Der Zodiak – Die 12 Sternbilder des Tierkreises

von Joe Doe

Zodiak ist eine aus dem Griechischen stammende Bezeichnung für den Tierkreis. Dieser ist eine etwa 20 Grad breite Zone um die Ekliptik, innerhalb derer die scheinbaren Bahnen von Sonne, Mond und Planeten verlaufen. Der Tierkreis ergibt sich also nur aus Perspektive der Erde. Dabei liegen die 13 Tierkreissternbilder aufgrund der Präzession der Erdachse nicht einmal mehr in den gleichnamigen Tierkreiszeichen. Die beiden Begriffe müssen daher voneinander unterschieden werden.

Tierkreis Ekliptik

Bis ins 19. Jahrhundert wurde der Tierkreis in zwölf Abschnitte unterteilt. Zu den zwölf bekannten Sternzeichen gehören Widder (lat. Aries, 19. April bis 14. Mai), Stier (lat. Taurus, 14. Mai bis 21. Juni), Zwillinge (lat. Gemini, 21. Juni bis 20. Juli), Krebs (lat. Cancer, 20. Juli bis 11. Aug.), Löwe (lat. Leo, 11. Aug. bis 17. Sept.), Jungfrau (lat. Virgo, 17. Sept. bis 31. Okt.), Waage (lat. Libra, 31. Okt. bis 23. Nov.), Skorpion (lat. Scorpius, 23. Nov. bis 30. Nov.), Schütze (lat. Sagittarius, 18. Dez. bis 20. Jan.), Steinbock (lat. Capricornus, 20. Jan. bis 16. Feb.), Wassermann (lat. Aquarius, 16. Feb. bis 12. März) und Fische (lat. Pisces, 12. März bis 19. April).

Tierkreiszeichen

„Moment mal“, werden jetzt einige denken und sich wundern, warum ihr Geburtstag plötzlich in einem anderen Sternbild liegt und es zwischen Skorpion und Schütze eine Lücke gibt. Das liegt einerseits daran, dass die Sonne sich in den angegebenen Zeiträumen in den entsprechenden Sternbildern befindet, aber diese wie bereits erwähnt nicht mehr exakt in den Sternzeichen liegen. Hinzu kommt die Lücke, da die Sonne insgesamt 13 Sternbilder schneidet. Wir haben eingangs nicht ohne Grund von 13 Tierkreissternbildern geschrieben, denn zwischen Skorpion und Schütze liegt der Schlangenträger (lat. Ophiuchus). Zwar war das Sternbild schon in der Antike bekannt, doch damals schnitt es noch nicht den Tierkreis, da einige Sterne erst später dem Schlangenträger zugeordnet wurden. In anderen Kulturen, wie z.B. in China, gibt es seit jeher 13 Tierkreiszeichen, wenn auch unter anderen Namen.

Ophiuchus

Ophiuchus

So wenig bekannt wie der Schlangenträger ist auch die astrologische Herleitung biblischer Mythen. Angelehnt an den astrologischen Tierkreis ist z.B. der Mythos von den 12 Stämmen Israels, die auf die angeblichen 12 Söhne Abrahams zurückgehen. Wie aus einer Familie 12 Völker hervorgegangen sein sollen, ist dabei mehr als erklärungsbedürftig. Historisch belegbar ist lediglich, dass es sich bei den Israeliten, die von Pharao Ramses II. vertrieben wurden, um eine Glaubensgemeinschaft handelte und nicht um ein Volk. Die ersten Israeliten waren Ägypter.

Dennoch überlebte der Mythos von den 12 Stämmen Israels und ist heute vor allem bei den Mormonen populär, die glauben, dass es sich bei den amerikanischen Ureinwohnern um einen verlorenen Stamm Israel handelt. Auch das ist ein Mythos, der den historischen Fakten nicht gerecht wird. Amerika wurde von seinen Ureinwohnern lange vor dem Auszug der Israeliten besiedelt, ja sogar noch bevor Pharao Echnaton mit seinem monotheistischen Aton-Kult den Grundstein für das Judentum legte.

Wie sehr sich die mythologischen Stämme Israels auf den Tierkreis beziehen, versinnbildlichte der Mormone Glen A. Larson schließlich in seiner Science Fiction Serie „Kampfstern Galactica“. In der Serienmythologie hat die Menschheit ihren Ursprung auf dem Planeten Kobol. Als sie ihre Heimat verließen, gründeten sie 12 Kolonien, die nach den 12 bekannten Tierkreiszeichen benannt waren (z.B. Caprica, Tauron, Arilon, Geminon, Virgon usw.). Ein 13. Stamm ging verloren und besiedelte einen weit entfernten Planeten. Nur hat der verlorene Stamm vergessen, den Planeten folgerichtig Ophiuchon zu nennen. Stattdessen entschied man sich für den Namen Erde und obwohl es keinerlei Kontakt zu den anderen 12 Kolonien gab, wusste man auch dort von der Erde.

Auf den 12 Stämmen basieren auch die 12 Apostel, welche sich um Jesus geschart haben sollen. Jesus wäre demnach der 13. im Bunde. Manche sehen allerdings auch in Maria Magdalena den 13. Apostel. Bereits im 3. Jahrhundert verlieh Hippolyt von Rom (170-235) ihr die Bezeichnung Apostola apostolorum. Später soll die katholische Kirche sie wegen ihres weiblichen Geschlechts unterschlagen haben.

Um noch einmal auf „Battlestar Galactica“ zurück zu kommen, im Remake gibt es insgesamt 13 menschliche Cylonenmodelle, von denen die Nummer 7 jedoch nie zu sehen ist. Die anderen 12 dürften eine Anspielung auf die 12 Apostel sein. Um das Ganze abzurunden, gibt es zu Werbezwecken ein Foto, auf dem 12 Charaktere der Serie an einer Tafel sitzen. Dies ist offensichtlich eine Darstellung des letzten Abendmahls mit der teuflischen Nr. 6 als eine Art Anti-Jesus. Allerdings hat sie nur 11 Apostel.

battlestar_galactica_last_supper

Es kann davon ausgegangen werden, dass noch weitere Spielereien mit den Zahlen 12 und 13 einen Bezug zum Tierkreis haben. Es ist kein Geheimnis, dass Astrologie zu den Kernelementen sowohl der Religionen als auch okkulter Geheimgesellschaften zählt. Neben dem Zodiak stößt man dabei sehr häufig auf den Orion, den Stern Sirius sowie die Planeten, darunter insbesondere Venus und Saturn. Von noch zentralerer Bedeutung sind eigentlich nur der Mond und die Sonne, wobei der scheinbare Verlauf der Sonne durch die Tierkreiszeichen Beginn und Ende astrologischer Zeitalter markiert.

Die astrologischen Zeitalter sind allerdings nicht nur den Esoterikern heilig, sondern auch den monotheistischen Religionen. Die Entstehung des Judentums fällt z.B. in das Zeitalter des Widders, weshalb an jüdischen Feiertagen bis heute ein Widderhorn, das so genannte Schofar, geblasen wird. Jesus lebte zu Beginn des Fische-Zeitalters, was wohl der wahre Grund dafür ist, warum der Fisch das ursprüngliche Symbol des Christentums war. Heute befinden wir uns am Übergang vom Fische- zum Wassermann-Zeitalter, welches die Esoteriker als ihr Goldenes Zeitalter herbeisehnen.

Allerdings handelt es sich um rein astrologische Zeitalter, die nur aus der Perspektive der Erde Sinn ergeben. Faktisch wird sich rein gar nichts ändern. Die Erde wird in keine höhere Dimension aufsteigen, die Zeit wird keine andere Qualität haben, wir werden auch keine globale Erleuchtung erleben und es wird kein neuer Messias kommen. Die Natur wird einfach weiter ihren gewohnten Gang gehen und wenn sich unsere Gesellschaft verändert, dann nur, weil wir es zulassen, dass uns irgendwelche Esoterik-Quacksalber einen falschen Propheten vorsetzen. Wenn wir endlich diesen ganzen astrologischen Hokuspokus überwinden würden, kämen wir sehr schnell zu der Erkenntnis, dass wir selbst unser Schicksal in der Hand haben und unsere Zukunft unabhängig von irgendwelchen willkürlich gesetzten Zeitaltern gestalten können.

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Das Weltenei – Geburt einer Schlange

von Joe Doe

Das Weltenei ist Bestandteil vieler Schöpfungsmythen und damit ein universelles Symbol. Aus dem Ei soll den Legenden nach die Welt in Gestalt eines Allgottes geschlüpft sein, der interessanterweise in vielen Kulturen mit oder sogar als Schlange dargestellt wird. Es handelt sich also offensichtlich nicht um ein Hühnerei und sollte dementsprechend auch nicht mit diesem Fruchtbarkeitssymbol verwechselt werden, welches bunt angemalt als Osterdekoration dient.

Weltenei

In der ägyptischen Götterlehre war alles noch etwas anders. Der Legende nach legte Amun ein Gänseei, aus dem die Welt hervorging. Er galt den Ägyptern als Allgott, der als halb männlich und halb weiblich dargestellt wurde. Sein Name war so geheim, dass er mit einem Fluch belegt war. Allerdings könnte sein Ruf bis nach Mali gelangt sein, wo die Dogon bis heute einen Schöpfergott namens Amman anbeten. Die Ähnlichkeit der Namen ist verblüffend und darüber hinaus erschuf Amman ebenso wie Amun ein Weltenei.

Im antiken Griechenland war das Weltenei Teil des Dionysoskultes. In diesem schlüpfte ein ebenfalls zweigeschlechtlicher Schöpfergott aus einem Ei und dieser war ebenso geheimnisumwittert wie Amun. Weitere Parallelen gibt es zum hinduistischen Schöpfungsmythos, in dem sich der Samen des Gottes Prajapati in ein goldenes Ei verwandelte, aus welchem er selbst nach einem Jahr als Brahman schlüpfte. Aus den beiden Schalenhälften formte er anschließend Himmel und Erde. Ebenso wie Amun ist Brahman halb männlich, halb weiblich. Zu beachten ist bei diesem Hindu-Mythos darüber hinaus die goldene Färbung des Eies, welche im Originaltext mit der Sonne assoziiert wird.

Einen ähnlichen Schöpfungsmythos gibt es auch in Skandinavien. Dem finnischen Nationalepos Kalevala zufolge legte eine Tauchente ein Ei in den Schoß der Luftgöttin Ilmata. Wie in der Hindu-Mythologie formte diese aus der unteren Schalenhälfte die Erde und aus der oberen den Himmel. Zusätzlich schuf Ilmata aus dem Eiweiß den Mond und aus dem Dotter die Sonne.

Diese Assoziation ist so simpel wie einleuchtend und führt uns direkt zum Mithraskult im antiken Rom. In diesem wurde der Sonnengott Mithras in einem Ei dargestellt, welches von den 12 Tierkreiszeichen umringt ist. Nun ist es durchaus logisch, dass Mithras als Verkörperung der Sonne in der Mitte des Tierkreises steht, dieser müsste aber eigentlich 13 Sternbilder umfassen. Der Schlangenträger fehlt in dieser Darstellung aber keineswegs. Mithras selbst trägt die Schlange.

