Ghostbusters – Eine katastrophale Geisterjagd

von Shinzon

26 Jahre war es still um die „Ghostbusters“. Statt einer Fortsetzung, wie es der Trailer impliziert, gibt es nun jedoch ein Reboot und dieses hat mit dem Original in etwa so viel zu tun wie Star Wars mit Star Trek. Eigentlich sogar noch weniger. Dabei ist die Besetzung der Geisterjäger mit weiblichen Darstellern gar nicht mal das Problem, sondern die fehlende Atmosphäre der Originalfilme.

01 Team

Schon im Vorfeld gab es viel Aufregung darüber, dass die Ghostbusters nun Frauen sind. Nun könnte man den betreffenden Kritikern Sexismus vorwerfen, würde der Film nicht selbst mit sexistischen Klischees spielen. So schmachten alle vier Geisterjägerinnen den strunzdummen Kevin (Chris Hemsworth) an, nur weil er gut aussieht und kräftige Muskeln hat. Sie geben ihm die Stelle als Bürohilfe nur aus rein dekorativen Zwecken, denn er ist sogar zu doof, um ein Telefon zu bedienen.

Die Sekretärin Janine (Annie Potts) aus den ersten beiden Filmen war vielleicht etwas abgedreht, aber bei weitem nicht derart unterbelichtet wie Kevin Beckman. Der ist einfach nicht witzig, sondern geistig behindert und darüber sollte man sich nicht lustig machen. Chris Hemsworth wird es hoffentlich noch bereuen, diese Rolle angenommen zu haben.

Das Rumgeschmachte der Geisterjägerinnen ist indes einfach nur unwürdig. Zumal die vier Frauen durchaus Potential gehabt hätten. Dr. Erin Gilbert (Kristen Wiig) ist offensichtlich an Dr. Igon Spengler angelehnt und zunächst die wissenschaftlich-rationale Stimme der Vernunft. Nach ihrer ersten Begegnung mit einem Geist, der sie von oben bis unten voll kotzt, benimmt sie sich dann leider nur noch wie ein kleines Kind auf einem Rummelplatz.

02 Kotzgeist

Ihre einstige Freundin Dr. Abigail Yates (Melissa McCarthy) passt indes auf keine der alten Rollen und ist einfach nur ausgeflippt. Allerdings nicht so ausgeflippt wie Dr. Jillian Holtzmann (Kate McKinnon), die für sämtliche technischen Erfindungen verantwortlich ist. Mit der Sicherheit nimmt sie es dabei nicht sehr genau und experimentiert wie ein verrückter Professor aus einer Comicverfilmung herum. Das ist durchaus unterhaltsam, aber sobald Kevin den Raum betritt, schmilzt auch sie dahin. Das Lecken an einem Pistolenlauf treibt den Sexismus schließlich auf die Spitze.

Blow-Job-Andeutung

Blow-Job-Andeutung

Die vierte im Bunde ist die Afroamerikanerin Patty Tolan (Leslie Jones), welche erst später zum Team dazu stößt. Ihre Rolle ist offensichtlich an Winston Zeddemore angelehnt, aber wie alle anderen Teammitglieder ebenfalls viel abgedrehter. Und da sind wir auch schon beim größten Kritikpunkt. Der Film ist eine reine Komödie ohne jeden Gruseleffekt. Das fängt schon beim Soundtrack an. Erzeugte dieser bei den Originalfilmen noch eine Gänsehaut, ist er beim Reboot einzig auf Spaß und Action ausgerichtet. Spannungsmomente gibt es aber ohnehin nicht, dazu fehlt es an Ernsthaftigkeit.

Die Charaktere sind allesamt stark überzeichnet und verhalten sich vollkommen unnatürlich. Sogar die Geister sind einfach nur grell und bunt. Zuul, Gozer oder Vigo waren weitaus gruseliger, ja schon direkt angsteinflößend. Die CGI-Monster haben maximal Unterhaltungswert, taugen aber sonst nicht mal für eine Geisterbahn. Sind die Menschen in den Originalfilmen noch kreischend vor den Kreaturen davongerannt, schießen die Besucher eines Metalkonzerts im der Neuverfilmung Selfies mit Satan. Der hockt auf Pattys Schultern, was eher lächerlich als gruselig wirkt.

