From Dusk Till Dawn – Überflüssiges Blutvergießen in überflüssigem Serienformat

von Joe Doe

„From Dusk Till Dawn“ aus dem Jahr 1996 ist inzwischen ein absoluter Kultfilm, der mit einigen wirklich witzigen Gags aufwartet. Warum zum Henker sollte man diesen Streifen auf Serienlänge strecken und mit anderen Darstellern neu besetzen? Das ist ein Affront gegen die Fans des ursprünglichen Films und der kommt auch noch direkt vom Regisseur Robert Rodriguez. Ja, der Schöpfer des Franchise ist höchstpersönlich für dessen Niedergang verantwortlich!

Eigentlich kann es dafür nur einen Grund geben. Obwohl der Film von 1996 keineswegs frei von okkulter Symbolik war, wollte Rodriguez wohl noch tiefer in die Materie eintauchen und nebenbei noch ordentlich Geld scheffeln. Das fängt schon bei der Vorgeschichte an, die auf unsägliche fünf Episoden aufgeblasen wurde.

Im Zentrum stehen die Gecko-Brüder Seth und Richie. Im Original genial von George Clooney und Quentin Tarantino verkörpert, können die Seriendarsteller D.J. Cotrona und Zane Holtz schlichtweg nicht mithalten. Obendrein ist Richie, der schon im Original ein Psychokiller war, in der Serie noch um einiges ausgeflippter. Er schneidet seinen Opfer die Augen aus dem Kopf und drapiert sie in den Händen, nur um damit esoterische Symbolik zu bedienen. Das ist krank!

Wie sich herausstellt, sind die Stimmen in seinem Kopf, die ihm dies befehlen, durchaus real. In Berührung kommt er mit diesen Stimmen durch einen verfluchten Gegenstand, ein antikes Obsidianmesser der Maya mit allsehendem Auge.

Dieses allsehende Auge findet sich auch später im Titty Twister wieder. Schon damit toppt die Serie den Film in Sachen okkulter Symbolik um Längen!

Die Ouroboros darf natürlich auch nicht fehlen, kündigt sie doch an, worum es im Kern geht.

Völlig überflüssig ist die Rolle eines Rangers, der die Gecko-Brüder verfolgt und dabei Hilfe von Sex Machine bekommt. Dieser Charakter, der im Original von Tom Savini dargestellt wurde, wird in der Serie von Jake Busey völlig neu interpretiert. Er ist nun ein verrückter Archäologie-Professor, der einem alten Mayakult auf der Spur ist und deren Opferrituale gerne nachahmen würde. Das Einzige, was er mit dem Filmcharakter gemeinsam hat, ist die Pimmelknarre.

Eine Vampir-Stripperin ergreift die Waffe im Verlauf des Gemetzels im Titty Twister. Dies impliziert ziemlich unverhohlen einen Blowjob.

Völlig unverschuldet geraten der Pfaffe Jacob Fuller und seine beiden Kids in die Ereignisse, als sich die Gecko-Brüder ihr Wohnmobil aneignen und sie als Geiseln nehmen. Zumindest diesbezüglich hält sich die Serie weitgehend an den Film, auch wenn die ganze Familiengeschichte viel zu breit ausgeweitet wird. Jacob wird übrigens von Robert Patrick verkörpert, der schon in der Filmfortsetzung „Blood Money“ mitspielte. Allerdings in einer anderen Hauptrolle, während Harvey Keitel ursprünglich Jacob Fuller darstellte.

Im Titty Twister, der nun wirklich kein Etablissement für Kinder ist, gibt es erst einmal eine Peepshow, die ebenfalls unnötig mit neuen Handlungssträngen aufgeblasen wird. Immerhin an Satanico Pandemoniums Auftritt hat sich nicht viel geändert. Nur die Darstellerin Eliza González sowie die Neonschlangen im Hintergrund sind neu.

Satanico trat schon im Original als Schlangenträgerin auf, was auch hier wieder der Fall ist.

