Verhexte Literatur

Der 1486 in Speyer veröffentlichte „Hexenhammer“ des Dominikaners Heinrich Kramer (1430-1505) ist mit Abstand eines der abscheulichsten und frauenfeindlichsten Bücher aller Zeiten. Dieses Werk war maßgeblich an einem der schlimmsten Massenmorde mit verantwortlich, welcher fast ausnahmslos unschuldige Frauen und in seltenen Fällen auch Männer traf.

Hexenhammer

Das Hexenbild der katholischen Kirche wirkte noch lange nach. Noch über 100 Jahre nach dem Ende der Inquisition erschienen Märchenbücher, in denen es von bösen Hexen wimmelte. Am bekanntesten dürfte dabei wohl die Märchensammlung der Gebrüder Grimm sein, welche bekannte Werke wie „Hänsel und Gretel“ umfasst.

Hänsel und Gretel

Es ist eine Ironie der Geschichte, dass sich Okkultisten ab Ende des 19. Jahrhunderts ausgerechnet die klischeehaften Darstellungen religiöser Fundamentalisten und Märchenerzähler zum Vorbild nahmen, um daraus die modernen Hexenzirkel zu entwickeln. Diese bemühen sich selbstverständlich um eine positive Darstellung der Hexerei, gleichgültig, ob es um weiße oder schwarze Magie geht. Hauptzielgruppe dieser New Age-Strömung sind selbstverständlich Kinder und Jugendliche.

Bereits 1957 erschien das Kinderbuch „Die kleine Hexe“ von Otfried Preußler (1923-2013), in welchem die Walpurgisnacht gefeiert wird. Die kleine Hexe darf daran aber erst teilnehmen, nachdem sie sich zu einer guten Hexe entwickelt hat. Darunter versteht sie natürlich das Vollbringen guter Taten, doch am Ende stellt sich heraus, dass das genaue Gegenteil gemeint war. Sie sollte gut darin werden, böse zu sein. War ja auch irgendwie logisch, dass gute Taten keine Eintrittskarte zu einem satanistischen Fest sein können.

Ein Jahr nach Erscheinen seines verhexten Werkes bekam Preußler dafür den Deutschen Jugendbuchpreis. Es zahlt sich also aus, wenn man die esoterische Agenda vorantreibt.

Die kleine Hexe

In Preußlers Werken wimmelt es auch sonst von Gespenstern („Das kleine Gespenst“, 1966), Drachen („Vom Drachen, der zu den Indianern wollte“, 1996) und bösen Zauberern. Zu seinen bekanntesten Werken dürfte wohl „Krabat“ aus dem Jahr 1971 zählen. In diesem geraten einige Kinder an einen bösartigen Hexer, der sie in schwarzer Magie unterrichtet. Im Gegenzug versklavt er seine Schüler, die in seiner Mühle schuften müssen.

Es stellt sich nach und nach heraus, dass der einäugige Meister einen Pakt mit dem Teufel hat und für diesen regelmäßig menschliche Knochen mahlt. Dies ist eine ziemlich unverhohlene Anspielung auf rituelle Menschenopfer. Seine Schüler werden indes einer Hirnwäsche unterzogen, bei der sich der Hexenmeister sowohl des Mittels der Strafe als auch der Belohnung bedient. Preußler scheint gewusst zu haben, wie die Erziehung bei Satanisten läuft.

„Krabat“ wurde 2008 verfilmt, wobei der Film erwartungsgemäß von okkulter Symbolik strotzt.

Krabat Seance

Für das düstere Werk „Krabat“, welches auf einer sorbischen Volkssage beruht, erhielt Otfried Preußler 1972 erneut den Deutschen Jugendbuchpreis. Allgemein erhielt eine ganze Reihe von Preisen und Auszeichnungen, darunter sogar 1993 das Bundesverdienstkreuz.

Es ist leider nicht bekannt, ob Otfried Preußler ein Freimaurer war oder anderen okkulten Geheimgesellschaften angehörte. Werke wie „Die Flucht nach Ägypten“ von 1978 bieten allerdings Raum für Spekulationen. Zudem propagierte Preußler immer wieder die Hexerei und bediente sich dabei einschlägiger Zahlenmystik, wie der Titel seines Werkes „Dreizehn Geschichten von Hexen und Zaubermeistern“ zeigt.

13 Hexengeschichten

Noch weitaus erfolgreicher als Preußlers Bücher sind die ab 1997 erschienen „Harry Potter“-Romane von Joanne K. Rowling. Der Zauberlehrling, welcher die Sprache der Schlange Luzifer spricht, gehört zu den bekanntesten Charakteren der Jugendliteratur. Doch nicht nur die okkulten Romane machten die ehemalige Sozialhilfeempfängerin Rowling zur Milliardärin, sondern auch die äußerst erfolgreichen Verfilmungen.

Harry Potter

In Sachen okkulte Erziehung macht Joanne K. Rowling sogar dem Disney-Konzern Konkurrenz, was ihr zahlreiche Auszeichnungen einbrachte. Darunter der begehrte Hugo Ward, welcher vorrangig für Science Fiction, aber auch für Fantasy verliehen wird. Weiterhin erhielt sie mehrfach den Nestlé Smarties Book Prize, welcher vom Nestlé-Konzern gesponsert wird.

Zwar betont Rowling immer wieder, dass sie eine gläubige Christin sei, doch ihre Literatur und ihre Verbindungen zum Establishment werfen zumindest Fragen auf. Direkte Hinweise auf eine Mitgliedschaft in okkulten Zirkeln gibt es bisher nicht, also könnte sie tatsächlich ein vollkommen naives Werkzeug der Elite sein. Ähnlich verhält es sich mit ihrer Mitgliedschaft in der britischen Labour Party (Arbeiterpartei). Einerseits ist es verständlich, dass Rowling als ehemalige Sozialhilfeempfängerin Gefallen an der sozialistischen Idee findet. Andererseits ist es vollkommen naiv, der Labour Party zu vertrauen, welche im Kern genauso neoliberal ist, wie die SPD in Deutschland. Die Parole „Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!“ lässt sich problemlos auf Großbritannien übertragen.

Mit endgültiger Gewissheit lässt sich jedenfalls noch nicht sagen, ob Joanne K. Rowling eine heimliche Okkultistin oder einfach nur naiv ist. Zumindest bedient sie sich aber der einschlägigen Symbolik. Unstrittig ist zudem auch, dass viele ihrer Freunde aus der Unterhaltungsindustrie und Politik hochrangige Freimaurer sind, denen die „Harry Potter“-Romane sehr gelegen kommen.

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Hellywood im Hexenwahn

Es gibt zahlreiche Filme und Serien, die das Hexenthema aus unterschiedlichen Richtungen angehen. Besonders beliebt sind positive Darstellungen, die das Publikum im wahrsten Sinne des Wortes verzaubern sollen. Magie wird zu etwas Lustigem und teilweise Spirituellem verklärt, wodurch die Zuschauer an den Okkultismus herangeführt werden.

Eines der bekanntesten Beispiele dürfte die Serie „Verliebt in eine Hexe“ sein, welche mit großem Erfolg von 1964-1972 lief. Man beachte die Klischeehafte Darstellung, inklusive Besenflug vor dem Vollmond.

Verliebt in eine Hexe

2005 wurde noch ein Kinofilm mit Nicole Kidman in der Hauptrolle nachgelegt.

Von 1996-2003 wurde dem Fernsehpublikum „Sabrina – Total verhext!“ im Sitcom-Format aufgetischt. Der „i“-Punkt im Logo ist selbstverständlich ein Pentagramm.

Sabrina verhext

Fehlt noch eine Fantasy-Serie, welche 1998-2006 produziert wurde. „Charmed – Zauberhafte Hexen“ richtete sich dabei gezielt an junge Frauen. Symbolisch wartet „Charmed“ stilgerecht mit Hexenknoten im Intro auf.

Charmed Hexenknoten

In Deutschland gibt es derweil seit 1980 die „Bibi Blocksberg“-Hörspiele, welche später als Zeichentrickserie mit 52 Episoden adaptiert wurden. Es folgten zudem drei Kinofilme in den Jahren 2002, 2004 und 2014. Der Name Blocksberg geht auf eine alte Bezeichnung des Brockens zurück, auf dem alljährlich die Walpurgisnacht zelebriert wird.

Ein harmloser Kinderspaß ist das nicht, sondern eine gezielte Heranführung an okkulte Themen. Gerade Kinder sind leicht zu begeistert und damit auch zu manipulieren. Es kann bei solchen Kinderserien daher durchaus von einer esoterischen Erziehung gesprochen werden. Das schließt natürlich entsprechende Symbole wie das Pentagramm im „O“ sowie die Betonung des linken Horusauges ein.

Blocksberg

In dieselbe Kerbe haut die WDR-Serie „Hexe Lilli“, welche von 2004-2014 produziert wurde. Rein zufällig umfasste die Serie, ebenso wie „Bibi Blocksberg“, 52 folgen. Man achte auch hier wieder auf die zahlreichen Pentagramme, die allein schon im Intro zu sehen sind. Der Knaller ist jedoch der Drache, welcher den Kukulkan auf einer Mayapyramide spielt. Wenn das mal keine satanistische Reptiloidenikone ist…

Hexe Lilli Reptoking

Dann wäre da noch der Saturn…

Hexe Lilli Saturn

…und das „X“ auf Lillis T-Shirt.

Hexe Lilli X

Doch kehren wir zurück nach Hellywood. Dort gibt es noch eine Menge verniedlichende Hexenfilme, die Okkultismus als Spaß für die ganze Familie anpreisen. Darunter „Little Miss Magic – Die kleine Hexe“ und „Verhexte Hexen“, beide aus dem Jahr 1997.

Eine Hexe in Rot...

Eine Hexe in Rot…

Die wohl bedeutendste Filmreihe, die bei weitem die meisten Kinder verhext haben dürfte, ist jedoch „Harry Potter“. Bereits die Romanvorlagen von Joanne K. Rowling waren ein Riesenerfolg und dementsprechend entwickelten sich die Filme mit Daniel Radcliffe in der Titelrolle zu absoluten Kassenschlagern. Der Erfolg riss selbst dann noch nicht ab, als die Filme zunehmend düster wurden.

Startete „Harry Potter und der Stein der Weisen“ 2001 noch mit einer Alterfreigabe von FSK 6, bekamen die späteren Filme, welche bis 2011 erschienen sind, schon nur noch eine Freigabe von FSK 12. Eigentlich wäre sogar eine Freigabe von FSK 16 angebracht gewesen, denn all die schwarze Magie, die finsteren Intrigen sowie abartige Dämonen und Totesser sind das pure Gift für Kinderseelen.

Harry Potter

Ein wesentlich realistischeres Bild von den Abgründen satanistischer Hexenzirkel zeichnete dagegen die Kinderbuchverfilmung „Hexen hexen“ von 1990. In diesem Horrorschinken werden den Hexen im wahrsten Sinne des Wortes die freundlichen Masken vom Gesicht gerissen. Es ist zudem schon extrem zynisch, dass ausgerechnet ein britischer Film vermisste Kinder mit rituellen Morden in Verbindung bringt, da die Heimat von Aleister Crowley seit jeher ein Zentrum für Satanisten, Hexen und Kinderschänder ist.

Hexen hexen

Fragwürdig ist natürlich auch bei diesem Film die Altersfreigabe von FSK 6, da er eine Steilvorlage für Alpträume ist. Auf der anderen Seite schadet es vielleicht nicht, den Kindern ein wenig Angst vor fremden Leuten zu machen, damit sie nicht freiwillig in jede dunkle Limousine steigen…

Kommen wir zum Schluss noch zu den Hexenfilmen für Erwachsene. Einen gewissen Kultstatus hat auf diesem Gebiet „Blair Witch Project“ aus dem Jahr 1999 erlangt. Es ist einer der ersten Filme des Found Footage Genres, welcher als billig produzierte Pseudodokumentation daher kommt. Im Zentrum steht der ruhelose Geist der Hexe von Blair, welche vor rund 200 Jahren in den Wäldern um die Gemeinde Burkittsville von einer Gruppe Kinder gelyncht worden sein soll.

2000 folgte eine Fortsetzung, welche jedoch nicht dem Found Footage Genre zuzuordnen ist. „Blair Witch 2“ handelt viel mehr von okkultem Mind Control. Obwohl der zweite Teil qualitativ besser und wesentlich spannender ist, floppte er an den Kinokassen und erhielt sogar die Goldene Himbeere in der Kategorie „schlechteste Fortsetzung“. Erwähnenswert ist dennoch, dass im Film die Wicca-Bewegung propagiert wird und der Soundtrack u.a. von Marilyn Manson stammt.

Als wesentlich beliebter stellten sich in den letzten Jahren die Hellywood-Adaptionen von Grimms Märchen heraus, in denen es von Hexen nur so wimmelt. Zwar gab es schon eine ganze Reihe älterer Verfilmungen von „Hänsel und Gretel“, doch keine war so erfolgreich, wie der 2013 erschienene „Hänsel und Gretel: Hexenjäger“.

Dem Erfolg schadete es auch nicht, dass der Film stark anachronistisch ist (Stichworts Gretels Lederhose) und in wichtigen Punkten von der Vorlage der Gebrüder Grimm abweicht. So stellt sich die Mutter der beiden Geschwister als weiße Hexe heraus, womit dem Okkultismus wieder einmal eine positive Seite abgerungen wird. Immerhin geht der Film aber gleichermaßen auf rituelle Kindstötungen in satanistischen Kreisen ein.

Die Mitgliedschaft in einem „Hexenclub“ kann einem wahrhaftig zum Verhängnis werden, wenn man es mit Psychopathinnen zu tun bekommt, die sich dunkler Mächte bedienen. Als Lösung des Problems wird in diesem Film von 1996 natürlich wieder einmal weiße Magie angepriesen.

„Die Hexen von Eastwick“ (1987), zu denen auch die Pop-Ikone Cher gehört, können ähnlich ungute Erfahrungen vorweisen. Die drei sehnen sich nach einem Traumprinzen und ohne es zu wissen, beschwören sie mit ihren stümperhaften Ritualen den Teufel höchstpersönlich herauf.

Zum Schluss wäre da noch die „Paranormal Activity“-Reihe, welche im Found Footage Stil auf den Pfaden von „Blair Witch Project“ wandelt. Allerdings tauchen die „Paranormal Activity“ Filme ab Teil 3 wesentlich tiefer in die Welt der Hexenzirkel ein.

Die Eule in Film und Fernsehen

Was macht das offizielle Bohemian Club Logo in der Kinderzeichentrickserie „My little Pony“?

„Harry Potter“ sollte einen da schon weniger verwundern. In diesem hochgradig okkulten Werk, welches Kinder für die Magie und Esoterik begeistern soll, hat jeder Zauberlehrling eine Eule. Die Eule ist es übrigens auch, die Harry die Einladung nach Houghwards überbringt. Sie ist der Schlüssel, der Harry die Tore zur okkulten Lehranstalt von Lord Dumbledoof öffnet.

„Die Legende der Wächter“ erzählt eine esoterische Geschichte rund um Eulen. Inklusive Magie und rot glühender Augen.

Auf dem Helm der einen Eule erkennt man bei ca. 0:20 min sogar ein leicht entfremdete Freimaurerlogo.