Ghostbusters – Gozer der Vernichter

von Shinzon

1984 kam mit „Ghostbusters“ eine Gruselkömodie in die Kinos, die schnell zum Kultfilm avancierte. Die wenigsten wissen jedoch, welch schaurige Botschaften in diesem okkulten Machwerk tatsächlich vermittelt werden. Es geht nämlich nicht um Geister, die in alten Schlössern spuken, sondern um dämonische Wesen aus höheren Dimensionen, die von Satanisten angebetet werden.

Bereits die Eröffnungsszene beginnt mit einer Löwenstatue vor einer Bibliothek, welche in diesem Kontext offensichtlich eine Repräsentation Satans darstellen soll. Im Gebäude wird auch gleich darauf eine Archivarin von einem Gespenst geprankt.

01 Löwenstatue

Die Ghostbusters sind zu diesem Zeitpunkt noch anderweitig beschäftigt. Dr. Peter Venkman (Bill Murray) arbeitet in einem Universitätsgebäude namens „Weaver Hall“, was ein lustiger Zufall ist, da Sigourney Weaver ebenfalls eine Hauptrolle im Film spielt.

03 Weaver Hall

Auf der Bürotür des Parapsychologen hat jemand „Venkman burn in Hell“ geschrieben, was wohl an seinem Umgang mit Probanden liegt. Bei einem Telepathietest lässt er nämlich die Frauen trotz geringer Trefferquote immer gewinnen, während er Männer selbst dann mit Elektroschocks bestraft, wenn sie die Symbole auf seinen Karten richtig erraten.

04 Burn in Hell

Die Hölle beschwört Venkman also selbst herauf. Unter anderem auch mit der ersten Karte, die er hochhält, welche ein umgedrehtes Pentagramm zeigt.

05 Satanic Pentagram

Bevor Peter weiter mit der weiblichen Probandin flirten kann, funkt ihm Ray Stantz (Dan Akroyd) dazwischen und erzählt ihm von der Geistererscheinung in der Bibliothek. Dort wartet bereits Dr. Egon Spengler (Harold Ramis) auf die beiden. Im Keller entdecken die drei zunächst Ektoplasma – eine rotzige Substanz, die Ende des 19. Jahrhunderts bei Seancen in Mode kam. Kurz darauf entdecken die Geisterjäger auch das verantwortliche Gespenst, welches zunächst nach einer verstorbenen Bibliothekarin aussieht. Bei genauerer Betrachtung handelt es sich jedoch um einen hässlichen Dämon. Keine menschliche Seele nimmt nach dem Tod eine solche Gestalt an.

06 Dämon

Wieder zurück an der Uni, werden die drei Parawissenschaftler vom Campus geworfen. Das Team entscheidet sich, in die freie Wirtschaft zu wechseln und kauft eine heruntergekommene Feuerwehrwache, welche fortan ihr Hauptquartier sein soll. Unterdessen kündigt sich in einem alten Apartmentblock am New Yorker Central Park der nächste Auftrag an. Das gruselige Gebäude sieht schon von weitem aus wie eine babylonische Ziggurat.

07 Ziggurat

Die dämonischen Steinfiguren an der Fassade verschärfen den gruseligen Eindruck zusätzlich. Wer möchte denn in einer solch abscheulichen Bude wohnen?

08 Dämonenfigur

Nun ja, Dana Barrett (Sigourney Weaver) wohnt dort. Diese steigt gerade aus einem gelben Sonnenwagen mit freimaurerischem Schachbrettmuster und bringt ihren Einkauf nach oben.

09 Sonnenwagen

Ihre Zimmernummer ist die 2206. Die 22 steht für das Stockwerk, womit das Zimmer auf dieser Ebene die satanische Nummer 6 hat. Aber im Vergleich zu dem, was noch kommt, ist dieses Zahlenspiel eher harmlos.

10 Zimmer 2206

Unterwegs wird Dana von ihrem nervigen Nachbar Louis Tully (Rick Moranis) aufgehalten. Als wäre der Tag damit noch nicht schlimm genug, fängt es in ihrer Wohnung sogleich an zu spuken, während ironischerweise kurz zuvor ein Werbespot der Geisterjäger im Fernsehen läuft. Erst springen ein paar Eier aus der Packung und fangen auf dem Tisch an zu braten und dann grunzt auch noch der Kühlschrank. In diesem hat sich gerade ein Höllentor aufgetan, in dessen Zentrum eine Pyramide mit abgehobener Spitze steht. Davor sitzt Baphomets Schoßhund und stellt sich Dana als Zuul vor.

11 Zuul Dimension

12 Zuul

Wieder zurück im Hauptquartier der Ghostbusters hat Ray einen alten Schrottwagen besorgt, der noch etwas aufgepimpt werden muss. Die Bude haben sie innerhalb von zwei Tagen komplett renoviert, was eine wirklich beachtliche Leistung ist, und am Einlass sitzt bereits die neue Sekretärin Janine Melnitz (Annie Potts). Der Laden ist also bereit, Dana als erste Kundin zu empfangen, mit der Peter Venkman auch gleich rumschäkert.

Miss Barret war in den letzten zwei Tagen nicht ganz so fleißig und hat nicht mal die Eier auf ihrem Küchentisch entsorgt. Zuul hat sich in der Zwischenzeit allerdings aus dem Kühlschrank verkrümelt, sodass dort noch nur Coca Cola Schleichwerbung auf Dr. Venkman wartet.

13 Coke Werbung

Wirklich helfen kann Peter ihr nicht und nach einigen weiteren Anmachversuchen und sexuellen Belästigungen schmeißt Dana ihn aus ihrer Wohnung. Der nächste Auftrag ist zum Glück etwas weniger attraktiv und führt das Team ins exklusive Sedgewick Hotel. Entweder übernachten dort nur Könige oder die Krone steht für etwas anderes.

15 Sedgewick Krone

Die Vorfälle beschränken sich auf den 12. Stock, wo die Ghostbusters erstmalig auf den grünen Slimer treffen. Um diesen eher harmlosen Fresssack von einem Gespenst einzufangen, richten sie mehr Schaden als Nutzen an. Obendrein raucht Ray auch noch trotz Rauchverbot. Ekelhafte Tabak-Werbung!

16 Raucher

Nachdem alle Kronleuchter im Speisesaal zerstört sind, ist der Schleimteufel endlich eingefangen und die Jungs haben tatsächlich noch die Dreistigkeit, eine Rechnung zu stellen.

17 Geisterjagd

Aber das dekadente Hotel kann es sich ja leisten. Immerhin haben sich die Betreiber schon vergoldete Venusmuscheln in den Wandnischen geleistet.

18 Venusmuschel

Apropos vergoldet. Im nächsten Zusammenschnitt von weiteren Geisterjagten sieht man eine vergoldete Statue, die offensichtlich Prometheus darstellen soll.

19 Prometheus

Die Ghostbusters sind derweil auf Erfolgskurs und erzeugen immer neue Schlagzeilen. Nach den ganzen paranormalen Vorfällen bekommt Ray sogar feuchte Träume von Geistern.

20 Spirituelle Belästigung

Die Auftragslage entwickelt sich dermaßen positiv, dass das Team Zuwachs benötigt. Dieser wird beim Vorstellungsgespräch gefragt, ob er auch an UFOs glaube. Oberflächlich betrachtet hat diese Frage nichts mit dem Berufsbild der Geisterjägers zu tun. Es sei denn, hier wird wieder einmal eine Verbindung zwischen Dämonen und Außerirdischen gestrickt.