04 Grüner Drache

05 Selfie

Sogar der dargebotene Okkultismus ist im Gegensatz zum Original total peinlich. So behauptet der Frontmann der Metalband, er hätte Satan heraufbeschworen, nur um kurz darauf einen Tritt von dem Dämon zu kassieren. Die Verbindung der Musikindustrie zum Satanismus wird hier ins Groteske gezogen. Der Gastauftritt von Ozzy Osbourne, der fragt, was seine Frau ihm in die Drogen getan hat, kann den Zuschauern bestenfalls nur ein müdes Lächeln entlockend.

Die Zahl des Teufels darf in einem solch okkulten Machwerk ebenfalls nicht fehlen, aber mit Herzchen dürfte das selbst dem Leibhaftigen zu blöde sein. So macht nicht mal die Sublimalsuche Spaß.

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Es wird aber noch enttäuschender, denn es wird viel zu früh verraten, dass der ganze Spuk das Werk eines Irren ist, der die Apokalypse aus dem Buch der Offenbarung heraufbeschwören will. Eigentlich kann man hier schon gar nicht mehr spoilern, da bereits der Trailer verrät, wer der Endgegner ist. Kein Geist, kein Dämon, sondern ein Mensch. Ein trauriger Typ, der als Kind gemobbt wurde und sich nun an der Welt rächen will. Ernsthaft?

Die Trauergestalt Rowan North (Neil Casey) platziert Geräte entlang von Ley-Linien, welche Portale zur Geisterwelt öffnen. Zumindest der Aspekt mit den Ley-Linien ist interessant, daraus hätte man eine halbwegs schaurige Handlung spinnen können. Gleiches gilt für die Ambitionen der Satanisten, mittels Technologie transdimensionale Portale öffnen zu wollen oder zumindest eine Dämoneninvasion zu inszenieren. Letztendlich kommen dabei jedoch auch ganz klassisch Spiegel zum Einsatz, was der Hexerei entlehnt ist.

07 Hexenspiegel

Die Farbe der Hexerei ist Grün und es fällt auf, dass die Geister ihre Farbe im Laufe des Films von Blau (Blue Beam) zu Grün wechseln. Das Höllentor am Ende bedient ebenfalls den Oz-Faktor.

08 Hellgate 1

09 Hellgate 2

Doch auch diese Aspekte funktionieren nicht. Rowan ist als Gegner einfach nicht ernst zu nehmen. Das beweist er schlussendlich, als er sich selbst tötet und von Kevin Besitz ergreift. In dessen Kopf war ja durchaus genügend Platz. Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, jammert Rowan ständig herum, dass er zu Lebzeiten mehr hätte trainieren sollen. Ja, auch er ist neidisch auf Chris Hemsworths Körper. Den lässt er dann noch wie Peter Pan durch die Luft fliegen. Was für eine sinnlose und peinliche Anspielung.

(Bild folgt)

Geht es noch schlimmer? Ja! Denn als Rowans Geist Kevins Traumkörper verlässt, nimmt er die Gestalt des Ghostbusters-Logos an. Zunächst als Comiczeichnung, aber auch die 3D-Variante ist nicht wirklich gruselig. Schlussendlich wird er von den Geisterjägerinnen in das von ihm geschaffene Portal entsorgt, aus dem er hoffentlich nie wieder auftauchen wird.

11 Ghost

Um die Enttäuschung perfekt zu machen, sind alle Darsteller aus den Originalfilmen in neuen Rollen zu sehen. Es handelt sich also definitiv nicht um eine Fortsetzung, was so vielleicht auch besser ist. Dennoch wäre es nett gewesen, zum Beispiel Peter Venkman und Dana Barrett Händchen haltend auf einer Parkbank sitzen zu sehen, von wo aus sie das Geschehen mit den Worten „Es geht schon wieder los!“ kommentieren. Statt einer kleinen Hommage gibt es aber lediglich uninspirierte Cameo-Auftritte.

