlich eine israelische Sicherheitsfirma von ehemaligen Mossad-Agenten auf seine Opfer angesetzt. Dies nützte ihm letztendlich aber nichts und seine Übergriffe führten zu der „MeToo“-Kampagne. Infolgedessen wurde Harvey Weinstein von seiner eigenen Produktionsfirma Weinstein Company vor die Tür gesetzt, die sich seitdem um Schadensbegrenzung bemüht.

Der Hashtag „MeToo“ wurde derweil durch die Schauspielerin Alyssa Milano geprägt, welche auf das Ausmaß und die Allgegenwärtigkeit von sexuellen Übergriffen aufmerksam machen wollte. Dies ist ihr gelungen. Es mag sein, dass einige der daran Beteiligten selbst hohe Funktionen innerhalb der Pop-Okkultur und sogar der Politik haben. Darunter Angelina Jolie, die für das Council on Foreign Relations aktiv Kriegspropaganda betreibt. Dennoch sollte die Kampagne nicht unterschätzt oder gar als von oben gewollt abgetan werden, da sie an der gesamten Scheinwelt der Filmindustrie rüttelt und dank ihr inzwischen schon international Sexualstraftäter überführt werden konnten.

Als einer der Bekanntesten wurde im Oktober 2017 der Schauspieler Kevin Spacey beschuldigt. Den Vorwurf erhob der ehemalige Teenie-Star Anthony Rapp, der 1986 im Alter von 14 Jahren auf einer Party sexuell von Spacey belästigt wurde. Außerdem wurde 2008 in einem Fall von sexueller Nötigung von Scotland Yard gegen Spacey ermittelt. Da die Vorwürfe von seinen Schauspielkollegen bestätigt wurden, strich Netflix mit sofortiger Wirkung seine Rolle in der Serie „House of Cards“. Kevin Spaceys Karriere dürfte damit beendet sein.

666-Geste mit Augenbetonung.

Ebenfalls von Netflix gefeuert wurde Danny Masterson, nachdem er ebenfalls von mehreren Frauen der Vergewaltigung beschuldigt wurde. Die beiden werden dabei noch längst nicht die Letzten gewesen sein, die ihren Job wegen sexueller Übergriffe verloren haben. Die Liste der Beschuldigten ist inzwischen derart lang, dass wir uns an dieser Stelle auf die bekanntesten Namen beschränken. Dazu zählen die Schauspieler Jason Beghe, John Jarratt, Robert Knepper, Jeremy Piven, Steven Seagall, Jeffrey Tambor und Ed Westwick, der KISS-Bassist Gene Simmons, der Regisseur und Produzent Brett Ratner sowie der Trickfilmregisseur John Lasseter (wieder mal Disney).

Komplette Liste hier.

In Deutschland hat die „MeToo“-Kampagne ebenfalls schon eine Karriere beendet. Zwar streitet Dieter Wedel die gegen ihn erhobenen Vorwürfe ab, legte sein Amt als Intendant der Bad Hersfelder Festspiele aber dennoch nieder. Außerdem nahm die Staatsanwaltschaft München Ermittlungen wegen des Anfangsverdachts einer nicht verjährten Sexualstraftat auf. Immerhin hat sich inzwischen eine ganze Reihe von Schauspielerinnen zu Wort gemeldet, die die sexuellen Übergriffe durch Wedel bezeugen können.

1975 soll es z.B. im Rahmen der Dreharbeiten zu der NDR-Serie „Pariser Geschichten“ zu einer Vergewaltigung in einem Waldstück gekommen sein. Die Schauspielerin Ester Gemsch beschrieb indes einen sexuellen Übergriff in einem Hotelzimmer von 1980, bei dem sie von Wedel an der Halswirbelsäule verletzt worden sei. Ihre Rolle wurde mit Ute Christensen neu besetzt, welche ebenfalls Vorwürfe gegen den Regisseur erhoben hat.

Die Schilderungen einiger der Opfer heben immer wieder die hohe Brutalität der Übergriffe hervor. Zudem scheint sich ein perfides System hinter dem widerwärtigen Treiben zu verbergen. Dies legen zumindest die Äußerungen von Corinna Harfouch hervor, obgleich sie selbst nicht zum Kreis der Betroffenen gehört. Zitat: „Viele haben gewusst, dass Wedel Schauspielerinnen schlecht behandelt und demütigt. Das war ein von allen gestütztes System.“

Wie solch ein System funktionieren kann, zeigte ebenfalls 2017 das Auffliegen einer bizarren Sado-Maso-Sekte, die sich als Selbsthilfegruppe NXIVM tarnte. Statt Hilfe erhielten die 70-80 rekrutierten Frauen jedoch Brandzeichen und wurden vom inneren Kreis auf brutalste Weise sexuell versklavt. Unter den Opfern, die allesamt einer Hirnwäsche unterzogen wurden, befand sich u.a. die bekannte „Denver-Clan“-Darstellerin Catherine Oxenberg.

