Ghostbusters – Eine katastrophale Geisterjagd

von Shinzon

26 Jahre war es still um die „Ghostbusters“. Statt einer Fortsetzung, wie es der Trailer impliziert, gibt es nun jedoch ein Reboot und dieses hat mit dem Original in etwa so viel zu tun wie Star Wars mit Star Trek. Eigentlich sogar noch weniger. Dabei ist die Besetzung der Geisterjäger mit weiblichen Darstellern gar nicht mal das Problem, sondern die fehlende Atmosphäre der Originalfilme.

01 Team

Schon im Vorfeld gab es viel Aufregung darüber, dass die Ghostbusters nun Frauen sind. Nun könnte man den betreffenden Kritikern Sexismus vorwerfen, würde der Film nicht selbst mit sexistischen Klischees spielen. So schmachten alle vier Geisterjägerinnen den strunzdummen Kevin (Chris Hemsworth) an, nur weil er gut aussieht und kräftige Muskeln hat. Sie geben ihm die Stelle als Bürohilfe nur aus rein dekorativen Zwecken, denn er ist sogar zu doof, um ein Telefon zu bedienen.

Die Sekretärin Janine (Annie Potts) aus den ersten beiden Filmen war vielleicht etwas abgedreht, aber bei weitem nicht derart unterbelichtet wie Kevin Beckman. Der ist einfach nicht witzig, sondern geistig behindert und darüber sollte man sich nicht lustig machen. Chris Hemsworth wird es hoffentlich noch bereuen, diese Rolle angenommen zu haben.

Das Rumgeschmachte der Geisterjägerinnen ist indes einfach nur unwürdig. Zumal die vier Frauen durchaus Potential gehabt hätten. Dr. Erin Gilbert (Kristen Wiig) ist offensichtlich an Dr. Igon Spengler angelehnt und zunächst die wissenschaftlich-rationale Stimme der Vernunft. Nach ihrer ersten Begegnung mit einem Geist, der sie von oben bis unten voll kotzt, benimmt sie sich dann leider nur noch wie ein kleines Kind auf einem Rummelplatz.

02 Kotzgeist

Ihre einstige Freundin Dr. Abigail Yates (Melissa McCarthy) passt indes auf keine der alten Rollen und ist einfach nur ausgeflippt. Allerdings nicht so ausgeflippt wie Dr. Jillian Holtzmann (Kate McKinnon), die für sämtliche technischen Erfindungen verantwortlich ist. Mit der Sicherheit nimmt sie es dabei nicht sehr genau und experimentiert wie ein verrückter Professor aus einer Comicverfilmung herum. Das ist durchaus unterhaltsam, aber sobald Kevin den Raum betritt, schmilzt auch sie dahin. Das Lecken an einem Pistolenlauf treibt den Sexismus schließlich auf die Spitze.

Blow-Job-Andeutung

Blow-Job-Andeutung

Die vierte im Bunde ist die Afroamerikanerin Patty Tolan (Leslie Jones), welche erst später zum Team dazu stößt. Ihre Rolle ist offensichtlich an Winston Zeddemore angelehnt, aber wie alle anderen Teammitglieder ebenfalls viel abgedrehter. Und da sind wir auch schon beim größten Kritikpunkt. Der Film ist eine reine Komödie ohne jeden Gruseleffekt. Das fängt schon beim Soundtrack an. Erzeugte dieser bei den Originalfilmen noch eine Gänsehaut, ist er beim Reboot einzig auf Spaß und Action ausgerichtet. Spannungsmomente gibt es aber ohnehin nicht, dazu fehlt es an Ernsthaftigkeit.

Die Charaktere sind allesamt stark überzeichnet und verhalten sich vollkommen unnatürlich. Sogar die Geister sind einfach nur grell und bunt. Zuul, Gozer oder Vigo waren weitaus gruseliger, ja schon direkt angsteinflößend. Die CGI-Monster haben maximal Unterhaltungswert, taugen aber sonst nicht mal für eine Geisterbahn. Sind die Menschen in den Originalfilmen noch kreischend vor den Kreaturen davongerannt, schießen die Besucher eines Metalkonzerts im der Neuverfilmung Selfies mit Satan. Der hockt auf Pattys Schultern, was eher lächerlich als gruselig wirkt.

04 Grüner Drache

05 Selfie

Sogar der dargebotene Okkultismus ist im Gegensatz zum Original total peinlich. So behauptet der Frontmann der Metalband, er hätte Satan heraufbeschworen, nur um kurz darauf einen Tritt von dem Dämon zu kassieren. Die Verbindung der Musikindustrie zum Satanismus wird hier ins Groteske gezogen. Der Gastauftritt von Ozzy Osbourne, der fragt, was seine Frau ihm in die Drogen getan hat, kann den Zuschauern bestenfalls nur ein müdes Lächeln entlockend.

Die Zahl des Teufels darf in einem solch okkulten Machwerk ebenfalls nicht fehlen, aber mit Herzchen dürfte das selbst dem Leibhaftigen zu blöde sein. So macht nicht mal die Sublimalsuche Spaß.

666 Anzeige

Es wird aber noch enttäuschender, denn es wird viel zu früh verraten, dass der ganze Spuk das Werk eines Irren ist, der die Apokalypse aus dem Buch der Offenbarung heraufbeschwören will. Eigentlich kann man hier schon gar nicht mehr spoilern, da bereits der Trailer verrät, wer der Endgegner ist. Kein Geist, kein Dämon, sondern ein Mensch. Ein trauriger Typ, der als Kind gemobbt wurde und sich nun an der Welt rächen will. Ernsthaft?

Die Trauergestalt Rowan North (Neil Casey) platziert Geräte entlang von Ley-Linien, welche Portale zur Geisterwelt öffnen. Zumindest der Aspekt mit den Ley-Linien ist interessant, daraus hätte man eine halbwegs schaurige Handlung spinnen können. Gleiches gilt für die Ambitionen der Satanisten, mittels Technologie transdimensionale Portale öffnen zu wollen oder zumindest eine Dämoneninvasion zu inszenieren. Letztendlich kommen dabei jedoch auch ganz klassisch Spiegel zum Einsatz, was der Hexerei entlehnt ist.

07 Hexenspiegel

Die Farbe der Hexerei ist Grün und es fällt auf, dass die Geister ihre Farbe im Laufe des Films von Blau (Blue Beam) zu Grün wechseln. Das Höllentor am Ende bedient ebenfalls den Oz-Faktor.

08 Hellgate 1

09 Hellgate 2

Doch auch diese Aspekte funktionieren nicht. Rowan ist als Gegner einfach nicht ernst zu nehmen. Das beweist er schlussendlich, als er sich selbst tötet und von Kevin Besitz ergreift. In dessen Kopf war ja durchaus genügend Platz. Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, jammert Rowan ständig herum, dass er zu Lebzeiten mehr hätte trainieren sollen. Ja, auch er ist neidisch auf Chris Hemsworths Körper. Den lässt er dann noch wie Peter Pan durch die Luft fliegen. Was für eine sinnlose und peinliche Anspielung.

(Bild folgt)

Geht es noch schlimmer? Ja! Denn als Rowans Geist Kevins Traumkörper verlässt, nimmt er die Gestalt des Ghostbusters-Logos an. Zunächst als Comiczeichnung, aber auch die 3D-Variante ist nicht wirklich gruselig. Schlussendlich wird er von den Geisterjägerinnen in das von ihm geschaffene Portal entsorgt, aus dem er hoffentlich nie wieder auftauchen wird.

11 Ghost

Um die Enttäuschung perfekt zu machen, sind alle Darsteller aus den Originalfilmen in neuen Rollen zu sehen. Es handelt sich also definitiv nicht um eine Fortsetzung, was so vielleicht auch besser ist. Dennoch wäre es nett gewesen, zum Beispiel Peter Venkman und Dana Barrett Händchen haltend auf einer Parkbank sitzen zu sehen, von wo aus sie das Geschehen mit den Worten „Es geht schon wieder los!“ kommentieren. Statt einer kleinen Hommage gibt es aber lediglich uninspirierte Cameo-Auftritte.

Die größte Rolle spielt dabei Bill Murray, der als Skeptiker Martin Heiss den Versuch unternimmt, die Geisterjägerinnen als Betrüger zu entlarven. Mit Sigourney Weaver darf er diesmal auch nicht anbandeln. Die unterstützt das Team am Ende in der Rolle der Mentorin Rebecca Gorin. Ernie Hudson mimt indes Pattys Onkel Bill, womit er seinem einstigen Stammcharakter noch am nächsten kommt. Dan Akroyd ist schlussendlich nur kurz als Taxifahrer zu sehen und Harold Ramis erlebte diese Katastrophe zum Glück nicht mehr. Der einstige Darsteller des Igon Spengler verstarb bereits 2014 und konnte nur noch als Geist am Set erscheinen.

Bleiben noch die Nebenrollen der Originalfilme. Während Rick Moranis einen Cameo-Auftritt ablehnt hat, ist Annie Potts wieder als Empfangsdame zu sehen. Leider aber nicht bei den Ghostbusters, was uns den unsäglich dummen Kevin erspart hätte. Stattdessen sitzt sie am Empfang des Hotels, in dem Rowan seine Weltuntergangsmaschine deponiert hat. Dort ist auch ein Wandbild zu sehen, welches an den Turm von Babylon erinnert.

(Bild folgt)

Slimer und der Marshmellowmann sind ebenfalls wieder mit von der Partie und als einzige in ihren alten Rollen zu sehen. In einer Szene nach dem Abspann gibt es dann noch einen weiteren kleinen Geist-Cameo. Als Patty die Tonbandstimmen noch einmal abhört, fragt sie, wer Zuul ist? Hoffentlich ist dies keine Anspielung auf eine Fortsetzung, denn auf ein klamaukiges Remake des ersten „Ghostbusters“-Films kann die Welt wahrlich verzichten.

Fazit: Der neue „Ghostbusters“ hat maximal oberflächlich mit den alten Filmen zu tun. Es gibt ein Team von Geisterjägern, die ein Auto mit der Bezeichnung Ecto1 haben und mit Nuklearlasern um sich ballern. Abgesehen von den Cameoauftritten einiger Originaldarsteller hören die Gemeinsamkeiten an diesem Punkt aber auch schon auf. Das Reboot ist eine grelle, völlig überdrehte Komödie, die krampfhaft versucht, witzig zu sein. Dabei reicht die Neuverfilmung jedoch nicht mal an den feinen Witz der ansonsten eher gruseligeren Originalfilme heran.

Um es kurz zu machen: Mit weiblichen Ghostbusters hätten die Fans der alten Filme noch leben können, aber nicht mit der abgedroschenen Handlung und dem flachen Humor, der gerade unter dem Türschlitz entfleucht ist. Das einzig Positive sind vielleicht noch die 3D-Effekte, doch auch die bunten CGI-Monster können den handgemachten Gruselkreaturen der Originalfilme nicht das Wasser reichen.

Werbeanzeigen

Metropolis – Klassenkampf in der neuen Weltordnung

von Shinzon

Fritz Langs (1890-1976) Stummfilm „Metropolis“ von 1927 gilt als Meisterwerk der Filmgeschichte. Der Streifen wurde sogar als erster Film in das Weltdokumentenerbe der UNESCO aufgenommen. Dank dem Fund einer Kopie, die 2008 in Buenos Aires gefunden wurden, konnte die 145 Minuten lange Originalversion restauriert werden und feierte am 12. Februar 2010 auf der Berlinale große Premiere. Viel Aufhebens für einen Haufen Freimaurerdreck.

Der Film spielt in der Zukunft und Schauplatz ist die gleichnamige Stadt Metropolis. Die Gesellschaft ist streng in zwei Klassen unterteilt. Während die reiche Elite das Leben an der Oberfläche genießt, müssen die Proletarier tagein, tagaus im Untergrund schuften. Die Ausgebeuteten tragen dabei alle die gleichen Arbeitsklamotten und bewegen sich wie Roboter.

Arbeiterklasse

Der Klassenunterschied wird noch einmal kurz als Text in passender Pyramidenform zusammengefasst. Zudem findet sich darin das Prinzip „Wie im Himmel, so auf Erden“ wieder.

