To the Stars Academy – Das Militär und die Alienagenda

von Joe Doe

2015 gründete der Musiker Tom DeLonge die To the Stars Inc., welche 2017 erweitert und in To the Stars Academy of Arts and Sciences umbenannt wurde. Ziel des Projektes ist die Erforschung außerirdischen Lebens und die Bekanntmachung der außerirdischen Präsenz auf Erden. Die To the Stars Academy ist damit Teil der Disclosure-Bewegung (zu Deutsch „Enthüllung“), zu der auch das Disclosure Project von Steven Greer gehört.

Zu Beginn traten bei der National Press Club Konferenz des Disclosure Projects 2001 noch mehrheitlich glaubwürdige UFO-Zeugen auf, doch inzwischen verbreitet Greer einen Haufen esoterisch angehauchter Desinformationen. Sein letzter Dokumentarfilm „Sirius“ von 2013 ist gespickt mit falschen Behauptungen über angebliche Alienleichen und dergleichen. Bei der To the Stars Academy sieht es ähnlich aus. Zwar stützt diese sich ebenfalls auf staatliche Dokumente, darunter das 2017 vom Pentagon enthüllte geheime UFO-Forschungsprojekt „AATIP“, doch große Sensationen blieben bisher aus.

Die bisher veröffentlichten UFO-Aufnahmen, die DeLonge noch vor der offiziellen Enthüllung durch das Pentagon zugespielt worden sind, könnten vielleicht ein Indiz für außerirdische Aktivitäten auf der Erde sein, doch ihre Beweiskraft ist mehr als dürftig. Andernfalls hätte das Pentagon sie wohl niemals veröffentlicht. Die Öffentlichkeit wird nicht einmal ansatzweise darüber informiert, was schon alles im Verborgenen abgelaufen ist. Auf aussagekräftige Dokumente zu Roswell und anderen UFO-Bergungsaktionen oder gar Kontakten wartet die Menschheit vergeblich.

Die größtenteils geschwärzten Dokumente, unscharfen Aufnahmen, Radardaten sowie die Behauptung der To the Stars Academy, im Besitz außerirdischer Technologie zu sein, taugen einzig dazu, Spekulationen anzuheizen. Damit wird die Weltöffentlichkeit schlussendlich darauf konditioniert, dass es eine neue mögliche Bedrohung aus dem Weltraum gibt. Wir werden nicht auf einen realen Kontakt vorbereitet, denn der würde schließlich alle Lügengebäude zum Einsturz bringen. Es läuft eher darauf hinaus, dass uns schon bald eine neue Lüge aufgetischt wird. Stichwort: Blue Beam Project.

Geprägt wurde der Begriff von dem kanadischen Verschwörungstheoretiker Serge Monast (1945-1996), dessen Behauptungen mit Vorsicht zu genießen sind. Fakt ist allerdings, dass es zahlreiche Aussagen von Insidern des Militärs, der Geheimdienste sowie Raumfahrtbehörden sowie deren Vertrauten gibt, die zumindest den Grundgedanken stützen, dass der militärisch-industrielle Komplex die Inszenierung einer außerirdischen Bedrohung plant. Dr. Carol Rosin behauptete z.B. auf der National Press Club Konferenz von 2001, dahingehende Informationen von Wernher von Braun erhalten zu haben.

Ein solch sinisterer Plan mag auf den ersten Blick total abgehoben klingen, doch er ist absolut logisch, wenn man die Konsequenzen bedenkt. Mit einer außerirdischen Bedrohung könnten gleich mehrere Vorhaben gerechtfertigt werden. Allen voran die Militarisierung des Weltraums, welche den Rüstungskonzernen Billionengewinne bescheren wird. Der Startschuss für diesen Prozess fiel bereits 1983 unter US-Präsident Ronald Reagan. Dieser rief die Strategic Defense Initiative (SDI oder auch „Star Wars Programm“) ins Leben und betonte vor der UN mehrfach, dass eine außerirdische Bedrohung die Menschheit vereinen würde.

Vereint soll die Menschheit natürlich unter dem Joch des US-Imperialismus werden und so richten sich die Weltraumwaffen auch nicht gegen reale oder fiktive Aliens, sondern gegen die Menschheit. Allen voran gegen andere Großmächte wie Russland und China, wobei das SDI-Progamm tatsächlich gegen sowjetische Interkontinentalraketen gerichtet war. Gleichermaßen verhält es sich auch mit der 2019 von Donald Trump initiierten United States Space Force. Wie alle Raumfahrtbehörden der Erde hat dieser Vorläufer der Erdstreitkräfte ein Chevron als Logo, welches an das Sternenflottenlogo aus „Star Trek“ erinnert. Es handelt sich jedoch um ein rein militärisches Projekt, welches eher Parallelen zu den Sturmtruppen aus „Star Wars“ aufweist.

Ob die US Space Force jemals gegen echte Aliens kämpfen und deren Heimatwelten unterwerfen wird, steht noch sprichwörtlich in den Sternen. Für die Menschheit ist die imperiale Raumflotte aber in jedem Fall eine Bedrohung. Selbstverständlich soll sie von der Menschheit nicht als solche wahrgenommen, sondern akzeptiert werden. Gäbe es dafür eine bessere Möglichkeit als eine inszenierte Alien-Invasion, welche uns die US Space Force als Retter des Planeten propagiert?

Neben der Profitmaximierung der Rüstungsindustrie und der Vereinigung der Erde unter dem US-Imperialismus gäbe es schlussendlich noch ein weiteres Ziel, nämlich die Beseitigung sämtlicher Freiheitsrechte. Man müsste der Menschheit nur verkaufen, dass die Außerirdischen wie wir aussehen und daher jeder Systemkritiker ein potentieller Feind aus einer anderen Welt sein könnte. Das klingt abenteuerlich, aber tatsächlich behauptete Clifford Stone, der Mitglied einer militärischen Spezialeinheit zur Bergung abgestürzter UFOs gewesen sein will, dass es unter 57 registrierten Spezies auch menschenähnliche Außerirdische gäbe.

Sowohl beim Disclosure Project als auch bei der To the Stars Academy wimmelt es von solchen Vertretern des US-Militärs sowie der Geheimdienste. So ist der Direktor für Globale Sicherheit der To the Stars Academy kein geringer als Luis Elizondo, ein ehemaliger Mitarbeiter des Militärgeheimdienstes Office of the Under Secretary of Defense for Intelligence (OUSDI) des US-Verteidigungsministeriums.

Es ist natürlich nicht gänzlich auszuschließen, dass es sich bei einigen der redseligen Ex-Militär und Geheimdienstmitarbeiter tatsächlich um Whistleblower handelt, wahrscheinlicher ist jedoch, dass die meisten Desinformanten sind, die gezielt eine Agenda vorantreiben. Für Letzteres spricht, dass bisher keiner der vermeintlichen Whistleblower wegen Geheimnisverrats angeklagt wurde. Denken wir nur an die gnadenlose Verfolgung echter Whistleblower wie Chelsea Manning, die reale Kriegsverbrechen der USA aufgedeckt haben. Der Umgang mit Edward Snowden und Julian Assange spricht ebenfalls Bände. Aber all die UFO-Whistleblower lässt man gewähren? Das passt einfach nicht zusammen!

Laut Serge Monast soll übrigens nicht nur der militärisch-industrielle Komplex in das Blue Beam Project involviert sein, sondern auch die Hochgradfreimaurerei und ihr angegliederte okkulte Kreise. Dafür gibt es ebenfalls handfeste Belege. So war bereits der NASA-Raketenwissenschaftler Jack Parsons ein Schüler von Aleister Crowley und Leiter der Agape Loge des satanistischen Ordo Templi Orientis.

