Die Anthroposophische Gesellschaft – Rudolf Steiners Esoteriktruppe

von Shinzon

Der Begriff Anthroposophie setzt sich aus den beiden altgriechischen Wörtern ánthrōpos für „Mensch“ und sophίa für „Weisheit“ zusammen. Es handelt sich bei dieser esoterischen Strömung um eine Abspaltung von der Theosophie, welche von Rudolf Steiner begründet wurde.

Steiner wurde am 27. Februar 1861 in Donji Kraljevec (damals Kaisertum Österreich, heute Kroatien) geboren und stammte aus einfachen Verhältnissen. Er behauptete, bereits als Kind hellsichtige Fähigkeiten gehabt zu haben und interessierte sich daher schon früh für Esoterik. Die heilige Geometrie hatte es ihm ebenfalls angetan. Nach seinem Realschulabschluss bekam er ein Stipendium, welches ihm erlaubte, von 1879 bis 1883 an der Technischen Hochschule von Wien Mathematik und Naturwissenschaften auf Lehramt zu studieren. In dieser Zeit knüpfte er Kontakt zum Freimaurer und Theosophen Friedrich Eckstein (1861-1939), welcher ihn mit den Lehren Helena Blavatskys (1831-1891) bekannt machte.

Mit Ablauf des Stipendiums gingen Steiner die finanziellen Mittel aus, weshalb er das Studium ohne Abschlussexamen beenden musste. Er siedelte daraufhin nach Deutschland über, wo sein Versuch einer Dissertation an der Universität Jena 1884 jedoch ebenfalls scheiterte. Sieben Jahre später reichte er an der Philosophischen Fakultät der Universität Rostock eine 48-seitige Schrift mit dem Titel „Die Grundfrage der Erkenntnistheorie mit besonderer Rücksicht auf Fichte’s Wissenschaftslehre: Prolegomena zur Verständigung des philosophierenden Bewußtseins mit sich selbst“ ein und promovierte in einer mündlichen Prüfung am 23. Oktober 1891 zum Doktor der Philosophie.

Nebenher interessierte sich Rudolf Steiner vor allem für Johann Wolfgang von Goethe und gab von 1882 bis 1897 dessen naturwissenschaftliche Schriften heraus. Nachdem er sich bis 1890 als Hauslehrer über Wasser hielt, wurde er als Goetheforscher an das Weimarer Archiv berufen. Sein Faible für den Freimaurer und Illuminaten Goethe sollte sich wie ein roter Faden durch Steiners gesamtes Lebenswerk ziehen.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts hatte Rudolf Steiner auch engen Kontakt mit Elisabeth Förster-Nietzsche (1846-1935), der Schwester des damals schon geistig umnachteten Friedrich Nietzsche (1844-1900). Er beschäftigte sich eingehender mit den Werken Nietzsches und traf diesen am 22. Januar 1896 auch persönlich. Nach einem Eklat um die Herausgeberschaft von Nietzsches Werken brach Steiner jedoch mit der Schwester und prangerte ihre zweifelhaften Machenschaften an. Mit ihren eigenwilligen Interpretationen der Werke ihres Bruders wurde Elisabeth Förster-Nietzsche zudem zu einer Vordenkerin der Nazibewegung.

Zu Steiners drittem wichtigen Einfluss sollte sich schließlich die inzwischen verstorbene Helena Blavatsky entwickeln. Kurz vor seinem Aufstieg in deren Theosophischer Gesellschaft heiratete Rudolf Steiner 1899 die verwitwete Anna Eunike (1853–1911), die er bereits aus Wien kannte. Als Student hatte er bei ihr und ihren fünf Kindern aus erster Ehe gewohnt, womit er sich sowohl privat als auch ideologisch wieder seinen Jugendjahren zuwandte.

Rudolf Steiner

Im September 1900 hielt er je einen Vortrag über Nietzsche und Goethe in der Theosophischen Bibliothek des Grafen Cay Lorenz von Brockdorff (1844-1921). Die Theosophen nahmen seine Vorträge derart positiv auf, dass er gleich noch eine 26-teilige Vortragsreihe mit dem Titel „Die Mystik“ anschloss, welche er bis April 1901 abhielt. Stand Steiner den Theosophen als Religionskritiker zunächst noch skeptisch gegenüber, konnte er nun dank ihnen gut von seinen Vorträgen leben.

1902 gründete sich eine deutsche Sektion der Theosophischen Gesellschaft, doch die deutschen Theosophen konnten sich auf keinen Vorsitzenden einigen. Als Kompromiss ernannten die Mitglieder schließlich Rudolf Steiner zum Generalsekretär. In dieser Funktion gab er auch die deutsche Ausgabe der theosophischen Zeitschrift „Lucifer Gnosis“ heraus. Zwei Jahre später erschien dann sein erstes Buch „Theosophie“, in dem er mit dem für Okkultisten üblichen Lehrer-Schüler-Verhältnis brach und sich für die selbstbestimmte Erkenntnisleistung aussprach.

Lucifer Gnosis

Steiner wich auch in einigen weiteren Punkten von den theosophischen Lehren ab. Zum einen sprach er dem Ego eine zentrale Bedeutung in der spirituellen Entwicklung zu, während das Ego in der Esoterik gemeinhin als zu überwindendes Übel gilt. Zum anderen weigerte sich Steiner, in Jesus einfach nur einen hoch entwickelten Menschen bzw. aufgestiegenen Meister zu sehen. Stattdessen betonte er die Einmaligkeit und Einzigartigkeit von Jesus.

