Ghostbusters – Gozer der Vernichter

von Joe Doe

1984 kam mit „Ghostbusters“ eine Gruselkömodie in die Kinos, die schnell zum Kultfilm avancierte. Die wenigsten wissen jedoch, welch schaurige Botschaften in diesem okkulten Machwerk tatsächlich vermittelt werden. Es geht nämlich nicht um Geister, die in alten Schlössern spuken, sondern um dämonische Wesen aus höheren Dimensionen, die von Satanisten angebetet werden.

Bereits die Eröffnungsszene beginnt mit einer Löwenstatue vor einer Bibliothek, welche in diesem Kontext offensichtlich eine Repräsentation Satans darstellen soll. Im Gebäude wird auch gleich darauf eine Archivarin von einem Gespenst geprankt.

01 Löwenstatue

Die Ghostbusters sind zu diesem Zeitpunkt noch anderweitig beschäftigt. Dr. Peter Venkman (Bill Murray) arbeitet in einem Universitätsgebäude namens „Weaver Hall“, was ein lustiger Zufall ist, da Sigourney Weaver ebenfalls eine Hauptrolle im Film spielt.

03 Weaver Hall

Auf der Bürotür des Parapsychologen hat jemand „Venkman burn in Hell“ geschrieben, was wohl an seinem Umgang mit Probanden liegt. Bei einem Telepathietest lässt er nämlich die Frauen trotz geringer Trefferquote immer gewinnen, während er Männer selbst dann mit Elektroschocks bestraft, wenn sie die Symbole auf seinen Karten richtig erraten.

04 Burn in Hell

Die Hölle beschwört Venkman also selbst herauf. Unter anderem auch mit der ersten Karte, die er hochhält, welche ein umgedrehtes Pentagramm zeigt.

05 Satanic Pentagram

Bevor Peter weiter mit der weiblichen Probandin flirten kann, funkt ihm Ray Stantz (Dan Akroyd) dazwischen und erzählt ihm von der Geistererscheinung in der Bibliothek. Dort wartet bereits Dr. Egon Spengler (Harold Ramis) auf die beiden. Im Keller entdecken die drei zunächst Ektoplasma – eine rotzige Substanz, die Ende des 19. Jahrhunderts bei Seancen in Mode kam. Kurz darauf entdecken die Geisterjäger auch das verantwortliche Gespenst, welches zunächst nach einer verstorbenen Bibliothekarin aussieht. Bei genauerer Betrachtung handelt es sich jedoch um einen hässlichen Dämon. Keine menschliche Seele nimmt nach dem Tod eine solche Gestalt an.

06 Dämon

Wieder zurück an der Uni, werden die drei Parawissenschaftler vom Campus geworfen. Das Team entscheidet sich, in die freie Wirtschaft zu wechseln und kauft eine heruntergekommene Feuerwehrwache, welche fortan ihr Hauptquartier sein soll. Unterdessen kündigt sich in einem alten Apartmentblock am New Yorker Central Park der nächste Auftrag an. Das gruselige Gebäude sieht schon von weitem aus wie eine babylonische Ziggurat.

07 Ziggurat

Die dämonischen Steinfiguren an der Fassade verschärfen den gruseligen Eindruck zusätzlich. Wer möchte denn in einer solch abscheulichen Bude wohnen?

08 Dämonenfigur

Nun ja, Dana Barrett (Sigourney Weaver) wohnt dort. Diese steigt gerade aus einem gelben Sonnenwagen mit freimaurerischem Schachbrettmuster und bringt ihren Einkauf nach oben.

09 Sonnenwagen

Ihre Zimmernummer ist die 2206. Die 22 steht für das Stockwerk, womit das Zimmer auf dieser Ebene die satanische Nummer 6 hat. Aber im Vergleich zu dem, was noch kommt, ist dieses Zahlenspiel eher harmlos.

10 Zimmer 2206

Unterwegs wird Dana von ihrem nervigen Nachbar Louis Tully (Rick Moranis) aufgehalten. Als wäre der Tag damit noch nicht schlimm genug, fängt es in ihrer Wohnung sogleich an zu spuken, während ironischerweise kurz zuvor ein Werbespot der Geisterjäger im Fernsehen läuft. Erst springen ein paar Eier aus der Packung und fangen auf dem Tisch an zu braten und dann grunzt auch noch der Kühlschrank. In diesem hat sich gerade ein Höllentor aufgetan, in dessen Zentrum eine Pyramide mit abgehobener Spitze steht. Davor sitzt Baphomets Schoßhund und stellt sich Dana als Zuul vor.

11 Zuul Dimension

12 Zuul

Wieder zurück im Hauptquartier der Ghostbusters hat Ray einen alten Schrottwagen besorgt, der noch etwas aufgepimpt werden muss. Die Bude haben sie innerhalb von zwei Tagen komplett renoviert, was eine wirklich beachtliche Leistung ist, und am Einlass sitzt bereits die neue Sekretärin Janine Melnitz (Annie Potts). Der Laden ist also bereit, Dana als erste Kundin zu empfangen, mit der Peter Venkman auch gleich rumschäkert.

Miss Barret war in den letzten zwei Tagen nicht ganz so fleißig und hat nicht mal die Eier auf ihrem Küchentisch entsorgt. Zuul hat sich in der Zwischenzeit allerdings aus dem Kühlschrank verkrümelt, sodass dort noch nur Coca Cola Schleichwerbung auf Dr. Venkman wartet.

13 Coke Werbung

Wirklich helfen kann Peter ihr nicht und nach einigen weiteren Anmachversuchen und sexuellen Belästigungen schmeißt Dana ihn aus ihrer Wohnung. Der nächste Auftrag ist zum Glück etwas weniger attraktiv und führt das Team ins exklusive Sedgewick Hotel. Entweder übernachten dort nur Könige oder die Krone steht für etwas anderes.

15 Sedgewick Krone

Die Vorfälle beschränken sich auf den 12. Stock, wo die Ghostbusters erstmalig auf den grünen Slimer treffen. Um diesen eher harmlosen Fresssack von einem Gespenst einzufangen, richten sie mehr Schaden als Nutzen an. Obendrein raucht Ray auch noch trotz Rauchverbot. Ekelhafte Tabak-Werbung!

16 Raucher

Nachdem alle Kronleuchter im Speisesaal zerstört sind, ist der Schleimteufel endlich eingefangen und die Jungs haben tatsächlich noch die Dreistigkeit, eine Rechnung zu stellen.

17 Geisterjagd

Aber das dekadente Hotel kann es sich ja leisten. Immerhin haben sich die Betreiber schon vergoldete Venusmuscheln in den Wandnischen geleistet.

18 Venusmuschel

Apropos vergoldet. Im nächsten Zusammenschnitt von weiteren Geisterjagten sieht man eine vergoldete Statue, die offensichtlich Prometheus darstellen soll.

19 Prometheus

Die Ghostbusters sind derweil auf Erfolgskurs und erzeugen immer neue Schlagzeilen. Nach den ganzen paranormalen Vorfällen bekommt Ray sogar feuchte Träume von Geistern.

20 Spirituelle Belästigung

Die Auftragslage entwickelt sich dermaßen positiv, dass das Team Zuwachs benötigt. Dieser wird beim Vorstellungsgespräch gefragt, ob er auch an UFOs glaube. Oberflächlich betrachtet hat diese Frage nichts mit dem Berufsbild der Geisterjägers zu tun. Es sei denn, hier wird wieder einmal eine Verbindung zwischen Dämonen und Außerirdischen gestrickt.

Während Neuzugang Winston Zeddemore (Ernie Hudson) die Geisterfallen leeren darf, bringt Peter seiner Lieblingskundin neue Informationen. Zuul ist offenbar ein antiker Dämon, der von den Hethitern, Mesopotamiern und Sumerern angebetet wurde. Der Günstling von Gozer trieb sich also im alten Babylon herum. Die Namen der Dämonen sind natürlich frei erfunden, wichtig ist aber, worauf hier angespielt wird. Zuul und Gozer müssen einfach nur durch babylonische Gottheiten ausgetauscht werden und schon ergibt sich da ein Muster.

Bevor die Geisterjäger ihren größten Auftrag angehen, bekommen sie jedoch Besuch vom Umweltamt. Walter Peck (William Atherton) wirft den Parawissenschaftlern Umweltverstöße vor und tatsächlich platzt ihre Endlagerstätte für Dämonen bald aus allen Nähten. Als wäre das noch nicht schlimm genug, erwachen die dämonischen Steinfiguren auf dem Dach von Danas Gruselbude zum Leben. Übrigens genau in dem Moment, wo die Obelisken auf dem Dach von Blitzen getroffen werden. Das bestätigt natürlich die Theorie, dass diese phallischen Objekte Energieantennen sind.

21 Antenne

22 Energie

23 Erwachen

Kurz darauf bekommt Dana Barrett erneut Besuch von Zuul. Um sie an der Flucht zu hindern, wird sie von drei dämonischen Pranken gepackt, die aus ihrem Sessel kommen. Eine greift sie an die linke Brust, eine andere kommt ihr aus dem Schritt. Ziemlich sexistisch diese Dämonen.

24 Grabschgeist

26 Küchenhund_2

Während Zuul in Danas Körper fährt, crasht der andere Baphomet die Party ihres Nachbarn Louis und ergreift von diesem Besitz. Fortan nennt er sich Vinz Clortho, Schlüsselmeister von Gozer. Diese Szenen gehören zu den gruseligsten des gesamten Films. Und mal ehrlich, die Kreaturen sind das Werk von echten Hardcore-Satanisten.

27 Vinz_1

Baphomet 1

Als Peter erneut Dana besucht, hat diese sich als Lady in Rot verkleidet und gibt sich als Torwächter zu erkennen. Wie es sich für eine Femme Fatale gehört, spielt die besessene Dana die sexuelle Karte. Nur steht Dr. Venkman nicht auf knurrende Succubi, die einen Meter über ihrem Bett schweben. Das wäre jetzt eigentlich der passende Moment für einen Exorzisten.

31 Lady in Rot

30 Lady in Luft

Vinz Clortho belästigt indes Leute auf offener Straße und wird schließlich von der Polizei bei den Geisterjägern abgegeben. Diesen erzählt er von antiken Kataklysmen in Zeiten, zu denen Gozer zuletzt auf Erden weilte. Wie ein Infrarotbild zeigt, ist er von Baphomet besessen.

31 Besessen_1

32 Besessen_2

Passend dazu zitieren Ray und Winston auf der Heimfahrt aus dem Buch der Offenbarung. Das Brechen der sieben Siegel ist eine perfekte Parabel auf das, was Walter Peck am nächsten Morgen vorhat. Als dieser nämlich den Reaktor der Geisterjäger abschalten lässt, hat dies das erste Zeichen der nahenden Apokalypse zur Folge. Die Dämonen brechen aus dem Endlager aus und strömen als Orbs über den Big Apple.

Das gruselige an dieser Szene ist, dass sie stark an einige UFO-Sichtungen rund um den Globus erinnert, bei denen der Himmel jeweils von hellen Lichtbällen bedeckt ist. Es gibt sogar Videoaufnahmen, die zeigen, wie solche Orbs aus einem leuchtenden Riss kommen, bei welchem es sich um einen Dimensionsübergang handeln könnte.

33 Orbattacke

Aufgrund von Pecks arrogantem Verhalten wird New York von Dämonen heimgesucht und zu allem Übel ist auch noch der Schlüsselmeister entkommen. Übrigens gibt es im Illuminati Card Game von 1995 eine Karte, die einen ähnlichen Dämonenangriff ankündigt. Ein solches Szenario ließe sich gewiss mit einer Hologrammshow und Halluzinogenen im Trinkwasser inszenieren.

PlagueofDemons

Die Geisterjäger verpassen die Show jedoch, weil sie inhaftiert werden. In der Zelle erklärt Egon, was es mit dem gruseligen Gebäude auf sich hat, in dem Dana wohnt. Das Dach ist wie eine gigantische Antenne gebaut und er gibt zu bedenken, dass die Eisenkonstruktion dieselbe Telemetriestruktur aufweist, welche die NASA benutzt, um Pulsare aufzuspüren.

Die Verbindung der NASA zu paranormalem Hokupokus ist dabei keineswegs fiktiv, wenn man bedenkt, dass der Raketenwissenschaftler und Satanist Jack Parsons vor jedem Raketenstart okkulte Rituale abgehalten hat. Die wissenschaftliche Mission der NASA ist nur ein Themenfeld, welches für die Öffentlichkeit gedacht ist. Hinter dieser Fassade geht es um Kontakte mit Außerirdischen bzw. extradimensionalen Intelligenzen.

Doch zurück zu dem Gebäude, welches nichts anderes ist als ein Dimensionstor. Der Name des Architekten lautet Igor Szandor, wobei der Nachname eine Anspielung auf den zweiten Vornamen des Church of Satan Gründers Anton Szandor LaVey sein dürfte. Igor Szandor war ein antihippokratischer Arzt und gründete 1920 die Geheimgesellschaft der Gozer-Anbeter. Ob nun Gozer oder Satan angebetet wird, läuft auf dasselbe hinaus, allerdings war LaVey kein Arzt, sondern Organist. Mit dem Beruf wird wohl eher angedeutet, dass viele Ärzte Okkultisten und daher nicht unbedingt vertrauenswürdig sind.

Die Gozer-Anbeter führten jedenfalls bizarre Rituale auf dem Dach ihres Gebäudes durch, welche das Ende der Welt einläuten sollten. Nun, da sich das Ende nähert, fragt sich aber, wo dieser Geheimbund mit seinen über 1.000 Anhängern abgeblieben ist? Müssten die nicht alles daran setzen, die Geisterjäger von ihrem Heiligtum fernzuhalten? Wäre es nicht realistisch, wenn sie gesellschaftliche Schlüsselpositionen wie das Amt des Bürgermeisters besetzt hätten?

Dieser lässt die Ghostbusters stattdessen aus ihrer Zelle holen und küsst erst mal den Ring eines katholischen Kardinals, der wahrscheinlich Jesuit sein dürfte. Seltsamerweise weiß der Kirchenmann keinen Rat und hält den okkulten Zauber sogar für ein Zeichen Gottes. So werden also die Geisterjäger entsandt, die Welt zu retten. Das wird auch höchste Zeit, denn der Schlüsselmeister ist inzwischen beim Torwächter angekommen.

35 Küss den Ring

34 Beine breit

Vor der Ziggurat werden die Geisterjäger erst mal von einer Erdspalte verschluckt, entkommen dem Angriff jedoch. Ob die Gebete der Nonnen und Rabbis vor dem Gebäude wohl etwas genützt haben? Zuul und Vinz hatten derweil schon etwas mehr Spaß und haben sich auf dem Opferalter zwischen zwei Obelisken gepaart. Wie unter Alkoholeinfluss ist auch Sex unter Besessenheit keine gute Idee, da man zuweilen erschrecken kann, neben wem man danach aufwacht. Nun, zumindest Louis dürfte mit dem Ergebnis glücklich sein.