Die größte Rolle spielt dabei Bill Murray, der als Skeptiker Martin Heiss den Versuch unternimmt, die Geisterjägerinnen als Betrüger zu entlarven. Mit Sigourney Weaver darf er diesmal auch nicht anbandeln. Die unterstützt das Team am Ende in der Rolle der Mentorin Rebecca Gorin. Ernie Hudson mimt indes Pattys Onkel Bill, womit er seinem einstigen Stammcharakter noch am nächsten kommt. Dan Akroyd ist schlussendlich nur kurz als Taxifahrer zu sehen und Harold Ramis erlebte diese Katastrophe zum Glück nicht mehr. Der einstige Darsteller des Igon Spengler verstarb bereits 2014 und konnte nur noch als Geist am Set erscheinen.

Bleiben noch die Nebenrollen der Originalfilme. Während Rick Moranis einen Cameo-Auftritt ablehnt hat, ist Annie Potts wieder als Empfangsdame zu sehen. Leider aber nicht bei den Ghostbusters, was uns den unsäglich dummen Kevin erspart hätte. Stattdessen sitzt sie am Empfang des Hotels, in dem Rowan seine Weltuntergangsmaschine deponiert hat. Dort ist auch ein Wandbild zu sehen, welches an den Turm von Babylon erinnert.

(Bild folgt)

Slimer und der Marshmellowmann sind ebenfalls wieder mit von der Partie und als einzige in ihren alten Rollen zu sehen. In einer Szene nach dem Abspann gibt es dann noch einen weiteren kleinen Geist-Cameo. Als Patty die Tonbandstimmen noch einmal abhört, fragt sie, wer Zuul ist? Hoffentlich ist dies keine Anspielung auf eine Fortsetzung, denn auf ein klamaukiges Remake des ersten „Ghostbusters“-Films kann die Welt wahrlich verzichten.

Fazit: Der neue „Ghostbusters“ hat maximal oberflächlich mit den alten Filmen zu tun. Es gibt ein Team von Geisterjägern, die ein Auto mit der Bezeichnung Ecto1 haben und mit Nuklearlasern um sich ballern. Abgesehen von den Cameoauftritten einiger Originaldarsteller hören die Gemeinsamkeiten an diesem Punkt aber auch schon auf. Das Reboot ist eine grelle, völlig überdrehte Komödie, die krampfhaft versucht, witzig zu sein. Dabei reicht die Neuverfilmung jedoch nicht mal an den feinen Witz der ansonsten eher gruseligeren Originalfilme heran.

Um es kurz zu machen: Mit weiblichen Ghostbusters hätten die Fans der alten Filme noch leben können, aber nicht mit der abgedroschenen Handlung und dem flachen Humor, der gerade unter dem Türschlitz entfleucht ist. Das einzig Positive sind vielleicht noch die 3D-Effekte, doch auch die bunten CGI-Monster können den handgemachten Gruselkreaturen der Originalfilme nicht das Wasser reichen.

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Ghostbusters II – Vigo, der Antichrist

von Shinzon

Fünf Jahre nach dem ersten Teil kam 1989 „Ghostbusters II“ in die Kinos. Diese Gruselkomödie gestaltete sich nicht minder okkult und apokalyptisch als der Vorgänger. Allerdings sollte diesmal kein extradimensionaler Dämon das Ende der Welt einläuten, sondern der wiederkehrende Geist eines finsteren Fürsten aus dem Mittelalter.

Alles beginnt mit einer Schleimpfütze, die den Kinderwagen von Dana Barrett (Sigourney Weaver) klaut und mitten auf einer belebten Straße abstellt. Es geht also schon mal um finstere Mächte, die ein Interesse an einem Neugeborenen (Will & Hank Deutschendorf) haben. Dieses stammt übrigens nicht von Dr. Venkman, der fünf Jahre zuvor mit Dana angebandelt hat. Der Vater bleibt anonym.

