Die 10 bedeutsamsten Kinofilme 2017

2017 wurden wir wieder mit einer ganzen Reihe von Filmen bombardiert, die uns nur vordergründig unterhalten sollen, während sie im Kern der Konditionierung auf eine neue Weltordnung dienen. Zuweilen geht es um eine ganz bestimmte politische Agenda, manchmal aber auch um das okkulte Glaubenssystem dahinter.

Sicherlich reicht eine Liste von gerade einmal 10 Filmen nicht aus, um das gesamte Ausmaß der Konditionierung zu präsentieren. Es handelt sich im Folgenden lediglich um eine Auswahl der mit Abstand bedeutendsten Werke, wobei die Platzierung nicht unbedingt einer Gewichtung entspricht. Ebenso geht es nicht darum, wo die Botschaft am subtilsten oder offensichtlichsten vermittelt wird. Für jene, die sehen können, ist sie ohnehin in jedem Fall sehr offensichtlich.

Platz 10: „Alien: Covenant“

Wie bereits im Vorgänger „Prometheus“ wird auch in der Fortsetzung „Alien: Covenant“ die Prä-Astronautik bedient. Die geflügelte Sonne, die in der Antike bei den Sumerern und Ägyptern eine zentrale Rolle spielte, ist dementsprechend omnipräsent.

Die Hypothese der Astronautengötter tritt jedoch zunehmend in den Hintergrund, ebenso wie der Kanon der alten „Alien“-Filme. So liegt der Ursprung der Xenomorphe neuerdings nicht mehr in grauer Vorzeit. Stattdessen werden sie erst in der Zukunft vom Androiden David auf Basis des schwarzen Öls designt. Vielleicht möchte Ridley Scott uns damit andeuten, dass der militärische-industrielle Komplex plant, das Black Goo als biologische Waffe gegen die Menschheit einzusetzen?

Platz 9: „Thor: Tag der Entscheidung“

Der neuste „Thor“-Film spielt ebenfalls auf fernen Welten und ist mit Abstand der unterhaltsamste Teil der Reihe. Was sollte dieser bunte Spaß also mit der neuen Weltordnung zu tun haben? In diesem Fall geht es um den religiösen Überbau, denn die Götterdämmerung Ragnarök hat viel vom biblischen Armageddon. Thors Schwester Hela verkörpert dabei den Antichristen, der das heilige Land in eine imperialistische Diktatur verwandelt. Dabei wird übrigens offenbart, dass unter der demokratischen Fassade schon immer ein finsteres Regime lauerte, dessen Verbrechen mittels Geschichtsrevisionismus vertuscht wurden.

Der Kampf gegen das Regime des Antichristen und seine Armee von Untoten, was übrigens ebenfalls eine Anspielung auf das biblische Armageddon ist, verläuft nicht gut und das Warten auf ein göttliches Eingreifen ist vergebens. Die Lösung, die Thor vorschlägt, könnte nicht okkulter sein. Er entfesselt Surtur, welcher Asgard in Schutt und Asche legt. Surtur hat frappierende Ähnlichkeit mit dem Teufel, womit hier Satan als Retter des Universums glorifiziert wird.

Platz 8: „Immer noch eine unbequeme Wahrheit“

Al Gore tischt uns nun schon zum zweiten Mal seine bequeme Unwahrheit auf. Geht es nach ihm, ist CO2 einfach an allem Schuld. Sei es am Artensterben oder dem Regenwaldschwund. Wahrscheinlich steckt das fiese CO2 sogar hinter Fukushima und den Plastikmüllinseln. In jedem Falle ist es eine Ablenkung von sämtlichen Umweltverbrechen kapitalistischer Großkonzerne, denn der vorgeschobene Klimaschutz hat rein gar nichts mit konsequentem Umweltschutz zu tun. Es bleibt zu hoffen, dass Al Gore für seine neuerlichen Weltuntergangsphantasien nicht noch einen Friedensnobelpreis bekommt.

Platz 7: „Blade Runner 2049“

Die Tyrell Corporation schickt eine neue Generation Replikanten ins Rennen, die von Menschen kaum noch zu unterscheiden ist. Menschen und Maschinen waren sich dabei offensichtlich schon im ersten „Blade Runner“ ähnlich genug, damit Rick Deckard und die Replikantin Rachael ein gemeinsames Kind zeugen konnten. Um dieses geht es in der Fortsetzung. „Blade Runner 2049“ ist ohne Zweifel ein weiterer Meilenstein in Sachen Transhumanismus.

Das Kinoplakat in den Farben der Freimaurergrade.

Platz 6: „Kingsman: The Golden Circle“

Vordergründig geht es im zweiten Teil von „Kingsman“ um eine psychopathische Drogengangsterin, die einen ungesunden Appetit auf Menschenfleisch hat. Außerdem betätigt sich Poppy als Terroristin und rein zufällig ist mal wieder London das Ziel.

Doch zurück zu Poppys Kerngeschäft. Über die Drogen verbreitet sie einen Virus, für den nur sie das Gegenmittel hat. Damit will sie die gesamte Welt um Geld und Macht erpressen. Dumm nur, dass der amerikanische Präsident, der vom Verhalten her stark an Donald Trump erinnert, nicht mitspielt. Für ihn ist es die Gelegenheit, die USA von Kiffern und Junkies zu säubern.

Die am Virus erkrankten Menschen lässt der Präsident in Stadien inhaftieren und ohne medizinische Versorgung zugrunde gehen. Das erinnert doch stark an die FEMA-Camps, von denen hunderte über die gesamte USA verstreut für einen solchen Katastrophenfall bereit stehen. Im Falle einer Seuche oder auch eines Bürgerkrieges ließen sich ganze Bevölkerungsteile schnell internieren und beseitigen. „Kingsman: The Golden Circle“ thematisiert diese Gulags in einer Offenheit, dass es selbst Skeptikern die Sprache verschlagen müsste.

Platz 5: „Geostorm“

Öffentlich zugänglichen Dokumenten zufolge plant der militärisch-industrielle Komplex der USA, das Wetter bis spätestens 2025 als Waffe einzusetzen zu können. In „Geostorm“ werden die Wetterwaffen natürlich mit dem frommen Ziel erbaut, den Klimawandel aufzuhalten. Doch eine kleine Machtclique im Weißen Haus bemächtigt sich des Wetterkontrollnetzes und löst eine weltweite Klimakatastrophe aus. Ziel ist es, die Welt gemäß der eigenen Machtansprüche umzugestalten und dabei missliebige Regierungen auszuschalten sowie die Bevölkerung drastisch zu reduzieren.

Natürlich kann die Welt gerettet werden und wird bei der Gelegenheit auch gleich unter der Flagge der UN vereint. Mit anderen Worten, alle Länder sollen sich gefälligst freiwillig der neuen Weltregierung unterordnen oder sie werden mit Wetterwaffen bedroht. Rein zufällig sind zwei der Angriffsziele Hong Kong und Moskau. Die Drohung gegen China und Russland ist mehr als offensichtlich.

Platz 4: „Fack ju Göhte 3“

Was macht eine deutsche Komödie in dieser Liste? Das werden sich jetzt gewiss einige Leser fragen. Wer einen Blick hinter die witzige Fassade des „Final Fack“ wirft, wird die Antwort schnell finden. Als Herr Müllers missratene Klasse mal wieder den Unterricht schwänzt, begegnet er im Park einer älteren Dame, die ihren Hund mittels RFID-Chip ortet. Kurzer Hand beschließt er, seine Problemschüler ebenfalls chippen zu lassen, um sie zukünftig überall finden zu können. Am Ende wirbt sogar die Goethe-Gesamtschule mit einem RFID-Programm, damit keine Schüler mehr verloren gehen.

Es ist kein Zufall, dass sich diese Botschaft gezielt an ein jüngeres Publikum richtet. Immerhin ist es die nächste Generation, die in einer Welt leben muss, in der implantierte RFID-Chips Ausweispapiere und Geldkarte ersetzen werden. Die Zustimmung der Bevölkerung ist dafür nicht erforderlich, allerdings durchaus wünschenswert für die Herrschenden. Deshalb wird der gläserne Bürger zunehmend als Normalität beworben. „Fack ju Göhte 3“ ist dabei schon der dritte deutsche Film innerhalb von nur zwei Jahren, in dem Jugendliche gegen ihren Willen gechippt werden. Welche Ausmaße das Ganze annehmen kann, zeigen „Boy 7“ und „Jugend ohne Gott“.

Platz 3: „Jugend ohne Gott“

„Jugend ohne Gott“ zeigt eine dystopische Zukunft, in der es keine Mittelschicht mehr gibt. Die verelendeten Massen leben in Ghettos und haben kaum Zugang zu Bildung. Die Oberschicht schickt ihre Brut derweil an private Eliteuniversitäten, wo sie zum Gehorsam gedrillt werden. Interessanterweise erhalten auch die reichen Kids während des Auswahlverfahrens RFID-Chips. Implantiert wird diese in die Hand, wo die Menschen laut der Johannesoffenbarung einst das Malzeichen des Tieres tragen werden.

Zach, der Zweifel an diesem abartigen System hat, verliebt sich in die verwahrloste Ewa, welche sich illegal außerhalb ihres Ghettos aufhält. Sogar Waldspaziergänge sind für die Unterschicht tabu, sie werden regelrecht in ihren Ghettos interniert wie die Juden in Warschau. Als schließlich eine Mitschülerin von Zach ermordet wird, fällt der Verdacht natürlich sofort auf die unschuldige Ewa.

In Wirklichkeit ist jedoch der Millionärssohn Titus der Mörder, der die Tat aus einer Mischung von Entertainment und Überlegenheitskomplex begangen hat. Über sich selbst sagt er, dass es gut sei, nichts zu fühlen, weil ihn das stark mache. Er rechnet sich selbst der Elite zu, die diese Gesellschaft führt, was höchst brisant ist. Diese Aussage offenbart nämlich, dass wir von Psychopathen regiert werden, die keinerlei Empathie und Schuldgefühl kennen.

