Videoanalyse: Kombikreist lebt nach seinen eigenen Regeln

Provokant war Combichrist schon immer, aber zumindest musikalisch war die norwegische Band aus dem Bereich Aggrotech durchaus nicht uninteressant. Inzwischen hat sich der Stil jedoch stark gewandelt und der Bandgründer Ole Anders Olsen alias Andy LaPlegua stellt seinen satanistischen Glauben immer schamloser zur Schau. Albentitel wie „Tonight We Are All Demons“ (2009) oder „Making Monsters“ (2010) gehen schon stark in diese Richtung, aber den Vogel abgeschossen hat er mit seinem Video zur Single „My Life My Rules“.

Erschienen ist die Single zusammen mit dem Album „This Is Where Death Begins“ im Jahr 2016. Auf dem Cover sind zwei Schlangen zu sehen, wie sie um eine Frau (vermutlich Eva) herum züngeln, deren linkes Auge betont wird. Die Botschaft dürfte jedem klar sein, der sich auch nur ansatzweise mit der Vertreibung aus dem Paradies auskennt.

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Der Titel „My Life My Rules“ klingt schon irgendwie nach Aleister Crowleys Leitspruch „Tu, was du willst!“ Ein Freibrief für jeden Satanisten, hemmungslose Orgien zu zelebrieren und andere abzuschlachten. Genau darum geht es im Video, in dem LaPlegua nach einer Orgie mitten in einem Berg von Frauenleichen erwacht. Auf seinem rechten Arm ist deutlich ein Pentagramm-Tattoo zu erkennen.

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Offensichtlich ist hier ein satanistisches Opferritual abgelaufen, was durch die schnell hintereinander eingeblendeten Symbole unterstrichen wird. In kurzer Abfolge sind ein Baphometschädel, eine Schlange und ein menschlicher Totenkopf zu sehen. Bei der Schlange sollte beachtet werden, dass sie von Lichtstrahlen umgeben ist, womit klar sein dürfte, dass hier der Lichtbringer Luzifer gemeint ist.

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In unmittelbarer Nähe findet LaPlegua einen Erhängten, dem er erst einmal die Klamotten klaut. Der Tod durch Erhängen ist eine typische Hinrichtungsmethode der Freimaurer, bei denen bereits jeder Anwärter während der Einführung in die Loge einen Galgenstrick um den Hals gelegt bekommt. Keine reine Dekoration, wie u.a. schon Roberto Calvi erfahren musste.

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Nachdem der blutüberströmte Täter von ein paar Jugendlichen entdeckt wird, darf sich in der folgenden Einstellung erst einmal die Band austoben. Anschließend wird in einer Rückblende erzählt, was in der vergangenen Nacht geschehen ist. Die Frauen sind zunächst noch am Leben und tanzen mit Geweihen und Widderhörnern um ein Feuer. Die Szene hat etwas von einem Hexensabbat.

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Dann taucht ein Mann in einem Priesterkostüm auf. Damit wird das Christentum verhöhnt, denn der Mann ist alles andere als ein Diener des Herrn. Er tauft die Frauen auch nicht in Wasser, sondern in Feuer, was eine Umkehrung der Werte bedeutet.

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Ein weiterer Herr mit langem Bart tritt als Schlangenträger auf.

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Der Mann im Pfaffenkostüm gehört ebenfalls zur Bruderschaft der Schlange und züngelt mit den Viechern herum, ehe er sie an die Damen überreicht. Das Tattoo „Soul“ an seinen Fingern ist übrigens auch ganz interessant.

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Die Hexen üben sich ebenfalls in der Rolle der Schlangenträgerin, wobei es immer wieder zu sexuellen Anspielungen kommt.

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Nachdem die Frauen offenbar eine halluzinogene Flüssigkeit getrunken haben, erscheint zum Schluss noch Satan auf der Party.

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Die Hexen menstruieren bei dem Anblick aus den Augen, wobei diese schon ziemlich besessen wirken. Von allen Frauen dürfte die Blonde mit den Widderhörnern wohl am ehesten nach Satans Geschmack sein.

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Bei genauerem Hinsehen handelt es sich jedoch nicht um den Teufel, sondern um Andy LaPlegua, wie man an den Tattoos erkennen kann. Er hat zudem wenig sexuelles Interesse an den Satanistinnen, sondern beginnt sofort damit, ihnen die Kehlen durchzuschneiden.

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Die Dame mit der Dornenkrone, die als einzige keine Hörner trägt, dürfte übrigens wieder eine Verhöhnung des Christus darstellen.

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Die Asiatin erwischt LaPlegua mit der Machete.

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Als sie noch am Leben war, tanzte sie mit Katzenköpfen auf den Titten herum. Möglicherweise soll hier eine Sexkätzchenprogrammierung angedeutet werden.

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Insgesamt macht das Video einen total kranken Eindruck. Die satanistische Symbolik ist ebenso offensichtlich wie die Verherrlichung von Menschenopferungen. Die Darstellerinnen haben die Dreharbeiten selbstverständlich überlebt, denn sonst wäre das Video als Snuff-Film indiziert worden. Dennoch stellt sich die Frage, wie weit Ole Anders Olsen in den Satanismus involviert ist? Denn eines steht fest: Mit solchen Darstellungen scherzt man nicht. Schon gar nicht in Zeiten, in denen ständig neue Skandale um Kindesmissbrauch und rituelle Morde Schlagzeilen machen.

Solche Videos vermitteln, dass Hexensabbate und Ritualmorde cool sind. Das allein ist schon schlimm genug, aber noch schlimmer ist die Tatsache, dass derartiges von den Fans auch noch gefeiert wird als wäre es das Normalste der Welt. Allerdings dürfte sich der Fankreis inzwischen ohnehin geändert haben, seit Combichrist von Aggrotech auf Metal umgestiegen ist.

Die satanische Kunst von Marina Abramovic

Marina Abramovic ist eine serbische Performance-Künstlerin, die jüngst durch ihre Verstrickung in den Pizzagate-Skandal in die Schlagzeilen geriet. In einer E-Mail hatte sie Tony Podesta und dessen Bruder John zu einem „Spirit Cooking“ eingeladen. Eine genauere Recherche scheint also lohnenswert. Allerdings geben die offiziellen Quellen wenig über ihre okkulten Hintergründe her, sondern liefern mehrheitlich nur biografische Eckdaten.

Marina wurde am 30. November 1946 in Belgrad geboren und war das Kind von Partisanen. Ihr Vater war ein Nationalheld und einer ihrer Großonkel von 1930 bis 1937 Patriarch der Serbisch-Orthodoxen Kirche. Man sollte also meinen, dass sie aus einem gut situierten, christlichen Elternhaus entstammt. Das traf allerdings auch auf Aleister Crowleys Familie zu. Der Grund für die Rebellion liegt in beiden Fällen in der strengen Erziehung, was die Abkehr von den Eltern durchaus nachvollziehbar macht. So wurde Marina von ihrer Mutter geschlagen und durfte bis ins Alter von 29 Jahren das Haus nach Einbruch der Nacht nicht mehr verlassen.

Abramovic‘s Studienzeit an der Akademie der Bildenden Künste in Belgrad von 1965 bis 1970 war also von Leid geprägt, was vielleicht ihren düsteren Stil erklären mag. Ihre satanistischen Züge haben jedoch andere Wurzeln. Nach einem kurzzeitigen Interesse am Buddhismus und einer damit einhergehenden Tibetreise, öffnete sich Marina zunehmend der Esoterik. Die Theosophin Helena Petrovna Blavatsky (1831-1891) gehört seither zu Marinas wichtigsten Vorbildern. Ebenso scheint sie sich für Aleister Crowleys Thelema-Lehre zu interessieren, denn daher stammt nämlich das widerwärtige Ritual des Spirit Cookings.

Der wohl entscheidendste Einfluss dürfte allerdings der österreichische Aktionskünstler Hermann Nitsch sein, der für seine blutigen Menschenopferszenen bekannt ist. Abramovic wirkte 1975 an einer dieser schauerlichen Aufführungen mit.

Hermann Nitsch

Hermann Nitsch

Kunst liegt ja bekanntlich im Auge des Betrachters, aber wer auf solche abartigen Inszenierungen steht, muss schon ein kranker Satanist sein. Die Szenen könnten glatt aus einem Schlachthaus stammen und entbehren nicht eines rituellen Charakters. Nitsch kann dabei als wichtigste Inspirationsquelle von Marina Abramovic gelten, deren Performances zuweilen große Ähnlichkeit mit denen ihres Idols haben. Das Betrifft vor allem die massenhafte Verwendung von Schlachtabfällen.

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Menschen sind in den Augen der Künstlerin ebenfalls nicht viel mehr als Fleisch, das zu besonderen Anlässen serviert wird. Zu ihren gruseligsten Werken gehört eine Torte in Form einer nackten, erdolchten Frau. Offenbar eine Anspielung auf rituellen Kannibalismus.

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Weiterhin finden sich auch zahlreiche Anspielungen auf rituelle Menschenopfer, woran von Seiten der Massenmedien jedoch keinerlei Anstoß genommen wird.

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Auf Wikipedia wird Abramovics gesamtes Werk verharmlost und alles Abartige verschwiegen. Lediglich auf die sexuellen Perversionen wird in einem kurzen Abschnitt eingegangen. Es geht dabei um den Kunstfilm „Balkan Erotic Epic“ aus dem Jahr 2005, der sich um vermeintliche Sexual- und Fruchtbarkeitsriten auf dem Balkan dreht. Es darf jedoch bezweifelt werden, dass Szenen, in denen Frauen ihre Brüste in die Sonne und ihre Vulva in den Regen halten oder Männer im Freien masturbieren und den Boden penetrieren, auch nur im entferntesten etwas mit serbischer Kultur und Tradition zu tun haben.

Das Ganze erinnert dann doch eher an okkulte Sexualmagie, wie sie im Ordo Templi Orientis praktiziert wird. Außerdem erinnert der Pornostreifen an den Titel der 120. Performance von Marinas Idol Hermann Nitsch, welche nur ein Jahr vor den Dreharbeiten zu ihrem Film zelebriert wurde. Das so genannte Orgien-Mysterien-Theater begann am 1. Juni 2004 in Nitschs privatem Schloss Prinzendorf und dauerte bis zum Sonnenuntergang des Folgetages.

