From Dusk Till Dawn – Überflüssiges Blutvergießen in überflüssigem Serienformat

von Joe Doe

„From Dusk Till Dawn“ aus dem Jahr 1996 ist inzwischen ein absoluter Kultfilm, der mit einigen wirklich witzigen Gags aufwartet. Warum zum Henker sollte man diesen Streifen auf Serienlänge strecken und mit anderen Darstellern neu besetzen? Das ist ein Affront gegen die Fans des ursprünglichen Films und der kommt auch noch direkt vom Regisseur Robert Rodriguez. Ja, der Schöpfer des Franchise ist höchstpersönlich für dessen Niedergang verantwortlich!

Eigentlich kann es dafür nur einen Grund geben. Obwohl der Film von 1996 keineswegs frei von okkulter Symbolik war, wollte Rodriguez wohl noch tiefer in die Materie eintauchen und nebenbei noch ordentlich Geld scheffeln. Das fängt schon bei der Vorgeschichte an, die auf unsägliche fünf Episoden aufgeblasen wurde.

Im Zentrum stehen die Gecko-Brüder Seth und Richie. Im Original genial von George Clooney und Quentin Tarantino verkörpert, können die Seriendarsteller D.J. Cotrona und Zane Holtz schlichtweg nicht mithalten. Obendrein ist Richie, der schon im Original ein Psychokiller war, in der Serie noch um einiges ausgeflippter. Er schneidet seinen Opfer die Augen aus dem Kopf und drapiert sie in den Händen, nur um damit esoterische Symbolik zu bedienen. Das ist krank!

Wie sich herausstellt, sind die Stimmen in seinem Kopf, die ihm dies befehlen, durchaus real. In Berührung kommt er mit diesen Stimmen durch einen verfluchten Gegenstand, ein antikes Obsidianmesser der Maya mit allsehendem Auge.

Dieses allsehende Auge findet sich auch später im Titty Twister wieder. Schon damit toppt die Serie den Film in Sachen okkulter Symbolik um Längen!

Die Ouroboros darf natürlich auch nicht fehlen, kündigt sie doch an, worum es im Kern geht.

Völlig überflüssig ist die Rolle eines Rangers, der die Gecko-Brüder verfolgt und dabei Hilfe von Sex Machine bekommt. Dieser Charakter, der im Original von Tom Savini dargestellt wurde, wird in der Serie von Jake Busey völlig neu interpretiert. Er ist nun ein verrückter Archäologie-Professor, der einem alten Mayakult auf der Spur ist und deren Opferrituale gerne nachahmen würde. Das Einzige, was er mit dem Filmcharakter gemeinsam hat, ist die Pimmelknarre.

Eine Vampir-Stripperin ergreift die Waffe im Verlauf des Gemetzels im Titty Twister. Dies impliziert ziemlich unverhohlen einen Blowjob.

Völlig unverschuldet geraten der Pfaffe Jacob Fuller und seine beiden Kids in die Ereignisse, als sich die Gecko-Brüder ihr Wohnmobil aneignen und sie als Geiseln nehmen. Zumindest diesbezüglich hält sich die Serie weitgehend an den Film, auch wenn die ganze Familiengeschichte viel zu breit ausgeweitet wird. Jacob wird übrigens von Robert Patrick verkörpert, der schon in der Filmfortsetzung „Blood Money“ mitspielte. Allerdings in einer anderen Hauptrolle, während Harvey Keitel ursprünglich Jacob Fuller darstellte.

Im Titty Twister, der nun wirklich kein Etablissement für Kinder ist, gibt es erst einmal eine Peepshow, die ebenfalls unnötig mit neuen Handlungssträngen aufgeblasen wird. Immerhin an Satanico Pandemoniums Auftritt hat sich nicht viel geändert. Nur die Darstellerin Eliza González sowie die Neonschlangen im Hintergrund sind neu.

Satanico trat schon im Original als Schlangenträgerin auf, was auch hier wieder der Fall ist.

Allerdings fällt die Rolle des Schlangenträgers diesmal auch anderen Charakteren zu, darunter Richard Gecko.

Dabei sind die meisten der Charaktere selber Schlangen, könnten sich also selbst auf den Arm nehmen. Zwar hatten schon die Vampire im Film von 1996 eine reptiloide Gestalt, doch in der Serie sind sie mehr Schlangen als Vampire. Sie sind neuerdings auch immun gegen Weihwasser und Christuskreuze, haben nur eine leichte Sonnenallergie und den typischen Vampirtod sterben sie nur noch mit der Pflock-durchs-Herz-Methode.

Es scheint so, als würde hier weniger eine Vampirgeschichte erzählt als viel mehr etwas über die Reptiloiden offenbart. Genau wie bei diesen erkennt man sie zuerst an den geschlitzten Pupillen und das ist nun wirklich kein typisches Merkmal klassischer Vampire.

Die Vampirzähne sehen ebenfalls viel mehr wie Schlangenfangzähne aus und dazu passend gibt es die gespaltene Zunge.

Schlussendlich können die Schlangenmenschen ihre Gestalt komplett in ihre reptiloide Form ändern. Damit dürfte klar sein, woher der Vampirmythos tatsächlich kommt. Allerdings ist es Bullshit, dass Menschen durch Reptobisse selbst zu Reptiloiden werden. Daher wäre es besser gewesen, den Vampirplot ganz fallen zu lassen.

In der Serie kontrollieren die Reptiloiden die mexikanischen Verbrecherkartelle, die in der Realität tatsächlich Bezüge zum Satanismus haben. Diesbezüglich sei an den abartigen Drogenboss Adolfo Constanzo (1962-1989) erinnert, der die Hirne seiner rituell ermordeten Opfer gegessen hat. In der Serie „From Dusk Till Dawn“ spielen sich ganz ähnliche Szenen ab. Die Menschen werden regelrecht entsaftet, um die Reptiloiden mit Blutwein zu versorgen.

Satanico verbraucht dabei den größten Anteil, denn sie badet gern wie Gräfin Bathory in Blut.

Der Hauptgang besteht derweil aus geschredderten Menschenteilen. Willkommen beim Spirit Cooking im Titty Twister.

Der sieht von hinten übrigens immer noch wie eine Maya-Pyramide aus.

Auf die Vergangenheit wird im Verlauf der ersten Staffel sehr detailliert eingegangen, wobei diese den dritten Film „The Hangman’s Daughter“ völlig über den Haufen wirft. Satanico Pandemonium ist nämlich nicht mehr die Tochter eines Halunken, die im 19. Jahrhundert in eine Vampirella verwandelt wurde. Sie ist nunmehr eine verfluchte Maya-Priesterin und ihre rechte Hand ein Konquistador, der sie befreit hat. Dieser kam übrigens unter der Flagge der Templer nach Mexiko.

Der Spanier hat sie einst gerettet, denn sie war an einen Opferaltar gekettet, wo sie zwangsweise rituelle Menschenopferungen durchführen sollte. Spätestens beim Thema Menschenopfer zu Ehren einer Schlangengottheit sollten die Bezüge zur Realität offensichtlich werden, denn das ist offizielle Maya-Geschichte. Kukulkan lässt grüßen.

Allerdings opfern die Maya heute niemanden mehr. Das ist nunmehr Sache satanistischer Europäer.

Nur Richard Gecko wurde nicht als Opfer in den Tempel gelockt, sondern soll Satanicos neue rechte Hand werden, da sie ihres einstigen Retters inzwischen überdrüssig ist. Zuvor muss er jedoch noch eine Prüfung in einem Labyrinth bestehen. Es handelt sich um ein Labyrinth des Geistes, in dem die Gecko-Brüder wichtige Stationen ihres bisherigen Lebens erneut durchlaufen müssen. An die Hirnwäschethematik können wir also auch gleich einen Haken machen.

Nach bestandener Prüfung führt sich Richard oral eine Schlange ein. Da kommen einem doch gleich die Goa’Uld aus „Stargate“ in den Sinn, womit die Besessenheit durch Schlangenwesen ebenfalls abgehakt wäre.

Irgendwie war es aber schon klar, dass die Gecko-Brüder dem Satanismus zugeneigt sind. Beim großen Gemetzel sprengen sie zwar ein paar Reptos in die Luft, aber der per Handy ausgelöste Zündcode lautet 666.

Während die erste Staffel die Geschichte des einstigen Kultfilms neu interpretiert und quälend in die Länge zieht, geht die Serie ab der zweiten Staffel gänzlich eigene Wege. Gleich im Staffelauftakt gibt es erst einmal sexuelle Übergriffe im Zeichen eines schwarzen Pentagramms.

Die Szene spielt sich in einem Schlachthof ab, was erschreckende Parallelen zu „The Midnight Meat Train“ aufwirft. Auch dort arbeitet der Schlachter, der die Reptiloiden mit Menschenfleisch beliefert, in einer Fleischfabrik. Hat da etwa jemand bei Clive Barker abgeschrieben? Ab hier lohnt es sich wirklich nicht mehr, diese brutale Serie weiter zu verfolgen, die es auf abartige drei Staffeln gebracht hat. Die Bilder von kranken Typen, die Mäntel aus gegerbten Menschengesichtern tragen, sollte man sich lieber ersparen.

Fazit: Bis auf den Grundplot und eine Handvoll kopierter Szenen hat die Serie absolut nichts vom originalen „From Dusk Till Dawn“. Vor allem fehlen der ursprüngliche Witz und Charme. Stattdessen gibt es eine abgedroschene Story über Reptiloide. Die dürften zwar tatsächlich die Wurzel des Vampirmythos sein, doch haben die klassischen Vampire mit der Zeit völlig abweichende Eigenschaften erhalten. Diese sollten einfach nicht mit der Reptostory verwoben werden, es sei denn, man will bewusst die Realität dieses Zusammenhangs thematisieren. Dies ist hier jedoch nicht wirklich der Fall, denn weder zerfallen Reptiloide zu Staub noch können sie Menschen per Biss in Ihresgleichen verwandeln.

Animal World – Ein chinesischer Clown in den Fängen der Mafia

von Joe Doe

Chinesische Filme können inzwischen mit Hollywood konkurrieren. Nicht nur, was die Qualität angeht, sondern auch die okkulte Symbolik betreffend. Ein extremes Beispiel ist „Animal World“, der ein durchaus interessantes Grundkonzept hat, zuweilen jedoch sehr verstörend wirkt. Das liegt vor allem am Protagonisten Zheng Kaisi (Li Yifeng), der als Kind ein traumatisches Erlebnis hatte, während dem ein Clown-Zeichentrickfilm im Fernsehen lief. Seitdem leidet er unter stressbedingten Tagträumen, in denen er selbst zum Clown mutiert.

Der asiatische Prank-Clown nimmt es in seiner Phantasie mit grottenhässlichen Monstern auf. Zuweilen verwandeln sich auch Zhengs Mitmenschen in seiner Phantasie in solche Dämonen.

Da er für einen Kumpel bürgt, der sich mit einem Mafiakredit verzockt hat, bekommt er es bald selbst mit dem organisierten Verbrechen zu tun. Der Mafiaboss Anderson (Michael Douglas) lässt ihm die Wahl, die Schulden für den Rest seines Lebens abzumalochen oder sich auf ein Spiel einzulassen. Die tickende Uhr, die ihm nur wenig Zeit für die Entscheidung lässt, hat die Form eines allsehenden Auges.

Das Spiel findet auf einem Boot mit dem passenden Namen „Destiny“ (Schicksal) statt, welches fernab von jedem Gesetz in internationalen Gewässern kreuzt.

Gespielt wird dort „Schere, Stein, Papier“, allerdings mit Karten. Auf diesen sind Hände in den jeweiligen Gesten zu sehen. Hände mit Augen wohlbemerkt.

Die Spieler, allesamt Schuldner, bekommen jeweils 3 Pentagramme. Die Verlierer müssen eins abgeben, die Gewinner bekommen ihn vom Gegenüber. Ziel ist es, am Ende mindestens 3 Sterne zu haben. Wer schon vor Ablauf der Spielzeit alle Sterne verliert, wird eliminiert. Außerdem müssen bis zum Ende alle Karten verspielt werden.

Für Zheng beginnt und endet das teuflische Spiel am Tisch 6.

Auch sonst ist das Schiff mit allerhand Symbolik ausstaffiert. Im Zentrum steht eine Spielstandsuhr mit Tigerkäfig obendrauf. Getragen wird sie von geknechteten Statuen, welche die Sklaven repräsentieren, die das kapitalistische System tragen. Direkt neben dran befinden sich Überwachungskameras, um keinen Zweifel daran zu lassen, wie sehr die Sklaven kontrolliert werden.

Der Spielmeister steht auf einer Empore deutlich über dem verschuldeten Proletariat. Über ihm ist ein beleuchteter achtzackiger Stern zu sehen.

Auf dem Boden findet sich passend dazu ein Oktagon nebst Schachbrettmustern. Freimaurersymbolik auf Mafiaterrain, die P2 lässt grüßen.

Die Tür, hinter der die Eliminierten verschwinden, wirkt derweil wie das Tor zur Hölle. Nicht ganz grundlos, denn Gerüchten zufolge dienen die Unglücklichen als Laborratten für medizinische Experimente. Vielleicht werden sie aber auch direkt von stinkreichen Perversen geschlachtet, wer weiß das schon…

Zheng sieht auf dem Boot seinen Kumpel wieder und gemeinsam mit einem Dritten bilden sie ein Team, um das Spiel zu ihren Gunsten zu manipulieren. Die mathematische Berechnung macht den einzigen Reiz des Films aus, sofern man auf Mathematik steht. Allerdings geht die Rechnung allzu oft nicht auf, da auch andere Spieler bescheißen und sich der Dritte im Bunde ebenfalls als Betrüger entpuppt.

Um den Stress besser zu verkraften, greift Zheng des Öfteren zur Zigarette. Tabakwerbung scheint inzwischen wieder voll im Trend zu sein. Zuletzt war die Filmindustrie in den 1980ern derart massiv von der Kippenlobby dominiert.

Am Ende überlebt Zheng und kann sogar einen unschuldigen alten Mann von der Schlachtbank retten. Einige Überlebende haben mit dem Spiel nicht nur ihre Schulden getilgt, sondern gehen sogar mit einem Gewinn nach Hause.

Wirklich aus dem Schneider sind sie allerdings nicht. Wer einmal in die Fänge der Mafia geraten ist, bleibt unter stetiger Beobachtung.

Fazit: Optisch hat „Animal World“ viel zu bieten, spannend ist er jedoch nur für Spieler. Das Filmvergnügen wird zudem dadurch geschmälert, dass keine deutsche Synchronfassung vorliegt. Man muss sich den Film schon auf Chinesisch mit deutschen Untertiteln antun. Die okkulten Symbole sowie die grottenhässlichen Monster sind weitere Gründe, diesen Film nicht zu empfehlen.

Höllenodyssee mit Hennessy

Wer zu viel Cognac trinkt, kann durchaus einen bösen Trip erleben. Wie böse, veranschaulicht ein Spot der Marke Hennessy. Dieser beginnt mit blauem Wasser, welches noch von Bedeutung sein wird. Das Wasser wird alsbald in feuriges Rot getaucht, um die übliche Farbsymbolik abzufeiern. Die Kapitelnamen sollen indes die Eigenschaften des Getränks vermitteln.

01 Blaues Wasser

02 Chapter I

Das zweite Kapitel spielt in einer Wüste, womit ein Bezug zum antiken Ägypten hergestellt wird.

03 Chapter II

Das allsehende Horusauge lässt nicht lange auf sich warten.

04 Sonnenauge

Es folgt ein Mann, der in einen mehrfach gebrochenen Spiegel blickt. Dieser wird kurz darauf in satanisches Rot getaucht.

05 Spiegelsaal

06 Spiegelsaal rot

Das dritte Kapitel beginnt erst mal ganz unauffällig in einer Motorradwerkstatt.

07 Chapter III

Doch auch hier ist das allsehende Auge nicht weit.

08 Horusauge

Auffällig ist außerdem der Schmuck der Mechaniker. Neben einem Totenkopfring sticht hier besonders ein Armband hervor. Dieses zeigt zwei sich überkreuzende Motorkolben, die optisch stark an freimaurerische Schlägel erinnern.

09 Totenkopfring

Auf der Rückseite einer Jacke wird offenbar das Wassermannzeitalter angekündigt. Seltsam nur, dass dieser grimmige Wassermann Vampirzähne hat.

10 Wassermannjacke

Bevor das Wassermannzeitalter anbricht, muss das alte Zeitalter aber erst in Flammen enden.

11 Chapter IV

Im vierten Kapitel wird das Motiv des Wassermanns noch einmal wiederholt.

12 Wassermann

Es könnte sich aber auch um Moloch handeln.

13 oder Moloch

Als Zugabe gibt es noch eine Hand mit Auge. Dieses Symbol ist insbesondere in der Esoterik-Szene verbreitet, welche das Wassermann-Zeitalter herbeisehnt.

14 Hand mit Auge

Die Schokolade bezieht sich wohl wieder auf den Geschmack des Gesöffs. Aber vielleicht geht es hier auch um das Ritual des Eintauchens.

15 Chapter V

16 Eintauchen

Das sechste Kapitel steht schließlich ganz im Zeichen des Vollmondes.

17 Chapter VI

Es zeigt ein infernalisches Zerstörungswerk, bei welchem die Natur geopfert wird.

18 Zerstörter Wald

Das siebte Kapitel kommt endlich zu Sache und bewirbt das Produkt.

19 Chapter VII

Auch hier gibt es wieder eine Betonung auf das linke Horusauge.

20 Horusauge

Das Produkt wird zum Schluss in den Freimaurerfarben Blau und Rot dargeboten. Ein Farbschema, welches den gesamten Spot durchzieht.

21 Blau-Rot

Das „X.O.“ steht hier übrigens wie bei allen alkoholischen Getränken für „extra old“. Angesichts der okkulten Symbole im Werbespot könnte sich hier allerdings durchaus eine Doppelbedeutung ergeben.

22 XO

Der Regisseur dieses Hennessy-Spots ist übrigens der Däne Nicolas Winding Refn, welcher u.a. den extrem brutalen „Only God Forgives“ (2013) verbrochen hat. Ausgerechnet beim 66. Filmfest 2016 (666) in Cannes wurde er mit seinem bezeichnenden Werk „The Neon Demon“ zum dritten Mal für den Hauptpreis nominiert. Selbstredend, dass dieser Mann weiß, was er tut.

Nicolas Winding Refn

Nix wie weg vom Planeten Erde – Denn die Menschen sind böse

von Joe Doe

Nachdem bereits in „Planet 51“ das klassische Invasionsthema umgedreht wurde und die Menschen die Eindringlinge waren, zeigt „Nix wie weg vom Planeten Erde“ nun, was mit friedlichen Außerirdischen geschieht, die sich auf die Erde verirren. Der Film ist also nicht nur etwas für Kinder, sondern auch für alle, die von bösen Alieninvasoren die Nase voll haben.

Im Zentrum der Handlung stehen die beiden Brüder Gary und Scorch Supernova, die dem blauen Volk angehören. „Megamind“ und „Avatar“ lassen grüßen.

Baabtisten

Das blaue Volk lebt auf dem Planeten Baab und hat es sich zur Aufgabe gemacht, in Not geratenen Aliens zu helfen. Gleich zu Beginn sind Gary und Scorch auf einer Rettungsmission, um eine Handvoll Babys aus einem abgestürzten Raumschiff zu bergen. Scorch tritt dabei als heldenhafter Muskelprotz auf, während sein wesentlich intelligenterer Bruder die Mission vom Raumschiff aus koordiniert. Den Ruhm erntet allerdings nur der strahlende Held. An der Uniform des Veteranen fällt übrigens ein Hexenknoten unangenehm auf.

Scorch Hexenknoten

In der Mission Control der BASA (in Ahnlehnung an die NASA) gibt es gleich noch einen Doppelblitz obendrauf. Ein erster kleiner Hinweis darauf, dass die herrschende Elite von Baab einen guten Draht zur Erde hat. Doch dazu später mehr.

Scorch Doppelblitz

Die Erde ist im Rest der Galaxis nur als „der dunkle Planet“ bekannt, da bisher noch niemand von ihr zurückgekehrt ist. Als Scorch einen Notruf von der Erde erhält, macht er sich sofort auf den Weg und wird nach der Landung in Nevada prompt vom US-Militär verhaftet.

Als der Kontakt zu Scorch abbricht, startet Gary wiederum zu einer Rettungsmission für seinen Bruder. Er bekommt die Landung nicht ganz so gut hin und kann sich nur knapp vor der Selbstzerstörung seines Gefährts retten. Offenbar wurde seine Rettungskapsel sabotiert. Immerhin ist aber Garys Empfang durch zwei UFO-Nerds etwas freundlicher, die ihm einen blauen Softdrink anbieten. Kurz darauf wird jedoch auch er vom Militär festgesetzt und in die Area 51 gebracht.

Area 51

Dort trifft er auf einige andere Aliens, die von den Menschen gefangen genommen und versklavt wurden. Gegen das Versprechen der Freiheit bauen sie dem machthungrigen General Shanker eine Superwaffe. Die Energiekanone ruht natürlich auf einem großen Dreieck, in dessen Zentrum sich ein freimaurerisches Hexagon befindet.

(Bild folgt)

Um den ganzen Irrsinn zu finanzieren, fallen nebenbei aber auch Produkte wie Smartphones und Suchmaschinen ab. Eine kleine Anspielung auf das Reverse Engineering, welches laut Robert Lazar tatsächlich in Area 51 betrieben wird.

Reverse Engineering

Neben den versklavten Aliens arbeiten in der Basis einige Grey, die freiwillig mit dem Militär kooperieren. Zwar wird an späterer Stelle kindgerecht erklärt, dass sie damit eine alte Schuld begleichen, weil ihr Raumschiff beim Absturz 1947 General Shankers Vater erschlagen hat. Dennoch ist dies als ein Wink mit dem Zaunpfahl zu verstehen, dass der militärisch-industrielle Komplex der USA einen Pakt mit dieser Spezies hat. Zumal diese abscheulichen Wesen umgedrehte Pyramiden auf ihrer Kleidung tragen.

Grey Demons

Der Wendepunkt in Shankers Leben ist indes mit einem Schachbrettmuster gekennzeichnet. Kurz vor dem Ableben seines Vaters beobachten die beiden zusammen den Sternenhimmel und tragen dabei recht auffällige Pullover.

Schachbrettkleidung

Nach der Katastrophe entwickelte Shanker einen Hass auf alle Außerirdischen. Dabei hat er inzwischen gelernt, sie für sich arbeiten zu lassen. Mit der BASA-Chefin Lena Thackleman vom Planeten Baab unterhält er sogar eine heimliche Onlinebeziehung. Sie war es auch, die Scorch zur Erde gelockt und ihm heimlich eine blaue Energiequelle untergeschoben hat. Diese sollte nämlich Shanker zugespielt werden, der sie für seine Superwaffe braucht.

Während Lena sich mit weiteren Energiezellen auf den Weg zur Erde macht, dabei jedoch von Garys Ehefrau Kira aufgehalten wird, entdeckt Gary in der Area 51, welchem Zweck die Superwaffe wirklich dient. Während Scorch brav mit dem Militär kooperiert, fasst diesmal Gary seinen ganzen Heldenmut zusammen und zerstört die Energiezelle.

Zur Strafe werden er und sein Bruder abgeführt und in Kälteschlaftanks gesteckt. In der betreffenden Kammer müssen die beiden erkennen, dass Shanker niemals auch nur einen der Aliens am Ende der Kooperation freigelassen hat. Der General will die Waffe auch gar nicht gegen andere Staaten auf der Erde einsetzen, sondern das Universum von sämtlichen anderen Spezies säubern, bis nur noch die Menschheit übrig bleibt. Nach einem Testschuss auf den Halleyschen Kometen soll Baab dabei der erste Planet sein, der aus der Galaxis gefegt wird.

Zum Schein erklärt sich Gary dazu bereit, die Waffe wieder instand zu setzen, baut jedoch eine kleine Sabotagemechanik ein. Die Waffe geht nach hinten los, die gefangenen Aliens können befreit werden und zusammen können eine Handvoll von ihnen mit Scorchs Raumschiff fliehen. General Shanker lässt sie jedoch nicht einfach entkommen, sondern fliegt ihnen im erbeuteten Anzug von Scorch nach und hält das Raumschiff mit einem Traktorstrahl fest.

Wieder einmal ist es Gary, der den Helden spielt und mit dem General in die Tiefe stürzt. Vor dem sicheren Tod werden sie jedoch in letzter Sekunde von den Grey gerettet, welche telekinetische Fähigkeiten besitzen. Shankers Karriere ist natürlich beendet, aber die von Gary beginnt gerade erst. Er, seine Frau Kira und sein Bruder Scorch werden auf Baab als Helden empfangen.

Während nun Gary in Sachen Heldenmut mit seinem Bruder gleichgezogen hat, holt dieser in Sachen Familie zu Gary auf und heiratet eine in ihn vernarrte Nachrichtensprecherin. „Nix wie weg vom Planeten Erde“ ist nicht der erste Science Fiction Film, der mit einer Hochzeit endet.

Fazit: Wie die meisten Animationsfilme besticht auch „Nix wie weg vom Planeten Erde“ durch phantasievolle Umgebungen, viel Witz und einige Insidergags. Dabei kommen nicht nur Kinder auf ihre Kosten. Dem hohen Unterhaltungswert stehen jedoch die üblichen Symbole und sogar eine intergalaktische Verschwörung gegenüber. Insbesondere der Zusammenhang zwischen den Grey und Area 51 lässt tief blicken. Ebenso wie das Logo der Effekteschmiede Rain Man … ups … Rainmaker.

Rainmaker

Positiv fällt dagegen auf, dass hier mal nicht die Aliens die Bösewichte sind. Die Menschheit zählt in der Tat zu den verkommensten Spezies des Universums. Schon allein dafür, was die Menschheit sich selbst und dem Planeten Erde antut, verdient die Mehrheit diese negative Selbstdarstellung. Die Gerüchte über die Gefangennahme friedlicher Besucher durch das US-Militär könnten dem Film darüber hinaus Recht geben, sofern sie der Wahrheit entsprechen. Allerdings gilt nicht nur für die betroffenen Aliens, sondern auch für einige vernunftbegabte Erdlinge der Titel „Nix wie weg vom Planeten Erde“!

Die erhobene Faust mit Auge

Die erhobene Faust ist eine Freimaurergeste, auf die wir später noch näher eingehen werden. Mit dieser Geste ist es jedenfalls schwer, die Hand mit Auge darzustellen, sodass das Auge in diesem speziellen Fall auf den Arm hinab rutscht.

Tim Barry Faust & Auge

Bei Rise Against erleben wir das Umkehrprinzip – die Faust befindet sich im Auge.

Rise against - A Day to Remember

Die Hand mit Auge in der Pop-Okkultur

Ein Worlock ist eine Art Schwarzmagier. Das folgende CD-Cover ist daher ein Beleg dafür, dass dieses Symbol absolut okkult und düster ist.

Hymns of the Worlock - Tribute

Bleiben wir noch etwas bei schwarzer Magie…

„Eyeless“? Man wünschte, es wäre so.

Fortune Hand mit Auge

Die Chemical Brothers hatten wohl einen kleinen Chemieunfall…

Das Cover der Fleischpuppen ist so ekelerregend, wie die restlichen Beispiele. Noch mehr von dem Dreck und uns kommt’s hoch.

Kesha’s Pakt mit dem Teufel

Kesha ist eine weitere Mind Control-Marionette, die wie Lady Gaga oder Rihanna moralische Verkommenheit propagiert.

In ihrer ersten Hitsingle „Tik Tok“ warb sie bereits unmissverständlich für die Alkohol-Agenda. In „Dancing with the Devil“ beschreibt sie nunmehr ihren Deal mit Satan. Im übertragenen Sinne ist damit ihre Rolle in der Pop-Okkultur gemeint. Die Musikindustrie sorgt für ihren Erfolg und im Gegenzug propagiert sie moralischen Verfall und Satanismus.

Kein Wunder, dass es in ihrem Video „Die young“ (passend zum letzten Schulmassaker) nur so vor okkulten Symbolen wimmelt. Am unmissverständlichsten ist dabei das umgedrehte Kreuz Satans.

Die young Satanic Cross_1

Die young Satanic Cross_2

Im Video zerschlagen Kesha und ihre Schergen die Inneneinrichtung einer Kirche und transformieren sie in einen okkulten Tempel. Ein Pentagramm mit der Spitze nach oben wird in der anschließenden Szenarie prominent über Kesha’s Kopf platziert, was die Erleuchtung durch Luzifer symbolisiert.

Die young Luzifers Kirche

An Pyramiden darf es natürlich genauso wenig fehlen.

Die young Pyramide

Die young Pyramide Eye_1

Die young Pyramide Eye_2

Bei Live-Auftritten wird ebenfalls mit Freimaurersymbolen um sich geworfen. Man beachte dabei auch die einäugigen Pyramiden auf den Röcken der Tänzer.

Kesha Pyramid

Fehlt noch die Betonung des allsehenden Auges mit einer 5-6-Handgeste.

Auge im V

Und natürlich die Hand mit Auge plus Augenbetonung.

Blue Eye Hand

Richtig widerwärtig sind die Anspielungen auf Sodomie. Spätestens hier sollten sich Eltern fragen, ob sie ihre Kinder weiterhin dem MTV-Programm aussetzen wollen.

Kesha Sodomie

Und das ist bei weitem nicht die einzige Anspielung auf sexuelle Perversion.

Kesha Sex Magick

Das folgende Video geht noch einmal genauer auf die Details sowie die Songtexte ein. Die letzte Minute kann man allerdings getrost skippen, da am Ende das übliche Gelaber von christlicher Erlösung kommt. Es gibt einen viel einfacheren Weg, dem Treiben der Satanisten Einhalt zu gebieten: Hört einfach auf, deren Produkte zu kaufen und zu konsumieren. Man stelle sich vor, es ist ein Kesha-Konzert und niemand geht hin – so einfach ist das!

Wir respektieren die religiösen Gefühle anderer, jedoch müssen wir uns von der Heilsbotschaft am Ende des Videos ausdrücklich distanzieren, um unsere Objektivität zu wahren. Der Grund, warum wir das Video dennoch zeigen, ist die Fülle an Details, die zweifelsohne richtig interpretiert werden.

Videoanalyse: Kyary Pamyu Pamyus Illuminaten Alptraum

Kyary Pamyu Pamyu ist ein japanisches Model und begann 2011 zusätzlich eine Musikkarriere. Ihre Musikvideos strotzen nur so vor Freimaurersymbolen.

Das Video zu ihrer Single „Tsukematsukeru“ beginnt z.B. mit einer Freimaurerbibel, auf der ein allsehendes Auge sowie zwei Kuben abgebildet sind. Die Kuben zeigen nach unten und oben.

Eye on Book

Gleich nach dieser Eröffnung sieht man Kyary auf einem Thron mit Krakenarmen sitzen. Cthulhu lässt grüßen. Zu ihrer Linken und Rechten tanzen derweil zwei Repräsentationen Satans vor den Säulen Jachin und Boas.

Säulen und Löwen

Im Hintergrund laufen hypnotische Symbole, darunter Pyramiden. Man beachte auf folgendem Bild zudem die Baphomet-Geste sowie den herzförmigen Lippenstift. Letzterer erinnert an die rote Königin aus „Alice im Wunderland“, was als Hinweis auf Mind Control gewertet werden kann.

Pamyumet_0

Sig-Runen hagelt es ebenfalls.

Sig Runen_1

Sig Runen_2

Die Geste „Wie im Himmel so auf Erden“ gehört ebenfalls zu Kyarys Programmierung.

As above so Pamyu

Selbige Symbolik findet sich noch einmal auf ihren herzförmigen Kontaktlinsen.

As above so below Hearts

Die Schulterstücke des Kleids in der zweiten Videohälfte erinnern stark an Mickey Maus-Ohren, was für eine Disney-Programmierung spricht. Als wahrscheinliches Mind Control-Opfer wurde Kyary selbstverständlich auch auf die üblichen Gesten gedrillt. Darunter das V für römisch 5 und hebräisch 6.

56 Hände

Und natürlich der allseits beliebte Baphomet.

Pamyumet_1

Pamyumet_2

Im Hintergrund gibt es dann noch einmal ein hypnotisches Schachbrettmuster und zwei Hände mit Augen.

Augenhände

Später wird der Hintergrund ein weiteres Mal ausgetauscht. Zu sehen sind zwei Leuchttürme, die Kyary illuminieren. Zudem sieht man Karten mit Kreisen, Kreuzen, Wellenlinien und Pentagrammen durch’s Bild fliegen. Diese werden in der Regel bei parapsychologischen Tests, aber auch bei Mind Control-Experimenten verwendet.

Leuchttürme

Bereits auf dem letzten Bild war ein Saturn zu sehen. Dieser kommt am Ende noch einmal in Großaufnahme, während das okkulte Buch vom Anfang einfliegt.

Saturn Book