Während Neuzugang Winston Zeddemore (Ernie Hudson) die Geisterfallen leeren darf, bringt Peter seiner Lieblingskundin neue Informationen. Zuul ist offenbar ein antiker Dämon, der von den Hethitern, Mesopotamiern und Sumerern angebetet wurde. Der Günstling von Gozer trieb sich also im alten Babylon herum. Die Namen der Dämonen sind natürlich frei erfunden, wichtig ist aber, worauf hier angespielt wird. Zuul und Gozer müssen einfach nur durch babylonische Gottheiten ausgetauscht werden und schon ergibt sich da ein Muster.

Bevor die Geisterjäger ihren größten Auftrag angehen, bekommen sie jedoch Besuch vom Umweltamt. Walter Peck (William Atherton) wirft den Parawissenschaftlern Umweltverstöße vor und tatsächlich platzt ihre Endlagerstätte für Dämonen bald aus allen Nähten. Als wäre das noch nicht schlimm genug, erwachen die dämonischen Steinfiguren auf dem Dach von Danas Gruselbude zum Leben. Übrigens genau in dem Moment, wo die Obelisken auf dem Dach von Blitzen getroffen werden. Das bestätigt natürlich die Theorie, dass diese phallischen Objekte Energieantennen sind.

21 Antenne

22 Energie

23 Erwachen

Kurz darauf bekommt Dana Barrett erneut Besuch von Zuul. Um sie an der Flucht zu hindern, wird sie von drei dämonischen Pranken gepackt, die aus ihrem Sessel kommen. Eine greift sie an die linke Brust, eine andere kommt ihr aus dem Schritt. Ziemlich sexistisch diese Dämonen.

24 Grabschgeist

26 Küchenhund_2

Während Zuul in Danas Körper fährt, crasht der andere Baphomet die Party ihres Nachbarn Louis und ergreift von diesem Besitz. Fortan nennt er sich Vinz Clortho, Schlüsselmeister von Gozer. Diese Szenen gehören zu den gruseligsten des gesamten Films. Und mal ehrlich, die Kreaturen sind das Werk von echten Hardcore-Satanisten.

27 Vinz_1

Baphomet 1

Als Peter erneut Dana besucht, hat diese sich als Lady in Rot verkleidet und gibt sich als Torwächter zu erkennen. Wie es sich für eine Femme Fatale gehört, spielt die besessene Dana die sexuelle Karte. Nur steht Dr. Venkman nicht auf knurrende Succubi, die einen Meter über ihrem Bett schweben. Das wäre jetzt eigentlich der passende Moment für einen Exorzisten.

31 Lady in Rot

30 Lady in Luft

Vinz Clortho belästigt indes Leute auf offener Straße und wird schließlich von der Polizei bei den Geisterjägern abgegeben. Diesen erzählt er von antiken Kataklysmen in Zeiten, zu denen Gozer zuletzt auf Erden weilte. Wie ein Infrarotbild zeigt, ist er von Baphomet besessen.

31 Besessen_1

32 Besessen_2

Passend dazu zitieren Ray und Winston auf der Heimfahrt aus dem Buch der Offenbarung. Das Brechen der sieben Siegel ist eine perfekte Parabel auf das, was Walter Peck am nächsten Morgen vorhat. Als dieser nämlich den Reaktor der Geisterjäger abschalten lässt, hat dies das erste Zeichen der nahenden Apokalypse zur Folge. Die Dämonen brechen aus dem Endlager aus und strömen als Orbs über den Big Apple.

Das gruselige an dieser Szene ist, dass sie stark an einige UFO-Sichtungen rund um den Globus erinnert, bei denen der Himmel jeweils von hellen Lichtbällen bedeckt ist. Es gibt sogar Videoaufnahmen, die zeigen, wie solche Orbs aus einem leuchtenden Riss kommen, bei welchem es sich um einen Dimensionsübergang handeln könnte.

33 Orbattacke

Aufgrund von Pecks arrogantem Verhalten wird New York von Dämonen heimgesucht und zu allem Übel ist auch noch der Schlüsselmeister entkommen. Übrigens gibt es im Illuminati Card Game von 1995 eine Karte, die einen ähnlichen Dämonenangriff ankündigt. Ein solches Szenario ließe sich gewiss mit einer Hologrammshow und Halluzinogenen im Trinkwasser inszenieren.

PlagueofDemons

Die Geisterjäger verpassen die Show jedoch, weil sie inhaftiert werden. In der Zelle erklärt Egon, was es mit dem gruseligen Gebäude auf sich hat, in dem Dana wohnt. Das Dach ist wie eine gigantische Antenne gebaut und er gibt zu bedenken, dass die Eisenkonstruktion dieselbe Telemetriestruktur aufweist, welche die NASA benutzt, um Pulsare aufzuspüren.

Die Verbindung der NASA zu paranormalem Hokupokus ist dabei keineswegs fiktiv, wenn man bedenkt, dass der Raketenwissenschaftler und Satanist Jack Parsons vor jedem Raketenstart okkulte Rituale abgehalten hat. Die wissenschaftliche Mission der NASA ist nur ein Themenfeld, welches für die Öffentlichkeit gedacht ist. Hinter dieser Fassade geht es um Kontakte mit Außerirdischen bzw. extradimensionalen Intelligenzen.

Doch zurück zu dem Gebäude, welches nichts anderes ist als ein Dimensionstor. Der Name des Architekten lautet Igor Szandor, wobei der Nachname eine Anspielung auf den zweiten Vornamen des Church of Satan Gründers Anton Szandor LaVey sein dürfte. Igor Szandor war ein antihippokratischer Arzt und gründete 1920 die Geheimgesellschaft der Gozer-Anbeter. Ob nun Gozer oder Satan angebetet wird, läuft auf dasselbe hinaus, allerdings war LaVey kein Arzt, sondern Organist. Mit dem Beruf wird wohl eher angedeutet, dass viele Ärzte Okkultisten und daher nicht unbedingt vertrauenswürdig sind.

Die Gozer-Anbeter führten jedenfalls bizarre Rituale auf dem Dach ihres Gebäudes durch, welche das Ende der Welt einläuten sollten. Nun, da sich das Ende nähert, fragt sich aber, wo dieser Geheimbund mit seinen über 1.000 Anhängern abgeblieben ist? Müssten die nicht alles daran setzen, die Geisterjäger von ihrem Heiligtum fernzuhalten? Wäre es nicht realistisch, wenn sie gesellschaftliche Schlüsselpositionen wie das Amt des Bürgermeisters besetzt hätten?

Dieser lässt die Ghostbusters stattdessen aus ihrer Zelle holen und küsst erst mal den Ring eines katholischen Kardinals, der wahrscheinlich Jesuit sein dürfte. Seltsamerweise weiß der Kirchenmann keinen Rat und hält den okkulten Zauber sogar für ein Zeichen Gottes. So werden also die Geisterjäger entsandt, die Welt zu retten. Das wird auch höchste Zeit, denn der Schlüsselmeister ist inzwischen beim Torwächter angekommen.

35 Küss den Ring

34 Beine breit

Vor der Ziggurat werden die Geisterjäger erst mal von einer Erdspalte verschluckt, entkommen dem Angriff jedoch. Ob die Gebete der Nonnen und Rabbis vor dem Gebäude wohl etwas genützt haben? Zuul und Vinz hatten derweil schon etwas mehr Spaß und haben sich auf dem Opferalter zwischen zwei Obelisken gepaart. Wie unter Alkoholeinfluss ist auch Sex unter Besessenheit keine gute Idee, da man zuweilen erschrecken kann, neben wem man danach aufwacht. Nun, zumindest Louis dürfte mit dem Ergebnis glücklich sein.