Pyramidengesellschaft

An der Spitze der Pyramide haben Arbeiter nix verloren und so wird Maria (Brigitte Helm, 1906-1996) mit ihrer Gruppe von Arbeiterkindern sofort wieder verbannt, als sie mit ihren Schützlingen die Oberfläche besucht. Ihr Einwand, dass diese Kinder die Brüder und Schwestern der Menschen an der Oberfläche sind, wird ignoriert. Nur Freder (Gustav Fröhlich, 1902-1987) ist von ihrem Auftritt sichtlich berührt und verliebt sich in sie.

Maria_1

Die Geste des geschlossen Brustkorbs hat dabei allerdings wohl weniger mit seinen Gefühlen zu tun, als viel mehr mit dem Umstand, dass er als Sohn des Oligarchen Joh Fredersen (Alfred Abel, 1879-1937) gewisse Geheimnisse zu hüten hat.

Freder Brustkorb

Hals über Kopf rennt Freder Maria nach und entdeckt dabei die Welt der Arbeiterklasse. Diese malochen unentwegt für das kapitalistische System. Ihre Arbeit scheint keinem sinnvollen Zweck zu dienen, außer ihnen die Lebensenergie auszusaugen. Bei einem Arbeitsunfall, der das Resultat von Erschöpfung ist, werden die Proletarier dem Moloch geopfert.

Moloch_1

Moloch_2

Moloch_3

Moloch_4

Moloch_5

Mit diesen Eindrücken macht sich Freder auf zu seinem Vater, welcher im neuen Turm zu Babel residiert. Als würde der Anblick dieses Bauwerks nicht schon alles offenbaren, wird noch einmal direkt in Worten auf das alte Babylon verwiesen.

Babel Turm_2

Babel Turm_3

Das Dach des Turmes hat zudem eine Pentagrammform. Auf dem Pentagramm befinden sich drei weitere Etagen bzw. Stufen, welche die ersten drei Grade der Freimaurerei repräsentieren.

Babel Turm Pentagramm

Als Freder seinem Vater von dem Arbeitsunfall erzählt, ist dieser nur in Hinblick auf die Produktion daran interessiert. Die Arbeiter sind Johs Ansicht nach da, wo sie hingehören – in der Tiefe. Sein Sohn sieht daraufhin einen Arbeiteraufstand voraus, aber dem miesen Freimaurer fällt nichts Besseres ein, als seine Hand vor dem Proletariat zu verstecken.

Joh Frederson verdeckte Hand

Freder hat im Gegensatz zu seinem Vater noch einen Rest Anstand und hilft Josaphat (Theodor Loos, 1883-1954), nachdem dieser von Joh gekündigt wurde. Sein Vater lässt ihn daraufhin rund um die Uhr überwachen. Was er dabei feststellen muss, gefällt ihm nicht, denn Freder besucht abermals die Unterwelt der Arbeiterklasse. Die Tür, die er durchschreitet, ist mit einer römischen 5 gekennzeichnet, welche man aber auch als „V“ oder Winkel lesen kann.

Raum V

Hinter der Tür kommt ihm erst einmal eine Rauchwolke entgegen und schließlich erblickt er einen Proletarier, der bis zum Umfallen einer sinnlosen und anstrengenden Tätigkeit nachgeht. Als dieser zusammenbricht, nimmt Freder seinen Platz ein. Er tauscht sein Leben, um die andere Seite kennen zu lernen.

Tausch

Die Agenten seines Vaters kleben ihm bereits an den Fersen. Einer tarnt sich ganz schlecht hinter einer Zeitung mit dem Titel „Metropolis 13“. Schöne Grüße vom Schlangenträger.

Metropolis 13

Die Zahlenspielerei geht auf einem Zettel mit Josaphats Adresse noch etwas weiter. Dieser wohnt im 99. Block, was bereits eine hochgradig satanische Zahl ist. Zudem ist sie ein Mehrfaches von 11, ebenso wie die schlecht versteckte 77.

99 77

Auf der Mütze, die Freder gereicht wird, folgt die nächste Zahlenspielerei. Es ist die 11811. Die 11 steht für die freimaurerische Dualität, die 8 (eigentlich liegend) für Unendlichkeit. Das bedeutet in etwa so viel, dass die Freimaurer an den ewigen Konflikt zwischen Gut und Böse glauben.

11811

Während Freder nun das Martyrium eines Arbeiters kennen lernt, genießt der Arbeiter in Freders Outfit das pralle Leben an der Oberfläche. Doch bevor es mit diesem Handlungsstrang weitergeht, wird eine Nebenhandlung eingeführt. In der nächsten Szene hat der Erfinder Rotwang (Rudolf Klein-Rogge, 1885-1955) seinen großen Auftritt. Schon im ersten Bild outet er sich mit der Hand am Hals als Freimaurer. Zudem zeigt sein rechter Handschuh, dass er dem Pfad zur linken Hand folgt. Als Vorwand dient der Verlust seiner rechten Hand, aber wer sich mit Symbolik auskennt, findet selbige immer wieder in der Pop-Okkultur.

Rotwang

Zum Pfad der linken Hand gehören okkulte Strömungen wie der Satanismus und Thelema. Es sollte daher nicht verwundern, dass in Rotwangs Gruselbude das umgedrehte Pentagramm allgegenwärtig ist.

Satanische Cyborgkulisse

Die Roboterfrau unter dem Pentagramm ist Rotwangs Lebenswerk. Auf diese Weise versucht er, Johs verstorbene Frau Hel ins Leben zurück zu holen. Sein Irrsinn geht allerdings noch viel weiter. Im „Maschinen-Menschen“ sieht er den Mensch der Zukunft. Die Cyborg-Agenda ist also keineswegs ein Phänomen des Computerzeitalters, sondern existierte bereits in den 1920ern.

Sexborg

Joh Fredersen bittet Rotwang, ihm einen Plan zu entschlüsseln, den immer mehr Arbeiter mit sich führen. Der Erfinder meint, es handele sich um den Plan alter Katakomben und so stellen die beiden den Arbeitern nach, um herauszufinden, was diese in den Katakomben treiben. Immerhin betrachtet Joh die Proletarier als sein Eigentum und es missfällt ihm, dass sein Besitz ein Eigenleben entwickelt. Grund zur Sorge hat er tatsächlich, denn die Arbeiter treffen sich wie einst die verfolgten Christen im antiken Rom. Maria, welche wohl an Maria-Magdalena angelehnt ist, spielt beim Widerstand die zentrale Rolle.

Untergrundkirche

Direkt zynisch kommt es daher, dass Freder in dieser Szenarie die Geste der Löwenpfote macht. Es scheint fast so, als wollte er sich aufgrund seiner Gefühle für Maria ans Herz fassen, doch in Wirklichkeit bedeutet diese Freimaurergeste, dass er sich eher das Herz herausreißen würde, als die Geheimnisse seiner Loge zu verraten.

Freders Löwenpfote

Maria erzählt den Proletariern indes die Geschichte vom Turmbau zu Babel. Eine Geschichte, die nicht gut für die Arbeiterklasse ausging.

Turmbau zu Babel_1

Turmbau zu Babel_2

Turmbau zu Babel_3

Doch statt zum Klassenkampf aufzurufen, verlangt Maria nur nach einem Mittler zwischen Hirn und Händen – einem Menschen mit Herz. Als dieser Mittler wird sich natürlich später Freder herausstellen, welcher in dieser Szene bereits einem Messias gleich illuminiert wird. Er erkennt seine Chance und Maria wählt ihn als Mittler sowie als Geliebten.

Freder Illumination

Freders Vater ist davon gar nicht angetan und will Zwietracht zwischen den Arbeiter säen, während Rotwang Marias Gesicht für seinen Androiden will. Zu diesem Zwecke entführt er sie. Bevor er sein Werk vollendet, folgt ein Zwischenspiel. In diesem wird es apokalyptisch und ein Pfaffe weist Freder auf die Hure Babylon im Alten Testament hin, auch bekannt als Frau in Scharlach. Aleister Crowley dürfte seine wahre Freude an diesem Film gehabt haben.

Hure Babylon Buch

Des Weiteren hat der zukünftige Messias in der Kirche eine Begegnung mit den sieben Todsünden, in deren Mitte der Tod steht.

Sieben Sünden

Danach besucht Freder Josaphat, welcher wegen diesem Kontakt kurze Zeit später von dem Gestapo-Agenten abgeholt wird. Der Arbeiter 11811, mit dem Freder seine Kleidung getauscht hatte, kommt hingegen noch mit einer Verwarnung davon und wird an seine Maschine zurück geschickt. Der Umstand, dass Arbeiter Nummern statt Namen haben, nimmt übrigens neben der Gestapo bereits einen weiteren Aspekt des 3. Reiches vorweg.

Auf der Suche nach Maria kommt Freder am Haus des Hexenmeisters Rotwang vorbei und hört dort ihre Hilfeschreie. Er läuft in eine Falle und kann ihr nicht helfen, während der verrückte Professor seinem Androiden Marias Gesicht verpasst. Allerdings geschieht dies nicht auf die drastische Weise, sondern in einem technomagischen Ritual, bei dem Maria unversehrt bleibt.

Das Ganze erinnert ein wenig an das Babalon Working aus dem „Liber AL vel Legis“, bei dem ebenfalls die Hure Babylons erweckt werden soll. In diesem Zusammenhang fallen auch die Initialien von C.A. Rotwang auf. Dreht man die Buchstaben seiner zwei Vornamen um, erhält man die Initialien von Aleister Crowley. Angesichts des im Film praktizierten Okkultismus dürfte dies wohl kaum ein Zufall sein, zumal die beiden Vornamen Rotwangs zu keiner Zeit ausgeschrieben werden.

Verwandlung_1

Verwandlung_2

Man beachte bei diem Ritual weiterhin die Saturnringe um den Körper des Androiden, was einmal mehr auf den satanistischen Hintergrund dieser Geschichte verweist.

Robotisierung

Joh Fredersen benutzt den Androiden mit Marias Angesicht, um die Arbeiter in der Unterwelt zu täuschen und das Lebenswerk der echten Maria zu zerstören. Um diesen diabolischen Plan zu unterstreichen, kokettiert die Maschinenfrau mit der Geste des allsehenden Auges.

Maria Einauge

Am Abend trifft sich die feine Gesellschaft in dem vornehmen Club „Yoshiwara“, um die Ankunft der Hure Babylon zu feiern. Diese zeigt sich zunächst im Sonnenrad und macht anschließend dem Baphomet gleich die Geste „Wie im Himmel, so auf Erden“.

Hure Babylon_1

Hure Babylon_2

Hure Babylon_3

Hellfire Club

Auch während dieses Rituals findet sich wieder die Symbolik des allsehenden Auges.

Augensalat

Außen am Club sind zwei abstrahierte Säulen zu sehen, welche Jachin und Boas repräsentieren. Es handelt sich also um einen freimaurerisch-salomonischen Tempel, in dem die Götzenverehrung zelebriert wird.

Yoshiwara Tempel

Während die High Society dem Ritual frönt, liegt Freder fieberkrank in seinem Freimaurerbett mit Pyramide und fantasiert vom Tod. Damit endet das Zwischenspiel.

Pyramidenbett

Sensenmann

Der letzte Akt beginnt mit der Offenbarung des Johannes. Dies ist keineswegs christlich gemeint, denn in der Apokalypse spielt zunächst der Antichrist die Hauptrolle.

Offenbarung des Johannes

Der Antichrist wird mit der Hure Babylon gleichgesetzt, durch deren Ankunft in der Stadt der Reichen Anarchie ausgebrochen ist. Als nächstes soll die unterirdische Stadt der Arbeiter dran glauben, doch Freder will dies in seiner Rolle des Messias verhindern.

Sein Vater hegt dagegen gänzlich andere Ziele. Er will, dass die falsche Maria die Arbeiter zum Aufstand aufwiegelt, um sie dann gewaltsam unterdrücken zu können. Damit nimmt sie zusätzlich die Rolle eines Chaosagenten ein, ähnlich wie heutzutage Alex Jones, der die Massen gegen den Staat aufpeitscht. Wie sich hier zeigt, ist dieser Freimaurertrick schon fast ein Jahrhundert alt.

Eine weitere Aufgabe der Hure Babylon besteht darin, den Glauben an den Mittler zu zerstören. Damit ist nichts Geringeres gemeint, als die Zerstörung des Christentums von innen heraus, worauf sich die christliche Rechte um Alex Jones ebenfalls bestens versteht.

Freder versucht, die falsche Maria zu entlarven, doch niemand von den Arbeitern hört ihm zu. Immerhin ist er der Sohn ihres Unterdrückers Joh Fredersen. Der wütende Mob schlägt auf ihn ein, tötet seinen einzigen Freund und zieht mit der Hure Babylon in die Revolution. Währenddessen ertönt sogar kurz die französische Hymne in Anlehnung das Blutbad der Jakobiner.

Satanische Revolution

Unterdessen belauscht Fredersen Rotwang, als dieser Maria gerade erklärt, wie er den Oligarchen hintergangen hat. Dieser erkennt seinen Fehler und greift Rotwang an, wobei es Maria gelingt, aus dem Haus des Hexenmeisters zu fliehen. Die entsprechenden Filmsequenzen sind bis heute verschollen, weshalb dieser Teil der Handlung nur in Form von Texttafeln vorhanden ist.

In der nächsten Szene ist die Revolution in vollem Gange, doch die Arbeiter gefährden sich damit nur selbst. Einzig der Wächter der Herzmaschine (Heinrich George, 1893-1946) stellt sich der Revolte in den Weg, bekommt jedoch von Joh Fredersen den Befehl, die Tore zur wichtigsten aller Maschinen zu öffnen, damit die Arbeiter sie zerstören können.

Das Ergebnis der blinden Zerstörungsorgie besteht darin, dass die unterirdische Arbeiterstadt absäuft. Doch dadurch fällt auch in der überirdischen Stadt der Reichen der Strom aus. Nicht nur das Proletariat hat sich mit seinem Verhalten selbst geschadet, sondern auch Joh Fredersen.

Einzig sein Sohn und Maria handeln vernünftig und bringen zunächst die Kinder der Arbeiterklasse an die Oberfläche, um sie vor den Fluten zu retten. Dem Wächter der Herzmaschine gelingt es indessen, die wütenden Massen wach zu rütteln und ihnen zu vermitteln, dass ihre Stadt abgesoffen ist. Nun machen sich plötzlich alle Sorgen um ihre Kinder, die zum Glück schon in Sicherheit sind. Doch als die Massen endlich anfangen zu begreifen, beginnt sogleich die Hexenjagd auf Maria. Natürlich macht der Mob keinen Unterschied zwischen der echten und der falschen Maria.

Durch einen glücklichen Zufall geraten jedoch der Arbeitermob und die Jubeldemo der Reichen aneinander, sodass letztendlich die falsche Maria auf dem Scheiterhaufen landet und verbrennt. Es wird also lediglich eine weitere Maschine zerstört und damit bleibt es den Arbeitern erspart, zu Mördern zu werden. Dennoch ist diese mittelalterliche Hexenverbrennungsszene äußerst bedenklich.

Hexenverbrennung_1

Hexenverbrennung_2

Auf dem Kirchendach findet im Folgenden der finale Kampf zwischen dem Messias und dem Oberschurken Rotwang statt. Natürlich gewinnt der strahlende Held, dem von da an alle Proletarier zu Füßen liegen. Am Tag darauf marschieren die Arbeiter in Pyramidenformation vor der Kirche auf.

Pyramidenmarsch

Der Wächter der Herzmaschine bietet John Fredersen die Hand an, doch dieser schlägt sie aus. Hände und Hirn finden nach wie vor nicht zueinander. Doch der Mittler mit seinem großen Herzen steht schon bereit, um die Verbindung herzustellen. Alles ist wieder Friede, Freude, Eierkuchen – Ende!

Mittler_1

Mittler_2

Fazit: „Metropolis“ ist kein Meisterwerk, sondern von vorne bis hinten Freimaurerpropaganda. Lediglich die Spezialeffekte waren für die damalige Zeit bahnbrechend. Ansonsten ist es einfach nur unheimlich öde, sich zweieinhalb Stunden Stummfilm rein zu ziehen. Natürlich nur, sofern man diese Zeit nicht gezielt damit verbringt, nach Freimaurersymbolen Ausschau zu halten. In der Hinsicht hat man bei diesem Film stets etwas zu tun. Kaum ein moderner Film strotzt heute noch so vor Symbolik wie „Metropolis“.

In der Handlung vermischen sich indes der Turmbau zu Babel, der Aufstieg des Christentums sowie die Erweckung der Hure Babylon und die Apokalypse. Wenn man dabei genauer hinschaut, so stellt man fest, dass das Christentum die Religion für die tumben Massen ist, welche sich leicht manipulieren lassen und am Ende sogar zu mittelalterlichen Traditionen wie Hexenverbrennungen greifen. Auf der anderen Seite ist die Religion der reichen Elite ziemlich offen zu erkennen der Satanismus.

In anbetracht dieser Prämisse ist der letztendliche Schulterschluss zwischen Proletariern und Bourgeoisie umso unglaubwürdiger. Ohnehin ist es nicht erstrebenswert, die Klassengesellschaft aufrecht zu erhalten. Solange es ausgebeutete Arbeiter und privilegierte Eliten gibt, nützt auch ein Mittler nichts, den es heute z.B. in Form von Gewerkschaften gibt.

„Metropolis“ zeigt überdeutlich, dass die Überwindung der Klassengesellschaft kein erklärtes Ziel der Freimaurerei ist. Diese strebt lediglich nach mehr Kontrolle über die Arbeiterklasse, welche durch einen Mittler aus ihren eigenen Reihen erzielt werden soll. In dieser Tradition steht heutzutage auch die SPD, deren Spitzenpolitiker selbst zur Oberschicht gehören, während sie vorgeben, für die Rechte der Arbeiter einzutreten.

Da bekommt man direkt Lust auf eine richtige Revolution. Die Revolution des Proletariats wird in „Metropolis“ jedoch aufs Böseste diffamiert. Die Arbeiter werden als Idioten dargestellt, die am eigenen Ast sägen. Die Wahrheit ist jedoch, dass eine Rebellion nur dann scheitert, wenn sie von Freimaurern angeführt wird. Dies wird im Film durch die Hure Babylon offensichtlich und man darf nicht vergessen, dass auch hinter der französischen Revolution, auf welche der Film anspielt, von freimaurerischen Kräften aus dem bürgerlichen Lager angeführt wurde. Gleiches gilt für die russische Revolution, deren Früchte von dem Hochgradfreimaurer Stalin zertrampelt wurden.

Nie wieder dürfen sich die Massen zu einer Revolution verleiten lassen, die von der Elite gewollt ist. Leider geschieht selbiges aber momentan in der Ukraine sowie im Norden von Syrien und Irak. In beiden Fällen sind es wieder einmal blutige Revolutionen, welche von Faschisten und Terroristen angeführt werden. Wann lernt die Menschheit endlich, dass sich die nächste Revolution gegen die Elite und ihre okkulten Geheimbünde richten muss? Und wann begreifen es die Massen endlich, dass diese Revolution friedlich sein muss?

Historischer Nachtrag: Fritz Lang emigrierte nach Machtergreifung der Nazis erst nach Frankreich und schließlich in die USA. Er wurde jedoch nie von den Nazis verfolgt. Im Gegenteil wurde er von Propagandaminister Goebbels sogar angefleht, sein Können in die Dienste des 3. Reichs zu stellen. Obwohl Langs Werk „Metropolis“ selbst faschistoide Tendenzen aufweist, wollte er sich nicht in seine künstlerische Freiheit hineinreden lassen, die er bis zu seinem Tod 1976 in den USA ausleben konnte.

Ein Großteil der an „Metropolis“ mitwirkenden Schauspieler machte dagegen durchaus Karriere im 3. Reich. Darunter auch Heinrich George, der Vater des heutigen Stars Götz George, welcher u.a. in Werken wie „Hitlerjunge Quex“ (1933) und „Jud Süß“ (1940) mitspielte. Der Hauptstar von „Metropolis“, Gustav Fröhlich, legte ebenfalls eine große Karriere in der NS-Propagandaindustrie hin. Für diese trennte sich Fröhlich sogar, wie bereits Heinz Rühmann vor ihm, von seiner halbjüdischen Ehefrau, die im Exil überlebte.

Wenn man nun bedenkt, dass die Darsteller von „Metropolis“ – abgesehen von den Statisten – durch die Bank weg Freimaurer waren und man dies dem Werk in jeder Szene ansieht, wirkt es einmal mehr unglaubwürdig, dass die die Freimaurer sich heutzutage als Opfer des deutschen Faschismus sehen. Offensichtlich konnten sehr viele von ihnen problemlos unter Hitler Karriere machen. Selbiges gilt auch für Fritz Langs Ex-Frau Thea von Habou, welche 1940 in die NSDAP eintrat.

Dementsprechend war „Metropolis“ trotz unmissverständlicher Freimaurersymbolik im 3. Reich nie verboten. Lediglich die Sowjetunion indizierte den Streifen wegen seiner konterrevolutionären Aussage. Immerhin siegt am Ende die Klassengesellschaft und der erzielte Klassenfrieden durch die freiwillige Unterwerfung der Arbeiterklasse war eher typisch für den Nationalsozialismus. „Metropolis“ diente der NSDAP sogar als Vorbild, weshalb der heutige Hype um diesen angeblichen Klassiker äußerst fragwürdig ist.

Die Hure Hollywood

Das Finale von „Babylon A.D.“ (2008) spielt in New York, welches als modernes Babylon gesehen werden kann und neben London eines der wichtigsten Finanzzentren der Welt ist.

Babylon_Poster_2

Das Empire State Building ist übrigens ein moderner Turmbau zu Babel und war zur Zeit seiner Erbauung das höchste Gebäude der Welt. Im Film wird es jedoch von einem noch gewaltigeren Turm in den Schatten gestellt, welcher einer religiösen Sekte gehört.

Babylon_Poster_1

Im legendenären Gangsterfilm „Scarface“ pflegt Tony Montana (Al Pacino), in einem Club namens „The Babylon“ abzufeiern. Hier ist wahrhaftig die Hure Babylon gemeint, denn der Club ist ein von Verbrechern geleiteter Sündenpfuhl. In diesem wird gekokst, gefickt und gemordet, dass es nur so kracht.

Babylon gibt es jedoch nicht nur als Club in Filmen, sondern auch als Hotel in einer gleichnamigen Serie.

Hotel Babylon

"Scarface" (1983)

„Scarface“ (1983)

Der musikalische Turmbau zu Babel

Die Microclocks haben ein Motiv aus „Metropolis“ gewählt, welches den Turm zu Babel im Hintergrund zeigt.

MicroClocks - The Clones

Einen interessanten Turmbau, der entfernt an eine babylonische Ziggurat angelehnt ist, finden wir auf dem Cover der „Certainty“ von mind.in.a.box. Man beachte, dass der Turm die Wolkendecke durchstößt, was sehr wichtig ist, da die Babylonier sich laut Bibel mit dem Turmbau zu Babel über Gott erheben wollten. Die Sonne symbolisiert dabei Gott und der Turm ragt über die Sonne hinaus.

Mind in a Babeltower

Ganz ähnlich, das Cover der „Dark Light“ von seiner teuflischen Majestät.

Dark light

Der Turmbau zu Brüssel – Die babylonische EU

von Shinzon

Die EU ist ein wichtiger Schritt hin zu einer neuen Weltordnung. Sie schränkt die Souveränität der Nationalstaaten ein und die von keinem Volk gewählte EU-Kommission schreibt Millionen Menschen vor, was sie zu essen, anzubauen und zu denken haben. Die EU ist keine Demokratie, sondern ein Imperium.

Nun ist es längst kein Geheimnis mehr, dass der Gedanke einer neuen Weltordnung der Freimaurerei entsprungen ist. Es sollte also nicht verwundern, dass sich die EU als Schritt zur globalen Tyrannei okkulter Symbolik bedient.

Das Gebäude des Europäischen Parlaments in Straßburg hat z.B. die Form der klassischen Darstellung des Turms zu Babel. Zu beachten ist dabei, dass diese abendländische Darstellung nicht dem Originalaussehen der babylonischen Ziggurat entspricht. Allerdings spielt es kaum eine Rolle, welche Vorlage die freimaurerischen Architekten genommen haben, denn die Botschaft ist klar. In diesem internationalen Parlament herrscht sogar ein babylonisches Sprachgewirr.

eu_building-tower_of_babel

Viel zu sagen hat das Parlament allerdings nicht. Immerhin wird diese EU-Institution noch von den Menschen gewählt und deshalb liegen die wirklich wichtigen Entscheidungen bei der diktatorischen EU-Kommission. Das EU-Parlament ist eine reine Abnickveranstaltung, eine Scharade für die Massen. Es sollte daher nicht verwundern, dass die meisten EU-Parlamentarier selten dort anzutreffen sind und ihre „Schweigegelder“ einstreichen, ohne auch nur einen Finger zu rühren.

Eine weitere Institution ist der Europäische Rat in Brüssel. Dieser war bis vor kurzem zumindest halbwegs demokratisch, da sich seine Zusammensetzung nach den gewählten Regierungen der Nationalstaaten richtet. Der EU-Ratspräsident wechselte dabei bis vor wenigen Jahren noch im Halbjahrestakt und war immer der jeweilige Regierungschef des Landes, welches für diesen Zeitraum die Ratspräsidentschaft innehatte. Für Deutschland übernahm diesen Job in der ersten Jahreshälfte 2007 z.B. der Hosenanzug.

Zwar variierte die Qualität der der Ratspräsidentschaft von Land zu Land sehr stark, wobei Angela Merkel eine eiserne Verfechterin der neuen Weltordnung ist. Aber immerhin musste man zugestehen, dass dafür das Wahlverhalten der einzelnen Völker verantwortlich war.

Dies änderte sich 2010 schlagartig, als überraschend der Bilderberger Herman van Rompuy vom Europäischen Rat zum EU-Ratspräsidenten ernannt wurde. Der halbjährliche Wechsel nach EU-Mitgliedsstaaten gilt seitdem nur noch für den stellvertretenden EU-Ratspräsidenten. Doch wie konnte das geschehen? Mit welchem Recht inthronisierte man van Rompuy, den bis heute kaum ein EU-Brüger kennt? Nun, immerhin darf van Rompuys Amtszeit nur zweimal verlängert werden. Doch wer kommt nach ihm?

Auf folgendem Bild ist er zusammen mit dem Hosenanzug zu sehen. Beide begrüßen sich mit typischen Freimaurergesten. Frau Merkel zeigt die Geste des geöffneten Brustkorbs, Herr van Rompuy legt die Hand auf’s Herz.

Gemeinsam für die neue Weltordnung...

Gemeinsam für die neue Weltordnung…

Interessanterweise erschien im selben Jahr dieser Änderung die Doku „Der Turmbau zu Brüssel“, welche ziemlich unverhohlen auf Babylon anspielt. Schon relativ früh in der Doku wird die Abschaffung der Nationalstaaten begrüßt, ohne die Konsequenzen zu nennen. Da wäre z.B. der Verlust jeglicher nationaler Souveränität an die antidemokratische EU-Kommission, deren Richtlinien von den Banken und Konzernen diktiert werden. Es ist schon schlimm genug, dass die Staaten bereits heute über ein Sanktionssystem gezwungen, jeden Unsinn umzusetzen, den die EU-Kommission verzapft.

Das ESM-Bankenermächtigungsgesetz ist leider ebenfalls schon bittere Realität und Projekte wie Clean IT und Indect, mit denen das Internet zensiert und die Bevölkerung permanent überwacht werden sollen, sind in Planung. Geht es nach einigen NWO-Befürwortern, soll den Mitgliedsstaaten schon bald jegliches Mitspracherecht entzogen werden, damit dieser Wahnsinn auch ja flächendeckend umgesetzt wird. Das Ergebnis wird ein totalitärer Superstaat Europa sein, in dem es keinerlei Demokratie mehr gibt, denn die gab es nur auf nationaler Ebene, die abgeschafft werden soll.

Fehlt eigentlich nur noch ein einheitlicher Gruß. Wie wäre es, ganz im babylonischen Sinne, mit „Heil Nebukadnezar!“

Der Turmbau zu Brüssel

Übrigens kommt in der Doku „Turmbau zu Brüssel“ der bekennende Pädophile Daniel Cohn-Bendit zu Wort. Wie kommt man nur auf die irrsinnige Idee, einen ganzen Kontinent Menschen anzuvertrauen, denen man nicht einmal ein Kind anvertrauen kann?

Ein weiterer Knaller ist ein von der EU herausgegebenes Plakat mit dem Titel „Many Tongues – One Voice“ („Viele Sprachen – Eine Stimme“). Die Anspielung auf das babylonische Sprachgewirr ist offensichtlich, da das Poster zugleich vom Turmbau zu Babel dominiert wird.

Erinnern wir uns kurz, dass dieses Motiv im religiösen Verständnis einen Affront gegen Gott darstellt. Mit diesem Hintergrundwissen macht es dann plötzlich Sinn, dass die Sterne der EU-Flagge auf dem Kopf stehen. Es handelt sich um umgedrehte Pentagramme, die den Kopf des Baphomet darstellen. Noch ein Hinweis darauf, dass die EU in ihrer jetzigen Form ein satanisches Projekt der Hochgradfreimaurerei ist.

In diesem Zusammenhang ist auch die Figur unten rechts zu sehen, die mit dem Hammer etwas schmiedet, was außerhalb des Bildes liegt. Der Hammer ist ein verbreitetes Symbol in der Freimaurerei. Weiterhin fallen die zwei Figuren auf, die stolz auf den Turmbau blicken. Sie tragen graue Anzüge und scheinen die Elite zu repräsentieren. Mit anderen Worten ist der Turmbau zu Brüssel ein Gemeinschaftsprojekt der Politik, Großkonzerne und Hochfinanz.

Zu guter Letzt stellt sich noch die Frage, warum die Menschen so kantig dargestellt werden. Sie wirken roboterhaft und es ist wohl kein Zufall, dass allein das Baby einen runden Kopf hat. Babys können noch nicht sprechen und stehen damit außerhalb des Kontrollsystems. Dieses System funktioniert jedoch nur, solange die Mehrheit diese offensichtliche Symbolik nicht sehen will und freiwillig in der Masse der genormten Quadermenschen verbleibt.

EU Babylon

Der Turmbau zu Babel und die Rolle Babylons

von Anton Nymous

Babylon war die Hauptstadt Babyloniens, einem antiken Reich, welches im heutigen Irak lag und seine Blütezeit zwischen 1.800 v.Z. bis 100 n.Z. hatte. Die Stadt Babylon wurde im Laufe ihrer Geschichte mehrfach durch verschiedene Völker erobert und im 7. Jh. v.Z. sogar zweimal von den Assyrern zerstört. Im 4. Jh. v.Z. wurde es von Alexander dem Großen erobert, der als Befreier gefeiert wurde und Babylon später zum Hauptsitz seines Reiches machte.

Für Geschichtsinteressierte ist eine nähere Auseinandersetzung mit der vielfältigen Geschichte Babylons sicherlich lohnenswert. Da wir uns jedoch mehr mit der symbolischen Bedeutung im Okkultismus auseinandersetzen, soll dieser kurze Abriss genügen.

Die Beliebtheit Babylons in okkulten Kreisen resultiert vor allem aus der Darstellung der Stadt in der Bibel. Diese ist stark negativ gefärbt und nicht immer historisch korrekt. Von der „Hure Babylon“ ist da die Rede. Laut der Offenbarung des Johannes soll diese in der Endzeit eine tragende Rolle spielen. Im Christentum wird die Hure Babylon als Frau dargestellt, die eine siebenköpfige Bestie reitet.

Die Hure Babylon

Noch bedeutender ist jedoch der Turmbau zu Babel. Der Legende nach forderten die Babylonier damit Gott heraus, weshalb der Turm zu Babel bis heute ein Symbol für Hochmut darstellt. Allerdings glaubten die Babylonier überhaupt nicht an den einen Gott, sondern an eine Vielzahl von Göttern, wie z.B. Marduk. Die Darstellung im Alten Testament kann also gar nicht stimmen. Doch sie geht noch weiter.

Der Bibel nach bestrafte Gott die Arroganz der Babylonier mit dem babylonischen Sprachgewirr. Eine mythologische Erklärung für die Auseinanderentwicklung der Sprachen. Diese fand jedoch schon zuvor und auch später noch ohne Einwirkung Gottes statt. Wir kennen heute eine Vielzahl von Sprachfamilien, wie z.B. die romanischen, germanischen und slawischen Sprachen.

Ursprünglich scheint es allerdings durchaus eine Weltsprache gegeben zu haben. Diese verschwand allerdings nicht erst in Babylon, sondern weitaus früher. Um genau zu sein vor etwa 12.500 Jahren, als das Reich von Atlantis durch die Sintflut unterging. Es gibt inzwischen weltweit Funde einer einheitlichen Schrift, die älter als 13.000 Jahre sind und auf eine globale Hochkultur schließen lassen. Zuweilen ist in diesem Zusammenhang die Rede von Prä-Sanskrit.

Pyramide sanskrit

Doch zurück zum Turmbau zu Babel und damit in eine weitaus spätere Epoche. Die Existenz des Turms wurde 1913 nachgewiesen, als der deutsche Architekt und Archäologe Robert Koldewey dessen Fundament freilegte. Es handelte sich jedoch weniger um einen Turm, als viel mehr um eine Ziggurat. Diese stufenförmigen Bauten ähneln nur entfernt der runden Form, welche durch zeitgenössische Darstellungen des Mittelalters bekannt geworden ist. Zudem war der stufige Turm wohl auch nicht gar so hoch, wie in der übertriebenen Darstellung der Bibel.

Der Turmbau zu Babel

Die Ziggurat wurde über die Jahre mehrfach zerstört und wieder aufgebaut. Zuletzt wollte Alexander der Große sie wieder aufbauen. Im Führjahr 323 v.Z. ließ er die Reste der alten Ziggurat bis auf das Fundament abtragen. Zum Neubau kam es jedoch nicht mehr, da Alexander wenige Wochen später verstarb.

Anhand dessen, was von den Ruinen übrig blieb, wissen wir heute, dass der Turm von Babylon eine Grundfläche von 91,48 m x 91,66 m hatte. Seine Höhe betrug wahrscheinlich 91 Meter und war laut Herodot in 7 und laut Plateaus in 8 Stufen unterteilt. Der legendäre Turm war übrigens bei weitem nicht die einzige Ziggurat und es gibt noch einige wesentlich besser erhaltene Exemplare.

Ziggurat

In okkulten Kreisen ist der Turmbau zu Babel bis heute ein beliebtes Motiv, da er wahlweise einen Affront gegen Gott oder aber die Gottwerdung des Menschen repräsentiert. In der Freimaurerei wirkt der Turm etwas deplaziert, da diese zugleich den Tempel Salamons verehren, der immerhin von den Babyloniern zerstört wurde. Da die Freimaurerei jedoch voll von Widersprüchen ist, sollte es andererseits aber auch nicht allzu sehr verwundern.

Pyramiden in Dubai

Nicht nur in Israel sprießen die Pyramiden wie Pilze aus dem Boden. Dubai plant seit einigen Jahren den Bau einer Ziggurat nach babylonischem Vorbild. Sowohl die Pyramidenform als auch der babylonische Ursprung sprechen Bände über die Architekten.

Im Welt der Wunder Magazin (Ausgabe 10/09) erschien über diese Millionenstadt ein Artikel. Darin heißt es: „Ohne seine biometrischen Daten in Form von Gesichts- und Fingerabdruck-Scans zu hinterlassen, darf niemand Ziggurat betreten.“ Die totale Überwachung. In dieser Pyramide wird die neue Weltordnung Realität. Allerdings nur für Reiche.

ziggurat_pyramid_Dubai