Der Name Titus ist bei alledem kein Zufall, denn er spielt auf den römischen Kaiser Titus (39-81) an, welcher einerseits den zweiten jüdischen Tempel in Jerusalem zerstören und andererseits den Bau des Kolosseums vollenden ließ. Insbesondere letzteres war ein blutiges Symbol der Unterdrückung sowie der abartigen Gelüste der Herrschaftselite. „Jugend ohne Gott“ bringt damit ziemlich genau auf den Punkt, was Sache ist.

Platz 2: „The Circle“

Man stelle sich vor, es gäbe keinerlei Privatsphäre mehr… Ach halt, das haben wir ja schon. In „The Circle“ geht es um einen Konzern, der frappierend an Google oder Facebook erinnert und tief in die Intimsphäre aller Menschen eindringt. Kameras an jeder Ecke, ein Himmel voller Videodrohnen und das komplett überwachte Smart Home werden hier als Utopia glorifiziert.

Tatsächlich gibt es auch Kritik, denn mittels interaktiver Webfahndung werden nicht nur verurteilte Kriminelle dingfest gemacht, sondern auch völlig unbescholtene Menschen in den Tod getrieben. Die Protagonistin Mae Holland zieht jedoch nicht die richtigen Schlüsse daraus. Sie schlägt stattdessen vor, zukünftig politische Wahlen im sozialen Netzwerk des Circles durchzuführen. Sie verschwendet dabei keinen Gedanken daran, dass es damit kein Wahlgeheimnis mehr gibt, Nichtnutzer von Wahlen ausgeschlossen werden und private Konzerne die Wahlen manipulieren können.

Mae zweifelt auch nicht an der permanenten Überwachung, obwohl das Sexleben ihrer eigenen Eltern im Internet ausgebreitet wird und diese daraufhin den Kontakt mit ihr abbrechen. Ihre Kritik beschränkt sich einzig drauf, dass die Konzernchefs des Circle ihr eigenes Privatleben geheim halten. Mit anderen Worten ist es vollkommen okay, dass private Konzerne intime Daten aller Menschen sammeln und vermarkten, solange sich deren Bosse davon nicht ausnehmen. Was für ein erschreckendes Fazit!

Platz 1: „What happened to Monday“

Es gibt Filme, die bestimmte Teilaspekte der neuen Weltordnung thematisieren. Und es gibt Filme, die die neue Weltordnung in ihrer Gänze aufzeigen. „What happened to Monday“ spielt in einer dystopischen Zukunft, in der die Erde hoffnungslos überbevölkert ist. Um die wachsende Bevölkerung zu ernähren, wird auf Gentechnik gesetzt, was jedoch zu einer Häufung von Mehrlingsgeburten führt. Um der Lage Herr zu werden, betreibt der totalitäre Polizeistaat eine noch krassere Einkindpolitik als China.

Wer mehr als zwei Kinder in die Welt setzt, muss nicht nur Strafe zahlen, die überzähligen Kinder werden gleich einkassiert. Dies gilt auch bei der Geburt von Zwillingen oder Mehrlingen. Die sieben Schwestern Monday, Tuesday, Wednesday, Thursday, Friday, Saturday und Sunday müssen daher ein Doppelleben führen. In den eigenen vier Wänden dürfen sie Individuen sein, doch in der Außenwelt müssen sie ein und dieselbe Person spielen.

Eines Tages verschwindet Monday und auf die verbliebenen Schwestern wird Jagd gemacht. Der Film spart dabei nicht mit drastischen Gewaltszenen, was insbesondere auf das Finale zutrifft. Denn die überlebenden Schwestern finden heraus, dass die eingesammelten Kinder nicht wie von der Propaganda behauptet in Kälteschlaf versetzt werden, um in der Zukunft ein besseres Leben zu führen. Stattdessen werden sie bei lebendigem Leibe eingeäschert.

Fassen wir mal kurz zusammen: Faschismus – abgehakt. Biometrische Pässe und Videoüberwachung – abgehakt. Gentechnik – abgehakt. Bevölkerungsreduktion – abgehakt. Brandopferung von Kindern – abgehakt. Schöne neue Weltordnung!

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Operation BlackJack – Der NWO-Comic

In der britischen Zeitung The Telegraph erschien vor einigen Jahren ein Comic mit dem Titel „Operation BlackJack“, welcher den Aufstieg der neuen Weltordnung in Bildern schilderte. Schritt 1. sollte dabei eine Serie von nuklearen Terroranschlägen beinhalten. Als Ziele wurden unter anderem New York, Washington D.C., Los Angeles, Portland, Toronto, Mexico City und London genannt.

BlackJack Comic NY

BlackJack Comic Washington

BlackJack Comic LA

BlackJack Comic Portland

BlackJack Comic Toronto

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im Comic waren die Atombomben in weißen Vans mit einem Sonnensymbol versteckt. Interessanterweise wurden solche Vans während der Olympischen Spiele 2012 in London gesichtet, für die tatsächlich eine erhöhte Terrorwarnstufe galt. Sollte das inszenierte Spektakel eventuell schon 2012 stattfinden, musste aber aus unbestimmten Gründen verschoben werden?

BlackJack Comic Van

BlackJack Comic_1

Immerhin wurde in „Operation BlackJack“ schon damals eine „Boston Bomb“ angekündigt, welche dann 2013 tatsächlich explodierte – mehr oder weniger.

BlackJack False Flag

In der Folge der Anschläge wurde ein Bürgerkrieg in den USA angekündigt, welcher durchaus nicht unwahrscheinlich wäre. Von Washington D.C. würde sich dem Comic zufolge eine neue Regierung im Westen abspalten.

BlackJack Denver

Wenn das schon beunruhigend ist, dann ist es die Prophezeiung von Konzentrationslagern auf dem Boden der USA erst recht. Da fallen einem unweigerlich die unzähligen FEMA-Camps ein, die stets als Verschwörungstheorie abgetan werden. Der Telegraph hält sie offensichtlich nicht für unmöglich.

BlackJack Comic KZ

Edge of Tomorrow – Und täglich grüßt die Alieninvasion

von Shinzon

Mit „Edge of Tomorrow“ kommt wieder einmal ein Invasionsstreifen mit Tom Cruise in die Kinos. Der $cientologe hatte bereits die Hauptrolle in „Krieg der Welten“ und „Oblivion“, wobei insbesondere Letzterer ein Feuerwerk freimaurerischer Symbolik war. Ganz ohne solche Andeutungen kommt „Edge of Tomorrow“ ebenfalls nicht aus, dennoch besticht der Film durch eine spannende Erzählweise.

Allerdings entwickelt sich die Spannung erst im Laufe des Films. Zunächst bekommt man erst einmal eine Nachrichtenrückblende serviert, in der erläutert wird, wie Europa von außerirdischen Wesen, im Film „Mimics“ genannt, eingenommen wurde. Im Anschluss stellt sich Major William Cage (Tom Cruise) bei seinem Vorgesetzten General Brigham (Brendan Gleeson) vor. Er gibt sich als Nachrichtenoffizier aus, der keinerlei Ambitionen zum Kämpfen hat. Sein Charakter ist wenig sympathisch und obendrein feige, sodass es kaum Mitleid erregt, als er an die Front abkommandiert wird.

In Handschellen wird Cage ins nächste Militärlager abgeführt, wo er sich nicht gerade beliebt macht und lediglich einen unzureichenden Crashkurs statt einer Ausbildung erhält. Schon am nächsten Tag geht es an die Front, wobei stark auf die Landung in der Normandie während des 2. Weltkriegs angespielt wird. Mit ähnlich fatalem Ergebnis, versteht sich.

Normandie

William Cage wird kurzerhand ins Kampfgeschehen abgeworfen, nachdem sein Flugtransporter abgeschossen wurde. Mit seinem Kampfanzug kann er mangels Erfahrung überhaupt nicht umgehen, was bei seinen Kameraden einigen Spott hervorruft. Kurz nach der Landung wird Cage von einem blauen Alpha-Alien attackiert und bekommt im Zweikampf dessen Blut ins Gesicht gespritzt. Die blaue Substanz ätzt ihm die Gesichtshaut weg und er stirbt einen äußerst hässlichen Tod.

Kurz darauf wacht er jedoch wieder am Tag vor der Invasion Frankreichs in Handschellen auf. Er befindet sich wieder im Militärlager jenseits des Ärmelkanals und alles beginnt von vorn. Sein Vorwissen nutzt ihm allerdings nicht viel und kaum hat er eine Katastrophe verhindert, wird er von der nächsten dahingerafft. Als er schließlich die Veteranin Rita Vrataski (Emily Blunt) rettet, sagt diese ihm, dass er sie nach dem Aufwachen aufsuchen soll. Die beiden sterben erneut, aber immerhin hat William in den nächsten Zeitschleifen eine Verbündete, die als „Engel von Verdun“ bekannt ist. Damit wäre dann auch der 1. Weltkrieg mit einer historischen Anspielung bedient.

Von Rita erfährt er, dass sie ebenfalls mit blauem Alienblut in Kontakt kam und einige Zeitschleifen durchlebte. Als sie ihre Vorgesetzen darauf aufmerksam machen wollte, wurde sie für verrückt erklärt und sogar medizinischen Experimenten unterzogen. Nachdem sie in einer Zeitschleife eine Bluttransfusion bekam, war die Wirkung des Alienblutes schließlich aufgehoben, sodass nur noch William die Fähigkeit besitzt, den letzten Tag zurück zu setzen.

