Sabotage – Arni und seine Freimaurer-Gang

von Shinzon

Es ist ja nicht so, dass Filme mit Arnold Schwarzenegger allesamt schlecht wären. Sein Comeback hat uns einige interessante Actionkracher wie „The Last Stand“ und „Escape Plan“ beschert. Wer diese Filme mag, sollte jedoch einen weiten Bogen um „Sabotage“ machen, denn der hat mit beiden erstgenannten nichts gemeinsam. Er ist brutal, blutrünstig und vollgestopft mit Satanismus.

Breacher (Arni) führt ein Sondereinsatzkommando der Anti-Drogen-Behörde DEA an, doch er und sein Team sind genauso kriminell wie die Drogenbosse. Statt die Gangster vor Gericht zu bringen, stehlen die Drogencops deren Geld. Bei diesem Coup gibt es gleich mal ein versifftes Scheißhaus zu sehen und auch die anschließende Bergungsaktion in der Kanalisation überschreitet die Kotzgrenze. Die ganzen verschmierten Fäkalien sind definitiv noch abstoßender als das viele Blut.

Die Bergung der Millionenbeute birgt aber noch eine unangenehmere Überraschung. Das Geld ist nämlich weg. Zu allem Übel spricht sich die krumme Tour auch noch herum, was die Karrieren von Breachers Team zu ruinieren droht. Ab sofort stehen sie unter Beobachtung, weshalb es schon fast wieder gut für sie ist, dass es keine belastende Beute gibt.

Für den Actionhelden Arni ist der korrupte Cop eine ziemlich ungewöhnliche Rolle. Nur in einer Szene darf Schwarzenegger er selbst sein und in einem Fitnessstudio pumpen gehen. Ansonsten passt hier gar nichts, nicht mal das olle Tattoo am Hals. Der Totenschädel mit Zylinder scheint fast anzudeuten, dass Arni für die Rolle des Meisters vom Stuhl(gang) etwas zu alt ist.

01 Tattoo Zylinder

Sein DEA-Team schmückt sich mit ähnlich okkulten Tattoos. Neben noch mehr Totenschädeln gibt es u.a. auch einen Skorpion.

02 Tattoos Schädel

03 Tattoo Skorpion

Die harten Jungs und das harte Mädel hängen in einer heruntergekommen Bruchbude ab, wo der Teufel schon mal im Detail steckt. Das ist schon kein Wink mit dem Zaunpfahl mehr, sondern mit dem gesamten Gartenzaun. Aber es kommt noch dicker.

04 Der Teufel im Detail_1

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Auf dem Sandsack gibt es ein weiteres Detail. Eine umgedrehte Pyramide mit einem Tau. Rechts daneben eine Flagge mit Totenkopf und gekreuzten Knochen.

06 Tau-Pyramide

Auf einer weiteren schwarzen Flagge sind irgendwelche arabischen Schriftzeichen abgebildet. Die könnte fast von islamistischen Terroristen stammen.
07 Flagge

Außerhalb der Baracke prangt ein großes Schild, welches ebenfalls eine nähere Betrachtung verdient. Am auffälligsten ist darauf ein schwarzer Vogel mit Totenschädel, der gelinde gesagt angsteinflößend ausschaut. Das ist aber noch nicht alles. Rechts darüber ist das Sternbild des Orion zu sehen, welches die astrologische Jagdszene am Nachthimmel dominiert. Eine Andeutung der Jagd, die bald eröffnet wird. Etwas unklar ist dagegen die Bedeutung des Alpha und Omega, was eigentlich eine Bezeichnung für Gott ist.

08 Schild

Als Breacher bei seinem Team eintrifft, verkündet er, dass sie wieder im Geschäft sind und gibt ihnen ihre Marken zurück. Sofort geht es zum Training, wo Breacher feststellen muss, dass die Frau in seinem Team selbst drogenabhängig ist. Da ist sie bei der DEA ja goldrichtig. Das Training findet jedenfalls in einer vergammelten Fabrik statt, wo es gleich noch die Pyramide mit Auge oben drauf gibt.