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Allerdings sind Psychosekten in Hollywood keine Neuheit. Der ebenfalls im Zuge der „MeToo“-Kampagne beschuldigte Dustin Hoffman verteidigte z.B. in einem offenen Brief an den damaligen deutschen Bundeskanzler Helmut Kohl die berüchtigte $cientology-Sekte. Er verglich dabei das Verhalten Deutschlands gegenüber $cientology mit der Judenverfolgung im 3. Reich, was freilich an Absurdität kaum zu überbieten war. Welch enormen Einfluss die Sekte in Hollywood hat, muss wohl nicht extra erwähnt werden. Dustin Hoffmans sexuelle Belästigungen hingegen schon.

Pssst, nicht weitersagen.

Die sexuelle Ausbeutung hat in der Filmindustrie eine lange Tradition und bereits vor der „MeToo“-Kampagne waren unter anderem die Fälle von Bill Cosby und Roman Polanski bekannt. Cosby wurde erstmals im Jahr 2000 wegen sexueller Belästigung angezeigt, doch die Polizei verfolgte die Sache nicht weiter. 2005 folgte ein Strafrechtsverfahren, bei dem Andrea Constand konkretere Vorwürfe erhob. Sie wurde von Cosby betäubt und anschließend missbraucht. Das Verfahren wurde aber aus Mangel an Beweisen eingestellt und Cosby zahlte außergerichtlich ein Schweigegeld in Höhe von 3,38 Mio. Dollar.

2017 wurde der Fall neu aufgerollt, jedoch abermals ohne Urteil beendet. Bill Cosby gab die Tat bei diesem Prozess sogar zu, verteidigte sich jedoch, der Sex sei einvernehmlich gewesen. 2018 wartete ein weiterer Gerichtsprozess auf Cosby, in dem es um einen Missbrauchsfall aus dem Jahr 1976 ging. Diesmal gab es zwar endlich einen Schuldspruch, allerdings kam Cosby vorerst gegen Kaution wieder auf freien Fuß. Warum sich die Gerichte bei solchen Fällen schwer tun, könnte mitunter daran liegen, dass die „MeToo“-Vorwürfe bis in die US-Justiz reichen, was im Prinzip keinen mehr verwundern dürfte.

Vergleichsweise milde fiel auch die Strafe für Roman Polanski aus, obwohl dieser sich selbst für schuldig erklärte. Beim Strafprozess um die Vergewaltigung der damals 13 Jahre alten Samantha Jane Gailey von 1977 wurde bereits vorab die Anklage von Kindesmissbrauch auf „außerehelichen Geschlechtsverkehr mit einer Minderjährigen“ reduziert. Von den lächerlichen 90 Tagen Haftstrafe saß Polanski nur 42 Tage ab, der Rest wurde zur Bewährung ausgesetzt.

Bei Roman Polanski schließt sich zudem der Kreis von Kindesmissbrauch und Okkultismus. Bereits in „Tanz der Vampire“ (1967) posiert er vor Freimaurersymbolen. Seine Filme „Rosemaries Baby“ (1968) und „Die neun Pforten“ (1999) verherrlichen schließlich ganz offen den Satanismus und zeigen seine Verflechtungen in der High Society. Außerdem gewinnt in beiden Fällen am Ende der Teufel.

Ob der Teufel auch im realen Leben gewinnt, bleibt indes abzuwarten. Es stimmt zwar, dass die wenigsten Täter harte Strafen zu befürchten haben, was u.a. daran liegt, dass selbige auch in der Justiz und Politik zu finden sind. Allerdings könnte das Vertrauen der Massen in ihre gefeierten Stars und gewählten Politiker stark erschüttert werden. Die Täter wandern dann vielleicht nicht in den Knast, aber ihre Karrieren sind in den meisten Fällen beendet.

Es wäre zu wünschen, dass die Weltöffentlichkeit endlich aufwacht und begreift, wie die Unterhaltungsindustrie im Verborgenen funktioniert. Gleiches trifft natürlich auch auf die Politik, die Justiz und die Religionen zu. „Pizzagate“ und „MeToo“ waren erst der Anfang. Die Aufdeckung solcher Skandale ist im Informationszeitalter kaum noch aufzuhalten.

Satanische Grüße von Marvel

Im Juli 2017 kommt die nunmehr dritte Neuverfilmung von „Spider-Man“ in die Kinos. Doch irgendetwas an diesem Superhelden ist merkwürdig. Wenn er seine Spinnenfäden verschießt, macht er ständig den Baphomet. Außerdem repräsentiert sein blau/rotes Kostüm in den Farben der Freimaurergrade.

