Die vierte Art – Milla Jovovich auf Irrwegen

von Shinzon

„Die vierte Art“ lief bereits Anfang 2010 in wenigen ausgewählten Kinos und erschien kurze Zeit später auf DVD. Im Kern geht es um die UFO-Entführungsthematik und die Verbindung zu den Grey-Aliens. Von einigen Betroffenen des Entführungsphänomens hatte ich bereits wenig positive Kritiken gelesen, startete jedoch vor einiger Zeit den Selbstversuch.

Als Zombiejägerin hatte Milla Jovovich, zumindest in den ersten drei „Resident Evil“ Filmen, einen guten Eindruck bei mir hinterlassen. Die Jagd auf Aliens gelingt ihr jedoch nicht einmal ansatzweise. In „Die vierte Art“ spielt Jovovich die Psychologin Dr. Abigail Tyler, die im Jahr 2000 eine Reihe von Entführungsfällen in einer abgelegenen Kleinstadt in Alaska untersucht haben soll. Nach wahren Begebenheiten, wie es heißt. Untermauert wird dies durch einige angeblich echte Videodokumente im „Blair Witch“-Stil, deren Echtheit ich im Folgenden auf den Prüfstand stellen werde.

Zunächst einmal habe ich keine seriösen Quellen zur vermeintlich echten Dr. Abigail Tyler finden können. Stattdessen entlarven Wikipedia und diverse Youtube-Videos die Dame aus den angeblich originalen Filmsequenzen als die Schauspielerin Charlotte Milchard, deren Rolle in „Die vierte Art“ auch auf ihrer Webseite aufgelistet ist. Es lohnt sich also schon gar nicht mehr, die Echtheit weiter zu prüfen. Ich werde mich daher auf einen Vergleich des Streifens mit echten Entführungsfällen beschränken.

„Die vierte Art“ bietet außer Hypnoseregressionen nicht allzu viele Ansatzpunkte. Diese Methode ist zwar sehr verbreitet, um verloren gegangene Erinnerungen an Entführungserlebnisse zutage zu fördern, in den meisten Fällen liegen jedoch schon vorher bruchstückhafte Bilder vor, die z.B. in Form von Flashbacks auftreten können.

So genannte Deckerinnerungen spielen ebenfalls durchaus eine Rolle. Allerdings ist keine Entführungswelle bekannt, bei denen sich die grauen Aliens in jedem Fall als Eulen präsentierten. Eulen kommen zwar zuweilen vor, aber die Palette an Tarnungen ist wesentlich breiter und reicht von Hunden und Rehen über verstorbene Personen bis hin zu religiösen Figuren. Es gibt wohl nur einen Grund, warum sich der Film auf die Illuminaten-Eule beschränkt.

Die vierte Eule

Zu dieser Einfallslosigkeit gesellen sich alsbald haarsträubende Übertreibungen. Ein Mann ist z.B. von der Hypnoseregression so überwältigt, dass er anschließend seine Familie und sich selbst erschießt. Obwohl es in der Realität durchaus einige sehr traumatische Fälle gibt, ist bisher keiner bekannt, der einen solch tragischen Ausgang nahm. Abductees laufen nicht Amok. Im Gegenteil denken viele Entführte eher spirituell.

„Die vierte Art“ setzt dann aber noch einen drauf. Während der Hypnose beginnen die Probanden zu schweben, schreiben wie von Dämonen besessen herum und brechen sich schließlich das Genick. An dieser Stelle kann jedoch Entwarnung gegeben werden. Bisher ist noch niemand wegen einer Hypnose auf solch spektakuläre Art und Weise ums Leben gekommen. Überhaupt hat diese filmische Darstellung nichts mit der Realität zu tun, sondern vielmehr mit dem klassischen Bild eines Exorzismus. Passenderweise kommen die dämonischen Aliens nachts zur Geisterstunde um 3:33 Uhr.

Die vierte Art 3 33

Dieser Eindruck wird dadurch verstärkt, dass Milla Jovovich von einem der Grey besessen wird und beginnt, in fremden Zungen zu sprechen. Um es etwas exotischer zu gestalten, spricht sie nicht etwa Latein, sondern Sumerisch. Da diese Sprache bereits auf einem Tonband aufgetaucht war, ist bei dem Exorzismus ein Dr. Awolowa Odusami anwesend, der einen Experten für die antike Kultur der Sumerer darstellen soll.

Zumindest in Sachen Prä-Astronautik gibt der Film einige interessante Impulse. Man denke nur an das sumerische Rollsiegel, auf dem ein fremdes Sonnensystem 10 Planeten abgebildet ist, was eine primitive Kultur unmöglich hätte wissen können.

Allerdings hat Dr. Odusami seine Hausaufgaben nicht gemacht. Die Sumerer beteten nämlich nicht die Grey-Aliens an, sondern die Anunna, die als geflügelte Humanoide dargestellt wurden. Hinweise auf Reptiloide gibt es ebenfalls im alten Mesopotamien. In welcher Beziehung diese zu den Grey stehen, ist jedoch noch nicht vollständig geklärt, obwohl manche Abductees schon beide Spezies in Interaktion erlebt haben sollen. Fakt ist bei alledem nur, dass bisher nicht ein einziger Abductee von seinen Entführern in Sumerisch angesprochen wurde.

Viel mehr als ein paar verzerrte Stimmen und Schatten bekommt man von den Grey in „Die vierte Art“ ohnehin nicht zu sehen. Der Rest des Films besteht aus nervigen Splitscreens und einem ständigen Hin und Her zwischen nachgestellten Szenen und den Originalfälschungen. Der Streifen bringt einem das Entführungsthema nicht im Geringsten näher und hat eher den Charakter einer Freakshow, die einem die Außerirdischen als Gruselfiguren verkaufen will.

Selbiges brachte bereits die Verfilmung der Entführung von Travis Walton fertig, die immerhin auf einem tatsächlichen Ereignis beruht. Wer schon einmal ein Originalinterview mit Walton gesehen hat bzw. auf einer Veranstaltung mit ihm war, kennt die Unterschiede zwischen seinem realen Erlebnis und dem Film „Feuer am Himmel“. Dieser Film von Paramount Pictures verdreht nicht nur zahlreiche Fakten und erfindet völlig neue Charaktere, sondern bauscht die Entführung zu einem reinen Horrorszenario auf. Hatten wir also alles schon.

Auf zahlreiche interessante Aspekte des Entführungsphänomens gehen indessen beide Filme überhaupt nicht ein. Darunter die genetischen Experimente, die offenbar die Züchtung einer Hybridenrasse zum Ziel haben. Dieser Aspekt schlägt dabei wieder eine Brücke von den Grey zu den Anunna, denn bereits die „Engel“ des Alten Testaments kreuzten sich mit Menschenfrauen, woraus die Nephilim hervorgingen. Abermals hat hier der fiktive Dr. Odusami seine Hausaufgaben nicht gemacht.

Ein weiterer Aspekt, der nicht behandelt wird, ist die Verbindung zum US-Militär. Inzwischen häufen sich in den USA Entführungsfälle, bei denen die Opfer verfrüht aufwachen und Soldaten zu Gesicht bekommen. Ebenso berichten viele Betroffene, dass die Grey auf sie wie Bioroboter wirken. Also eine Art moderner Bioroboter mit eigenem Bewusstsein.

Es kursieren weiterhin Behauptungen, dass Militär stecke gänzlich hinter solchen Entführungen und würde sich dabei der Droge Dimethyltryptamin bedienen, was allerdings nicht die historischen Fälle bis zurück in die Antike erklärt. Auf jeden Fall scheint das Militär in irgendeiner Art und Weise in die Vorkommnisse involviert zu sein, was in „Die vierte Art“, ebenso wie andere wichtige Aspekte, vollkommen ignoriert wird.

Einzig die Featurette im Bonusmaterial bietet einige reale Informationen. In dieser kurzen Doku werden u.a. Zeugen wie Expräsident Jimmy Carter und Arizonas Ex-Gouverneur Fife Symington aufgeführt, sowie der bekannte Fall aus dem Rendelsham Forest kurz vorgestellt. Diese Szenen sind allerdings aus der Dokumentation „I know what I saw“ von James Fox entnommen, die man sich lieber komplett ansehen sollte. Unter der Kategorie „Begegnung der vierten Art“ werden lediglich die gefälschten Videos aus dem Film präsentiert. Kein Wort über Budd Hopkins oder den bekannten Harvard Psychologen John E. Mack († 2004), die so viel zur Erforschung des Entführungsphänomens beigetragen haben, wie sonst kein anderer.

Fazit: „Die vierte Art“ handelt nicht wirklich vom UFO-Entführungsphänomen. Statt UFO’s und Aliens bekommt man es mit dämonischer Besessenheit zu tun. Der Film erinnert eher an Horrorklassiker wie „Der Exorzist“, wobei ein paar klischeehafte Science Fiction Elemente einfließen.

Wer wirklich tiefer in die Entführungsthematik eintauchen will, dem sei die 1992er Verfilmung des Budd Hopkins Buchs „Intruders“ empfohlen, welches auf den Aussagen von über 600 Entführungsopfern basiert. Kein Film ist näher an der Realität und greift derart viele Facetten des Phänomens auf. Über das optimistische Ende kann man zwar geteilter Meinung sein, aber ansonsten finden sich sämtliche Aspekte des Films in den Aussagen der meisten realen Entführungsopfer wieder. Und schlussendlich geht „Intruders“ genau deswegen viel mehr unter die Haut, als es die lächerliche Gruselvorstellung in „Die vierte Art“ je könnte.

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Kubistische Kinderverblödung auf KiKa

In der KiKa-Serie „Chi Rho“ reißt ein Bibelexperte mit seiner Tochter in die Antike, um Bibelgeschichten nachzuerleben.

Die Zeitmaschine ist ein goldener Kubus mit einem Christusmonogramm. Da fragt man sich, was die Serie den Kindern eigentlich vermitteln will? Die Christenlehre oder Freimaurerei? Beides hat nichts im Kinderprogramm eines öffentlich-rechtlichen TV-Senders zu suchen! Der christliche Part wäre vielleicht noch etwas für Bibel TV, wobei die Freimaurersymbolik einmal mehr offenbart, dass die angebliche Feindschaft zwischen Kirche und Freimaurerei nichts als Show ist.

XP Kubus

Goldener Kubus

Zu allem Überfluss verwandelt sich der Kubus auch noch in eine mechanische Eule.

Kubuseule

Horus ist ebenfalls nicht weit. Horus Pokus und Christentum – was für eine bizarre Mischung!

Einäugige Taube

Gravity Falls – Disneys Pyramidenwunderland

In der Serie „Gravity Falls“ wimmelt es nur so von allsehenden Pyramiden.

GF Pyramide mit Auge_3

GF Pyramide mit Auge_5
Bei genauerer Betrachtung fällt auf, dass die Pyramide ein Reptiloidenauge mit geschlitzter Pupille hat.

GF Reptopyramide

Bei der Meditation bekommen die Charaktere ebenfalls Reptilienaugen, was als Anzeichen von dämonischer Besessenheit zu werten ist. Bei dem Ritual gehört nicht nur die Freimaurerpyramide nebst zwei esoterischen Glaspyramiden zur Ausstattung. Das Ganze ist in einem Hexagramm arrangiert, an dessen Ecken Kerzen brennen.

GF Meditationsbesessenheit

Auf folgendem Bild gibt ein weiteres freimaurerisches Hexagramm zu entdecken. Da Walt Disney ein Antisemit war, kann man eine jüdische Deutung ausschließen.

GF Pyramide mit Auge_4

Ein weiterer Beleg für die freimaurerische Bedeutung ist die Pyramide mit Zylinder. Und gleich noch das passende Pentagramm zum Hexagramm.

GF Pyramide mit Auge_1

In dem mystischen Buch findet sich auch ein pyramidenförmiger Berg mit Auge.

GF Pyramide mit Auge_2

Pyramiden wohin das Auge sieht.

Eyes 666

Neben den Augen gibt es noch ein paar Flattermänner. Dracula lässt grüßen.

Augen & Fledermäuse

Wo wir schon mal bei tierischen Symbolen sind: Die Eule der Minerva darf natürlich auch nicht fehlen.

Eulenuhr

Und zum Schluss noch ein paar Augen im Sonderangebot.

Augäpfel

Der Teufel steckt im Detail

Versteckte Andeutungen ist man von Disney bereits gewöhnt.

Auf dem folgenden Plakat für den Winnie Puh-Film fällt zunächst die Eule mit den 666-Handgesten um die Augen auf. Als hätte man noch einmal extra darauf hinweisen müssen, dass die Eule eine Eule ist. Der gehörnte Teufelskopf ist dagegen erst auf den zweiten Blick zu sehen – als Umriss in den Blättern der Bäume.

Winnie Pooh Satanumrisse

Bei den Disney Kinderstars sind die teuflischen Einflüsse da schon etwas offensichtlicher.

Glee Horns

Das Illuminati Project

Der Name ist Programm. Präsentiert wird der ganze Mist von DJ Whiteowl (zu deutsch: „DJ Weiße Eule“) womit sogar das Logo der weishauptschen Illuminaten bedient wäre. Dass deren Projekt kein Gutes ist, veranschaulichen die Totenschädel unter der Pyramide.

Um noch einmal klarzustellen: alle Künstler auf diesem Sampler wissen, was sie tun. Sie gehören dazu. Jay-Z bekennt sich z.B. ziemlich offen.

Jay-Z

Eminem deutet die Pyramide immerhin an und hält sein linkes Auge hinein.

In seinem Video zu „Mosh“ wurde er dann allerdings konkreter.

Eminems Bühnenshow ist schließlich sehr direkt.

The Eminem Show

Bei Mobb Deep reicht indes die Pyramide ohne Auge.

Mobb Deep Illuminati

Auch Prodigy lässt keinen Zweifel an seiner Gesinnung.

Wir könnten uns jetzt jeden einzelnen Musiker vornehmen und sicherlich werden wir auf den ein oder anderen in der Zukunft noch zurückkommen. An dieser Stelle wollen wir es jedoch dabei belassen, dass dieser Sampler wie eine Abschussliste für Freimaurer ist.

Eine weitere Liste gibt es für das folgende Hip Hop-Event mit exakt derselben Symbolik und eindeutiger Illuminati-Bezugnahme.

Hip Hop Illuminati

Paranormal Activity 4 – Und die Frage nach rituellem Kindesmissbrauch

von Shinzon

„Paranormal Activity“ geht in die nunmehr vierte Runde und wartet mit nicht wirklich neuen Schockeffekten auf. Man merkt, dass dem Thema langsam die Puste ausgeht und obendrein rückt der hochgradig okkulte Kern des Ganzen immer mehr in den Mittelpunkt.

Die ersten beiden Teile der Reihe waren noch unverbraucht und relativ harmlos, wenn man einmal davon absieht, dass die Protagonisten von einem Dämon heimgesucht werden. Das mag zwar ziemlich gruselig sein, aber außer einem Hexenbrett gibt es in Teil 1 kaum okkulte Symbole zu sehen. Nachdem der Dämon am Ende von Katie Besitz ergreift und ihren Freund Micah abmurkst, macht er in Teil 2 Jagd auf die Familie von Katies Schwester Kristi und entführt schlussendlich deren Sohn Hunter.

In Teil 3, der die Vorgeschichte der beiden Schwestern erzählt, wurde es dann so richtig extrem. Anfangs werden die beiden von dem Dämon Toby heimgesucht, woraufhin ihre Familie zu ihrer Großmutter Lois flüchtet. Dort stellt sich heraus, dass ihre Omi mütterlicherseits einem geheimen Hexenzirkel angehört, der so gar nicht von der weltlichen Erziehung der beiden Mädchen begeistert ist. Kurzerhand werden die Eltern ermordet und die beiden Schwestern in den Zirkel aufgenommen. Katie wird dabei zum Gefäß des Dämons auserkoren.

Was dem Kinopublikum hier aufgetischt wird, erinnert stark an die Praktiken satanistischer Geheimlogen. Und das ist sehr bedenklich, denn was diese okkulten Orden den Kindern in der Realität antun ist so unvorstellbar grausam, dass die meisten sich gar nicht erst damit beschäftigen wollen. Das fängt an bei rituellem Missbrauch, geht weiter mit der rituellen Schwängerung von Minderjährigen und endet damit, dass diese gezwungen werden, ihre eigenen Babys zu töten und sogar zu essen.

Weiterhin sind satanistische Orden eng mit der Kinderporno- und Snuff Movie-Industrie vernetzt, wie u.a. der Fall Dutroux belegt. An die Realität kommt so schnell kein Horrorfilm heran. Wer sich näher darüber informieren möchte, dem sei die zweiteilige Doku „Höllenleben – Ritueller Missbrauch“ empfohlen. Es sei jedoch vorgewarnt, dass dies nichts für schwache Nerven ist.

„Paranormal Activity 3“ zeigt zwar nicht das volle Ausmaß dessen, aber wenn man sich erst einmal dieser Hintergründe bewusst ist, kann man diesen Film nicht länger als gute Unterhaltung betrachten. Er zeigt nichts anderes als die Initiation zweier Mädchen in eine satanistische Sekte. Die im Film dargestellten Muster finden sich 1:1 in der Realität wieder und wenn man die Aussagen einiger ehemaliger Kinderstars wie Corey Feldman über die pädophilen Machenschaften von Hollywood anhört, beginnt man sich ernsthaft Sorgen um die beiden Darstellerinnen zu machen.

Neben der hochgradig okkulten Handlung von „Paranormal Activity 3“ dürfen natürlich die dazugehörigen Symbole nicht fehlen. Neben dem Pentagramm steht die Pyramide mit Auge im Mittelpunkt des Interesses. Diese ist eigentlich weniger ein Symbol der Hexen, sondern findet sich viel mehr bei den Freimaurern. Allerdings wird sie hier richtigerweise in einen okkulten Kontext gestellt.

Hier wird dann auch die Brücke zu Teil 4 der Reihe geschlagen, denn Pyramide mit Auge war bereits auf dem Kinoplakat und im Trailer zu sehen. Übrigens kommt die Szene aus dem Trailer im Film nirgendwo vor, warum auch immer. Wahrscheinlich wollte man keinen bereits verbrauchten Schockeffekt wieder verwenden.

Natürlich geht der Film gleich wieder in die Vollen. Katie nistet sich mit ihrem Sohn in der Nachbarschaft von Alex‘ Familie ein. Als sie von einem Krankenwagen abgeholt wird, kümmert sich Alex’ Familie eher unfreiwillig um ihren Jungen, der ihnen wie ein herrenloser Hund zuläuft.

Schnell wird klar, dass mit dem psychisch gestörten Kind etwas nicht stimmt und die paranormalen Vorfälle häufen sich. Überraschung: Toby Tuberkel ist zurück und hat in Wyatt, dem adoptierten Bruder von Alex, einen neuen Spielgefährten gefunden. Kurzerhand wird Wyatt vom Nachbarskind mit okkulten Symbolen beschmiert und auf diese Art verflucht.

Als der Kleine eines Abends allein in der Badewanne sitzt, wird er vom Dämon angegriffen und unter Wasser gezogen. Im ersten Moment scheint es so, als wolle Toby seinen Spielgefährten ertränken, doch die ganze Szene hat mehr etwas von einer satanischen Taufzeremonie. Dieser Eindruck wird dadurch bestätigt, dass Wyatt sich im Anschluss an dieses Horrorerlebnis einen neuen Namen gibt. Es stellt sich heraus, dass er eigentlich Hunter heißt und Katies Neffe ist.

Wieder einmal werden zwei Kinder, diesmal Cousins, in den satanistischen Hexenzirkel initiiert. Alex‘ Familie muss dabei als rituelles Menschenopfer herhalten und wird vom Dämon Toby bzw. von der besessenen Katie abgeschlachtet. Der Gewaltpegel ist dabei um einiges höher, als in den ersten drei Teilen. Das Ganze gipfelt schließlich in einem Hexensabbat, in dessen Verlauf Alex geopfert wird. Viel mehr gibt es zur Handlung an sich nicht zu sagen.

Wie gewohnt wird das gesamte Geschehen in „Blair Witch“-Manier mit Handkameras und zusätzlich – ganz modern – mit Webcams aufgezeichnet. Wirklich neu ist dabei nur die Stimme aus dem Off, welche das Datum vorliest. Die hätte man sich allerdings auch sparen können, denn von einem Publikum mit einem Alter von 16 aufwärts sollte man erwarten, dass es des Lesens mächtig ist.

Fazit: Alles in allem wird einem mit „Paranormal Activity 4“ nichts Neues geboten. Ein paar der Schockeffekte sind schon recht gruselig, doch die hochgradig okkulte Handlung um schwarze Messen, rituelle Menschenopfer und die Einbeziehung von kleinen Kindern ist eher extrem bedenklich. Mit entsprechendem Hintergrundwissen kann man diesem Machwerk letztendlich kaum noch einen Unterhaltungswert zusprechen. Auf seine Kosten kommt hier nur, wer nach okkulten Symbolen sucht.

Hier übrigens die Filmemacher, darunter die Regisseure Henry Joost (l. mit blauer Krawatte) & Ariel Schulman (r. mit Totenkopf-Sonnenbrille). Bei der Pryamidenhandgeste machen sie sich sogar die Mühe, mit ihren Fingern einen Kreis zu bilden.

Trailer:

Die Illuminaten

Das folgende Hörbuch ist äußerst informativ. Geradezu grotesk ist dabei die ideologische Ausrichtung der Illumianten. Diese stellten sich gegen die Monarchie und die Kirche, was ja durchaus lobenswert ist. Aber zu ihren Mitgliedern gehörten Adelige und Bischöfe. Herzog Ernst II. von Sachsen-Coburg-Gotha gewährt Weishaupt gar Asyl. Wie passt das zusammen?

Ebenso scheint der Fortschrittsgedanke der Illuminaten zunächst begrüßenswert, doch am Ende wollen sie nur die alte Elite gegen eine neue austauschen. Statt Adelstitel und materiellem Reichtum, sollen die geistigen Fähigkeiten über den Werdegang eines Menschen bestimmen. An der geistigen Entwicklung aller Menschen hatten die Illuminaten jedoch kein Interesse. Was soll das also für ein Fortschritt sein, von dem nur eine auserlesene Elite profitiert?