Der Konflikt war also vorprogrammiert und verschärfte sich mit Steiners nächstem Buch. 1910 fasste er seine esoterischen Lehren in der Schrift „Die Geheimwissenschaft im Umriss“ zusammen, welche sich hauptsächlich um abendländische Themen wie die christliche Hierarchienlehre drehte. Steiner nahm zwar auch viele fernöstliche Elemente der Theosophie in sein Weltbild auf, betrachtete Themen wie Reinkarnation und Karma jedoch aus einer wissenschaftlichen Perspektive.

In sich war Rudolf Steiner ein sehr widersprüchlicher Mensch, der Christentum, Okkultismus, wissenschaftlichen Rationalismus und das irrationale Rosenkreuzertum miteinander zu verbinden versuchte. Sogar dem sexualmagischen Ordo Templi Orientis gehörte er an. Über den OTO freundete sich Steiner mit Theodor Reuß (1855-1923) an, dessen Orden der alten Freimaurer vom Memphis- und Misraïm-Ritus er nicht nur angehörte, sondern ihn als Souveräner General-Großmeister von 1906 bis 1914 auch leitete.

Rudolf Steiner war damit in so ziemlich jeder bedeutenden Geheimgesellschaft dieser Zeit, doch in der Theosophischen Gesellschaft fühlte er sich zunehmend unwohl. Bereits 1907 zerstritt er sich mit Annie Besant (1847-1933), nachdem diese behauptete, die Mahatmas (Meister der Weisheit) wären am Totenbett von Blavatskys Nachfolger Henry Steel Olcott (1832-1907) erschienen und hätten sie als seine Nachfolgerin auserkoren. Hatte Steiner zuvor noch ein positives Verhältnis zu Besant, ging ihm die Machtergreifung der 33°-Freimaurerin definitiv zu weit.

Annie Besant mit den Freimaurerinsignien des 33. Grades.

Annie Besant mit den Freimaurerinsignien des 33. Grades.

Zunächst trennte er seine eigene esoterische Schule von der Theosophischen Gesellschaft, wodurch sich die deutschen Sektionen und Logen weiter von der Muttergesellschaft entfremdeten. Der endgültige Bruch kündigte sich an, nachdem einige führende Theosophen um Charles Webster Leadbeater (1847-1934) im Jahre 1911 den damals 16-Jährigen Jiddu Krishnamurti (1895-1986) als kommenden Weltlehrer Maitreya propagierten und ihn als Reinkarnation von Jesus verkauften. Steiner lehnte den Kult um Krishnamurti sowie dessen Order of the Star in the East ab und forderte Annie Besant zum Rücktritt auf. Selbstverständlich blieb sie Präsidentin der Theosophischen Gesellschaft und setzte ihren Kurs weiter fort.

Rudolf Steiner gründete daraufhin am 28. Dezember 1912 in Köln seine eigene Anthroposophische Gesellschaft, zu der rund 2.500 deutsche Theosophen überliefen. Binnen eines Jahres kamen über 1.000 weitere Mitglieder hinzu. Es spielte also schon fast keine Rolle mehr, als die Theosophische Gesellschaft am 7. März 1913 ihre ehemals von Steiner geleitete deutsche Sektion offiziell auflöste. An ihre Stelle trat eine erneuerte deutsche Sektion unter Leitung von Wilhelm Hübbe-Schleide (1846-1916).

Privat ging Steiner ebenfalls neue Wege, indem er am 24. Dezember 1914 seine zweite Frau Marie von Siver (1867-1948) heiratete. Sie hatte bereits einige Hauptrollen in seinen Mysteriendramen gespielt, welche zwischen 1910 und 1913 in München uraufgeführt wurden. Wie er gehörte sie dem Ordo Templi Orientis und dem Memphis-Misraïm-Ritus an, welcher auch Frauen zugänglich war. Den Betrieb der Loge stellte Steiner jedoch im Jahr seiner Heirat ein, um sich gemeinsam mit Marie auf die Anthroposophie zu konzentrieren.

Marie Steiner war dabei vor allem an der Entwicklung der Eurythmie beteiligt, einer esoterischen Tanz- und Bewegungskunst, mit der sie sich schon seit 1907 beschäftigte. Außerdem leitete sie den 1908 von ihr gegründeten Philosophisch-Theosophischen Verlag ab 1913 unter dem Namen Philosophisch-Anthroposophischer Verlag weiter. 1923 verlegte sie ihren Verlag von Berlin ins schweizerische Dornach, welches inzwischen zum Zentrum der Anthroposophie geworden war.

1913 wurde dort das erste Goetheanum gebaut, welches als Hauptsitz und Veranstaltungsstätte diente. In der Silvesternacht 1922/1923 wurde es jedoch von einem Unbekannten in Brand gesteckt. Erst 1928 wurde schließlich das zweite Goetheanum errichtet, welches bis heute der Hauptsitz der Anthroposophischen Gesellschaft ist.