37 Opferaltar

Die Ghostbusters sind inzwischen im 22. Stockwerk angekommen. Diese Zahl an sich ist schon bedeutsam, aber von Danas Apartment geht es noch eine weitere Treppe hinauf. Das Höllentor öffnet sich also auf der Ebene Nummer 23 – die Zahl der Illuminaten, welche für Zerstörung steht.

38 22 plus 1

Leider kommen die Geisterjäger zu spät, denn das Höllentor öffnet sich bereits und die beiden Besessenen verwandeln sich in satanische Kreaturen. Als Zugabe gibt es noch einen roten Himmel. Der steht ja immer wieder im Zusammenhang mit der Apokalypse.

39 Dimensionstor_1

40 Dimensionstor_2

41 Verwandlung_1

42 Verwandlung_2

Das Dimensionstor ist natürlich eine Pyramide mit illuminierter Spitze und wird von zwei weiteren Obelisken flankiert, welche die Säulen Jachin und Boas repräsentieren.

43 Hellgate_1

44 Hellgate_2

Bei genauerer Betrachtung ist an einer Wand vor dem Höllentor noch ein Wassermannkopf zu sehen. Hier wird unverhohlen das esoterische Wassermannzeitalter angekündigt, welches durch Gozers alias Satans Ankunft eingeläutet wird.

45 Wassermann

Passend dazu fragt Gozer, ob Ray ein Gott ist. Dieser verneint zunächst, woraufhin Gozer die Geisterjäger mit Machtblitzen zu töten versucht. Okay, der Dämon ist ein Sith-Lord.

46 Gozer

47 Machtblitze

Nach der Attacke meint Winston zu Ray, dass er das nächste Mal auf die Frage, ob er ein Gott sei, mit „ja“ antworten soll. Damit wird wieder mal das esoterische Konzept von der Gottwerdung des Menschen propagiert, was zu dem Hinweis auf das Wassermannzeitalter passt. Gesagt getan setzen sie zum Gegenangriff an, doch Gozer löst sich einfach nur in Luft auf. Offensichtlich ist die Kreatur körperlos, wobei der Hinweis, dass Gozer jede Form annehmen kann, äußerst interessant ist. Der Dämon könnte also auch als Außerirdischer in Erscheinung treten, wenn er das wollte.

48 Gozerposer

Als körperlose Stimme fordert Gozer die vier auf, die Form des Vernichters zu wählen. Venkman nennt dazu als Beispiel den Hochgradfreimaurer Josef Stalin, was wohl kein Zufall sein dürfte. Die Wahl fällt allerdings dank Rays Kindheitserinnerungen auf den Marshmallow-Mann. Dieser trampelt erst mal eine Kirche nieder, was die Zerstörung des Christentums durch den Antichristen versinnbildlichen soll.

49 Kirchenkiller

Mit den Protonenstrahlern können sie das Monster lediglich in Brand setzen. Da die Welt ohnehin unterzugehen droht, entscheiden sich die Geisterjäger, die Ströme der Protonenstrahlen zu kreuzen. Dadurch wird das Höllentor versiegelt, der Marshmallow-Mann wird gegrillt und es gibt eine gigantische Explosion, die eigentlich keiner auf dem Dach hätte überleben können.

50 Gekreuzte Ströme

51 Explosion_1

Dem gutgläubigen Publikum zuliebe überleben es die Geisterjäger aber doch. Sogar Dana und Louis lassen sich aus den Kadavern der Höllenhunde schälen. Warum aber muss Dana dabei stöhnen, als hätte sie gerade den tollsten Orgasmus ihres Lebens gehabt? Wahrscheinlich dem männlichen Publikum zuliebe. Zum Schluss werden die Ghostbusters gebührend gefeiert und Dan Akroyd darf noch mal für Marlboro Werbung machen.

53 Malboromann

Fazit: Was auf den ersten Blick wie eine Komödie wirkt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als extrem Furcht einflößender Horrortrip. „Ghostbusters“ zieht dabei von Freimaurersymbolik über theosophische Esoterik bis hin zum Satanismus wirklich alle Register. Es geht um nichts Geringeres als um die Ankunft des Antichristen, die Apokalypse und das anschließende Wassermannzeitalter. Das Ganze spielt dann auch noch im Big Apple, was ja an sich schon eine Anspielung auf den Sündenfall ist.

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Höllenodyssee mit Hennessy

Wer zu viel Cognac trinkt, kann durchaus einen bösen Trip erleben. Wie böse, veranschaulicht ein Spot der Marke Hennessy. Dieser beginnt mit blauem Wasser, welches noch von Bedeutung sein wird. Das Wasser wird alsbald in feuriges Rot getaucht, um die übliche Farbsymbolik abzufeiern. Die Kapitelnamen sollen indes die Eigenschaften des Getränks vermitteln.

01 Blaues Wasser

02 Chapter I

Das zweite Kapitel spielt in einer Wüste, womit ein Bezug zum antiken Ägypten hergestellt wird.

03 Chapter II

Das allsehende Horusauge lässt nicht lange auf sich warten.

04 Sonnenauge

Es folgt ein Mann, der in einen mehrfach gebrochenen Spiegel blickt. Dieser wird kurz darauf in satanisches Rot getaucht.

05 Spiegelsaal

06 Spiegelsaal rot

Das dritte Kapitel beginnt erst mal ganz unauffällig in einer Motorradwerkstatt.

07 Chapter III

Doch auch hier ist das allsehende Auge nicht weit.

08 Horusauge

Auffällig ist außerdem der Schmuck der Mechaniker. Neben einem Totenkopfring sticht hier besonders ein Armband hervor. Dieses zeigt zwei sich überkreuzende Motorkolben, die optisch stark an freimaurerische Schlägel erinnern.

09 Totenkopfring

Auf der Rückseite einer Jacke wird offenbar das Wassermannzeitalter angekündigt. Seltsam nur, dass dieser grimmige Wassermann Vampirzähne hat.

10 Wassermannjacke

Bevor das Wassermannzeitalter anbricht, muss das alte Zeitalter aber erst in Flammen enden.

11 Chapter IV

Im vierten Kapitel wird das Motiv des Wassermanns noch einmal wiederholt.

12 Wassermann

Es könnte sich aber auch um Moloch handeln.

13 oder Moloch

Als Zugabe gibt es noch eine Hand mit Auge. Dieses Symbol ist insbesondere in der Esoterik-Szene verbreitet, welche das Wassermann-Zeitalter herbeisehnt.

14 Hand mit Auge

Die Schokolade bezieht sich wohl wieder auf den Geschmack des Gesöffs. Aber vielleicht geht es hier auch um das Ritual des Eintauchens.

15 Chapter V

16 Eintauchen

Das sechste Kapitel steht schließlich ganz im Zeichen des Vollmondes.

17 Chapter VI

Es zeigt ein infernalisches Zerstörungswerk, bei welchem die Natur geopfert wird.

18 Zerstörter Wald

Das siebte Kapitel kommt endlich zu Sache und bewirbt das Produkt.

19 Chapter VII

Auch hier gibt es wieder eine Betonung auf das linke Horusauge.

20 Horusauge

Das Produkt wird zum Schluss in den Freimaurerfarben Blau und Rot dargeboten. Ein Farbschema, welches den gesamten Spot durchzieht.