37 Opferaltar

Die Ghostbusters sind inzwischen im 22. Stockwerk angekommen. Diese Zahl an sich ist schon bedeutsam, aber von Danas Apartment geht es noch eine weitere Treppe hinauf. Das Höllentor öffnet sich also auf der Ebene Nummer 23 – die Zahl der Illuminaten, welche für Zerstörung steht.

38 22 plus 1

Leider kommen die Geisterjäger zu spät, denn das Höllentor öffnet sich bereits und die beiden Besessenen verwandeln sich in satanische Kreaturen. Als Zugabe gibt es noch einen roten Himmel. Der steht ja immer wieder im Zusammenhang mit der Apokalypse.

39 Dimensionstor_1

40 Dimensionstor_2

41 Verwandlung_1

42 Verwandlung_2

Das Dimensionstor ist natürlich eine Pyramide mit illuminierter Spitze und wird von zwei weiteren Obelisken flankiert, welche die Säulen Jachin und Boas repräsentieren.

43 Hellgate_1

44 Hellgate_2

Bei genauerer Betrachtung ist an einer Wand vor dem Höllentor noch ein Wassermannkopf zu sehen. Hier wird unverhohlen das esoterische Wassermannzeitalter angekündigt, welches durch Gozers alias Satans Ankunft eingeläutet wird.

45 Wassermann

Passend dazu fragt Gozer, ob Ray ein Gott ist. Dieser verneint zunächst, woraufhin Gozer die Geisterjäger mit Machtblitzen zu töten versucht. Okay, der Dämon ist ein Sith-Lord.

46 Gozer

47 Machtblitze

Nach der Attacke meint Winston zu Ray, dass er das nächste Mal auf die Frage, ob er ein Gott sei, mit „ja“ antworten soll. Damit wird wieder mal das esoterische Konzept von der Gottwerdung des Menschen propagiert, was zu dem Hinweis auf das Wassermannzeitalter passt. Gesagt getan setzen sie zum Gegenangriff an, doch Gozer löst sich einfach nur in Luft auf. Offensichtlich ist die Kreatur körperlos, wobei der Hinweis, dass Gozer jede Form annehmen kann, äußerst interessant ist. Der Dämon könnte also auch als Außerirdischer in Erscheinung treten, wenn er das wollte.

48 Gozerposer

Als körperlose Stimme fordert Gozer die vier auf, die Form des Vernichters zu wählen. Venkman nennt dazu als Beispiel den Hochgradfreimaurer Josef Stalin, was wohl kein Zufall sein dürfte. Die Wahl fällt allerdings dank Rays Kindheitserinnerungen auf den Marshmallow-Mann. Dieser trampelt erst mal eine Kirche nieder, was die Zerstörung des Christentums durch den Antichristen versinnbildlichen soll.

49 Kirchenkiller

Mit den Protonenstrahlern können sie das Monster lediglich in Brand setzen. Da die Welt ohnehin unterzugehen droht, entscheiden sich die Geisterjäger, die Ströme der Protonenstrahlen zu kreuzen. Dadurch wird das Höllentor versiegelt, der Marshmallow-Mann wird gegrillt und es gibt eine gigantische Explosion, die eigentlich keiner auf dem Dach hätte überleben können.

50 Gekreuzte Ströme

51 Explosion_1

Dem gutgläubigen Publikum zuliebe überleben es die Geisterjäger aber doch. Sogar Dana und Louis lassen sich aus den Kadavern der Höllenhunde schälen. Warum aber muss Dana dabei stöhnen, als hätte sie gerade den tollsten Orgasmus ihres Lebens gehabt? Wahrscheinlich dem männlichen Publikum zuliebe. Zum Schluss werden die Ghostbusters gebührend gefeiert und Dan Akroyd darf noch mal für Marlboro Werbung machen.

53 Malboromann

Fazit: Was auf den ersten Blick wie eine Komödie wirkt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als extrem Furcht einflößender Horrortrip. „Ghostbusters“ zieht dabei von Freimaurersymbolik über theosophische Esoterik bis hin zum Satanismus wirklich alle Register. Es geht um nichts Geringeres als um die Ankunft des Antichristen, die Apokalypse und das anschließende Wassermannzeitalter. Das Ganze spielt dann auch noch im Big Apple, was ja an sich schon eine Anspielung auf den Sündenfall ist.

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Jupiter Ascending – Genetische Ausbeutung

von Joe Doe

Im Bereich Science Fiction gehören die Filme der Wachowski-Geschwister zu den ungewöhnlichsten. So ist „Matrix“, trotz Freimaurersymbolik, geradezu legendär. „Cloud Atlas“ beschäftigte sich indes mit dem Thema der Reinkarnation auf mehreren Erzählebenen. Mit „Jupiter Ascending“ wagen sich Andy und Lana nun in den Weltraum und präsentieren eine Alienwelt, welche sich direkt am Entführungsphänomen orientiert.

Die Handlung dreht sich um Jupiter Jones (Mila Kunis), Tochter eines britischen Astrophysikers und einer russischen Mathematikerin aus St. Petersburg. Mit römischer Mythologie scheinen sich ihre Eltern allerdings nicht auszukennen, denn Jupiter ist eigentlich ein männlicher Name. Es handelt sich genau genommen um den römischen Hauptgott, welcher dem griechischen Zeus entspricht.

Ihren Vater Maximilian (James D’Arcy) lernt Jupiter nicht kennen, denn er wird vor ihrer Geburt bei einem Raubüberfall ermordet. An der Wand hängt in dieser Szene ein Plakat mit einem allsehenden Auge sowie den Zahlen 3 und 6. Die „3“ ist zwar eigentlich ein russisches „Z“, aber da es sich um einen amerikanischen Film handelt, könnte die Zahlensymbolik durchaus beabsichtigt sein. In jedem Falle wären da aber noch das Auge und die 6.

01 Kinoplakat

Die schwangere Mutter Aleksa (Maria Doyle Kennedy) flieht in die USA, wo sie sich ein besseres Leben erhofft. Ganz so, als gäbe es dort kein Verbrechen. Die Überfahrt sowie Jupiters Geburt finden im Licht des Vollmondes statt. Geboren wird die Kleine im Tierkreiszeichen des Löwen, einem königlichen Tier, welches ihren späteren Herrschaftsanspruch unterstreicht. Um die Astrologie mit etwas Zahlenmystik abzurunden, steigt der Jupiter zudem bei 23° im Aszendenten auf.

02 Vollmondfahrt

Laut ihrer Tante ist Jupiter zu Großem bestimmt, aber Jahre später putzt sie zusammen mit ihr die Klos reicher Säcke. Wer Erfolg haben will, muss halt zum Club gehören. Dann kann man sich auch Schachbrettmuster auf dem Scheißhaus leisten.

03 Schachbrettscheißhaus

Ortwechsel. Auf einer hübschen Welt namens Salinta irgendwo in der Milchstraße wurde gerade eine komplette Spezies ausgelöscht. Einige Humanoide vom Herrschergeschlecht der Abrasax schreiten durch die leeren Straßen und bezeichnen den Vorgang als „Ernte“. Damit ist der blaue Sand gemeint, welcher die Überreste der Einwohner dieser Welt darstellt. Das Gespräch der dekadenten Invasoren nimmt einen unangenehmen Verlauf, denn der Erde, die sich im Besitz von Lord Balem (Eddie Redmayne) befindet, könnte bald ein ähnliches Schicksal blühen.

05 Salinta_3

06 Salinta_4

Zurück auf dem blauen Planeten beginnt für Jupiter ein neuer Arbeitstag. Sie erwacht unter dem Regenbogen eines Pink Floyd-Posters. Pink Floyd bieten sich immer an, wenn Regisseure eine Pyramide mit Regenbogen in eine Szene einbauen wollen.

07 Pink Floyd

Jupiter putzt weiter die Häuser von Millionären und betont jeden Tag aufs Neue, wie sehr sie ihr eintöniges Leben hasst. Doch das soll sich schon bald ändern. Die Aliens sind bereits in der Stadt und verfolgen einen der ihren. Die Truppe könnte direkt von einem Gothic-Festival kommen, wobei Cyberpunks und Cyborgs ohnehin zu cool sind, um von dieser Welt zu sein. Aber mal im Ernst, die Wachowskis bedienen sich schon stark bei der schwarzen Szene und bei Star Trek.

08 Cybergothgirl

09 Cyborg

Um die Erde entbrennt indes ein Interessenkonflikt zwischen den drei Geschwistern des Hauses Abrasax. Lord Balem reist daher unverzüglich zu seinem vorgelagerten Außenposten, welcher sich im roten Fleck des Jupiters verbirgt. Ein Sturm scheint zwar nicht der geeignete Ort für eine Basis zu sein, aber zumindest sind die Bilder beeindruckend.

10 Jupiterstation

Balems Adjutant Chicanery Night (Edward Hogg) ist eine Kreuzung zwischen Mensch und Ratte, was durchaus seinem Charakter gerecht wird. Die humanoiden Außerirdischen sind ausgezeichnete Genetiker, die so ziemlich alles mit allem kreuzen. Die meisten Aliens sind daher keine eigenständigen Spezies mit einer Heimatwelt, sondern künstlich gezüchteter Gensalat.

11 Rattenmann

12 Genexperiment

13 Schildkrötenmann

14 Elefantenmann

Dennoch ist die Galaxie auch mit anderen Spezies als den Humanoiden und ihren Schöpfungen bevölkert. Eine wichtige Rolle spielen u.a. die Reptiloiden, deren geflügelte Darstellung durchaus realistisch ist. Tatsächlich soll die Herrscherkaste der Draco Flügel besitzen und damit für die antiken Legenden über Drachen verantwortlich sein. Allerdings dürfte es den Tatsachen widersprechen, dass die Draco hier als Dienerrasse der Humanoiden auftreten.

15 Drei Alienrassen

17 Reptiloide_2

Eine weitere Spezies von zentraler Bedeutung sind die Grey. Bei einer Freundin wird Jupiter Zeugin, wie diese von kleinen Grauen paralysiert und untersucht wird. Die Wesen besitzen die Gabe, sich unsichtbar zu machen, was im Film als Tarntechnologie dargestellt wird. In der Realität wird dagegen oft ein mentaler Mimikry-Effekt beschrieben.

18 Grey Abduction_1

19 Grey Abduction_2

Das ist jedoch keinesfalls die einzige Abweichung. Zum einen bemerken die Aliens Jupiters Anwesenheit erst, nachdem ihr Handy klingelt. Da diese Spezies in der Realität telepathisch ist, hätten sie jede andere Person sofort bemerkt und gleich mit paralysiert. Zum anderen weicht ihre Physiologie erheblich von den realen Vorbildern ab. Die schwarzen Augen sind zu klein, die Münder haben Hasenscharten und sind mit spitzen Zähnen gespickt und die doppelten Ohren sind ebenso Mumpitz wie die nach hinten geknickten Kniegelenke.

20 Grey Fiesling

21 Grey Fieslinge

Die Wachowski-Geschwister und ihre Designabteilung haben sich offensichtlich von realen Entführungsberichten inspirieren lassen und diese dann mit ihrer eigenen Phantasie ausgeschmückt. Die Glaubwürdigkeit scheint dabei keine Rolle zu spielen, denn während die Grey einerseits Jupiters Erinnerungen an das Ereignis löschen, vergessen sie andererseits das Handyfoto, welches sie gemacht hat. Wie können Wesen mit solch großen Köpfen nur so unverschämt blöde sein?

22 Handyfoto

In einer Klinik für Eispenden begegnet Jupiter den Grey unverhofft wieder, die ihr eine DNA-Probe entnehmen und sie daraufhin töten wollen. Welch ungeheurer Zufall, dass sie den Aliens gleich am nächsten Tag nichts ahnend ins Netz geht. Und warum zum Henker betreiben die Grey, welche sich hier eines weiteren Mimikry-Effekts bedienen, eigentlich eine gynäkologische Praxis? Etwa in der Hoffnung, dass von Milliarden Menschen auf diesem Planeten irgendwann einmal ausgerechnet Jupiter hineinspaziert?

23 Doctor Grey

Im letzten Moment wird selbige von einem anderen Außerirdischen gerettet, der sich zuvor schon eine Schlacht mit den Cyberpunks geliefert hat. Caine (Channing Tatum) ist nicht etwa ein Vulkanier, wie die spitzen Ohren vermuten lassen, sondern eine Lykantant. Seine Gene wurden mit denen eines Wolfs gespliced, was ihn zu einer Art Werwolf aus dem Reagenzglas macht.

24 Werwolfspock

Caine erklärt Jupiter, dass die Menschen nicht allein im Universum sind und sie mit ihm mitgehen muss, da die anderen Aliens sie töten wollen. Als die beiden gerade in sein Raumschiff schweben, wird dieses auch schon angegriffen und zerstört. Solche UFO-Sichtungen sind nebenbei bemerkt bereits seit dem Mittelalter bekannt.

25 Gar nicht auffällig

Bei der anschließenden Verfolgungsjagd gibt es erst einmal etwas Schleichwerbung.

26 Schleichwerbung

Außerdem wird bei der Schießerei halb Chicago in Schutt und Asche gelegt. Interessanterweise war Chicago bereits in den „Transformers“-Filmen Angriffsziel von Außerirdischen. Wird hier wieder einmal Predictive Programming betrieben?

27 Chicago Ritual

Alien Hotline

Im Gegensatz zu „Transformers 4“ wird sich in „Jupiter Ascending“ allerdings niemand mehr an das Ereignis erinnern. Die Stadt wird innerhalb nur weniger Stunden wieder aufgebaut und das Gedächtnis der Bewohner gelöscht. Typische „Men in Black“-Methode, aber in diesem Fall ist das wenig glaubwürdig. Zum einen muss es hunderte Tote und tausende Zeugen gegeben haben. So etwas lässt sich schlecht wegdiskutieren. Selbst mit gelöschtem Gedächtnis würde jemand die Opfer vermissen und selbst wenn alle Überwachungsvideos und Satellitenaufzeichnungen gelöscht wären, so würde doch genau dieser Blackout auffallen.

Überhaupt wird hier so getan, als ließen die Außerirdischen die Menschheit in absoluter Unwissenheit. Das stimmt so nicht. Einerseits gab es in der Realität schon genügend Massensichtungen von UFOs und andererseits werden hier die Kontakte der Grey und Co. zum militärisch-industriellen Komplex der USA völlig außer Acht gelassen.

Doch zurück zur Handlung. Caine flieht per Auto mit Jupiter raus aufs Land. Unterwegs eröffnet er ihr, dass er von Titus Abrasax (Douglas Booth) geschickt wurde, doch er gedenkt nicht, Jupiter an ihn auszuliefern. Stattdessen fährt er zu seinem alten Weggefährten Stinger (Sean Bean), dessen Haus ein verdammter freimaurerischer Bienenstock ist.

28 Bienenbude

Jupiter erkennt, dass sie die Bienen kontrollieren kann, woraufhin sie alle nur noch mit „Eure Majestät“ anreden. Und plötzlich ist sie Beeouncy.

