Macron oder Le Pen – Es macht keinen Unterschied

Die erste Runde der französischen Präsidentschaftswahlen hätte nicht schlechter laufen können. Zwar gewann der Linkskandidat Jean-Luc Mélenchon mit 19,6% ein beachtliches Ergebnis, doch leider reichte das nur für Platz 4. Er wäre der Einzige gewesen, der nicht zum Establishment gehört und mit seinen sozialen Forderungen wirklich etwas hätte verändern können. Zudem wäre er der Kandidat der Jugend gewesen, denn bei den unter 35-Jährigen erzielte er rund 30%.

Nun sieht die Zukunft jedoch düster aus. In die Stichwahl gehen Emmanuel Macron mit 24% und Marine Le Pen mit 21,3%. Das ist wie in den USA eine Wahl zwischen Pest und Cholera, zumal beide Kandidaten neoliberale Ansichten vertreten und schon wegen Korruption aufgefallen sind.

Die Frontfrau des Front National spielt darüber hinaus eine führende Rolle unter den Rechtspopulisten in Europa und hat beste Verbindungen zur deutschen AfD sowie zu Wladimir Putin. Ihren Vater und Parteigründer Jean-Marie Le Pen hat sie zwar wegen dessen offen antisemitischen Äußerungen längst aus der Partei geworfen, um dem Front National einen bürgerlichen Anstrich zu geben, zu ihren engsten Vertrauten gehören aber immer noch zahlreiche Rechtsextremisten. Außerdem vertritt sie rechte Positionen wie Islamfeindlichkeit und befürwortet die Todesstrafe.

Wenn Le Pen die Wahl gewinnen sollte, werden sich die Konfrontationen zwischen der Polizei und gewaltbereiten Migranten in den Pariser Banlieues verschärfen, was zu einer Radikalisierung auf beiden Seiten führen wird. Eine Entspannungspolitik und Integration wird dann kaum noch möglich sein. Mehr Sicherheit wird dadurch kaum erreicht, im Gegenteil könnte es sogar zu einem Bürgerkrieg kommen.

Interessant ist, dass auch deutsche Medien wie N24 Marine Le Pen ausgerechnet nach der erneuten Attacke auf die Pariser Polizei eine Plattform für ihre fremdenfeindliche Propaganda geboten haben. Während ihre Rede ungekürzt und unkommentiert übertragen wurde, hat man die anderen Kandidaten nicht zu Wort kommen lassen. Das ist genau wie bei der AfD, welche die Medien dreister Weise als „Lügenpresse“ beschimpft, obwohl ihren Spitzenkandidaten in fast jeder Talkshow eine Plattform geboten wird.

Kommen wir nun aber zum aussichtsreichsten Kandidaten Emmanuel Macron, der für seine 2016 gegründete Partei En Marche (deutsch: „Vorwärts!“) antritt. Er gibt sich gerne als linksliberaler Erneuerer aus, gehört aber bei genauerer Betrachtung schon lange zum neoliberalen Establishment. 2006 bis 2009 war er Mitglied der Sozialistischen Partei, welche mit der deutschen SPD vergleichbar ist. Also eine kapitalistische Partei, die sich den Anstrich einer sozialen Arbeiterpartei gibt. Von 2014 bis 2016 war Macron zudem Wirtschaftsminister unter François Hollande, der sich in Sachen Sozialabbau mit Gerhard Schröder vergleichen lässt.

Mit Schröder hat auch Macron selbst einige Gemeinsamkeiten. Der ehemalige deutsche Kanzler hatte sich seinen 70. Geburtstag von der Bankiersfamilie Rothschild ausrichten lassen. Emmanuel Macron stieg seinerseits 2008 als Investmentbanker bei der Pariser Investmentbank Rothschild & Cie ein und wurde zwei Jahre später zum Partner bei Rothschild. 2012 begleitete er in dieser Funktion die Übernahme der Säuglingsnahrungssparte des US-Pharmakonzerns Pfitzer durch Nestle. Er gehört also zu den höchsten Kreisen der kriminellsten Banken und Konzerne der Welt.

Seine Karriere kommt natürlich nicht von ungefähr. Sie begann bereits in seiner Jugend, in der er eine Privatschule der Jesuiten besuchte. Dort lernte er seine 25 Jahre ältere Frau Brigitte Trogneux kennen, die an der Schule Französischunterricht gab. Wie herrlich doppeldeutig. Seine Jesuitenerziehung dürfte ihm derweil einige Türen geöffnet haben, u.a. jene des Finanzministeriums. Nach seiner dortigen Tätigkeit wechselte er zur wirtschaftsliberalen Pariser Denkfabrik Institut Montaigne. Bei diesem sozialen Umfeld dürfte es naheliegen, dass Macron der Hochgradfreimaurerei angehört.

Quelle

In jedem Fall ist Emmanuel Macron ein hochgezüchteter Führungskader der kapitalistischen Herrschaftselite und könnte bald mit gerade einmal 39 Jahren der jüngste Präsident in der französischen Geschichte werden. Es sollte jedem halbwegs vernunftbegabten Menschen klar sein, dass dieser Mann nicht die Interessen des Volkes vertreten wird, sondern einzig die der Hochfinanz und Großkonzerne. Die sich daraus ergebenden sozialen Einschnitte werden den Rechtspopulismus weiter anheizen und wenn Le Pen nicht diese Wahl gewinnt, dann auf jeden Fall die nächste. Die Franzosen, die weder knallharten Neoliberalismus noch Faschismus wollen, sind wirklich nicht zu beneiden. Sie können nur den Wahlzettel ungültig machen oder gar nicht wählen gehen.

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Wie viel IS steckt hinter den letzten Amokläufen?

In den vergangenen Wochen rollte eine Welle von Amokläufen über Frankreich und Deutschland. Zu einigen der Taten bekannte sich anschließend der IS. Doch stimmt das wirklich oder bekennt sich der Islamische Staat aus PR-Gründen einfach zu allem, was gerade passiert? Werden wir wirklich vom IS angegriffen oder handelt es sich nur um durchgeknallte Einzeltäter? Betrachten wir die Fälle etwas genauer.

Die Amokfahrt von Nizza

Am 14. Juli 2016, dem französischen Nationalfeiertag, raste der 31-jährige Tunesier Mohamed Salmene Lahouaiej Bouhlel mit einem LKW in eine Menschenmenge auf der Promenade des Anglais und schoss dabei auf herbei eilende Polizisten. Die Bilanz: 84 Tote und über 300 Schwerverletzte. Unter den Betroffenen war auch eine Schulklasse aus Deutschland.

Der Täter war kein Flüchtling, sondern lebte bereits seit 2005 in Frankreich und war als Kleinkrimineller bekannt. Also kein besonders frommer Muslim und Bekannte berichteten zudem, dass er Alkohol trank und Schweinefleisch aß. Islamistisch radikalisiert hat er sich wohl erst wenige Tage oder Wochen vor seinem Amoklauf. Demnach war Bouhlel kein Schläfer mit ausgefeiltem Terrorplan im Gepäck. Sein Bekenntnis zum IS dürfte am ehesten ein Ventil für seine bereits vorhandenen Aggressionen gewesen sein und weniger einer echten religiös-fundamentalistischen Überzeugung entspringen. Zudem enthält das Bekennerschreiben keinerlei Hinweise, dass der IS über die Planung der Tat informiert gewesen war.

Der „Midnight Meat Train“ von Würzburg

Nur vier Tage nach Nizza griff am 18. Juli ein jugendlicher Flüchtling in einer Regionalbahn bei Würzburg mehrere Menschen mit einem Beil und einem Messer an. Es gab mehrere Verletzte, vier davon schwer. Der Täter wurde kurz darauf von einem Spezialeinsatzkommando der Polizei erschossen.

Die AfD-Wähler werden sich nun gewiss aufregen, wie gefährlich doch Flüchtlinge für unsere Sicherheit seien. Tatsächlich wurde der 17-Jährige mit offenen Armen empfangen, kam in eine Pflegefamilie und lernte Deutsch. Ebenso scheint es, dass er über seine tatsächliche Herkunft gelogen hat und Kontakte zum IS gehabt haben könnte. Bestätigt sich in diesem Falle also das Bild, welches Rechtsextremisten zeichnen?

Mitnichten, denn an diesem Fall ist einiges faul. Zum einen ist immer noch unklar, ob der Täter Afghane oder Pakistaner war. Gleiches gilt für seine Kontakte zum IS, denn die selbst gebastelte IS-Flagge, die angeblich in seinem Zimmer gefunden wurde, ist ein eher dürftiges Indiz. IS-Flaggen gibt es in den Kriegsgebieten sowie im Internet zu kaufen, wer also als Terrorkämpfer nach Deutschland kommt, muss sich die nicht selbst malen. Das Bekenntnis des IS zu der Tat dürfte derweil wieder typische PR-Strategie sein.

Der Amoklauf selbst war ebenfalls nicht typisch für den IS. Es war weder ein Selbstmordanschlag noch eine Schießerei und es gab zwar Schwerverletzte, jedoch (zum Glück) keine Toten. Wenn man da an die Anschläge von Paris und Brüssel denkt, fällt der Amoklauf mit einer Axt und einem Messer doch stark aus dem Rahmen. Alles deutet auf eine spontane Tat hin. Hinzu kommt, dass es sich um einen jugendlichen Einzeltäter handelte und nicht um eine erfahrene Terrorzelle. Es ist möglich, dass der Täter Sympathien für den IS hegte, doch er könnte sich seine Inspiration genauso gut bei Clive Barkers „The Midnight Meat Train“ geholt haben. Offenbar handelte es sich bei ihm um einen psychisch gestörten Jugendlichen, möglicherweise mit einem Kriegstrauma.