21 Blau-Rot

Das „X.O.“ steht hier übrigens wie bei allen alkoholischen Getränken für „extra old“. Angesichts der okkulten Symbole im Werbespot könnte sich hier allerdings durchaus eine Doppelbedeutung ergeben.

22 XO

Der Regisseur dieses Hennessy-Spots ist übrigens der Däne Nicolas Winding Refn, welcher u.a. den extrem brutalen „Only God Forgives“ (2013) verbrochen hat. Ausgerechnet beim 66. Filmfest 2016 (666) in Cannes wurde er mit seinem bezeichnenden Werk „The Neon Demon“ zum dritten Mal für den Hauptpreis nominiert. Selbstredend, dass dieser Mann weiß, was er tut.

Nicolas Winding Refn

Der Zodiak – Die 12 Sternbilder des Tierkreises

von Anton Nymous

Zodiak ist eine aus dem Griechischen stammende Bezeichnung für den Tierkreis. Dieser ist eine etwa 20 Grad breite Zone um die Ekliptik, innerhalb derer die scheinbaren Bahnen von Sonne, Mond und Planeten verlaufen. Der Tierkreis ergibt sich also nur aus Perspektive der Erde. Dabei liegen die 13 Tierkreissternbilder aufgrund der Präzession der Erdachse nicht einmal mehr in den gleichnamigen Tierkreiszeichen. Die beiden Begriffe müssen daher voneinander unterschieden werden.

Tierkreis Ekliptik

Bis ins 19. Jahrhundert wurde der Tierkreis in zwölf Abschnitte unterteilt. Zu den zwölf bekannten Sternzeichen gehören Widder (lat. Aries, 19. April bis 14. Mai), Stier (lat. Taurus, 14. Mai bis 21. Juni), Zwillinge (lat. Gemini, 21. Juni bis 20. Juli), Krebs (lat. Cancer, 20. Juli bis 11. Aug.), Löwe (lat. Leo, 11. Aug. bis 17. Sept.), Jungfrau (lat. Virgo, 17. Sept. bis 31. Okt.), Waage (lat. Libra, 31. Okt. bis 23. Nov.), Skorpion (lat. Scorpius, 23. Nov. bis 30. Nov.), Schütze (lat. Sagittarius, 18. Dez. bis 20. Jan.), Steinbock (lat. Capricornus, 20. Jan. bis 16. Feb.), Wassermann (lat. Aquarius, 16. Feb. bis 12. März) und Fische (lat. Pisces, 12. März bis 19. April).

Tierkreiszeichen

„Moment mal“, werden jetzt einige denken und sich wundern, warum ihr Geburtstag plötzlich in einem anderen Sternbild liegt und es zwischen Skorpion und Schütze eine Lücke gibt. Das liegt einerseits daran, dass die Sonne sich in den angegebenen Zeiträumen in den entsprechenden Sternbildern befindet, aber diese wie bereits erwähnt nicht mehr exakt in den Sternzeichen liegen. Hinzu kommt die Lücke, da die Sonne insgesamt 13 Sternbilder schneidet. Wir haben eingangs nicht ohne Grund von 13 Tierkreissternbildern geschrieben, denn zwischen Skorpion und Schütze liegt der Schlangenträger (lat. Ophiuchus). Zwar war das Sternbild schon in der Antike bekannt, doch damals schnitt es noch nicht den Tierkreis, da einige Sterne erst später dem Schlangenträger zugeordnet wurden. In anderen Kulturen, wie z.B. in China, gibt es seit jeher 13 Tierkreiszeichen, wenn auch unter anderen Namen.

Ophiuchus

Ophiuchus

So wenig bekannt wie der Schlangenträger ist auch die astrologische Herleitung biblischer Mythen. Angelehnt an den astrologischen Tierkreis ist z.B. der Mythos von den 12 Stämmen Israels, die auf die angeblichen 12 Söhne Abrahams zurückgehen. Wie aus einer Familie 12 Völker hervorgegangen sein sollen, ist dabei mehr als erklärungsbedürftig. Historisch belegbar ist lediglich, dass es sich bei den Israeliten, die von Pharao Ramses II. vertrieben wurden, um eine Glaubensgemeinschaft handelte und nicht um ein Volk. Die ersten Israeliten waren Ägypter.

Dennoch überlebte der Mythos von den 12 Stämmen Israels und ist heute vor allem bei den Mormonen populär, die glauben, dass es sich bei den amerikanischen Ureinwohnern um einen verlorenen Stamm Israel handelt. Auch das ist ein Mythos, der den historischen Fakten nicht gerecht wird. Amerika wurde von seinen Ureinwohnern lange vor dem Auszug der Israeliten besiedelt, ja sogar noch bevor Pharao Echnaton mit seinem monotheistischen Aton-Kult den Grundstein für das Judentum legte.

Wie sehr sich die mythologischen Stämme Israels auf den Tierkreis beziehen, versinnbildlichte der Mormone Glen A. Larson schließlich in seiner Science Fiction Serie „Kampfstern Galactica“. In der Serienmythologie hat die Menschheit ihren Ursprung auf dem Planeten Kobol. Als sie ihre Heimat verließen, gründeten sie 12 Kolonien, die nach den 12 bekannten Tierkreiszeichen benannt waren (z.B. Caprica, Tauron, Arilon, Geminon, Virgon usw.). Ein 13. Stamm ging verloren und besiedelte einen weit entfernten Planeten. Nur hat der verlorene Stamm vergessen, den Planeten folgerichtig Ophiuchon zu nennen. Stattdessen entschied man sich für den Namen Erde und obwohl es keinerlei Kontakt zu den anderen 12 Kolonien gab, wusste man auch dort von der Erde.

Auf den 12 Stämmen basieren auch die 12 Apostel, welche sich um Jesus geschart haben sollen. Jesus wäre demnach der 13. im Bunde. Manche sehen allerdings auch in Maria Magdalena den 13. Apostel. Bereits im 3. Jahrhundert verlieh Hippolyt von Rom (170-235) ihr die Bezeichnung Apostola apostolorum. Später soll die katholische Kirche sie wegen ihres weiblichen Geschlechts unterschlagen haben.

Um noch einmal auf „Battlestar Galactica“ zurück zu kommen, im Remake gibt es insgesamt 13 menschliche Cylonenmodelle, von denen die Nummer 7 jedoch nie zu sehen ist. Die anderen 12 dürften eine Anspielung auf die 12 Apostel sein. Um das Ganze abzurunden, gibt es zu Werbezwecken ein Foto, auf dem 12 Charaktere der Serie an einer Tafel sitzen. Dies ist offensichtlich eine Darstellung des letzten Abendmahls mit der teuflischen Nr. 6 als eine Art Anti-Jesus. Allerdings hat sie nur 11 Apostel.

battlestar_galactica_last_supper

Es kann davon ausgegangen werden, dass noch weitere Spielereien mit den Zahlen 12 und 13 einen Bezug zum Tierkreis haben. Es ist kein Geheimnis, dass Astrologie zu den Kernelementen sowohl der Religionen als auch okkulter Geheimgesellschaften zählt. Neben dem Zodiak stößt man dabei sehr häufig auf den Orion, den Stern Sirius sowie die Planeten, darunter insbesondere Venus und Saturn. Von noch zentralerer Bedeutung sind eigentlich nur der Mond und die Sonne, wobei der scheinbare Verlauf der Sonne durch die Tierkreiszeichen Beginn und Ende astrologischer Zeitalter markiert.