In den folgenden Zeitschleifen wird er von Rita trainiert, sodass er den Kampfanzug beherrscht und die Schritte der Mimics voraussehen kann. All dies nützt jedoch nichts. Die Schlacht in der Normandie ist nicht zu gewinnen und wie Cage bei einer Desertion aus dem Militärlager erfahren muss, wird kurz darauf London von den Mimics überrannt. Die britische Hauptstadt ist inzwischen ein neues Lieblingsziel für Hollywoods Zerstörungsorgien, was auf eine Ankündigung schließen lässt.

London Headquarters

Mimic Attack London

Nachdem alle Versuche, den Schlachtverlauf zu ändern, gescheitert sind, wenden sich William und Rita an den Physiker Dr. Carter (Noah Taylor). Dieser erklärt Major Cage, dass die Mimics zentral von einem Omega-Alien gesteuert werden. Die Spezies hat also ein Schwarmbewusstsein und die Alpha-Aliens dienen dazu, sämtliche Schlachtverläufe zu speichern. Mit jedem Tod reisen sie in die Vergangenheit, wo sie ihr Wissen an das Omega-Alien übermitteln. Dieses kann so den Schlachtverlauf vorhersehen und entsprechend reagieren, bis der Planet komplett eingenommen ist.

Für die Menschen bedeutet dies, möglichst keine Alphas umzubringen, da dies dem Gegner einen Wissensvorsprung verschafft. Stattdessen müssen Rita und William das Omega ausfindig machen und töten. Dazu muss William auf eine Vision warten, die er nach einem weiteren Tod tatsächlich erhält. Offenbar hat sich das Omega-Alien in einem Staudamm in den Schweizer Alpen verschanzt und so werden die nächsten Zeitschleifen dafür genutzt, diesen ausfindig zu machen.

Wie immer läuft alles schief und letztendlich muss Cage seine Gefährtin opfern, um ans Ziel zu gelangen. Blöd nur, dass sich das Omega-Alien dort gar nicht aufhält. Die telepathische Vision war eine Falle und so beginnt die Suche von vorn. In einer weiteren Vision erfährt Cage schließlich, dass sich das Mutteralien in Paris aufhält, doch über die Normandie dorthin zu kommen, scheint unmöglich.

Zusammen mit Rita entschließt er sich, General Brigham aufzusuchen und ihn zu überzeugen, ein Kommando nach Paris zu schicken. Diese Szene erlebt William nicht zum ersten Mal, doch durch sein Vorwissen scheint er Brigham endlich überzeugen zu können, dass er durch die Zeit reisen kann. Nach den gescheiterten letzten Versuchen lässt Brigham ihn diesmal gehen, doch draußen warten wieder einmal die Soldaten, um ihn und Rita zu verhaften.

Beim nächsten Versuch fliehen die beiden mit einem Auto, landen nach einem Unfall jedoch im Krankenhaus. Dort bekommt Major Cage eine Bluttransfusion, was bedeutet, dass er beim nächsten Mal sterben nicht zurückkehren kann. Wenn er diesmal stirbt, dann bleibt er tot. Er muss also irgendwie nach Paris kommen, um das Omega-Alien zu töten.

Für diese Mission rekrutiert er seine Kameraden, die ihn natürlich nicht so gut kennen, wie er sie. Da sie auf ihn nicht hören würden, muss Rita sie überzeugen. Das gelingt recht schnell, da sie eine bekannte Veteranin ist, die als Heldin gefeiert wird und überall auf Propaganda-Plakaten zu sehen ist. Dieser „Join the Army“-Mist ist einer der großen Minuspunkte des Films.

Join the Army

Der nächste Minuspunkt erwartet die fahnenflüchtigen Helden im vom Krieg gezeichneten Paris. Bereits der Endgegner in „Oblivion“ war eine umgedrehte Pyramide mit Auge. Das Omega-Alien in „Edge of Tomorrow“ verbirgt sich indes unter der Glaspyramide des Louvre. Offensichtlicher geht es wohl nicht.

Louvre Landing

Natürlich wird der Transporter kurz nach Ankunft über Paris abgeschossen und einige Kameraden müssen sich opfern, um das Wrack näher an den Louvre zu befördern. Am Ende bleiben nur noch Rita und William übrig, um das Omega zu erledigen. Da dieses jedoch von einem Alpha bewacht wird, muss Rita für ein Ablenkungsmanöver sorgen, sodass William in Ruhe ins Wasser springen und zum Omega abtauchen kann. Dieses tötet er dann in Taliban-Manier mit einem Granatengürtel.

Nun wäre das sicherlich ein akzeptables Ende gewesen – der Held opfert sich, um die Menschheit zu retten. Doch wie in „Oblivion“ kehrt Tom Cruise auch diesmal zurück. In „Oblivion“ geschah dies in Form eines Klons, in „Edge of Tomorrow“ drückt man dagegen einfach den Reset-Knopf. Im Wasser befindet sich nämlich auch das Alpha-Alien, welches Major Cage einmal mehr mit seinem Blut infiziert. Dieser wacht dann einige Tage vor der Landung in der Normandie auf und erfährt in den Nachrichten, dass die Alieninvasion vorbei ist.

So ganz logisch ist das allerdings nicht. Warum verschwindet das Omega in der Vergangenheit, obwohl es in der Zukunft getötet wurde? Müsste es nicht noch vorhanden sein und das Wissen des getöteten Alphas aufsaugen? Es wäre wohl besser gewesen, den Film ein paar Minuten eher enden zu lassen. Nicht unbedingt besser für die gefallenen Soldaten, aber für die Logik des Films.

Der Abspann kann ebenfalls nicht wirklich überzeugen. In diesem bekommt man noch einmal die militärischen Kampfanzüge im Detail präsentiert, was den Eindruck eines Werbespots für einen Rüstungskonzern erweckt. Die Rüstungsindustrie arbeitet nämlich tatsächlich schon seit Jahren an Exoskeletten für Soldaten. Mit diesen sollen sich die Kämpfer der Zukunft schneller bewegen und größere Lasten tragen können. So weit hergeholt ist das zur Schau gestellte Kriegsgerät also keineswegs.

Totenkopfhelm

Fazit: Der Anfang und das Ende von „Edge of Tomorrow“ sind zwar etwas holprig, doch insgesamt ist die Handlung sehr spannend erzählt. Die Bilder sind natürlich bombastisch und die Action wird hier und da mit etwas Witz garniert. Abzüge gibt es hingegen vor allem in Sachen Kriegspropaganda und Blue Beam-Konditionierung.

Hinzu kommt, dass die Grundidee aus „Und täglich grüßt das Murmeltier“ (1993) geklaut ist. Ein Jahr zuvor gab es allerdings schon die Star Trek TNG Episode „Déjà vu“ (1992), womit das Thema ursprünglich aus der Science Fiction stammt. So verwundert es nicht, dass „Edge of Tomorrow“ trotz abgekupfertem Plot durchaus gut funktioniert und dem Thema einige neue Facetten abgewinnt.

Weiterhin zeigt der Film auch in Sachen Invasionsthema neue Facetten, da er endlich mal in Europa statt in den USA spielt. Und da dachte man schon, die Aliens seien gänzlich auf die Vereinigten Staaten fixiert. Wer Science Fiction mag und die ewigen Invasionsreißer noch nicht leid ist, wird „Edge of Tomorrow“ also durchaus unterhaltsam finden.

Videoanalyse: Disturbed und die neue Weltordnung

Die US-Metalband Disturbed (zu Deutsch „gestört“) coverte 2005 den Genesis-Klassiker „Land of Confusion“. Das dazugehörige Video scheint auf den ersten Blick gleichsam verstörend wie revolutionär, doch wer die Symbolik dahinter versteht, erkennt darin die Verkündung einer neuen Weltordnung.

Gleich zu Beginn des Videos sieht man einen Kometen, der die Ankunft des Antichristen markiert. Diese Szene erinnert wohl nicht zufällig an die Ankunft der Necromonger in „Riddick – Chroniken eines Kriegers“.

1 Komet

Während der Ankunft des Antichristen, welcher erst einmal in Ketten gelegt wird, wütet auf der Erde bereits der dritte Weltkrieg. Man sieht Truppen, die zunächst die Flaggen ihrer Länder tragen, aber letztendlich zu einer Weltarmee (NATO) zusammengeschlossen werden, welche die Bevölkerung unterdrückt.

2 New World Army

Mit ihren Gasmasken erinnern die Soldaten an eines der Gemälde aus dem Denver Flughafen, auf dem des ebenfalls um Krieg und Unterdrückung geht.

3 New World Army

Krieg und Genozid

Krieg und Genozid

Das Logo der satanischen neuen Weltordnung ist ein abgewandeltes Dollarzeichen auf einer Naziflagge. Damit wird zum einen die faschistische Ausrichtung der satanischen neuen Weltordnung verdeutlich…

4 New World Army

…gleichzeitig zeigt das Dollarzeichen aber auch, dass hinter dem Faschismus das Kapital steht. Die Hochfinanz wird durch einen Zigarre rauchenden Klischeekapitalisten dargestellt, der einen freimaurerischen Zylinder trägt, sein linkes Auge durch ein Monokel betont und in einer Szene recht deutlich die M-Handgeste zeigt.

13 Kapitalist

14 Kapitalist M-Hand

Die Hochfinanz kontrolliert offensichtlich alle Länder, von denen auszugsweise Russland, die USA, Großbritannien, Frankreich und Japan gezeigt werden. Die Auswahl erklärt sich wohl damit, dass mit Ausnahme von Japan all diese Länder Flaggen in den Freimaurerfarben Blau/Weiß/Rot haben. An einem Tisch der UN sitzen zudem 6 Vertreter zu einem freimaurerischen Hexagramm angeordnet.

5 Elite

Zu Beginn bekämpfen sich diese Länder noch, was den Antichristen sichtlich freut. Denn letztendlich arbeiten die Faschisten ihm damit in die Hände. Er nutzt die Situation, um sich zum Anführer des Widerstandes auszurufen. Seinen Führungsanspruch verdeutlicht er durch eine erhobene Faust.

