Sabotage – Arni und seine Freimaurer-Gang

von Shinzon

Es ist ja nicht so, dass Filme mit Arnold Schwarzenegger allesamt schlecht wären. Sein Comeback hat uns einige interessante Actionkracher wie „The Last Stand“ und „Escape Plan“ beschert. Wer diese Filme mag, sollte jedoch einen weiten Bogen um „Sabotage“ machen, denn der hat mit beiden erstgenannten nichts gemeinsam. Er ist brutal, blutrünstig und vollgestopft mit Satanismus.

Breacher (Arni) führt ein Sondereinsatzkommando der Anti-Drogen-Behörde DEA an, doch er und sein Team sind genauso kriminell wie die Drogenbosse. Statt die Gangster vor Gericht zu bringen, stehlen die Drogencops deren Geld. Bei diesem Coup gibt es gleich mal ein versifftes Scheißhaus zu sehen und auch die anschließende Bergungsaktion in der Kanalisation überschreitet die Kotzgrenze. Die ganzen verschmierten Fäkalien sind definitiv noch abstoßender als das viele Blut.

Die Bergung der Millionenbeute birgt aber noch eine unangenehmere Überraschung. Das Geld ist nämlich weg. Zu allem Übel spricht sich die krumme Tour auch noch herum, was die Karrieren von Breachers Team zu ruinieren droht. Ab sofort stehen sie unter Beobachtung, weshalb es schon fast wieder gut für sie ist, dass es keine belastende Beute gibt.

Für den Actionhelden Arni ist der korrupte Cop eine ziemlich ungewöhnliche Rolle. Nur in einer Szene darf Schwarzenegger er selbst sein und in einem Fitnessstudio pumpen gehen. Ansonsten passt hier gar nichts, nicht mal das olle Tattoo am Hals. Der Totenschädel mit Zylinder scheint fast anzudeuten, dass Arni für die Rolle des Meisters vom Stuhl(gang) etwas zu alt ist.

01 Tattoo Zylinder

Sein DEA-Team schmückt sich mit ähnlich okkulten Tattoos. Neben noch mehr Totenschädeln gibt es u.a. auch einen Skorpion.

02 Tattoos Schädel

03 Tattoo Skorpion

Die harten Jungs und das harte Mädel hängen in einer heruntergekommen Bruchbude ab, wo der Teufel schon mal im Detail steckt. Das ist schon kein Wink mit dem Zaunpfahl mehr, sondern mit dem gesamten Gartenzaun. Aber es kommt noch dicker.

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Auf dem Sandsack gibt es ein weiteres Detail. Eine umgedrehte Pyramide mit einem Tau. Rechts daneben eine Flagge mit Totenkopf und gekreuzten Knochen.

06 Tau-Pyramide

Auf einer weiteren schwarzen Flagge sind irgendwelche arabischen Schriftzeichen abgebildet. Die könnte fast von islamistischen Terroristen stammen.
07 Flagge

Außerhalb der Baracke prangt ein großes Schild, welches ebenfalls eine nähere Betrachtung verdient. Am auffälligsten ist darauf ein schwarzer Vogel mit Totenschädel, der gelinde gesagt angsteinflößend ausschaut. Das ist aber noch nicht alles. Rechts darüber ist das Sternbild des Orion zu sehen, welches die astrologische Jagdszene am Nachthimmel dominiert. Eine Andeutung der Jagd, die bald eröffnet wird. Etwas unklar ist dagegen die Bedeutung des Alpha und Omega, was eigentlich eine Bezeichnung für Gott ist.

08 Schild

Als Breacher bei seinem Team eintrifft, verkündet er, dass sie wieder im Geschäft sind und gibt ihnen ihre Marken zurück. Sofort geht es zum Training, wo Breacher feststellen muss, dass die Frau in seinem Team selbst drogenabhängig ist. Da ist sie bei der DEA ja goldrichtig. Das Training findet jedenfalls in einer vergammelten Fabrik statt, wo es gleich noch die Pyramide mit Auge oben drauf gibt.