Quelle

Der Gründer der To the Stars Academy Tom DeLonge ist ebenfalls mehr als nur ein Rockstar, der u.a. Sänger von Blink-182 war. Er ist außerdem bekennender Freimaurer, was er in Musikvideos seiner aktuellen Band Angels and Airwaves offen zur Schau stellt. Sein Interesse an Verschwörungstheorien rund um UFOs, Big Foot und dergleichen scheint daher kein Zufall zu sein.

Rätselhaft ist außerdem, wie sich seine To the Stars Academy über Wasser halten kann, obwohl sie seit mindestens 2018 einen Schuldenstand von rund 37,4 Mio. Dollar hat. Eigentlich hätte das Projekt mit solch einen Minus längst in der Versenkung verschwinden müssen, doch offenbar wird es von einflussreichen Kreisen weiterhin am Leben gehalten. Die Sache stinkt dermaßen zum Himmel, dass selbst Außerirdische im nächstgelegenen Sternensystem riechen müssten, dass daran etwas faul ist.

Wenn ein Hochgradfreimaurer gemeinsam mit hochrangigen Militärs und Geheimdienstmitarbeitern UFO-Disclosure betreibt, ist also Vorsicht geboten. Selbst wenn die To the Stars Academy hier und da echte UFO-Akten verbreitet, die ihrer Agenda nützlich sind, steckt dahinter doch stets besagte Agenda. Klar sind UFOs ein reales Phänomen und nur Dummköpfe glauben noch an das geozentrische Weltbild, laut dem die Menschheit die alleinige Krone der Schöpfung sein soll. Die volle Wahrheit wird uns DeLonges Verein jedoch keinesfalls offenbaren!

Dark Planet – Faschismus in Space

von Joe Doe

„Dark Planet“ ist ein russischer Science Fiction Film aus dem Jahr 2008, der einmal mehr beweist, dass die Russen durchaus mit Hollywood konkurrieren können. In dem bildgewaltigen Epos verschlägt es den Moskauer Maxim (Vasily Stepanov) auf einen fernen Planeten, dessen Bewohner glauben, auf der Innenseite ihrer Welt zu leben. Viel brisanter ist jedoch, dass sie in einer absoluten Tyrannei leben.

Für den Erdling, dessen Heimat im Jahre 2157 dank der „Theorie der Erziehung“ von Krieg, Terror und Hunger befreit ist, bedeutet das einen Rückfall in die schlimmste Epoche der Menschheitsgeschichte. Gleich nach seiner Bruchlandung wird er prompt in ein Militärcamp gebracht, welches bereits stark faschistische Züge trägt. Neben den schwarzen Uniformen ist vor allem das Pfeilkreuz omnipräsent. Dies war einst das Zeichen der ungarischen Faschisten während der Nazizeit und es wird bis heute von Neonazis in ganz Europa verwendet.

Auf der Überfahrt in die Hauptstadt lernt Maxim den Soldaten Gui Gaal (Pyotr Fedorov) kennen, mit dem er sich schnell anfreundet. Gaal ist zu diesem Zeitpunkt noch ein vollkommen verblendeter Diener des Systems und erklärt ihm, dass die Türme, an denen sie vorbei kommen, der ballistischen Abwehr dienen. Wie sich später noch herausstellen wird, ist das nicht ganz korrekt.

Es gibt Gründe für den Anschlag, dessen Zeuge Gui und Maxim kurz darauf werden. Die Rebellen werden vom Regime „Ausgeartete“ genannt, was bereits erahnen lässt, welcher Konflikt sich auf diesem Planeten abspielt. Doch erst einmal geht es weiter in die Hauptstadt, die schon von weitem beklemmend und wenig einladend wirkt.

Überall in der Stadt hängen große Monitore, über die faschistische Propaganda läuft. Auffällig ist dabei außerdem das allsehende Auge, welches auf einen totalen Überwachungsstaat hindeutet.

Auch sonst ist das allsehende Auge überall präsent. In der Pupille hat es drei Sicheln, welche an das Bio Hazard-Symbol erinnern.

Dieses leicht verfremdete Bio Hazard-Zeichen ohne Ring findet sich auch auf den Dienstmarken des Regimes wider. Da die Sichel das Zeichen des Saturn, also des 6. Planeten unseres Sonnensystems, darstellt, ist hier wohl eine 666 verschlüsselt. Noch dazu in Rot.

Der oberste Staatsanwalt residiert derweil in einem Wolkenkratzer, dessen Audienzsaal mit Säulenpaaren und einem Winkelornament geschmückt ist.

Sein Bildschirm hat die Form einer Pyramide und am Arm trägt er ein Abzeichen in Form eines Hexagons.

Über seinem Kamin befinden sich schlussendlich noch vier umgedrehte rote Pentagramme.

In der Hauptstadt finden sich indessen umgedrehte Pentagone.

Die City ist allerdings nicht so schick wie der Prachtbau der Machhaber. Sie ist ziemlich heruntergekommen und erinnert an Fritz Langs „Metropolis“. Wir erinnern uns, das war auch schon so ein dystopisches Freimaurerwerk.

Sogar der hohe Turm (zu Babel) im Stadtzentrum ist aus „Metropolis“ geklaut.

Auf den Straßen herrscht das Elend. Überall sitzen Bettler und Prostituierte werben um Freier. Wer Glück hat, lebt in einem engen heruntergekommenen Apartment.

Nachdem Maxim aufgrund eines Unfalls entkommen ist, lernt er in einem Restaurant Rada Gaal (Yuliya Snigir) kennen, die Schwester des Gardisten, von dem er in die Stadt gebracht wurde. Nachdem er sie vor einer Straßengang gerettet hat, nimmt sie ihn mit in ihre Wohnung. Diese muss sie sich mit ihrem Bruder teilen, der seinen Bereich mit Militärpropaganda ausstaffiert hat.

Gui glaubt der ganzen Lügenpropaganda des Regimes blind und vergöttert die „unbekannten Väter“, die er für selbstlose Diener des Volkes hält. In Wahrheit sind sie aber eher eine Schattenregierung. Gui integriert seinen neuen Freund zunächst in das faschistische System, indem er Maxim für die Garde empfiehlt. Aus unerfindlichen Gründen schließt dieser sich tatsächlich dem Pfeilkreuzerorden an und lernt dort, ohne eigenes Denken zu gehorchen. Einige der Garde-Mitglieder sehen aus wie verschissene Nazipunks und sie posieren vor Flaggen mit Totenkopf und gekreuzten Knochen. Offensichtlicher geht es nun wirklich nicht!

Der erste Einsatz führt Maxim direkt zu einer Razzia in einem Arbeiterviertel. Als die Gefangenen mit Foltermethoden verhört und anschließend zum Tode verurteilt werden, kommen in Maxim erste Zweifel am System auf. Dieses ähnelt sehr stark der geplanten neuen Weltordnung auf der Erde. Die Menschen werden arm und unwissend gehalten, das Militär ist überall präsent und Abweichler werden willkürlich von der Garde verhaftet und von Standgerichten „getilgt“.

Maxims nächste Aufgabe ist die Hinrichtung der Gefangenen in einem Wald, fernab von jeglichen Zeugen. Dieser Aufgabe verweigert er sich, lässt die Gefangenen frei und quittiert den Dienst. Daraufhin wird er sofort von seinem Vorgesetzten exekutiert und als sein Freund Gui Mitgefühl und Trauer zeigt, wird dieser von der Garde zur Armee strafversetzt.

Die Armee braucht neues Kanonenfutter, denn die unbekannten Väter stehen mit einem anderen Machtblock in ständigem Kriegszustand. Um die öffentliche Meinung zu beeinflussen und der Bevölkerung eine Invasion schmackhaft zu machen, schlägt ein Mitglied der Schattenregierung vor, wieder einen Turm in die Luft zu sprengen. Wenn das mal keine Anspielung darauf ist, dass die Anschläge auf die Türme des World Trade Centers in New York von 2001 ein Inside Job waren, mit dem die Angriffskriege gegen Afghanistan und Irak gerechtfertigt werden sollten… Allerdings liegt die Betonung auf „wieder“, was man als Drohung verstehen könnte.