Im neusten Film „Homecoming“ darf Spidey sogar die Pyramidenspitze eines Obelisken berühren. Mit etwas Hilfe durch den Rüstungsmilliardär Tony Stark ist er ganz oben angekommen.

Noch weitaus okkulter sieht es bei „Doctor Strange“ aus dem Jahre 2016 aus. Er zeigt ebenfalls den Satansgruß und macht mit der anderen Hand die „Above“-Geste des Baphomet. Sein Kostüm hat zudem das gleiche Farbschema wie das von Spider-Man. Abgerundet wird sein Outfit durch ein allsehendes Auge, welches einen Infinity-Stein enthält, mit dem sich die Zeit manipulieren lässt. Das dürfte eine Anspielung auf Kronos alias Saturn sein, welcher bekanntlich der Herr der Zeit ist. Die Farbe des Infinity-Steins ist indes Grün, die Farbe der Hexerei.

Selbstverständlich finden sich die Symbole bereits bei den Comicvorlagen, denn auch die Comicindustrie ist ein beliebter Tummelplatz für Freimaurer und Okkultisten.

Am auffälligsten ist dabei Doctor Strange, da er sich im Gegensatz zu Spider-Man direkt okkulter Lehren bedient. Seine Gesten dienen der magischen Beschwörung, wie man unschwer erkennen kann.

Und wer hat Dr. Strange erfunden? Schauen wir mal, wie Stan Lee so drauf ist.

Die Luzifer Buchmesse

Die Leipziger Buchmesse ist nach der in Frankfurt die zweitgrößte Buchmesse Deutschlands und ihre Geschichte reicht bis ins 17. Jahrhundert zurück. Sie findet alljährlich gegen Mitte März statt und bietet Fläche für über 2.000 Verlage. Die Besucherzahlen sind in den letzten Jahren von über 150.000 auf fast 200.000 gestiegen.

Nun stellt sich die Frage, warum wir uns dafür interessieren sollten, wo wir uns thematisch doch in erster Linie mit okkulter Symbolik beschäftigen? Leider findet sich diese gleich im Logo der Leipziger Buchmesse. Dieses zeigt ein allsehendes Auge, welches ein Buch liest. Man hätte auch zwei Augen nehmen können, denn Bücher werden ja in der Regel nicht von Zyklopen gelesen, aber so ist die Botschaft für Eingeweihte klar und deutlich.

Wie die Film- und Musikindustrie ist auch der Buchmarkt ein Tummelplatz für Okkultisten. Seien es die Pamphlete von Aleister Crowley und Helena Blavatsky, die satanische Bibel von LaVey oder moderne Horrorliteratur aus der Feder von Clive Barker und Co. Die Liste einschlägiger Bücher ist lang. Selbiges trifft auch auf die Liste der Verlage zu.

Den 1982 gegründeten Ahriman-Verlag hatten wir bereits ausgiebig vorgestellt. Ahriman ist der Name Satans im Zoroastrismus und entsprechend kommt das Verlagslogo in Gestalt eines Teufels mit Dreizack und erigiertem Phallus daher. Inhaltlich präsentiert sich der Verlag augenscheinlich marxistisch, allerdings gibt es enge Verbindungen zur neuen Rechten. Der Teufel ist ja bekanntlich ein Täuscher.

Noch eindeutiger ist der Luzifer-Verlag, der es uns jedoch per einstweiliger Verfügung untersagt hat, über ihn zu berichten. Leider müssen unsere Leser an dieser Stelle selbst recherchieren, da wir keine Screenshots zur Beweisführung mehr zeigen dürfen.

Luziferische Literatur ist aber selbstverständlich auch anderswo. Auch große Verlagshäuser wie Heyne und Bastei-Lübbe haben Sympathien für den Teufel. Wahlweise mit Schlangensymbolik oder allsehendem Auge.

Bastei-Lübbe bedient neben Luzifer auch Satan, wobei letzterer gar zum „Retter der Welt“ erklärt wird. Die beiden Bände gibt es natürlich in den Farben der Freimaurergrade, Blau und Rot.

Blau/Rot ist das auch das Cover von „Lucifer’s Hammer“. Ob damit wohl der Hammer gemeint ist, den Ahriman vor sich herträgt?

Wer neben Lesestoff auch bunte Bilder braucht, für den gibt es ganze Serien von luziferischen Graphic Novels.

Sogar Verlage für Schundheftchen haben einen „Pakt mit Luzifer“ im Sortiment.

Für die ganz kleinen Leseratten gibt es schlussendlich „Luzifer Junior“. Eltern, die ihren Kindern derartiges zu lesen geben, brauchen sich anschließend nicht wundern, warum ihr Satansbraten gegen sie rebelliert.