09 Pyramide mit Auge

Vor diesem expliziten Freimaurersymbol quatscht Breacher mit einem Teammitglied (Sam Worthington), welches sich „Monster“ nennt und eine Träne unter dem Auge tätowiert hat. Letzteres Detail ist ein Knastcode und kann u.a. für einen begangenen Mord stehen. Da passt mal wieder alles zusammen. Kriminelle Logenbrüder mit Bezug zum Satanismus und Menschenschlächterei.

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Auch im zweiten Durchgang ist es wieder das Monster, das direkt vor der Pyramide steht.

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Im Anschluss geht es erst mal in den Stripklub. Zeit für Sexismus. Aber sollen die Jungs es genießen, denn kurz darauf beginnt irgendwer, die Mitglieder von Breachers DEA-Team einen nach dem anderen umzubringen. Der Erste wird in seinem Wohntrailer auf einem Bahngleis abgestellt, was ziemlich übel ausgeht. Die Leichenteile werden über hundert Meter verteilt und der Regisseur David Ayer verschont das Publikum wieder einmal nicht mit Detailansichten. Wer schon immer mal wissen wollte, wie sich Polizeibeamte an einem Unfallort fühlen, ist hier genau richtig. Wer jedoch schwache Nerven hat, sollte diese Bilder der Gewalt hingegen lieber überspringen bzw. den Film komplett meiden.

Die weiteren Morde sind gleichermaßen unästhetisch und die erste Spur scheint zu der Drogenmafia zu führen, welcher Breachers Team die Kohle geklaut hat. Das klingt zunächst logisch, denn Motiv und Methoden passen. Außerdem wurden in der Vergangenheit schon Breachers Frau und Sohn grausam von der mexikanischen Drogenmafia zu Tode gefoltert. Also machen die Cops erst mal Jagd auf die Drogengangster.

Wie bereits beim Training wird auch im Einsatz wieder eine Pyramide mit Auge platziert. Diesmal sogar mit Zirkel und Winkelmaß, mit besten Grüßen von der Hellywood-Loge. Na wenn das mal kein Hinweis auf die wahren Drahtzieher hinter den Crystal Meth-Laboren ist…

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Was die Freimaurer von Jesus halten, zeigen sie einen Raum weiter. Dort wird ein Drogendealer niedergeschossen und das Blut spritzt auf einen Jesus am Kreuz.

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Als Zugabe gibt es noch eine 6 in exakt 3 Kameraeinstellungen. Hier steckt der Teufel wirklich im Detail.

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Und zum krönenden Abschluss gibt es noch ein paar Pentagramme. Man wird den Verdacht einfach nicht los, dass es sich hier um rituelle Blutopfer handelt. Zur Belohnung gönnt sich die drogensüchtige Drogenermittlerin Lizzy (Mireille Enos) erst mal etwas Meth, denn was wäre ein solches Opferritual ohne den besonderen Kick? Schon Aleister Crowley hat sich so ziemlich alles rein gepfiffen, was der Drogenmarkt zu bieten hat.

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Wie sich letztendlich herausstellt, stammten die Fingerabdrücke der Dealer von zwei Leichen, die in einem Gewässer versenkt wurden. Der Mörder kommt also aus den eigenen Reihen und schon bald weiß Breacher nicht mehr, wem er noch trauen kann. Einzig die Ermittlerin Caroline Brentwood (Olivia Williams) ist als Außenstehende noch vertrauenswürdig und hilft ihm.

Das Team bricht indes endgültig auseinander. Lizzy betrügt Monster mit dessen Kollegen Sugar (Terrence Howard) und eben diese beiden sind für die ganze Mordserie verantwortlich. Nachdem Lizzy die Leiche ihres Ex Monster in den Kühlschrank gestopft hat, damit er länger frisch bleibt, wird sie von Breacher aufgespürt. Es folgt eine Verfolgungsjagd, die für Lizzy und Sugar hässlich endet. Nachdem sich die beiden einen Radfahrer als Kühlerfigur zugelegt haben, krachen sie in einen Abschleppwagen. Sugar wird dabei zerteilt und Lizzy im Kofferraum schwer verletzt.

