Videoanalyse: Kombikreist lebt nach seinen eigenen Regeln

Provokant war Combichrist schon immer, aber zumindest musikalisch war die norwegische Band aus dem Bereich Aggrotech durchaus nicht uninteressant. Inzwischen hat sich der Stil jedoch stark gewandelt und der Bandgründer Ole Anders Olsen alias Andy LaPlegua stellt seinen satanistischen Glauben immer schamloser zur Schau. Albentitel wie „Tonight We Are All Demons“ (2009) oder „Making Monsters“ (2010) gehen schon stark in diese Richtung, aber den Vogel abgeschossen hat er mit seinem Video zur Single „My Life My Rules“.

Erschienen ist die Single zusammen mit dem Album „This Is Where Death Begins“ im Jahr 2016. Auf dem Cover sind zwei Schlangen zu sehen, wie sie um eine Frau (vermutlich Eva) herum züngeln, deren linkes Auge betont wird. Die Botschaft dürfte jedem klar sein, der sich auch nur ansatzweise mit der Vertreibung aus dem Paradies auskennt.

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Der Titel „My Life My Rules“ klingt schon irgendwie nach Aleister Crowleys Leitspruch „Tu, was du willst!“ Ein Freibrief für jeden Satanisten, hemmungslose Orgien zu zelebrieren und andere abzuschlachten. Genau darum geht es im Video, in dem LaPlegua nach einer Orgie mitten in einem Berg von Frauenleichen erwacht. Auf seinem rechten Arm ist deutlich ein Pentagramm-Tattoo zu erkennen.

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Offensichtlich ist hier ein satanistisches Opferritual abgelaufen, was durch die schnell hintereinander eingeblendeten Symbole unterstrichen wird. In kurzer Abfolge sind ein Baphometschädel, eine Schlange und ein menschlicher Totenkopf zu sehen. Bei der Schlange sollte beachtet werden, dass sie von Lichtstrahlen umgeben ist, womit klar sein dürfte, dass hier der Lichtbringer Luzifer gemeint ist.

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In unmittelbarer Nähe findet LaPlegua einen Erhängten, dem er erst einmal die Klamotten klaut. Der Tod durch Erhängen ist eine typische Hinrichtungsmethode der Freimaurer, bei denen bereits jeder Anwärter während der Einführung in die Loge einen Galgenstrick um den Hals gelegt bekommt. Keine reine Dekoration, wie u.a. schon Roberto Calvi erfahren musste.

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Nachdem der blutüberströmte Täter von ein paar Jugendlichen entdeckt wird, darf sich in der folgenden Einstellung erst einmal die Band austoben. Anschließend wird in einer Rückblende erzählt, was in der vergangenen Nacht geschehen ist. Die Frauen sind zunächst noch am Leben und tanzen mit Geweihen und Widderhörnern um ein Feuer. Die Szene hat etwas von einem Hexensabbat.

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Dann taucht ein Mann in einem Priesterkostüm auf. Damit wird das Christentum verhöhnt, denn der Mann ist alles andere als ein Diener des Herrn. Er tauft die Frauen auch nicht in Wasser, sondern in Feuer, was eine Umkehrung der Werte bedeutet.

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Ein weiterer Herr mit langem Bart tritt als Schlangenträger auf.

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Der Mann im Pfaffenkostüm gehört ebenfalls zur Bruderschaft der Schlange und züngelt mit den Viechern herum, ehe er sie an die Damen überreicht. Das Tattoo „Soul“ an seinen Fingern ist übrigens auch ganz interessant.

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Die Hexen üben sich ebenfalls in der Rolle der Schlangenträgerin, wobei es immer wieder zu sexuellen Anspielungen kommt.

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Nachdem die Frauen offenbar eine halluzinogene Flüssigkeit getrunken haben, erscheint zum Schluss noch Satan auf der Party.

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Die Hexen menstruieren bei dem Anblick aus den Augen, wobei diese schon ziemlich besessen wirken. Von allen Frauen dürfte die Blonde mit den Widderhörnern wohl am ehesten nach Satans Geschmack sein.

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Bei genauerem Hinsehen handelt es sich jedoch nicht um den Teufel, sondern um Andy LaPlegua, wie man an den Tattoos erkennen kann. Er hat zudem wenig sexuelles Interesse an den Satanistinnen, sondern beginnt sofort damit, ihnen die Kehlen durchzuschneiden.

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Die Dame mit der Dornenkrone, die als einzige keine Hörner trägt, dürfte übrigens wieder eine Verhöhnung des Christus darstellen.

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Die Asiatin erwischt LaPlegua mit der Machete.

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Als sie noch am Leben war, tanzte sie mit Katzenköpfen auf den Titten herum. Möglicherweise soll hier eine Sexkätzchenprogrammierung angedeutet werden.

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Insgesamt macht das Video einen total kranken Eindruck. Die satanistische Symbolik ist ebenso offensichtlich wie die Verherrlichung von Menschenopferungen. Die Darstellerinnen haben die Dreharbeiten selbstverständlich überlebt, denn sonst wäre das Video als Snuff-Film indiziert worden. Dennoch stellt sich die Frage, wie weit Ole Anders Olsen in den Satanismus involviert ist? Denn eines steht fest: Mit solchen Darstellungen scherzt man nicht. Schon gar nicht in Zeiten, in denen ständig neue Skandale um Kindesmissbrauch und rituelle Morde Schlagzeilen machen.

Solche Videos vermitteln, dass Hexensabbate und Ritualmorde cool sind. Das allein ist schon schlimm genug, aber noch schlimmer ist die Tatsache, dass derartiges von den Fans auch noch gefeiert wird als wäre es das Normalste der Welt. Allerdings dürfte sich der Fankreis inzwischen ohnehin geändert haben, seit Combichrist von Aggrotech auf Metal umgestiegen ist.

Wie rechts ist die AfD?

Zu ihrer Gründungszeit war die AfD unter dem Ökonomen Bernd Lucke vor allem eine neoliberale Partei. Sie hatte zwar schon damals rechtspopulistische Tendenzen, war aber noch weit entfernt von anderen europäischen Rechtsparteien wie dem französischen Front National oder der polnischen PIS. Dann kam es ab März 2015 zum großen Bruch, da in der Erfurter Resolution des rechtsextremen Parteiflügels der Rassismus offen zutage trat. Über 1.600 AfD-Mitglieder hatten die Resolution unterzeichnet und obwohl der Weckruf von Noch-Parteichef Lucke rund 4.000 Unterstützer fand, unterlag er beim Wahlparteitag dem rechten Parteiflügel. Schlussendlich verließen die führenden Köpfe des neoliberalen Flügels die AfD und gründeten ihre eigene Partei ALFA (Allianz für Fortschritt und Aufbruch).

Trotz des Weggangs von Bernd Lucke, Hans-Olaf Henkel und Joachim Starbatty gibt es nach wie vor einen neoliberalen Kern in der AfD, womit diese gewiss keine Partei der kleinen Leute ist. Die Oberhand hat aber nunmehr der rechte Flügel um Frauke Petry, Jörg Meuthen und Beatrix von Storch. Die Vorsitzende Petry knüpfte u.a. Kontakte zur rechtsextremen FPÖ in Österreich und zusammen mit Beatrix von Storch wollte sie die Jagdsaison auf Flüchtlinge eröffnen.

In Baden-Württemberg stellte sich Petry zuletzt hinter den Holocaustleugner Wolfgang Gedeon. Dieser AfD-Landtagsabgeordnete fiel immer wieder durch judenfeindliche Äußerungen auf und bezog sich dabei sogar auf die gefälschten „Protokolle der Weisen von Zion“. Das ist schon nicht mehr rechtspopulistisch, sondern rechtsextrem, was sogar dem baden-württembergischen Fraktionsvorsitzenden Meuthen zu weit ging. Er wollte Gedeon aus der Fraktion ausschließen, verfehlte dabei aber die nötige Zweidrittelmehrheit in der Fraktion.

Am 21. Juni 2016 votierten von den insgesamt 23 Abgeordneten 9 für den Verbleib von Gedeon, was für die zunehmend rechtsextreme Ausrichtung der Partei spricht. Die AfD-Fraktion im Stuttgarter Landtag zerbrach schließlich, als Meuthen mit 12 weiteren Mitgliedern die Fraktion verließ. Obwohl die AfD so zerstritten ist, wie keine andere Partei in Deutschland, hat ihr dieser Rückschlag laut Umfragewerten kaum geschadet. Wie hirngewaschen muss man sein, um derartiges Machtgerangel als gut für Deutschland wahrzunehmen?

Ebenso wie die innere Zerrissenheit lassen sich auch die offen rechtsextremen Auswüchse der Alternativlosen kaum noch wegleugnen. Am auffälligsten ist dabei der Thüringer Landes- und Fraktionsvorsitzende Björn Höcke, welcher Sätze schon mal mit den Worten „Wollt ihr den totalen…“ beginnt. Seine Hasspredigten gegen Flüchtlinge und den Islam haben längst die Grenze zur Volksverhetzung überschritten und ihn rettet einzig noch seine Abgeordnetenimmunität vor der Strafverfolgung.

Wann immer Höcke seine Goebbelsschnauze aufreißt, kommt nur brauner Dreck heraus. Diesen setzt er gerne bei der Blauen Narzisse ab, einem identitären Magazin der neuen Rechten. Sogar für NPD-Magazine schrieb Höcke schon, allerdings unter dem Pseudonym Landolf Ladig. So verwundert es auch nicht, dass bei AfD-Kundgebungen in Thüringens Landeshauptstadt Erfurt die „besorgten Bürger“ keine Berührungsängste mit den Neonazis von NPD und III. Weg haben.

Landolf Ladig, NS-Verherrlicher

Zum Repertoire des Faschisten Höcke zählen auch Provokationen unter der Gürtellinie. So wollte er zum Holocaustgedenktag am 27. Januar 2015 einen Kranz an der KZ-Gedenkstätte Buchenwald niederlegen, der den Opfern des sowjetischen Speziallagers nach 1945 geweiht werden sollte. Dass es sich bei den Inhaftierten fast ausschließlich um Naziverbrecher und Aufständische des alten Regimes handelte, muss dem ehemaligen Geschichtslehrer dabei bewusst gewesen sein. Zum Glück wurde die entsprechende Aufschrift vom Leiter der Gedenkstätte untersagt und so stand schlussendlich nur „In stillem Gedenken“ auf dem Kranz der AfD. Ein stilles Gedenken, was aber eben nicht den Opfern des NS-Vernichtungsterrors gilt, sondern den Tätern.

In Thüringen ist die AfD längst zur Speerspitze der extremen Rechten aufgestiegen, auch wenn dies einige AfD-Politiker wie Wiebke Muhsal immer noch nicht wahrhaben wollen. Drei andere Landtagsabgeordnete haben die Partei und Fraktion indessen längst verlassen. Der ehemalige AfD-Abgeordnete Oskar Helmerich warnte inzwischen sogar, Höcke wolle einen Führer-Staat.

Quelle:

Ähnlich sieht es auch in Sachsen-Anhalt aus, wo André Poggenburg die Fraktion im Landtag anführt. Hier hatte die AfD im März 2016 mit 24,2 % ihr bisher bedenklichstes Wahlergebnis erzielt. Ein Jahr zuvor zählte Poggenburg mit Höcke zu den prominentesten Unterzeichnern der Erfurter Resolution. Die beiden verstehen sich gut und sie haben auch einen gemeinsamen Freund, der zwar kein AfD-Mitglied ist, aber zu den wichtigsten Unterstützern der Partei zählt. Die Rede ist von Götz Kubitschek.

Kubitschek machte sich vor allem im Wahlkampf verdient, ebenso wie seine Frau Ellen Kositza, welche die Ausgestaltung einiger Wahlkampfmaterialien übernahm. Seinen Lebensunterhalt verdient er allerdings als Herausgeber der rechtsintellektuellen Zeitschrift „Sezession“, die in seinem eigenen Antaios-Verlag erscheint. Die Autoren stammen aus dem Umfeld der Identitären Bewegung, zu der die AfD in Sachsen-Anhalt enge Kontakte pflegt. So trat der Landtagsabgeordnete Jan Wenzel Schmidt schon als Redner auf Antiflüchtlingskundgebungen der Identitäten auf.

Wie bei den Identitären findet sich auch beim Antaios-Verlag okkulte Symbolik. Das Logo des Verlages wird von einer Schlange geziert, welche an das Zeichen des Goa’Uld-Systemlords Apophis erinnert.

Verlag Antaios

Es kommt aber noch besser. Kubitschek gehört nämlich auch dem rechtsextremen Institut für Staatspolitik an, dessen Expertise er der AfD-Landtagsfraktion gleich nach der Wahl anbot. Am 5. Oktober 2013 tagte dieser faschistische Think Tank im Berliner Logenhaus, wo auch der Antaios-Verlag mit einem Stand vertreten war. Das satanistische Verlagslogo ist also kaum ein Zufall. Erinnern wir uns diesbezüglich, dass auch der brandenburgische Gauleiter Gauland 2015 mit dem ebenfalls rechtsextremen Think Tank der Staats- und Wirtschaftspolitischen Gesellschaft (SWG) in einer Hamburger Freimaurerloge tagte.

Als wären die Verbindungen der Neurechten und Identitären zur Freimaurerei nicht schon gruselig genug, findet Kubitschek darüber hinaus Gefallen am NATO-Terrornetzwerk Gladio. Als Journalisten der Frankfurter Allgemeinen Zeitung im Frühjahr 2016 sein Rittergut in Schnellroda besuchten, entdeckten sie in Kubitscheks Bücherregal neben den Memoiren von Leni Riefenstahl auch ein Buch von Karl-Heinz Hoffmann. Ja, es handelt sich dabei um den Leiter der verbotenen Wehrsportgruppe Hoffmann, welche 1980 den Anschlag auf das Münchner Oktoberfest verübte.

Quelle

In den Reihen der AfD-Sympathisanten und Förderer steht Kubitschek mit dieser Meinung keineswegs allein da. Jürgen Elsässer, der Herausgeber des rechtspopulistischen Verschwörungsmagazins Compact, hatte Karl-Heinz Hoffmann sogar schon zu sich eingeladen. Ganz so, als ob Hoffmann die historische Wahrheit über seine einstige Terrororganisation ausplaudern würde, um dafür lebenslänglich hinter Gitter zu wandern oder gar seine Ausschaltung durch die Geheimdienste zu riskieren. Einem Gladio-Terroristen und überzeugten Hitlerfaschisten bietet man einfach keine Plattform! Außer natürlich, man sympathisiert mit ihm.

Der einstige Marxist Elsässer ist inzwischen nicht einmal mehr Rechtspopulist, sondern knallharter Rechtsextremist. Vielleicht mag er sich selbst immer noch als linken Querfrontler sehen, doch seine eigenen Aussagen sowie seine politischen Kontakte strafen ihn dabei Lügen. Auf der Wahlparty der AfD Sachsen-Anhalt konnten sich Elsässer und Kubitschek direkt die Klinke in die Hand geben.

Es lassen sich noch zahlreiche weitere Beispiele für die Verbindungen der AfD zur extremen Rechten aufzählen. Unter anderem halten sich vor allem die ostdeutschen Landesverbände absolut nicht an den Parteibeschluss, keine Überläufer von der NPD und anderen Naziparteien aufzunehmen. Abschließend bleibt festzustellen, dass die AfD keine Alternative ist. Wer AfD wählt, wähl keinen Protest, sondern das 4. Reich. Es gibt zwar noch einen nationalkonservativen sowie neoliberalen Parteiflügel, welcher vor allem in den westlichen Bundesländern vorherrschend ist, doch auch eine zweite CDU ist keine Alternative für Deutschland und schon gar nicht für die Arbeiterklasse.

Auf die elitäre sowie rechtsextreme Ausrichtung des Landesverbandes von Mecklenburg-Vorpommern werden wir in einem Wahlspezial noch genauer eingehen.

Quelle: Der rechte Rand (Nr. 160, Mai/Juni 2016)

Schlangengrube Disneyland

Das satanistischste Filmstudio der Welt ist erwartungsgemäß eine wahre Schlangengrube. Bereits 1963 wurde der vornehmlich jungen Zielgruppe in „Die Hexe und der Zauberer“ (Originaltitel: „Merlin and Mim“) eine Hexe präsentiert, welche sich in eine Schlange und einen Drachen verwandeln konnte.

Schlange Mim

Am bekanntesten dürfte wohl die Schlange Kaa aus der „Dschungelbuch“-Verfilmung von 1967 sein. Eine Fähigkeit dieser Schlange ist es, ihre Opfer hypnotisieren zu können. Es könnte wohl kaum eine bessere Parabel auf die Realität geben, denn gerade durch Filme werden Menschen einer leichten Hypnose ausgesetzt. Auf diese Weise können sowohl offensichtliche als auch unterschwellige Inhalte in das Denken der Zuschauer implantiert werden. Die meisten Menschen merken nicht einmal, wie sie manipuliert werden und sich die Schlinge immer enger zieht.

Schlange Kaa

In Disneys „Robin Hood“ von 1973 wird der König von der Schlange Sir Hiss beraten. Die eigentliche Macht geht also gar nicht vom König aus, denn der wird von einer Schlange manipuliert. Disney macht wirklich Nägel mit Köpfen…

Schlange Sir Hiss

Der Knaller ist allerdings Dschafar aus der „Aladin“-Verfilmung von 1992. Dieser reptiloide Gestaltwandler, der sich in eine Kobra verwandeln kann, behauptet von sich selbst, das mächtigste Wesen auf Erden zu sein. Er hätte sich auch gleich als Satan vorstellen können.

Schlange Dschafar_1

Schlange Dschafar_2

In der Serie „Aladin“ verwandeln sich der Protagonist und seine Geliebte gar selbst in Schlangenwesen.

Schlange Aladin

In „Küss den Frosch“ von 2009 wird nicht nur ein Frosch geküsst, sondern auch die Schlange Juju von der Voodo-Priesterin Mama Odie abgeknutscht. Ja, die Okkultisten lieben ihre Schlangen. Wir erinnern uns an Loana Petrucciani.

Schlange Juju

Sünde in Serie

Es dürfte einige überraschen, dass sich die Schlange Luzifer nicht nur in Horrorserien herumtreibt. Der Sender Sixx bewarb die Ausstrahlung der Serie „Desperate Housewifes“ mit einer Anspielung auf den Sündenfall.

Sündenfall auf Sixx

Die Box zur zweiten Staffel war sogar noch etwas konkreter und zeigte die Hausfrauen mit angebissenen Äpfeln. Auf der Rückseite war schließlich Eva zu sehen, womit jeder Interpretationsspielraum ausgeräumt wäre.

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Dieses Beispiel soll natürlich nicht andeuten, dass die Schlange einen Bogen um Horrorserien machen würde. Das Cover der dritten Staffel von „American Horror Story“ zeigt eine Schlange, die durch drei weibliche Münder kriecht. Aus diesen Frauen spricht also Luzifer. Um den satanistischen Eindruck dieser Serie abzurunden, zeigt ein anderes Werbeplakat einen Mund, aus dem ein Teufelshorn wächst.

American Horror Story

Das Schlimmste ist jedoch, dass auch Kinderserien von Schlangen durchseucht sind. Darunter die Nickelodeon-Serie „Sanjay and Craig“.

Sanjay and Craig

Es zischt in der Pop-Okkultur

Tiamat haben sich nach der sumerischen Schöpferschlange benannt. Da die Bandmitglieder bekennende Satanisten sind, wird hier eine Verbindung zur Schlange in der Genesis angedeutet.

Tiamat - Prey

Die Band Nidhoeggr hat sich indes nach der Schlange aus der nordischen Mythologie benannt. Die Baphomet-Geste offenbart jedoch, dass es sich genauso gut um Luzifer handeln könnte.

Nidhoeggr

Die Reptilienjugend klingt fast nach einer Jugendorganisation der Bruderschaft der Schlange.

Reptile Youth Logo

Ähnlich sieht das Bandlogo von Whitesnake aus.

Whitesnake Logo

Die weiße Schlange gibt es auch in der Kombination mit dem Apfel als Symbol für den Sündenfall.

Whitesnake Apple

Das Album „Serpent Temptation“ von Incubus ist ebenfalls ein klassischer Sündenfall.

Incubus - Serpent Temptation

Eva wurde zwar von der Schlange verführt, hat sie im Gegensatz zu Loana Petrucciani jedoch nie geküsst. Ein ziemlich eindeutiges Ritual.

Loana Petrucciani Serpent Kiss

Bei Combichrist wird ebenfalls mit Schlangen gekuschelt. Eva darf dabei aber nur ihr Horusauge zeigen.

Combiluzifer

Nur eine von „7 tödlichen Sünden“.

7 Deadly Sins

Eisbrecher kommt ebenfalls nicht ohne aus, wobei der Albumtitel „Sünde“ ein ziemlich eindeutiger Verweis auf Luzifer ist.

Eisbrecher Sündenschlange

Zuweilen beißt auch die Schlange in den Apfel. Bei Silver Horses kommt noch eine Anspielung auf den Dollar hinzu, der wie kaum eine andere Währung zur Sünde verleitet.

Silver Horses Schlangencover

Eine wahre Schlangenfundgrube sind die Alben von X-Fusion.

X-Fusion - Ultima Ratio

Lil Wayne umgibt sich nicht nur mit Schlangen, den Augen nach wäre er am liebsten selbst eine. Wie die Augen deutet auch der Rauch aus dem Mund eine dämonische Besessenheit an. Unter den Augen finden sich indes Tränentattoos, die es eigentlich nur für Knastis gibt, die schon mal jemanden umgebracht haben.

Lil Repto

Es ist zu bezweifeln, dass Liebe kälter ist als der Tod.

Love Is Colder Than Death Logo

Das „Venom“-Cover von Bullet for my Serpent bietet einen ähnlichen Anblick, wahlweise in Schwarz oder Weiß.

Bullet for my Serpent

Harvey Mandel hatten wir bereits vor dem Schachbrettmuster der Freimaurer. Auf folgendem Bild geht’s noch einen Schritt weiter in die Schlangengrube.

Harvey Mandel - Snakes & Stripes

Und noch einmal Harvey Mandel mit „The Snake“.

Harvey Mandel The Snake Front

Die Schlange Luzifer darf natürlich auch nicht in der Techno-Szene fehlen.

Hellraider

Thunderdome VII

Hier noch einige weitere Beispiele:

Stratovarius - Fright Night (1989)

Axel Rudi Pell Nasty Reputation

Satyricon Schlange

4 Play Snakes

Ghost Dance Snakes

Müsste sich die Medusa nicht in Stein verwandeln, wenn sie in den Spiegel blickt?

Barrabas - watch out

Die Schlange – Ist Luzifer ein Goa’uld?

von Shinzon

Die Schlange ist im Okkultismus ein weit verbreitetes Symbol und ihrerseits Teil von Symbolen wie der Ouroboros oder dem Hermesstab. Letzterer hat seinen Ursprung im antiken Mesopotamien und soll angeblich das geheime Ordenssymbol der Bruderschaft der Schlange sein.

Bruderschaft der Schlange

Warum die Schlange im heutigen Satanismus verehrt wird, lässt sich ganz einfach anhand der Schöpfungsgeschichte der Bibel nachvollziehen. In der Genesis verleitet eine Schlange Eva dazu, die Früchte vom Baum der Erkenntnis zu essen. Der klassische Sündenfall, der zum Verlust der Unsterblichkeit und der Verbannung aus dem Paradies führte. Die Verbindung der Schlange zu Luzifer ist übrigens eine moderne Deutung.

"Der Sündenfall" (Michelangelo)

„Der Sündenfall“ (Michelangelo)

Da das alte Testament zu einem großen Teil auf dem sumerischen Gilgamesh-Epos basiert, verwundert es nicht, dass dort ebenfalls eine Schlange zu finden ist, die dem Helden Gildgamesh die Unsterblichkeit stiehlt. Ihm ergeht es damit ähnlich wie Adam und Eva. Die Rahmenbedingungen sind zwar andere, dennoch sind die Parallelen nicht zu übersehen.

Die sumerische Schlangengöttin Tiamat tritt derweil neben ihrem Gefährten Apsu sogar als Schöpfergottheit auf. Als Apsu die lärmende Menschheit auslöschen will, zeigt sich Tiamat nachsichtig, womit die Schlange hier als Fürsprecherin der Menschheit auftritt.

Tiamat

Tiamat

Der biblischen Schlange nicht unähnlich ist des Weiteren die Schlange Nidhöggr (altnordisch für „der hasserfüllt Schlagende“), welche in der nordischen Mythologie am Fuße des Weltenbaums Yggdrasil wohnt und die Toten peinigt. Hier steht ebenfalls eine negativ charakterisierte Schlange bzw. ein schlangenähnlicher Drache in Verbindung mit einem heiligen Baum. Auch ohne Sündenfall sind die Parallelen abermals verblüffend.

Nidhöggr

Über die Rolle des Luzifers lässt sich natürlich vortrefflich streiten. War er, wie der griechische Gott Prometheus, ein Wissensvermittler, der die Menschen aus der Knechtschaft Gottes befreite? Aus prä-astronautischer Sicht könnte Luzifer durchaus ein Rebell aus den Reihen der Reptiloiden gewesen sein. Ebenso gut könnte er den Menschen aber auch gerade genug Wissen vermittelt haben, damit sie zur Sklaverei taugten.

In jedem Falle kommt den Schlangenanbetern okkulter Geheimlogen eine negative Rolle zu, da sie ihr Wissen geheim halten, während sie die unwissenden Massen in ihrem Sinne mit Halbwissen manipulieren. Diese Methode hat Tradition und reicht bis ins Reich der Pharaonen zurück. Diese trugen als Teil des Kopfschmucks stets eine Schlange an der Stirn. Dies könnte ein Hinweis darauf sein, dass ihr Verstand von Reptiloiden oder Schlangenwesen kontrolliert wurde.

Pharao Schlange

Die Schöpfer der TV-Serie „Stargate“ nahmen das sehr wörtlich und interpretierten die Schlange als parasitäre Spezies der Goa’uld, die sowohl von menschlichen als auch von reptiloiden Wirten Besitz ergreift. Das könnte der Wahrheit durchaus nahe kommen, denn tatsächlich gibt es auch auf der Erde Parasiten, die den Verstand ihrer Wirte manipulieren. Darunter der Erreger Toxoplasmose, der Ratten in den Selbstmord treibt. Die Ratten lassen sich einfach von Katzen fressen, welche die eigentlichen Wirte der Toxoplasmose sind. Bei Menschen kann der Erreger ebenfalls Depressionen erzeugen, die bis hin zum Suizid reichen können.

Es wäre also absolut möglich, dass ein ausreichend intelligenter Parasit die Kontrolle über einen Menschen erlangen könnte. In „Stargate“ gibt es dabei sowohl die bösartigen Goa’uld als auch die positiven Tok’ra, die eine eher freundschaftliche Symbiose mit ihren Wirten eingehen. Während die Goa’uld die Menschheit einst versklavt haben, treten die Tok’ra als Alliierte der Menschheit auf. Dafür wurden sie von den Systemslords verstoßen wie einst Luzifer von Gott.

Goauld Larve

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass die Schlange eine eher negative Rolle spielt, insbesondere was den modernen Satanismus angeht. Okkultisten beten die Schlange einerseits als Repräsentation des biblischen Luzifers an und tatsächlich kommen Schlangen bzw. Drachenwesen in mehreren Kapiteln des Alten und Neuen Testament immer wieder als Repräsentation Satans vor. Andererseits ist die Schlange aber auch Ausdruck eines allgemeinen Reptiloidenkultes, wie er in zahlreichen Kulturen zu finden ist. Wie bereits erwähnt sind Schlangen Teil der nordischen und ägyptischen Mythologie, finden sich aber ebenso im antiken Mesopotamien, Kanaan und Griechenland.

In all diesen Kulturen stehen Schlangen meist für die Mächte des Bösen, des Chaos und der Unterwelt. Zuweilen gelten sie jedoch auch als Symbole der Fruchtbarkeit, des Lebens und der Heilung. Letzteres findet sich z.B. beim Äskulapstab, der vom griechischen Gott der Heilkunde abgeleitet ist und bis heute als Symbol des ärztlichen sowie pharmazeutischen Standes gilt.

Äskulap

Eine ebenso positive Rolle spielen Schlangen in den Kulturen der nordamerikanischen Stämme, darunter der Hopi und Natchez. Gleiches gilt für die Drachen in der chinesischen Kultur, die seit jeher als Wissensbringer verehrt werden. Zu guter letzt wäre da noch die Regenbogenschlange der Aborigines in Australien, welche die Landschaft erschuf und lediglich Gesetzesbrecher straft. Interessanterweise gibt es bei einigen afrikanischen Völkern ebenfalls einen Regenbogengott namens Ashanti, welcher oft in der Gestalt einer Schlange dargestellt wird. Es muss also einst Kontakte zwischen den beiden Kontinenten gegeben haben.

Regenbogenschlange (Australien)

Regenbogenschlange (Australien)

Einmal gut, einmal böse – die Schlangenwesen, von denen uns antike Kulturen berichten, sind im wahrsten Sinne des Wortes doppelzüngig. Dementsprechend wurden sie sowohl gefürchtet als auch verehrt. Doch handelt es sich nur um reine Mythologie oder gibt es einen realen Kern hinter alledem? Einen deutlichen Hinweis darauf, dass mehr an der Sache dran sein muss, bieten die weltweite Verbreitung von Schlangenkulten sowie deren Ähnlichkeit.

In Lateinamerika verehrten die Azteken die menschenfressende Schlange Quetzalcoatl, während die Maya der gefiederten Schlange Kukulkan ebenso blutrünstige Menschenopfer erbrachten. Die Parallelen zu den schaurigen Opferritualen des modernen Satanismus sind erschreckend, obgleich diese heute im Verborgenen stattfinden, während die Maya und Azteken ihre Opferzeremonien in aller Öffentlichkeit vollführten.

Quetzalcoatl

Quetzalcoatl

Es gibt sogar Vermutungen, dass sowohl antike Kulturen als auch okkulte Geheimgesellschaften von einer Allianz aus Grey, Reptiloiden und Schlangenwesen gegründet wurden, welche die Menschheit in Sklaverei halten. Thulsa Doom lässt grüßen.

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Der Schlangenfürst aus „Conan, der Barbar“ erinnert wiederum stark an die Nagas aus der hinduistischen Mythologie. Diese waren ebenfalls für ihre magischen Fähigkeiten bekannt und konnten jederzeit menschliche Gestalt annehmen, um unerkannt unter den Menschen zu wandeln. Gestaltwandelnde Reptiloide sind also keineswegs eine Erfindung von Hollywood oder David Icke, sondern waren schon vor Jahrtausenden bekannt.

Die Darstellungsformen der Nagas reichen von Schlangenwesen über Menschen mit Schlangen köpfen bis hin zu Schlangenwesen mit menschlichem Oberkörper. Einige der Schlangenwesen tragen eigene Namen und werden zum Teil als Gottheiten verehrt. Darunter Manasa und Shesha. Verbreitet ist der Naga-Kult nicht nur in Indien, sondern auch in Nepal, Tibet, Südostasien, auf Borneo, den Sunda-Inseln, Java und Bali.

Nagas

John dies at the End – Und nimmt zu Beginn Drogen

von Shinzon

„John dies at the End” ist, ähnlich wie „Fear and Loathing in Las Vegas“, eine Romanverfilmung, in der es vordergründig um einen Drogentrip geht. Doch auch dieser Film strotzt bei genauerer Betrachtung nur so vor okkulter Symbolik und dämonischen Einflüssen. Beide Filme handeln vom drogeninduzierten Abstieg in die Hölle.

Die erste Minute des Streifens kann man gleich überspringen, denn sie zeigt lediglich einen zusammenhangslosen Axtmord. In der nächsten Szene trifft sich David Wong (Chase Williamson) mit dem Reporter Arnie Blondestone (Paul Giamatti) in einem China-Restaurant und schildert diesem rückblickend seine Drogenkarriere. Diese liegt offensichtlich in der Familie, denn Dave beschreibt seine Mutter als crackabhängige Kannibalin, die sich mit Nekromantie und Vampirismus beschäftigt hat. Beste Voraussetzungen also.

Seine eigene Geschichte beginnt Dave mit einem Anruf seines besten Freundes John Cheese (Rob Mayes). Im Fernsehen läuft gerade eine Sendung über einen Zauberkünstler namens Marconi und in der hagelt es bereits die ersten Pyramiden. Zunächst eine ägyptische Pyramide mit illuminierter Spitze, kurz darauf gleich noch eine Maya-Pyramide. Der Film wurde nebenbei bemerkt 2012 uraufgeführt und obwohl der Maya-Kalender keinen Weltuntergang prophezeit, handelt es sich bei diesem Motiv dennoch um einen klischeehaften Hinweis auf die drohende Apokalypse. Doch dazu später mehr.

01_Marconipyramide

02_Mayapyramide

Nachdem John Dave wach geklingelt hat, lädt er ihn zu einem Auftrag ein. Dabei benutzt er eine Codesprache, in der „Morgen ermorden wir den Präsidenten“ so viel wie „Vergiss nicht, unterwegs Bier zu besorgen!“ heißt. Macht voll Sinn, wenn man abgehört wird und keine Aufmerksamkeit erregen will. Es wird ziemlich schnell klar, dass man es bei John mit einer Knallcharge zu tun hat.

Der Auftrag der beiden beginnt sogleich mit einigen Zahlenspielchen. Auf Daves Gewehr findet sich eine Strichliste mit der Zahl seiner Opfer. Es sind 18 Striche und 18 geteilt durch 3 ist 6 6 6.

03_666 Flinte

Auf dem Gewehr findet sich weiterhin die ausgeschriebene Zahl Three/Drei. Diese taucht kurz darauf noch einmal als Hausnummer von John auf. Die 3 steht einerseits für die Dreifaltigkeit und die 33 ist die Anzahl der Freimaurergrade im schottischen Ritus.

04_Hausnummer 3

Die Klientin der beiden wird vom Geist ihres toten Freundes geplagt, doch dann stellen die beiden fest, dass sie selbst ein Geist ist. Kurz nach dieser Erkenntnis bekommen sie es auch schon mit dämonischen Kräften zu tun, die sich zunächst in Form von Schlangen manifestieren.

05_Schlangengrube

Der Türgriff des einzigen Fluchtweges verwandelt sich in einen Penis und das Fleisch aus einer Kühltruhe setzt sich zu einem widerlichen Dämon zusammen, den die zwei mit Hilfe eines Anrufs bei Marconi auflösen.

Selbstverständlich glaubt Blondestone diese abstruse Geschichte nicht. Um die Aufmerksamkeit des Journalisten zu gewinnen, nennt Dave ihm den Inhalt seiner Tasche und trifft auch mit dessen Traum von letzter Nacht ins Schwarze. Die Droge, auf der David ist, lässt ihn nämlich Dinge sehen, die jenseits seiner Wahrnehmung in Raum und Zeit liegen. Wie wenig erstrebenswert diese Bewusstseinserweiterung ist, zeigt der Traum des Reporters, in dem dieser von seiner Mutter mit einer Peitsche aus verknoteten Penissen geschlagen wurde. Aber immerhin hört Arnie ihm nach dieser peinlichen Offenbarung zu.

Nun erzählt David seine Geschichte endlich vom Beginn an, was er auch gleich hätte tun können. Alles fing vor einigen Jahren auf dem Konzert einer befreundeten Band an. Deren Logo besteht aus drei Armen, die eine Pyramide mit einem Auge im Zentrum bilden. Das wichtigste Freimaurersymbol wäre damit abgehakt und wie selbstverständlich steht es im Zusammenhang mit der Musikindustrie.

06_Bandlogo

Auf der Party wird reichlich Alkohol getrunken. In den USA sind die wahlweise blauen oder roten Plastikbecher bereits ein heimliches Symbol für den illegalen Alkoholkonsum unter Jugendlichen, da Personen unter 21 Jahren nicht mit einschlägigen Getränken erwischt werden dürfen.

07_Alkoholbecher

Alkohol ist aber nicht das Heftigste, was auf der Party gereicht wird. Abseits lernt David einen Typen im Jamaika-Look (Tain Bennett) kennen, der schon wie ein Klischeekiffer daher kommt. Seine Droge heißt jedoch nicht Marihuana, sondern Sojasoße und die lässt ihn nicht nur schweben, sondern auch Dinge sehen, die er eigentlich nicht wissen sollte. Woher diese Eingebungen kommen, macht er sogleich mit einer entsprechenden Geste klar.

08_Bob Baphomet

Obwohl die Traumdeutung des Jamaikaners korrekt ausfällt, wendet sich Dave zunächst ab. Die ganze Nummer beunruhigt ihn. Zumal der Junkie ankündigt, dass die USA von einer Atombombe getroffen wird und er weiß, welche Stadt als erste dran glauben muss. Obwohl der Name der Stadt nicht genannt wird, tippen wir einfach mal auf New York. Immerhin wurde ein derartiges Szenario bereits mehrfach in Filmen wie „Know1ng“, „Batman – The dark Knight rises“, „The Divide“, „Man of Steel“ und „Oblivion“ angekündigt. „John dies at the End“ scheint sich nahtlos in diese Liste einzureihen.

Nach der Party läuft Dave ein Hund mit den Namen Bark Lee zu, der später noch eine tragende Rolle spielen wird. Zunächst muss er aber erst mal seinen Rausch ausschlafen. Die Ruhe wird je durch einen Anruf von John unterbrochen, der auf einem schlechten Trip ist und gruselige Kreaturen sieht. Noch glaubt David, dass es sich nur um Halluzinationen handelt.

10_Hirngespinnst

Auf dem Tisch entdeckt er eine Spritze mit einer schwarzen Substanz, die an Black Goo erinnert.

09_Spritze

Er steckt die Spritze ein und fährt mit John in ein Restaurant. Dort erklärt ihm sein Kumpel, dass er das Zeug von einem Robert Marley bekommen hat, also dem Jamaika-Typen auf Party. Während des Gesprächs bekommt Dave einen Anruf von John, der aber direkt vor ihm sitzt. Sein Freund hatte bereits angekündigt, dass er ihn mehrfach angeklingelt hätte und die Telefonate erst noch ankommen werden. Sie sind quasi durch die Zeit gewandert. Nun können Drogen zwar die Wahrnehmung der Zeit verändern, aber nicht die Raumzeit in der Realität beeinflussen. Langsam dämmert Dave, dass mit diesem Zeug etwas nicht stimmt.

Als er mit John weiterfährt, ruft er während einer Fahrpause einen Pfaffen an, um diesen nach Rat zu fragen. Im Verlaufe des Anrufs dringt die Nadel der Spritze versehentlich in Davids Bein ein und infiziert ihn mit der Droge. Während der Pfaffe plötzlich andere Töne anschlägt, erkennt er, dass die Substanz offensichtlich lebt. Damit wird einmal mehr auf das Phänomen des intelligenten Öls angespielt.

12_Sojasoße

Auf der weiteren Fahrt taucht wie aus dem Nichts ein mysteriöser Mann auf der Rückbank auf, der sich als Roger North (Doug Jones) vorstellt und Dave Wong mit einer abartigen Kreatur bedroht. Die Erscheinung sagt ihm, dass er noch eine Aufgabe hätte, die darin bestünde, gegen eine Entität namens Korrok anzutreten. Es gelingt David, den Schattenmann abzuschütteln und dessen Kreatur zu töten. Kurz darauf taucht ein Polizist auf, der die beiden Freunde in Gewahrsam nimmt.

Am nächsten Morgen wird David von Detective Appleton (Glynn Turman) verhört. Dieser offenbart ihm, dass alle Sojasoßekonsumenten von dem Konzert der letzten Nacht verstorben sind. Doch das weiß Wong bereits. Dennoch schockieren ihn die Bilder der förmlich explodierten Drogenopfer. Ebenso schockiert ihn, dass im Nebenraum sein Kumpel Cheese verendet.

An dieser Stelle schwenkt die Handlung kurz in die Gegenwart zurück und Dave zeigt dem Reporter Arnie eine extradimensionale Kreatur im Kofferraum seines Wagens. Zunächst sieht Arnie nur einen leeren Käfig, doch aus dem Augenwinkel erkennt er plötzlich das dämonische Geschöpf, obwohl er die Droge nie genommen hat. Spätestens an dieser Stelle wird endgültig klar, dass das Black Goo die Wahrnehmung tatsächlich erweitert und verborgene Dinge sichtbar macht.

13_Hirngespinnst

Zurück im China-Restaurant fährt Dave mit seiner Geschichte fort. Obwohl sein Kumpel tot ist, bekommt er einen Anruf von ihm. So viel zum Thema Transkommunikation. Jedenfalls teilt John ihm mit, dass die zweite Wache im Vernehmungszimmer kein Mensch ist und er daher unbehelligt fliehen kann. Allerdings muss er noch gegen den Dämon kämpfen und dessen fliegenden Bart abwehren.

Als ob das noch nicht verrückt genug wäre, kann Dave auch mit einem kaputten Handy noch weiter mit seinem toten Freund kommunizieren. Dieser demonstriert ihm, dass er genauso gut mit einem Hot Dog in der Hand telefonieren kann. Mit diesem skurrilen Kommunikationsgerät lotst John ihn zum Trailer von Bob Marley, wo er nicht nur ein merkwürdiges Wesen in einem Aquarium entdeckt, sondern auch seine Zukunft im Fernseher sieht. Darüber hinaus ist die Bude mit einer Todesrune ausstaffiert, welche aus Hanfblättern besteht.

14_Hanfrune

Durch ein Geräusch aus dem Nebenraum aufgeschreckt, wird Dave auf eine weitere Dosis Black Goo in Pillenform aufmerksam. Die beiden Kapseln verwandeln sich in Fliegen und dringen ohne sein Zutun in seinen Kopf ein.

15_Lord of Flies

Während einer außerkörperlichen Erfahrung erlebt David die Produktion einer Pistolenkugel, die Detective Appleton wenige Sekunden später auf ihn abfeuern wird. Bevor es dazu kommt, erklärt der Cop ihm, dass die Soßenopfer von etwas Lebendigem aufgefressen wurden. Als Katholik erkennt Appleton in den extradimensionalen Wesen Dämonen und meint, dass die Hölle die Menschen umgibt und diese sie nur nicht wahrnehmen können.

Die Droge des Jamaikaners hat nun die Barriere zwischen der Hölle und unserer Realität durchbrochen und Appleton gedenkt, die Tür wieder zu schließen. Dafür muss er leider alle töten, die mit dem Black Goo in Berührung gekommen sind, was David wenig begeistert. Der Schuss prallt jedoch an ihm ab, weil bei der Produktion eine Fliege in die Patrone gekrochen ist. Er verdankt sein Leben also dem Herrn der Fliegen.

Als Dave aufwacht, brennt die Wohnung rings um ihn herum. Die Rettung kommt in Form seines Wagens durch die Wand gefahren. Am Steuer sitzt kein geringerer als der Hund, den er in der Nacht zuvor aufgegabelt hatte. Als wäre das noch nicht absurd genug, spricht aus dem Köter sein toter Kumpel John telepathisch mit ihm und erklärt, dass die letzte Welt, die mit dem intelligenten Öl infiziert wurde, nach 100 Tagen komplett zerstört war.

16_Zerstörte Welt

Noch beunruhigender ist die Erkenntnis, dass nicht Dave die Sojasoße nimmt, sondern die Soße ihn nimmt. Das Zeug spielt mit seinen Opfern, bis es sie nicht mehr gebrauchen kann und schlussendlich tötet. Wie sehr die Droge von jemanden Besitz ergreifen kann, zeigt sich bei Justin White (Jonny Weston), der sich neuerdings „Shitload“ nennt. Er hätte sich genauso gut „Legion“ nennen können, denn es sind verdammt viele Dämonen in ihm.

Mit Shitload ist nicht zu spaßen und selbst nach einem Kopfschuss steht er wieder auf. Mit David hat der Untote etwas Besonderes vor und bringt ihn zusammen mit dem wieder auferstandenen John, dem Asiaten Fred (Jimmy Wong) und Amy (Fabianne Therese) zu einem leer stehenden Kaufhaus mit dem bezeichnenden Namen „Mall of the Dead“.

17_Shitload

In der Kaufhalle befindet sich ein Dimensionsportal, welches nur von auserwählten Drogenkonsumenten gesehen werden kann. Das Portal erscheint als grüne Tür, was eine Anspielung auf die Smaragdstadt im „Zauberer von Oz“ sein dürfte. Dieses Kinderbuch des Theosophen Lyman Frank Baum handelt ebenfalls von einer Parallelwelt, in der es jede Menge Anspielungen auf Drogen (z.B. Mohnfelder) gibt.

18_Oz Tür

Mit einer zuvor platzierten Nachricht lockt David Shitload nach draußen, wo Detective Appleton den Dämon erschießt und die Leiche verbrennt. Appleton nimmt die restlichen Kids mit, doch wie sich herausstellt, hat er die Droge ebenfalls genommen. Seine Augen explodieren, das Auto überschlägt sich und kaum haben sich alle Überlebenden aus dem Wrack gerettet, befallen die herausströmenden Dämonen Fred. Es bleibt den anderen nichts weiter übrig, als ihn zu erschießen und zu verbrennen. Eine überflüssige Rolle stirbt einen sinnlosen Tod.

Die verbliebenen Drei beschließen, der Paralleldimension einen Besuch abzustatten. In der Mall of the Dead finden sich bereits entsprechende Symbole, die das Gebäude als Reptiloidenzone kennzeichnen. Auf dem Boden sind mehrere Oktagone aufgemalt, die das Innere eines achtzackigen Isis-Sterns darstellen.

19_Oktagon

John gelingt es nicht, die Geistertür zu öffnen, da er einfach durch sie hindurch greift. An dieser Stelle kommt Amy ins Spiel, die ihre linke Hand verloren hat. Allerdings gilt dies nur für die physische Realität. Auf der astralen Ebene existiert ihre Hand noch und mit dieser kann sie die Tür öffnen. Dabei ist es wohl kein Zufall, dass es ausgerechnet die linke Hand sein musste, denn die drei folgen schon lange dem Pfad zur linken Hand.

20_Astralhand

Obwohl Amy als Einzige die Tür öffnen kann, ist sie gleichermaßen die Einzige, die sie nicht mit bloßem Auge sehen kann. Dies gelingt ihr nur mit einer 3D-Brille, welche ein schwarz/weißes Muster hat. Hier dient das Schachbrettmotiv wieder einmal ganz offensichtlich als Dimensionsübergang.

21_Schachbrettbrille

Dave, John und Amys Hund Bark Lee gehen auf die andere Seite und werden von Amy getrennt. In einer Höhle treffen sie auf ein weiteres Portal in Form einer schwarzen Säule. Dort werden sie von Roger North und dem Magier Marconi erwartet, welche sie mit der Mission betrauen, in die Parallelwelt zu reisen und dort Korrok mit einer halluzinogenen Bombe auszuschalten.

22_Dimensionstor

Die Welt des alternativen Universums ist sehr befremdlich und hat einen roten Himmel. Der rote Himmel ist ein wiederkehrendes Motiv bei der Vorhersage zukünftiger Kataklysmen, welche diese Dimension bereits hinter sich hat.

23_Roter Himmel

Begrüßt werden die beiden Dimensionsreisenden von einer Gruppe maskierter Gestalten, die mit Ausnahme des Anführers fast komplett nackt sind. John kommentiert dies mit den Worten „Offenbar eine Eyes Wide Shut Welt“. Das ist ein kleiner Insider für all jene, die Stanley Kubricks hochgradig okkulten Film über die Sexrituale der Hochgradfreimaurer gesehen haben.

24_Eyes wide shut

Dave und John werden in eine satanistische Endzeitkirche geführt, wo sie offensichtlich schon seit langem erwartet werden. Man beachte die rote Krawatte des Predigers, die einen Hinweis darauf gibt, in wessen Diensten er steht.

25_Satanskirche

26_Thron

Der Prediger erklärt den beiden, dass sie in einer alternativen Zeitlinie gelandet sind, die sich Mitte des 19. Jahrhunderts abgespalten hat. In unserer Realität starb damals ein gewisser Cyrus Rooney im Alter von 17 Jahren, während er in der Parallelwelt überlebte und zu einem großen Erfinder avancierte. Insgeheim war er natürlich ein Okkultist und ziemlich pervers, wie die Hand im Schritt andeutet.

27_Cyrus

Rooney experimentierte auf dem Gebiet der Bestielogie, womit er in etwa die Rolle einnimmt, die Aleister Crowley in unserer Realität hatte. Im Gegensatz Crowley hatte sich Rooney jedoch nicht mit Drogen ins Nirwana geschossen und stattdessen den ersten Supercomputer aus dem Hirn eines Schweins entwickelt. Bereits 1922 hatte die Parallelwelt sich selbst weiterentwickelnde Computer auf organischer Basis, die letztendlich die Herrschaft über die Welt übernahmen.

Es gibt bereits genügend Andeutungen, dass der Schlussstein der Freimaurerpyramide kein lebendes Wesen, sondern ein allsehender und alles kontrollierender Supercomputer ist. Das erinnert nicht von ungefähr an das Venus Projekt, wobei die Venus in der okkulten Astrologie für Luzifer und Satan steht. Bei dem in Jacque Frescos Projekt vorgesehenen Zentralcomputer handelt es sich demnach um Luzifer/Satan höchstpersönlich.

Die Teufelsmaschine von Jacque Frescos filmischem Alterego Cyrus Rooney strotzt ebenfalls vor derartigen Andeutungen. Korrok erinnert mit seinen Tentakeln an Cthulhu und in seinem Zentrum sitzt ein allsehendes Reptilienauge.

29_Korrok_1

30_Korrok_2

Weitere Parallelen gibt es zu Skynet aus der „Terminator“-Filmreihe, denn nach dem Tod Rooneys 1926 entwickelte Korrok ein eigenes Bewusstsein und begann damit, die Menschheit zu versklaven und alle Kritiker auszurotten. Der Genozid wird entsprechend der Alterfreigabe von FSK 16 nur als Cartoon gezeigt, was jedoch nichts an der Abartigkeit der folgenden Szenen ändert.

Nach der kurzen Geschichtsstunde werden John und Dave direkt zu Korrok geführt. Dieser offenbart den beiden, dass er sie mit einer winzigen Veränderung ihrer Gehirnchemie zu Kinderschändern machen könnte. Dieser überflüssige Kommentar ist gleichermaßen eine Anspielung auf Mind Control und rituellen Kindesmissbrauch – zwei Praktiken, die seit jeher im Satanismus miteinander kombiniert werden. Aber was will man anderes von einer Höllenmaschine erwarten, die glatt mit Sauron konkurrieren könnte?

31_Korrok_3

Neben der offensichtlichen Symbolik des allsehenden Reptilienauges gibt es in Korroks Umfeld noch eine weitere Anspielung auf die Reptiloiden. Das Türschloss zu seinem Bunker ist ein achtzackiger Ištar-Stern.

33_Korrokstern

Korroks nächstes Ziel ist es, unsere Realität zu erobern, wobei ihm Dave und John behilflich sein sollen, da sie bereits einen Dimensionssprung geschafft haben. Freilich haben die beiden andere Pläne und stellen den Zeitzünder der Bombe ein. Während Dave am Abgrund zu Korroks Schlund abhängt, setzt sich John eine Totenkopfmaske auf und grillt die Diener des Supercomputers mit einem selbst gebastelten Flammenwerfer. Nun, in der Hölle sind die beiden ja sowieso.

34_Flammenwerfer

In letzter Sekunde scheint die Mission der beiden fast zu scheitern, doch da taucht plötzlich Amys Hund auf, schnappt sich die Bombe und startet einen Kamikazeangriff auf Korrok. Wie sich herausstellt, hatte Bark Lee auch etwas von der Sojasoße abbekommen, als er den Jamaikaner gebissen hat. Auf diese Weise konnte er telepathischen Kontakt mit Marconi aufnehmen und bekam den Auftrag, Korrok zu töten. Dave und John waren lediglich seine Eskorte.

35_Bark Lee

Die nächste Überraschung wartet schon im China-Restaurant, denn Arnie Blondestone beschreibt sich selbst als Afroamerikaner, während Dave ihn als Weißen wahrnimmt. Das bedeutet, dass der Reporter längst tot ist und Dave die ganze Zeit mit einem Geist gequatscht hat.

In der Schlusszene spielen Dave und John Basketball und entdecken dabei ein sphärisches Dimensionstor. Dieses führt sie in eine weitere Parallelwelt, die von einer Katastrophe heimgesucht wurde.

36_Black Sphere

Vom Himmel steigen zwei Soldaten der Befreiungsarmee herab, deren Anzüge aus dem Film „Galaxy Quest“ recycelt wurden. Offensichtlich ging den Produzenten zum Ende hin das Geld aus, aber immerhin konnten sie so noch einmal den Saturn ins Bild bringen.

37_Galaxy Quest

Fazit: „John dies at the End“ zeigt sehr eindringlich, dass man die Finger von harten Drogen lassen sollte. Darüber hinaus offenbart er aber auch die Machenschaften der okkulten Elite, insbesondere deren Agenda zur Erschaffung eines allsehenden Zentralcomputers. Google und Facebook lassen grüßen. Das Ganze wird dann noch etwas mit satanistischer Symbolik und extradimensionalen Höllenwesen garniert und fertig ist ein weiteres blutrünstiges Machwerk, mit dem Filmfreunde ihre Seelen abstumpfen können.

Ein zentraler Aspekt des Films ist das Black Goo, welches offensichtlich eine intelligente Lebensform außerirdischen Ursprungs ist. In dieser Hinsicht ist auch die Rolle des Marconi interessant, denn in der Realität soll eine britische Firma mit dem Namen „Marconi Electronic Systems“ mit Black Goo herumexperimentiert haben. Angeblich sollen dabei 22 Mitarbeiter Selbstmord begangen haben. Die Verbindung des Namens Marconi mit intelligentem Öl in „John dies at the End“ ist gewiss kein Zufall, zumal es auch im Film mehrere Tote gibt.

Mushroom Men im okkulten Streichelzoo

Geradezu alptraumhaft kommt das Videospiel „Mushroom Men“ daher. Bei diesem zweifelhaften Vergnügen finden wir auch wieder ein Kaninchen sowie einen ganzen Zoo okkulter Tiere, darunter die Eule der Minerva.

Mushroom Men

Bei der Fortsetzung „Sporenkriege“ schlängelt sich Luzifer durchs Bild. Die Schlange formt ein „S“ und man könnte darüber spekulieren, ob dieses für „Satan“ stehen soll…

Mushroom Men Sporenkriege