Weltenei Mithras

Im Zoroastrismus diente das Weltenei ebenfalls dem Gott des Lichtes, Ahura Mazda, als Behältnis für die von ihm geschaffenen Sterne sowie die 30 guten Götter. Allerdings ist in dieser antiken Religion nicht der Gott des Lichtes der Schlangenträger. Sein Gegenspieler Ahriman, der Gott der Finsternis, erschuf in der Folge ebenso viele böse Götter, welche sich auf allen Seiten in das Weltenei bohrten und hineinschlüpften. Ahriman ist die Vorlage des biblischen Luzifers, welcher u.a. als Schlange dargestellt wird. Es gibt jedoch kleinere Unterschiede, denn Luzifer ist laut Bibel ein gefallener Engel Gottes, während Ahriman und Ahura Mazda beide Söhne von Zurvan, dem Gott der endlosen Zeit, sind.

Neben der Rolle des Schlangenträgers und der Vergiftung des Welteneies durch böse Götter gibt es schlussendlich noch die Mythologie der marokkanischen Gnawa, laut der die Welt direkt aus einem Schlangenei entstand. Lässt sich daraus nun ableiten, dass unsere Welt oder zumindest die frühen Kulturen von Schlangenwesen begründet wurden?

Die Tribute von Panem – Kinder in der Gladiatorenarena

von Joe Doe

Die „Tribute von Panem – The Hunger Games“ basiert auf dem gleichnamigen Buch von Suzanne Collins, die seit 1990 auch als Autorin für Kindersender wie Nickelodeon tätig ist. Neben dieser Verbindung ist es außerdem interessant zu wissen, dass Collins für eines ihrer anderen Werke Inspiration beim hochgradig okkulten Kinderbuch „Alice im Wunderland“ des pädophilen Esoterikers Lewis Carroll fand. Es sollte daher nicht verwundern, dass „Die Tribute von Panem“ nur so vor okkulter Symbolik strotzt und überhaupt nicht für Kinder geeignet ist.

Buch und Film spielen in einer neuen Weltordnung, in der die Welt in 12, ehemals 13 Distrikte unterteilt ist. Hier findet sich bereits der Tierkreis mit seinen 12 Sternbildern und dem verloren Tierkreiszeichen des Schlangenträgers wieder. Man denke in diesem Zusammenhang an die 12 Kolonien von Kobol sowie die verlorene Erde in „Battlestar Galactica“. Es ist erstaunlich, wie viele Autoren sich ihre Kreativität von okkulter Astrologie einengen lassen.

Da die neue Weltordnung von Panem, welches auf dem Gebiet der ehemaligen USA liegt, ein faschistischer Polizeistaat ist, kam es einst zu Aufständen in den 13 Distrikten. Diese wurden blutig niedergeschlagen und seither müssen die Provinzen jedes Jahr als Zeichen ihrer Unterwerfung einen Tribut entrichten. Dieser besteht aus jeweils zwei Kindern (Junge und Mädchen), die ausgelost werden.

HG Auslosung

Statt die Kinder einfach an die Wand zu stellen und zu erschießen, müssen sie zu Unterhaltungszwecken in einem modernen Gladiatorenkampf gegeneinander antreten. Brot und Spiel wie im alten Rom. Nun ja, nicht ganz so wie im alten Rom, denn es gibt nur Spiele, ohne Brot. Deshalb heißen die Kämpfe wohl auch „Hungerspiele“.

Angesicht der Tatsache, dass nur eines der Kinder überleben wird, meldet sich in Distrikt 12 Katniss Everdeen (Jennifer Lawrence) freiwillig, um ihre kleine Schwester Primrose, die ausgelost wurde, vor dem Tod zu bewahren. Zusammen mit ihr tritt Peeta Mellark (Josh Hutcherson) zu den Hungerspielen an. Das ist tragisch, da er in Katniss verliebt ist, aber nur einer von beiden die Spiele überleben kann.

Die Veranstalter in Panem wissen diesen Umstand jedoch für ihre Show zu nutzen. Bevor die Spiele beginnen, treten die Kandidaten nämlich in einer Sendung auf, die dermaßen oberflächlich und stupide ist, dass man sich an DSDS („Distrikt 12 sucht den Superstar“) erinnert fühlt. Die Outifts erwecken indes eher den Eindruck von „Panems next Top-Model“. Katniss tritt dabei als Lady in Rot auf, deren Kleid förmlich in Flammen steht.

HG Lady in Rot

Bereits bei ihrem pompösen Einzug in Panem werden Katniss und Peeta flammende Flügel verpasst, denn der brennende Phönix ist ein bedeutendes Symbol in ihrem Distrikt. Da durch ihre Taten später erneut Aufstände ausbrechen werden, kann hier eine Parallele zu „Star Wars“ gezogen werden. Im „Krieg der Sterne“ benutzen die Rebellen nämlich ebenfalls einen Phönix als Erkennungszeichen.

Hungerphönix

HG Phönixanstecknadel Nazi

Ansonsten besteht die erste Hälfte des Films aus Training und Sponsorensuche. Nach außen wird zudem ein gigantisches Spektakel betrieben. Die große Inszenierung, bei der die Tribute in Streitwägen über den zentralen Platz der Hauptstadt fahren, erinnert stark an einen Einmarsch der Gladiatoren.

HG 05 Flammenflügel

HG 06 Einmarsch der Gladiatoren

Eingerahmt wird diese Handlung von einer faschistischen Kulisse. Die Betonbauten von Panems Hauptstadt erinnert an die Naziarchitektur im 3. Reich und man bekommt fast den Eindruck, dass Albert Speers Germania in der neuen Weltordnung Realität geworden ist. Zwischen den grauen Klötzen finden sich allerdings auch typische Freimaurersymbole wie Obelisken und ein Kubus.

HG Germania

HG 09 Germania Obelisk

HG 10 Germania Kubus

Im krassen Gegensatz zur grauen Betonarchitektur steht die schrillbunte Mode der globalen Elite, die von den Nazis wohl das Label „entartete Kunst“ aufgedrückt bekommen hätte. Wer war denn der Kostümdesigner? Harald Glööckler? Wenn Augen kotzen könnten…

HG Glööckler

HG Abgeschmacktes Outfit

Unter der dekadenten Fassade von Panem lauert jedoch ein brauner Kern, weshalb man umso mehr Lust bekommt, diesen Fieslingen ihre überschminkte Kuchenbude einzutreten. Ähnliche Hassgefühle steigen einem empor, wenn man sieht, was sie den Tributen antun.

HG Polzeistaat

Zunächst werden den Kiddies RFID-Chips implantiert, damit sie jederzeit aufspürbar sind. Anschließend schickt man sie in einen künstlichen Wald, in dem sie einer permanenten Videoüberwachung ausgesetzt sind. Immerhin sollen die Spiele live in alle Distrikte übertragen werden. „Big Brother“ lässt grüßen.

Nach einem überflüssig langen Countdown dürfen die Tribute dann entweder zur den bereitgestellten Waffen greifen oder in den Wald flüchten. Die Waffen sind zwar verlockend, aber dort ist auch die Lebensgefahr am größten. Denn kaum haben alle Kiddies eine in der Hand, fallen sie übereinander her und schlagen sich die Köpfe ein. Man bedenke, dass dieser Film ab 12 Jahren freigegeben ist.

Gleich zu Beginn der Spiele sind bereits die Hälfte der Teilnehmer bestialisch abgeschlachtet. Wer darin kein satanisches Opferritual sieht, muss vollkommen blind sein. Man beachte dabei, dass hier wieder die Zahl 12 im Mittelpunkt steht, denn so viele Kinder werden bereits in den ersten Minuten geopfert. Ein paar Stunden später wird das nächste Opfer massakriert und der Veranstalter betont, dass gleich 13 Kinder in den ersten 8 Stunden getötet wurden. Damit wäre dann auch der Schlangenträger zufrieden gestellt.

Der Schlangenträger liegt, nebenbei bemerkt, am Sternenhimmel zwischen Schütze und Skorpion. Katniss Everdeens Lieblingswaffe ist daher wohl kaum zufällig ein Bogen. Es ist zwar unerheblich, bei welchem Tierkreiszeichen man mit der Zählung beginnt, doch setzt man den Ophiuchus an die 13. Stelle, wäre der Schütze das 12. Tierkreiszeichen. Und aus welchem Distrikt kam doch gleich die Schützin?

HG Schützin

HG Schützin 12

Neben den regulären Waffen stehen den Teilnehmern auch einige Biowaffen zur Verfügung. In der kontrollierten Umgebung wimmelt es von giftigen Beeren und Killerwespen. Letztere setzt Katniss gegen einige Gruppe Feinde ein, die den Baum belagert, auf den sie sich geflüchtet hat. Nachdem alle schreiend davongerannt sind und eine Teilnehmerin mit zerstochenem Gesicht am Boden liegt, kann sie entkommen.

Doch ein erneutes Versteckspiel dulden die Veranstalter nicht. Die wollen nämlich Blut sehen und scheuchen Katniss am nächsten Morgen mit einem inszenierten Waldbrand auf. Ironischerweise haben sie die junge Everdeen zuvor mehrfach als „Mädchen, das in Flammen steht“ vorgestellt. Nun nehmen sie ihren Slogan wörtlich und machen ihr Feuer unterm Hintern. Dies bleibt jedoch nicht die einzige Gemeinheit.

Nachdem sich Katniss mit einem kleinen Mädchen aus Distrikt 11 (offensichtlich Afrika) angefreundet hat und dieses nach ihrem tragischen Tod würdevoll bestattet, brechen in deren Heimat Aufstände aus. Zunächst überlegen die Veranstalter, Katniss dafür zu töten. Doch schließlich erkennen sie, dass sie damit eine Märtyrerin erschaffen würden und ändern die Regeln. Es darf ab sofort zwei Gewinner geben, sofern diese aus demselben Distrikt stammen. Damit soll die Liebesgeschichte zwischen Katniss und Peeta ausgeschlachtet werden, um die Massen zu besänftigen.

Natürlich bedeutet dies nicht, dass die beiden am Ende als Sieger aus dem Gemetzel hervorgehen. In der finalen Runde werden hundeartige Kreaturen losgelassen, um die restlichen Tribute zu dezimieren. Als nur noch Katniss und Peeta übrig sind, werden die Regeln erneut geändert und beide sollen gegeneinander antreten. Wirklich überraschend ist die Hinterhältigkeit der Machthaber jedoch nicht.

Kreativ ist lediglich der Umgang von Katniss Everdeen mit dieser Situation. Sie droht, sich und Peeta mit den Beeren zu vergiften, sodass am Ende kein Sieger gekrönt werden kann. Ein solcher Ausgang würde gewiss den vereinten Volkszorn in allen Distrikten entfesseln. Immerhin stünden die Veranstalter als Lügner da und hätten obendrein ein Liebespaar auf dem Gewissen. Es bleibt ihnen also nichts anderes übrig, als die letzte Regeländerung zu widerrufen und sowohl Katniss als auch Peeta zu Siegern zu krönen.

Friede Freude Eierkuchen? Gewiss nicht! Die Welt ist noch immer ein Polizeistaat und 22 Kinder wurden auf grauenhafte Weise gegeneinander aufgehetzt und ermordet. Teil 2 der Trilogie läuft bereits in den Kinos und verspricht eine weitere Runde Blutvergießen in Panems Arena.

Fazit: An diesem Film ist einfach alles entsetzlich. Die Welt der Zukunft ist eine entsetzliche Diktatur mit einer entsetzlichen Naziarchitektur. Der Modegeschmack der Elite ist eine Beleidigung für’s Auge und die belanglose Dekadenz ist kaum zu ertragen. Am entsetzlichsten sind jedoch die blutrünstigen Gladiatorenkämpfe, in denen sich Minderjährige grausam abschlachten müssen.

Was hier als Kinder- und Jugendliteratur angepriesen und als Film mit einer Altersfreigabe FSK 12 ausgegeben wird, könnte nicht schädlicher für Heranwachsende sein. „Die Tribute von Panem“ ist das reinste Gift für die Seele! Zudem verherrlicht der Film den Faschismus, was sich ebenfalls negativ auf das junge Zielpublikum auswirkt.

Heil Panem

Der Skorpion

von Joe Doe

Skorpione gehören zu den Spinnentieren. Weltweit sind ca. 1.400 Skorpionarten bekannt. Am Ende ihres Schwanzes haben sie einen Giftstachel, der je nach Art mehr oder weniger tödliches Gift enthält. Kein Wunder also, dass Skorpione in zahlreichen Mordkomplotten der Antike eine nicht unerhebliche Rolle spielen.

Skorpion

Insbesondere in Ägypten spielte der Skorpion eine große Rolle, wobei der erste namentlich bekannte Pharao Altägyptens sogar Skorpion I (ca. 3.200 v.Z.) hieß. Darüber hinaus wurden Skorpione mit einigen Gottheiten assoziiert. In der ägyptischen Mythologie gibt es z.B. die Göttin Selket, welche stets mit einem Skorpion auf dem Kopf dargestellt wurde. Selket wurde in Schutzzaubern angerufen, um vor Skorpionstichen zu schützen.

Selket

In der griechischen Mythologie bringt dagegen die Göttin Artemis in einem Anfall von Wut einen Skorpion hervor, der den Jäger Orion mit seinem Stich tötet. In dieser Geschichte offenbaren sich die astrologischen Wurzeln des Skorpionkultes, denn der Skorpion findet sich als Sternbild des Tierkreises am Nachthimmel wieder.

Sternbild Skorpion

In der Offenbarung des Johannes werden Skorpione schließlich zu einem Symbol der Apokalypse, da Johannes die Heuschrecken, welche durch die fünfte Posaune entfesselt werden, mit Skorpionen vergleicht.

Seelen – Zwischen New Age und Optimismus

von Joe Doe

Der Film „Seelen“ beginnt mit dem Planeten Erde, auf es in der Zukunft weder Krieg noch Krankheit oder Armut gibt. Nein, das ist nicht „Star Trek“ und auch nicht das Verdienst der Menschheit. Die Erde wurde von einer fremden Spezies besetzt und das hat seinen Preis. Denn die Menschen bezahlen mit ihrer Freiheit.

Seelen Utopia

Das klingt schon extrem nach dem Blue Beam Project, während die hübsche Fassade der neuen Weltordnung an das Venus Project erinnert. Augenscheinlich wirkt zwar alles friedlich, der Planet ist gerettet und die Menschheit von der Geißel des Geldes befreit. Aber dafür hat eine neue Geißel die Menschheit befallen.

Die Aliens herrschen nämlich nicht einfach über die Menschheit, sondern besetzen unsere Körper. Ein klassischer Fall von Besessenheit, bei dem Waffen wenig nützen. Also eher ein Fall für den Exorzisten? Der Verdacht, dass hier Dämonen am Werke sind, wird zumindest dadurch bestärkt, dass die außerirdischen Wesen die Gestalt von Engeln aus Licht haben. Wissenschaftlich gesehen sind es jedoch Parasiten, was ein wenig an die Goa’uld aus „Stargate“ erinnert. Zumal sich auch in „Seelen“ die Augen der Wirte verändern und zu leuchten beginnen.

Was als typisches „Körperfresser“-Szenario beginnt, entpuppt sich allerdings als durchaus spannende Reise. Nachdem sich Melanie Stryder (Saoirse Ronan) opfert, um ihren kleinen Bruder zu schützen, wird ihr verwundeter Körper mit einer Entität namens „Wanderer“ infiziert. Beide Seelen treten miteinander in Dialog und es gelingt Melanie, Wanderer zu überzeugen, die freien Menschen nicht zu verraten.

Der Parasit bekommt langsam Selbstzweifel und zusammen kehren sie in die Wüste zu den freien Menschen zurück. Bei ihren einstigen Freunden und Verwandten stößt Melanie/Wanderer jedoch nicht unbedingt auf Gegenliebe. Einzig Melanies Onkel Jeb (William Hurt) stellt sich schützend vor sie und rettet ihr so das Leben. Nachdem die anderen ihr zunächst an den Kragen wollen, dämmert den meisten langsam, dass Melanie immer noch in ihrem Körper präsent ist und nicht nur der fremde Parasit.

Wanderer lernt durch das Zusammenleben mit den freien Menschen, dass nicht alle Menschen schlecht sind und außer Gewalttätigkeit noch mehr zu bieten haben. Auf der anderen Seite lernen auch die Menschen, dass nicht alle Invasoren gleich sind und der Menschheit schaden wollen. Die beiden Spezies sind einfach zu verschieden und haben völlig unterschiedliche Moralvorstellungen, was es umso erfreulicher macht, dass am Ende doch ein Dialog zustande kommt.

In diesem Punkt unterscheidet sich „Seelen“ durchaus angenehm von den übrigen Invasionsfilmen, die wir sonst von Hollywood aufgetischt bekommen. In der Regel sind immer alle Außerirdischen böse. Entweder sind sie eindimensional dämonisch (z.B. „Mars Attacks“) oder haben ein Schwarmbewusstsein, welches frei von Mitgefühl ist (z.B. „Independence Day“). Zuweilen gibt es auch gute und böse Aliens, aber immer von verschiedenen Spezies (z.B. „Cowboys & Aliens“).

„Seelen“ bricht all diese Klischees. Wenn Menschen fähig sind, Gutes und Schlechtes zu vollbringen, was sie im Film auch unter Beweis stellen, warum sollte das dann bei den Aliens anders sein? Es ist äußerst erfrischend, es einmal mit Individuen zu tun zu bekommen, die nicht eindimensional denken und handeln, sondern sich weiterentwickeln und bewusste Entscheidungen treffen. Dies ist definitiv die größte Stärke des Films, was ihn auch sehr spannend macht. Hirnloses Rumgeballer hatten wir in letzter Zeit zur Genüge.

Am Ende ist Wanderer (deren Name in der deutschen Übersetzung unsinniger Weise in „Wander“ abgekürzt wird) sogar bereit, sich für die Menschen zu opfern. Sie gewährt jedoch auch der weniger freundlichen Seele der Sucherin (Diane Kruger) Gnade, obwohl diese zuvor noch Jagd auf sie und all ihre Freunde gemacht hat. Hier findet definitiv ein Lernprozess statt. Die Menschen lernen ihrerseits von Wanderer, die Parasiten zu entfernen, ohne sie oder die menschlichen Wirte dabei zu töten.

Es entwickelt sich allmählich eine Vertrauensbasis und die Menschen lassen schlussendlich nicht einmal das Selbstopfer von Wanderer zu, als diese den Körper von Melanie wieder frei gibt und dabei ihren eigenen Tod in Kauf nimmt. Stattdessen verschaffen die Menschen ihrer Seele den Körper einer Verstorbenen. Das hätte man natürlich auch gleich auf diese Weise lösen können, aber dann wäre der Film nach einer Dreiviertelstunde vorbei gewesen.

So lange dauert nämlich die Episode „Seelenwanderung“ aus der ersten Staffel der Neuauflage von „Outer Limits“. In dieser kommen die Natal zur Erde und bitten die Menschheit um die Körper ihrer Verstorbenen. Trotz einiger Ähnlichkeiten (vor allem bei der Übertragung des Parasiten), geht „Seelen“ eigene Wege, was auch gut so ist.

"Outer Limits"

„Outer Limits“

Während die Natal aus „Outer Limits“ von Beginn an eine sehr spirituelle Spezies sind, die nicht invasiv handeln, sondern die Menschheit um Hilfe bitten, haben die Aliens aus „Seelen“ eine weitaus totalitärere Gesellschaftsform. Höflich anfragen liegt ihnen absolut nicht und ihre Elite tritt auf wie eine Psychosekte.

Seelen Aliensekte_1

Die Autorin der Romanvorlage, Stephenie Meyer (bestens bekannt durch die „Twilight“-Saga), ist zwar Mormonin, doch es ist fraglich, ob die Mormonen sich hier in Selbstdarstellung üben oder nicht eher mit dem Konkurrenten Scientology abrechnen. Denn immerhin werden die totalitären Machthaber hier – im Gegensatz zu „After Earth“ – klar als Feindbilder definiert.

Ähnlichkeiten gibt es dagegen zu „Battlestar Galactica“, denn die Invasoren haben neben der Erde 12 weitere Planeten kolonisiert. Da kommen einem gleich die 12 Stämme von Kobol in den Sinn. Diese Parallele liegt dabei wohl nicht nur in der Astrologie begründet (die 12 Sternbilder des Tierkreises). Zumindest auf die Originalserie von „Kampfstern Galactica“ hatten die Mormonen ebenfalls erheblichen Einfluss.

Die totalitäre Gesellschaft der Invasoren dürfte sich indessen bald gravierend ändern, da am Ende des Films noch mehr Aliens zu den Menschen überlaufen und statt der parasitären Invasion entwickelt sich langsam eine Symbiose. Ebenfalls eine erfreuliche Abwechslung zu den üblichen Invasionsfilmen, in denen die Invasoren für gewöhnlich vernichtend geschlagen werden (z.B. „Krieg der Welten“).

Im Vergleich zur „Twilight“-Saga gibt es da schon weniger Abwechslung. Auch in „Seelen“ entwickelt sich eine Dreiecksbeziehung – Isabelle, Edward und Jacob lassen grüßen. Allerdings stehen die schnulzigen Liebesszenen in „Seelen“ nicht ganz so im Vordergrund, was dem Film sehr gut tut.

Außerdem muss sich hier nicht Melanie zwischen Jared (Max Irons) und Ian (Jake Abel) entscheiden. Sie liebt definitiv nur Jared, während die Wanderin Ian liebt. Die Lösung besteht auch nicht in einer unvermeidlichen Hochzeit zwischen Melanie und Edward … äh … Jared. In „Seelen“ muss niemand leer ausgehen und nachdem die Wanderin Melanies Körper verlassen hat, lebt sie ihre Beziehung zu Ian kurzerhand mit ihrem neuen Wirtskörper aus.

Diese Lösung ist durchaus originell und kommt auch relativ überraschend. Zwar dürfte sich vor allem ein junges, weibliches Publikum von dieser Romanverfilmung angesprochen fühlen, aber dank der ausgereiften Science Fiction-Handlung öffnet sich der Film auch einer breiteren Zuschauerschaft.

Fazit: „Seelen“ haut zwar kräftig in die Alien-Invasionskerbe, ist aber nicht die übliche hirnlose Actionkost und verzichtet auf allzu große Logiklücken. Ebenso wird man im Gegensatz zu „After Earth“ und „Oblivion“ von umgedrehten Pyramiden und Vulkanen verschont, was viel wert ist.

Die Handlung ist spannend umgesetzt und lässt keine Langeweile aufkommen. Sieht man einmal von den üblichen „Körperfresser“-Anspielungen ab, ist der Film durchaus gelungen. Der größte Pluspunkt ist die differenzierte Darstellung individueller Aliens. Dies dürfte der Realität bei weitem am nächsten kommen, denn es gibt wohl kaum eine Spezies in diesem oder einem anderen Universum, die per se böse ist. Es sei denn, es handelt sich wirklich um Borg oder ähnliche Wesen mit einem Kollektivgeist, die keinerlei Individualität kennen.

Leider hält der Soundtrack im Abspann nicht das hohe Niveau des Films. Mal ehrlich: „Welcome to the New Age“? Könnte man noch offensichtlicher für esoterisches New Age-Gedankengut werben? Sehr schade, denn ansonsten hinterlässt der Film einen mehrheitlich positiven Eindruck.

Die schwarze Sonne

von Joe Doe

Die Schwarze Sonne ist ein okkultes Symbol, welches weit über die Nazibewegung hinaus verbreitet ist. Lediglich die Variante bestehend aus zwölf Sig-Runen ist eine Erfindung der Nazis und keineswegs ein antikes Symbol. Am bekanntesten dürfte dabei das Bodenmosaik in der Wewelsburg sein, welche ab 1934 auf Befehl von Heinrich Himmler zu einem Zentrum der SS ausgebaut wurde. Die Schwarze Sonne war ein Ergebnis dieser Umbauarbeiten und stammt nicht, wie die ursprüngliche Burg, aus dem 17. Jahrhundert.

Wewelsburg

Wewelsburg

Die zwölf Sig-Runen von Himmlers Schwarzer Sonne sollten die 12 Hauptämter der SS symbolisieren, womit u.a. Bezug zu die zwölf Rittermönche des leitenden Konvents des Deutschritterordens sowie die 12 Ritter der Tafelrunde genommen wurde. Die 12 Apostel von Jesus kommen einem da ebenfalls in den Sinn.

Mit dem Wissen um das astrologische Wahnsystem der okkulten Elite ist davon auszugehen, dass der Ursprung des Zwölferrates im Tierkreis zu suchen ist. Man denke nur an die zwölf Kolonien von Kobol aus „Battlestar Galactica“. Die leitenden Persönlichkeiten solcher Kreise, wie Heinrich Himmler, Artus oder Jesus spielen dabei auf das geheime 13. Tierkreiszeichen des Schlangenträgers an. (Wobei man diese Persönlichkeiten natürlich nicht gleichsetzen kann!)

Einen Hinweis auf den astrologischen Ursprungs der 12 Speichen der Schwarzen Sonne liefert das folgende Arrangement am Bracken House (London). Hier steht die schwarze Sonne im Zentrum des Zodiaks, was nun wirklich keine Fragen offen lässt.

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Heute ist die Schwarze Sonne vor allem in neonazistischen Kreisen ein beliebtes Hakenkreuzersatzsymbol. In Italien gründete sich vor einigen Jahren eine rechtsextreme Bürgermiliz, deren Erkennungszeichen neben dem Braunhemd der SA eine Armbinde mit Schwarzer Sonne ist und schlussendlich wird das Symbol nach wie vor von der Nachfolgeorganisation der Thule-Gesellschaft genutzt. Letztere hat neben der Schwarzen Sonne auch Zirkel und Winkelmaß der Freimaurer auf ihrer Webseite.

Die Thule-Fritzen scheinen zudem gehörig einen an der Klatsche zu haben. Neben Liedern des Rechtsextremisten Frank Rennicke, der schon mal im Auftrag der NPD durch die Lande tourt, finden sich auch Zitate von Mahatma Ghandi und Berthold Brecht. 2013 will sich der braune Zweig der Freimaurerei bei Knittelfeld treffen – einem bekannten UFO-Hotspot. Vielleicht wollen sie dann ja mit ihren Haunebus zum Führer nach Aldebaran fliegen.

Okkultes Ritual in Gizeh

War ja klar, dass sich irgendwann ein Freimaurer finden würde, der den großen Pyramiden von Gizeh ein paar Augen verpasst. Verantwortlich für diesen Mist ist Jean Michel Jarre, der dieses Ritual im Rahmen eines Konzertes abhielt.

Das Ganze nannte sich „Die 12 Träume der Sonne“. Man muss nun wahrlich kein Genie sein, um darauf zu kommen, was sich hinter diesem Titel verbirgt. Die Sonne durchläuft jedes Jahr die 12 Tierkreiszeichen. (Na ja, eigentlich sogar 13, aber pssst!)

Die Pyramide mit Auge

von Joe Doe

Wer kennt nicht die allgegenwärtige Pyramide mit Auge? Bekannt dürfte sie den meisten von der Rückseite der 1-Dollar-Note sein. Doch wie kam sie dort hin?

US-Staatssiegel

Um Missverständnisse zu vermeiden, muss erst einmal erklärt werden, dass es sich bei den Motiven der Pyramide und des Adlers um die beiden Seiten des US-Staatssiegels handelt. Nachdem sich einige Freimaurer an dem Siegel versucht hatten, wurde der endgültige Entwurf von Charles Thomson im Jahr 1782 angenommen und gilt seitdem als Hoheitszeichen der USA. Auf Geldscheinen erschien das Siegel erstmals 1907 als Teilmotiv auf der Rückseite des 20-Dollar-Gold Certificate. Auf der 1-Dollar-Note ist es sogar erst seit 1935 abgebildet, nachdem unter dem Freimaurer Franklin D. Roosevelt der Goldstandard aufgehoben und der Dollar zum Spielgeld wurde.

Die Pyramide mit Auge sticht besonders hervor, da sie ein einschlägiges Freimaurersymbol ist. Unter der Pyramide steht der Spruch „Novus Ordo Seclorum“, was übersetzt so viel wie „neue Ordnung der Zeiten“ bedeutet und auf die neue Weltordnung anspielt. Man beachte, dass das Spruchbanner an beiden Enden eine gespaltene Zunge aufweißt.

Richtet man nun ein freimaurerisches Hexagramm an der Pyramide aus, zeigen fünf der Enden auf die Buchstaben A, S, N, O und M. Dies ist ein Anagramm für „Mason“, die abgekürzte Form von „Freimaurer“.

ein weiteres Hexagramm befindet sich über dem Adler auf der anderen Seite des Staatssiegels. Es besteht aus 13 Sternen. Die 13 findet sich überall im Siegel wieder. Auf dem Schild des Adlers sind 13 Streifen, in der rechten Kralle hält er 13 Pfeile und in der linken Kralle einen Zweig mit 13 Blättern und 13 Oliven. Die Pyramide hat ebenfalls 13 Stufen. Offiziell steht die die 13 für die Gründungsstaaten der USA. Doch warum hatte man zum Zeitpunkt der Unabhängigkeitserklärung gerade 13 Kolonien gegründet? Anfangs waren es nur 6 – die so genannten Neuenglandstaaten. Später wurden es dann sehr viel mehr und heute sind es 50 bzw. 51, wenn man Hawaii mitzählt.

Man kommt nicht umhin, dass die 13 auf die Anzahl der Stämme der Menschheit anspielt – eigentlich 12 Stämme plus ein verlorener Stamm. Dieses Schema findet sich u.a. in der Serie „Battlestar Galactica“ wieder, in der die Namen der 12 Kolonien von Kobol gleich eine Brücke zu den 12 Tierkeiszeichen schlagen. Wie wir bereits wissen, gibt es noch das geheime 13. Tierkreiszeichen des Schlangenträgers. Mit anderen Worten haben sich bereits die Gründungsväter der USA am astrologischen Wahnsystem der Freimaurer orientiert, was nicht weiter verwundert, da die meisten von ihnen bekennende Freimaurer waren.

Es gibt einen weiteren Fund aus Ecuador, der beweist, dass die 13 Stufen der Pyramide nichts mit den 13 Gründungsstaaten der USA zu tun haben, sondern eher umgekehrt. Die folgende 13-stufige Pyramide mit Auge wurde der Weltöffentlichkeit von Klaus Dona präsentiert und auf ein Alter von ca. 10.000-12.000 Jahren datiert. Zu dieser Zeit war noch nicht einmal ansatzweise an Freimaurer oder die USA zu denken. Wie also kommt dieses uralte Symbol zur Freimaurerei und damit auf das US-Staatssiegel? Die einzig plausible Antwort lautet, dass die Weltgeschichte schon seit mindestens 12.000 Jahren von Geheimgesellschaften gelenkt wird.

Dieses Artefakt muss von einer hoch entwickelten Kultur angefertigt worden sein, da wir es nicht einmal mit heutigen Methoden zustande brächten. Der Clou dabei ist, dass die Pyramide unter UV-Licht sogar leuchtet.

An der Unterseite der Pyramide findet sich ein Text in Präsanskrit, der in etwa wie folgt übersetzte wurde: „Der Sohn/Die Sonne des Erschaffers/Schöpfers kommt.“ Daneben ist die Sternenkonstellation des Orion abgebildet, was wohl die Herkunft der „Erschaffer“ markieren könnte.

Quelle zur 1-Dollar-Note

Der Schlangenträger – Das geheime 13. Tierkreiszeichen

von Joe Doe

Die zwölf Tierkreiszeichen dürften jedem bekannt sein. Vor allem denen, die dem Aberglauben um Horoskope anhängen. Es handelt sich um Sternbilder, die die Sonne im Laufe eines Jahres durchläuft. Der so genannte „Zodiak“ umfasst die Zeichen Widder, Stier, Zwillinge, Krebs, Löwe, Jungfrau, Waage, Skorpion, Schütze, Steinbock, Wassermann und Fische.

Zu den bekannten 12 Tierkreiszeichen gesellt sich allerdings noch ein 13.: Ophiuchus oder zu Deutsch Schlangenträger. Zum mythologischen Ursprung des Schlangenträgers gibt es zwei bekannte Deutungen. Einige Astrologen nehmen an, dass der Ophiuchus den Sohn des Apollon, Asklepios, darstellt. Andere setzen ihn mit Herakles gleich. Im Zodiak ist er zwischen Skorpion und Schütze zu finden.

Ophiuchus

Der Schlangenträger ist aufgrund seiner magisch-okkulten Bedeutung in der Pop-Okkultur überaus beliebt. Zum einen aufgrund der offensichtlichen Schlangensymbolik, zum anderen, weil er als geheimes, nur den Eingeweihten bekanntes Tierkreiszeichen gilt. Dies gilt jedoch nur für die westliche Astrologie. In der chinesischen und indischen Astrologie gibt es generell 13 Tierkreiszeichen, wenn auch mit anderen Bezeichnungen.

Des Weiteren scheint der Schlangenträger weniger mit der Schlange zu kämpfen, als viel mehr mit ihr zu tanzen. Für die Okkultisten lässt sich daraus die Anbetung der Schlange im Garten Eden lesen. Um einmal aufzuzeigen, dass dies keine bloße Behauptung ist, sei hier ein Albumcover der Pop-Diva Cher angeführt. Auf diesem trägt sie nicht nur die Schlange, sondern hält zudem einen Apfel in der Hand. Sie stellt mehr als offensichtlich die biblische Eva während des Sündenfalls dar.

Der Schlangenträger ist jedoch keinesfalls nur im christlich geprägten Kulturkreis anzutreffen. In einigen afrikanischen Religionen trägt der meist weiblich dargestellte Wassergeist Mami Wata ebenfalls eine Schlange. Ausgehend von Nigeria hat sich der Mami-Wata-Kult nach Zentral- und Südafrika ausgebreitet. Durch den Sklavenhandel gelangte er schließlich bis in die Karibik sowie nach Lateinamerika.

Mami Wata

In Lateinamerika war der Schlangenträger jedoch schon lange vor der Wiederentdeckung des Kontinents durch Columbus bekannt. So wurde inzwischen eine Jahrtausende alte Steinskulptur eines Schlangenträgers in Ecuador entdeckt.

Schlangenträger Ecuador