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Bevor Breacher sie erledigt, gesteht er ihr noch, dass er das Geld genommen hat. Indirekt ist also er für den ganzen Schlamassel verantwortlich. Das Geld brauchte er, um die Polizei in Mexiko zu bestechen und so den Aufenthaltsort der Mörder seiner Familie zu erfahren. Diesen Plan setzt er schlussendlich in die Tat um und knallt die Drogengangster in einer mexikanischen Bar ab. Diese sind bereits passend gekleidet.

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Ebenso passend ist das Plakat hinter Breacher an der Wand. Darauf steht „Sin, Sin, Sin“, was herrlich doppeldeutig ist. Das spanische „sin“ bedeutet nämlich „ohne“, während das englische „Sin“ für „Sünde“ steht. Ohne Sünde ist Breacher aber keinesfalls, da er für seine Rache gestohlen, gelogen und gemordet hat. Es lässt sich daher doch eher als „Sünde, Sünde, Sünde“ lesen.

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Fazit: „Sabotage“ ist ein extrem brutaler, blutrünstiger Film, der schwer auf der Seele lastet. Entweder man fühlt sich danach schlecht oder man verroht. Um es auf das letzte Bild herunter zu brechen: Der gesamte Film ist eine Sünde. Die Symbole derer, die dieses satanische Werk verbrochen haben, sind dabei überall präsent. Zudem zeigt sich an diesem Streifen wieder einmal sehr schön die Verbindung zwischen Freimaurerei und Satanismus.

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Winter’s Tale – In der Hölle ist es kalt

von Shinzon

Mit „Winter’s Tale“ liefert der jüdische Regisseur und Produzent Akiva Goldsman ein eher christlich inspiriertes Werk über den Konflikt zwischen Gut und Böse ab. Im Zentrum dessen steht Peter Lake (Colin Farrell), der wie einst Moses als Baby von seinen Eltern in einem kleinen Holzboot ausgesetzt wird. Doch nicht, weil etwa der US-Präsident alle erstgeborenen Söhne töten will, sondern weil seinen Eltern die Einreise in die USA verweigert wurde und sie auf eine bessere Zukunft für ihren Sohn hoffen.

Moses Lake

Jahre nachdem Peter an der Küste New Yorks angeschwemmt wurde, ist aus dem kleinen Hoffnungsträger ein Kleinkrimineller geworden. Sein ehemaliger Boss Pearly Soames (Russell Crowe) ist jedoch unzufrieden mit ihm und hat ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt. Kurz bevor die Mafiaschergen Peter erwischen, bekommt dieser jedoch unerwartet Hilfe von einem weißen Pferd, welches mit Engelsschwingen über ein hohes Tor und die Mafiosi hinweg fliegt.

Spätestens hier ist die Grenze zum Märchen überschritten. Und mehr noch, die jüdisch-christliche Mythologie wird mit griechischen Fabelwesen vermischt. Zwar wird behauptet, bei dem Pferd handele es sich um einen Boten Gottes und um die Verwirrung komplett zu machen, soll dieser ein schwarzer Hund namens Athansor sein, der als weißes Pferd erscheint. Doch das macht alles offensichtlich überhaupt keinen Sinn, zumal es noch eine weitere Anspielung auf die griechische Astrologie gibt. Peter versteckt sich nämlich auf dem Dachboden einer Bahnhofshalle und direkt neben seiner Luke findet sich das Sternbild Pegasus.

Pegasus_1

Pegasus ist es schließlich zu verdanken, dass Peter seine große Liebe Beverly Penn (Jessica Brown Findlay) bei seinem letzten Raubzug begegnet. Das Haus des Pressemoguls Isaac Penn (William Hurt), auf welches das Pferd ihn aufmerksam macht, ist nämlich keineswegs verlassen. Während ihre Familie auf Achse ist, muss Beverly wegen ihrer Tuberkulose das Haus hüten.

Sie bietet dem Einbrecher eine Tasse Tee an, weil das im New York des Jahres 1916 das übliche Verfahren zu sein scheint, wenn man von einem Dieb mit einer Waffe bedroht wird. Die beiden verlieben sich ineinander, was jedoch zur Folge hat, dass Beverly ins Fadenkreuz von Pearly Soames gerät. Dieser hat eine Vision von ihr, nachdem er in einem Nobelrestaurant einen Kellner getötet hat, weil dieser ihm keinen Uhu servieren konnte.

