UFOs im Regierungshandeln

Der folgende Vortrag von Robert Fleischer fasst zusammen wie sich welche Regierungen mit UFOs beschäftigen.

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Die Aufteilung Syriens hat begonnen

von Anton Nymous

In der Nacht zum 14. April haben die USA, Großbritannien und Frankreich die syrische Hauptstadt Damaskus bombardiert. Damit haben sie vielleicht den 3. Weltkrieg losgetreten, denn Russland hatte bereits vorab angekündigt, jeden Angriff abzuwehren und zurück zu schießen. Es ist einzig dem roten Draht zwischen den USA und Russland zu verdanken, dass alle Ziele rechtzeitig geräumt wurden und keine russischen Soldaten zu Schaden kamen. Ansonsten wäre Europa wohl inzwischen überrannt worden.

Momentan hat sich die Lage wieder etwas entspannt und der US-Machthaber Trump ist zurück gerudert. Dessen eigentliches Ziel war ohnehin sein auserkorenes Feindbild Iran, nur hat er dabei offenbar nicht an die russischen Interessen gedacht. Inzwischen scheint er erkannt zu haben, dass durch den Angriff auch seine eigenen Geschäftsinteressen in Russland gefährdet sind.

Dennoch kann keine Entwarnung gegeben werden, da der Rothschild-Partner Emmanuel Macron seiner Satanistenclique einen profitablen Weltkrieg versprochen hat und notfalls auch ohne die USA weitermachen will. Deutschland hat sich aufgrund seiner Wirtschaftsbeziehungen zu Russland zwar ebenfalls noch zurück gehalten, jedoch hat die Bundesregierung dem völkerrechtswidrigen Angriff auf Damaskus Beifall geklatscht und die Lüge bekräftigt, die dazu geführt hat.

Bereits zum dritten Mal wurde ein Giftgasanschlag auf Zivilisten inszeniert, den man Assad in die Schuhe geschoben hat. Dieser Anschlag ergibt taktisch allerdings überhaupt keinen Sinn. Obgleich Assad kein Pazifist und alles andere als ein lupenreiner Demokrat ist, sollte man ihm zumindest einen Selbsterhaltungstrieb zugestehen. Nachdem Macron bereits im Falle eines weiteren Giftgaseinsatzes offen mit Krieg gedroht hat, wäre selbiger eine Einladung an die NATO.

Die Beweislage ist wieder einmal mehr als dürftig und rein zufällig fand die Bombardierung einen Tag vor einer angesetzten Untersuchung des Giftgasvorfalls durch ein internationales Expertenteam statt. Das ist in etwa so, als würde man einen Angeklagten hinrichten, bevor überhaupt die Ermittlungen begonnen haben. Wirklich voran kommen diese im Nachgang allerdings auch nicht, da das Expertenteam der OPCW gleich am ersten Tag von Unbekannten beschossen wurde.

Was bleibt, ist ein angeblich aus Douma stammendes Foto, welches u.a. die BILD verbreitet hat. Dieses zeigt eine intakte Rakete, welche eine Hauswand durchschlagen hat, nur um anschließend weich auf einem unversehrten Bett zu landen. Der Fehler ist mehr als offensichtlich. Die Rakete kann nur per Hand platziert worden sein. Anschließend wurde noch etwas giftgelbe Farbe drauf gesprüht, um das Bild dramatischer wirken zu lassen, obwohl die meisten Giftgase farblos sind. Als Quelle wurden schlussendlich „lokale Aktivisten“ angegeben. Da kann man sich nun aussuchen, ob damit IS oder Al Kaida gemeint sind. Glaubwürdig ist diese Quellenangabe jedenfalls nicht!

Offensichtliche Fake News

In Moskau ist man sich derweil einig, dass der Giftgasanschlag im Auftrag des Westens von Dschihadisten inszeniert wurde. Bei aller Propaganda auf beiden Seiten dürfte die russische Regierung zumindest in diesem Punkt durchaus recht haben. Immerhin war es nicht das erste Mal.

Quelle

Die Bundesregierung nannte den völkerrechtswidrigen Angriff auf Damaskus dennoch „angemessen“. Dieser Logik zufolge wäre es wohl auch angemessen gewesen, wenn Washington D.C. in den 1960ern wegen des Einsatzes von Agent Orange in Vietnam bombardiert worden wäre. Aber halt, die Amerikaner sind ja die „Guten“, die dürfen so etwas! Nicht zu vergessen, dass die USA und auch Deutschland die Hauptlieferanten von Chemiewaffen sind.

Man wird das Gefühl nicht los, dass es hier gar nicht um Chemiewaffen und Menschenrechte geht. Viel mehr scheinen die Westmächte und Saudi Arabien Syrien schon längst unter sich aufgeteilt zu haben. Das belegen u.a. US-Dokumente, welche von der libanesischen Tageszeitung Al Akhbar geleakt wurden. Nun hat der Libanon zwar ebenfalls Interessen in Syrien, doch die Glaubwürdigkeit der Dokumente wird durch eine Weltkarte des Pentagon untermauert, die schon vor Jahren an die Öffentlichkeit gelangt war.

Quelle

Die westliche Kriegspropaganda tut ihr Übriges, um diesen Verdacht zu bestätigen. So wird dem Iran vorgeworfen, schiitische Milizen nach Syrien zu schicken, was tatsächlich stimmt. Unerwähnt bleiben jedoch die sunnitischen Dschihadisten, die für Saudi Arabien in Syrien kämpfen und teils weitaus brutaler sind. Saudi Arabien hat dabei noch erst kürzlich einen gigantischen Waffendeal mit den USA und auch Deutschland gemacht. Angesicht dessen ist die Berichterstattung doch überaus einseitig.

Einen weiteren Waffendeal hat Deutschland mit der Türkei am Laufen, die ebenfalls in den Syrienkonflikt involviert ist und dort ungestraft jedes Völkerrecht brechen darf. Es sind erst wenige Wochen vergangen, seit Erdogans Todesschwadronen ohne Kriegserklärung in Nordsyrien eingefallen sind, Kurdengebiete annektiert und Massaker an der Bevölkerung von Afrin verübt haben. Es wurden sogar offiziell türkische Flaggen in Afrin gehisst und das türkische Fernsehen zeigte eine Karte des neuen Osmanischen Reiches, wie es bis 2020 aussehen soll. Doch rote Linien sucht man vergeblich.

Erdogan droht sogar dem EU-Mitgliedsland Griechenland mit Militäraktionen. Aber da dort gerade eine linke Regierung dran ist, scheint das die EU nicht weiter zu kümmern. Für Erdogans Kriegsverbrechen gibt es weder einen angemessenen Vergeltungsschlag, noch wird wenigstens über Sanktionen nachgedacht. Klein Adolf vom Bosporus darf so viele syrische Zivilisten abschlachten wie er will, er bekommt sogar noch deutsche Panzer dafür geliefert. Das ist einfach der Gipfel der Verlogenheit!

Der Westen will Assad nach wie vor loswerden und dafür riskiert die NATO absichtlich einen 3. Weltkrieg gegen Russland. Die größten Kriegstreiber sind dabei Emmanuel Macron und Theresa May, die notfalls auch ohne Donald Trumps Unterstützung losschlagen würden. Letzterer ist indes noch unentschlossen, seine Berater drängen jedoch auf weitere Militärschläge. Und wenn schon nicht gegen Russland, dann wenigstens gegen Nordkorea und damit wird China ebenfalls involviert. Wenn die Lage weiter so rasant eskaliert, bleiben uns bestenfalls noch wenige Monate bis zum Ausbruch des totalen Krieges.

Zumindest will die Mehrheit der Deutschen diesmal keinen totalen Krieg. Ihr Wahlverhalten haben die Deutschen allerdings letztes Jahr nicht entsprechend angepasst. Von daher wird wohl auch die BRD nicht vom Krieg verschont bleiben, denn einmal gewählt ist es Merkels Gruselkabinett scheißegal, was das deutsche Volk will. Vielleicht werden ja wenigstens die Überlebenden schlau aus der Erfahrung.

Das neue Idol der AfD: Margaret Thatcher

Arbeiter knechten, Sozialstaat zerschlagen, Konzerne subventionieren und Reiche verhätscheln – das war die Agenda der „Eisernen Lady“ Margaret Thatcher (1925-2013). Den meisten Briten blieb sie in keiner sonderlich guten Erinnerung, an ihrem Todestag machte gar der Titel „Ding dong, die Hexe ist tot“ die Runde. Die AfD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, ihres Zeichens Investmentbankerin bei Goldman Sachs, nimmt sich nun ausgerechnet dieses neoliberale Scheusal zum Vorbild.

Wenn die AfD gemäß ihren eigenen Vorstellungen nach der nächsten Bundestagswahl mitregiert (was zwangsläufig auf eine Koalition mit der Union hinaus läuft), würde Weidel gerne für Deutschland das umsetzen, was Margaret Thatcher ihrerzeit in Großbritannien verbrochen hat. Ganz so, als wäre das nicht schon längst mit der Agenda 2010 geschehen. Aber solange die Armen immer noch Hartz IV und die Arbeiter einen Mindestlohn haben, kann man ihnen tatsächlich noch etwas wegnehmen. Da die AfD den einfältigen Massen weiterhin Flüchtlinge und Muslime wie eine faulige Karotte vors Hamsterrad hält, werden sie es nicht einmal merken. Am Ende wird Alice Weidel nicht einmal wie ihr Idol Thatcher verflucht werden, sondern als strahlende Heldin des Sozialkahlschlags dastehen.

Kinder schützen – Pädophile Symbole erkennen

von Anton Nymous

Es gibt kaum ein unangenehmeres und widerwärtigeres Thema als Pädophilie. Dennoch ist es notwendig, sich darüber zu informieren, um Kinder effektiv vor Übergriffen zu schützen. Zumal sich die Skandale um Kinderpornografie und Kinderschänderringe bis in die höchsten gesellschaftlichen Kreise zusehends häufen.

Zunächst einmal sollte geklärt werden, was Pädophilie überhaupt ist. Der Begriff wurde 1886 vom Psychiater Richard von Krafft-Ebing (1840-1902) geprägt und im Wesentlichen hat sich an dessen Definition bis heute nichts geändert. Es handelt sich um eine psychische Störung, die bei Erwachsenen sexuelles Interesse an vorpubertären Kindern auslöst. Entgegen der öffentlichen Wahrnehmung sind davon nicht nur Männern, sondern sehr wohl auch Frauen betroffen.

Bei der Pädophilie gibt es zudem sowohl hetero- als auch homo- oder bisexuelle Ausprägungen. Das Interesse beschränkt sich dabei jedoch stets auf Kinder unter 14 Jahren. Sex mit Minderjährigen über 14 Jahren ist zwar ebenfalls in den meisten Ländern strafbar, zählt jedoch nicht mehr in den Bereich der Pädophilie. Selbstverständlich macht das derartige Übergriffe nicht weniger schlimm und daher sollte in jedem Fall Anzeige erstattet werden.

Da wären wir schon beim nächsten Punkt. Die geistige Erkrankung allein macht die Betroffenen nämlich noch längst nicht zu Kinderschändern. Pädophile haben in der Regel eine Hemmschwelle, genau wie sexuell normal orientierte Menschen. Ein Mann, der auf erwachsene Frauen steht, ist ja auch nicht sofort ein Vergewaltiger. Es gibt also durchaus Pädophile, die sich zwar zu Kindern hingezogen fühlen, aber nicht übergriffig werden. Viele schämen sich sogar für ihre Neigung, für die es inzwischen Therapien gibt. Auf Nummer sicher sollte man vielleicht dennoch gehen und Kinder von Betroffenen fern halten.

Kriminell wird es, wenn Pädophile sich nicht unter Kontrolle haben. Was im Übrigen für alle Vergewaltiger gilt, unabhängig davon, wie alt deren Opfer sind. Triebtäter sollten generell kastriert und zu lebenslänglicher Sicherheitsverwahrung verknackt werden. Denn wer zu sexuellen Übergriffen neigt, insbesondere auf Kinder, zeichnet sich durch ein psychopathisches Verhalten aus. Das ist es, was letztendlich den Ausschlag gibt.

Wie stark Psychopathie – also eine antisoziale Persönlichkeitsstörung – mit Kindesmissbrauch korreliert, zeigt auch die rituelle Form im Satanismus. Eine nicht unerhebliche Anzahl satanistischer Kinderschänder sind dabei nicht mal pädophil. Sie fühlen sich nicht sexuell von Kindern angezogen, sondern missbrauchen diese aus purem Sadismus. Zudem glauben sie, mit der durch den Missbrauch freigesetzten Energie arbeiten zu können. Das schließt selbstverständlich nicht aus, dass im Satanismus Pädophilie und Sadismus ebenso Hand in Hand gehen können.

An Beispielen soll es nicht mangeln, wie der Fall des britischen BBC-Moderators Jimmy Savile (1926-2011) zeigt. Dieser wurde bereits 1961 erstmals von der Polizei verhört, weil er ein Mädchen vergewaltigt hatte. Dennoch konnte er weiter Karriere machen, wurde dabei sogar mehrfach ausgezeichnet, und missbrauchte nebenbei mindestens 450 weitere Kinder. Leider kamen seine Machenschaften erst nach seinem Tod an die Öffentlichkeit, wobei ein ganzes Netzwerk von Kinderschändern ausgehoben wurde.

Es stellt sich die Frage, wie dieses Netzwerk über Jahrzehnte hinweg ungestört Kinder missbrauchen und sogar Leichen verschwinden lassen konnte? Die Antwort ist schockierend, denn der Skandal reicht bis in die Politik und Geheimdienste hinein, wobei der MI5 fleißig hunderte Akten vernichtet hat. Ähnliche Vorgänge gab es schon zuvor in Belgien um den Fall Dutroux oder in Sachsen um das Bordell Jasmin, um hier nur zwei Beispiele zu nennen. Das Netzwerk dürfte also noch weit größer und international organisiert sein. Zudem gibt es enge Verbindungen zu Menschenhändlerringen und der Kinderpornoindustrie.

Doch wie organisiert sich solch ein Netzwerk? Hier kommen okkulte Geheimbünde bis hin zum Satanismus ins Spiel. Es ist z.B. bekannt, dass Jimmy Savile ein Hochgradfreimaurer war. Das bedeutet natürlich nicht, dass Freimaurer pauschal Kinderschänder sind, aber ihre verschwiegenen Strukturen eignen sich perfekt, um für derartige Zwecke missbraucht zu werden. Unübertroffen ist jedoch der Satanismus, bei welchem der bereits erwähnte Ritualcharakter hinzukommt.

Schon Aleister Crowley lieferte detaillierte Anleitungen für sexualmagische Praktiken mit Kindern, ebenso wie für rituelle Kindstötungen. Es handelt sich also um ein offenes Geheimnis und zudem decken sich derartige Schriften weitestgehend mit den Aussagen von Opfern ritueller Gewalt. Trotz einiger medialer Aufmerksamkeit gibt es jedoch kaum Ermittlungen und erst recht keine juristischen Verfahren gegen die Täter. Im Gegenteil werden jene, die sich mit der Thematik beschäftigen, schnell als Verschwörungstheoretiker gebrandmarkt.

Ähnlich sieht es bei der Kinderpornografie aus, obwohl diese zumindest nicht mehr als reine Verschwörungstheorie wegdiskutiert wird. Trotzdem werden nur wenige Maßnahmen ergriffen, um das Problem einzudämmen. Statt einschlägige Webseiten vom Netz zu nehmen, gibt es z.B. nur ein Stoppschild, welches den Kindern überhaupt nicht hilft und sich leicht über Proxyserver umgehen lässt. Dementsprechend sitzen meist nur die Konsumenten auf der Anklagebank, weitaus seltener werden die eigentlichen Täter verknackt.

Dabei sind deren geheime Symbole und Codewörter längst kein Geheimnis mehr. Das FBI stellte sogar eine Liste mit Symbolen ins Internet. Es gibt jeweils eines für Jungen und Mädchen. Boy-Lover geben sich durch eine blaue, pyramidenförmige Spirale zu erkennen, während es bei Girl-Lovern eine rosa Herzspirale ist. Interessanterweise ist die Spirale ein weit verbreitetes Symbol für Hirnwäsche, ebenso wie der Schmetterling, welcher in der Päderastenszene für Child-Lover steht.

paedocodes

Neben der viel zu laschen Strafverfolgung, die wohl ihre (Ab-)Gründe hat, gab es in der Vergangenheit schon mehrfach Versuche, Sex mit Kindern zu legalisieren. Eine kleine Gruppe innerhalb der damals noch jungen Grünen hat sich dabei in den 1980ern besonders hervorgetan. Zwar hat sich die Partei inzwischen gänzlich von diesem Vorhaben distanziert, allerdings nicht von solchen Protagonisten wie Daniel Cohn-Bendit, der noch bis 2014 Mitglied des EU-Parlaments war und dort politische Immunität genoss.

Cohn-Bendits öffentlichen Äußerungen über die Sexualität von Kindern sowie seinen diesbezüglichen Umschreibungen in seinem Buch mit dem doppeldeutigen Namen „Der große Basar“ wären eigentlich Grund genug für ein Ermittlungsverfahren. Doch er wird wohl, ebenso wie Jimmy Savile, Zeit seines Lebens straffrei ausgehen. Als wäre das noch nicht unerträglich genug, hat Cohn-Bendit 2013 sogar noch den Theodor-Heuss-Preis verliehen bekommen, überreicht von seinem Parteifreund und Freimaurerkollegen Winfried Kretschmann.

John Dee – Mathematiker, Hofastrologe und Magier

von Joe Doe

John Dee stammte aus einer wohlhabenden walisischen Adelsfamilie und wurde am 13. Juli 1527 in der City of London geboren. Dieses berüchtigte Finanzzentrum besaß bereits seit 886 das Recht zur Selbstverwaltung und wurde maßgeblich von Templern geprägt. Dieser Geburtsort sollte jedoch nicht das einzige dunkle Omen sein. Der Familienname Dee soll darüber hinaus vom walisischen „du“ abgeleitet worden sein, was übersetzt so viel wie „schwarz“ bedeutet. So schwarz wie die Magie, die das spätere Leben John Dees prägte.

Seine Kindheit verbrachte er zunächst in Chelmsford (Essex), wo er die Chantry School besuchte. Ab 1542 ging er dann auf das St. John’s College in Cambridge, wo er 1545 den Bachelor of Art erwarb. Im Mai 1547 reiste John Dee in die Niederlande, wo er bei Gemma Frisius (1508-1555) und dessen Schüler Gerhard Mercator (1512-1594) Mathematik und Astronomie studierte. Vor seiner Rückkehr nach Cambridge erwarb Dee Mercators astronomische Instrumente für das Trinity College.

1548 wurde Dee zum Master of Arts ernannt. Er verweilte jedoch nicht lange in Cambridge und bereiste sowohl Frankreich als auch die Alte Universität Löwen in den Niederlanden. War sein Leben bisher von der kühlen Rationalität der Mathematik und Astronomie geprägt, begann er in dieser Zeit sein Studium in Alchemie und Magia Naturalis.

Sein wissenschaftlicher Ruf verschaffte ihm alsbald Zugang in höchste gesellschaftliche Kreise. Zu Dees Kontakten zählten Johann Capito, Herzog von Mantua, und Sir William Pickering, Herzog von Medinaceli. In Paris lernte er ab 1550 die Humanisten und Philosophen Adrianus Turnebus (1512-1565) und Petrus Ramus (1515-1572) sowie die Mathematiker und Astronomen Pedro Nunes (1502-1578) und Jean François Fernel (1497-1558) kennen. Bis dahin wirken Dees Lebenslauf und seine Bekanntschaften eher unauffällig, doch dies sollte sich schon bald ändern.

1552 traf John in London den Mathematiker, Arzt und Humanisten Gerolamo Cardano (1501-1576). Gemeinsam arbeiteten sie erfolglos an einem Perpetuum Mobile und untersuchten einen Edelstein, dem magische Kräfte nachgesagt wurden. Dies bildete bereits einen ersten Kontrast zu Dees bisher eher wissenschaftlichem Weltbild.

Zwei Jahre später lehnte er dann einen Lehrstuhl für Mathematik in Oxford ab, da er inzwischen eher anderen Wissenschaften und der Philosophie zugeneigt war. Nicht ablehnen konnte er dagegen seine Mitgliedschaft in der „Ehrenwerten Zunft der Händler“, die er 1555 durch ein System der Vererbung erhielt. Karriere machte er in dieser Zunft jedoch nie.

Im selben Jahr wurde John Dee der Ausübung schwarzer Magie und Zauberei angeklagt. Außerdem fügte man der Anklage noch Verrat an der Königin Maria I. (1516–1558) hinzu. Dee verteidigte sich selbst vor dem Court of Star Chamber, wurde allerdings zur religiösen Begutachtung dem katholischen Bischoff Bonner (1500-1569) zugewiesen. Kurioserweise wurden die beiden später Freunde und während Dee nur eine kurze Haftstrafe absaß, starb Bonner unter Elisabeth I. in Gefangenschaft.

John Dee erging es unter der nächsten Königin dagegen wesentlich besser. Lehnte Maria I. 1556 noch seinen Vorschlag zur Gründung einer Nationalbibliothek ab, machte er ab 1558 unter Elisabeth I. Karriere. Obwohl er keine Stelle erhielt, die ihm finanzielle Unabhängigkeit garantierte, wurde er noch im Jahr ihrer Thronbesteigung zu ihrem persönlichen Berater in den Bereichen Astrologie und Wissenschaft ernannt. Er soll sogar mit der Wahl des Krönungsdatums betraut gewesen sein.

Portrait Dees an der Universität Oxford.

Portrait Dees an der Universität Oxford.

Ein Großteil seiner Arbeit bestand für die nächsten zwei Jahrzehnte in der technischen Unterstützung der britischen Entdeckungsreisen. Sein Wissen über die Sterne war nämlich nicht nur für seine Funktion als Hofastrologe wichtig, sondern auch für die Navigation auf den Weltmeeren. 1577 veröffentlichte Dee sein entsprechendes Werk “General and Rare Memorials pertayning to the Perfect Arte of Navigation”, in dem er auch angebliche Territorialansprüche Großbritanniens an die Neue Welt darlegte.

Seine bedeutende Rolle beim Aufbau des britischen Empire trat jedoch in den Hintergrund, sobald Elisabeth I. ihn in seinem Haus in Mortlake besuchte. Bei diesen Gelegenheiten, die sich zwischen 1574 und 1580 ergaben, zeigte Dee der Königin sein magisches Kristall, beriet sie in Gesundheitsfragen und deutete 1577 einen neu entdeckten Kometen. Da sich England unter Elisabeth I. dem Protestantismus zuwandte und der streng reaktionäre Katholizismus seinen Einfluss verlor, wurde derartiger Hokus Pokus zunehmend salonfähig.

Mit dem Okkulten beschäftigte sich John Dee zu dieser Zeit schon lange. Seine hermetische Schrift „Monas Hieroglyphica“ erschien bereits 1564 in Antwerpen. Darin beschäftigte er sich mit der kabbalistischen Interpretation einer Glyphe, in der die mystische Einheit der gesamten Schöpfung Ausdruck finden sollte. Die Verbindung der christlichen Schöpfungsidee mit okkulter Mystik wirkt obskur, doch in der damaligen Zeit stellte dies für viele Magier keinen Widerspruch dar.

Während sich seine Monas Hieroglyphe heute vor allem in esoterischen und satanistischen Kreisen großer Beliebtheit erfreut, erlangte seine „Mathematical Preface“ („Mathematische Einleitung“) von 1570 großen Einfluss in der Wissenschaft. John Dee war in dieser Hinsicht eine zwiespältige Person, da er einerseits den wissenschaftlichen Rationalismus und auf der anderen Seite gleichermaßen esoterische Lehren förderte. Er versuchte nicht zuletzt, die Natur auch mittels Magie zu erklären.

Erfolg hatte Dee mit dieser Vorgehensweise selbstverständlich nicht. Zudem kamen seine Pläne zur Erkundung Amerikas nicht voran und sein Einfluss am königlichen Hof schwand zusehends. So kam es, dass er sich in den 1580ern zunehmend dem Übersinnlichen zuwandte. In dem Bestreben, Weisheit zu erlangen, suchte er mit Hilfe eines Kristallsehers den Kontakt zu Engeln. Er verfiel in einen regelrechten Engelwahn, was auch der Katalog seiner privaten Bibliothek belegt. Ein Großteil seiner Bücher beschäftigte sich mit Angelologie, wobei Dee besonderes Augenmerk auf die Kommunikation zwischen Menschen und Engeln legte.

Fündig wurde er in den Apokryphen und den Texten des Heinrich Cornelius Agrippa von Nettesheim (1486-1535), welcher seine Leser ermutigte, eine Stimme zu suchen, die sie von oben lehrt. Zudem besaß Dee 16 Werke von Robert Grosseteste (1170-1253); dem einstigen Bischof von Lincoln, welcher wie Dee von Engeln sowie von Mathematik und Astronomie besessen war.

Doch egal wie sehr sich der Hofastrologe bemühte, er hörte einfach keine Englein singen. Erst als er 1582 das Medium Edward Kelley (1555-1597) kennen lernte, sollte sich dies ändern. Der Alchemist Kelley hatte sich zu dieser Zeit bereits einen zweifelhaften Ruf erworben. Ihm wurde Urkundenfälschung nachgesagt und er galt als Betrüger. Dennoch schaffte er es, Dee bei einem Besuch auf dessen Landsitz in Mortlake dermaßen zu beeindrucken, dass sich eine enge Zusammenarbeit daraus entwickelte.

edward-kelley

Bei den spirituellen Konferenzen sollen John Dee mehrere Bücher von Engeln durch das Medium diktiert worden sein, in denen sich ihm ein neues magisches System offenbarte. Obwohl die Seancen von christlicher Frömmigkeit geprägt waren, dürften sie durchaus mit dem theosophischen Hokus Pokus der Moderne vergleichbar gewesen sein. Hinter dem ganzen faulen Zauber verbargen sich wohl am ehesten die skrupellosen Finanzinteressen des Mediums.

John Dee war ein leichtes Opfer, da er problemlos für die vermeintlichen Engelsbotschaften zu begeistern war. Er führte sogar ein Tagebuch über seine Seancen und Reisen mit Kelley, welches bis heute erhalten geblieben ist. Die protokollierten Mitschriften der Seancen wurden indes 1659 von Meric Casaubon veröffentlicht. Auch heute noch ein gefundenes Fressen für Esoteriker und Okkultisten.

1583 lernte Dee den polnischen Edelmann Albrecht Laski (1536–1605) kennen, der sich ebenfalls für das Übersinnliche begeisterte. Im September des gleichen Jahres folgte John nach einer Rücksprache mit den vermeintlichen Engeln der Einladung Laskis, ihn auf dessen Rückreise nach Polen zu begleiten. Er trat die Reise jedoch nicht allein an, sondern mit seiner Familie sowie Kelley und dessen Familie. Über Zwischenstopps in den Niederlanden, Lübeck und Stettin erreichten sie schließlich Laskis Landsitz bei Krakau.

Da Laskis finanzielle Mittel erschöpft waren, schlug er vor, dass seine beiden Gäste am Hofe Kaiser Rudolf II. (1552-1612) unterkommen könnten. Dank Dees europäischem Ruf glückte dieses Vorhaben tatsächlich, Kelley gegenüber blieb der Kaiser jedoch misstrauisch. Der Aufenthalt in Prag fand nach wenigen Monaten ein abruptes Ende, nachdem die päpstlichen Gesandten Malaspina und Sega auf Dee und Kelly aufmerksam geworden waren und die beiden als Ketzer und Hexer der Inquisition ausliefern wollten.

Die zwei flohen über Erfurt und Kassel schließlich zurück nach Krakau. Dort wurden sie anfangs vom polnischen König Stephan Báthory (1533-1586) willkommen geheißen, nachdem sie diesem die Nachfolge von Rudolf II. orakelt hatten. Als aber die Geldforderungen der beiden zunehmend unverschämter ausfielen, wurde der König ihrer Gegenwart schnell überdrüssig. Sie zogen daraufhin nach Böhmen weiter, wo sie im Burggrafen Wilhelm von Rosenberg (1535-1592) einen neuen Förderer fanden.

Bei Rosenberg machte sich Kelley unabhängig als Alchemist und angeblicher Goldmacher beliebt und schließlich erregte er auch die Aufmerksamkeit von Elisabeth I. Die Spannungen zwischen ihm und Dee nahmen in der Folgezeit zu. War Dee eher der naive Spiritist, zeigten sich bei Kelley immer offener seine skrupellosen Geschäftsinteressen. Letztendlich beabsichtigte der Betrüger, sich von seinem Partner zu trennen, was diesen zunächst noch beunruhigte.

Der endgültige Bruch ließ jedoch nicht lange auf sich warten, denn 1587 behauptete Kelley bei einer Seance in Wittingau, der Engel Uriel habe angeordnet, die beiden Männer sollten ihre Frauen tauschen. Dem Tagebuch Dees zufolge haben er und seine Frau zunächst sogar widerstrebend eingewilligt, doch letztendlich haben sie Kelley wohl doch durchschaut. Es folgte die endgültige Trennung und die Rückkehr nach England.

1589 kam John Dee wieder in seiner Heimat an und fand seine geliebte Bibliothek in Trümmern wieder. Während seiner Abwesenheit waren viele Bücher sowie Instrumente gestohlen worden. Er bat Elisabeth I. um Unterstützung und tatsächlich ernannte sie ihn 1592 zum Rektor des Christ’s College in Manchester. Sein Einfluss schwand jedoch zusehends, da er inzwischen als Schwarzmagier verschrien war.

War er der Inquisition in Europa gerade noch entkommen, verschlimmerte sich seine Lage nach dem Tod Königin Elisabeths auch in England. Ihr Thronfolger Jakob I. (1566-1625) war nicht unbedingt für Astrologie, Zahlenzauber und Seancen zu begeistern. Im Gegenteil zählte Hexenverfolgung zu seinen liebsten Hobbys. Als erneut Anklagen gegen John Dee erhoben wurden, wandte sich der einstige Hofastronom der verstorbenen Königin 1604 dennoch Hilfe suchend an den König, der ihn allerdings abblitzen ließ.

Zwar wurde Dee nicht ins Verließ geworfen, doch seine letzten Jahre verbrachte er in Armut. Er verstarb entweder Ende 1608 oder Anfang 1609 in Mortlake. Das genaue Todesdatum ist unbekannt, da sowohl das Sterberegister als auch John Dees Grabstein verloren gegangen sind. Er hinterließ acht Kinder aus drei Ehen, wobei sein ältester Sohn Arthur Dee (1579-1651) ihm als Alchemist und hermetischer Autor nacheiferte.

Die Rolle John Dees im Okkultismus ist nicht einfach zu definieren. Er war ohne Frage ein wichtiger Astrologe und Kabbalist, der glaubte, die göttlichen Kräfte mittels Mathematik kontrollieren zu können. Obgleich er nach außen ein frommer Christ war, vertrat er als einer der Ersten die Ansicht, dass der Mensch durch die Hermetik selbst ein Gott werden könne. Ein Gedanke, der später vor allem in der Theosophie Verbreitung fand. Gleiches gilt für die Kommunikation mit Engeln, heute als Channeling bekannt.

John Dee kann also durchaus als Vordenker der modernen Esoterik gesehen werden und in seinem Nachlass befand sich sogar ganz klischeehaft eine Kristallkugel. Ein finsterer Satanist war Dee jedoch nicht. Eher ein gutgläubiges Opfer des Scharlatans Kelley, welches sich bei der Sinnsuche in den Bereich des Übersinnlichen verirrt hat. Nichtsdestotrotz ist John Dee auch im modernen Satanismus en vogue, wo insbesondere seine Monas Hieroglyphe des Öfteren zu finden ist.

Zurückzuführen ist diese okkulte Popularität auf moderne Mythen, die von diversen Autoren um die Person des John Dee gestrickt wurden. So beschäftige sich der österreichische Theosoph Gustav Meyrink (1868-1932) in seinem esoterischen Schlüsselroman „Der Engel vom westlichen Fenster“ mit dem Leben Dees. H.P. Lovecraft (1890-1937) unterstellte in seinem „Cthulhu-Mythos“ gar, Dee sei der Übersetzer des Necronomicons. Dieses fiktive Buch war allerdings eine Erfindung Lovecrafts, weshalb John Dee in keinerlei Verbindung damit gebracht werden kann. Der angebliche Bund zwischen Dee und Luzifer geht schlussendlich auf die „Lycidas“-Reihe des deutschen Schriftstellers Christoph Marzi (*1970) zurück.

Mit der historischen Person hat das alles nicht mehr viel zu tun. John Dee war zwar ein Alchemist und Magier, doch seine Darstellung in der modernen Pop-Okkultur geht weit über seine tatsächliche Rolle für die frühe Esoterik hinaus. Für diese mag er zwar eine wegweisende Bedeutung gehabt haben, über seine spätere Mystifizierung durch die Theosophen und Satanisten wäre er aber wohl nicht gerade glücklich gewesen.

Die Bilderberg-Konferenz 2016

von Anton Nymous

Vom 9. bis 12. Juni fand in Dresden die diesjährige Bilderberg-Konferenz statt. Der Austragungsort war diesmal kein Hotel Bilderberg, sondern ein Hotel Taschenbergpalais in Sichtweite der Semper-Oper. Die schöne Kulisse dürfte aber nicht der Grund gewesen sein, warum sich die Hauptfluchtverursacher ins Zentrum der asylfeindlichen Pegida-Bewegung gewagt haben. Dresden verkörpert wie kaum eine andere Stadt die erfolgreiche Durchsetzung des Prinzips „teile und herrsche“.

So kam es im Verlauf der Konferenz auch zu keiner rechtspopulistischen Großdemonstration. Offensichtlich haben die Pegida-Anhänger nur etwas gegen Kriegsflüchtlinge und Muslime, nicht aber gegen imperialistische Invasoren. Dabei wären die Bilderberger die absolut richtige Adresse für Protest, da ihre Kriege und ihre ungerechte Weltwirtschaft die Wurzel massenhafter Vertreibungen sind. Der Protest blieb jedoch eher verhalten und bis auf eine kleine NPD-Kundgebung war er überwiegend linksgerichtet.

Die Medien ignorierten größtenteils sowohl die Konferenz als auch die Proteste dagegen. Wenn doch mal was zu lesen war, dann entweder über „Antiamerikanisten“ oder „Verschwörungstheoretiker“. Spiegel Online brachte gar einen Satire-Artikel über einen vermeintlichen Dokumenten-Leak, der sich über alle Kritiker lustig machte. Dabei waren doch genügend Medienvertreter vor Ort, um tatsächliche Informationen aus erster Hand zu leaken. Darunter waren aus Deutschland Thomas Ebeling von Pro7Sat1 und Matthias Döpfner vom Springerverlag vertreten.

Stupide Standardantworten gab es auch auf der Bundespressekonferenz sowie von Seiten der Regierung auf eine kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag. DIE LINKE war im Übrigen die einzige im Bundestag vertretene Partei, die das Bilderberg-Treffen auf die Tagesordnung setzte und dabei offen kritisierte. Zum einen wegen der Intransparenz, zum anderen, weil die deutschen Steuerzahler die Kosten zu tragen haben und dafür auch noch ausgesperrt wurden. Der Austragungsort war nämlich weiträumig abgesperrt und das Versammlungsrecht innerhalb einer großzügigen Bannmeile außer Kraft gesetzt.

Die überzogenen Sicherheitsmaßnahmen gingen sogar so weit, dass ein unbescholtener Bürger verhaftet wurde, weil er ein Brot bei sich hatte. Es hätte ja als Wurfgeschoss dienen können. Ob auch Bilderberger verhaftet wurden, die sich an der Brottheke des Hotels bedient haben, ist nicht bekannt. Sie dürften sich allerdings köstlich amüsiert haben, dass die deutsche Staatsgewalt den verarmten Massen inzwischen schon die Grundnahrungsmittel wegnimmt.

Doch kommen wir zum Kern des Treffens. Zumindest die groben Tagesordnungspunkte sind auf der offiziellen Webseite der Bilderberger nachzulesen, was durchaus interessant ist. Verbindet man diese Punkte mit den politischen Entscheidungen der nächsten Wochen, dürfte jeder eine recht klare Vorstellung davon erhalten, was auf der Konferenz besprochen wurde. Und das hat wie immer globale Auswirkungen.

Zu vorderst ging es natürlich um die Verschärfung der weltweiten Konflikte. Der Nahe Osten stand logischerweise schon allein wegen des selbst geschaffenen IS auf dem Plan, aber auch Russland und China wurden thematisiert. Diese beiden Weltmächte werden zunehmend von der NATO eingekreist und Bundeskriegsministerin Ursula von der Leichen (CDU) hat schon nach ihrer Teilnahme am Bilderberg-Treffen 2015 Truppen an die russische Grenze geschickt. Ihre neuen Einsatzbefehle wird sie dieses Jahr wohl direkt vom Oberbefehlshaber der US-Streitkräfte in Europa, Philip M. Breedlove, erhalten haben.

Kriege verursachen natürlich Flucht und so war auch die Migration in Europa ein Thema. Die Spaltung des Kontinents trägt ja inzwischen Früchte und so ist es fast schon zynisch, dass auch die Einheit Europas besprochen wurde. Zusammen mit den Bereichen Wachstum und Reform dürfte es aber ohnehin lediglich um Wirtschaftsinteressen gegangen sein und Migranten sind bekanntlich billige Arbeitskräfte.

Beim Tagesordnungspunkt „Prekariat und Mittelschicht“ dürfte es in eine ähnliche Richtung gegangen sein. Es wäre absolut naiv anzunehmen, der reichen Elite ginge es darum, den Armen zu helfen und die Mittelschicht zu retten. Da braucht man sich nur die Finanzpolitik von Bundesfinanzminister Wolfgangster Schäuble (CDU) zu betrachten, um zu wissen, dass es um die weitere Umverteilung von unten nach oben ging. Um das zu garantieren waren auch wieder Vertreter der wichtigsten Banken mit dabei.

Beschleunigt wird diese Umverteilung durch Freihandelsabkommen wie TTIP, CETA und TISA. Diese standen zwar offiziell nicht auf der Tagesordnung, wurden aber garantiert unter „aktuelle Ereignisse“ oder „Geopolitik in Energiefragen und Rohstoffpreise“ besprochen. Immerhin ist gerade Fußball-Europameisterschaft, da sind die Massen abgelenkt und schauen nicht hin, wenn diese Abkommen unterzeichnet werden.

Bei den Themen „Cybersicherheit“ und „technologische Neuerungen“ wird es sehr wahrscheinlich um mehr Überwachung gegangen sein, was erklären würde, warum auch Bundesspionageminister Thomas deMaiziére (CDU) auf der Konferenz anwesend war. Überhaupt waren fast alle CDU-Minister mit dabei. Nur Kanzlerin Angela Merkel (CDU) stand nicht auf der offiziellen Gästeliste, soll aber inoffiziell teilgenommen haben. Dafür war der sächsische Ministerpräsiden Stasilaw Tillich (CDU) offiziell dabei, immerhin tragen seine Wähler einen Großteil der Kosten.

Wer sonst noch unter den rund 125 Gästen war? Neben US-Amerikanern hauptsächlich Deutsche. Hier die offizielle Gästeliste:

Chairman: Henri de Castries (Frankreich) – Vorsitzender und Geschäftsführer der AXA Group

Deutschland (16):

Paul M. Achleitner – Vorsitzender des Supervisory Board der Deutsche Bank AG
John Cryan – Geschäftsführer der Deutsche Bank AG
Mathias Döpfner – Geschäftsführer von Axel Springer
Thomas Ebeling – Geschäftsführer von ProSiebenSat.1
Thomas Enders – Geschäftsführer der Airbus Group
Ulrich Grillo – Vorsitzender der Grillo-Werke AG; Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie
Timotheus Höttges – Geschäftsführer der Deutsche Telekom AG
Julia Jäkel – Geschäftsführerin von Gruner + Jahr
Joe Kaeser – Präsident und Geschäftsführer der Siemens AG
Carsten Kengeter – Geschäftsführer der Deutsche Börse AG
Ursula von der Leyen – Bundeskriegsministerin (CDU)
Thomas de Maizière – Bundesspionageminister (CDU)
Wolfgang Schäuble – Bundesfinanzminister (CDU)
Klaus Schwab – Präsident des Weltwirtschaftsforums
Hans-Werner Sinn – Professor für Ökonomie und öffentliche Finanzen, Ludwig Maximilian Universität München
Stanislaw Tillich – Ministerpräsident von Sachsen (CDU)

Belgien (3):

Yasmine Kherbache – Politikerin (Socialistische Partij Anders)
Thomas Leysen – Vorsitzender der KBC Group
Charles Michel – Primierminister

Bulgarien (1):

Kristalina Georgiewa – Vizepräsidentin der Europäischen Kommission

Dänemark (4):

Thomas Ahrenkiel – Sekretär des Kriegsministeriums
Christian Dyvig – Vorsitzender von Kompan
Ulrik Federspiel – Group Executive, Haldor Topsøe A/S
Søren Pind – Justizminister

Finnland (2):

Matti Apunen – Direktor des Finnish Business and Policy Forum EVA
Björn Wahlroos – Vorsitzender der Sampo Group, Nordea Bank, UPM-Kymmene Corporation

Frankreich (10):

Patricia Barbizet – Geschäftsführerin von Artemis
Nicolas Baverez – Partner, Gibson, Dunn & Crutcher
Olivier Blanchard – Fred Bergsten Senior Fellow, Peterson Institute
Emmanuelle Charpentier – Direktor des Max Planck Institut für Infektionsbiologie
Benoît Coeuré – Mitglied des Executive Board der Europäischen Zentralbank
Laurent Fabius – Präsident des Constitutional Council
Etienne Gernelle – Chefredakteur des Le Point
Sylvie Goulard – Mitglied des EU-Parlaments
Christine Lagarde – Geschäftsführende Direktorin des IWF
Edouard Philippe – Bürgermeister von Le Havre

Griechenland (3):

George Logothetis – Vorsitzender und Geschäftsführer der Libra Group
Kyriakos Mitsotakis – Politiker, Vorsitzender der Nea Dimokratia
Dimitri Papalexopoulos – Geschäftsführer von Titan Cement Co.

Großbritannien (10):

Marcus Agius – Vorsitzender der PA Consulting Group
Douglas J. Flint – Gruppenvorsitzender von HSBC Holdings plc
Helen Goodman – Politikerin (Labour Party)
Dido Harding – Geschäftsführerin TalkTalk Telecom Group plc
Demis Hassabis – Mitgründer und Geschäftsführer von DeepMind
John Kerr – Deputy Vorsitzender von Scottish Power
Zanny Minton Beddoes – Chefredakteur von The Economist
John Sawers – Vorsitzender und Partner von Macro Advisory Partners
Guy Standing – Co-Präsident von BIEN; Research Professor, University of London
Martin H. Wolf – Ökonomischer Chefkommentator der Financial Times

Irland (2):

Michael Noonan – Finanzminister
Michael O’Leary – Geschäftsführer von Ryanair Plc

Italien (6):

Franco Bernabè – Vorsitzender von CartaSi S.p.A.
Claudio Costamagna – Vorsitzender von Cassa Depositi e Prestiti S.p.A.
Marta Dassù – Senior Direktor für europäische Beziehungen, Aspen Institute
John Elkann – Vorsitzender und Geschäftsführer von EXOR; Vorsitzender von Fiat Chrysler Automobiles
Lilli Gruber – Chefredakteurin und Moderatorin von “Otto e mezzo”, La7 TV
Carlo Ratti – Direktor des MIT Senseable City Lab

Kanada (4):

Yoshua Bengio – Professor in Computerwissenschaft und Unternehmensforschung, University of Montreal
Chris Hadfield – Colonel, Astronaut
Bill Morneau – Finanzminister
Heather M. Reisman – Vorsitzende und Geschäftsführerin von Indigo Books & Music Inc.

Niederlande (7):

Ahmed Aboutaleb – Bürgermeister von Rotterdam
Ben van Beurden – Geschäftsführer von Royal Dutch Shell plc
Sharon A.M. Dijksma – Umweltministerin
Victor Halberstadt – Professor für Ökonomie, Universität Leiden
Willem-Alexander, König der Niederlande
Kajsa Ollongren – Stellvertr. Bürgermeisterin von Amsterdam
Mark Rutte – Premierminister (VVD)

Norwegen (3):

Svein Richard Brandtzæg – Präsident und Geschäftsführer von Norsk Hydro ASA
Børge Brende – Außenminister
Kristin Skogen Lund – Generaldirektorin von The Confederation of Norwegian Enterprise

Österreich (3):

René Benko – Gründer und Vorsitzender des Advisory Board der SIGNA Holding GmbH
Andreas Schieder – Klubobman der SPÖ
Rudolf Scholten – Geschäftsführer der Österreichischen Kontrollbank AG

Polen (1):

Radoslaw Sikorski – Senior Fellow, Harvard University; ehem. Außenminister

Portugal (3):

Maria Luís Albuquerque – ehem. Finanzminister (Sozialdemokratische Partei)
José M. Durão Barroso – ehem. Präsident der EU-Kommission
Carlos Gomes da Silva – Vizevorsitzender und Geschäftsführer von Galp Energia

Schweden (4):

Magdalena Andersson – Finanzminister
Conni Jonsson – Gründerin und Vorsitzende von EQT
Carl-Henric Svanberg – Vorsitzender von BP plc und AB Volvo
Jacob Wallenberg – Vorsitzender von Investor AB

Schweiz (4):

André Kudelski – Vorsitzender und Geschäftsführer der Kudelski Group
Christa Markwalder – Politikerin (FDP), Nationalratspräsidentin
Martin Vetterli – Präsident des Schweizerischen Nationalfonds
Beatrice Weder di Mauro – Professorin für Ökonomie, University of Mainz

Spanien (4):

César Alierta – Vorsitzender und Geschäftsführer von Telefónica
Ana P. Botín – Vorsitzender von Banco Santander
Juan Luis Cebrián – Vorsitzender von PRISA and El País
Luis Garicano – Professor für Ökonomie, LSE; Senior Advisor to Ciudadanos

Türkei (3):

Senem Aydin-Düzgit –Professor und Jean Monnet Chair der Istanbul Bilgi Universität
Soli Özel – Professor, Kadir Has University
Mehmet Simsek – Finanzminister (AKP)

USA (31):

Roger C. Altman – Vorsitzender von Evercore
Sam Altman – Präsident von Y Combinator
Anne Applebaum – Kolumnistin der Washington Post; Direktorin des Transitions Forum, Legatum Institute
Philip M. Breedlove – Oberbefehlshaber der US-Streitkräfte in Europa
William J. Burns – Präsident des Carnegie Endowment for International Peace
David M. Cote – Vorsitzender und Geschäftsführer von Honeywell
Richard Engel – Chef-Außenkorrespondent von NBC News
Roger W. Ferguson Jr. – Präsident und Geschäftsführer von TIAA
Niall Ferguson – Professor für Geschichte, Harvard University
Lindsey Graham – Senator (Republikaner)
Hobson, Mellody (USA), President, Ariel Investment, LLC
Reid Hoffman – Mitgründer und Vorsitzender von LinkedIn
Kenneth M. Jacobs – Vorsitzender und Geschäftsführer von Lazard
James A. Johnson – Vorsitzender von Johnson Capital Partners
Vernon E. Jordan, Jr – Senior Managing Direktor von Lazard Frères & Co. LLC
Alex Karp – Geschäftsführer von Palantir Technologies
Henry A. Kissinger – Vorsitzender von Kissinger Associates Inc., ehem. US-Außenminister (Republikaner)
Klaus Kleinfeld – Vorsitzender und Geschäftsführer von Alcoa
Henry R. Kravis – Co-Vorsitzender und Co-Geschäftsführer von Kohlberg Kravis Roberts & Co.
Marie-Josée Kravis – Senior Fellow, Hudson Institute
Richard Levin – Geschäftsfüher von Coursera
Divesh Makan – Geschäftsführer von ICONIQ Capital
Scott Malcomson – Autor; Präsident von Monere Ltd.
Megan McArdle – Kolumnist bei Bloomberg View
John Micklethwait – Chefredakteur von Bloomberg LP
Craig J. Mundie – Principal von Mundie & Associates
Charles A. Murray – W.H. Brady Scholar, American Enterprise Institute
Peggy Noonan – Autorin und Kolumnistin von The Wall Street Journal
David H. Petraeus – Vorsitzender des KKR Global Institute
Eric E. Schmidt – Vorsitzender von Alphabet Inc.
Peter A. Thiel – Präsident von Thiel Capital

Quelle

KenFM über die AfD, rechte Hetze und Syrien

Ken Jebsen prangert vollkommen zu recht gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit an. Im zweiten Teil geht es um das schmutzige Spiel der Trükei und NATO mit Syrien. In diesem Zusammenhang warnt er auch vor möglichen inszenierten Terroranschlägen in Deutschland, um uns tiefer in den Krieg zu verwickeln. Bei der Antifa pauschalisiert er zum Ende hin aber etwas zu sehr. Klar gibt es da Deppen, die ihn als vermeintlichen Rechtspopulisten attackieren, aber es sind nicht alle Antifaschisten so blöde.

Druiden – Die Loge zur geschnittenen Mistel

von Joe Doe

Wer sich einen Druiden vorstellt, hat schnell das Bild von Miraculix im Kopf, der Misteln schneidet und Zaubertränke braut. Doch die Druiden waren mehr als nur verrückte Magier. Sie waren die geistige Elite der keltischen Gesellschaft und bildeten eine Art Priesterschaft der heidnischen Religion. Im Prinzip waren sie eine Weiterentwicklung der Schamanen aus primitiveren Gesellschaften, doch beschränkte sich ihr Wirken nicht nur auf Astrologie und Religion. Sie waren zudem Philosophen und Rechtsgelehrte. Im Gegensatz zu Schamanen waren sie allerdings nur in seltenen Fällen Heiler. Die Kelten hatten bereits einen eigene Kategorisierung für Ärzte (keltisch „Liaigis“).

Die wichtigsten Funktionen der Druiden waren das Praktizieren von mantischen Bräuchen, also Wahrsagerei, und das Durchführen von Opferungen. Menschenopferungen scheinen dabei durchaus eine Rolle gespielt zu haben. So wurden bei einigen Sonderbestattungen Schnitt- und Nagespuren entdeckt, die auf rituelle Tötungen und sogar Kannibalismus hindeuten könnten. Ferner wurden auch Spuren gewaltiger Opferfeuer inklusive verbrannter menschlicher Knochen entdeckt. Die vermeintliche antikeltische Kriegspropaganda der Römer, laut der Menschen in Weidengeflechten verbrannt wurden, scheint also den Tatsachen zu entsprechen.

Historisch belegt ist zudem der keltische Kopfkult, bei dem die Schädel der Feinde abgetrennt und als Trophäe mitgeführt wurden. Die Kelten glaubten, dass dadurch einerseits die Kraft sowie das Wissen ihrer Feinde auf sie überginge und zum anderen die Geister der Toten in der anderen Welt unschädlich gemacht würden. Diese abartigen Kulthandlungen wurden zwar nicht zwangsläufig von Druiden durchgeführt, allerdings wurden ihre Heiligtümer durchaus mit Schädeln geschmückt, wie das Eingangstor des Heiligtums von Ribemont-sur-Ancre in Frankreich zeigt.

Bis auf solche archäologischen Ausgrabungen ist relativ wenig über die frühen Druiden der Antike bekannt. Dies liegt vor allem an Cäsars Schriftverbot für die Inhalte der druidischen Glaubenslehre. So bleiben nur die römischen Quellen, darunter Plinius. Dieser prägte das Bild der Druiden als weiß gekleidete Mystiker, die mit Sicheln Misteln von Eichenbäumen schneiden. Plinius kann also als Erfinder von Miraculix angesehen werden. Seine Schilderungen von Stieropfern fanden jedoch keinen Einzug in die Comicwelt.

Während nun schon Gaius Julius Cäsar (100-44 v.Z.) die Druiden unterdrückte, ließ sein Nachfolger Augustus (63 v.Z. – 14 n.Z.) die Ausübung der gallischen Religion komplett verbieten. Dessen Nachfolger Tiberius (42 v.Z. – 37 n.Z.) schaffte die „Gesellschaft von Medizinmännern und Sehern“ ab und der Todesstoß erfolgte durch Claudius (10 v.Z. – 54 n.Z.). Doch wie heißt es so schön: Totgeglaubte leben länger.

Zunächst überlebte der Druidenkult in Britannien, wo es zu weiteren Auseinandersetzungen mit Rom kam. Zudem lebte der Kult in anderen Teilen Europas im Untergrund fort, was in der Spätantike zu einem erneuten Aufflammen der keltischen Religion führte. Die Berichte über aktive Druiden reichen noch bis ins Mittelalter hinein. Insbesondere in Irland stiegen Druiden zu Adeligen und Beratern von Königen auf.

Die irischen Druiden leisteten zunächst sogar Widerstand gegen die Christianisierung der Insel. Als diese nicht mehr aufzuhalten war, flossen dennoch keltische Bräuche ins irische Christentum ein. So findet man bis heute Keltenkreuze auf irischen Friedhöfen.

Keltengräber

Quelle

Möglicherweise ist es dem Überleben des Druidenkultes im Untergrund zu verdanken, dass es im 18. Jahrhundert eine Keltenromantik gab. Im Zuge dieses Revivals kam es zur Gründung zahlreicher moderner Druidenorden, die mal mehr mal weniger viel mit den antiken Druiden gemein hatten. Einige existieren bis heute und ihre Bandbreite reicht von romantisch verklärtem Neuheidentum bis hin zu okkulter Geheimbündelei.

Ein wichtiger Impuls für die neuzeitlichen Druiden waren unter anderem die Arbeiten des britischen Altertumsforschers John Aubrey (1626–1697), welcher Stonehenge mit den Duiden in Verbindung brachte. Der mit Aubrey befreundete Ire John Toland (1670-1722) ließ schließlich 1717 ein Treffen von Delegierten druidischer und bardischer Kreise aus Großbritannien, Irland und der Bretagne einberufen. In Covent Garden gründete er zusammen mit anderen Freimaurern den Ancient Druid Order und ließ sich während des Herbst-Äquinoktiums zu Erz-Druiden küren.

Der Ancient Druid Order gehört bis heute zu den einflussreichsten druidischen Organisationen. Zu seinen Vorsitzenden gehörte u.a. der bekannte britische Dichter, Maler und Freimaurer William Blake (1757-1827), welcher den Orden von 1799 bis 1827 leitete. William Blake ist sowohl für die Druiden als auch für die Freimaurer bis heute eine zentrale Figur. Sein musikalisch vertontes Gedicht „Jerusalem“ wurde sowohl auf der Hochzeit von Prinz William als auch beim Auftakt der Olympischen Spiele 2012 in London gespielt.

Nach dem Tod des Vorsitzenden Robert MacGregor im Jahr 1964 wurde der Ancient Druid Order geteilt. Ein Teil des Ordens wurde dabei von Philip Peter Ross Nichols (1902-1975) übernommen und als Orden der Barden, Ovaten und Druiden (engl. „Order of Bards, Ovates & Druids“) neu gegründet. Nichols war darüber hinaus ein Freund von Gerald Gardner, dem Begründer des Wicca-Kultes.

Ross Nichols

Ross Nichols

Die Bezeichnungen Ovate, Barde und Druide bilden das allgemeine Gradsystem aller druidischen Orden. Es fällt auf, dass die Druiden ebenso drei Grade haben wie die Johanneslogen in der Freimaurerei. Der Orden der Barden, Ovaten und Druiden hat zudem wenig überraschend die Tugenden der Freimaurerei in weiten Teilen übernommen und sich darüber hinaus bei anderen esoterischen Gesellschaften bedient. Heute gehören dem Orden der Barden, Ovaten und Druiden weltweit etwa 10.000 Mitglieder an.

Eine weitere druidische Organisation, die bereits 1694 gegründet wurde, ist der Mount Haemus Grove. Initiiert wurde diese Gruppierung vom Pfaffen William Stukeley (1687–1765), der wie Aubrey einen Zusammenhang zwischen Steinkreisen und der keltischen Religion herstellte. Obwohl Stukeley nach außen das Christentum predigte, hing er selbst dem polytheistischen Heidentum an und betitelte sich selbst als Erzdruide. Zudem gab er sich den Namen Chyndonax, nach einem angeblichen Druiden, der auf einer 1623 gefundenen Bronzetafel aus Dijon (Frankreich) erwähnt wurde. Seine Anhängerin Prinzessin Augusta von Sachsen-Gotha (1719–1772) erhielt indes den Titel „Veleda, Erzdruidin von Kew“, benannt nach einer antiken germanischen Seherin.

Unter Stukeleys Einfluss wurde 1781 vom Freimaurer Henry Hurle der Ancient Order of Druids gegründet. (Nicht zu verwechseln mit dem Ancient Druid Order.) Von diesem spaltete sich 1833 wiederum der United Ancient Order of Druids ab, der sich selbst nicht länger als Geheimbund definierte, sondern als Wohltätigkeitsorganisation. Er ist damit das druidische Äquivalent des Rotary- oder Lions-Club, die später von Freimaurern gegründet wurden.

1964 gründeten amerikanische Studenten unter der Führung von Isaac Bonewits (1949–2010) am Carlton College (Minnesota) schlussendlich noch die Reformed Druids of North America, aus denen 1984 die Ar nDraoicht Fein (ADF) hervorging. Ar nDraoicht Fein ist inzwischen die zahlenmäßig stärkste neudruidische Organisation in den USA. Es gibt noch weitere kleinere Orden, die alle zusammen in Dachverbänden wie der britischen Druids Society organisiert sind.

Die Struktur der Dachverbände erinnert wieder einmal stark an die Freimaurerei, deren Logen ebenfalls in Dachverbänden organisiert sind. Es sollte daher nicht weiter verwundern, dass es eine International Grand Lodge of Druidism gibt. Deren Ziele Humanität, Toleranz und Menschenrechte kommen einem ebenfalls entsprechend bekannt vor. Allerdings dürften sie, ebenso wie bei den Freimaurern, nur ein Deckmantel für okkulten Mummenschanz sein.

Die 1908 gegründete International Grand Lodge of Druidism gliedert sich wie die internationale Freimaurerei in Großlogen, in welchen wiederum lokale Logen zusammengefasst sind. Weltweit soll es rund 50.000 Druiden innerhalb der IGLD geben. Zwar können sowohl Männer als auch Frauen beitreten, die Logen sind jedoch nach Geschlechtern getrennt. Die Aufnahme bedarf der Zustimmung aller Logenmitglieder und erfolgt in einem feierlichen Ritual. Neben den üblichen Logenzusammenkünften treffen sich Delegierte aus allen Ländern alle vier Jahre auf einem Weltkongress, der jedes Mal in einem anderen Land stattfindet.

Das wichtigste Symbol der International Grand Lodge of Druidism ist ein Heptagramm. Der siebenstrahlige Druidenstern soll als Leitstern dafür sorgen, die Ziele der Loge im Blick zu behalten.

Druidenstern

In Deutschland entstand die erste Druidenloge bereits 1872 mit Unterstützung aus den USA. Nach Gründung der IGLD wurde die Berliner Dodona-Loge in den Dachverband integriert. Im Gegensatz zu anderen deutschen Logen existiert sie noch heute. Die meisten der 264 Logen, welche bis 1933 gegründet wurden, fielen indes dem Naziregime zum Opfer. In der Schweiz, wo die Druiden ab 1912 Fuß fassten, lösten sich die Logen in dieser Zeit ebenfalls auf, da sie dem deutschen Dachverband untergeordnet waren.

Der Boykott der Druiden durch die Nazis hatte allerdings, ebenso wie die vermeintliche Verfolgung der Freimaurer, eine dunkle Kehrseite. Die Nazis erhielten nämlich sehr wohl auch Unterstützung aus diesen Kreisen. Bei den Freimaurern fällt einem da sofort der amerikanische Autobauer und Antisemit Henry Ford ein. Bei den Druiden wurde indes Neven Henaff (1908–1983), der Gründer der druidischen Gesellschaft in der Bretagne, zum Nazikollaborateur. Während in Deutschland die Druidenlogen schließen mussten, arbeitete sich der Druide Henaff bis zum SS-Untersturmführer hoch.

Während sich die Druiden in Deutschland recht schnell wieder erholten, fanden sich in der Schweiz erst 1962 einige Männer zusammen, um mithilfe der süddeutschen Großloge die Baseler Jacob-Burckhardt-Loge zu gründen. Heute ist die Schweiz eine New Age Hochburg, woran neben den Freimaurern und Theosophen wohl auch die Druiden einen hohen Anteil haben. In der Schweiz gibt es heute 12 Druidenlogen und in Deutschland 60.

Zum Schluss sollten noch einige namhafte Druiden genannt werden, was für einige Überraschungen sorgen dürfte. Wenig überraschend dürfte dagegen sein, dass die folgenden Personen fast ausnahmslos auch der Freimaurerei angehörten bzw. angehören. Darunter der ehemalige britische Premier Winston Chruchill (1874–1965), Queen Elisabeth II. (*1926), Prinz Charles (*1948) und der Theologe Baron Rowan Douglas Williams (*1950). Zu den bekanntesten amerikanischen Druiden gehörten indes der Psychedelic Folk Musiker Gwydion Pendderwen (1946–1982) und der Songwriter Isaac Bonewits (1949–2010).

Operation BlackJack – Der NWO-Comic

In der britischen Zeitung The Telegraph erschien vor einigen Jahren ein Comic mit dem Titel „Operation BlackJack“, welcher den Aufstieg der neuen Weltordnung in Bildern schilderte. Schritt 1. sollte dabei eine Serie von nuklearen Terroranschlägen beinhalten. Als Ziele wurden unter anderem New York, Washington D.C., Los Angeles, Portland, Toronto, Mexico City und London genannt.

BlackJack Comic NY

BlackJack Comic Washington

BlackJack Comic LA

BlackJack Comic Portland

BlackJack Comic Toronto

BlackJack Comic_2

im Comic waren die Atombomben in weißen Vans mit einem Sonnensymbol versteckt. Interessanterweise wurden solche Vans während der Olympischen Spiele 2012 in London gesichtet, für die tatsächlich eine erhöhte Terrorwarnstufe galt. Sollte das inszenierte Spektakel eventuell schon 2012 stattfinden, musste aber aus unbestimmten Gründen verschoben werden?

BlackJack Comic Van

BlackJack Comic_1

Immerhin wurde in „Operation BlackJack“ schon damals eine „Boston Bomb“ angekündigt, welche dann 2013 tatsächlich explodierte – mehr oder weniger.

BlackJack False Flag

In der Folge der Anschläge wurde ein Bürgerkrieg in den USA angekündigt, welcher durchaus nicht unwahrscheinlich wäre. Von Washington D.C. würde sich dem Comic zufolge eine neue Regierung im Westen abspalten.

BlackJack Denver

Wenn das schon beunruhigend ist, dann ist es die Prophezeiung von Konzentrationslagern auf dem Boden der USA erst recht. Da fallen einem unweigerlich die unzähligen FEMA-Camps ein, die stets als Verschwörungstheorie abgetan werden. Der Telegraph hält sie offensichtlich nicht für unmöglich.

BlackJack Comic KZ

Die Queen geisterte durch Deutschland

von Anton Nymous

Vom 24. bis 26. Juni 2015 war die britische Königin gemeinsam mit ihrem Mann in Deutschland zu Gast und bekam überall den roten Teppich ausgerollt. Statt die Überwindung der eigenen Monarchie zu feiern, taten Bundesregierung und Massenmedien gerade so, als sei ein göttliches Wesen vom Himmel herabgestiegen. Zu jedem Highlight der Tour wurden Jubelperser bzw. Jubelbriten entsandt, welche den Eindruck erwecken sollten, Deutschland würde die Queen wie einen Götzen anbeten. Der Sender Vox hat gar eine ganze Themenwoche für die Königin abgefeiert.

Doch wer ist diese Person eigentlich, die sich für etwas Besseres hält? Gewiss kein Engel und ebenso wenig ein höheres Wesen, so viel steht fest. Die britische Queen muss genauso atmen, essen und scheißen, wie wir alle. Der einzige Unterschied besteht darin, dass sie dafür nicht arbeiten muss, sondern wie ein Parasit auf Kosten der Steuerzahler lebt. Nicht etwa auf Sozialhilfeniveau, sondern in Saus und Braus.

Es gibt jedenfalls keinen Anlass, den Besuch der britischen Königin und ihres Gemahls zu feiern. Großbritannien gehört zu den treibenden Kräften hinter der neuen Weltordnung, was im Klartext permanenten Krieg, kapitalistische Ausbeutung und totale Überwachung bedeutet. Die City of London ist neben Frankfurt a.M. und der Wallstreet eines der Finanzzentren, von denen aus ganze Völker mittels finanzieller Kriegsführung in die Knechtschaft gezwungen werden.

Schlussendlich wäre da noch das Geschwür von Freimaurerlogen und anderen satanistischen Geheimgesellschaften, welches von England aus über die gesamte Welt wuchert. Diesbezüglich hat England derzeit mit dem größten Kinderschänderskandal aller Zeiten ein Problem, welches bis in die höchsten Kreise hineinreicht. Es war immerhin der Geheimdienst Ihrer Majestät, welcher Beweise verschwinden ließ und die Täter deckte. Das britische Königshaus musste also Kenntnis davon haben und betrachtet man sich die Logenzugehörigkeit der Royalen, waren diese wohl nicht nur Mitwisser, sondern sehr wahrscheinlich auch Mittäter.

Nein, Queen Elizabeth II. ist alles andere als eine wohlwollende Oma mit Vorbildcharakter. Sie ist maximal wohlhabend und das nicht durch ihre Hände Arbeit. Dennoch jubeln ihr einige zu, als wäre es das Highlight ihres Lebens. Darunter Gothas Oberbürgermeister Knut Kreuch (SPD), der die Queen schon mehrfach vergeblich nach Gotha eingeladen hat. Dort ist der Stammsitz ihrer Familie, aber an ihre deutschen Wurzeln wird das alte Reptil nicht so gerne erinnert.

Aber wenn Elizabeth II. nicht zu Kreuch kommt, so kommt er halt zu ihr. Seine Hochwohlgeborenheit Kreuch ist extra am 26. Juni nach Berlin gereist, um an der königlichen Gartenparty teilzunehmen. Dort ist ihm gewiss beim Händeschütteln einer abgegangen. Sein Fanatismus für die Queen reicht sogar so weit, dass er sich vor ein paar Jahren zum Fasching als seine Angebetete verkleidet hat. In den Kreis der Hofschranzen wird er mit der Aktion wohl nicht aufgenommen werden, aber zumindest taugt er noch als königliche Knallcharge.

Seine Hoheit Knut Kreuch

Seine Hoheit Knut Kreuch

Seine Peinlichkeit ist jedoch nicht nur ein Anhänger der Queen, sondern der Monarchie im Allgemeinen. Jedes Jahr wird auf dem Gothardusfest eine andere Monarchie gefeiert. Zuletzt 2015 das niederländische Königshaus. Außerdem trägt die Stadt Gotha seit dem Thüringentag 2011 den unsäglichen Slogan „Gotha adelt“. Was anfänglich dazu diente, Gothas BürgerInnen zu bespaßen und für ein Wochenende vom Elend in der Welt abzulenken, ist nun festes Motto der Stadt. Selbst auf dem Flyer des Tierparks prangt ein „Gotha adelt“, obwohl der gar keinen König der Löwen zu bieten hat. Nun werden sich einige fragen, was uns eigentlich an diesem Motto stört?

Während auf der einen Seite die Zuschüsse für das Frauenzentrum, Sportförderung und Wohlfahrt vor einiger Zeit zusammengestrichen wurden, werden andererseits rauschende Feste gefeiert, Bäder und Paläste gebaut. Zwar trägt den Großteil der Kosten für Thüringentag, Stadtbad und Perthes-Forum das Land Thüringen, doch die Kosten für die Stadt gehen insgesamt immer noch in die Hunderttausende.

Seine Hoheit Knut Kreuch könnte man daher sehr wohl mit römischen Kaisern oder barocken Königen vergleichen, die sich ebenfalls der Erbauung von Bädern und Palästen rühmten, während das Volk hungerte. Dies ist sogar wörtlich zu nehmen, wurde den Schulkindern doch vor einigen Jahren der Essengeldzuschuss gestrichen. Das Motto „Gotha adelt“ ist also ironischerweise sehr zutreffend. Der Adel wird in reaktionärer Weise hofiert und ins Zentrum des Interesses gestellt. Man könnte meinen, wir leben wieder im 19. Jahrhundert. Auf der einen Seite Massenarmut, auf der anderen Seite „Hurra, die Queen!“

Doch was ist denn dieser Adel eigentlich? Adelig heißt von Geburt an besser gestellt, nur weil die Ahnen irgendwann einmal diktatorisch die Macht ergriffen und ihre Mitmenschen versklavt haben. Angeblich von Gottes Gnaden und noch früher, z.B. im antiken Ägypten, behaupteten die Pharaonen gar selbst, Söhne und Töchter der Götter zu sein.

Wo wir schon einmal bei den alten Ägyptern und europäischen Adelshäusern sind: Wer hat denn eigentlich die Pyramiden und Schlösser erbaut? In den Geschichtsbüchern stehen die Namen von Königen. Doch welcher König hat auch nur einen Stein bewegt? Es waren die Arbeiter, denen wir diese Bauwerke zu verdanken haben! Schon während der mittelalterlichen Bauernaufstände prägte der englische Priester John Ball den passenden Spruch: „Als Adam grub und Eva spann, wo war denn da der Edelmann?“

Den Arbeitern zollen Knut Kreuch und seine Hofschranzen jedoch keinerlei Respekt. Die dürfen maximal ein paar tausend Euro für Straßenausbaubeiträge hinblättern. Soziale Gerechtigkeit und Mitspracherecht sucht man in Gotha vergebens. Verwundern sollte dies jedoch nicht, denn „Es lebe die Monarchie!“ bedeutet nichts anderes als eine Abkehr von der Demokratie bzw. bestenfalls eine konstitutionelle Monarchie.

Obgleich die Umstände heute milder sind als zu Zeiten des Absolutismus und alle Länder Europas gewählte Parlamente haben, ist es dennoch erstaunlich, wie viele dieser Länder immer noch Monarchien sind. Lediglich Frankreich und Russland haben sich ihrer Monarchen dauerhaft entledigt, aus Deutschland wurden sie immerhin vertrieben und die Länder Osteuropas wurden durch die Sowjetunion von ihren Monarchen befreit. In den meisten Fällen führte dies jedoch zu anderen Formen der Diktatur.

In einer angeblich freiheitlich-demokratischen Gesellschaft ist es auf jeden Fall nicht hinnehmbar, dass Adelige weiterhin besondere Privilegien genießen und Wälder sowie Ländereien zurück erhalten, die die Natur für alle Menschen bereitgestellt hat. Gerade die Queen vom Königshaus Sachsen-Coburg-Gotha (heute als Windsor bekannt), ist die größte Großgrundbesitzerin der Welt und lebt von Millionen Steuergeldern, die sie allein wegen ihres Stammbaums erhält. Zudem regiert sie, ohne auch nur je eine Wählerstimme erhalten zu haben.

Keine Wählerstimme erhalten hat auch der Slogan „Gotha adelt“. Dafür erhielt er jedoch den Kulturmarken Award in der Kategorie Stadtmarke. Was für Leute müssen da in der Jury sitzen, die das plump umformulierte Motto „Arbeit adelt“ in „Gotha adelt“ auch noch honorieren? Offensichtlich wünschen sich noch mehr Menschen den Absolutismus zurück, denn für herausragende Kreativität hat der Slogan den Award ganz sicher nicht verdient.

Bei dieser näheren Betrachtung zeigt sich deutlich, welcher Ungeist hier im Namen Gothas propagiert wird. Doch Gotha ist kein Fürst, Gotha sind die Menschen, die es aufgebaut haben. Wir wollen keine spätbarocke Dekadenz und keine Klientelpolitik für Superreiche! Wir wollen fair bezahlte Arbeit und kostenloses Schulessen für unsere Kinder! Wir fordern eine direkte Demokratie, in der alle Einwohner der Stadt mitzureden haben! Was wir auf keinen Fall brauchen, ist eine konstitutionelle Monarchie, in der Leute wie Knut Kreuch wieder von einem „Platz an der Sonne“ träumen und sich selbst Denkmäler setzen statt etwas für die Menschen zu tun.