7 Antichrist Anführer

In der Einstellung davor flattert kurz ein Zettel mit einem „S“ auf seine Brust, was wohl auf Superman anspielt, zumal es im Text an betreffender Stelle heißt: „Superman where are you now?“ In der Tat ist Clark Kent, ebenso wie der Antichrist in diesem Musikvideo, ein Außerirdischer, der als Sternschnuppe auf die Erde kommt. Beide stellen eine Art falschen Erlöser dar.

6 Antichrist Superstar

Während der Unmut in der Bevölkerung wächst, führend die Nationen weiter Krieg gegeneinander sowie gegen ihre eigene Bevölkerung. Im folgenden Zusammenschnitt werden dabei einige Hauptangriffsziele für den dritten Weltkrieg eingeblendet. Darunter Hong Kong…

8 Angriffsziel Hong Kong

…London…

9 Angriffsziel London

…Paris…

10 Angriffsziel Paris

…New York…

11 Angriffsziel New York

…und Istanbul.

12 Angriffsziel Istanbul

Unter der Führerschaft des Antichristen beginnt eine Rebellion sowohl gegen den Krieg als auch gegen den Faschismus.

15 Erhobene Fäuste

Man sieht, wie sich die Flaggen vor dem UN-Gebäude zur Flagge der faschistischen neuen Weltordnung vereinen, was verdeutlichen soll, dass hinter dem ganzen Konflikt von Anfang an eine Macht gesteckt hat – die Konzerne und die Hochfinanz. Danach scheint der Film rückwärts zu laufen, was wohl den Wiederaufbau nach Kriegsende darstellen soll.

Mit dem Antichristen an der Spitze stürmt der wütende Mob das UN-Hauptquartier in New York.

16 UN

17 Antichrist

Nach dem Sturz des Kapitals regnet es überall Geld. Entweder wird damit auf den Rain Man angespielt oder auf das Ende des monetären Systems.

18 Rain Man

Am Schluss ist zwar der dritte Weltkrieg beendet und die satanische neue Weltordnung besiegt, doch es beginnt sogleich die luziferische neue Weltordnung unter der Herrschaft des Antichristen. Das ist eine sehr wichtige Lehre, denn der Antichrist wird nicht der faschistische Weltdiktator sein, der die Nationen mit Gewalt unterwirft. Der wahre Antichrist wird derjenige sein, der uns scheinbar aus dem Elend erlöst und uns in ein vermeintlich „goldenes Zeitalter“ des Friedens führen wird. Die perfekte Täuschung!

19 Sieg des Antichristen

20 Faust des Antichristen

Musik für und gegen die neue Weltordnung

Die neue Weltordnung macht auch vor der Musikindustrie keinen Halt. Zuweilen muss man schon genau hinhören, aber immer öfter wird ganz offen über die New World Order gesungen.

In „Our Land“ von Rabia Sorda heißt es z.B. wenig subtil:

„A New Order awaits
A New World awaits
A place for dreams will become true
Latin America is our land”

“Eine neue Ordnung erwartet uns
Eine neue Welt erwartet uns
Ein Platz, wo Träume wahr werden
Lateinamerika ist unser Land“

Es sollte nicht weiter stören, dass hier die neue Ordnung von der neuen Welt entkoppelt wird, man hört die neue Weltordnung dennoch heraus. Diese zeichnet sich dadurch ab, dass die mexikanische Band Lateinamerika ihr „Land“ nennt. Ihr Land ist aber Mexiko, während Lateinamerika ein Kontinent ist. Hier scheint also der freimaurerische Traum von Supernationen wahr zu werden.

Ein Synonym für die neue Weltordnung ist „Brave New World“ (zu Deutsch: „Schöne neue Welt“) in Anlehnung an das gleichnamige Werk von Aldous Huxley. Diese Schlagworte sind sogar weit häufiger in der Pop-Okkultur zu finden, als „New World Order“. Laut dem entsprechenden Plattencover von Iron Maiden scheint London die Hauptstadt der neuen Weltordnung zu sein. Dies deckt sich mit William Blakes neuem „Jerusalem“, welches in England entstehen soll.

Iron Maiden - brave_new_world

Brave New World Cover

Bei Covenant heißt es: „Where ist the promised land / Where ist the brave new world“? Wenn es sich um die von Aldous Huxley versprochene “Schöne neue Welt” handelt, sollten wir froh sein, wenn wir sie niemals finden. So richtig schlau wird man aber nicht aus dem Lied, welches laut Booklet in einer „magischen“ Nacht entstanden ist.

Die Single „Brave New World“ von Motörhead wirkt dagegen schon eher wie eine zynische Satire. Es wird u.a. die korrupte Regierung angesprochen und man bekommt Obdachlose sowie Fixer zu sehen. Motörhead scheinen also eine ablehnende Haltung gegenüber der neuen Weltordnung zu haben und zeigen dies gegen Ende des Clips auch mit erhobenem Stinkefinger. Es fragt sich allerdings, ob das allsehende Auge am Beginn des Videos zur Satire dazugehört oder für sich genommen als okkulte Symbolik zu werten ist?

Motörhead - Brave New Eye

R.E.D. 2 – Das falsche Spiel mit dem Iran

von Shinzon

„R.E.D.“ steht für „retired, extremly dangerous“ (auf Deutsch etwa „in Rente und extrem gefährlich“) und ist der Titel einer durchaus unterhaltsamen Agentenkomödie aus dem Jahr 2010. Drei Jahre später folgte die Fortsetzung.

Die erste Hälfte des zweiten Teils liefert dabei die gewohnte Actionkost mit einer gehörigen Portion rabenschwarzen Humors. Ex-Agent Frank Moses (Bruce Willis) und seine Frau Sarah (Mary-Louise Parker) werden von Marvin (John Malkovich) auf ein neues Abenteuer eingeladen. Um seine Frau zu schützen, lehnt Frank jedoch vorerst ab.

Der paranoide Marvin, der von seinem Arbeitgeber CIA einst im Rahmen eines Mind Control-Experiments mit LSD voll gepumpt wurde, inszeniert daraufhin seinen eigenen Tod. Nachdem Frank vom FBI verhaftet wurde, wird die Behörde von Jack Horton (Neal McDonough) und seinen Männern gestürmt. Marvin taucht wieder aus dem Reich der Toten auf und hilft Frank bei der Flucht. Zusammen mit Sarah starten sie eine Weltreise, um zu erfahren, warum man ihnen nach dem Leben trachtet und was es mit der Operation „Nightshade“ auf sich hat.

Der Killer Han Cho-Bai (Byung-hun Lee) ist ihnen dabei stets auf den Fersen. Unterstützung erhalten die drei im Gegenzug in Paris von Franks alter Flamme Katya (Catherine Zeta-Jones), einer russischen Agentin, deren Anwesenheit starke Eifersuchtsgefühle in Sarah weckt. Ansonsten hat Paris noch eine typische Verfolgungsjagd zu bieten, die die haarsträubende Action des ersten Teils gekonnt fortsetzt. Da der Film aber eine halbe Komödie ist, funktioniert das durchaus ganz gut.

Unangenehm fällt dagegen auf, dass Paris ein Zentrum der Freimaurerei ist, was sich durch ein Obeliskenpaar auf einem Kaminsims bemerkbar macht.

Die nächste Hauptstadt (der Freimaurer) auf dem Fahrplan der drei Flüchtigen ist London, wo sie mithilfe ihrer MI6-Kollegin Victoria (Helen Mirren) den verantwortlichen Kopf von „Nightshade“, Dr. Bailey (Anthony Hopkins), aus einer Irrenanstalt befreien. Ein Fehler, wie sich in Moskau herausstellt, wo Dr. Bailey einst eine experimentelle Nuklearbombe mit rotem Quecksilber unter dem Kreml deponiert hat.

Diese Fehleinschätzung kostet Katya das Leben, während Frank, Sarah und Marvin vor einem Erschießungskommando landen. Victoria kann sie jedoch zusammen mit ihrem Ex-KGB-Liebhaber Ivan (Brian Cox) in letzter Sekunde retten.

Von Moskau geht es zurück nach London, wo der Film plötzlich eine unangenehme Wendung nimmt. Dr. Bailey ist in Wahrheit ein irrer Chaosagent, der seine Bombe einfach nur hochgehen sehen will. Er bietet sie der iranischen Botschaft zum Kauf an, will sie den Iranern jedoch keineswegs überlassen, sondern sie in der Botschaft zünden.

Was der Film hier aussagt, ist von höchster Brisanz. Die geisteskranke Elite, verkörpert durch Anthony Hopkins’ Rolle, plant einen inszenierten Nuklearanschlag auf London. Der Weltöffentlichkeit wird man dabei verkaufen, die Iraner würden hinter dem Anschlag stecken und hätten die Atombombe von Russland erhalten.

Bereits zu den olympischen Spielen 2012 war geplant, einen Nuklearanschlag auf London durchzuführen, den man dem Iran in die Schuhe schieben wollte, um einen Krieg zu rechtfertigen. Dies geht aus einem Thesenpapier mit dem Titel „Hack Attack“ der Rockefellerstiftung hervor. Aus diversen Gründen musste das Megaritual damals verschoben werden. Unter anderem war Syrien noch nicht planmäßig von der Landkarte geputzt und ist es heute immer noch nicht. Außerdem zog der Iran seinen Boykott der olympischen Spiele zurück und nahm an diesen teil.