29 Bienenkönigin

Über Caine und Stinger gibt es ebenfalls noch einige Details zu erfahren. Beide waren Skyjacker beim Militär und hatten einst Flügel, die man ihnen gestutzt hat. Offensichtlicher hätte man nun wirklich nicht darstellen können, dass es sich bei diesen Außerirdischen um gefallene Engel handelt. Nun ergibt plötzlich auch der Name Caine einen Sinn, handelt es sich doch um eine Abwandlung des biblischen Kain. Dieser war zwar kein Engel, sondern Adams Sohn, aber zweifellos handelte es sich um einen Sünder. Und wie Kain hat auch Caine jemanden umgebracht. Die Narben auf seinem Rücken stellen damit eine Art Kainsmal dar.

30 Gestutzte Flügel

Die beiden Gefallenen stehen selbstverständlich im Dienste der Pyramide.

31 Orange Pyramide

Während sie über Jupiters königliches Blut philosophieren, bekommt diese einen Anruf von ihrem stumpfsinnigen Cousin Vladie (Kick Gurry). Der hat ihren Verdienst für einen HD-TV ausgegeben und wollte nur ein wenig prahlen. Obwohl sie allein königliches Blut hat, trägt im Hause Jones Vladie die Krone. Allerdings nicht auf dem Kopf, sondern an den Fußsohlen. Möglicherweise ist diese Ironie absichtlich, denn immerhin trampelt er auf ihrer Hoheit herum.

32 Fußkrone

Nach dieser Unterbrechung klärt Stinger Jupiter über die wahre Geschichte der Menschheit auf. Diese stammt nicht etwa von der Erde, sondern von einem weit entfernten System. Die Urmenschheit entdeckte die Erde vor etwa einer Milliarde Jahre während der großen Expansion. Das wäre also noch vor dem Kambrium, in dem sich die ersten komplexeren Lebensformen entwickelten. Im Ediacarium fand gerade einmal der Sprung von den Einzellern zu den ersten Mehrzellern statt, womit der Film impliziert, dass das gesamte irdische Leben gentechnisch erschaffen wurde. Das treibt die Panspermie-Theorie etwas zu arg auf die Spitze.

Es wird aber noch abstruser, denn die Erde, die vor einer Milliarde Jahre noch keine für Menschen atembare Atmosphäre hatte, soll damals von einer Spezies namens Saurosapiens bewohnt worden sein. Intelligente Saurier hin oder her, deren Ära begann erst rund 750 Millionen Jahre später. „Jupiter Ascending“ schießt hier weit übers Ziel hinaus und gleitet ins Absurde ab.

Stinger erklärt weiter, dass die Erde seit 100.000 Jahren von Abrasax Industries zur Aussaat benutzt wird. Hier wird der Versuch unternommen, den genetischen Flaschenhals zu erklären, der jedoch in die Zeit vor rund 200.000 Jahren fällt. Im Vergleich liegt „Battlestar Galactica“ hier weitaus näher an der Wahrheit und nur um knapp 50.000 Jahre daneben.

Das Ziel hinter der Aussaat ist gruselig, denn es soll eine möglichst große Population herangezüchtet werden. Sobald diese die Tragfähigkeiten des Planeten übersteigt, wird die Menschheit abgeerntet wie Getreide. Wenn es aber darum geht, möglichst viel genetisches Material zu sammeln, machen all die Kriege und Umweltgifte überhaupt keinen Sinn. Oder soll hier unterstellt werden, dass uns die Elite mit ihrer Menschenschlächterei vor der Ausrottung bewahren will? Dient unsere Vergiftung unserem Schutz? Da könnten die Wachowskis der Menschheit auch gleich Zyanid als Krebsheilmittel anpreisen!

Bevor Stinger mit seinen Ausführungen fortfahren kann, wird der Bienenstock attackiert. Die Angreifer kommen aus dem Maisfeld und Locutus von Borg demonstriert sogleich, wie man einen Kornkreis ins Feld ballert.

33 Kornkreiskanone

Auch das startende Raumschiff der Cyberpunkerin hinterlässt einen Abdruck im Feld. Ein echter Klassiker!

34 Kornkreise

Während Jupiter entführt wird, plant Balem auf dem Planeten Jupiter eine frühzeitige Ernte, um etwaigen Ansprüchen seiner Verwandtschaft zuvor zu kommen. Dafür lässt er schon mal ein paar Stichproben nehmen, womit hier wieder mal das Entführungsthema aufgegriffen wird.

35 Abduction_1

36 Abduction_2

37 Abduction_3

Jupiter wird indes nach Naboo gebracht. Zumindest sieht die Architektur ganz nach „Star Wars“ aus. Wie Caine die Reise durch den Weltraum an der Außenseite des Schiffes überlebt hat, bleibt indes erklärungsbedürftig.

39 Naboo_1

40 Naboo_2

Die Kidnapper werden indes von Kalique Abrasax’ Adjutanten Malidictes begrüßt, der eine Kreuzung aus Eule und Mensch darstellt. Irrwitzigerweise gibt es in Großbritannien den Mythos des Eulenmannes, welcher dem amerikanischen Mottenmann entspricht. Ob die Wachowskis sich diesen Mythos zum Vorbild genommen haben oder einfach nur den Illuminaten ihre Aufwartung machen wollten, ist unbekannt.

41 Eulenmann

Jupiter wird überraschenderweise als Gast behandelt. Am Abend holt Kalique (Tuppence Middleton) sie ab und offenbart ihr, dass Jupiter die Reinkarnation ihrer Mutter ist. Warum die Reinkarnation nur in einen Körper mit identischen Genen erfolgen kann, bleibt ebenso erklärungsbedürftig, wie die Frage, warum Jupiter gerade diese Gene aufweist? Auf jeden Fall bringt sie das Mächteverhältnis durch ihr Auftauchen ins Wanken und das wissen die drei Geschwister für sich zu nutzen.

42 Kerzenbude

Denen geht es nämlich nicht zufällig um die Ressource Mensch. Sie konsumieren menschliche Gene, womit sie annähernde Unsterblichkeit erreichen. Alle Familienmitglieder sind zehntausende von Jahren alt. Jupiter fragt völlig zu recht, ob sie eine Art Vampirrasse sind. Ja, es geht hier um Vampirismus im großen Stil. Kalique gibt sogar zu, dass ihr Geschlecht der Ursprung solcher Mythen ist. Um dies zu verdeutlichen, steigt Kalique in ein Becken, aus dem sie erheblich verjüngt wieder heraus kommt. Wenn man weiß, dass für dieses Bad Menschen gestorben sind, entpuppt sich dies als direkte Anspielung auf die Blutbäder der Gräfin Bathory.

43 Jungbrunnen_1

44 Jungbrunnen_2

45 Jungbrunnen_3

Spätestens an dieser Stelle dürfte Jupiter dämmern, wozu die Menschheit auf der Erde bestimmt ist. Zumal Kalique ihr sagt, dass die Erde nur ein sehr kleiner Teil einer sehr großen Industrie ist. Damit wären also alle selbstherrlichen Phantastereien der Erdlinge vom Tisch, von wegen Krone der Schöpfung und Mittelpunkt des Universums. Aber wer das im 21. Jahrhundert noch glaubt, dem ist ohnehin nicht mehr zu helfen.

Nachdem Kalique die Reinkarnation ihrer Mutter mit diesen Fakten vertraut gemacht hat, kommt sie gleich zum Geschäft. Ihre Mutter hat nämlich, neben ihrem ältesten Sohn Balem, sich selbst ins Testament gesetzt. Im Klartext heißt das, dass Jupiter Anspruch auf die Erde erheben kann, was erklärt, warum Balem sie tot sehen will, während Kalique sie entführen lassen hat, um sie auf ihre Seite zu ziehen.

Bevor das Geschäft in Sack und Tüten ist, taucht die Aegis auf, eine Art intergalaktische Polizei, welche Caine alarmiert hat. Mit dem Aegis-Schiff geht es zur Halle der Titel, was Kalique nur Recht sein kann. Dort bekommt Jupiter nämlich ihren Erbtitel und damit den Anspruch auf die Erde. Die Flugzeit vertreibt sich die Neureiche mit einem kleinen Flirt, doch Caine erachtet sich selbst als ihrer unwürdig. Dabei liebt sie doch Hunde…

Die Halle der Titel liegt auf einer Raumstation, welche einen gesamten Planeten umspannt. Selbst Kuat hat nur eine solche Ringstation, womit hier mal wieder absolut übertrieben wird.

47 Kuat x 2

Übrigens gibt es in dieser Szene einen kleinen Insider-Gag. Hinter dem Kern der Halle der Titel ist auf der rechten Seite die Ringstation aus „2001: Odyssey im Weltraum“ zu sehen. Das passt insofern, da die Verfilmung von „2001“ ebenfalls im Umfeld des Planeten Jupiter spielt.

48 2001 Elysium

Innen sieht die Station weit weniger beeindruckend aus, sondern wie ein überfülltes Amt auf der Erde. Es gibt in dieser modernen Welt sogar noch stapelweise Papierakten. Obendrein sind die Antragsverfahren hoch kompliziert und so wird Jupiter von einer Stelle zur anderen geschickt. Genau wie auf der Erde. Sogar Bestechungen sind normal.

49 Amt

Modern sind hier nur die Beamten, die eine Art cybernetischen Android darstellen sollen.

50 Android

Da Jupiter bald zu den mächtigsten Personen in der Galaxie gehört, ist hier schon mal die 33 zu sehen.
51 Sub 33

Ihre ID bekommt Jupiter schließlich in einem heruntergekommen Büro direkt in die Haut geprägt. Das ist fast noch moderner als ein RFID-Chip. Ihr Fazit nach dem ganzen Theater: Sie beschwert sich nie wieder über die Zulassungsstelle.

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Nachdem Caine Jupiter offenbart hat, dass er und Stinger ihr helfen, um wieder zurück in die Legion zu kommen, offenbart ihm sein Partner, dass er immer noch für Titus arbeitet. Titus ist der dritte Abrasax, der Interesse an der Erde hat und er lässt Jupiter entführen, um sich die Erde per Ehevertrag anzueignen. Das klingt zunächst nach einem Leben voller Prunk, denn sein Raumschiff stellt mit all den überlebensgroßen Statuen und Kronleuchtern den Gipfel der Dekadenz dar.

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Während Caine ins Verließ gesteckt wird, klärt Titus Jupiter noch einmal über die Ernte auf. Er redet dabei Klartext und gibt an, dass jede Einheit des Jungbrunnenmittels aus 100 Menschen gewonnen wird. In der Frachtkammer lagern demnach Millionen ermordeter Menschen. Die Erde bezeichnet er als eine Farm von tausenden. Erst jetzt kapiert Jupiter das gesamte Ausmaß der intergalaktischen Beauty-Industrie und ihr wird klar, in welcher Gefahr sich die Erde befindet.

57 Leichenlager

Titus eröffnet ihr, dass seine Mutter zum Ende ihres Lebens dieselben ethischen Einwände entwickelte und selbstverständlich war das der Grund für ihre Ermordung. Er heuchelt Jupiter vor, dass er das Lebenswerk seiner Mutter fortsetzen will. Es dürfte wohl klar sein, dass dies nicht der wahre Grund ist, warum er Jupiter einen Heiratsantrag macht, was streng genommen auf Inzest hinausläuft.

Welch ein Lügner er ist, erzählt er lediglich Caine, bevor er diesen aus der nächsten Luftschleuse schmeißt. Wieder einmal ist es erstaunlich, wie lange der Lykaner das Vakuum, die Kälte und die Strahlung des Weltraums überlebt, bevor er sich in einen Schutzanzug retten kann. Der Raumanzug ist im Übrigen mit zahlreichen Hexagonen geschmückt.

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Auf der Erde bekommt Jupiters Familie unterdessen unverhofften Reptiloidenbesuch. Das ist wohl der Alptraum schlechthin, hat in dem Fall aber einen gezielten Hintergrund. Die Familie wird als Druckmittel in Geiselhaft genommen.

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Caine wird inzwischen von der Aegis gerettet und zusammen mit Stinger verhindert er die Inzesthochzeit des Motherfuckers Titus. Diese findet in einer kolossalen Kapelle in den Farben der Venus statt. Fast alles erstrahlt in hellem weiß, nur Titus selbst trägt die Farbe des Teufels. Statt der Lady in Rot gibt es hier mal einen „Homme Fatale“. Schade, dass Jupiter Caines Angebot ablehnt, den Bastard zu erschießen.

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Wieder zurück trifft ihre königliche Hoheit nicht etwa auf ihre Familie, sondern auf Mr. Night und Mr. Repto. Night bietet ihr ihre Familie im Austausch gegen die Erde an, was ein ziemlich mieser Deal ist. Dennoch willigt sie ein, sich mit Balem persönlich auf Jupiter zu treffen. Wie zu erwarten schnappt dort die Falle zu und Balem lässt den Energiefeldtunnel schließen, bevor der Aegis-Kreuzer die sichere Basis erreicht. Nur mit Not gelingt es der Besatzung, das Schiff aus dem Sturm des Jupiter zu retten.

Der Vortexgenerator erinnert übrigens an das Himmelstor in „R.I.P.D.“. Es handelt sich in beiden Fällen um ein Hexagramm.

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Hexagontunnel

Balem hat Jupiter nichts wirklich Neues zu erzählen. Er bringt ihr und den Menschen auf der Erde nichts als Verachtung entgegen. Er bezeichnet die Menschheit als Rohstoff, der nur darauf wartet, in Gewinn verwandelt zu werden. Letztendlich geht es ausschließlich um Profit. Die Gesellschaft sieht er als Pyramide, in der manche Leben bedeutender sind als andere. Er ist also nicht nur ein Kapitalist, sondern auch ein Freimaurer.

Balem ist der skrupelloseste und widerwärtigste der drei Abrasax-Geschwister. Er versteckt sich nicht erst hinter schönen Worten, sondern kommt gleich zur Sache. Entweder tritt Jupiter ihren Anspruch auf die Erde an ihn ab, oder er schlachtet ihre Familie vor ihren Augen. Die Erbin steht kurz davor, vor ihm einzuknicken, bricht die Transaktion jedoch im letzten Moment ab.

Caine stürzt sich indes mit einem wagemutigen Manöver auf den Jupiter zurück und durchbricht die Kuppel der Basis. Das hat zur Folge, dass der ganze Laden zum Teufel geht. Mitten im Inferno muss sich Jupiter allerdings noch mit Balem herumschlagen und kann erst mal nicht mit Caines Hilfe rechnen. Der hat nämlich eine Prügelei mit dem Reptoboss am laufen.

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Nachdem die Echse erledigt ist, bringt Caine erst mal Jupiters Familie in Sicherheit, bis er schließlich sie in letzter Sekunde rettet. Jupiter hat zwischenzeitlich mit Balem zu tun gehabt, bis dieser in die Tiefe gestürzt ist. Wäre der Muttermörder auch nur halbwegs vernünftig gewesen, hätte er seine Haut gerettet, statt sein Leben für einen missglückten Mord zu riskieren. Aber so funktioniert Dramatik.

Diese wird bis zum bitteren Ende ausgereizt, denn Caine und Jupiter erreichen das Aegis-Schiff in allerletzter Mikrosekunde und werden vom Hyperraumsprung mitgerissen. Im Erdorbit dürfen sie dann noch ein wenig Händchen halten, bevor sie an Bord geholt werden.

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Das Ende ist schließlich vollends beknackt. Von allen Optionen, die Jupiter nun offen stehen, entscheidet sie sich dafür, weiterhin zusammen mit ihrer Familie in ärmlichen Verhältnissen zu leben. Ihr gehört der ganze verdammte Planet und sie putzt weiter Klos von reichen Säcken! Das ist mit gesundem Menschenverstand nicht mehr nachvollziehbar.

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Okay, sie ist nicht der egozentrische Typ, der über alles herrschen will. Es ist durchaus zu begrüßen, dass sie Rücksicht auf die Menschheit nimmt und sich nicht zur Königin der Welt erklärt. Sie hat halt einen guten Charakter. Aber wieso erlaubt sie es anderen egozentrischen Unmenschen, über ihren Planeten zu herrschen und die Erde weiterhin mit Krieg, Terror, Ausbeutung und Umweltgiften zu überziehen? Es wäre doch das Mindeste gewesen, der Menschheit über die Wahrheit des Universums aufzuklären und ihr eine Alternative zum Kapitalismus anzubieten, dem die Menschheit sonst zwangsläufig auf die eine oder andere Weise zum Opfer fallen wird. Entweder indem sie von Aliens abgeerntet wird oder sich selbst für den größtmöglichen Profit vernichtet.

Das Einzige, was sie jedoch von ihrem Ausflug mitnimmt, ist eine Liebesbeziehung zu einem Werwolf und ein paar Antigravitationsstiefel. Caine hat indes seine Flügel zurückbekommen. Jedoch handelt es sich nicht um weiße Engelsschwingen, sondern um die schwarzen Federn eines gefallenen Engels.

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Fazit: „Jupiter Ascending“ ist in erster Linie optisch eindrucksvoll. Der Film hat einige wirklich herausragende Bilder. Die Handlung ist jedoch sehr konstruiert und voller Logiklücken. Die übertriebene Action mit all den physikalischen Unmöglichkeiten setzt dem ganzen die Krone auf.

Zumindest einige Aspekte der außerirdischen Agenda sind allerdings durchaus interessant. Die Beziehung der Grey, Reptos und Humanoiden untereinander mag zwar nicht ganz der Realität entsprechen, aber immerhin werden sie überhaupt thematisiert. Die Verstrickung der Grey in die Manipulation der menschlichen Genetik kommt der Wahrheit dabei durchaus nahe, obgleich die Motive in der realen Welt andere sein dürften. Eingeweihte sowie Betroffene des Entführungsphänomens können mit den Andeutungen sicherlich etwas anfangen, aber für die breite Masse kommt „Jupiter Ascending“ eher Desinformation gleich. Wie heißt es so schön: „Die schlimmste Lüge ist die Wahrheit – mäßig entstellt.“

Der Lions Club – Den Löwen zum Fraße

von Joe Doe

Der am 7. Juni 1917 gegründete Lions Club ist ein ähnlicher Service Club wie Rotary International. Er hat weltweit rund 1,36 Mio. Mitglieder, die in 46.385 Clubs organisiert sind. In Deutschland, wo der erste Lions Club 1951 in Düsseldorf gegründet wurde, gibt es inzwischen 1540 Clubs mit rund 21.600 Mitgliedern. Der Dachverband Lions International hat seinen Hauptsitz in Oak Brook (Illinois, USA).

Ähnlich wie Rotary International war Lions International ursprünglich ebenfalls als reiner Herrenclub konzipiert. Die ersten Frauen wurden sogar noch später, nämlich erst im Jahr 1989 vom Lions Club Bremen, aufgenommen. Heute beträgt der Frauenanteil 26% und es gibt sowohl gemischte als auch reine Frauenclubs. Dennoch darf, wie auch bei den Rotariern, nicht jeder einfach so Mitglied werden. Es bedarf einer expliziten Einladung und Anwärter müssen einen guten Leumund besitzen.

Das klingt einmal mehr nach Freimaurerei und tatsächlich war der Gründer des ersten Lions Clubs, der Versicherungskaufmann Melvin Jones (1879-1961) ein Mitglied der Garden City Lodge No. 141 in Chicago. In Chicago wurde auch der Rotary Club gegründet, weshalb es wohl kein Zufall ist, dass die beiden Clubs sich so stark ähneln. Man kann nur darüber mutmaßen, warum Jones einen eigenen Club mit gleicher Ausrichtung gründete, denn ist leider nicht überliefert, ob er von den Rotariern abgewiesen wurde.

Im Prinzip handelt es sich bei Lions International um einen Rotary 2.0, wobei sogar deren Slogan „Tu Gutes und rede darüber!“ leicht abgewandelt als „Tu gutes! Sag es weiter!“ übernommen wurde. Das ist wenig kreativ und mindestens genauso verlogen, wie es beim Rotary Club der Fall ist. Das Motto „Wir dienen“ trifft wohl eher auf die Arbeiter zu, die von den Unternehmern des Lions Club ausgebeutet werden.

Die Spendenaktionen für wohltätige Zwecke, Förderung von Kindergärten, Veranstaltung von Jugendcamps sowie Projekte in den Bereichen Frieden, Kultur und Gesundheit, dienen lediglich als Imagekampagnen. Man braucht sich nur ansehen, mit welchen Partnern Lions International zusammenarbeitet. Für die Care-Paket-Aktion Packmee kooperiert das Hilfswerk der Deutschen Lions e. V. zum Beispiel mit dem Privatsender RTL, dessen Vormittagsprogramm für Arbeitslose eher als asozial zu bezeichnen ist.

Während die Bevölkerung mit solchen Aktionen geblendet wird, nimmt Lions International erheblichen politischen Einfluss bei den Vereinen Nationen. So wirkten an der Erarbeitung der UN-Charta 1945 nicht nur 49 Rotarier, sondern auch eine ganze Reihe Löwenbrüder mit. Ebenso wie Rotary International ist Lions International als NGO bei den Vereinten Nationen vertreten.

Darüber hinaus sitzen Lions-Repräsentanten in wichtigen Schlüsselpositionen bei der UN in New York, Wien und Genf sowie der UN-Hauptabteilung für Presse und Information in New York. Gleiches gilt für die UN-Organisationen ECOSOC (Wirtschafts- und Sozialrat der UN), WHO (Weltgesundheitsorganisation), FAO (Welternährungsorganisation), UNESCO (Erziehung, Wissenschaft, Kultur) und UNEP (Umweltprogramm in Nairobi).

Offensichtlich haben sich der Lions und Rotary Club inzwischen darauf geeinigt, gemeinsam an der neuen Weltordnung mitzuwirken. Das ist nicht verwunderlich, da es sich bei beiden Service Clubs um Freimaurerorganisationen handelt und sie damit gleichermaßen Teil der großen Bruderschaft sind.

Was den Wohltätigkeitsbereich angeht, haben sich Lions-Repräsentanten in den UNICEF-Büros New York, Genf und Nairobi eingenistet. Wer sich noch daran erinnern kann, 2008 geriet UNICEF Deutschland wegen Verschwendung von Spendengeldern in die Negativschlagzeilen. Wer aufgrund dieses Skandals nicht mehr an UNICEF spendet, sollte auch gleich den Lions und Rotary Club auf die Liste setzen.

Von einer Mitgliedschaft sollten altruistisch veranlagte Menschen erst recht absehen. Es gibt einfachere Wege, seinen Mitmenschen zu helfen, als einer Freimaurerorganisation beizutreten, die einen im schlimmsten Fall noch an die nächst beste Loge weiterempfiehlt. Das gilt natürlich auch für sämtliche Unterorganisationen wie der Jugendgruppe Leo-Club (gegründet 1957), den New Century Lions Club, den Universitätsclubs sowie dem virtuellen E-Lions Club.

Wie wenig altruistisch der Lions Club in Wirklichkeit ist, wird anhand der Mitglieder deutlich. Zu diesen gehören in Deutschland u.a. Sigmar Gabriel (Vizekanzler und Bundeswirtschaftsminister, SPD), Horst Seehofer (Ministerpräsident von Bayern, CSU-Chef), Jürgen Rüttgers (Ex-Ministerpräsident von NRW, CDU), David McAllister (Ministerpräsident von Niedersachsen, CDU), Lothar Späth (Ex-Ministerpräsident von BaWü, CDU), Johannes Rau (Ex-Bundespräsident, SPD, † 2006) sowie der Kommunistenfresser Franz-Josef Strauss (Ex-Ministerpräsident von Bayern, CSU, † 1988). Hinzu kommen Vertreter der Schickeria wie der Entertainer Thomas Gottschalk, die sich wohltätig geben, aber selbst in Schlössern wohnen.

Quelle

Das Logo dieser diabolischen Organisation zeigt zwei Löwenköpfe, was durchaus zum Namen Lions Club passt. Doch warum ausgerechnet Lions Club? Bei den Rotariern ist der Grund für die Namenswahl bekannt und nicht weiter der Rede wert. Löwen sind indes ein hochgradig okkultes Symbol, welches u.a. für die Sonne stehen kann. Da es sich jedoch um ein Löwenpaar handelt, ist in diesem Falle wohl eher Aker aus der ägyptischen Mythologie gemeint, welcher ebenfalls als Paar mit einer Sonnenscheibe in der Mitte dargestellt wird.

Lions-Club-Logo

Wo sind all die Jakobiner hin…

…wo sind sie geblieben? Vielleicht im US-Senat? Immerhin haben die Franzosen schon im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg gekämpft, was einer der Anstöße für die französische Revolution war. Wie man sieht, haben sich die Franzosen dafür revanchiert.

US Senat

Innerhalb der USA sind die Jakobiner auch in New York und New Jersey aktiv gewesen. Die Jakobinermütze wird jeweils von der linken Person auf der jeweiligen Flagge hochgehalten.

Flagge New York

Flagge New Jersey

Auf dem Wappen von West Virginia findet sich die Mütze zwischen zwei Pentagrammen.

Wappen West Virginia

In Mittelamerika sind ebenfalls einige Jakobiner angelandet. In Nicaragua findet man ihre rote Mütze zusammen mit einem Regenbogen innerhalb einer freimaurerischen Pyramide.

Wappen Nicaragua

El Salvador hat praktisch fast das gleiche Wappen.

Wappen El Salvador

Das alte Wappen von Honduras zeigt ebenfalls die Jakobinermütze mit Regenbogen vor einer Pyramide. Allerdings wurde die Jakobinermütze inzwischen durch eine rote Sonne ausgetauscht.

Wappen Honduras

Gehen wir weiter nach Süden, kommen wir nach Kolumbien. Trotz der Symbolik wird das Land heutzutage aber nicht von Jakobinern regiert, sondern von der Drogenmafia.

Wappen Kolumbien

Im brasilianischen Bundesstaat Santa Catarina finden wir die Jakobinermütze an der Spitze eines Pentagramms.

Wappen Santa Catarina

Im angrenzenden Argentinien wird die Jakobinermütze wieder mit Sonnensymbolik kombiniert. Handschlag und Kranz symbolisieren das Bündnis.

Wappen Argentinien

Auf der Rückseite der Flagge von Paraguay wird die Jakobinermütze von einem Löwen gehalten, welcher mit seiner Mähne ebenfalls die Sonne repräsentiert. Auf jeden Fall ist der Löwe kein einheimisches Tier. Die Flagge selbst ist in den Freimaurerfarben Blau/Weiß/Rot gehalten, was eine weitere Parallele zur französischen Revolution darstellt.

Flagge Paraguay

Blau/Rot ist auch die Flagge der Inselrepublik Haiti, auf welcher die ebenfalls blau/rote Jakobinermütze über einer Palme thront.

Flagge Haiti

All diese Beispiele sagen natürlich nichts über die aktuelle politische Lage in den betreffenden Ländern aus. Die roten Mützen sind keineswegs als Anzeichen einer andauernden Jakobinerherrschaft zu werten, zumal dafür einfach zu wenige Köpfe rollen. Ihre Verwendung geht viel mehr auf den Umstand zurück, dass die damaligen Kolonien in den Folgejahren der französischen Revolution ihre Unabhängigkeit erhielte

Winter’s Tale – In der Hölle ist es kalt

von Joe Doe

Mit „Winter’s Tale“ liefert der jüdische Regisseur und Produzent Akiva Goldsman ein eher christlich inspiriertes Werk über den Konflikt zwischen Gut und Böse ab. Im Zentrum dessen steht Peter Lake (Colin Farrell), der wie einst Moses als Baby von seinen Eltern in einem kleinen Holzboot ausgesetzt wird. Doch nicht, weil etwa der US-Präsident alle erstgeborenen Söhne töten will, sondern weil seinen Eltern die Einreise in die USA verweigert wurde und sie auf eine bessere Zukunft für ihren Sohn hoffen.

Moses Lake

Jahre nachdem Peter an der Küste New Yorks angeschwemmt wurde, ist aus dem kleinen Hoffnungsträger ein Kleinkrimineller geworden. Sein ehemaliger Boss Pearly Soames (Russell Crowe) ist jedoch unzufrieden mit ihm und hat ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt. Kurz bevor die Mafiaschergen Peter erwischen, bekommt dieser jedoch unerwartet Hilfe von einem weißen Pferd, welches mit Engelsschwingen über ein hohes Tor und die Mafiosi hinweg fliegt.

Spätestens hier ist die Grenze zum Märchen überschritten. Und mehr noch, die jüdisch-christliche Mythologie wird mit griechischen Fabelwesen vermischt. Zwar wird behauptet, bei dem Pferd handele es sich um einen Boten Gottes und um die Verwirrung komplett zu machen, soll dieser ein schwarzer Hund namens Athansor sein, der als weißes Pferd erscheint. Doch das macht alles offensichtlich überhaupt keinen Sinn, zumal es noch eine weitere Anspielung auf die griechische Astrologie gibt. Peter versteckt sich nämlich auf dem Dachboden einer Bahnhofshalle und direkt neben seiner Luke findet sich das Sternbild Pegasus.

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Pegasus ist es schließlich zu verdanken, dass Peter seine große Liebe Beverly Penn (Jessica Brown Findlay) bei seinem letzten Raubzug begegnet. Das Haus des Pressemoguls Isaac Penn (William Hurt), auf welches das Pferd ihn aufmerksam macht, ist nämlich keineswegs verlassen. Während ihre Familie auf Achse ist, muss Beverly wegen ihrer Tuberkulose das Haus hüten.

Sie bietet dem Einbrecher eine Tasse Tee an, weil das im New York des Jahres 1916 das übliche Verfahren zu sein scheint, wenn man von einem Dieb mit einer Waffe bedroht wird. Die beiden verlieben sich ineinander, was jedoch zur Folge hat, dass Beverly ins Fadenkreuz von Pearly Soames gerät. Dieser hat eine Vision von ihr, nachdem er in einem Nobelrestaurant einen Kellner getötet hat, weil dieser ihm keinen Uhu servieren konnte.

Mit dem Uhu scheint hier die Eule der Illuminaten gemeint zu sein, denn wer genau hinsieht, erkennt schon früh, dass Peters ehemaliger Boss ein Dämon ist. Dieser will verhindern, dass Peter seiner Geliebten das Leben rettet. Doch als er sie gerade mit dem Tod bedroht, erscheint Peter wie ein Prinz auf seinem weißen Ross und rettet die holde Maid. Übrigens passen in dieser Szene die beiden Löwen vor dem Haus sehr gut zu der Satanistenhorde.

Drecksviecher

Peter flieht mit Beverly auf ein Anwesen ihrer Familie im Norden. Offensichtlich ist ihr Vater ein wohlhabender Freimaurer, denn ein Fenster seiner fürstlichen Villa zeigt ziemlich deutlich ein Hexagramm.

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Dort angekommen gehen die hanebüchenen Übertreibungen in die zweite Runde. Beverly bringt dank ihres Fiebers sämtlichen Schnee unter ihren Füßen augenblicklich zum Schmelzen. Nur die Beruhigung ihres Herzens lässt das Wasser sofort wieder zu Schnee kristallisieren. Solcher Unsinn überrascht allerdings nicht wirklich, da sich ohnehin gerade ein Wunder anbahnt.

Pearly, der dieses Wunder verhindern soll, kann die beiden indes nicht weiter verfolgen, da diese Region für seinesgleichen aus vertraglichen Gründen Tabu ist. Einem Kenner der Außerirdischenthematik kommt hier schnell der Gedanke, dass die Erde in verschiedene Besatzungszonen aufgeteilt sein könnte und Pearly zu den Reptiloiden gehört.

Wie sich schon kurz darauf herausstellt, ist diese Annahme wieder einmal ein Volltreffer. Pearly ersucht nämlich bei seinem Boss um eine Ausnahmegenehmigung und sein Boss ist niemand geringeres als Luzifer (Will Smith) höchstpersönlich. Als der Teufel einen kleineren Wutanfall hat, zeigt er sogar seine reptiloiden Zähne. Dieser Effekt ist direkt aus „V – Die Besucher“ kopiert.

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Da Luzifer seinem Dämon Pearly keine Ausreisegenehmigung erteilt, heuert dieser den gefallenen Engel Gabriel (Finn Wittrock) an, um Beverly zu vergiften. Dies gelingt tatsächlich und Beverly stirbt nach dem Liebesspiel in Peters Armen. Obwohl er den göttlichen Hinweisen folgt, die er durch Beverlys kleine Schwester erhält, kann Peter Beverly nicht mit einem Kuss im Dornröschenbett ins Leben zurückholen. Er verliert sie für immer.

Beverly wird auf einem Friedhof in New York zwischen Freimaurern und Jesuiten begraben, wie ein genauer Blick auf einige der umliegenden Gräber enthüllt.

Bei den Gräbern

Als wäre der Verlust noch nicht schlimm genug, wird Peter nach der Beerdigung in New York von Pearlys Satanistenclique aufgemischt und von der Brooklyn Brücke gestürzt. Während die Satansjünger ihn für tot halten, hat Gott noch weitaus boshaftere Pläne für ihn. Peters Gedächtnis wird gelöscht und Gott verdammt ihn zur Unsterblichkeit.

Schwarz/Weiß-Klischee

Schwarz/Weiß-Klischee

Im New York der Gegenwart vertreibt sich Peter als Straßenkünstler die Zeit, bis er von einem kleinen Mädchen angerempelt wird. Wie durch göttliche Fügung beginnt er, seine Vergangenheit neu zu entdecken und trifft dabei die Mutter des kleinen Mädchens wieder. Virginia (Jennifer Connelly) arbeitet in einem Pressearchiv, wo sie ein fast 100 Jahre altes Foto von Peter und Beverly entdeckt. Während Peters Erinnerungen zurückkehren, kommt Virginia aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Durch einen weiteren Zufall stellt sich heraus, dass Virginias Vorgesetzte Beverlys jüngere Schwester Willa (Eva Marie Saint) ist. Diese müsste laut der Chronologie des Films inzwischen über 100 Jahre alt sein, macht jedoch einen für dieses Alter erstaunlich frischen Eindruck. Willa wirkt sowohl körperlich als auch geistig eher wie knapp 70.

Während Peter alte Bekanntschaften feiert, entdeckt Pearly, der inzwischen ein modernes Verbrechersyndikat leitet, dass sein Erzfeind noch am Leben ist. Er sucht erneut Luzifer auf, der ihm jedoch nur eine Genehmigung für Peters weitere Verfolgung erteilen will, wenn Pearly bereit ist, seine Unsterblichkeit aufzugeben und ein Mensch zu werden.

Der Film erweckt an dieser Stelle den Eindruck, als seien die Reptiloiden dabei, den Konflikt zu verlieren. Luzifer ist eindeutig in der Defensive und gewährt seinem eifrigsten Dämon keine Rückendeckung bei dessen Vorhaben. Von göttlicher Seite gibt es indes für Peter diesmal mehr Unterstützung, nachdem der angeblich allwissende Arsch da oben zugesehen hat, wie einer seiner ehemaligen Engel Beverly vergiftete.

Als Peter gerade bei Virginia und deren Tochter zu Besuch ist, wird das Haus von Pearlys Leuten gestürmt. Die drei fliehen auf das Dach, wo Pegasus im letzten Moment landet, um sie in Sicherheit zu fliegen. Ein fliegendes Pferd fällt natürlich mitten in New York niemandem auf. Aber okay, der Film ist ja zur Hälfte Fantasy.

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Die drei werden von Pegasus zum einstigen Anwesen der Penn-Familie gebracht, wo immer noch das wundersame Dornröschenbett im Wintergarten steht. Dort soll Peter sein Wunder wirken, denn wie sich herausgestellt hat, ist Virginias krebskranke Tochter sein wahres Ziel. Aus diesem Grund heftet sich auch Pearly samt Gefolge wieder an Peters Fersen, um das Wunder zu verhindern.

Seine Männer fahren über das zugefrorene Gewässer vor dem einstigen Penn-Anwesen und Pegasus schlägt das Eis gnädigerweise ein, um die Brut ersaufen zu lassen. Peter muss also nur noch den Endgegner Pearly im Zweikampf besiegen, was erwartungsgemäß gelingt. Kein Mitleid für den Dämon, er hatte immerhin um seine Sterblichkeit gebettelt.

Im Anschluss braucht Peter nur noch die zwischenzeitlich verstorbene Tochter von Virginia zu küssen und schon entfaltet sich das Wunder. Zum Glück küsst er sie nur auf die Stirn und nicht auf den Mund, was man schnell hätte missverstehen können. So bleibt am Ende nur noch die Frage, warum Gott nicht auch im Falle von Beverly ein Wunder zugelassen hat?

Immerhin darf Peter nach getaner Arbeit mit Pegasus zum Himmel aufsteigen, wo er zu einem Stern wird, der direkt neben Beverlys Stern erstrahlt. Selbstverständlich leuchten die beiden unweit des Orion, womit zum Abschluss abermals die Astrologie bedient wird.

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Fazit: Es fällt schwer, „Winter’s Tale“ nur einem Genre zuzuordnen. Der Film vereint die Merkmale eines Liebesdramas und Gangsterstreifens mit Fantasy-Elementen, Esoterik und diversen Mythologien. Im Zentrum steht allerdings zweifelsfrei der Kampf zwischen Gut und Böse. Interessant ist dabei an der Rolle Luzifers, dass sie von dem $cientology-Sympathisanten Will Smith verkörpert wird. Akiva Goldsman arbeitete zwar schon mehrfach als Produzent mit Smith zusammen, dennoch ist diese Wahl fragwürdig. Für die Rolle des Xenu wäre der „Prinz von Hell Air“ wohl besser geeignet gewesen.

Nett gemacht scheinen indes lediglich die Lichtspielereien. Allerdings steckt darin schon wieder sehr viel Esoterik. Es wimmelt geradezu von Orbs.

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Zudem fragt man sich, welche Aussage sich dahinter verbirgt, wenn ein Dämon mit Illuminationen spielt.

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Eine weitere Erwähnung ist die Romanvorlage von „Winter’s Tale“ aus dem Jahr 1983 wert, welche aus der Feder des Mark Helprin stammt und vor Esoterik nur so strotzt. Helprin, der neben seiner US-Staatsbürgerschaft noch eine zweite israelische hat und dem dortigen Militär angehörte, ist ein erklärter Gegner der Internetkultur und tritt für ein verschärftes Urheberrecht ein. Wie es scheint, kann er nicht mit Kritik umgehen und hätte wohl gern, dass sie aus dem Netz verschwindet, sobald auch nur der Titel eines seiner Werke erwähnt wird.

Allerdings sollte Helprin vorsichtig mit seinen Wünschen sein, denn in „Winter’s Tale“ kopiert er selbst zahlreiche Elemente aus der Bibel sowie der griechischen Mythologie. Die Geschichte vom Kampf Gut gegen Böse, die er erzählt, ist im Kern einige Jahrtausende alt und findet sich bereits bei Zarathustra. Ein zu strenges Urheberrecht könnte ihn daher vielleicht die Hände kosten.

The Wolf of Wall Street – Kapitalismus ist eine obszöne Orgie

von Joe Doe

Wer sind eigentlich diese Bankster und Broker, die die Anleger um Millionen betrogen und die Welt in die Krise gestürzt haben? Dieser Frage geht die Verfilmung von Jordan Belforts autobiografischem Bestseller nach. Die Antwort könnte dabei nicht heftiger ausfallen.

Bereits in der Ausbildung wird Belfort, dargestellt von Leonardo DiCaprio, mit Drogen und Sex konfrontiert. Von seinem Ausbilder lernt er, dass die Werte, die an der Börse gehandelt werden, eigentlich gar nicht real sind. Reales Geld wird erst beim Verkauf einer Aktie ausgeschüttet und dies gelte es zu verhindern. Aktien sollen gekauft, nicht verkauft werden. Das Risiko trägt dabei der Käufer, während dem Broker die Provision sicher ist.

Zunächst arbeitet Belfort bei L.F. Rotschild. Doch als die Firma nach dem Börsenkrach von 1987, der als „Schwarzer Montag“ in die Geschichte eingegangen ist, geschlossen wird, ist er erst einmal arbeitslos. Einen neuen Job findet er schließlich bei einem kleinen Brokerunternehmen in Long Island, welches mit Penny-Stocks handelt. Also Aktien von Unternehmen, die nicht viel wert sind.

Schon bald fährt er durch sein aggressives Marketing kräftige Provisionen ein. Schließlich gründet Jordan mit seinem Freund Donnie (Jonah Hill), dessen reale Vorlage Danny Porush ist, ein eigenes Unternehmen unter dem Namen Stratton Oakmont. Das Logo des Unternehmens ist ein Löwenkopf.

Löwenlogo

Eigentlich ist das Symbol der Börse der Stier und nicht der Löwe. Letzterer steht im Okkultismus für Satan und sieht man sich den verwerflichen Lebensstil der Broker an, versteht man, warum der Löwe im Film überall präsent ist.

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Auf einer von zahlreichen obszönen Sexpartys im Büro von Stratton Oakmont ist sogar kurz ein Schlangenträger zu sehen. Man hätte kaum deutlicher machen können, was für Figuren in dieser kapitalistischen Räuberhöhle das Sagen haben.

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Wobei die Pyramide in Belforts Büro vielleicht doch noch ein etwas direkterer Hinweis ist.

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Neben der einschlägigen Symbolik fallen vor allem die Drogen- und Sexorgien auf. Das ist kein schöner Anblick, aber andererseits ist es ganz gut, dass der Film die Verkommenheit des Finanzgesockses so drastisch zur Schau stellt. Wenn man in den Nachrichten von den Sexpartys eines Silvio Berlusconi oder Peter Hartz hört, hat man dazu eine gewisse Distanz, die alles halb so schlimm wirken lässt. In „The Wolf of Wall Street“ bekommt man dagegen erstmals eine Vorstellung davon, was für verkommene Schweine die Herrscher dieser Welt tatsächlich sind.

Die selbsternannte Elite des christlichen Abendlandes besitzt nur Geld statt Moral. Dabei können sie ihren Reichtum nicht einmal genießen, denn menschliche Empfindungen gehen diesen Subjekten vollkommen ab. Sie verbringen ihr Leben in einem Rauschzustand, den sie aus einer Mischung von Kokain, Sex und Geldgier ziehen. Der Kampf gegen Drogen und Prostitution ist dabei ein Witz, denn die herrschende Klasse gehört zu den Hauptkonsumenten. Hinzu kommen mindestens ebenso fragwürdige Vergnügungen wie Zwergenwerfen, was nebenbei bemerkt ziemlich menschenverachtend ist.

Doch dieser Lebensstil hat auch seinen Preis, was Jordan Belfort bald zu spüren bekommt. Die Trennung von seiner ersten Frau Teresa (Cristin Milioti) verkraftet er noch ganz gut, da er ohnehin schon eine andere am Start hat. Bitter wird es jedoch, als seine neue Frau Naomi (Margot Robbie) seine sexuellen Ausschweifungen erst mit einem Sexembargo abstraft und schließlich die Scheidung einreicht. Dabei nimmt sie auch gleich noch die gemeinsame Tochter mit und so langsam dämmert Belfort, dass seine Familie vielleicht das Wertvollste in seinem Leben war bzw. hätte sein sollen.

Kurz vor dem Ehedrama verliert er allerdings noch 20 Millionen, die er auf einem Schweizer Konto gebunkert hat und bei dem verzweifelten Versuch, das Geld zu retten, versinkt obendrein seine Yacht in einem Sturm. Als die Geldwäsche schließlich auffliegt, verliert Belfort seine Freiheit, wobei er allerdings nur 5 Jahre in einem Luxusknast absitzen muss. Eine lebenslängliche Haftstrafe in einem mexikanischen Gefängnis wäre weitaus angemessener gewesen, aber dann hätte er ja nicht sein Buch schreiben können und wir hätten niemals solch detaillierte Einblicke in das Leben der Broker erhalten.

Fazit: Mit „The Wolf of Wall Street“ hat Martin Scorsese sowohl eine obszöne Orgie als auch einen aufschlussreichen Lehrfilm abgeliefert. Einerseits stellt sich die Frage, ob die Zuschauermassen den Film richtig interpretieren oder sich eher daran ergötzen und ihn als Vorbild nehmen? Andererseits werden die Finanzhaie als das Gesocks entlarvt, was sie tatsächlich sind. Was letzteren Punkt betrifft, könnte die Demaskierung der Finanzwelt durchaus viele Menschen zum Nachdenken anregen und Zweifel am kapitalistischen System nähren.

Etwas anstrengend ist die Überlänge des Films. 3 Stunden Drogenrausch und Softpornografie sind mit Sicherheit nicht jedermanns Geschmack. Da der Trailer nichts von solchen Szenen erahnen lässt, sollten alle streng moralischen Menschen vorgewarnt sein.

Was der Trailer dagegen sehr wohl offenbart, ist das Logo von Red Granite Pictures. Na wenn das mal keine Ouroboros ist…

Red Granite Pics

Zum Schluss sei noch angemerkt, dass es einen weiteren Film mit dem Titel „The Wolf of Wall Street“ aus dem Jahr 1929 gibt, der in Deutschland unter dem Titel „Millionen um ein Weib“ erschien. Der Inhalt ist ähnlich und sogar der Name des Hauptcharakters, Jim Bredford, erinnert ein wenig an Jordan Belfort. Da Belfort aber eine reale Person ist, scheint diese Ähnlichkeit nur Zufall zu sein. Sein Spitzname „Wolf of Wall Street“ könnte dagegen durchaus auf den 1929er Film zurückgehen.

Chroniken der Unterwelt – City of Skull and Bones

von Joe Doe

„Chroniken der Unterwelt“ basiert auf der „City of Bones“-Romanserie von Cassandra Clare. Ähnlich der „Harry Potter“-Reihe von Joanne K. Rowling geht es auch in dieser Romanverfilmung um eine verborgene Welt des Okkultismus, in die die Hauptperson scheinbar durch Zufall hineinstolpert. Die Parallelen zwischen beiden Werken sind dabei ebenso offensichtlich wie deren satanistische Tendenzen.

Wie im Himmel so auf Erden...

Wie im Himmel so auf Erden…

Statt mit einem kindlichen Zauberlehrling beginnt „Chroniken der Unterwelt“ mit einer jugendlichen Schattenjägerin. Allerdings weiß Clary Fray (Lily Collins) ebenso wie Harry Potter noch nicht, wer ihre Eltern wirklich sind. Im Haus ihrer leiblichen Mutter (Lena Headey), deren Mann im Krieg gefallen sein soll, beginnt Clary aus einem inneren Antrieb heraus, okkulte Symbole zu zeichnen. Gleich in der ersten Szene schmiert sie ein umgedrehtes Pentagramm an ihren Badezimmerspiegel.

Den Abend ihres 16. Geburtstags verbringt sie mit ihrem Freund Simon Lewis (Robert Sheehan) in einem Club namens „Pandemonium“. Das „DEMON“ ist dabei absichtlich hervorgehoben, denn in dieser Spelunke begegnet Clary ihrem ersten Dämon.

PanDämonium

Wie bereits die geheimen Zeichen am Eingang kann nur sie sehen, wie der Dämon mitten in der Menschenmenge von Schattenjägern niedergemetzelt wird. Eine der Schattengestalten benutzt dabei eine Schlangenkette, die ein Eigenleben zu besitzen scheint. Die Bruderschaft der Schlange lässt grüßen.

Schlangenarmband

Der Film weicht nebenbei bemerkt bereits in dieser Szene von der Romanvorlage ab, in der alles in einem Hinterzimmer stattfindet. Diese Kritik soll sich jedoch auf die Verfilmung konzentrieren. In dieser offenbart sich Clary viel eher, dass mit ihrem Leben etwas nicht stimmt. Denn als sie am nächsten Morgen aufwacht, ist ihr Zimmer mit Teufelsrunen geschmückt. Sie hat die Kreide noch in der Hand, weiß aber nicht, wie ihr geschehen ist. Es scheint fast so, als wäre sie nunmehr selbst von einem Dämon besessen.

Runen Zimmer

Hilfesuchend wendet Clary sich an Simon. Er meint, die Situation erinnere ihn an den Film „Unheimliche Begegnung der 3. Art“, in dem eine Frau ebenfalls aus einem unerklärlichen Antrieb heraus dutzende Bilder vom Devil’s Mountain zeichnet. Es ist wohl kein Zufall, dass hier eine Parallele zwischen den Grey-Aliens und Dämonen gezogen wird. Eine Parallele, die so häufig ist wie Kruzifixe in der Kirche.

In dieser extrem wichtigen Szene begegnet Clary der mysteriöse blonde Schattenjäger Jace Wayland (Jamie C. Bower) wieder, den nur sie sehen kann. In Anbetracht der Tatsache, dass laut diversen Berichten die extradimensionalen Grey an der Erschaffung einer blonden Hybridrasse arbeiten, soll hier wohl angedeutet werden, dass diese sich unerkannt unter den Menschen bewegen können.

Clary stellt den Unsichtbaren zur Rede, erhält jedoch zunächst nur einige Andeutungen statt Antworten. Indessen wird ihre Mutter daheim angegriffen und entführt. Als Clary nach Hause kommt, ist die Wohnung zertrümmert und der Kampfhund der Einbrecher erwartet sie. Dieser entpuppt sich als Dämon, den sie schließlich mit einer Gasexplosion in die Luft sprengt. Allerdings fließen die Fleischfetzen wieder zusammen, was stark an den T-1000 aus „Terminator 2“ erinnert.

In letzter Sekunde eilt Jace ihr zu Hilfe und erledigt den Dämon mit seinem magischen Schwert. Er bringt sie und Simon, dem sie unterwegs begegnen, zum Hauptquartier der Schattenjäger. Dieses sieht für Normalbürger wie eine Ruine aus, aber Jace und Clary erkennen die Kathedrale in ihrer vollen Pracht. Dumm nur, dass auch diese Szene aus einem anderen Film geklaut ist. Nämlich aus „Shadow und der Fluch des Khan“, der ebenfalls in New York spielt.

Rune Tor

Die Welt der Schattenjäger ist wenig überwältigend und erinnert an „Constantine“. Der Unterschied liegt lediglich in der kruden Mystik. Die Schattenjäger werden als solche geboren oder erschaffen, indem Menschen aus einem magischen Gral des Erzengels Raziel trinken. Die Suche nach dem heiligen Gral wird dabei noch von zentraler Bedeutung für den weiteren Handlungsverlauf sein und um die Parallelen zur Gralslegende noch zu steigern, findet sich auf der Truhe des Bechers eine Fleur de Lys.

Beim Erzengel Raziel scheint es sich indessen eher um einen gefallenen Engel zu handeln, denn sein Zeichen ist die allgegenwärtige Rune in Form eines Baphometkopfes. Dieses satanische Symbol dominiert sowohl die Buchreihe als auf den Film.

Gefallener Engel Raziel

Auch sonst schmücken sich die Schattenjäger mit allerhand magischen Runen, was so gar nicht zu ihrer Rolle als angebliche Halbengel im Auftrag des Guten passen will. In einer späteren Szene werden sie gar als „Kinder der Nephilim“ bezeichnet. Sie sind also Nachfahren von Halbgöttern, die laut den Apokryphen von großer Boshaftigkeit waren.

Jace mit Wolfsangel auf dem Rücken.

Jace mit Wolfsangel auf dem Rücken.

Es sollte daher nicht verwundern, dass einer der ihren, ein gewisser Valentin Morgenstern (Jonathan Rhys Meyers), der dunklen Seite der Macht verfallen ist. Er trachtet nach dem heiligen Kelch, um mit ihm eine Herrenrasse von Schattenjägern zu erschaffen. Hier kann eine Parallele zu Dan Browns „Sakrileg“ gezogen werden, demnach der heilige Gral in Wirklichkeit der Schoß von Maria Magdalena war, mit der Jesus wohl tatsächlich Nachkommen gehabt haben könnte. Halten wir also fest, dass es in „Chroniken der Unterwelt“ um transhumanistische Genetik geht, was zu den bereits erwähnten Anspielungen auf die Grey passt.

An Valentin Morgenstern ist aber noch etwas anderes interessant. Nämlich der Nachname. Der Morgenstern ist die Venus, welche in der okkulten Astrologie Luzifer darstellt. Wie Luzifer ist Valentin ein Gefallener, der zuvor auf der Seite Gottes stand und nunmehr seine eigenen egoistischen Ziele verfolgt. Er beschwört und kontrolliert zudem Dämonen, die er für seine Zwecke arbeiten lässt.

Allerdings spielt er noch eine weitere Rolle, die sich später noch herausstellen soll. Zunächst einmal muss Clary jedoch ihre Gedächtnisblockade entfernen. Es ist bereits offensichtlich, dass ihre Mutter eine Schattenjägerin ist, doch warum hat sie das vor ihr geheim gehalten? Und vor allem wie?

Es stellt sich heraus, dass Clarys Mutter seit ihrer frühsten Kindheit regelmäßig mit ihr zu einem Magier namens Magnus Bane (Godfrey Gao) gegangen ist, um ihr die Erinnerungen zu nehmen. Das ist eine dermaßen unverhohlene Anspielung auf Mind Control, dass es sogar unbedarften Zuschauern auffallen muss. Zudem zeigt der Löwenkopf an der Tür zu Banes Pornobude, dass es sich um eine satanistische Loge handelt.

Wir finden hier sämtliche Anzeichen, die von Opfern rituellen Missbrauchs geschildert werden. Clary wächst in einer Satanistenfamilie auf. Ihr Zimmer ist mit Totenschädeln, Drachenfiguren und ähnlich okkultem Krempel angefüllt. Sie wurde von klein an regelmäßig in einen sexuell anrüchigen Tempel verschleppt und dort magischen Ritualen unterzogen.

Die Traumata führten schließlich zur einer multiplen Persönlichkeitsspaltung, weshalb sie sich auch nicht daran erinnern konnte, über Nacht hunderte Runen gezeichnet zu haben. Zudem konnte sie ihre traumatischen Erfahrungen als Hirnwäscheopfer auf diese Weise tief in ihrem Innersten vergraben.

Der erste Film der Reihe stellt ihre Initiation in die okkulte Bruderschaft dar, welche nicht zufällig mit ihrem 16. Geburtstag beginnt. Eines der Initiationsrituale findet auf einem Friedhof statt. Sie wird von finsteren Kapuzenträgern in eine Gruft geführt, wo sie in einen Kreis treten muss, in dessen Zentrum sich ein allsehendes Auge befindet. Doch dies ist nur eine Station auf ihrem Weg, an dessen Ende sie in den Stand einer vollwertigen Schattenjägerin bzw. satanistischen Hohepriesterin erhoben wird.

Grim Reaper Ritual

Auge im Kreis

Es ist fraglich, ob die Schauspielerin Lily Collins selbst ein derartiges Martyrium durchleben musste. Als Tochter von Phil Collins wuchs sie jedenfalls direkt in die Pop-Okkultur hinein, moderierte bereits auf dem freimaurerisch kontrollierten US-Sender Nickelodeon und spielte in Filmen wie „Atemlos“ und „Priest“ mit, die ebenfalls nur so von Freimaurersymbolen und -ideen strotzen.

Nickelodeon

Doch zurück zum Film. In diesem okkulten Machwerk darf natürlich auch die Esoterik nicht zu kurz kommen. Clarys Nachbarin ist daher eine Hexe, die ihr Geld als Wahrsagerin verdient. Für ihren Job bekam sie von Clarys Mutter Jocelyn einst ein paar Tarotkarten geschenkt, womit die Nähe der Satanisten zu den luziferischen Esoterikern verdeutlicht wird.

City of Tarot

Als Clary herausfindet, dass ihre Mom den heiligen Gral in einer der Karten versteckt hat und diesen aus dem Bild zieht, verwandelt sich die alte Gewitterhexe nicht ganz überraschend in einen Dämon. Das kommt davon, wenn man zu viel mit Tarotkarten und Ouijaboards spielt.

Nachdem wir nun schon genügend Dämonen hatten, wird Clarys Freund Simon zu allem Überfluss von Vampiren entführt und zum Trocknen aufgehängt. Das Quälen von nahe stehenden Personen ist eine typische Hirnwäschemethode, die im Satanismus gerne angewendet wird. Normalerweise eignen sich Geschwister, insbesondere Zwillinge, am Besten dafür. Hier muss ein enger Freund herhalten, was jedoch nichts am Kern der Sache ändert. Ungewöhnlich ist nur, dass es Clary gelingt, Simon zu retten.

Hangman Ritual

Der Vampirplot an sich ist vollkommen überflüssig, ebenso das Eingreifen der Werwölfe im großen Finale. „Die Werwölfe kommen uns zu Hilfe. Wer hätte das gedacht?“ Ganz einfach: Jeder der die „Twilight“-Saga gesehen bzw. gelesen hat. Es kommt der Verdacht auf, dass sich die Autorin Cassandra Clare hier schamlos bei Stephanie Meyer bedient hat, um an deren Erfolg anzuknüpfen.

Die nächste gestohlene Idee wartet jedoch schon in den Startlöchern. Es stellt sich nämlich heraus, dass der gefallene Engel Valentin Clarys Erzeuger ist. „Ich bin dein Vater, Luke!“ Mal ehrlich: niemand hat etwas gegen eine kleine Hommage, wenn diese als solche erkennbar ist. Doch „Chroniken der Unterwelt“ setzt sich nahezu ausschließlich aus geklauten Szenen großer Filmklassiker zusammen.

Der Gipfel ist spätestens dann erreicht, als Clary herausfindet, dass sie noch einen Bruder hat und dieser Jace ist, den sie kurz zuvor noch geküsst hat. Luke und Leia Skywalker in vertauschten Rollen! Der Unterschied besteht jedoch darin, dass Jace und Clary die Wahrheit ablehnen und weiterhin füreinander schmachten. Was soll das denn werden? Ein Inzestdrama? Zumindest wäre das für eine Satanistenfamilie nicht ungewöhnlich.

Kommen wir jedoch noch einmal zu den Urheberrechtsverletzungen zurück. Denn geklaut wird nicht nur bei „Star Wars“, sondern auch bei „Stargate“. Ein selbiges befindet sich nämlich nicht nur unter dem Cheyenne Mountain, sondern auch in der Schattenjägerkathedrale in New York. Man hat sich nicht einmal die Mühe gemacht, einen eigenen Wurmlocheffekt zu kreieren, sondern einfach den Wassereffekt aus der Science Fiction-Saga übernommen. Das ist wirklich mehr als armselig.

Teuflisches Stargate

Teuflisches Stargate_2

Da nützt es auch nichts, dass das Stargate in „Chroniken der Unterwelt“ eher einem Höllentor gleicht. Immerhin kommen in der Serie auch Grey, Reptiloide und von Schlangenwesen besessene Menschen aus dem Wurmloch heraus. Im Abklatsch ist es halt der gefallene Engel Luzifer, was nicht wirklich einen Unterschied macht.

Valentin wurde indes vom Verräter Hodge Starkweather (Jared Harris) rein gelassen. Logisch, es muss ja immer einen Verräter geben. Das ist ebenso kreativ wie die Erkenntnis, dass Hodge von Valentin hintergangen wird. Dieser schickt sich nämlich gleich nach seiner Ankunft an, ein Pentagramm aus Schwertern und Lanzen in den Boden zu rammen und damit Dämonen heraufzubeschwören. Fehlen eigentlich nur noch schwarze Kerzen.

Im Übrigen, wer immer noch glaubt, dass Pentagramme ein Schutzzauber sind, weil dieser Unsinn in Tim Burtons hochgradig okkultem „Sleepy Hollow“ gelehrt wird, dem ist nicht mehr zu helfen!

Die Dämonen erscheinen als Krähen und werden in dieser Gestalt schließlich von der Schattenjägerin Isabelle Lightwood (Jemima West) mit einem Flammenwerfer abgefackelt. Inzwischen sollte es schon niemanden mehr überraschen, dass es eine ähnliche Szene mit Zombiekrähen bereits in „Resident Evil – Extinction“ gab.

Nach dem wenig kreativen Effektfeuerwerk stößt Clary ihren Vater ins Stargate zurück, der natürlich wiederkommt, um dann abermals zu verschwinden, als Jace das Höllentor zerstört. Der Spuk ist vorbei, der Film kurz darauf auch und darüber kann man nur verdammt froh sein.

Fazit: „Chroniken der Unterwelt“ kann man schon fast nicht mehr als eigenständigen Film bezeichnen, sondern eher als Best Of großer Klassiker. Was bei „Scary Movie“ als Satire durchaus noch funktioniert, muss bei einem Film mit Eigenständigkeitsanspruch zwangsläufig scheitern. Zudem weicht der Film erheblich von der Buchvorlage ab, das Ende ist gar ein völlig anderes.

Wirklich bedenklich ist die Hintergrundgeschichte der Hauptrolle Clary Fray. Diese enthält derart massive Elemente aus Schilderungen von Satanismusopfern, dass es wirklich nicht mehr schön ist. Kinder sollte man von diesem Film möglichst fern halten. Als ich im Kino war, saßen in der Reihe vor mir ein paar kleine Mädchen, von denen sich zweie übergeben mussten und vorzeitig den Saal verlassen haben. Hoffentlich überlegen sich deren Eltern in Zukunft zweimal, ob sie ihren Kindern Geld für solch abartigen Satanistenschund geben.

Die Legende von Atlantis – Theosophische Hirnwäsche

von Joe Doe

In diesem Artikel geht es nicht um Atlantis an sich, sondern um die Videoreihe „Die Legende von Atlantis“, welche von der Royal Atlantis Film GmbH in Umlauf gebracht wurde. Diese besticht durch esoterischen Dünngeist erster Güte, wobei im Logo der Verantwortlichen gleich die royalen Löwen übel aufstoßen.

Royal Atlantis Logo

Die Kernaussage lautet, dass die Menschheit nach dem Untergang von Atlantis in ein Zeitalter geistiger Umnachtung versunken ist. Das stimmt sogar, allerdings leistet die Videoreihe einen Beitrag dazu, dass es auch in Zukunft so bleibt.

Folgt man der dargebotenen Geschichte weiter, so liefern sich seit jeher zwei große Geheimgesellschaften einen heimlichen Krieg auf der Erde. Die eine Gruppierung hat ihren Hauptsitz in Schambala, die andere in Argatha. Beides sollen Städte der inneren Erde sein, womit wir bei der Theorie der hohlen Erde wären. Als Beweise für diese Theorie dienen einige Zeichnungen sowie die unterirdische Ocampa-Stadt aus dem Pilotfilm von „Star Trek – Voyager“.

Vulkane und Plattentektonik, die diesen Mumpitz eigentlich widerlegen, werden schließlich in völlig absurder Weise als weitere Beweise herangezogen. Vulkane sollen sogar Tore in die innere Erde sein. Wer’s glaubt, kann gerne den Versuch wagen, durch das Magma nach unten zu schwimmen. Als Preis winkt ein Darwin-Award.

Noch bedenklicher ist jedoch, was in diesen Videos über die Geheimgesellschaften verbreitet wird. Auf der einen Seite geben die Macher offen zu, dass die Illuminaten und die Thule-Gesellschaft der Menschheit nur Schlechtes gebracht haben und sie bald durch ein Zeitalter der Weisheit und Liebe abgelöst werden. Andererseits behaupten sie, dass es die Aufgabe der Geheimgesellschaften wäre, die Menschen leiden zu lassen, da dies wichtig für unsere spirituelle Evolution sei.

Dieser Murks wird dann noch mit einigen leicht widerlegbaren Falschaussagen garniert. So gibt es zwar die roten Drachen, doch deren Gegenpart sind nicht die gelben, sondern die weißen Drachen. Die typische Symbolik für Satan und Luzifer und beides menschenverachtende Schlangenkulte. Zumindest geben die Macher zu, dass beide die Seiten der gleichen Medaille sind.

Schlangenbruderschaft

Falsch ist dagegen wieder, dass die westlichen Geheimgesellschaften mit den asiatischen „Rotmützen“ zusammenarbeiten. Ein Zugpferd der esoterischen Agenda westlicher Logen ist der Dalai Lama und dieser gehört bekanntermaßen der pseudobuddhistischen Gelbmützensekte an. Die dargebotene Desinformation hält also nicht einmal einer oberflächlichen Betrachtung stand.

Weiterhin wird behauptet, dass positiv gesonnene Außerirdische das Wirken der Illuminaten zum Wohle der Menschheit lenken. Die Bruderschaft der Schlange, die über den Illuminaten steht, sei von zentraler Bedeutung für das Erwachen der Menschheit in ein goldenes Zeitalter. STOP!

UFO Bruderschaft

Spätestens hier ist jede Glaubwürdigkeit futsch! Die Bruderschaft der Schlange soll ein Produkt einer galaktischen Konföderation sein. Diese soll aus uns wohl gesonnenen humanoiden Spezies aus der „inneren Erde“ und von den Plejaden bestehen. Zunächst einmal ist das mit der galaktischen Föderation menschlich aussehender Raumbrüder derselbe Schund, den UFO-Sekten wie die Galaktische Föderation des Lichts und das Ashtar Command verbreiten.

Der Bezug der UFO-Sekten zur Bruderschaft der Schlange ist dabei durchaus unterschwellig vorhanden. Und genau diese Schlangensymbolik ist ein deutlicher Hinweis auf die Reptiloiden und eben nicht auf humanoide Sternengeschwister. Ebenso würde eine wirklich spirituelle Spezies uns niemals absichtlich Leid zufügen und anschließend behaupten, dies wäre zu unserem Besten. Wer diesen Schwachsinn glaubt, setzt sich den Hut wohl mit dem Hammer auf.

Es ist offensichtlich, dass wir hier wieder zum Kern der neuen Weltordnung vordringen. Diese ist eben nicht das dunkle Zeitalter, welches sich gerade anbahnt, sondern die Herrschaft der Esoterik, die uns als Erlösung präsentiert werden wird. Dabei geben die Macher von „Die Legende von Atlantis“ sogar offen zu, dass hinter der Finanzdiktatur und dem goldenen Zeitalter danach dieselben Kräfte stehen. Regelrecht erschreckend, wie ehrlich sie in diesem Punkt sind.

Natürlich fallen dann noch die üblichen esoterischen Begriffe wie „Wassermannzeitalter“, „Aufstieg in die 5. Dimension“ und die „Gottwerdung des Menschen“. Dies sind jedoch bei weitem nicht die einzigen Parallelen der Atlantis-Videoreihe zu den Lehren von David Icke und anderen Esoterikern.

Himmelsleiter

Das goldene Zeitalter ist nämlich nicht für jedermann zugänglich. Man muss sich den esoterischen Lehren unterwerfen, um den „Aufstieg“ zu meistern. Alle Menschen, die sich verweigern, müssen dagegen sterben. Ist das spirituell? Oder nicht doch eher faschistisch?

Und da wären wir schon beim nächsten Thema. Ein Teil der Reihe beschäftigt sich nämlich mit den Nazis. Diese kommen zwar nicht generell gut weg, werden zuweilen jedoch in Schutz genommen und es wird kräftig aus den „Protokollen der Weisen von Zion“ zitiert. Ebenso wird der Mythos um die Reichsflugscheiben bemüht.

Historisch belegt ist zwar, dass es die okkulte Thule- sowie die esoterische Vril-Gesellschaft wirklich gab und sich die Nazielite sehr wohl mit Atlantis und UFOs beschäftigte. Völliger Mumpitz ist dagegen, dass einige Nazis mit den Flugscheiben nach Neuschwabenland entkommen sind und in der inneren Erde ein neues Berlin gegründet haben.

Um nicht völlig ins rechte Licht gerückt zu werden, wird behauptet, dass nur die guten Nazis in Agartha aufgenommen wurden, während alle SS-Offiziere und KZ-Aufseher draußen bleiben mussten. Ein erbärmlicher Versuch, die eigenen Aussagen zu entschärfen, um berechtigten Neonazi-Vorwürfen zu entgehen.

Ob das dritte Reich von höheren Mächten beeinflusst wurde, können wir ohne Beweise oder Gegenbeweise nicht beurteilen. Fakt ist lediglich, dass es in den Reihen der Nazis durchaus von Channelmedien und Esoterikern wimmelte. Wenn tatsächlich extradimensionale Kräfte den Faschismus unterstützt haben sollten, könnten diese gewiss nicht als „positiv“ bezeichnet werden.

NaziUFOs

Als Kronzeuge für diesen braunen Esoterikschwachsinn wird Virgil Armstrong herangezogen. Dieser Desinformant behauptet von sich selbst, ein ehemaliger CIA-Agent gewesen zu sein und die innere Erde persönlich betreten zu haben, wo er „nette Haunebu-Leute“ traf. Inzwischen treibt er sich im reichsdeutschen und rechtsesoterischen Dunstkreis von Jo Conrad und Jan van Helsings Secret TV herum.

Ansonsten wimmelt es in der Videoreihe von Channelmedien und Esoterik-Quacksalber aller Coleur. Der „seriöseste“ Kronzeuge ist Erich von Däniken, wobei fraglich ist, ob die Royal Atlantis Film GmbH die Interviews selbst führte oder einfach fremdes Material verwurstet hat. Immerhin sind auch Szenen aus „Kampfstern Galactica“ zu sehen, wofür es sicherlich keine Genehmigung gab.

Kommen wir jedoch zum Finale dieses zusammengeklauten Theaters. Dies ist natürlich die lang ersehnte Rückkehr der „aufgestiegenen Jedi-Meister“. (Die „Star Wars“-Titelmelodie ist nebenbei bemerkt auch kurz zu hören.) Einer dieser Meister soll Jesus sein, der bei seiner Rückkehr als so genannter „Maitreya“ auftreten soll. Hier stellt sich nicht nur die Frage, warum Jesus einen anderen Namen annehmen sollte? Der Maitreya ist darüber hinaus längst als der falsche Messias aufgeflogen, der den Boden für den Antichristen bereiten soll.

Genauso scheinheilig sind die ständigen Glaubensbekenntnisse zu Gott. Auf den ersten Blick scheint hier das Christentum propagiert zu werden. Doch wie verträgt sich das mit der Gottwerdung des Menschen? Oder ist nicht eher Luzifer der Gott, der hier angebetet wird? Immerhin wird Luzifer mehrmals namentlich erwähnt, darunter als Name eines Planeten hoher Spiritualität.

Es ist einfach unfassbar, für wie blöd die Menschen mit dieser Videoreihe verkauft werden. Die Lehren der Macher richten sich nicht gegen die Illuminaten, sondern propagieren deren neue Weltordnung und die große Täuschung, die sie für die Menschheit vorbereiten. Man muss nicht mal besonders schlau sein, um die wahren Absichten hinter diesen Irrlehren zu erkennen. Beinahe im Minutentakt werden okkulte Symbole wie die Pyramide mit Auge und das freimaurerische Hexagramm eingeblendet.

Hexagramm

Esoterikpyramide

Der Knaller ist jedoch das satanische Ritual, welches vor laufender Kamera zelebriert wird. Was sehen wir denn da? Maskierte Logenbrüder in den Farben des freimaurerischen Schachbretts und eine Frau, die mit mehreren Anchs, einem Hexagramm und natürlich der Pyramide mit Auge beschmiert ist.

Ritual_1

In einer Szene darf sie sogar den Christus verhöhnen, indem sie sich ans Kreuz hängt. Selbiges ist natürlich mit okkulten Symbolen geschmückt und wird durch die goldene Farbe als Sonnenkreuz ausgewiesen.

Ritual_2

Die blaue Farbe der Frau könnte weiterhin eine Anspielung auf das „blaue Volk“ sein, welches u.a. im Hinduismus verehrt wird.

Blaue Frau

Wo wir schon mal beim Hinduismus sind: Wer hat sich denn maßgeblich bei dieser Religion bedient? Es fällt in der gesamten Reihe auf, dass von der Bruderschaft der Schlange über die Illuminaten und Freimaurer bis hin zur Thule fast sämtliche wichtigen Geheimgesellschaften beim Namen genannt werden … bis auf eine. Unerwähnt bleibt die Theosophische Gesellschaft. Wer genau hinschaut, findet jedoch ihre Symbole in dem dargebotenen Ritual.

Ritual_3

Es scheint, dass sich hinter der Royal Atlantis Film GmbH niemand Geringeres als die Theosophen verbergen. Es passt einfach alles. Die Verdrehung fernöstlicher Lehren, das Channeln aufgestiegener Meister, die Bezugnahme auf Luzifer, das kommende Wassermann-Zeitalter, Hardcore-Esoterik und natürlich die Symbolik. „Die Legende von Atlantis“ ist von vorne bis hinten theosophische Propaganda.

Brainwash by Illuminati

Brainwash by Illuminati

Die dargebotenen Desinformationen sind größtenteils purer Schwachsinn, zuweilen aber auch stark verzerrte Halbwahrheiten. Die Außerirdischen werden als unsere Erlöser dargestellt, wobei die Grey und Reptiloiden nicht einmal ansatzweise vorkommen. Zu sehen bekommt man nur blonde Humanoide von perfekter Gestalt. Wie wir aus Erfahrungsberichten von Entführungsopfern wissen, sind es genau diese „Nordics“, die von den Grey gezüchtet werden und nach dem Betrachten der theosophischen Propaganda ahnen wir allmählich auch, zu welchem Zweck.

David Icke – Channelmedium und New Age Guru

von Joe Doe

David Icke ist eine Ikone der Wahrheitsbewegung und erscheint auf den ersten Blick durchaus sympathisch. Er tritt als spirituelle Lichtgestalt auf, die gegen die finsteren reptiloiden Overlords der Illuminaten kämpft. Doch schauen wir einmal etwas genauer hin und warten ab, ob sich dieser Eindruck bestätigt.

Beginnen wir mit einem kurzen Lebenslauf. David Icke wurde am 29. April 1952 in Leicester (England, GB) geboren. Er begann eine Karriere als Fußballer, die er jedoch im Alter von 21 Jahren wegen einer Arthritis-Erkrankung aufgeben musste. Kurz darauf wurde er Sportreporter bei der BBC. Er war zudem Mitglied der britischen Grünen, denen er bis 1990 angehörte.

Bis dahin gibt es erst einmal nichts Auffälliges. Dies änderte sich jedoch Anfang der 1990er, als Icke begann, einer „inneren Stimme“ zu folgen und sich live im Fernsehen als „Sohn Gottes“ bezeichnete. Dies könnte bereits als Anzeichen einer ernsthaften schizophrenen Erkrankung gesehen werden.

