„Lucifer“ – Der Teufel geht in Serie

Seit dem 1. Februar 2017 läuft auf Pro7 jeden Mittwoch eine neue Serie mit dem bezeichnenden Titel „Lucifer“. Der Teufel (Tom Ellis) nimmt sich darin eine Auszeit und eröffnet einen Nachtclub namens „Lux“ in L.A. (Los Fallen Angeles).

Da in diesem Club höllisch viel los ist, bekommt der dunkle Fürst Unterstützung von der Dämonin Mazikeen (Lesley-Ann Brandt). Die kümmert sich aber nicht nur um seine Geschäfte, sondern ist außerdem Lucifers Leibwächterin, denn auf Erden ist er so verletzlich wie ein Mensch. Dennoch bringt sich Lucifer immer wieder in Gefahr, denn als Hobby hilft er Detective Chloe Decker (Lauren German) vom LAPD bei ihren Mordermittlungen. Zum einen reizt ihn das Verbrechen, zum anderen haben die meisten Fälle mit seiner Person zu tun. Oft sind nämlich seine Klienten involviert.

Er verhilft u.a. Künstlern zum großen Durchbruch, wofür er ihnen selbstverständlich irgendwann einen Gegengefallen abverlangt. Außerdem huldigen sie dem Teufel in ihren Werken. Das ist schon eine ziemlich unverhohlene Anspielung auf die Pop-Okkultur, deren Stars und Sternchen tatsächlich allesamt mehr oder weniger unverhohlen auf den Teufel anspielen und die gängige okkulte Symbolik in ihre Werke einbinden. Diesen sprichwörtlichen Pakt mit dem Teufel sind u.a. Marilyn Manson, Lady Gaga und Jay Z eingegangen.

Da fällt einem natürlich sofort Jay Z’s Lied „Lucifer“ ein, in dem er den Leibhaftigen als „Son of the Morning“ bezeichnet. Damit spielt der bekennende Freimaurer auf die Venus als Morgenstern an, welche in der okkulten Lehre mit Luzifer gleichgesetzt wird. Passend dazu heißt der Lucifer in der Serie mit Nachnamen „Morningstar“. Zufälle können hier wohl ausgeschlossen werden.

Das gilt auch für das nächste Hobby von Lucifer, der schon Chloes kleiner Tochter beibringt, dass sie tun soll, was immer sie will. Welch offensichtliche Anspielung auf Aleister Crowleys Lehrsatz: „Tu was du willst!“ Den hat wiederum Jay Z schon öffentlichkeitswirksam auf seinem Outfit platziert. Es scheint wohl nur eine Frage der Zeit, bis der Rapper einen Gastauftritt in der Serie bekommt. Das dürfte er dem Star der Serie schuldig sein.

Neben all den gängigen Klischees bietet die Serie selbstverständlich die üblichen okkulten Symbole. So ist auf einem Container, in dem Lucifer seine gestutzten Flügel lagert, ein achtzackiger Stern abgebildet.

Produziert wird die Serie übrigens von Jerry Bruckheimer, der schon des Öfteren für Disney tätig war. Neben der „Fluch der Karibik“-Reihe hat er dort u.a. den extrem okkulten Streifen „Duell der Magier“ produziert. Außerdem zeichnete er sich für „Das Vermächtnis der Tempelritter“ verantwortlich, womit er sich im Prinzip als Freimaurer geoutet hat. Eine seiner letzten Kinoproduktionen war der Exorzismusfilm „Erlöse uns vom Bösen“. Erlöst hat Bruckheimer die Welt aber keinesfalls. Das Gegenteil ist der Fall, denn als Republikaner hat er den Wahlkampf von George W. Bush unterstützt. „Lucifer“ ist also keineswegs seine erste Auftragsarbeit für den Teufel.

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Ghostbusters II – Vigo, der Antichrist

von Shinzon

Fünf Jahre nach dem ersten Teil kam 1989 „Ghostbusters II“ in die Kinos. Diese Gruselkomödie gestaltete sich nicht minder okkult und apokalyptisch als der Vorgänger. Allerdings sollte diesmal kein extradimensionaler Dämon das Ende der Welt einläuten, sondern der wiederkehrende Geist eines finsteren Fürsten aus dem Mittelalter.

Alles beginnt mit einer Schleimpfütze, die den Kinderwagen von Dana Barrett (Sigourney Weaver) klaut und mitten auf einer belebten Straße abstellt. Es geht also schon mal um finstere Mächte, die ein Interesse an einem Neugeborenen (Will & Hank Deutschendorf) haben. Dieses stammt übrigens nicht von Dr. Venkman, der fünf Jahre zuvor mit Dana angebandelt hat. Der Vater bleibt anonym.

Wenigstens bekommen die Ghostbusters durch diesen Vorfall wieder etwas zu tun. Winston Zeddemore (Ernie Hudson) und Ray Stantz (Dan Akroyd) schlagen sich nämlich mehr schlecht als recht mit Auftritten auf Kindergeburtstagen durch. Doch nicht mal die Kids können den Geisterjägern noch etwas abgewinnen. Wenigstens Egon Spengler (Harold Ramis) hat noch einen passablen Posten am Institut für erweiterte theoretische Forschung. Dieses Institut befindet sich in einem klassischen Gebäude, dessen Eingang von zwei Säulen gesäumt ist.

01 Institut

Dana wendet sich zuerst an Egon, bei dem sie genau richtig ist. Er arbeitet nämlich an einer Theorie, der zufolge menschliche Emotionen Auswirkungen auf das physikalische Umfeld haben. Diese Theorie ist gar nicht mal so abwegig und wird inzwischen sogar von der realen Wissenschaft behandelt. Für die herrschende Elite ist sie auf jeden Fall der Grund, warum sie die Menschheit in Angst, Verzweiflung und Hass hält. Negative Emotionen erzeugen negative Schwingungen und darauf fahren die Satanisten voll ab. Das ist auch der Grund, warum es so viele Kriege, Armut und schlechtes Fernsehen gibt. In diesem Film wird das alles noch eine zentrale Bedeutung haben.

Wo wir schon mal bei schlechtem Fernsehen sind, Venkman moderiert inzwischen eine eigene Sendung, in der allerhand Esoteriker und Weltuntergangspropheten auftreten. Letzterer könnte allerdings recht behalten und spoilert die Zuschauer mit der Information, dass die Welt am Silvesterabend Punkt 0 Uhr untergehen wird. Statt 1989 hätte der Film also ebenso gut 2000 oder 2012 spielen können. Die UFO-Enthusiastin in Venkmans Sendung datiert den Weltuntergang gar auf den 14. Februar 2016, was inzwischen natürlich genauso obsolet ist, wie alle anderen Weltuntergangstermine. Immerhin ist aber zwischen 1989 und 1990 der Ostblock untergegangen, vielleicht wollte Hollywood ja darauf anspielen.

02 Esoterikshow

Die nächste Szene spielt in einem New Yorker Kunstmuseum. An der Fassade hängen ein roter und ein blauer Banner, womit wir die Freimaurerfarben schon mal abhaken können. Selbige finden sich noch einmal auf einer US-Flagge und einer Tricolore. Erstere sollte in den USA nicht weiter verwundern, letztere ist jedoch reine Freimaurerdeko.

03 Blau Rot

04 Blau Rot

Zu guter Letzt wären da noch reichlich Sonnensymbole.

05 Sonnensymbole

Dana Barrett ist vom Orchester in dieses Museum gewechselt, wo sie nunmehr als Restaurateurin arbeitet. Ihr Vorgesetzter ist der aufdringliche Dr. Janosz Poha (Peter McNicol), welcher gerade ein neues Gemälde in der Werkstatt aufstellen lässt. Es ist ein Portrait von Vigo (Wilhelm von Homburg), welches nicht nur sehr lebendig wirkt, sondern im wahrsten Sinne des Wortes eine Seele besitzt.

06 Verfluchtes Bild

Egon sucht in der Zwischenzeit Ray auf, der einen Laden für okkulte Bücher und anderen Esoterikschnickschnack betreibt. Der Laden hat natürlich die Hausnummer 33. Man sieht sie zwar nicht direkt, aber das Gebäude links daneben hat die Nummer 31.

07 Rays okkulter Buchladen

Im Laden gibt es gleich mal eine Pyramide mit Auge und Ray wünscht einem Kunden „viel Spaß beim Hexensabbath“. Als Geisterjäger muss man halt Geister heraufbeschwören, um nicht arbeitslos zu werden.

08 Pyramidenposter

Das Team von damals ist mit dem Eintreffen von Venkman auch schon fast komplett und natürlich erfährt dieser nun, dass seine alte Flamme erneut Stress mit Dämonen hat. Außerdem holt er ein bestelltes Buch mit dem Titel „Magische Pfade zu Reichtum und Macht“ ab, welches ebenfalls von einer Pyramide mit Auge geziert wird. Noch deutlicher kann man wohl kaum darauf hinweisen, dass so ziemlich alle Reichen und Mächtigen dieser Welt Freimaurer mit einem Hang zum Okkulten sind.

09 Pyramidenbuch

Mit dem Okkulten bekommen die Geisterjäger schon bald genug zu tun. Sie statten Dana einen Besuch ab und untersuchen ihre Wohnung. Als dort alles normal scheint, zeigt die besorgte Mutter ihnen die Stelle auf der Straße, an der der Kinderwagen stehen geblieben ist. Dort schlagen die Instrumente von Egon und Ray endlich Alarm. Irgendetwas muss sich unter der Straße befinden.

10 Parascanner

In der Nacht beginnen die drei, ein Loch in die Straße zu meißeln. Gerade, als Ray an einem Seil über einem Fluss aus Schleim baumelt, werden sie von der Polizei erwischt und verhaftet. Als sie Ray hochziehen, erwischt dieser eine Stromleitung und legt damit ganz Manhattan lahm. Das dürfte nicht gerade zur Strafmilderung beitragen.

11 Fluss aus Schleim

Im Museum wird unterdessen Janosz von Vigos Gemälde angequatscht. Er soll dem moldawischen Fürsten ein Kind beschaffen. Als er sich fragt, warum er das tun soll, schießen Blitze aus dem Antlitz von Vigo auf den Museumsdirektor nieder, der fortan unter Kontrolle des toten Fürsten steht. Bei dieser Szene darf natürlich ein achtzackiger Stern der Ištar in Schwarz/Weiß nicht fehlen.

12 Vigo_1

13 Vigo_2

Janosz weiß natürlich genau, wo er ein neugeborenes Kind finden kann und sucht noch in derselben Nacht Dana heim. Er fragt, ob er ihre Wohnung betreten darf, was diese ablehnt. Dämonen und Vampire sollte man niemals hereinbitten und offensichtlich ahnt sie etwas. Oder ihr ist Janosz schon im Normalzustand zu gruselig. Immerhin kann er den Stromausfall kompensieren, indem er seine Augen als Scheinwerfer benutzt.

14 Nachtsichtgerät

Am nächsten Tag beginnt die Gerichtsverhandlung der Geisterjäger. Winston ist dabei nur Gast, aber für die anderen sieht es nicht gut aus. Zumal ihr Anwalt kein geringerer als die Flachzange Louis Tully (Rick Moranis) ist. In seinem Eröffnungsplädoyer weist er gleich darauf hin, dass ihm die Geisterjäger geholfen haben, als er in einen Hund verwandelt war. Und das vor einem Richter, der nicht an Geister glaubt.

Zum Glück befindet sich unter den Beweistücken ein Glas mit dem psychoaktiven Schleim, der unter New Yorks Straßen fließt. Als der Richter Wexler (Harris Yulin) so richtig in Fahrt kommt und den Angeklagten wünscht, er könnte sie auf dem Scheiterhaufen verbrennen lassen, brodelt es im Einmachglas. Letztendlich explodieren die Geister zweier Hingerichteter aus dem Schleim, welche der Richter selbst einst zum Tod auf dem elektrischen Stuhl verurteilt hat.

16 Todeskandidaten

Mit diesen alten Bekannten konfrontiert, sieht sich Wexler genötigt, das Urteil aufzuheben und ebenso die einstweilige Verfügung, welche den Geisterjägern die Ausübung ihres Handwerks untersagt. Nachdem sie die beiden Todeskandidaten in ihren Geisterkerker gesperrt haben, sind sie wieder zurück im Geschäft. Janine Melnitz (Annie Potts) bekommt ebenfalls ihren alten Posten als Sekretärin zurück. Mit neuer Brille und Frisur sitzt sie wieder am Telefon und nimmt Aufträge entgegen, die sich mal wieder häufen. Sogar ein neues Logo haben sich die Geisterjäger gegönnt. Der durchgestrichene Geist macht nun eine V-Geste.

17 V-Logo

Neben der üblichen Geisterjagd experimentieren die Jungs mit dem psychoaktiven Schleim. Sie schreien ihn an, was heftige Reaktionen verursacht, und bringen sogar einen Toaster damit zum Tanzen. Für den ständig herumblödelnden Venkman die Gelegenheit, gleich noch eine V-Geste zu machen.

18 V-Geste

Nach der kleinen Vorstellung besucht Peter seine Ex Dana im Kunstmuseum, wo ihm Janosz das Bild von Vigo vorstellt. Dana ist vom einstigen Herrscher der Karpaten und Moldawiens weit weniger begeistert und bezeichnet den mächtigen Zauberer als „völkermordenden Wahnsinnigen“. Demnach wäre er für das Geistergenre das, was Dracula für das Vampirgenre ist. Obendrein hat er einen gruseligen Modegeschmack mit lauter Totenköpfen, was aber zu seinem Charakter passt.

19 Fürst Vigo_1

20 Fürst Vigo_2

Am Abend will Dana mit ihrem Baby baden, aber sie bekommt ungebetenen Besuch vom Blob. Dieser versucht, Klein Donald (im engl. Original Oscar) zu verschlingen.

21 Badewannenblob

Da ein Bad in psychoaktivem Schleim nicht so ihr Ding ist, flüchtet Dana in die Wohnung von Peter Venkman. Dort kommt sie aber vom Regen in die Traufe, denn der Schachbrettboden verheißt nichts Gutes.

22 Schachbrettboden

Am nächsten Tag statten die Geisterjäger erst einmal Vigo einen Besuch ab. Wie ihre Recherchen ergeben haben, lebte Vigo im 15. bis 16. Jahrhundert und erreichte ein stattliches Alter von 105 Jahren. Dabei starb er nicht mal eines natürlichen Todes, sondern wurde vergiftet, erstochen, erschossen, gevierteilt und zerhackt. Offenbar wollte man sicher gehen, dass er auch wirklich tot ist. Vigo wusste also, wie er sich beliebt macht. Kurz vor seinem endgültigen Tod kündigte er jedoch seine Wiederkehr an, um die Menschheit erneut mit seiner Herrschaft zu beglücken.

Von der Fotosession mit Vigo ist Museumsdirektor Janosz Poha wenig begeistert, doch er kann das Eindringen der Geisterjäger nicht verhindern. Vigo kann sich aber sehr wohl selbst um das Problem kümmern. So hypnotisiert er u.a. Ray mit seinem bösen Blick.

Dana wohnt dieser Szene nicht bei, da sie noch in Peters Wohnung weilt. Immerhin konnte sie dort ungestört baden. Als Venkman nach Hause kommt, lädt er die Mutter abends zum Essen ein, während er dem kleinen Donald seine Emanuelle-Sammlung empfiehlt. Ein Pornografiewitz gegenüber einem Neugeborenen ist wieder mal typisch für den pädophilen Sumpf von Hellywood und dieses Baby wird auch noch in ein okkultes Ritual hineingezogen.

Babysitter soll für den Abend Janine spielen, welche in ihrem Leopardenfellmantel und den grünen Handschuhen eine wandelnde Stilsünde ist. Da das Sexkätzchen ein wenig rollig ist, lädt sie Louis ein, sie in Venkmans Wohnung zu begleiten. Es dürfte klar sein, dass die Kombination der beiden nervigsten Charaktere in einer Katastrophe enden muss.

23 Sexkätzchen

Ray und Egon entwickeln derweil die Fotos des Vigo-Gemäldes. Diese sehen nicht ganz so aus, wie die beiden das Portrait in Erinnerung hatten. Auf den Fotografien ist der Fluss aus Schleim zu sehen, welcher unter New York brodelt. Kurz darauf fangen die Fotos Feuer, während sich die Tür der Dunkelkammer von Geisterhand abschließt. Dank Winstons Einschreiten entkommen Egon und Ray diesem Anschlag ganz knapp.

24 Schleimfluss

25 Feurige Fotos

Während Venkman Dana zum Essen ausführt, begeben sich die anderen drei über einen U-Bahntunnel in den New Yorker Untergrund, um den Fluss des Schleims zu untersuchen. Peters Entscheidung, diesem Trip nicht beizuwohnen, erweist sich als absolut richtig, denn was der Rest des Teams entdeckt, ist nicht gerade appetitlich. Zunächst treffen sie auf eine Galerie abgehakter Köpfe, die vermutlich islamistische Terroristen im U-Bahnschacht hinterlassen haben. Die Altersfreigabe ab 12 ist spätestens an dieser Stelle nicht mehr nachvollziehbar und Eltern sollten ihre Kinder von derartigen Szenen fernhalten.

26 Kopfgarten

Der nächste Schock besteht aus einem Geisterzug und so langsam ahnt Egon, dass irgendetwas das Team von seinen Forschungen abhalten will. Kurz darauf entdeckt Ray einen Zugang zum Schleimfluss. Egons Frage, wie viel negative Energie nötig sei, um einen Fluss dieser Größe zu erzeugen, erübrigt sich, denn der Big Apple ist ein Sumpf von Kriminalität und Sünde. Das Ergebnis verschlingt erst einmal Winston und um ihn zu retten, springen auch Ray und Egon in die Glibberbrühe.

27 Schleimbad

Als die drei wieder auftauchen, gehen sich Winston und Ray gegenseitig an die Gurgel. Egon kommt jedoch schnell darauf, dass es an dem Schleim liegt, der geradewegs auf das Kunstmuseum zufließt. Ihre Erkenntnisse müssen sie natürlich gleich Venkman auftischen und zwar beim Essen in einem Nobelrestaurant. Nachdem sie einige Snobs vollgeschleimt haben, werden sie abermals verhaftet und diesmal ist es Peter, der als Unbeteiligter außen vor bleibt. Irgendwie kommen Geisterjäger recht häufig mit dem Gesetz in Konflikt.

Während die Jungs auf dem Weg zum Bürgermeister sind, erwischt Dana die beiden Babysitter Janine und Louis in flagranti. In der Zeit, in der sie auf ihr Baby aufpassen sollten, haben sie gleich selbst eins gemacht. Nebenbei bemerkt nicht unweit eines Schabrettbodens, was einen Hauch von Sex-Magick hat.

28 In Flagranti

Beim Bürgermeister Larry (David Margulies) läuft es unterdessen nicht so prickelnd. Auf die Botschaft, dass sich alle negativen Emotionen der Stadt in einem explosiven Plasma manifestierten, kontert er nur, dass es jedermanns gottgegebenes Recht sei, sich mies zu fühlen und andere wie Dreck zu behandeln. Das bringt den American Way of Life ziemlich präzise auf den Punkt. Nachdem der Bürgermeister sie eiskalt abserviert hat, landen sie diesmal nicht im Knast, sondern in der Klapsmühle. Trotzdem ist dies eine Wiederholung des ersten Teils.

29 Einweisung

Wirklich reif für die Irrenanstalt ist indes der Museumsdirektor Janosz. Dieser hält gerade eine schwarze Messe vor dem Gemälde Vigos ab und quatscht mit dem künftigen Antichristen. Er schleimt sich regelrecht bei dem alten Schleimpilz ein und bittet ihn, Dana zur Frau haben zu dürfen, nachdem er Vigo deren Baby gebracht hat.

30 Schwarze Messe_1

31 Schwarze Messe_2

Vigo will Donald keineswegs missbrauchen oder gar opfern, sondern in dessen Körper wiedergeboren werden. Damit wird der satanistische Mythos bedient, Dämonen könnten in Menschen fahren, wobei es sich in der Realität allerdings eher um multiple Persönlichkeitsspaltung handelt. Dennoch beschreibt dieses Szenario sehr gut, was die Elite mit traumabasiertem Mind Control beabsichtigt. Und wo wir schon mal dabei sind, trägt Donald einen Winnie Puh Schlafanzug, was natürlich ein Disney-Erzeugnis ist.

33 Disney-Programmierung

Janosz fackelt nicht lange und zieht los, um das Baby abzuholen. Vigo hat ihm dafür ein paar Superkräfte mit auf den Weg gegeben. Jetzt ist sein Jünger transzendent und kann fliegen. Obendrein trägt er ein extrem schlechtes Mary Poppins Kostüm und kann seine Arme ausstrecken wie Mr. Fantastic.

34 Janosz Poppins_1

35 Janosz Poppins_2

Dana macht sich sofort auf den Weg ins Museum, wo sie zwischen den Säulen Jachin und Boas mit zwei illuminierten Weltkugeln hindurch muss.

36 Jachin & Boas

Drinnen liegt Donald bereits auf einem Altar, was bei entsprechendem Hintergrundwissen schon ein ziemlich heftiger Anblick ist. Der schwarz/weiße Reptiloidenstern ist dabei stets präsent.

37 Opferaltar

38 Fliegerass

Die Lage in der Stadt spitzt sich derweil immer mehr zu. Der Fluss aus Schleim steigt immer höher und hüllt das Museum komplett ein.

39 Pegelanstieg

40 Wackelpudding_1

41 Wackelpudding_2

Auch andernorts bricht sich der Schleim Bahnen. Darunter bei einer Brodway-Show mit dem bezeichnenden Titel „Cannibal Girls“. Das satanisch-rote Pentagramm ist nicht weit.

42 Cannibal Girls

Direkt gelungen ist dagegen die kleine Botschaft gegen Pelzträger. Ob der Kostümdesigner Peta-Mitglied ist?

43 Bissiger Pelzmantel

Nebenher läuft noch die Titanic an den Docks ein, aber ansonsten sind die Dämonenangriffe eher wenig amüsant.

45 Titanic

44 Dämonenattacke

Zu allem Übel öffnet sich auch noch ein Hellgate und hüllt die Stadt in Dunkelheit.

46 Höllentor

Die Situation ist inzwischen dramatisch genug, dass der Bürgermeister erneut nach den Geisterjägern rufen lässt. Die kommen aber mit ihren Protonenstrahlern nicht durch den schleimigen Wackelpudding hindurch. Da es sich um negativen Schleim handelt, brauchen die Jungs ganz viel positive Energie und ein Symbol, welches die Massen mitzieht. Ein Blick auf das Nummerschild ihres Ecto 1A bringt die zündende Idee. Wer könnte eher Licht ins Dunkel bringen als die Sonnengottheit Mithras? Gemeint ist natürlich die Freiheitsstatue, welche auf dem Nummernschild in den Farben der Freimaurer abgebildet ist.

47 Ecto 1

Bevor die Statue im wahrsten Sinne des Wortes losgehen kann, wird sie erst einmal mit positivem Romantikschleim besudelt. Wie das dazu führen kann, dass sich die Freiheitsstatue mit einem Joystick steuern lässt, ist natürlich erklärungsbedürftig. Aber hey, es ist nur ein Film. Um die Stimmung etwas zu erheitern, gibt es noch etwas Musik von Sony. Bei so viel Product Placement fragt man sich wirklich, warum es bei der TV-Ausstrahlung noch zusätzliche Werbeunterbrechungen gibt?

48 Sony Walkman

Mit der Freiheitsstatue trampeln die Geisterjäger durch Manhattan schnurstracks zum Kunstmuseum. In der Fackel der Statue entzündet sich dabei ein echtes Feuer, mit welchem die Kuppel des Gebäudes durchschlagen wird. Erleuchtungssymbolik, wohin das Auge blickt.

49 Mithras_1

50 Mithras_2

Vigos Geburtstag findet durch diese Aktion ein jähes Ende, dabei war er schon mitten dabei, in Donald zu reinkarnieren.

51 Wiedergeburt_1

52 Wiedergeburt_2

Bevor es Vigo an den Kragen geht, wird erst einmal sein Jünger Janosz „abgespritzt“. Die Anspielung auf eine männliche Ejakulation ist nicht zu übersehen.

53 Abspritzen

Vigo hat sich indessen aus seinem Bild befeit, ist aber nicht leicht niederzumachen. Fürs Erste schickt er die Geisterjäger zu Boden.

54 Vigo tanzt für euch

Danach macht er sich an Donald ran und droht, sich mit ihm zu „vereinigen“. Wie herrlich doppeldeutig. Die Schreie des kleinen Nachwuchsschauspielers dürften in dieser Szene durchaus echt sein.

55 Kinderschreck

Die Vereinigung wird jäh unterbrochen, als die Massen vor dem Museum anfangen zu singen. Die positive Energie verbannt Vigo zurück in sein Gemälde, wo er endlich seine wahre Natur zeigt. Seine entstellte Fratze zeigt sogar Ansätze von Teufelshörnern.

56 Dämon

Abermals hypnotisiert Vigo Ray und ergreift schließlich von ihm Besitz.

57 Nicht Ray

Eine ordentliche Spermadusche mitten ins Gesicht beendet den Spuk jedoch.

58 Vollgewichst

Draußen vor dem Museum glaubt natürlich Louis, er hätte die Situation gerettet. Immerhin darf er sich freuen, nun zum Team zu gehören.

59 Louis

Dieses staunt nicht schlecht, als es das Bild betrachtet. Dieses zeigt nun die vier Ghostbusters mit Donald. Wie zur Hölle ist denn das passiert?

60 Erstaunen

61 Moderne Kunst

Am Ende werden die Ghostbusters wieder einmal gefeiert und bekommen auf Liberty Island Standing Ovations. Übrigens, wie ist die Freiheitsstatue eigentlich wieder auf ihren Sockel zurück gekommen?

62 Jubelfeier

Fazit: „Ghostbusters II“ steht dem ersten Teil in Sachen Okkultismus und Symbolik in nichts nach. Wieder einmal steht der Weltuntergang bevor, aber diesmal nicht durch die Wiederkehr einer sumerischen Gottheit, sondern durch einen moldawischen Antichristen. Die Einbeziehung eines Babys, wobei es sich ja eigentlich um zwei Kinderdarsteller handelt, ist dabei in hohem Maße besorgniserregend.

Berühmte Schauspieler wurden die beiden später nie. Stattdessen schlugen sie eine Laufbahn als Kampfsportler ein und gründeten eine Martial Arts Schule. Scheinbar haben sie sich den Vigo-Darsteller zum Vorbild genommen, denn der Deutsche Norbert Grupe alias Wilhelm von Homburg war lange Zeit Profiboxer. Zudem spielte er in einigen bekannten Filmen mit, darunter auch 1994 in dem ebenso hochgradig okkulten „Die Mächte des Wahnsinns“.

Im Zeichen des Druidensterns

Pentagramme auf Staatsflaggen sind dermaßen häufig, dass die meisten Menschen den Anblick gewohnt sind und ihn nicht weiter hinterfragen. Die Eingeweihten wissen zwar um die Bedeutung des fünfzackigen Sterns, doch auch für sie ist das nichts Neues. Überraschend ist hingegen, dass sich neben dem Pentagramm und anderen Freimaurersymbolen auf einigen Staatsflaggen auch der siebenzackige Druidenstern finden lässt.

Das bekannteste Beispiel ist die Flagge von Australien, welche 5 Heptagramme sowie ein Pentagramm aufweist. Der große Stern unter dem britischen Union Jack wird Commonwealth Star genannt und soll offiziell für die sechs ursprünglichen Bundesstaaten sowie die Territorien stehen. Warum gibt es dann aber noch vier weitere Heptagramme und ein Pentagramm? Zumindest ist der astrologische Hintergrund der fünf Sterne auf der rechten Seite der Flagge offiziell bekannt, denn sie formen das Sternbild Kreuz des Südens. Das ganze Arrangement ist natürlich in den Farben der Freimaurerei gehalten.

Flagge Australien

Die Flagge Jordaniens zeigt ebenfalls einen siebenzackigen Stern. Dieser soll offiziell für die sieben Verse der ersten Sure des Korans stehen. Noch absurder ist die Begründung, er stünde für die Einheit der arabischen Stämme, die sich momentan gerade gegenseitig abschlachten. Das ehemalige Transjordanien hatte den Druidenstern jedenfalls noch nicht auf der Flagge, welche ansonsten mit der des heutigen Jordaniens identisch war. Möglich wäre hier ein britischer Einfluss, denn wie schon Australien unterstand auch Transjordanien einst der britischen Krone und in Großbritannien wimmelt es bekanntlich von Druiden.

Flagge Jordanien

Das Georgische Staatswappen, welches 1918 – 1921 und 1991 – 2004 in Gebrauch war, ist in die Form eines Heptagramms eingefasst. Auf dem Wappen selbst sind zudem fünf achtzackige Isis-Sterne abgebildet.

Wappen Georgien

Sogar während der Sowjetzeit von 1921 – 1991 war im georgischen Staatswappen das Heptagramm zu finden. Allerdings musste man damals schon etwas genauer hinsehen. Die sieben Zacken befinden sich im Rahmen. Die drei Pentagramme sowie die Farben Blau/Weiß/Rot im Hintergrund sind da schon etwas auffälliger.

Wappen Georgien Sowjetära

Die georgische Luftwaffe hat ebenfalls das Heptagramm in freimaurerischer Farbgebung.

Georgische Luftwaffe

Gleiches gilt für die Flagge der japanischen Insel Hokkaido, obgleich dort wohl kaum ein Einfluss von Druiden zu vermuten ist.

Flagge Hokkaido

Etwas überraschend ist die Flagge der Cherokee Nation. Die indigene Bevölkerung von Nordamerika kannte zwar seit jeher Schamanen, aber keine Druiden.

Flagge der Cherokee

Darüber hinaus sind die Sheriff-Sterne in mehreren Gebieten der USA in Form eines Heptagramms gehalten, sofern es mal keine Pentagramme oder Hexagramme sind.

Sheriff-Heptagramm

Saltatio Mortis auf Zirkustour

Das Cover des neuen Saltatio Mortis Albums „Zirkus Zeitgeist” zeigt einen hässlichen Clown mit freimaurerischem Zylinder, auf dem ein Kirchturm und ein Minarett stehen. Rechts auf der Halskrause läuft ein weiterer Freimaurer mit Zylinder und links steht eine Himmelsleiter.

Saltatio Mortis - Zirkus Zeitgeist

Die Bandfotos sind auch nicht besser. Sie zeigen die komplette Truppe als Clowns. Einer hat dabei wieder einen Zylinder auf und ein Pentagramm ums Auge. Ein anderer betont sein linkes Auge mit einem Schachbrettmuster und der Typ hinter ihm trägt ein schwarz/weiß gestreiftes Shirt. Als Zugabe gibt es links im Bild noch einen Schädel mit gekreuzten Knochen und einen achtzackigen Stern darüber. Zu guter Letzt sieht man im Hintergrund eine Skyline mit zwei rauchenden Türmen rechts im Bild.

Saltatio Mortis Clowntruppe

Alienduft

Das nach seinem Gründer benannte französische Kosmetikunternehmen Thierry Mugler hat 2014 ein neues Parfum mit dem Titel „Alien“ herausgebracht. So auffällig wie der Produktname ist auch die Werbung, welche mit einer Sonnenfinsternis beginnt.

1 Sofi

Der Spot spielt in der Wüste, was eine Anspielung auf das Pharaonenreich sein könnte. Die blonde Frau scheint jedenfalls einen ähnlich verlängerten Hinterkopf zu haben, wie manche Pharaonen. Bei einem Produkt mit dem Namen „Alien“ wohl kaum ein Zufall.

2 Alienfrau

Die Frau steht auf einem achtzackigen Stern der Isis.

3 Stern der Isis

An der Decke findet sich ein weiterer, etwas spitzerer Stern der Ištar.

4 Stern der Ištar

Von oben kommt ein leuchtender Orb herab. Offenbar soll dies eine extradimensionale Lebensform darstellen, denn der Orb verwandelt sich alsbald in das Alien-Parfum.

5 Orb

6 Alienflakon

An den Wänden befinden sich dreieckige Muscheln, offenbar mit einem Pinienzapfen in der Mitte. Beides freimaurerische Fruchtbarkeitssymbole, was bei Parfum durchaus Sinn macht.

7 Dreiecksmuschel

8 Alienduft

Dark Shadows – Mind Control für Vampire

von Shinzon

Ursprünglich war “Dark Shadows” eine Vampirserie, die von 1966 bis 1971 lief. 1991 folgte eine Neuauflage und 2012 schließlich der Kinofilm von Tim Burton. Den ersten Barnabas Collins spielte Jonathan Frid (1924-2012), welcher noch kurz vor seinem dahinscheiden einen kleinen Cameo-Auftritt in Burtons Remake hatte. Seine einstige Rolle wurde indes von Johnny Depp verkörpert, was nicht passender hätte sein können, da es in diesem Film doch weniger um Vampire als vielmehr um Mind Control geht.

Zudem strotzt der Film nur so vor Freimaurersymbolik. Noch bevor es richtig losgeht, sieht man bereits eine Galionsfigur an einem Schiff, welche einen Sonnenkranz über dem Kopf trägt und die typische M-Handgeste macht.

01 Galionsfigur

Diese Szene spielt im Jahr 1760 und handelt von Barnabas’ Reise nach Amerika, wo seine Eltern ein Fischereiunternehmen aufbauen. Sogar das Fischerdorf, in dem er aufwächst, ist nach seiner Familiendynastie benannt. Unweit von Collinsport liegt das private Anwesen namens Collinwood, welches ziemlich düster erscheint.

Gruselbude

Die wahre Finsternis tritt jedoch 15 Jahre später in Form der Hexe Angelique Bouchard (Eva Green) in Barnabas’ Leben. Sie liebt ihn, doch als er sie zurückweist, tötet sie seine Eltern durch einen Fluch. Es kommt also schon früh schwarze Magie ins Spiel, die stark an Voodoo erinnert.

03 Voodoo

Barnabas studiert daraufhin selbst okkulte Bücher. Darin findet er den wahren Namen Satans: Mephistopheles. Das goldene „M“ auf rotem Grund erinnert dabei stark an das McDonalds-Logo. Eine groteske Schleichwerbung für teuflisch schlechten Fraß.

04 McPhisto

Nach Barnabas’ Eltern muss auch seine Geliebte Josette (Bella Heathcote) dran glauben. Diese wandelt unter dem Einfluss der Hexe zum Widow’s Hill und stürzt sich in den Tod. Josette ist dabei nicht sie selbst sondern steht unter einer Art okkulter Gedankenkontrolle. Sie reagiert wie ferngesteuert, was im späteren Verlauf des Films noch interessant wird.

05 Manchurian Josette

Als Barnabas seiner Geliebten in den Tod folgen will, überlebt er den Sturz in die Tiefe. Angelique hat ihn dazu verdammt, ein Vampir zu sein.

06 Vampirisiert

Anschließend hetzt die Hexe den Pöbel gegen ihn auf und lässt ihn lebendig begraben. Wenn sie ihn nicht haben kann, soll ihn keine haben und sein Leiden soll bis in alle Ewigkeit andauern. Die Szene könnte natürlich auch im Bohemian Grove spielen.

07 Lebendig begraben

Weiter geht es im Jahr 1972, also in der Zeit, in der die Originalserie gerade abgesetzt worden war. Zu den Klängen der wundervollen Ballade „Nights in White Satin“ von The Moody Blues sitzt Victoria Winters (ebenfalls Bella Heathcote) im Zug und starrt Löcher in die Luft. Man merkt auf den ersten Blick, dass die Reinkarnation von Josette ebenfalls unter Mind Control steht. Als sie für ihr Vorstellungsgespräch als Gouvernante probt, gibt sie sich zudem zwei verschiedene Namen, was ein deutlicher Hinweis auf eine multiple Persönlichkeitsspaltung ist.

08 Mind Control Vicky

Weiterhin trägt sie, ebenso wie Josette, blaue Kleidung, diesmal mit roten Knöpfen und weißer Bluse darunter. Kurzum die Farben der Freimaurer.

09 Blau-Weiß-Rot

In Collinsport angekommen, gibt es erst einmal Schleichwerbung für Shell.

10 Shell Schleichwerbung

Nachdem Victoria von ein paar Hippies mitgenommen und am Anwesen abgesetzt wurde, wird sie vom verzottelten Hausmeister Willie (Jackie Earle Haley) in der heruntergekommenen Collinsbude begrüßt. Immerhin gibt es hier noch keine Schachbrettböden und dergleichen. Die gesamte Deko hat mit maritimen Dingen wie Wasser, Fischen und Seepferdchen zu tun. Das sollte nicht weiter verwundern, da die Collins bekanntlich im Fischereigewerbe tätig waren.

Das Vorstellungsgespräch führt die Tante des kleinen David, für den Victoria die Nanny spielen soll. Elizabeth Collins Stoddard (Michelle Pfeiffer) stellt die Bewerberin sofort ein, nachdem diese sich gegen Frauenrechte ausgesprochen hat. Als erstes suchen die beiden Elizabeths Tochter Carolyn (Chloë Grace Moretz) auf. Für eine Fünfzehnjährige ist deren Auftreten stark übersexualisiert und später werden bei Tisch noch einige anrüchige Masturbationsanspielungen über sie gemacht.

11 Carolsin

Beim Essen lernt Victoria Elizabeths Bruder Roger Collins (Jonny Lee Miller) und Dr. Julia Hoffman (Helena Bonham Carter) kennen. Der gestörte Sohn David (Gulliver McGrath) taucht zunächst als Gespenst zum Essen auf. Darunter trägt er einen gestreiften Pyjama, der an Häftlingskleidung erinnert. Doch wer hält ihn gefangen? Die CIA im Rahmen von MK Ultra?

12 David Pyjama

Gleich in der ersten Nacht begegnet Victoria dem Geist von Josette, die ihr die Ankunft von Barnabas ankündigt. Aber Moment mal, sollte sie nicht eigentlich deren Reinkarnation sein? Immerhin handelt es sich ja um dieselbe Schauspielerin.

13 Josettes Geist

Josettes Geist behält jedenfalls Recht, denn in derselben Nacht stoßen Bauarbeiter auf den Sarg des Vampirs. Dieser erweist sich für seine Befreiung als ziemlich undankbar und saugt erst einmal alle Anwesenden aus. Wie später zu hören ist, handelt es sich um insgesamt 11 Opfer, was auf die freimaurerische Dualität anspielt. 11 müssen sterben, damit einer leben kann.

Kurz nach der Mahlszeit wird Barnabas von einem hellen Schein erfasst. Es handelt sich um eine Leuchtreklame von McDonalds, die er sofort mit Mephistopheles in Verbindung bringt. Dann war die Initiale in dem alten Schmöker also tatsächlich Schleichwerbung und obendrein steht die Burgerbude mit dem Teufel im Bunde.

14 Blutsauger

15 McDonalds

Kurz darauf wird Barnabas fast von einem Auto angefahren. Selbstverständlich kennt er weder Autos noch Asphaltstraßen und auch Collinsport kommt ihm seltsam fremd vor. So ist das wohl, wenn man fast 200 Jahre verpennt hat. Als er endlich auf seinem alten Anwesen ankommt, trifft er ausgerechnet auf Willie, den er sogleich hypnotisiert, um Antworten zu erhalten. Die hätte er aber wohl auch ohne den Jedi-Trick bekommen.

16 Hypnose

Immerhin hat Willie gute Nachrichten für ihn. 4 Mitglieder seiner Familie leben noch. Doch halt! Barnabas hatte keine Kinder und auch keine Geschwister, wie kann er also Nachkommen haben? Der erste große Filmfehler. Kein Fehler ist es dagegen wohl, dass der Vampir bei Betreten seines Hauses zuerst die Statue von Poseidon befummelt – ausgerechnet der Gott mit dem Dreizack, welcher auch in Mephistos Händen zu finden ist.

17 Dreizack

Der jüngste Spross der Collins spielt derweil mit Dinosaurierfiguren. Nach einer Schallplatte von T.Rex schon die zweite Anspielung auf Reptiloide.

18 Dinos

Barnabas schreitet zunächst an David und Carolyn vorbei und befummelt die Marmorfiguren am Kamin. Das Auge des Seepferdchens stellt bei genauerer Betrachtung einen Stern der Ištar dar.

19 Ischtar-Auge

Als Barnabas endlich seinen jüngsten Erben entdeckt, bleibt ihm nicht viel Zeit, sich mit ihm bekannt zu machen. Elizabeth unterbricht die Szene und glaubt zunächst an einen üblen Scherz. Während des folgenden Wortgefechts gibt es nebenher wieder etwas Blau/Rot-Symbolik.

20 Blau-Rot-Roboter

Als Beweis für seine Identität offenbart Barnabas der Dame des Hauses einige Geheimtüren und -mechanismen des Anwesens. Dabei stellt sich heraus, wo Vampire wandeln, sind Wölfe nicht weit.

26 Wölfe

Am überzeugendsten ist für sie jedoch, dass Barnabas kein Spiegelbild hat, was sie bei einem Abstecher in einen Geheimgang bemerkt.

22 Kein Spiegelbild

Nachdem sie von dem Vermögen weiß, welches unter dem Haus schlummert, geht Elizabeth einen Pakt mit ihrem Ahnen ein. Dieser soll seine Identität gegenüber den anderen geheim halten, was sich aufgrund seiner ständigen altertümlichen Äußerungen als schwierig erweist. Geheimnisse sind wohl eher Elizabeths Ding, was sich u.a. in ihren Eulen-Ohrringen äußert, die als Anspielung auf die Illuminaten gewertet werden können.

23 Eulenohrringe

In Konkurrenz zum Fischereibetrieb der Collins steht die Firma Angelbay, welche der erblondeten Angelique gehört. Deren Auto ist natürlich rot, während ihre Mitarbeiter die Farben der Freimaurer tragen. Mit anderen Worten steht sie an der Spitze der Machtpyramide.

24 Rotes Auto

Als Angelique von den 11 Toten erfährt, ahnt sie von Barnabas’ Rückkehr und sucht ihn in seinem Haus auf. Dieser ist wenig angetan von dieser Begegnung, denn die Hexe hat ihm alles genommen. Sogar seiner Familie hat sie mit ihrem Konkurrenzkonzern das Geschäft ruiniert und sie ist mit ihren Demütigungen noch nicht am Ende. Allerdings schmeißt sie sich ihm andererseits auch gleich wieder an den Hals, denn sie begehrt ihn nach wie vor.

Durch geschickte Manipulation gelingt es Elizabeth schließlich, Barnabas zu ermutigen, den Kampf gegen die Hexe aufzunehmen. Er lässt daraufhin das Anwesen renovieren und baut das Familienunternehmen wieder auf. Er schafft, was Elizabeth jahrzehntelang vergeblich versucht hat.

25 Schwarzer Schirm

Um Fische zu verarbeiten, brauchen die Collins natürlich noch einen Kapitän mit einem Fangschiff. Diesen finden sie in Silas Clarney. Gespielt wird dieser von keinem geringeren als Christopher Lee, was ein kleiner Insider-Gag ist, denn Barnabas erhält hier Hilfe von dem Dracula-Darsteller schlechthin. Kapitän Clarney muss allerdings erst noch überzeugt werden, was Barnabas abermals mit dem Jedi-Trick gelingt. Auch das ist ein Insider, denn Christopher Lee spielte ebenfalls den abtrünnigen Jedi Count Dooku, der zu dunklen Seite überlief.

26 Christopher Lee

Im Hause Collins offenbaren sich derweil einige Geheimnisse. Elizabeths Bruder Roger beobachtet, wie Barnabas aus dem Geheimversteck unter dem Kamin steigt und die Familienpsychologin Dr. Hoffman findet während einer Hypnosesitzung heraus, dass Barnabas ein Vampir ist. Der alte Blutsauger selbst interessiert sich indes für Flirttipps, mit denen er das Herz von Victoria erobern kann. Dafür konsultiert er ausgerechnet Carolyn, der er zu einer baldigen Nutzung ihres gebärfähigen Beckens rät. Direkt neben der damals noch minderjährigen Schauspielerin findet sich in dieser Szene ein Schmetterling, der zusammen mit den sexuellen Anspielungen kein gutes Zeichen ist. Aber zum Projekt Monarch kommen wir später noch.

27 Schmetterling

Neben Barnabas findet sich in derselben Szene ein geflügeltes allsehendes Auge. Das Plakat ist zudem in Blau/Rot gehalten und direkt daneben findet sich noch ein kleines blaues Bild von einem Gesicht, dessen linkes Auge ebenfalls hervorgehoben ist.

28 Geflügeltes Auge

In der darauf folgenden Nacht metzelt der alte Collins eine Gruppe unschuldiger Hippies dahin. Zwar bedauert er seinen Durst, dennoch zeigt sich einmal mehr, welch abartige Kreatur er ist. Er hätte zumindest Jagd auf Verbrecher machen können, statt auf friedliche Blumenkinder. Obendrein wird hier die Chance auf einen Gag verpasst, denn er wird von dem Hippieblut nicht mal high. Im Kern ist diese Szene daher eher als Ablehnung des Pazifismus zu verstehen, denn Satanisten lieben den Krieg.

Wo es Barnabas nun nach Blut und Liebe dürstet, verlangt es Angelique einzig nach Kontrolle. Es stinkt sie an, dass die Geschäfte der Collins wieder laufen und ihren eigenen Profiten tatsächlich abträglich werden. In ihrem Konferenzzimmer findet sich übrigens die freimaurerische Galionsfigur vom Beginn des Films.

29 Angeliques Mettingroom

Zunächst bietet sie ihrem einstigen Angebeteten einen Deal an. Sie wünscht sein Familienunternehmen aufzukaufen und auch privat mit ihm zu fusionieren. Ihre Flirttechniken lassen natürlich sehr zu wünschen übrig, denn während sie ihn verbal verführt, legt sie ihm die Hand an den Hals. Normalerweise macht ein Freimaurer diese Geste nur bei sich selbst und nicht als Drohung gegen andere.

30 Angeliques Hand am Hals

Beim folgenden Liebesakt entpuppt sich Angelique als nicht ganz menschlich. Zunächst wächst ihr spontan ein zweites Paar Arme. Außerdem zerkratzt sie mit ihren langen Fingernägeln die gesamte Einrichtung.

31 Vier Arme

Ihrer gespaltenen Zunge nach zu urteilen ist sie ein getarnter Reptiloid, was dann auch gleich ihr hohes Alter von über 200 Jahren erklären würde.

32 Reptozunge

Barnabas hat allen Grund dazu, die letzte Stunde zu bereuen. Ebenso seine offenen Worte, denn nach diesen entlässt Angelique ihn mit der Drohung, ihn zu zerstören, wenn er sich ihr nicht hingibt. Das hat er jedoch keineswegs vor. Im Gegenteil will er einen Ballabend veranstalten, um die Beliebtheit seiner Familie im Kaff wiederherzustellen. Tipps erhält der antike Vampir dabei von Carolyn, die Alice Cooper auf der Party sehen will. Der ist natürlich als Schlangenträger auf einem Magazin abgebildet.

33 Alice Schlangenträger

Die Party erfüllt tatsächlich Carolyns Erwartungen. Barnabas hat die Bude wahrlich wieder zum Glänzen gebracht und alles, inklusive der Diskokugel, besorgt. Am Eingang begrüßen die Lavalampen Jachin und Boas die Besucher.

34 Jachin und Lava

Sogar an zwei Tänzerinnen in Käfigen hat der alte Lustknabe gedacht.

35 Frauen in Käfigen

Alice Cooper spielt sich in dieser Szene übrigens selbst. Da er schon immer so abgehalftert aussah, fällt es kaum auf, dass er 40 Jahre jünger sein müsste. Barnabas fällt zu diesem Anblick nur ein, dass Alice das „hässlichste Frauenzimmer“ ist, welches er je gesehen hat.

36 Hässliches Frauenzimmer

Übrigens ist der Auftritt Coopers in einer Zwangsjacke wieder einmal eine Anspielung auf den Missbrauch von Psychiatriepatienten für Gedankenkontrollexperimente. Direkt im Anschluss offenbart Victoria dem Hausherren nämlich ihre Kindheitsgeschichte. Da sie schon früh Geister sehen und mit ihnen kommunizieren konnte, wurde die Kleine von ihren Eltern in eine Nervenklinik eingewiesen.

37 MK-Ultra-Opfer_1

38 MK-Ultra-Opfer_2

Victoria, die eigentlich Maggie Evans heißt, wurde einer Elektroschocktherapie unterzogen. Das ist eine direkte Bezugnahme auf das Projekt Monarch der CIA, bei welchem ebenfalls Elektroschocks angewandt wurden, um Patienten zu traumatisieren und ihr Bewusstsein zu manipulieren.

39 Monarch-Programm

Das erklärt nicht nur die ganzen Schmetterlinge, sondern auch Victorias starren Blick in der ersten Szene. Ihr Ausbruch aus der Klinik, in der sie fast ihr gesamtes Leben verbracht hat, liegt nämlich erst wenige Tage zurück. Der Geist von Josette hat sie schließlich auf die Stelle im Haus der Collins aufmerksam gemacht.

40 Stellenanzeige

Während Barnabas ihrer Lebensgeschichte lauscht, trifft vor dem Haus bereits die Konkurrenz ein. Es war ja klar, dass Angelique als Lady in Rot zur Party kommt, immerhin müsste inzwischen jeder kapiert haben, dass sie ein Teufel ist.

41 Angelique in Rot

Fatal ist hier jedoch nicht nur die Femme, sondern vor allem, dass sie ihren Angebeteten mit Victoria herumknutschen sieht. Da bekommt sie gleich Risse im Gesicht, die ihr linkes Auge betonen. Fast so wie der Blitz in den Gesichtern von David Bowie und Lady Gaga.

42 Augennarbe

Auch der Vampirfürst muss am Tag darauf eine für ihn abscheuliche Entdeckung machen. Dr. Hoffman hat ihm nicht etwa Blut abgezapft, um eine Heilung für ihn zu finden. Im Gegenteil benutzt sie sein Blut, um selbst wie er zu werden. Das hat etwas von Gräfin Bathory, die in Jungfrauenblut badete, um nicht zu altern. Mit dem einzigen Unterschied, dass Julia nicht in Barnabas’ Blut badet, sondern es sich als Transfusion injiziert. Die Strafe darauf lautet Tod und ihre Leiche verklappt der Hausherr zusammen mit Willie des Nachts im Meer.

43 Doctor Bathory

Am nächsten Tag erwischt Barnabas seinen Nachfahren Roger beim Versuch, das Familienerbe zu plündern. Er stellt ihn vor die Wahl, ein vorbildlicher Vater für David zu werden oder das Anwesen zu verlassen. Tatsächlich entschließt sich der Arsch, abzureisen und seinen Sohn im Stich zu lassen. David, der im Film eine absolute Nebenrolle spielt, wird kurz darauf fast von der herabstürzenden Diskokugel erschlagen. Bei seiner Rettung outet sich das Familienoberhaupt als Vampir und fängt kurz darauf im Tageslicht Feuer. Keine gute Wendung, denn nun haben David und Victoria Angst vor ihm.

44 Sonnenlicht

Für den alten Collins ist das Maß damit voll. Wutentbrannt stapft er in Angeliques Büro und fordert sie auf, den Fluch von ihm zu nehmen. Die lässt sich jedoch keineswegs einschüchtern, droht ihm stattdessen, Victoria wie einst Josette von der Klippe springen zu lassen. Sie stellt ihn ein letztes Mal vor die Wahl, an ihrer Seite zu herrschen oder abermals für einige Jahrhunderte in einem Sarg zu schmoren. Er trifft die moralisch richtige Entscheidung, welche ihn allerdings ratzfatz in einen Sarg befördert.

Bevor sie seinen Sarg in die Familiengruft bringt, fackelt Angelique noch die Fischfabrik der Collins ab. Es bleibt kein Zweifel am Zorn dieser garstigen Hexe. In der Familiengruft der Collins wird übrigens ein Steinaltar von einem Freimaurerhandschlag geziert.

45 Freimaurerhandschlag

Als nächstes führt die Hexe die Polizei samt einem wütenden Mob zum Anwesen der Collins. Dort stellt sich Barnabas, den der kleine David inzwischen wieder befreit hat, freiwillig unter der Bedingung, dass auch Angelique verhaftet wird. In dieser Szene gibt es wieder ein interessantes Detail über die Collins. Nachdem sie nun schon als Freimaurer geoutet sind, offenbaren die Türgriffe des Eingangsportals ihre religiöse Gesinnung. Sie bilden ein umgedrehtes Satanskreuz.

46 Satanskreuz

Vor den Augen des Mobs entlarvt Barnabas Angelique als Hexe, indem er sie beißt und sie daraufhin Risse bekommt. Sie hat allerdings auch ein paar coole Tricks drauf und kotzt ihn mit Reptiloidengift voll. Woher kommt einem das nur bekannt vor? Ach ja: „Mortal Combat“!

47 Reptokotze

Um dem Fass die Krone aufzuschlagen, entpuppt sich Carolyn kurz darauf als Werwölfin. Was das jetzt zur Handlung beitragen soll, bleibt fraglich.

48 Wolfgirl

Bei dem folgenden Show Down wird das Anwesen der Collins so ziemlich komplett zerstört. Die Polizei und der wütende Mob sind indes ohne ersichtlichen Grund verschwunden. Dafür taucht der Geist von Davids ermordeter Mutter auf und hängt die Hexe in den Kronleuchter. Und wozu die ganze Effektschlacht? Am Ende schenkt Angelique Barnabas ihr Herz und stirbt! Wenn das so ist, das hätte sie auch gleich tun können.

49 Herzilein

Zum Schluss muss Barnabas nur noch seine geliebte Victoria vor dem Sturz vom Widow’s Hill retten. Da er sie nicht aufhalten kann, beißt er sie im Fall und verwandelt sie damit in einen Vampir. Ein Happy End sieht anders aus, denn statt den Fluch zu beenden, hat er ihn ausgeweitet und nun gibt es schon zwei Blutsauger. Nein halt, sogar drei, denn Julia Hoffman ist am Meeresgrund zu neuem Leben erwacht.

51 Vicky Vampire

Fazit: „Dark Shadows“ ist mehr als nur ein Vampirfilm und Remake der alten Serie. Zwar gibt es hier und da einige witzige Szenen, z.B. wenn Barnabas eine Lavalampe erforscht oder nach der Frau im Fernseher sucht. Aber auch das Label Komödie wäre hier deplaziert. Im Kern handelt es sich um ein Drama über Gehirnwäsche und Manipulation. Ob nun die Hexenflüche, denen Josette zum Opfer fällt, die Folter durch Elektroschocks, die Victoria erleiden musste, oder die ständigen Hypnoseangriffe, mit denen Barnabas seine Mitmenschen unter Kontrolle bringt.

Das Thema Gedankenkontrolle ist allgegenwärtig und spiegelt sich sogar in Johnny Depps Sonnenbrille wieder, die bei genaurer Betrachtung blaue Gläser hat. Der Schauspieler ist fast immer mit blauen Sonnenbrillen oder anderen blauen Farbtriggern zu sehen. Angeblich trägt er die blauen Brillen, weil er fast blind ist. Doch wie sollen blaue Brillengläser dagegen helfen? Und warum trägt er meist irgendeinen anderen blauen Gegenstand, wenn er mal keine Brille auf hat?

Johnny Depp Farbtrigger

Stichwort „Project Bluebird“. Dieses Mind Control Programm der CIA lief von 1949 bis 1950 und war ein Vorläufer von MK Ultra. Zu den Methoden des Project Bluebird gehörte u.a. Hypnose, wovon es in „Dar Shadows“ mehr als reichlich gibt. Schlussendlich finden wir den blauen Vogel sogar als Tattoo auf Johnny Depps rechtem Unterarm.

Johnny Depp Bluebird

Ein Auge für Juwelen

Die Juwelenprogrammierung artet zuweilen in einem echten Diamantenfieber aus. Britney Spears, deren MK Ultra-Vergangenheit ein offenes Geheimnis ist, posierte schon mehrfach in Juwelenkleidern. Sie hatte dabei teilweise gar nichts anderes an als Juwelen. Auf dem folgenden Bild badet sie in Diamanten und betont dabei ihr linkes Augen mit einem der Klunker. Sollte es sich bei den Steinen um Blutdiamanten handeln, hätte diese Szene außerdem etwas von Gräfin Bathory.

Juwelenbad

Ein ähnliches Bild gibt es von Charlie XCX, die das andere Auge mit einem Juwel abdeckt und das linke offen lässt.

Juwelenprogrammierung Charli XCX

Lana del Rey gehört auch dazu. Schade, sie hat eine schöne Stimme.

Und weil’s so offensichtlich ist, gleich noch ein Beispiel. Neben der Juwelenpose finden sich auf Marinas Kleidung zudem noch ein paar achtzackige Ištar-Sterne.

Juwelenprogrammierung Marina

The Midnight Meat Train – Menschenfleisch für Reptiloide

von Shinzon

„The Midnight Meat Train” basiert auf der Novelle „Der Mitternachts-Fleischzug“ von Clive Barker, welcher auch das Drehbuch schrieb. Barker dürfte einigen als Schöpfer der „Hellraiser“-Reihe sowie Autor zahlreicher anderer Horror-Bücher und -Filme bekannt sein. Seine blutrünstigen Werke strotzen nur so vor okkulter Symbolik, was nicht weiter verwundern dürfte, da Barker ein Hardcore-Satanist ist. Schon in seinen jungen Jahren posierte er als Schlangenträger, wie einst der Gründer der Church of Satan Aton LaVey.

Barker & LaVey

„The Midnight Meat Train“ ist das mit Abstand abartigste Werk des Horrorfürsten, umgesetzt vom japanischen Regisseur Ryūhei Kitamura. Dieser glänzt mit gleichermaßen satanischen Werken wie „Down to Hell“ (1997) oder „No One Lives – Keiner überlebt!“ (2013). Die Zusammenarbeit der beiden verrät einiges über die Hintergründe des Satanismus. Wer es schafft, die brutalen Szenen zu ertragen, kann einige interessante Parallelen zur Realität entdecken. Den Film macht das freilich umso erschreckender, denn es geht vordergründig um Menschenopfer sowie deren Zweck.

Der Protagonist Leon Kauffman (Bradley Cooper) ist ein aufstrebender Fotograf, der im nächtlichen New York nach geeigneten Motiven für seine eigene Ausstellung sucht. Sein Weg führt ihn in eine U-Bahnstation, wo er eine Bande beim Überfall auf eine junge Frau erwischt. Er fotografiert die Täter und verweist zudem auf die neben ihm hängende Überwachungskamera, woraufhin die Bande von dem Mädchen ablässt. Die junge Dame bedankt sich bei Leon und verschwindet in den nächstbesten U-Bahn-Zug, nicht ahnend, dass sie damit vom Regen in die Traufe gerät.

In dem Zug wartet nämlich schon der Schlachter Mahogany (Vinnie Jones) auf sie, der sie kaltblütig niederstreckt. Am nächsten Morgen liest Leon in der Zeitung vom spurlosen Verschwinden der jungen Frau, die er gerettet hat. Sein nächster Weg führt ihn folgerichtig zur Polizei, doch Detective Lynn Hadley (Barbara Eve Harris) zeigt nur wenig Interesse an seinen Aussagen. Im Gegensatz zur Polizei interessiert sich aber zumindest die Kunstausstellerin Susan Hoff (Brooke Shields) für Leons Bilder und verspricht ihm einen Platz in der nächsten Ausstellung, wenn er noch zwei weitere Fotos dieses Kalibers abliefert.

Gesagt getan begibt sich Leon in der darauf folgenden Nacht abermals auf einen Streifzug, wo er am Eingang der U-Bahn schließlich auf Mahogany stößt. Als Leon ihm nachstellt, wird er von diesem gepackt und bemerkt dessen ungewöhnlichen Ring. Es ist ein achtzackiger Stern der sumerischen Göttin Ištar.

01 Sternring

Als Leon sich daheim mit seinen Fotos beschäftigt, entdeckt er auf den Aufnahmen des Überfalls, welchen er vereiteln konnte, den mysteriösen Mahogany. Allmählich dämmert ihm, dass es eine Verbindung zwischen dem Unbekannten und dem Verschwinden diverser Menschen geben muss. Er verfolgt den U-Bahnmörder auf eigene Faust und findet zunächst heraus, dass er passender Weise in einem Schlachthof arbeitet. Welch Ironie, dass das, was Menschen Tieren antun, nicht minder barbarisch ist.

Der heimliche Stalker verfolgt Mahogany weiter bis in die U-Bahn, wo dieser lange Zeit herumsitzt und schließlich zu später Stunde in den letzten Zug steigt. Das ist nur logisch, denn nachts sind die Züge größtenteils leer. Es gibt also keinen nennenswerten Widerstand und keine Zeugen. Bevor er den Zug betritt, greift der Schlachter nach seiner Krawatte. Damit drückt er aus, dass er einem freimaurerischen Geheimzirkel angehört.

02 Krawattengriff

Leon wird indes durch eine Polizeikontrolle abgelenkt und verpasst daher den Zug. Besser ist das für ihn, denn der Schlachter ist gerade wieder auf der Jagd. Diesmal gerät er jedoch an einen Marine, der sich zu wehren weiß. Letztendlich muss der Zugführer (Tony Curran) eingreifen und den Kampf auf Leben und Tod beenden.

Während Leon und seine hübsche Freundin Maya (Leslie Bibb) zuhause miteinander rummachen, geht der Schlachter weiter seiner Arbeit nach. Um diese ungestört zu vollenden, leitet der U-Bahnfahrer den Zug an einem bestimmten Punkt in einen gesperrten Streckenabschnitt um. Dort werden die Opfer auf unvorstellbar grausame Weise massakriert. Anschließend werden alle Leichen rasiert, ausgenommen, von Zähnen sowie Fingernägeln befreit und schlussendlich kopfüber an Fleischerhaken an die Haltestangen des Zuges gehängt. Wer das schon abartig findet, sollte spätestens an dieser Stelle den Fernseher bzw. Bildschirm ausschalten.

03 Schlachter_1

04 Schlachter_2

Am nächsten Tag verfolgt Leon den Fleischer wieder zum Schlachthof, wo er jedoch von ihm erwischt wird. Ihm gelingt zwar die Flucht, doch Mahogany weiß nun, dass er ihm auf der Spur ist. Übrigens sind in der Schlachthofszene echte Leichen zu sehen, wenn auch nur Tierkadaver. Da verliert man wirklich jeden Appetit auf Fleisch…

05 Schlachthof

Leon ist indes nicht der Erste, der dem Menschenmetzger auf die Schliche gekommen ist. In der Vergangenheit gab es bereits Zeitungsberichte über einen anderen Schlachter, der mit Morden in Verbindung stand. Diese Berichte sind allerdings schon hundert Jahre alt, was beweist, dass diese Geschichte schon seit langer Zeit im Gange ist.

06 Zeitungsbericht

Die Sache mit dem Fleischer lässt Leon keine Ruhe mehr und wirkt sich inzwischen sogar negativ auf seine Beziehung zu Maya aus. Als sie die Tür vor ihm zuschlägt, findet sich über dem Türrahmen eine Repräsentation des Baphomet, die nichts Gutes erahnen lässt.

07 Baphomet Türschmuck

Entgegen Mayas Rat verfolgt Leon den Schlachter weiter und wird im Mitternachtszug Zeuge von dessen blutigem Handwerk. Es kommt wie es kommen muss, er wird entdeckt und bewusstlos geschlagen. Aus unerfindlichen Gründen wird er jedoch vom Metzger verschont. Als er mit freiem Oberkörper kopfüber hängt, macht sich ein reptiloides Wesen an ihm zu schaffen.

Am nächsten Tag erwacht er im Schlachthof und schleppt sich nach hause. Dort stellt er im Badezimmer fest, dass ihm ein seltsames Zeichen auf der Brust eingeritzt wurde. Es handelt sich um eine geflügelte Sonne in einer umgedrehten Pyramide. Offenbar wurde er von den Drahtziehern der Mordserie auserwählt.

08 Burstsymbol

Nachdem Leon Maya von den Geschehnissen in der stillgelegten U-Bahnstation unter dem Schlachthof erzählt hat, sucht diese zusammen mit Leons Kumpel Jurgis (Roger Bart) die Wohnung des Metzgers auf. Als dieser gerade abwesend ist, wollen die beiden die gestohlene Kamera ihres Freundes zurückholen, auf der sich sämtliche Beweise befinden. Jurgis überlebt diesen Ausflug nicht, aber Maya gelingt die Flucht aus dem Apartment.

Sie wendet sich umgehend an die Polizei, doch Detective Hadley erklärt ihr, dass es keine Spur von Jurgis Leiche gibt. Statt Maya zu helfen, droht sie ihr mit Verhaftung wegen Einbruchs und Diebstahls. Bei genauerer Betrachtung fällt auf, dass sie den gleichen achtzackigen Stern um den Hals trägt wie der Schlachter am Ring. Sie versucht also aktiv die Morde zu vertuschen und die Zeugen zu demotivieren. Das ist ein sehr wichtiger Aspekt, denn Opfer rituellen Missbrauchs berichten ebenfalls davon, dass Satanisten in Schlüsselpositionen von Polizei, Justiz und Politik sitzen und von dort aus Ermittlungen behindern. Der Fall Marc Dutroux ist ein Paradebeispiel für das weitreichende Netzwerk satanistischer Geheimgesellschaften.

09 Detective Hadley

Wenig später lauert Hadley der Zeugin auf und meint, dass sie ja keine Ahnung habe, was vor sich geht. Erneut nach Jurgis gefragt, schickt sie Maya zum Mitternachtszug. Entschlossen, die Sache zu beenden, holt sich Leon indes eine Schlachterausrüstung und begibt sich ebenfalls zur U-Bahn. Als er Maya im Zug sieht, springt er auf. Im Abteil hängen Jurgis und einige andere schon zum Ausbluten und Maya soll die Nächste sein. Kurz bevor Mahogany sie erwischt, eilt Leon ihr zu Hilfe und kann nach einem heftigen Kampf den Schlachter ausschalten.

Kurz darauf hält der Zug an und der Fahrer bittet die beiden, vom Fleisch zurückzutreten. Die beiden kommen der Aufforderung nach und kurz nachdem sie den Zug verlassen haben, holen sich eine Handvoll Reptiloide ihre Mahlzeit. Diese Szene ist wie eine Bestätigung aller Gerüchte über die wahren Hintergründe des Satanismus. Die okkulten Geheimgesellschaften dienen einer reptiloiden Spezies und die rituellen Menschenopfer basieren auf den Essgewohnheiten dieser Kreaturen.

10 Reptiloid

Darüber hinaus erinnert die Szene ein wenig an die Morlocks aus H.G. Wells „Die Zeitmaschine“. Zwar handelt es sich bei denen um Menschen aus der Zukunft, die Parallelen sind dennoch verblüffend. So gehörten die Morlocks einst zur elitären Oberschicht, die bekanntlich aus Satanistenpack besteht. Die breite Bevölkerungsmehrheit hat sich indes zu den arglosen Eloi entwickelt, die unwissend in den Tag hinein leben, bis sie zur Schlachtung in die unterirdischen Anlagen der Morlocks gerufen wird.

Im Prinzip ist das schon heute so, denn wie die Eloi sind meisten Menschen geistig degeneriert und wollen die Wahrheit nicht sehen, bis es sie selbst trifft. Es spielt dabei gar keine Rolle, ob die Menschen in einer satanistischen Loge rituell geopfert werden oder ob sie bei helllichtem Tage vom Krieg, dem IS oder dem nächsten Holocaust erwischt werden. Es läuft alles aufs selbe hinaus.

Morlocks

Dennoch erinnern sowohl die Endstation in „The Midnight Meat Train“ als auch die Morlockhöhlen in „Die Zeitmaschine“ an militärische Untergrundbasen (DUMBs – Deep Military Underground Bases), in denen laut Whistleblowerangaben außerirdische Lebensformen ihr Unwesen treiben. Während Area 51 der Raumhafen der Grey und Tall Whites sein soll, wird rund um die Militärbasis bei Dulce immer wieder von Reptiloidensichtungen und Viehverstümmelungen berichtet.

Darüber hinaus gibt es Aussagen von Entführungsopfern, die Zeuge von Menschenverstümmelungen durch Grey und Reptiloide wurden. Die Erinnerungen an solch grausige Ereignisse treten meist erst später in Form von Flashbacks oder unter Hypnose zutage. Wie es scheint, hält sich „The Midnight Meat Train“ sehr stark an die realen Vorgaben und da das Drehbuch von einem Satanisten stammt, kann davon ausgegangen werden, dass die Verantwortlichen bestens über solche Hintergründe informiert sind.

Im Gegensatz zu einigen Opfern der UFO-Entführungen besteht für Leon und Maya kaum Hoffnung, unbeschadet aus der Sache herauszukommen. Zunächst taucht der Schlachter wieder auf, der den Sturz aus dem Zug überlebt hat. Es kommt erneut zu einem heftigen Kampf, bis Mahogany schließlich zum ersten Opfer von Leon wird. Dieser stellt entsetzt fest, dass Mahogany dasselbe Symbol auf der Brust trägt wie er.

11 Schädelwerfer

Da der Schlachter nun erledigt ist, kann der Zugführer mit offenen Karten spielen. Bevor er Leon die Wahrheit offenbart, reißt er ihm die Zunge heraus und isst sie, damit der Paparazzi das Folgende niemandem weitererzählen kann. Die Reptiloiden existierten schon lange auf der Erde, bevor es die Menschheit gab. Wahrscheinlich handelt es sich um die Abkömmlinge einer intelligenten Dinosaurierspezies, die im Untergrund überlebt hat. Ein auserwählter Kreis von Satanisten beschützt und füttert diese Wesen, um die alte Ordnung aufrecht zu erhalten.

Wenn das nun den Tatsachen entspricht, hätten die Reptos vielleicht ihrem Diener Clive Barker ebenfalls die Zunge bzw. die Finger abreißen sollen, denn dank seinen Werken wissen wir ja nun bescheid. Ein Glück für ihn, dass die Masse der Menschen blind ist und alles nur für Science Fiction hält. Und wahrscheinlich auch Glück für uns, dass man uns nur als Verschwörungstheoretiker abstempelt. Sonst würden wir vielleicht wie Maya enden.

Es ist wohl kaum ein Zufall, dass die Ärmste Maya heißt, denn ihr wird vom Zuführer bei lebendigem Leibe das Herz herausgeschnitten, wie es einst bei den Maya und Azteken gängige Praxis war. Hinzu kommt, dass blonde Frauen und Kinder die bevorzugten Opfer der Satanisten sind. Um die Szene abzurunden, sind im Hintergrund menschliche Köpfe zu einer Pyramide gestapelt.

12 Maya-Opferung

Leon muss dieses grauenhafte Opferritual an seiner Geliebten mit ansehen, ohne etwas dagegen tun zu können. Er befindet sich in einer Situation vollkommener Hilflosigkeit und wird auf diese Weise einer traumabasierten Gehirnwäsche unterzogen. Am Tag darauf steckt sich Leon den Ring des Schlachters an und greift sich an seine Krawatte. Er ist in die höchsten Grade der Freimaurerei aufgestiegen und nimmt den Platz von Mahogany ein. Angeleitet wird er in seinem neuen Job von Detective Hadley.

13 Reptoring

14 Leon Krawattengriff

Fazit: Einmal davon abgesehen, dass dieser Film abartig brutal ist und eine potenziell traumatisierende Wirkung hat, verrät er sehr viel über die Vorgänge auf diesem Planeten. Es ist keinem Menschen zu wünschen, jemals in die Fänge von Menschenschlächtern zu geraten, gleichgültig ob sich diese als Satanisten, Islamisten oder Nazis zu erkennen geben.

Weiterhin stellt sich die Frage, ob wir es nur mit menschlichen Psychopathen zu tun haben, oder ob tatsächlich im Hintergrund Grey und Reptiloide die Fäden ziehen. Die Pop-Okkultur ist jedenfalls von solchen Andeutungen durchsetzt. Neben „The Midnight Meat Train“ sind hier vor allem „Conan, der Barbar“, „The Cabin in the Woods“ und „Die Zeitmaschine“ zu erwähnen. In allen vier Filmen geht es um Menschenfresser, die in unterirdischen Höhlen hausen und meist handelt sich dabei um Reptiloide.

Die Parallelen zwischen Clive Barkers Werk und „The Cabin in the Woods“ sind besondern stark, denn in beiden Fällen wird vom Aufrechterhalten einer Ordnung geschwafelt, für die Menschen geopfert werden müssen. Es wird damit angedeutet, dass die Reptos an die Erdoberfläche kommen könnten und sich ihr Fleisch dort selbst holen, wenn sie nicht regelmäßig gefüttert werden. Auf die Idee, den Schaschlikspieß umzudrehen und den Welthunger der Menschheit mit Reptiloidenfleisch zu stillen, kommt natürlich keiner. Wäre doch mal interessant herauszufinden, ob die nach Hühnchen schmecken…

Das Symbol der reptiloiden Hegemonie soll übrigens der achtzackige Stern der Ištar sein, der tatsächlich in zahleichen Werken der Kunst, Film-, Musik- und Spiele-Industrie auftaucht. Rein zufällig sind dann meist auch Außerirdische oder Extradimensionale nicht weit.

Ištarstern

Achtung: Das folgende Video kann triggern! Nichts für schwache Nerven!

Fight Club – Die Loge zur schlagenden Seife

von Shinzon

In einer Welt wie Hollywood, die von okkulten Geheimgesellschaften durchsetzt ist, verraten Filme oft mehr als die meisten Zuschauer annehmen. Insbesondere gilt dies für Werke, die sich direkt dem Thema der Geheimgesellschaften widmen. Die Romanverfilmung „Fight Club“ ist auf diesem Gebiet der mit Abstand düsterste, brutalste und aufschlussreichste Einblick, den Hollywood allen Normalsterblichen gewährt.

Der Vorspann präsentiert sich als Fahrt durch Nervenbahnen, was im Nachhinein noch Sinn ergeben wird, da sich die Handlung sehr stark auf die Psyche des Protagonisten konzentriert. Der sitzt mit einer Pistole im Mund auf einem Stuhl gefesselt und steckt mitten in einem Terrorszenario, welches mit den Worten „Ground Zero“ kommentiert wird. Doch dazu später mehr, denn der Anfang ist eigentlich das Ende. 1999 war es durchaus noch innovativ und cool, einen Film mit dem Finale zu beginnen. Heute macht das jeder zweite Regisseur und spoilert damit das Publikum.

Nach diesem holprigen Einstieg geht der Ich-Erzähler (Edward Norton) zurück zum Anfang seiner Geschichte. Zu dem Zeitpunkt vertreibt er sich die Zeit damit, in diversen Selbsthilfegruppen Mitleid zu erregen. Selbstverständlich hat er weder Hodenkrebs noch irgendetwas anderes, aber was soll er halt tun, wenn ihm langweilig ist und er nicht schlafen kann?

Um sein eintöniges Leben detailliert auszubreiten macht er noch einmal einen Sprung sechs Wochen zurück. Dabei schildert er seinen öden Job und sein Konsumverhalten. Bei der Gelegenheit gibt es gleich mal etwas Schleichwerbung in Bild und Wort. Zunächst für eine namhafte Café-Kette und dann noch für ein allseits bekanntes Möbelhaus. Grund genug, den Film schon jetzt ätzend zu finden.

01 Starbucks

02 Ikea

Der Konsumterror macht allerdings auch dem Protagonisten zu schaffen, der wegen seiner Schlaflosigkeit einen Arzt konsultiert. Dieser empfiehlt ihm, zur Hodenkrebs-Selbsthilfegruppe zu gehen, um zu sehen, was Leiden wirklich bedeutet. In der Gruppe lernt er Bob (Meat Loaf) kennen, der ihm noch ein guter Freund werden wird. Wenn man genau hinschaut, sieht man in dieser Szene noch einen weiteren Charakter, zu dem er eine enge Beziehung aufbauen wird. Es handelt sich um ein Subliminal im Bruchteil einer Sekunde, welches bereits andeutet, dass der Ich-Erzähler meschugge ist.

03 Tyler Halluzination

Es dauert nicht lange und der Protagonist wird süchtig nach Selbsthilfegruppen. Von den anonymen Alkoholikern über Tuberkulose bis hin zu Krebs probiert er alles aus. In einer Esoterikgruppe macht er dabei das erste Mal einen Ausflug in seine eigene Psyche, wo ihm sein tierischer Begleiter in Form eines Pinguins begegnet. Eine solche Schlüsselszene kommt natürlich nicht ohne entsprechende Symbolik aus. Auf der Tasse der Esoteriktante prangt eine Pyramide in Regenbogenfarben.

04 Pyramidentasse

Nach einigen deprimierenden Abenden begegnet der Ich-Erzähler einer weiteren Lügnerin, die ihr Elend nur vortäuscht. Marla Singer (Helena Bonham Carter) ist sogar noch um einiges dreister und geht als Frau in die Hodenkrebs-Selbsthilfegruppe. Obendrein ist sie noch um einiges abgeschmackter, ein absolutes Wrack. Sie geht allein aus dem Grund in solche Gruppen, weil es billiger als Kino ist und es obendrein gratis Kaffee gibt.

06 Schabracke_1

Zunächst ist der Protagonist von Marla genervt, doch letztendlich ist er genauso ein Elendstourist wie sie. Vielleicht ist das der Grund, warum sie ihm bei der nächsten autogenen Sitzung anstelle des Pinguins erscheint. Anschließend stellt er sie zur Rede und die beiden tauschen ihre Telefonnummern aus.

07 Schabracke_2

Beruflich ist der Ich-Erzähler viel für seine Autofirma unterwegs und entscheidet über Rückrufaktionen. Der Job ist offenbar so ätzend, dass er sich zuweilen wünscht, bei einem Flugzeugabsturz oder Crash zu sterben. In Hinblick auf das Finale sollte man die Flugzeugkatastrophennummer im Hinterkopf behalten, denn daraus ergibt sich noch ein kleiner 9/11-Hinweis.

08 Flugzeugcrash

Auf einer seiner Flugzeugreisen kommt der Protagonist mit einem Sitznachbar, einem Seifeverkäufer namens Tyler Durden (Brad Pitt), ins Gespräch, der rein zufällig einen Aktenkoffer des gleichen Typs hat. Der gleiche Koffer ist bereits die zweite Andeutung der Auflösung. Eine weitere Andeutung ist der Name Tyler, denn der Tiler ist ein Logenbeamter, der für die Deckung der Loge sorgt und die Einladungen verteilt. Genau diese Aufgaben wird Tyler kurze Zeit später übernehmen. Doch so weit ist die Handlung noch nicht.

Was folgt, ist eine Verkettung ungünstiger Ereignisse. Zunächst wird der Koffer des Ich-Erzählers am Flughafen einkassiert. Kaum kommt er zu Hause an, steht sein Apartment in Flammen. Das ist der erste konkrete Hinweis auf ein brennendes Hochhaus, was noch von Bedeutung sein wird.

09 Brand

Die Einrichtung des Apartments liegt auf der Straße verstreut. Darunter ein Yin-Yang-Tisch, welcher für die freimaurerische Dualität steht.

10 Yin-Yang-Tisch

Wo Zerstörung herrscht, da ist die 23 meist nicht weit. In dieser Szene finden wir sie einmal als Nummer auf dem Helm eines Feuerwehrmanns…

11 23-Helm

…und dann noch als Quersumme von Marla Singers Telefonnummer (5+5+5+1+3+4=23).

12 Marla 23

Zunächst ruft der nunmehr Obdachlose Marla an, legt aber gleich wieder auf. Stattdessen probiert er es bei Tyler, dessen Visitenkarte er noch bei sich hat. Neben zwei gefallenen Engeln steht dort auch Tylers Telefonnummer und so nimmt das Schicksal seinen Lauf.

13 Visitenkarte

In einer Bar unterhalten sich die beiden über den Sinn und Unsinn der Konsumgesellschaft. Zumindest der Aspekt, dass wir Sklaven unseres Konsums sind und uns zu sehr mit unseren Besitztümern identifizieren, ist dabei gar nicht mal so verkehrt. Allerdings ist Tyler ziemlich verlogen, wenn er diese Weltsicht verneint, nur um gleichzeitig zu saufen und kurz darauf seinem Gegenüber eine Zigarette anzubieten. Er selbst ist Sklave seines Alkohol- sowie Tabakkonsums und offensichtlich wird an dieser Stelle genau für diese Produkte Schleichwerbung gemacht.

14 Kippen

15 Alk

Nach dem Verlassen der Spelunke bietet Tyler seinem neuen Kumpel an, bei ihm zu übernachten. Allerdings nur unter der Bedingung, dass er von ihm geschlagen wird. Bevor dieser Grundstein für die gemeinsame Karriere der beiden gelegt wird, gibt es aber noch vorab ein paar Infos zu Tyler. Dieser hatte einst einen Teilzeitjob als Filmvorführer, den er schändlich missbraucht hat, um unterschwellige Sexbildchen in Kinderfilme zu schneiden.

Es ist schon beachtlich, dass Hollywood hier eines seiner dunkelsten Geheimnisse offenbart, denn tatsächlich wimmelt es in Kinderfilmen von unterschwelligen Sexbotschaften. Dies ist einerseits Teil einer psychologischen Programmierung, hat andererseits aber auch rituelle Hintergründe, weil es schlichtweg pervers ist. Um letzteren Aspekt zu verdeutlichen, trägt Durden in der fraglichen Szene ein T-Shirt mit Pentagrammen.

16 Filmcutter

Als wäre dieses obszöne Hobby nicht schlimm genug, kellnerte Durden darüber hinaus in einem Nobelrestaurant, wo er die Soßen mit Pisse verfeinerte und in essen rotzte. Eine rundum widerliche Person, die den Ich-Erzähler nun aus lauter Langeweile zu einer Schlägerei auffordert. Irrwitzigerweise finden die beiden Gefallen am Schmerz und verabreden, dass sie sich bei Gelegenheit mal wieder gegenseitig die Kuchenbude einhauen sollten.

Im Anschluss nimmt Durden seinen neuen Kumpel mit nach Hause, wobei sein Heim eine leer stehende Abrissbude ist. Offenbar ist der Seifenverkäufer ein Hausbesetzer und mag ein heruntergekommenes Ambiente. Zunächst ist der Ich-Erzähler davon abgestoßen, doch nach einem Monat gewöhnt er sich an die dreckige Umgebung. Ebenso gewöhnt er sich an die ewigen Prügeleien, an denen immer mehr Raufbolde teilnehmen. Sein Prügelkamerad Tyler nutzt die Gelegenheit, um etwas Schleichwerbung für das Pornomagazin Hustler zu machen.

18 Hustler

Als die Gruppe groß genug ist, fragen die beiden den Barbetreiber, ob er ihnen den Keller zur Verfügung stellt. Dies ist die Geburtsstunde des Fight Clubs, welcher wie eine Geheimgesellschaft strukturiert ist und genau acht Regeln hat. Die erste Regel des Fight Clubs lautet, niemand verliert ein Wort über den Fight Club. Natürlich ist das eine Anlehnung an das Verschwiegenheitsgebot der Freimaurer. Um zu verdeutlichen, wie wichtig Verschwiegenheit in einer Geheimloge ist, lautet die zweite Regel ebenfalls, dass niemand ein Wort über den Fight Club verliert.

Die restlichen Regeln betreffen die Kämpfe, wobei jedes Neumitglied auf jeden Fall an die Reihe kommt. Damit wäre also auch das Aufnahmeritual abgehakt. Was die Brutalität angeht, kommt diese bei den Freimaurern natürlich nur symbolisch in einigen Ritualen vor. Der Fight Club ähnelt in dieser Hinsicht mehr einem Sportklub und tatsächlich gibt es unter reichen Schnöseln in Beverly Hills sogar echte Fight Clubs, in denen sich gelangweilte Millionäre gegenseitig die Falten aus dem Gesicht bügeln. Kranke Welt…

In den folgenden Szenen geht es im Grunde nur um Selbstzerstörung. Das ist genau das gegenteilige Extrem zur Selbstveredelung der Freimaurer. Auf der einen Seite falsche Schönheitsideale, auf der anderen Selbstgeißelung. Den gesunden Mittelweg sucht man in diesem stumpfsinnigen Machwerk vergebens. Die rohe Gewalt ist einfach nur ekelerregend und dumm.

Nach acht Wochen meldet sich schließlich Marla beim Ich-Erzähler. Sie ist immer noch in den Selbsthilfegruppen unterwegs und hat ihren Konkurrenten vermisst. In dessen neuer Gruppe sind jedoch nur Männer zugelassen, was eine weitere Parallele zu den Freimaurern sowie deren Service Clubs darstellt. Zumindest waren die früher einmal für Frauen tabu, inzwischen ist das ja nicht mehr so. Der Fight Club ist daher wohl als Lobhymne auf alte Zeiten zu verstehen.

In der folgenden Nacht hat er Protagonist wilde Sexträume von Marla, die er am nächsten Morgen überraschend in seiner Bruchbude antrifft. Es wird schnell klar, dass Tyler und die „Elendstouristin“ von nun an eine Beziehung auf vorwiegend physischer Basis führen. Zumindest braucht sie dann nicht länger ihren vergammelten Dildo.

19 Dildo

Während das Leben des Protagonisten zusehends den Bach runtergeht, hat die Polizei neue Hinweise zum Brand in seiner Wohnung. Jemand ist eingebrochen und hat die Bude mit Dynamit gesprengt. Es war also keineswegs ein Zufall, der sein Leben ruiniert und ihn in die Fänge der Geheimgesellschaft getrieben hat. Noch bleibt allerdings rätselhaft, wer das Apartment abgefackelt hat. Der Detective verspricht, am Fall dran zu bleiben, während ironischerweise ein flammender Totenkopf an der Pinwand hinter ihm hängt.

20 Totenkopf

Als nächstes zeigt Tyler Durden dem Ich-Erzähler, wie man Seife herstellt. Dafür brauchen die beiden als erstes Fett, welches sie aus einer Klinik stehlen. Die Seife ist also aus Mensch gemacht. Ein Nebenprodukt von dem Ekelzeug ist Glycerin, was zusammen mit Salpetersäure Nitroglycerin ergibt. Die Lehrstunde in Chemie wird später noch von zentraler Bedeutung sein, denn es bleibt nicht bei der Seifenproduktion.

Immerhin hat die Hauptrolle mit der Seife einen guten Nebenverdienst, denn im ursprünglichen Job läuft es nicht so gut. Kein Wunder, wenn er dort stolz seine blauen Flecken zur Schau stellt, am Arbeitsplatz raucht und seinem Chef mit einem Amoklauf droht. Der Fight Club hat einen sehr negativen Effekt auf ihn und dann stellt sich auch noch heraus, dass sein ehemaliger Kumpel Bob ebenfalls Mitglied ist und sich in Selbstzerstörung übt.

Zu diesem Zeitpunkt beginnt Tyler, politisch zu werden. Wie bei den Freimaurerlogen wird aus einem ursprünglich unpolitischen Herrenklub ein Werkzeug für einen spirituellen Krieg, den Durden der Welt erklärt. Just in dem Moment wird die Bande vom eigentlichen Barbesitzer Lou aufgesucht, der nicht gerade davon begeistert ist, dass der Betreiber den Keller für den Fight Club zu Verfügung gestellt hat. Tyler lässt sich von ihm verprügeln, lacht ihn aus und spritzt ihn mit seinem Blut voll. Damit wäre die Sache geklärt und Tyler gibt den anderen Clubmitgliedern erstmalig eine Hausaufgabe. Jeder soll mit einem Fremden eine Schlägerei anfangen und diese verlieren. Obwohl im Film immer wieder eine ablehnende Haltung gegenüber der Konsumgesellschaft propagiert wird, ist das die Gelegenheit für weiteres Product Placement.

21 PR

Vom Ich-Erzähler erwartet man nun, dass er eine Schlägerei mit seinem Boss anfängt, doch stattdessen erpresst er diesen. Als er gefeuert werden soll, fordert er Lohnfortzahlung als Schweigegeld, ansonsten würde er die Firmengeheimnisse ausplaudern. Um seiner Forderung Nachdruck zu verleihen fängt er eine Prügelei mit sich selbst an, um seinen Chef damit zu belasten. Als er sich selbst verprügelt, muss er an seinen ersten Kampf mit Tyler denken, was im Nachhinein noch eine tiefere Bedeutung haben wird.

Der Fight Club politisiert sich indessen immer weiter. Durden vergibt an alle Mitglieder Hausaufgaben in versiegelten Umschlägen. Die meisten Aufgaben haben mit Randalen zu tun, manche haben aber auch den Charakter von bizarren Streichen. So rasieren seine Männer die Affen im Zoo, löschen die Filme in einer Videothek oder bringen Plakate an, die dazu raten, den heimischen Rasen mit altem Motoröl zu düngen. Die Botschaft lautet in jedem Falle Chaos.

22 Motoröl

Während die Chaosagenten in der Stadt wüten, merkt Tyler Durden an, dass sich bereits weitere Fight Clubs in anderen Städten gegründet haben. Wie die Freimaurerei breitet sich ihre Organisation über ein Netzwerk von Logen aus. Und wie die Freimaurerei hinterlassen sie eine Spur der Verwüstung. Allerdings mit dem Unterschied, dass sie selbst Hand anlegen, statt Soldaten, Polizei und bezahlte Aufständische für sich arbeiten zu lassen. Außerdem greifen sie auch die Symbole der herrschenden Elite an, was wieder einmal Raum für Schleichwerbung bietet. Die Auswahl der Firmen ist dabei keineswegs zufällig, tauchen dabei doch ein Doppelblitz und der angebissene Apfel des Sündenfalls auf.

23 Doppelblitz & Apfel

Die finale Aufgabe erledigt Tyler Durden selbst. Es handelt sich um ein Menschenopfer, für welches er sich einen asiatischen Verkäufer aussucht. Er lässt den armen Kerl zwar vorerst laufen, setzt ihm jedoch eine Frist um seinen Lebenstraum, Tierarzt zu werden, umzusetzen. Sollte sein zufällig ausgewähltes Opfer versagen, droht Tyler damit, ihn zu Hause aufzusuchen und zu erschießen.

Was den Fight Club selbst betrifft, startet Tyler ebenfalls die nächste Eskalationsstufe und baut sein Haus zu einer Terrorzentrale aus. Ins Zentrum seiner Macht lässt er nur die härtesten Mitglieder. Um deren Willen sowie ihre Loyalität zu testen, schickt er sämtliche Anwärter zunächst weg. Nur jene, die sich dadurch nicht abschrecken lassen und drei Tage vor seiner Haustür ausharren, nimmt er schließlich in seinen engsten Kreis auf.

Das Ganze grenzt schon an Hirnwäsche und folgt den typischen Mustern einer Terrorzelle. Im Haus gehen die Demütigungen dann erst einmal weiter, wobei das Ziel in absolutem Gehorsam besteht. Die Männer werden zu Soldaten umerzogen, mit denen Tyler eine Armee aufbaut. Nur der Ich-Erzähler hat zuweilen Mitleid und als Durden seinen Kumpel Bob wegen dessen Titten beleidigt, offenbart er ihm, dass das nur ein Test ist und er ausharren soll. Später wird er es noch bereuen, Bob in die Terrorzelle gebracht zu haben.

Zunächst läuft das „Projekt Chaos“ noch zur vollsten Zufriedenheit von Durden. Die Streiche werden jedoch immer radikaler und erzeugen Sachschäden in Millionenhöhe. Der Ich-Erzähler kann über einen Gebäudebrand in Form eines Smilies längst nicht mehr lachen.

24 Smilie

Selbstverständlich reagieren die Behörden, doch Tylers Macht reicht bereits so weit, dass er eine Veranstaltung der örtlichen Polizei infiltrieren und den Chefermittler bedrohen kann. Der Terroristenführer erklärt seinem Opfer, dass seine Leute sämtliche Aspekte der Gesellschaft kontrollieren und passend dazu spielt sich die Einschüchterung auf einem freimaurerischen Schachbrettboden ab.

25 Schachbrettboden_1

26 Schachbrettboden_2

Bei der Aktion begreift der Ich-Erzähler nicht nur, dass Tyler total durchdreht, sondern auch, dass dieser eine neue Nummer 1 hat. Er erteilt Durden eine Lektion, indem er den blonden Jüngling bei einem Fight solange zusammenschlägt, bis nichts mehr von dessen Gesicht übrig ist. Er kommentiert die Tat mit den Worten, dass er einfach etwas Schönes kaputt machen musste. Später stellt er Tyler zur Rede, weil dieser ihn nicht in „Projekt Chaos“ eingeweiht hat. Er erhält dabei noch mehr Informationen, nämlich, dass Durden sein Apartment in die Luft gesprengt hat.

Durden hatte von Anfang an die Kontrolle über ihn und als nächstes provoziert er einen Autounfall. Besser hätte es nicht auf den Punkt gebracht werden können, dass der Protagonist auf einen Abgrund zurast und nicht mehr aussteigen kann. In der Nacht darauf erläutert Durden, wo dieser seine Zukunft sieht. Es ist wohl kein Zufall, dass dabei das Rockefeller Center erwähnt wird. Die Rockefellers sind eine der mächtigsten Familiendynastien des Planeten und auch Chaosagenten müssen von irgendjemandem finanziert werden.

Als der Ich-Erzähler wieder zu sich kommt, ist Tyler verschwunden und kurz darauf herrscht helle Aufregung, weil der erste neuste Terroranschlag ein Todesopfer auf Seiten des Fight Clubs gefordert hat. Auf der Flucht wurde Bob erschossen und nachdem er bereits die Hoden verloren hatte, ist er nun auch noch sein Hirn los. Mr. Noname trägt am Tod seines Kumpels weit mehr Schuld, als er glaubt, doch es genügt bereits, dass er ihn überhaupt ins Team geholt hat.

Der Anschlag an sich ist übrigens die nächste Anspielung auf 9/11 und noch weit konkreter als die bisherigen Andeutungen, die eher subtil waren. Ziel des Anschlag ist nämlich eine Sonnenkugel in einem Brunnen und exakt dieselbe Anordnung war bis zum 11. September 2001 auch auf dem Gelände des World Trade Centers in New York zu finden.

27 Sonnenkugel_1

Die Sprengung der goldenen Kugel hat darüber hinaus eine okkulte Bedeutung. Die Chaosagenten sind Diener der Finsternis und stürzen hier symbolisch den Sonnengott. Es handelt sich um die gleiche Aussage wie die Tötung Ras ist „Stargate“, welche zur Machtergreifung des Schlangengottes Apophis führt. Nicht, dass Ra auch nur einen Deut besser gewesen wäre…

28 Sonnenkugel_2

29 Sonnenkugel_3

Im Prinzip handelt es sich beim Kampf der Dunkelheit gegen das Licht um nichts anderes als um freimaurerische Dualität. Um dies zu verdeutlichen, rollt die Sonnenkugel in ein Café, welches mit Schachbrettmustern auf dem Boden sowie auf den Tischen dekoriert ist.

30 Sonnenkugel Schachbrett

Die Bude von Tyler Durden ist indes mit einem Oktagonfenster dekoriert. Die gleiche Symbolik war auch schon an den Türen der Bar zu finden, wo alles angefangen hat.

31 Oktagonfenster

17 Oktagonfenster

Nachdem der Fight Club dem verstorbenen Robert Paulson gehuldigt hat, findet der Ich-Erzähler die Flugtickets von Durden. Er beschließt, alle Orte aufzusuchen, wo von seinem einstigen Freund Logen gegründet wurden. Seine Reisen eignen sich darüber hinaus prima, um über die Fluglinien etwas Blau/Rot-Symbolik einzubringen.

32 Freimaurerflug

In jeder Stadt, die der Protagonist besucht, existiert bereits ein Fight Club, doch kein Mitglied gibt ihm Auskunft über Tyler Durden. Entweder haben die Betreffenden Tyler noch nicht persönlich gesehen oder sie machen seltsame Andeutungen. Schließlich gerät Mr. Noname an einen schwer verletzten Barmann, der ihn „Sir“ nennt. Als er ihn nach Durden befragt, glaubt der zunächst an einen Test. Schließlich wird ihm offenbart, dass er selbst Tyler Durden ist.

Als der Ich-Erzähler anfängt, an seinem Verstand zu zweifeln, ruft er Marla an, um sie zu fragen, ob sie jemals miteinander im Bett waren. Von ihr erfährt er, dass er sie mal scheiße behandelt und dann wieder nett und ja, er ist Tyler Durden. Er leidet unter multipler Persönlichkeitsstörung und kommuniziert dabei mit seinem Alterego. Das erklärt auch, warum Marla und sein Alterego nie gemeinsam mit ihm in einem Raum waren.

Im Klartext heißt das auch, dass er sein Apartment selbst gesprengt und sich anschließend auf dem Parkplatz der Bar selbst verprügelt hat. Unterbewusst war er mit seinem Leben so unzufrieden, dass eine zweite Persönlichkeit die Kontrolle übernommen und dummerweise eine Terrorgruppe gegründet hat. Deren Mitglieder sind inzwischen überall, sodass alle Warnungen zu den geplanten Anschlägen im Nichts verlaufen. Seine letzte Hoffnung ist die Polizei, bei der er sich selbst anzeigt.

Im Verhör erzählt er dem Beamten, dass es inzwischen Ableger des Fight Clubs in 5 bis 6 weiteren Städten gibt. Da er die Städte erst kürzlich bereist hat, sollte er eigentlich die genaue Zahl kennen. Die 5 und 6 sind daher als okkulte Anspielungen auf das Pentagramm und Hexagramm zu verstehen. Zu Tylers Entsetzen gibt es im Polizeidepartment sogar einige, die derartige Symbolik verstehen. Der Fight Club hat nämlich schon längst die Polizei infiltriert.

Doch damit nicht genug hat Tyler zu seinen eigenen Ungunsten die Anweisung gegeben, alle Menschen aus dem Weg zu räumen, die Projekt Chaos gefährden. Das schließt ihn selbst mit ein und daher nützen auch seine Abbruchbefehle nichts mehr. Er hat die Kontrolle über den Fight Club verloren, was einmal mehr eine Parallele zur Realität darstellt. Die Hochgradfreimaurer glauben auch, sie könnten die Welt kontrollieren und tatsächlich ist ihr Einfluss sehr groß. Doch das Chaos, welches sie anrichten, wächst ihnen regelmäßig über den Kopf.

Geglückt ist der Freimaurerelite aber zumindest das 9/11-Ritual, welches in diesem Film sehr detailliert angekündigt wird. Die geplanten Anschläge des Fight Clubs richten sich nämlich gegen Banken und tatsächlich waren im World Trade Center Komplex auch einige Banken sowie die Börsenaufsicht untergebracht. Mit dem World Financial Center befand sich zudem ein weiterer Bankenkomplex in unmittelbarer Nähe.

Im Gegensatz zur Realität benutzen Tyler Durdens Leute keine Flugzeuge, aber eine dahingehende Anspielung gab es ja schon in der ersten Hälfte des Films. Außerdem war das mit den Flugzeugen ohnehin nur eine CGI-Nummer. Genau wie im Film waren die Gebäude des World Trade Centers mit Sprengstoff voll gestopft. Diesen haben die Clubmitglieder in den Tiefgaragen deponiert, wo auch bei 9/11 die ersten Detonationen erfolgten. Obendrein gab es schon in den 1990er einen missglückten Anschlag auf das WTC, bei dem eine Autobombe in der Tiefgarage platziert wurde. Die Verbindung steht also.

Bevor das finale kommt, kämpft der Ich-Erzähler noch etwas mit sich selbst. Er will die erste Bombe entschärfen, wird dabei aber von seinem Alterego angegriffen. Seltsamerweise wird er auf dem Überwachungsvideo wie von Geisterhand über den Boden geschleift. Scheinbar handelt es sich in seinem Fall also gar nicht um eine multiple Persönlichkeitsspaltung, sondern um dämonische Besessenheit. Gerade bei Opfern okkulter Gehirnwäsche kommt es tatsächlich vor, dass diese glauben, bei ihren gespaltenen Persönlichkeiten handele es sich um Dämonen. Es gibt von einigen namhaften Stars diverse Andeutungen.

33 Dämonenmacht

Selbstverständlich muss das mit den Dämonen nicht stimmen, aber psychisch Erkrankte erkennen den Unterschied meist nicht. Die multiple Persönlichkeitsstörung kann zuweilen mit schizophrenen Wahnvorstellungen einhergehen, die einen Stimmen hören und sogar imaginäre Personen sehen lassen. Genau das trifft auf Tyler Durden zu. Am bedenklichsten ist dabei die Tatsache, dass dieser Verrückte verdammt viel Macht angehäuft hat. Die Aussage dahinter lautet natürlich, dass wir von geisteskranken Psychopathen regiert werden, was durchaus den Tatsachen entspricht.

Dafür könnte es wiederum keinen besseren Beweis geben, als das 9/11-Ritual sowie der zwanghafte Trieb, dieses im Voraus anzukündigen. Drei Minuten vor dem Showdown findet sich der Ich-Erzähler wieder am Beginn und sein Alterego hält ihm eine Pistole in den Mund. Tyler sagt zu ihm: „3 Minuten, es ist so weit. Der Anfang. Ground Zero.“ Dieser Satz steckt voller okkulter Anspielungen.

Die Dreifaltigkeit sparen wir uns dabei mal. Der Anfang meint natürlich den Beginn einer neuen Weltordnung, welche mit den 9/11-Anschlägen begonnen hat. Ground Zero ist seit diesem Ereignis wohl so ziemlich jedem Menschen auf dem Planeten ein Begriff und bezeichnet die Stelle, an der einst die Zwillingstürme des World Trade Center standen. Allerdings wurde der Begriff erst am 11. September 2001 dahingehend umgedeutet. 1999, als „Fight Club“ in die Kinos kam, bezeichnete Ground Zero noch den Einschlagsort einer Atombombe und nicht etwa den Ort eines Terroranschlags. Woher wussten die Filmemacher von der Umdeutung zwei Jahre später? Oder sollten sie gar gezielt das Kinopublikum vorab auf dieses Neusprech konditionieren?

Doch kommen wir zurück zur Filmhandlung. Tyler erklärt seinem ersten Ich, dass er gleich den Zusammenbruch des Weltfinanzsystems erleben werde. Wir erinnern uns, dass sehr bald nach 9/11 die US-Immobilienblase platzte und in der Folge eine weltweite Finanzkrise ausbrach. Der Film schlägt also gleich zwei Fliegen mit einer Klappe.

Zum Leidwesen des Ich-Erzählers wird er den Showdown nicht allein erleben. Seine Leute haben Marla aufgegriffen und bringen sie zu ihm. Um sein Alterego loszuwerden, schießt sich Tyler in den Kopf. Tatsächlich verschwindet daraufhin der Dämon, der ihn so lange beherrscht hat. Er selbst bleibt jedoch am Leben, weil er sich nur ein Loch in den Kiefer geschossen hat.

Das Zerstörungswerk kann er allerdings nicht mehr aufhalten. Zusammen mit Marla sieht er sich den Zusammenbruch der Hochhäuser an. Darunter befinden sich in der Mitte auch die Twin Towers und die Verantwortlichen haben sogar ein Flugzeug in die Szene eingebaut, welches auf die Zwillingstürme zufliegt. Da es sich hierbei um eine Spezialeffektaufnahme handelt, kann davon ausgegangen werden, dass alles ganz bewusst so platziert wurde. Wer es platziert hat verraten Tyler und Marla indem sie zwischen sich ein „M“ für „Mason“ formen.

34 WTC Flugzeug

Fazit: Es gibt kaum einen anderen Film, der so offensichtlich von Geheimgesellschaften handelt und dabei gleich noch offenbart, dass diese von irren Psychopathen gegründet wurden. Der Fight Club konzentriert sich dabei explizit auf Chaosagenten, denn um eine neue Weltordnung zu erschaffen, muss die alte erst einmal im Chaos versinken. Dieses wird bereits vorab angekündigt, wobei sogar die meistgestellte Frage aller Skeptiker beantwortet wird: Wie kann eine so große Verschwörung funktionieren? Weil alle Beteiligten zum harten Kern von Geheimgesellschaften wie den Freimaurern gehören, die alle Schlüsselpositionen besetzen und absolut verschwiegen sind.

Die breite Masse der Bevölkerung scheint diese Fakten leider immer noch nicht realisiert zu haben. Allerdings werden sich die Betreffenden daher auch schwer tun, den Sinn des Films zu verstehen. Das, was übrig bleibt, wenn man das Kernthema außer Acht lässt, ist nichts weiter als ein düsterer Abgrund. „Fight Club“ ist ein vollkommen negativer Trip durch die Hölle und dem etwas abgewinnen zu wollen kommt Selbstkasteiung gleich. Aber genau darum geht es ja augenscheinlich auch.

Vampirismus – Was steckt hinter dem Mythos?

von Shinzon

Vampire sind mit Abstand die beliebtesten Horrorgestalten, die die Pop-Okkultur bevölkern. Die nächtlichen Blutsauger entstammen jedoch nicht gänzlich der Phantasie moderner Schriftsteller und Filmregisseure. Das heutige Bild der Vampire hat sich über Jahrtausende geformt und sich dabei auch realer Vorbilder bedient. Das Wort „Vampir“ stammt aus dem slawischen Sprachraum und dominiert seit spätestens 1732 die internationale Literatur.

Ebenfalls interessant ist das albanische Wort „dhampir“, welches aus den Wortteilen „dham“ für „Zahn“ und „pir“ für „trinken“ besteht. Dies weist bereits auf die spitzen Vampirzähne hin, mit denen die Blutsauger ihre Opfer beißen. Die ukrainische Gestalt des Upyr sowie der Upir in Weißrussland und der Slowakei könnte indes auf einen im Jahr 1047 n. Chr. erwähnten Fürsten namens Upir Lichyi in der Umgebung von Nowgorod zurückgehen. Zudem gibt es in Westrussland zwei Orte namens Upiry und Upirow, deren Bewohner behaupten, von Vampiren abzustammen.

Definitiv belegt ist dagegen die etymologische Herkunft des Obervampirs Dracula, den der irische Schriftsteller Bram Stoker (1847-1912) in seinem gleichnamigen Roman von 1897 in die Vampirliteratur einführte. Stoker holte sich seine Inspiration von Vlad III. (1431-1477), welcher keineswegs als Graf, sondern als Woiwode (vergleichbar mit dem dt. Titel eines Herzogs) über die Walachai (heute Rumänien) herrschte. Zu Transsilvanien, welches auch Siebenbürgen genannt wird, hatte Vlad III. zwar gute Beziehungen, allerdings war es niemals seine Heimat, wie es im heutigen Dracula-Mythos darstellt wird.

Ebenso fiktiv ist die Darstellung von Vlad III. als geflügelter Blutsauger, der kein Tageslicht verträgt. Die reale Grundlage für diesen Mythos ist jedoch durchaus blutrünstig, denn seine Gegner sowie Straftäter ließ der Despot bei lebendigem Leibe pfählen. Dies brachte ihm posthum den Beinamen Tepes (zu Deutsch „Pfähler“) ein. Zu Lebzeiten hatte Vlad III. indes den Beinamen Drăculea, wovon Bram Stoker seinen Dracula ableitete.

Man beachte den achtzackigen Stern der Ištar an der Krone.

Man beachte den achtzackigen Stern der Ištar an der Krone.

Drăculea bedeutet übersetzt so viel wie „Sohn des Drachen“ und bezieht sich auf die Mitgliedschaft seines Vaters Vlad II. im Drachenorden von König Sigismund von Luxemburg (1368-1437). Sigismund war seit 1387 König von Kroatien, zudem 1411-1415 König von Ungarn sowie römisch-deutscher König, seit 1419 König von Böhmen und zuletzt von 1433 bis zu seinem Tode römisch-deutscher Kaiser. Es ist schon recht seltsam, dass ein so mächtiger Herrscher 1408 ausgerechnet einen Drachenorden gründete. Nach außen hin gab sich der Orden zwar katholisch, doch sein wahrer Charakter offenbart sich in seinem Symbol. Es handelt sich um einen zur Ouroboros gekrümmten Drachen.

Drachenordenlogo

Wir haben hier also eine reptiloide Gestalt, die mit blutrünstigen Adeligen in Verbindung steht. Das führt uns direkt zur ungarischen Gräfin Elisabeth Báthory (1560-1614), welche angeblich im Blut von über 600 Jungfrauen badete, um ihren Alterungsprozess aufzuhalten. Zwar bezweifeln einige Historiker die Darstellung Elisabeth Báthorys als „Blutgräfin“, betrachtet man jedoch die satanistischen Machenschaften des europäischen Adels, erscheint die Geschichte nicht mehr vollkommen abwegig. Das Familienwappen des Báthory-Klans zeigt jedenfalls abermals einen zur Ouroboros geformten Drachen.

Báthory Wappen

Man kann nun zu recht behaupten, dass Vlad der Pfähler und die Blutgräfin den Vampirmythos maßgeblich geprägt haben. Unsterblich waren die beiden allerdings nicht und obgleich sie ziemlich blutrünstig waren, gibt es keine Belege dafür, dass sie das Blut ihrer Opfer getrunken haben. Alles in allem entsprechen diese historischen Figuren den gewohnten Darstellungen von Vampiren nur bedingt, denn mit Sicherheit konnten sie sich keineswegs in Fledermäuse verwandeln und kamen nicht des Nachts in Schlafzimmer geflogen.

Die Verbindung zu Fledermäusen ist ein Aspekt, der erst später hinzu kam und tatsächlich auf die nachtaktiven Vampirfledermäuse zurückgeführt werden kann, welche sich von Blut ernähren. Diese kommen jedoch nur in Amerika vor. Folgerichtig ist diese Herleitung frühestens auf das 16. Jahrhundert zu datieren, nachdem Amerika 1492 durch Christoph Kolumbus (wieder-)entdeckt wurde. Vampirfledermäuse sind daher maximal als Ergänzung des Vampirmythos zu betrachten.

Vampirfledermaus

Von Ethnologen wird der Vampirmythos indes auf den Glauben an Wiedergänger zurückgeführt, welcher vor allem in Südosteuropa verbreitet war. Ausgehend vom Karpatenraum hat sich dieser Glaube vor allem in Rumänien, Bulgarien, Albanien, Serbien, Ungarn und sogar bis nach Österreich verbreitet. Doch sind Wiedergänger wirklich die Vorlage für die modernen Vampire? Oder wird diese Erklärung nur herangezogen, um das Satanismusthema zu umgehen?

Wiedergänger haben nämlich so ziemlich nichts mit klassischen Vampiren gemein. Es handelt sich viel mehr um untote Menschen, die ihre Gräber verlassen und ruhelos umherirren. So z.B. der kroatische Bauer Jure Grando, welcher 1656 verstarb und 1672 aus seinem Grab gestiegen sein soll, um fortan das Dorf Kringa zu terrorisieren. Zwar wurde Grando später als erster Vampir schriftlich dokumentiert, doch scheint diese Bezeichnung nicht gerechtfertigt.

In der Folge kam es zu weiteren Vampiranschuldigungen gegen vermeintliche Untote. Wann und wo immer es zu rätselhaften Todesfällen kam, wurde die Schuld auf Untote geschoben. Vor allem zwischen 1718 und 1732 kam es in osteuropäischen Dörfern zu vermeintlichen Vampirepidemien. Da Viren und Bakterien noch weitgehend unbekannt waren, suchten die abergläubigen Menschen dieser Zeit nach einfachen Erklärungen. Zumindest ging die Schuld diesmal aber nicht an vermeintliche Hexen, sondern an Verstorbene. Die Enthauptungen und Pfählungen von Leichen waren zwar dennoch extrem unappetitlich und wären aus heutiger Sicht strafbar, aber zumindest waren die Betroffenen schon tot.

Ab 1732 wurden derartige Fälle schließlich wissenschaftlich und medizinisch untersucht, womit der Aberglaube an Wiedergänger schnell ein Ende fand. Ohnehin taugten die Wiedergänger des altertümlichen Volksglaubens nicht viel als Vorlage für klassische Vampire, da sie weder von Vampiren gebissen wurden, noch selbst Blut saugten. Am ehesten dienen sie als Vorlage für Zombies, wobei sogar letztere noch mehr mit Vampiren gemein haben, da sie Menschen anknabbern und auf diese Weise ihre Infektion verbreiten. Vergessen wir also die Wiedergänger, denn Vampire sind nicht wirklich als Untote zu verstehen, sondern viel eher als Unsterbliche.

Zumindest für die Lichtempfindlichkeit der Vampire gibt es durchaus eine passable wissenschaftliche Erklärung. Die Rede ist von der Stoffwechselkrankheit Porphyrie, bei der es zu einer Störung der Produktion des roten Blutfarbstoffes kommt. Ausgelöst wird die Krankheit entweder durch einen Gendefekt oder durch eine Vergiftung, z.B. mit Blei. Neben den psychischen Folgen gehören Lichtempfindlichkeit, schrumpfende Lippen, hervortretende Zähne und ein roter Belag auf den Zähnen zu den Symptomen. Das hört sich zusammengenommen schon sehr nach dem Aussehen eines klassischen Vampirs an.

Insbesondere die Lichtempfindlichkeit, die zur Verkrüppelung von Fingern und Nase führen kann. Das ist die wohl beste Erklärung dafür, dass Sonnenlicht für Vampire tödlich sein soll. Ein weiteres Mittel gegen die Blutsauger soll Knoblauch sein, was ebenfalls in Zusammenhang mit Porphyrie steht. Das in Knoblauch enthaltene Dialkylsufid verschlimmert nämlich die Symptome, sodass das Gewächs tatsächlich wie Gift auf Porphyrie-Kranke wirkt. Ähnlich wie bei Werwölfen die Hypertrichose scheint also im Falle der Vampire die Porphyrie die wahrscheinlichste Ursache des Mythos zu sein.

Bleibt aber noch die Frage nach dem Trinken von Blut. Tatsächlich erhalten Porphyrie-Patienten heutzutage Blutfarbstoffinjektionen, um die Krankheit zu lindern. Es wird vermutet, dass in früheren Jahrhunderten, als es diese Behandlungsmöglichkeit noch nicht gab, die Betroffenen Blut getrunken haben. Porphyrie ist zu allem Überfluss – dem Inzest sei dank – im deutschen und britischen Hochadel verbreitet. So soll der britische König George III. (1738-1820) unter der Krankheit gelitten haben und tatsächlich konnte anhand einer posthumen DNA-Analyse bei zwei seiner Nachfahren Porphyrie nachgewiesen werden. Bei einem weiteren Nachkommen von George III., der 1972 verstarb, wurde Porphyrie sogar noch zu Lebzeiten festgestellt.

Möglicherweise ist also tatsächlich etwas an dem Gerücht dran, demzufolge der europäische Hochadel Blut säuft. Allerdings scheint dies zumindest in einigen Fällen eher medizinische Hintergründe gehabt zu haben und ist leider kein Beweis dafür, dass das britische Königshaus aus Reptiloiden besteht. Ein Gegenbeweis für satanistische Menschenopfer ist der Verdacht auf Porphyrie jedoch ebenso wenig. Die Verstrickung der europäischen Königshäuser in okkulte Geheimgesellschaften und Kinderschänderskandale ist ein trauriger Fakt. Da das Trinken von menschlichem Blut in Satanismuskreisen durch dutzende unabhängige Zeugen bestätigt werden kann, sollte dieser Verdacht also keineswegs verworfen werden.

Zuweilen gehen Satanismus und Vampirismus sogar ganz offen Hand in Hand. Es gibt eine Reihe kruder Okkultisten, die schon in Freakshows im Fernsehen aufgetreten sind und dort behauptet haben, sich von Blut zu ernähren. Entgegen den Behauptungen wohl aber kaum von Blut allein, denn dafür ist das menschliche Verdauungssystem gar nicht ausgelegt. Die meisten dieser Freaks sind natürlich nur Hobbysatanisten und Gothic-Kids, deren romantische Vorstellung von Vampiren aus Hollywoodfilmen stammt. Es gibt allerdings auch wirklich gestörte Freaks und bekennende Satanisten, bei denen es kein reiner Spaß mehr ist.

Doch beschränkt sich der Blutkonsum allein auf menschliche Psychopathen? Glaubt man den Berichten über Reptiloidenbegegnungen, so trinken diese ebenfalls Menschenblut, essen allerdings auch Menschenfleisch. Zudem gibt es einige Hinweise darauf, dass zumindest ein Teil des Vampirmythos auf die Reptiloiden zurückgeht. Zum einen gibt es die bereits genannten Verbindungen von Drachenwesen zu Vlad III. und Elisabeth Báthory. Drachen gelten in Europa seit jeher als Menschenfresser, die in Sagen und Märchen Jungfrauen und kleine Kinder stehlen. Das lässt sich wiederum sehr gut mit den Kindstötungen und Jungfrauenopferungen im Satanismus zusammenfügen.

Weiterhin gibt es einige Vampirbeschreibungen, in denen die Blutsauger nicht mit spitzen Zähnen zubeißen, sondern das Blut mit spitzen Fingernägeln zapfen. Dies könnte eine Anspielung auf die Krallen der Reptiloiden sein. Zu guter letzt dürfte es wohl kaum ein Zufall sein, dass Vampire in der modernen Pop-Okkultur immer wieder als reptilienhafte Gestalten dargestellt werden.

Repto Butchers

Neben den Reptiloiden haben auch die Grey einen schlechten Ruf und einige menschliche Entführungsopfer berichten sogar, beide Spezies in Interaktion gesehen zu haben. Die Grey scheinen dabei eine untergeordnete Spezies zu sein, die die Drecksarbeit erledigt. Dazu gehören unter anderem die mysteriösen Viehverstümmelungen, die es rund um den Globus gibt. Neben Geschlechtsteilen und inneren Organen wird den Tieren oftmals auch sämtliches Blut abgezapft.

Eine Theorie besagt, dass die Viehverstümmelungen Teil von genetischen Experimenten sind. Einige andere Zeugen wollen jedoch beobachtet haben, wie die Grey in Tanks mit einer organischen Flüssigkeit steigen. Angeblich sollen sie sich über die Haut ernähren und aus diesem Grund ein regelmäßiges Blutbad nehmen. Báthory in Space.

Eine weitere Verschwörungstheorie besagt, dass die Reptiloiden und Grey Energievampire seien, die sich von der Angst ihrer Opfer ernähren. Das mag auf den ersten Blick unsinnig erscheinen und was die esoterischen Behauptungen von David Icke betrifft, handelt es sich auch um Unsinn. Im übertragenen Sinne sieht die Sache allerdings schon anders aus, denn emotionalen Vampirismus gibt es tatsächlich und das sogar unter Menschen.

Es handelt sich dabei natürlich nicht um eine Form der Ernährung, sondern um emotionale Ausbeutung. Psychotische Personen wie Adolf Hitler laden sich zum Beispiel am Jubel der Massen auf. Im Verlauf des 2. Weltkrieges, als es keine großen Parteitage mehr gab, baute Hitler in der Folge geistig stark ab. Es kann davon ausgegangen werden, dass er gegen Ende unter Depressionen litt, was schließlich in seinem Suizid gipfelte. Eine andere Form von emotionalem Vampirismus ist der Sadismus, bei dem sich die Täter am Leid ihrer Opfer ergötzen. Dies kann in den krassesten Fällen sogar sexuelle Ekstase beinhalten, wie am Beispiel von Sexualstraftätern, Frauenmördern und Kinderschändern gut nachvollzogen werden kann.

Der Begriff des Vampirismus kann sich also sowohl auf eine Affinität zu Blut, als auch auf Energievampirismus beziehen. Hinzu kommt der politische Vampirismus, der u.a. auf das Ausbluten besetzter Staaten während der Kolonialzeit sowie auf den Neokolonialismus angewandt werden kann. Mit Vampiren im klassischen Sinne hat das natürlich nichts mehr zu tun.

Kommen wir aber abschließend noch einmal auf die klassischen Vampire zurück und widmen uns der Frage, wie diese abgewehrt oder getötet werden können. Sonnenlicht und Knoblauch dürften wohl lediglich gegen Porphyrie-Kranke helfen. Da diese aber keine Gefahr sind, wäre ein solches Vorgehen ziemlich mies. Kruzifixe und Weihwasser dürften indes völlig nutzlos sein. Derartiger Aberglaube beruht sehr wahrscheinlich darauf, dass Vampire in früheren Jahrhunderten als dämonische Wesen galten, die in Opposition zu Gott stehen. Solche Waffen funktionieren also nur in Filmen und Romanen.

Die klassischste Variante, einen Vampir zu töten, ist das Treiben eines Pfahls durch das Herz. Diese Methode rührt von den Leichenschändungen her, mit denen die abergläubigen Osteuropäer bis ins frühe 18. Jahrhundert hinein vermeintlichen Wiedergängern das Handwerk legen wollten. Neben dem Köpfen lag die Pfählung der Toten damals stark im Trend. Selbstverständlich würden Enthauptungen und Pflöcke ins Herz so ziemlich alles umbringen – ob nun Menschen, Vampire, Fledermäuse oder Reptiloide. Es handelt sich also um bewehrte Methoden.

Neben den klassischen Mitteln gegen Vampire werden in der Pop-Okkultur auch immer wieder neue Methoden hinzugedichtet, mit denen den Blutsaugern das Handwerk gelegt werden kann. So greifen einige Autoren auf Silber zurück, welches eigentlich Werwölfen vorbehalten ist. In der Realität hat sich jedoch ausschließlich Quecksilber als giftig erwiesen. Ansonsten liegt noch Verbrennen hoch im Kurs, wobei sich Vampire bei Kontakt mit Sonnenlicht zuweilen spontan von selbst entzünden.

"Nosferatu" (1922)

„Nosferatu“ (1922)

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass der Vampirmythos mehrere Wurzeln hat und im Laufe der Jahrhunderte um immer neue Aspekte ergänzt wurde. Eigenschaften sowie Reaktionen auf bestimmte Abwehrmaßnahmen können dabei zum Teil wissenschaftlich erklärt werden. Darüber hinaus ist für einige Menschen aus dem Mythos inzwischen ein Lifestyle geworden – zuweilen in romantisierender Weise, im Satanismus jedoch auch mit kannibalistischem Hintergrund.