Erneut rechtsextremer Terroranschlag in Hanau

Von Anton Nymous

In der Nacht des 19. Februar 2020 stürmte ein Rechtsextremist zwei Shisha-Bars und einen Kiosk in Hanau und erschoss insgesamt 10 Menschen mit Migrationshintergrund. Unter den Getöteten war eine zweifache Mutter, die mit einem dritten Kind schwanger war. Im Anschluss fuhr der 43-Jährige Tobias Rathjen nach Hause, erschoss dort erst seine eigene Mutter und anschließend sich selbst. Nach dem Mord an Walter Lübcke und dem Amoklauf in Halle ist dies der dritte rechtsextrem motivierte Anschlag binnen eines Jahres, womit die Opferzahl auf 14 + 1 Suizid steigt. Zudem wurde erneut eine faschistische Terrorzelle ausgehoben, die weitere Anschläge auf Moscheen geplant hatte, was zum Glück verhindert werden konnte.

Angesichts dessen ist es unerträglich, dass einige CDU-Politiker wie Burkard Dregger im Interview mit Berlin.TV weiterhin die Hufeisentheorie bedienen. Dabei werden rechtsextreme Mordanschläge mit Aktionen des zivilen Ungehorsams von links geleichgesetzt. Doch wie viele Menschen kamen im gleichen Zeitraum der aktuellen rechten Terrorwelle durch linke Gewalt ums Leben? Exakt 0! Seit dem Ende der RAF gab und gibt es keinen linken Terrorismus mehr, sondern lediglich Krawalle durch die autonome Szene, denen eine massive Polizeigewalt gegenübersteht.

Neben den Konservativen sind es vor allem die Rechtspopulisten, die dennoch gern ein anderes Bild zeichnen. Für die ist es schon „linker Terror“, wenn Kinder und Jugendliche jeden Freitag friedlich für mehr Klimaschutz demonstrieren. Wer gegen Atomkraft und Kohlestrom ist, wird da schnell als „Ökofaschist“ gebrandmarkt. Es ist schon geradezu aberwitzig, wenn rechtsextreme Menschenfeinde andere als „Faschisten“ bezeichnen, weil diese sich für Umweltschutz und Frieden einsetzen, während sie selbst sehr schnell beleidigt reagieren, sobald man sie „Nazis“ nennt, auch wenn sie ganz offen das 3. Reich verherrlichen.

Ebenso grotesk ist die Relativierung rechtsextrem motivierter Morde durch den Fingerzeig auf Linke und Flüchtlinge. Allen voran wird da immer wieder behauptet, die Medien würden nur bei deutschen Tätern die Nationalität nennen, was schlichtweg nicht stimmt. Der Grund, warum man viel weniger über Morde durch Migranten hört, ist die Tatsache, dass die Faschisten bei der Vernichtung menschlichen Lebens weitaus fleißiger sind. So gab es im vergangenen Jahr gerade mal einen Mord an einem Feuerwehrmann in Augsburg, der von einer Gruppe Migranten begangen wurde.

Dennoch werden die Rechtspopulisten nicht müde zu behaupten, dass die Morde aus rassistischen Motiven bedauerliche Einzelfälle seien, während hinter den Straftaten durch Migranten eine finstere Weltverschwörung zur Ausrottung der Deutschen stecke. Das genaue Gegenteil ist der Fall! Der Mord in Augsburg war ein Einzelfall, denn die Täter gehörten keiner Struktur und erst recht keiner Verschwörung an. Sie hatten ihre Tat auch nicht lange im Voraus geplant oder ein Manifest veröffentlicht, in dem sie gegen Deutsche oder Feuerwehrleute gehetzt haben. Die Tat war ohne Frage grausam und zu verurteilen, aber sie stand in keinem größeren Zusammenhang.

Ganz anders bei den Tätern von Halle, Hanau und auch Christchurch (Neuseeland), die allesamt schon länger in der rechtsextremen Szene, insbesondere im Internet, aktiv waren. Alle drei hatten vorab ein rassistisches Manifest veröffentlicht, waren im Umgang mit Schusswaffen geübt und hatten sich mit Waffen sowie Munition eingedeckt. Sie haben auch nicht im Affekt aus der Situation heraus Menschen getötet, sondern ihre Ziele mit Bedacht gewählt. Lediglich in Halle kam es dann doch zu zwei mehr oder weniger willkürlichen Morden, da Stephan Balliet sich keinen Zugang zur Synagoge verschaffen konnte.

Unmittelbar nach dem Amoklauf in Hanau kam es zudem zu Nachahmungstaten. Bereits am Freitag darauf wurde ein Brandanschlag auf eine Shisha-Bar in Döbeln (Sachsen) verübt und am Samstag wurden Schüsse auf eine Shisha-Bar in Stuttgart abgegeben. Es ist dem Zufall geschuldet, dass dabei niemand verletzt wurde. Die Täter wurden zwar noch nicht ermittelt, ihre Motive dürften jedoch klar sein. Es geht darum, ein Klima der Angst zu schaffen, in dem sich niemand mehr in eine Shisha-Bar traut. Dahinter steckt eindeutig ein System.

Hinzu kommt die Tatsache, dass immer mehr rechte Netzwerke auffliegen bzw. ausgehoben werden, die Todeslisten führen und Anschläge planen. Seit dem NSU waren das Nordkreuz, Hannibal, Uniter, Combat 18, die Atomwaffendivision und zuletzt eine Gruppe mit dem Namen „Der harte Kern“. Es besteht also sehr wohl ein größerer Zusammenhang, ja eine regelrechte Verschwörung mit konkreten Umsturzplänen. In diese sind auch immer wieder Bundeswehroffiziere, Verfassungsschützer und Polizisten involviert, wie erst kürzlich der Fall eines Verwaltungsbeamten der nordrhein-westfälischen Polizei belegt hat, der zum „harten Kern“ gehörte. Dennoch sind es ausgerechnet solche Verschwörer, die sich ein Weltbild aus kruden Verschwörungstheorien zusammenzimmern.

Quelle

Tobias Rathjen lebte in einer geradezu wahnhaften Phantasiewelt, die schon an krankhafte Paranoia grenzte. Zwar ist es Realität, das Geheimdienste wie die NSA die komplette Weltbevölkerung digital überwachen und man in Städten wie Berlin keinen Schritt mehr machen kann, ohne dabei gefilmt zu werden. Doch zu glauben, man werde schon ab der Geburt persönlich von Geheimdiensten verfolgt, ist definitiv schizophren. Eine solche Beobachtung ist sehr aufwendig und kostet einen Haufen Geld. Da muss man schon in irgendeiner Form auffällig gewesen sein, um das Interesse der Geheimdienste zu wecken.

Hinzu kommt, dass die meisten Geheimdienste Rechtsextremisten eher als V-Leute anwerben und großzügig finanzieren, statt ihnen das Leben schwer zu machen. Andernfalls hätten sie Rathjen gestoppt und seine Tat verhindert. Doch kaum war diese begangen, schon haben andere rechte Verschwörungstheoretiker damit begonnen, die Tat selbst als „Inszenierung“ hinzustellen. Doch wo läge da der tiefere Sinn?

Beim NSU ließ man die Morde wie Ausländerkriminalität aussehen und der Verfassungsschutz verhinderte über Jahre erfolgreich, dass in die rechtsextreme Richtung ermittelt wurde. Ebenso hat sich im Fall Franco A. ein rechtsextremer Bundeswehroffizier 2015 als syrischer Flüchtling ausgegeben und einen Anschlag unter falscher Flagge geplant. Das Ziel des Tiefenstaates scheint es also eher zu sein, den Rechtsruck durch vorgetäuschte Straftaten angeblicher Migranten anzufeuern. Dazu würde auch der Fall Anis Amri passen, der zwar tatsächlich ein Migrant war, aber unter ständiger Kontrolle durch V-Leute stand.

Der Versuch, die Welle rechten Terrors als Aktion unter falscher Flagge darzustellen, scheitert letztendlich auch daran, dass der Tiefenstaat selbst von Faschisten durchseucht ist. Das zeigt zum einen die Involvierung von Polizisten, Bundeswehroffizieren und Verfassungsschützern in rechtsextreme Netzwerke wie Nordkreuz und Uniter, zum anderen auch die ideologische Ausrichtung von Führungspersönlichkeiten wie Hans-Georg-Maaßen, der aktuell zusammen mit der WerteUnion eine Brücke zwischen CDU/CSU und AfD schlägt.

Nicht zuletzt wurden die deutschen Geheimdienste, allen voran der BND, von ehemaligen Gestapo-Leuten wie Reinhard Gehlen aufgebaut. Diesen Faschisten im Staatsdienst zu unterstellen, sie würden dem Aufstieg der AfD schaden wollen, ist schon grenzdebil! Zumal einige sogar selbst Mitglieder der AfD sind, darunter zwei Akteure der Gruppe Nordkreuz.

Was rechte Trolle in den sozialen Netzwerken absondern, ist an Dreistigkeit kaum zu überbieten. Ebenso dreist ist es, dass sich die AfD schon wieder als Opfer feierte, kaum dass die Tat begangen war. Die geheuchelte Betroffenheit können sich die Rechtspopulisten gleich ganz sparen, denn es ist ihre rechte Hetze, die ein gesellschaftliches Klima geschaffen hat, in dem der rechte Terror gedeiht.

Gerade labile Gemüter wie Tobias Rathjen fühlen sich durch den Aufstieg der AfD zu ihren blutigen Taten legitimiert. Die Rechtspopulisten schüren gezielt ihren Hass auf Ausländer, Muslime und andere Minderheiten und rufen zum Handeln auf. Ist es z.B. ein Zufall, dass Björn Höcke nur zwei Tage vor dem Massaker in Hanau bei einer Pegida-Kundgebung dazu aufgerufen hat, Zitat: „Die Herrschaft der verbrauchten Parteien und Eliten muss abgelöst werden und wir werden sie ablösen. (…) Wir werden diesen Kampf gemeinsam führen und gemeinsam gewinnen.“

Ein Aufruf zum Kampf also und nur kurz darauf wurde gekämpft. Natürlich weist die AfD trotzdem jede Mitschuld weit von sich. Der Massenmörder von Hanau sei gar nicht rechts gewesen, vielleicht war er ja sogar links. Und überhaupt würden die etablierte Politik und Systemmedien den Terroranschlag „politisch instrumentalisieren“. Dabei verkennt die AfD total, dass der Anschlag sehr wohl politisch motiviert war und dies schlichtweg wahrheitsgetreu wiedergegeben wird.

Das Weltbild des Täters war dabei von genau den Behauptungen und Fake News geprägt, welche die Rechtspopulisten seit Jahren verbreiten. Ebenso haben schon zahlreiche AfD-Politiker durchaus auch Gewalttaten legitimiert. Hier nur eine kleine Auswahl von Zitaten, die zum Verständnis der Ereignisse in Hanau und Halle sowie dem Mord an Walter Lübcke beitragen:

„Die politische Korrektheit gehört auf den Müllhaufen der Geschichte!“ (Alice Weidel, AfD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag)

„Wenn wir kommen, dann wird aufgeräumt, dann wird ausgemistet!“ (Markus Frohnmaier, AfD MdB)

„Bescheidenheit bei der Entsorgung (!) von Personen ist unangebracht.“ (Jörg Meuthen, Bundesvorsitzender der AfD)

„Solche Menschen müssen wir selbstverständlich entsorgen!“ (Petr Bystron, AfD MdB)

„Das große Problem ist, dass man Hitler als das absolut Böse darstellt.“ (Bernd Höcke, AfD-Vorsitzender Thüringen)

„Wir sollten eine SA gründen und aufräumen!“ (Andreas Geithe, Bürgerdeputierter der AfD in Berlin)

„Wenn jemand kommt und den ganz großen Knüppel rausholt und das damit schafft, innerhalb von zwei Tagen zu beenden, bin ich sofort dabei!“ (Beatrix von Storch, stellvertretende AfD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag)

„Brennende Flüchtlingsheime sind kein Akt der Aggression.“ (Sandro Hersel, AfD MdL in Meck-Pomm)

„Das Pack erschießen oder zurück nach Afrika prügeln!“ (Dieter Görnert, AfD)

„Drecksack-Antifakinder bekiffter Eltern gehört eine verpasst und sie in den Dreck geworfen. Ihnen gehört gedroht, dass sie nächstes Mal unter der Erde liegen!“ (Egbert Ermer, ehemals AfD Sachsen, heute Mitglied in Poggenburgs „Aufbruch deutscher Patrioten“)

„Antifa? Ab ins KZ!“ (Mirko Welsch, Ex-AfD-Mitglied)

„Immerhin haben wir jetzt so viele Ausländer im Land, dass sich ein Holocaust wieder lohnen würde.“ (Marcel Grauf, AfD-Mitarbeiter im Landtag BaWü)

„Ich wünsche mir so sehr einen Bürgerkrieg mit Millionen Tote. Frauen, Kinder, mir egal! Es wäre so schön. Ich will auf Leichen pissen und auf Gräbern tanzen. Sieg Heil!“ (Marcel Grauf, AfD-Mitarbeiter im Landtag BaWü)

„Wir müssen ganz friedlich und überlegt vorgehen, uns ggf. anpassen und dem Gegner Honig ums Maul schmieren. Aber wenn wir endlich soweit sind, dann stellen wir sie alle an die Wand! (…) Grube ausheben, alle rein und Löschkalk oben rauf.“ (Holger Arppe, MdL in Meck-Pomm, ehemals AfD, inzwischen parteilos)

Nach so viel Aufrufen zu Gewalt und Bürgerkrieg, nach so viel Menschenverachtung gegenüber Flüchtlingen und politischen Gegnern, leugnet die AfD immer noch ihre Verantwortung, wenn Rechtsradikale ihre Ideen in die Tat umsetzen! Sie machen einen auf harmlos und nennen sich selbst „bürgerlich-konservativ“. Wahrscheinlich war Hitler in ihren Augen auch nur ein „bürgerlich-konservativer“ Politiker, der einfach missverstanden und völlig zu Unrecht mit Auschwitz und den Verbrechen des 2. Weltkrieges in Verbindung gebracht wird.

Missverstanden wurde laut Jens Maier auch der norwegische Rechtsterrorist Anders Behring Breivik, der laut dem AfD-Bundestagsabgeordneten „aus Verzweiflung heraus zum Mörder geworden“ sei. Also nicht aus Hass und rassistischer Überzeugung, nein, der Ärmste war lediglich verzweifelt. Verzweifeln könnte man eher an den Aussagen Maiers, der 2017 auf einer Veranstaltung des rechten „Compact“-Magazins im Gasthof Heidekrug in Cotta (Sachsen) zudem das Buch „Europa verteidigen“ des Bloggers „Fjordman“ als Anstoß seiner politischen Betätigung bezeichnete. Eben jenen Fjordman hatte auch Breivik in seinem Manifest zitiert. Der Kreis schließt sich.

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Die Verlogenheit der AfD ist ebenso offensichtlich wie ihre Mitverantwortung an den jüngsten Terrorattacken durch Rechtsextremisten. Die Frage ist nur, warum ihre Umfragewerte im Osten trotzdem weiter steigen. Entweder kommt ihre Radikalität gut an oder die ihre Wähler glauben ihr jeden Scheiß, selbst wenn sie behaupten würde, die Erde sei flach und innen hohl. Kein Mensch, der noch halbwegs bei Vernunft ist und noch einen Funken Anstand in sich trägt, kann diese Partei nach alledem weiter wählen! Zumindest im Bundestrend sinkt die AfD in der Wählergunst, was Anlass zur Hoffnung gibt.

Zum Schluss möchten wir aus gegebenem Anlass explizit darauf hinweisen, dass wir uns nur mit realen, nachweisbaren Verschwörungen beschäftigen, die wir stets mit Screenshots und Quellenlinks belegen. Damit unterscheiden wir uns von rechten Verschwörungsblogs, die krude Behauptungen aufstellen und mit gefakten Fotos oder Videos arbeiten. Wir billigen es auch nicht, dass diverse unseriöse Webseiten unsere Artikel ohne unser Einverständnis verbreiten und aus dem Zusammenhang reißen, um damit ihr rechtes Weltbild zu untermauern. Wir sind ausdrücklich gegen jede Form von Faschismus, Rassismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und distanzieren uns von jeglichen Gewaltaufrufen! So etwas wie in Hanau darf niemals wieder geschehen!

Mediale Putschbegleitung gegen Venezuela

von Anton Nymous

Seit Anfang April herrschen in Venezuela wieder einmal bürgerkriegsähnliche Zustände. Neofaschisten machen offen Jagd auf Regierungsanhänger, überfallen Schulen und Kliniken, sogar den Obersten Gerichtshof haben sie in Brand gesteckt. Am schlimmsten war jedoch der faschistische Überfall auf eine Geburtsklinik am 20. April, bei dem die mehr als 50 Neugeborenen gerade noch so evakuiert werden konnten. Was wollten die Randalierer dort eigentlich? Vielleicht eine Pizzalieferung an ihre Auftraggeber in Washington zusammenstellen? Um Regierungsanhänger dürfte es sich bei den Babys jedenfalls nicht gehandelt haben.

Letztere müssen dieser Tage in Venezuela um ihr Leben fürchten. So wurde im Bundesstaat Lara Mitte Mai ein Mitglied der Regierungspartei PSUV am helllichten Tage von maskierten Personen entführt und wenig später wurde seine Leiche aufgefunden. Offenbar wurde der Mann auf bestialische Weise zu Tode gefoltert. Am Rande einer Oppositionsdemonstration in der Hauptstadt Caracas konnte das brutale Verhalten der Faschisten gar mit der Kamera dokumentiert werden. Dort wurde ein vermeintlicher Chavist von Oppositionellen mit Brandbeschleuniger übergossen und angezündet.

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In den deutschen Massenmedien hört man von solch fürchterlichen Übergriffen durch die venezolanische Opposition nichts. Im Gegenteil ist dort von angeblich friedlichen Protesten gegen die Regierung des sozialistischen Präsidenten Maduro die Rede. Dieser sei diktatorisch und wende Gewalt gegen sein eigenes Volk an.

Die Putschisten nutzen dabei ganz geschickt die prekäre Situation im Land aus, für die Maduro aber nur teilweise etwas kann. Ausgelöst wurde die aktuelle Wirtschaftskrise ursprünglich schon von der letzten internationalen Finanzkrise, gefolgt von den stetig fallenden Ölpreisen. Inzwischen haben die USA Handelsblockaden verhängt und venezolanische Großhändler halten Waren ganz bewusst zurück, um die Unterversorgung zusätzlich zu verschlimmern. Und da wären wir auch schon beim Drahtzieher der Proteste, den USA.

Die CIA hatte bereits 2002 einen Putsch gegen den damaligen Präsidenten Hugo Chávez organisiert, der jedoch am erbitterten Widerstand der venezolanischen Bevölkerung scheiterte. Schon damals berichteten die westlichen Medien von angeblichen Gräueltaten der Chavisten gegen die Opposition. Zufällig befand sich jedoch ein unabhängiges Drehteam vor Ort, welches aufdeckte, dass es in Wahrheit die Opposition war, welche auf eine Demonstration der Chávezanhänger geschossen hatte. Daraus entstand infolge die Doku „The Revolution will not be televised“, welche u.a. auf ARTE lief. Die Köpfe der damaligen Putschisten führen übrigens auch heute wieder die Proteste an.

Was hier vorbereitet wird, ist ein Putsch wie 1973 in Chile, der zu einer ähnlich menschenverachtenden Militärdiktatur wie jener von Augusto Pinochet führen würde. Weitere Ähnlichkeiten, vor allem in der Berichterstattung, gibt es auch zum Putsch in der Ukraine. Damals wurden ebenfalls die Faschisten der Swoboda-Partei und des Rechten Sektors als friedliche Maidanbewegung in Szene gesetzt. Dummerweise hatten die ukrainischen Nazis ihre eigenen Gewalttaten gefilmt und prahlerisch ins Netz gestellt. Dennoch versucht man uns die gleiche Tatsachenverdrehung nun erneut als Wahrheit zu verkaufen.

Zu diesem Zwecke werden die inzwischen 54 Opfer bei den Protesten komplett der ach so bösen Regierung zugeschrieben und zwar ohne Prüfung der Quellen. Teilweise nennen die deutschen Massenmedien auch nur die Zahl der Toten, ohne darauf einzugehen, wer die Opfer und wer die Täter waren. Bei der Art der Berichterstattung wird jedoch impliziert, dass jedes Opfer ein Oppositionsanhänger sei. Dabei werden sogar Tote mitgezählt, die mit den Protesten überhaupt nichts zu tun haben, wie z.B. das Opfer eines Raubüberfalls vom 19. April.

Nachweislich wurden allerdings bisher nur eine Handvoll Menschen von Sicherheitskräften getötet. Gegen einige Sicherheitsbeamte aus dem Bundesstaat Táchira wird deshalb sogar ermittelt, es handelt sich also mitnichten um Auftragsmorde der Regierung. 9 weitere Oppositionelle starben schließlich durch eigene Schuld bei der Plünderung einer Bäckerei, bei der sie einen Stromschlag abbekommen haben. Alle anderen Opfer gingen auf das Konto der neofaschistischen Opposition, die offen Jagd auf Regierungsanhänger macht.

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Allein diese Umstände werden schon völlig von den westlichen Massenmedien verschwiegen oder verdreht. Noch dreister wird es aber bei der Darstellung des nicht gerade kleinen Regierungslagers, denn Maduro genießt immer noch großen Rückhalt in der Bevölkerung, insbesondere bei den Armen. Als am 19. April einige zehntausend Oppositionelle gewaltsam durch die Straßen von Caracas und anderen Städten marodierten, fand zur gleichen Zeit eine Pro-Regierungsdemonstration mit über 3 Millionen Teilnehmern statt. Das sind weit über 100mal mehr Menschen, als auf Seiten der Neofaschisten. Doch weder unsere GEZ-finanzierten öffentlich rechtlichen noch die privaten Sender hielten es für nötig, diese Massendemonstration auch nur am Rande zu erwähnen.

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Das ist wieder einmal typisch für die deutschen Leitmedien, die von US-loyalen Think Tanks wie der Atlantik-Brücke gesteuert werden. Die USA sind nämlich die treibende Kraft hinter dem Putschversuch in Venezuela. Zum einen geht es natürlich um die Kontrolle über das venezolanische Öl. Zum anderen hat Venezuela eine sozialistische Regierung, die ganz demokratisch an die Macht gewählt wurde und diese Macht auf die Bevölkerung dezentralisiert. Bereits unter Chávez wurden Formen direkter Demokratie vorangetrieben, bei der die Menschen mehr mitzubestimmen haben als in unserer korrupten Lobbykratie.

Unter Maduro soll aktuell eine verfassungsgebende Versammlung einberufen werden, welche die Opposition kurz zuvor noch selbst gefordert hat. Allerdings sollen diesmal nicht nur Delegierte der Parteien gewählt werden, sondern auch Vertreter der sozialen Schichten, darunter vor allem Arme, Behinderte und ethnische Minderheiten. Die Opposition lehnt dies strikt ab, da sie weniger und nicht mehr Demokratie möchte. In Deutschland berichtet man indessen gar nicht über diese Pläne, damit hierzulande niemand auf die Idee kommt, in Deutschland sollten die einfachen Arbeiter vielleicht ebenfalls über eine Verfassung mitbestimmen dürfen.

Dieses Demokratiemodell soll nicht Schule machen und erst recht nicht in die USA oder nach Europa überschwappen. Deshalb forciert der ultraneoliberale US-Präsident Trump den Sturz der legitimen venezolanischen Regierung so vehement. Also bedienen sich die USA und ihre treuen Vasallen des ohnehin schon grassierenden Antikommunismus und betreiben die übliche Desinformationspropaganda, wie wir sie schon von der Ukraine, Libyen usw. kennen. Fragt sich, ob die Massen wirklich so blöde sind und schon wieder darauf hereinfallen?

Quelle 1

Quelle 2

Anis Amri und die deutschen Sicherheitsbehörden

von Anton Nymous

Der Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt am 19. Dezember 2016, bei dem 12 Menschen starben, war Wasser auf die Mühlen der Rechtspopulisten. Noch bevor der Täter überhaupt fest stand, waren AfD, Pegida und Neonazis schon auf den Barrikaden. Als dann der 24jährige Tunesier Anis Amri, welcher als vermeintlicher Flüchtling nach Deutschland kam, als Täter feststand, fühlten sie sich endgültig in ihrem Fremdenhass bestätigt.

Doch kaum jemand hinterfragt die Ereignisse, die wieder einmal vor Ungereimtheiten nur so strotzen. Wir haben absichtlich die Ermittlungen abgewartet, bevor wir einen Artikel schreiben, der am Ende nichts wert ist. Eine weise Entscheidung, wie sich inzwischen herausgestellt hat. Denn im Falle Anis Amri ist nichts so, wie es den Anschein hat.

Das fängt schon damit an, wie man dem Tunesier auf die Spur gekommen sein will. Er hatte nämlich seine Duldungspapiere am Tatort verloren, womit er schon der fünfte Islamist ist, dem das passiert. Angefangen hat es mit dem magischen Pass von Mohammed Atta, welcher am 11. September auf wundersame Weise den Feuerball sowie den Zusammensturz des World Trade Centers unbeschadet überstanden hat. Inzwischen ist der am Tatort verlorene Pass schon zu einer Art Running Gag geworden. Besonders Verdächtig ist dabei im Falle von Amris Papieren, dass der LKW erst am Tag nach dem Anschlag untersucht wurde. Genug Zeit also, um „Beweise“ nachträglich zu platzieren und das auch noch unter dem Fahrersitz, was Vorsatz impliziert.

Ebenso interessant sind Bilder einer Überwachungskamera, die vom RBB gezeigt wurden. Diese sollen Anis Amri wenige Tage vor und einige Zeit nach der Tat vor dem Moschee-Verein «Fussilet 33» zeigen. Die Verantwortlichen können es einfach nicht lassen, überall ihre Zahlensymbolik zu hinterlassen.

Nachdem Amri anschließend unbemerkt durch halb Europa fliehen konnte, wurde er letztendlich am Freitag nach dem Anschlag bei einer Schießerei in der Nähe des Bahnhofs der italienischen Stadt Sesto San Giovanni von Polizisten getötet. Wie überaus praktisch, denn nun kann er nichts mehr auspacken. Z.B. über seine Kontakte mit deutschen Sicherheitsbehörden.

Um die Ereignisse korrekt zu hinterfragen, muss man wissen, dass Anis Amri bereits vor seiner Einreise nach Deutschland in Italien vorbestraft war. Kurz nach seiner Einreise gab es gleich wieder erste Hinweise auf verdächtiges Verhalten, welche durch Mitbewohner eines Asylheimes an die Polizei herangetragen wurden. Im November 2015 gab Amri gar höchstpersönlich gegenüber einem V-Mann des Landeskriminalamtes NRW bekannt, dass er einen Anschlag plane. Obwohl er sich seit seiner Einreise nach Deutschland insgesamt 14 Identitäten zulegt hatte, war Amri der Polizei also durchaus kein Unbekannter und wurde sogar als islamistischer Gefährder eingestuft.

Darüber hinaus war er wegen Betrugsdelikten zwischenzeitlich verhaftet, wurde aber wieder freigelassen. Ebenso wurden sein Handy und Internetanschluss vom 5. April bis 21. September 2016 überwacht, angeblich ohne Ergebnis. Von untergetaucht kann daher ebenfalls keine Rede sein. Im Gegenteil wussten die deutschen Sicherheitsbehörden zu fast jeder Zeit, wo sich Anis Amri aufhielt. Ein V-Mann des LKA NRW kutschierte ihn sogar nach Berlin, wo er später seine Bluttat verübte. Das war im besten Falle grob fahrlässig, im schlimmsten Fall direkte Beihilfe.

Ohnehin scheint es so, als ließen die deutschen Sicherheitsbehörden Amri absichtlich gewähren. Immerhin hatten sie genügend belastendes Material, um ihn sofort zu verhaften. Ab September 2016 warnten z.B. sowohl der tunesische als auch der marokkanische Geheimdienst das Landeskriminalamt NRW mehrfach davor, Amri wolle in Deutschland ein „Projekt ausführen“. Zudem bestätigten sie seine Kontakte zum IS. Über die zahlreichen Hinweise und Ereignisse gibt es mittlerweile eine umfangreiche Chronik, welche hier nachgelesen werden kann.

Ist dies wirklich nur eine Chronik des Versagens oder würde der deutsche Staat gar einen Islamisten anwerben, um einen Terroranschlag zu inszenieren? Diese Frage mag skandalös erscheinen, doch sie hat ihre Berechtigung. Bereits 2015 ging der Aussteiger Irfan Peci damit an die Öffentlichkeit, dass er als V-Mann vom Verfassungsschutz angeworben wurde und von diesem finanzielle Mittel erhielt, die direkt an Al Kaida geflossen sind. Der Verfassungsschutz hat also wissentlich eine der gefährlichsten Terrororganisationen der Welt finanziert. Der Fall blieb dennoch ohne ernste Konsequenzen für den Geheimdienst. Gleiches gilt auch in Bezug auf seine tragende Rolle beim NSU.

Kommen wir nun zu der Frage nach dem Warum, welche unmittelbar mit einem weiteren berühmten Anschlag in Verbindung steht, der von Geheimdiensten inszeniert wurde. Die Rede ist vom Bombenanschlag auf den Bahnhof von Bologna (Italien), bei welchem am 2. August 1980 85 Menschen geopfert wurden, um einen Regierungswechsel unter Einschluss der Kommunisten zu verhindern. Das Verbrechen wurde damals nämlich den Roten Brigaden in die Schuhe geschoben, was die Wählerschaft vor einer linken Regierung abschreckte. Erst viele Jahre später kam heraus, dass der Anschlag in Wirklichkeit auf das Konto des NATO-Terrornetzwerks Gladio ging, welches aus Rechtsextremisten bestand.

In Deutschland haben wir nun eine ganz ähnliche Situation. 2017 stehen die nächsten Bundestagswahlen an und eine Koalition zwischen SPD und Grünen unter Einschluss der LINKEN scheint nicht mehr undenkbar. DIE LINKE spricht einfach die richtigen Themen an wie die Schere zwischen Arm und Reich oder die Gefahr eines Krieges gegen Russland. Das schmeckt den Herrschenden nicht. Wie könnte man solche Themen nun besser in den Hintergrund treten lassen, als durch einen islamistischen Anschlag, verübt von einem vermeintlichen Flüchtling?

Für diesen Verdacht spricht, dass der Pegida-Gründer Lutz Bachmann nur knapp zwei Stunden nach dem Anschlag auf Twitter bekannt gab, dass er aus internen Quellen von der tunesischen Herkunft des Täters wisse. Das ist interessant, denn zu dieser Zeit verdächtigte die Polizei noch fälschlich einen Pakistaner. Erst am Tag darauf stand der Tunesier Anis Amri als Täter fest. Die Polizei dementierte dementsprechend die Weitergabe von Informationen an Lutz Bachmann. Doch irgendwoher musste Bachmann diese Information haben, denn immerhin war sie korrekt. Vielleicht vom selben V-Mann des LKA NRW, der Amri nach Berlin gefahren hat?

Quelle

Fassen wir also kurz zusammen: Die deutschen Sicherheitsbehörden hatten Anis Amri bereits im Netz und wussten, dass er einen Anschlag plante. Dennoch durfte er seine Pläne ungehindert in die Tat umsetzen. Kurz darauf wusste ausgerechnet der ehemalige Kopf von Pegida über Amris Hintergrund Bescheid, um mit dieser Information fremdenfeindliche Propaganda zu verbreiten. Da ergibt ein äußerst hässlicher Zusammenhang.

Es ist schon eine regelrechte Frechheit, dass Bundesinnenminister de Maiziére direkt nach dem Anschlag wie üblich mehr Videoüberwachung gefordert hat, als könnte man damit das Terrorproblem lösen. Überwachungskameras hätten den LWK genauso wenig gestoppt wie das Landeskriminalamt NRW oder der Verfassungsschutz. Die Frage, warum letztere trotz ausreichender Hinweise untätig blieben, muss nun ins Zentrum der öffentlichen Debatte gestellt werden.

Silvester in Köln – Eine Inszenierung?

von Anton Nymous

Was in der Silvesternacht am Kölner Hauptbahnhof sowie in einigen anderen Großstädten geschehen ist, spottet jeder Beschreibung. Sexuelle Massenübergriffe, offensichtlich begangen von einem Mob mit Migrationshintergrund. Das ist natürlich Wasser auf die Mühlen von AfD, Pegida, NPD, Identitären und anderen Rassisten. Scheinbar ist nun genau das eingetreten, wovor sie immer gewarnt haben. Allerdings nur scheinbar.

Es ist ziemlich offensichtlich, dass die Täter keine Kriegsflüchtlinge sind, die ja oft selbst erst ihre Familien vor der sexuellen Versklavung durch den IS gerettet haben. Die Annahme, dass sich einige Hundert völlig fremde Menschen, die zum Teil nicht mal dieselbe Sprache sprechen, spontan zum Gang Bang treffen, ist vollkommen absurd! Tatsächlich konnten zwar einige Scheinflüchtlinge als Täter ermittelt werden, es dürfte sich bei den Betreffenden jedoch um unter falschen Vorwänden eingereiste Islamisten handeln.

Der angebliche Fund von Asylanträgen auf dem Bahnhofsgelände erinnert indes an Mohammed Attas magischen Pass, der in den Trümmern am Ground Zero gefunden wurde. Wie dumm müsste ein Flüchtling schon sein, um ein solches Papier an einen Tatort mitzunehmen? Hinter den Übergriffen in Köln stecken mit Gewissheit keine Kriegsflüchtlinge und mit Sicherheit sind Flüchtlinge auch keine niederen Tiermenschen, die es nur auf unsere Frauen abgesehen haben. Wer derartiges behauptet, ist einfach nur ein hohler Rassist!

Kommen wir stattdessen lieber zu den Fakten. Der Mob am Kölner Bahnhof sowie in Hamburg und anderen Großstädten war bestens organisiert und kannte die Umgebung. Das setzt zum einen voraus, dass ein Großteil Täter schon längere Zeit in Deutschland lebt, möglicherweise sogar schon in zweiter Generation. Des Weiteren müssen die Täter bereits lange im Vorfeld vernetzt gewesen sein, um eine solche Tat zu planen. Interessanterweise geht davon inzwischen sogar der Bundesinnenminister Heiko Maas (SPD) aus.

Aufgrund der frauenverachtenden Ausrichtung der Übergriffe ist ein islamistischer Hintergrund sehr wahrscheinlich. Doch ist dies das alleinige Werk von Salafisten? Oder wurde der Mob von Geheimdiensten angeleitet? Der Einfluss von CIA und Verfassungsschutz auf Islamisten ist seit den Enthüllungen um den IS sowie dem öffentlichen Geständnis von Ex-V-Mann Irfan Peci längst kein Geheimnis mehr. In diesem Zusammenhang sind auch die bisher ermittelten 32 Täter interessant. Neben 9 Algeriern, 8 Marokkanern, 5 Iranern, 4 Syrern, einem Iraker und einem Serben gehört offenbar auch ein US-Amerikaner zu den Tätern.

Eine mögliche Verwicklung von Geheimdiensten in die Ereignisse würde mitunter das Verhalten der Kölner Polizei erklären, welche den Mob lediglich ins Bahnhofsgebäude drängte, danach wegschaute und alle Notrufe ignorierte. Auffällig ist darüber hinaus, dass die Verantwortlichen bei der Polizei in Nachhinein versuchten, die Übergriffe zu vertuschen und von einer ruhigen Nacht ohne größere Zwischenfälle sprachen.

Es scheint so, als wollten hier einige verborgene Kräfte mit derartigen Übergriffen die rassistische Stimmung in der deutschen Bevölkerung weiter anheizen und das Land an den Rand eines Bürgerkrieges treiben. Die Rechnung geht auf jeden Fall auf, wenn man sich die Kommentare in sozialen Netzwerken durchliest. In diesen wird munter gegen Flüchtlinge gehetzt und offen zu Racheakten aufgerufen. Aber Racheakte an wem? Was hat beispielsweise ein indischer Student in Jena oder eine syrische Flüchtlingsfamilie in Sachsen mit den sexuellen Übergriffen am Kölner Bahnhof zu tun? Brennende Asylheime und verprügelte Ausländer haben absolut nichts mit Vergeltung zu tun, sondern sind ebensolche Straften.

Die faschistischen Forentrolle überbieten sich derzeit mit menschenverachtenden Kommentaren. So wird im Facebook und auf Youtube u.a. bedauert, dass die Übergriffe nicht Flüchtlingshelferinnen getroffen haben. Den Nazis wäre es also durchaus recht, wenn deutsche Frauen vergewaltigt werden, sofern diese Menschen in Not helfen. Was unterscheidet solch abartige Menschenfeinde eigentlich noch von dem Mob am Kölner Bahnhof? Wahrscheinlich hätten jene, die solche Kommentare verfassen, sogar beim Gang Bang mitgemacht, wenn diesem nur Frauen mit humanistischem oder gar linkem Weltbild zum Opfer gefallen wären.

Solchen Kommentare verdienen ausnahmslos Dislikes, was jedoch bei Facebook nicht möglich und bei Youtube zwar möglich, aber nicht sichtbar ist. Die rassistischen Parolen von Pegida, Björn Höcke und diversen Neonazis nutzen das Leid der Betroffenen für ihre Propaganda schamlos aus. Die rechte Hetze hat daher mit Solidarität nichts zu tun, sondern einzig mit pauschalisierendem gruppenbezogenem Menschenhass.

Dazu passt auch die völlige Ignoranz gegenüber der Tatsache, dass die restlichen drei der bereits erwähnten 32 Tatverdächtigen Deutsche sind. Wenn wegen Köln und Hamburg alle Ausländer Vergewaltiger wären, dann wären dieser kruden Logik zufolge die deutschen Männer ebenfalls allesamt Sexualstraftäter. Und tatsächlich kam es erst letztes Jahr auf dem Oktoberfest zu einem sexuellen Übergriff eines Deutschen auf eine amerikanische Besucherin. Wo war da der Aufschrei? Die bayrische Polizei nannte den Deggendorfer Genitalgrabscher in einer Pressemitteilung stattdessen einen „kecken Burschen“. Bestraft wurde zudem lediglich das Opfer, welches sich mit einem Bierkrug zu wehren wusste.

Angesichts dessen ist die aktuelle Hexenjagd auf Ausländer und Muslime einfach nur widerwärtig. Dabei haben die Opfer der sexuellen Übergriffe bereits genug zu erdulden. Darunter die unqualifizierten Äußerungen von Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker. Die empfahl allen Frauen, nicht die Nähe zu fremden Männern zu suchen, nicht mit Fremden mitzugehen und eine Armlänge Abstand zu wahren. Wie sie aus eigener Erfahrung weiß, hat das bei der Messerattacke vom 17. Oktober 2015 ja super geklappt. Oder etwa nicht? Frau Reker hätte dem weiblichen Teil der Bevölkerung genauso gut empfehlen können, das Haus in Zukunft nicht mehr ohne Burka zu verlassen.

Für die Opfer müssen derartige Verhaltenstipps wie blanker Hohn klingen. Zumal sich in der fraglichen Nacht niemand freiwillig begrabschen lassen hat und die Einhaltung eines Mindestabstandes von einer Armlänge bei einer Übermacht von hunderten Sexualstraftätern kaum möglich war. Während Frau Reker bei der letzten Bürgermeisterwahl noch auf das Mitgefühl der Massen setzten konnte, dürfte ihr Mangel an Mitleid und Respekt gegenüber anderen Opfern von gewaltsamen Übergriffen wohl gehörig die Wiederwahl versauen.

Statt dummes Zeug zu labern, wäre nun eine lückenlose Aufklärung der Ereignisse sowie eine juristische Verurteilung der Täter angebracht. Ermittelt werden sollte dabei ebenso gegen die Kölner Polizei, welche sich zumindest der unterlassenen Hilfeleistung schuldig gemacht hat. Über eine Verstrickung staatlicher Behörden in die Ereignisse werden wir indes von offizieller Seite ohnehin nie etwas erfahren.

Die Silvesternacht in Köln wird als Nacht der Schande in die Geschichte eingehen. Allerdings nicht nur die Schande der sexistischen Vergewaltiger, sondern auch die Schande der untätigen Polizei, die Schande unqualifizierter Politiker und die Schande der rassistischen Hetzer. Von letzteren sollten die Deutschen auf Distanz gehen, wenn sie zukünftig nicht in einem totalitärfaschistischen Überwachungsstaat mit Konzentrationslagern leben möchten. Aber leider, so scheint es, geht die Rechnung der Elite wohl abermals auf. Nach Paris im letzten Jahr ist es ihnen erneut gelungen, mittels Chaosagenten Hass in die Köpfe der Menschen zu säen, welcher uns zielsicher in die neue Weltordnung führen wird.

Wir wollen uns jedoch nicht zu Marionetten der NWO machen lassen, die sich in die vorgesehene Richtung bewegen, wenn oben jemand an den Fäden zieht. Wir brauchen daher auch keine Debatte über Migranten, sondern eine Debatte über Sexismus. Respektlosigkeit und Gewalt gegenüber Frauen ist immer widerwärtig, egal welche Nationalität, Hautfarbe oder Religion die Täter besitzen.

Verschwörungstheorie? Verschwörungsfakt!

Die meisten Fälle sind inzwischen allseits bekannt. Die Nummer 3 dürften jedoch nur wenige kennen. Die US-Regierung infizierte 1946-1948 in Kooperation mit der Rockefeller Foundation rund 1.500 Menschen in Guatemala mit Syphilis – angeblich um die Wirksamkeit von Penicilline zu testen. Steuerfinanzierte Menschenexperimente mit Biowaffen in Ländern des armen Südens – wie nett. Dazu noch etwas inszenierter Terror, Mind Control, Media Control und totale Überwachung.

Die Geheimarchive der BRD

Es gibt einiges, was Bananenrepublik Deutschland vor ihren Bürgern geheim hält. Selbst uralte Akten über längst verstorbene Nazis werden weiterhin unter Verschluss gehalten. Doch warum dieser NS-Täterschutz? Ganz einfach, weil das Naziregime in der BRD fortbestanden hat. So legen die wenigen bekannten Fakten nahe, dass die BRD Israel während des Eichmann-Prozesses bestochen hat, damit die Nazivergangenheit des damaligen Kanzleramtschefs Globke unerwähnt bleibt.

Auf der einen Seite bemüht sich der Staat also, seine schmutzigen Geheimnisse unter Verschluss zu halten. Die Geheimnisse seiner Bürger sind auf der anderen Seite keineswegs sicher. Allein in den ersten Jahren der BRD wurden unzählige Briefe vom und in den Osten geöffnet, ausgewertet und zensiert. Die heutige Spitzelei der NSA mit BND-Unterstützung setzt diese Kontinuität in noch größerem Umfang fort und obwohl die Überwachung durch Edward Snowdens Enthüllungen längst publik ist, tut die BRD einfach so, als müsste sie diese Tatsachen weiterhin vertuschen.

Die Methode Reagan

Die folgende ARTE-Doku gibt Aufschluss über die miesen Methoden der CIA zur Destabilisierung der Sowjetunion unter Präsident Ronald Reagan (1911-2004). Besonders perfide war dabei das Vorgehen gegen den demokratisch gewählten schwedischen Ministerpräsidenten Olof Palme (1927-1986), welches in der Ermordung des Sozialdemokraten gipfelte. Der Mord ist bis heute nicht aufgeklärt, wobei die damaligen Ermittlungen von der Polizei behindert wurden.