Die literarische Mystifizierung von John Dee

Bereits William Shakespeare (1564-1616) soll sich John Dee als Vorbild für die Figur des Prospero in seinem Werk „Der Sturm“ genommen haben. Die erste direkte Erwähnung sollte allerdings noch eine Weile auf sich warten lassen. Der österreichische Theosoph und Freimaurer Gustav Meyrink (1868-1932) beschäftigte sich als einer der ersten Romanautoren mit dem Leben Dees und fasste seine Interpretation 1927 in „Der Engel vom westlichen Fenster“ zusammen.

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H.P. Lovecraft (1890-1937) machte John Dee in seinem „Cthulhu-Mythos“ gar zum Übersetzer des Necronomicons. Da dieses bizarre Buch Lovecrafts eigener Phantasie entsprungen war, kann diese Behauptung jedoch als Fiktion abgetan werden. Das Necronomicon sollte, ebenso wie John Dee, zu einem okkulten Mythos werden. Es tauchte u.a in den „Evil Dead“-Filmen auf.

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Der berühmte italienische Schriftsteller Umberto Eco (1932-2016) beschäftigte sich in seinem 1988 erschienen Roman „Das Foucaultsche Pendel“ mit John Dee. Das Buch strotzt nur so vor Kabbalah und Esoterik. Die andere, naturwissenschaftliche Seite von John Dee diente indes der Autorin Mary Hoffman (*1945) als Vorlage für die Figur des Naturphilosophen William Dethridge in ihrer „Stravaganza“-Reihe.

In den Scheibenweltromanen machten Terry Pratchett (1948-2015), Ian Stewart (*1945) und Jack Cohen (*1933) Dees Bibliothek zu einem Portal zwischen der Scheibenwelt und unserer Welt. Michael Scott Rohan (*1951) erhob John Dee schließlich in seinem 1997 erschienen Roman „Maxies Dämon“ zu einer Hauptfigur. Von der Kritik wurde das Buch jedoch verrissen.

Der irische Schriftsteller Michael Scott (*1959) machte John Dee ab 2007 in seiner Reihe „Der unsterbliche Alchemyst“ zum Gegenspieler Nicolas Flamels. Offensichtlich hatte Scott schlecht recherchiert, denn der französische Alchemist lebte von 1330 bis 1413. Er war also keineswegs unsterblich und ist John Dee, welcher mehr als ein Jahrhundert später geboren wurde, nie begegnet. Aber was will mal von offensichtlich okkultem Freimaurergedöns anderes erwarten? Auf den Büchern wimmelt es von Symbolen wie dem Dreizack, der Pyramide mit Auge, der Sanduhr und dem Schmetterling.

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Der Höhepunkt der okkulter Mystifizierung John Dees wurde bereits ab 2004 in den „Lycidas“-Romanen des deutschen Autors Christoph Marzi (*1970) erreicht. Diesmal sollte John Dee der Unsterbliche sein. Obendrein wurde er zum Diener Lycidas abgestempelt, welcher als Synonym für Luzifer zu verstehen ist. Auf dem Romancover wird wieder einmal das linke Auge betont, was impliziert, dass Marzi sich mit der Materie bestens auskennt.

lycidas

Eine weitere tragende Rolle erhielt John Dee 2010 in den Romanen „In königlichem Auftrag“ und „Im Haus des Zauberers“ von Mary Hooper (*1948).

Die Wandlung von Kinderstars zu Satanisten

Das folgende Video zeigt an einigen sehr deutlichen Beispielen, wie ehemalige Kinderstars zu Satansanbetern erzogen wurden. Dabei gibt es auch immer wieder Anspielungen auf Mind Control.

Unicef wirbt in Chile mit Alien

Derzeit müssen sich viele europäische Schüler an Flüchtlingskinder an ihren Schulen gewöhnen. Die Schule ist für die Geflüchteten essentiell. Nicht nur wegen des Menschenrechts auf Bildung, sondern auch für die Integration. Die einheimischen Kinder müssen sich indes in Toleranz üben. Sie müssen lernen zu verstehen, woher ihre neuen Mitschüler kommen und vor allem warum sie hier sind.

In eine völlig andere Richtung geht ein Werbespot, den Unicef in Chile ausstrahlen lässt. In diesem wird eine Schulklasse mit einem Außerirdischen konfrontiert, der zunächst gehänselt, schlussendlich aber integriert wird. Was zur Hölle hat das mit humanitärer Hilfe zu tun? Es handelt sich um kein Flüchtlingskind, das Hilfe benötigt, es handelt sich nicht einmal um einen Menschen! Humanitär kommt von Human, also von Mensch. Das bedeutet, dass man z.B. einer Giraffe oder einem Elefanten zwar helfen kann, aber man kann ihnen eben keine humanitäre Hilfe leisten. Gleiches gilt für Außerirdische.

Überhaupt stellt sich die Frage, warum Unicef mit einem fiktiven Alien wirbt, wo es doch so viele reale Menschen gibt, die Hilfe bitter nötig haben? Das Ganze scheint einmal mehr auf das Blue Beam Project abzuzielen. Entsprechend sollte auf verräterische Symbole geachtet werden.

Diese finden sich gleich in der ersten Einstellung, in der E.Tim der Klasse vorgestellt wird. An der Tafel sind einige Rechenaufgaben zu sehen. Auf der linken Seite beginnen alle mit einer 6, womit wir die Zahl des Teufels schon mal abhaken können. Auf der rechten Seite beginnen alle Aufgaben mit einer 5. Wir haben hier also zusätzlich die 5 und 6 für das Pentagramm und Hexagramm.

01 Tafel 666 555

Wo wir schon mal beim Pentagramm sind, davon gibt es reichlich.

02 Tafel Pentagramme

Das Alienkind hat ein ziemlich schuppiges Gesicht, eine kaum vorhandene Nase und große Augen. Es sieht wie eine missglückte Mischung aus Reptiloid, Grey und Mensch aus.

03 Reptoboy

Wie es sich für einen Repto gehört, reicht das luziferische Geschöpf seinem Sitznachbarn eine verbotene Frucht. Der Sündenfall im Klassenzimmer.

04 Blauer Sündenfall

Um weiter bei seinen Klassenkameraden zu punkten, nutzt die Kreatur telekinetische Kräfte und lässt drei Kinder bei einer Theateraufführung schweben. Die Mädchen haben beide Schmetterlingsflügel und der Junge ist als Hexer verkleidet.

05 Schmetterlinge

Durch seine Tricks gewinnt der Hybrid die Herzen seiner Mitschüler, die ihn schlussendlich akzeptieren.

06 Happy End

Am Ende wird noch ein Zweizeiler eingeblendet, der übersetzt so viel heißt wie:

„Verpass nicht die Gelegenheit, jemand der anders ist zu akzeptieren.
Verpass nicht die Gelegenheit, die dein Leben verändern kann.“

Okay, alles dreht sich augenscheinlich um Rassismus. Aber davon gibt es auf der Erde genug, da hätte Unicef keinen Alien bemühen müssen. Hier geht es nicht um die Akzeptanz von Menschen aus anderen Ländern und Kulturen. Es geht um die schleichende Gewöhnung an unsere zukünftigen außerirdischen Herrscher. Man braucht nun wirklich kein Rassist sein, um die Grey und Reptos nicht zu mögen. Es genügt ein gesunder Selbsterhaltungstrieb.

Project Bluebird – Die CIA hat einen Vogel

von Shinzon

Das Project Bluebird war ein Forschungsprogramm der CIA, welches hauptsächlich in der Verantwortung des Office of Scientific Intelligence lag. Das Programm beinhaltete verschiedene Verhörmethoden, zu welchen insbesondere Drogen, Hypnose und Isolation der Probanden zählten. Es wurde von 1949 bis 1950 betrieben und ging anschließend im Projekt Artichoke auf. Letztendlich erwuchs daraus ab 1953 das berüchtigte Gedankenkontrollprogramm MK Ultra.

All diese Mind Control Programme der CIA verstießen in eklatanter Weise gegen US-Gesetze sowie allgemeine ethische Grundsätze. Dies betrifft insbesondere den Einsatz von LSD an nichts ahnenden Testpersonen gegen deren Willen. In den 1960ern handelte es sich dabei meist um afroamerikanische Psychiatriepatienten, was zusätzlich eine rassistische Einstellung der Verantwortlichen nahe legt.

Als wären die inzwischen öffentlich zugänglichen Akten noch nicht verwerflich genug, gibt es Aussagen von Opfern, die belegen, dass es eben nicht nur um Verhörmethoden und experimentelle Hirnforschung ging bzw. immer noch geht. Zu den Zielen der Programme gehörten ebenso das Erzeugen von künstlicher Amnesie, das Implantieren falscher Erinnerungen, Umprogrammierung durch Hypnose und die Erschaffung neuer Identitäten durch traumabasierte Persönlichkeitsspaltung.

Die CIA erhoffte sich davon zum einen die Schaffung von sogenannten Manchurian-Kandidaten. Mit anderen Worten Agenten, die gar nicht wissen, dass sie welche sind, bis sie durch einen Trigger aktiviert werden. Der Unterschied zu „Schläfern“ besteht also darin, dass sie keine bewusste Erinnerung an ihre Mission haben. Als wesentlich erfolgreicher stellte sich jedoch die Produktion von total hilflosen Sexsklaven und leicht zu kontrollierenden Kinderstars heraus. Zumindest wenn man Aussagen Betroffener wie Cathy O’Brien Glauben schenken kann, die teils sehr ausführlich von sexuellem Missbrauch berichten.

Interessant an solchen Aussagen sind außerdem die okkulte Komponente sowie die Verbindungen zur Film- und Musikindustrie. Bestätigt wird dies durch die häufige Verwendung entsprechender Symbole. Bei Project Monarch ist es der Schmetterling, bei Project Bluebird gemäß dem Namen der blaue Vogel.

Johnny Depp

Johnny Depp

In der Vergangenheit sind insbesondere bei Disney-Kinderstars immer wieder Indizien für Hirnwäsche und multiple Persönlichkeitsspaltung zutage getreten. Wenn man weiß, wonach man suchen muss, findet man darüber hinaus in Disney-Filmen genügend Anspielungen auf Mind Control. Diese sind ebenso offensichtlich wie die satanistischen Symbole und unterschwelligen Sexbotschaften. Im Falle von Project Bluebird fällt z.B. schnell auf, dass es in Disney-Filmen nur so von blauen Vögeln wimmelt. Das wäre vielleicht noch unauffällig, wenn es sich um Wellensittiche oder Eisvögel handeln würde, doch blaue Spatzen gibt es in der Natur nicht.

Möglicherweise könnte die Bezeichnung „Bluebird“ sogar direkt auf Disney zurückgehen, denn die ersten blauen Vögel waren bereits 1937 in „Schneewittchen“ zu sehen. Man beachte dabei die Baphomet-Geste von Schneewittchen, während der blaue Vogel auf ihrem Zeigefinger tanzt.

Bluebird Schneewittchen 1937

„Bambi“ von 1942 eignet sich indes hervorragend zur Traumatisierung von Kindern, da das kleine Kitz gleich zu Beginn seine Mutter auf brutale Weise verliert.

Bluebirds Bambi 1942

Im ersten Disney-Farbspielfilm „Onkel Remus’ Wunderland“ wurde 1946 der erste Kinderstar Bobby Driscoll verheizt, der 1968 im Alter von nur 31 Jahren aufgrund seiner Drogensucht verstarb. Auch er fiel den blauen Vögeln und Schmetterlingen zum Opfer, noch lange bevor es die CIA sowie deren Projekte Bluebird und Monarch überhaupt gab. Der US-Geheimdienst wurde nämlich erst 1947 gegründet. Der Fall Bobby Driscoll kann daher als Indiz gewertet werden, dass der Disney-Konzern schon lange vor irgendeinem Geheimdienst in Mind Control verstrickt war.

Bluebird Uncle Remus 1946

Die blauen Vögel in „Cinderella“ („Aschenputtel“) sind definitiv kein Zufall mehr, denn als der Film 1950 in die Kinos kam, lief Project Bluebird noch.

Bluebirds Cinderella 1950

Blaue Vögel kommen bis heute sehr zahlreich in Disney-Filmen vor, sodass sie als eigenes Symbol mit okkulter Bedeutung zu werten sind.

Bluebird Stinker Bell

"Der Vogelschreck" (2000)

„Der Vogelschreck“ (2000)

Dark Shadows – Mind Control für Vampire

von Shinzon

Ursprünglich war “Dark Shadows” eine Vampirserie, die von 1966 bis 1971 lief. 1991 folgte eine Neuauflage und 2012 schließlich der Kinofilm von Tim Burton. Den ersten Barnabas Collins spielte Jonathan Frid (1924-2012), welcher noch kurz vor seinem dahinscheiden einen kleinen Cameo-Auftritt in Burtons Remake hatte. Seine einstige Rolle wurde indes von Johnny Depp verkörpert, was nicht passender hätte sein können, da es in diesem Film doch weniger um Vampire als vielmehr um Mind Control geht.

Zudem strotzt der Film nur so vor Freimaurersymbolik. Noch bevor es richtig losgeht, sieht man bereits eine Galionsfigur an einem Schiff, welche einen Sonnenkranz über dem Kopf trägt und die typische M-Handgeste macht.

01 Galionsfigur

Diese Szene spielt im Jahr 1760 und handelt von Barnabas’ Reise nach Amerika, wo seine Eltern ein Fischereiunternehmen aufbauen. Sogar das Fischerdorf, in dem er aufwächst, ist nach seiner Familiendynastie benannt. Unweit von Collinsport liegt das private Anwesen namens Collinwood, welches ziemlich düster erscheint.

Gruselbude

Die wahre Finsternis tritt jedoch 15 Jahre später in Form der Hexe Angelique Bouchard (Eva Green) in Barnabas’ Leben. Sie liebt ihn, doch als er sie zurückweist, tötet sie seine Eltern durch einen Fluch. Es kommt also schon früh schwarze Magie ins Spiel, die stark an Voodoo erinnert.

03 Voodoo

Barnabas studiert daraufhin selbst okkulte Bücher. Darin findet er den wahren Namen Satans: Mephistopheles. Das goldene „M“ auf rotem Grund erinnert dabei stark an das McDonalds-Logo. Eine groteske Schleichwerbung für teuflisch schlechten Fraß.

04 McPhisto

Nach Barnabas’ Eltern muss auch seine Geliebte Josette (Bella Heathcote) dran glauben. Diese wandelt unter dem Einfluss der Hexe zum Widow’s Hill und stürzt sich in den Tod. Josette ist dabei nicht sie selbst sondern steht unter einer Art okkulter Gedankenkontrolle. Sie reagiert wie ferngesteuert, was im späteren Verlauf des Films noch interessant wird.

05 Manchurian Josette

Als Barnabas seiner Geliebten in den Tod folgen will, überlebt er den Sturz in die Tiefe. Angelique hat ihn dazu verdammt, ein Vampir zu sein.

06 Vampirisiert

Anschließend hetzt die Hexe den Pöbel gegen ihn auf und lässt ihn lebendig begraben. Wenn sie ihn nicht haben kann, soll ihn keine haben und sein Leiden soll bis in alle Ewigkeit andauern. Die Szene könnte natürlich auch im Bohemian Grove spielen.

07 Lebendig begraben

Weiter geht es im Jahr 1972, also in der Zeit, in der die Originalserie gerade abgesetzt worden war. Zu den Klängen der wundervollen Ballade „Nights in White Satin“ von The Moody Blues sitzt Victoria Winters (ebenfalls Bella Heathcote) im Zug und starrt Löcher in die Luft. Man merkt auf den ersten Blick, dass die Reinkarnation von Josette ebenfalls unter Mind Control steht. Als sie für ihr Vorstellungsgespräch als Gouvernante probt, gibt sie sich zudem zwei verschiedene Namen, was ein deutlicher Hinweis auf eine multiple Persönlichkeitsspaltung ist.

08 Mind Control Vicky

Weiterhin trägt sie, ebenso wie Josette, blaue Kleidung, diesmal mit roten Knöpfen und weißer Bluse darunter. Kurzum die Farben der Freimaurer.

09 Blau-Weiß-Rot

In Collinsport angekommen, gibt es erst einmal Schleichwerbung für Shell.

10 Shell Schleichwerbung

Nachdem Victoria von ein paar Hippies mitgenommen und am Anwesen abgesetzt wurde, wird sie vom verzottelten Hausmeister Willie (Jackie Earle Haley) in der heruntergekommenen Collinsbude begrüßt. Immerhin gibt es hier noch keine Schachbrettböden und dergleichen. Die gesamte Deko hat mit maritimen Dingen wie Wasser, Fischen und Seepferdchen zu tun. Das sollte nicht weiter verwundern, da die Collins bekanntlich im Fischereigewerbe tätig waren.

Das Vorstellungsgespräch führt die Tante des kleinen David, für den Victoria die Nanny spielen soll. Elizabeth Collins Stoddard (Michelle Pfeiffer) stellt die Bewerberin sofort ein, nachdem diese sich gegen Frauenrechte ausgesprochen hat. Als erstes suchen die beiden Elizabeths Tochter Carolyn (Chloë Grace Moretz) auf. Für eine Fünfzehnjährige ist deren Auftreten stark übersexualisiert und später werden bei Tisch noch einige anrüchige Masturbationsanspielungen über sie gemacht.

11 Carolsin

Beim Essen lernt Victoria Elizabeths Bruder Roger Collins (Jonny Lee Miller) und Dr. Julia Hoffman (Helena Bonham Carter) kennen. Der gestörte Sohn David (Gulliver McGrath) taucht zunächst als Gespenst zum Essen auf. Darunter trägt er einen gestreiften Pyjama, der an Häftlingskleidung erinnert. Doch wer hält ihn gefangen? Die CIA im Rahmen von MK Ultra?

12 David Pyjama

Gleich in der ersten Nacht begegnet Victoria dem Geist von Josette, die ihr die Ankunft von Barnabas ankündigt. Aber Moment mal, sollte sie nicht eigentlich deren Reinkarnation sein? Immerhin handelt es sich ja um dieselbe Schauspielerin.

13 Josettes Geist

Josettes Geist behält jedenfalls Recht, denn in derselben Nacht stoßen Bauarbeiter auf den Sarg des Vampirs. Dieser erweist sich für seine Befreiung als ziemlich undankbar und saugt erst einmal alle Anwesenden aus. Wie später zu hören ist, handelt es sich um insgesamt 11 Opfer, was auf die freimaurerische Dualität anspielt. 11 müssen sterben, damit einer leben kann.

Kurz nach der Mahlszeit wird Barnabas von einem hellen Schein erfasst. Es handelt sich um eine Leuchtreklame von McDonalds, die er sofort mit Mephistopheles in Verbindung bringt. Dann war die Initiale in dem alten Schmöker also tatsächlich Schleichwerbung und obendrein steht die Burgerbude mit dem Teufel im Bunde.

14 Blutsauger

15 McDonalds

Kurz darauf wird Barnabas fast von einem Auto angefahren. Selbstverständlich kennt er weder Autos noch Asphaltstraßen und auch Collinsport kommt ihm seltsam fremd vor. So ist das wohl, wenn man fast 200 Jahre verpennt hat. Als er endlich auf seinem alten Anwesen ankommt, trifft er ausgerechnet auf Willie, den er sogleich hypnotisiert, um Antworten zu erhalten. Die hätte er aber wohl auch ohne den Jedi-Trick bekommen.

16 Hypnose

Immerhin hat Willie gute Nachrichten für ihn. 4 Mitglieder seiner Familie leben noch. Doch halt! Barnabas hatte keine Kinder und auch keine Geschwister, wie kann er also Nachkommen haben? Der erste große Filmfehler. Kein Fehler ist es dagegen wohl, dass der Vampir bei Betreten seines Hauses zuerst die Statue von Poseidon befummelt – ausgerechnet der Gott mit dem Dreizack, welcher auch in Mephistos Händen zu finden ist.

17 Dreizack

Der jüngste Spross der Collins spielt derweil mit Dinosaurierfiguren. Nach einer Schallplatte von T.Rex schon die zweite Anspielung auf Reptiloide.

18 Dinos

Barnabas schreitet zunächst an David und Carolyn vorbei und befummelt die Marmorfiguren am Kamin. Das Auge des Seepferdchens stellt bei genauerer Betrachtung einen Stern der Ištar dar.

19 Ischtar-Auge

Als Barnabas endlich seinen jüngsten Erben entdeckt, bleibt ihm nicht viel Zeit, sich mit ihm bekannt zu machen. Elizabeth unterbricht die Szene und glaubt zunächst an einen üblen Scherz. Während des folgenden Wortgefechts gibt es nebenher wieder etwas Blau/Rot-Symbolik.

20 Blau-Rot-Roboter

Als Beweis für seine Identität offenbart Barnabas der Dame des Hauses einige Geheimtüren und -mechanismen des Anwesens. Dabei stellt sich heraus, wo Vampire wandeln, sind Wölfe nicht weit.

26 Wölfe

Am überzeugendsten ist für sie jedoch, dass Barnabas kein Spiegelbild hat, was sie bei einem Abstecher in einen Geheimgang bemerkt.

22 Kein Spiegelbild

Nachdem sie von dem Vermögen weiß, welches unter dem Haus schlummert, geht Elizabeth einen Pakt mit ihrem Ahnen ein. Dieser soll seine Identität gegenüber den anderen geheim halten, was sich aufgrund seiner ständigen altertümlichen Äußerungen als schwierig erweist. Geheimnisse sind wohl eher Elizabeths Ding, was sich u.a. in ihren Eulen-Ohrringen äußert, die als Anspielung auf die Illuminaten gewertet werden können.

23 Eulenohrringe

In Konkurrenz zum Fischereibetrieb der Collins steht die Firma Angelbay, welche der erblondeten Angelique gehört. Deren Auto ist natürlich rot, während ihre Mitarbeiter die Farben der Freimaurer tragen. Mit anderen Worten steht sie an der Spitze der Machtpyramide.

24 Rotes Auto

Als Angelique von den 11 Toten erfährt, ahnt sie von Barnabas’ Rückkehr und sucht ihn in seinem Haus auf. Dieser ist wenig angetan von dieser Begegnung, denn die Hexe hat ihm alles genommen. Sogar seiner Familie hat sie mit ihrem Konkurrenzkonzern das Geschäft ruiniert und sie ist mit ihren Demütigungen noch nicht am Ende. Allerdings schmeißt sie sich ihm andererseits auch gleich wieder an den Hals, denn sie begehrt ihn nach wie vor.

Durch geschickte Manipulation gelingt es Elizabeth schließlich, Barnabas zu ermutigen, den Kampf gegen die Hexe aufzunehmen. Er lässt daraufhin das Anwesen renovieren und baut das Familienunternehmen wieder auf. Er schafft, was Elizabeth jahrzehntelang vergeblich versucht hat.

25 Schwarzer Schirm

Um Fische zu verarbeiten, brauchen die Collins natürlich noch einen Kapitän mit einem Fangschiff. Diesen finden sie in Silas Clarney. Gespielt wird dieser von keinem geringeren als Christopher Lee, was ein kleiner Insider-Gag ist, denn Barnabas erhält hier Hilfe von dem Dracula-Darsteller schlechthin. Kapitän Clarney muss allerdings erst noch überzeugt werden, was Barnabas abermals mit dem Jedi-Trick gelingt. Auch das ist ein Insider, denn Christopher Lee spielte ebenfalls den abtrünnigen Jedi Count Dooku, der zu dunklen Seite überlief.

26 Christopher Lee

Im Hause Collins offenbaren sich derweil einige Geheimnisse. Elizabeths Bruder Roger beobachtet, wie Barnabas aus dem Geheimversteck unter dem Kamin steigt und die Familienpsychologin Dr. Hoffman findet während einer Hypnosesitzung heraus, dass Barnabas ein Vampir ist. Der alte Blutsauger selbst interessiert sich indes für Flirttipps, mit denen er das Herz von Victoria erobern kann. Dafür konsultiert er ausgerechnet Carolyn, der er zu einer baldigen Nutzung ihres gebärfähigen Beckens rät. Direkt neben der damals noch minderjährigen Schauspielerin findet sich in dieser Szene ein Schmetterling, der zusammen mit den sexuellen Anspielungen kein gutes Zeichen ist. Aber zum Projekt Monarch kommen wir später noch.

27 Schmetterling

Neben Barnabas findet sich in derselben Szene ein geflügeltes allsehendes Auge. Das Plakat ist zudem in Blau/Rot gehalten und direkt daneben findet sich noch ein kleines blaues Bild von einem Gesicht, dessen linkes Auge ebenfalls hervorgehoben ist.

28 Geflügeltes Auge

In der darauf folgenden Nacht metzelt der alte Collins eine Gruppe unschuldiger Hippies dahin. Zwar bedauert er seinen Durst, dennoch zeigt sich einmal mehr, welch abartige Kreatur er ist. Er hätte zumindest Jagd auf Verbrecher machen können, statt auf friedliche Blumenkinder. Obendrein wird hier die Chance auf einen Gag verpasst, denn er wird von dem Hippieblut nicht mal high. Im Kern ist diese Szene daher eher als Ablehnung des Pazifismus zu verstehen, denn Satanisten lieben den Krieg.

Wo es Barnabas nun nach Blut und Liebe dürstet, verlangt es Angelique einzig nach Kontrolle. Es stinkt sie an, dass die Geschäfte der Collins wieder laufen und ihren eigenen Profiten tatsächlich abträglich werden. In ihrem Konferenzzimmer findet sich übrigens die freimaurerische Galionsfigur vom Beginn des Films.

29 Angeliques Mettingroom

Zunächst bietet sie ihrem einstigen Angebeteten einen Deal an. Sie wünscht sein Familienunternehmen aufzukaufen und auch privat mit ihm zu fusionieren. Ihre Flirttechniken lassen natürlich sehr zu wünschen übrig, denn während sie ihn verbal verführt, legt sie ihm die Hand an den Hals. Normalerweise macht ein Freimaurer diese Geste nur bei sich selbst und nicht als Drohung gegen andere.

30 Angeliques Hand am Hals

Beim folgenden Liebesakt entpuppt sich Angelique als nicht ganz menschlich. Zunächst wächst ihr spontan ein zweites Paar Arme. Außerdem zerkratzt sie mit ihren langen Fingernägeln die gesamte Einrichtung.

31 Vier Arme

Ihrer gespaltenen Zunge nach zu urteilen ist sie ein getarnter Reptiloid, was dann auch gleich ihr hohes Alter von über 200 Jahren erklären würde.

32 Reptozunge

Barnabas hat allen Grund dazu, die letzte Stunde zu bereuen. Ebenso seine offenen Worte, denn nach diesen entlässt Angelique ihn mit der Drohung, ihn zu zerstören, wenn er sich ihr nicht hingibt. Das hat er jedoch keineswegs vor. Im Gegenteil will er einen Ballabend veranstalten, um die Beliebtheit seiner Familie im Kaff wiederherzustellen. Tipps erhält der antike Vampir dabei von Carolyn, die Alice Cooper auf der Party sehen will. Der ist natürlich als Schlangenträger auf einem Magazin abgebildet.

33 Alice Schlangenträger

Die Party erfüllt tatsächlich Carolyns Erwartungen. Barnabas hat die Bude wahrlich wieder zum Glänzen gebracht und alles, inklusive der Diskokugel, besorgt. Am Eingang begrüßen die Lavalampen Jachin und Boas die Besucher.

34 Jachin und Lava

Sogar an zwei Tänzerinnen in Käfigen hat der alte Lustknabe gedacht.

35 Frauen in Käfigen

Alice Cooper spielt sich in dieser Szene übrigens selbst. Da er schon immer so abgehalftert aussah, fällt es kaum auf, dass er 40 Jahre jünger sein müsste. Barnabas fällt zu diesem Anblick nur ein, dass Alice das „hässlichste Frauenzimmer“ ist, welches er je gesehen hat.

36 Hässliches Frauenzimmer

Übrigens ist der Auftritt Coopers in einer Zwangsjacke wieder einmal eine Anspielung auf den Missbrauch von Psychiatriepatienten für Gedankenkontrollexperimente. Direkt im Anschluss offenbart Victoria dem Hausherren nämlich ihre Kindheitsgeschichte. Da sie schon früh Geister sehen und mit ihnen kommunizieren konnte, wurde die Kleine von ihren Eltern in eine Nervenklinik eingewiesen.

37 MK-Ultra-Opfer_1

38 MK-Ultra-Opfer_2

Victoria, die eigentlich Maggie Evans heißt, wurde einer Elektroschocktherapie unterzogen. Das ist eine direkte Bezugnahme auf das Projekt Monarch der CIA, bei welchem ebenfalls Elektroschocks angewandt wurden, um Patienten zu traumatisieren und ihr Bewusstsein zu manipulieren.

39 Monarch-Programm

Das erklärt nicht nur die ganzen Schmetterlinge, sondern auch Victorias starren Blick in der ersten Szene. Ihr Ausbruch aus der Klinik, in der sie fast ihr gesamtes Leben verbracht hat, liegt nämlich erst wenige Tage zurück. Der Geist von Josette hat sie schließlich auf die Stelle im Haus der Collins aufmerksam gemacht.

40 Stellenanzeige

Während Barnabas ihrer Lebensgeschichte lauscht, trifft vor dem Haus bereits die Konkurrenz ein. Es war ja klar, dass Angelique als Lady in Rot zur Party kommt, immerhin müsste inzwischen jeder kapiert haben, dass sie ein Teufel ist.

41 Angelique in Rot

Fatal ist hier jedoch nicht nur die Femme, sondern vor allem, dass sie ihren Angebeteten mit Victoria herumknutschen sieht. Da bekommt sie gleich Risse im Gesicht, die ihr linkes Auge betonen. Fast so wie der Blitz in den Gesichtern von David Bowie und Lady Gaga.

42 Augennarbe

Auch der Vampirfürst muss am Tag darauf eine für ihn abscheuliche Entdeckung machen. Dr. Hoffman hat ihm nicht etwa Blut abgezapft, um eine Heilung für ihn zu finden. Im Gegenteil benutzt sie sein Blut, um selbst wie er zu werden. Das hat etwas von Gräfin Bathory, die in Jungfrauenblut badete, um nicht zu altern. Mit dem einzigen Unterschied, dass Julia nicht in Barnabas’ Blut badet, sondern es sich als Transfusion injiziert. Die Strafe darauf lautet Tod und ihre Leiche verklappt der Hausherr zusammen mit Willie des Nachts im Meer.

43 Doctor Bathory

Am nächsten Tag erwischt Barnabas seinen Nachfahren Roger beim Versuch, das Familienerbe zu plündern. Er stellt ihn vor die Wahl, ein vorbildlicher Vater für David zu werden oder das Anwesen zu verlassen. Tatsächlich entschließt sich der Arsch, abzureisen und seinen Sohn im Stich zu lassen. David, der im Film eine absolute Nebenrolle spielt, wird kurz darauf fast von der herabstürzenden Diskokugel erschlagen. Bei seiner Rettung outet sich das Familienoberhaupt als Vampir und fängt kurz darauf im Tageslicht Feuer. Keine gute Wendung, denn nun haben David und Victoria Angst vor ihm.

44 Sonnenlicht

Für den alten Collins ist das Maß damit voll. Wutentbrannt stapft er in Angeliques Büro und fordert sie auf, den Fluch von ihm zu nehmen. Die lässt sich jedoch keineswegs einschüchtern, droht ihm stattdessen, Victoria wie einst Josette von der Klippe springen zu lassen. Sie stellt ihn ein letztes Mal vor die Wahl, an ihrer Seite zu herrschen oder abermals für einige Jahrhunderte in einem Sarg zu schmoren. Er trifft die moralisch richtige Entscheidung, welche ihn allerdings ratzfatz in einen Sarg befördert.

Bevor sie seinen Sarg in die Familiengruft bringt, fackelt Angelique noch die Fischfabrik der Collins ab. Es bleibt kein Zweifel am Zorn dieser garstigen Hexe. In der Familiengruft der Collins wird übrigens ein Steinaltar von einem Freimaurerhandschlag geziert.

45 Freimaurerhandschlag

Als nächstes führt die Hexe die Polizei samt einem wütenden Mob zum Anwesen der Collins. Dort stellt sich Barnabas, den der kleine David inzwischen wieder befreit hat, freiwillig unter der Bedingung, dass auch Angelique verhaftet wird. In dieser Szene gibt es wieder ein interessantes Detail über die Collins. Nachdem sie nun schon als Freimaurer geoutet sind, offenbaren die Türgriffe des Eingangsportals ihre religiöse Gesinnung. Sie bilden ein umgedrehtes Satanskreuz.

46 Satanskreuz

Vor den Augen des Mobs entlarvt Barnabas Angelique als Hexe, indem er sie beißt und sie daraufhin Risse bekommt. Sie hat allerdings auch ein paar coole Tricks drauf und kotzt ihn mit Reptiloidengift voll. Woher kommt einem das nur bekannt vor? Ach ja: „Mortal Combat“!

47 Reptokotze

Um dem Fass die Krone aufzuschlagen, entpuppt sich Carolyn kurz darauf als Werwölfin. Was das jetzt zur Handlung beitragen soll, bleibt fraglich.

48 Wolfgirl

Bei dem folgenden Show Down wird das Anwesen der Collins so ziemlich komplett zerstört. Die Polizei und der wütende Mob sind indes ohne ersichtlichen Grund verschwunden. Dafür taucht der Geist von Davids ermordeter Mutter auf und hängt die Hexe in den Kronleuchter. Und wozu die ganze Effektschlacht? Am Ende schenkt Angelique Barnabas ihr Herz und stirbt! Wenn das so ist, das hätte sie auch gleich tun können.

49 Herzilein

Zum Schluss muss Barnabas nur noch seine geliebte Victoria vor dem Sturz vom Widow’s Hill retten. Da er sie nicht aufhalten kann, beißt er sie im Fall und verwandelt sie damit in einen Vampir. Ein Happy End sieht anders aus, denn statt den Fluch zu beenden, hat er ihn ausgeweitet und nun gibt es schon zwei Blutsauger. Nein halt, sogar drei, denn Julia Hoffman ist am Meeresgrund zu neuem Leben erwacht.

51 Vicky Vampire

Fazit: „Dark Shadows“ ist mehr als nur ein Vampirfilm und Remake der alten Serie. Zwar gibt es hier und da einige witzige Szenen, z.B. wenn Barnabas eine Lavalampe erforscht oder nach der Frau im Fernseher sucht. Aber auch das Label Komödie wäre hier deplaziert. Im Kern handelt es sich um ein Drama über Gehirnwäsche und Manipulation. Ob nun die Hexenflüche, denen Josette zum Opfer fällt, die Folter durch Elektroschocks, die Victoria erleiden musste, oder die ständigen Hypnoseangriffe, mit denen Barnabas seine Mitmenschen unter Kontrolle bringt.

Das Thema Gedankenkontrolle ist allgegenwärtig und spiegelt sich sogar in Johnny Depps Sonnenbrille wieder, die bei genaurer Betrachtung blaue Gläser hat. Der Schauspieler ist fast immer mit blauen Sonnenbrillen oder anderen blauen Farbtriggern zu sehen. Angeblich trägt er die blauen Brillen, weil er fast blind ist. Doch wie sollen blaue Brillengläser dagegen helfen? Und warum trägt er meist irgendeinen anderen blauen Gegenstand, wenn er mal keine Brille auf hat?

Johnny Depp Farbtrigger

Stichwort „Project Bluebird“. Dieses Mind Control Programm der CIA lief von 1949 bis 1950 und war ein Vorläufer von MK Ultra. Zu den Methoden des Project Bluebird gehörte u.a. Hypnose, wovon es in „Dar Shadows“ mehr als reichlich gibt. Schlussendlich finden wir den blauen Vogel sogar als Tattoo auf Johnny Depps rechtem Unterarm.

Johnny Depp Bluebird

Jo Conrad – Braune Esoterik bis zur Bewusstlosigkeit

von Shinzon

Johannes Conrad, der 1958 im Landkreis Osterholz-Scharmbeck geboren wurde, ist eigentlich eine ziemlich verkrachte Existenz. Die Schule verließ er ohne Abschluss und auch seine Lehre als Fotograf brach er vorzeitig ab. Als autodidaktischer Komponist hatte er ebenso wenig Erfolg und verdiente sein Geld zunächst 15 Jahre lang als Taxifahrer. Nebenher verkaufte er Landschaftsaufnahmen für Kalender, bis er 1991 doch noch einen kleinen Auftrag als Komponist für drei Folgen der Serie „Großstadtrevier“ erhielt.

In den 1990ern moderierte Conrad für den Bremer offenen Kanal ehrenamtlich die Unterhaltungsshow „Lift“, bei der u.a. Gregor Gysi von der damaligen PDS zu Gast war. Allerdings interviewte er auch schon zu dem Zeitpunkt Esoteriker und Numerologen, was seine weitere Karriere offensichtlich maßgeblich beeinflusste. Jos bedenklichster Gast bei „Lift“ war der Verleger Harm Menkens, der Kontakte zum verstorbenen Holocaustleugner Thies Christophersen unterhielt. Christophersen war nicht nur ein Leugner, sondern ein Lügner, da er als Aufseher der Waffen-SS selbst im KZ Auschwitz-Raiska tätig war.

Den großen Durchbruch hatte Jo Conrad 1996 mit seinem ersten Buch „Entwirrungen“, welches kommerziell sehr erfolgreich werden sollte. Seitdem verdient er sein Geld als Autor und Seminarleiter. Die Theorien, die er dabei vertritt, enthalten viele Halbwahrheiten, die letztendlich immer ins Braunesoterische abgleiten. So stimmt es zwar, dass der deutsche Personalausweis mit freimaurerisch-okkulten Symbolen übersät ist, aber das bedeutet mitnichten, dass das deutsche Reich in seinen Grenzen von 1937 fortbesteht. Der negative Einfluss von Hollywood ist ebenfalls kaum zu leugnen, doch Jo Conrad führt diesen auf eine jüdische Kabale zurück.

Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass Uncle Jo einen Hang zur Judenfeindlichkeit sowie eine Nähe zum Rechtsextremismus hat. Unter anderem verteidigt er die „Protokolle der Weisen von Zion“ und behauptet, dass Juden einen negativen Einfluss auf ihre „Wirtsländer“ hätten. Allein schon diese Wortwahl lässt tief blicken, denn wer Länder als „Wirte“ bezeichnet, impliziert, dass die dort lebenden Juden „Parasiten“ seien. 1998 machte Conrad in einem Leserbrief an den Focus schließlich die Juden selbst für den Antisemitismus verantwortlich, den er und seinesgleichen verbreiten.

Obendrein kritisiert Conrad das deutsche Verbot der Holocaustleugnung, obgleich er sich aus rechtlichen Gründen nicht wagt, die Shoa selbst öffentlich zu leugnen. Stattdessen formuliert er rhetorische Fragen. Eine weitere indirekte Leugnung offenbart sich durch seine Solidarität für den Rechtsextremisten Horst Mahler (ehemals NPD). 2011 behauptete er in einem Video, dass der verurteilte Holocaustleugner nur aufgrund seiner „falschen Meinung“ eingesperrt sei. Dabei unterschlägt Conrad, dass Mahler darüber hinaus ein Feind der freiheitlich-demokratischen Ordnung ist und 2003 sogar aus der NPD austrat, da ihm die Partei zu angepasst sei.

Durch sein diesbezügliches Verhalten vergiftet Jo Conrad auch ernste Themen wie die Freimaurerei und Illuminaten, die er ebenfalls in einen judenfeindlichen Kontext setzt. Eine vernünftige Auseinandersetzung mit dem Okkultismus der Elite wird dank brauner Esoteriker wie ihm erheblich erschwert. Rationale Elitenforscher kommen nun einmal nicht um den Themenkomplex der Geheimgesellschaften herum, stehen dabei aber ständig unter dem Druck, sich von Jo Conrad und Co. zu distanzieren.

Gleiches gilt für das Thema Exopolitk. Die Existenz von Spezies wie den Grey und blonden Humanoiden (so genannte Nordics) lässt sich zwar nicht dadurch negieren, dass sich auch rechtsesoterische Spinner mit ihnen beschäftigen. Leider werden jedoch seriöse UFO-Forscher und Augenzeugen viel leichter zur Zielscheibe von Spott und Verleumdungen, wenn Jo Conrad und Konsorten behaupten, die Nordics seien der Ursprung der „arischen Rasse“. Rassistische Verschwörungstheoretiker fungieren in dieser Hinsicht als Brunnenvergifter.

Ein Rassist ist Uncle Jo auf jeden Fall und das nicht nur in Bezug auf Außerirdische. Vor allem die Polen haben es dem reichsdeutschen Revanchisten angetan, wie seine Witzeleien bei diversen Seminaren belegen. Wenn es da z.B. um Nazis am Südpol geht, kommt Jo Conrad ganz schnell mal zu den anderen Polen, die er klischeehaft als Autodiebe darstellt.

Doch zurück zu seinen kruden Verschwörungstheorien, in denen die Nazis mit ihren Reichsflugscheiben in die hohle Erde geflüchtet sind. Derartigen Müll äußert auch Jan Udo Holey, auf den sich Jo Conrad oft bezieht. Die zwei waren sogar einmal Weggefährten, als Conrad bei Holeys Secret TV arbeitete. 2009 trennten sich die Wege der beiden allerdings, nachdem Conrad bei Secret TV rausgeschmissen wurde. Ironischerweise begründete die Internetplattform den Rauswurf mit dessen Engagement beim „Fürstentum Germania“. Wenn Secret TV jemanden vor die Tür setzt, weil derjenige zu rechts ist, will das schon was heißen.

Das Fürstentum Germania, welches Conrad unterstützte, ähnelte dem reichsdeutschen Projekt der kommissarischen Reichsregierung. Nach außen versuchte es sich jedoch als basisdemokratischer Kirchenstaat zu verkaufen, was neben rechten Verschwörungstheoretikern auch einige Libertäre anlockte. Zu Bestzeiten hatte das Fürstentum rund 220 Anhänger. Sitz des Scheinstaates, welcher von einem Adoptiv-Adeligen mit dem Kunstnamen Michael Freiherr von Pallandt geleitet wurde, war ein baufälliges Schloss im brandenburgischen Ort Krampfer.

Das Phantasiefürstentum existierte jedoch nur für eine recht kurze Zeit. Es wurde am 15. Februar 2009 ausgerufen und am 19. Mai desselben Jahres fand auch schon die Räumung des Schlosses durch die Polizei statt. Die Wohnräumlichkeiten genügten nicht den behördlichen Anforderungen und nach der Räumung wurde das Schloss von seinem Besitzer ganz und gar dem Verfall preisgegeben. Das Projekt versucht sich seitdem unter der Bezeichnung Exilregierung Fürstentum Germania neu zu formieren und plant einen Umzug nach Südamerika, wohin nach dem 2. Weltkriegs bereits viele Nazis geflohen sind.

Jo Conrad kehrte dem Projekt jedoch den Rücken und initiierte stattdessen zusammen mit Michael Vogt im Jahr 2012 den „Aufbruch Gold-Rot-Schwarz“. Diese Farbabfolge erinnert nicht von ungefähr an Peter Fitzeks NeuDeutschland-Flagge. Immerhin kennen sich die drei, wobei Fitzek regelmäßig sowohl bei Vogt im Alpenparlament TV als auch bei Conrads Bewusst.TV zu sehen ist. Gleich und gleich gesellt sich gern.

Bewusst.TV überschwemmt seit 2010 das Internet mit Verschwörungs- und Esoterikvideos. Es wurde von Conrad nach dessen Rauswurf bei Secret TV als kommerzielles Propagandaprojekt gegründet. Der Profit wird durch gezielte Werbung für Esoterik sowie die Einnahmen des angeschlossenen Webshops erwirtschaftet. Dank der hohen Klickzahlen und einem Heer leichtgläubiger Kunden dürften die beiden Protagonisten Conrad und Vogt inzwischen sehr gut von dieser Internet Plattform leben können.

Die beiden sind allerdings die einzigen bekannten Namen, die sich zweifelsfrei Bewusst.TV zuordnen lassen. Ein Impressum gibt es nämlich nicht, denn wer will schon für die kruden Inhalte des selbsternannten Bildungskanals haften? Das fängt schon bei der Propaganda für Reichsdeutsche an, die den BRD-Staat beseitigen wollen, und reicht bis hin zu selbsternannten Homoheilern, Impfgegnern und Vertretern der Neuen Germanischen Medizin von Ryke Geerd Hamer, die mit der Gesundheit und dem Leben leichtgläubiger Menschen spielen.

Braunes Gedankengut, Judenfeindlichkeit, Sexismus und Homophobie sind wahrlich keine Seltenheit bei den bewusstlosen Gästen und Gastgebern. Wie 2006 bekannt wurde, ist Jo Conrad selbst schon wegen Volksverhetzung für schuldig befunden und rechtskräftig verwarnt worden. Es gab mindestens zwei Strafverfahren wegen Volksverhetzung und übler Nachrede gegen ihn. Gäste wie Andreas Popp und Jürgen Elsässer wirken dagegen fast schon harmlos.

Nun geht es bei Bewusst.TV aber nicht ausschließlich um rechtsgerichtete oder nationalkonservative Politik und Verschwörungstheorien. Der Großteil der Gäste kommt eher aus der esoterischen Ecke, wobei es allerdings oft zu Überschneidungen kommt. Dies trifft z.B. auf Jessie Marsson zu, der sowohl als Druide auftritt, wie auch als Reichsdeutscher. Er ist kein Geringerer als der bereits erwähnte Michael Freiherr von Pallandt, ehemaliges Staatsoberhaupt des Fürstentums Germania. Ein weiterer bekannter Name ist Rainer Feistle, der nur vordergründig über seine UFO-Entführungen spricht, am Rande aber rechtsextreme Gruppierungen wie die Vril-Gesellschaft propagiert.

Zu den weniger politischen Dauergästen zählen der Mentaltrainer Alexander Wagandt, der Esoterik-Guru Karma Singh, Dagmar Neubronner und der Yoga-Mönch Dada Madhuvidyananda. Der prominenteste Interviewpartner war jedoch mit Abstand David Icke, der sich mit Jo Conrad über absurde Verschwörungstheorien wie die Mondmatrix diskutierte. Auch sonst wimmelt es in der Sendung von Druiden, Hexenmeistern, Geisterbeschwörern und Channelmedien, deren Gruppierungen und Literatur auf der Bewusst.TV-Webseite massiv beworben werden.

Wer sich nun im Gegensatz zu Jo Conrad und seinesgleichen ernsthaft mit dem Einfluss okkulter Geheimgesellschaften auseinandersetzt, wird zwangsläufig zu dem Schluss gelangen, dass der gesamte Esoterikmarkt ein Teil von deren Agenda ist. Man braucht wahrlich nicht lange zu suchen, um bei Bewusst.TV die einschlägige Symbolik zu finden. Als erstes fällt natürlich das Kanallogo unangenehm auf. Es handelt sich um einen Schmetterling, der hier für die esoterische Transformation hin zum Wassermannzeitalter stehen dürfte. Allerdings wäre er auch als Mind Control Symbol nicht unbedingt deplaziert, da Bewusst.TV pure Esoterikhirnwäsche ist.

Bewusstlos TV

In der Blogroll der Bewusst.TV-Webseite finden sich dann noch die üblichen Verdächtigen, darunter Norbert Brakenwagens theosophische Sendung Time To Do, Andreas Popps (Un-)Wissensmanufaktur, Jo Conrads Privatwebseite und das Freigeistforum. Letzteres ist ein weiteres Projekt von Conrad, welches er schon zu seiner Zeit bei Secret TV anleierte. Bis zu dem Bruch mit Holey wurde dessen Plattform noch im Forum beworben, während heute selbstverständlich Bewusst.TV der offizielle Partner ist.

Die Kategorien des Freigeistforums erwecken oberflächlich betrachtet einen unverdächtigen Eindruck und decken Themen wie Politik, Geheimgesellschaften, Okkultismus, Satanismus und UFOs ab. Schaut man aber etwas genauer hin, findet man im Forum einschlägig rechtsextreme Themen. Darunter die angebliche Ermordung von Jörg Haider, die Behauptung des naturgegebenen Rassismus, Reichsdeutschenpropaganda und Solidaritätsbekundungen mit Holocaustleugnern wie Ernst Zündel. Es wurden in der Vergangenheit zudem Briefe des inhaftierten Auschwitz-Leugners Germar Rudolf im Forum veröffentlicht, in denen gleich noch Links zu rechtsextremen Webseiten wie der des Holocaust-Leugners Ahmed Rami enthalten waren.

Nun sichert sich Jo Conrad zwar im Haftungsausschluss ab, in dem es heißt, dass der Forenbetreiber nicht für die Meinungen der Nutzer verantwortlich ist. Allerdings heißt es in den Forenregeln auch: „Einträge und Mitglieder können ohne weitere Begründung gelöscht werden.“ Conrad hat es also in der Hand, strafrechtlich relevante Äußerungen zu unterbinden. Davon macht er jedoch keinen Gebrauch, was die Vermutung nahe legt, dass die Löschung wohl eher Kritiker betrifft.

Neben den eindeutig rechtsextremen Ergüssen gibt es im Freigeistforum noch allerhand unsinnige Esoterikthemen wie Astrologie, Lichtarbeit, Elfen und Dämonen. Das Ganze wird dann noch mit gefährlichem Blödsinn wie der Neuen Germanischen Medizin garniert. Prinzipiell sind damit alle Bereiche abgedeckt, die auch bei Bewusst.TV zu finden sind. Der Unterschied besteht nur darin, dass im Forum jeder mitdiskutieren kann, wodurch der Umgangston etwas radikaler und unverblümter ist.

So viel zu Jo Conrads eigenen Projekten. Als Autor ist er jedoch nicht nur für seine eigenen Publikationen aktiv. Unter anderem schreibt er auch für die Kent-Depesche, was eine noch interessantere Verbindung offenbart, als seine ohnehin schon brisanten Kontakte zu den Reichsdeutschen- und der Esoterikszene. Die Kent-Depesche wird nämlich von dem $cientologen Michael Hinz herausgegeben.

Das ist vor allem in der Hinsicht interessant, da bereits Ivo Saseks Anti-Zensur-Koalition und Norbert Brakenwagens Time To Do der Psychosekte ein Podium bieten. Wir haben es hier offensichtlich mit einem esoterischen Netzwerk zu tun und es dürfte klar sein, wer bei diesem die Fäden zieht. Jo Conrad ist letztendlich nur ein weiterer Stein in der Dianetik-Pyramide.

Der neue Godzilla – Zurück zu den Wurzeln

von Shinzon

Der Godzilla-Mythos wurde 1954 geboren und kann als Metapher auf die Atombombenabwürfe von Hiroshima und Nagasaki gesehen werden. Diese durften damals im japanischen Film nicht direkt thematisiert werden. Zudem wurde am 1. März 1954 die Besatzung des japanischen Fischerbootes Glücklicher Drache V verstrahlt, als dieses in den Wirkungsbereich eines US-amerikanischen Nuklearwaffentests auf dem Bikini-Atoll geriet. In jedem Falle wurde das radioaktive Monster von Atomwaffeneinsätzen inspiriert und kann daher als Aufarbeitung eines nationalen Traumas gesehen werden.

Der Name Gojira ist ein Kunstwort, welches sich aus Gorira (deutsch: Gorilla) und Kujira (deutsch: Wal) zusammensetzt. Im Englischen wurde daraus schließlich Godzilla. Das Monster, welches sogar einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame hat, startete als kleine Miniaturpuppe. Am Ende starb dieses Gummimonster zwar, kehrte jedoch in 28 japanischen Filmen zurück.

Das Design schwankte dabei stets ein wenig. Mal war Godzilla ein gemeines Monster, dann durfte er wiederum die Menschheit vor anderen Monstern retten und bekam ein dementsprechend freundlicheres Gesicht. In den meisten Filmen wurde Godzilla von einem Mann in einem Gummianzug gespielt, der durch Miniaturstädte trampelt. Dem setzte erst Roland Emmerich mit der ersten amerikanischen Verfilmung ein Ende.

Emmerichs Godzilla enttäuschte jedoch auf ganzer Linie. Insbesondere die Japaner erkannten ihren Godzilla nicht wieder, der ausschließlich in New York sein Unwesen trieb. Japanische Schauspieler suchte man vergeblich, dafür wurde ein dümmlicher Plot um eine Handvoll französischer Geheimagenten eingeflochten, welche das erledigen mussten, wozu die US-Armee offensichtlich nicht imstande war. Ohnehin enttäuschten die oberflächlichen Charaktere, die angesichts der Katastrophe lieber Beziehungsprobleme diskutierten. Zum Glück starb auch dieser Godzilla am Ende des Films, womit sich eine Fortsetzung erübrigte.

Nun gibt es eine neue amerikanische Godzilla-Verfilmung, welche strenge Auflagen aus Japan bekam. So musste z.B. ein Teil der Handlung in Japan spielen. Dort leben Joe Brody (Bryan Cranston) und seine Frau Sandra (Juliette Binoche) zusammen mit ihrem Sohn Ford. Joe ist für die Erdbebensicherheit eines Kernkraftwerkes zuständig und wie es das Schicksal will, kommt es ausgerechnet an seinem Geburtstag zur Katastrophe, bei der seine Frau stirbt.

15 Jahre später muss ihn sein Sohn Ford (Aaron Taylor-Johnson) aus einem japanischen Gefängnis abholen, da er wieder einmal in die Quarantänezone um die Kraftwerksruine eingedrungen ist. Joe vermutet schon seit Anfang an, dass die Katastrophe von damals kein Erdbeben als Ursache hatte, sondern etwas Merkwürdiges am Unglücksort geschieht. Vielleicht eine Anspielung darauf, dass Fukushima keiner Naturkatastrophe zum Opfer gefallen ist?

Jedenfalls kann Joe seinen Sohn überzeugen, noch einmal mit ihm in ihr ehemaliges Zuhause zurückzukehren, wo sie feststellen, dass es gar keine Verstrahlung gibt. Nach einem kurzen Aufenthalt in der Quarantänezone werden die beiden einmal mehr verhaftet. Zumindest erfahren sie aber, was genau in der Kraftwerksruine vor sich geht.

Dort wächst ein insektoides Riesenmonster heran, welches sich von Radioaktivität ernährt. Dieses war vor 15 Jahren auf den Philippinen geschlüpft, wo der Konzern Monarch bei Minenarbeiten auf das Skelett eines urzeitlichen Riesenprädators gestoßen war. Dieser wurde offensichtlich von den parasitären Insekten dahingerafft. Natürlich hat der Konzern diese Entdeckung, ebenso wie die wahren Gründe der Reaktorkatastrophe, verschwiegen.

Der Name des Konzerns ist bei alledem etwas befremdlich. Immerhin war Monarch ein Hirnwäscheprogramm der CIA. Im Film geht es jedoch nicht um Gedankenkontrolle, sondern um radioaktive Urzeitmonster. Eine Verballhornung von Tepco wäre in diesem Falle wesentlich nahe liegender gewesen.

Godzilla Monarch

Gelungener ist da schon die Bezeichnung Muto für die insektoiden Wesen. Das klingt wie eines der zahlreichen Monster aus den japanischen Godzilla-Filmen, doch dahinter verbirgt sich eine Abkürzung, die für „Massiver Unidentifizierter Terrestrischer Organismus“ steht. Kreativ war man auch beim Design und bei der Hintergrundgeschichte. In den alten Filmen waren Godzilla und seine Gegner wahlweise das Ergebnis von Atomwaffen, mythologische Figuren oder gar außerirdischer Herkunft. Regisseur Gareth Edwards versucht es dagegen mit einer paläontologischen Erklärung.

Dieser zufolge stammen Godzilla und die Mutos aus einer Zeit, in der die Erde noch wesentlich radioaktiver war und dementsprechend ernähren sich diese Wesen auch von Kernenergie. Ein wenig aberwitzig ist das schon, doch wer es naturwissenschaftlich ganz korrekt will, sollte Monsterfilme meiden. Dem Film an sich schadet diese Erklärung jedenfalls nicht.

Im Gegenteil, die historisch inkorrekten Ausschmückungen sind sogar ziemlich amüsant. So erläutert Dr. Serizawa (Ken Watanabe), dass sämtliche Atomwaffentests im Pazifik in Wirklichkeit gar keine Tests waren, sondern die Amerikaner versucht haben, Godzilla damit zu erledigen. Natürlich sind diese Versuche fehlgeschlagen und bedeuteten für den Urgiganten eher Fütterungszeiten. Allerdings ist das ganz gut so, denn Godzilla wird noch gebraucht.

In der japanischen Reaktorruine ist nämlich längst der erste Muto geschlüpft und hat dabei Joe Brody getötet. Der nunmehr Vollwaise Ford wird indes herangezogen, da er nach seinem Vater am meisten über den Muto weiß. Dieser kommuniziert im Ultraschallbereich, jedoch nicht mit Godzilla, sondern mit dem noch wesentlich größeren Weibchen. Dieses schlüpft kurz darauf in einem Atommülllager in der Wüste von Nevada und trampelt erst einmal Las Vegas nieder. Dort erwischt es neben dem Eifelturm auch die Nachbildung der Freiheitsstatue.

Statue of Destruction

Kurz zuvor kloppt sich Godzilla schon einmal mit dem Männchen auf Hawaii. Dieser Schauplatz ist wohl nicht zufällig gewählt worden, denn Japan und die USA verbindet eine gemeinsame Geschichte um diese Inselgruppe. Diesmal stehen jedoch beide Länder auf derselben Seite und so dient Hawaii der Weitergabe des Staffelstabes, denn die Handlung wechselt nun von Japan zur Westküste der USA.

Ob nun der von Godzilla ausgelöste Tsunami auf Hawaii oder die finale Schlacht in San Francisco – die Monsterkämpfe wirken diesmal bedrückend real. Hier trampeln weder Typen im Gummikostüm durch Miniaturstädte, noch verschonen halbfertige CGI-Monster verschreckte Kameramänner zwischen ihren Zehen. In dieser Verfilmung geht es wirklich ans Eingemachte und das bedeutet tausende Todesopfer. Der dargebotene Realismus erinnert dabei mehr an einen Katastrophenfilm als an einen Monsterschinken.

Ford überlebt die Attacke auf den Flughafen von Hawaii nur knapp, wo er in einer Einschienenbahn feststeckt. Die Mutos können nämlich zur Verteidigung elektromagnetische Impulse (EMPs) ausstoßen, die sämtliche Technik vorübergehend lahm legen. Das Militär ist damit so ziemlich machtlos.

Ford Brody, der in den US-Streitkräften als Bombenentschärfer dient, wird daher zur Westküste der USA abkommandiert und baut dort einen mechanischen Zünder in eine Atombombe ein, mit der man alle drei Urzeitmonster mit einem Streich erledigen will. Vorzugsweise auf dem offenen Ozean, aber blöderweise treffen die Viecher etwas eher in San Francisco ein. Dort crasht Godzilla erst einmal das Wahrzeichen der Stadt – die Golden Gate Brücke.

Godzilla Gate Bridge

Da die Stadt noch nicht vollkommen evakuiert ist, schickt man Ford mit einem Stoßtrupp per Fallschirm in die Kampfzone, um die Atombombe wieder zu entschärfen. Es wirkt geradezu gespenstisch, wenn die Soldaten wie gefallene Engel in die apokalyptische Szenerie eintauchen.

Fallen Soldiers

Alternativ soll die Bombe so weit wie möglich aufs Meer gebracht werden. Als sich das Gehäuse des Sprengkopfs tatsächlich nicht öffnen lässt, schnappen sich die Soldaten daher die Atombombe und bringen sie zum Hafen. Die Mutomama ist davon wenig erfreut, hat sie den Nuklearsprengkopf doch gerade erst als Hochzeitsgeschenk vom Mutomännchen überreicht bekommen. Noch weniger begeistert ist das Weibchen jedoch von der Tatsache, dass Ford ihre Brut mit der konventionellen Explosion eines Tanklasters auslöscht. Für den Stoßtrupp scheint das letzte Stündlein geschlagen zu haben.

Erst in letzter Sekunde kommt die Rettung in Form von Godzilla daher, der erst noch mit dem Mutomännchen zu kämpfen hatte. Während die Riesenechse der Mutomama sein radioaktives Plasma in den Rachen speit und ihr anschließend den Kopf abreißt, gelingt es Ford zwar nicht, die Atombombe zu entschärfen, aber zumindest bringt er sie raus aufs Meer. Okay, eigentlich würden auch aus dieser Entfernung die meisten Menschen in San Francisco innerhalb kürzester Zeit an der Strahlenkrankheit sterben und an die armen Fische denkt ebenfalls keiner. Denselben Filmfehler kennen wir aber bereits aus „Batman – The Dark Knight rises“. Da kann man nur froh sein, dass Ford bereits einen Sohn hat, denn mit weiteren Kindern wird es wohl eher nix.

Nach dem Sieg über die Mutos liegt der Retter Godzilla wie tot in den Trümmern von San Francisco, was fast schon traurig ist. Doch manchmal leben Todgeglaubte bekanntermaßen länger…

Fazit: Der neue „Godzilla“ ist mit Abstand der beste Film der Reihe. Dabei haben sich die Macher wirklich Mühe gegeben, eine Brücke vom klassischen japanischen Monsterkino zum modernen Katastrophenfilm zu ziehen. Der Streifen ist nicht gar zu abgefahren, die Bilder sind größtenteils sogar erschreckend realistisch, aber dennoch wird der Film dem Original gerecht.

Dies liegt vor allem an der Darstellung des Hauptcharakters. Schien Roland Emmerichs Godzilla eher aus dem „Jurassic Park“ ausgebrochen zu sein, hält sich Gareth Edwards Version optisch sehr nah am Original. Allerdings ist sein Godzilla mit rund 108 Metern Höhe mehr als doppelt so groß wie der erste Godzilla von 1954, der lediglich auf 50,5 Meter kam. Das Speien von blauen Nuklearstrahlen mag indes etwas unrealistisch wirken, aber auch dies ist eine Hommage an das Original. Die Fans und insbesondere die japanischen Zuschauer werden es zu schätzen wissen.

Nun hält sich Godzilla aber nicht nur optisch, sondern auch charakterlich sehr nah an einige seiner Vorgänger. Er ist alles andere als ein hirnloser Menschenfresser, sondern rettet die Menschheit letztendlich sogar. Aus diesem Grund darf er auch am Leben bleiben und sich friedlich ins Meer zurückziehen. Damit dürfte dann wohl auch möglichen Fortsetzungen der Weg geebnet sein.

Grund zur Vorfreude gibt der aktuelle „Godzilla“ auf alle Fälle. Wirklich negativ fällt eigentlich nur die enge Zusammenarbeit mit dem US-Militär auf, welchem im Abspann wieder einmal ausgiebig gedankt wird. Dabei kommen die Streitkräfte gar nicht mal gut weg, sondern wirken ziemlich machtlos. Die Charaktere sind indes zwar nicht wirklich tiefgründig, reagieren im Gegensatz zu denen aus Emmerichs Kassenflop aber zumindest natürlich und handeln aus nachvollziehbaren Motiven.

Alles in allem können sowohl die treuen Fans der alten „Godzilla“-Filme als auch das frische Publikum sehr zufrieden mit diesem Film sein. Für all die Spannung, Unterhaltung und Bildgewalt lohnt sich der Ticketkauf an der Kinokasse auf jeden Fall.

Videoanalyse: Lady Gaga – Born this Antichrist

Im Video zu Lady Gagas Single “Born this Way” scheint es weniger um die Pop-Diva zu gehen, als viel mehr um die Geburt des Antichristen. Um den gewohnt satanistischen Charakter von Gagas Darbietungen zu unterstreichen, beginnt der Clip mit einer umgedrehten Pyramide.

1 Pyramide nach unten

Das allsehende Auge ist auch nicht weit, wobei selbiges Gaga am Kinn klebt. Gehört das dritte Auge nicht eigentlich an die Stirn? Ebenso sollte das Auge doch an der Spitze der Pyramide platziert werden und nicht zwischen zwei Pyramidenohrringen…

3 Drittes Auge am Kinn

Doch kommen wir zur Handlung: Der Geburt des Antichristen sowie einer neuen Rasse, für welche Stefani Germanotta als das „Muttermonster“ auserwählt wurde. Vor der Geburt kommt jedoch erst die Empfängnis, weshalb zunächst Eierstöcke angedeutet werden. Man beachte, dass die Eierstöcke aus Sternen bestehen, womit angedeutet wird, dass es sich um eine kosmische Aussaat handelt. Dazu später mehr.

4 Eierstöcke

In dieselbe Kerbe haut auch der Begleittext:

„A government owned alien territory in space…”
„Eine Regierung, die fremdes Territorium im Weltraum besaß…”

Das US-Militär hat tatsächlich die Vorherrschaft im Erdorbit und angeblich sogar Geheimbasen auf Mond und Mars. Mit der Regierung dürfte allerdings eher die Schattenregierung gemeint sein. Bevor diese Schattenregierung uns den Antichristen präsentiert, kommt aber erst einmal eine andere Geburt an die Reihe.

„…a birth of magnificent and magical proportions took place.”
„…fand eine Geburt von prachtvollen und magischen Ausmaßen statt.“

5 Birth of a Transhuman

„But the birth was not finite, it was infinite.”
„Aber die Geburt war nicht endlich, sie war unendlich.”

Obendrein ist die Geburt auch sehr ungewöhnlich, denn die dämonisch anmutende Hebamme entlockt dem Muttermonster nicht nur ein Baby, sondern obendrein einen ganzen Sack Schmetterlinge.

6 Schmetterlingsgeburt

Die Schmetterlinge könnten eventuell eine Monarch-Programmierung von Stefani Germanotta andeuten, scheinen aber eher für eine Transformation zu stehen. Die Transformation der gesamten Menschheit, um genau zu sein, denn weiter heißt es:

„The beginning of a new race. A race within a race of humanity. (…)”
„Der Beginn einer neuen Rasse. Einer Rasse innerhalb der Spezies Mensch. (…)“

In diesem Abschnitt geht es also um die Geburt einer transhumanen Rasse. Kombiniert man dies mit dem Motiv der kosmischen Aussaat, könnte man diese Zeile als Anspielung auf das Hybridenprogramm der Grey verstehen. Geht es hier also um die Nordics, die wie Menschen aussehen, aber keine sind? So ganz menschlich wirken die Personen in diesem Video nämlich nicht.

Auf jeden Fall sind dies bedenkliche Worte und es kommt sogar noch schlimmer:

„But on that same day, as the eternal mother hovered, in the multiverse another more terrifying birth took place. A birth of evil.”
“Aber an demselben Tag, als die ewige Mutter schwebte, fand im Multiversum noch eine andere, weitaus entsetzlichere Geburt statt. Eine Geburt des Bösen“

Hier ist wohl nun die Geburt des Antichristen gemeint. Dieser voraus geht eine rote Menschenpyramide, welche die satanistische Hierarchie symbolisieren soll.

7 Satanistische Hierarchie

Die Mutter ist abermals Lady Gaga, aus deren Sündenpfuhl zu jeder Seite zwei Sig-Runen ragen.

8 Birth of the Anti

Wenn die Mutter schon mit einem Maschinengewehr um sich ballert, wie wird dann erst ihr Nachwuchs?

9 Gewaltexzess

„But she wondered: How can I protect something so perfect without evil?”
„Aber sie fragte sich: Wie kann ich etwas so Perfektes schützen, ohne das Böse?“

Aha, die transhumane Rasse muss vom Antichristen beschützt werden. Es ist sein Volk! Der Kreis schließt sich und das unsägliche Intro kommt nach rund zweieinhalb Minuten zum Ende. Doch so wie das Intro endet, so beginnt der offizielle Teil. Die transformierte Lady Gaga schreitet zwischen einer Gruppe Transhumaner hindurch, welche zu ihren Füßen niederknien. Sie setzt sich an die Spitze, um gemeinsam mit den anderen den Antichristen anzubeten. So demütig hätte uns die okkulte Elite wohl gern und tatsächlich erfüllen ihr einige Fans diesen Wunsch.

10 Domina

Das nächste Outfit, was von Gaga und einem ihrer Tänzer aufgefahren wird, ist der Totenkopflook. Auch unter dieser Kriegsbemalung trägt die Pop-Ikone die dämonischen Hörner auf der Stirn. Daraus könnte man nun ablesen, dass die neue transhumane Rasse ein Todesbote ist.

11 Totenkopfäffchen

In dieser Sequenz zeigt Germanotta dem Publikum zudem kurz die freimaurerische Verschwiegenheitsgeste. Haben wir etwa schon zu viel offenbart? Wir fangen gerade erst an!

12 Zeigefinger 1

Dieselbe Geste taucht später noch zwei weitere male auf.

12 Zeigefinger 2

12 Zeigefinger 3

Wo wir schon bei Freimaurergesten sind: Spielt der Gevatter Tod hier Taschenbillard oder soll das eine Abwandlung der verdeckten Hand sein?

13 Taschenbillard

Was Gaga hier zeigt ist jedenfalls definitiv die Geste des geöffneten Brustkorbs.

14 geöffneter Brustkorb

Und zum Schluss noch ein Griff in den Genitalbereich mit M-Handgeste.

15 Genital-M

Transhumaner Gruppensex…

16 Orgie

Reißverschlüsse an den Titten und im Genitalbereich…

17 Sex-Agenda

Und Gaga kalbt zwischendrin immer noch transhumanen Nachwuchs.

18 Niederkunft

Die Dämonen wollen aus ihr raus, was zu einigen „Der Exorzist“-reifen Szenen führt.

19 Exorzismus

Die Frage lautet nun, ob Gaga überhaupt als Mutter einer neuen Rasse sowie des Antichristen taugt. Der Songtext hat so überhaupt nichts mit dem Geschwätz aus dem Intro des Videos zu tun, könnte dafür aber Aufschluss über einen lange gehegten Verdacht geben. Augenscheinlich geht es darum, dass man sich selbst so akzeptieren soll, wie Gott einen geschaffen hat.

„I’m beautiful in my way
‚Cause God makes no mistakes
I’m on the right track, baby
I was born this way”

„Ich bin auf meine Weise schön
Denn Gott macht keine Fehler
Ich bin auf dem richtigen Pfad, Baby
Ich bin so geboren“

Später heißt es jedoch:

„Don’t be a drag, just be a queen”

Ist Stefani Germanotta also doch eine Dragqueen? Sprich ein Mann in Frauenkleidern? Immerhin ist ihr/sein Künstlername „Gaga“ an „Radio Gaga“ von Queen angelehnt. Hinzu kommt eine eindeutig maskuline Masturbationsgeste.

20 Masturgagation

Was sollen diese ganzen Anspielungen? Wenn Germanotta in Wirklichkeit ein Stefan ohne „i“ ist, warum steht er/sie/es nicht offen dazu? Immerhin fordert Gaga in „Porn this Way“ genau das! Wozu dieses dümmliche Verwirrspiel? Um von der okkulten Botschaft über die Geburt des Antichristen abzulenken? Das Video strotzt nur so vor Beispielen für schlechte Tarnung, wobei die typische Augenbetonung nur das Tüpfelchen auf dem „i“ ist.

21 Augenbetonung

Und zum Schluss noch einmal die Pyramide mit Spitze nach oben und die Monstermutter reitet auf dem Einhorn davon. Vielleicht nach Candy Mountain?

22 Pyramide nach unten

Masons vs. Aliens – Einäugige Riesen im Kinderzimmer

von Shinzon

„Monster vs. Aliens“ verarbeitet das Invasionsthema als Animationsfilm. Dabei wird auf allerhand Genreklassiker angespielt. „Der Blob“ findet sich als hirnlose Gallertmasse B.O.B. wieder, Insektosaurus stammt offensichtlich aus einem „Godzilla“-Film, Missing Link ist dem „Ding aus dem Sumpf“ nachempfunden, Dr. Kakerlake hat mit dem Teleporter aus „Die Fliege“ herumexperimentiert und Mittelpunkt steht Susan aus „Angriff der 20-Meter-Frau“.

So beginnt der Film denn auch mit Susans Hochzeit, auf der sie von einem radioaktiven Meteoriten getroffen und kontaminiert wird, was sie heftig mutieren lässt. Auffällig ist neben ihrem Riesenwuchs vor allem ihre M-Handgeste.

Susan M

Während Susan in eine geheime Anlage (eine Anspielung auf Area 51) gebracht wird, plant Gallaxhar die Eroberung der Erde. Zu diesem Zweck entsendet er eine Aufklärungssonde von der Größe eines Wolkenkratzers. Begrüßt wird diese mit einem Ständchen aus „Die unheimliche Begegnung der 3. Art“, welches der US-Präsident höchstpersönlich spielt. Da er offenbar schon ahnt, welch finstere Ausgeburt der Hölle die Aliens sind, schickt er auch gleich noch den typischen Handgruß der Pop-Okkultur hinterher.

Präsident Evil

Eine weitere freimaurerische Handgeste gibt es später noch beiläufig auf einer Werbetafel. Zugegeben, diese Geste hat mindestens zwei weitere, nicht okkulte Bedeutungen und kann hier auch als Aufforderung zum Anruf verstanden werden.

Ruf mich an

Die Aliensonde kommt indes als einäugiges Monster daher, welches einem gefallenen Engel gleich vom Himmel kommt. Das Auge lässt sich übrigens nach belieben in den Farben der Freimaurergrade einstellen.

Monster vs Aliens Auge blau

Monster vs Aliens Auge rot

Die Zerlegung der Golden Gate Brücke durch Außerirdische haben wir bereits behandelt. Daher machen wir es diesmal kurz.

Monster vs Aliens Golden Gate_2

Natürlich gelingt es den Monsterhelden, Gallaxhar zu stoppen, wobei einige der Gags durchaus witzig sind. Zum Abschluss darf sich Insektosaurus dann noch in einen Schmetterling verwandeln und die anderen vor dem Sturz in die Tiefe retten.

Insekto transformed

Eurovision Song Contest 2013 propagiert die NWO

Der diesjährige Eurovision Song Contest, der an heute zu Ende geht, hat ein simples Motto: „We are one“

„Wir sind eins“? Wie passt das zum Charakter dieser Veranstaltung, in der es doch eigentlich um kulturelle Vielfalt geht? „Wir“ sind doch alle verschieden und solange wir das akzeptieren, ohne uns deswegen die Schädel einzuschlagen, ist das auch verdammt gut so. Europa und die Welt sind mutlikulturell und nicht monokulturell. Das „mono“ steckt jedoch in „Wir sind eins“.

Hier geht es offensichtlich um die Hegemonialbestrebungen der neuen Weltordnung, in der wir alle gleichgeschaltet werden sollen. Warum also nicht gleich „Wir sind die Borg“?

Neben diesem äußerst bedenklichen Motto fällt jedoch auch das Logo unangenehm auf. Der Schmetterling steht hier wohl für eine Transformation – nämlich die der kulturellen Vielfalt zur standardisierten Einwelt. Der Schmetterling steht hier also eher nicht für das Monarch-Programm, obgleich man dem Song Contest einen gewissen Hirnwäsche-Effekt nicht abstreiten kann.

Eurovision Butterfly 2013_a

Die okkulte Bedeutung des Eurovision Song Contest dürfte indessen spätestens seit dem Sieg von Lordi 2006 jedem bekannt sein. Zugegeben, es war die Entscheidung der Zuschauer, was allerdings nur für den Erfolg der okkulten Hirnwäsche spricht. Zudem haben nicht die Zuschauer die Show inszeniert, sondern die Musikindustrie.

Eurovision 2006 Spektakel_1

Eurovision 2006 Spektakel_2

Eurovision 2006 Spektakel_3

Eurovision 2006 Spektakel_4