Tomb Raider – Lara Croft versus Illuminaten

von Joe Doe

„Lara Croft: Tomb Raider“ von 2001 ist die erste Verfilmung der gleichnamigen Computerspielreihe. Der Film hält sich dabei optisch mal mehr und erzählerisch mal weniger an die Vorlage. Obgleich schon die Spiele diverse Fantasy-Elemente enthalten, die stellenweise ins Okkulte abgleiten, übertrifft der Kinofilm diese bei weitem und bezieht direkt den Geheimbund der Illuminaten ein. Die zur Schau gestellte Symbolik ist allerdings eher den Freimaurern zuzuordnen.

Das ganze okkulte Spektakel beginnt schon im Vorspann mit dem allsehenden Auge in einer Pyramide. Die Eröffnung der ersten Szene setzt diese Symbolik sogleich mit Lara Crofts rechtem Auge fort.

Die Filmversion von Lara Croft (Angelina Jolie) hält sich nicht in jedem Detail an die Vorlage. So trägt die Spielversion keinen Gürtel mit Totenschädel und gekreuzten Knochen. Das schwarze Filmoutfit in Kombination mit diesem Symbol erinnert schon fast an die SS.

Passend zu der Pyramide im Vorspann startet der Film in einem ägyptischen Setting. In diesem Ambiente lassen sich selbstverständlich jede Menge antike Symbole verstecken, darunter ein Skarabäus.

Lara geht mit dieser Kulisse jedoch keineswegs wie eine Archäologin um, sondern ballert wild um sich und fällt im Kampf mit einem Killerroboter einen Obelisken.

Zum Glück ist dies nur eine Übung in einem Trainingsraum auf dem Anwesen ihrer Familie. Im Spiel sahen die Trainingsräume etwas anders aus, aber immerhin das Haupthaus hält sich stark an die Spielvorgabe. Ein paar Schachbrettböden dürfen in einem solch okkult aufgeladenen Film natürlich nicht fehlen.

In der nächsten Szene werden die Gegenspieler eingeführt, welche sich selbst als „Erleuchtete“ bezeichnen. Ihre Loge entspricht nicht dem typischen Freimaurerambiente, einige Symbole wie die Venusmuschel sind aber dennoch zu finden.

Nicht zu vergessen die Pyramide mit dem allsehenden Auge. Diese weist zudem ein zwölfzackiges Sonnensymbol auf, welches auf die 12 Tierkreiszeichen hindeutet.

Dieser dezente Hinweis auf Astrologie kommt nicht von ungefähr, denn die Illuminaten fiebern einer seltenen Konstellation entgegen, bei der sich alle Planeten des Sonnensystems in einer Linie aufreihen. Ein Ereignis, auf welches einst auch Lara von ihrem Vater vorbereitet wurde.

In der Realität tritt eine solche Linearkonstellation keineswegs exakt alle 5.000 Jahre auf und ebenso kam es um die Jahrtausendwende zu keinem derartigen astronomischen Ereignis. Erst recht setzt keine Planetenkonstellation – gleich welcher Art – eine Uhr in Gang. Doch in der Welt des Films ist alles möglich und so entdeckt Lara, dass die Uhr ihres verstorbenen Vaters wie von Geisterhand zu ticken beginnt.

Sie gibt das gute Stück an ihren Mitarbeiter Bryce (Noah Taylor), der einen inneren Mechanismus entdeckt. Als Lara diesen freilegt, hält sie ein Artefakt in den Händen, auf dessen Deckel eine Pyramide mit Auge prangt.

Diesen Fund bringt sie zu einem alten Freund ihres Vaters, der die Uhr eingehender untersucht. Für ein antikes Artefakt sieht das Teil ziemlich nach High Tech aus, aber natürlich kann auch alles mit Magie erklärt werden.

Ein Blick auf die Rückseite verrät indessen, dass es sich um eine Art Schlüssel handeln muss.

So recht ist dem alten Professor in dieser Angelegenheit nicht zu trauen. Erst recht nicht, als er Lara an den Anwalt Manfred Powell (Iain Glen) weiterempfiehlt. Hätte Lara aufgepasst, wäre ihr sicherlich das Sonnensymbol im Treppenhaus aufgefallen.

Oder der Totenschädel auf dem Tisch des Professors, der ihn ziemlich deutlich als Freimaurer zu erkennen gibt.

Nachdem Lara auf den Tipp eingegangen ist und auch Powell über ihren Fund informiert hat, dauert es nicht lange, bis ihr Anwesen überfallen und ausgeraubt wird. Merke: Mit brisanten Funden, die obendrein der offiziellen Geschichtsschreibung widersprechen, geht man nicht hausieren! Andernfalls enden sie in den Händen mächtiger Leute, die sie einzig zu ihrem eigenen Vorteil nutzen wollen.

Offenbar hat Laras Vater sie nicht über die Machenschaften okkulter Geheimbünde aufgeklärt, was er erst mittels eines Briefes posthum nachholt. Dieser wird wie selbstverständlich von UPS zugestellt. Ohne Product Placement geht es in Hollywood nun mal nicht.

In dem Brief gibt er ihr einen Hinweis auf ein Buch von William Blake (1757-1827).

Im Buch dieses Freimaurers entdeckt Lara auf der letzten Seite erneut eine Pyramide mit allsehendem Auge. Im Prinzip sollte ihr spätestens jetzt dämmern, dass ihr Vater auch zu diesem Club gehörte.

Hinter dem Einband entdeckt sie einen weiteren Brief ihres Vaters und bekommt mit diesem erst einmal eine Lektion in Geschichte. Sie erfährt von einer untergegangenen Stadt, die sich einst in einem Meteoritenkrater befand. Im Zentrum stand natürlich eine Pyramide.

Aus dem Metall des Meteoriten wurde eine Pyramide mit allsehendem Auge gegossen. Ein magisches Artefakt, welches seinen Schöpfern göttliche Kräfte verlieh. Wissenschaftlich gesehen ist das natürlich völliger Nonsens, da das Periodensystem vollständig ist und keine Elemente mit magischen Eigenschaften enthält. Aber Meteoriten mit unbekannten Superelementen tauchen immer wieder in der Popkultur auf, darunter in Marvels „Black Panther“ und Disney’s letztem „Tarzan“.

Historisch hält sich „Tomb Rider“ ebenfalls nicht an die Fakten. Die Stadt, die schließlich durch den Machtmissbrauch ihrer Bewohner unterging, hat einige Parallelen zu Atlantis, einschließlich der runden Form. Allerdings lag Atlantis nicht in einem Meteoritenkrater, sondern im Meer. Immerhin wird der Name der Stadt nicht genannt, sodass Raum für Spekulationen bleibt.

Die magische Pyramide wurde jedenfalls in zwei Teile gebrochen, die an unterschiedlichen Orten versteckt wurden. Lara macht sich direkt im Anschluss an diese Offenbarung auf die Suche nach den beiden Pyramidenhälften. Warum sie dabei ein T-Shirt mit einem blutigen Templerkreuz trägt, bleibt schleierhaft.

Ihre Reise führt sie nach Kambodscha in die Nähe von Angkor Wat. Diese antike Khmer-Pyramide hat zwar, abgesehen von ihrer astrologischen Ausrichtung, nicht viel mit den ägyptischen Pyramiden gemein, aber immerhin ist es eine Pyramide.

Die Innenausstattung eines unterirdischen Tempels, in dem die erste Hälfte des gesuchten Artefakts wartet, ist derweil absolut nicht mit der Kultur der Khmer vereinbar. Das Symbol der Pyramide mit Auge mag zwar schon in der Antike bekannt gewesen sein, allerdings in einer Zeit lange vor den Khmer. Diesen war ein solches Symbol nicht bekannt.

Ein weiteres Augensymbol weist Croft den Weg zum Schloss für den Schlüssel, den ihr Powell abgenommen hat.

Das Schloss wird abermals von einem zwölfzackigen Sonnensymbol umringt. Hinzu kommt ein kleinerer achtzackiger Stern der Isis.

Powell, der inzwischen mit Laras ehemaligen Kollegen Alex West (Daniel Craig) zusammenarbeitet, muss erkennen, dass er vor dem falschen Schloss steht. Auf Alex‘ Rat hin vertraut er Lara den Schlüssel an, die damit einen Mechanismus in Gang setzt.

Im Zentrum des Mechanismus steht eine sechsarmige Statue mit einem grünen Glasbehälter im Schoss. Auf diesem Gefäß befinden sich vorne Schlagen, was ziemlich unverhohlen auf den Schlangenphallus von Baphomet anspielt.

Um jeden Zweifel auszuräumen, durchsticht die Grabräuberin den Behälter mit einem Balken, woraufhin dieser seinen Inhalt ejakuliert. Eine ziemlich versaute Symbolik.

In der Folge wird zwar die erste Hälfte der Pyramide freigegeben, allerdings tritt dabei auch Black Goo aus, welches in jede Ritze fließt.

Diese ölige Substanz lässt die Affenstatuen und zum Schluss auch die steinerne Gottheit zum Leben erwachen. Okay, es ist definitiv ein Fantasy-Film.

Nachdem Croft sowohl den Steinmonstern als auch Powells Team entkommen ist, geht die Reise weiter nach Venedig. Dort trifft Lara in einer Illuminatenloge erneut auf Powell, der ihr eine Zusammenarbeit anbietet und ihr offenbart, dass ihr Vater ebenfalls ein Erleuchteter war. Auf die letzte Offenbarung reagiert sie angepisst und wirft ein Messer in das allsehende Auge. Übrigens ist das überhaupt kein Illuminatensymbol, wie hier fälschlich unterstellt wird. Zumindest nicht, wenn damit Adam Weishaupts Orden gemeint sein sollte.

Als Powell ihr droht, zeigt er mit dem Messer auf Laras linkes Auge, was wieder einmal sehr symbolbeladen ist. Schlussendlich geht sie widerwillig auf sein Angebot einer Zusammenarbeit ein, da auch sie die zweite Hälfte der Pyramide finden möchte.

Die Suche führt sie nach Sibirien, wo die Ruinen der antiken Stadt in einem Meteoritenkrater liegen. Hier werden nun wirklich alle Mythen willkürlich zusammengeworfen, denn Sibirien ist tatsächlich für den Tunguska-Meteoriten bekannt. Dieser ist allerdings nicht in der Antike eingeschlagen, sondern 1908 in der Luft explodiert.

Noch unwirklicher ist die aufziehende Sonnenfinsternis, womit nicht nur alle Planeten, sondern auch der Erdmond in einer Linie stehen. Aber irgendwie muss man ja die Linearkonstellation veranschaulichen, wobei die anderen Planeten schlichtweg zu weit entfernt sind, um alle gleichzeitig von der Erde aus sichtbar sein zu können.

Ein weiteres Modell des Sonnensystems gibt es in den Ruinen. Das gesuchte Teilartefakt befindet sich natürlich in der Sonnenkugel, wo auch sonst.

In den Ruinen treten überall leuchtende Orbs auf, bei denen es sich um Zeitphänomene handelt. Als ein Schlittenhund durch einen der Orbs springt, skelettiert er augenblicklich und tritt zu neuem Leben erwacht wieder heraus.

Croft gelingt es natürlich, die zweite Pyramidenhälfte zu finden.