Die astrologischen Zeitalter sind allerdings nicht nur den Esoterikern heilig, sondern auch den monotheistischen Religionen. Die Entstehung des Judentums fällt z.B. in das Zeitalter des Widders, weshalb an jüdischen Feiertagen bis heute ein Widderhorn, das so genannte Schofar, geblasen wird. Jesus lebte zu Beginn des Fische-Zeitalters, was wohl der wahre Grund dafür ist, warum der Fisch das ursprüngliche Symbol des Christentums war. Heute befinden wir uns am Übergang vom Fische- zum Wassermann-Zeitalter, welches die Esoteriker als ihr Goldenes Zeitalter herbeisehnen.

Allerdings handelt es sich um rein astrologische Zeitalter, die nur aus der Perspektive der Erde Sinn ergeben. Faktisch wird sich rein gar nichts ändern. Die Erde wird in keine höhere Dimension aufsteigen, die Zeit wird keine andere Qualität haben, wir werden auch keine globale Erleuchtung erleben und es wird kein neuer Messias kommen. Die Natur wird einfach weiter ihren gewohnten Gang gehen und wenn sich unsere Gesellschaft verändert, dann nur, weil wir es zulassen, dass uns irgendwelche Esoterik-Quacksalber einen falschen Propheten vorsetzen. Wenn wir endlich diesen ganzen astrologischen Hokuspokus überwinden würden, kämen wir sehr schnell zu der Erkenntnis, dass wir selbst unser Schicksal in der Hand haben und unsere Zukunft unabhängig von irgendwelchen willkürlich gesetzten Zeitaltern gestalten können.

Star-Crossed – Erstkontakt im Wassermannzeitalter

2014 startete die Serie „Star-Crossed“ von Warner Brothers. Die deutsche Erstausstrahlung lief im Sommer 2015 auf dem Disney-Channel. Schon auf den Werbeplakaten wird die Verbindung zum Blue Beam Project offensichtlich.

Star-Crossed Blue Beam

Bei der Schrift im Vorspann fällt zudem auf, dass der Querstrich beim „A“ diagonal ist, über den Buchstaben hinausgeht und einen kleinen Haken hat. Hier wird ein Pentagramm angedeutet und von diesem Symbol gibt es in der Serie noch einige Beispiele.

Star-Crossed PentAgramm

Pentagrammstar

Gegen Ende der Pilotfolge fällt weiterhin die musikalische Untermalung von der Band Digital Daggers auf. In einer Zeile des Pop-Songs heißt es „This is the Dawning of the Age of Aquarius“. Mit der Ankunft der Außerirdischen beginnt also das astrologische Wassermannzeitalter.

Der Erstkontakt bleibt jedoch nicht friedlich. Verschiedene Fraktionen auf Seiten der Menschen und Atrianer wollen die Erde für sich allein. In der letzten Episode sendet eine radikale Splittergruppe der Atrianer ein Signal ins All, woraufhin eine Invasionsflotte zur Erde aufbricht. Das Signal ist natürlich ein blauer Strahl.

Blue Beam Signal

Nach „V – Die Besucher“ endet auch diese Serie mit einem Cliffhanger, allerdings schon nach nur einer Staffel. Und das, obwohl sich die Macher alle Mühe gegeben haben, der neuen Weltordnung zu dienen. So sieht man in der finalen Episode „Der letzte Angriff“ sogar eine Pyramide mit Auge als Graffiti auf einer Hauswand.

(Bild folgt)

Zudem tragen einige der atrianischen Terroristen Teufelsmasken. Das ist wieder einmal die klassische Alien-Demon-Connection.

Teufelsmaske_1

Teufelsmaske_2

Alois Irlmaier – Der deutsche Nostradamus

Vom Orakel von Delphi über Nostradamus bis hin zu Rasputin gab es über alle Jahrhunderte mehr oder weniger bekannte Medien, welche die Zukunft vorhersagten. Einige von ihnen hatten eine natürliche Gabe, andere bedienten sich okkulter Praktiken wie Astrologie und Kabbalistik. Zuweilen arbeiteten sogar naturwissenschaftlich orientierte Astronomen wie Johannes Kepler nebenbei als Hofastrologen.

Zu den Kunden gehörten Kaiser, Könige und Zaren, aber auch Nazis wie Adolf Hitler, Heinrich Himmler und Rudolf Heß waren von den Prophezeiungen des Nostradamus und anderer Seher fasziniert. So weit, so bekannt. Etwas überraschender ist dagegen, dass auch in unserer modernen Zeit Staatsoberhäupter den Rat von Astrologen suchten und immer noch suchen. Darunter Konrad Adenauer, Helmut Kohl, François Mitterrand und Ronald Reagan.

Der bayrische Brunnenbauer und Wünschelrutengänger Alois Irlmaier (1894-1959) ist der bekannteste deutsche Seher, der im Gegensatz zu den eher schwammigen Versen von Nostradamus sehr präzise Angaben machte. Seine Fähigkeiten entwickelten sich ab 1928 und während des 2. Weltkrieges sagte Irlmaier die Einschlagsorte von Bomben voraus, was vielen Menschen das Leben rettete. Jene, die ihm nicht glaubten und die besagten Stellen nicht mieden, fanden hingegen den Tod.

Nach dem Krieg wurde Alois Irlmaier 1947 vor dem Amtsgericht in Laufen (Bayern) wegen Betrug und Gaukelei angeklagt. Der entsprechende Paragraph stammte noch aus der Nazizeit. Während des Prozesses soll Irlmaier dem Richter offenbart haben, dass dessen Frau ihn betrüge, was sich als wahr herausstellte. Der Prozess endete mit einem Freispruch. Das Gericht einigte sich darauf, dass nicht festzustellen sei, ob der Angeklagte tatsächlich keine seherischen Fähigkeiten habe.

Alois Irlmaier starb am 26. Juli 1959 im Alter von 65 Jahren an Lungenkrebs. Er hinterließ eine Vielzahl von erstaunlichen Prophezeiungen, von denen sich die meisten bereits erfüllt haben oder gerade im Moment erfüllen. Im Gegensatz zu vielen anderen Propheten bediente sich Irlmaier jedoch nie okkulter Praktiken, um Aussagen über die Zukunft zu treffen. Im Gegenteil äußerte er sogar zuweilen, dass er diese Gabe der Präkognition lieber nicht hätte, denn er sah auch höchst unerfreuliche Dinge voraus.

Die bedrückendste Prophezeiung betrifft den 3. Weltkrieg. Im Hochsommer eines nicht näher benannten Jahres soll Russland Europa angreifen und innerhalb weniger Tage bis zum Rhein vorstoßen. Der Vormarsch soll ebenso plötzlich durch eine Armada von weißen Vögeln (Flugzeugen oder Drohnen) aus dem Süden gestoppt werden, die Eier (Bomben) mit einer giftigen Substanz über Osteuropa abwerfen, um den russischen Nachschub abzuschneiden.

Während sich Russland langsam wieder zurückzieht, soll Paris brennen und London im Meer versinken. Nach weniger als drei Monaten soll der Krieg bereits zu Ende sein, noch bevor es zu einer nuklearen Auseinandersetzung kommt. Nach einer dreitägigen Finsternis, während der alle sterben sollen, die das Haus verlassen oder auch nur ein Fenster öffnen, soll wieder Frieden in Europa einkehren. Von einem goldenen Zeitalter ist die Rede.