Wenigstens bekommen die Ghostbusters durch diesen Vorfall wieder etwas zu tun. Winston Zeddemore (Ernie Hudson) und Ray Stantz (Dan Akroyd) schlagen sich nämlich mehr schlecht als recht mit Auftritten auf Kindergeburtstagen durch. Doch nicht mal die Kids können den Geisterjägern noch etwas abgewinnen. Wenigstens Egon Spengler (Harold Ramis) hat noch einen passablen Posten am Institut für erweiterte theoretische Forschung. Dieses Institut befindet sich in einem klassischen Gebäude, dessen Eingang von zwei Säulen gesäumt ist.

01 Institut

Dana wendet sich zuerst an Egon, bei dem sie genau richtig ist. Er arbeitet nämlich an einer Theorie, der zufolge menschliche Emotionen Auswirkungen auf das physikalische Umfeld haben. Diese Theorie ist gar nicht mal so abwegig und wird inzwischen sogar von der realen Wissenschaft behandelt. Für die herrschende Elite ist sie auf jeden Fall der Grund, warum sie die Menschheit in Angst, Verzweiflung und Hass hält. Negative Emotionen erzeugen negative Schwingungen und darauf fahren die Satanisten voll ab. Das ist auch der Grund, warum es so viele Kriege, Armut und schlechtes Fernsehen gibt. In diesem Film wird das alles noch eine zentrale Bedeutung haben.

Wo wir schon mal bei schlechtem Fernsehen sind, Venkman moderiert inzwischen eine eigene Sendung, in der allerhand Esoteriker und Weltuntergangspropheten auftreten. Letzterer könnte allerdings recht behalten und spoilert die Zuschauer mit der Information, dass die Welt am Silvesterabend Punkt 0 Uhr untergehen wird. Statt 1989 hätte der Film also ebenso gut 2000 oder 2012 spielen können. Die UFO-Enthusiastin in Venkmans Sendung datiert den Weltuntergang gar auf den 14. Februar 2016, was inzwischen natürlich genauso obsolet ist, wie alle anderen Weltuntergangstermine. Immerhin ist aber zwischen 1989 und 1990 der Ostblock untergegangen, vielleicht wollte Hollywood ja darauf anspielen.

02 Esoterikshow

Die nächste Szene spielt in einem New Yorker Kunstmuseum. An der Fassade hängen ein roter und ein blauer Banner, womit wir die Freimaurerfarben schon mal abhaken können. Selbige finden sich noch einmal auf einer US-Flagge und einer Tricolore. Erstere sollte in den USA nicht weiter verwundern, letztere ist jedoch reine Freimaurerdeko.

03 Blau Rot

04 Blau Rot

Zu guter Letzt wären da noch reichlich Sonnensymbole.

05 Sonnensymbole

Dana Barrett ist vom Orchester in dieses Museum gewechselt, wo sie nunmehr als Restaurateurin arbeitet. Ihr Vorgesetzter ist der aufdringliche Dr. Janosz Poha (Peter McNicol), welcher gerade ein neues Gemälde in der Werkstatt aufstellen lässt. Es ist ein Portrait von Vigo (Wilhelm von Homburg), welches nicht nur sehr lebendig wirkt, sondern im wahrsten Sinne des Wortes eine Seele besitzt.

06 Verfluchtes Bild

Egon sucht in der Zwischenzeit Ray auf, der einen Laden für okkulte Bücher und anderen Esoterikschnickschnack betreibt. Der Laden hat natürlich die Hausnummer 33. Man sieht sie zwar nicht direkt, aber das Gebäude links daneben hat die Nummer 31.

07 Rays okkulter Buchladen

Im Laden gibt es gleich mal eine Pyramide mit Auge und Ray wünscht einem Kunden „viel Spaß beim Hexensabbath“. Als Geisterjäger muss man halt Geister heraufbeschwören, um nicht arbeitslos zu werden.

08 Pyramidenposter

Das Team von damals ist mit dem Eintreffen von Venkman auch schon fast komplett und natürlich erfährt dieser nun, dass seine alte Flamme erneut Stress mit Dämonen hat. Außerdem holt er ein bestelltes Buch mit dem Titel „Magische Pfade zu Reichtum und Macht“ ab, welches ebenfalls von einer Pyramide mit Auge geziert wird. Noch deutlicher kann man wohl kaum darauf hinweisen, dass so ziemlich alle Reichen und Mächtigen dieser Welt Freimaurer mit einem Hang zum Okkulten sind.

09 Pyramidenbuch

Mit dem Okkulten bekommen die Geisterjäger schon bald genug zu tun. Sie statten Dana einen Besuch ab und untersuchen ihre Wohnung. Als dort alles normal scheint, zeigt die besorgte Mutter ihnen die Stelle auf der Straße, an der der Kinderwagen stehen geblieben ist. Dort schlagen die Instrumente von Egon und Ray endlich Alarm. Irgendetwas muss sich unter der Straße befinden.

10 Parascanner

In der Nacht beginnen die drei, ein Loch in die Straße zu meißeln. Gerade, als Ray an einem Seil über einem Fluss aus Schleim baumelt, werden sie von der Polizei erwischt und verhaftet. Als sie Ray hochziehen, erwischt dieser eine Stromleitung und legt damit ganz Manhattan lahm. Das dürfte nicht gerade zur Strafmilderung beitragen.

11 Fluss aus Schleim

Im Museum wird unterdessen Janosz von Vigos Gemälde angequatscht. Er soll dem moldawischen Fürsten ein Kind beschaffen. Als er sich fragt, warum er das tun soll, schießen Blitze aus dem Antlitz von Vigo auf den Museumsdirektor nieder, der fortan unter Kontrolle des toten Fürsten steht. Bei dieser Szene darf natürlich ein achtzackiger Stern der Ištar in Schwarz/Weiß nicht fehlen.

12 Vigo_1

13 Vigo_2

Janosz weiß natürlich genau, wo er ein neugeborenes Kind finden kann und sucht noch in derselben Nacht Dana heim. Er fragt, ob er ihre Wohnung betreten darf, was diese ablehnt. Dämonen und Vampire sollte man niemals hereinbitten und offensichtlich ahnt sie etwas. Oder ihr ist Janosz schon im Normalzustand zu gruselig. Immerhin kann er den Stromausfall kompensieren, indem er seine Augen als Scheinwerfer benutzt.

14 Nachtsichtgerät

Am nächsten Tag beginnt die Gerichtsverhandlung der Geisterjäger. Winston ist dabei nur Gast, aber für die anderen sieht es nicht gut aus. Zumal ihr Anwalt kein geringerer als die Flachzange Louis Tully (Rick Moranis) ist. In seinem Eröffnungsplädoyer weist er gleich darauf hin, dass ihm die Geisterjäger geholfen haben, als er in einen Hund verwandelt war. Und das vor einem Richter, der nicht an Geister glaubt.

Zum Glück befindet sich unter den Beweistücken ein Glas mit dem psychoaktiven Schleim, der unter New Yorks Straßen fließt. Als der Richter Wexler (Harris Yulin) so richtig in Fahrt kommt und den Angeklagten wünscht, er könnte sie auf dem Scheiterhaufen verbrennen lassen, brodelt es im Einmachglas. Letztendlich explodieren die Geister zweier Hingerichteter aus dem Schleim, welche der Richter selbst einst zum Tod auf dem elektrischen Stuhl verurteilt hat.

16 Todeskandidaten

Mit diesen alten Bekannten konfrontiert, sieht sich Wexler genötigt, das Urteil aufzuheben und ebenso die einstweilige Verfügung, welche den Geisterjägern die Ausübung ihres Handwerks untersagt. Nachdem sie die beiden Todeskandidaten in ihren Geisterkerker gesperrt haben, sind sie wieder zurück im Geschäft. Janine Melnitz (Annie Potts) bekommt ebenfalls ihren alten Posten als Sekretärin zurück. Mit neuer Brille und Frisur sitzt sie wieder am Telefon und nimmt Aufträge entgegen, die sich mal wieder häufen. Sogar ein neues Logo haben sich die Geisterjäger gegönnt. Der durchgestrichene Geist macht nun eine V-Geste.