Zunächst beschäftigte er sich mit verschwörungstheoretischen Themen wie den Bilderbergern. Während er damit zu Beginn kaum beachtet wurde, verhalfen ihm die tatsächlichen Entwicklungen der Weltgeschichte letztendlich zum Erfolg. Im Mai 2006 war sein siebenstündiger Vortrag „Freiheit oder Faschismus: Zeit der Entscheidung“ in Londons Brixton Academy, die knapp 5.000 Zuschauer fasst, bereits im Vorfeld ausverkauft.

Was dieses Themengebiet angeht, fällt auf, dass seine Vorträge über die Bilderberger sowie die Verstrickungen der Hochfinanz mit dem Hochadel und der Politik größtenteils der Wahrheit entsprechen. Mit etwas Recherchearbeit lässt sich alles schnell überprüfen, wobei man zu dem Schluss gelangt, dass Verschwörungen etwas sehr Reales und geradezu Alltägliches sind.

Weiterhin fällt auf, dass Icke bereits Vorträge über diese Themen hielt, lange bevor z.B. die Bilderberger der breiten Öffentlichkeit bekannt waren. Viele seiner Vorhersagen, vor allem betreffend künstlich generierter Krisen, haben sich im Nachhinein bewahrheitet. Man kommt also nicht umhin, ihm zuzugestehen, dass er sich sehr intensiv mit den korrupten Netzwerken der Machtelite beschäftigt hat.

Aus diesen Gründen gilt David Icke vielen als verlässliche und vertrauenswürdige Quelle. Doch genau diesen Eindruck sollen autorisierte Helden erwecken. Desinformanten wie Icke bieten zwischen 20 bis 80% Fakten an, da ihnen sonst schlichtweg niemand zuhören würde, wenn sie immer daneben lägen. Kommen wir also nun dazu, warum David Icke ein Desinformant ist und welche Agenda er in Wirklichkeit verfolgt.

Wir werden uns dabei auf ernsthafte Hinweise konzentrieren und die gängigen Totschlagargumente außen vor lassen. So stimmt es z.B. keineswegs, dass Icke ein Rassist und Antisemit sei. Vor allem letzterer Vorwurf ist weit verbreitet und bezieht sich auf seine Kritik an der pseudojüdischen Bankiersfamilie Rothschild.

Zwar sind Ickes Behauptungen über deren reptiloide Abstammung an den Haaren herbeigezogen, ihre deutschen Wurzeln sind hingegen gut dokumentiert. Diese zweifelsohne hoch kriminelle Familie hieß bis ins 18. Jahrhundert hinein noch Bauer und benannte sich erst nach dem Umzug ins Frankfurter Judenghetto nach dem „Haus zum Roten Schild“ um, in welches sich Mayer Amschel eingenistet hatte.

Die Rothschilds sind also tatsächlich keine echten Juden und selbst wenn sie es wären, wäre es kein Antisemitismus, ihre kriminellen Finanzgeschäfte anzuprangern. Diesen Vorwurf gegen Icke können wir also nicht gelten lassen. Er ist definitiv kein Antisemit.

Ein Esoteriker ist er hingegen sehr wohl und Esoterik ist per Definition ein Teil des Okkultismus. Seine Laufbahn als stimmenhörender Guru begann mit einer Reise nach Peru, auf der sich ihm eine höhere Intelligenz offenbart haben soll. Diese Präsenz soll ihn auf seine Ideen über die Natur der Realität und damit letztendlich auch auf die reptiloide Verschwörung gebracht haben.

Es gibt in der Tat unzählige Sichtungsberichte von Reptiloiden, sodass wir zumindest die Möglichkeit einräumen müssen, dass solche Wesen real existieren könnten. Definitiv nachweisbar ist zudem der ausgeprägte Reptilienkult im Okkultismus und insbesondere im Satanismus, der auf die Darstellung Luzifers als Schlange im Buch Genesis zurückgeht.

Wenn die Frage also lautet, ob die herrschenden Eliten Reptiloide bzw. die Schlange Luzifer anbeten, dann lautet die Antwort eindeutig ja. Bereits im antiken Ägypten war die Schlange ein verbreitetes Herrschaftssymbol und fand sich oft als Stirnschmuck bei den Pharaonen. Die Besessenheit durch solche Schlangenwesen findet sich letztendlich auch in der modernen Pop-Okkultur in Serien wie „Stargate“ wieder.

So weit könnte man David Icke also durchaus noch folgen. Die Auseinandersetzung mit der Anbetung von Schlangenwesen ist jedoch etwas völlig anderes als David Ickes Behauptungen, dass sämtliche Vertreter des Hochadels und der Hochfinanz sowie zahlreiche Politiker und Stars in Wirklichkeit selbst Reptiloide seien oder zumindest von selbigen besessen sind.

Dabei beruft er sich auf zweifelhafte Quellen wie Arizona Wilder, die vorgibt, ein Opfer rituellen Missbrauchs zu sein. In einem Interview mit David Icke behauptete sie, in den USA von Dr. Josef Mengele sexuell missbraucht worden zu sein, der sich währenddessen in ein außerirdisches Reptil verwandelt haben soll.

Zwar war Dr. Mengele zweifelsohne ein empathieloser, geisteskranker Eugeniker, jedoch floh er nach Ende des 2. Weltkriegs nach Brasilien, wo er seine perversen Forschungen fortsetzte und 1979 starb. Er gelangte nicht, wie andere Naziwissenschaftler, über das Projekt Paperclip in die USA und auch sonst ist seine Anwesenheit in den USA zu keiner Zeit dokumentiert. Er war mit hoher Wahrscheinlichkeit auch kein Alien, sondern lediglich ein sehr abartiger Mensch.

Des Weiteren sollte man Arizona Wilders Aussagen mit jenen anderer Opfer rituellen Missbrauchs und Mind Control-Programmen vergleichen. Es lassen sich keine weiteren Betroffenen finden, die Aussagen über Reptiloide gemacht haben. Der Missbrauch fand in allen Fällen durch Menschen statt, was von der eigenen Familie bis hin zu Prominenten reicht.

Die einzige Andeutung mit Verweis auf Außerirdische stammt von Cathy O’Brien, die jedoch einräumte, dass einige Politiker lediglich behaupteten, sie seien Außerirdische, um sie einzuschüchtern. Ihre Aussagen sind weitaus glaubwürdiger als jene von Arizona Wilder.

Wo wir schon einmal bei unglaubwürdigen Behauptungen sind: Bei einem weiteren Channelingerlebnis soll Icke offenbart worden sein, dass der Mond ein von Aliens geschaffenes Raumschiff sei. Auch hier haben wir es mit einer hanebüchenen Geschichte zu tun, die letztendlich nur von der Wahrheit ablenkt.

Es stimmt zwar, dass die NASA auf dem Mond fremde Raumschiffe und Strukturen festgestellt und nachweislich massiv Fotomaterial retuschiert hat. Jedoch handelt es sich wohl eher um oberflächliche Basen. Dies bestätigen auch einige Remote Viewer und sogar Whistleblower aus den Reihen der NASA. Der Mond ist also durchaus natürlichen Ursprungs und kein getarnter Todesstern, von dem aus der finstere Darth Reptilous die Zerstörung der Erde plant.

David Icke überschreitet bei seinen Behauptungen regelmäßig die Grenze zum Schwachsinn, was letztendlich der Glaubwürdigkeit weitaus interessanterer Aussagen von seriösen UFO-Forschern und Insidern schadet. Dies ist wohl auch die Absicht von Desinformanten wie Icke. Die schlimmste Lüge ist die Wahrheit – mäßig entstellt.

Die Quellen von David Icke sind dabei höchst interessant. So stammt das Märchen vom hohlen Mond von einem Autor namens Christopher Knight. Dieser schrieb neben „Wer baute den Mond?“ auch Werke wie „Der Hiram Schlüssel“ (in Ahnlehnung an Hiram Abif), die nur so vor freimaurerischen Ideen strotzen.

Eine weitere Quelle von Ickes lächerlichen Ideen ist Credo Mutwa, ein Zulu-Schamane. Dieser behauptet, sein Stamm hätte schon seit vielen Generationen Kontakt zu reptiloiden Wesen, die die Menschheit vom Mond aus mit ihrem Kollektivgeist bestrahlen. Diese so genannte Mond-Matrix soll das Denken der Menschen beeinflussen.

Mal ehrlich: Der Verstand der Menschen wird doch viel eher vom Fernsehen und solchen Desinfo-Agenten beeinträchtigt! Und in beiden Medien finden wir dieselben esoterischen Botschaften des New Age wieder. Nachdem wir nun schon einige seiner Quellen betrachtet haben, schauen wir in diesem Zusammenhang noch einmal genauer auf David Ickes persönliches Umfeld.

Von 1997 bis 2008 war Icke mit Pamela Leigh Richards verheiratet, mit der er zwei Kinder hatte. Auf Richards Blog „fly with me Production“ findet sich ganz oben der Spruch „Magie ist die Wissenschaft und Kunst, Veränderung hervorzurufen in Übereinstimmung mit dem Willen“. Dies ist Aleister Crowleys Definition von Magick und zwar wortwörtlich. Allerdings war Pam Richards inzwischen so schlau, das „k“ hinter „Magic“ zu löschen, da es einigen wohl zu offensichtlich war.

Man beachte die 666-Handgeste.

Man beachte die 666-Handgeste.

Der Blog selbst strotzt natürlich nur so vor esoterischem Gedankengut, welches man auch bei allen gängigen New Age UFO-Sekten wieder findet. Auf die hochgradig theosophischen Hintergründe solcher UFO-Sekten wie dem Ashtar Command, der galaktischen Föderation des Lichts und der Alcyone-Gesellschaft werden wir noch in einem separaten Artikel eingehen.

Kommen wir noch kurz zu den Entitäten, die David Icke zu channeln glaubt. Die so genannten „aufgestiegenen Meister“ kommen ebenfalls aus der theosophischen Ecke. Icke schreibt zwar wenig Schmeichelhaftes über Alice Ann Baileys Lucies Trust und dessen Rolle bei der UN. Auf der anderen Seite channelt er aber dieselben „aufgestiegenen Meister“ wie Bailey (u.a. Rakorski), die ihm dieselben esoterischen Irrlehren vermittelt haben sollen.

Ebenso erwartet er das goldene Zeitalter des Wassermanns, welches von der Theosophischen Gesellschaft ersehnt wird und mit der neuen Weltordnung identisch ist. Figuren wie David Icke verurteilten zwar die momentane Weltordnung und scheinbar auch die neue Weltordnung. Doch das ist nur Teil der Show.

Die Menschen sollen glauben, der dritte Weltkrieg und die darauf folgende Periode der globalen Diktatur seien die Neue Weltordnung. Doch das ist falsch. Diese Ereignisse dienen lediglich dem Aufbau der neuen Weltordnung, welche den Menschen nach all den Zerstörungen und Leiden als Paradies erscheinen wird.

Man denke in diesem Zusammenhang nur an die Bildergalerie des Flughafens von Denver (Colorado, USA). Da war nicht das Motiv der Apokalypse das letzte Bild, sondern jenes der in Frieden und Liebe geeinten Menschheit. In Wirklichkeit ist das von Esoterikern gepredigte goldene Zeitalter die angestrebte neue Weltordnung. Und diese ist nur auf den ersten Blick liebe- und lichtvoll.

Es wird die größte Täuschung der Menschheitsgeschichte und David Icke ist nur einer von vielen falschen Propheten, die diese Täuschung vorbereiten. Darum darf er auch ungehindert die Wahrheit über die Bilderberger, die City of London oder diverse okkulte Bruderschaften verkünden.

Die Menschen wissen, dass er damit größtenteils richtig liegt und so gewinnt er ihr Vertrauen. Seine Anhänger werden damit anfällig für die esoterische Agenda, welche parallel dazu verfolgt wird und letztendlich werden viele das goldene Zeitalter mit offenen Armen empfangen, in dem Irrglauben, die neue Weltordnung besiegt zu haben.

Hinzu kommen die theosophischen Irrlehren von einem bevorstehenden Bewusstseinssprung der Menschheit. Natürlich sind in der neuen Welt nur diejenigen willkommen, die diesen Evolutionssprung vollzogen bzw. die luziferische Religion angenommen haben. Alle anderen gelten als feindlich und müssen eliminiert werden. Der Meinung sind nicht nur Alice Bailey und L. Ron Hubbard, sondern auch David Icke.

Es sollte langsam jedem klar werden, dass Icke nichts anderes als ein autorisierter Held ist. Wie sonst könnte er unbehelligt mitten durch die City of London spazieren und dabei die britische Queen ein Reptil nennen, während Leute wie Roberto Calvi schon für weitaus weniger mit Backsteinen in den Taschen unter die nächste Brücke gehängt werden?

Ickes Geschwafel über aufgestiegene Meister ist derweil entweder ein Anzeichen von Schizophrenie oder ein ganz bewusster Teil des Plans. Für erste Möglichkeit spricht, dass er sich auf einem Trip durch Brasilien Dimethyltriptamin geknallt hat. Eine Droge, welche bekannt dafür ist, Halluzinationen von Aliens und Dämonen auszulösen.

David Icke Shizophren

Da er allerdings behauptet, in Kontakt mit denselben Entitäten zu stehen, wie führende Theosophinnen, kann auch die zweite Möglichkeit des planvollen Agitierens nicht ausgeschlossen werden. Diese Ansicht wird dadurch bestärkt, dass sich Ickes Geschichten von Buch zu Buch ändern und zwar immer dann, wenn er neue Geschichten von Leuten wie Brian Desborough entdeckt und dreist in seine eigenen Werke kopiert.

Wie auch immer, es gehört schon eine gehörige Portion Ignoranz dazu, einem Typen wie David Icke selbst dann noch Glauben zu schenken, wenn er behauptet, Jesus oder die „Lords des siebten Strahls“ gechannelt zu haben.

Hinzu kommen schlussendlich noch die üblichen okkulten Symbole. So geht Icke davon aus, dass die Sonne eine Quelle höheren Bewusstseins darstellt und ein Tor ist, durch welches spirituelle Energien strömen. Ein Gedanke, den wir leicht variiert bei Dieter Broers wieder finden, der ebenfalls einen sonneninduzierten Bewusstseinssprung während des Übergangs ins astrologische Zeitalter des Wassermanns prophezeit. Beide greifen dabei auf Sonnensymbolik zurück, die wir bereits von den antiken Ägyptern, den Freimaurern, Theosophen und Jesuiten kennen.

Ickes Buch „Der Löwe erwacht“ hat bereits ein weiteres okkultes Sonnensymbol im Titel, welches auch als Repräsentation Satans gilt. Da muss man sich schon fragen, welcher Löwe da erwacht und auf dem Buchcover die Erde dominiert?

Der Löwe erwacht

Abschließend lässt sich feststellen, dass nach einer genaueren Betrachtung nicht mehr viel von David Ickes anfänglicher Sympathie übrig bleibt. Er treibt die esoterische Agenda voran wie kaum ein anderer. Dabei spielt es kaum eine Rolle, ob er bewusst lügt oder aufgrund einer schizophrenen Erkrankung tatsächlich an das glaubt, was er sagt. Wer ernsthaft nach der Wahrheit sucht, sollte die Finger von diesem Desinfo-Agenten lassen.