Es handelte sich jedoch nicht um eine reine Sexorgie, sondern um ein blutrünstiges Ritual, für welches ein Stier und fünf Schweine geschlachtet wurden. Außerdem wurden 600 Liter echtes Blut verwendet. In dieser Kulisse wurden dann nackte Frauen an Kreuze gebunden, womit offensichtlich Jesus verhöhnt werden sollte.

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Abramovic selbst arbeitet ebenfalls mit echten Tierkadavern und posierte schon mal als Frau in satanischem Rot mit einem gehäuteten Ziegenkopf. Was im Deep Web illegal unter der Bezeichnung „Crush Porn“ kursiert, darf die serbische Künstlerin ganz offen als Kunst deklarieren. Warum schreitet da eigentlich keine Tierschutzorganisation ein?

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Bei derartigen Darstellungen, seien es nun jene von Abramovic oder Nitsch, dürfte den meisten normalen Menschen wohl das große Kotzen kommen. Zudem ist der zur Schau gestellte Satanismus unübersehbar. Das wirft die Frage auf, warum Abramovic international gefeiert wird und sich vor Angeboten von Universitäten kaum retten kann? Man kann kaum anders, als hier ein gewaltiges satanistisches Netzwerk hinter einem Großteil der modernen Kunstszene zu vermuten.

Es ist unglaublich wo Marina Abramovic überall herumgekommen ist, nachdem sie zunächst an der Kunstakademie von Belgrad lehrte und anschließend von 1976 bis 1989 hauptsächlich mit ihrem damaligen Lebensgefährten Ulay performte. Anfang der 1990er war sie Gastdozentin an der Académie des Beaux-Arts in Paris sowie an der Hochschule der Künste in Berlin. Von 1992 bis 1996 war sie Professorin an der Hochschule für bildende Künste Hamburg und von 1997 bis 2004 an der Hochschule für bildende Künste Braunschweig. 2005 zog Abramovic schließlich nach New York, wo sie die Independent Performance Group gründete. Nach deren Auflösung 2007 kaufte sie 2008 ein Theater in Hudson.

An Auszeichnungen mangelt es der Okkultistin ebenfalls nicht. Erwähnt seien hier der Goldene Löwe (1997), der niedersächsische Kunstpreis (2003), mehrere Ehrendoktorwürden sowie das österreichische Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst, welches ihr 2008 vom damaligen Bundespräsidenten und Bilderberger Heinz Fischer (SPÖ) verliehen wurde.

2012 wurde Abramovic zudem in die Jury der 69. Internationalen Filmfestspiele von Venedig berufen. Es sollte also nicht verwundern, warum immer wieder satanistische Künstler ausgezeichnet werden, wenn Ihresgleichen in den Jurys sitzen. Die gesamte Unterhaltungsindustrie ist dermaßen korrumpiert, dass überhaupt nur diejenigen eine Chance haben, die zum Club gehören.

Wie stark die Verbindungen Abramovic‘s zu anderen satanistischen Künstlern sind, zeigte sich 2010 im New Yorker Museum of Modern Art, welches in diesem Jahr von Mitte März bis Ende Mai eine Retrospektive ihrer Arbeiten ausstellte. Zeitgleich fand eine Performance statt, bei der die Lady in Rot einfach an einem Tisch saß und schwieg. Auf der gegenüberliegenden Seite konnten die Besucher Platz nehmen. Diese Gelegenheit nutzten u.a. die Schauspielerinnen Sharon Stone und Tilda Swinton sowie die Sängerinnen Björk und Lady Gaga.

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Letztere war sogar schon bei einem Spirit Cooking von Abramovic eingeladen. Wer immer noch daran zweifelt, was es damit auf sich hat, sollte vielleicht einen Blick auf das folgende Bild werfen, welches die beiden beim genüsslichen Naschen von Körperflüssigkeiten zeigt. Ob der Körper in dem Blutbad noch lebt, kann man nur hoffen, auf jeden Fall ist es aber ein extrem Ekel erregendes Ritual.

Spirit Cooking mit Lady Gaga.

Spirit Cooking mit Lady Gaga.

Der Mix aus Körpersäften wird zuweilen im Anschluss zum Beschmieren von Wänden benutzt. Man achte dabei auf die okkulten Symbole, darunter die Zahl des Tieres 666, ein Pentagramm und ein Hexagramm. Am praktizierten Satanismus bleibt damit ebenfalls kein Zweifel.

Von der breiten Öffentlichkeit werden Gestalten wie Lady Gaga und Marina Abramovic selbstverständlich nur als abgedrehte Künstlerinnen wahrgenommen, die mit ihren bizarren Darbietungen Millionen kassieren. In Wahrheit zelebrieren sie jedoch ihren Satanismus unverhohlen in der Öffentlichkeit und dürften sich köstlich darüber amüsieren, dass kaum jemand ihr Treiben hinterfragt. Die Öffentlichkeit kümmert es ja nicht einmal, wenn Abramovic mit halbnackten Kindern posiert, womit wir wieder beim eingangs erwähnten Pizzagate-Skandal wären.

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Ebenso hinterfragt niemand die offen zur Schau gestellten okkulten Symbole, welche ganz klar in Richtung Satanismus zeigen. Abramovic ließ sich schon sehr früh mit einschlägigen Symbolen ablichten. Auf dem folgenden Foto von 1974 trägt sie eine Halskette, welche die typische Freimaurerpyramide mit Auge zeigt.

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Rituale mit Pentagrammen durchziehen ihre gesamte Karriere und es darf davon ausgegangen werden, dass sie über die okkulte Bedeutung des Drudenfußes informiert ist.

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Der Skorpion ist eigentlich nicht ihr Sternzeichen, sondern nach offizieller Lesart der Schütze.

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Bezieht man jedoch den Schlangenträger ein, wäre dies ihr Sternzeichen. Zumindest verkörpert Marina den Schlangenträger gerne mal und betont dabei gleich noch ihr linkes Horusauge. Ebenso ist sie auf dem Cover ihrer Biografie als Schlangenträgerin zu sehen. Wer mehr über Marina Abramovic erfahren möchte, sollte vielleicht auch einen Blick in dieses Buch hinein werfen. Aber Vorsicht, es könnte Übelkeit verursachen.

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Hellywoodfire Clubs

In der Serie „Mit Schirm, Charme und Melone“ taucht in der vierten Staffel eine Neugründung des Hellfire Clubs auf, was ziemlich offensichtlich auf die Weiterexistenz des Originals anspielt. Der Hellfire Club in der Serie feiert allerdings nicht nur wilde Orgien, sondern führt auch Anschläge durch, mit welchen die britische Regierung gestürzt werden soll. Aber warum eigentlich? Besteht die Regierung nicht längst aus Mitgliedern des Hellfire Clubs?

Emma Peal (Diana Rigg) infiltriert den Club derweil als „Queen of Sin“. Im Ausstrahlungsjahr 1966 sorgte ihr entsprechendes Domina-Kostüm noch für einigen Wirbel. Viel bedeutsamer als das Outfit ist jedoch das von ihr zelebrierte Schlangeträgerritual. Der deutsche Episodentitel „Nacht der Sünder“ ist angesichts dessen wirklich passend. Der Originaltitel ist dagegen etwas dezenter, aber ebenso satanisch. „A Touch of Brimstone“ oder zu Deutsch „Ein Hauch von Schwefel“.

Ein Hauch von Höllenfeuer

Der französische Thriller „Demonlover“ von 2002 dreht sich um eine Webseite namens Hellfire Club. Eine Webseite mit sadomasochistischen Inhalten, die von einem Internetkonzern mit dem bezeichnenden Namen Demonlover betrieben wird? Ernsthaft, geht es noch offensichtlicher? Die französische Filmindustrie ist genauso von Satanisten durchseucht, wie Hellywood.

Demonlover - Hellfire Club

Im 2011 erschienen „X-Men: Erste Entscheidung“ findet die erste Begegnung mit den fiesen Mutanten um den Ex-Nazi Sebastian Shaw (Kevin Bacon) im Hellfire Club des Sündenpfuhls Las Vegas statt. Mit dabei ist Emma Frost (January Jones), welche sich in einen menschlichen Diamanten verwandeln kann. Angesichts der Rolle von Frauen in den Hellfire Clubs könnte dies auf eine Juwelenprogrammierung anspielen. Noch auffälliger ist jedoch der Mutant Azazel (Jason Flemyng), welcher wie der Leibhaftige höchstpersönlich aussieht.

Frostjuwel

Azazel

Wo wir schon mal bei den X-Men sind. In der Marvel-Comicserie „The Uncanny X-Men“ wurde bereits in den 1980ern eine Gegenspielergruppe namens „Hellfire Club“ eingeführt, welche nicht zufällig aus ultrareichen Großindustriellen besteht. Emma Frost ist deren White Queen, später läuft sie jedoch zu den X-Men über. Ergänzt wird sie durch den Black King, womit hier wieder einmal die freimaurerische Schwarz/Weiß-Symbolik bedient wird.

"Die Geburt eines legendären Bösen"

„Die Geburt eines legendären Bösen“

Der Zodiak – Die 12 Sternbilder des Tierkreises

von Shinzon

Zodiak ist eine aus dem Griechischen stammende Bezeichnung für den Tierkreis. Dieser ist eine etwa 20 Grad breite Zone um die Ekliptik, innerhalb derer die scheinbaren Bahnen von Sonne, Mond und Planeten verlaufen. Der Tierkreis ergibt sich also nur aus Perspektive der Erde. Dabei liegen die 13 Tierkreissternbilder aufgrund der Präzession der Erdachse nicht einmal mehr in den gleichnamigen Tierkreiszeichen. Die beiden Begriffe müssen daher voneinander unterschieden werden.

Tierkreis Ekliptik

Bis ins 19. Jahrhundert wurde der Tierkreis in zwölf Abschnitte unterteilt. Zu den zwölf bekannten Sternzeichen gehören Widder (lat. Aries, 19. April bis 14. Mai), Stier (lat. Taurus, 14. Mai bis 21. Juni), Zwillinge (lat. Gemini, 21. Juni bis 20. Juli), Krebs (lat. Cancer, 20. Juli bis 11. Aug.), Löwe (lat. Leo, 11. Aug. bis 17. Sept.), Jungfrau (lat. Virgo, 17. Sept. bis 31. Okt.), Waage (lat. Libra, 31. Okt. bis 23. Nov.), Skorpion (lat. Scorpius, 23. Nov. bis 30. Nov.), Schütze (lat. Sagittarius, 18. Dez. bis 20. Jan.), Steinbock (lat. Capricornus, 20. Jan. bis 16. Feb.), Wassermann (lat. Aquarius, 16. Feb. bis 12. März) und Fische (lat. Pisces, 12. März bis 19. April).

Tierkreiszeichen

„Moment mal“, werden jetzt einige denken und sich wundern, warum ihr Geburtstag plötzlich in einem anderen Sternbild liegt und es zwischen Skorpion und Schütze eine Lücke gibt. Das liegt einerseits daran, dass die Sonne sich in den angegebenen Zeiträumen in den entsprechenden Sternbildern befindet, aber diese wie bereits erwähnt nicht mehr exakt in den Sternzeichen liegen. Hinzu kommt die Lücke, da die Sonne insgesamt 13 Sternbilder schneidet. Wir haben eingangs nicht ohne Grund von 13 Tierkreissternbildern geschrieben, denn zwischen Skorpion und Schütze liegt der Schlangenträger (lat. Ophiuchus). Zwar war das Sternbild schon in der Antike bekannt, doch damals schnitt es noch nicht den Tierkreis, da einige Sterne erst später dem Schlangenträger zugeordnet wurden. In anderen Kulturen, wie z.B. in China, gibt es seit jeher 13 Tierkreiszeichen, wenn auch unter anderen Namen.

Ophiuchus

Ophiuchus

So wenig bekannt wie der Schlangenträger ist auch die astrologische Herleitung biblischer Mythen. Angelehnt an den astrologischen Tierkreis ist z.B. der Mythos von den 12 Stämmen Israels, die auf die angeblichen 12 Söhne Abrahams zurückgehen. Wie aus einer Familie 12 Völker hervorgegangen sein sollen, ist dabei mehr als erklärungsbedürftig. Historisch belegbar ist lediglich, dass es sich bei den Israeliten, die von Pharao Ramses II. vertrieben wurden, um eine Glaubensgemeinschaft handelte und nicht um ein Volk. Die ersten Israeliten waren Ägypter.

Dennoch überlebte der Mythos von den 12 Stämmen Israels und ist heute vor allem bei den Mormonen populär, die glauben, dass es sich bei den amerikanischen Ureinwohnern um einen verlorenen Stamm Israel handelt. Auch das ist ein Mythos, der den historischen Fakten nicht gerecht wird. Amerika wurde von seinen Ureinwohnern lange vor dem Auszug der Israeliten besiedelt, ja sogar noch bevor Pharao Echnaton mit seinem monotheistischen Aton-Kult den Grundstein für das Judentum legte.

Wie sehr sich die mythologischen Stämme Israels auf den Tierkreis beziehen, versinnbildlichte der Mormone Glen A. Larson schließlich in seiner Science Fiction Serie „Kampfstern Galactica“. In der Serienmythologie hat die Menschheit ihren Ursprung auf dem Planeten Kobol. Als sie ihre Heimat verließen, gründeten sie 12 Kolonien, die nach den 12 bekannten Tierkreiszeichen benannt waren (z.B. Caprica, Tauron, Arilon, Geminon, Virgon usw.). Ein 13. Stamm ging verloren und besiedelte einen weit entfernten Planeten. Nur hat der verlorene Stamm vergessen, den Planeten folgerichtig Ophiuchon zu nennen. Stattdessen entschied man sich für den Namen Erde und obwohl es keinerlei Kontakt zu den anderen 12 Kolonien gab, wusste man auch dort von der Erde.

Auf den 12 Stämmen basieren auch die 12 Apostel, welche sich um Jesus geschart haben sollen. Jesus wäre demnach der 13. im Bunde. Manche sehen allerdings auch in Maria Magdalena den 13. Apostel. Bereits im 3. Jahrhundert verlieh Hippolyt von Rom (170-235) ihr die Bezeichnung Apostola apostolorum. Später soll die katholische Kirche sie wegen ihres weiblichen Geschlechts unterschlagen haben.

Um noch einmal auf „Battlestar Galactica“ zurück zu kommen, im Remake gibt es insgesamt 13 menschliche Cylonenmodelle, von denen die Nummer 7 jedoch nie zu sehen ist. Die anderen 12 dürften eine Anspielung auf die 12 Apostel sein. Um das Ganze abzurunden, gibt es zu Werbezwecken ein Foto, auf dem 12 Charaktere der Serie an einer Tafel sitzen. Dies ist offensichtlich eine Darstellung des letzten Abendmahls mit der teuflischen Nr. 6 als eine Art Anti-Jesus. Allerdings hat sie nur 11 Apostel.

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Es kann davon ausgegangen werden, dass noch weitere Spielereien mit den Zahlen 12 und 13 einen Bezug zum Tierkreis haben. Es ist kein Geheimnis, dass Astrologie zu den Kernelementen sowohl der Religionen als auch okkulter Geheimgesellschaften zählt. Neben dem Zodiak stößt man dabei sehr häufig auf den Orion, den Stern Sirius sowie die Planeten, darunter insbesondere Venus und Saturn. Von noch zentralerer Bedeutung sind eigentlich nur der Mond und die Sonne, wobei der scheinbare Verlauf der Sonne durch die Tierkreiszeichen Beginn und Ende astrologischer Zeitalter markiert.

Die astrologischen Zeitalter sind allerdings nicht nur den Esoterikern heilig, sondern auch den monotheistischen Religionen. Die Entstehung des Judentums fällt z.B. in das Zeitalter des Widders, weshalb an jüdischen Feiertagen bis heute ein Widderhorn, das so genannte Schofar, geblasen wird. Jesus lebte zu Beginn des Fische-Zeitalters, was wohl der wahre Grund dafür ist, warum der Fisch das ursprüngliche Symbol des Christentums war. Heute befinden wir uns am Übergang vom Fische- zum Wassermann-Zeitalter, welches die Esoteriker als ihr Goldenes Zeitalter herbeisehnen.

Allerdings handelt es sich um rein astrologische Zeitalter, die nur aus der Perspektive der Erde Sinn ergeben. Faktisch wird sich rein gar nichts ändern. Die Erde wird in keine höhere Dimension aufsteigen, die Zeit wird keine andere Qualität haben, wir werden auch keine globale Erleuchtung erleben und es wird kein neuer Messias kommen. Die Natur wird einfach weiter ihren gewohnten Gang gehen und wenn sich unsere Gesellschaft verändert, dann nur, weil wir es zulassen, dass uns irgendwelche Esoterik-Quacksalber einen falschen Propheten vorsetzen. Wenn wir endlich diesen ganzen astrologischen Hokuspokus überwinden würden, kämen wir sehr schnell zu der Erkenntnis, dass wir selbst unser Schicksal in der Hand haben und unsere Zukunft unabhängig von irgendwelchen willkürlich gesetzten Zeitaltern gestalten können.

Die 13 – Geschichte einer Unglückszahl

von Shinzon

Die 13 ist eine weitere wichtige Zahl im Okkultismus und ebenso wie die 11 eine Primzahl. In erster Linie ist die 13 von astrologischer Bedeutung, denn hinter ihr verbirgt sich das geheime 13. Tierkreiszeichen, der Schlangenträger. In anderen Kulturen, wie etwa in China, sind es ganz offiziell 13 Tierkreiszeichen, im westlichen Kulturkreis wurde der Zodiak jedoch auf 12 Sternzeichen reduziert und das 13. verborgen. Dies hat offiziell damit zu tun, dass die Grenze des Schlangenträgers in der Antike noch oberhalb der Ekliptik gesehen wurde.

Ophiuchus

Ophiuchus

Die 13 repräsentiert damit schon mal nichts wirklich Positives, doch warum gilt sie gemeinhin als Unglückszahl? Warum haben manche Menschen dermaßen große Angst vor dieser Zahl, dass es in einigen Gebäuden keine 13. Etage gibt und in manchen Hotels kein Zimmer mit der Nummer 13? Nicht zu vergessen der angebliche Unglückstag schlechthin: Freitag der 13.

Es gibt Stimmen, die behaupten, die 13 sei schon immer eine Unglückszahl gewesen und tatsächlich nannte der Volksmund sie lange Zeit das „Dutzend des Teufels“. In Kombination mit dem Wochentag, an dem Jesus gekreuzigt wurde, ergibt sich dementsprechend besonderes Unheil. Historisch belegbar ist diese Herleitung jedoch nicht und außerdem war der Freitag, an dem Jesus starb, kein Dreizehnter. Die christliche Deutung dieses Datums ist also ein moderner Mythos. Zudem ist die 13 mitnichten eine allgemeingültige Unglückszahl. In Japan sowie im Judentum ist sie ganz im Gegenteil sogar eine Glückszahl.

Als Ursprung des Aberglaubens wird Freitag der 13. Oktober 1307 angenommen, an dem auf Befehl des französischen Königs Philipp IV. die Mitglieder des Templerordens in Paris verhaftet wurden. Am 22. März 1312 folgte schließlich die endgültige Aufhebung des Templerordens durch die päpstliche Bulle Vox in excelso. Bekanntermaßen überlebten einige Templer die Säuberungsaktion und ihr Gedankengut wurde später teilweise von der Freimaurerei übernommen. Es ist davon auszugehen, dass dieser Freitag der 13., der das Ende der Tempelritter einleitete, sich tief ins Gedächtnis der Logenbrüder eingegraben hat.