17 V-Logo

Neben der üblichen Geisterjagd experimentieren die Jungs mit dem psychoaktiven Schleim. Sie schreien ihn an, was heftige Reaktionen verursacht, und bringen sogar einen Toaster damit zum Tanzen. Für den ständig herumblödelnden Venkman die Gelegenheit, gleich noch eine V-Geste zu machen.

18 V-Geste

Nach der kleinen Vorstellung besucht Peter seine Ex Dana im Kunstmuseum, wo ihm Janosz das Bild von Vigo vorstellt. Dana ist vom einstigen Herrscher der Karpaten und Moldawiens weit weniger begeistert und bezeichnet den mächtigen Zauberer als „völkermordenden Wahnsinnigen“. Demnach wäre er für das Geistergenre das, was Dracula für das Vampirgenre ist. Obendrein hat er einen gruseligen Modegeschmack mit lauter Totenköpfen, was aber zu seinem Charakter passt.

19 Fürst Vigo_1

20 Fürst Vigo_2

Am Abend will Dana mit ihrem Baby baden, aber sie bekommt ungebetenen Besuch vom Blob. Dieser versucht, Klein Donald (im engl. Original Oscar) zu verschlingen.

21 Badewannenblob

Da ein Bad in psychoaktivem Schleim nicht so ihr Ding ist, flüchtet Dana in die Wohnung von Peter Venkman. Dort kommt sie aber vom Regen in die Traufe, denn der Schachbrettboden verheißt nichts Gutes.

22 Schachbrettboden

Am nächsten Tag statten die Geisterjäger erst einmal Vigo einen Besuch ab. Wie ihre Recherchen ergeben haben, lebte Vigo im 15. bis 16. Jahrhundert und erreichte ein stattliches Alter von 105 Jahren. Dabei starb er nicht mal eines natürlichen Todes, sondern wurde vergiftet, erstochen, erschossen, gevierteilt und zerhackt. Offenbar wollte man sicher gehen, dass er auch wirklich tot ist. Vigo wusste also, wie er sich beliebt macht. Kurz vor seinem endgültigen Tod kündigte er jedoch seine Wiederkehr an, um die Menschheit erneut mit seiner Herrschaft zu beglücken.

Von der Fotosession mit Vigo ist Museumsdirektor Janosz Poha wenig begeistert, doch er kann das Eindringen der Geisterjäger nicht verhindern. Vigo kann sich aber sehr wohl selbst um das Problem kümmern. So hypnotisiert er u.a. Ray mit seinem bösen Blick.

Dana wohnt dieser Szene nicht bei, da sie noch in Peters Wohnung weilt. Immerhin konnte sie dort ungestört baden. Als Venkman nach Hause kommt, lädt er die Mutter abends zum Essen ein, während er dem kleinen Donald seine Emanuelle-Sammlung empfiehlt. Ein Pornografiewitz gegenüber einem Neugeborenen ist wieder mal typisch für den pädophilen Sumpf von Hellywood und dieses Baby wird auch noch in ein okkultes Ritual hineingezogen.

Babysitter soll für den Abend Janine spielen, welche in ihrem Leopardenfellmantel und den grünen Handschuhen eine wandelnde Stilsünde ist. Da das Sexkätzchen ein wenig rollig ist, lädt sie Louis ein, sie in Venkmans Wohnung zu begleiten. Es dürfte klar sein, dass die Kombination der beiden nervigsten Charaktere in einer Katastrophe enden muss.

