Angriff auf gemeinnützige Vereine

von Anton Nymous

Während die Union gerade die Zensur des Internets über Artikel 13 durchwinkt, lässt sie gleichzeitig über den Bundesrechnungshof missliebigen Vereinen die Gemeinnützigkeit aberkennen, um gesellschaftliches Engagement zu erschweren. Bisher wurden schon die Globalisierungskritiker von Attac, die Deutsche Umwelthilfe, das Kampagnennetzwerk Campact! und die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN BdA) attackiert.

Wer sich für Gerechtigkeit, Umweltschutz, Frieden und gegen Faschismus einsetzt, soll also nicht gemeinnützig sein? Wer aber dagegen für die Profitinteressen von Konzernen eintritt, wie die Stiftungen Familienunternehmen und Soziale Marktwirtschaft, wird weiter gefördert, obwohl Wirtschaftslobbyismus nichts zum Allgemeinwohl beiträgt. Auch die Förderung von Krieg und Rüstungsgeschäften, wie von der Atlantik-Brücke e.V. und der Deutschen Gesellschaft für Wehrtechnik e.V. praktiziert, scheinen für die Union etwas Gemeinnütziges zu sein. Ja, sogar Erdogans verlängerter Arm DITIB wird mit Millionen Euros der Steuerzahler alimentiert.

Offenbar möchte die CDU/CSU nur noch Wirtschaftsverbände, die NATO und Autokraten fördern. Aber wehe denen, die sich wirklich für die Allgemeinheit einsetzen. Insbesondere wenn es gegen Korruption, Konzernlobbyismus und die Einschränkung von Freiheitsrechten geht. Da hat die Union offenbar ein persönliches Interesse, dass so etwas nicht mehr öffentlich thematisiert wird.

Der geplante Krieg gegen Venezuela

von Anton Nymous

Aktuell werden die Menschen in den NATO-Mitgliedsstaaten mit einer massiven Kriegspropaganda gegen Venezuela aufgehetzt. Maduro sei ein Diktator, der sein eigenes Volk abschlachte und der rechtmäßige Präsident sei ein Mann namens Juan Guaidó. Allerdings wird der Präsident in Venezuela nicht vom Parlament gewählt wie in Deutschland, sondern von der Bevölkerung. Guaidó kann also nicht der rechtmäßige Präsident von Venezuela sein, er ist lediglich Präsident des Parlaments und das ist ein gewaltiger Unterschied. In etwa so wie der Unterschied zwischen Bundespräsident (aktuell Steinmeier) und Bundestagspräsident (aktuell Schäuble).

Es ist auch nicht so, dass die Mehrheit der Venezolaner gegen Maduro wäre. Wohl aus genau diesem Grunde hat die Opposition bisher keine Volksbefragung durchgeführt, obwohl das Volk gemäß der venezolanischen Verfassung das Recht hat, einen Präsidenten abzuwählen. Maduro könnte also durchaus friedlich aus dem Amt entfernt werden, wenn das der Wille der Mehrheit wäre. Stattdessen kommt es zu gewaltsamen Aufständen durch reiche Oligarchen und Neofaschisten, die Regierungsanhänger auf offener Straße ermorden. Über die Morde durch die Opposition schweigen die westlichen Medien genauso wie über die Massenkundgebungen, die Präsident Maduro unterstützen.

Der einzige Punkt, der tatsächlich den Tatsachen entspricht, ist die massenhafte Flucht aus Venezuela. Die Menschen fliehen jedoch nicht vor ihrem Präsidenten, sondern vor den bürgerkriegsähnlichen Zuständen, welche die CIA und andere ausländische Institutionen mit angezettelt haben.

Ein weiterer Fluchtgrund ist die bittere Armut, die das Land fest im Griff hat. Viele, vor allem arme Venezolaner, leiden Hunger. Dies ist jedoch nicht die alleinige Schuld von Maduro. Begonnen hat die Misere während der Weltfinanzkrise vor rund 10 Jahren, von der sich Venezuela nie wirklich erholt hat. Hinzu kommt der Verfall des Ölpreises, worunter Venezuelas Haupteinnahmequelle bis heute leidet.

Verschärft wird die Wirtschaftskrise schließlich durch die venezolanischen Oligarchen, welche vorhandene Lebensmittel zurückhalten, um die Bevölkerung gegen die sozialistische Regierung aufzubringen. Eine ähnliche Strategie wendet inzwischen auch die USA an, indem sie eine Handelsblockade gegen das lateinamerikanische Land verhängt hat. Das Angebot, humanitäre Hilfsgüter zu liefern, ist daher absolut verlogen, da die USA selbst maßgeblich zur humanitären Katastrophe in Venezuela beitragen.

Aber nicht nur die inszenierte humanitäre Situation wird als Kriegsgrund angeführt. Ein weiterer Punkt ist die Entmachtung des Parlaments durch Maduro. Sicherlich mag dies auf den ersten Blick wie ein undemokratischer Akt wirken, doch wenn man einmal näher hinschaut, wer da entmachtet wurde, beginnt man zu verstehen. Man stelle sich vor, 1932 wäre nicht Hitler, sondern Thälmann zum Reichspräsidenten gewählt worden. Wäre es in diesem hypothetischen Szenario legitim gewesen, ein von der NSDAP beherrschtes Parlament zu entmachten und so den Holocaust sowie den 2. Weltkrieg mit rund 60 Millionen Todesopfern zu verhindern?

Was passiert, wenn in Lateinamerika Faschisten an die Macht kommen, konnte man u.a. unter Pinochet 1973 in Chile sehen. Maduro hat den Venezolanern ein solches Schicksal vorerst erspart. Darüber hinaus hat er mit der verfassungsgebenden Versammlung eine Institution geschaffen, welche viel breiter aufgestellt ist. Im Gegensatz zum Parlament sitzen in dieser Versammlung nicht nur Parteien, sondern auch Vereine, Wohlfahrtsverbände und Interessenvertretungen von Minderheiten wie der indigenen Bevölkerung. Das bedeutet nicht weniger, sondern mehr demokratische Teilhabe.

Auf westliche Länder mag dies befremdlich wirken, denn die USA und EU haben kaum Erfahrungen mit direkter Demokratie und wenn, dann nur auf kommunaler Ebene. Wir kennen lediglich bürgerliche Stellvertreterdemokratien, in denen wir nur alle paar Jahre darüber entscheiden dürfen, wer uns regiert. Meist sind das keine Vertreter aus der arbeitenden Bevölkerung, so wie Maduro, der aus einem armen Arbeiterviertel stammt. Es sind fast ausschließlich gut situierte Vertreter der Elite, die ihre Wahlkämpfe von Banken und Konzernen finanzieren lassen. Anschließend bedanken sie sich dafür mit einer wirtschaftsfreundlichen, neoliberalen Politik, welche gegen die Interessen der Bevölkerungsmehrheit gerichtet ist.

Für diese Art der Stellvertreterdemokratie hat sich der Begriff „Lobbykratie“ eingebürgert. Angela Merkel sprach indes selbst recht offen von einer „marktkonformen Demokratie“. Die direkte Demokratie in Venezuela ist derweil nicht marktkonform und westliche Ölkonzerne stören sich schon seit der Jahrtausendwende an der Verstaatlichung der venezolanischen Ölreserven sowie anderen Bodenschätzen. Und schon sind wir beim eigentlichen Kriegsgrund, den wir bereits von den Kriegen gegen den Irak, Libyen und Syrien kennen. Es geht wieder einmal ums Erdöl und obendrein ist die venezolanische Regierung auch noch sozialistisch und muss daher beseitigt werden.

Die humanitäre Krise in Venezuela schert den Milliardär Trump und die EU einen Scheißdreck! Immerhin wird diese durch die US-Handelsblockade und die EU-Sanktionen sogar noch verschärft. Ebenso wenig geht es den NATO-Staaten um Menschenrechte. Immerhin haben sie über Jahrzehnte jede faschistische Diktatur in Lateinamerika unterstützt, sei es Batista auf Kuba, Somoza in Nicaragua, Stroessner in Paraguay oder Pinochet in Chile, den die CIA sogar erst an die Macht geputscht hat.

Aktuell unterstützen die USA und EU auch den neugewählten brasilianischen Militärfaschisten Bolsonaro, der bereits im Wahlkampf angekündigt hatte, mindestens 30.000 politische Gegner ermorden zu wollen. In Brasilien hat die ideologische Säuberung sämtlicher Ministerien und staatlichen Institutionen unlängst begonnen. Für die achso demokratischen und freiheitsliebenden NATO-Mächte jedoch kein Grund für Sanktionen oder Kriegsdrohungen. Im Gegenteil wollen die USA sogar noch enger mit Brasilien zusammenarbeiten und einen weiteren Militärstützpunkt errichten, von dem aus Lateinamerika wieder unter die Kontrolle Washingtons gebracht werden soll.

Ähnlich verhalten sich die USA und EU auch im Nahen Osten. Während Donald Trump dem Iran permanent mit Krieg droht, hat er mit Saudi Arabien den größten Waffendeal der Menschheitsgeschichte abgeschlossen. Deutschland liefert ebenfalls fleißig Waffen an diese menschenverachtende Diktatur, in der munter gefoltert, gesteinigt und geköpft wird. Eine kleine Unstimmigkeit gab es lediglich wegen dem zerstückelten Journalisten Jamal Khashoggi, nicht aber wegen dem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg auf das Nachbarland Jemen.

Die gleiche Politik betreibt die EU und allen voran Deutschland mit Erdogan. Da kann dieser Despot noch so viele politische Gegner und Journalisten unter menschenunwürdigen Bedingungen einkerkern und auf Demonstranten schießen lassen. Den venezolanischen Oppositionspolitikern geht es längst nicht so dreckig wie der HDP-Führung in der Türkei. Dennoch bekommt Erdogan weiter Waffen geliefert und schlimmstenfalls eine Protestnote aus dem Kanzleramt.

Die USA, Deutschland und der Rest der EU haben sogar weggesehen, als Erdogans Truppen in Syrien einmarschiert sind und die kurdische Stadt Afrin annektiert haben. Wo waren da die Sanktionen? Im Gegensatz zur Bevölkerung der Krim, die sich per Referendum freiwillig Russland angeschlossen hat, wurden die Kurden in Afrin nicht gefragt, ob sie unter der Knute ihres Todfeindes leben wollen. Darüber schweigen die westlichen Massenmedien jedoch.

Wir sollen uns keinen Kopf über die Toleranz unserer westlichen Regierungen gegenüber tatsächlichen Diktaturen machen, sondern uns auf den bevorstehenden Krieg gegen Venezuela einstimmen lassen. Dieser droht zu einem zweiten Vietnam zu werden und wir alle wissen, wie die Sache damals ausging. Niemand sollte sich in diesem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg verheizen lassen, der bewusst von den USA und der EU herbei eskaliert wird.

Präsident Maduro hat der Opposition indes längst Gespräche angeboten und Länder wie Mexiko und Uruguay haben sich zur Vermittlung bereiterklärt. All dies wird aber ignoriert. Stattdessen haben die USA und EU den illegitimen Interimspräsidenten Guaidó anerkannt und Maduros Rücktritt gefordert. Der Westen will einen Regimechange, um vollen Zugriff auf das venezolanische Erdöl zu bekommen. Gelingt dies nicht mit Destabilisierungsmaßnahmen wie in der Ukraine, wollen die USA und ihre NATO-Vasallen den Regimechange mit militärischer Gewalt erzwingen.

(Offener Brief von Nicolás Maduro.)

Der Krieg scheint bereits beschlossene Sache zu sein und wurde nachweislich von langer Hand geplant. Erste Kriegsdrohungen gab es bereits zu Lebzeiten von Hugo Chavéz (1954-2013), als es noch gar keine Proteste und humanitären Engpässe gab. So gibt es eine ziemlich unverhohlene Anspielung im 2009 erschienen Science Fiction Kracher „Avatar – Aufbruch nach Pandora“. Schon in einer der ersten Szenen wird im militärischen Lebenslauf des Protagonisten Jake Sully (Sam Worthington) erwähnt, dass dieser in Venezuela im Einsatz war.

Es ist kein Geheimnis, dass das Pentagon Einfluss auf die Drehbücher großer Hollywood-Blockbuster nimmt, um das Kinopublikum auf ihre Kriegsagenda zu konditionieren. Allerdings war Venezuela für den Filmcharakter Sully keine schöne Erfahrung und in der Folge stellt er sich gegen das eigene Militär, welches auf dem Mond Pandora die indigene Bevölkerung abschlachtet, um Zugriff auf ein seltenes Erz zu bekommen. Das Unobtanium kann als Anspielung auf Öl oder seltene Erden verstanden werden und folgerichtig handelt es sich bei den einheimischen Na‘vi um ein Sinnbild für all die Völker, die bereits im Namen der Öl- und Bergbaukonzerne dahin gemetzelt wurden.

Der Film endet mit dem Sieg der indigenen Bevölkerung und der Vertreibung der irdischen Invasoren von Pandora. Es bleibt zu hoffen, dass die Realität ähnlich verlaufen wird, sollten die USA und ihre NATO-Vasallen tatsächlich in Venezuela einfallen. Die Chancen stehen gar nicht mal so schlecht, wenn man den Ausgang des Vietnamkrieges betrachtet und weiß, dass sowohl das venezolanische Militär als auch ein Großteil der Bevölkerung hinter der Regierung stehen.

Leider werden die Zehntausenden Toten aufgrund US-amerikanischer Kriegsverbrechen nicht zu verhindern sein. Wenn die US-Truppen abermals Napalm und Agent Orange oder noch viel fürchterlichere Waffen wie Clusterbomben und Uranmunition einsetzen, werden wir noch früh genug erkennen, wer die wahren Menschenfeinde sind. Egal ob in Vietnam, im Irak oder in Libyen – es waren schon immer die NATO-Staaten!

Das Verhalten der Bundesregierung mag diesbezüglich nicht verwundern. Die Ablehnung eines Solidaritätsantrags auf dem Europaparteitag der Linkspartei Ende Februar 2019 hingegen schon. Der Tagungsleiter Rico Gebhardt feierte das Abschmettern des Antrages gar als Erfolg, was seinem Landesverband Sachsen einige Stimmen bei der anstehenden Landtagswahl kosten wird.

Unterstützung erhielt Gebhardt u.a. von den Bundestagsabgeordneten Stefan Liebich und Thomas Nord. Liebich ist bekanntermaßen Mitglied des NATO-Lobbyvereins Atlantik-Brücke und Nord versuchte erst 2018 die Fraktionsvorsitzende Sahra Wagenknecht zu stürzen. Der neoliberale Parteiflügel FDS will DIE LINKE offensichtlich von einer Friedens- zu einer Kriegspartei umgestalten. Damit würde sich DIE LINKE jedoch überflüssig machen, denn niemand braucht eine zweite SPD, die ihrerseits nur eine zweite CDU ist.

Fairerweise muss dazu erwähnt werden, dass es auch andere Menschen in der Linkspartei gibt, die nicht um jeden Preis mitregieren wollen. 175 der EU-Parteitagsdelegierten haben für den Solidaritätsantrag mit Venezuela gestimmt. Einige sind sogar auf die Bühne gekommen und haben Flagge gegen den nächsten imperialistischen Unterwerfungsfeldzug der USA gezeigt. Die Frage ist nur, wie lange sie noch Mitglied in dieser Partei bleiben werden? Möglicherweise könnte aus der Sammelbewegung Aufstehen doch noch eine neue Partei hervorgehen – mit rund 170.000 Anhängern um einiges stärker als DIE LINKE und hoffentlich konsequent für Frieden.

Quelle

Panama-Papers – Korrupte decken Korruption auf

Wirklich überraschend sind die Inhalte der Panama-Papers nicht. Politiker, Fußballer und Konzerne sind korrupt, das hätte jeder wissen können, der die letzten Jahre nicht verpennt hat. Interessant ist jedoch, wer die Aufdeckung der Steuerflucht finanziert hat. Da tauchen u.a. Namen wie die Henry-Ford-Stiftung, die Rockefeller-Foundation und der Milliardär George Soros auf. Mit anderen Worten ultrareiche Säcke, die ihr eigenes Geld in Stiftungen und Briefkastenfirmen verstecken.

Natürlich haben es diese Verantwortlichen vermieden, ihre eigene Korruption an den Pranger zu stellen. Hauptzielscheibe ist wieder einmal Putin, obwohl man dem russischen Präsidenten direkt gar nichts nachweisen konnte. Lediglich einige politische Freunde Putins haben ihr Geld in Steueroasen angelegt, aber das machen Politiker in den USA und der EU gleichermaßen. Natürlich stürzen sich die Journalisten der Atlantikbrücke eben nur auf Russland, obwohl es für uns Europäer wesentlich interessanter wäre, welche deutschen, britischen und französischen Politiker einen Briefkasten in Panama haben.

Zwar sind die Panama-Papers dennoch interessant, da zumindest einige Korruptionsfälle aufgedeckt und Banken als Schleuser für Steuerflüchtlinge enttarnt werden. Nur ist das ganze leider von oben gelenkt und wird für die deutschen Steuerflüchtlinge und Banken keinerlei politische Konsequenzen haben.

Helmut Schmidt – der Freimaurer

von Joe Doe

Als der SPD-Politiker Helmut Schmidt (1918-2015) am 10. November letztes Jahres starb, war uns dies keine Meldung wert. Überhaupt interessiert uns der Tod von Prominenten nur in soweit, wie es dabei zu Ungereimtheiten kommt. Bei Helmut Schmidt war dies nicht der Fall. Sein Ableben hatte vor allem mit seiner Zigarettensucht zu tun und trotz dieser erreichte er ein stolzes Alter von 96 Jahren.

Es gibt auch sonst keinerlei Anlass, Helmut Schmidt in irgendeiner Weise zu würdigen. Der ehemalige Bundeskanzler der Bananenrepublik Deutschland war in seinem politischen Wirken derart konservativ, dass er selbst von der CDU gelobt wurde. Neben seiner politischen Karriere war Schmidt bis zu seinem Tod Mitherausgeber der Zeit. Darüber hinaus war ein enger Freund des Bankiers Eric M. Warburg (1900-1990) und wurde Mitglied in der von Warburg gegründeten Atlantik-Brücke.

Alles in allem war Helmut Schmidt also niemand, den die alternativen Medien zitieren sollten. Dennoch geschah genau dies, nachdem er sich in den letzten Jahren für eine freundschaftliche Beziehung mit Russland engagierte. Völlig unreflektiert wurde diese Einstellung umjubelt, ohne das Szenario des neuen Kalten Krieges zu hinterfragen. Schaut man nämlich etwas genauer hin, stellt man fest, dass beide Machtblöcke von Freimaurern kontrolliert werden und ein eben solcher war auch Helmut Schmidt.

Im Jahr 2000 hielt der ehemalige Bundeskanzler eine wegweisende Rede vor Hamburger Logenbrüdern, in der er die Verschwiegenheit der Freimaurerei kritisierte. „Tue Gutes und Rede darüber“, sollte ihm zufolge das Motto der Freimaurer sein. Natürlich nicht ohne Eigennutz, denn er hob dabei die erzieherische Methodik hervor, mit der die Freimaurer sich selbst als Wohltätigkeitsorganisation in den Köpfen der Menschen verankern sollten. Im Umkehrschluss bedeutet dies jedoch auch: „Tue Schlechtes und schweige darüber.“

Zu den Schlechten Dingen der Freimaurerei, die bei Schmidts Rede auffallen, zählt unter anderem die Abwesenheit von Frauen. Obgleich es schon lange auch Frauenlogen sowie gemischte Logen gibt, sind die Freimaurer in der Mehrheit bis heute ein extrem sexistischer Herrenclub. Zudem sind sie absolut verlogen. Wer über Wohltätigkeit schwafelt und gleichzeitig Coca Cola ausschenkt, kann einfach nicht ernst genommen werden. Was steckt denn da für eine Logik dahinter? Gewerkschafter in Kolumbien erschießen ist okay, wir sammeln dann Spenden für die Waisenkinder? Die Freimaurer sind und bleiben ein elitärer Haufen von Kapitalisten, die sich trotz aller Ausbeutung der arbeitenden Massen ein positives Image geben wollen.

Ein Menschenfeind weniger

Die CDU trauert derzeit um Philipp Mißfelder, der heute im Alter von nur 35 Jahren an einer Lungenembolie verstorben ist. Doch wer war Philipp Mißfelder eigentlich? Seine politische Karriere begann er 1993 mit dem Eintritt in die Junge Union. Von da an ging es steil bergauf. 1998 bis 2000 war er Bundesvorsitzender der Schüler-Union und ab 1999 saß er bereits im CDU-Bundesvorstand. Ab 2005 war er Abgeordneter im deutschen Bundestag, wo er zuletzt außenpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion war. 2006 trat er zudem der parteieigenen Konrad-Adenauer-Stiftung bei.

Bei solch einem kometenhaften Aufstieg kann es nicht mit rechten Dingen zugehen, zumal Missfelder das Charisma eines feuchten Handtuchs hatte. Tatsächlich war Missfelder Mitglied in einer ganzen Reihe von Stiftungen und Think Tanks. Darunter auch im Elitenetzwerk der Atlantik-Brücke, deren Vorstand er ab 2013 angehörte. Seltsamerweise war er gleichzeitig Mitglied im Deutsch-Russischen Forum und stellte sich gegen die Sanktionen der EU.

Alles in allem war er jedoch ein imperialistischer Menschenfeind und Sozialdarwinist, mit einem ausgeprägten Hass auf Schwächere. Das Renteneintrittsalter von 67 hielt er für zu niedrig und über die Menschen, die sich ein Leben lang kaputt malocht haben, sagte er 2003 Folgendes: „Ich halte nichts davon, wenn 85-Jährige noch künstliche Hüftgelenke auf Kosten der Solidargemeinschaft bekommen (…) Früher seien die Leute schließlich auch auf Krücken gelaufen.“ Die Union dankte es ihm, indem er seit Anfang 2008 zusammen mit dem Vorsitzenden der Senioren-Union den Arbeitskreis „Zusammenhalt der Generationen“ der CDU Deutschlands leiten durfte.

Doch nicht nur die Alten und Schwachen, zu denen er selbst nun nie gehören wird, waren ihm ein Dorn im Auge. Auch für die Armen hatte er nur Verachtung übrig. So bezeichnete er die Anhebung des Hartz-IV-Regelsatzes für Kinder zum 1. Juli 2009 als „Anschub für die Tabak- und Spirituosenindustrie“. Selbstredend, dass er als Abgeordneter des deutschen Bundestages stets für Verschärfungen des Hartz-IV-Regimes stimmte.

Am wenigsten hatte er jedoch für die Gegner kapitalistischer Ausbeutung und Knechtschaft übrig. Die friedlichen G8-Gegner verglich er z.B. mit den Terroristen der RAF. Außenpolitisch legte er ähnliche Maßstäbe an und befürwortete daher den NATO-Angriffskrieg gegen Libyen. Damit Deutschland auch zukünftig genügend Soldaten hat, die in solch unnötigen Kriegen verheizt werden können, wollte Mißfelder die Wehrpflicht zu einer allgemeinen Dienstpflicht für Männer ausweiten. Natürlich ohne dabei selbst seinen Arsch an der Front zu riskieren.

Sollten wir wirklich um so einen Kriegstreiber und Menschenfeind trauern? Immerhin wird er dem Gesundheitssystem nun nicht mehr auf der Tasche liegen, wenn er mit 85 ein neues Hüftgelenk braucht. Karma is a Bitch!

Gästeliste und Themen der Bilderberg-Konferenz 2015

An der 63. Bilderberg-Konferenz, welche vom 10. bis 14. Juni im Interalpen Hotel in Telfs (Tirol, Österreich), stattfand, nahmen rund 140 Gäste aus 22 Ländern teil. Es handelte sich wie immer um Politiker sowie Vertreter aus den Bereichen Finanzmafia, Industrie, Militär und Medien. Diese diskutierten unter anderem über Themen wie künstliche Intelligenz (Cyborg-Agenda) sowie Computer- und Netzsicherheit. Letzteres kann angesichts der NSA-Affäre und der Anwesenheit mehrerer Google-Vertreter wohl nur mit einem Augenzwinkern zu verstehen sein.

Ein weiteres Thema war die Bedrohung durch chemische Waffen bzw. wohl eher das lukrative Geschäft mit selbigen. Die Bedrohung durch den selbst erschaffenen Terrorismus haut in eine ähnliche Kerbe. Der mittlere Osten und der Iran waren diesbezüglich zwei Kernpunkte. Dann gab es natürlich noch aktuelle Wirtschaftsthemen wie die Globalisierung und die finanzielle Zerschlagung Griechenlands.

Weiterhin wurde über eine europäische Strategie und insbesondere Russland diskutiert. Selbstverständlich drangen wie immer keine Details dazu nach außen, aber wer mehr darüber wissen möchte, muss eigentlich nur das Buch „Das große Schachbrett“ des Bilderbergers Zbigniew Brzezinski lesen.

Schlussendlich standen auch die US-Wahlen auf der Tagesordnung, was besonders interessant ist. Den Bilderbergern wird nämlich immer wieder nachgesagt, sie würden Einfluss auf die Kandidaten nehmen und mitbestimmen, wer künftig wo regieren könnte. Die Nennung der US-Wahlen auf der Tagesordnung scheint ein klarer Beleg für diese These zu sein, obgleich die aussichtsreichste Kandidatin Hillary Clinton offiziell nicht auf der Gästeliste stand. Diese setzt sich wie folgt zusammen:

USA

● John R. Allen – ehem. ISAF-Kommandeur, US-Sonderbeauftragter für die Internationale Allianz gegen den IS
● Roger C. Altman – ausführender Vorsitzender von Evercore
● Anne Applebaum – Direktorin des Transitions Forums, Leiterin des Legatum Institute (Think Tank zur Förderung des Kapitalismus)
● Zoë Baird – geschäftsführendes Vorstandsmitglied und Präsidentin der Markle Foundation
● William Burns – Präsident des Carnegie Endowment for International Peace
● Thomas E. Donilon – ehem. US-Sicherheitsberater; Partner und Vizechef von O’Melveny & Myers LLP
● Regina Dugan – ehem. Direktorin der DARPA, Vizepräsidentin der Abteilung Engineering, Advanced Technology and Projects bei Google
● Mary Erdoes – geschäftsführendes Vorstandsmitglied von JP Morgan Asset Management
● Martin S. Feldstein – Vorsitzender des National Bureau of Economic Research (NBER), Professor für Ökonomie an der Harvard University
● Kenneth Griffin – Milliardär, Gründer und Vorsitzender des Hedge-Fonds Citadel Investment Group
● Reid Hoffman – Mitgründer und Firmenchef von LinkedIn
● Kenneth M. Jacobs – Vorsitzender und ausführender Vorstand der Investmentbank Lazard
● James A. Johnson – Vorsitzender von Johnson Capital Partners
● Alex Karp – Vorstandsvorsitzender des Softwareunternehmens Palantir Technologies
● Klaus Kleinfeld – Vorstandsvorsitzender des Aluminiumkonzerns Alcoa
● Henry R. Kravis – Milliardär, Mitbesitzer und Co-Vorsitzender der Beteiligungsgesellschaft Kohlberg Kravis Roberts & Co.
● Marie-Josée Kravis– Senior Fellow und Vizeshefin des Hudson Institute
● Stuart Levey – Chief Legal Officer der HSBC Holdings plc
● Jessica T. Mathews – Mitarbeiterin des Carnegie Endowment for International Peace, Direktorin des Washington Program des CFR
● James Mattis – General a.D., ehem. Kommandeur des US Zentralkommandos, Mitglied der Hoover Institution
● Jim Messina – Vorstandsvorsitzender der Messina Group
● John Micklethwait – Chefredakteur von Bloomberg L.P.
● Craig J. Mundie – Rektor von Mundie & Associates
● Richard N. Perle – Mitglied des Think Tanks American Enterprise Institute, Aufsichtsratsmitglied des Verlags Hollinger International (u.a. „Jerusalem Post“)
● David H. Petraeus – ehem. CIA-Chef und Oberbefehlshaber der US-Streitkräfte im Irak, Vorsitzender des Global Institute der Beteiligungsgesellschaft Kohlberg Kravis Roberts & Co. (KKR)
● Robert E. Rubin – Demokrat, 70. Finanzminister der USA, Bankier (u.a. für Goldman Sachs), Co-Vorsitzender des Council on Foreign Relations
● Karim Sadjadpour – Geschäftspartner des Carnegie Endowment for International Peace
● Eric E. Schmidt – Vorsitzender der Google Inc.
● Peter A. Thiel – Präsident der Thiel Capital, Unterstützer von Ron Paul und der Tea-Party-Bewegung
● Vin Weber – Republikaner, Partner der Mercury LLC, Mitglied des CFR und Aspen Institute
● James D. Wolfensohn – Vorsitzender von Wolfensohn and Company, ehem. Chef der Weltbank
● Robert B. Zoellick – Republikaner, ehem. Chef der Weltbank, Vorsitzender des internationalen Beraterstabs von Goldman Sachs, Direktor der Strategie-Gruppe des Aspen Institute, Mitglied des CFR und der Trilateralen Kommission
● Henry Kissinger – Republikaner, Ex-US-Außenminister, Mitglied und ehem. Direktor des CFR

Deutschland

● Paul M. Achleitner – Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Bank
● Mathias Döpfner – Vorstandsvorsitzender der Axel Springer AG
● Thomas Enders – Airbus-Manager
● Wolfgang Ischinger – ehem. Diplomat, Vorstandsmitglied des Atlantik-Brücke e.V., Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz
● Julia Jäkel – Vorstandsvorsitzende der Gruner + Jahr AG
● Joe Kaeser – Vorstandsvorsitzender der Siemens AG
● Kurt Joachim Lauk – CDU-Politiker, Präsident des Wirtschaftsrates der CDU, Präsident von Globe Capital Partners, Mitglied der Trilateralen Kommission
● Ursula von der Leyen – CDU-Politikerin, Bundeskriegsministerin, ehem. Bundesfamilienministerin
● Katrin Suder – Staatssekretärin im Bundeskriegsministerium

Österreich

● Rene Benko – Tiroler Immobileninvestor
● Oscar Bronner – Standard-Gründer und -Herausgeber
● Heinz Fischer – österr. Bundespräsident
● Alfred Gusenbauer – SPÖ-Politiker, Ex-Bundesparteivorsitzender & ehem. Bundeskanzler von Österreich
● Erich Hampel – Aufsichtsratsvorsitzender der UniCredit Bank Austria AG
● Wolfgang Hesoun – Siemens-Generaldirektor
● Gerhard Roiss – OMV-Vorstandsvorsitzender
● Rudolf Scholten – Generaldirektor der Oesterreichische Kontrollbank AG, Aufsichtsratsvorsitzender des Österreichischen Filminstituts, Mitglied im Exekutivkomitee der Bilderberg-Konferenz
● Karl Sevelda – Vorstandsvorsitzender der Raiffeisen Bank International AG

Belgien

● Karel De Gucht – Open VLD-Politiker, ehem. belg. Außenminister, ehem. EU-Kommissar für Handel
● Thomas Leysen – Vorsitzender des Verwaltungsrates der KBC Group
● Charles Michel – belg. Premierminister

Dänemark

● Thomas Ahrenkiel – Direktor des dänischen Auslands- und Militärgeheimdienstes Forsvarets Efterretningstjeneste
● Merete Eldrup – Chef von TV 2 Danmark
● Ulrik Federspiel – Ausführender Vizepräsident der Haldor Topsøe A/S
● Christina Markus Lassen – Head of Department, Ministry of Foreign Affairs, Security Policy and Stabilisation

Finnland

● Matti Apunen – Direktor des Finnish Business and Policy Forum EVA
● Leena Mörttinen – ehem. Direktorin der Finanzdienstleistungsgruppe Nordea, Ausführende Direktorin von The Finnish Family Firms Association
● Alexander Stubb – finnischer Finanzminister, ehem. Ministerpräsident Finnlands

Frankreich

● Nicolas Baverez – Privatisierungsbefürworter, Partner bei Gibson, Dunn & Crutcher LLP
● Laurent Bigorgne – Direktor des Instituts Montaigne
● Laurence Boone – Spezieller Berater des franz. Präsidenten für Finanzen und Wirtschaftsbeziehungen
● Patrick Calvar – Generaldirektor von DGSI
● Henri de Castries – Vorstandsvorsitzende des französischen Versicherungskonzerns AXA
● Benoît Coeuré – Direktoriumsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB), gab interne Informationen an Hedge-Fonds weiter
● Alain Juppé – ehem. franz. Außen- und Premierminister, Bürgermeister von Bordeaux
● Gilles Kepel – Professor für Geschichte und Internationale Beziehungen am Centre for Diplomacy & Strategy
● Catherine Pégard – Präsidentin des Schlosses und Museums von Versailles
● Jean-Dominique Senard – Vorsitzender der Michelin Group

Griechenland

● Dimitri Papalexopoulos – Chef der Zementfirma Titan Cement Co.
● Panagiotis Pikrammenos – ehem. Premierminister der griechischen Übergangsregierung von 2012
● Loukas Tsoukalis – Präsident der Hellenischen Stiftung für Europäische und Auswärtige Politik

Großbritannien

● Marcus Agius – Bankier, Ehemann von Katherine Juliette (älteste Tochter von Edmund de Rothschild)
● Edward M. Balls – ehem. Schattenschatzkanzler von GB
● Ann Dowling – Präsidentin der Royal Academy of Engineering
● Rona Fairhead – Vorsitzende des BBC Trust
● Douglas Flint – Vorsitzender des Bankkonzerns HSBC Holdings plc
● Demis Hassabis – Mitgründer von DeepMind Technologies, heute Vizepräsident von Google DeepMind
● John Kerr – stellvertretender Vorstandsvorsitzender von Scottish Power
● Shiraz Maher – Senior Research Fellow am King’s College London, Spezialgebiet syrische & irakische Konflikte
● Zanny Minton Beddoes – Chefredakteur der Wochenzeitschrift The Economist
● George Osborne – Politiker der Conservative Party, Erster Staatssekretär und Schatzkanzler
● John Sawers – Diplomat, ehem. Leiter des MI6, Vorsitzender und Partner von Macro Advisory Partners
● Martin H. Wolf – Chef-Kommentator für Wirtschaft bei The Financial Times

Irland

● Michael O’Leary – Ryanair- Vorsitzender
● Peter D. Sutherland – UN Sonderbeauftragter, Vorsitzender von Goldman Sachs International

Italien

● Franco Bernabè – ehem. Vorsitzender der Telecom Italia, stellvertretender Vorsitzender von Rothschild Europe, Mitglied im Steering Committee der Bilderberg-Konferenz
● John Elkann – Fiat-Vorsitzender
● Lilli Gruber – Moderatorin des TV-Magazins “Otto e mezzo” (Privatsender La7)
● Mario Monti – ehem. ital. Ministerpräsident, ehem. Europavorsitzender der Trilateralen Kommission, ehem. Aufsichtsratsmitglied des Brüsseler Think Tanks BRUEGEL
● Gianfelice Rocca – Vorsitzender des Bau- und Stahlkonzerns Techint Group

Kanada

● W. Edmund Clark – Präsident a.D. der Toronto-Dominion Bank Group
● Andrew Coyne – Redakteur der National Post
● David I.McKay – Präsident und Vorsitzender der Royal Bank of Canada
● Heather Munroe-Blum – Vorstandsmitglied des Canada Pension Plan Investment Board
● Heather M. Reisman – geschäftsführende Vorsitzende der Indigo Books & Music Inc.

Niederlande

● Ben van Beurden – Shell-Manager
● Louise O. Fresco – Präsidentin und Vorsitzende des Executive Board des Universitäts- und Forschungszentrum Wageningen
● Victor Halberstadt – Professor für Ökonomie an der Universität Leiden
● Klaas H. W. Knot – Präsident der De Nederlandsche Bank
● Prinzessin Beatrix der Niederlande
● Mark Rutte – niederl. Ministerpräsident

Norwegen

● Svein Richard Brandtzæg – Präsident und Vorstandsvorsitzender von Norsk Hydro ASA
● Trine Eilertsen – politische Redakteurin der Zeitung Aftenposten (zu Deutsch: „Die Abendpost“)
● Jens Stoltenberg – ehem. norweg. Ministerpräsident, NATO-Generalsekretär
● Olaug Svarva – Chef des Government Pension Fund Norway

Portugal

● Francisco Pinto Balsemão – ehem. portug. Premierminister, Vorsitzender der Medien-Gruppe Impresa SGPS, Mitglied im Steering Committee der Bilderberg-Konferenz
● José Manuel Durão Barroso – ehem. Präsident der Europäischen Kommission
● António Vitorino – ehem. EU-Kommissar für Justiz und Inneres, ehem. portug. Kriegsminister

Russland

● Sergei Guriev – Professor für Ökonomie, Sciences Po

Schweden

● Mikael L.Damberg – schwed. Wirtschafts- und Innovationsminister
● Carola Lemne – Vorsitzende des schwed. Unternehmerverbandes
● Carl-Henric Svanberg – ehem. Konzernchef von Ericsson, Vorsitzender des BP-Verwaltungsrates & Vorsitzender von Volvo
● Jacob Wallenberg – Vorsitzender der Investor AB

Schweiz

● Christoph Franz – Verwaltungsratspräsident des Pharmakonzerns F. Hoffmann-La Roche AG
● Philipp Hildebrand – ehem. Präsident der Schweizerischen Nationalbank, Vizevorsitzender der BlackRock Inc.
● André Kudelski – Vorsitzender der Kudelski Group
● Pierre Maudet – FDP-Politiker, Vizepräsident des Sicherheitsdepartements im Genfer Regierungsrat, Präsident der Eidgenössischen Kommission für Kinder- und Jugendfragen (EKKJ)

Spanien

● Ana Patricia Botín – Vorsitzende der Banco Santander
● Juan Luis Cebrián – Präsident des Medienkonzerns Grupo PRISA

Türkei

● Gönenç Gürkaynak – Managing Partner der ELIG Law Firm
● Ilhan Kesici – Mitglied des türkischen Parlaments
● Mustafa V.Koç – Vorsitzender der Koç Holding A.S.
● Nuray Mert – Kolumnist, Professor für Politikwissenschaften an der Universität Istanbul
● Soli Özel – Kolumnist der Haberturk Zeitung, Hochschullehrer an der Kadir Has Universität
● Selin Sayek Böke – Vizepräsident der Republikanischen Volkspartei
● Ahmet Üzümcü – Generaldirektor der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW)

Inoffizielle Teilnehmer

● Jeroen Dijsselbloem – Vorsitzender der Euro- Gruppe und niederländischer Finanzminister
● Konrad Kogler – Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit

Der Tod von Boris Nemzow und antirussische Propaganda

In gewohnt objektiver Art und Weise macht sich Jasinna Gedanken zum Tod von Boris Nemzow und hinterfragt die antirussische Propaganda der westlichen Medien. Geradezu lächerlich ist dabei die Behauptung von Claus Kleber (Atlantik-Brücke), in der Ukraine gäbe es keine Faschisten in Schlüsselpositionen. Da kann er auch gleich behaupten, im 3. Reich hätte es keine Nazis gegeben.

Die Atlantik-Brücke – DAF

von Joe Doe

Der 1952 in Hamburg gegründete Atlantik-Brücke e.V. ist ein speziell auf die Beziehung zwischen den USA und Deutschland zugeschnittener Think Tank. Sitz des privaten Politikberatungsinstituts ist heute das Magnus Haus in Berlin.

Die Atlantik-Brücke gibt vor, die Völkerverständigung fördern zu wollen. Im Prinzip geht es jedoch lediglich um die Durchsetzung der US-Hegemonie auf deutschem Boden sowie die Aufrechterhaltung der deutschen Vasallentreue in Bezug auf die US-Außenpolitik. Dementsprechend ist der Think Tank vor allem in den Bereichen der wirtschaftlichen, finanziellen sowie militärpolitischen Zusammenarbeit zwischen den USA und Deutschland aktiv.

Der Atlantik-Brücke e.V. gibt offen zu, meinungsbildend in die Medienlandschaft einzugreifen und erhielt bereits 1981 bei der FAZ einen ausführlichen publizistischen Raum. Darüber hinaus gab der Verein von 1957 bis 1970 die eigene Publikation „Meet Germany“ speziell für in Deutschland stationierte US-Soldaten heraus und veranstaltet seit 1963 auch Seminare für diese Zielgruppe. Heutzutage findet kaum eine Fernsehtalkrunde ohne einen Vertreter der Atlantik-Brücke statt, insbesondere wenn es um Außenpolitik und Kriegseinsätze geht.

Wie extrem militaristisch die Atlantik-Brücke ist, zeigen zudem die jährlichen Gespräche mit dem United States European Command (EUCOM) im Berliner Magnus-Haus. Der Verein arbeitet jedoch nicht nur eng mit dem US-Militär zusammen, sondern auch mit anderen Think Tanks wie Young Leader und Round Table. Die Atlantik-Brücke ist zudem Gründungsmitglied des New Traditions Network, in welchen sich 60 pro-amerikanische Think Tanks, Stiftungen und Regierungsorganisationen zusammengeschlossen haben. Dieses Netzwerk wird von der US-Botschaft in Berlin aus koordiniert.

Finanziert wird der Verein zum Teil aus Mitgliedsbeiträgen, aber vorrangig aus Spenden von der Deutschen Bank, der Deutschen Bundesbank, der DZ Bank, den Privatbankiers M.M. Warburg und Co., dem japanischen Finanzunternehmen Nomura Holding, dem Technologie Konzern IABG und der Volkswagen AG. Die letzteren beiden Konzerne produzieren wenig überraschend auch im Bereich der Rüstungsindustrie. Zusätzliches Geld erhält die Atlantik-Brücke vom Auswärtigen Amt, also aus Steuergeldern.

Gegründet wurde die Atlantik-Brücke von einem ähnlichen Klientel. Als Hauptinitiator gilt John Jay McCloy (1895-1989), welcher lange Zeit auch Direktor des Council on Foreign Relations und 2. Präsident der Weltbank war. Zudem war McCloy als ehemaliger Präsident der Weltbank sowie Vorstandvorsitzender der Rockefellers Chase Manhattan Bank ein enger Verbindungsmann zur Finanzmafia. Weitere Gründungsmitglieder waren:

● Erik Blumenfeld (1915-1997) – CDU-Politiker und Unternehmer
● Hans Karl von Borries (1898-1988) – Hamburger Reeder
● Marion Gräfin Dönhoff (1909-2002) – ehem. Chefredakteurin und Mitherausgeberin der Wochenzeitung „Die Zeit“
● Gotthard Freiherr von Falkenhausen (1899-1982) – deutscher Bankier, 1960 bis 1967 Vorstandspräsident des Bundesverbandes deutscher Banken
● Ernst Friedlaender (1895-1973) – ehem. Co-Direktor der I.G. Farben-Tochterfirma Agfa, ehem. Chefredakteur der Wochenzeitung „Die Zeit“
● Albert Schäfer (1881-1971) – deutscher Unternehmer und ehem. Präsident des Deutschen Industrie- und Handelstages
● Eric M. Warburg (1900-1990) – deutsch-amerikanischer Bankier

Unter den weiteren Mitgliedern der Atlantik-Brücke finden sich namhafte Politiker, Banker, Unternehmer und Journalisten, die wichtige Schlüsselpositionen im Bundestag, der Wirtschaft und den Massenmedien besetzen.

Mitglieder in der CDU/CSU

● Dorothee Bär – stellvertretende Generalsekretärin der CSU (MdB), Mitglied des Programmausschusses RTL Television
● Markus Blume – CSU-Politiker (MdL Bayern)
● Kurt Birrenbach (1907-1987) – CDU-Politiker, ehem. Vizepräsident der Europa-Union, ehem. Präsident der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik
● Birgit Breuel – CDU-Politikerin, Tochter des Bankiers Alwin Münchmeyer, ehem. Präsidentin der Treuhandanstalt
● Thomas deMaiziére – CDU-Politiker (MdB), Bundesinnenminister, ehem. Bundeskriegsminister, ehem. Innenminister von Sachen
● Hans-Peter Friedrich – CSU-Politiker, ehem. Bundeslandwirtschafts- sowie Innenminister
● Karl Theodor Freiherr zu Guttenberg – CSU-Politiker, ehem. Bundeskriegsminister, EU-Kommissionsberater
● Ursula Heinen-Esser – CDU-Politikerin, ehem. Staatssekretärin im Bundesumweltministerium
● Ingrid Hengster – Vorstandsmitglied der Royal Bank of Scotland, Vorstandsmitglied des Atlantik-Brücke e.V.
● Jan-Friedrich Kallmorgen – CDU-Wirtschaftsrat, Mitarbeiter von Weltbank und Goldman Sachs
● Trutz Graf von Kerssenbrock – CDU-Politiker, Rechtsanwalt
● Matthias Graf von Kielmansegg – ehem. Leiter des politischen Planungsstabes des Bundeskanzleramtes und Redenschreiber von Angela Merkel
● Kurt Georg Kiesinger (1904-1988) – NSDAP– und CDU-Politiker, 3. Bundeskanzler der BRD
● Eckart von Klaeden – CDU-Politiker, ehem. Staatsminister der Bundeskanzlerin, Vorstandsmitglied des Atlantik-Brücke e.V.
● Julia Klöckner – CDU-Politikerin (MdB), ehem. Staatssekretärin im Bundeslandwirtschafts- und Verbraucherministerium
● Andreas Krautscheid – CDU-Politiker, seit 2011 Mitglied der Hauptgeschäftsführung beim Bundesverband deutscher Banken
● Walter Leisler Kiep – ehem. CDU-Bundesschatzmeister, 1984 bis 2000 Vorstandsvorsitzender des Atlantik-Brücke e.V.
● Angela Merkel – Bundesvorsitzende der CDU, deutsche Bundeskanzlerin (MdB)
● Friedrich Merz – CDU-Politiker, seit 2009 Vorsitzender des Atlantik-Brücke e.V.
● Philipp Mißfelder – CDU-Politiker (MdB), ehem. Bundesvorsitzender der Jungen Union, Vorstandsmitglied des Atlantik-Brücke e.V.
● Joachim Pfeiffer – CDU-Politiker (MdB)
● Friedbert Pflüger – CDU-Politiker (MdEP), Leiter des Rohstoff-Arbeitskreises der Atlantik-Brücke
● Hans-Gert Pöttering – CDU-Politiker, 23. Präsident des EU-Parlaments
● Katherina Reiche – CDU-Politikerin (MdB), Staatssekretärin im Bundesumweltministerium
● Casimir Johannes Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg (1917-2010) – CDU-Politiker, Gründer des World Wildlife Fund (WWF)
● Karlheinz Schreiber – CSU-Mitglied, zu 8 Jahren Haft verurteilter Rüstungslobbyist, Ex-Mitglied der Atlantik-Brücke
● Max Strauß – Sohn des ehem. bayrischen Ministerpräsidenten und CSU-Vorsitzenden Franz-Josef Strauß
● Christian Wulff – CDU-Politiker, ehem. Ministerpräsident von Niedersachen, 10. Bundespräsident

Mitglieder in der SPD

● Edelgard Bulmahn – SPD-Politikerin (MdB), ehem. Bundesministerin für Bildung und Forschung, seit 2013 Vizepräsidentin des Bundestages, stellvertretende Vorsitzende des Atlantik-Brücke e.V.
● Peter Friedrich – SPD-Politiker (MdL BaWü), Minister für Bundesrat, Europa und Internationale Angelegenheiten in Baden-Württemberg
● Sigmar Gabriel – Bundesvorsitzender der SPD, Bundeswirtschaftsminister und Vizekanzler, ehem. Bundesumweltminister
● Hubertus Heil – SPD-Politiker (MdB)
● Christian Lange – SPD-Politiker, parlament. Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Staatssekretär im Justizministerium, Vorstandsmitglied des Atlantik-Brücke e.V.
● Thomas Oppermann – SPD-Politiker (MdB), erster parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Vorsitzender des Parlamentarischen Kontrollgremiums
● Karl Schiller (1911-1994) – SPD-Politiker, ehem. Bundeswirtschafts- und Bundesfinanzminister
● Carlo Schmid (1896-1979) – SPD-Politiker, ehem. Bundesratsminister
● Helmut Schmidt – SPD-Politiker, Ex-Bundeskanzler sowie Ex-Wirtschafts-, Finanz- und Kriegsminister, Mitherausgeber der Wochenzeitung „Die Zeit“
● Ulrich Steger – SPD-Politiker, Wirtschaftswissenschaftler
● Michael Vassiliadis – SPD, Vorsitzender IG Bergbau, Vorstandsmitglied des Atlantik-Brücke e.V.
● Karsten Voigt – SPD-Politiker, ehem. Koordinator der Bundesregierung für deutsch-amerikanische Zusammenarbeit

Mitglieder in der FDP

● Patrick Döring – FDP-Politiker
● Silvia Koch-Mehrin – FDP-Politikerin, ehem. Vizepräsidentin des EU-Parlaments
● Alexander Graf Lambsdorff – FDP-Politiker, stellvertretender Präsident des EU-Parlaments, Vorstandsmitglied des Atlantik-Brücke e.V.
● Otto Graf Lambsdorff (1926-2009) – FDP-Politiker, verurteilter Steuerhinterzieher
● Christian Lindner – Bundesvorsitzender der FDP (MdL NRW)
● Martin Lindner – FDP-Politiker
● Karl-Heinz Paqué – FDP-Politiker
● Philip Rösler – ehem. Bundesvorsitzender der FDP, ehem. Bundesgesundheits- sowie Wirtschaftsminister und Ex-Vizekanzler
● Johannes Vogel – FDP-Politiker
● Guido Westerwelle – ehem. FDP-Bundesvorsitzender, ehem. Bundesaußenminister

Mitglieder bei den Grünen

● Katrin Göring-Eckardt – Grünen-Politikerin (MdB), Vorsitzende der Bundestagsfraktion und Vizepräsidentin des deutschen Bundestages
● Omid Nouripour – Grünen-Politiker (MdB), Vorstandsmitglied des Atlantik-Brücke e.V.
● Cem Özdemir – Bundesvorsitzender der Bündnis 90/Die Grünen, stellvertretender Vorsitzender im ZDF-Fernsehrat
● Claudia Roth – Günen-Politikerin, Ex-Mitglied der Atlantik-Brücke

Sonstige Politiker & Diplomaten

● Arnold Bergstraesser (1896-1964) – Gründungsvater der dt. Politikwissenschaft, ehem. Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung
● Joshua Bolten – Republikaner, ehem. Stabschef des Weißen Hauses unter George W. Bush, ehem. Mitarbeiter von Goldman Sachs
● John Bryson – Demokrat, US Handelsminister
● Joachim Gauck – deutscher Bundespräsident, Geschichtsrevisionist
● Max Horkheimer (1895-1973) – führender Kopf der Frankfurter Schule und Galionsfigur der 68er-Bewegung
● Wolfgang Ischinger – ehem. Diplomat, Vorstandsmitglied des Atlantik-Brücke e.V.
● James L. Jones – Demokrat, Nationaler Sicherheitsberater der US-Regierung
● Karl Kaiser – Politikwissenschaftler
● Stefan Liebich – DIE LINKE-Politiker (MdB), Deutsch-Israelische Gesellschaft e.V.
● John Christian Kornblum – ehem. US-Botschafter in Deutschland, ehem. Deutschland-Chef der US-amerikanischen Investmentbank Lazard
● Philip D. Murphy – Demokrat, ehem. US-Botschafter in Deutschland, ehem. Investmentbanker bei Goldman Sachs
● Charles Ellis Schumer – Demokrat, US-Senator
● Carl Friedrich Freiherr von Weizsäcker (1912-2007) – Kernphysiker, Philosoph und Friedensforscher

Mitglieder in den abhängigen Medien

● Tim Arnold – Senior Vice President für Political Strategy der ProSiebenSat. Media AG, ehem. Leiter der Unternehmenskommunikation von Random House/Bertelsmann AG
● Gunnar Bender – Cheflobbyist für Facebook Deutschland
● Marc Brost – Leiter des Berliner Hauptstadtbüros der Wochenzeitung „Die Zeit“
● Roger Cohen – Kolumnist der „New York Times“ der Tageszeitung „International Herald Tribune“
● Helene Cooper – seit 2004 White House-Korrespondentin der “New York Times”
● Kai Diekmann – ehem. Chefredakteur der „Welt am Sonntag“, seit 2001 Chefredakteur der BILD, Vorstandsmitglied des Atlantik-Brücke e.V.
● Mathias Döpfner – Vorstandsvorsitzender der Axel Springer AG
● Tasso Enzweiler – ehem. Wirtschaftsjournalist für „Die Welt“, „Captial“ und das „manager magazin“, Ex-Chefreporter der „Financial Times Deutschland“ und Gastkommentator des Handelsblattes
● Katja Gloger – Korrespondentin der Zeitschrift „Stern“
● Alexander Görlach – Herausgeber des Online-Magazins „The European“
● Christiane Hoffmann – seit 2012 stellvertretende Leiterin des Berliner Hauptbüros des Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“, zuvor Journalistin bei der FAZ
● Tina Hassel – seit Dez. 2001 Auslandschefin des WDR, seit 2012 Leiterin des ARD-Studios in
Washington D.C., von 2001 bis 2012 Moderatorin des ARD-Weltspiegels
● Josef Joffe – seit 2000 Herausgeber der Wochenzeitung „Die Zeit“
● Paul-Bernard Kallen – Vorstandsvorsitzender der Hubert Burda Media
● Dietrich von Klaeden – Leiter der Public Affairs der Axel Springer AG
● Claus Kleber – ZDF Moderator und Leiter der ZDF-Nachrichtenredaktion, Kuratoriumsmitglied der Stiftung Atlantik-Brücke
● Martin Klingst – seit 2007 US-Korrespondent und Büroleiter in Washington der Wochenzeitung „Die Zeit“
● Theo Koll – Leiter der Hauptredaktion Außen-, Innen-, Gesellschafts- und Bildungspolitik des ZDF, Moderation des Auslandsjournals, Politbarometers sowie der ZDF „spezial“-Sendungen
● Michael Kolz – seit 2003 Chef der Programmgeschäftsführung bei Phoenix, seit 2010 Leiter Redaktion „Ereignis 2“
● Stefan Kornelius – Leiter des Ressorts Außenpolitik bei der „Süddeutschen Zeitung“, Moderator von Veranstaltungen der Atlantik-Brücke
● Christoph von Marschall – seit 2005 US-Korrespondent der Berliner Tageszeitung „Der Tagesspiegel“
● Christoph Schwegmann – Journalist und Autor von „Stärke durch Anpassung – Integrator und Vermittler: Deutschlands Rolle in der NATO“, Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik e. V.
● Axel Springer (1912-1985) – Gründer der Axel Springer AG
● Clemens Trautmann – Büroleiter von Matthias Döpfner beim Axel-Springer-Verlag

Mitglieder in der Wirtschaft und dem Finanzsektor

● Josef Ackermann – ehem. Vorstandvorsitzender der Deutschen Bank AG, Ex-Mitglied der Atlantik-Brücke
● Hans Albrecht – Managing Director von Nordwind Capital
● Otto Wolff von Amerongen (1918-2007) – Erbe des Otto-Wolff-Konzerns, Gründer der Otto Wolff-Stiftung
● Kai C. Andrejewski – Leiter des International German Desk in Paris
● Fernando Becalli-Falco – Vorstandvorsitzender des Rüstungskonzerns General Electric
● Karl Heinz Beckurts (1930-1986) – ehem. Forschungsleiter der Siemens AG, ehem. Vorstand der Atlantik-Brücke
● Roland Berger – Roland Berger Strategy Consultants GmbH, Tabaklobbyist
● Günter Blobel – Biochemiker an der Rockefeller University, Nobelpreisträger für Medizin
● Hans Constantin Boden (1893-1970) – ehem. Vorstandvorsitzender der AEG
● Christian Bunsen – Partner bei der weltgrößten Wirtschaftskanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer
● Alexander Dibelius – Vorstandsvorsitzender von Goldman Sachs, Berater der Bundeskanzlerin Angela Merkel
● Andreas Raymond Dombret – ehem. Mitarbeiter von JP Morgan, N M Rothschild & Sons, Bank of America und seit 2010 Vorstand des Deutschen Bundesbank, Schatzmeister des Atlantik-Brücke e.V.
● Thomas Enders – Präsident und Vorstandvorsitzender des Rüstungskonzern EADS
● Jürgen Fitschen – Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank, Vorstandsmitglied des Atlantik-Brücke e.V.
● Michael A. Gerlich – geschäftsführender Gesellschafter der Münchner Immobilieninvestment und Vermögensverwaltungsgesellschaft Fiduciary Capital
● Jürgen Großmann – ehem. Vorstandvorsitzender von RWE, Vorstandsmitglied des Atlantik-Brücke e.V.
● Kurt Hansen (1910-2002) – NSDAP-Mitglied, I.G. Farben-Mitarbeiter und Leiter der Zentralstelle für Rohstoffbeschaffung
● Gerd Häusler – Vorstandsvorsitzender der BayernLB
● Konrad Henkel (1915-1999) – ehem. Geschäftsführer und Vorstandsvorsitzender des Henkel-Konzerns
● Dieter Holzer – wegen Unterschlagung, Veruntreuung von Vermögenswerten, Machtmissbrauchs bzw. Untreue sowie der Hehlerei zu 3 1/2 Jahren Haft verurteilter Lobbyist, Ex-Mitglied der Atlantik-Brücke
● Felix Hufeld – Leiter der Versicherungsaufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
● Michael Hüther – Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft
● Karl Klasen (1909-1991) – ehem. Präsident der LZB Hamburg und später Präsident der Bundesbank
● Jochen Körner – Geschäftsführer des Versicherungsmaklergiganten Marsh Inc.
● Thomas Kremer – Vorstandsmitglied der Deutschen Telekom AG
● Sonja Lahnstein-Kandel – geschäftsführende Gesellschafterin von step21 – Initiative für Toleranz und Verantwortung. Jugend fordert!, ehem. Mitarbeiterin der Weltbank und Bertelsmann AG
● Jens Milbrandt – Aufsichtsratsvorsitzender der Personal- und Strategieberatung TME AG
● Arend Oetker – Dr. Arend Oetker Holding GmbH & Co. KG, Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände e. V.
● Alfred Freiherr von Oppenheim (1934-2005) – Privatbankier der Sal. Oppenheim
● Friedrich Carl Freiherr von Oppenheim (1900-1978) – Seniorchef Sal. Oppenheim
● Dieter Pfundt – Gesellschafter der Privatbank Sal. Oppenheim sowie der Investmentbank Silvia Quandt & Cie. AG
● Ernst Primosch – Mitarbeiter der WPP-Group (weltgrößte Werbeholding von Werbedienstleistern und Medienunternehmen)
● Celina Realuyo – Präsidentin des internationalen Strategieberatungsunternehmen für Regierungen und Großunternehmen CBR Global Advisors LLC, US-Diplomatin, ehem. Bänkerin bei Goldman Sachs, ehem. Außen- und Sicherheitspolitikberaterin der Regierungen von Bill Clinton und George W. Bush
● Patrick von Ribbentrop – deutscher Modeunternehmer
● Hergard Rohwedder – Witwe des 1991 ermordeten Präsidenten der Treuhandanstalt Detlev Rohwedder
● Ekkehard Schulz – ehem. Vorstandsvorsitzender der ThyssenKrupp AG
● Burkhard Schwenker – ehem. Geschäftsführer der Roland Berger Strategy Consultants GmbH, stellvertretender Vorsitzender des Atlantik-Brücke e.V.
● Hans-Günther Sohl (1906-1989) – NSDAP-Mitglied, ehem. Wehrwirtschaftsführer, nach dem 2. Weltkrieg Vorstandsvorsitzender der Thyssen AG und später Vorsitzender des Bundesverbands der Deutschen Industrie e.V.
● Rupert Stadler – Vorstandsvorsitzender der Audi AG
● Ratan Tata – Vorstandsvorsitzender der indischen Tata-Unternehmensgruppe
● Kurt F. Viermetz – ehem. Manager der Hypo Real Estate Holding, ehem. Mitarbeiter von JP Morgan Chase & Co.
● Max Warburg – Leiter der Investment- & Privatbank M.M. Warburg und Co., Vorstandsmitglied des Atlantik-Brücke e.V.
● Jens Weidmann – seit 2011 Präsident der Deutschen Bundesbank, Leiter Wirtschafts- & Finanzpolitik im Bundeskanzleramt, persönlicher Beauftragter der Bundeskanzlerin für die Weltwirtschaftsgipfel der G-8 und G-20
● Werner Wenning – ehem. Vorstandsvorsitzender der Bayer AG
● Martin Winterkorn – Vorstandvorsitzender der Volkswagen AG
● Joachim Zahn (1914-2002) – ehem. Vorstandsvorsitzender der Daimler-Benz AG

Ausführliche Liste unter diesem Link.

Quelle

Sergej Lawrow über die westliche Aggression

von Anton Nymous

In den letzten Wochen mussten wir einiges an antirussischer Lügenpropaganda ertragen. Den Vogel schoss dabei der ukrainische Ministerpräsident Arseni Jazenjuk ab, indem er behauptete, die Sowjetunion habe im 2. Weltkrieg Nazideutschland angegriffen. Von einer Regierung, welche den ukrainischen Nazikollaborateur Stepan Bandera feiert, kommt solcher Geschichtsrevisionismus nicht gerade überraschend. Doch was war die Reaktion der deutschen Bundesregierung? Schweigen! Wie kann Deutschland angesichts seiner historischen Verantwortung weiterhin mit solchen Faschisten paktieren?

Anschließend log der US-Boy Jazenjuk noch ein Heer russischer Soldaten herbei, welches angeblich im Osten der Ukraine kämpfen soll. Zum Beweis zauberte der Staatspräsident Petro Poroschenko an anderer Stelle ein paar russische Militärausweise herbei. Die kann man auch ganz bestimmt nicht fälschen? Und warum sollte Putin überhaupt seinen angeblichen Truppen in der Ostukraine solche Beweise mitgeben? Immerhin lassen sich die US-Söldner sowie die zahlreichen Neonazis aus ganz Europa, die an der Seite von Kiew kämpfen, nicht mit solchen Papieren erwischen.

Zwischen all den Lügen und Halbwahrheiten, die uns in diesen Tagen aufgetischt werden, sticht lediglich die Rede des russischen Außenministers Sergej Lawrow auf der 51. Münchner Kriegstreiberkonferenz positiv hervor. Zwar vertritt auch Russland in der Ukraine geostrategische Interessen, dennoch hat Lawrow vollkommen recht damit, wer den Konflikt angefangen hat. Er sprach u.a. über die aggressive Osterweiterung der NATO und die US-Dominanz über Europa. Den Umsturz in der Ukraine erkannte er sehr richtig als Staatsstreich und bezeichnete das Regime in Kiew als nationalsozialistisch. Weiterhin prangerte Lawrow die Kriegsverbrechen des Regimes in Kiew an, darunter den Einsatz von geächteten Streubomben und ethnische Säuberungen an Russen und Juden.

Leider saßen im Publikum fast ausschließlich NATO-Lobbyisten. Deren Fragen und Kommentare waren absehbar. Als Erster meldete sich Josef Joffe, Herausgeber der Zeitung Die Zeit, und gab Russland sofort die Alleinschuld am Bürgerkrieg in der Ukraine. Hat Herr Joffe dem russischen Außenminister überhaupt zugehört? Wohl eher nicht, denn ihm ist die russische Meinung ohnehin egal. Wenn man wissen will, was diesen Mann antreibt, braucht man sich nur seine diversen Verbindungen anzusehen. Da hätten wir z.B. die Teilnahme an mehreren Bilderberg-Konferenzen, Mitgliedschaften in der Atlantikbrücke, dem Aspen Institute, der Hoover Institution, der Trilateralen Kommission, dem International Institute for Strategic Studies, der Münchner Sicherheitskonferenz und der Goldman Sachs Foundation. Noch irgendwelche Fragen? Vielleicht betreffend der freien, unabhängigen Medien?

Grund zur Freude: Bodo Ramelow bringt CDU auf die Palme

von Anton Nymous

In Thüringen wurde am 5. Dezember 2014 der erste LINKE Ministerpräsident gewählt. Bodo Ramelow schaffte es im zweiten Wahlgang, die 46 Stimmen von LINKE, SPD und Grüne auf sich zu vereinen, womit der Regierungswechsel besiegelt wurde. Dafür herzlichen Glückwunsch!

Natürlich musste DIE LINKE für diese Koalition auch Kompromisse eingehen. Dies beinhaltete u.a. die Akzeptanz des politischen Kampfbegriffes „Unrechtsstaat“ für die DDR. Es steht zwar außer Zweifel, dass es in der DDR Unrecht gab, welches bereits die PDS anerkannte, der Begriff „Unrechtsstaat“ entbehrt jedoch jeder wissenschaftlichen Objektivität. Vor allem gilt dies in Hinblick auf die Tatsache, dass das 3. Reich nie in dieser Weise zum Unrechtsstaat erklärt wurde.

Während SPD und Grüne in Thüringen immerhin anerkennen, dass DIE LINKE nicht mehr die SED von vor 25 Jahren ist, dreht die CDU in ihrer Rolle als schlechter Verlierer hingegen völlig frei. In den von ihr kontrollierten Massenmedien wird seit Wochen eimerweise Stasi- und DDR-Dreck über DIE LINKE ausgekübelt. Natürlich verschweigt die CDU dabei, dass sie selbst genügend alte SED-Kader und Stasi-IMs in ihren Reihen hat. Es ist geradezu grotesk, dass eine Partei, die Stasilaw Tillich zum sächsischen Ministerpräsidenten kürt und IM Erika ins Kanzleramt hebt, Bodo Ramelow zur Unperson erklärt.

Doch es geht noch schlimmer. Die CDU war es auch, welche mit Kurt Kiesinger (1994-1988) ein ehemaliges NSDAP-Mitglied zum Kanzler und den NS-Marinerichter Hans Filbinger (1913-2007) zum Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg machte. Letzterer war nachweislich direkt an NS-Unrecht beteiligt, indem er Todesurteile verhängte. Doch einzig Bodo Ramelow, der weder eine Nazi- noch eine DDR-Vergangenheit hat, wird als unwürdig für das Amt des Ministerpräsidenten erachtet.

Wer Unperson ist, darüber entscheidet allein die Union. Und von Unrecht ist nur dann zu reden, wenn es die DDR betrifft und die betreffenden Personen nicht gleich nach dem Mauerfall zur CDU übergelaufen sind. Als Oskar Lafontaine (DIE LINKE) bei Maybrit Illner auf das Unrecht zu sprechen kam, welches die USA mit ihren Drohnenangriffen begeht, wurde ihm folgerichtig sofort Antiamerikanismus vorgeworfen. Allerdings war es in diesem Fall die Olivgrüne Bundestagsabgeordnete Katrin Göring-Eckardt, die zuerst ihren Kadavergehorsam gegenüber den USA heraushängen ließ.

Antiamerikanismus wurde dann von ihr auch gleich mit Antisemitismus gleichgesetzt. Was daran judenfeindlich sein soll, wenn jemand Drohnenangriffe, den Einsatz von Uranmunition, das Gulag in Guantanamo Bay oder die NSA-Affäre anprangert, muss die Vertreterin der Atlantikbrücke aber erst einmal erklären. Historisch unverantwortlich war allein ihr Verhalten, die Juden zu missbrauchen, um gegen DIE LINKE zu hetzen. Immerhin saßen Kommunisten und Sozialisten gemeinsam mit den Juden in den Konzentrationslagern. Es schickt sich nicht, die Opfer des NS-Terrors gegeneinander auszuspielen.

Mit diesem Maß an Verlogenheit, welches einem hier geboten wird, ist die Kotzgrenze schon längst überschritten. Zu allem Überfluss stand die Union am Vorabend der Wahl des Ministerpräsidenten schon wieder mit den Rechtspopulisten der AfD und den Nazis der NPD zusammen. In all den Jahren, in denen die CDU die Wahlen gewann, hat DIE LINKE nicht einmal gegen das Wahlergebnis demonstriert. Was die CDU nun gemeinsam mit den Rechten abzieht, könnte kein deutlicheres Statement gegen die Demokratie sein.

Die AfD hatte übrigens bei alledem angeboten, einen Ministerpräsidentschaftskandidaten der CDU zu unterstützen. Hoffentlich erkennen die Thüringer Wähler, die diesem populistischen Haufen ihr Vertrauen geschenkt haben, nun endlich, dass die AfD alles andere als eine Alternative ist. Sie ist maximal ein potentieller Koalitionspartner der Union.

Selbstverständlich werden die Union und AfD in den nächsten 5 Jahren alles daran setzen, die Regierungsarbeit von Rot-Rosa-Grün nach besten Kräften zu boykottieren. Der Ex-Finanzminister Voß hat zu diesem Zwecke in letzter Sekunde noch schnell 200 Mio. Euro Steuergelder zur Schuldentilgung an die Banken überwiesen. Die Strategie der verbrannten Erde verfolgte bereits Hitler, als er den Krieg verloren hatte. Es ist klar, dass Voß mit diesem Akt am Parlament vorbei den finanziellen Rahmen der zukünftigen Landesregierung stark eingrenzen wollte.

Angesichts dessen werden die Thüringer nicht über Nacht in einem sozialistischen Paradies leben, aber immerhin ist der Regierungswechsel der erste Schritt in eine bessere Zukunft. Zudem ist ein linker Ministerpräsident, der kein Freimaurer ist, gewiss ein Stachel im Fleisch der neuen Weltordnung. Allein das ist schon viel wert!

Auf die Propaganda der Union, welche dieser Tage auf allen Sendern gepredigt wird und in vielen Zeitungen zu lesen ist, sollte niemand etwas geben. Es ist einfach nur lächerlich, wenn z.B. der Focus schreibt, dass es nun mitten in Deutschland einen SED-Staat gäbe. Ebenso ist das Abendland immer noch nicht untergegangen. Wie sollte derartiges auch passieren, mit einem christlichen Ministerpräsidenten, dessen erste Amthandlung – ein genereller Abschiebestopp für die Wintermonate – ein Akt der Nächstenliebe darstellt?

Dennoch läuft die Propagandamaschinerie weiter auf Hochtouren. Ein kostenfreies Kitajahr? Hunde und Katzen werden sich paaren! 500 neue Lehrer? Pferde, die sich gegenseitig aufessen! Stopp aller Privatisierungen? Das Armageddon wird über uns hereinbrechen! Konsequenter Antifaschismus? Da blies der siebte Engel in seine Posaune! Kein Argument ist den Konservativen zu hanebüchen, um es nicht in eine Kanone zu laden und auf DIE LINKE abzufeuern. Am Ende bleibt nur noch die Frage, ob die Deutschen wirklich so bescheuert sind, diesen Scheiß zu glauben?

Wirklich überraschend ist dieses Verhalten allerdings nicht, mit einer Sekretärin für Agitprop im Kanzleramt. Die CDU ist mit ihrem Herrschaftsanspruch schon längst wieder im DDR-Stalinismus angekommen. Dumm nur, dass zumindest in Thüringen die SPD und Grünen keinen Bock mehr haben, ihre Blockflöten zu spielen.