Mit dem Uhu scheint hier die Eule der Illuminaten gemeint zu sein, denn wer genau hinsieht, erkennt schon früh, dass Peters ehemaliger Boss ein Dämon ist. Dieser will verhindern, dass Peter seiner Geliebten das Leben rettet. Doch als er sie gerade mit dem Tod bedroht, erscheint Peter wie ein Prinz auf seinem weißen Ross und rettet die holde Maid. Übrigens passen in dieser Szene die beiden Löwen vor dem Haus sehr gut zu der Satanistenhorde.

Drecksviecher

Peter flieht mit Beverly auf ein Anwesen ihrer Familie im Norden. Offensichtlich ist ihr Vater ein wohlhabender Freimaurer, denn ein Fenster seiner fürstlichen Villa zeigt ziemlich deutlich ein Hexagramm.

(Bild folgt)

Dort angekommen gehen die hanebüchenen Übertreibungen in die zweite Runde. Beverly bringt dank ihres Fiebers sämtlichen Schnee unter ihren Füßen augenblicklich zum Schmelzen. Nur die Beruhigung ihres Herzens lässt das Wasser sofort wieder zu Schnee kristallisieren. Solcher Unsinn überrascht allerdings nicht wirklich, da sich ohnehin gerade ein Wunder anbahnt.

Pearly, der dieses Wunder verhindern soll, kann die beiden indes nicht weiter verfolgen, da diese Region für seinesgleichen aus vertraglichen Gründen Tabu ist. Einem Kenner der Außerirdischenthematik kommt hier schnell der Gedanke, dass die Erde in verschiedene Besatzungszonen aufgeteilt sein könnte und Pearly zu den Reptiloiden gehört.

Wie sich schon kurz darauf herausstellt, ist diese Annahme wieder einmal ein Volltreffer. Pearly ersucht nämlich bei seinem Boss um eine Ausnahmegenehmigung und sein Boss ist niemand geringeres als Luzifer (Will Smith) höchstpersönlich. Als der Teufel einen kleineren Wutanfall hat, zeigt er sogar seine reptiloiden Zähne. Dieser Effekt ist direkt aus „V – Die Besucher“ kopiert.

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Da Luzifer seinem Dämon Pearly keine Ausreisegenehmigung erteilt, heuert dieser den gefallenen Engel Gabriel (Finn Wittrock) an, um Beverly zu vergiften. Dies gelingt tatsächlich und Beverly stirbt nach dem Liebesspiel in Peters Armen. Obwohl er den göttlichen Hinweisen folgt, die er durch Beverlys kleine Schwester erhält, kann Peter Beverly nicht mit einem Kuss im Dornröschenbett ins Leben zurückholen. Er verliert sie für immer.

Beverly wird auf einem Friedhof in New York zwischen Freimaurern und Jesuiten begraben, wie ein genauer Blick auf einige der umliegenden Gräber enthüllt.

Bei den Gräbern

Als wäre der Verlust noch nicht schlimm genug, wird Peter nach der Beerdigung in New York von Pearlys Satanistenclique aufgemischt und von der Brooklyn Brücke gestürzt. Während die Satansjünger ihn für tot halten, hat Gott noch weitaus boshaftere Pläne für ihn. Peters Gedächtnis wird gelöscht und Gott verdammt ihn zur Unsterblichkeit.

Schwarz/Weiß-Klischee

Schwarz/Weiß-Klischee

Im New York der Gegenwart vertreibt sich Peter als Straßenkünstler die Zeit, bis er von einem kleinen Mädchen angerempelt wird. Wie durch göttliche Fügung beginnt er, seine Vergangenheit neu zu entdecken und trifft dabei die Mutter des kleinen Mädchens wieder. Virginia (Jennifer Connelly) arbeitet in einem Pressearchiv, wo sie ein fast 100 Jahre altes Foto von Peter und Beverly entdeckt. Während Peters Erinnerungen zurückkehren, kommt Virginia aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Durch einen weiteren Zufall stellt sich heraus, dass Virginias Vorgesetzte Beverlys jüngere Schwester Willa (Eva Marie Saint) ist. Diese müsste laut der Chronologie des Films inzwischen über 100 Jahre alt sein, macht jedoch einen für dieses Alter erstaunlich frischen Eindruck. Willa wirkt sowohl körperlich als auch geistig eher wie knapp 70.

Während Peter alte Bekanntschaften feiert, entdeckt Pearly, der inzwischen ein modernes Verbrechersyndikat leitet, dass sein Erzfeind noch am Leben ist. Er sucht erneut Luzifer auf, der ihm jedoch nur eine Genehmigung für Peters weitere Verfolgung erteilen will, wenn Pearly bereit ist, seine Unsterblichkeit aufzugeben und ein Mensch zu werden.

Der Film erweckt an dieser Stelle den Eindruck, als seien die Reptiloiden dabei, den Konflikt zu verlieren. Luzifer ist eindeutig in der Defensive und gewährt seinem eifrigsten Dämon keine Rückendeckung bei dessen Vorhaben. Von göttlicher Seite gibt es indes für Peter diesmal mehr Unterstützung, nachdem der angeblich allwissende Arsch da oben zugesehen hat, wie einer seiner ehemaligen Engel Beverly vergiftete.

Als Peter gerade bei Virginia und deren Tochter zu Besuch ist, wird das Haus von Pearlys Leuten gestürmt. Die drei fliehen auf das Dach, wo Pegasus im letzten Moment landet, um sie in Sicherheit zu fliegen. Ein fliegendes Pferd fällt natürlich mitten in New York niemandem auf. Aber okay, der Film ist ja zur Hälfte Fantasy.

Pegasus_3

Die drei werden von Pegasus zum einstigen Anwesen der Penn-Familie gebracht, wo immer noch das wundersame Dornröschenbett im Wintergarten steht. Dort soll Peter sein Wunder wirken, denn wie sich herausgestellt hat, ist Virginias krebskranke Tochter sein wahres Ziel. Aus diesem Grund heftet sich auch Pearly samt Gefolge wieder an Peters Fersen, um das Wunder zu verhindern.

Seine Männer fahren über das zugefrorene Gewässer vor dem einstigen Penn-Anwesen und Pegasus schlägt das Eis gnädigerweise ein, um die Brut ersaufen zu lassen. Peter muss also nur noch den Endgegner Pearly im Zweikampf besiegen, was erwartungsgemäß gelingt. Kein Mitleid für den Dämon, er hatte immerhin um seine Sterblichkeit gebettelt.

Im Anschluss braucht Peter nur noch die zwischenzeitlich verstorbene Tochter von Virginia zu küssen und schon entfaltet sich das Wunder. Zum Glück küsst er sie nur auf die Stirn und nicht auf den Mund, was man schnell hätte missverstehen können. So bleibt am Ende nur noch die Frage, warum Gott nicht auch im Falle von Beverly ein Wunder zugelassen hat?

Immerhin darf Peter nach getaner Arbeit mit Pegasus zum Himmel aufsteigen, wo er zu einem Stern wird, der direkt neben Beverlys Stern erstrahlt. Selbstverständlich leuchten die beiden unweit des Orion, womit zum Abschluss abermals die Astrologie bedient wird.

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Fazit: Es fällt schwer, „Winter’s Tale“ nur einem Genre zuzuordnen. Der Film vereint die Merkmale eines Liebesdramas und Gangsterstreifens mit Fantasy-Elementen, Esoterik und diversen Mythologien. Im Zentrum steht allerdings zweifelsfrei der Kampf zwischen Gut und Böse. Interessant ist dabei an der Rolle Luzifers, dass sie von dem $cientology-Sympathisanten Will Smith verkörpert wird. Akiva Goldsman arbeitete zwar schon mehrfach als Produzent mit Smith zusammen, dennoch ist diese Wahl fragwürdig. Für die Rolle des Xenu wäre der „Prinz von Hell Air“ wohl besser geeignet gewesen.

Nett gemacht scheinen indes lediglich die Lichtspielereien. Allerdings steckt darin schon wieder sehr viel Esoterik. Es wimmelt geradezu von Orbs.

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Zudem fragt man sich, welche Aussage sich dahinter verbirgt, wenn ein Dämon mit Illuminationen spielt.

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Eine weitere Erwähnung ist die Romanvorlage von „Winter’s Tale“ aus dem Jahr 1983 wert, welche aus der Feder des Mark Helprin stammt und vor Esoterik nur so strotzt. Helprin, der neben seiner US-Staatsbürgerschaft noch eine zweite israelische hat und dem dortigen Militär angehörte, ist ein erklärter Gegner der Internetkultur und tritt für ein verschärftes Urheberrecht ein. Wie es scheint, kann er nicht mit Kritik umgehen und hätte wohl gern, dass sie aus dem Netz verschwindet, sobald auch nur der Titel eines seiner Werke erwähnt wird.

Allerdings sollte Helprin vorsichtig mit seinen Wünschen sein, denn in „Winter’s Tale“ kopiert er selbst zahlreiche Elemente aus der Bibel sowie der griechischen Mythologie. Die Geschichte vom Kampf Gut gegen Böse, die er erzählt, ist im Kern einige Jahrtausende alt und findet sich bereits bei Zarathustra. Ein zu strenges Urheberrecht könnte ihn daher vielleicht die Hände kosten.

Schöne Grüße von der Orion

1965 wurden sieben Folgen der ersten und einzigen deutschen Science Fiction-Serie „Raumpatrouille Orion“ produziert. Trotz 50% Einschaltquoten wurde sie jedoch nach weniger als einer Staffel abgesetzt.

Raumkreuzer Orion

Bekannt ist die „Raumpatrouille“ vor allem für ihre aus der Not heraus geborene Verwendung von Alltagsgegenständen in den Kulissen. Spitzer, Duschköpfe, Plastikbecher und Bügeleisen verleihen der Serie Kultstatus. Gleiches gilt für das unwissenschaftliche Technobabbel, bei dem schon mal aus einem Planeten eine Supernova wird.

Allerdings hat die Serie auch ihre dunkle Seite. 20 Jahre ja dem Fall des 3. Reichs wurde den Deutschen abermals eine totalitäre neue Weltordnung schmackhaft gemacht. Zitat: „Es gibt keine Nationalstaaten mehr, es gibt nur noch die Menschheit und ihre Kolonien im Weltraum.“ Das klingt doch sehr nach der Eine-Welt-Regierung, welche Freimaurer und Theosophen anstreben.

Das totalitär angehauchte Regime führt in der Serie einen Krieg gegen die so genannten Frogs. Ein dämlicherer Name ist den Machern wohl nicht für die extradimenionalen Invasoren eingefallen, die so eindimensional sind, wie die militärische Antwort von Seiten der Erdregierung. Mit dem Overkill hat Letztere dann noch eine Massenvernichtungswaffe in der Hand, die ganze Planeten zerstören kann. Und das mehr als 10 Jahre bevor Darth Vader mit seinem Todesstern um die Ecke kam.

Immerhin bemühte man sich, den kalten Krieg außen vor zu lassen und unterstelle Captain Cliff McLane der Obhut einer russischen Offizierin. Damit war man damals sogar „Star Trek“ voraus, wo Fähnrich Chekov erst zwei Jahre später die Brücke betrat

Welle:Erdball setzten der Serie auf ihrem Album „Chaos total“ ein musikalisches Denkmal.

Orion Pictures

Im astrologisch geprägten Hollywood darf der Orion natürlich nicht fehlen.

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Zu den bekanntesten Orion-Produktionen zählen die ersten Teile von „Terminator“ und „Robocop“. Zu dem Zeitpunkt war Orion schon mit der Filmways Inc. fusioniert. Es folgte die Eingliederung in die Metromedia. 1997 erfolgte dann der Verkauf an MGM, welche inzwischen ihrerseits von Sony aufgekauft wurde.