Dennoch verliert sich die Spur dieses Datums für die nächsten 600 Jahre. Erst 1907 taucht „Freitag der 13.“ in Form eines Buchtitels wieder auf. Geschrieben hatte den Börsenroman der US-amerikanische Börsenmillionär Thomas William Lawson, der als Erfinder des verhängnisvollen Datums gilt und sehr wahrscheinlich Freimaurer war. Als Börsenmakler hatte er zudem viel mit den Templern gemein, deren Geldgeschäfte als Vorläufer des modernen Finanzsystems betrachtet werden können. Selbstverständlich geht es in seinem Roman um die Börse, was uns direkt zum schwarzen Freitag von 1929 führt. Zwar fand der New Yorker Börsencrash nicht an einen Freitag den 13. statt, sondern am 25. Oktober, aber dennoch wirkt das alles sehr prophetisch.

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Nach Thomas William Lawsons Roman begann Hollywood den Begriff des Freitags den 13. aufzunehmen und festigte damit die negative Bedeutung. 1949/50 wurde gar in der Fassung des sechsten und siebten Buch Moses des Braunschweiger Planet-Verlages vor Unternehmungen an diesen Tagen gewarnt. Mehr als ein Aberglaube ist dies jedoch nicht, denn statistisch hebt sich kein Freitag der 13. von anderen Tagen ab, was Katastrophen und Unfälle betrifft.

Dennoch hält sich die Assoziation der 13 mit fatalen Ereignissen, was nicht zuletzt auch der gescheiterten Apollo 13-Mission von 1970 zu verdanken ist. Da die Mondlandungen ohnehin im Verdacht stehen, nicht ganz so abgelaufen zu sein, wie es der Weltöffentlichkeit verkauft wurde, wird vermutet, dass es sich bei der Apollo 13 um eine inszenierte Katastrophe gehandelt haben könnte. Demnach wäre die 13 nicht zufällig ausgewählt worden.

Apollo 13

Das blaue Volk – Nein, diese Aliens sind nicht besoffen

von Shinzon

Wer sich mit Begegnungen der 3. und 4. Art beschäftigt, kommt schnell zu dem Schluss, dass die Grey von allen Spezies am präsentesten sind. Neben ihnen gibt es noch Reptiloide, Insektoide und eine ganze Reihe von Humanoiden. Unter den humanoiden Spezies werden die so genannten Nordics am häufigsten gesichtet. Es ist noch nicht ganz sicher, ob sie eine eigenständige Spezies oder Hybride darstellen, aber zumindest scheinen sie eine enge Verbindung zu den Grey und Reptos zu haben.

Neben den blonden Nordics gibt es den Aussagen von Augenzeugen zufolge so ziemlich jede menschliche Variation dort draußen. Es soll sowohl europäisch als auch asiatisch anmutende Aliens geben und darüber hinaus so ziemlich jede Hautfarbe. Unter all diesen Humanoiden kommt dem blauen Volk eine sehr bedeutende Rolle zu. Insbesondere gilt dies für Indien, wo Krishna sowie eine Reihe von Gottheiten als blauhäutig dargestellt werden. Krishna wird von den Hindus als historisch existenter Mensch anerkannt, der jedoch als achter Avatara des ebenfalls blauhäutigen Gottes Vishnu verehrt wird.

Krishna mit Baphomet-Geste

Krishna mit Baphomet-Geste

Krishna gehörte zur königlichen Familie der Stadt Mathura. Viele Königshäuser rund um den Globus behaupteten über sich selbst, von den Göttern abzustammen und über manche existieren sonderbare Legenden, die zu Sternen führen. Könnte Krishnas Familie also außerirdische Wurzeln gehabt haben? Wurde die indische Kultur gar maßgeblich vom blauen Volk geprägt? Dies sind Fragen, die die Prä-Astronautik schon seit langem beschäftigen.

Da es uns hauptsächlich um die Symbolik geht, bleiben wir beim Erscheinungsbild des blauen Volkes. Dieses erinnert schon stark an den indischen Phänotyp, wenn man einmal von der Hautfarbe absieht. Auffällig ist dabei, dass auf einigen Darstellungen die Handflächen und oft auch die Ohren als einzige Körperstellen rosa statt blau sind. Der Gott Vishnu hat überdies vier statt zwei Arme.

Vishnu mit Baphomet-Geste

Vishnu mit Baphomet-Geste

In welcher Beziehung das blaue Volk zu den Grey und Reptiloiden steht, ist noch unklar. Es gibt in der Pop-Okkultur einige Andeutungen über einen Konflikt zwischen diesen beiden Parteien. In der Mahabharata wird dagegen lediglich von einem Krieg zwischen zwei verwandten Königshäusern berichtet. In der Pop-Okkultur werden die blauen Humanoiden weiterhin als gutartig und spirituell dargestellt, doch in Indien gibt es zahlreiche Darstellungen von Vishnu als Schlangenträger. Eine ähnliche Symbolik kannten auch die Pharaonen, die zweifellos humanoid waren, aber symbolisch unter der Kontrolle der Schlangenwesen standen. War Vishnu also nur ein weiterer Systemlord?

Vishnu als Schlangenträger mit Dreizack

Vishnu als Schlangenträger mit Dreizack

Dark Shadows – Mind Control für Vampire

von Shinzon

Ursprünglich war “Dark Shadows” eine Vampirserie, die von 1966 bis 1971 lief. 1991 folgte eine Neuauflage und 2012 schließlich der Kinofilm von Tim Burton. Den ersten Barnabas Collins spielte Jonathan Frid (1924-2012), welcher noch kurz vor seinem dahinscheiden einen kleinen Cameo-Auftritt in Burtons Remake hatte. Seine einstige Rolle wurde indes von Johnny Depp verkörpert, was nicht passender hätte sein können, da es in diesem Film doch weniger um Vampire als vielmehr um Mind Control geht.

Zudem strotzt der Film nur so vor Freimaurersymbolik. Noch bevor es richtig losgeht, sieht man bereits eine Galionsfigur an einem Schiff, welche einen Sonnenkranz über dem Kopf trägt und die typische M-Handgeste macht.

01 Galionsfigur

Diese Szene spielt im Jahr 1760 und handelt von Barnabas’ Reise nach Amerika, wo seine Eltern ein Fischereiunternehmen aufbauen. Sogar das Fischerdorf, in dem er aufwächst, ist nach seiner Familiendynastie benannt. Unweit von Collinsport liegt das private Anwesen namens Collinwood, welches ziemlich düster erscheint.

Gruselbude

Die wahre Finsternis tritt jedoch 15 Jahre später in Form der Hexe Angelique Bouchard (Eva Green) in Barnabas’ Leben. Sie liebt ihn, doch als er sie zurückweist, tötet sie seine Eltern durch einen Fluch. Es kommt also schon früh schwarze Magie ins Spiel, die stark an Voodoo erinnert.

03 Voodoo

Barnabas studiert daraufhin selbst okkulte Bücher. Darin findet er den wahren Namen Satans: Mephistopheles. Das goldene „M“ auf rotem Grund erinnert dabei stark an das McDonalds-Logo. Eine groteske Schleichwerbung für teuflisch schlechten Fraß.

04 McPhisto

Nach Barnabas’ Eltern muss auch seine Geliebte Josette (Bella Heathcote) dran glauben. Diese wandelt unter dem Einfluss der Hexe zum Widow’s Hill und stürzt sich in den Tod. Josette ist dabei nicht sie selbst sondern steht unter einer Art okkulter Gedankenkontrolle. Sie reagiert wie ferngesteuert, was im späteren Verlauf des Films noch interessant wird.

05 Manchurian Josette

Als Barnabas seiner Geliebten in den Tod folgen will, überlebt er den Sturz in die Tiefe. Angelique hat ihn dazu verdammt, ein Vampir zu sein.

06 Vampirisiert

Anschließend hetzt die Hexe den Pöbel gegen ihn auf und lässt ihn lebendig begraben. Wenn sie ihn nicht haben kann, soll ihn keine haben und sein Leiden soll bis in alle Ewigkeit andauern. Die Szene könnte natürlich auch im Bohemian Grove spielen.

07 Lebendig begraben

Weiter geht es im Jahr 1972, also in der Zeit, in der die Originalserie gerade abgesetzt worden war. Zu den Klängen der wundervollen Ballade „Nights in White Satin“ von The Moody Blues sitzt Victoria Winters (ebenfalls Bella Heathcote) im Zug und starrt Löcher in die Luft. Man merkt auf den ersten Blick, dass die Reinkarnation von Josette ebenfalls unter Mind Control steht. Als sie für ihr Vorstellungsgespräch als Gouvernante probt, gibt sie sich zudem zwei verschiedene Namen, was ein deutlicher Hinweis auf eine multiple Persönlichkeitsspaltung ist.

08 Mind Control Vicky

Weiterhin trägt sie, ebenso wie Josette, blaue Kleidung, diesmal mit roten Knöpfen und weißer Bluse darunter. Kurzum die Farben der Freimaurer.

09 Blau-Weiß-Rot

In Collinsport angekommen, gibt es erst einmal Schleichwerbung für Shell.

10 Shell Schleichwerbung

Nachdem Victoria von ein paar Hippies mitgenommen und am Anwesen abgesetzt wurde, wird sie vom verzottelten Hausmeister Willie (Jackie Earle Haley) in der heruntergekommenen Collinsbude begrüßt. Immerhin gibt es hier noch keine Schachbrettböden und dergleichen. Die gesamte Deko hat mit maritimen Dingen wie Wasser, Fischen und Seepferdchen zu tun. Das sollte nicht weiter verwundern, da die Collins bekanntlich im Fischereigewerbe tätig waren.

Das Vorstellungsgespräch führt die Tante des kleinen David, für den Victoria die Nanny spielen soll. Elizabeth Collins Stoddard (Michelle Pfeiffer) stellt die Bewerberin sofort ein, nachdem diese sich gegen Frauenrechte ausgesprochen hat. Als erstes suchen die beiden Elizabeths Tochter Carolyn (Chloë Grace Moretz) auf. Für eine Fünfzehnjährige ist deren Auftreten stark übersexualisiert und später werden bei Tisch noch einige anrüchige Masturbationsanspielungen über sie gemacht.

11 Carolsin

Beim Essen lernt Victoria Elizabeths Bruder Roger Collins (Jonny Lee Miller) und Dr. Julia Hoffman (Helena Bonham Carter) kennen. Der gestörte Sohn David (Gulliver McGrath) taucht zunächst als Gespenst zum Essen auf. Darunter trägt er einen gestreiften Pyjama, der an Häftlingskleidung erinnert. Doch wer hält ihn gefangen? Die CIA im Rahmen von MK Ultra?

12 David Pyjama

Gleich in der ersten Nacht begegnet Victoria dem Geist von Josette, die ihr die Ankunft von Barnabas ankündigt. Aber Moment mal, sollte sie nicht eigentlich deren Reinkarnation sein? Immerhin handelt es sich ja um dieselbe Schauspielerin.

13 Josettes Geist

Josettes Geist behält jedenfalls Recht, denn in derselben Nacht stoßen Bauarbeiter auf den Sarg des Vampirs. Dieser erweist sich für seine Befreiung als ziemlich undankbar und saugt erst einmal alle Anwesenden aus. Wie später zu hören ist, handelt es sich um insgesamt 11 Opfer, was auf die freimaurerische Dualität anspielt. 11 müssen sterben, damit einer leben kann.

Kurz nach der Mahlszeit wird Barnabas von einem hellen Schein erfasst. Es handelt sich um eine Leuchtreklame von McDonalds, die er sofort mit Mephistopheles in Verbindung bringt. Dann war die Initiale in dem alten Schmöker also tatsächlich Schleichwerbung und obendrein steht die Burgerbude mit dem Teufel im Bunde.

14 Blutsauger

15 McDonalds

Kurz darauf wird Barnabas fast von einem Auto angefahren. Selbstverständlich kennt er weder Autos noch Asphaltstraßen und auch Collinsport kommt ihm seltsam fremd vor. So ist das wohl, wenn man fast 200 Jahre verpennt hat. Als er endlich auf seinem alten Anwesen ankommt, trifft er ausgerechnet auf Willie, den er sogleich hypnotisiert, um Antworten zu erhalten. Die hätte er aber wohl auch ohne den Jedi-Trick bekommen.

16 Hypnose

Immerhin hat Willie gute Nachrichten für ihn. 4 Mitglieder seiner Familie leben noch. Doch halt! Barnabas hatte keine Kinder und auch keine Geschwister, wie kann er also Nachkommen haben? Der erste große Filmfehler. Kein Fehler ist es dagegen wohl, dass der Vampir bei Betreten seines Hauses zuerst die Statue von Poseidon befummelt – ausgerechnet der Gott mit dem Dreizack, welcher auch in Mephistos Händen zu finden ist.

17 Dreizack

Der jüngste Spross der Collins spielt derweil mit Dinosaurierfiguren. Nach einer Schallplatte von T.Rex schon die zweite Anspielung auf Reptiloide.

18 Dinos

Barnabas schreitet zunächst an David und Carolyn vorbei und befummelt die Marmorfiguren am Kamin. Das Auge des Seepferdchens stellt bei genauerer Betrachtung einen Stern der Ištar dar.

19 Ischtar-Auge

Als Barnabas endlich seinen jüngsten Erben entdeckt, bleibt ihm nicht viel Zeit, sich mit ihm bekannt zu machen. Elizabeth unterbricht die Szene und glaubt zunächst an einen üblen Scherz. Während des folgenden Wortgefechts gibt es nebenher wieder etwas Blau/Rot-Symbolik.

20 Blau-Rot-Roboter

Als Beweis für seine Identität offenbart Barnabas der Dame des Hauses einige Geheimtüren und -mechanismen des Anwesens. Dabei stellt sich heraus, wo Vampire wandeln, sind Wölfe nicht weit.

26 Wölfe

Am überzeugendsten ist für sie jedoch, dass Barnabas kein Spiegelbild hat, was sie bei einem Abstecher in einen Geheimgang bemerkt.

22 Kein Spiegelbild

Nachdem sie von dem Vermögen weiß, welches unter dem Haus schlummert, geht Elizabeth einen Pakt mit ihrem Ahnen ein. Dieser soll seine Identität gegenüber den anderen geheim halten, was sich aufgrund seiner ständigen altertümlichen Äußerungen als schwierig erweist. Geheimnisse sind wohl eher Elizabeths Ding, was sich u.a. in ihren Eulen-Ohrringen äußert, die als Anspielung auf die Illuminaten gewertet werden können.

23 Eulenohrringe

In Konkurrenz zum Fischereibetrieb der Collins steht die Firma Angelbay, welche der erblondeten Angelique gehört. Deren Auto ist natürlich rot, während ihre Mitarbeiter die Farben der Freimaurer tragen. Mit anderen Worten steht sie an der Spitze der Machtpyramide.

24 Rotes Auto

Als Angelique von den 11 Toten erfährt, ahnt sie von Barnabas’ Rückkehr und sucht ihn in seinem Haus auf. Dieser ist wenig angetan von dieser Begegnung, denn die Hexe hat ihm alles genommen. Sogar seiner Familie hat sie mit ihrem Konkurrenzkonzern das Geschäft ruiniert und sie ist mit ihren Demütigungen noch nicht am Ende. Allerdings schmeißt sie sich ihm andererseits auch gleich wieder an den Hals, denn sie begehrt ihn nach wie vor.

Durch geschickte Manipulation gelingt es Elizabeth schließlich, Barnabas zu ermutigen, den Kampf gegen die Hexe aufzunehmen. Er lässt daraufhin das Anwesen renovieren und baut das Familienunternehmen wieder auf. Er schafft, was Elizabeth jahrzehntelang vergeblich versucht hat.

25 Schwarzer Schirm

Um Fische zu verarbeiten, brauchen die Collins natürlich noch einen Kapitän mit einem Fangschiff. Diesen finden sie in Silas Clarney. Gespielt wird dieser von keinem geringeren als Christopher Lee, was ein kleiner Insider-Gag ist, denn Barnabas erhält hier Hilfe von dem Dracula-Darsteller schlechthin. Kapitän Clarney muss allerdings erst noch überzeugt werden, was Barnabas abermals mit dem Jedi-Trick gelingt. Auch das ist ein Insider, denn Christopher Lee spielte ebenfalls den abtrünnigen Jedi Count Dooku, der zu dunklen Seite überlief.

26 Christopher Lee

Im Hause Collins offenbaren sich derweil einige Geheimnisse. Elizabeths Bruder Roger beobachtet, wie Barnabas aus dem Geheimversteck unter dem Kamin steigt und die Familienpsychologin Dr. Hoffman findet während einer Hypnosesitzung heraus, dass Barnabas ein Vampir ist. Der alte Blutsauger selbst interessiert sich indes für Flirttipps, mit denen er das Herz von Victoria erobern kann. Dafür konsultiert er ausgerechnet Carolyn, der er zu einer baldigen Nutzung ihres gebärfähigen Beckens rät. Direkt neben der damals noch minderjährigen Schauspielerin findet sich in dieser Szene ein Schmetterling, der zusammen mit den sexuellen Anspielungen kein gutes Zeichen ist. Aber zum Projekt Monarch kommen wir später noch.

27 Schmetterling

Neben Barnabas findet sich in derselben Szene ein geflügeltes allsehendes Auge. Das Plakat ist zudem in Blau/Rot gehalten und direkt daneben findet sich noch ein kleines blaues Bild von einem Gesicht, dessen linkes Auge ebenfalls hervorgehoben ist.

28 Geflügeltes Auge

In der darauf folgenden Nacht metzelt der alte Collins eine Gruppe unschuldiger Hippies dahin. Zwar bedauert er seinen Durst, dennoch zeigt sich einmal mehr, welch abartige Kreatur er ist. Er hätte zumindest Jagd auf Verbrecher machen können, statt auf friedliche Blumenkinder. Obendrein wird hier die Chance auf einen Gag verpasst, denn er wird von dem Hippieblut nicht mal high. Im Kern ist diese Szene daher eher als Ablehnung des Pazifismus zu verstehen, denn Satanisten lieben den Krieg.

Wo es Barnabas nun nach Blut und Liebe dürstet, verlangt es Angelique einzig nach Kontrolle. Es stinkt sie an, dass die Geschäfte der Collins wieder laufen und ihren eigenen Profiten tatsächlich abträglich werden. In ihrem Konferenzzimmer findet sich übrigens die freimaurerische Galionsfigur vom Beginn des Films.

29 Angeliques Mettingroom

Zunächst bietet sie ihrem einstigen Angebeteten einen Deal an. Sie wünscht sein Familienunternehmen aufzukaufen und auch privat mit ihm zu fusionieren. Ihre Flirttechniken lassen natürlich sehr zu wünschen übrig, denn während sie ihn verbal verführt, legt sie ihm die Hand an den Hals. Normalerweise macht ein Freimaurer diese Geste nur bei sich selbst und nicht als Drohung gegen andere.

30 Angeliques Hand am Hals

Beim folgenden Liebesakt entpuppt sich Angelique als nicht ganz menschlich. Zunächst wächst ihr spontan ein zweites Paar Arme. Außerdem zerkratzt sie mit ihren langen Fingernägeln die gesamte Einrichtung.

31 Vier Arme

Ihrer gespaltenen Zunge nach zu urteilen ist sie ein getarnter Reptiloid, was dann auch gleich ihr hohes Alter von über 200 Jahren erklären würde.

32 Reptozunge

Barnabas hat allen Grund dazu, die letzte Stunde zu bereuen. Ebenso seine offenen Worte, denn nach diesen entlässt Angelique ihn mit der Drohung, ihn zu zerstören, wenn er sich ihr nicht hingibt. Das hat er jedoch keineswegs vor. Im Gegenteil will er einen Ballabend veranstalten, um die Beliebtheit seiner Familie im Kaff wiederherzustellen. Tipps erhält der antike Vampir dabei von Carolyn, die Alice Cooper auf der Party sehen will. Der ist natürlich als Schlangenträger auf einem Magazin abgebildet.

33 Alice Schlangenträger

Die Party erfüllt tatsächlich Carolyns Erwartungen. Barnabas hat die Bude wahrlich wieder zum Glänzen gebracht und alles, inklusive der Diskokugel, besorgt. Am Eingang begrüßen die Lavalampen Jachin und Boas die Besucher.

34 Jachin und Lava

Sogar an zwei Tänzerinnen in Käfigen hat der alte Lustknabe gedacht.

35 Frauen in Käfigen

Alice Cooper spielt sich in dieser Szene übrigens selbst. Da er schon immer so abgehalftert aussah, fällt es kaum auf, dass er 40 Jahre jünger sein müsste. Barnabas fällt zu diesem Anblick nur ein, dass Alice das „hässlichste Frauenzimmer“ ist, welches er je gesehen hat.

36 Hässliches Frauenzimmer

Übrigens ist der Auftritt Coopers in einer Zwangsjacke wieder einmal eine Anspielung auf den Missbrauch von Psychiatriepatienten für Gedankenkontrollexperimente. Direkt im Anschluss offenbart Victoria dem Hausherren nämlich ihre Kindheitsgeschichte. Da sie schon früh Geister sehen und mit ihnen kommunizieren konnte, wurde die Kleine von ihren Eltern in eine Nervenklinik eingewiesen.

37 MK-Ultra-Opfer_1

38 MK-Ultra-Opfer_2

Victoria, die eigentlich Maggie Evans heißt, wurde einer Elektroschocktherapie unterzogen. Das ist eine direkte Bezugnahme auf das Projekt Monarch der CIA, bei welchem ebenfalls Elektroschocks angewandt wurden, um Patienten zu traumatisieren und ihr Bewusstsein zu manipulieren.

39 Monarch-Programm

Das erklärt nicht nur die ganzen Schmetterlinge, sondern auch Victorias starren Blick in der ersten Szene. Ihr Ausbruch aus der Klinik, in der sie fast ihr gesamtes Leben verbracht hat, liegt nämlich erst wenige Tage zurück. Der Geist von Josette hat sie schließlich auf die Stelle im Haus der Collins aufmerksam gemacht.

40 Stellenanzeige

Während Barnabas ihrer Lebensgeschichte lauscht, trifft vor dem Haus bereits die Konkurrenz ein. Es war ja klar, dass Angelique als Lady in Rot zur Party kommt, immerhin müsste inzwischen jeder kapiert haben, dass sie ein Teufel ist.

41 Angelique in Rot

Fatal ist hier jedoch nicht nur die Femme, sondern vor allem, dass sie ihren Angebeteten mit Victoria herumknutschen sieht. Da bekommt sie gleich Risse im Gesicht, die ihr linkes Auge betonen. Fast so wie der Blitz in den Gesichtern von David Bowie und Lady Gaga.

42 Augennarbe

Auch der Vampirfürst muss am Tag darauf eine für ihn abscheuliche Entdeckung machen. Dr. Hoffman hat ihm nicht etwa Blut abgezapft, um eine Heilung für ihn zu finden. Im Gegenteil benutzt sie sein Blut, um selbst wie er zu werden. Das hat etwas von Gräfin Bathory, die in Jungfrauenblut badete, um nicht zu altern. Mit dem einzigen Unterschied, dass Julia nicht in Barnabas’ Blut badet, sondern es sich als Transfusion injiziert. Die Strafe darauf lautet Tod und ihre Leiche verklappt der Hausherr zusammen mit Willie des Nachts im Meer.

43 Doctor Bathory

Am nächsten Tag erwischt Barnabas seinen Nachfahren Roger beim Versuch, das Familienerbe zu plündern. Er stellt ihn vor die Wahl, ein vorbildlicher Vater für David zu werden oder das Anwesen zu verlassen. Tatsächlich entschließt sich der Arsch, abzureisen und seinen Sohn im Stich zu lassen. David, der im Film eine absolute Nebenrolle spielt, wird kurz darauf fast von der herabstürzenden Diskokugel erschlagen. Bei seiner Rettung outet sich das Familienoberhaupt als Vampir und fängt kurz darauf im Tageslicht Feuer. Keine gute Wendung, denn nun haben David und Victoria Angst vor ihm.

44 Sonnenlicht

Für den alten Collins ist das Maß damit voll. Wutentbrannt stapft er in Angeliques Büro und fordert sie auf, den Fluch von ihm zu nehmen. Die lässt sich jedoch keineswegs einschüchtern, droht ihm stattdessen, Victoria wie einst Josette von der Klippe springen zu lassen. Sie stellt ihn ein letztes Mal vor die Wahl, an ihrer Seite zu herrschen oder abermals für einige Jahrhunderte in einem Sarg zu schmoren. Er trifft die moralisch richtige Entscheidung, welche ihn allerdings ratzfatz in einen Sarg befördert.

Bevor sie seinen Sarg in die Familiengruft bringt, fackelt Angelique noch die Fischfabrik der Collins ab. Es bleibt kein Zweifel am Zorn dieser garstigen Hexe. In der Familiengruft der Collins wird übrigens ein Steinaltar von einem Freimaurerhandschlag geziert.

45 Freimaurerhandschlag

Als nächstes führt die Hexe die Polizei samt einem wütenden Mob zum Anwesen der Collins. Dort stellt sich Barnabas, den der kleine David inzwischen wieder befreit hat, freiwillig unter der Bedingung, dass auch Angelique verhaftet wird. In dieser Szene gibt es wieder ein interessantes Detail über die Collins. Nachdem sie nun schon als Freimaurer geoutet sind, offenbaren die Türgriffe des Eingangsportals ihre religiöse Gesinnung. Sie bilden ein umgedrehtes Satanskreuz.

46 Satanskreuz

Vor den Augen des Mobs entlarvt Barnabas Angelique als Hexe, indem er sie beißt und sie daraufhin Risse bekommt. Sie hat allerdings auch ein paar coole Tricks drauf und kotzt ihn mit Reptiloidengift voll. Woher kommt einem das nur bekannt vor? Ach ja: „Mortal Combat“!

47 Reptokotze

Um dem Fass die Krone aufzuschlagen, entpuppt sich Carolyn kurz darauf als Werwölfin. Was das jetzt zur Handlung beitragen soll, bleibt fraglich.

48 Wolfgirl

Bei dem folgenden Show Down wird das Anwesen der Collins so ziemlich komplett zerstört. Die Polizei und der wütende Mob sind indes ohne ersichtlichen Grund verschwunden. Dafür taucht der Geist von Davids ermordeter Mutter auf und hängt die Hexe in den Kronleuchter. Und wozu die ganze Effektschlacht? Am Ende schenkt Angelique Barnabas ihr Herz und stirbt! Wenn das so ist, das hätte sie auch gleich tun können.

49 Herzilein

Zum Schluss muss Barnabas nur noch seine geliebte Victoria vor dem Sturz vom Widow’s Hill retten. Da er sie nicht aufhalten kann, beißt er sie im Fall und verwandelt sie damit in einen Vampir. Ein Happy End sieht anders aus, denn statt den Fluch zu beenden, hat er ihn ausgeweitet und nun gibt es schon zwei Blutsauger. Nein halt, sogar drei, denn Julia Hoffman ist am Meeresgrund zu neuem Leben erwacht.

51 Vicky Vampire

Fazit: „Dark Shadows“ ist mehr als nur ein Vampirfilm und Remake der alten Serie. Zwar gibt es hier und da einige witzige Szenen, z.B. wenn Barnabas eine Lavalampe erforscht oder nach der Frau im Fernseher sucht. Aber auch das Label Komödie wäre hier deplaziert. Im Kern handelt es sich um ein Drama über Gehirnwäsche und Manipulation. Ob nun die Hexenflüche, denen Josette zum Opfer fällt, die Folter durch Elektroschocks, die Victoria erleiden musste, oder die ständigen Hypnoseangriffe, mit denen Barnabas seine Mitmenschen unter Kontrolle bringt.

Das Thema Gedankenkontrolle ist allgegenwärtig und spiegelt sich sogar in Johnny Depps Sonnenbrille wieder, die bei genaurer Betrachtung blaue Gläser hat. Der Schauspieler ist fast immer mit blauen Sonnenbrillen oder anderen blauen Farbtriggern zu sehen. Angeblich trägt er die blauen Brillen, weil er fast blind ist. Doch wie sollen blaue Brillengläser dagegen helfen? Und warum trägt er meist irgendeinen anderen blauen Gegenstand, wenn er mal keine Brille auf hat?

Johnny Depp Farbtrigger

Stichwort „Project Bluebird“. Dieses Mind Control Programm der CIA lief von 1949 bis 1950 und war ein Vorläufer von MK Ultra. Zu den Methoden des Project Bluebird gehörte u.a. Hypnose, wovon es in „Dar Shadows“ mehr als reichlich gibt. Schlussendlich finden wir den blauen Vogel sogar als Tattoo auf Johnny Depps rechtem Unterarm.

Johnny Depp Bluebird

Rihanna als schlangentragende Medusa

2013 wurde die Pop-Ikone Rihanna für das Männermagazin GQ zur Medusa umdekoriert. Auffällig ist neben der typischen Schlangerträgerpose ihr Tattoo unter den Brüsten. Es handelt sich dabei um die ägyptische Göttin Isis.

Medusa_1

Medusa_2

Auf weiteren Fotos der Session deutet Rihanna zudem Sex mit der Schlange Luzifer an. Auf einem Bild leckt sie die Schlange, auf einem anderen hält sie das Reptil vor ihren Genitalbereich. Auf dem ersteren Bild ist zudem ein weiteres Tattoo an Rihannas rechter Seite zu erkennen. Die Pistole könnte ein Hinweis auf ihre zukünftige rituelle Opferung gegen Ende ihrer Karriere sein.

Medusa_3

The Midnight Meat Train – Menschenfleisch für Reptiloide

von Shinzon

„The Midnight Meat Train” basiert auf der Novelle „Der Mitternachts-Fleischzug“ von Clive Barker, welcher auch das Drehbuch schrieb. Barker dürfte einigen als Schöpfer der „Hellraiser“-Reihe sowie Autor zahlreicher anderer Horror-Bücher und -Filme bekannt sein. Seine blutrünstigen Werke strotzen nur so vor okkulter Symbolik, was nicht weiter verwundern dürfte, da Barker ein Hardcore-Satanist ist. Schon in seinen jungen Jahren posierte er als Schlangenträger, wie einst der Gründer der Church of Satan Aton LaVey.

Barker & LaVey

„The Midnight Meat Train“ ist das mit Abstand abartigste Werk des Horrorfürsten, umgesetzt vom japanischen Regisseur Ryūhei Kitamura. Dieser glänzt mit gleichermaßen satanischen Werken wie „Down to Hell“ (1997) oder „No One Lives – Keiner überlebt!“ (2013). Die Zusammenarbeit der beiden verrät einiges über die Hintergründe des Satanismus. Wer es schafft, die brutalen Szenen zu ertragen, kann einige interessante Parallelen zur Realität entdecken. Den Film macht das freilich umso erschreckender, denn es geht vordergründig um Menschenopfer sowie deren Zweck.

Der Protagonist Leon Kauffman (Bradley Cooper) ist ein aufstrebender Fotograf, der im nächtlichen New York nach geeigneten Motiven für seine eigene Ausstellung sucht. Sein Weg führt ihn in eine U-Bahnstation, wo er eine Bande beim Überfall auf eine junge Frau erwischt. Er fotografiert die Täter und verweist zudem auf die neben ihm hängende Überwachungskamera, woraufhin die Bande von dem Mädchen ablässt. Die junge Dame bedankt sich bei Leon und verschwindet in den nächstbesten U-Bahn-Zug, nicht ahnend, dass sie damit vom Regen in die Traufe gerät.

In dem Zug wartet nämlich schon der Schlachter Mahogany (Vinnie Jones) auf sie, der sie kaltblütig niederstreckt. Am nächsten Morgen liest Leon in der Zeitung vom spurlosen Verschwinden der jungen Frau, die er gerettet hat. Sein nächster Weg führt ihn folgerichtig zur Polizei, doch Detective Lynn Hadley (Barbara Eve Harris) zeigt nur wenig Interesse an seinen Aussagen. Im Gegensatz zur Polizei interessiert sich aber zumindest die Kunstausstellerin Susan Hoff (Brooke Shields) für Leons Bilder und verspricht ihm einen Platz in der nächsten Ausstellung, wenn er noch zwei weitere Fotos dieses Kalibers abliefert.

Gesagt getan begibt sich Leon in der darauf folgenden Nacht abermals auf einen Streifzug, wo er am Eingang der U-Bahn schließlich auf Mahogany stößt. Als Leon ihm nachstellt, wird er von diesem gepackt und bemerkt dessen ungewöhnlichen Ring. Es ist ein achtzackiger Stern der sumerischen Göttin Ištar.

01 Sternring

Als Leon sich daheim mit seinen Fotos beschäftigt, entdeckt er auf den Aufnahmen des Überfalls, welchen er vereiteln konnte, den mysteriösen Mahogany. Allmählich dämmert ihm, dass es eine Verbindung zwischen dem Unbekannten und dem Verschwinden diverser Menschen geben muss. Er verfolgt den U-Bahnmörder auf eigene Faust und findet zunächst heraus, dass er passender Weise in einem Schlachthof arbeitet. Welch Ironie, dass das, was Menschen Tieren antun, nicht minder barbarisch ist.

Der heimliche Stalker verfolgt Mahogany weiter bis in die U-Bahn, wo dieser lange Zeit herumsitzt und schließlich zu später Stunde in den letzten Zug steigt. Das ist nur logisch, denn nachts sind die Züge größtenteils leer. Es gibt also keinen nennenswerten Widerstand und keine Zeugen. Bevor er den Zug betritt, greift der Schlachter nach seiner Krawatte. Damit drückt er aus, dass er einem freimaurerischen Geheimzirkel angehört.

02 Krawattengriff

Leon wird indes durch eine Polizeikontrolle abgelenkt und verpasst daher den Zug. Besser ist das für ihn, denn der Schlachter ist gerade wieder auf der Jagd. Diesmal gerät er jedoch an einen Marine, der sich zu wehren weiß. Letztendlich muss der Zugführer (Tony Curran) eingreifen und den Kampf auf Leben und Tod beenden.

Während Leon und seine hübsche Freundin Maya (Leslie Bibb) zuhause miteinander rummachen, geht der Schlachter weiter seiner Arbeit nach. Um diese ungestört zu vollenden, leitet der U-Bahnfahrer den Zug an einem bestimmten Punkt in einen gesperrten Streckenabschnitt um. Dort werden die Opfer auf unvorstellbar grausame Weise massakriert. Anschließend werden alle Leichen rasiert, ausgenommen, von Zähnen sowie Fingernägeln befreit und schlussendlich kopfüber an Fleischerhaken an die Haltestangen des Zuges gehängt. Wer das schon abartig findet, sollte spätestens an dieser Stelle den Fernseher bzw. Bildschirm ausschalten.

03 Schlachter_1

04 Schlachter_2

Am nächsten Tag verfolgt Leon den Fleischer wieder zum Schlachthof, wo er jedoch von ihm erwischt wird. Ihm gelingt zwar die Flucht, doch Mahogany weiß nun, dass er ihm auf der Spur ist. Übrigens sind in der Schlachthofszene echte Leichen zu sehen, wenn auch nur Tierkadaver. Da verliert man wirklich jeden Appetit auf Fleisch…

05 Schlachthof

Leon ist indes nicht der Erste, der dem Menschenmetzger auf die Schliche gekommen ist. In der Vergangenheit gab es bereits Zeitungsberichte über einen anderen Schlachter, der mit Morden in Verbindung stand. Diese Berichte sind allerdings schon hundert Jahre alt, was beweist, dass diese Geschichte schon seit langer Zeit im Gange ist.

06 Zeitungsbericht

Die Sache mit dem Fleischer lässt Leon keine Ruhe mehr und wirkt sich inzwischen sogar negativ auf seine Beziehung zu Maya aus. Als sie die Tür vor ihm zuschlägt, findet sich über dem Türrahmen eine Repräsentation des Baphomet, die nichts Gutes erahnen lässt.

07 Baphomet Türschmuck

Entgegen Mayas Rat verfolgt Leon den Schlachter weiter und wird im Mitternachtszug Zeuge von dessen blutigem Handwerk. Es kommt wie es kommen muss, er wird entdeckt und bewusstlos geschlagen. Aus unerfindlichen Gründen wird er jedoch vom Metzger verschont. Als er mit freiem Oberkörper kopfüber hängt, macht sich ein reptiloides Wesen an ihm zu schaffen.

Am nächsten Tag erwacht er im Schlachthof und schleppt sich nach hause. Dort stellt er im Badezimmer fest, dass ihm ein seltsames Zeichen auf der Brust eingeritzt wurde. Es handelt sich um eine geflügelte Sonne in einer umgedrehten Pyramide. Offenbar wurde er von den Drahtziehern der Mordserie auserwählt.

08 Burstsymbol

Nachdem Leon Maya von den Geschehnissen in der stillgelegten U-Bahnstation unter dem Schlachthof erzählt hat, sucht diese zusammen mit Leons Kumpel Jurgis (Roger Bart) die Wohnung des Metzgers auf. Als dieser gerade abwesend ist, wollen die beiden die gestohlene Kamera ihres Freundes zurückholen, auf der sich sämtliche Beweise befinden. Jurgis überlebt diesen Ausflug nicht, aber Maya gelingt die Flucht aus dem Apartment.

Sie wendet sich umgehend an die Polizei, doch Detective Hadley erklärt ihr, dass es keine Spur von Jurgis Leiche gibt. Statt Maya zu helfen, droht sie ihr mit Verhaftung wegen Einbruchs und Diebstahls. Bei genauerer Betrachtung fällt auf, dass sie den gleichen achtzackigen Stern um den Hals trägt wie der Schlachter am Ring. Sie versucht also aktiv die Morde zu vertuschen und die Zeugen zu demotivieren. Das ist ein sehr wichtiger Aspekt, denn Opfer rituellen Missbrauchs berichten ebenfalls davon, dass Satanisten in Schlüsselpositionen von Polizei, Justiz und Politik sitzen und von dort aus Ermittlungen behindern. Der Fall Marc Dutroux ist ein Paradebeispiel für das weitreichende Netzwerk satanistischer Geheimgesellschaften.

09 Detective Hadley

Wenig später lauert Hadley der Zeugin auf und meint, dass sie ja keine Ahnung habe, was vor sich geht. Erneut nach Jurgis gefragt, schickt sie Maya zum Mitternachtszug. Entschlossen, die Sache zu beenden, holt sich Leon indes eine Schlachterausrüstung und begibt sich ebenfalls zur U-Bahn. Als er Maya im Zug sieht, springt er auf. Im Abteil hängen Jurgis und einige andere schon zum Ausbluten und Maya soll die Nächste sein. Kurz bevor Mahogany sie erwischt, eilt Leon ihr zu Hilfe und kann nach einem heftigen Kampf den Schlachter ausschalten.

Kurz darauf hält der Zug an und der Fahrer bittet die beiden, vom Fleisch zurückzutreten. Die beiden kommen der Aufforderung nach und kurz nachdem sie den Zug verlassen haben, holen sich eine Handvoll Reptiloide ihre Mahlzeit. Diese Szene ist wie eine Bestätigung aller Gerüchte über die wahren Hintergründe des Satanismus. Die okkulten Geheimgesellschaften dienen einer reptiloiden Spezies und die rituellen Menschenopfer basieren auf den Essgewohnheiten dieser Kreaturen.

10 Reptiloid

Darüber hinaus erinnert die Szene ein wenig an die Morlocks aus H.G. Wells „Die Zeitmaschine“. Zwar handelt es sich bei denen um Menschen aus der Zukunft, die Parallelen sind dennoch verblüffend. So gehörten die Morlocks einst zur elitären Oberschicht, die bekanntlich aus Satanistenpack besteht. Die breite Bevölkerungsmehrheit hat sich indes zu den arglosen Eloi entwickelt, die unwissend in den Tag hinein leben, bis sie zur Schlachtung in die unterirdischen Anlagen der Morlocks gerufen wird.

Im Prinzip ist das schon heute so, denn wie die Eloi sind meisten Menschen geistig degeneriert und wollen die Wahrheit nicht sehen, bis es sie selbst trifft. Es spielt dabei gar keine Rolle, ob die Menschen in einer satanistischen Loge rituell geopfert werden oder ob sie bei helllichtem Tage vom Krieg, dem IS oder dem nächsten Holocaust erwischt werden. Es läuft alles aufs selbe hinaus.

Morlocks

Dennoch erinnern sowohl die Endstation in „The Midnight Meat Train“ als auch die Morlockhöhlen in „Die Zeitmaschine“ an militärische Untergrundbasen (DUMBs – Deep Military Underground Bases), in denen laut Whistleblowerangaben außerirdische Lebensformen ihr Unwesen treiben. Während Area 51 der Raumhafen der Grey und Tall Whites sein soll, wird rund um die Militärbasis bei Dulce immer wieder von Reptiloidensichtungen und Viehverstümmelungen berichtet.

Darüber hinaus gibt es Aussagen von Entführungsopfern, die Zeuge von Menschenverstümmelungen durch Grey und Reptiloide wurden. Die Erinnerungen an solch grausige Ereignisse treten meist erst später in Form von Flashbacks oder unter Hypnose zutage. Wie es scheint, hält sich „The Midnight Meat Train“ sehr stark an die realen Vorgaben und da das Drehbuch von einem Satanisten stammt, kann davon ausgegangen werden, dass die Verantwortlichen bestens über solche Hintergründe informiert sind.

Im Gegensatz zu einigen Opfern der UFO-Entführungen besteht für Leon und Maya kaum Hoffnung, unbeschadet aus der Sache herauszukommen. Zunächst taucht der Schlachter wieder auf, der den Sturz aus dem Zug überlebt hat. Es kommt erneut zu einem heftigen Kampf, bis Mahogany schließlich zum ersten Opfer von Leon wird. Dieser stellt entsetzt fest, dass Mahogany dasselbe Symbol auf der Brust trägt wie er.

11 Schädelwerfer

Da der Schlachter nun erledigt ist, kann der Zugführer mit offenen Karten spielen. Bevor er Leon die Wahrheit offenbart, reißt er ihm die Zunge heraus und isst sie, damit der Paparazzi das Folgende niemandem weitererzählen kann. Die Reptiloiden existierten schon lange auf der Erde, bevor es die Menschheit gab. Wahrscheinlich handelt es sich um die Abkömmlinge einer intelligenten Dinosaurierspezies, die im Untergrund überlebt hat. Ein auserwählter Kreis von Satanisten beschützt und füttert diese Wesen, um die alte Ordnung aufrecht zu erhalten.

Wenn das nun den Tatsachen entspricht, hätten die Reptos vielleicht ihrem Diener Clive Barker ebenfalls die Zunge bzw. die Finger abreißen sollen, denn dank seinen Werken wissen wir ja nun bescheid. Ein Glück für ihn, dass die Masse der Menschen blind ist und alles nur für Science Fiction hält. Und wahrscheinlich auch Glück für uns, dass man uns nur als Verschwörungstheoretiker abstempelt. Sonst würden wir vielleicht wie Maya enden.

Es ist wohl kaum ein Zufall, dass die Ärmste Maya heißt, denn ihr wird vom Zuführer bei lebendigem Leibe das Herz herausgeschnitten, wie es einst bei den Maya und Azteken gängige Praxis war. Hinzu kommt, dass blonde Frauen und Kinder die bevorzugten Opfer der Satanisten sind. Um die Szene abzurunden, sind im Hintergrund menschliche Köpfe zu einer Pyramide gestapelt.

12 Maya-Opferung

Leon muss dieses grauenhafte Opferritual an seiner Geliebten mit ansehen, ohne etwas dagegen tun zu können. Er befindet sich in einer Situation vollkommener Hilflosigkeit und wird auf diese Weise einer traumabasierten Gehirnwäsche unterzogen. Am Tag darauf steckt sich Leon den Ring des Schlachters an und greift sich an seine Krawatte. Er ist in die höchsten Grade der Freimaurerei aufgestiegen und nimmt den Platz von Mahogany ein. Angeleitet wird er in seinem neuen Job von Detective Hadley.

13 Reptoring

14 Leon Krawattengriff

Fazit: Einmal davon abgesehen, dass dieser Film abartig brutal ist und eine potenziell traumatisierende Wirkung hat, verrät er sehr viel über die Vorgänge auf diesem Planeten. Es ist keinem Menschen zu wünschen, jemals in die Fänge von Menschenschlächtern zu geraten, gleichgültig ob sich diese als Satanisten, Islamisten oder Nazis zu erkennen geben.

Weiterhin stellt sich die Frage, ob wir es nur mit menschlichen Psychopathen zu tun haben, oder ob tatsächlich im Hintergrund Grey und Reptiloide die Fäden ziehen. Die Pop-Okkultur ist jedenfalls von solchen Andeutungen durchsetzt. Neben „The Midnight Meat Train“ sind hier vor allem „Conan, der Barbar“, „The Cabin in the Woods“ und „Die Zeitmaschine“ zu erwähnen. In allen vier Filmen geht es um Menschenfresser, die in unterirdischen Höhlen hausen und meist handelt sich dabei um Reptiloide.

Die Parallelen zwischen Clive Barkers Werk und „The Cabin in the Woods“ sind besondern stark, denn in beiden Fällen wird vom Aufrechterhalten einer Ordnung geschwafelt, für die Menschen geopfert werden müssen. Es wird damit angedeutet, dass die Reptos an die Erdoberfläche kommen könnten und sich ihr Fleisch dort selbst holen, wenn sie nicht regelmäßig gefüttert werden. Auf die Idee, den Schaschlikspieß umzudrehen und den Welthunger der Menschheit mit Reptiloidenfleisch zu stillen, kommt natürlich keiner. Wäre doch mal interessant herauszufinden, ob die nach Hühnchen schmecken…

Das Symbol der reptiloiden Hegemonie soll übrigens der achtzackige Stern der Ištar sein, der tatsächlich in zahleichen Werken der Kunst, Film-, Musik- und Spiele-Industrie auftaucht. Rein zufällig sind dann meist auch Außerirdische oder Extradimensionale nicht weit.

Ištarstern

Achtung: Das folgende Video kann triggern! Nichts für schwache Nerven!

Das Weltenei – Geburt einer Schlange

von Shinzon

Das Weltenei ist Bestandteil vieler Schöpfungsmythen und damit ein universelles Symbol. Aus dem Ei soll den Legenden nach die Welt in Gestalt eines Allgottes geschlüpft sein, der interessanterweise in vielen Kulturen mit oder sogar als Schlange dargestellt wird. Es handelt sich also offensichtlich nicht um ein Hühnerei und sollte dementsprechend auch nicht mit diesem Fruchtbarkeitssymbol verwechselt werden, welches bunt angemalt als Osterdekoration dient.

Weltenei

In der ägyptischen Götterlehre war alles noch etwas anders. Der Legende nach legte Amun ein Gänseei, aus dem die Welt hervorging. Er galt den Ägyptern als Allgott, der als halb männlich und halb weiblich dargestellt wurde. Sein Name war so geheim, dass er mit einem Fluch belegt war. Allerdings könnte sein Ruf bis nach Mali gelangt sein, wo die Dogon bis heute einen Schöpfergott namens Amman anbeten. Die Ähnlichkeit der Namen ist verblüffend und darüber hinaus erschuf Amman ebenso wie Amun ein Weltenei.

Im antiken Griechenland war das Weltenei Teil des Dionysoskultes. In diesem schlüpfte ein ebenfalls zweigeschlechtlicher Schöpfergott aus einem Ei und dieser war ebenso geheimnisumwittert wie Amun. Weitere Parallelen gibt es zum hinduistischen Schöpfungsmythos, in dem sich der Samen des Gottes Prajapati in ein goldenes Ei verwandelte, aus welchem er selbst nach einem Jahr als Brahman schlüpfte. Aus den beiden Schalenhälften formte er anschließend Himmel und Erde. Ebenso wie Amun ist Brahman halb männlich, halb weiblich. Zu beachten ist bei diesem Hindu-Mythos darüber hinaus die goldene Färbung des Eies, welche im Originaltext mit der Sonne assoziiert wird.

Einen ähnlichen Schöpfungsmythos gibt es auch in Skandinavien. Dem finnischen Nationalepos Kalevala zufolge legte eine Tauchente ein Ei in den Schoß der Luftgöttin Ilmata. Wie in der Hindu-Mythologie formte diese aus der unteren Schalenhälfte die Erde und aus der oberen den Himmel. Zusätzlich schuf Ilmata aus dem Eiweiß den Mond und aus dem Dotter die Sonne.

Diese Assoziation ist so simpel wie einleuchtend und führt uns direkt zum Mithraskult im antiken Rom. In diesem wurde der Sonnengott Mithras in einem Ei dargestellt, welches von den 12 Tierkreiszeichen umringt ist. Nun ist es durchaus logisch, dass Mithras als Verkörperung der Sonne in der Mitte des Tierkreises steht, dieser müsste aber eigentlich 13 Sternbilder umfassen. Der Schlangenträger fehlt in dieser Darstellung aber keineswegs. Mithras selbst trägt die Schlange.

Weltenei Mithras

Im Zoroastrismus diente das Weltenei ebenfalls dem Gott des Lichtes, Ahura Mazda, als Behältnis für die von ihm geschaffenen Sterne sowie die 30 guten Götter. Allerdings ist in dieser antiken Religion nicht der Gott des Lichtes der Schlangenträger. Sein Gegenspieler Ahriman, der Gott der Finsternis, erschuf in der Folge ebenso viele böse Götter, welche sich auf allen Seiten in das Weltenei bohrten und hineinschlüpften. Ahriman ist die Vorlage des biblischen Luzifers, welcher u.a. als Schlange dargestellt wird. Es gibt jedoch kleinere Unterschiede, denn Luzifer ist laut Bibel ein gefallener Engel Gottes, während Ahriman und Ahura Mazda beide Söhne von Zurvan, dem Gott der endlosen Zeit, sind.

Neben der Rolle des Schlangenträgers und der Vergiftung des Welteneies durch böse Götter gibt es schlussendlich noch die Mythologie der marokkanischen Gnawa, laut der die Welt direkt aus einem Schlangenei entstand. Lässt sich daraus nun ableiten, dass unsere Welt oder zumindest die frühen Kulturen von Schlangenwesen begründet wurden?