Erstes Goetheanum

Zweites Goetheanum

Von Dornach aus verbreitete Steiner nicht nur seine esoterischen Lehren, sondern nahm auch Einfluss auf die Politik. Erste Kontakte knüpfte er bereits vor Ausbruch des 1. Weltkrieges, insbesondere in konservative und nationalistische Kreise. Eben diese Kreise erfanden nach Kriegsende allerhand Verschwörungstheorien, mit denen die Schuld am verlorenen Krieg auf politische Gegner abgewälzt werden sollte. Steiner beteiligte sich 1919 mit einer Broschüre an dieser Diskussion, welche den Titel „Die Schuld am Kriege“ trug.

Darüber hinaus finanzierte er eine verschwörungstheoretische Schrift des Ariosophen Karl Heise (1872-1939), in welcher dieser den Juden, Freimaurern und Theosophen die Schuld am Krieg und dessen Verlauf gab. Steiner schrieb sogar eine Einleitung für das Pamphlet, auf welches sich später auch die Nazis beriefen. Nun mag es noch einleuchten, dass Steiner nach dem Bruch mit den Theosophen diesen eine reinwürgen wollte. Aber warum unterstützte er als Freimaurer und Rosenkreuzer eine Schrift, welche sich gegen die Freimaurerei richtete? Und was hatte er für ein Problem mit den Juden? Im Gegensatz zu Hitlers Vorgeschichte ist aus Steiners Lebenslauf nicht ablesbar, wieso er sich plötzlich mit Antisemiten umgab.

Es scheint fast so, als hätten die Freimaurer sich absichtlich selbst zum Teil antisemitischer Verschwörungstheorien gemacht, um später Kritiker mit der Antisemitismuskeule mundtot zu machen. In jedem Falle sind Rudolf Steiners diesbezügliche Ambitionen ein weiteres Beispiel für den in der Hochgradfreimaurerei grassierenden Antisemitismus. Karl Heise bezeichnete sich derweil zwar als Anti-Freimaurer, war allerdings selbst ein Okkultist und aus den Reihen der Ariosophen hatte sich gerade in dieser Zeit die Thule-Gesellschaft entwickelt, welche ihrerseits stark freimaurerische Züge trug.

Als wären diese Abgründe nicht schon gruselig genug, nahm der antisemitische Esoterikquerfrontler Rudolf Steiner mit seiner Waldorfpädagogik Einfluss auf die schulische Bildung ganzer Generationen. Die erste Schule nach seinem Modell war die 1919 in Stuttgart eröffnete Betriebsschule der Waldorf-Astoria-Zigarettenfabrik. Der Name der heute weltweit verbreiteten Waldorfschulen geht also auf eine Kippenmanufaktur zurück und ihr Begründer Emil Molt (1876-1936) verdiente sein Geld mit Gift. Selbstverständlich war Molt ebenfalls Theosoph und später Anthroposoph, weshalb es für ihn kein Problem war, die Kinder seiner Angestellten auch mental zu vergiften.

Die esoterische Erziehung verbreitete sich rasant. So wurden Waldorfschulen und –kindergärten nicht nur in Deutschland, sondern auch im Ausland gegründet. Bereits nach einem Jahr entstand ein Kindergarten in Warschau, 1928 folgten Schulen unter anderem in Basel, Budapest, London, Lissabon und New York. In Deutschland erfolgte während der Nazizeit ein Rückschlag, nachdem das Kultusministerium 1934 den Beschluss fasste, in den Waldorfschulen keine ersten Klassen mehr zuzulassen. 1935 wurde schließlich die Anthroposophische Gesellschaft in Deutschland verboten, woraufhin sich sechs Schulen freiwillig auflösten. Die verbliebenen Schulen wurden bis 1941 geschlossen.

Die Nazis kritisierten jedoch nicht den esoterischen Unfug, welcher in den Waldorfschulen gelehrt wurde, denn davon hatten sie selbst genug auf dem Lehrplan stehen. Steiners Lehren hatten sogar sozialdarwinistische Züge, die den Nazis sicherlich gefallen hätten. Das einzige Problem, was sie mit der Anthroposophie hatten, war der darin gelebte Individualismus, welcher dem kollektiven Geist des Faschismus entgegen stand. Ansonsten standen sich Anthroposophen und Nazis eigentlich recht nahe, was sich auch in einem Brief führender Anthroposophen an Hitler zeigte, in welchem diese auf Steiners arische Herkunft verwiesen.

Der Konkurrenzkampf der Ariosophen gegen die Anthroposophen endete erst mit dem Sturz des Naziregimes durch die Alliierten. Dafür kam es jedoch alsbald zu einem Konkurrenzkampf unter den Anthroposophen. Ausgangspunkt war die Witwe Rudolf Steiners, der seine irdische Hülle bereits am 30. März 1925 abgelegt hatte. 1943 gründete Marie Steiner die Rudolf-Steiner-Nachlassverwaltung, der sie am 1. Dezember 1947 sämtliche Rechte an den Werken ihres verstorbenen Mannes übertrug.

Nach ihrem eigenen Ableben am 27. Dezember 1948 brach schließlich ein Rechtsstreit zwischen der Anthroposophischen Gesellschaft und der Rudolf-Steiner-Nachlassverwaltung aus. Letztendlich siegte vor Gericht die Nachlassverwaltung, woraufhin die Gesellschaft bis ins Jahr 1968 alle Werke Steiners aus der Buchhandlung des Goetheanums verbannte.

In den 1960ern fanden die Anthroposophen allgemein wieder zueinander. So schlossen sich die 1935 abgespaltenen Landesgesellschaften in Holland und England in den Jahren 1960 und 1963 wieder an. Dornach wurde mit seinem Goetheanum wieder zum weltweiten Zentrum der Anthroposophen.

Die Waldorfschulen feierten kurz darauf ebenfalls eine neue Blütezeit. Bereits nach dem Ende des 2. Weltkriegs kam es umgehend zu Wieder- und Neugründungen in Deutschland. Zu einem regelrechten Boom kam es jedoch erst in den 1970ern. Die Waldorfschulen breiteten sich in dieser Zeit weltweit aus. Bis 2015 entstanden 1.063 Schulen in 60 Ländern sowie rund 2.000 Waldorfkindergärten.

Angesichts der Lehrinhalte ist diese Entwicklung jedoch äußerst bedenklich. Kern der Waldorfpädagogik ist nämlich das anthroposophische Menschenbild, demnach der Mensch nicht nur einen physischen Körper, sondern auch einen Astralkörper, einen Ätherkörper und ein Über-Ich besitzt. Diese drei Körper können natürlich nur übersinnlich wahrgenommen werden.

Nun ist ja wirklich nichts gegen ein ganzheitliches Weltbild einzuwenden, in dem der Mensch eine unsterbliche Seele hat. Angesichts der zahllosen Berichte über außerkörperliche sowie Nahtoderfahrungen sollte die Wissenschaft sich durchaus ernsthaft mit diesem Themenbereich beschäftigen. Wozu der Mensch aber noch einen Ätherleib braucht, der laut Steiner angeblich mit dem Zahnwechsel geboren wird, oder einen Astralleib, der sich während der Pubertät bilden soll, ist keine Frage der Wissenschaft mehr. Das ist esoterischer Unfug vom Feinsten und es sollte verboten werden, derartiges an Schulen zu unterrichten.

Natürlich gibt es an Waldorfschulen auch reguläre und pragmatische Fächer, doch dazwischen tauchen immer wieder Fächer wie Eurythmie auf. Esoterik hat genauso wie die biblische Schöpfungslehre nichts auf dem Lehrplan zu suchen. Schule sollte Wissen vermitteln und keinen Glauben! Natürlich gibt es da noch christliche und jüdische Schulen, die in diesem Punkt auch nicht wirklich besser sind. Nach dem Gleichbehandlungsgrundsatz kann man nicht die einen verbieten und die anderen erlauben. Allerdings sollten Eltern sich gut überlegen, ob sie ihre Kinder an einer Waldorfschule mit anthroposophischen Esoterikmumpitz indoktrinieren lassen.

Hinzu kommen immer wieder Rassismusvorwürfe gegen Waldorfschulen. Offiziell hat sich der Bund der Freien Waldorfschulen e.V. zwar gegen Rassismus, Diskriminierung und Nationalismus ausgesprochen. Einer 1996 in Auftrag gegebenen Untersuchung der niederländischen Anthroposophischen Gesellschaft mit dem Titel „Anthroposophie und die Frage der Rassen“ zufolge, wären jedoch 12 Aussagen Rudolf Steiners heute in den Niederlanden strafbar und 50 weitere könnten diskriminierend verstanden werden. Eine Abkehr von ihrem Gründer kommt für die Anthroposophen dennoch nicht in Frage.

Auffällig ist auch das Vorgehen des Bundes der Freien Waldorfschulen gegen kritische Berichterstattung. Teilweise kam es schon vorab zu Gerichtsverfahren, Gegendarstellungsbegehren und Unterlassungsansprüchen. Konsequente Schritte erfolgten dagegen erst nach kritischen Berichten, wie z.B. die Verbannung des rassistischen Buches „Atlantis und das Rätsel der Eiszeitkunst“ des Anthroposophen Ernst Uehli (1875-1959) aus den Schulbibliotheken, nachdem dieses 1998 auf einer Literaturliste für Waldorflehrer entdeckt worden war.

Neben der Waldorfpädagogik hinterließ Rudolf Steiner der Welt auch seine anthroposophische Medizin. Diese bezieht Astral- und Ätherleib in die Behandlung ein und trägt stark homöopathische Züge. Obwohl es sich um eine absolute Pseudowissenschaft handelt, genießt die anthroposophische Medizin in Deutschland seit 1978 den Status einer „besonderen Therapierichtung“. Ein Wirksamkeitsnachweis ist daher für anthroposophische Arzneien nicht zwingend erforderlich.

Wenn das mal kein Lobbyismus für die Weleda AG ist. Diese Pharmafirma wurde 1921 von Anthroposophen gegründet und vertreibt seitdem allerhand homöopathische Mittelchen sowie Naturkosmetik. Der Hauptsitz der Weleda AG befindet sich im schweizerischen Arlesheim, keine 3 Kilometer von Dornach entfernt, wo das Goetheanum steht. Das Umfeld von Basel ist ohnehin ein esoterischer Hot Spot, welcher sonst nur noch von London übertroffen wird.

Das erste anthroposophische Gemeinschaftskrankenhaus wurde allerdings 1969 im deutschen Herdecke (NRW) gebaut. Gründer war der anthroposophische Arzt Dr. Gerhard Kienle (1923–1983). Das Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke besitzt zahlreiche schulmedizinische Abteilungen, darunter eine Intensivstation und Chirurgie. Neben dem umfangreichen schulmedizinischen Angebot, welches von Geburt bis Tod reicht, werden allerdings auch esoterische Praktiken wie Heileurythmie angeboten. Es ist geradezu ironisch, dass es auch eine psychiatrische Abteilung gibt.

Geld lässt sich natürlich nicht nur auf dem Gesundheitsmarkt verdienen. Seit 1974 sind die Anthroposophen auch im Finanzsektor aktiv. In diesem Jahr wurde von Gisela Reuther, Wilhelm Ernst Barkhoff (1916-1994), Albert Fink und Rolf Kerler die GLS-Genossenschaftsbank gegründet. 2003 übernahm diese die Geschäfte der Ökobank, welche in finanzielle Schwierigkeiten geraten war, und 2008 schluckte sie außerdem die Münchner IntegraBank.

Das Konzept der Gemeinschaftsbank für Leihen und Schenken, welche 2009 Gründungsmitglied der Global Alliance for Banking on Values war, ist dabei gar nicht mal so verkehrt. So finanziert die GLS weder Atomkraft, Gentechnik und Rüstung noch Drogen wie Alkohol und Tabak oder Unternehmen, die auf Kinderarbeit und Tierversuche setzen.

Alles in allem ist die GLS eine äußerst ethisch agierende Bank, deren Kunden selbst mitbestimmen können worin ihr Geld angelegt wird. Die über 11.000 Unternehmen und Projekte, die jährlich finanziert werden, sind aber auf jeden Fall in Branchen wie ökologische Landwirtschaft, regenerative Energien, nachhaltiges Bauen, Kultur, Gesundheit, Altenpflege und Behinderteneinrichtungen angesiedelt. So weit so gut. Allerdings werden auch freie Schulen und Kindergärten finanziert. Es sollte klar sein, dass damit vorrangig Waldorfeinrichtungen gemeint sind. Die GLS trägt also auch zur Verbreitung der anthroposophischen Esoterik bei.

Des Weiteren engagiert sich die GLS beim Thema Klimahysterie und ist vom Programm Stop Climate Change zertifiziert. Ferner ist sie Partner des World Future Council, welches stark vom Club of Rome durchsetzt ist. Zu den Ratsmitgliedern des WFC gehörten 2014 u.a. die Club of Rome Mitglieder Hans-Peter Dürr (1929-2014), Manfred Max-Neef und Vandana Shiva. Die Nähe zur Anthroposophenbank macht das World Future Council nicht unbedingt sympathischer, denn mit diesen Verbindungen geht das ganze schon wieder stark in Richtung einer esoterischen neuen Weltordnung.

Ethik, Menschenrechte und Globalisierungskritik sind ohne Frage positiv besetzt, doch gerade das macht sie zu einer geeigneten Fassade für esoterische Heilsbringer. Die Anthroposophen haben diese Taktik bestens verstanden und in ihr Gesamtkonzept integriert. Wie schon ihr Schöpfer Rudolf Steiner benutzen sie fernöstliche, christliche und humanistische Elemente, doch hinter dieser Maske verbergen sich obskure Esoterik und finsterer Okkultismus. Wirklich überraschend ist dies jedoch nicht, da die Anthroposophische Gesellschaft eine Abspaltung der Theosophischen Gesellschaft ist. Teilweise haben Rudolf Steiner und seine Anhänger sogar die rassistischen Ideen von deren Gründerin Helena Petrovna Blavatsky übernommen und wie die Theosophen pflegen auch die Anthroposophen enge Verbindungen zur Hochgradfreimaurerei und zum Rosenkreuzertum.

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Kein Antichrist ohne falschen Propheten

von Anton Nymous

Während der Antichrist als weltlicher Herrscher beschrieben wird, dem die Rolle des Regierens zufällt, soll es sich beim falschen Propheten um einen Verkünder der neuen luziferischen Weltreligion handeln. Er soll als religiöser Lehrer die Arbeit des Antichristen unterstützen und dessen Wertesystem in der Bevölkerung verbreiten.

Es gibt zwar durchaus auch die Meinung, dass der Antichrist und der falsche Messias ein und dieselbe Person sind, aber dem widersprechen viele Okkultisten. Zum Beispiel tritt in „Batman – The Dark Knight Rises“ Bane als falscher Prophet auf, der die Massen aufwiegelt, während im Hintergrund Miranda die politischen Fäden zieht. Weiterhin bilden der Antichrist und der falsche Prophet zusammen mit Satan ein Gegenmodell zur göttlichen Dreieinigkeit, was ebenfalls für ein Duo, bzw. ein Trio spricht.

Dem entgegen steht eine angebliche Äußerung von Jesus, der vor einer Vielzahl falscher Propheten gewarnt haben soll. Wenn man einen falschen Propheten derart interpretiert, dass er Menschen in die Irre führt, könnte Jesus damit sogar richtig gelegen haben. Allerdings musste er für diese Erkenntnis nicht einmal ein Hellseher sein, denn falsche Propheten gab es bereits zu seinen Lebzeiten nicht zu knapp.

In der Regel handelt es sich bei falschen Propheten um schlichte Abzocker, die ihr Geld mit Zaubertricks, Wunderheilungen und falschen Heilsversprechen verdienen. In unserer heutigen Zeit finden sich solche Scharlatane nahezu auf jedem Kontinent und nicht nur, wie man vielleicht annehmen könnte, in vorindustriellen Gesellschaften. In Indien sind derartige Betrüger besonders weit verbreitet und genießen zuweilen den Status eines Gurus.

Gurus sind die nächste Kategorie von falschen Propheten. Im Gegensatz zu einzelgängerischen Trickbetrügern handelt es sich bei einem Guru jedoch um den Anführer eines Kultes oder einer Sekte. Die Vielfalt solche Gruppierungen ist immens und reicht von christlichen Splittergruppen über esoterische Gesellschaften bis hin zu UFO-Sekten.

Falsche Propheten gibt es also wie Sand am Meer. Dennoch genießt der Begleiter des Antichristen einen Sonderstatus. Er soll nicht als Guru einer kleinen Freakshow daher kommen, sondern wie bereits erwähnt als Verkünder einer neuen Weltreligion. Einige Sekten wie $cientology streben zwar nach Weltherrschaft, doch ein toter L. Ron Hubbard taugt nicht unbedingt für die Rolle des falschen Propheten. Er ist und bleibt nur ein Guru.

Wer könnte also als falscher Prophet infrage kommen? Im Internet kursiert schon seit geraumer Zeit ein Name, den der schottische Theosoph Benjamin Creme 1974 erstmalig in Umlauf gebracht hat. Gemeint ist der Maitreya, welcher bereits unter uns weilen und sich Creme zufolge in London aufhalten soll.

Nun ist Maitreya keineswegs eine Erfindung der Neuzeit, sondern im Buddhismus schon seit über 2.500 Jahren bekannt. Es handelt sich um einen so genannten Weltlehrer, der vom ersten Buddha Siddhartha Gaumata als zukünftiger Buddha angekündigt wurde. Der Maitreya ist in seiner ursprünglichen Bedeutung also keineswegs ein falscher Prophet, sondern das buddhistische Äquivalent des wiedergekehrten Jesus Christus oder des islamischen Mahdi.

Maitreya

Die negative Konnotation erhielt der Weltenlehrer Maitreya erst durch die Theosophische Gesellschaft, deren Gründerin Helena Blavatsky zahlreiche Elemente aus dem Buddhismus und Hinduismus in ihre Irrlehren integrierte. Benjamin Creme ist also keineswegs der erste Esoterikspinner, der den Maitreya für sich entdeckt hat. Er steht in einer Traditionslinie mit Helena Petrovna Blavatsky und Alice Ann Bailey.

Wie alle Theosophen berücksichtigt Creme allerdings nicht die ursprünglichen buddhistischen Lehren, sondern legt alles nach seinen Interessen aus. Beispielsweise ignoriert er, dass verschiedenen buddhistischen Quellen zufolge Maitreyas Ankunft für 3.000, 5.000 oder gar 30.000 Jahre nach dem ersten Buddha erwartet wird. Selbst die geringste aller Schätzungen liegt also noch rund 500 Jahre in der Zukunft, womit Benjamin Creme bereits ad absurdum geführt ist. Im Suttapitaka des Palikanons ist sogar die Rede davon, dass „Metteyya“ erst erscheinen werde, wenn die Menschen 80.000 Jahre alt werden.

Wie man es dreht und wendet, der echte Maitreya weilt dem buddhistischen Glauben nach noch längst nicht unter uns. Egal wen Benjamin Creme eventuell noch aus dem Hut zaubern wird, es kann sich nur um einen falschen Maitreya handeln. Im Sinne der Theosophie ist Maitreya also durchaus ein falscher Prophet, wobei die dreiste Aneignung dieses Titels jedoch genauso irreführend ist wie der „Kosmische Christus“ in der Channel-Szene.

Ob der 1922 geborene Benjamin Creme die Ankunft seines Weltenlehrers noch erleben wird, ist derweil fraglich. Immerhin ist er schon über 90 Jahre alt und es sieht nicht gerade so aus, als ob er die 80.000 noch schafft. Zudem hält sich Maitreya nicht an Cremes Ankündigungen und erschien z.B. nicht am 21. Juni 1982 im Fernsehen. Es bleibt daher wohl kommenden Generationen von Theosophen überlassen, der Menschheit einen falschen Messias vorzustellen.

Es sei denn, Raj Patel wäre der Maitreya-Darsteller, den die Theosophische Gesellschaft aufgebaut hat. Dies deuten zumindest zahlreiche Maitreya-Fans sowie -Gegner an, was zu einem regelrechten Hype um Patel geführt hat. Der britische Ökonom und Autor hatte jedoch schlichtweg das Pech, in zeitlicher Nähe zu einer Ankündigung Cremes im Fernsehen aufzutreten und dabei über genau die Themen zu reden, die der Theosophenguru dem falschen Maitreya zuschreibt.

Schaut man sich diese Themen einmal genauer an, kommt man unweigerlich zu dem Schluss, dass alles nur Zufall ist. So debattiert Raj Patel über die Lösung des Welthungerproblems und greift den Kapitalismus scharf an. Damit ist er allerdings keineswegs allein. Jean Ziegler und viele andere haben schon längst dieselben Schlüsse gezogen und keiner wurde bisher als Maitreya bezeichnet. Hinzu kommt, dass Patel sich bereits öffentlich von den unsinnigen Behauptungen über seine Person distanziert hat. Damit ist er aus dem Rennen, was inzwischen sogar Creme zu akzeptieren scheint.

Abgesehen von den völlig absurden Hinweisen auf Raj Patel gibt es lediglich noch ein Video von einem Jesusverschnitt, der 1988 in Nairobi (Kenia) aus dem Nichts erschienen sein und Wunder gewirkt haben soll. Zu sehen ist allerdings nur ein Typ mit Turban, der auf einer offenbar gut vorbereiteten Veranstaltung spricht. Handfeste Beweise für seine Wunder gibt es keine und man kann davon ausgehen, dass es sich nur um eine Inszenierung handelt. Wohl bemerkt die Inszenierung einer unseriösen Frau namens Marie Akaza, die den Typ im Bettlaken als Jesus ausgegeben hat.

Cremes Maitreya

Schlussendlich bleibt nicht viel vom falschen Maitreya übrig. Was Benjamin Creme und seine Anhänger betreiben, ist nichts anderes als Mythenbildung. Ihre Motive für dieses Theater dürften, neben der Verbreitung der theosophischen Esoteriklehre, vor allem finanzieller Natur sein. Ob uns irgendwann noch ein greifbarer falscher Prophet vorgesetzt wird, bleibt dabei fraglich. Um sich in diesem Punkt abzusichern, behauptet Creme, dass der Maitreya sich selbst nicht so nennen wird. Es könnte also jedermann und niemand sein.

Weiterhin wird das Erscheinen des falschen Maitreya – ähnlich wie der Weltuntergang oder die Ankunft etwaiger Sternengeschwister – immer wieder nach hinten verschoben, wenn mal wieder nix passiert ist. Als Ausflüchte dienen dabei stets irgendwelche nicht näher definierten „bösen Mächte“. Auf der anderen Seite werden Ereignisse wie das Ende des Kalten Krieges zu Wundern des Maitreya umgedeutet, wobei natürlich die wahren Hintergründe, wie z.B. politische Akteure und deren Intrigen, völlig außer Acht gelassen werden.

Am besten ist, man hört solchen Sektierern wie Benjamin Creme gar nicht zu, denn ohne Publikum sind sie nichts. Man sollte zudem nicht allzu viel auf irgendwelche Internetvideos geben, in denen unbeteiligte Personen mit Esoterikspinnern in Verbindung gebracht werden. Durch solche Diffamierungen geraten gerade jene in Verruf, die wie Raj Patel das kapitalistische System hinterfragen und tatsächlich Lösungswege anbieten.

Betrachten wir einmal, wie viele Menschen bereits ernsthaft an der Lösung unserer aktuellen Probleme arbeiten, so kommen wir unweigerlich zu dem Schluss, dass wir gar keinen „Weltlehrer“ brauchen. Wir kennen bereits die Antworten, die wir benötigen. Jetzt müssen wir nur noch dementsprechend handeln und das wird uns kein Messias abnehmen. Im Gegenteil versuchen all die Gurus, Esoteriker und Quacksalber, uns genau davon abzuhalten und in die Passivität zurückzudrängen. Dem müssen wir uns entschieden entgegen stellen!

Batman – The dark Knight rises

von Shinzon

Nachdem die alten Batman-Filme auf einen Ekel erregende Weise surreal und bunt wie Kotze waren, konnten die ersten beiden Teile des Batman-Neustarts mit optisch angenehmem Realismus punkten. Allerdings mangelte es ihnen dennoch nicht an okkulten Motiven.

In „Batman begins“ steht eine alte Geheimgesellschaft im Mittelpunkt, die auf ihre Weise eine neue Weltordnung anstrebt. Der Anführer der Bruderschaft heißt Ra’s al Ghul, was aus dem Arabischen kommt und so viel wie „Kopf des Dämons“ heißt. Er behauptet, dass die Gesellschaft der Schatten bereits 1666 (666) den Brand in London gelegt hat und Gotham City soll nun ihr nächstes Ziel sein.

Um die Bewohner von Gotham auszulöschen, greift er zu halluzinogenen Mitteln, die er dem Trinkwasser beimischen lässt. Da muss man zwangsläufig an die Fluoridierung des Trinkwassers denken, die in den USA inzwischen üblich ist. Das Halluzinogen wirkt jedoch nur in Gasform und so benutzt Ra’s al Ghul eine Mikrowellenwaffe, um das Wasser der Stadt zum Kochen zu bringen. Das ist interessant, da die US-Armee bereits Mikrowellen in Kriegsgebieten einsetzt und auch im Inland gegen die eigene Bevölkerung stationiert hat.

Die dämonischen Halluzinationen, unter denen die betroffenen Einwohner von Gotham leiden, erinnern indessen an eine Karte des Illuminati-Kartenspiels, welche einen Dämonenangriff prophezeit. Dank „Batman begins“ wissen wir nun, wie sich ein solches Szenario bewerkstelligen ließe. Project Blue Beam lässt grüßen.

Kommen wir nun zu „Batman – The dark Knight“. In diesem dreht sich alles um den Chaosagenten namens Joker. Gespielt wurde dieser von Heath Ledger, der während der Dreharbeiten des extrem freimaurerischen „Kabinett des Dr. Parnassus“ gestorben wurde. Boshafter Weise wurde seine freimaurerische Hinrichtung vorab noch filmisch umgesetzt.

In „Batman – The dark Knight“ gibt es wieder einmal einige interessante Ankündigungen. Darunter eine Szene, in der der Joker auf einer Pyramide (!) aus Geld sitzt. Er rutscht herunter (fallender Dollarkurs) und zündet den Haufen schließlich an (Dollarcrash). Interessanter Weise sitzt auf der Spitze der Dollarpyramide ein Chinese, der bei lebendigem Leibe mit verbrennt. Das macht Sinn, denn die Chinesen besitzen mehr als eine Billion Dollar in US-Staatsanleihen. China hat die USA grob gesagt bei den Eiern und um sich daraus zu befreien, müsste die USA China schon ausradieren.

Weiter müssen wir jetzt nicht in die Details der ersten beiden Batman-Filme gehen. Immerhin soll sich dieser Artikel mit dem dritten Teil „Batman – The dark Knight rises“ auseinandersetzen. Und der hat es wirklich in sich, was die Propagierung der neuen Weltordnung angeht.

Die Gesellschaft der Schatten aus „Batman begins“ ist zurück und ihr scheinbarer neuer Anführer ist der ehemalige Gefängnisinsasse Bane. Dieser Sprengt erst einmal alle Brücken Gothams zum Festland, bis auf eine, die als Checkpoint zur Außenwelt dient. Gleichzeitig verübt er einen Anschlag auf ein Sportstadion, in welchem er sich schließlich der Öffentlichkeit präsentiert und seine neue Weltordnung ausruft.

Gegen die alte Weltordnung bringt er einige überzeugende Argumente, die durch einen antikapitalistischen Grundgedanken geprägt sind. Es ist geradezu abscheulich, wie die reiche Elite in diesem Propagandawerk in eine Opferrolle gedrängt wird. Familien wie die Rockefellers, Rothschilds, Bushs, Krupps und Fords sind nicht die Guten! Sie haben die Menschheit Jahrhunderte lang geknechtet. Es gibt nicht einen Noblen Bruce Wayne in ihren Reihen, der sich des Nachts für seine Mitmenschen aufopfert. Dafür jede Menge profitgeile Warren Buffets, die der Menschheit den Klassenkampf ansagen. Das einzige, was diese kranken Hirne heimlich in der Nacht machen, ist das Zelebrieren okkulter Rituale im Bohemian Grove.

Doch nicht nur von der Elite wird ein falsches Bild gezeichnet. Die Rebellen werden auf der anderen Seite zu Terroristen deklariert. Allerdings handelt es sich in „Batman – The dark Knight rises“ ohnehin um keinen Volksaufstand, sondern um die Inszenierung einer okkulten Bruderschaft. Wie sich herausstellt, ist Bane nicht mal deren Anführer und auch nicht der Sohn von Ra’s al Ghul. Dieser hatte nämlich eine Tochter und Talia al Ghul alias Miranda Tate ist diejenige, die in Wirklichkeit die Fäden zieht.

Wer sich etwas mit den Zielen der okkulten Elite auskennt, wird hier eine interessante Parallele feststellen. Denn der prophezeite Antichrist ist keineswegs ein Einzeltäter, sondern kommt im Doppelpack mit dem falschen Propheten. Miranda/Talia nimmt den Platz der Antichristin ein, während Bane ihr falscher Messias ist, der die Massen verführt.

Natürlich haben sie alles andere im Sinn, als die Menschen aus der Knechtschaft zu befreien. Im Gegenteil planen sie, Gotham City mit einer Atombombe auszulöschen. Zusammen mit dem Anschlag auf die Sportarena ergibt sich eine bedenkliche Parallele zu den Ankündigungen eines Anschlags auf die Innenstadt von London und das Olympiastadion. Wir erinnern uns an die hochgradig okkulten Rituale der Olympischen Zeremonien, bei denen nicht nur Batman und Robin einen explosiven Auftritt hatten, sondern auch mehr als offensichtlich eine neue Weltordnung propagiert und wurde.

Schlussendlich passt es dann auch, dass die US-Regierung in „Batman – The dark Knight rises“ einen Teufel tut, um Gotham City zu befreien. Vielmehr kooperiert man mit Bane und lässt ihn einfach so gewähren. Nun sollten wir uns fragen, ob die US-Regierung tatsächlich ein derartiges Regime in ihrem Land zulassen würde, wenn sie nicht selbst die Kontrolle darüber hätte? Gotham City ist folgerichtig als Versuchslabor der neuen Weltordnung anzusehen.

Fazit: „Batman – The dark Knight rises“ ist einer der wichtigsten Propagandafilme der neuen Weltordnung. Zwar strotzten bereits die ersten beiden Batman-Filme vor Freimaurersymbolen und Ankündigungen, aber immerhin waren sie noch unterhaltsam und optisch eindrucksvoll. Teil 3 ist dagegen einfach nur noch krank und schlecht für die Seele. Die Botschaft ist dermaßen offensichtlich, dass Skeptiker es schwer haben werden, sie zu leugnen. Es ist schon ultradreist, wie unverblümt einem die Agenda der Elite hier ins Gesicht gerotzt wird.

„Batman – The dark Knight rises“ Trailer