Filme wie „R.E.D. 2“, „G.I. Joe – Die Abrechnung“ und „Star Trek – Into Darkness“ deuten jedoch an, dass das neue 9/11 noch lange nicht vom Tisch ist. Der Ort des geplanten Rituals scheint nach wie vor London zu sein und das Ziel ist immer noch der Krieg gegen den Iran. Dummerweise lehnen sich die Herrschaften an der Spitze der Machtpyramide mit den genannten Filmen etwas zu weit aus dem Fester. Die Ankündigungen des 11.Septembers 2001 in der Pop-Okkultur konnten erst im Nachhinein als solche verstanden werden, da die Welt noch nie zuvor mit derartigem konfrontiert wurde. Heute sieht die Sache anders aus.

Fazit: Die erste Hälfte von „R.E.D. 2“ knüpft erfolgreich an den ersten Teil an und ist allemal unterhaltsames Popkornkino. Der Showdown ist dagegen absolut erschreckend. Hier noch von einer „unterschwelligen Botschaft“ zu sprechen, ist eine maßlose Untertreibung. Nicht nur der geplante Nuklearanschlag auf London wird dem Kinopublikum massiv um die Ohren gehauen. Es wird obendrein auch noch offen damit geprahlt, dass man den Iranern die Schuld in die Schuhe schieben wird und insgeheim alles von einer kleinen Elite inszeniert werden wird. Die Botschaft ist also keineswegs versteckt, sondern für alle gut erkennbar.

Mars Attacks – Fiese Dämonen vom roten Planeten

von Shinzon

Tim Burton ist bekannt für seine surrealistischen Filme, voll von okkulter Symbolik. Es verwundert daher nicht, dass sein „Mars Attacks“ der durchgeknallteste Invasionsfilm aller Zeiten ist. Der Streifen basiert dabei auf einer Sammelkartenserie aus dem Jahr 1962, welche Tim Burton noch aus seinen Kindertagen kennt.

So ziemlich alle Kernelemente des Films basieren auf den Trading Cards. Diese zeigen einige sehr drastische Szenen, auf denen Menschen auf grausame Weise getötet und verstümmelt werden. Man bedenke, dass diese Sammelbilder für Kinder gedacht waren.

Sticker Nr 11

Sticker Nr 19

Die Verfilmung geht in eine ähnliche Richtung, überschreitet dabei aber die Grenze zum Klamauk. Bereits der Aufbruch der Marsianer ist vollkommen surrealistisch und schräg. Die Oberfläche des roten Planeten erinnert eher an Filme aus 1950ern als an die Realität. Die Erde, die eigentlich ein kleiner blauer Punkt sein sollte, erscheint zudem so groß am Firmament, als sei der Mars einer ihrer Monde.

Aufbruch Mars

Auf der Erde werden zunächst einmal die Hauptcharaktere vorgestellt. Darunter der US-Präsident (Jack Nicholson) und die Familie Norris, bei denen zwei Illuminateneulen im Wohntrailer hängen.

Eulenwandschmuck

Ein beträchtlicher Teil der Handlung dreht sich um eine Handvoll Leute aus Las Vegas. Zu diesen zählt der Ex-Boxer Byron Williams (Jim Brown), der einen Job als Casinosecurity hat.

Ägypter

Das Pyramidencasino gibt es tatsächlich, doch man muss nicht lange raten, warum sich der Freimaurer Tim Burton ausgerechnet für diesen Schauplatz entschieden hat.

Las Vegas Pyramide

In Las Vegas treibt sich weiterhin ein ausgeflippter Unternehmer (Jack Nicholson in einer Zweitrolle) herum, der ebenfalls starke Bezüge zur Freimaurerei aufweist. Auf seinem Jackett findet sich z.B. ein allsehendes Auge.

Allsehende Augenjacke

Aber vielleicht ist er ja eher ein Anhänger der Bruderschaft des Saturns. Denn dieser Planet ziert in seinem Empfangszimmer nicht nur die Wände, sondern auch die Säulen Jachin und Boas.

Saturnsäulen

Etwas später taucht im Casino noch einmal ein Arrangement mit drei Säulen auf, bei welchem im Vordergrund aufrechte sowie umgedrehte Pentagramme zu sehen sind.

Pentagramme & Säulen

In einer Bettszene gibt es zu guter letzt noch ein schwarz/weißes Yin und Yang-Symbol, während die Decke im Blau/Rot der Freimaurergrade gehalten ist.

Masonic Sex

Doch zurück zur Handlung. Die Marsianer landen zunächst in der Wüste Nevadas, was wohl eine Anspielung auf die Area 51 sein soll. Empfangen werden sie u.a. von einer Esoterikspinnerin, was symbolisch für die okkulten Praktiken auf dem Gelände der Geheimbasis stehen könnte.

Esoteriktante

Ankunft

Man denke in diesem Zusammenhang an den verängstigen Area 51-Whistleblower, der in einer Livesendung bei Art Bell behauptete, dass die Aliens in Wirklichkeit bösartige extradimensionale Wesen sind. In „Mars Attacks“ entpuppen sich die Marsianer ebenfalls als dämonische Kreaturen. Anfangs behaupten sie noch, in Frieden zu kommen, nur um dann alle Anwesenden auf möglichst grausame Art und Weise abzuschlachten.

Aliensbotschafter

Grausamkeit

Die Reporterin Nathalie Lake (Sarah Jessica Parker) lassen die Marsianer als einzige am Leben, um sie für ihre abscheulichen Experimente zu missbrauchen.

Bizarre Experimente_1

Bizarre Experimente_2

In dieser Szene sieht man im Hintergrund auch einen Clown in einem Wasserglas. Ob dieser von der Erde stammt oder wohl eher als Anspielung auf die „Killer Klowns from outer Space“ zu verstehen ist?

Clown im Glas

Nach dem ersten Massaker versuchen es die Marsianer erneut mit ihrer Friedensmasche und landen in Washington D.C. Im Kongress sind deutlich zwei Rutenbündel zu sehen, welche den römischen Einfluss auf die USA zeigen. Rutenbündel finden sich in den Vereinigten Staaten tatsächlich überall.

Rutenbündel im Kongress

Prof. Kessler (Pierce Brosnan) verdeutlicht derweil noch einmal die freimaurerischen Einflüsse mit einem Krawattengriff.

Brosnans Krawattengriff

Im Anschluss wird der Kongress von den Marsianern ausgelöscht. Eine ziemlich unverhohlene Andeutung, dass Project Blue Beam das Ende der Demokratie einläuten wird. Grandma Norris (Sylvia Sidney) bricht angesichts des Niedergangs der Demokratie sogar in Freude aus.

Kongress_1

Kongress_2

Prof. Kessler wird indes von den Aliens entführt und auf besonders abscheuliche Weise in seine Einzelteile zerlegt. Zu Menschenverstümmelungen soll es im Zusammenhang mit dem Entführungsphänomen tatsächlich schon gekommen sein. Dass der Kopf dabei am Leben bleibt, ist jedoch eher unrealistisch.

Human Mutilations

Ein wenig Ironie steckt ebenfalls in dieser Szene, denn kurz zuvor leitete Prof. Kessler noch eine Alienautopsie. Als Pluspunkt für die Menschheit ist dabei zu werten, dass der Marsianer wenigstens schon tot war.

Alien Autopsy

Auf der Erde läuft die Invasion indes weiter. In der US-Hauptstadt versuchen die Marsianer das Weiße Haus zu infiltrieren, um den Präsidenten zu ermorden.

Obelsikalien

In Paris verhandeln die Marsianer indes auf dem Schachbrettboden der französischen Regierung. Das Bodenmuster ist gar nicht mal so weit hergeholt, denn bisher waren und sind alle französischen Staatsoberhäupter Freimaurer.

Zerstörtes Paris_1

Es ist daher nicht wirklich ein Verlust, dass die Invasoren kurz darauf in ihren üblichen Blutrausch verfallen und die Logenbrüder einschmelzen. Im Hintergrund fällt indes ein Wahrzeichen der Freimaurer.

Zerstörtes Paris_2

Gleiches gilt für Washington D.C., wo der Obelisk fällt.

Zerstörtes Washington Monument

In London zerstören die Invasoren den Big Ben…

London Attacks_1

London Attacks_2

…und die Pyramide in Las Vegas kommt ebenfalls nicht ungeschoren davon. So langsam werden einem die Marsianer fast sympathisch.

Zerstörte Pyramide

Nur die Zerstörung des wunderschönen Taj Mahal muss man ihnen wirklich übel nehmen.

Zerstörtes Taj Mahal

Hinzu kommt, dass ihre Flagge eine Pyramide mit Auge an der Spitze zeigt. Die Marsianer sind also doch nicht die erhofften Erlöser, die die Erde von der Freimaurerei säubern. Sie sind einfach nur generell menschenverachtend. Das sollte die irdische Elite vielleicht berücksichtigen, wenn sie geheime Verträge mit extradimensionalen Wesen abschließt. Vielleicht enden sie ja auch mit einer Pyramidenfahne im Rücken, wer weiß…

Marsflagge

Die Erlösung von den Marsianer bringt indes die schrille Musik von Grandma Norris. Diese ist bereits für menschliche Ohren das reinste Gift. Den Aliens explodiert hingegen der Kopf davon. Die Welt ist gerettet!

Schlechte Musik

Fazit: „Mars Attacks“ ist auf der einen Seite extrem schrill und hat durchaus einige gute Gags zu bieten. Andererseits ist er absolut menschenverachtend und die Marsianer werden einzig von einer dämonischen Boshaftigkeit getrieben. Die Gründe für ihren Angriff sind weder Ressourcen, noch die Eroberung des Planeten oder die Versklavung der Menschheit. Sie sind schlichtweg Sadisten, die jemanden zum Quälen brauchen.

Fantastic Four – Reis für den Silver Surfer

von Shinzon

Ist „Fantastic Four – Rise of the Silver Surfer“ ein Science Fiction Film oder eine hoffnungslose Romanze über missglückte Hochzeiten? Wahrscheinlich beides, denn die Hochzeit von Mr. Fantastic (Ioan Gruffudd) und Susan Storm (Jessica Alba) wird von einer Katastrophe globalen Ausmaßes gestört. Zusammen mit ihren Team-Kollegen dem „Ding“ (Michael Chiklis) und der „menschlichen Fackel“ (Chris Evans) stellen sie sich dem Verursacher der Ereignisse, dem Silver Surfer (Laurence Fishburne), entgegen.

Silver Surfer

Dieser Alien reist ohne Atemluft, Nahrung oder sonstiges Gepäck einem Kometen gleich durch den Weltraum und bohrt Löcher in Planeten. Seine unerschöpfliche Energie erhält er dabei von einem silbernen Surfbrett, welches er seinem Meister verdankt. Mit diesem hat er einen Pakt geschlossen, damit seine Heimatwelt verschont wird. Ein wahrer Pakt mit dem Teufel.

Der Leibhaftige mit dem äußerst kreativen Namen „Galactus“ kommt wieder einmal als intergalaktischer Dämon daher, der sich von der Energie lebendiger Planeten ernährt. Ähnliches hatten wir zuletzt in „Oblivion“, auch wenn der Tet etwas mechanischer daher kommt als Galactus und seine Methoden leicht variieren. Letzten Endes wollen aber beide die Erde wie eine reife Pampelmuse auszutschen.

Zu allem Überfluss taucht noch ein weiterer Feind aus dem ersten „Fantastic Four“-Film auf und klaut dem Silver Surfer sein Surfbrett. Der Schurke mit dem noch kreativeren Namen Dr. Doom (Julian McMahon) ist nicht nur überflüssig, sondern dermaßen eindimensional, dass es weh tut. Dabei gefährdet er in seiner Kurzsichtigkeit den Planeten, den er zu beherrschen trachtet.

Dooms Logo ähnelt Zirkel & Winkelmaß

Dooms Logo ähnelt Zirkel & Winkelmaß

Natürlich gelingt es den Fanta Vier, ihn zu schlagen, während der Silver Surfer, der gar nicht so böse ist, seinen Pakt mit Galactus bricht und sich opfert, um seinen Meister zu zerstören. Auch dieses Selbstopfer taucht später in „Oblivion“ wieder auf. Allerdings scheint eine Atombombe doch etwas realistischer als das abstruse Finale von „Fantastic Four – Rise of the Silver Surfer“.

An freimaurerischer Symbolik mangelt es den „Fantastic Four“-Filmen natürlich wie immer nicht.

Fackel Obelisk

Der Film beginnt in Ägypten mit der Ankunft des himmlischen Boten. Der Ritualcharakter könnte nicht offensichtlicher sein.

Gizeh Arrival

Ein weiteres Angriffsziel des Silver Surfers ist London, wo er ein gigantisches Loch in den Boden der Themse reißt. In die Löcher greift später der galaktische Dämon, womit hier eine Art Höllentor dargestellt wird. Da kommt einem zwangsläufig der Egoshooter „Hellgate London“ in den Sinn.

London Hellgate_1

London Hellgate_2

Der Knaller an Symbolik ist jedoch das Hauptquartier der Fantastischen Vier. Dieses befindet sich in der 33 (!) Etage.

33 Floor

Fazit: Der zweite „Fantastic Four“-Film ist noch absurder als sein Vorgänger. Selbst wenn man über die physikalischen Unmöglichkeiten hinwegsieht, bleibt er zutiefst schwachsinnig. Interessant ist hier wieder einmal nur die Hintergrundgeschichte und die wurde in „Rise of the Silver Surfer“ weder zum ersten noch zum letzten Mal erzählt.

Star Trek Into Darkness – Oder wie man „Star Trek“ negiert

von Shinzon

2009 ermordete J.J. Abrams „Star Trek“ zum ersten Mal, indem er aus dem gesellschaftskritischen Lebenswerk von Gene Roddenberry ein hirnloses Actionspektakel machte. Statt ein nachdenkliches Drama auf die Leinwand zu bringen, brachte Abrams lediglich fast alle Vulkanier und Romulaner um.

Der Gegner Nero war für die Zerstörung seiner Heimatwelt Romulus durch eine Naturkatastrophe auf Rache an Unschuldigen aus. Aus nicht nachvollziehbaren Gründen reiste er dafür in die Vergangenheit, um eine alternative Zeitlinie zu erschaffen.

Statt sein blutiges Werk dort einfach zu verrichten, tobte er sich erst einmal an der U.S.S. Kelvin aus und machte James T. Kirk damit zum Halbwaisen. Danach verschwand er erst einmal für ein paar Jahrzehnte von der Bildfläche, bis er sich dann endlich entschloss, erst Vulkan zu zerstören und danach die Erde anzugreifen.

Neben dieser zutiefst unlogischen Story speiste Abrams die Fans dann noch mit ein paar haarsträubenden wissenschaftlichen Unmöglichkeiten ab. Mit einer nicht näher definierten „roten Materie“ erschuf er kurzerhand schwarze (Logik-)Löcher, die nicht etwa alles zerstören, sondern Zeitportale darstellen. Nur im Innern eines Planeten verhalten sich die schwarzen Löcher gemäß den Naturgesetzen und verschlingen die betreffende Welt.

Der alte Spock aus der Zukunft musste den Untergang seines Heimatplaneten von seinem Exil auf Delta Vega aus mit ansehen. Warum er Vulkan auf einem mehrere Lichtjahre entfernten Planeten in Echtzeit und groß wie ein Mond beobachten konnte, blieb ein weiteres Rätsel. Oder schlichtweg der nächste Punkt auf einer langen Liste schwachsinniger Ideen.

Die Erwartungen an „Star Trek Into Darkness“ waren nach all diesem Nonsens im ersten Teil also eher verhalten. Bereits der Trailer machte klar, dass die Action wieder im Vordergrund stehen würde und der Titel „Into Darkness“ hätte nicht treffender die Negierung der Werte des alten „Star Trek“ beschreiben können. Die Vision des Gene Roddenberry vermittelte einst die Hoffnung, dass die Zukunft besser sein kann, als das Heute. J.J. Abrams setzt jedoch alles daran, diese Hoffnung zu zerstören und die Finsternis über das „Star Trek“-Franchise auszubreiten.

Vom alten „Star Trek“ sind ohnehin nur noch die Hauptcharaktere, die Enterprise und ein paar Bezeichnungen geblieben. So wählte man für den Auftakt des neuen Films auch keine der zahlreichen Trek-Welten, sondern bediente sich bei Zecharia Sitchin (*1920, †2010) und dessen Planet X-Mythos. Dabei haben die Autoren einmal mehr alles auf den Kopf gestellt, denn auf Nibiru leben keine Anunna, die die Menschheit erschaffen haben, sondern eine unterentwickelte Spezies, auf deren Evolution die Enterprise Einfluss nimmt.

Dafür sind die Eingeborenen aber immerhin ganz fleißig im Pyramidenbauen. Eine Pyramide gab es bereits im ersten Teil in Form des Pilotensitzes in Spocks Raumschiff zu sehen und man fragt sich allmählich, wie viele Freimaurersymbole man als Trekkie noch erdulden muss? Allerdings muss man zugestehen, dass es die ein oder andere prominent platzierte Pyramide auch schon in den alten Serien gab.

JJ Pyramide

Doch zurück zur Handlung. Der Planet Nibiru läuft zwar nicht Gefahr, mit der Erde zu kollidieren, doch er wird von einem Supervulkan bedroht. Ironischerweise wird mit Spock ein Vulkanier in den Krater geschickt. Zwar ist seine Spezies an heißes Wüstenklima gewöhnt und er trägt auch einen Schutzanzug, dennoch wirkt die Szene mitten in der brodelnden Kaldera stark übertrieben.

Ein waschechter Vulkanier. *LOL*

Ein waschechter Vulkanier. *LOL*

Nachdem Kirk zur Erde zurückgekehrt ist, muss er sich für die Rettung der Planetenbewohner rechtfertigen, da dies einen Verstoß gegen die oberste Direktive der Sternenflotte darstellt. Er wird degradiert und unter das Kommando seines einstigen Mentors Christopher Pike gestellt.

Kurz darauf wird in London ein Anschlag auf ein Sternenflottenarchiv verübt. Die Motive des Selbstmordattentäters sind dabei jedoch nicht nachvollziehbar. Zwar leidet seine Tochter an einer unheilbaren Krankheit und der mysteriöse Gegenspieler Harrison verspricht, ihr das Leben zu retten. Doch welcher Sternenflottenoffizier wäre bereit, für das Leben seiner Tochter sich selbst und dutzende Unschuldige zu ermorden?

Da wäre zum einen die Hemmschwelle, das eigene Leben zu beenden, womit die Tochter obendrein zur Halbwaisen werden würde. Hinzu käme die Hemmschwelle, Unschuldige zu opfern und zu guter Letzt ist Harrison nicht gerade Vertrauen erweckend. Selbst nachdem er dem Kind das Leben gerettet hat, hätte der Vater ihn wegen Anstiftung zum Terrorismus anzeigen können. Stattdessen geht er auf den miesen Deal ein und lässt es im wahrsten Sinne des Wortes krachen.

Als Ort des Anschlags wurde London ausgewählt, was einem zu denken gibt. Bereits in „G.I. Joe – Die Abrechnung“ wurde London dem Erdboden gleich gemacht und Anschläge auf Londons Wahrzeichen sind seit „V wie Vendetta“ überaus beliebt. Im Internet kursieren bereits Vermutungen, in naher Zukunft könne ein realer Anschlag auf Englands Hauptstadt inszeniert werden, da immer mehr Filme die Zuschauer auf ein solches Ereignis zu konditionieren scheinen.

JJ Terror in London

Der Titel „Into Darkness“ bezieht sich allerdings nicht nur auf die Terrorwelle, die von Harrison inszeniert wird. Diese kommt nämlich der Sektion 31 durchaus gelegen, bietet sie doch den passenden Vorwand für einen Krieg gegen die Klingonen. Denn auf deren Heimatwelt ist Harrison untergetaucht wie einst bin Laden angeblich in Afghanistan.

Es lassen sich sogar noch weitere Parallelen zwischen Osama bin Laden und Harrison ziehen. Osama stand während des kalten Krieges auf der Gehaltsliste der CIA und Harrison arbeitete für den Geheimdienst der Sternenflotte. Beide wenden sich gegen ihre einstigen Gönner und in beiden Fällen inszenieren Geheimdienstmitarbeiter Terroranschläge, mit denen Kriege gerechtfertigt werden.

Ein paar Unterschiede gibt es in „Star Trek Into Darkness“ dann aber doch. Nachdem Kirks Mentor, Admiral Pike, getötet wurde, bekommt er das Kommando über die Enterprise zurück und wird in Richtung Kronos geschickt, um Harrison mit einem gezielten Torpedoangriff auszumerzen. Wer hier Parallelen zum Einsatz von Kampfdrohnen sieht, liegt vermutlich richtig.

Kirk besinnt sich jedoch auf die Vernunft und spielt nicht den heroischen „G.I. Joe“, der für sein Vaterland in den Krieg zieht. Er entscheidet sich nicht einmal, den Terrorfürsten kaltblütig auszuschalten, sondern verhaftet ihn, um ihn vor ein Gericht zu stellen. Wie unamerikanisch! Für einen kurzen Augenblick glaubt man fast, dass hier die Werte des alten „Star Trek“ durchkommen.

Doch auf Kronos sieht die Sache schon wieder etwas anders aus. Die Klingonen hätte man sich sparen können, denn mehr als eine oberflächliche Begegnung, die in einem Gemetzel endet, ist nicht drin. Die Degradierung der Klingonen zu ehrlosem Kanonenfutter dürfte den meisten Fans übel aufstoßen. Zumal bis auf den Anführer alle dusslige Masken tragen, die wohl die Einsparungen beim Make Up verschleiern sollen.

Hinzu kommt, dass die Heimatwelt der Klingonen aussieht, als wäre sie von den Borg assimiliert worden. Die traditionelle klingonische Architektur, die immerhin einige Jahrtausende alt ist und daher von der Abspaltung der neuen Zeitlinie unbetroffen hätte bleiben müssen, sucht man vergebens. Dafür wurden ein paar sinnlose Sonnensymbole in die ohnehin schon optisch anstrengende Umgebung gepflanzt. Die Bird of Preys sehen ebenfalls total beschissen aus und sind nicht einmal grün.

Sonnensymbolismus

Sonnensymbolismus

Der gröbste Fehler schwebt jedoch im Orbit um Kronos. Offenbar ist der Mond Praxis bereits explodiert, obwohl dies erst 2293 hätte geschehen sollen. Obendrein ist er leicht hinter dem Planeten zu sehen, womit sowohl seine Größe als auch sein Abstand zu Kronos es unmöglich machen würden, einen stabilen Orbit zu halten. Eigentlich hätten beide Himmelskörper längst kollidieren müssen. Hier werden die physikalischen Unmöglichkeiten des ersten Teils ungeniert fortgesetzt, Hauptsache, es sieht imposant aus.

Angenehm fällt lediglich auf, dass Abrams keine Schleichwerbung auf die klingonische Heimatwelt platziert hat. Nach dem Product Placement im Vorgänger stand schon zu befürchten, dass Kirk und Co. einen McGagh essen oder ein Kentucky Fried Targ Schnellrestaurant aufsuchen. Nachdem jedoch schon Scotty in „Star Trek IV – Zurück in die Gegenwart“ feststellen musste, dass klingonisches Fast Food Sodbrennen verursacht, entschied man sich wohl dagegen.

Aber weiter im Text. Nachdem Kirk Harrison verhaftet hat, offenbart dieser ihm einige unschöne Details über die Sternenflotte. Unterdessen finden Dr. McCoy und die Ingenieurin Dr. Carol Wallace heraus, dass die Torpedos nicht nur mit Sprengstoff bestückt sind, sondern mit insgesamt 72 eingefrorenen Menschen.

Die nächsten Überraschungen warten jedoch schon. Carol Wallace ist in Wirklichkeit Carol Marcus, die Tochter von Admiral Marcus. Auch Harrison ist nicht der, der er zu sein vorgibt, sondern Khan. Diesen genetisch verbesserten Diktator aus dem 20. Jahrhundert hatte Admiral Marcus auftauen lassen, weil … nun, weil er es für eine gute Idee hielt.

Khan vor einem weiteren Sonnensymbol

Khan vor einem weiteren Sonnensymbol

Offenbar hat der Admiral wenig Vertrauen in seine eigenen intellektuellen Fähigkeiten, weshalb er auf den Intellekt eines eugenischen Monsters zurückgreift. Zumindest scheint sich Marcus selbst richtig eingeschätzt zu haben, sonst hätte er Khan nicht falsch eingeschätzt. Überhaupt scheint der Admiral eine absolute geistige Niete zu sein. Nicht nur, weil sein Plan gehörig nach hinten losgegangen ist, sondern auch, weil er sämtliche Ideale der Föderation verrät. Eine Frechheit, dass er genau das anfangs Kirk vorwirft, obwohl dieser mit seinem Regelverstoß immerhin noch Leben gerettet hat, statt sie zu vernichten.

Kirk handelt seinerseits einmal mehr richtig und verweigert Admiral Marcus die Gefolgschaft. Als er mit Warpgeschwindigkeit in Richtung Erde aufbricht, verfolgt Marcus ihn mit seinem heimlich zusammengebauten Supersternenzerstörer, der U.S.S. Vengeance (zu deutsch „Rache“). Offenbar ist der Admiral nicht nur geistig arm, sondern hat obendrein noch einen verdammt kleinen Schwanz.

JJ Schwanzverlängerung

Sein Schiff der Dreadnought-Klasse ist doppelt so groß wie die Enterprise und dreimal so schnell. Letzteres fällt allerdings nicht besonders auf, denn die Enterprise braucht ebenfalls nur wenige Minuten von Kronos zur Erde. Offenbar fliegen beide Schiffe mit mehrfachem Transwarp. Schneller geht nur Beamen, denn Khan besitzt die Fähigkeit, sich direkt von der Erde nach Kronos zu teleportieren. Eine ungeheure Technologie, mit der eigentlich erst 100 Jahre später das Dominion aufwarten kann.

Es kommt aber noch besser. Nachdem Kirk sich kurzzeitig mit Khan verbündet, um Admiral Marcus auszuschalten, wendet sich Khan erwartungsgemäß gegen Kirk. Darauf ist Kirk allerdings vorbereitet und lässt die Torpedos auf die U.S.S. Vengeance beamen – natürlich ohne Khans Gefolgschaft in den Kryokapseln. Warum der erste Torpedo, der explodiert, die Nummer 666 hat, weiß indessen nur der Teufel.

Im Ergebnis stürzen beide Schiffe auf die Erde ab, was unlogisch ist, da sie sich zuvor im Mondorbit befanden und dessen Gravitationsfeld näher waren als dem der Erde. Das ist besonders ärgerlich, denn hätten die Autoren hier endlich mal die Gesetze der Physik beachtet, wären Tausende Menschen gerettet gewesen, die beim Absturz der Vengeance niedergemäht werden.

Außerdem wäre Khan auf dem Mond erstickt, anstatt auf der Erde aus dem Wrack zu springen und sich eine Verfolgungsjagd mit Spock zu liefern. Offenbar haben beide Superkräfte, denn sie überleben einige Sprünge aus mehreren Metern Höhe, bei denen sich jeder Normalsterblichen sämtliche Knochen im Leib gebrochen hätte. Der Knaller kommt aber noch.

Die Enterprise stürzt ebenfalls der Erde entgegen und kann nicht bremsen, da der Warpkern offline ist. Kirk klettert in die Reaktorkammer und biegt alles rechtzeitig wieder hin. Er opfert sich für seine Mannschaft und wird von Spock in seinen letzten Atemzügen liegend gefunden. Es ist klar, dass hier auf Spocks Sterbeszene in „Star Trek II – Der Zorn des Khan“ angespielt wird, nur mit vertauschten Rollen.

Allerdings kommt die Szene bei weitem nicht an das Original heran. Denn kurz darauf entdeckt Dr. McCoy, dass der tote Tribble, dem er sinnloserweise Khans Blut injiziert hat, wieder zu leben beginnt. Kurzerhand injiziert er Kirk ebenfalls eine Ladung Khanblut, nachdem dieser von Spock verhaftet wurde.

Was soll das? Wie kann genetisch verändertes Blut Tote wieder beleben? Hat Khan Vampirblut? Oder ist er mit dem T-Virus aus „Resident Evil“ infiziert? Das macht überhaupt keinen Sinn! Ebenso die Tatsache, dass Dr. McCoy abwartet, bis Spock mit Khan zurückkehrt, wenn ihm doch noch 72 Anhänger Khans zur Verfügung stehen, deren Blut ebenfalls genetisch verbessert ist.

So ein Mumpitz kommt nun einmal raus, wenn man „Der Zorn des Khan“ nachspielen will und keinen Genesis-Planeten zur Verfügung hat. Obendrein verpassen Abrams und sein Autorenstab auch noch einen Cliffhanger, indem sie Kirk gleich ins Leben zurückbeordern. Auf der anderen Seite können die eingefleischten Trekkies nach dieser versemmelten Version von „Star Trek II“ zumindest auf ein Remake von Teil III verzichten. Ein „Star Trek III – Auf der Suche nach Mr. Kirk“ wäre ohnehin nicht sonderlich originell und es gibt ja auch keinen Planeten Vulkan mehr, auf dem man mit einem hässlichen Bird of Prey-Abklatsch Asyl suchen könnte.