Analysieren wir die Situation einmal etwas genauer. Viele dachten bis 1989, dass der Krieg von der Sowjetunion ausgehen werde. Das hatte Irlmaier jedoch nie behauptet und die Wende in Osteuropa strafte die Fehlinterpretationen Lügen. Nun herrscht jedoch eine neue Eiszeit zwischen Europa und Russland. Die jahrelange Osterweiterung der NATO sowie der CIA-gesteuerte Umsturz in der Ukraine und die damit verbundenen Sanktionen drängen Russland immer weiter in die Defensive. Gleichzeitig wird Putin zum neuen Feindbild aufgebaut, sodass der Eindruck einer russischen Aggression entsteht. In Wirklichkeit sind es jedoch die USA und ihre NATO-Vasallen, die Russland in einen Krieg drängen.

Mit Alois Irlmaier müssen wir natürlich nachsichtig sein, denn er sah nur die offensichtlichen Konsequenzen und kannte die politischen Hintergründe nicht. Da wir jedoch einen Wissensvorsprung haben, sind die Vorhersage der russischen Niederlage sowie die Installierung einer prowestlichen Regierung in Moskau äußerst besorgniserregend. Das goldene Zeitalter des Friedens könnte sich daher schnell als esoterisches Wassermannzeitalter herausstellen, welches äußerlich positiv erscheint, aber im Kern luziferisch ist. Zumal Irlmaier eine Rückkehr der Monarchie in Teilen Europas vorhergesagt hat und wir wissen, was für ein parasitäres Satanistengeschmeiß der europäische Hochadel ist!

Doch wie genau die Zukunft aussehen wird, lehrt uns ohnehin die Zeit. Weitaus klarer erscheinen dagegen Irlmaiers Prophezeiungen für die Zeit vor Ausbruch des Krieges. Er sah einen großen Wohlstand voraus, der sich jedoch schnell ins Gegenteil verkehren werde. Tatsächlich gab es bis in die 1990er Jahre hinein eine wirtschaftliche Blütezeit. Doch nach dem Wegfall des sozialistischen Ostblocks gab es keinen Grund mehr, den Menschen den Kapitalismus schmackhaft zu machen. Es folgte ein nie da gewesener Sozialabbau, Hartz IV, Lohndumping und Leiharbeit.

Laut Irlmaier sollte der soziale Niedergang mit einem Sittenverfall einhergehen und um diesen bestätigt zu finden, braucht man sich nur einmal das Unterschichtenfernsehen ansehen oder die Musik von Lady Gaga, Kesha, Haftbefehl und den ganzen Aggro Berlin-Rappern anzuhören. Die große Zahl von Fremden, die nach Europa kommen werden, hat sich ebenfalls bestätigt, auch wenn Irlmaier nicht die Hintergründe im Detail nannte. Die Aufstände, die Paris verwüsten werden, haben übrigens ihre Wurzel sowohl in der sozialen Verelendung als auch in der verfehlten Integrationspolitik. In der Tat kam es sogar schon zu einigen größeren Ausschreitungen in der französischen Hauptstadt.

Weitere Anzeichen des nahenden Krieges sind ein extrem warmer Winter und eine hohe Inflation, die revolutionäre Aufstände in Europa zur Folge haben wird. Beunruhigender kann es eigentlich schon nicht mehr werden, denn der letzte Winter 2014/2015 war ungewöhnlich warm. Die Schneetage in weiten Teilen Europas konnte man an einer Hand abzählen. Es ist dabei unerheblich, dass der Winter in Nordamerika erheblich kälter ausfiel und New York nach einem Blizzard lahm gelegt war. Irlmaier bezog sich mit seinen Vorhersagen fast ausschließlich auf Europa.

Für die Inflation gibt es ebenfalls erste Hinweise. So begann die EZB schon vor einigen Wochen mit dem Druck von 2 Billionen Euro. Eine Inflation scheint da vorprogrammiert und einen ersten Protest gegen die Europäische Zentralbank gab es bereits am 18. März in Frankfurt. Offenbar waren die Ausschreitungen bei der Eröffnung des babylonischen Bankenturms nur der Auftakt für etwas weitaus Größeres. Die revolutionären Unruhen sollen sich dabei auf Deutschland, Frankreich und Italien konzentrieren. In Italien soll darüber hinaus der Papst vertrieben werden, was interessant ist, denn auch laut Prophezeiungen des Malachias soll Franziskus der letzte Papst sein.

Neben den Aufständen soll es auch zu drei politischen Morden in Europa kommen. Boris Nemzow wäre der Erste. Sind die beiden ukrainischen Politiker der nunmehr oppositionellen Janukowitsch-Partei, zu denen sich inzwischen Nationalisten bekannt haben, Nummer 2 und 3? Leider gab es in den beiden Fällen keinen großen Pressewirbel und politischer Mord steht in der Ukraine auf der Tagesordnung. Werden also noch zwei weitere, bekanntere Politiker ermordet werden? Vielleicht sogar in Deutschland? Man denke nur an die jüngsten Morddrohungen gegen den ersten LINKE-Ministerpräsidenten Bodo Ramelow.

Das letzte Vorzeichen des 3. Weltkrieges soll schlussendlich ein neuer Krieg im Nahen Osten sein. Nun sind Auseinandersetzungen zwischen Israel und Palästina nichts Neues, die flammen immer wieder auf. Eine neue Dimension eröffnet sich jedoch durch den IS im Norden von Syrien und dem Irak. Damit wäre also auch dieser Punkt abgehakt und wir alle dürfen auf den Sommer 2015 gespannt sein. Für den Fall der Fälle sollten wir uns schon mal mit Vorräten eindecken und unsere Kellerräume gemütlich einrichten. Wenn dieses Jahr nichts Schlimmes passiert, können wir immer noch aufatmen und ohnehin sollten wir jetzt nicht in Panik ausbrechen, sondern lieber die Zeit des relativen Friedens genießen.

David Icke – Channelmedium und New Age Guru

von Shinzon

David Icke ist eine Ikone der Wahrheitsbewegung und erscheint auf den ersten Blick durchaus sympathisch. Er tritt als spirituelle Lichtgestalt auf, die gegen die finsteren reptiloiden Overlords der Illuminaten kämpft. Doch schauen wir einmal etwas genauer hin und warten ab, ob sich dieser Eindruck bestätigt.

Beginnen wir mit einem kurzen Lebenslauf. David Icke wurde am 29. April 1952 in Leicester (England, GB) geboren. Er begann eine Karriere als Fußballer, die er jedoch im Alter von 21 Jahren wegen einer Arthritis-Erkrankung aufgeben musste. Kurz darauf wurde er Sportreporter bei der BBC. Er war zudem Mitglied der britischen Grünen, denen er bis 1990 angehörte.

Bis dahin gibt es erst einmal nichts Auffälliges. Dies änderte sich jedoch Anfang der 1990er, als Icke begann, einer „inneren Stimme“ zu folgen und sich live im Fernsehen als „Sohn Gottes“ bezeichnete. Dies könnte bereits als Anzeichen einer ernsthaften schizophrenen Erkrankung gesehen werden.

Zunächst beschäftigte er sich mit verschwörungstheoretischen Themen wie den Bilderbergern. Während er damit zu Beginn kaum beachtet wurde, verhalfen ihm die tatsächlichen Entwicklungen der Weltgeschichte letztendlich zum Erfolg. Im Mai 2006 war sein siebenstündiger Vortrag „Freiheit oder Faschismus: Zeit der Entscheidung“ in Londons Brixton Academy, die knapp 5.000 Zuschauer fasst, bereits im Vorfeld ausverkauft.

Was dieses Themengebiet angeht, fällt auf, dass seine Vorträge über die Bilderberger sowie die Verstrickungen der Hochfinanz mit dem Hochadel und der Politik größtenteils der Wahrheit entsprechen. Mit etwas Recherchearbeit lässt sich alles schnell überprüfen, wobei man zu dem Schluss gelangt, dass Verschwörungen etwas sehr Reales und geradezu Alltägliches sind.

Weiterhin fällt auf, dass Icke bereits Vorträge über diese Themen hielt, lange bevor z.B. die Bilderberger der breiten Öffentlichkeit bekannt waren. Viele seiner Vorhersagen, vor allem betreffend künstlich generierter Krisen, haben sich im Nachhinein bewahrheitet. Man kommt also nicht umhin, ihm zuzugestehen, dass er sich sehr intensiv mit den korrupten Netzwerken der Machtelite beschäftigt hat.

Aus diesen Gründen gilt David Icke vielen als verlässliche und vertrauenswürdige Quelle. Doch genau diesen Eindruck sollen autorisierte Helden erwecken. Desinformanten wie Icke bieten zwischen 20 bis 80% Fakten an, da ihnen sonst schlichtweg niemand zuhören würde, wenn sie immer daneben lägen. Kommen wir also nun dazu, warum David Icke ein Desinformant ist und welche Agenda er in Wirklichkeit verfolgt.

Wir werden uns dabei auf ernsthafte Hinweise konzentrieren und die gängigen Totschlagargumente außen vor lassen. So stimmt es z.B. keineswegs, dass Icke ein Rassist und Antisemit sei. Vor allem letzterer Vorwurf ist weit verbreitet und bezieht sich auf seine Kritik an der pseudojüdischen Bankiersfamilie Rothschild.

Zwar sind Ickes Behauptungen über deren reptiloide Abstammung an den Haaren herbeigezogen, ihre deutschen Wurzeln sind hingegen gut dokumentiert. Diese zweifelsohne hoch kriminelle Familie hieß bis ins 18. Jahrhundert hinein noch Bauer und benannte sich erst nach dem Umzug ins Frankfurter Judenghetto nach dem „Haus zum Roten Schild“ um, in welches sich Mayer Amschel eingenistet hatte.

Die Rothschilds sind also tatsächlich keine echten Juden und selbst wenn sie es wären, wäre es kein Antisemitismus, ihre kriminellen Finanzgeschäfte anzuprangern. Diesen Vorwurf gegen Icke können wir also nicht gelten lassen. Er ist definitiv kein Antisemit.

Ein Esoteriker ist er hingegen sehr wohl und Esoterik ist per Definition ein Teil des Okkultismus. Seine Laufbahn als stimmenhörender Guru begann mit einer Reise nach Peru, auf der sich ihm eine höhere Intelligenz offenbart haben soll. Diese Präsenz soll ihn auf seine Ideen über die Natur der Realität und damit letztendlich auch auf die reptiloide Verschwörung gebracht haben.

Es gibt in der Tat unzählige Sichtungsberichte von Reptiloiden, sodass wir zumindest die Möglichkeit einräumen müssen, dass solche Wesen real existieren könnten. Definitiv nachweisbar ist zudem der ausgeprägte Reptilienkult im Okkultismus und insbesondere im Satanismus, der auf die Darstellung Luzifers als Schlange im Buch Genesis zurückgeht.

Wenn die Frage also lautet, ob die herrschenden Eliten Reptiloide bzw. die Schlange Luzifer anbeten, dann lautet die Antwort eindeutig ja. Bereits im antiken Ägypten war die Schlange ein verbreitetes Herrschaftssymbol und fand sich oft als Stirnschmuck bei den Pharaonen. Die Besessenheit durch solche Schlangenwesen findet sich letztendlich auch in der modernen Pop-Okkultur in Serien wie „Stargate“ wieder.

So weit könnte man David Icke also durchaus noch folgen. Die Auseinandersetzung mit der Anbetung von Schlangenwesen ist jedoch etwas völlig anderes als David Ickes Behauptungen, dass sämtliche Vertreter des Hochadels und der Hochfinanz sowie zahlreiche Politiker und Stars in Wirklichkeit selbst Reptiloide seien oder zumindest von selbigen besessen sind.

Dabei beruft er sich auf zweifelhafte Quellen wie Arizona Wilder, die vorgibt, ein Opfer rituellen Missbrauchs zu sein. In einem Interview mit David Icke behauptete sie, in den USA von Dr. Josef Mengele sexuell missbraucht worden zu sein, der sich währenddessen in ein außerirdisches Reptil verwandelt haben soll.

Zwar war Dr. Mengele zweifelsohne ein empathieloser, geisteskranker Eugeniker, jedoch floh er nach Ende des 2. Weltkriegs nach Brasilien, wo er seine perversen Forschungen fortsetzte und 1979 starb. Er gelangte nicht, wie andere Naziwissenschaftler, über das Projekt Paperclip in die USA und auch sonst ist seine Anwesenheit in den USA zu keiner Zeit dokumentiert. Er war mit hoher Wahrscheinlichkeit auch kein Alien, sondern lediglich ein sehr abartiger Mensch.

Des Weiteren sollte man Arizona Wilders Aussagen mit jenen anderer Opfer rituellen Missbrauchs und Mind Control-Programmen vergleichen. Es lassen sich keine weiteren Betroffenen finden, die Aussagen über Reptiloide gemacht haben. Der Missbrauch fand in allen Fällen durch Menschen statt, was von der eigenen Familie bis hin zu Prominenten reicht.

Die einzige Andeutung mit Verweis auf Außerirdische stammt von Cathy O’Brien, die jedoch einräumte, dass einige Politiker lediglich behaupteten, sie seien Außerirdische, um sie einzuschüchtern. Ihre Aussagen sind weitaus glaubwürdiger als jene von Arizona Wilder.

Wo wir schon einmal bei unglaubwürdigen Behauptungen sind: Bei einem weiteren Channelingerlebnis soll Icke offenbart worden sein, dass der Mond ein von Aliens geschaffenes Raumschiff sei. Auch hier haben wir es mit einer hanebüchenen Geschichte zu tun, die letztendlich nur von der Wahrheit ablenkt.

Es stimmt zwar, dass die NASA auf dem Mond fremde Raumschiffe und Strukturen festgestellt und nachweislich massiv Fotomaterial retuschiert hat. Jedoch handelt es sich wohl eher um oberflächliche Basen. Dies bestätigen auch einige Remote Viewer und sogar Whistleblower aus den Reihen der NASA. Der Mond ist also durchaus natürlichen Ursprungs und kein getarnter Todesstern, von dem aus der finstere Darth Reptilous die Zerstörung der Erde plant.

David Icke überschreitet bei seinen Behauptungen regelmäßig die Grenze zum Schwachsinn, was letztendlich der Glaubwürdigkeit weitaus interessanterer Aussagen von seriösen UFO-Forschern und Insidern schadet. Dies ist wohl auch die Absicht von Desinformanten wie Icke. Die schlimmste Lüge ist die Wahrheit – mäßig entstellt.

Die Quellen von David Icke sind dabei höchst interessant. So stammt das Märchen vom hohlen Mond von einem Autor namens Christopher Knight. Dieser schrieb neben „Wer baute den Mond?“ auch Werke wie „Der Hiram Schlüssel“ (in Ahnlehnung an Hiram Abif), die nur so vor freimaurerischen Ideen strotzen.