Genaueres werden wir jedoch nie erfahren, da er nach der Tat von der Polizei getötet wurde. Schon seltsam, dass das Spezialeinsatzkommando genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort war, angeblich wegen einer Drogenrazzia in einem Nachbarort. Obwohl der Täter nur leicht bewaffnet war und ein Schuss in die Extremitäten wohl genügt hätte, um ihn handlungsunfähig zu machen und zu verhaften, wurde er sofort ausgeschaltet. Warum? Und vor allem: Wem nützt es?

Der Amoklauf von München

Abermals vier Tage später kam es am 22. Juli zu einem Amoklauf im Münchner Olympia-Einkaufszentrum, bei dem 9 Menschen starben und 4 weitere durch Schüsse verletzt wurden. Der Täter, ein Deutsch-Iraner, erschoss sich schließlich selbst, als er von der Polizei angesprochen wurde. Wie aufs Stichwort schrillten bei der AfD und ihren Wählern wieder einmal die Alarmglocken. Doch diesmal sollten die ganzen Rassisten lieber die Klappe halten, denn der Täter stand auf ihrer Seite.

David S. war kein Flüchtling und auch kein Islamist. Im Gegenteil verkündete er während seiner Tat stolz, in Deutschland geboren zu sein, was auch in einem Beweisvideo festgehalten wurde. Mit Erreichen der Volljährigkeit hatte er sogar seinen Vornamen Ali in David ändern lassen. Politisch stand er ziemlich weit rechts und orientierte sich bei seinem Amoklauf u.a. an dem norwegischen Terroristen Anders Behring Breivik. Zudem soll David S. einen Hass auf Türken und Araber gehabt und sich aufgrund seiner iranischen Wurzeln diesen überlegen gefühlt haben. Er ging bei seiner Tat sogar noch gezielter als Breivik vor und schoss explizit auf Menschen mit Migrationshintergrund.

Da dürfte den ganzen rechten Hetzern doch regelrecht einer abgehen. In jedem Falle sollten sie sich hüten, den Amoklauf als Argument gegen Flüchtlinge und Muslime zu benutzen, da es einfach nicht den Tatsachen entspricht. Die Tat ist eher ein Argument gegen die ausländerfeindliche Hetze von AfD und NPD, die als ideologische Grundlage für diesen Amoklauf diente.

Der Auslöser dürfte aber dennoch in der Psyche von David S. zu suchen sein. Dieser wurde in der Schule gemobbt und litt aufgrund dessen an einer depressiven Störung, wegen der er auch stationär behandelt worden war. Es gibt starke Parallelen zu Amokläufern wie Robert Steinhäuser (Erfurt, 2002) und Tim Kretschmer (Winnenden, 2009), mit denen er sich vor seiner Tat intensiv beschäftigte.

Der Bomber von Ansbach

Diesmal dauerte es nur zwei Tage, bis es am 24. Juli in Ansbach erneut krachte. Am Eingang eines Musikfestivals in Ansbach zündete Mohammed Daleel eine Rucksackbombe, tötete sich damit selbst und verletzte 15 umstehende Personen. Glücklicherweise starb außer dem Täter niemand.

Ansbach ist der einzige Vorfall, bei dem eine klare Verbindung zum IS besteht. Der 27-jährige Täter kam als vermeintlicher Flüchtling aus Syrien über Umwege nach Deutschland. Schussverletzungen deuten jedoch darauf hin, dass er als IS-Kämpfer im Krieg um Syrien beteiligt gewesen war. Zudem kündigte er ganz unverhohlen eine Märtyreroperation in Ansbach als Racheakt an und soll dem IS-Führer Abu Bakr al-Baghdadi die Treue geschworen haben.

Darüber hinaus war Mohammed Daleel den Behörden bereits durch Drogen- und Nötigungsdelikte aufgefallen. Nach einem schlampig inszenierten Suizidversuch im Januar 2015 kam er in die Psychiatrie der Bezirksklinik Ansbach, wo er im Februar wegen Unklarheiten bezüglich der Kostenübernahme entlassen wurde. Ein schwerer Fehler, wie sich nun herausgestellt hat.

Übrigens hatten alle vier Täter zuvor psychische Probleme, was die Frage aufwirft, in wie weit religiöse und politische Ideologien eher Symptom als Ursache für solche Taten sind?

Fazit

Von 4 Vorfällen kann gerade einmal einer zweifelsfrei auf den IS zurückgeführt werden. Deutschland ist bei alledem vergleichsweise eher glimpflich davongekommen. Tote sind hierzulande nur in München zu verzeichnen und die gehen mitnichten auf das Konto eines Flüchtlings oder Islamisten, sondern waren selbst Migranten. Bleiben also zwei Amok laufende Migranten und ein IS-Kämpfer, wegen denen sich Rechtspopulisten und Neonazis nun wieder in ihrer Meinung bestätigt fühlen werden.

Wie abenteuerlich die Hetze ist, zeigt das Verhältnis von bislang einem Amokläufer und einem IS-Kämpfer auf mehr als eine Million Flüchtlinge in Deutschland. Wer ernsthaft von diesen beiden auf alle Flüchtlinge schließt, hat nicht mehr alle Tassen im Schrank. Da ist der Anteil an Rechtsterroristen unter Deutschen weitaus höher und es möchte wohl kein Normalbürger mit braunen Bombenlegern auf eine Stufe gestellt werden. Oder mit einem Breivik-Verschnitt, der in München um sich ballert. Übrigens stellt Donald Trump bereits alle Deutschen unter Generalverdacht und will die Einreise deutscher Touristen in die USA erschweren. Na, wie fühlt sich das an?

Solche Vorfälle können und dürfen nicht zum Anlass genommen werden, Millionen Menschen, die vor Krieg, Folter und Hunger fliehen, humanitäre Hilfe zu verweigern. Wer Familien mit kleinen Kindern wünscht, ihr Boot möge auf dem Mittelmeer absaufen, ist nicht besser als der Bomber von Ansbach. Hass bleibt Hass, egal ob er nun islamistisch oder rassistisch motiviert ist.

Ebenso verwerflich ist das Spiel mit der Angst. Inzwischen kommt es zu immer mehr Bombendrohungen durch Trittbrettfahrer. Es ist unwahrscheinlich, dass es sich dabei um Islamisten handelt, da diese ihre Taten eher per Videobotschaft im Internet ankündigen und nicht bei der Polizei anrufen. Damit würden sie ihre Taten ja selbst vereiteln. Neben einigen üblen Scherzen handelt es sich bei der Mehrheit der Anrufe wohl eher um Rechtsextremisten, die nun ihre Chance sehen, politisches Kapital aus der Terrorangst zu schlagen.

Das Vortäuschen einer Straftat ist jedoch strafbar. Auch eine leere Bombendrohung kann bis zu drei Jahren Haft und Bußgelder in Höhe von mehreren zehntausend bis hunderttausend Euro zur Folge haben. Die Täter sollten also ihrerseits Angst vor der Privatinsolvenz haben, zumal die Aufklärungsquote recht hoch ist. Wir sollten uns indessen nicht durch die Terrorangst verunsichern und erst recht nicht manipulieren lassen.

Die Bilderberg-Konferenz 2016

Vom 9. bis 12. Juni fand in Dresden die diesjährige Bilderberg-Konferenz statt. Der Austragungsort war diesmal kein Hotel Bilderberg, sondern ein Hotel Taschenbergpalais in Sichtweite der Semper-Oper. Die schöne Kulisse dürfte aber nicht der Grund gewesen sein, warum sich die Hauptfluchtverursacher ins Zentrum der asylfeindlichen Pegida-Bewegung gewagt haben. Dresden verkörpert wie kaum eine andere Stadt die erfolgreiche Durchsetzung des Prinzips „teile und herrsche“.

So kam es im Verlauf der Konferenz auch zu keiner rechtspopulistischen Großdemonstration. Offensichtlich haben die Pegida-Anhänger nur etwas gegen Kriegsflüchtlinge und Muslime, nicht aber gegen imperialistische Invasoren. Dabei wären die Bilderberger die absolut richtige Adresse für Protest, da ihre Kriege und ihre ungerechte Weltwirtschaft die Wurzel massenhafter Vertreibungen sind. Der Protest blieb jedoch eher verhalten und bis auf eine kleine NPD-Kundgebung war er überwiegend linksgerichtet.

Die Medien ignorierten größtenteils sowohl die Konferenz als auch die Proteste dagegen. Wenn doch mal was zu lesen war, dann entweder über „Antiamerikanisten“ oder „Verschwörungstheoretiker“. Spiegel Online brachte gar einen Satire-Artikel über einen vermeintlichen Dokumenten-Leak, der sich über alle Kritiker lustig machte. Dabei waren doch genügend Medienvertreter vor Ort, um tatsächliche Informationen aus erster Hand zu leaken. Darunter waren aus Deutschland Thomas Ebeling von Pro7Sat1 und Matthias Döpfner vom Springerverlag vertreten.

Stupide Standardantworten gab es auch auf der Bundespressekonferenz sowie von Seiten der Regierung auf eine kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag. DIE LINKE war im Übrigen die einzige im Bundestag vertretene Partei, die das Bilderberg-Treffen auf die Tagesordnung setzte und dabei offen kritisierte. Zum einen wegen der Intransparenz, zum anderen, weil die deutschen Steuerzahler die Kosten zu tragen haben und dafür auch noch ausgesperrt wurden. Der Austragungsort war nämlich weiträumig abgesperrt und das Versammlungsrecht innerhalb einer großzügigen Bannmeile außer Kraft gesetzt.

Die überzogenen Sicherheitsmaßnahmen gingen sogar so weit, dass ein unbescholtener Bürger verhaftet wurde, weil er ein Brot bei sich hatte. Es hätte ja als Wurfgeschoss dienen können. Ob auch Bilderberger verhaftet wurden, die sich an der Brottheke des Hotels bedient haben, ist nicht bekannt. Sie dürften sich allerdings köstlich amüsiert haben, dass die deutsche Staatsgewalt den verarmten Massen inzwischen schon die Grundnahrungsmittel wegnimmt.

Doch kommen wir zum Kern des Treffens. Zumindest die groben Tagesordnungspunkte sind auf der offiziellen Webseite der Bilderberger nachzulesen, was durchaus interessant ist. Verbindet man diese Punkte mit den politischen Entscheidungen der nächsten Wochen, dürfte jeder eine recht klare Vorstellung davon erhalten, was auf der Konferenz besprochen wurde. Und das hat wie immer globale Auswirkungen.

Zu vorderst ging es natürlich um die Verschärfung der weltweiten Konflikte. Der Nahe Osten stand logischerweise schon allein wegen des selbst geschaffenen IS auf dem Plan, aber auch Russland und China wurden thematisiert. Diese beiden Weltmächte werden zunehmend von der NATO eingekreist und Bundeskriegsministerin Ursula von der Leichen (CDU) hat schon nach ihrer Teilnahme am Bilderberg-Treffen 2015 Truppen an die russische Grenze geschickt. Ihre neuen Einsatzbefehle wird sie dieses Jahr wohl direkt vom Oberbefehlshaber der US-Streitkräfte in Europa, Philip M. Breedlove, erhalten haben.

Kriege verursachen natürlich Flucht und so war auch die Migration in Europa ein Thema. Die Spaltung des Kontinents trägt ja inzwischen Früchte und so ist es fast schon zynisch, dass auch die Einheit Europas besprochen wurde. Zusammen mit den Bereichen Wachstum und Reform dürfte es aber ohnehin lediglich um Wirtschaftsinteressen gegangen sein und Migranten sind bekanntlich billige Arbeitskräfte.

Beim Tagesordnungspunkt „Prekariat und Mittelschicht“ dürfte es in eine ähnliche Richtung gegangen sein. Es wäre absolut naiv anzunehmen, der reichen Elite ginge es darum, den Armen zu helfen und die Mittelschicht zu retten. Da braucht man sich nur die Finanzpolitik von Bundesfinanzminister Wolfgangster Schäuble (CDU) zu betrachten, um zu wissen, dass es um die weitere Umverteilung von unten nach oben ging. Um das zu garantieren waren auch wieder Vertreter der wichtigsten Banken mit dabei.

Beschleunigt wird diese Umverteilung durch Freihandelsabkommen wie TTIP, CETA und TISA. Diese standen zwar offiziell nicht auf der Tagesordnung, wurden aber garantiert unter „aktuelle Ereignisse“ oder „Geopolitik in Energiefragen und Rohstoffpreise“ besprochen. Immerhin ist gerade Fußball-Europameisterschaft, da sind die Massen abgelenkt und schauen nicht hin, wenn diese Abkommen unterzeichnet werden.

Bei den Themen „Cybersicherheit“ und „technologische Neuerungen“ wird es sehr wahrscheinlich um mehr Überwachung gegangen sein, was erklären würde, warum auch Bundesspionageminister Thomas deMaiziére (CDU) auf der Konferenz anwesend war. Überhaupt waren fast alle CDU-Minister mit dabei. Nur Kanzlerin Angela Merkel (CDU) stand nicht auf der offiziellen Gästeliste, soll aber inoffiziell teilgenommen haben. Dafür war der sächsische Ministerpräsiden Stasilaw Tillich (CDU) offiziell dabei, immerhin tragen seine Wähler einen Großteil der Kosten.

Wer sonst noch unter den rund 125 Gästen war? Neben US-Amerikanern hauptsächlich Deutsche. Hier die offizielle Gästeliste:

Chairman: Henri de Castries (Frankreich) – Vorsitzender und Geschäftsführer der AXA Group

Deutschland (16):

Paul M. Achleitner – Vorsitzender des Supervisory Board der Deutsche Bank AG
John Cryan – Geschäftsführer der Deutsche Bank AG
Mathias Döpfner – Geschäftsführer von Axel Springer
Thomas Ebeling – Geschäftsführer von ProSiebenSat.1
Thomas Enders – Geschäftsführer der Airbus Group
Ulrich Grillo – Vorsitzender der Grillo-Werke AG; Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie
Timotheus Höttges – Geschäftsführer der Deutsche Telekom AG
Julia Jäkel – Geschäftsführerin von Gruner + Jahr
Joe Kaeser – Präsident und Geschäftsführer der Siemens AG
Carsten Kengeter – Geschäftsführer der Deutsche Börse AG
Ursula von der Leyen – Bundeskriegsministerin (CDU)
Thomas de Maizière – Bundesspionageminister (CDU)
Wolfgang Schäuble – Bundesfinanzminister (CDU)
Klaus Schwab – Präsident des Weltwirtschaftsforums
Hans-Werner Sinn – Professor für Ökonomie und öffentliche Finanzen, Ludwig Maximilian Universität München
Stanislaw Tillich – Ministerpräsident von Sachsen (CDU)

Belgien (3):

Yasmine Kherbache – Politikerin (Socialistische Partij Anders)
Thomas Leysen – Vorsitzender der KBC Group
Charles Michel – Primierminister

Bulgarien (1):

Kristalina Georgiewa – Vizepräsidentin der Europäischen Kommission

Dänemark (4):

Thomas Ahrenkiel – Sekretär des Kriegsministeriums
Christian Dyvig – Vorsitzender von Kompan
Ulrik Federspiel – Group Executive, Haldor Topsøe A/S
Søren Pind – Justizminister

Finnland (2):

Matti Apunen – Direktor des Finnish Business and Policy Forum EVA
Björn Wahlroos – Vorsitzender der Sampo Group, Nordea Bank, UPM-Kymmene Corporation

Frankreich (10):

Patricia Barbizet – Geschäftsführerin von Artemis
Nicolas Baverez – Partner, Gibson, Dunn & Crutcher
Olivier Blanchard – Fred Bergsten Senior Fellow, Peterson Institute
Emmanuelle Charpentier – Direktor des Max Planck Institut für Infektionsbiologie
Benoît Coeuré – Mitglied des Executive Board der Europäischen Zentralbank
Laurent Fabius – Präsident des Constitutional Council
Etienne Gernelle – Chefredakteur des Le Point
Sylvie Goulard – Mitglied des EU-Parlaments
Christine Lagarde – Geschäftsführende Direktorin des IWF
Edouard Philippe – Bürgermeister von Le Havre

Griechenland (3):

George Logothetis – Vorsitzender und Geschäftsführer der Libra Group
Kyriakos Mitsotakis – Politiker, Vorsitzender der Nea Dimokratia
Dimitri Papalexopoulos – Geschäftsführer von Titan Cement Co.

Großbritannien (10):

Marcus Agius – Vorsitzender der PA Consulting Group
Douglas J. Flint – Gruppenvorsitzender von HSBC Holdings plc
Helen Goodman – Politikerin (Labour Party)
Dido Harding – Geschäftsführerin TalkTalk Telecom Group plc
Demis Hassabis – Mitgründer und Geschäftsführer von DeepMind
John Kerr – Deputy Vorsitzender von Scottish Power
Zanny Minton Beddoes – Chefredakteur von The Economist
John Sawers – Vorsitzender und Partner von Macro Advisory Partners
Guy Standing – Co-Präsident von BIEN; Research Professor, University of London
Martin H. Wolf – Ökonomischer Chefkommentator der Financial Times

Irland (2):

Michael Noonan – Finanzminister
Michael O’Leary – Geschäftsführer von Ryanair Plc

Italien (6):

Franco Bernabè – Vorsitzender von CartaSi S.p.A.
Claudio Costamagna – Vorsitzender von Cassa Depositi e Prestiti S.p.A.
Marta Dassù – Senior Direktor für europäische Beziehungen, Aspen Institute
John Elkann – Vorsitzender und Geschäftsführer von EXOR; Vorsitzender von Fiat Chrysler Automobiles
Lilli Gruber – Chefredakteurin und Moderatorin von “Otto e mezzo”, La7 TV
Carlo Ratti – Direktor des MIT Senseable City Lab

Kanada (4):

Yoshua Bengio – Professor in Computerwissenschaft und Unternehmensforschung, University of Montreal
Chris Hadfield – Colonel, Astronaut
Bill Morneau – Finanzminister
Heather M. Reisman – Vorsitzende und Geschäftsführerin von Indigo Books & Music Inc.

Niederlande (7):

Ahmed Aboutaleb – Bürgermeister von Rotterdam
Ben van Beurden – Geschäftsführer von Royal Dutch Shell plc
Sharon A.M. Dijksma – Umweltministerin
Victor Halberstadt – Professor für Ökonomie, Universität Leiden
Willem-Alexander, König der Niederlande
Kajsa Ollongren – Stellvertr. Bürgermeisterin von Amsterdam
Mark Rutte – Premierminister (VVD)

Norwegen (3):

Svein Richard Brandtzæg – Präsident und Geschäftsführer von Norsk Hydro ASA
Børge Brende – Außenminister
Kristin Skogen Lund – Generaldirektorin von The Confederation of Norwegian Enterprise

Österreich (3):

René Benko – Gründer und Vorsitzender des Advisory Board der SIGNA Holding GmbH
Andreas Schieder – Klubobman der SPÖ
Rudolf Scholten – Geschäftsführer der Österreichischen Kontrollbank AG

Polen (1):

Radoslaw Sikorski – Senior Fellow, Harvard University; ehem. Außenminister

Portugal (3):

Maria Luís Albuquerque – ehem. Finanzminister (Sozialdemokratische Partei)
José M. Durão Barroso – ehem. Präsident der EU-Kommission
Carlos Gomes da Silva – Vizevorsitzender und Geschäftsführer von Galp Energia

Schweden (4):

Magdalena Andersson – Finanzminister
Conni Jonsson – Gründerin und Vorsitzende von EQT
Carl-Henric Svanberg – Vorsitzender von BP plc und AB Volvo
Jacob Wallenberg – Vorsitzender von Investor AB

Schweiz (4):

André Kudelski – Vorsitzender und Geschäftsführer der Kudelski Group
Christa Markwalder – Politikerin (FDP), Nationalratspräsidentin
Martin Vetterli – Präsident des Schweizerischen Nationalfonds
Beatrice Weder di Mauro – Professorin für Ökonomie, University of Mainz

Spanien (4):

César Alierta – Vorsitzender und Geschäftsführer von Telefónica
Ana P. Botín – Vorsitzender von Banco Santander
Juan Luis Cebrián – Vorsitzender von PRISA and El País
Luis Garicano – Professor für Ökonomie, LSE; Senior Advisor to Ciudadanos

Türkei (3):

Senem Aydin-Düzgit –Professor und Jean Monnet Chair der Istanbul Bilgi Universität
Soli Özel – Professor, Kadir Has University
Mehmet Simsek – Finanzminister (AKP)

USA (31):

Roger C. Altman – Vorsitzender von Evercore
Sam Altman – Präsident von Y Combinator
Anne Applebaum – Kolumnistin der Washington Post; Direktorin des Transitions Forum, Legatum Institute
Philip M. Breedlove – Oberbefehlshaber der US-Streitkräfte in Europa
William J. Burns – Präsident des Carnegie Endowment for International Peace
David M. Cote – Vorsitzender und Geschäftsführer von Honeywell
Richard Engel – Chef-Außenkorrespondent von NBC News
Roger W. Ferguson Jr. – Präsident und Geschäftsführer von TIAA
Niall Ferguson – Professor für Geschichte, Harvard University
Lindsey Graham – Senator (Republikaner)
Hobson, Mellody (USA), President, Ariel Investment, LLC
Reid Hoffman – Mitgründer und Vorsitzender von LinkedIn
Kenneth M. Jacobs – Vorsitzender und Geschäftsführer von Lazard
James A. Johnson – Vorsitzender von Johnson Capital Partners
Vernon E. Jordan, Jr – Senior Managing Direktor von Lazard Frères & Co. LLC
Alex Karp – Geschäftsführer von Palantir Technologies
Henry A. Kissinger – Vorsitzender von Kissinger Associates Inc., ehem. US-Außenminister (Republikaner)
Klaus Kleinfeld – Vorsitzender und Geschäftsführer von Alcoa
Henry R. Kravis – Co-Vorsitzender und Co-Geschäftsführer von Kohlberg Kravis Roberts & Co.
Marie-Josée Kravis – Senior Fellow, Hudson Institute
Richard Levin – Geschäftsfüher von Coursera
Divesh Makan – Geschäftsführer von ICONIQ Capital
Scott Malcomson – Autor; Präsident von Monere Ltd.
Megan McArdle – Kolumnist bei Bloomberg View
John Micklethwait – Chefredakteur von Bloomberg LP
Craig J. Mundie – Principal von Mundie & Associates
Charles A. Murray – W.H. Brady Scholar, American Enterprise Institute
Peggy Noonan – Autorin und Kolumnistin von The Wall Street Journal
David H. Petraeus – Vorsitzender des KKR Global Institute
Eric E. Schmidt – Vorsitzender von Alphabet Inc.
Peter A. Thiel – Präsident von Thiel Capital

Quelle

Die Tempelritter – Gralshüter oder Grabräuber?

von Shinzon

Die Geschichte der Tempelritter ist so umfangreich, dass man ganze Bücherregale damit füllen könnte. Wir wollen uns jedoch auf das wesentliche beschränken und die Bedeutung der Templer für die moderne Freimaurerei ergründen. Es geht im wahrsten Sinne des Wortes um „das Vermächtnis der Tempelritter“.

Gegründet wurde der Orden 1118 infolge des ersten Kreuzzuges. Urkundlich erwähnt wurde er zum ersten Mal 1128 im Rahmen des Konzils von Troyes, welches nach heutiger Zeitrechnung allerdings auch auf das Jahr 1129 fallen könnte. Einer der wichtigsten Initiatoren war Hugo von Payns (1080-1136), welcher auch zum ersten Großmeister der Templer wurde. Zu den weiteren Gründungsmitgliedern gehörten Gottfried von Saint-Omer, Gundomar, Gudfried, Roland, Payen von Montdidier, Gottfried Bisol, Archibald von Saint-Amand und André de Montbard. Letzterer wurde später der fünfte Großmeister des Ordens.

Es fällt auf, dass fast alle Gründungsväter der Tempelritter französischer Herkunft waren und tatsächlich waren die Templer hauptsächlich in Frankreich aktiv. In Folge des Konzils von Troyes 1129 gründete Hugo von Payns auf einer Reise durch Europa weitere Niederlassungen, darunter vor allem auch in England und Schottland, neben Frankreich die wichtigsten Zentren der späteren Freimaurerei. In Deutschland gab es ebenfalls Niederlassungen, wie z.B. der Komturhof Utterode bei Nordhausen (Thüringen).

Ein weiterer Bezug auf die Freimaurerei findet sich im Namen der Templer. Die volle Bezeichnung des Ordens lautete „Arme Ritterschaft Christi und des salomonischen Tempels zu Jerusalem“. Salomons Tempel ist ein Kernthema der freimaurerischen Mythologie. Was indes die arme Ritterschaft angeht, ist der Teil ein wenig geheuchelt. Aus armen Verhältnissen stammten die Ritter nämlich nicht, allerdings übertrugen sie mit dem Beitritt ihr Vermögen der Ritterschaft. Der Orden selbst war damit durchaus vermögend und erhielt zusätzlich Landschenkungen.

So etwas lässt sich wohl nicht vermeiden, wenn die Ideale der adeligen Ritter mit denen der Mönche vereint werden. Wobei die katholische Kirche ja selbst durch alle Zeitalter Wasser predigte und Wein trank. Während die Korruption der Vatikanbank ein Kapitel für sich ist, gelten die Templer als Vordenker des modernen Bankwesens.

Neben der Verwaltung ihres eigenen Vermögens übernahmen die Templer auch den Transport der Kirchen- und Klostereinkünfte, wobei sie ihre Tempelhäuser als Tresore zur Verfügung stellten. Gegen Ende des 12. Jahrhunderts zählten auch Geldanleihen zu den geschäftlichen Tätigkeiten des Ordens. Für diese wurde ein System von Kreditbriefen eingeführt und auch die Techniken der Buchführung waren für die damalige Zeit sehr modern.

Eines der wichtigsten Finanzzentren war die Temple Church in der Fleet Street von London. Diese Straße ist heute nicht zufällig Teil der City of London, einem Staat im Staate, welcher bis heute die gesamte Welt im finanziellen Würgegriff hält. Ebenso wenig dürfte es ein Zufall sein, dass die City of London immer noch das Templerkreuz im Wappen führt. Die Tempelritter waren also schon lange vor den Rothschilds da und können mit Recht als Begründer der modernen Bankendiktatur angesehen werden. Es gilt dabei als relativ sicher, dass die Finanzelite das Ende des Ordens überlebte und später an zahlreichen Bankengründungen beteiligt war.

Wappen der City of London

Wappen der City of London

Angesichts dessen scheint der vermeintliche Hauptzweck des Ordens lediglich eine geschickte PR-Aktion gewesen zu sein. Nach außen hin verkauften sich die Tempelritter nämlich als Beschützer der Kreuzfahrer gegen Überfälle. Sie waren in dieser Hinsicht eine militärische Eliteeinheit und im Kreuzzug gegen die Muslime auch an Kriegsverbrechen beteiligt. Zu ihren Schandtaten gehörten u.a. die gewaltsame Vertreibung der Mauren von der iberischen Halbinsel sowie zahlreiche Massaker im Nahen Osten. Aktiv waren die Templer vor allem in Jerusalem, wo sie die Al-Aqsa-Moschee zu ihrer Festung ausbauten. Schon damals ließ der Westen die Muslime spüren, wer der Herr im Heiligen Lande ist. Eine Tradition, welche heute von den USA und ihren NATO-Verbündeten fortgesetzt wird.

Tempelritter

Der Frevel nicht genug, plünderten die Tempelritter das Heilige Land nach Strich und Faden aus. Sicherlich zählten Gold und andere Reichtümer zu den Schätzen des Ordens, doch es ranken sich auch andere Mythen um seine Beute. So sollen die Templer bei Ausgrabungen unter dem Tempelberg wahlweise die Bundeslade oder antikes Wissen jenseits unserer Vorstellungskraft gefunden haben. Auch der Heilige Gral soll sich in ihrem Besitz befunden haben.

Im 13. Jahrhundert wurden die Templer allmählich zu reich und einflussreich, was vor allem beim französischen König Philipp IV. (1268-1314) Neid erzeugte. Nachdem dessen Antrag auf Mitgliedschaft vom Orden abgelehnt wurde, sanken seine Sympathien für selbigen drastisch. Kein guter Schachzug, denn als Philipp IV. trotz hoher Schulden einen neuen Kreuzzug beginnen wollte, gedachte er dennoch, sich die finanziellen Mittel bei den Tempelrittern zu holen. Er traute sich etwas, wovor heutzutage jeder Politiker zurückschrecken würde: Er ging rechtlich gegen eine korrupte Bank vor. Allerdings hatte er dabei keineswegs das Wohl der Kleinanleger im Sinn und auch seine Methoden waren äußerst verwerflich.

Zunächst zog er den aus Frankreich stammenden Papst Clemens V. († 1314) auf seine Seite, indem er die Templer der Ketzerei und Sodomie (was damals auch Homosexualität einschloss) anklagte. Clemens V. hatte dabei kaum eine andere Wahl, denn Philipp IV. hatte bereits ein Attentat auf seinen Vorgänger Bonifatius VIII. (1235-1303) verüben lassen, infolge dessen dieser wenige Tage später verstorben war. Nun drohte der skrupellose König mit einem Ketzerprozess gegen Clemens’ Mentor sowie einer Abspaltung der Kirche Frankreichs, für den Fall, dass der Papst seine Unterstützung der Templer nicht einstellen sollte.

Die Ausfertigung des königlichen Haftbefehls erfolgte am 14. September 1307, nicht ohne Absicht genau zum Fest der Kreuzerhöhung. Die Templer sollten ohne Ausnahme verhaftet und dem Urteil der Kirche zugeführt werden. Ihre Besitztümer seien zu beschlagnahmen. Die Briefe wurden von der königlichen Kanzlei versiegelt an alle Dienststellen im Frankreich geschickt, wo sie überall gleichzeitig am 13. Oktober 1307 geöffnet werden sollten. Damit sollte verhindert werden, dass sich die Templer gegenseitig warnen und untertauchen konnten. Tatsächlich sollen nur 12 Tempelritter der Verhaftung entkommen sein.

Der fragliche Freitag der 13. ging als düsterer Tag in die Geschichte ein, obgleich der wirklich finsterste Part für die insgesamt 546 Inhaftierten erst noch anstand. Sie wurden allesamt nach Paris gebracht, wobei 138 Personen direkt in der französischen Hauptstadt verhaftet worden waren. Dort warteten Inquisition und Folter auf die Templer. Die Kirche zog das Ermittlungsverfahren genüsslich in Länge, wohingegen Philipp IV. einen schnellen Prozess gewünscht hatte. Außerdem wurde nicht der Orden in seiner Gesamtheit verurteilt, sondern nur einzelne Templer.

Letztendlich fanden der König und der Papst jedoch einen Kompromiss. Clemens V. ließ die führenden Köpfe des Ordens auf dem Scheiterhaufen verbrennen und schrieb in der Bulle rex glorie virtutum vom 27. April 1311 die Gottunmittelbarkeit des Königtums fest. Im Gegenzug durfte er Papst bleiben, Frankreich blieb römisch-katholisch und das Vermögen der Templer blieb im Kirchenbesitz. Die Verlierer waren damit einzig und allein die Templer, welche am 22. März 1312 auf dem Konzil von Vienne offiziell aufgelöst wurden.

Der letzte Großmeister des Templerordens, Jacques de Molay, wurde zusammen mit Geoffroy de Charnay am 18. März 1314 auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Eigentlich wurde de Moley lediglich zu lebenslanger Kerkerhaft verurteil, da er sein Geständnis jedoch widerrief, wurde er als rückfälliger Ketzer behandelt. Die Freimaurerei, welche sich zu einem großen Teil auf die Tempelritter gründet, hat der katholischen Kirche diese Taten lange Zeit nicht verziehen. Erst Ende des 20. Jahrhunderts näherten sich Kirche und Freimaurer wieder an, wobei zu diesem Zeitpunkt jedoch schon zahlreiche hochrangige Vatikanvertreter der Freimaurerei angehörten.

Dem letzten Großmeister der Tempelritter setzten die Freimaurer schon etwas eher ein Denkmal. 1919 gründeten sie in Kansas City (Missouri, USA) den Order of de Molay, eine freimaurerische Jugendorganisation für männlichen Nachwuchs zwischen 12 und 21. Der Orden hat heute ca. 15.000 Mitglieder in den USA und Kanada. Ableger gibt es in Aruba, Australien, Bolivien, Brasilien, Serbien, Japan und auf den Philippinen, wobei Brasilien die höchste Mitgliedzahl hat. Bekanntestes Mitglied des Ordens war Walt Disney.

Walt Disney

Es fällt auf, dass sich die Freimaurer gerne und oft auf die Tempelritter beziehen, was die Vermutung nahe legt, dass sie zumindest in Teilen eine Nachfolgeorganisation sind. Sicherlich gibt es da noch die Dombauhütten und antike Mysterienreligionen, die allesamt eine Rolle spielen, aber auf jeden Fall leben die Templer in der Freimaurerei fort. Das ist nicht zuletzt auch der Grund, warum das rote Templerkreuz heute immer noch so weit verbreitet ist.

Templerkreuze

Deutschland zieht in den Krieg – Mit Schrottflugzeugen und ohne Soldaten

von Shinzon

Eigentlich sollte es niemanden verwundern, dass Deutschland nach den Anschlägen von Paris nun in Syrien mitmischt. Immerhin war das ja eines der Ziele, welche mit dem Anschlag verfolgt wurden. Dämlich ist es trotzdem. Zum einen kamen die Drahtzieher gar nicht aus Syrien. Aber wer will schon Frankreich und Belgien bombardieren? Zum anderen wird der Einsatz in Syrien den IS nicht schwächen, sondern stärken.

Wir erinnern uns: Der IS entstand überhaupt erst durch die Kriege in Afghanistan (wo die Truppen nun gleich noch mit aufgestockt statt abgezogen werden), im Irak und Libyen sowie den vom Westen angezettelten Bürgerkrieg in Syrien. Jetzt abermals Bomben zu werfen und Chaos zu stiften ist in etwa so, als würde man einen Alkoholiker mit Schnaps heilen wollen. Hinzu kommt, dass bei den Angriffen immer wieder die PKK getroffen wird, die als einzige Kraft wirklich nennenswerte Erfolge gegen den IS erzielen konnte. Ein Schelm, der Böses dabei denkt, vor allem wenn die Bombe wieder mal aus Richtung Türkei kam.

Der IS soll allerdings auch überhaupt nicht bekämpft werden. Das könnte man vielleicht noch den Russen abnehmen, welche Assad und damit ihren Mittelmeerhafen retten wollen. Der Westen unterstützt jedoch weiterhin die Saudis, Katar und die Türkei, die den IS allesamt unterstützen und Geschäfte mit ihm machen. Wer den IS wirklich treffen will, müsste diese Länder sanktionieren, um seine Geldquellen auszutrocknen. Der ganze Krieg ist also eine Lüge und die eigentlichen Ziele sind die syrischen Ölfelder sowie der Sturz Assads, um Russland zu schwächen. Wie schnell sich daraus ein 3. Weltkrieg ergeben kann, zeigte unlängst der Abschuss eines russischen Kampfjets durch den NATO-Staat Türkei, welcher den IS offen unterstützt.

Wer zwischen den Ohren keinen Hohlraum besitzt, sollte ohnehin längst erkannt haben, dass Kriegseinsätze kein Zeichen von Solidarität sind und wenn Merkel wieder mal was von „Frieden“ faselt, dann ist das ganz klar orwellsches Neusprech. Frieden schafft man nicht mit Waffengewalt. Wobei Deutschland bis jetzt sowieso nur Aufklärung betreibt. Die USA stellen zwar schon die unverschämte Forderung nach deutschen Bodentruppen, doch diese kann Deutschland gar nicht erfüllen. Der Bundeswehr mangelt es nämlich an Rekruten und obendrein löst sich das Kriegsgerät in seine Bestandteile auf. Es war schon ein schwerer Akt, überhaupt 6 Tornados in die Luft zu bekommen.

Es stellt sich die Frage, wie man nun mehr Soldaten an die verzogenen Gewehrläufe bekommen will? Mit Slogans wie „Schöner sterben in Syrien“? „Kommt nach Syrien und kämpft gegen lustige Islamisten, Kopfrasur inklusive. Der größte Gaudi seit Stalingrad, für Begräbnis wird gesorgt.“ Nein, das klingt wahrlich nicht sehr einladend. Und weil kaum ein Deutscher so dumm ist, wollen Flintenuschi und die AfD nun syrische Flüchtlinge rekrutieren und mit Waffen zurück in ihre Heimat schicken. Klar, die sind bestimmt total versessen darauf, sich für den NATO-Imperialismus köpfen zu lassen, deshalb sind sie ja von dort geflohen. Geht’s noch?

Mit dem Kriegseinsatz produzieren Frankreich, Deutschland, die Türkei, USA und Russland nur noch mehr Flüchtlinge. Die müssen nämlich jetzt auch aus Gebieten fliehen, die längst vom IS befreit waren. Geradezu zynisch ist es angesichts dessen, dass die Union gleichzeitig weniger Flüchtlinge fordert. Weniger Krieg – weniger Flüchtlinge. Mehr Krieg – mehr Flüchtlinge. Das sollte selbst dem dümmsten bayrischen Hinterweltler einleuchten.

KenFM über die Profiteure der Pariser Anschläge

Man sollte es Ken Jebsen nachsehen, dass er nicht auf die okkulten Symbole und diversen Vorankündigungen bei den Terroranschlägen in Paris eingeht. Dafür sind wir da. Es ist ihm allein schon hoch anzurechnen, dass er es angesichts der Schockstarre und Massentrauer überhaupt wagt, die Ursachen sowie Profiteure und gewollten Konsequenzen der Anschläge klar zu benennen. Ebenso hinterfragt er, wie trotz Überwachung und erst recht nach Charlie Hebdo erneut etwas Derartiges passieren konnte. Von daher ein sehr wichtiger Beitrag für alle, die gerade erst beginnen, aufzuwachen, aber noch nicht genügend für das Gesamtbild sensibilisiert sind.

Freitag der 13. in Paris

Nachdem es Jahre gedauert hat, bis die 9/11-Anschläge in den alternativen Medien kritisch aufgearbeitet wurden, braucht es heutzutage nicht mehr so lange, Terroranschläge zu hinterfragen. Bei der Anschlagsserie, welche am Abend des 13. November 2015 über Paris hinwegrollte, stimmt dabei so einiges nicht. Mit diesem kritischen Beitrag wollen wir selbstverständlich niemanden herabwürdigen, der das Massaker miterleben musste oder Angehörige verloren hat. Allen Überlebenden und Angehörigen der Opfer gelten unser tief empfundenes Beileid sowie unsere uneingeschränkte Solidarität. Genau deshalb müssen wir die Ereignisse auch hinterfragen, denn wir alle haben ein Recht auf die Wahrheit.

Die Anschläge geschahen in einer weitgehend videoüberwachten Stadt, in einem Land mit Vorratsdatenspeicherung und wurden von Islamisten durchgeführt, welche zum Teil polizeilich bekannt waren und ihre Tat auf Twitter ankündigten. Doch weder die NSA noch andere Geheimdienste oder die französische Polizei wollen etwas von den öffentlich angekündigten Anschlägen geahnt haben. Die erneute Debatte um die Einschränkung von Grundrechten zugunsten totaler Überwachung ist angesichts dessen ebenso unglaubwürdig wie die Behauptung, sämtliche Sicherheitsbehörden hätten versagt.

Insbesondere gilt dies, da gleichzeitig eine Übung mit genau dem Szenario stattfand, welches sich tatsächlich ereignete. Derartiges kennen wir bereits von New York und London. Langsam wird es sehr merkwürdig, dass zufälligerweise immer dann entsprechende Übungen stattfinden, wenn es Terroranschläge von weltweitem Aufsehen gibt. Ebenso bedenklich ist das anschließende Hinwegsterben fast sämtlicher Täter, die dann praktischerweise nicht mehr vor Gericht aussagen können.

Wer soll diesen Bullshit noch glauben, nachdem bekannt wurde, dass die USA schon seit 2012 vom IS wussten und diesen aktiv unterstützt hatten, um die syrische Regierung zu destabilisieren? Wer kann ernsthaft noch davon ausgehen, keine Regierung würde Anschläge bewusst geschehen lassen und anschließend instrumentalisieren, nachdem der ehemalige V-Mann Irfan Peci aufdeckte, dass ihn der Verfassungsschutz jahrelang dafür bezahlt hatte, für den Jihad zu werben? Die Zeiten, in denen das Volk noch gutgläubig alles schluckte, was die Herrschenden ihnen servieren, sind definitiv vorbei!

Abgesehen von den üblichen Ungereimtheiten und dem vermeintlichen Versagen der Sicherheitsbehörden, gibt es bei den Anschlägen von Paris wieder einmal okkulte Symbolik. So wurde in den Nachrichten, u.a. auf Phoenix, von einem „Angriff auf die Kreuzfahrernationen Frankreich und Deutschland“ gesprochen. Zwar bezeichnen Islamisten westliche Nationen durchaus oft als „Kreuzfahrer“, dennoch ist die Verbindung mit dem Datum suspekt. Wer führte denn einst die Kreuzzüge im Mittelalter an? Richtig: Die Tempelritter! Und an welchem Tag wurden die Tempelritter verboten? An einem Freitag den 13., wie überaus interessant! Wer da noch an Zufälle glaubt, schlummert noch in den untersten Tiefen der Matrix.

Und es gibt noch mehr Symbolik. Eine der Schießereien mit Geiselnahme fand auf einem Konzert der amerikanischen Band Eagles of Death Metal statt. Im wahrsten Sinne des Wortes „Todesmetal“, wobei jedoch zu erwähnen wäre, dass dies gar nicht das Genre der Band ist. Die spielt unter anderem rockige Cover der Eagles, einer Kultband mit Verbindungen zur Church of Satan. Deshalb waren die Eagles of Death Metal allerdings nicht als Ziel ausgewählt, sondern wohl eher wegen ihrer Anbiederung an Israel. Selbstverständlich haben alle Bandmitglieder überlebt, nur die Fans und Mitarbeiter wurden geopfert.

Passend dazu kursierten kurz nach der Anschlagsserie Bilder in sämtlichen Medien, die den Pariser Eiffelturm als Todesrune zeigen. Die ahnungslose Masse glaubt, dies sei ein Symbol des Friedens, doch Frieden herrscht ja gerade nicht. Im Gegenteil bombardiert Frankreich gerade Syrien, obwohl die Täter aus dem eigenen Land sowie Belgien kamen. Für jene, die sich mit der wahren Bedeutung dieses Symbols auskennen, ist die Todesrune in Bezug auf die vielen Toten extrem pietätlos. Ausgedacht hat sich das wohl eine Werbeagentur und das quasi über Nacht. Oder vielleicht doch schon lange im Vorfeld?

Eifeltod

Wo es Symbolik gibt, sind magische Vorahnungen nicht fern. So gibt es in der „Battlestar Galactica“ Spin Off Serie „Caprica“ einen Anschlagsplan auf ein Stadion, welcher von einer Gruppe religiöser Fundamentalisten erarbeitet wird. Diese ähneln zwar mit ihren christlichen Symbolen und der Polygamie eher den Mormonen, was darauf zurückzuführen ist, dass der Galactica-Erfinder Glenn A. Larson den Mormonen angehört. Aber solche Details sind unerheblich. Knackpunkt ist, dass die „Soldaten des Einen“ (STO) religiös motivierte Terroristen sind, die einen Anschlag auf ein Stadion planen und daneben noch weitere Terrorakte durchführen.

In der Serie wird der Anschlag letztendlich verhindert, was nunmehr auch in der Realität zutrifft. Die IS-Attentäter schafften es nämlich nicht durch die Einlasskontrollen und zündeten ihre Bomben daher vor dem Stadion, wodurch Schlimmeres verhindert wurde. Zwar verläuft das Szenario in „Caprica“ etwas anders, denn dort sind es Cylonen, welche die Terroristen mittels Scharfschützengewehren ausschalten. Dies ist jedoch eine Anspielung auf verschärfte Sicherheitsmaßnahmen. Die Serie wirbt unverhohlen für die Akzeptanz von Kampfrobotern, in der Realität geht es indes um die Akzeptanz von Militär im Innern.

Darüber hinaus wird in der Serie der finale Todesschuss propagiert. Dieser wird nötig, weil die Sicherheitsbehörden versagen. Interessanterweise hat das in der Serie den Grund, dass die „Soldaten des Einen“ heimliche Unterstützer bei den Sicherheitsbehörden haben. Diese Anspielung ist nun schon sehr direkt und lässt keinen Interpretationsspielraum zu.

Neben der Serie Caprica wimmelt es natürlich auch in der Musikindustrie von Anspielungen. So kündigten die Rapper Bushido und Shindy in ihren Videos „Brot brechen“, „Classic“ und „Adel“ die Anschläge in Paris an. In „Brot brechen“ posieren die beiden mit Terroristen in einem Konzertsaal, wozu Shindy “Im November ist alles vorbei“ rappt.

Bushido IS

In „Adel“ sieht man indes den zerstörten Eiffelturm im Hintergrund. Möglicherweise könnte es also noch schlimmer kommen, denn die Zerstörung des Eiffelturms wird auch in zahlreichen Filmen angekündigt. An dieser Stelle müssen wir daher auch TrauKeinemPromi widersprechen, der in seinem Video meint, diese Szene sei nur symbolisch und stellvertretend für Paris. Obwohl wir seine politischen Ansichten nicht teilen und seinen vulgären Tonfall ablehnen, sind seine Recherchen die Rapszene betreffend dennoch interessant genug, um sie hier zumindest zu erwähnen.

Bushido Eifelturm

Abschließend müssen wir noch kurz auf die Konsequenzen der Attentate von Paris eingehen. Bei diesem Event geht es nicht mehr nur um die Rechtfertigung von mehr Überwachung und Krieg, sondern auch um eine gewollte Stärkung rechtspopulistischer und faschistischer Kräfte in Europa. Ein Polizeistaat lässt sich nämlich am besten durchsetzen, wenn Faschisten an der Macht sind.

Aufgrund der künstlich generierten Wirtschafts- und Finanzkrise konnten jedoch eher linke Parteien einen starken Zulauf verbuchen. In Griechenland konnte die Syriza sogar die Regierung übernehmen und in Portugal zeichnet sich ein ähnlicher Wechsel ab. Obgleich solche linken Regierungen mittels finanzieller Massenvernichtungswaffen erpressbar bleiben, stinkt den herrschenden Eliten die demokratische Entscheidung der Menschen in Europa gewaltig. Immerhin setzen sich linke Parteien für eine Dezentralisierung von Macht und die Besteuerung von Reichtum ein. Dieser Trend soll nun gestoppt werden, indem die Flüchtlingskrise instrumentalisiert und gezielt Angst geschürt wird.

Es ist nur logisch und konsequent, wenn die AfD, Pegida und Neonaziparteien die Anschläge von Paris aufgreifen und damit Hass gegen Kriegsflüchtlinge schüren. Die Attentäter kamen jedoch nicht als Flüchtlinge getarnt nach Frankreich. Wer den festen Willen hat, einen Anschlag durchzuführen, riskiert nicht, im Mittelmeer zu ersaufen oder nach einem zermürbenden Fußmarsch über die Balkanroute in einem Auffanglager zu landen. Die Terroristen waren größtenteils schon längst In Frankreich und jene aus Belgien sind über reguläre Wege eingereist.

Wer wegen der Anschläge vom 13. November nun Rechtspopulisten und Neonazis hinterher läuft, macht genau das, was die herrschende Elite von ihm oder ihr erwartet. Zudem ist jeder Hass gegen Flüchtlinge, Migranten und Moslems ein Zeichen von Menschenfeindlichkeit. Und es gibt wirklich nichts, was mehr im Sinne der Satanisten sein könnte, als Menschenfeindlichkeit. Von daher lasst Euch nicht aufhetzen, denn Konflikte, Chaos und Bürgerkriege sind genau das, was die herrschende Elite will.

Gästeliste und Themen der Bilderberg-Konferenz 2015

An der 63. Bilderberg-Konferenz, welche vom 10. bis 14. Juni im Interalpen Hotel in Telfs (Tirol, Österreich), stattfand, nahmen rund 140 Gäste aus 22 Ländern teil. Es handelte sich wie immer um Politiker sowie Vertreter aus den Bereichen Finanzmafia, Industrie, Militär und Medien. Diese diskutierten unter anderem über Themen wie künstliche Intelligenz (Cyborg-Agenda) sowie Computer- und Netzsicherheit. Letzteres kann angesichts der NSA-Affäre und der Anwesenheit mehrerer Google-Vertreter wohl nur mit einem Augenzwinkern zu verstehen sein.

Ein weiteres Thema war die Bedrohung durch chemische Waffen bzw. wohl eher das lukrative Geschäft mit selbigen. Die Bedrohung durch den selbst erschaffenen Terrorismus haut in eine ähnliche Kerbe. Der mittlere Osten und der Iran waren diesbezüglich zwei Kernpunkte. Dann gab es natürlich noch aktuelle Wirtschaftsthemen wie die Globalisierung und die finanzielle Zerschlagung Griechenlands.

Weiterhin wurde über eine europäische Strategie und insbesondere Russland diskutiert. Selbstverständlich drangen wie immer keine Details dazu nach außen, aber wer mehr darüber wissen möchte, muss eigentlich nur das Buch „Das große Schachbrett“ des Bilderbergers Zbigniew Brzezinski lesen.

Schlussendlich standen auch die US-Wahlen auf der Tagesordnung, was besonders interessant ist. Den Bilderbergern wird nämlich immer wieder nachgesagt, sie würden Einfluss auf die Kandidaten nehmen und mitbestimmen, wer künftig wo regieren könnte. Die Nennung der US-Wahlen auf der Tagesordnung scheint ein klarer Beleg für diese These zu sein, obgleich die aussichtsreichste Kandidatin Hillary Clinton offiziell nicht auf der Gästeliste stand. Diese setzt sich wie folgt zusammen:

USA

● John R. Allen – ehem. ISAF-Kommandeur, US-Sonderbeauftragter für die Internationale Allianz gegen den IS
● Roger C. Altman – ausführender Vorsitzender von Evercore
● Anne Applebaum – Direktorin des Transitions Forums, Leiterin des Legatum Institute (Think Tank zur Förderung des Kapitalismus)
● Zoë Baird – geschäftsführendes Vorstandsmitglied und Präsidentin der Markle Foundation
● William Burns – Präsident des Carnegie Endowment for International Peace
● Thomas E. Donilon – ehem. US-Sicherheitsberater; Partner und Vizechef von O’Melveny & Myers LLP
● Regina Dugan – ehem. Direktorin der DARPA, Vizepräsidentin der Abteilung Engineering, Advanced Technology and Projects bei Google
● Mary Erdoes – geschäftsführendes Vorstandsmitglied von JP Morgan Asset Management
● Martin S. Feldstein – Vorsitzender des National Bureau of Economic Research (NBER), Professor für Ökonomie an der Harvard University
● Kenneth Griffin – Milliardär, Gründer und Vorsitzender des Hedge-Fonds Citadel Investment Group
● Reid Hoffman – Mitgründer und Firmenchef von LinkedIn
● Kenneth M. Jacobs – Vorsitzender und ausführender Vorstand der Investmentbank Lazard
● James A. Johnson – Vorsitzender von Johnson Capital Partners
● Alex Karp – Vorstandsvorsitzender des Softwareunternehmens Palantir Technologies
● Klaus Kleinfeld – Vorstandsvorsitzender des Aluminiumkonzerns Alcoa
● Henry R. Kravis – Milliardär, Mitbesitzer und Co-Vorsitzender der Beteiligungsgesellschaft Kohlberg Kravis Roberts & Co.
● Marie-Josée Kravis– Senior Fellow und Vizeshefin des Hudson Institute
● Stuart Levey – Chief Legal Officer der HSBC Holdings plc
● Jessica T. Mathews – Mitarbeiterin des Carnegie Endowment for International Peace, Direktorin des Washington Program des CFR
● James Mattis – General a.D., ehem. Kommandeur des US Zentralkommandos, Mitglied der Hoover Institution
● Jim Messina – Vorstandsvorsitzender der Messina Group
● John Micklethwait – Chefredakteur von Bloomberg L.P.
● Craig J. Mundie – Rektor von Mundie & Associates
● Richard N. Perle – Mitglied des Think Tanks American Enterprise Institute, Aufsichtsratsmitglied des Verlags Hollinger International (u.a. „Jerusalem Post“)
● David H. Petraeus – ehem. CIA-Chef und Oberbefehlshaber der US-Streitkräfte im Irak, Vorsitzender des Global Institute der Beteiligungsgesellschaft Kohlberg Kravis Roberts & Co. (KKR)
● Robert E. Rubin – Demokrat, 70. Finanzminister der USA, Bankier (u.a. für Goldman Sachs), Co-Vorsitzender des Council on Foreign Relations
● Karim Sadjadpour – Geschäftspartner des Carnegie Endowment for International Peace
● Eric E. Schmidt – Vorsitzender der Google Inc.
● Peter A. Thiel – Präsident der Thiel Capital, Unterstützer von Ron Paul und der Tea-Party-Bewegung
● Vin Weber – Republikaner, Partner der Mercury LLC, Mitglied des CFR und Aspen Institute
● James D. Wolfensohn – Vorsitzender von Wolfensohn and Company, ehem. Chef der Weltbank
● Robert B. Zoellick – Republikaner, ehem. Chef der Weltbank, Vorsitzender des internationalen Beraterstabs von Goldman Sachs, Direktor der Strategie-Gruppe des Aspen Institute, Mitglied des CFR und der Trilateralen Kommission
● Henry Kissinger – Republikaner, Ex-US-Außenminister, Mitglied und ehem. Direktor des CFR

Deutschland

● Paul M. Achleitner – Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Bank
● Mathias Döpfner – Vorstandsvorsitzender der Axel Springer AG
● Thomas Enders – Airbus-Manager
● Wolfgang Ischinger – ehem. Diplomat, Vorstandsmitglied des Atlantik-Brücke e.V., Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz
● Julia Jäkel – Vorstandsvorsitzende der Gruner + Jahr AG
● Joe Kaeser – Vorstandsvorsitzender der Siemens AG
● Kurt Joachim Lauk – CDU-Politiker, Präsident des Wirtschaftsrates der CDU, Präsident von Globe Capital Partners, Mitglied der Trilateralen Kommission
● Ursula von der Leyen – CDU-Politikerin, Bundeskriegsministerin, ehem. Bundesfamilienministerin
● Katrin Suder – Staatssekretärin im Bundeskriegsministerium

Österreich

● Rene Benko – Tiroler Immobileninvestor
● Oscar Bronner – Standard-Gründer und -Herausgeber
● Heinz Fischer – österr. Bundespräsident
● Alfred Gusenbauer – SPÖ-Politiker, Ex-Bundesparteivorsitzender & ehem. Bundeskanzler von Österreich
● Erich Hampel – Aufsichtsratsvorsitzender der UniCredit Bank Austria AG
● Wolfgang Hesoun – Siemens-Generaldirektor
● Gerhard Roiss – OMV-Vorstandsvorsitzender
● Rudolf Scholten – Generaldirektor der Oesterreichische Kontrollbank AG, Aufsichtsratsvorsitzender des Österreichischen Filminstituts, Mitglied im Exekutivkomitee der Bilderberg-Konferenz
● Karl Sevelda – Vorstandsvorsitzender der Raiffeisen Bank International AG

Belgien

● Karel De Gucht – Open VLD-Politiker, ehem. belg. Außenminister, ehem. EU-Kommissar für Handel
● Thomas Leysen – Vorsitzender des Verwaltungsrates der KBC Group
● Charles Michel – belg. Premierminister

Dänemark

● Thomas Ahrenkiel – Direktor des dänischen Auslands- und Militärgeheimdienstes Forsvarets Efterretningstjeneste
● Merete Eldrup – Chef von TV 2 Danmark
● Ulrik Federspiel – Ausführender Vizepräsident der Haldor Topsøe A/S
● Christina Markus Lassen – Head of Department, Ministry of Foreign Affairs, Security Policy and Stabilisation

Finnland

● Matti Apunen – Direktor des Finnish Business and Policy Forum EVA
● Leena Mörttinen – ehem. Direktorin der Finanzdienstleistungsgruppe Nordea, Ausführende Direktorin von The Finnish Family Firms Association
● Alexander Stubb – finnischer Finanzminister, ehem. Ministerpräsident Finnlands

Frankreich

● Nicolas Baverez – Privatisierungsbefürworter, Partner bei Gibson, Dunn & Crutcher LLP
● Laurent Bigorgne – Direktor des Instituts Montaigne
● Laurence Boone – Spezieller Berater des franz. Präsidenten für Finanzen und Wirtschaftsbeziehungen
● Patrick Calvar – Generaldirektor von DGSI
● Henri de Castries – Vorstandsvorsitzende des französischen Versicherungskonzerns AXA
● Benoît Coeuré – Direktoriumsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB), gab interne Informationen an Hedge-Fonds weiter
● Alain Juppé – ehem. franz. Außen- und Premierminister, Bürgermeister von Bordeaux
● Gilles Kepel – Professor für Geschichte und Internationale Beziehungen am Centre for Diplomacy & Strategy
● Catherine Pégard – Präsidentin des Schlosses und Museums von Versailles
● Jean-Dominique Senard – Vorsitzender der Michelin Group

Griechenland

● Dimitri Papalexopoulos – Chef der Zementfirma Titan Cement Co.
● Panagiotis Pikrammenos – ehem. Premierminister der griechischen Übergangsregierung von 2012
● Loukas Tsoukalis – Präsident der Hellenischen Stiftung für Europäische und Auswärtige Politik

Großbritannien

● Marcus Agius – Bankier, Ehemann von Katherine Juliette (älteste Tochter von Edmund de Rothschild)
● Edward M. Balls – ehem. Schattenschatzkanzler von GB
● Ann Dowling – Präsidentin der Royal Academy of Engineering
● Rona Fairhead – Vorsitzende des BBC Trust
● Douglas Flint – Vorsitzender des Bankkonzerns HSBC Holdings plc
● Demis Hassabis – Mitgründer von DeepMind Technologies, heute Vizepräsident von Google DeepMind
● John Kerr – stellvertretender Vorstandsvorsitzender von Scottish Power
● Shiraz Maher – Senior Research Fellow am King’s College London, Spezialgebiet syrische & irakische Konflikte
● Zanny Minton Beddoes – Chefredakteur der Wochenzeitschrift The Economist
● George Osborne – Politiker der Conservative Party, Erster Staatssekretär und Schatzkanzler
● John Sawers – Diplomat, ehem. Leiter des MI6, Vorsitzender und Partner von Macro Advisory Partners
● Martin H. Wolf – Chef-Kommentator für Wirtschaft bei The Financial Times

Irland

● Michael O’Leary – Ryanair- Vorsitzender
● Peter D. Sutherland – UN Sonderbeauftragter, Vorsitzender von Goldman Sachs International

Italien

● Franco Bernabè – ehem. Vorsitzender der Telecom Italia, stellvertretender Vorsitzender von Rothschild Europe, Mitglied im Steering Committee der Bilderberg-Konferenz
● John Elkann – Fiat-Vorsitzender
● Lilli Gruber – Moderatorin des TV-Magazins “Otto e mezzo” (Privatsender La7)
● Mario Monti – ehem. ital. Ministerpräsident, ehem. Europavorsitzender der Trilateralen Kommission, ehem. Aufsichtsratsmitglied des Brüsseler Think Tanks BRUEGEL
● Gianfelice Rocca – Vorsitzender des Bau- und Stahlkonzerns Techint Group

Kanada

● W. Edmund Clark – Präsident a.D. der Toronto-Dominion Bank Group
● Andrew Coyne – Redakteur der National Post
● David I.McKay – Präsident und Vorsitzender der Royal Bank of Canada
● Heather Munroe-Blum – Vorstandsmitglied des Canada Pension Plan Investment Board
● Heather M. Reisman – geschäftsführende Vorsitzende der Indigo Books & Music Inc.

Niederlande

● Ben van Beurden – Shell-Manager
● Louise O. Fresco – Präsidentin und Vorsitzende des Executive Board des Universitäts- und Forschungszentrum Wageningen
● Victor Halberstadt – Professor für Ökonomie an der Universität Leiden
● Klaas H. W. Knot – Präsident der De Nederlandsche Bank
● Prinzessin Beatrix der Niederlande
● Mark Rutte – niederl. Ministerpräsident

Norwegen

● Svein Richard Brandtzæg – Präsident und Vorstandsvorsitzender von Norsk Hydro ASA
● Trine Eilertsen – politische Redakteurin der Zeitung Aftenposten (zu Deutsch: „Die Abendpost“)
● Jens Stoltenberg – ehem. norweg. Ministerpräsident, NATO-Generalsekretär
● Olaug Svarva – Chef des Government Pension Fund Norway

Portugal

● Francisco Pinto Balsemão – ehem. portug. Premierminister, Vorsitzender der Medien-Gruppe Impresa SGPS, Mitglied im Steering Committee der Bilderberg-Konferenz
● José Manuel Durão Barroso – ehem. Präsident der Europäischen Kommission
● António Vitorino – ehem. EU-Kommissar für Justiz und Inneres, ehem. portug. Kriegsminister

Russland

● Sergei Guriev – Professor für Ökonomie, Sciences Po

Schweden

● Mikael L.Damberg – schwed. Wirtschafts- und Innovationsminister
● Carola Lemne – Vorsitzende des schwed. Unternehmerverbandes
● Carl-Henric Svanberg – ehem. Konzernchef von Ericsson, Vorsitzender des BP-Verwaltungsrates & Vorsitzender von Volvo
● Jacob Wallenberg – Vorsitzender der Investor AB

Schweiz

● Christoph Franz – Verwaltungsratspräsident des Pharmakonzerns F. Hoffmann-La Roche AG
● Philipp Hildebrand – ehem. Präsident der Schweizerischen Nationalbank, Vizevorsitzender der BlackRock Inc.
● André Kudelski – Vorsitzender der Kudelski Group
● Pierre Maudet – FDP-Politiker, Vizepräsident des Sicherheitsdepartements im Genfer Regierungsrat, Präsident der Eidgenössischen Kommission für Kinder- und Jugendfragen (EKKJ)

Spanien

● Ana Patricia Botín – Vorsitzende der Banco Santander
● Juan Luis Cebrián – Präsident des Medienkonzerns Grupo PRISA

Türkei

● Gönenç Gürkaynak – Managing Partner der ELIG Law Firm
● Ilhan Kesici – Mitglied des türkischen Parlaments
● Mustafa V.Koç – Vorsitzender der Koç Holding A.S.
● Nuray Mert – Kolumnist, Professor für Politikwissenschaften an der Universität Istanbul
● Soli Özel – Kolumnist der Haberturk Zeitung, Hochschullehrer an der Kadir Has Universität
● Selin Sayek Böke – Vizepräsident der Republikanischen Volkspartei
● Ahmet Üzümcü – Generaldirektor der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW)

Inoffizielle Teilnehmer

● Jeroen Dijsselbloem – Vorsitzender der Euro- Gruppe und niederländischer Finanzminister
● Konrad Kogler – Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit