Marilyn Mansons neues Tattoo

2017 hat Marilyn Manson ein paar neue Fotos von sich schießen lassen. Bei denen ein neues Tattoo an seiner linken Hand auffällt. Es handelt sich um das Siegel Satans, womit er sich deutlich positioniert. Von wegen er sei kein Satanist. Nicht einmal die Stelle des Tattoos ist zufällig gewählt, denn damit zeigt Manson, dass er dem Pfad zur linken Hand folgt.

Einen neuen Freimaurerring hat er obendrein noch und an seiner Teufelsklaue u.a. einen Pentagrammring.

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Mercedes und die Freimaurer

In einem Superbowl-Werbespot von 2013 spielt der bekannte Hollywood-Star Willem Dafoe den Teufel, der einem jungen Mann einen Mercedes CLA im Tausch für dessen Seele verspricht. Passenderweise ist der Spot mit dem Song „Sympathy for the Devil“ untermalt.

01 Traumauto

02 Teufel

Der Teufel trägt in dem Fall nicht Prada, sondern einen Freimaurerring.

03 Freimaurerring

Im Verlauf eines Tagtraums tanzt der junge Mann mit Usher vor einer Doppelpyramide, welche das Prinzip „Wie im Himmel, so auf Erden“ verkörpert.

04 Usher

Weiter geht es mit dem Mercedes in den Sündenpfuhl Las Vegas.

05 Las Vegas

Die Traumvorstellung endet damit, dass der Typ total berühmt wird, alle Titelblätter ziert und von Frauen begehrt wird. Für diesen abgrundtiefen Materialismus muss er nur einen Vertrag mit dem Teufel unterzeichnen.

06 Vertrag mit dem Teufel

Als er jedoch sieht, dass es den Wagen schon ab einer Anzahlung von 29.000 gibt, lehnt er dankend ab und der Teufel löst sich in Rauch auf.

07 In Rauch aufgelöst

Interessanterweise haben sich einige Freimaurer extrem über diesen Spot empört, da er die Freimaurerei mit Satanismus in Verbindung bringt. Der Leiter der Media Relations von Daimler, Norbert Giesen, meinte auf Anfragen, bei dem Ring handele es sich lediglich um ein „Fantasieprodukt“. Der Spot wurde dennoch digital überarbeitet, sodass inzwischen kein Freimaurerring mehr zu sehen ist.

Quelle

Der Teufel steckt hier natürlich im wahrsten Sinne des Wortes im Detail. Selbstverständlich war der Freimaurerring nie als „Fantasieprodukt“ gemeint, denn die Freimaurer sind ja keinem Märchenbuch entsprungen. Entweder handelt es sich um Willem Dafoes persönlichen Schmuck oder der Ring wurde ganz bewusst an seinem Finger platziert. In jedem Falle wimmelt es in der Chefetage des Daimler-Konzerns von Freimaurern und auch die Stars im Werbespot sind Logenbrüder. Wer hier an Zufälle glaubt, hat nichts begriffen.

Warum also regen sich einige Freimaurer über diesen Spot auf? Nun, es dürfte wohl klar sein, dass es sich bei den Betreffenden um Mitglieder von Johanneslogen handelt. Dies beweist einmal mehr, dass die blauen Grade nicht wissen, was bei den hohen Graden des Schottischen Ritus abgeht. Sonst wäre ihnen vielleicht schon aufgefallen, dass auch in Filmen wie „Im Auftrag des Teufels“ der Leibhaftige in Kombination mit Freimaurersymbolen zu sehen ist. Die Liste der Beispiele ist lang und viele sind bereits auf diesem Blog zu finden.

Scheinbar wissen wir mehr über die Freimaurerei, als die Logenbrüder auf den unteren Rängen. Statt sich über den Ring in dem Mercedes-Spot aufzuregen, sollten sie sich lieber fragen, warum ihre Brüder aus der Hochgradfreimaurerei den Ring am Finger des Teufels platziert haben? Vielleicht würden sie dann erkennen, in welches Kontrollsystem sie hineingeraten sind. Es ist nie zu spät, aus der Freimaurerei auszusteigen.

Vor allem erspart man sich dann einige peinliche Rituale, von denen Bruder Willem Dafoe sicherlich ein Lied singen kann. Der musste nämlich 2016 für einen weiteren Superbowl-Spot von Snickers in ein Frauenkleid schlüpfen. Offensichtlich ist er selbst einen Deal mit dem Teufel eingegangen und muss nun die Rechnung für seinen materiellen Wohlstand zahlen.

Marilyn Dafoe_1

Marilyn Dafoe_2

Der Herr der Freimaurerringe

In der Musikindustrie wimmelt es gleichermaßen wie in der Filmindustrie von Freimaurern. Und auch hier lohnt sich ein Blick auf die Finger, um die Betreffenden als solche zu identifizieren.

Ein Großmeister mit rotem Ring der hohen Grade ist der Satanist und Schockrocker Marilyn Manson.

Freemanson

Nicht mal auf Jamaika hat man seine Ruhe vor den Freimaurern. Der Dancehall-Sänger Vybz Kartel lässt sich immer wieder mit Freimaurerring ablichten. Fragen der Journalisten weicht er dabei stets aus.

Vybz Kartel mit Logenbruder Jay-Z

Vybz Kartel mit Logenbruder Jay-Z

Vybz Kartel - Masonic Ring

Ein Freimaurerring für jeden Finger

Wenn man nach Freimaurerringen und anderem Identifikationsschmuck in Filmen sucht, muss man oft sehr genau hinsehen. Dennoch gibt es zahlreiche Beispiele und selbstverständlich kann bei den betreffenden Schauspielern davon ausgegangen werden, dass sie den Schmuck nicht nur als Requisite tragen.

Eines der prominentesten Beispiele ist der von Harvey Keitel gespielte Freimaurer, welcher Nicholas Cage am Ende von „Das Vermächtnis der Tempelritter“ (2004) die Hand reicht. Er outet sich mit seinem Ring, womit dieser Film restlos zur Freimaurerpropaganda verkommt. Es gibt übrigens ein alternatives Ende, welches zeigt, wie es Nicholas Cage’s Rolle ergangen wäre, wenn er nicht ebenfalls ein Logenbruder wäre.

Harvey Keitels Ring

In „Mord an der Themse“ (1979) wird der legendäre Jack the Ripper mit Elementen aus Sherlock Holmes kombiniert. Wo sich frauenverachtende Serienmörder herumtreiben, sind die Freimaurer nicht weit.

Mord an der Themse - Masonic Ring

„From Hell“ (2001) ist ein weiteres freimaurerisches Machwerk um den Frauenmörder Jack the Ripper, in dem die Symbole der Loge allgegenwärtig sind. Darunter selbstverständlich dutzende Freimaurerringe.

From Hell - Masonic Ring

„Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen“ (2003) ist nichts anderes als ein Freimaurerclub, wie man schon überall an den Türen sehen kann. Der mysteriöse Gegenspieler, der sich als Prof. Moriarty (Richard Roxbourgh) herausstellt, ist ebenfalls ein Freimaurer, wie sein Ring verrät. Moriarty beabsichtigt nebenbei bemerkt, die Welt in einen Krieg zu stürzen. Selbiges hat er auch in „Sherlock Holmes: Spiel im Schatten“ (2011) vor. Es gibt noch eine weitere interessante Verbindung, denn „Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen“ basiert auf einer Comic-Serie von Alan Moore, der bereits die Vorlage von „From Hell“ verbrochen hat.

Freimaurerring & Totenkopfstock

Neben solch offensichtlichen Beispielen, gibt es auch Filme, in denen man keinen Freimaurerschmuck erwarten würde. So zum Beispiel in „Aliens – Die Rückkehr“ (1986). In diesem Trägt Sgt. Apone (Al Matthews) einen Freimaurerring. Offenbar wollen die Freimaurer damit andeuten, dass es sie noch in ferner Zukunft geben wird und sie ihren Dreck über das gesamte Universum verbreiten wollen. In diesem Film endet der Freimaurer jedoch als Xenomorphenfutter.

Apones Masonic Ring

In „Gilbert Grapefruit“ (1993) trägt Ken Carver (Kevin Tighe) einen Freimaurerring.

Gilbert Grapefruit - Masonic Ring

Ausgerechnet ein korrupter Sheriff (Kris Kristofferson) entpuppt sich in „Lone Star“ (1996) als Freimaurer.

Lone Star - Masonic Ring

Im Psychothriller „U-Turn – Kein Weg zurück“ (1997) ist Jake McKenna (Nick Nolte) stolzer Besitzer eines Freimaurerrings.

U-Turn - Masonic Ring

In „Apocalypse Watch“ (1997) trägt der Ermittler Wesley Sorenson Freimaurerschmuck am Finger. Die Rolle wird von Al Matthews gespielt, welcher zuvor schon in „Aliens“ einen Freimaurerring tragen durfte. Dies kann als eindeutiges Indiz dafür gewertet werden, dass nicht nur die Rolle, sondern der Darsteller ein Freimaurer ist.

Apone-Calypse Ring

In „Rosewood Burning“ (1997) tragen sowohl Weiße wie auch Schwarze Freimaurerringe. Das ist total anachronistisch, denn die Handlung spielt 1923 und damals waren Afroamerikaner in den Logen noch absolut unerwünscht.

Rosewood - Masonic Ring_1

Rosewood - Masonic Ring_2

„Magnolia“ (1999) erzählt die Geschichten mehrerer Menschen in kleinen Episoden. Die Verbindungen der Personen untereinander sowie zur Freimaurerei ergeben sich erst im Laufe des Films. Der Showmaster Burt Ramsey (Ricky Jay) gehört auf jeden Fall zum Club, wie ein Blick auf seinen kleinen Finger offenbart.

Magnolia - Masonic Ring

In „Hollywood Cops“ (2003) darf wieder mal ein Afroamerikaner (Keith David) einen Freimaurer in gehobener Position spielen.

Hollywood Cops - Masonic Ring

Der Waffenhändler Joey (Luke Goss) aus „Cool & Fool – Mein Partner mit der großen Schnauze“ (2005) ist ebenfalls dick im Freimaurergeschäft.

Cool & Fool - Masonic Ring

In „Domino“ (2005) trägt der TV-Produzent Mark Heiss einen Freimaurerring. Die Rolle wird von Christopher Walken verkörpert, welcher bereits in der extrem freimaurerisch-sexistischen Verfilmung „Die Frauen von Stepford“ den Kopf einer Geheimloge darstellte.

Domino - Masonic Ring

Elmer C. Robinson zeigt seinen Freimaurerschmuck in „Lonely Hearts Killers“ (2006). Der Schauspieler John Travolta ist damit der Beweis, dass Freimaurerei und $cientology sich nicht gegenseitig ausschließen. Beides ergänzt sich viel mehr.

Lonely Hearts - Travolta Mason

In „Helden der Nacht – We own the Night“ (2007) trägt Deputy Chief Albert Grusinsky (Robert Duvall) den okkulten Fingerschmuck.

Helden der Nacht - FM Ring

Sogar in einem bescheuerten Animationsfilm wie „Flutsch und weg“ (2006) trägt der Bösewicht einen Freimaurerring. Die Konditionierung fängt also schon im Kinderprogramm an.

Flutsch und Weg - FM Ring

Neben Ringen gibt es auch Freimaurerpins, die als Zeichen der Identifikation getragen werden können. Der Bankmanager in der Stephen King Romanverfilmung „Dolores“ (1995) trägt ein Freimaurerlogo am Kragen.

Dolores - FM Schmuck

In „Good Vibrations – Sex vom anderen Stern“ (2000) gibt es mal wieder Beziehungen zwischen Freimaurern und Aliens, diesmal aber ohne Biss. Don Fisk (Richard Jenkins) outet sich hier mit einer entsprechenden Anstecknadel.

Good Vibrations Masonic

Den gleichen Pin trägt auch Lou Toback (Ted Lavine) in „American Gangster“ (2007)

American Ganster - FM Schmuck

In „Shoot ’em up“ (2007) schmückt sich der Verbrecherboss Karl Hertz (Paul Giamatti) mit einem Freimaurerpin. Wenn das mal kein Hinweis auf der Verbindung der Freimaurer zum organisierten Verbrechen ist…

Shoot em up - FM-Schmuck

So viel zu den Beispielen in Filmen. Diverse Schauspieler tragen jedoch auch außerhalb des Drehs Freimaurerringe und in dem Fall outen sie sich definitiv als Logenbrüder. Auf der Premierefeier von „Kick Ass“ wurde z.B. der Produzent Brad Pitt mit Freimaurerring abgelichtet. Er ist also nicht nur Mitglied im „Fight Club“, sondern außerdem bei den Freimaurern.

Brad Pitt Masonic Ring

Auch hinter den Kameras wimmelt es in Los Angeles von Freimaurern. Darunter der Tattoo-Künstler Zulu, der Experte für Männermode Jonathan Kanarek sowie der Produzent Daemon Hillin von Benetone Hillin Entertainment.

Zulu, Jonathan Kanarek & Daemon Hillin

Zulu, Jonathan Kanarek & Daemon Hillin

Der Freimaurerring – Verräterischer Fingerschmuck

von Shinzon

Freimaurerringe sind im Prinzip nichts weiter als Schmuck und dienen vor allem der Identifikation untereinander. Eine spezifische Bedeutung ist abhängig von den auf dem Ring dargestellten Symbolen. Am häufigsten sind dabei natürlich Zirkel und Winkelmaß mit dem „G“ für „Gnosis“ in der Mitte. Allein davon gibt es unzählige Variationen sowie Kombinationen mit anderen Freimaurersymbolen.

Freimaurerringe

Neben der reinen Zugehörigkeit zur Freimaurerei können die Ringe außerdem die Logenzugehörigkeit anzeigen. Blaue Ringe stehen demnach für die Zugehörigkeit in einer Johannesloge, grüne Ringe für eine Andreasloge, rote Ringe für den schottischen Ritus usw.

Freimaurerringe nach Graden

Darüber hinaus können sich regionale Logen eigene Ringe gestalten. Eine derart spezifische Logenzugehörigkeit muss aber nicht in jedem Falle von einem Ring ablesbar sein. Jeder Freimaurer kann sich international mit Massenprodukten und limitierten Auflagen eindecken oder bei entsprechendem Budget ein Unikat anfertigen lassen. Der Phantasie sind kaum Grenzen gesetzt.

Freimaurerringe sind inzwischen nicht einmal mehr Freimaurern allein vorbehalten. Jeder kann sich einen bei eBay oder in Katalogen wie dem EMP bestellen, ohne eine Mitgliedschaft nachweisen zu müssen. Wer weiß, vielleicht gibt es die Dinger bald auch an jedem Kaugummiautomaten. Das bedeutet nun jedoch, dass irgendwelche Deppen mit Freimaurerringen herumlaufen, die gar keine Freimaurer sind. Allerdings dürften das wohl eher die Ausnahmen sein, denn spätestens wenn so jemand von einem echten Freimaurer angesprochen wird, könnte es sehr schnell peinlich werden.

Die größten Okkultisten: Marilyn Manson – Antichrist und Superstar

von Shinzon

Marilyn Manson wurde am 5. Januar 1969 als Brian Hugh Warner in Canton (Ohio) geboren. Seine Eltern Barbara und Hugh schickten ihn an die Heritage Christian School, eine streng christliche Privatschule. Wie bereits Edward Alexander Crowley kam Brian Warner ebenfalls durch diese religiöse Erziehung früh in Kontakt mit dem Begriff des Antichristen. Und wie Crowley bezeichnete sich auch Warner später gern selbst als Antichrist.

Während seiner Schulzeit dealte er mit unerlaubten Musikaufnahmen und Süßigkeiten, was entsprechende Strafen nach sich zog. Er begann, einen Groll gegen die streng religiöse Schule zu entwickeln, fand zudem Gefallen an Rockbands wie Kiss und eiferte diesen nach. Unter anderem schminkte er sich sogar wie Peter Criss von KISS, woraus sich später sein eigener Stil entwickeln sollte.

Neben der streng christlichen Erziehung erwähnt Manson in seiner Autobiografie „The Long Hard Road Out of Hell“ noch einen weiteren Grund, warum er das Christentum ablehnte. Sein Großvater, der sich nach außen als frommer Christ gab, war in Wirklichkeit ein eifriger Sammler obszöner Pornografien. In den Schubladen seines Opas entdeckte er sogar Aufnahmen von Tierpornographie, was überhaupt nicht mit der christlichen Strenge des alten Sacks vereinbar war. Das Christentum selbst geriet dem jungen Brian daher zur blanken Heuchelei.

Sodomanson

Nach dem Umzug seiner Eltern nach Fort Lauderdale (Florida), besuchte Brian Warner das Broward Community College, wo er Journalismus und Theater studierte. Er begann, Gedichte sowie Kurzgeschichten zu schreiben und war als Musikjournalist beim Magazin 25th Parallel tätig. Er interviewte einige Bands, darunter seine Idole KISS. Allerdings waren diese Interviews eine Enttäuschung für ihn, da ihm laut eigenen Aussagen klar wurde, wie unecht vieles im Musikgeschäft war.

Diese Erkenntnis hielt ihn jedoch nicht davon ab, eine eigene Band zu gründen, mit der er sich zunehmend selbst zum Lakaien okkulter Mächte machte. 1989 gründete er die Gruppe Marilyn Manson and the Spooky Kids, wobei sein eigener Künstlername eine Zusammensetzung aus Marilyn Monroe und dem Massenmörder Charles Manson ist. Laut ihm soll dies die widersprüchliche Natur der Gesellschaft widerspiegeln.

Die anderen Bandmitglieder benannten sich ebenfalls noch Popikonen und Serienmördern. Darunter Madonna Wayne Gacy, was eine Kombination aus der Pop-Diva Madonna und dem Serienmörder und Sexualstraftäter John Wayne Gacy alias Pogo darstellt. Neben solchen Provokationen setzte die Band allerdings von Beginn an auch auf okkulte Symbolik. Bereits auf den Plakaten zu den frühsten Konzerten war z.B. der klassische Baphomet nach Éliphas Lévi abgebildet.

Marilyn Baphomet

Nach der Gründungsphase bekam die Band Unterstützung von Trent Reznor, dem Sänger der Nine Inch Nails. Marilyn Manson hatte ihn während seiner Zeit als Musikjournalist kennen gelernt und konnte 1994 sein erstes Album „Portrait of an American Family“ bei Reznors Label Nothing Records veröffentlichen. Eine anschließende gemeinsame Tour mit den Nine Inch Nails machte Marilyn Manson and the Spooky Kids letztendlich über die Grenzen Floridas hinaus bekannt.

Manson The complete spooky kids tapes

Im Erscheinungsjahr seines Debütalbums machte Marilyn Manson eine weitere prägende Bekanntschaft, als er der Einlandung von Anton Szandor LaVey folgte. Von diesem wurde er zum Ehrenmitglied der Church of Satan ernannt. Zwar distanzierte sich Manson später von dieser Mitgliedschaft und betonte, nie eine Eintrittserklärung unterzeichnet zu haben, aber offenbar verstand er sich dennoch sehr gut mit dem Gründer der Church of Satan und war dessen Gedankengut nicht gerade abgeneigt.

Im Gegenteil benannte er Anton LaVey, neben Friedrich Nietzsche und Aleister Crowley, als seine größte Inspiration und gab wie dieser mehrfach offen zu, dass er das Christentum zerstören wolle. Zitat: „I’ll be remembered as the person who brought an end to christianity.”

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Das Christentum bezeichnete Manson von Anfang an als faschistisch. Auf die Evangelikalen und einige vatikanische Organisationen wie die Jesuiten und Opus Dei mag dies sogar durchaus zutreffen. Doch die haben mit dem, was Jesus einst predigte, rein gar nichts zu tun. Diese pseudochristlichen Institutionen schaden dem Christentum durch ihre radikale Hasspropaganda weit mehr, als es Manson je könnte. Sie bieten im geradezu eine Steilvorlage für seine antichristliche Ideologie, welche mindestens ebenso faschistisch daher kommt. Man könnte fast meinen, beide Seiten arbeiten für dasselbe Ziel und wenn man die finsteren Abgründe des Vatikans und manch Evangelikaler (Stichwort: Bush) kennt, ergibt das alles plötzlich Sinn.

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Neben dieser faschistoid-okkulten Symbolik fällt auf, dass Marilyn Manson für eine lange Phase nie ohne weiße Kontaktlinse im linken Auge auftrat. Diese Symbolik des allsehenden Auges kommt nicht von ungefähr, zeigte sich auf einem späteren Foto doch ein fetter Freimaurerring an seinem Finger. Dieser war dann auch noch im Rot der hohen Freimaurergrade gehalten, wobei allerdings unklar ist, welchen Grad genau er inne hat und wann er welcher Loge beigetreten ist.

Freemanson

Unstrittig ist dagegen, dass Brian Warner ein Hochgradfreimaurer ist. Dies belegt nicht nur der Ring, sondern auch die Geste der verdeckten Hand.

Marilyn hidden Hand

Den großen Durchbruch hatte seine Band jedenfalls mit dem Album „Antichrist Superstar“ im Jahr 1996. Laut seiner Biografie fiel der Band die Arbeit an dem Album sehr schwer, da Manson und seine Freunde während dieser Phase mit allerhand Drogen herumexperimentierten. Im Gegensatz zu Aleister Crowley schaffte Marilyn aber den Absprung und verarbeitete seine Erfahrungen im Album „Mechanical Animals“. Auf dieser 1998 erschienenen Platte finden sich unter anderem Song wie „I don’t like the drugs, but the drugs like me“ und „Coma White“. Musikalisch war es das ruhigste und melodischste Album.

Privat kam Marilyn in diesem Jahr mit der Schauspielerin Rose McGowan zusammen. Diese Beziehung fiel in eine Zeit, in der er sich zunehmenden Angriffen ausgesetzt sah. Der berechtigten Kritik an den okkulten Ausschweifungen Mansons, der schon mal eine Bibel auf einem seiner Auftritte zerriss, folgte 1999 eine wahre Hexenjagd durch die Massenmedien. Nach dem Amoklauf an der Columbine High School wurde nämlich er für die Bluttat verantwortlich gemacht. Dumm nur, dass die beiden Amokläufer gar keine Fans von ihm waren und er in diesem Falle unschuldig war. 2002 äußerte er sich in Michael Moores Dokumentarfilm „Bowling for Columbine“ zu den Vorwürfen.

Musikalisch ging es 2000 mit dem Album „Holy Wood“ weiter, welches wieder eine härtere Gangart an den Tag legte und einen regelrechten Affront gegen die christliche Wertegemeinschaft darstellte. Im Jahr darauf trennte er sich von Rose McGowan, doch seine neue Flamme trat bereits im Video der ersten Singleauskopplung seines nächsten Albums „The Golden Age of Grotesque“ von 2003 auf. In „mOBSCENE“ schwamm Dita Von Teese noch in einem Cocktailglas herum, 2005 heirateten die beiden schließlich. Die Ehe verlief allerdings nicht sehr glücklich und schon am 29. Dezember 2006 reichte Von Teese die Scheidung ein.

Etwas erfolgreicher lief dagegen ein Geschäft, welches Manson 2007 mit der Destillerie Matter-Luginbühl AG in der Schweiz einging. Für diese entwickelte er einen Absinth mit dem Titel Mansinthe. 2008 gewann das Gebräu mit einem Alkoholanteil von 66,6% auf der World Spirits Competition in San Francisco eine Goldmedaille. Eine Auszeichnung für Warners Beitrag zur Alkohol-Agenda und die damit einhergehende Zerstörung von Hirnmasse in Größenordnungen.

Mansinthe

Ebenfalls 2007 hieß es auch wieder: Ein neues Album, eine neue Frau. Die Schauspielerin Evan Rachel Wood hatte im Video der ersten Singleauskopplung „Heart Shaped Glasses“ sogar einige Softpornoszenen mit Marilyn. Die Beziehung der beiden galt einigen als äußerst fragwürdig, da Wood zwar zu diesem Zeitpunkt volljährig war, aber dennoch über 18 Jahre jünger als Manson ist. Zudem lässt der Albumtitel „Eat Me, Drink Me“, welcher eine Anspielung auf „Alice im Wunderland“ ist, nichts Gutes erahnen.

Ein Jahr später plante Manson zudem die Dreharbeiten eines filmischen Denkmals für den pädophilen Autor Lewis Carroll. Bei dem 2010 erschienen Film „Phantasmagoria“ spielte er zugleich die Hauptrolle und führte Regie. Seine zweifelhafte Beziehung ging derweil den Bach runter. 2008 nahm Evan Rachel schon wieder Abstand von dem Schockrocker und trennte sich 2010 endgültig von ihm. Ob dies mit Mansons Bewunderung für Lewis Carroll und dessen drogenverherrlichendes Werk zu tun hatte, ist nicht überliefert.

„Phantasmagoria“ war indes nicht das erste filmische Werk von Marilyn Manson. Bereits für „The Golden Age of Grotesque“ drehte er den grotesken Softporno „Doppelherz“, der in einer Special Edition des Albums erschien. Nebenbei spielte er auch in einigen anderen Filmen mit. Darunter „Party Monster“ von 2003, in dem er zusammen mit dem ehemaligen Kinderstar und Missbrauchsopfer Macaulay Culkin („Kevin allein zu Haus“) auftrat. Culkin trat bereits als Kind in Michael Jacksons Musikvideo zu „Black or White“ auf, womit die Arbeit an der Seite Mansons nicht dessen erster Kontakt zu zweifelhaften Figuren aus der Musikindustrie war.

Doch zurück zu Brian Warner alias Marilyn Manson. Neben seinen musikalischen und filmischen Werken entdeckte er ab 1998 auch sein malerisches Talent. Mit seinen Werken provozierte er bereits in Berlin, wo er u.a. seine Interpretation des Reichstagsbrandes ausstellte. Ein anderes seiner Aquarelle – ein Selbstportrait, welches ihn als Satan zeigt – zierte indes 2004 sein Best of Album „Lest We Forget“.

Lest we forget Satan

Um das Ganze abzurunden, machte er 2005 einen Ausflug in die Welt der PC-Spiele. In „Area 51“ lieh er einem überdimensionierten Grey-Alien in einem Formaldehydtank seine Stimme. Im Spiel wimmelt es von Anspielungen auf Verschwörungsthemen wie die Mondlandung oder Kornkreise, wobei stets der enge Zusammenhang zwischen den Illuminaten und den Grey betont wird.

Area 51 Oberalien

Zuletzt veröffentlichte Marilyn Manson die Alben „The High End of Low“ (2009) und „Born Villain“ (2012). Ein Jahr zuvor hatte bereits Lady Gaga ihr ähnlich klingendes Album „Born This Way“ veröffentlich. Tatsächlich arbeiten die beiden seit ihre ersten gemeinsamen Single „Love Game“ aus dem Jahr 2009 eng zusammen.

Manson & Gaga

In Medienberichten wurden die beiden damals ein „ungleiches Paar“ genannt, was die Fans des ehemaligen Schockrockers zuweilen ähnlich sahen. Seinen ursprünglichen Stil hatte Manson zudem bereits mit dem Album „Eat Me, Drink Me“ verlassen, worunter seine Popularität in der Subkultur ebenfalls stark gelitten hatte. Doch obgleich Marilyn Manson nunmehr im Mainstream angekommen ist, läge nichts weiter von der Wahrheit entfernt, als ihn und Lady Gaga ein „ungleiches Paar“ zu nennen. Beide verwenden in ihren Werken dieselbe satanistische Symbolik und propagieren dieselben diabolischen Ziele der okkulten Elite. Trotz ihrer musikalischen Differenzen ergänzen sie sich perfekt im Hinblick auf ihre zur Schau gestellte Perversion.

Man darf gespannt sein, wie sich die Beziehung von Manson und Gaga weiter entwickelt. Vielleicht ist dies ja der Beginn eines größeren Zusammenwachsens innerhalb der Pop-Okkultur. Denkbar wären auch gemeinsame Auftritte von Beyoncé mit Dummi Borgir oder Rihanna mit Cradle of Filth. In Deutschland könnten sich indessen Lena Meyer-Landruth und der inzwischen kastrierte Unheilig mit Eisregen zusammentun. Satans Legionen weltweit vereint!

Bandflagge