Allerdings fällt die Rolle des Schlangenträgers diesmal auch anderen Charakteren zu, darunter Richard Gecko.

Dabei sind die meisten der Charaktere selber Schlangen, könnten sich also selbst auf den Arm nehmen. Zwar hatten schon die Vampire im Film von 1996 eine reptiloide Gestalt, doch in der Serie sind sie mehr Schlangen als Vampire. Sie sind neuerdings auch immun gegen Weihwasser und Christuskreuze, haben nur eine leichte Sonnenallergie und den typischen Vampirtod sterben sie nur noch mit der Pflock-durchs-Herz-Methode.

Es scheint so, als würde hier weniger eine Vampirgeschichte erzählt als viel mehr etwas über die Reptiloiden offenbart. Genau wie bei diesen erkennt man sie zuerst an den geschlitzten Pupillen und das ist nun wirklich kein typisches Merkmal klassischer Vampire.

Die Vampirzähne sehen ebenfalls viel mehr wie Schlangenfangzähne aus und dazu passend gibt es die gespaltene Zunge.

Schlussendlich können die Schlangenmenschen ihre Gestalt komplett in ihre reptiloide Form ändern. Damit dürfte klar sein, woher der Vampirmythos tatsächlich kommt. Allerdings ist es Bullshit, dass Menschen durch Reptobisse selbst zu Reptiloiden werden. Daher wäre es besser gewesen, den Vampirplot ganz fallen zu lassen.

In der Serie kontrollieren die Reptiloiden die mexikanischen Verbrecherkartelle, die in der Realität tatsächlich Bezüge zum Satanismus haben. Diesbezüglich sei an den abartigen Drogenboss Adolfo Constanzo (1962-1989) erinnert, der die Hirne seiner rituell ermordeten Opfer gegessen hat. In der Serie „From Dusk Till Dawn“ spielen sich ganz ähnliche Szenen ab. Die Menschen werden regelrecht entsaftet, um die Reptiloiden mit Blutwein zu versorgen.

Satanico verbraucht dabei den größten Anteil, denn sie badet gern wie Gräfin Bathory in Blut.

Der Hauptgang besteht derweil aus geschredderten Menschenteilen. Willkommen beim Spirit Cooking im Titty Twister.

Der sieht von hinten übrigens immer noch wie eine Maya-Pyramide aus.

Auf die Vergangenheit wird im Verlauf der ersten Staffel sehr detailliert eingegangen, wobei diese den dritten Film „The Hangman’s Daughter“ völlig über den Haufen wirft. Satanico Pandemonium ist nämlich nicht mehr die Tochter eines Halunken, die im 19. Jahrhundert in eine Vampirella verwandelt wurde. Sie ist nunmehr eine verfluchte Maya-Priesterin und ihre rechte Hand ein Konquistador, der sie befreit hat. Dieser kam übrigens unter der Flagge der Templer nach Mexiko.

Der Spanier hat sie einst gerettet, denn sie war an einen Opferaltar gekettet, wo sie zwangsweise rituelle Menschenopferungen durchführen sollte. Spätestens beim Thema Menschenopfer zu Ehren einer Schlangengottheit sollten die Bezüge zur Realität offensichtlich werden, denn das ist offizielle Maya-Geschichte. Kukulkan lässt grüßen.

Allerdings opfern die Maya heute niemanden mehr. Das ist nunmehr Sache satanistischer Europäer.

Nur Richard Gecko wurde nicht als Opfer in den Tempel gelockt, sondern soll Satanicos neue rechte Hand werden, da sie ihres einstigen Retters inzwischen überdrüssig ist. Zuvor muss er jedoch noch eine Prüfung in einem Labyrinth bestehen. Es handelt sich um ein Labyrinth des Geistes, in dem die Gecko-Brüder wichtige Stationen ihres bisherigen Lebens erneut durchlaufen müssen. An die Hirnwäschethematik können wir also auch gleich einen Haken machen.

Nach bestandener Prüfung führt sich Richard oral eine Schlange ein. Da kommen einem doch gleich die Goa’Uld aus „Stargate“ in den Sinn, womit die Besessenheit durch Schlangenwesen ebenfalls abgehakt wäre.

Irgendwie war es aber schon klar, dass die Gecko-Brüder dem Satanismus zugeneigt sind. Beim großen Gemetzel sprengen sie zwar ein paar Reptos in die Luft, aber der per Handy ausgelöste Zündcode lautet 666.

Während die erste Staffel die Geschichte des einstigen Kultfilms neu interpretiert und quälend in die Länge zieht, geht die Serie ab der zweiten Staffel gänzlich eigene Wege. Gleich im Staffelauftakt gibt es erst einmal sexuelle Übergriffe im Zeichen eines schwarzen Pentagramms.

Die Szene spielt sich in einem Schlachthof ab, was erschreckende Parallelen zu „The Midnight Meat Train“ aufwirft. Auch dort arbeitet der Schlachter, der die Reptiloiden mit Menschenfleisch beliefert, in einer Fleischfabrik. Hat da etwa jemand bei Clive Barker abgeschrieben? Ab hier lohnt es sich wirklich nicht mehr, diese brutale Serie weiter zu verfolgen, die es auf abartige drei Staffeln gebracht hat. Die Bilder von kranken Typen, die Mäntel aus gegerbten Menschengesichtern tragen, sollte man sich lieber ersparen.

Fazit: Bis auf den Grundplot und eine Handvoll kopierter Szenen hat die Serie absolut nichts vom originalen „From Dusk Till Dawn“. Vor allem fehlen der ursprüngliche Witz und Charme. Stattdessen gibt es eine abgedroschene Story über Reptiloide. Die dürften zwar tatsächlich die Wurzel des Vampirmythos sein, doch haben die klassischen Vampire mit der Zeit völlig abweichende Eigenschaften erhalten. Diese sollten einfach nicht mit der Reptostory verwoben werden, es sei denn, man will bewusst die Realität dieses Zusammenhangs thematisieren. Dies ist hier jedoch nicht wirklich der Fall, denn weder zerfallen Reptiloide zu Staub noch können sie Menschen per Biss in Ihresgleichen verwandeln.

Maze Runner – Die Hirnwäscheopfer im Labyrinth

von Joe Doe

„Maze Runner – Die Auserwählten im Labyrinth“ ist der erste Teil einer Trilogie nach den Romanen von James Dashner. Gleichzeitig ist es der Beginn eines perfiden Experiments, welches den finstersten Hirnen der CIA entsprungen sein könnte. Jedoch wissen die Betroffenen anfangs selbst nicht, worum es eigentlich geht.

Ein namenloser Junge erwacht in einem Fahrstuhl, welcher ihn auf einer Lichtung absetzt. Dort wird er von anderen Heranwachsenden in Empfang genommen. Zunächst versucht der Neuankömmling zu entkommen, landet daraufhin aber erst einmal in einem Erdloch. Als er sich beruhigt hat, führt man ihn in seiner neuen Heimat herum.

Er befindet sich in einer grünen Oase, welche von hohen Mauern umgeben ist. Die anderen Kinder und Jugendlichen haben sich eine kleine, funktionierende Gesellschaft aufgebaut. Sie haben aus dem Holz des nahen Waldes Hütten errichtet, bauen Obst und Gemüse an. Jeder bekommt dabei nach seinen Talenten eine Aufgabe. Ein vollkommen neues Leben beginnt.

An die Vergangenheit kann sich indes niemand erinnern. Lediglich die Namen fallen den Gefangenen nach einer Weile wieder ein. Während eines Wettkampfs erinnert sich der Frischling (Dylan O’Brien), dass er Thomas heißt, doch in seinen Träumen tauchen weitere, verstörende Bilder auf. Dadurch wird schon früh klar, dass es sich bei dem ganzen Szenario um eine Art Hirnwäscheprojekt handelt. MK-Ultra lässt grüßen.

Trotz der Gefangenschaft und der gestohlenen Erinnerungen ist es den meisten Jungen gelungen, sich auf der Lichtung einzuleben. Sie haben sich mit ihrem Schicksal abgefunden, zumal sie ohnehin nichts anderes als dieses Leben kennen. Am längsten ist Alby (Aml Ameen) dabei, welcher vor rund drei Jahren als erster an diesen Ort geschickt wurde. Die anderen folgten in Abständen von je einem Monat. Geeint werden sie durch die Hoffnung, dass eines Tages einer der Läufer einen Ausweg aus dem Labyrinth finden wird, welches die Lichtung von allen Seiten umschließt.

Eines Tages kehrt jedoch einer der Läufer schwer verletzt aus dem Labyrinth zurück. Ben (Chris Sheffield) wurde am helllichten Tag von einer Kreatur gestochen, die Greaver genannt wird und eigentlich nur nachts durch das Labyrinth streifen sollte, wenn dieses verschlossen ist. Er beginnt, sich zu verändern und wird damit zur Gefahr für alle anderen. Es bleibt nichts anderes übrig, als ihn zu verbannen.

Ein ähnliches Schicksal ereilt tags darauf auch Alby. Die Gemeinschaft wartet bis zum Sonnenuntergang auf seine und Minhos Rückkehr. Erst kurz bevor sich die gewaltigen Tore zum Labyrinth schließen, erscheinen die beiden. Minho (Ki Hong Lee) hat sichtlich Mühe, den infizierten Alby zum Ausgang zu tragen, doch keiner geht das Risiko ein, ihm zu helfen. Erst als sich die Tore schließen, entscheidet sich Thomas spontan, ins Labyrinth zu gehen.

Leider nützt sein Engagement nicht viel, da er nun zu dritt mit den anderen gefangen ist. Bisher hat noch niemand eine Nacht im sich ständig verändernden Labyrinth überlebt und schon kurz darauf taucht ein Greaver auf. Diese Situation erinnert stark an den Film „Cube“, obgleich es auch einige Unterschiede gibt.

Während Minho Thomas und Alby aus Angst im Stich lässt, gelingt es Thomas mit Raffinesse, den Greaver in eine Falle zu locken. Die biomechanische Zombiekreatur wird zwischen zwei sich schließenden Wänden zerquetscht. Der erste Sieg, den die Jungen in drei Jahren erringen konnten.

Am nächsten Tag ist das Überleben von Thomas, Alby und Minho jedoch nicht die einzige Überraschung. Der Fahrstuhl setzt sich schon vor Ablauf eines Monats wieder in Gang und bringt erstmalig ein Mädchen an die Oberfläche. Teresa (Kaya Scodelario) scheint sich an Thomas zu erinnern und trägt einen Zettel bei sich, auf dem steht, dass sie die Letzte ist. Zudem führt sie zwei Ampullen mit sich, die offenbar ein Heilmittel gegen die Infektion der Greaver enthält.

Eine weitere Überraschung wartet im Labyrinth. Der tote Greaver hat nämlich einen Sender integriert, der möglicherweise zu einem Ausgang führen könnte. Minho offenbart Thomas, dass die Läufer bereits das gesamte Labyrinth abgelaufen sind, ohne einen Ausgang gefunden zu haben. Sie verschweigen diese Tatsache, um die Hoffnungen der anderen nicht zu zerstören. Doch nun gibt es tatsächlich eine Hoffnung und so begleitet Minho Thomas in den Sektor 7, wo der Greaver offensichtlich herkam.

Maze Labyrinth

Dort angekommen, entdecken die beiden tatsächlich einen Ausgang und werden vom Portal gescannt. Als das Labyrinth erkennt, dass es sich bei den beiden um keine Greaver handelt, werden sofort Gegenmaßnahmen ergriffen. Die beiden können zwar entkommen, doch am Abend schließen sich nicht wie gewöhnlich die Tore zum Labyrinth. Im Gegenteil öffnen sich nun drei neue Portale und von allen Seiten Dringen Greaver auf die Lichtung ein.

Nun beginnt ein wahrhaftiges Gemetzel, was Zweifel an der Alterfreigabe ab 12 Jahren aufkommen lässt. Im Verlauf der Nacht stirbt auch Alby, der erst kurz zuvor mit dem Gegenmittel von Teresa geheilt werden konnte, wodurch seine Erinnerungen zurückkamen. Er war kurz davor, alles aufzudecken, doch nun stehen die Überlebenden wieder am Anfang. Thomas fasst daraufhin den riskanten Entschluss, sich selbst mit der Greaverseuche zu infizieren und sich danach das Gegenmittel zu verabreichen.

Wie sich herausstellt, gehörte er einst zu den Beobachtern, welche die Gemeinschaft überwachen. Einmal mehr fühlt man sich an „Cube“ erinnert, denn auch in „Cube Zero“ landet einer der Beobachter am Ende selbst mit gelöschtem Gedächtnis im Todeslabyrinth. Immerhin hat Thomas seine Erinnerungen zurück und damit eine echte Chance erhalten. Nun ist er derjenige, der alles aufdecken könnte.

Nach dem Tod von Alby reißt jedoch Gally (Will Poulter) die Macht an sich und lässt Thomas erneut ins Erdloch sperren. Am nächsten Morgen verbannt er ihn und Teresa ins Labyrinth. Die beiden können jedoch einige Mitglieder der Gemeinschaft überzeugen, ihnen zum Ausgang zu folgen, was allemal besser als ein Leben in Gefangenschaft ist.

Auf der Flucht werden sie abermals von Greavern angegriffen und dezimiert. Letztendlich bleiben nur noch 10 am Leben, denen es gelingt, den Ausgang zu öffnen. Hinter dem Portal erstreckt sich eine geheime Forschungseinrichtung, die offensichtlich überfallen wurde. Alles ist zerstört und überall liegen Tote. Kein Wunder, dass Teresa die Letzte war.

Als die Überlebenden den zentralen Kontrollraum betreten, wird ein Video aktiviert, in welchem die Administratorin Ava Paige (Patricia Clarkson) die Situation erklärt. Offenbar ist die Welt von einem Sonnensturm in eine Wüste verwandelt worden und zu allem Überfluss brach danach eine Seuche aus, die die Menschheit an den Rand der Ausrottung brachte. Es handelt sich um die Infektion, mit welcher die Greaver die Jugendlichen im Labyrinth angesteckt haben. Angeblich geschah dies alles zum Wohle der Menschheit, um ein Heilmittel zu entwickeln.

Das ist natürlich schwer zu glauben, denn ein Heilmittel hätte man auch an freiwilligen Erwachsenen testen können. Wozu also der Aufwand, ein High Tech Labyrinth zu errichten und gefährliche Cyborgzombies zu züchten? Ganz zu schweigen von der moralischen Verwerflichkeit, Kinder und Jugendliche einzusperren, absichtlich zu infizieren und sterben zu lassen.

Immerhin scheint es zu einer Revolution gekommen zu sein, die diesem Schauerspiel ein Ende bereitet hat. Die letzten Überlebenden sind nun scheinbar frei zu gehen. Doch bevor sie die Tür in die Freiheit aufstoßen können, erscheint plötzlich Gally, der überraschend im Alleingang den Weg in die Freiheit gefunden hat. Doch statt sich nun den anderen anzuschließen, bedroht er diese mit einer Waffe. Zwar kann er überwältigt werden, doch eine Kugel trifft Chuck (Blake Cooper), der als jüngster im Bunde einen völlig sinnlosen Tod stirbt. Auch diese Szene erinnert wieder an „Cube“, wo ebenfalls ein egozentrischer Psychopath kurz vor dem Ausgang eine Überlebende (Nicole deBoer) abschlachtet.

Immerhin gibt es in „Maze Runner“ mehr als nur einen Überlebenden und das Ende geht eigene Wege. Die Überlebenden werden von einer schwer bewaffneten Miliz mitgenommen, deren Anführer behauptet, dass sie nun in Sicherheit seien. Allerdings geht etwas nicht mit rechten Dingen zu, denn Ava Paige hat ihren Tod nur vorgetäuscht und meint, dass nun die nächste Stufe des Experiments beginnen würde. Man darf also auf die beiden Fortsetzungen gespannt sein, welche die „Auserwählten“ in die „Brandwüste“ und die in die „Todeszone“ führen werden.

Fazit: „Maze Runner – die Auserwählten im Labyrinth“ besticht durch seine Optik und die glaubhaft gespielten Charaktere. Die Geschichte ist durchaus spannend erzählt und obwohl sie einige Elemente aus „Cube“ und „Experiment Killing Room“ enthält, bietet sie genügend Eigenheiten, um nicht völlig zum Abklatsch zu verkommen.

Ein großer Kritikpunkt ist die Altersfreigabe. Eine Freigabe FSK 16 wie bei „Cube“ und „Experiment Killing Room“ wäre angebracht gewesen. Denn in Sachen Brutalität steht „Maze Runner“ seinen Vorbildern in nichts nach. Hier werden Minderjährige auf bestialische Art und Weise massakriert und es ist erschütternd, wenn angesichts dessen 12-Jährige das Kino mit Worten wie „cool“ verlassen.

Hinzu kommt, dass Kinder die Handlung noch gar nicht richtig begreifen können. „Maze Runner“ ist alles andere als ein Actionadventure, sondern ein knallharter Thriller über grausame Menschenexperimente. Es wird ziemlich unverhohlen auf Gehirnwäscheexperimente der CIA angespielt. Das Labyrinth steht dabei symbolisch für die Windungen sowohl des Gehirns als auch des menschlichen Geistes.

Maze Runner

Bedenklich ist bei diesem Thema weiterhin die Tatsache, dass viele MK-Ultra-Opfer ebenfalls schon ab dem Kindesalter traumatisiert und konditioniert wurden. Für Überlebende wie Cathy O’Brien dürfte „Maze Runner“ alles andere als gute Unterhaltung und Popkornkino sein. Bei genauerer Betrachtung ist der Film politisch hochbrisant, doch das Zielpublikum dürfte wohl kaum in der Lage zu sein, diese Hintergründe zu erfassen, geschweige denn, sie zu hinterfragen.

Die neue Weltordnung bei Versace und H&M

Im folgenden H&M Spot steht die Dehumanisierung im Fordergrund. Das allsehende Auge ist dabei allgegenwärtig.

Allsehender Spion

Robotisierung_1

Robotisierung_2

Es folgen weitere Sinnbilder für die seelenlose Konsumgesellschaft. Diese sind derart offensichtlich, dass sich Versace und H&M mit dieser Herabwürdigung ihrer eigenen Kundschaft eigentlich schon selbst in den Arsch treten.

Marionette_1

Marionette_2

Hamsterrad

Und dabei waren wir doch froh, dass die Käfighaltung für Hühner verboten wurde…

Frauen in Käfighaltung

Das Labyrinth hat die Form einer schwarzen Sonne, obwohl es weiß ist.

Sonnenlabyrinth

Zum Abschluss gibt’s dann noch ein Bissel totalitäre Überwachungspropaganda…

Überwachungskamera

…bevor sich der schwarz/weiß gekleidete Freimaurer zu erkennen gibt.

Schwarz Weiß Typ

Arbeite, konsumiere, gehorche – Eine simple und allzu offensichtliche Botschaft.

Tokio Hotel – Mind Control-Opfer als Teenie-Idole

Die Videoreihe „Baphomets Knechte“ können wir aufgrund der religiösen Ausrichtung und diversen Pauchalisierungen nicht uneingeschränkt empfehlen. Die Aussagen über Tokio Hotel sind unserem Empfinden nach jedoch wahr, weshalb wir dieses Video hier verlinken.