Eine weitere Quelle von Ickes lächerlichen Ideen ist Credo Mutwa, ein Zulu-Schamane. Dieser behauptet, sein Stamm hätte schon seit vielen Generationen Kontakt zu reptiloiden Wesen, die die Menschheit vom Mond aus mit ihrem Kollektivgeist bestrahlen. Diese so genannte Mond-Matrix soll das Denken der Menschen beeinflussen.

Mal ehrlich: Der Verstand der Menschen wird doch viel eher vom Fernsehen und solchen Desinfo-Agenten beeinträchtigt! Und in beiden Medien finden wir dieselben esoterischen Botschaften des New Age wieder. Nachdem wir nun schon einige seiner Quellen betrachtet haben, schauen wir in diesem Zusammenhang noch einmal genauer auf David Ickes persönliches Umfeld.

Von 1997 bis 2008 war Icke mit Pamela Leigh Richards verheiratet, mit der er zwei Kinder hatte. Auf Richards Blog „fly with me Production“ findet sich ganz oben der Spruch „Magie ist die Wissenschaft und Kunst, Veränderung hervorzurufen in Übereinstimmung mit dem Willen“. Dies ist Aleister Crowleys Definition von Magick und zwar wortwörtlich. Allerdings war Pam Richards inzwischen so schlau, das „k“ hinter „Magic“ zu löschen, da es einigen wohl zu offensichtlich war.

Man beachte die 666-Handgeste.

Man beachte die 666-Handgeste.

Der Blog selbst strotzt natürlich nur so vor esoterischem Gedankengut, welches man auch bei allen gängigen New Age UFO-Sekten wieder findet. Auf die hochgradig theosophischen Hintergründe solcher UFO-Sekten wie dem Ashtar Command, der galaktischen Föderation des Lichts und der Alcyone-Gesellschaft werden wir noch in einem separaten Artikel eingehen.

Kommen wir noch kurz zu den Entitäten, die David Icke zu channeln glaubt. Die so genannten „aufgestiegenen Meister“ kommen ebenfalls aus der theosophischen Ecke. Icke schreibt zwar wenig Schmeichelhaftes über Alice Ann Baileys Lucies Trust und dessen Rolle bei der UN. Auf der anderen Seite channelt er aber dieselben „aufgestiegenen Meister“ wie Bailey (u.a. Rakorski), die ihm dieselben esoterischen Irrlehren vermittelt haben sollen.

Ebenso erwartet er das goldene Zeitalter des Wassermanns, welches von der Theosophischen Gesellschaft ersehnt wird und mit der neuen Weltordnung identisch ist. Figuren wie David Icke verurteilten zwar die momentane Weltordnung und scheinbar auch die neue Weltordnung. Doch das ist nur Teil der Show.

Die Menschen sollen glauben, der dritte Weltkrieg und die darauf folgende Periode der globalen Diktatur seien die Neue Weltordnung. Doch das ist falsch. Diese Ereignisse dienen lediglich dem Aufbau der neuen Weltordnung, welche den Menschen nach all den Zerstörungen und Leiden als Paradies erscheinen wird.

Man denke in diesem Zusammenhang nur an die Bildergalerie des Flughafens von Denver (Colorado, USA). Da war nicht das Motiv der Apokalypse das letzte Bild, sondern jenes der in Frieden und Liebe geeinten Menschheit. In Wirklichkeit ist das von Esoterikern gepredigte goldene Zeitalter die angestrebte neue Weltordnung. Und diese ist nur auf den ersten Blick liebe- und lichtvoll.

Es wird die größte Täuschung der Menschheitsgeschichte und David Icke ist nur einer von vielen falschen Propheten, die diese Täuschung vorbereiten. Darum darf er auch ungehindert die Wahrheit über die Bilderberger, die City of London oder diverse okkulte Bruderschaften verkünden.

Die Menschen wissen, dass er damit größtenteils richtig liegt und so gewinnt er ihr Vertrauen. Seine Anhänger werden damit anfällig für die esoterische Agenda, welche parallel dazu verfolgt wird und letztendlich werden viele das goldene Zeitalter mit offenen Armen empfangen, in dem Irrglauben, die neue Weltordnung besiegt zu haben.

Hinzu kommen die theosophischen Irrlehren von einem bevorstehenden Bewusstseinssprung der Menschheit. Natürlich sind in der neuen Welt nur diejenigen willkommen, die diesen Evolutionssprung vollzogen bzw. die luziferische Religion angenommen haben. Alle anderen gelten als feindlich und müssen eliminiert werden. Der Meinung sind nicht nur Alice Bailey und L. Ron Hubbard, sondern auch David Icke.

Es sollte langsam jedem klar werden, dass Icke nichts anderes als ein autorisierter Held ist. Wie sonst könnte er unbehelligt mitten durch die City of London spazieren und dabei die britische Queen ein Reptil nennen, während Leute wie Roberto Calvi schon für weitaus weniger mit Backsteinen in den Taschen unter die nächste Brücke gehängt werden?

Ickes Geschwafel über aufgestiegene Meister ist derweil entweder ein Anzeichen von Schizophrenie oder ein ganz bewusster Teil des Plans. Für erste Möglichkeit spricht, dass er sich auf einem Trip durch Brasilien Dimethyltriptamin geknallt hat. Eine Droge, welche bekannt dafür ist, Halluzinationen von Aliens und Dämonen auszulösen.

David Icke Shizophren

Da er allerdings behauptet, in Kontakt mit denselben Entitäten zu stehen, wie führende Theosophinnen, kann auch die zweite Möglichkeit des planvollen Agitierens nicht ausgeschlossen werden. Diese Ansicht wird dadurch bestärkt, dass sich Ickes Geschichten von Buch zu Buch ändern und zwar immer dann, wenn er neue Geschichten von Leuten wie Brian Desborough entdeckt und dreist in seine eigenen Werke kopiert.

Wie auch immer, es gehört schon eine gehörige Portion Ignoranz dazu, einem Typen wie David Icke selbst dann noch Glauben zu schenken, wenn er behauptet, Jesus oder die „Lords des siebten Strahls“ gechannelt zu haben.

Hinzu kommen schlussendlich noch die üblichen okkulten Symbole. So geht Icke davon aus, dass die Sonne eine Quelle höheren Bewusstseins darstellt und ein Tor ist, durch welches spirituelle Energien strömen. Ein Gedanke, den wir leicht variiert bei Dieter Broers wieder finden, der ebenfalls einen sonneninduzierten Bewusstseinssprung während des Übergangs ins astrologische Zeitalter des Wassermanns prophezeit. Beide greifen dabei auf Sonnensymbolik zurück, die wir bereits von den antiken Ägyptern, den Freimaurern, Theosophen und Jesuiten kennen.

Ickes Buch „Der Löwe erwacht“ hat bereits ein weiteres okkultes Sonnensymbol im Titel, welches auch als Repräsentation Satans gilt. Da muss man sich schon fragen, welcher Löwe da erwacht und auf dem Buchcover die Erde dominiert?

Der Löwe erwacht

Abschließend lässt sich feststellen, dass nach einer genaueren Betrachtung nicht mehr viel von David Ickes anfänglicher Sympathie übrig bleibt. Er treibt die esoterische Agenda voran wie kaum ein anderer. Dabei spielt es kaum eine Rolle, ob er bewusst lügt oder aufgrund einer schizophrenen Erkrankung tatsächlich an das glaubt, was er sagt. Wer ernsthaft nach der Wahrheit sucht, sollte die Finger von diesem Desinfo-Agenten lassen.