23 Sexkätzchen

Ray und Egon entwickeln derweil die Fotos des Vigo-Gemäldes. Diese sehen nicht ganz so aus, wie die beiden das Portrait in Erinnerung hatten. Auf den Fotografien ist der Fluss aus Schleim zu sehen, welcher unter New York brodelt. Kurz darauf fangen die Fotos Feuer, während sich die Tür der Dunkelkammer von Geisterhand abschließt. Dank Winstons Einschreiten entkommen Egon und Ray diesem Anschlag ganz knapp.

24 Schleimfluss

25 Feurige Fotos

Während Venkman Dana zum Essen ausführt, begeben sich die anderen drei über einen U-Bahntunnel in den New Yorker Untergrund, um den Fluss des Schleims zu untersuchen. Peters Entscheidung, diesem Trip nicht beizuwohnen, erweist sich als absolut richtig, denn was der Rest des Teams entdeckt, ist nicht gerade appetitlich. Zunächst treffen sie auf eine Galerie abgehakter Köpfe, die vermutlich islamistische Terroristen im U-Bahnschacht hinterlassen haben. Die Altersfreigabe ab 12 ist spätestens an dieser Stelle nicht mehr nachvollziehbar und Eltern sollten ihre Kinder von derartigen Szenen fernhalten.

26 Kopfgarten

Der nächste Schock besteht aus einem Geisterzug und so langsam ahnt Egon, dass irgendetwas das Team von seinen Forschungen abhalten will. Kurz darauf entdeckt Ray einen Zugang zum Schleimfluss. Egons Frage, wie viel negative Energie nötig sei, um einen Fluss dieser Größe zu erzeugen, erübrigt sich, denn der Big Apple ist ein Sumpf von Kriminalität und Sünde. Das Ergebnis verschlingt erst einmal Winston und um ihn zu retten, springen auch Ray und Egon in die Glibberbrühe.

27 Schleimbad

Als die drei wieder auftauchen, gehen sich Winston und Ray gegenseitig an die Gurgel. Egon kommt jedoch schnell darauf, dass es an dem Schleim liegt, der geradewegs auf das Kunstmuseum zufließt. Ihre Erkenntnisse müssen sie natürlich gleich Venkman auftischen und zwar beim Essen in einem Nobelrestaurant. Nachdem sie einige Snobs vollgeschleimt haben, werden sie abermals verhaftet und diesmal ist es Peter, der als Unbeteiligter außen vor bleibt. Irgendwie kommen Geisterjäger recht häufig mit dem Gesetz in Konflikt.

Während die Jungs auf dem Weg zum Bürgermeister sind, erwischt Dana die beiden Babysitter Janine und Louis in flagranti. In der Zeit, in der sie auf ihr Baby aufpassen sollten, haben sie gleich selbst eins gemacht. Nebenbei bemerkt nicht unweit eines Schabrettbodens, was einen Hauch von Sex-Magick hat.

28 In Flagranti

Beim Bürgermeister Larry (David Margulies) läuft es unterdessen nicht so prickelnd. Auf die Botschaft, dass sich alle negativen Emotionen der Stadt in einem explosiven Plasma manifestierten, kontert er nur, dass es jedermanns gottgegebenes Recht sei, sich mies zu fühlen und andere wie Dreck zu behandeln. Das bringt den American Way of Life ziemlich präzise auf den Punkt. Nachdem der Bürgermeister sie eiskalt abserviert hat, landen sie diesmal nicht im Knast, sondern in der Klapsmühle. Trotzdem ist dies eine Wiederholung des ersten Teils.

29 Einweisung

Wirklich reif für die Irrenanstalt ist indes der Museumsdirektor Janosz. Dieser hält gerade eine schwarze Messe vor dem Gemälde Vigos ab und quatscht mit dem künftigen Antichristen. Er schleimt sich regelrecht bei dem alten Schleimpilz ein und bittet ihn, Dana zur Frau haben zu dürfen, nachdem er Vigo deren Baby gebracht hat.