Maxim ist derweil wie Jesus wieder auferstanden und seine Schusswunden sind binnen Stunden geheilt. Von den Aufständischen erfährt er, dass die unbekannten Väter eine Machtclique von Parasiten und Sadisten sind, welche sich an die Macht geputscht hat. Die bereits erwähnten Türme dienen nicht etwa der Abwehr, sondern bestrahlen permanent die gesamte Bevölkerung, um ihre Gehirnchemie zu verändern. Die Massen werden dadurch gefügig und leichter zu manipulieren.

Nur auf die Ausgearteten hat die Strahlung keine Wirkung. Sie erleiden dafür heftige Kopfschmerzen. Die unbekannten Väter gehören ebenfalls zu den Unbeeinflussten, doch wer nicht zu ihnen gehört, wird von ihnen gnadenlos gejagt. Sie wollen die totale Kontrolle über die Bevölkerung, einschließlich ihrer Gedanken.

Das ist höchst brisant, denn tatsächlich lassen sich mittels ELF-Wellen bestimmte Bereiche im Hirn stimulieren, was von Euphorie bis hin zu Depressionen alles Mögliche auslösen kann. In Anlehnung an den Film kommen einem da die unzähligen Funkmasten auf der Erde in den Sinn. Die Parallelen sind wohl kaum ein Zufall und die Botschaft dahinter ist eine wahrlich erschreckende Offenbarung.

Hinzu kommen die üblichen sinnlosen Unterhaltungsprogramme, die wir ebenfalls aus der realen Welt kennen. Im Fernsehen des finsteren Planeten laufen die Gedankenbilder von psychisch kaputten Irren, was entfernt an diverse Musikvideos von Lady Gaga oder Marilyn Manson erinnert. Gespickt wird das Ganze selbstverständlich noch mit politischer Propaganda.

Maxim schleicht sich nach einem Anschlag auf einen der Türme in die Hauptstadt zurück und findet Unterschlupf bei Rada und ihrem Bruder. Leider lässt er sich erwischen und landet ausgerechnet bei den Gefangenen, die er selbst ans System ausgeliefert hat. Gemeinsam mit ihnen wird er zur Zwangsarbeit verpflichtet. Irrwitzigerweise gibt man den Partisanen dabei Waffen in die Hand, mit denen diese Minenfelder räumen sollen.

Nach einem Tag harter Aufräumarbeit, an dem er von seinen Mitgefangenen weitere Informationen über den Zweck der Türme erhalten hat, wird Maxim Zeuge von unmenschlichen Verbrechen, wie sie die Nazis im 2. Weltkrieg begangen haben. In einem russischen Film dürfte das wohl als Abrechnung mit dem deutschen Faschismus zu verstehen sein.

Mit dem Panzer, den Maxim während der Minenfeldräumung gekapert hat, fährt er an die Grenze, wo er Gui wiedertrifft. Er entführt ihn und fährt mit ihm in den Sonnenuntergang. Es fällt auf, dass die Faschisten wenigstens öko sind und ihren Strom aus Windkraft gewinnen.

Vorbei am Windpark finden Maxim und Gui schließlich Zuflucht im zerbombten Feindesland.

Der Fremdweltler versucht dort, verschiedene Separatistengruppen für einen Staatsstreich zu gewinnen. Doch die einen haben kein Interesse und die anderen stellen sich als wenig besser als die Regierung heraus. Eine Begegnung mit einem telepathischen Mutanten bringt ihn auch nicht weiter, aber zumindest gibt dieser ihm den Tipp, Kontakt mit dem Inselimperium herzustellen.

Mit einem Luftschiff machen er und Gui sich auf den Weg zu besagter Insel, rammen jedoch einen Sendeturm und werden kurz darauf abgeschossen.

Nachdem die beiden abermals gefangen genommen wurden, werden sie aufgrund des Kriegszustands amnestiert und als Kanonenfutter an die Front geschickt. Zwar hat die Schattenregierung andere Pläne mit Maxim, doch der General, der ihn schon einmal erschossen hat, würde ihn lieber gern endgültig an der Front verrecken sehen.

Um die eigenen Truppen aggressiv zu machen, bekommen sie eine Extradosis Strahlung. Die Antennen sitzen sehr auffällig auf speziellen Panzern. Tatsächlich wird schon an einer weit unauffälligeren Variante geforscht, die in die Helme zukünftiger Soldaten integriert werden soll.

Auf dem Schlachtfeld wird Gui von seinem eigenen Vorgesetzten erschossen, schafft es aber mit letzter Kraft, den General mit einer Flagge zu pfählen.

Von einem Vertreter der Schattenregierung erfährt Maxim schließlich, dass Guis Schwester Rada verhaftet wurde. Auf einem Friedhof, der das ganze Ausmaß der Sinnlosigkeit des verlorenen Krieges offenbart, bekommt er das Angebot, mit dem Regime zu kooperieren und ein angenehmes Leben zu führen.

Er gerät an den Oberstaatsanwalt, der sich inzwischen mit den unbekannten Vätern überworfen hat. Er plant nun selbst einen Putsch und verrät Maxim den Standort der Kontrolle aller Funktürme. Er soll die Strahlung benutzen, um das Volk zu einer Revolution anzustacheln. Das Ganze ist natürlich nicht uneigennützig, denn innerhalb der neuen Ordnung will der Verräter eine noch höhere Position einnehmen.

Maxim nimmt den Auftrag dennoch an, dabei hätte ihm ein Blick auf die überreichte Karte genügt, um zu erkennen, in wessen Auftrag er da handelt. Auf der Vorderseite ist eine Sig-Rune zu sehen und auf der Rückseite drei Hexagone, welche natürlich eine verschlüsselte 666 darstellen.

In der Machtzentrale wimmelt es obendrein von Pyramiden, die allesamt drei Stufen haben.

Zunächst hält sich Maxim an den Plan des Oberstaatsanwalts, aber um auf Nummer sicher zu gehen, sprengt er die Machtzentrale anschließend in die Luft. Da die Bevölkerung nun nicht mehr beeinflusst wird, bricht eine unkontrollierte Rebellion aus. Der Drahtzieher der Aktion erkennt, dass sein Plan nach hinten losgegangen ist und entzieht sich der Verantwortung durch Suizid.

Doch der Oberstaatsanwalt war gar nicht das Kernproblem. Auf dieses trifft Maxim bei der Rettung von Rada, welche der als „Wanderer“ bekannte Systemschurke als Druckmittel gefangen gehalten hat. Wie sich nun herausstellt, ist der Wanderer ebenfalls ein Mensch von der Erde und hört auf den Namen Rudolf. War ja klar, dass ein Deutscher hinter dem faschistischen Regime steckt und das erklärt auch, warum sein Mantel mit Sig-Runen bestickt ist.

Zunächst will Rudolf, dass Maxim sich ihm anschließt. Er behauptet, dass er im besten Interesse der Menschen dieses Planeten gehandelt hätte. Es wäre nur halt schwer, radikale Veränderungen herbeizuführen, deshalb habe er zu subtileren Mitteln gegriffen und die Welt im Gleichgewicht gehalten. Im Gleichgewicht des Schreckens versteht sich. Das ist natürlich wieder einmal typisch freimaurerisches Dualitätsdenken.

Auf das Angebot des Oberilluminaten geht Maxim jedoch nicht ein. Nach einer kurzen Schlägerei wird klar, dass die Revolution gesiegt hat. Dabei ist es wohl kaum ein Zufall, dass Maxim die meiste Zeit einen roten Overall trägt.