Wirklich ärgerlich ist dagegen, dass man auch die zweite Chance auf einen Cliffhanger verpasst hat. Man erfährt nämlich nicht, wo Khan nach seiner Verhaftung verblieben ist. Wäre es nicht eine schöne Hommage gewesen, ihn ins Exil nach Ceti-Alpha 5 zu schicken?

Einzig die letzte Szene lässt dann doch noch einmal etwas „Star Trek“-Feeling aufkommen. Die Enterprise bricht endlich zu ihrer 5-Jahres-Mission auf. Diese würde sich jedoch nur im Serienformat lohnen.

Fazit: Zu viel Action – zuwenig Hirn. Darüber hinaus bleibt lediglich zu erwähnen, dass Abrams sich auf zu viele Handlungsstränge und Gegner gestürzt hat. Die interne Bedrohung durch die Sektion 31, Khan, die Klingonen, der Vulkan auf Nibiru – alle wären einen eigenen Film wert gewesen. Zusammen funktioniert fast gar nichts, da keine Zeit für Tiefgang bleibt. Man stelle sich vor, man hätte in „Star Trek II – Der Zorn des Khan“ Klingonen und einen irren Flottenadmiral eingebaut – das hätte niemals funktioniert. Und genau das tut es auch in „Star Trek Into Darkness“ nicht!

Hinzu kommt der ständige Militarismus. Die grauen Uniformen mit Schirmmützen erinnern eher an die faschistische Föderation aus „Starship Troopers“, als an „Star Trek“. Die Modelle der Phoenix, der Enterprise NX-01 und einiger weiterer Schiffe im Büro von Admiral Marcus vermögen es dabei nicht wirklich, den einstigen Pioniergeist von „Star Trek“ wieder aufleben zu lassen.

JJ Militarismus

Technisch gesehen weißt der Film ebenfalls einige Schwächen auf. Der Maschinenraum ist immer noch eine Brauerei, auf der Brücke gibt es immer noch zu viel Lichtreflexe und 72 Torpedorohre sind definitiv zu viel für ein angebliches Forschungsschiff.

Die Trekkies der alten Generation sollten beim Original bleiben und jenen der neuen Generation kann man ebenfalls nur raten, sich die Originalfilme anzusehen und dann mal den Vergleich zu ziehen. „Star Trek II – Der Zorn des Khan“ ist und bleibt unserer Meinung nach der beste Film, der je gedreht wurde.

Bevor J.J. Abrams „Star Trek“ zum dritten Mal ermordet, sollte man ihn vielleicht mit dem Spruch konfrontieren, der uns Konsumenten im Kino immer wieder um die Ohren gehauen wird: „Nur Original ist legal!“

Trailer:

Und für den Fall, dass ich noch einige Logikfehler vergessen habe:

James Bond 007: Skyfall – Der MI6 erntet, was er sät

von Shinzon

„Skyfall“ ist der dritte James Bond-Film mit Daniel Craig in der Hauptrolle und fällt einmal mehr aus dem Rahmen. Die Zeit der Superschurken war bereits mit „Casino Royale“ abgelaufen, die Gegner waren bodenständiger und der realen Welt entlehnt. Die Handlung des neusten Streifens ist noch einmal eine Spur untypischer, der Gegner allerdings auch wieder etwas psychopathischer.

Wieder einmal Betonung auf das linke Auge…

Alles beginnt mit einer Verfolgungsjagd durch Istanbul (in dieser Stadt spielte bereits „96 Hours – Taken 2“, was nichts Gutes ahnen lässt), bei der Bond nur knapp dem Tod entkommt, während die Bösewichte ihrerseits Bond mit einer Festplatte voller geheimer Daten entkommen. Der Speicher enthält u.a. die Namen von MI6-Agenten, die in Terrororganisationen eingeschleust wurden. Tim Osman ist allerdings nicht dabei, denn der arbeitete bekanntlich für die CIA.

Nachdem die unbekannten Täter drohen, dass sie im Wochentakt 5 Agenten auf youtube enttarnen, wird die Terrorzentrale des MI6 selbst zum Ziel eines Anschlags. Wenn man die Welt in Brand setzt, darf man sich nicht wundern, wenn dabei auch das eigene Haus Feuer fängt. Wie heißt es so schön? Negatives Karma fällt immer auf die Verantwortlichen zurück – zumindest im Film. Ob dies schon wieder eine Anspielung auf einen geplanten Anschlag in London darstellen soll, sei einmal dahingestellt.

Was folgt, ist ein Katz- und Maus-Spiel, für welches die MI6-Chefin „M“ (Judi Dench) verantwortlich ist. Denn der Übeltäter war einst selbst MI6-Agent, was irgendwie schon wieder an bin Laden erinnert. Als Hong Kong an die Chinesen übergeben wurde, ließ M ihren Agenten Raoul Silva (Javier Bardem) kurzerhand im Stich, was ihm zunächst einmal Folter einbrachte. Bei einem Selbstmordversuch durch eine Zyankalikapsel überlebte er schließlich schwer verstümmelt und sann auf Rache.

Ein Rachefeldzug durch einen Ex-Agenten ist nun wirklich etwas Neues im Bond-Universum. Zumal Silva durch sein Insiderwissen und seine Ausbildung dem MI6 immer einen Schritt voraus ist. An einigen Stellen erinnert er jedoch etwas zu sehr an den Joker aus „Batman – The dark Knight“. So lässt er sich absichtlich verhaften, weil es Teil seines Plans ist und stürmt als Polizist verkleidet die Gerichtsverhandlung von M, wo er wild um sich schießt. In „The dark Knight“ war es eine Trauerparade der Polizei, die der Joker als Polizist getarnt crashte.

Es gibt also durchaus einige Parallelen zu Batman, was irgendwie unkreativ wirkt. Zum Glück verläuft das Ende jedoch anders. Dieses offenbart einiges über die Kindheit von Agent 007, der als Waise in die Fänge des MI6 geraten ist. Waisenkinder eignen sich laut Aussage von M am besten als Agenten, was wohl damit zu tun hat, dass sie keine familiären Verbindungen haben. Die Rekrutierung von Kindern bleibt aber dennoch fragwürdig.

Im Gegensatz zu Silva verzeiht Bond seiner Vorgesetzten einfach alles, von der versauten Kindheit, bis zum Schießbefehl, der ihm fast das Leben gekostet hätte. Er versteckt sie sogar auf dem Anwesen seiner verstorbenen Eltern, wo einst alles begann. Das Grundstück heißt übrigens „Skyfall“, woher sich der Titel des Films ableitet.

Dort verschanzen sich die beiden mit einem Freund der Bond-Familie. Bei der Verteidigung erweisen sich die Drei als äußerst kreativ. Wer schon immer mal wissen wollte, wie man seine Wohnung vor ungebetenen Besuchern schützen kann, erhält hier die entsprechende Anleitung. Man zerschlage ein paar Glühbirnen, nehme die Fassung als Zünder, fülle eine Tüte mit Schießpulver sowie Nägeln und schraube das Ganze wieder in die Fassungen: Bämm, es werde Licht!

Natürlich sind die dargestellten Methoden NICHT zum Nachahmen geeignet! Zudem fragt man sich, ob man es hier wirklich noch mit Bond oder nicht eher mit McGyver zu tun hat. Auf jeden Fall ist eine solche Vorgehensweise ebenso Bond-untypisch wie der Rest des Films. Vielleicht muss 007 aber einfach auf solche Methoden zurückgreifen, weil er altersbedingt nachlässt. Immerhin ist es schön, dass das Thema des Alterns in die Handlung einfließt und der Held auch mal Schwächen zeigen darf.

Neben der durchaus anspruchsvollen Action gibt es natürlich noch eine Menge Drama. Ohne zu viel spoilern zu wollen: am Ende gibt es einen neuen „M“. Ebenso gibt es einen neuen „Q“ (Ben Whishaw), der ganz zeitgemäß als junger Computernerd daher kommt und keine altmodischen explodierenden Kulis mehr bastelt. Schade eigentlich, aber dafür hat Bond ja noch einen hübschen Gebrauchtwagen mit allerlei Bond-typischen Spielereien aus der guten alten Zeit. Es ist schon fast eine Schande, dass der Oldtimer diesen Film nicht überlebt.

Eine weitere Anspielung auf die alten Bond-Klassiker ist der erste Auftritt von Miss Moneypenny (Naomie Harris) in der neuen Trilogie. Zu Beginn hat sie noch nicht den schnöden Schreibtischjob, sondern darf erst einmal etwas Frauenpower zeigen und sogar auf Bond schießen. Später entschuldigt sie sich natürlich mit einer Rasur bei James, der jedoch die Dusche mit einer anderen teilt.

Die Rolle des Bondgirl Severine (Bérénice Marlohe) fällt im Vergleich zu Eve Moneypenny jedoch eher flach aus. Ihre Karriere reicht lediglich vom Blickfang bis zum Kugelfang und zwischendrin darf sie mal kurz die Matratze für Bond geben. Viel zu sagen hat sie nicht, was im Vergleich zu den beiden Vorgängerfilmen sehr enttäuschend ist.

Alles in allem ist „Skyfall“ jedoch sehr gelungen. Es gibt jede Menge Action, Drama und überraschende Wendungen. Die Anspielungen auf frühere Filme dürften dabei auch die alten Fans des Genres bei Laune halten.

Fazit: Für einen Bond-Film beschreitet „Skyfall“ Neuland, bedient sich allerdings hier und da bei anderen Filmen. Trotz dieser und einiger anderer Schwächen ist er jedoch durchaus sehenswert. Allein schon die Sprengung der Maya-Pyramide ist das Eintrittsgeld wert.

Trailer: