Dark Shadows – Mind Control für Vampire

von Shinzon

Ursprünglich war “Dark Shadows” eine Vampirserie, die von 1966 bis 1971 lief. 1991 folgte eine Neuauflage und 2012 schließlich der Kinofilm von Tim Burton. Den ersten Barnabas Collins spielte Jonathan Frid (1924-2012), welcher noch kurz vor seinem dahinscheiden einen kleinen Cameo-Auftritt in Burtons Remake hatte. Seine einstige Rolle wurde indes von Johnny Depp verkörpert, was nicht passender hätte sein können, da es in diesem Film doch weniger um Vampire als vielmehr um Mind Control geht.

Zudem strotzt der Film nur so vor Freimaurersymbolik. Noch bevor es richtig losgeht, sieht man bereits eine Galionsfigur an einem Schiff, welche einen Sonnenkranz über dem Kopf trägt und die typische M-Handgeste macht.

01 Galionsfigur

Diese Szene spielt im Jahr 1760 und handelt von Barnabas’ Reise nach Amerika, wo seine Eltern ein Fischereiunternehmen aufbauen. Sogar das Fischerdorf, in dem er aufwächst, ist nach seiner Familiendynastie benannt. Unweit von Collinsport liegt das private Anwesen namens Collinwood, welches ziemlich düster erscheint.

Gruselbude

Die wahre Finsternis tritt jedoch 15 Jahre später in Form der Hexe Angelique Bouchard (Eva Green) in Barnabas’ Leben. Sie liebt ihn, doch als er sie zurückweist, tötet sie seine Eltern durch einen Fluch. Es kommt also schon früh schwarze Magie ins Spiel, die stark an Voodoo erinnert.

03 Voodoo

Barnabas studiert daraufhin selbst okkulte Bücher. Darin findet er den wahren Namen Satans: Mephistopheles. Das goldene „M“ auf rotem Grund erinnert dabei stark an das McDonalds-Logo. Eine groteske Schleichwerbung für teuflisch schlechten Fraß.

04 McPhisto

Nach Barnabas’ Eltern muss auch seine Geliebte Josette (Bella Heathcote) dran glauben. Diese wandelt unter dem Einfluss der Hexe zum Widow’s Hill und stürzt sich in den Tod. Josette ist dabei nicht sie selbst sondern steht unter einer Art okkulter Gedankenkontrolle. Sie reagiert wie ferngesteuert, was im späteren Verlauf des Films noch interessant wird.

05 Manchurian Josette

Als Barnabas seiner Geliebten in den Tod folgen will, überlebt er den Sturz in die Tiefe. Angelique hat ihn dazu verdammt, ein Vampir zu sein.

06 Vampirisiert

Anschließend hetzt die Hexe den Pöbel gegen ihn auf und lässt ihn lebendig begraben. Wenn sie ihn nicht haben kann, soll ihn keine haben und sein Leiden soll bis in alle Ewigkeit andauern. Die Szene könnte natürlich auch im Bohemian Grove spielen.

07 Lebendig begraben

Weiter geht es im Jahr 1972, also in der Zeit, in der die Originalserie gerade abgesetzt worden war. Zu den Klängen der wundervollen Ballade „Nights in White Satin“ von The Moody Blues sitzt Victoria Winters (ebenfalls Bella Heathcote) im Zug und starrt Löcher in die Luft. Man merkt auf den ersten Blick, dass die Reinkarnation von Josette ebenfalls unter Mind Control steht. Als sie für ihr Vorstellungsgespräch als Gouvernante probt, gibt sie sich zudem zwei verschiedene Namen, was ein deutlicher Hinweis auf eine multiple Persönlichkeitsspaltung ist.

08 Mind Control Vicky

Weiterhin trägt sie, ebenso wie Josette, blaue Kleidung, diesmal mit roten Knöpfen und weißer Bluse darunter. Kurzum die Farben der Freimaurer.

09 Blau-Weiß-Rot

In Collinsport angekommen, gibt es erst einmal Schleichwerbung für Shell.

10 Shell Schleichwerbung

Nachdem Victoria von ein paar Hippies mitgenommen und am Anwesen abgesetzt wurde, wird sie vom verzottelten Hausmeister Willie (Jackie Earle Haley) in der heruntergekommenen Collinsbude begrüßt. Immerhin gibt es hier noch keine Schachbrettböden und dergleichen. Die gesamte Deko hat mit maritimen Dingen wie Wasser, Fischen und Seepferdchen zu tun. Das sollte nicht weiter verwundern, da die Collins bekanntlich im Fischereigewerbe tätig waren.

Das Vorstellungsgespräch führt die Tante des kleinen David, für den Victoria die Nanny spielen soll. Elizabeth Collins Stoddard (Michelle Pfeiffer) stellt die Bewerberin sofort ein, nachdem diese sich gegen Frauenrechte ausgesprochen hat. Als erstes suchen die beiden Elizabeths Tochter Carolyn (Chloë Grace Moretz) auf. Für eine Fünfzehnjährige ist deren Auftreten stark übersexualisiert und später werden bei Tisch noch einige anrüchige Masturbationsanspielungen über sie gemacht.

11 Carolsin

Beim Essen lernt Victoria Elizabeths Bruder Roger Collins (Jonny Lee Miller) und Dr. Julia Hoffman (Helena Bonham Carter) kennen. Der gestörte Sohn David (Gulliver McGrath) taucht zunächst als Gespenst zum Essen auf. Darunter trägt er einen gestreiften Pyjama, der an Häftlingskleidung erinnert. Doch wer hält ihn gefangen? Die CIA im Rahmen von MK Ultra?

12 David Pyjama

Gleich in der ersten Nacht begegnet Victoria dem Geist von Josette, die ihr die Ankunft von Barnabas ankündigt. Aber Moment mal, sollte sie nicht eigentlich deren Reinkarnation sein? Immerhin handelt es sich ja um dieselbe Schauspielerin.

13 Josettes Geist

Josettes Geist behält jedenfalls Recht, denn in derselben Nacht stoßen Bauarbeiter auf den Sarg des Vampirs. Dieser erweist sich für seine Befreiung als ziemlich undankbar und saugt erst einmal alle Anwesenden aus. Wie später zu hören ist, handelt es sich um insgesamt 11 Opfer, was auf die freimaurerische Dualität anspielt. 11 müssen sterben, damit einer leben kann.

Kurz nach der Mahlszeit wird Barnabas von einem hellen Schein erfasst. Es handelt sich um eine Leuchtreklame von McDonalds, die er sofort mit Mephistopheles in Verbindung bringt. Dann war die Initiale in dem alten Schmöker also tatsächlich Schleichwerbung und obendrein steht die Burgerbude mit dem Teufel im Bunde.

14 Blutsauger

15 McDonalds

Kurz darauf wird Barnabas fast von einem Auto angefahren. Selbstverständlich kennt er weder Autos noch Asphaltstraßen und auch Collinsport kommt ihm seltsam fremd vor. So ist das wohl, wenn man fast 200 Jahre verpennt hat. Als er endlich auf seinem alten Anwesen ankommt, trifft er ausgerechnet auf Willie, den er sogleich hypnotisiert, um Antworten zu erhalten. Die hätte er aber wohl auch ohne den Jedi-Trick bekommen.

16 Hypnose

Immerhin hat Willie gute Nachrichten für ihn. 4 Mitglieder seiner Familie leben noch. Doch halt! Barnabas hatte keine Kinder und auch keine Geschwister, wie kann er also Nachkommen haben? Der erste große Filmfehler. Kein Fehler ist es dagegen wohl, dass der Vampir bei Betreten seines Hauses zuerst die Statue von Poseidon befummelt – ausgerechnet der Gott mit dem Dreizack, welcher auch in Mephistos Händen zu finden ist.

17 Dreizack

Der jüngste Spross der Collins spielt derweil mit Dinosaurierfiguren. Nach einer Schallplatte von T.Rex schon die zweite Anspielung auf Reptiloide.

18 Dinos

Barnabas schreitet zunächst an David und Carolyn vorbei und befummelt die Marmorfiguren am Kamin. Das Auge des Seepferdchens stellt bei genauerer Betrachtung einen Stern der Ištar dar.

19 Ischtar-Auge

Als Barnabas endlich seinen jüngsten Erben entdeckt, bleibt ihm nicht viel Zeit, sich mit ihm bekannt zu machen. Elizabeth unterbricht die Szene und glaubt zunächst an einen üblen Scherz. Während des folgenden Wortgefechts gibt es nebenher wieder etwas Blau/Rot-Symbolik.

20 Blau-Rot-Roboter

Als Beweis für seine Identität offenbart Barnabas der Dame des Hauses einige Geheimtüren und -mechanismen des Anwesens. Dabei stellt sich heraus, wo Vampire wandeln, sind Wölfe nicht weit.

26 Wölfe

Am überzeugendsten ist für sie jedoch, dass Barnabas kein Spiegelbild hat, was sie bei einem Abstecher in einen Geheimgang bemerkt.

22 Kein Spiegelbild

Nachdem sie von dem Vermögen weiß, welches unter dem Haus schlummert, geht Elizabeth einen Pakt mit ihrem Ahnen ein. Dieser soll seine Identität gegenüber den anderen geheim halten, was sich aufgrund seiner ständigen altertümlichen Äußerungen als schwierig erweist. Geheimnisse sind wohl eher Elizabeths Ding, was sich u.a. in ihren Eulen-Ohrringen äußert, die als Anspielung auf die Illuminaten gewertet werden können.

23 Eulenohrringe

In Konkurrenz zum Fischereibetrieb der Collins steht die Firma Angelbay, welche der erblondeten Angelique gehört. Deren Auto ist natürlich rot, während ihre Mitarbeiter die Farben der Freimaurer tragen. Mit anderen Worten steht sie an der Spitze der Machtpyramide.

24 Rotes Auto

Als Angelique von den 11 Toten erfährt, ahnt sie von Barnabas’ Rückkehr und sucht ihn in seinem Haus auf. Dieser ist wenig angetan von dieser Begegnung, denn die Hexe hat ihm alles genommen. Sogar seiner Familie hat sie mit ihrem Konkurrenzkonzern das Geschäft ruiniert und sie ist mit ihren Demütigungen noch nicht am Ende. Allerdings schmeißt sie sich ihm andererseits auch gleich wieder an den Hals, denn sie begehrt ihn nach wie vor.

Durch geschickte Manipulation gelingt es Elizabeth schließlich, Barnabas zu ermutigen, den Kampf gegen die Hexe aufzunehmen. Er lässt daraufhin das Anwesen renovieren und baut das Familienunternehmen wieder auf. Er schafft, was Elizabeth jahrzehntelang vergeblich versucht hat.

25 Schwarzer Schirm

Um Fische zu verarbeiten, brauchen die Collins natürlich noch einen Kapitän mit einem Fangschiff. Diesen finden sie in Silas Clarney. Gespielt wird dieser von keinem geringeren als Christopher Lee, was ein kleiner Insider-Gag ist, denn Barnabas erhält hier Hilfe von dem Dracula-Darsteller schlechthin. Kapitän Clarney muss allerdings erst noch überzeugt werden, was Barnabas abermals mit dem Jedi-Trick gelingt. Auch das ist ein Insider, denn Christopher Lee spielte ebenfalls den abtrünnigen Jedi Count Dooku, der zu dunklen Seite überlief.

26 Christopher Lee

Im Hause Collins offenbaren sich derweil einige Geheimnisse. Elizabeths Bruder Roger beobachtet, wie Barnabas aus dem Geheimversteck unter dem Kamin steigt und die Familienpsychologin Dr. Hoffman findet während einer Hypnosesitzung heraus, dass Barnabas ein Vampir ist. Der alte Blutsauger selbst interessiert sich indes für Flirttipps, mit denen er das Herz von Victoria erobern kann. Dafür konsultiert er ausgerechnet Carolyn, der er zu einer baldigen Nutzung ihres gebärfähigen Beckens rät. Direkt neben der damals noch minderjährigen Schauspielerin findet sich in dieser Szene ein Schmetterling, der zusammen mit den sexuellen Anspielungen kein gutes Zeichen ist. Aber zum Projekt Monarch kommen wir später noch.

27 Schmetterling

Neben Barnabas findet sich in derselben Szene ein geflügeltes allsehendes Auge. Das Plakat ist zudem in Blau/Rot gehalten und direkt daneben findet sich noch ein kleines blaues Bild von einem Gesicht, dessen linkes Auge ebenfalls hervorgehoben ist.

28 Geflügeltes Auge

In der darauf folgenden Nacht metzelt der alte Collins eine Gruppe unschuldiger Hippies dahin. Zwar bedauert er seinen Durst, dennoch zeigt sich einmal mehr, welch abartige Kreatur er ist. Er hätte zumindest Jagd auf Verbrecher machen können, statt auf friedliche Blumenkinder. Obendrein wird hier die Chance auf einen Gag verpasst, denn er wird von dem Hippieblut nicht mal high. Im Kern ist diese Szene daher eher als Ablehnung des Pazifismus zu verstehen, denn Satanisten lieben den Krieg.

Wo es Barnabas nun nach Blut und Liebe dürstet, verlangt es Angelique einzig nach Kontrolle. Es stinkt sie an, dass die Geschäfte der Collins wieder laufen und ihren eigenen Profiten tatsächlich abträglich werden. In ihrem Konferenzzimmer findet sich übrigens die freimaurerische Galionsfigur vom Beginn des Films.

29 Angeliques Mettingroom

Zunächst bietet sie ihrem einstigen Angebeteten einen Deal an. Sie wünscht sein Familienunternehmen aufzukaufen und auch privat mit ihm zu fusionieren. Ihre Flirttechniken lassen natürlich sehr zu wünschen übrig, denn während sie ihn verbal verführt, legt sie ihm die Hand an den Hals. Normalerweise macht ein Freimaurer diese Geste nur bei sich selbst und nicht als Drohung gegen andere.

30 Angeliques Hand am Hals

Beim folgenden Liebesakt entpuppt sich Angelique als nicht ganz menschlich. Zunächst wächst ihr spontan ein zweites Paar Arme. Außerdem zerkratzt sie mit ihren langen Fingernägeln die gesamte Einrichtung.

31 Vier Arme

Ihrer gespaltenen Zunge nach zu urteilen ist sie ein getarnter Reptiloid, was dann auch gleich ihr hohes Alter von über 200 Jahren erklären würde.

32 Reptozunge

Barnabas hat allen Grund dazu, die letzte Stunde zu bereuen. Ebenso seine offenen Worte, denn nach diesen entlässt Angelique ihn mit der Drohung, ihn zu zerstören, wenn er sich ihr nicht hingibt. Das hat er jedoch keineswegs vor. Im Gegenteil will er einen Ballabend veranstalten, um die Beliebtheit seiner Familie im Kaff wiederherzustellen. Tipps erhält der antike Vampir dabei von Carolyn, die Alice Cooper auf der Party sehen will. Der ist natürlich als Schlangenträger auf einem Magazin abgebildet.

33 Alice Schlangenträger

Die Party erfüllt tatsächlich Carolyns Erwartungen. Barnabas hat die Bude wahrlich wieder zum Glänzen gebracht und alles, inklusive der Diskokugel, besorgt. Am Eingang begrüßen die Lavalampen Jachin und Boas die Besucher.

34 Jachin und Lava

Sogar an zwei Tänzerinnen in Käfigen hat der alte Lustknabe gedacht.

35 Frauen in Käfigen

Alice Cooper spielt sich in dieser Szene übrigens selbst. Da er schon immer so abgehalftert aussah, fällt es kaum auf, dass er 40 Jahre jünger sein müsste. Barnabas fällt zu diesem Anblick nur ein, dass Alice das „hässlichste Frauenzimmer“ ist, welches er je gesehen hat.

36 Hässliches Frauenzimmer

Übrigens ist der Auftritt Coopers in einer Zwangsjacke wieder einmal eine Anspielung auf den Missbrauch von Psychiatriepatienten für Gedankenkontrollexperimente. Direkt im Anschluss offenbart Victoria dem Hausherren nämlich ihre Kindheitsgeschichte. Da sie schon früh Geister sehen und mit ihnen kommunizieren konnte, wurde die Kleine von ihren Eltern in eine Nervenklinik eingewiesen.

37 MK-Ultra-Opfer_1

38 MK-Ultra-Opfer_2

Victoria, die eigentlich Maggie Evans heißt, wurde einer Elektroschocktherapie unterzogen. Das ist eine direkte Bezugnahme auf das Projekt Monarch der CIA, bei welchem ebenfalls Elektroschocks angewandt wurden, um Patienten zu traumatisieren und ihr Bewusstsein zu manipulieren.

39 Monarch-Programm

Das erklärt nicht nur die ganzen Schmetterlinge, sondern auch Victorias starren Blick in der ersten Szene. Ihr Ausbruch aus der Klinik, in der sie fast ihr gesamtes Leben verbracht hat, liegt nämlich erst wenige Tage zurück. Der Geist von Josette hat sie schließlich auf die Stelle im Haus der Collins aufmerksam gemacht.

40 Stellenanzeige

Während Barnabas ihrer Lebensgeschichte lauscht, trifft vor dem Haus bereits die Konkurrenz ein. Es war ja klar, dass Angelique als Lady in Rot zur Party kommt, immerhin müsste inzwischen jeder kapiert haben, dass sie ein Teufel ist.

41 Angelique in Rot

Fatal ist hier jedoch nicht nur die Femme, sondern vor allem, dass sie ihren Angebeteten mit Victoria herumknutschen sieht. Da bekommt sie gleich Risse im Gesicht, die ihr linkes Auge betonen. Fast so wie der Blitz in den Gesichtern von David Bowie und Lady Gaga.

42 Augennarbe

Auch der Vampirfürst muss am Tag darauf eine für ihn abscheuliche Entdeckung machen. Dr. Hoffman hat ihm nicht etwa Blut abgezapft, um eine Heilung für ihn zu finden. Im Gegenteil benutzt sie sein Blut, um selbst wie er zu werden. Das hat etwas von Gräfin Bathory, die in Jungfrauenblut badete, um nicht zu altern. Mit dem einzigen Unterschied, dass Julia nicht in Barnabas’ Blut badet, sondern es sich als Transfusion injiziert. Die Strafe darauf lautet Tod und ihre Leiche verklappt der Hausherr zusammen mit Willie des Nachts im Meer.

43 Doctor Bathory

Am nächsten Tag erwischt Barnabas seinen Nachfahren Roger beim Versuch, das Familienerbe zu plündern. Er stellt ihn vor die Wahl, ein vorbildlicher Vater für David zu werden oder das Anwesen zu verlassen. Tatsächlich entschließt sich der Arsch, abzureisen und seinen Sohn im Stich zu lassen. David, der im Film eine absolute Nebenrolle spielt, wird kurz darauf fast von der herabstürzenden Diskokugel erschlagen. Bei seiner Rettung outet sich das Familienoberhaupt als Vampir und fängt kurz darauf im Tageslicht Feuer. Keine gute Wendung, denn nun haben David und Victoria Angst vor ihm.

44 Sonnenlicht

Für den alten Collins ist das Maß damit voll. Wutentbrannt stapft er in Angeliques Büro und fordert sie auf, den Fluch von ihm zu nehmen. Die lässt sich jedoch keineswegs einschüchtern, droht ihm stattdessen, Victoria wie einst Josette von der Klippe springen zu lassen. Sie stellt ihn ein letztes Mal vor die Wahl, an ihrer Seite zu herrschen oder abermals für einige Jahrhunderte in einem Sarg zu schmoren. Er trifft die moralisch richtige Entscheidung, welche ihn allerdings ratzfatz in einen Sarg befördert.

Bevor sie seinen Sarg in die Familiengruft bringt, fackelt Angelique noch die Fischfabrik der Collins ab. Es bleibt kein Zweifel am Zorn dieser garstigen Hexe. In der Familiengruft der Collins wird übrigens ein Steinaltar von einem Freimaurerhandschlag geziert.

45 Freimaurerhandschlag

Als nächstes führt die Hexe die Polizei samt einem wütenden Mob zum Anwesen der Collins. Dort stellt sich Barnabas, den der kleine David inzwischen wieder befreit hat, freiwillig unter der Bedingung, dass auch Angelique verhaftet wird. In dieser Szene gibt es wieder ein interessantes Detail über die Collins. Nachdem sie nun schon als Freimaurer geoutet sind, offenbaren die Türgriffe des Eingangsportals ihre religiöse Gesinnung. Sie bilden ein umgedrehtes Satanskreuz.

46 Satanskreuz

Vor den Augen des Mobs entlarvt Barnabas Angelique als Hexe, indem er sie beißt und sie daraufhin Risse bekommt. Sie hat allerdings auch ein paar coole Tricks drauf und kotzt ihn mit Reptiloidengift voll. Woher kommt einem das nur bekannt vor? Ach ja: „Mortal Combat“!

47 Reptokotze

Um dem Fass die Krone aufzuschlagen, entpuppt sich Carolyn kurz darauf als Werwölfin. Was das jetzt zur Handlung beitragen soll, bleibt fraglich.

48 Wolfgirl

Bei dem folgenden Show Down wird das Anwesen der Collins so ziemlich komplett zerstört. Die Polizei und der wütende Mob sind indes ohne ersichtlichen Grund verschwunden. Dafür taucht der Geist von Davids ermordeter Mutter auf und hängt die Hexe in den Kronleuchter. Und wozu die ganze Effektschlacht? Am Ende schenkt Angelique Barnabas ihr Herz und stirbt! Wenn das so ist, das hätte sie auch gleich tun können.

49 Herzilein

Zum Schluss muss Barnabas nur noch seine geliebte Victoria vor dem Sturz vom Widow’s Hill retten. Da er sie nicht aufhalten kann, beißt er sie im Fall und verwandelt sie damit in einen Vampir. Ein Happy End sieht anders aus, denn statt den Fluch zu beenden, hat er ihn ausgeweitet und nun gibt es schon zwei Blutsauger. Nein halt, sogar drei, denn Julia Hoffman ist am Meeresgrund zu neuem Leben erwacht.

51 Vicky Vampire

Fazit: „Dark Shadows“ ist mehr als nur ein Vampirfilm und Remake der alten Serie. Zwar gibt es hier und da einige witzige Szenen, z.B. wenn Barnabas eine Lavalampe erforscht oder nach der Frau im Fernseher sucht. Aber auch das Label Komödie wäre hier deplaziert. Im Kern handelt es sich um ein Drama über Gehirnwäsche und Manipulation. Ob nun die Hexenflüche, denen Josette zum Opfer fällt, die Folter durch Elektroschocks, die Victoria erleiden musste, oder die ständigen Hypnoseangriffe, mit denen Barnabas seine Mitmenschen unter Kontrolle bringt.

Das Thema Gedankenkontrolle ist allgegenwärtig und spiegelt sich sogar in Johnny Depps Sonnenbrille wieder, die bei genaurer Betrachtung blaue Gläser hat. Der Schauspieler ist fast immer mit blauen Sonnenbrillen oder anderen blauen Farbtriggern zu sehen. Angeblich trägt er die blauen Brillen, weil er fast blind ist. Doch wie sollen blaue Brillengläser dagegen helfen? Und warum trägt er meist irgendeinen anderen blauen Gegenstand, wenn er mal keine Brille auf hat?

Johnny Depp Farbtrigger

Stichwort „Project Bluebird“. Dieses Mind Control Programm der CIA lief von 1949 bis 1950 und war ein Vorläufer von MK Ultra. Zu den Methoden des Project Bluebird gehörte u.a. Hypnose, wovon es in „Dar Shadows“ mehr als reichlich gibt. Schlussendlich finden wir den blauen Vogel sogar als Tattoo auf Johnny Depps rechtem Unterarm.

Johnny Depp Bluebird

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Know1ng – Prophetische Zahlenmystik

von Shinzon

Mit „Know1ng“ wagt sich Alex Proyas, der bereits den Mind Control-Film „Dark City“ drehte, an das Thema Numerologie heran. Wie alle seine Filme ist auch dieser bildgewaltig und spannend erzählt. In Bezug auf okkulte Symbolik ist „Know1ng“ allerdings das wohl bedeutendste Werk von Proyas. Als solches beginnt es auch gleich mit etwas Numerologie.

Zahlencode Vorspann 33

Vor dem eigentlichen Vorspann startet der Film mit einer Szene 50 Jahre in der Vergangenheit. Ein kleines Schulmädchen namens Lucinda Embry (Lara Robinson) hört unheimliche Stimmen, die ihr unentwegt zuflüstern. Als Lucindas Idee, zur Einweihung der Schule eine Zeitkapsel zu vergraben, ausgewählt wird, sollen die Schüler ihre Zukunftsvisionen zu Papier bringen. Doch während alle Kinder Bilder malen, schreibt Lucinda endlos lange Zahlenkolonnen. Selbst nachdem die Zeitkapsel bereits vergraben ist, kann Lucinda nicht von ihrem Werk ablassen und ritzt mit ihren Fingernägeln weitere Zahlen in eine Tür, bis die Finger bluten.

Zunächst haben wir es hier mit einem Channeling zu tun. Lucinda erhält telepathische Informationen, die sie zwanghaft zu Papier bringen muss. Man nennt diese Form des Channeling auch automatisches Schreiben. Des Weiteren fällt der Name des Mädchens auf. Namen wie Lucius, Lucy und Lucinda werden von Okkultisten gerne als Synonym für Lucifer genommen. Es geht hier also um ein vom Teufel besessenes Kind, welches durch okkulte Praktiken Informationen über die Zukunft erhält.

Automatisches Schreiben Lucinda

Um was für Informationen es sich handelt, wird 50 Jahre später der Astrophysik-Professor Jonathan Koestler (Nicolas Cage) herausfinden. Sein Sohn Caleb (Chandler Canterbury), dem er gleich nach dem Vorspann ausgerechnet den Planeten Saturn zeigt, geht nämlich auf dieselbe Schule wie Lucinda. Als die Zeitkapsel, welche sich passenderweise unter einem achtzackigen Ištar-Stern befindet, ausgegraben wird und die Briefe der Kinder von damals an die Schüler verteilt werden, erhält Caleb ausgerechnet Lucindas Zahlenkolonnen.

Ištar-Sternkapsel

Zu Beginn lehrt Prof. Koestler seine Studenten noch den Unterschied zwischen Zufall und Determinismus. Schon bald wird er ein Anhänger des Letzteren werden. Sein Sohn vermutet bereits, dass es sich bei Lucindas Vermächtnis um ein Zahlenrätsel handeln könnte. Als Jonathan aus Versehen ein übergelaufenes Glas Whisky auf dem Zettel abstellt, werden einige Zahlen eingekreist, die sein Interesse erregen. Darunter wie vorherbestimmt das Datum und die Opferzahlen der 9/11-Anschläge von 2001. Eine bitterböse Anspielung darauf, dass Hollywood die Anschläge mehrfach unterschwellig angekündigt hatte.

911 Angaben

Schnell findet Prof. Koestler heraus, dass auch die anderen Zahlen im Zusammenhang mit großen Katastrophen stehen, die Lucinda präzise vorausgesagt hat. Unter den Angaben befinden sich auch jene des Hotelbrandes, bei dem Jonathans Frau umgekommen ist. Hätte er die Prophezeiungen eher erhalten, hätte er sie vielleicht retten können.

Jonathans Entdeckung löst bei seinen Mitmenschen natürlich sofort Ablehnung aus. Sein Kollege am MIT-Observatorium meint, dass sich seine Theorie wahnsinnig anhört und verweist auf nicht umrandete Zahlen, die offenbar keine Bedeutung haben. Also doch alles nur Zufall? Jonathans Kollege nennt einige Systeme, die nach Bedeutung in Zahlen suchen, darunter die Kabbala und den Pythagoras-Kult. Im Film geht es um nichts anderes, als diesen Systemen Recht zu geben und damit okkulte Numerologie zu propagieren.

Prof. Koestler gibt die Suche nach Antworten nicht auf und sucht Lucindas alte Lehrerin (Alethea McGrath) im Altenheim auf. Hier findet sich wieder Numerologie nebst okkulter Symbolik, denn die alte Dame wohnt im Zimmer Nr. 6 und schielt zunächst mit dem linken (Horus-)Auge aus dem Türspalt.

Zimmer 6

Wirklich viel erfährt Jonathan nicht von Mrs. Taylor. Außer, dass Lucinda sich in einer Kammer unter der Sporthalle versteckt und dort Zahlen in die Tür geritzt hat. Inzwischen ist sie jedoch verstorben, womit diese Spur im wahrsten Sinne des Wortes tot ist.

Wieder daheim, versucht er über die Schule an weitere Informationen zu bekommen, während sein Sohn von den unheimlichen Flüstermenschen heimgesucht wird. Diese sehen aus wie die berüchtigten Nordic-Aliens (groß und blond) und treten wie Men in Black auf. Tatsächlich gibt es einige Zeugenberichte, in welchen die Man in Black als „seltsam“ und sogar „außerirdisch“ beschrieben werden. Interessant, dass der Film solche Vorwälle aufgreift. In jedem Falle sind die Flüstermenschen extrem gruslig und verfolgen den kleinen Caleb bereits seit dem Heben der Zeitkapsel. In der Nähe der Schule trat eines dieser Wesen wohl nicht zufällig neben zwei roten Pentagrammen auf.

Flüstermensch Pentagramme

Bei ihrem zweiten Auftritt überreichen sie Caleb einen schwarzen Stein. Sein Vater warnt ihn daraufhin, sich keinen Fremden anzuvertrauen. Nicht nur, weil Pädophile genau auf diese Weise – mit kleinen Geschenken – vorgehen. Diese Wesen sind noch eine Spur unheimlicher.

Flüsterstein

In der folgenden Nacht durchforstet Jonathan die Nachrichten. Dabei fällt eine Meldung auf, in der es um eine havarierte Bohrinsel im Golf von Mexiko geht. Man bedenke: Der Film ist von 2009 und ein Jahr später kam es zur Katastrophe auf der Deep Water Horizon, welche im Golf von Mexiko liegt. Bei einem Film, der sich mit Numerologie und der Vorhersage von Katastrophen beschäftigt, mag man hier nicht mehr an Zufälle glauben. Sehr wahrscheinlich war das „Unglück“ auf der Deep Water Horizon genauso ein inszeniertes Ritual wie die 9/11-Anschläge. Zumal letztere im Film ja ebenfalls rückwirkend angekündigt werden.

Deep Water Horizon Ankündigung

Die Prophezeiungen erfüllen dabei weniger einen göttlichen Plan, als viel mehr einen diabolischen. Als die Meldung über die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko beginnt, ist es gerade exakt Mitternacht und Jonathan greift zu Lucindas Zahlenkolonnen. Dabei wird ganz gezielt eine 666 in die Bildmitte platziert. Wer da noch von Zufällen spricht, der hat einfach nicht kapiert, welche Mächte in Hollywood das Sagen haben.

666 Code

Die Stunden vor der Glotze rasen dahin und die nächste Überleitung beginnt wieder mit etwas Numerologie. Die Uhr springt auf 3:29 Uhr. 2+9 gibt 11 und das mal 3 macht 33.

3 Uhr 29

Die 33 findet sich auch schon zu Beginn des Films sowie mehrfach auf Lucindas Niederschrift wieder. Ganz prominent steht sie sogar am Ende der Prophezeiungen und gibt die letzte Opferzahl an.

33 EE

Am nächsten Tag verpennt Jonathan erwartungsgemäß und verpasst es fast, seinen Sohn von der Schule abzuholen. Während Caleb warten muss, steckt sein Vater im Stau fest. Ein Blick auf sein Navi verrät ihm, was es mit den scheinbar bedeutungslosen Zahlen auf sich hat. Es sind Koordinaten und er steht auf exakt auf denen, wo die nächste Katastrophe stattfinden soll.

Der Unfall, der den Stau verursacht hat, ist schon mal nicht gemeint, denn dabei gab es nur Verletzte. Doch kaum grübelt Jonathan darüber nach, was nun geschehen könnte, stürzt vor seiner Nase ein Flugzeug ab. Die Menschen kommen dabei auf besonders grausame Weise ums Leben, indem sie im Kerosinfeuer verbrennen. Wenn man diese Szene zum ersten Mal im Kino sieht, stockt einem der Atem, doch dieses Entsetzen ist wohl gewollt.

Flugzeugabsturz

Flammenopfer

Jonathans Eingreifen führt bei alledem genau zu den Opferzahlen, die Lucinda aufgeschrieben hat. Allen, die er retten kann, war es vorherbestimmt, zu überleben. Genauso wie es vorherbestimmt war, dass er das Rätsel löst und exakt so handelt. Doch wenn man die Katastrophen nicht verhindern kann, warum wurden Lucinda dann die entsprechenden Daten gechannelt? Nur damit ein Mensch begreift, dass eh alles sinnlos ist? Die Theorie der Parallelwelten, nach der jede Entscheidung ein Paralleluniversum entstehen lässt, hat in diesem Film jedenfalls keinen Platz.

In der darauf folgenden Nacht spricht Jonathan noch einmal mit seinem Arbeitskollegen, der total überrascht ist, dass die Prophezeiung eingetreten ist und die scheinbar unbedeutenden Zahlen ein sehr exakte Bedeutung haben. Während Jonathan einfach nur noch schlafen will, haben die Flüstermenschen mit seinem Sohn etwas anderes vor. Sie dringen in sein Zimmer ein und zeigen ihm apokalyptische Bilder von einer brennenden Erde. Also genau das, was kleine Kinder vor dem Schlafengehen sehen sollten.

Diese Szene ist in mehrfacher Hinsicht interessant. Zum einen dürften wohl inzwischen alle darauf gekommen sein, dass die Flüstermenschen tatsächlich Aliens sind. Bei den Nordics handelt es sich laut Zeugenaussagen um Hybriden, die von den Grey gezüchtet werden. Die Grey sind wiederum dafür bekannt, dass sie ihre Opfer bereits im Kindesalter auswählen und nachts im Schlafzimmer heimsuchen. Nicht immer werden die Opfer dabei entführt. Handelt es sich nur um einen nächtlichen Besuch, sprechen die Betroffenen von einem „Bedroom Visitor“, also einem Schlafzimmerbesucher.

Bedroom Visitor

Über das Zeigen von apokalyptischen Bildern gibt es ebenfalls unzählige Zeugenaussagen. Der rote Himmel spielt dabei immer wieder eine zentrale Rolle und kündet laut Berichten von UFO-Entführungsopfern von einem katastrophalen Ereignis in der Zukunft. Es liegt nahe, dass sich Alex Proyas eingehender mit der Materie befasst hat. Entweder das, oder er ist möglicherweise selbst ein Betroffener. Auf jeden Fall kann diese Darstellung in einem solchen Zusammenhang kein Zufall sein.

Weltenbrandvision

Die Flüstermenschen sind allerdings eine Spur grausamer, als die Grey in der Realität. Sie zeigen Caleb nämlich nicht nur das Ende der Welt, sondern auch eine Herde bei lebendigem Leibe brennender Tiere. Welchem Zweck dient diese telepathisch übermittelte Vision, außer der Traumatisierung eines kleinen Kindes? Diese Szene ist einfach nur unnötig grausam und verschärft den dämonischen Eindruck, den die Flüstermenschen ohnehin schon hinterlassen.

Grillparty

Den nächsten Tag nutzt Jonathan, um Lucindas Tochter Diana Wayland (Rose Byrne) zu stalken. Da er sich von ihr mehr Informationen erhofft, arrangiert er ein Treffen im Naturkundemuseum. Dazu schickt er seinen Sohn Caleb vor, sich zu Dianas Tochter Abby (Lara Robinson) zu gesellen. Für sein Stalking erhält er selbstverständlich die entsprechende Quittung und Diana sucht das Weite, nachdem er sie auf seine Mutter und deren Prophezeiungen angesprochen hat.

Es braucht eine weitere Katastrophe, um auch sie zu überzeugen. Diese soll sich schon am nächsten Tag in New York ereignen. Da die Regierung gerade die Terrorwarnstufe erhöht hat, vermutet Prof. Koestler, dass es sich um einen Anschlag handeln wird. Abermals versucht er, Menschenleben zu retten. Er ruft bei der Polizei an und fährt am nächsten Tag persönlich zum Ort der Katastrophe. Und abermals versagt er bei seinem Vorhaben. Die geretteten Menschen ändern nichts an der prophezeiten Opferzahl.

Zudem handelt es sich um keinen Anschlag, sondern um ein U-Bahn-Unglück, welches in gewohnt drastischer Weise dargestellt wird. Bei genauem Hinhören kann man hier an einer Stelle den berühmten Wilhelmsschrei erkennen. Und bei genauem Hinsehen hat einer der Unglückzüge die teuflische Nr. 6.

U-Bahn 6

In den Abendnachrichten wird schließlich eine Parallele gezogen, auf die Prof. Koestler als Astrophysiker seltsamerweise nicht gekommen ist. Sowohl der Flugzeugabsturz als auch das U-Bahnunglück stehen in Zusammenhang mit der gesteigerten Sonnenaktivität. Wer genau aufgepasst hat, wird bereits bemerkt haben, dass der Film im Oktober spielt und in den Wetterberichten immer wieder von einem ungewöhnlich heißen Sommer die Rede ist. Der Film gibt damit nicht nur zu, dass der Klimawandel von der Sonne ausgeht, sondern kündigt bereits die finale Katastrophe an.

Deren Code hat Jonathan nicht ganz korrekt entschlüsselt, aber dafür erhält er unerwartete Hilfe von Diana Wayland, die abends vor seiner Haustür wartet. Unerwartet ist dabei nicht unbedingt, dass sie nach dem Eintreten der angekündigten Katastrophe dem ihr unbekannten Stalker Recht gibt. Viel mehr stellt sich die Frage, woher sie weiß, wo Prof. Koestler wohnt? Er hat ihr nämlich gar nicht seine Adresse gegeben. Er hat ihr nur erzählt, dass er am MIT arbeitet und auf welche Schule sein Sohn geht.

Jedenfalls ist Diana nunmehr bereit, mit Jonathan zur Hütte ihrer Mutter zu fahren. Nach den letzten Ereignissen ist sie nämlich besorgt, dass die letzte Katastrophe, bei der 33 Menschen sterben sollen, auch sie erwischen wird. Diese Sorge ist nicht unbegründet, denn ihre Mutter hat ihr immer wieder erzählt, dass das entsprechende Datum ihr Todestag sein wird. Es ist daher auch nahe liegend, dass sie ihre Hand ständig am Hals hält, um sich zu beruhigen. Ob in den folgenden Szenen die Freimaurergeste gemeint ist, bleibt also fraglich.

Dianas Hand am Hals

Bereits vor dem Haus ihrer Mutter fällt Diana auf, dass die letzte Zahl eigentlich keine 33 ist. Lucinda hat öfter Dinge verkehrt herum geschrieben, womit aus der 33 ein EE wird. Zu dem automatischen Schreiben und der Numerologie gesellen sich nun also noch Rückwärtsbotschaften – mehr Okkultismus geht nicht! Doch was bedeutet „EE“? Die Antwort findet Jonathan unter Lucindas altem Bett, wo sie mehrfach die Worte „Everyone Else“ (deutsch: alle anderen) eingeritzt hat.

Everyone Else

Es werden also in zwei Tagen alle Menschen ausnahmslos sterben. Das erklärt, warum Lucida keine weiteren Ereignisse prophezeit hat. Ebenso macht es Sinn, dass sie für das letzte Ereignis keine Koordinaten aufgeschrieben hat, weil es sich um eine globale Katastrophe handeln wird. Man muss auch nicht lange raten, um darauf zu kommen, dass hier wieder ein Zusammenhang mit der Sonnenaktivität besteht.

Während Diana und Jonathan diese Entdeckung machen, werden ihre Kinder im Auto einmal mehr von den Flüstermenschen bedrängt. Über diese gibt es in Lucindas Hütte auch einen kleinen Hinweis. Zwischen all den Katastrophenmeldungen hängt ein Bild von Hesekiels Begegnung mit einem UFO, neben dem das Biest der Apokalypse aus der Offenbarung des Johannes zu sehen ist. Erich von Däniken trifft auf Endzeit-Prophetie.

Hesekiel

Biest

Nachdem Caleb die Flüstermenschen mit einem Hieb auf die Autohupe vertrieben hat, heftet sich Jonathan an deren Fersen. Es gelingt ihm, eine der Schauergestalten auf einer Waldlichtung zu stellen, doch das Wesen blendet ihn mit einem Lichtstrahl aus seinem Mund. Damit dürfte dann wohl klar sein, dass die physische Erscheinung der Fremden nur eine Maske ist, hinter der sich etwas weitaus Unheimlicheres, Extradimensionales verbirgt.

Mundlampe

Zurück im Haus des Professors gesteht Diana, dass ihre Tochter ebenfalls schon seit Tagen von den Men in Black verfolgt wird. Abby ist es auch, die den Astrophysiker darauf hinweisen muss, dass die Sonne der Auslöser der Katastrophen sein wird und bereits mit den alten biblischen Prophezeiungen in Zusammenhang steht. Offensichtlich hat der Professor sein Fach verfehlt, wenn ihm das erst so spät bewusst wird. Dem aufmerksamen Zuschauer wird dagegen ziemlich schnell bewusst, dass hier wieder einmal mit der Symbolik des allsehenden Auges gespielt wird.

Sonniges Auge des Ra

Zusammen fahren die vier ins Sternenobservatorium, wo Jonathan seinen Kollegen vor einer kommenden Supersonneneruption warnt. An dieser Stelle fragt sich der Professor völlig zu recht, warum er die Prophezeiung überhaupt bekommen hat, wenn er die Katastrophe ohnehin nicht verhindern kann. Die extradimensionalen Besucher spielen offensichtlich nur mit den Menschen. Es muss ihnen direkt Vergnügen bereiten, die Menschen vor ihrem Tod in Panik zu versetzen, indem sie sie auf das nahende Ende hinweisen.

Das Ende an sich ist dabei nicht einmal völlig aus der Luft gegriffen. Eine Supersonneneruption ist keineswegs unmöglich, müsste aber schon direkt in Richtung Erde zielen, um Schaden anzurichten. Die meisten großen Eruptionen verfehlen die Erde. Dennoch scheint die herrschende Elite genügend besorgt zu sein, um schon seit Jahrzehnten große unterirdische Städte zu errichten – so genannte DUMBs (Deep Underground Military Bases). Ob diese etwas nützen würden, wenn die Erde tatsächlich von einer Supereruption getroffen wird, bleibt allerdings fraglich. Jonathan erzählt Diana jedenfalls nur von den Höhlen, um sie zu beruhigen.

Eine ähnliche Empfehlung gibt später auch die Regierung ab. Nur Jonathans Vater begegnet dem nahenden Weltuntergang mit Gelassenheit. Als Pfaffe ist er bereit, dem Tod ins Auge zu sehen, wenn sein Herr ihn ruft. Immerhin kann Jonathan noch seinen Frieden mit ihm schließen, bevor die Telefonverbindung aufgrund der starken Sonnenstrahlung abbricht. Kurz darauf will er zusammen mit Diana und den Kindern aufbrechen, doch Caleb ist gerade mit automatischem Schreiben beschäftigt. Daten für zukünftige Katastrophen machen jedoch nur Sinn, wenn einige Menschen überleben.

Jedenfalls liegen bei diesem okkulten Hokuspokus wieder einmal eine Pyramide und eine Handvoll Kuben auf dem Tisch und auf und an der Stuhllehne findet sich ein Rad des Lebens. Hinzu kommt die Figur eines Tyrannosaurus Rex, was wohl ein versteckter Hinweis darauf sein soll, dass die gechannelten Botschaften in Wahrheit von Reptiloiden stammen.

Automatisches Schreiben Caleb

Statt sich nun schleunigst auf den Weg zu den Höhlen zu machen, fährt Jonathan noch einmal zur Schule und klaut die Tür, in die Lucinda vor 50 Jahren Zahlen eingeritzt hat. Und siehe da, sie hat doch Koordinaten angegeben. Allerdings nicht die Koordinaten der Katastrophe, sondern die für einen Abholpunkt. Während Koestler daheim nach den Zahlen sucht, schnappt sich Diana die Kinder und fährt los.

Als sie an einer Tankstelle hält, entführen die Flüstermenschen Caleb und Abby mit Dianas Auto. Während der anschließenden Verfolgungsjagd wird Dianas geklautes Fahrzeug von einem LKW erfasst und sie stirbt Punkt 12 Uhr, also am nächsten Tag, den ihr ihre Mutter als Todestag prophezeit hat. Wieder jemand, den Jonathan nicht retten konnte.

Immerhin werden aber Abby und Caleb von den Flüstermenschen abgeholt. Wie sich zeigt, hatte er mit Lucindas Koordinaten Recht und ein Raumschiff senkt sich herab. Dieses besteht aus sich drehenden Rädern innerhalb von Rädern, wie es im Buch Hesekiel beschrieben wird.

Himmelswagen

Was nun folgt, ist die Entrückung der Unschuldigen vor der Apokalypse, wie sie in der Bibel beschrieben wird. Nun, vielleicht nicht ganz so, da hier die Prä-Astronautik bedient wird. Zudem nehmen die Flüstermenschen nur Kinder mit, während sie deren Eltern eiskalt verrecken lassen – gleichgültig wie gut diese sind. Das ist nicht das Verhalten von wohlwollenden Außerirdischen und erst recht nicht das von Engeln, als welche die Flüstermenschen sich am Ende zeigen.

Gefallene Lichtengel_1

Gefallene Lichtengel_2

Sie lassen ihre humanoiden Hüllen fallen und verwandeln sich in schemenhafte Wesen aus reiner Energie. Derartige Verwandlungskünste werden eher Dämonen nachgesagt, womit diese Gruselfiguren maximal gefallene Engel sein können. Das wäre zumindest die religiöse Sichtweise. Realistisch betrachtet erinnern die Flüstermenschen nach wie vor an die Grey bzw. deren Hybriden. Das würde auch erklären, warum sie nur an Kindern interessiert sind. Sie wollen eine neue Menschheit aussäen, deren Entwicklung sie kontrollieren können. Wir sind nichts weiter als Vieh für sie.

Und so wie die Grey in der Realität keine Rücksicht auf unsere Gefühle nehmen, verfahren auch die Flüstermenschen in „Know1ng“ mit Caleb und seinem Vater. Der Junge und das Mädchen dürfen mit, Daddy und Mami müssen sterben. Lediglich zwei Kaninchen dürfen die beiden Kids mitnehmen, was wiederum nur aus symbolischer Sicht Sinn macht. Denn eine solche Spezies auf einem fremden Planeten auszusetzen, würde eine ökologische Katastrophe heraufbeschwören. Australien kann ein Liedchen davon singen. Nein, der wahre Grund für diese Geste ist kein Mitleid mit den niedlichen Tierchen. Die Botschaft dahinter lautet, dass die Kinder dem weißen Kaninchen ins Wunderland folgen.

Weiße Kaninchen

Während Jonathan weinend am Boden zusammenbricht und seine letzte Nacht im Freien verbringt, werden die Kinder entrückt. Allerdings nicht nur Abby und Caleb. Weltweit steigen die Kristallraumschiffe der gefallenen Engel auf und fliegen mit Warpgeschwindigkeit davon.

Entrückung

Am nächsten Morgen entschließt sich Jonathan, die letzten Stunden bei seinen Eltern und seiner Schwester zu verbringen. Die Tür seines Elternhauses ist ironischerweise mit Sonnensymbolen verziert. Gleiches gilt für die Inneneinrichtung. Die Anbetung dieses Sterns dürfte den Menschen inzwischen jedoch vergangen sein.

Sonnensymbole Pfaffenbude_1

Sonnensymbole Pfaffenbude_2

In den Straßen plündern die Leute derweil, als könnten sie noch etwas mit all dem weltlichen Krempel anfangen. Das Chaos bricht ganz stilgerecht zu klassischer Musik aus und kaum hat Jonathan den Frieden in den Armen seiner Familie gefunden, naht auch schon das Ende. Übrigens ist es wohl kaum ein Zufall, dass ausgerechnet schon wieder einmal New York in Flammen gezeigt wird – eine Stadt, die man in naher Zukunft offenbar meiden sollte.

Apokalypse New York_1

Apokalypse New York_2

Earth Inferno

Doch während die Erde stirbt, fangen Abby und Caleb eine neue Zeitrechnung auf einer neuen Welt an. Die beiden werden in einem Kornkreis abgesetzt und zuerst wird auf die weißen Kaninchen geblendet, damit auch der Letzte kapiert, dass die beiden im Wunderland angekommen sind.

Weiße Kornkreiskaninchen

Dominiert wird die Märchenlandschaft von einem Weltenbaum, der in einem Film über kabbalistische Zahlenmystik selbstverständlich nicht fehlen darf. Die beiden Kinder rennen auf den Baum zu und wenn sie nicht bei einer angekündigten Katastrophe gestorben sind, dann leben sie noch heute.

Weltenbaum_2

Fazit: Auf den ersten Blick ist „Know1ng“ interessant, spannend und zuweilen auch schockierend. Als Weltuntergangsfilm funktioniert er prima und wartet mit einigen Überraschungen auf. Bei genauerer Betrachtung offenbaren sich jedoch satanische Abgründe. Menschen und Tiere verbrennen bei lebendigem Leibe und in Armageddon wird kein Unterschied zwischen Gut und Böse gemacht.

Es mag sein, dass ein Teil der Menschheit es nicht anders verdient hätte. Ebenso wirkt die momentane Situation auf Erden ziemlich verfahren, sodass ein Neustart keine allzu schlechte Idee wäre. Doch die dargebotene Radikalkur ist einfach übertrieben. Die Flüstermenschen hätten durchaus mehr gute Seelen retten können. Ebenso hätten sie mit ihrer Technologie die Katastrophe verhindern und der Menschheit einen alternativen Weg zeigen können. Stattdessen pflanzen sie eine elternlose Generation auf einen neuen Planeten, nachdem sie ihnen die kulturellen Wurzeln abgerissen haben.

Zudem fragt man sich, warum sie den Menschen überhaupt die Zukunft offenbaren, wenn diese ihren freien Willen nicht nutzen können, um einen anderen Weg zu wählen? Es ist purer Sadismus, den Menschen ihren Tod vorauszusagen, sich dann hinzustellen und zu sagen: „Ätsch, ihr könnt eh nix daran ändern!“ Zudem übermitteln die extradimensionalen Wesen nur negative Informationen über grausame Gemetzel. Sie sagen nichts Positives voraus, so als bestünde das gesamte Leben nur aus Leid und Tod. Und genau darauf konzentriert sich auch der gesamte Film.

Ein Film über eine Supersonneneruption wäre dabei durchaus interessant gewesen. Die endzeitliche Katastrophe mit Prophetie zu vermengen und dem Buch der Offenbarung eine wissenschaftliche Betrachtungsweise abzuringen, wäre ebenfalls noch akzeptabel gewesen. Der ganze düstere Quatsch um die okkulte Kabbala, die sich obendrein auf gechannelte Botschaften stützt, zieht den Film jedoch stark ins Negative. Zugegeben, gerade diese Zahlenmystik ist es, die den Film zu einem spannenden Puzzle macht. Allerdings sollten sich die Zuschauer über die genaue Bedeutung der dargebotenen Symbolik im Klaren sein und das sind die meisten eben nicht.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass von „Know1ng“ eine morbide Faszination ausgeht und er einen ähnlich anziehenden Effekt hat, wie die Prophezeiungen des Nostradamus. Der Film ist einerseits fesselnd, andererseits aber auch schockierend. Für das normale Publikum ist er sicherlich unterhaltsam, während die Wissenden genug Material für eine genauere Analyse erhalten.

Metropolis – Klassenkampf in der neuen Weltordnung

von Shinzon

Fritz Langs (1890-1976) Stummfilm „Metropolis“ von 1927 gilt als Meisterwerk der Filmgeschichte. Der Streifen wurde sogar als erster Film in das Weltdokumentenerbe der UNESCO aufgenommen. Dank dem Fund einer Kopie, die 2008 in Buenos Aires gefunden wurden, konnte die 145 Minuten lange Originalversion restauriert werden und feierte am 12. Februar 2010 auf der Berlinale große Premiere. Viel Aufhebens für einen Haufen Freimaurerdreck.

Der Film spielt in der Zukunft und Schauplatz ist die gleichnamige Stadt Metropolis. Die Gesellschaft ist streng in zwei Klassen unterteilt. Während die reiche Elite das Leben an der Oberfläche genießt, müssen die Proletarier tagein, tagaus im Untergrund schuften. Die Ausgebeuteten tragen dabei alle die gleichen Arbeitsklamotten und bewegen sich wie Roboter.

Arbeiterklasse

Der Klassenunterschied wird noch einmal kurz als Text in passender Pyramidenform zusammengefasst. Zudem findet sich darin das Prinzip „Wie im Himmel, so auf Erden“ wieder.

Pyramidengesellschaft

An der Spitze der Pyramide haben Arbeiter nix verloren und so wird Maria (Brigitte Helm, 1906-1996) mit ihrer Gruppe von Arbeiterkindern sofort wieder verbannt, als sie mit ihren Schützlingen die Oberfläche besucht. Ihr Einwand, dass diese Kinder die Brüder und Schwestern der Menschen an der Oberfläche sind, wird ignoriert. Nur Freder (Gustav Fröhlich, 1902-1987) ist von ihrem Auftritt sichtlich berührt und verliebt sich in sie.

Maria_1

Die Geste des geschlossen Brustkorbs hat dabei allerdings wohl weniger mit seinen Gefühlen zu tun, als viel mehr mit dem Umstand, dass er als Sohn des Oligarchen Joh Fredersen (Alfred Abel, 1879-1937) gewisse Geheimnisse zu hüten hat.

Freder Brustkorb

Hals über Kopf rennt Freder Maria nach und entdeckt dabei die Welt der Arbeiterklasse. Diese malochen unentwegt für das kapitalistische System. Ihre Arbeit scheint keinem sinnvollen Zweck zu dienen, außer ihnen die Lebensenergie auszusaugen. Bei einem Arbeitsunfall, der das Resultat von Erschöpfung ist, werden die Proletarier dem Moloch geopfert.

Moloch_1

Moloch_2

Moloch_3

Moloch_4

Moloch_5

Mit diesen Eindrücken macht sich Freder auf zu seinem Vater, welcher im neuen Turm zu Babel residiert. Als würde der Anblick dieses Bauwerks nicht schon alles offenbaren, wird noch einmal direkt in Worten auf das alte Babylon verwiesen.

Babel Turm_2

Babel Turm_3

Das Dach des Turmes hat zudem eine Pentagrammform. Auf dem Pentagramm befinden sich drei weitere Etagen bzw. Stufen, welche die ersten drei Grade der Freimaurerei repräsentieren.

Babel Turm Pentagramm

Als Freder seinem Vater von dem Arbeitsunfall erzählt, ist dieser nur in Hinblick auf die Produktion daran interessiert. Die Arbeiter sind Johs Ansicht nach da, wo sie hingehören – in der Tiefe. Sein Sohn sieht daraufhin einen Arbeiteraufstand voraus, aber dem miesen Freimaurer fällt nichts Besseres ein, als seine Hand vor dem Proletariat zu verstecken.

Joh Frederson verdeckte Hand

Freder hat im Gegensatz zu seinem Vater noch einen Rest Anstand und hilft Josaphat (Theodor Loos, 1883-1954), nachdem dieser von Joh gekündigt wurde. Sein Vater lässt ihn daraufhin rund um die Uhr überwachen. Was er dabei feststellen muss, gefällt ihm nicht, denn Freder besucht abermals die Unterwelt der Arbeiterklasse. Die Tür, die er durchschreitet, ist mit einer römischen 5 gekennzeichnet, welche man aber auch als „V“ oder Winkel lesen kann.

Raum V

Hinter der Tür kommt ihm erst einmal eine Rauchwolke entgegen und schließlich erblickt er einen Proletarier, der bis zum Umfallen einer sinnlosen und anstrengenden Tätigkeit nachgeht. Als dieser zusammenbricht, nimmt Freder seinen Platz ein. Er tauscht sein Leben, um die andere Seite kennen zu lernen.

Tausch

Die Agenten seines Vaters kleben ihm bereits an den Fersen. Einer tarnt sich ganz schlecht hinter einer Zeitung mit dem Titel „Metropolis 13“. Schöne Grüße vom Schlangenträger.

Metropolis 13

Die Zahlenspielerei geht auf einem Zettel mit Josaphats Adresse noch etwas weiter. Dieser wohnt im 99. Block, was bereits eine hochgradig satanische Zahl ist. Zudem ist sie ein Mehrfaches von 11, ebenso wie die schlecht versteckte 77.

99 77

Auf der Mütze, die Freder gereicht wird, folgt die nächste Zahlenspielerei. Es ist die 11811. Die 11 steht für die freimaurerische Dualität, die 8 (eigentlich liegend) für Unendlichkeit. Das bedeutet in etwa so viel, dass die Freimaurer an den ewigen Konflikt zwischen Gut und Böse glauben.

11811

Während Freder nun das Martyrium eines Arbeiters kennen lernt, genießt der Arbeiter in Freders Outfit das pralle Leben an der Oberfläche. Doch bevor es mit diesem Handlungsstrang weitergeht, wird eine Nebenhandlung eingeführt. In der nächsten Szene hat der Erfinder Rotwang (Rudolf Klein-Rogge, 1885-1955) seinen großen Auftritt. Schon im ersten Bild outet er sich mit der Hand am Hals als Freimaurer. Zudem zeigt sein rechter Handschuh, dass er dem Pfad zur linken Hand folgt. Als Vorwand dient der Verlust seiner rechten Hand, aber wer sich mit Symbolik auskennt, findet selbige immer wieder in der Pop-Okkultur.

Rotwang

Zum Pfad der linken Hand gehören okkulte Strömungen wie der Satanismus und Thelema. Es sollte daher nicht verwundern, dass in Rotwangs Gruselbude das umgedrehte Pentagramm allgegenwärtig ist.

Satanische Cyborgkulisse

Die Roboterfrau unter dem Pentagramm ist Rotwangs Lebenswerk. Auf diese Weise versucht er, Johs verstorbene Frau Hel ins Leben zurück zu holen. Sein Irrsinn geht allerdings noch viel weiter. Im „Maschinen-Menschen“ sieht er den Mensch der Zukunft. Die Cyborg-Agenda ist also keineswegs ein Phänomen des Computerzeitalters, sondern existierte bereits in den 1920ern.

Sexborg

Joh Fredersen bittet Rotwang, ihm einen Plan zu entschlüsseln, den immer mehr Arbeiter mit sich führen. Der Erfinder meint, es handele sich um den Plan alter Katakomben und so stellen die beiden den Arbeitern nach, um herauszufinden, was diese in den Katakomben treiben. Immerhin betrachtet Joh die Proletarier als sein Eigentum und es missfällt ihm, dass sein Besitz ein Eigenleben entwickelt. Grund zur Sorge hat er tatsächlich, denn die Arbeiter treffen sich wie einst die verfolgten Christen im antiken Rom. Maria, welche wohl an Maria-Magdalena angelehnt ist, spielt beim Widerstand die zentrale Rolle.

Untergrundkirche

Direkt zynisch kommt es daher, dass Freder in dieser Szenarie die Geste der Löwenpfote macht. Es scheint fast so, als wollte er sich aufgrund seiner Gefühle für Maria ans Herz fassen, doch in Wirklichkeit bedeutet diese Freimaurergeste, dass er sich eher das Herz herausreißen würde, als die Geheimnisse seiner Loge zu verraten.

Freders Löwenpfote

Maria erzählt den Proletariern indes die Geschichte vom Turmbau zu Babel. Eine Geschichte, die nicht gut für die Arbeiterklasse ausging.

Turmbau zu Babel_1

Turmbau zu Babel_2

Turmbau zu Babel_3

Doch statt zum Klassenkampf aufzurufen, verlangt Maria nur nach einem Mittler zwischen Hirn und Händen – einem Menschen mit Herz. Als dieser Mittler wird sich natürlich später Freder herausstellen, welcher in dieser Szene bereits einem Messias gleich illuminiert wird. Er erkennt seine Chance und Maria wählt ihn als Mittler sowie als Geliebten.

Freder Illumination

Freders Vater ist davon gar nicht angetan und will Zwietracht zwischen den Arbeiter säen, während Rotwang Marias Gesicht für seinen Androiden will. Zu diesem Zwecke entführt er sie. Bevor er sein Werk vollendet, folgt ein Zwischenspiel. In diesem wird es apokalyptisch und ein Pfaffe weist Freder auf die Hure Babylon im Alten Testament hin, auch bekannt als Frau in Scharlach. Aleister Crowley dürfte seine wahre Freude an diesem Film gehabt haben.

Hure Babylon Buch

Des Weiteren hat der zukünftige Messias in der Kirche eine Begegnung mit den sieben Todsünden, in deren Mitte der Tod steht.

Sieben Sünden

Danach besucht Freder Josaphat, welcher wegen diesem Kontakt kurze Zeit später von dem Gestapo-Agenten abgeholt wird. Der Arbeiter 11811, mit dem Freder seine Kleidung getauscht hatte, kommt hingegen noch mit einer Verwarnung davon und wird an seine Maschine zurück geschickt. Der Umstand, dass Arbeiter Nummern statt Namen haben, nimmt übrigens neben der Gestapo bereits einen weiteren Aspekt des 3. Reiches vorweg.

Auf der Suche nach Maria kommt Freder am Haus des Hexenmeisters Rotwang vorbei und hört dort ihre Hilfeschreie. Er läuft in eine Falle und kann ihr nicht helfen, während der verrückte Professor seinem Androiden Marias Gesicht verpasst. Allerdings geschieht dies nicht auf die drastische Weise, sondern in einem technomagischen Ritual, bei dem Maria unversehrt bleibt.

Das Ganze erinnert ein wenig an das Babalon Working aus dem „Liber AL vel Legis“, bei dem ebenfalls die Hure Babylons erweckt werden soll. In diesem Zusammenhang fallen auch die Initialien von C.A. Rotwang auf. Dreht man die Buchstaben seiner zwei Vornamen um, erhält man die Initialien von Aleister Crowley. Angesichts des im Film praktizierten Okkultismus dürfte dies wohl kaum ein Zufall sein, zumal die beiden Vornamen Rotwangs zu keiner Zeit ausgeschrieben werden.

Verwandlung_1

Verwandlung_2

Man beachte bei diem Ritual weiterhin die Saturnringe um den Körper des Androiden, was einmal mehr auf den satanistischen Hintergrund dieser Geschichte verweist.

Robotisierung

Joh Fredersen benutzt den Androiden mit Marias Angesicht, um die Arbeiter in der Unterwelt zu täuschen und das Lebenswerk der echten Maria zu zerstören. Um diesen diabolischen Plan zu unterstreichen, kokettiert die Maschinenfrau mit der Geste des allsehenden Auges.

Maria Einauge

Am Abend trifft sich die feine Gesellschaft in dem vornehmen Club „Yoshiwara“, um die Ankunft der Hure Babylon zu feiern. Diese zeigt sich zunächst im Sonnenrad und macht anschließend dem Baphomet gleich die Geste „Wie im Himmel, so auf Erden“.

Hure Babylon_1

Hure Babylon_2

Hure Babylon_3

Hellfire Club

Auch während dieses Rituals findet sich wieder die Symbolik des allsehenden Auges.

Augensalat

Außen am Club sind zwei abstrahierte Säulen zu sehen, welche Jachin und Boas repräsentieren. Es handelt sich also um einen freimaurerisch-salomonischen Tempel, in dem die Götzenverehrung zelebriert wird.

Yoshiwara Tempel

Während die High Society dem Ritual frönt, liegt Freder fieberkrank in seinem Freimaurerbett mit Pyramide und fantasiert vom Tod. Damit endet das Zwischenspiel.

Pyramidenbett

Sensenmann

Der letzte Akt beginnt mit der Offenbarung des Johannes. Dies ist keineswegs christlich gemeint, denn in der Apokalypse spielt zunächst der Antichrist die Hauptrolle.

Offenbarung des Johannes

Der Antichrist wird mit der Hure Babylon gleichgesetzt, durch deren Ankunft in der Stadt der Reichen Anarchie ausgebrochen ist. Als nächstes soll die unterirdische Stadt der Arbeiter dran glauben, doch Freder will dies in seiner Rolle des Messias verhindern.

Sein Vater hegt dagegen gänzlich andere Ziele. Er will, dass die falsche Maria die Arbeiter zum Aufstand aufwiegelt, um sie dann gewaltsam unterdrücken zu können. Damit nimmt sie zusätzlich die Rolle eines Chaosagenten ein, ähnlich wie heutzutage Alex Jones, der die Massen gegen den Staat aufpeitscht. Wie sich hier zeigt, ist dieser Freimaurertrick schon fast ein Jahrhundert alt.

Eine weitere Aufgabe der Hure Babylon besteht darin, den Glauben an den Mittler zu zerstören. Damit ist nichts Geringeres gemeint, als die Zerstörung des Christentums von innen heraus, worauf sich die christliche Rechte um Alex Jones ebenfalls bestens versteht.

Freder versucht, die falsche Maria zu entlarven, doch niemand von den Arbeitern hört ihm zu. Immerhin ist er der Sohn ihres Unterdrückers Joh Fredersen. Der wütende Mob schlägt auf ihn ein, tötet seinen einzigen Freund und zieht mit der Hure Babylon in die Revolution. Währenddessen ertönt sogar kurz die französische Hymne in Anlehnung das Blutbad der Jakobiner.

Satanische Revolution

Unterdessen belauscht Fredersen Rotwang, als dieser Maria gerade erklärt, wie er den Oligarchen hintergangen hat. Dieser erkennt seinen Fehler und greift Rotwang an, wobei es Maria gelingt, aus dem Haus des Hexenmeisters zu fliehen. Die entsprechenden Filmsequenzen sind bis heute verschollen, weshalb dieser Teil der Handlung nur in Form von Texttafeln vorhanden ist.

In der nächsten Szene ist die Revolution in vollem Gange, doch die Arbeiter gefährden sich damit nur selbst. Einzig der Wächter der Herzmaschine (Heinrich George, 1893-1946) stellt sich der Revolte in den Weg, bekommt jedoch von Joh Fredersen den Befehl, die Tore zur wichtigsten aller Maschinen zu öffnen, damit die Arbeiter sie zerstören können.

Das Ergebnis der blinden Zerstörungsorgie besteht darin, dass die unterirdische Arbeiterstadt absäuft. Doch dadurch fällt auch in der überirdischen Stadt der Reichen der Strom aus. Nicht nur das Proletariat hat sich mit seinem Verhalten selbst geschadet, sondern auch Joh Fredersen.

Einzig sein Sohn und Maria handeln vernünftig und bringen zunächst die Kinder der Arbeiterklasse an die Oberfläche, um sie vor den Fluten zu retten. Dem Wächter der Herzmaschine gelingt es indessen, die wütenden Massen wach zu rütteln und ihnen zu vermitteln, dass ihre Stadt abgesoffen ist. Nun machen sich plötzlich alle Sorgen um ihre Kinder, die zum Glück schon in Sicherheit sind. Doch als die Massen endlich anfangen zu begreifen, beginnt sogleich die Hexenjagd auf Maria. Natürlich macht der Mob keinen Unterschied zwischen der echten und der falschen Maria.

Durch einen glücklichen Zufall geraten jedoch der Arbeitermob und die Jubeldemo der Reichen aneinander, sodass letztendlich die falsche Maria auf dem Scheiterhaufen landet und verbrennt. Es wird also lediglich eine weitere Maschine zerstört und damit bleibt es den Arbeitern erspart, zu Mördern zu werden. Dennoch ist diese mittelalterliche Hexenverbrennungsszene äußerst bedenklich.

Hexenverbrennung_1

Hexenverbrennung_2

Auf dem Kirchendach findet im Folgenden der finale Kampf zwischen dem Messias und dem Oberschurken Rotwang statt. Natürlich gewinnt der strahlende Held, dem von da an alle Proletarier zu Füßen liegen. Am Tag darauf marschieren die Arbeiter in Pyramidenformation vor der Kirche auf.

Pyramidenmarsch

Der Wächter der Herzmaschine bietet John Fredersen die Hand an, doch dieser schlägt sie aus. Hände und Hirn finden nach wie vor nicht zueinander. Doch der Mittler mit seinem großen Herzen steht schon bereit, um die Verbindung herzustellen. Alles ist wieder Friede, Freude, Eierkuchen – Ende!

Mittler_1

Mittler_2

Fazit: „Metropolis“ ist kein Meisterwerk, sondern von vorne bis hinten Freimaurerpropaganda. Lediglich die Spezialeffekte waren für die damalige Zeit bahnbrechend. Ansonsten ist es einfach nur unheimlich öde, sich zweieinhalb Stunden Stummfilm rein zu ziehen. Natürlich nur, sofern man diese Zeit nicht gezielt damit verbringt, nach Freimaurersymbolen Ausschau zu halten. In der Hinsicht hat man bei diesem Film stets etwas zu tun. Kaum ein moderner Film strotzt heute noch so vor Symbolik wie „Metropolis“.

In der Handlung vermischen sich indes der Turmbau zu Babel, der Aufstieg des Christentums sowie die Erweckung der Hure Babylon und die Apokalypse. Wenn man dabei genauer hinschaut, so stellt man fest, dass das Christentum die Religion für die tumben Massen ist, welche sich leicht manipulieren lassen und am Ende sogar zu mittelalterlichen Traditionen wie Hexenverbrennungen greifen. Auf der anderen Seite ist die Religion der reichen Elite ziemlich offen zu erkennen der Satanismus.

In anbetracht dieser Prämisse ist der letztendliche Schulterschluss zwischen Proletariern und Bourgeoisie umso unglaubwürdiger. Ohnehin ist es nicht erstrebenswert, die Klassengesellschaft aufrecht zu erhalten. Solange es ausgebeutete Arbeiter und privilegierte Eliten gibt, nützt auch ein Mittler nichts, den es heute z.B. in Form von Gewerkschaften gibt.

„Metropolis“ zeigt überdeutlich, dass die Überwindung der Klassengesellschaft kein erklärtes Ziel der Freimaurerei ist. Diese strebt lediglich nach mehr Kontrolle über die Arbeiterklasse, welche durch einen Mittler aus ihren eigenen Reihen erzielt werden soll. In dieser Tradition steht heutzutage auch die SPD, deren Spitzenpolitiker selbst zur Oberschicht gehören, während sie vorgeben, für die Rechte der Arbeiter einzutreten.

Da bekommt man direkt Lust auf eine richtige Revolution. Die Revolution des Proletariats wird in „Metropolis“ jedoch aufs Böseste diffamiert. Die Arbeiter werden als Idioten dargestellt, die am eigenen Ast sägen. Die Wahrheit ist jedoch, dass eine Rebellion nur dann scheitert, wenn sie von Freimaurern angeführt wird. Dies wird im Film durch die Hure Babylon offensichtlich und man darf nicht vergessen, dass auch hinter der französischen Revolution, auf welche der Film anspielt, von freimaurerischen Kräften aus dem bürgerlichen Lager angeführt wurde. Gleiches gilt für die russische Revolution, deren Früchte von dem Hochgradfreimaurer Stalin zertrampelt wurden.

Nie wieder dürfen sich die Massen zu einer Revolution verleiten lassen, die von der Elite gewollt ist. Leider geschieht selbiges aber momentan in der Ukraine sowie im Norden von Syrien und Irak. In beiden Fällen sind es wieder einmal blutige Revolutionen, welche von Faschisten und Terroristen angeführt werden. Wann lernt die Menschheit endlich, dass sich die nächste Revolution gegen die Elite und ihre okkulten Geheimbünde richten muss? Und wann begreifen es die Massen endlich, dass diese Revolution friedlich sein muss?

Historischer Nachtrag: Fritz Lang emigrierte nach Machtergreifung der Nazis erst nach Frankreich und schließlich in die USA. Er wurde jedoch nie von den Nazis verfolgt. Im Gegenteil wurde er von Propagandaminister Goebbels sogar angefleht, sein Können in die Dienste des 3. Reichs zu stellen. Obwohl Langs Werk „Metropolis“ selbst faschistoide Tendenzen aufweist, wollte er sich nicht in seine künstlerische Freiheit hineinreden lassen, die er bis zu seinem Tod 1976 in den USA ausleben konnte.

Ein Großteil der an „Metropolis“ mitwirkenden Schauspieler machte dagegen durchaus Karriere im 3. Reich. Darunter auch Heinrich George, der Vater des heutigen Stars Götz George, welcher u.a. in Werken wie „Hitlerjunge Quex“ (1933) und „Jud Süß“ (1940) mitspielte. Der Hauptstar von „Metropolis“, Gustav Fröhlich, legte ebenfalls eine große Karriere in der NS-Propagandaindustrie hin. Für diese trennte sich Fröhlich sogar, wie bereits Heinz Rühmann vor ihm, von seiner halbjüdischen Ehefrau, die im Exil überlebte.

Wenn man nun bedenkt, dass die Darsteller von „Metropolis“ – abgesehen von den Statisten – durch die Bank weg Freimaurer waren und man dies dem Werk in jeder Szene ansieht, wirkt es einmal mehr unglaubwürdig, dass die die Freimaurer sich heutzutage als Opfer des deutschen Faschismus sehen. Offensichtlich konnten sehr viele von ihnen problemlos unter Hitler Karriere machen. Selbiges gilt auch für Fritz Langs Ex-Frau Thea von Habou, welche 1940 in die NSDAP eintrat.

Dementsprechend war „Metropolis“ trotz unmissverständlicher Freimaurersymbolik im 3. Reich nie verboten. Lediglich die Sowjetunion indizierte den Streifen wegen seiner konterrevolutionären Aussage. Immerhin siegt am Ende die Klassengesellschaft und der erzielte Klassenfrieden durch die freiwillige Unterwerfung der Arbeiterklasse war eher typisch für den Nationalsozialismus. „Metropolis“ diente der NSDAP sogar als Vorbild, weshalb der heutige Hype um diesen angeblichen Klassiker äußerst fragwürdig ist.

Freimaurer in der Union – Die Hand am Hals

Der Adel gehörte schon immer dazu, auch wenn Frauen noch nicht allzu lange mitspielen dürfen. Guttis Frau ist eine geborene Gräfin von Bismarck-Schönhausen.

Stephanie zu Guttenberg

Stephanie zu Guttenberg

Volker Bouffier

Volker Bouffier

Stefan Mappus

Stefan Mappus

Auch wenn die Hand nicht ganz im Bild ist, die Geste ist unverkennbar.

Wolfgang Schäuble

Wolfgang Schäuble

Das geht natürlich noch etwas deutlicher. Na, was macht denn der Genosse Racer da?

Wolfgang Schäuble

Wolfgang Schäuble

Wozu hat man zwei gesunde Hände?

Man hat ja bekanntlich zwei Hände, also kann man auch gleich zwei Gesten machen. Bei Erykah Badu fährt die eine Hand zum Hals, während die andere auf dem Herzen ruht. Auf den Ringen steht übrigens „Amer“ & „Ykah“ – ein Wortspiel aus ihrem Namen und „Amerika“. Abgerundet wird das Ganze durch ein Tittenprofil.

Hand am Hals & Herz

Die Hand am Hals der Pop-Okkultisten

Lana del Rey zählt derzeit zu den Topstars der Pop-Okkultur.

Man beachte neben der Hand am Hals auch den Schlagring mit der Aufschrift „Bad“. Es handelt sich nicht um das deutsche Wort „Bad“ wie „Badezimmer“, sondern um das englische „bad“, was übersetzt so viel wie „böse“ oder „schlecht“ heißt. Ein guter Mensch würde so etwas doch nicht tragen, oder?

Lana del Rey Hand am Hals

Die Hand am Hals – Oder wie man sich selbst erwürgt

von Shinzon

In der Körpersprache steht die Hand am Hals für Unsicherheit und kann auf akuten Stress hindeuten. Der Hintergrund dieser unterbewussten Geste liegt darin begründet, dass am Hals ein Nerv sitzt, der den Herzschlag beruhigt. Es handelt sich also keineswegs in jedem Fall um eine Freimaurergeste. Daher ist es wichtig zu unterscheiden, ob es sich um einen zufälligen Schnappschuss einer Stresssituation oder ein gestelltes Foto handelt.

Wie bereits der Krawattengriff sorgt auch die Hand am Hals bei Außenstehenden für einige Verwirrung. Oft ist zu lesen, die Hand am Hals wäre ein Notruf. Dies könnte mit den bereits erwähnten unterbewussten Stressreaktionen zusammenhängen, die jedoch nichts mit Freimaurerei zu tun haben. Eindeutigere Beispiele der freimaurerischen Hand am Hals lassen dagegen auf keine Notsituationen schließen.

Es handelt sich viel mehr um eine Verschwiegenheitsgeste. Freimaurer schwören nämlich bei ihrem Leben, die Geheimnisse der Loge zu bewahren. Sie würden sich eher das Herz herausreißen oder die Kehle durchschneiden, als ein Geheimnis zu verraten. Und was ist die typische Reaktion, wenn einem die Kehle durchgeschnitten wird? Man hält sich sofort die Hand an den Hals, um den Blutfluss zu stoppen!

Durchschnittene Kehle

Wenn die Hand eines Freimaurers in einer brenzligen Situation zum Hals fährt, bedeutet dies in den meisten Fällen, dass er keine weiteren Details zum Thema enthüllen darf. Ferner kann es sich um ein schlichtes Erkennungszeichen handeln. Diese Erklärungen sind weitaus plausibler als die Verschwörungstheorien, die von rechtsextremen Katholiken wie Johannes Rothkranz in die Welt gesetzt werden. Man sollte auf keinen Fall alles blind glauben, was im Internet steht.

Interessant ist auf jeden Fall, bei wem die Geste zu finden ist. Manche politische Kontrahenten scheinen der Welt nur etwas vorzuspielen, während sie insgeheim zum selben Club gehören.

Barack Obama

Barack Obama

Wladimir Putin

Wladimir Putin