09 Pyramide mit Auge

Vor diesem expliziten Freimaurersymbol quatscht Breacher mit einem Teammitglied (Sam Worthington), welches sich „Monster“ nennt und eine Träne unter dem Auge tätowiert hat. Letzteres Detail ist ein Knastcode und kann u.a. für einen begangenen Mord stehen. Da passt mal wieder alles zusammen. Kriminelle Logenbrüder mit Bezug zum Satanismus und Menschenschlächterei.

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Auch im zweiten Durchgang ist es wieder das Monster, das direkt vor der Pyramide steht.

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Im Anschluss geht es erst mal in den Stripklub. Zeit für Sexismus. Aber sollen die Jungs es genießen, denn kurz darauf beginnt irgendwer, die Mitglieder von Breachers DEA-Team einen nach dem anderen umzubringen. Der Erste wird in seinem Wohntrailer auf einem Bahngleis abgestellt, was ziemlich übel ausgeht. Die Leichenteile werden über hundert Meter verteilt und der Regisseur David Ayer verschont das Publikum wieder einmal nicht mit Detailansichten. Wer schon immer mal wissen wollte, wie sich Polizeibeamte an einem Unfallort fühlen, ist hier genau richtig. Wer jedoch schwache Nerven hat, sollte diese Bilder der Gewalt hingegen lieber überspringen bzw. den Film komplett meiden.

Die weiteren Morde sind gleichermaßen unästhetisch und die erste Spur scheint zu der Drogenmafia zu führen, welcher Breachers Team die Kohle geklaut hat. Das klingt zunächst logisch, denn Motiv und Methoden passen. Außerdem wurden in der Vergangenheit schon Breachers Frau und Sohn grausam von der mexikanischen Drogenmafia zu Tode gefoltert. Also machen die Cops erst mal Jagd auf die Drogengangster.

Wie bereits beim Training wird auch im Einsatz wieder eine Pyramide mit Auge platziert. Diesmal sogar mit Zirkel und Winkelmaß, mit besten Grüßen von der Hellywood-Loge. Na wenn das mal kein Hinweis auf die wahren Drahtzieher hinter den Crystal Meth-Laboren ist…

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Was die Freimaurer von Jesus halten, zeigen sie einen Raum weiter. Dort wird ein Drogendealer niedergeschossen und das Blut spritzt auf einen Jesus am Kreuz.

16 Jesus Opfer

Als Zugabe gibt es noch eine 6 in exakt 3 Kameraeinstellungen. Hier steckt der Teufel wirklich im Detail.

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Und zum krönenden Abschluss gibt es noch ein paar Pentagramme. Man wird den Verdacht einfach nicht los, dass es sich hier um rituelle Blutopfer handelt. Zur Belohnung gönnt sich die drogensüchtige Drogenermittlerin Lizzy (Mireille Enos) erst mal etwas Meth, denn was wäre ein solches Opferritual ohne den besonderen Kick? Schon Aleister Crowley hat sich so ziemlich alles rein gepfiffen, was der Drogenmarkt zu bieten hat.

18 Pentagramme

Wie sich letztendlich herausstellt, stammten die Fingerabdrücke der Dealer von zwei Leichen, die in einem Gewässer versenkt wurden. Der Mörder kommt also aus den eigenen Reihen und schon bald weiß Breacher nicht mehr, wem er noch trauen kann. Einzig die Ermittlerin Caroline Brentwood (Olivia Williams) ist als Außenstehende noch vertrauenswürdig und hilft ihm.

Das Team bricht indes endgültig auseinander. Lizzy betrügt Monster mit dessen Kollegen Sugar (Terrence Howard) und eben diese beiden sind für die ganze Mordserie verantwortlich. Nachdem Lizzy die Leiche ihres Ex Monster in den Kühlschrank gestopft hat, damit er länger frisch bleibt, wird sie von Breacher aufgespürt. Es folgt eine Verfolgungsjagd, die für Lizzy und Sugar hässlich endet. Nachdem sich die beiden einen Radfahrer als Kühlerfigur zugelegt haben, krachen sie in einen Abschleppwagen. Sugar wird dabei zerteilt und Lizzy im Kofferraum schwer verletzt.

19 Blutrünstig

Bevor Breacher sie erledigt, gesteht er ihr noch, dass er das Geld genommen hat. Indirekt ist also er für den ganzen Schlamassel verantwortlich. Das Geld brauchte er, um die Polizei in Mexiko zu bestechen und so den Aufenthaltsort der Mörder seiner Familie zu erfahren. Diesen Plan setzt er schlussendlich in die Tat um und knallt die Drogengangster in einer mexikanischen Bar ab. Diese sind bereits passend gekleidet.

20 Schädeljacke

Ebenso passend ist das Plakat hinter Breacher an der Wand. Darauf steht „Sin, Sin, Sin“, was herrlich doppeldeutig ist. Das spanische „sin“ bedeutet nämlich „ohne“, während das englische „Sin“ für „Sünde“ steht. Ohne Sünde ist Breacher aber keinesfalls, da er für seine Rache gestohlen, gelogen und gemordet hat. Es lässt sich daher doch eher als „Sünde, Sünde, Sünde“ lesen.

21 Sin Sin Sin

Fazit: „Sabotage“ ist ein extrem brutaler, blutrünstiger Film, der schwer auf der Seele lastet. Entweder man fühlt sich danach schlecht oder man verroht. Um es auf das letzte Bild herunter zu brechen: Der gesamte Film ist eine Sünde. Die Symbole derer, die dieses satanische Werk verbrochen haben, sind dabei überall präsent. Zudem zeigt sich an diesem Streifen wieder einmal sehr schön die Verbindung zwischen Freimaurerei und Satanismus.

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Der Freimaurerschurz – Überbleibsel der Steinmetztradition

von Shinzon

Der Freimaurerschurz (zuweilen auch Freimaurerschürze) stammt ursprünglich aus der Steinmetztradition und ist ein Symbol für die Arbeit. Bei dieser trugen die mittelalterlichen Steinmetze zum Schutz Schürzen aus Leder, die bis zu den Knöcheln reichten und eine Klappe mit Knopfloch zur Befestigung hatten. Die heutigen Freimaurerschurze sind zumeist aus Leinenstoff und reichen nicht einmal bis zum Knie.

Die Klappe wurde allerdings beibehalten, wobei ihre Stellung zuweilen als Gradabzeichen verwendet wird. Sie kann verschiedene Formen aufweisen, wobei runde Klappen eher selten sind. Meist sind die Klappen dreieckig, womit gleichzeitig eine Pyramide mit der Spitze nach unten dargestellt wird. Zuweilen wird sogar ein allsehendes Auge in diese Pyramidenform eingefügt.

Schurz Pyramide mit Auge

Die meisten Freimaurerschurze sind weiß oder haben zumindest eine weiße Grundfarbe, welche für die angeblichen ethischen Grundsätze der Freimaurerei steht. Bei den Johanneslogen kommen blaue Einfassungen hinzu, im schottischen Ritus rote Einrahmungen. Doch Vorsicht, eine rote Umrandung kann auch für den Meistergrad in einer Johannesloge stehen. Andere Farben sind eher selten und hängen von den jeweiligen Logen ab.

Schürzendreieck

Schürzen für Lehrling, Geselle & Meister

Schürzen für Lehrling, Geselle & Meister

Hinzu kommen verschiedene Verzierungen aus dem reichen Fundus der Freimaurersymbole. Darunter Winkel, Taus, Hexagramme und vieles mehr. Bei den Johanneslogen sind zudem bis zu drei Bandrosen üblich, welche die Grade Lehrling, Geselle und Meister anzeigen.

Freimaurerschürze mit Taus

Freimaurerschürze mit Taus

Mit zunehmender Dekadenz, vor allem in der Hochgradfreimaurerei, nehmen auch die Verzierungen zu. Teilweise sind die Schurze derart mit goldenen Symbolen oder aufwendigen Motiven überladen, dass sie schon albern wirken.

Freimaurerschürze

Zu guter Letzt kommen bei einigen Hochgradlogen auch satanistisch-okkulte Symbole wie das umgedrehte Pentagramm vor.

Freimaurerschürze Jachin & Boas

Quelle 1

Quelle 2

Equilibrium – Die emotionslose Weltordnung

Der Film „Equilibrium“ (2002) verdient gewiss eine ausführlichere Betrachtung, die an dieser Stelle noch folgen wird. Leider hackt unsere DVD etwas rum, sodass wir momentan nicht mit den entsprechenden Screenshots dienen können.

Interessant ist schon einmal, das das totalitäre Regime im Film eine Naziflagge mit Kruckenkreuz benutzt. Man beachte, dass die Lautsprecheranordnung ein zweites Kruckenkreuz formt.

Equilibrium Kruckenkreuz

Das Tau ist ebenfalls omnipräsent.

Equilibrium Tau_0

Das Tau

von Shinzon

Das Tau ist der 19. Buchstabe des griechischen Alphabets und damit der Vorläufer unseres heutigen T. Zudem ist Taw der letzte Buchstabe des hebräischen Alphabets.

Interessanterweise findet sich das Symbol ohne Buchstabenbedeutung im Christentum wieder, wo es als Antoniuskreuz bekannt ist und stark ausgeprägte Serifen besitzt. Die Verwendung soll auf den Propheten Ezechiel zurückgehen, der Glaubensbrüdern die Stirn mit einem Taukreuz gezeichnet haben soll. Die Bezeichnung „Antoniuskreuz“ geht indessen auf Antonius den Großen zurück, dessen Stab die Form eines Taus gehabt haben soll. Neben dem Antoniterorden verwendet auch der Franziskanerorden das Taukreuz.

Antoniuskreuz

Eine weitere Bezeichnung lautet „Ägyptisches Kreuz“, was ziemlich unverhohlen auf den gar nicht so christlichen Ursprung verweist. In der Heraldik liegt zwar meist ein christlicher Bezug vor, doch die Eingeweihten wissen, dass dieses Symbol weitaus älter als das Christentum ist. Bekanntermaßen ist das Tau auch nicht das anzeige altägyptische Zeichen, welches von der katholischen Kirche übernommen wurde.

Wappen der Gemeinde Trub

Wappen der Gemeinde Trub

Doch halten wir an dieser Stelle kurz fest, dass die T-Form bereits den alten Ägyptern bekannt war. Dieser Fakt spiegelt sich in ihrer Architektur wieder. Es besteht also ein enger Bezug zur „heiligen Geometrie“ und daher findet sich das Tau folgerichtig in der Mathematik wieder (z.B. Kendalls Tau). Darüber hinaus kommt es heute aber auch in der Physik, Chemie und Elektrotechnik vor.

In der Freimaurerei findet sich das Tau ebenfalls häufig wieder, was bei deren Bezug zur „heiligen Geometrie“ nicht weiter verwundern dürfte. Außerdem schauen die Freimaurer ohnehin fast alles bei den antiken Ägyptern ab.

Tau Schürze

Noch weitaus verbreiteter ist bei den Logenbrüdern das Triple Tau. Dieses Symbol gibt es als Ring, als Krawattennadel, als Manschettenknöpfe und auf Handschuhen. Mit anderen Worten, man kann sich von oben bis unten damit einkleiden.

Triple Tau

Kommen wir noch einmal zurück zum alten Ägypten, wo wir die ältesten Vorkommen des Taus finden. Ein weiteres Zeichen dieser Kultur ist das Anch, welches das Tau beinhaltet.

Tau Anch

Ein weiterer Bezug besteht möglicherweise zum Stier. Ist es nur Zufall, dass das Tau an die gehörnte Kopfform des TAUrus erinnert? Und falls ein Zusammenhang besteht, leitet sich das Wort Taurus von Tau ab oder umgekehrt?

Stierkopf

Blue Beam in Metropolis

Das Monarch-Opfer Erykah Badu macht ebenfalls Werbung für UFOs. Ihr Outfit erinnert dabei an die Robobraut aus Metropolis.

UFObadu

Das Symbol auf ihrem Dekolleté ist übrigens ein Triple-Tau, welches in der Freimaurerei verbreitet ist.

Grand Arch Chapter Kopie