Sie überreicht sie dem Oberilluminaten, wohl wissend, dass noch etwas fehlt.

Kurz darauf lässt Powell seinen Meister erschießen, da er selbst seinen Gottkomplex ausleben will. Doch dazu braucht er noch ein sandkorngroßes Teilstück der Pyramide, welches in Laras Schlüssel versteckt ist.

Um alles zusammenzufügen nutzt Lara eine Zeitanomalie, die sich über einer Pyramide an der Wand öffnet. Damit wäre auch die aufgehende Sonne über der Pyramide mit Auge abgehakt.

Croft und Powell werden in eine Art Paralleldimension gezogen, in der sie die Spitze einer Pyramide erklimmen müssen. Natürlich ist Lara schneller und wird so zur Herrscherin über Raum und Zeit. Sie macht den Mord an ihrem ehemaligen Kollegen Alex rückgängig und dreht den Dolch, den Powell auf sie geworfen hat, in die andere Richtung. Als die Zeit wieder normal läuft, geht der Dolch zurück an den Absender und es kommt zum finalen Kampf gegen den Endgegner. Das zusammengesetzte Pyramidenartefakt zerschießt Croft dabei in tausend Teile, damit seine Macht nie wieder missbraucht werden kann.

Powell hat damit keine Möglichkeit mehr, sich selbst zu retten. Er wird das Wassermannzeitalter nicht mehr miterleben, welches von dem Wassermannkopf über dem Torbogen hinter ihm angekündigt wird.

Nun muss Lara Croft nur noch aus der sibirischen Höhle entkommen, die hinter ihr einstürzt. Zum Glück hat sie noch die Schlittenhunde, aber keinen Schlitten. Sich auf bloßen Füßen von Hunden ziehen zu lassen, ist die unrealistischste Szene im ganzen Film! Jeder Mensch würde dabei sofort stolpern und stürzen, egal wie glatt der Boden ist. Selbst mit Skiern wäre diese Stuntfahrt mehr als gewagt, aber auf unebenen Schuhsohlen ist das schlichtweg lächerlich!

Fazit: Die Pyramide mit allsehendem Auge kommt in zahlreichen Hollywood-Filmen vor, doch in kaum einem so häufig wie im „Lara Croft: Tomb Rider“. Der Film nimmt dabei keine Rücksicht auf historische und kulturelle Zusammenhänge. Die gesamte Menschheitsgeschichte wird schlichtweg im freimaurerischen Sinne umgedeutet. Die Rolle der Illuminaten ist dabei bewusst diffus gehalten, da sich auch die höchsten Grade der Freimaurer als „Erleuchtete“ bezeichnen. So würde zumindest die Symbolik wieder Sinn machen.

Ghostbusters – Gozer der Vernichter

von Joe Doe

1984 kam mit „Ghostbusters“ eine Gruselkömodie in die Kinos, die schnell zum Kultfilm avancierte. Die wenigsten wissen jedoch, welch schaurige Botschaften in diesem okkulten Machwerk tatsächlich vermittelt werden. Es geht nämlich nicht um Geister, die in alten Schlössern spuken, sondern um dämonische Wesen aus höheren Dimensionen, die von Satanisten angebetet werden.

Am Drehbuch war mit Dan Akroyd einer der Hauptdarsteller beteiligt, was einen ziemlich interessanten Hintergrund hat. Nach seinen eigenen Aussagen hielt sein Großvater Seancen ab, worüber sein Vater sogar ein Buch geschrieben hat. Er entstammt also einer esoterisch-okkulten Familiendynastie und ist selbst sehr stark am Paranormalen interessiert, was sich u.a. in seiner Moderation der Serie „Psi Factor“ wiederspiegelt. Die entsprechende Symbolik in „Ghostbusters“ sollte daher nicht verwundern.

Bereits die Eröffnungsszene beginnt mit einer Löwenstatue vor einer Bibliothek, welche in diesem Kontext offensichtlich eine Repräsentation Satans darstellen soll. Im Gebäude wird auch gleich darauf eine Archivarin von einem Gespenst geprankt.

01 Löwenstatue

Die Ghostbusters sind zu diesem Zeitpunkt noch anderweitig beschäftigt. Dr. Peter Venkman (Bill Murray) arbeitet in einem Universitätsgebäude namens „Weaver Hall“, was ein lustiger Zufall ist, da Sigourney Weaver ebenfalls eine Hauptrolle im Film spielt.

03 Weaver Hall

Auf der Bürotür des Parapsychologen hat jemand „Venkman burn in Hell“ geschrieben, was wohl an seinem Umgang mit Probanden liegt. Bei einem Telepathietest lässt er nämlich die Frauen trotz geringer Trefferquote immer gewinnen, während er Männer selbst dann mit Elektroschocks bestraft, wenn sie die Symbole auf seinen Karten richtig erraten.

04 Burn in Hell

Die Hölle beschwört Venkman also selbst herauf. Unter anderem auch mit der ersten Karte, die er hochhält, welche ein umgedrehtes Pentagramm zeigt.

05 Satanic Pentagram

Bevor Peter weiter mit der weiblichen Probandin flirten kann, funkt ihm Ray Stantz (Dan Akroyd) dazwischen und erzählt ihm von der Geistererscheinung in der Bibliothek. Dort wartet bereits Dr. Egon Spengler (Harold Ramis) auf die beiden. Im Keller entdecken die drei zunächst Ektoplasma – eine rotzige Substanz, die Ende des 19. Jahrhunderts bei Seancen in Mode kam. Kurz darauf entdecken die Geisterjäger auch das verantwortliche Gespenst, welches zunächst nach einer verstorbenen Bibliothekarin aussieht. Bei genauerer Betrachtung handelt es sich jedoch um einen hässlichen Dämon. Keine menschliche Seele nimmt nach dem Tod eine solche Gestalt an.

06 Dämon

Wieder zurück an der Uni, werden die drei Parawissenschaftler vom Campus geworfen. Das Team entscheidet sich, in die freie Wirtschaft zu wechseln und kauft eine heruntergekommene Feuerwehrwache, welche fortan ihr Hauptquartier sein soll. Unterdessen kündigt sich in einem alten Apartmentblock am New Yorker Central Park der nächste Auftrag an. Das gruselige Gebäude sieht schon von weitem aus wie eine babylonische Ziggurat.

07 Ziggurat

Die dämonischen Steinfiguren an der Fassade verschärfen den gruseligen Eindruck zusätzlich. Wer möchte denn in einer solch abscheulichen Bude wohnen?

08 Dämonenfigur

Nun ja, Dana Barrett (Sigourney Weaver) wohnt dort. Diese steigt gerade aus einem gelben Sonnenwagen mit freimaurerischem Schachbrettmuster und bringt ihren Einkauf nach oben.

09 Sonnenwagen

Ihre Zimmernummer ist die 2206. Die 22 steht für das Stockwerk, womit das Zimmer auf dieser Ebene die satanische Nummer 6 hat. Aber im Vergleich zu dem, was noch kommt, ist dieses Zahlenspiel eher harmlos.

10 Zimmer 2206

Unterwegs wird Dana von ihrem nervigen Nachbar Louis Tully (Rick Moranis) aufgehalten. Als wäre der Tag damit noch nicht schlimm genug, fängt es in ihrer Wohnung sogleich an zu spuken, während ironischerweise kurz zuvor ein Werbespot der Geisterjäger im Fernsehen läuft. Erst springen ein paar Eier aus der Packung und fangen auf dem Tisch an zu braten und dann grunzt auch noch der Kühlschrank. In diesem hat sich gerade ein Höllentor aufgetan, in dessen Zentrum eine Pyramide mit abgehobener Spitze steht. Davor sitzt Baphomets Schoßhund und stellt sich Dana als Zuul vor.

11 Zuul Dimension

12 Zuul

Wieder zurück im Hauptquartier der Ghostbusters hat Ray einen alten Schrottwagen besorgt, der noch etwas aufgepimpt werden muss. Die Bude haben sie innerhalb von zwei Tagen komplett renoviert, was eine wirklich beachtliche Leistung ist, und am Einlass sitzt bereits die neue Sekretärin Janine Melnitz (Annie Potts). Der Laden ist also bereit, Dana als erste Kundin zu empfangen, mit der Peter Venkman auch gleich rumschäkert.

Miss Barret war in den letzten zwei Tagen nicht ganz so fleißig und hat nicht mal die Eier auf ihrem Küchentisch entsorgt. Zuul hat sich in der Zwischenzeit allerdings aus dem Kühlschrank verkrümelt, sodass dort noch nur Coca Cola Schleichwerbung auf Dr. Venkman wartet.

13 Coke Werbung

Wirklich helfen kann Peter ihr nicht und nach einigen weiteren Anmachversuchen und sexuellen Belästigungen schmeißt Dana ihn aus ihrer Wohnung. Der nächste Auftrag ist zum Glück etwas weniger attraktiv und führt das Team ins exklusive Sedgewick Hotel. Entweder übernachten dort nur Könige oder die Krone steht für etwas anderes.

15 Sedgewick Krone

Die Vorfälle beschränken sich auf den 12. Stock, wo die Ghostbusters erstmalig auf den grünen Slimer treffen. Um diesen eher harmlosen Fresssack von einem Gespenst einzufangen, richten sie mehr Schaden als Nutzen an. Obendrein raucht Ray auch noch trotz Rauchverbot. Ekelhafte Tabak-Werbung!

16 Raucher

Nachdem alle Kronleuchter im Speisesaal zerstört sind, ist der Schleimteufel endlich eingefangen und die Jungs haben tatsächlich noch die Dreistigkeit, eine Rechnung zu stellen.

17 Geisterjagd

Aber das dekadente Hotel kann es sich ja leisten. Immerhin haben sich die Betreiber schon vergoldete Venusmuscheln in den Wandnischen geleistet.

18 Venusmuschel

Apropos vergoldet. Im nächsten Zusammenschnitt von weiteren Geisterjagten sieht man eine vergoldete Statue, die offensichtlich Prometheus darstellen soll.

19 Prometheus

Die Ghostbusters sind derweil auf Erfolgskurs und erzeugen immer neue Schlagzeilen. Nach den ganzen paranormalen Vorfällen bekommt Ray sogar feuchte Träume von Geistern.

20 Spirituelle Belästigung

Die Auftragslage entwickelt sich dermaßen positiv, dass das Team Zuwachs benötigt. Dieser wird beim Vorstellungsgespräch gefragt, ob er auch an UFOs glaube. Oberflächlich betrachtet hat diese Frage nichts mit dem Berufsbild der Geisterjägers zu tun. Es sei denn, hier wird wieder einmal eine Verbindung zwischen Dämonen und Außerirdischen gestrickt.

Während Neuzugang Winston Zeddemore (Ernie Hudson) die Geisterfallen leeren darf, bringt Peter seiner Lieblingskundin neue Informationen. Zuul ist offenbar ein antiker Dämon, der von den Hethitern, Mesopotamiern und Sumerern angebetet wurde. Der Günstling von Gozer trieb sich also im alten Babylon herum. Die Namen der Dämonen sind natürlich frei erfunden, wichtig ist aber, worauf hier angespielt wird. Zuul und Gozer müssen einfach nur durch babylonische Gottheiten ausgetauscht werden und schon ergibt sich da ein Muster.

Bevor die Geisterjäger ihren größten Auftrag angehen, bekommen sie jedoch Besuch vom Umweltamt. Walter Peck (William Atherton) wirft den Parawissenschaftlern Umweltverstöße vor und tatsächlich platzt ihre Endlagerstätte für Dämonen bald aus allen Nähten. Als wäre das noch nicht schlimm genug, erwachen die dämonischen Steinfiguren auf dem Dach von Danas Gruselbude zum Leben. Übrigens genau in dem Moment, wo die Obelisken auf dem Dach von Blitzen getroffen werden. Das bestätigt natürlich die Theorie, dass diese phallischen Objekte Energieantennen sind.

21 Antenne

22 Energie

23 Erwachen

Kurz darauf bekommt Dana Barrett erneut Besuch von Zuul. Um sie an der Flucht zu hindern, wird sie von drei dämonischen Pranken gepackt, die aus ihrem Sessel kommen. Eine greift sie an die linke Brust, eine andere kommt ihr aus dem Schritt. Ziemlich sexistisch diese Dämonen.

24 Grabschgeist

26 Küchenhund_2

Während Zuul in Danas Körper fährt, crasht der andere Baphomet die Party ihres Nachbarn Louis und ergreift von diesem Besitz. Fortan nennt er sich Vinz Clortho, Schlüsselmeister von Gozer. Diese Szenen gehören zu den gruseligsten des gesamten Films. Und mal ehrlich, die Kreaturen sind das Werk von echten Hardcore-Satanisten.

27 Vinz_1

Baphomet 1

Als Peter erneut Dana besucht, hat diese sich als Lady in Rot verkleidet und gibt sich als Torwächter zu erkennen. Wie es sich für eine Femme Fatale gehört, spielt die besessene Dana die sexuelle Karte. Nur steht Dr. Venkman nicht auf knurrende Succubi, die einen Meter über ihrem Bett schweben. Das wäre jetzt eigentlich der passende Moment für einen Exorzisten.

31 Lady in Rot

30 Lady in Luft

Vinz Clortho belästigt indes Leute auf offener Straße und wird schließlich von der Polizei bei den Geisterjägern abgegeben. Diesen erzählt er von antiken Kataklysmen in Zeiten, zu denen Gozer zuletzt auf Erden weilte. Wie ein Infrarotbild zeigt, ist er von Baphomet besessen.

31 Besessen_1

32 Besessen_2

Passend dazu zitieren Ray und Winston auf der Heimfahrt aus dem Buch der Offenbarung. Das Brechen der sieben Siegel ist eine perfekte Parabel auf das, was Walter Peck am nächsten Morgen vorhat. Als dieser nämlich den Reaktor der Geisterjäger abschalten lässt, hat dies das erste Zeichen der nahenden Apokalypse zur Folge. Die Dämonen brechen aus dem Endlager aus und strömen als Orbs über den Big Apple.

Das gruselige an dieser Szene ist, dass sie stark an einige UFO-Sichtungen rund um den Globus erinnert, bei denen der Himmel jeweils von hellen Lichtbällen bedeckt ist. Es gibt sogar Videoaufnahmen, die zeigen, wie solche Orbs aus einem leuchtenden Riss kommen, bei welchem es sich um einen Dimensionsübergang handeln könnte.

33 Orbattacke

Aufgrund von Pecks arrogantem Verhalten wird New York von Dämonen heimgesucht und zu allem Übel ist auch noch der Schlüsselmeister entkommen. Übrigens gibt es im Illuminati Card Game von 1995 eine Karte, die einen ähnlichen Dämonenangriff ankündigt. Ein solches Szenario ließe sich gewiss mit einer Hologrammshow und Halluzinogenen im Trinkwasser inszenieren.

PlagueofDemons

Die Geisterjäger verpassen die Show jedoch, weil sie inhaftiert werden. In der Zelle erklärt Egon, was es mit dem gruseligen Gebäude auf sich hat, in dem Dana wohnt. Das Dach ist wie eine gigantische Antenne gebaut und er gibt zu bedenken, dass die Eisenkonstruktion dieselbe Telemetriestruktur aufweist, welche die NASA benutzt, um Pulsare aufzuspüren.

Die Verbindung der NASA zu paranormalem Hokupokus ist dabei keineswegs fiktiv, wenn man bedenkt, dass der Raketenwissenschaftler und Satanist Jack Parsons vor jedem Raketenstart okkulte Rituale abgehalten hat. Die wissenschaftliche Mission der NASA ist nur ein Themenfeld, welches für die Öffentlichkeit gedacht ist. Hinter dieser Fassade geht es um Kontakte mit Außerirdischen bzw. extradimensionalen Intelligenzen.

Doch zurück zu dem Gebäude, welches nichts anderes ist als ein Dimensionstor. Der Name des Architekten lautet Igor Szandor, wobei der Nachname eine Anspielung auf den zweiten Vornamen des Church of Satan Gründers Anton Szandor LaVey sein dürfte. Igor Szandor war ein antihippokratischer Arzt und gründete 1920 die Geheimgesellschaft der Gozer-Anbeter. Ob nun Gozer oder Satan angebetet wird, läuft auf dasselbe hinaus, allerdings war LaVey kein Arzt, sondern Organist. Mit dem Beruf wird wohl eher angedeutet, dass viele Ärzte Okkultisten und daher nicht unbedingt vertrauenswürdig sind.

Die Gozer-Anbeter führten jedenfalls bizarre Rituale auf dem Dach ihres Gebäudes durch, welche das Ende der Welt einläuten sollten. Nun, da sich das Ende nähert, fragt sich aber, wo dieser Geheimbund mit seinen über 1.000 Anhängern abgeblieben ist? Müssten die nicht alles daran setzen, die Geisterjäger von ihrem Heiligtum fernzuhalten? Wäre es nicht realistisch, wenn sie gesellschaftliche Schlüsselpositionen wie das Amt des Bürgermeisters besetzt hätten?

Dieser lässt die Ghostbusters stattdessen aus ihrer Zelle holen und küsst erst mal den Ring eines katholischen Kardinals, der wahrscheinlich Jesuit sein dürfte. Seltsamerweise weiß der Kirchenmann keinen Rat und hält den okkulten Zauber sogar für ein Zeichen Gottes. So werden also die Geisterjäger entsandt, die Welt zu retten. Das wird auch höchste Zeit, denn der Schlüsselmeister ist inzwischen beim Torwächter angekommen.

35 Küss den Ring

34 Beine breit

Vor der Ziggurat werden die Geisterjäger erst mal von einer Erdspalte verschluckt, entkommen dem Angriff jedoch. Ob die Gebete der Nonnen und Rabbis vor dem Gebäude wohl etwas genützt haben? Zuul und Vinz hatten derweil schon etwas mehr Spaß und haben sich auf dem Opferalter zwischen zwei Obelisken gepaart. Wie unter Alkoholeinfluss ist auch Sex unter Besessenheit keine gute Idee, da man zuweilen erschrecken kann, neben wem man danach aufwacht. Nun, zumindest Louis dürfte mit dem Ergebnis glücklich sein.

37 Opferaltar

Die Ghostbusters sind inzwischen im 22. Stockwerk angekommen. Diese Zahl an sich ist schon bedeutsam, aber von Danas Apartment geht es noch eine weitere Treppe hinauf. Das Höllentor öffnet sich also auf der Ebene Nummer 23 – die Zahl der Illuminaten, welche für Zerstörung steht.

38 22 plus 1

Leider kommen die Geisterjäger zu spät, denn das Höllentor öffnet sich bereits und die beiden Besessenen verwandeln sich in satanische Kreaturen. Als Zugabe gibt es noch einen roten Himmel. Der steht ja immer wieder im Zusammenhang mit der Apokalypse.

39 Dimensionstor_1

40 Dimensionstor_2

41 Verwandlung_1

42 Verwandlung_2

Das Dimensionstor ist natürlich eine Pyramide mit illuminierter Spitze und wird von zwei weiteren Obelisken flankiert, welche die Säulen Jachin und Boas repräsentieren.

43 Hellgate_1

44 Hellgate_2

Bei genauerer Betrachtung ist an einer Wand vor dem Höllentor noch ein Wassermannkopf zu sehen. Hier wird unverhohlen das esoterische Wassermannzeitalter angekündigt, welches durch Gozers alias Satans Ankunft eingeläutet wird.

45 Wassermann

Passend dazu fragt Gozer, ob Ray ein Gott ist. Dieser verneint zunächst, woraufhin Gozer die Geisterjäger mit Machtblitzen zu töten versucht. Okay, der Dämon ist ein Sith-Lord.

46 Gozer

47 Machtblitze

Nach der Attacke meint Winston zu Ray, dass er das nächste Mal auf die Frage, ob er ein Gott sei, mit „ja“ antworten soll. Damit wird wieder mal das esoterische Konzept von der Gottwerdung des Menschen propagiert, was zu dem Hinweis auf das Wassermannzeitalter passt. Gesagt getan setzen sie zum Gegenangriff an, doch Gozer löst sich einfach nur in Luft auf. Offensichtlich ist die Kreatur körperlos, wobei der Hinweis, dass Gozer jede Form annehmen kann, äußerst interessant ist. Der Dämon könnte also auch als Außerirdischer in Erscheinung treten, wenn er das wollte.

48 Gozerposer

Als körperlose Stimme fordert Gozer die vier auf, die Form des Vernichters zu wählen. Venkman nennt dazu als Beispiel den Hochgradfreimaurer Josef Stalin, was wohl kein Zufall sein dürfte. Die Wahl fällt allerdings dank Rays Kindheitserinnerungen auf den Marshmallow-Mann. Dieser trampelt erst mal eine Kirche nieder, was die Zerstörung des Christentums durch den Antichristen versinnbildlichen soll.

49 Kirchenkiller

Mit den Protonenstrahlern können sie das Monster lediglich in Brand setzen. Da die Welt ohnehin unterzugehen droht, entscheiden sich die Geisterjäger, die Ströme der Protonenstrahlen zu kreuzen. Dadurch wird das Höllentor versiegelt, der Marshmallow-Mann wird gegrillt und es gibt eine gigantische Explosion, die eigentlich keiner auf dem Dach hätte überleben können.

50 Gekreuzte Ströme

51 Explosion_1

Dem gutgläubigen Publikum zuliebe überleben es die Geisterjäger aber doch. Sogar Dana und Louis lassen sich aus den Kadavern der Höllenhunde schälen. Warum aber muss Dana dabei stöhnen, als hätte sie gerade den tollsten Orgasmus ihres Lebens gehabt? Wahrscheinlich dem männlichen Publikum zuliebe. Zum Schluss werden die Ghostbusters gebührend gefeiert und Dan Akroyd darf noch mal für Marlboro Werbung machen.

53 Malboromann

Fazit: Was auf den ersten Blick wie eine Komödie wirkt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als extrem Furcht einflößender Horrortrip. „Ghostbusters“ zieht dabei von Freimaurersymbolik über theosophische Esoterik bis hin zum Satanismus wirklich alle Register. Es geht um nichts Geringeres als um die Ankunft des Antichristen, die Apokalypse und das anschließende Wassermannzeitalter. Das Ganze spielt dann auch noch im Big Apple, was ja an sich schon eine Anspielung auf den Sündenfall ist.

Alienduft

Das nach seinem Gründer benannte französische Kosmetikunternehmen Thierry Mugler hat 2014 ein neues Parfum mit dem Titel „Alien“ herausgebracht. So auffällig wie der Produktname ist auch die Werbung, welche mit einer Sonnenfinsternis beginnt.

1 Sofi

Der Spot spielt in der Wüste, was eine Anspielung auf das Pharaonenreich sein könnte. Die blonde Frau scheint jedenfalls einen ähnlich verlängerten Hinterkopf zu haben, wie manche Pharaonen. Bei einem Produkt mit dem Namen „Alien“ wohl kaum ein Zufall.

2 Alienfrau

Die Frau steht auf einem achtzackigen Stern der Isis.

3 Stern der Isis

An der Decke findet sich ein weiterer, etwas spitzerer Stern der Ištar.

4 Stern der Ištar

Von oben kommt ein leuchtender Orb herab. Offenbar soll dies eine extradimensionale Lebensform darstellen, denn der Orb verwandelt sich alsbald in das Alien-Parfum.

5 Orb

6 Alienflakon

An den Wänden befinden sich dreieckige Muscheln, offenbar mit einem Pinienzapfen in der Mitte. Beides freimaurerische Fruchtbarkeitssymbole, was bei Parfum durchaus Sinn macht.

7 Dreiecksmuschel

8 Alienduft

Hellywood ganz in Schale

In Seth McFarlanes Zeichentrickserie „Family Guy“ ist das Maskottchen der Stadt Quahog eine Muschel.

Quahog Muschel

Die Stammkneipe von Peter Griffin und seinen Kumpels ist dementsprechend „The Drunken Clam“ (zu Deutsch: „Die betrunkene Kaffmuschel“).

The Drunken Clam

Bei Matt Groenings Konkurrenzserie „The Simpsons“ ist die Bedeutung der Muschel als Venussymbol noch etwas eindeutiger, denn hier finden wir eine Adaption von Sandro Botticellis „Die Geburt der Venus“.

Die Geburt der gelben Venus

Im Zeichen der Muschel

Wenn es um Firmenlogos in Muschelform geht, fällt einem als erstes der britische Ölkonzern Royal Dutch Shell ein. Die Muschel in Bild und Namen hat wider Erwarten keinen freimaurerischen Hintergrund, sondern geht auf die ursprüngliche Geschäftsrichtung zurück. Zunächst gründete nämlich der jüdisch-orthodoxe Unternehmer Marcus Samuel (1799-1872) im Jahr 1833 ein Kuriositätengeschäft, welches vor allem mit dekorativen Muscheln handelte. Erst 1890 entschieden sich seine beiden Söhne, Tankschiffe zum Öltransport zu bauen, wobei sie den ursprünglichen Firmennamen beibehielten.

Shell_logo

Obwohl sich Shell inzwischen zu einem Multinationalen Konzern entwickelt hat, kann dem Logo keine okkulte Bedeutung zugesprochen werden. Auch sonst findet man die Muschel fast ausschließlich bei Firmen, die im maritimen Bereich tätig sind. Freimaurerische Venusmuscheln sind daher eher in der Architektur und Kunst zu suchen. Eindeutig sind dabei insbesondere Fälle, bei denen die Muschel in einem Dreieck arrangiert ist.

Waltershäuser Str., Gotha

Waltershäuser Str., Gotha

Die Venusmuschel – Symbol der Fruchtbarkeit

von Joe Doe

Die Venusmuschel ist sowohl ein freimaurerisches Symbol als auch eine Familie von Weichtieren. Die Namensherkunft ist in beiden Fällen identisch. Der griechischen Mythologie nach wurde die Liebesgöttin Aphrodite aus dem Meerschaum und in der Folge aus einer Muschel geboren. In der römischen Mythologie wurde aus Aphrodite die namensgebende Venus. Das weltberühmte Bild „Die Geburt der Venus“, welches Sandro Botticelli (1445-1510) um das Jahr 1448 malte, stellt diese mythologische Szene nach.

Die Geburt der Venus - Sandro Botticelli

Die Geburt der Venus – Sandro Botticelli

In Naturwissenschaften scheint Botticelli allerdings nicht sonderlich bewandert gewesen zu sein, denn sein Gemälde zeigt eine Herzmuschel. Die radial gerippten Herzmuscheln sind zwar mit den Venusmuscheln verwandt, letztere haben jedoch konzentrische Rillen bzw. Rippen.

Venusmuschel

Dennoch hat sich die Herzmuschel in der freimaurerischen Kunst und Architektur als Venussymbol durchgesetzt und findet sich an zahlreichen alten Gebäuden.

Hauptmarkt, Gotha

Hauptmarkt, Gotha

Die Bedeutung der Muschel in der Freimaurerei ist relativ eindeutig. Zwar steht der Planet Venus in der okkulten Astrologie auch für Luzifer (als Morgenstern) und Satan (als Abendstern), jedoch muss zwischen dem Planeten Venus und der Venusmuschel klar unterschieden werden. Die altrömische Göttin Venus hat, ebenso wie ihre Vorlage Aphrodite, nichts mit Luzifer zu tun. In Anlehnung an sie ist die Muschel in erster Linie als Symbol weiblicher Fruchtbarkeit zu verstehen.

Dies kann in der Regel auch für die Bezeichnung Venus gelten, z.B. bei der 1908 in Österreich entdeckten Venus von Willendorf. Diese und andere steinzeitliche Darstellungen gebärfreudiger Frauen wurden keineswegs von ihren ursprünglichen Schöpfern auf den Namen Venus getauft, sondern erst durch ihre neuzeitlichen Entdecker. Der durch die Muschel ausgedrückte Fruchtbarkeitskult in der Freimaurerei ist natürlich wesentlich dezenter als diese vollbusigen Steinfiguren.

Venus von Willendorf

Visionen von Atlantis

Die Band Visions of Atlantis trägt den untergegangenen Kontinent direkt im Namen.

Visions of Atlantis - Trinity

Auf dem Cover der „Cast away“ finden wir wieder die Venusmuschel, die wir bereits vom Kinoplakat des Films „Beyond Atlantis“ kennen. Auf diesem Album findet sich übrigens auch eine Single namens „Lemuria“ – dem mutmaßlichen Kontrahenten von Atlantis.

Visions Of Atlantis - Cast Away

Welch enge Beziehungen die Band zu den Herrschern des alten und neuen Atlantis hat, zeigte sie jedoch erst auf dem Cover der „Delta“.

Visions Of Atlantis - Delta

Wo die Pyramide mit den Auge auftaucht, ist Baphomet nicht weit. Statt Jesus wird auf dem Cover der „Maria Magdalena“ dessen Frau verhöhnt und mit Pentagrammkette sowie Totenschädel dargestellt.

Visions of Atlantis - Baphomet

Atlantis in Film und Fernsehen

Atlantis ist in Filmen uns Serien seit jeher präsent und es zeigt sich ein reges Interesse der Filmindustrie an diesem Thema.

Die ersten Erfahrungen mit Atlantis können bereits Kinder mit der Serie „Die geheimnisvollen Städte des Goldes“ (1982-83) machen. In dieser reisen der Junge Esteban, die Inkatochter Zia und Tao mit dem spanischen Eroberer Mendoza durch das Inka-Reich. Den primitiven Spaniern geht es natürlich nur darum, die Goldstadt Eldorado zu finden.

Cities of Gold

Dieses Eldorado entpuppt sich als eine Stadt des Reiches Atlantis, deren Nachfahre Tao zu sein behauptet. Auf ihrem Weg finden die Entdecker ein solar betriebenes Kriegsschiff sowie eine vergoldete Flugmaschine, die frappierend an die vermeintlichen Goldflieger aus Kolumbien erinnert.

Goldflieger

Ebenfalls für Kinder gedacht ist „Ice Age 4“, in dem das Rattenhörnchen Scrat für den Untergang von „Scratlantis“ verantwortlich ist. Allerdings ist die betreffende Szene eher scherzhaft gemeint und daher vertretbar.

Scratlantis

Ein wahrer Meilenstein der Filmgeschichte ist „Atlantis – The Lost Continent“ aus dem Jahre 1961. In diesem Film wird Atlantis als brutales Terror-Regime dargestellt, was es wohl auch tatsächlich war. Es gibt grauenhafte Genexperimente und Hirnwäschepraktiken. Dem Militär stehen Laserwaffen zur Verfügung, mit dem Atlantis die ganze Welt unterwerfen will.

Nebenbei bemerkt wimmelt es im Film von Pyramiden und der atlantische Gruß ist eine Pyramidenhandgeste, wie man sie heute in der westlichen Elite wieder findet. Offenbar wussten die Filmemacher sehr genau, was sie taten. Einzig mit der zeitlichen Einordnung lagen sie daneben und siedelten die Filmhandlung parallel zum antiken Griechenland der Platon-Ära an.

Lost Continent Pyramide

Pyramidenlogo und Pentagramme

Pyramidenlogo und Pentagramme

Pyramiden sowie die entsprechende Handgeste sind auch im Film „Warlords of Atlantis“ von 1978 präsent.

Warlords Pyramidenhand

Beyond Atlantis wirbt indessen mit der „Geburt der der Venus“.

Beyond Atlantis Venusmuschel

Im geteilten Deutschland war man ebenfalls „Unterwegs nach Atlantis“. In der DDR bereits 1977 in einem DEFA-Film und in der BRD 1981 in Form einer 13-teiligen TV-Serie…

In die Zeit nach dem Untergang von Atlantis fällt „Conan der Barbar“ aus dem Jahr 1982. Zu diesem Film haben wir inzwischen einen Artikel online.

Sexkätzchen Lady Gaga

Wir hatten bereits die sexuelle Erniedrigung von Lady Gaga behandelt. Auch sie scheint eine Sexkätzchen-Programmierung durchlaufen zu haben.

Sexkitten Gaga

Neben den Hello Kitties haben wir auf folgendem Bild noch eine Abwandlung der Geste „Wie im Himmel so auf Erden“. Außerdem sind ihre Augen stark vergrößert, als ob sie unter Drogen steht. Ein weiterer Hinweis auf Mind Control.

Der Thron ist ebenfalls sehr interessant. Links und rechts finden wir die beiden Säulen Jachin und Boas und über Lady Gagas Kopf prangt ein freimaurerischer Winkel in einem Sonnensymbol, umgeben von Venusmuscheln.

lady-gaga-as-above-so-below2

Freimaurersymbole in Gotha – Teil 1

In diesem Video nehmen wir Euch mit auf eine Fototour durch Gotha (Thüringen). Auf dieser Reise gibt es zahlreiche Freimauersymbole zu entdecken, die wir Euch kurz erläutern werden. Zwar steht die ehemalige Loge „Ernst zum Kompost …äh… Kompass“ nicht mehr, dennoch sind viele Symbole nach wie vor präsent.

Sofern Ihr nicht aus Gotha kommt, müsst Ihr gar nicht mal weit reisen, um selbst auf Entdeckungstour zu gehen. Denn Freimaurersymbole finden sich in nahezu jeder Stadt und eventuell werden wir uns noch weitere Hochburgen der Freimaurerei vornehmen. Für einen zweiten Teil zu Freimaurersymbolen in Gotha sammeln wir bereits Material.