Die Rebellion kann man jedoch, wie bereits die irdische Geschichte lehrt, aus verschiedenen Blickwinkeln sehen. Einerseits ist der Sturz des alten Regimes nötig, andererseits warten genügend Machtbesessene wie einst Stalin darauf, die Revolution für ihre egoistischen Zwecke zu missbrauchen. Das Ende bleibt also zweideutig und einzig die Liebe zwischen Maxim und Rada lässt einen leichten Hoffnungsschimmer durchblicken.

Fazit: „Dark Planet“ ist optisch atemberaubend und setzt hohe Standards für die russische Filmindustrie. Vor allem die Farben sind sehr stimmungsvoll gehalten. Die Spezialeffekte sind ebenfalls solide und können mit amerikanischen Blockbustern durchaus mithalten.

Die Handlung ist zumindest interessant, schwenkt zuweilen aber sehr ziellos in die eine oder andere Richtung um. Die hintergründigen Botschaften sind derweil sehr radikal an die neue Weltordnung angelehnt. Man braucht nicht lange zu überlegen, worauf der Film hinaus will. Auf dem dunklen Planeten möchte man wirklich nicht gerne leben, doch leider wird unsere Erde dieser Welt immer ähnlicher.

Pizzagate – Ein handfester Skandal oder alles nur Käse?

von Anton Nymous

Wer etwas über den Pizzagate-Skandal recherchieren will, sollte sich dabei nicht auf die deutschsprachigen Massenmedien verlassen. In der Regel erfährt man von diesen Quellen überhaupt nichts, weil sie den Vorfall ignorieren. Wenn dann mal etwas berichtet wird, dann nur abfällig. In der deutschsprachigen Wikipedia wird der Leak in einem sehr dürftigen Artikel als Verschwörungstheorie und Fake-News abgetan. Die eigentlichen Dokumente, die zu dem Skandal geführt haben, werden dabei völlig außer Acht gelassen.

Eines ist nämlich Fakt: Die auf Wikileaks veröffentlichten E-Mails von Hillary Clintons Wahlkampfleiter John Podesta sind echt. Hacker hatten sich über eine Phishing-Mail Zugang zu seinem Postfach verschafft und alle darin gespeicherten Nachrichten geleakt. An einigen E-Mails schien dabei etwas faul zu sein, denn sie ergaben inhaltlich wenig Sinn.

Der Skandal entzündete sich an der häufigen Verwendung von Wörtern wie „Pizza“, „Hotdog“, „Pasta“ und „Cheese“. Augenscheinlich könnte es sich um Pizzabestellungen handeln, doch der Zusammenhang stimmt einfach nicht. Zum einen hat Podesta die meisten E-Mails nicht an die Pizzeria gerichtet, sondern verwendete die Wörter in Nachrichten an Hillary Clinton und weitere hohe Parteipromis. Zum anderen lesen sich die Texte einfach nicht wie eine Pizzabestellung.

Eine Bestellung würde z.B. so aussehen: „Ich hätte gern eine Pizza mit Salami und extra viel Käse, aber bitte ohne Anchovis.“ Stattdessen geht es aber um Texte wie: „I will be sacrificing a chicken in the backyard for Moloch.“ Übersetzt: „Ich werde im Hinterhof ein Hühnchen an Moloch opfern“. Das wäre bereits gruselig, wenn es sich tatsächlich nur um ein Hühnchen handeln würde, denn Tieropfer sind im Satanismus üblich. Wie vertrauenswürdig ist ein Politiker, der solche Äußerungen tätigt?

Es wird jedoch noch abgründiger, wenn man weiß, dass bei den antiken Moloch-Opferungen Kinder zu ehren des Gottes Baal Hammon verbrannt wurden und „Chicken“ unter Pädophilen ein Codewort für „kleiner Junge“ ist. „Pizza“ soll indes für „Mädchen“ und „Cheese“ für „kleines Mädchen“ stehen. Selbstverständlich sind das erst einmal nur Spekulationen, aber nur so ergeben die E-Mails überhaupt einen Sinn. Um ernsthafte Politik geht es jedenfalls nicht und auch nicht um italienisches Essen.

Das offenbart auch der E-Mail-Verkehr mit der Künstlerin Marina Abramovic, welche Tony Podesta und seinen Bruder John zu einem „Spirit Cooking“ eingeladen hat. Nein, dabei werden keine Geister gekocht. Es handelt sich vielmehr um ein Ritual, bei dem menschliche Körpersäfte vermischt und konsumiert werden. Praktiziert wird das Ritual u.a. im Thelema-Orden, welcher von Aleister Crowley gegründet wurde und dem offenbar auch Abramovic angehören könnte.

Dass es sich hier um keine Falschinterpretation handelt, offenbaren Bilder, die Abramovic mit Lady Gaga bei einem solchen Spirit Cooking zeigen. Die Künstlerin servierte schon in der Vergangenheit einige andere gruselige Werke, die auf Menschenopfer und Kannibalismus anspielen.

Doch kommen wir zurück zu den E-Mails, die alles andere als gewöhnliche Pizzabestellungen sind. Wie wahrscheinlich ist es zum Beispiel, dass Obama für eine Privatparty im Weißen Haus Pizza und Hotdogs im Wert von 65.000 $ aus Chicago einfliegen lassen hat? Zum einen irritiert hier der enorme Preis, den man eher für Menschenware als für Fast Food erwarten würde. Zum anderen gibt es genug Pizzabuden in Washington, also warum eine Lieferung aus Chicago, wo das Essen unterwegs kalt wird?

Und da wären wir schon beim nächsten Punkt. In Washington gibt es nämlich einen Laden namens „Besta Pizza“, welcher mit großzügigen Spenden von Hillary Clinton und George Soros finanziert wird. Es darf bezweifelt werden, dass es sich dabei nur um Trinkgeld für gewöhnliche Pizzen handelt. Der Besitzer Andrew Kline hat jedenfalls noch weitere Kontakte bis in höchste Regierungskreise

Am auffälligsten ist jedoch das Logo von Besta Pizza, welches das pädophile Symbol für „Boy-Lover“ enthielt. Das Logo wurde inzwischen geändert. Außerdem kam es infolge des Leaks zu einem Überfall auf die Pizzeria, bei welchem der Angreifer jedoch keine Kinder in Käfigen finden konnte. Dieser Vorfall wird nun als angeblicher Beweis angeführt, dass an der Sache nichts dran sei. Allerdings wären die Verantwortlichen auch selten dämlich, wenn sie nach dem Leak nicht sämtliche Beweise verschwinden lassen hätten.

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Das alte Firmenlogo lässt sich dagegen nicht so leicht wegdiskutieren. Ebenso die Verbindungen zu einer weiteren Pizzeria namens Comet Ping Pong. Deren Firmenschild zeigt eine Mondsichel und ein Pentagramm in einem Chevron. Die Kombination von Mondsichel und Pentagramm findet sich auch in Éliphas Lévis Darstellung des Baphomet. Hinzu kommt, dass das Logo jeweils diagonal nach unten gespiegelt ist, womit hier außerdem das Prinzip „Wie im Himmel, so auf Erden“ dargestellt wäre. Die Anlehnung an den Baphomet ist so offensichtlich, dass sich hier wiederum eine Verbindung zum Satanismus öffnet.

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Der Comet-Besitzer James Alefantis wird zu den 50 einflussreichsten Persönlichkeiten Washingtons gezählt, was schon ziemlich ungewöhnlich ist für einen angeblich stinknormalen Pizzabäcker. Doch so gewöhnlich ist er wohl nicht, denn er zeichnet sich durch einen sehr fragwürdigen Kunst- und Musikgeschmack aus. Nach dem Pizzagate-Skandal trat eine Band namens Heavy Breathing im Comet Ping Pong auf. Während des Konzertes konfrontierte ein Gast die Band mit den Vorwürfen, woraufhin der Sänger lachte und meinte: „Na, wir haben alle unsere Vorlieben.“ Das ist kein Dementi, sondern eine ziemlich widerwärtige Rechtfertigung.

Eine weitere Band, die schon im Comet Ping Pong aufgetreten ist, nennt sich Sex Stains. In deren Video zur Single „Land of Lala“ kommt das gleiche Pädophilensymbol vor wie im Logo von Besta Pizza. Das ist schon etwas zu viel Zufall, zumal wohl kaum jemand unabsichtlich solche Symbole zeigt. Wer möchte schon für pädophil gehalten werden? Es sei denn, die Betreffenden sind tatsächlich pädophil und wollen gezielt mit solchen Symbolen untereinander kommunizieren.

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Die Indizienlast ist wahrlich erdrückend, doch wird es leider nicht für eine Verurteilung der Beteiligten reichen, solange keine Opfer aussagen oder deren Leichen gefunden werden. Da dies bisher noch nicht der Fall ist, handelt es sich erst einmal nur um einen Verdacht. Doch wie ist dieser zu bewerten?

Ein gängiger Vorwurf gegen die Pizzagate-Theorie lautet, dass es sich um eine rechte Kampagne handelt, mit welcher der Wahlkampf von Hilary Clinton torpediert werden sollte. Es stimmt zwar, dass der Skandal von rechten Kräften instrumentalisiert und um einige falsche Behauptungen ergänzt wurde. Allen voran wäre hier der rechte Hetzer Alex Jones zu nennen.

Dabei werden jedoch zwei Dinge außer Acht gelassen. Die Skeptiker auf der einen Seite verschweigen, dass dem Skandal echte E-Mails zugrunde liegen, die auf Wikileaks veröffentlicht wurden. Die rechten Verschwörungstheoretiker lassen derweil unerwähnt, dass auch ihr Favorit Trump enge Kontakte zu Pädophilen wie Jeffrey Epstein hatte und der war sogar ganz offiziell wegen Kindesmissbrauchs verurteilt. An der Sache könnte also durchaus etwas dran sein, wobei Trump mit Sicherheit keine Alternative darstellt.

Hinzu kommen bestätigte Vorfälle aus anderen Ländern. Da wäre z.B. das Auffliegen eines Teils des britischen Pädophilennetzwerks, zu dem der BBC-Moderator Jimmy Savile sowie hochrangige Abgeordnete des britischen Parlaments gehörten. Derartige Skandale sind wahrlich keine Neuheit. Man denke nur an den Fall Marc Dutroux in Belgien oder das Jasmin-Bordell in Sachsen – beides Fälle aus den 1990ern, die bis tief hinein in den Staatsapparat reichen.

Quelle

Dann wären da noch die Äußerungen von Daniel Cohn-Bendit (Grüne) und die Nacktbildaffäre um Sebastian Edathy (SPD), die wohl nur die Spitze eines gigantischen Scheißbergs sein dürften. Im Gegensatz zum Pizzagate-Skandal ist die Aktenlage in diesen Fällen zwar eindeutiger, aber gerade das macht es ja umso wahrscheinlicher, dass an Pizzagate mehr dran sein könnte als nur lauwarmer Käse.

Der große Unterschied zwischen den USA und Europa besteht im Prinzip nur darin, dass die amerikanische Regierung solche Skandale besser zu vertuschen weiß, weil sie alles mit dem Argument „nationale Sicherheit“ unter Verschluss hält. In Europa gelingt es dagegen nicht so schnell, den Medien das Maul zu stopfen. Einzig die juristischen Konsequenzen halten sich dennoch arg in Grenzen.

TrauKeinemPromi hat eine sehr umfangreiche Recherche zum Pizzagate-Skandal abgeliefert. Ein wenig nervig ist dabei nur das Herumreiten auf Marina Abramovics angeblich kulturmarxistischen Hintergrund. Sie stammt zwar aus dem ehemaligen Jugoslawien, aber das allein macht niemanden zum Satanisten. Ihr kultureller Hintergrund dürfte tatsächlich viel weiter zurückreichen, so in etwa bis ins antike Babylon oder Karthago.

Obama auf Werbetour für TTIP

von Anton Nymous

Es war der letzte Deutschlandbesuch Barack Obamas als US-Präsident. Seine Air Force One landete am 24. April 2016 in der niedersächsischen Landeshauptstadt, wo er am Montag zusammen mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) die Hannover-Messe eröffnete. Die USA ist zum ersten Mal offizieller Partner der Messe, was gleich mal mit einem roten Chevron in einem offenen Pentagramm beworben wurde. Das Ganze natürlich in den üblichen Freimaurerfarben.

Hannover Messe Partner USA

Der Teufel hinterließ aber auch noch andere Fußabdrücke. Obama kam nämlich nicht nur wegen der Messe, sondern auch, um für das Freihandelsabkommen TTIP zu werben. Die Initiative „Soziale Marktwirtschaft“ widmete den Verhandlungen zwischen den USA und Deutschland ein entsprechendes Plakat mit den Konterfeis der beiden Regierungschefs. In Anspielung auf den ersten Präsidentschaftswahlkampf von Barack Obama trug dieses den Titel „TTIP is Hope“. Das stimmt sogar, denn TTIP ist die Hoffnung einer kleinen, verdammt reichen Elite, die Welt nun endgültig versklaven zu können.

Wie unter diesen Bedingungen die Marktwirtschaft noch sozial gestaltet werden soll, muss die Initiative allerdings erst einmal erklären. Immerhin können dann US-Konzerne vor Schattengerichten gegen Mindestlöhne sowie Arbeits- und Verbraucherschutzstandards klagen. Der Slogan ist neoliberale Propaganda auf niedrigstem Niveau, wobei die Initiative auch noch die bodenlose Frechheit besaß, eines der Plakate an der Aufmarschroute einer Anti-TTIP-Demo zu platzieren.

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Die Demonstration fand bereits am 23. April statt und konnte über 100.000 Menschen gegen TTIP, CETA und TISA mobilisieren. Das waren zwar nur halb so viele wie am 10. Oktober 2015 in Berlin, aber immerhin noch eine beachtliche Zahl von Leuten. Die Polizei und Massenmedien spielten die Teilnehmerzahl selbstverständlich auf 35.000 herunter. Inzwischen wird also nicht mehr halbiert, sondern gleich durch drei geteilt. Sonst ließe sich nicht mehr das Bild aufrechterhalten, TTIP wäre mehrheitsfähig.

Unter anderem behauptete Reinhold Festge erst kürzlich, die „schweigende Mehrheit“ der Bundesbürger befürworte das Freihandelsabkommen. Nur wenige Tage später wurde der Präsident des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau ausgerechnet durch eine Umfrage der wirtschaftnahen Bertelsmann-Stiftung Lügen gestraft. Rund 70% der Bevölkerung haben sich bereits mit TTIP beschäftigt und die große Mehrheit lehnt das Abkommen ab. Die 30% Uniformierte, die noch gar nicht abschätzen können, was da auf sie zukommt, kann man indes wohl kaum als Fürsprecher des Freihandelsabkommens zählen.

Würde die Bundesregierung das Volk über TTIP, CETA und TISA abstimmen lassen, wären diese Abkommen wohl endgültig vom Tisch. Die Demonstration war jedenfalls ein weiterer großer Erfolg im Kampf gegen alle drei Abkommen. In diesem Sinne: „Yes we can stop TTIP!“

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MINOLTA DIGITAL CAMERA

Ein roter Chevron zeigt nach links

Uns wird ja immer wieder vorgeworfen, wir würden die politische Linke außen vor lassen, wenn es um Okkultismus und elitäre Zirkel geht. Das stimmt einfach nicht. Tatsächlich bietet die linke Bewegung einfach nur wenig Angriffsfläche, während ihre Forderungen überwiegend vernünftig sind. Vor allem in den Bereichen Frieden, soziale Gerechtigkeit und Umweltschutz.

Dies gilt auch für die Europäische Linke (European Left), welche ein Zusammenschluss linker Parteien aus allen EU-Ländern ist. Ihr Logo ist allerdings, im Gegensatz zu denen der meisten nationalen Einzelparteien, sehr auffällig. Es zeigt einen roten Spitzwinkel als Teil eines Pentagramms und dazu weitere 9 fünfzackige Sterne.

Zumindest bei den 9 gelben Pentagrammen sollte klar sein, dass es sich um einen Teil der EU-Flagge handelt, welche nicht auf dem Mist der EL gewachsen ist. Der rote Winkel dürfte indes als Pfeil gemeint sein, der nach links zeigt. Erklärungsbedürftig ist jedoch, wieso dieser vermeintliche Pfeil ganz klar Teil eines Pentagramm ist, welches obendrein auch noch eine Öffnung aufweist. Laut Manly P. Hall ist ein derart offenen Pentagramm das Zeichen des „gespaltenen Hufes“.

Den meisten Mitgliedern der Europäischen Linken dürfte diese Bedeutung unbekannt sein, zumal jedes Mitglied einer nationalen Linkspartei automatisch auch Mitglied der EL ist. Den Politikern der EL pauschal vorzuwerfen, sie seien Satanisten, wäre daher eine ungeheuerliche Verleumdung. Zumindest der Designer des Logos, welcher wohl eher einer Werbeagentur als einer linken Partei angehört, wusste aber durchaus, was er tut. Immerhin hat er das Pentagramm mit dem Chevron in den Farben der Freimaurer gehalten. Die EL sollte sich ernsthaft überlegen, sich ein neues Logo zuzulegen und sich von etwaigen Logenbrüdern zu trennen.

European Left

Chevron 7 aktiviert – Eingehendes Wurmloch

Die Sternentore aus den „Stargate“-Serien haben 9 Chevrons, mit denen Toradressen zu anderen Planeten angewählt werden können. 7 werden für Reisen innerhalb einer Galaxie gebraucht, was in einem dreidimensionalen Koordinatensystem durchaus Sinn macht. Um die okkulte Zahl 9 zu rechtfertigen, wurde in der Serie „Stargate Universe“ das Antiker-Raumschiff Destiny eingeführt, welches mit dem neunten Chevron angewählt werden kann.

Stargate Wurmloch

Die Bezeichnung „Chevron“ ist natürlich von der V-Form abgeleitet.

Stargate Chevron

In Kombination mit dem Stargate-Symbol für die Erde, einem aufrechten Winkel, ergibt sich das Zeichen der Freimaurer. Bei einer Serie, in der es von altägyptischen Göttern und Pyramiden nur so wimmelt, sollte das nicht weiter überraschen.

SG Center Logo

Der Sternenflottenwinkel

In der „Star Trek“ Klassik-Serie trug die Crew der U.S.S. Enterprise einen Sternenflottenwinkel auf der Uniform, welcher die Zugehörigkeit zu den entsprechenden Abteilungen anzeigte. Da viele Raumfahrtagenturen, darunter die NASA und Roskosmos, einen ähnlichen Winkel benutzen, kursierte alsbald das Gerücht, dies sei auf Serienfans innerhalb der Raumfahrtagenturen zurückzuführen. Obwohl der Seriendesigner Michael Okuda tatsächlich einige Abzeichen für die NASA entwarf, ist diese Annahme jedoch falsch, da das spitze Chevron bereits vor dem Serienstart 1966 in Gebrauch war.

Der Umkehrschluss, dass sich „Star Trek“ bei der realen Raumfahrt bedient hätte, dürfte ebenfalls ein Trugschluss sein. Der Okkultismus scheint in beiden Fällen die Wurzel zu sein, da der spitze Winkel ein Teil des Pentagramms ist. Als Symbol der Kommandoebene im Sternenflottenlogo diente in der Kirk-Ära sogar ein fünfzackiger Stern.

Enterpriselogo

In der Klassik-Serie trug nur die Enterprise-Besatzung das Chevron. Die Crew der U.S.S. Huron hatte indes ein Chevron mit seitlichen Auswüchsen. Besatzungen anderer Raumschiffe trugen meist nur geometrische Figuren und das Sternenflottenkommando eine Blütenform.

Sternenflottenlogos 23 Jahrhundert

Ab dem ersten Kinofilm wurde das Logo der U.S.S. Enterprise für die gesamte Sternenflotte übernommen, wobei das Pentagramm der Kommandoebene auf alle Abzeichen übertragen wurde.

Sternenflotte

In den späteren Serien verschwand das Pentagramm und das Chevron erhielt immer neue Einfassungen.

Sternenflottenlogos 24 Jahrhundert

Zuletzt wurde das Sternenflottenlogo für die Prequel-Serie „Enterprise“ derart abgewandelt, dass es einen Übergang von den Logos realer Raumfahrtagenturen zum typischen Abzeichen der Sternenflotte darstellt.

Sternenflotte 2151

Bis in den letzten Winkel des Universums

Beim Logo der US-Raumfahrtagentur NASA muss man schon genau hinsehen, um das Chevron zu finden, dabei ist es eigentlich gut sichtbar platziert. Es ist lediglich stark verzerrt. Weitaus deutlicher ist da schon das Air Force Space Command mit Hauptsitz auf der Peterson Air Force Base (Colorado, USA). Das Logo dieses Hauptkommandos der US-Luftwaffe zeigt einen Pentagrammwinkel, welcher obendrein mit 7 Pentagrammen garniert ist.

Air Force Space Command

Das Air Force Research Laboratory hat ein ähnliches Logo, aber nur 5 Pentagramme.

Aif Force Research Lab

Beim AFRL Sensors Directorate sind es lediglich noch drei Pentagramme neben dem Chevron.

AFRL Sensors Directorate

Das Space Innovation & Development Center hat den V-Winkel mit Doppelblitzen eingerahmt.

Space Innovation & Development

Bei den diversen Schwadronen kommt ebenfalls überall der V-Winkel vor. Auffällig ist dabei, dass der Winkel oftmals das Raumfahrzeug darstellt. Angeblich soll es sich um die vereinfachte Darstellung eines Überschallflugzeugs handeln, was aber keineswegs alle Beispiele zufrieden stellend erklärt.

Space Test Squadron

45th Range Squadron

23d Space Operations

Space Squadrons

Ähnlich sieht es bei diversen NASA-Abzeichen für Spaceshuttle-Missionen aus. Bei dem folgenden Missionsabzeichen wird das Chevron auch gleich wieder vom Pentagramm abgeleitet.

Spaceshuttle Chevronpentagramm

Der typisch verzerrte NASA-Spitzwinkel findet sich ebenfalls bei einigen Missionen.

Spaceshuttle STS 135

Bei anderen Abzeichen muss man dagegen schon etwas genauer hinsehen oder das Patch drehen, um den Winkel zu erkennen.

Spaceshuttle Columbia blauer Winkel

Spaceshuttle gedreht

Und manchmal steckt der Teufel wirklich im Detail. Z.B. wenn eine Sternengruppe zu einem Chevron angeordnet ist.

Space Shuttle Programm

Das Chevron – Mehr als nur ein Winkel

von Joe Doe

Das Winkelmaß ist eines der wichtigsten Symbole in der Freimaurerei und einige Logenbrüder behaupten, den rechten Winkel bis auf altägyptische Gottheiten zurückführen zu können. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass das Winkelmaß ebenso wie Hammer und Zirkel auf die Werkzeuge der Dombauhütten zurückgeht. Das Winkelmaß gehört jedenfalls zu den so genannten Kleinodien der Freimaurerei, zu denen auch Senkblei, Wasserwaage usw. zählen. Dem Winkelmaß kommt bei alledem besondere Bedeutung zu, da es vom Stuhlmeister als Zeichen seiner Amtswürde getragen wird. Darüber hinaus bildet das Winkelmaß in Kombination mit dem Zirkel das Erkennungszeichen der Freimaurerei.