Der Orion – Ein Sternbild von zentraler Bedeutung

von Shinzon

Der Orion ist das wohl bekannteste und am leichtesten auszumachende Sternbild. In nördlicheren Breiten ist es allerdings nur in den Wintermonaten zu bewundern. Am auffälligsten sind die drei Sterne des Oriongürtels (Alnitak, Alnilam & Mintaka), unter denen der Orionnebel als verschwommener Fleck auszumachen ist. Unten rechts findet sich der blaue Riese Rigel und oben links der rote Überriese Beteigeuze, der in naher Zukunft in einer Supernova aufgehen wird.

Zum Sternbild Orion gehören zudem eine Reihe schwächerer Sterne, die das Schwert und den Schild bilden. Da diese weniger auffallen, erkennen viele Menschen auf den ersten Blick nur die sieben hellsten Sterne des Orion.

Sternbild Orion

Kommen wir nun zur Mythologie. In Griechenland war Orion als Jäger bekannt, der in Böotien und auf Kreta lebte. Er wurde von seinen beiden Jagdhunden Sirius und Procyon begleitet, die sich als Sternbilder Canis Major und Canis Minor (großer und kleiner Hund) direkt neben dem Sternbild des Orion wieder finden. Zusammen mit dem Sternbild Lepus (dem Hasen) bilden sie eine astrologische Jagdszene.

Orion

Orion soll drei Väter gehabt haben, darunter die Götter Zeus und Poseidon. Der Dritte soll entweder Hermes oder Ares gewesen sein. Nachdem Orions Frau Side von Hera den Tartaros hinab gestoßen wurde, verliebte sich in Oinopions Tochter Merope in Orion. Als ihr Vater der Heirat nicht zustimmte, vergewaltigte Orion sie aus Wut, woraufhin Oinopion Orion die Augen ausstach.

Eos, die Göttin der Morgenröte, stellte Orions Sehkraft schließlich wieder her, was ein wenig an die Geschichte des ägyptischen Gottes Horus erinnert, der jedoch nur ein Auge verlor, welches wieder hergestellt wurde. Das Sternbild des Orion wurde im antiken Ägypten allerdings mit dem Gott Osiris gleichgesetzt.

Das Sternbild Orion/Osiris spielte für die Ägypter eine zentrale Rolle. Die drei großen Pyramiden von Gizeh wurden sogar nach dem Vorbild der Gürtelsterne des Orion angelegt, wobei der Nil den Verlauf der Milchstraße markiert.

Pyramiden Gizeh Orion

Zudem liegt der Orion/Osiris nahe dem heiligen Stern Sirius, welcher der hellste am Nachthimmel ist. Sirius, der das Auge des Sternbildes Großer Hund verkörpert, wurde später in der christlichen Mythologie mit dem Stern von Bethlehem in Verbindung gebracht. Die drei Könige, die nachweislich nie existierten, wären demnach die drei Gürtelsterne des Orion, welche dem Sirius folgen.

Es fällt auf, dass das Sternbild Orion sowie der Stern Sirius in den meisten Kulturen eine große Rolle spielen. Dabei reicht die Verehrung um einiges weiter zurück, als die offizielle Geschichtsschreibung vermuten lässt. So präsentierte Klaus Dona einige uralte Artefakte, die den Orion zeigen und von einer Qualität sind, die wir kaum mit unseren heutigen technologischen Fähigkeiten erreichen können. Unter den Artefakten befindet sich eine dreizehnstufige Pyramide mit Auge, die auf ein Alter von ca. 13.000 Jahren datiert wird und das Sternbild Orion auf der Unterseite trägt.

Pyramide sanskrit

Diese Artefakte könnten erklären, warum der Orion bis heute ein überaus beliebtes Motiv in der Freimaurerei sowie anderen Geheimgesellschaften ist. Darüber hinaus wird in der Prä-Astronautik vermutet, dass Sirius das Heimatsystem antiker Götter wie jener der Ägypter ist. Vor langer Zeit soll es in der Orion-Konstellation sogar zu einem Krieg der Sterne gekommen sein. Diese Legende soll u.a. in der „Star Wars“-Saga nacherzählt worden sein. Der Wahrheitsgehalt solcher Aussagen lässt sich natürlich nur schwer überprüfen, bekannt ist aber, dass sich die heutige Science Fiction sehr wohl antiker Mythen sowie freimaurerischer Ideen bedient.