Wichard Lange (1826-1884)

Wichard Lange (1826-1884)

Symbolisch steht der rechte Winkel für Gewissenhaftigkeit sowie das Ausrichten des eigenen Handels nach Recht, Gerechtigkeit und Menschlichkeit. Die Freimaurer werden damit im wahrsten Sinne des Wortes dazu aufgefordert, Maß zu halten. Die angestrebte Freiheit von Eigennutz kann jedoch insbesondere bei Brüdern der Hochgradfreimaurerei keineswegs attestiert werden. Maß halten ist ein Ideal, welches in der Praxis oft durch Maßlosigkeit ersetzt wird.

Der Winkel hat aber noch weitaus mehr Bedeutungen, die weit über die Freimaurerei hinausgehen. Der Winkel mit der Spitze nach unten kann z.B. auch für den weiblichen Schoß stehen, wogegen der aufrechte Winkel folgerichtig ein Phallussymbol darstellt. Beispiele gibt es zuhauf in der Heraldik, wo der Winkel auch „Sparren“ genannt wird.

Winkel Sparren

Eine weitere Anwendungsmöglichkeit findet sich als Rangabzeichen beim Militär. Je höher der Rang, desto mehr Phallusse.

Militär Rangwinkel

Neben dem rechten Winkel gibt es noch V-förmige Winkel, wobei dieser Buchstabe selbst das beste Beispiel ist. Mit dem Winkelmaß der Freimaurer hat dies zwar nichts mehr zu tun, um ein okkultes Symbol handelt es sich aber dennoch. Abgeleitet ist das spitze Chevron vom Pentagramm.

Chevron Pentagramm

Seltsamerweise haben zahlreiche Raumfahrtbehörden ein V-förmiges Chevron als Logo. Angefangen bei der NASA, welche ein leicht verzerrtes rotes Chevron im Logo hat. Das Ganze natürlich auf blauem Grund mit weißer Schrift, womit hier mal wieder die Freimaurerfarben bedient werden.

NASA Logo

Das in Kalifornien gelegene Ames Research Center der NASA wird noch etwas deutlicher. Der V-Winkel im Logo des Forschungszentrums ist gut zu erkennen, diesmal jedoch in blau gehalten.

Ames Research Center

Bei den Russen, Indern und Chinesen sieht es nicht viel anders aus.

Roskosmos Logo

ISRO Logo

CNSA Logo

Es kursiert die scherzhafte Behauptung, dass es sich um eine Anlehnung an das Sternenflottenlogo aus „Star Trek“ handeln soll. Die Serie wurde jedoch erst ab 1966 ausgestrahlt, während die NASA bereits am 19. Juli 1958 gegründet wurde. Die japanische Raumfahrtagentur JAXA macht zudem noch einmal überdeutlich, dass das Chevron vom Pentagramm abgeleitet ist.

JAXA Logo

Die Identitäre Bewegung – Dürfen wir morgen noch Südfrüchte essen?

von Anton Nymous

Immer wieder wird Europa von Neofaschisten geplagt. Die Goldene Morgenröte macht in Griechenland Jagd auf Flüchtlinge, die ungarische Jobbik tyrannisiert Roma und die Swoboda hetzt ihre Todesschwadronen auf alle Russen, Kommunisten und Juden in der Ukraine. Gefährlich ist vor allem, dass letztere zwei auch starken politischen Einfluss ausüben. Die Jobbik dient dem ungarischen Orban-Regime als Steigbügelhalter und die Swoboda ist sogar direkt an der Regierung der Ukraine beteiligt.

In Deutschland sieht die Lage dagegen scheinbar etwas entspannter aus. Die NPD ist, mit Ausnahme von Mecklenburg-Vorpommern, aus allen größeren Parlamenten verdrängt und wird mit zunehmender Radikalisierung als Gefahr wahrgenommen. Ebenso haben die nächtlichen Spontanfackelmärsche der so genannten „Unsterblichen“ bei der Bevölkerungsmehrheit eher Gruselgefühle als Sympathien erzeugt. Dennoch ist die NPD im ländlichen Raum immer noch sehr stark und in zahlreichen Gemeinde- sowie Stadträten vertreten. Zudem ist ihr Nichteinzug in die ostdeutschen Landtage keineswegs ein Zeichen für einen Rückgang rassistischer Ressentiments, sondern geht vor allem auf das Konto der rechtspopulistischen AfD.

Die AfD bietet rassistische, islamfeindliche sowie homophobe Standpunkte in einer abgeschwächten Form und besetzt darüber hinaus auch andere Themen wie Kritik am Finanzystem. Damit hat sie beim rechten Wählerklientel größeren Zuspruch, denn bestimmte Bevölkerungsschichten fordern zwar einfache Lösungen, lehnen jedoch Gewalt ab. Man will die „Asylanten“ zwar loswerden, aber nicht gleich umbringen. Rechtspopulisten in Nadelstreifen machen zudem einen seriöseren Eindruck als Nazis in Bomberjacken.

Die AfD ist mit ihrem Auftreten dem französischen Front National nicht unähnlich. Es verwundert daher nicht weiter, dass einige AfD-Politiker wie der Thüringer Landtagsabgeordnete Björn Höcke mit einer weiteren rechten Gruppierung sympathisieren, die in Frankreich ihren Ursprung hat. Die Rede ist von der Identitären Bewegung, welche sich als völkische Graswurzelbewegung verkauft. Höcke geht mit seiner Sympathie für diese neue Rechte sogar so weit, dass er die AfD in dem rechtsnationalen Blatt Die Blaue Narzisse eine „identitäre Kraft“ nennt.

Die Themen der Identitären Bewegung sowie der AfD sind altbekannt und finden sich auch bei der NPD wieder. Vom „Verlust der eigenen Identität“ ist die Rede und natürlich werden die Gespenster von der Islamisierung Europas sowie der Zerstörung der Familie bemüht. Doch welche Identität wird hier eigentlich bedroht? Die des christlichen Abendlandes? Das Christentum kommt aus derselben Ecke wie der Islam und hat die ursprünglichen gallischen und germanischen Identitäten längst verdrängt! Zudem waren Frankreich, Deutschland und der Rest Europas schon immer fremden Einflüssen ausgesetzt. Angefangen bei den Römern und den Osmanen und selbstverständlich haben sich die Länder auch untereinander beeinflusst.

Unsere heutige Identität ist bereits multikulturell. Namen wie Gysi und Lafontaine zeugen z.B. noch heute von der Hugenottenimmigration. Der Straßenbau wurde von den Römern eingeführt und das Wort Straße stammt folgerichtig aus dem Latein. Selbst unsere Speisekarten sind multikulturell. Pizza kommt aus Italien, Nudeln aus China und selbst unsere urdeutschen Kartoffeln stammen tatsächlich aus Amerika. Wer fremde Einflüsse fürchtet, sollte außerdem dringend Bananen, Paprika, Pfeffer und andere Gewürze, Kaffee sowie Schokolade meiden.

Unsere Supermarktregale sind wahrhaftig überfremdet! Doch wen juckt das eigentlich? Offenbar nicht einmal die Identitären. Denen geht es nur um fremde Menschen. Natürlich sehen sie sich dabei jedoch keineswegs als Rassisten, sie sind laut eigenen Aussagen halt nur gegen Multikulti. Schon klar. Das Etikett „0% rassistisch, 100% identitär“ ist etwa so sinnfrei wie „0% homophob, 100% Jürgen Elsässers Meinung“.

Doch woher nehmen die Neurechten eigentlich ihren Fremdenhass? Gerade in Thüringen, wo Björn Höcke gegen Ausländer mobil macht, beträgt deren Anteil gerade einmal 1,8 %. Im Vergleich dazu ist der Anteil an Südfrüchten an jeder beliebigen Obsttheke größer.

Das Weltbild der Neurechten ist vollkommen irrational und ihre Bewegung lebt allein von der Angst vor allem Fremden. Doch was ist eigentlich fremd? Bereits in einer kleinen Stadt sind sich die meisten Menschen untereinander fremd, selbst wenn zu 99% alle deutsch sind. Die meisten werden sich auch immer fremd bleiben. Zum einen, weil es schwer fällt, innerhalb eines Lebens zehntausende oder gar Millionen Menschen kennen zu lernen. Deshalb sind rechte Gedanken wohl auch vor allem im ländlichen Raum präsent, weil in kleinen Dörfern jeder jeden kennt.

Zum anderen will gewiss auch nicht jeder jeden kennen lernen. Dazu sind die Menschen viel zu unterschiedlich, denn wir alle haben unsere persönliche Identität. Und da wären wir auch schon bei der unnatürlichen nationalen Identität. Diese ist schon allein deswegen schwachsinnig, weil jedes Land bereits in sich multikulturell ist. In Deutschland gibt es dutzende Dialekte, regionale Traditionen, kulturelle Unterschiede und ethnische Minderheiten wie Friesen und Sorben.

Die Forderung der Identitären, alles Multikulturelle aus Deutschland (bzw. Frankreich usw.) zu entfernen, ist also ein Angriff auf unsere Lebensweise! Das letzte Mal, dass in Deutschland alle Menschen kulturell gleichgeschaltet wurden, war im 3. Reich. Dabei hatte die Monokultur der Nazis selbst eher wenig mit deutschen Traditionen gemeinsam.

Der Faschismus wurde aus Mussolinis Italien importiert, wobei das Wort vom Lateinischen Fasci (dem Rutenbündel) abgeleitet ist. Ein Großteil der Symbolik des 3. Reiches, wie z.B. der Reichsadler und einige Aspekte der Architektur, waren ebenfalls bei den alten Römern abgeschaut. Der esoterisch-okkulte Hokuspokus wurde indes vor allem aus Indien und Tibet entlehnt. Das Einzige, was überhaupt von den alten Germanen übernommen wurde, waren die Runen und Sonnenwendfeiern.

In gewisser Weise waren also auch die Nazis multikulturell, wobei sie jedoch erheblichen Missbrauch mit fremden Kulturen betrieben und aus diesem verfremdeten Gemisch ihr abartiges Weltbild zusammenrührten. Die Identitäre Bewegung setzt diese Tradition ungebremst fort. Sie geben zwar vor, eine deutsche Monokultur schützen zu wollen, die es überhaupt nicht gibt, aber ihr Weltbild ist einmal mehr von fremden Einflüssen durchsetzt.

Ein Beispiel gefällig? Die Identitären treten überall mit selbst gebastelten Pappschilden auf, welche den griechischen Buchstaben Lambda tragen. Damit spielen sie auf die Spartaner an, welche fremde Einflüsse mit Gewalt bekämpften und so angeblich ihre Identität beschützten. Doch sollte man sich an den Spartanern ein Beispiel nehmen? Zum einen läuft dies dem Zweck der Identitären Bewegung zuwider. Denn wenn sich fremdenfeindliche Franzosen und Deutsche auf einen griechischen Volksstamm berufen, öffnen sie sich damit gerade den fremden Einflüssen, vor denen sie sich angeblich schützen wollen.

Zum anderen waren die Spartaner ziemlich grausam und selbst gegenüber ihrem eigenen Volk äußerst barbarisch. Schwächliche und kränkliche Neugeborene bekamen überhaupt keine Chance, sich zu beweisen, sondern wurden außerhalb der Siedlungen ausgesetzt und dem Tod überlassen. Das sind ausgerechnet die Traditionen, auf die zivilisierte Menschen tatsächlich verzichten sollten. Sich anderen Kulturen zu öffnen, heißt nämlich nicht, diese unkritisch zu übernehmen.

Diese Grenzen ziehen die Neurechten aber gar nicht erst. Statt z.B. den Islamismus, der gerade im Norden von Syrien und dem Irak wütet, als Problem zu benennen, wollen die Identitären den Islam als Ganzes aus Europa verbannen. Wie die Spartaner kippen sie das Kind gleich mit dem Bade aus. Entsprechend tönt es: „Das ist kein Manifest, sondern eine Kriegserklärung!“ Krieg? Etwa so wie in der Ukraine?

Differenziertes Denken sucht man bei den Neurechten jedenfalls vergeblich. Ebenso wie ein Bekenntnis zu Freiheit und Demokratie. Für den Islam müssen Länder, in denen die Religionsfreiheit gesetzlich garantiert ist, selbstverständlich offen sein. Dies gilt natürlich nicht für Schariapolizisten und islamistische Terrorkämpfer, da diese wiederum selbst eine Gefahr für die Religionsfreiheit darstellen. Wir müssen weder alles willkommen heißen, noch alles bekämpfen. Wir müssen einfach nur lernen, zu unterscheiden.

Genau das machen die Identitären aber nicht. Im Gegenteil, sie bekämpfen harmlose Moslems und andere Migranten, während sie kindermordende Spartaner glorifizieren. Damit unterscheiden sie sich weit weniger von radikalen Islamisten, als ihnen selbst bewusst ist. Wie dumm kann man nur sein?

Bei näherer Betrachtung gewinnt man ohnehin den Eindruck, dass die Identitären sich nicht wirklich für die historischen Spartaner interessieren, sondern einfach nur zu oft den Film „300“ gesehen haben. Ein Hollywoodkracher übrigens, der faschistische Denkweisen fördert und dabei nur so vor freimaurerischer Symbolik strotzt. Da freut sich der Baphomet.

Szene aus "300"

Szene aus „300“

Und damit wären wir dann auch schon beim Kernpunkt der Identitären Bewegung. Zwar gibt sich diese als Graswurzelbewegung aus und tatsächlich wurden wohl einige Gruppen von Trittbrettfahrern gegründet. Doch wie konnte sich die Bewegung so schnell organisieren und woher nimmt sie die finanziellen Mittel für ihre professionellen Propagandamaterialien?

Wie eingangs erwähnt genießen sie bereits die Unterstützung von wohlhabenden Politikern aus dem französischen Front National und der deutschen AfD. Die Identitären sind also keineswegs eine unabhängige Bewegung aus der Bevölkerung heraus, sondern werden zentral gesteuert und finanziert. Passend dazu finden sich bei ihnen, wie bereits bei der AfD, die typischen Freimaurersymbole. Das Lambda mag zwar ein griechischer Buchstabe sein, aber es ist gleichzeitig auch ein freimaurerischer Winkel.

Lambda

Hinzu kommt eine immer wiederkehrende Sonnensymbolik, welche mit dem Lambda gekoppelt wird. Dabei nimmt der griechische Buchstabe neben der Funktion als Winkel zusätzlich die Funktion einer Pyramide ein, über der die Sonne aufgeht. Deutlicher kann man eigentlich nicht werden.

Identitäre Sonne

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass im Falle der Identitären Bewegung wieder einmal elitäre Kreise versuchen, die Menschen gegeneinander auszuspielen. Teile und herrsche! Dabei sollten die Menschen statt Angst vor Überfremdung eher Angst vor der nächsten Rezession haben. Der Feind kommt nicht von außen, sondern sitzt in den Finanzzentren dieser Welt.

Die nationalen Identitäten wurden uns indes von oben aufgezwungen, um uns auseinander zu dividieren. Ganz so, wie man in einem Strategiespiel den Computerfiguren verschiedene Farben gibt, um sie dann gegeneinander kämpfen zu lassen. Die Neurechten haben vor lauter kollektivem Nationalgeist ihre persönliche Identität als Mensch vergessen. Wir sind alle einzigartige Individuen und ein Afrikaner oder Asiat kann einem Europäer weit weniger fremd sein, als ein anderer Europäer. Was wir als fremd wahrnehmen, hängt nämlich allein von den persönlichen Interessen und Gefühlen ab. In diesem Sinne sind wir froh, dass uns das rassistische Weltbild der Identitären völlig fremd ist!