30 Schwarze Messe_1

31 Schwarze Messe_2

Vigo will Donald keineswegs missbrauchen oder gar opfern, sondern in dessen Körper wiedergeboren werden. Damit wird der satanistische Mythos bedient, Dämonen könnten in Menschen fahren, wobei es sich in der Realität allerdings eher um multiple Persönlichkeitsspaltung handelt. Dennoch beschreibt dieses Szenario sehr gut, was die Elite mit traumabasiertem Mind Control beabsichtigt. Und wo wir schon mal dabei sind, trägt Donald einen Winnie Puh Schlafanzug, was natürlich ein Disney-Erzeugnis ist.

33 Disney-Programmierung

Janosz fackelt nicht lange und zieht los, um das Baby abzuholen. Vigo hat ihm dafür ein paar Superkräfte mit auf den Weg gegeben. Jetzt ist sein Jünger transzendent und kann fliegen. Obendrein trägt er ein extrem schlechtes Mary Poppins Kostüm und kann seine Arme ausstrecken wie Mr. Fantastic.

34 Janosz Poppins_1

35 Janosz Poppins_2

Dana macht sich sofort auf den Weg ins Museum, wo sie zwischen den Säulen Jachin und Boas mit zwei illuminierten Weltkugeln hindurch muss.

36 Jachin & Boas

Drinnen liegt Donald bereits auf einem Altar, was bei entsprechendem Hintergrundwissen schon ein ziemlich heftiger Anblick ist. Der schwarz/weiße Reptiloidenstern ist dabei stets präsent.

37 Opferaltar

38 Fliegerass

Die Lage in der Stadt spitzt sich derweil immer mehr zu. Der Fluss aus Schleim steigt immer höher und hüllt das Museum komplett ein.

39 Pegelanstieg

40 Wackelpudding_1

41 Wackelpudding_2

Auch andernorts bricht sich der Schleim Bahnen. Darunter bei einer Brodway-Show mit dem bezeichnenden Titel „Cannibal Girls“. Das satanisch-rote Pentagramm ist nicht weit.

42 Cannibal Girls

Direkt gelungen ist dagegen die kleine Botschaft gegen Pelzträger. Ob der Kostümdesigner Peta-Mitglied ist?

43 Bissiger Pelzmantel

Nebenher läuft noch die Titanic an den Docks ein, aber ansonsten sind die Dämonenangriffe eher wenig amüsant.

45 Titanic

44 Dämonenattacke

Zu allem Übel öffnet sich auch noch ein Hellgate und hüllt die Stadt in Dunkelheit.

46 Höllentor

Die Situation ist inzwischen dramatisch genug, dass der Bürgermeister erneut nach den Geisterjägern rufen lässt. Die kommen aber mit ihren Protonenstrahlern nicht durch den schleimigen Wackelpudding hindurch. Da es sich um negativen Schleim handelt, brauchen die Jungs ganz viel positive Energie und ein Symbol, welches die Massen mitzieht. Ein Blick auf das Nummerschild ihres Ecto 1A bringt die zündende Idee. Wer könnte eher Licht ins Dunkel bringen als die Sonnengottheit Mithras? Gemeint ist natürlich die Freiheitsstatue, welche auf dem Nummernschild in den Farben der Freimaurer abgebildet ist.

47 Ecto 1

Bevor die Statue im wahrsten Sinne des Wortes losgehen kann, wird sie erst einmal mit positivem Romantikschleim besudelt. Wie das dazu führen kann, dass sich die Freiheitsstatue mit einem Joystick steuern lässt, ist natürlich erklärungsbedürftig. Aber hey, es ist nur ein Film. Um die Stimmung etwas zu erheitern, gibt es noch etwas Musik von Sony. Bei so viel Product Placement fragt man sich wirklich, warum es bei der TV-Ausstrahlung noch zusätzliche Werbeunterbrechungen gibt?

48 Sony Walkman

Mit der Freiheitsstatue trampeln die Geisterjäger durch Manhattan schnurstracks zum Kunstmuseum. In der Fackel der Statue entzündet sich dabei ein echtes Feuer, mit welchem die Kuppel des Gebäudes durchschlagen wird. Erleuchtungssymbolik, wohin das Auge blickt.

49 Mithras_1

50 Mithras_2

Vigos Geburtstag findet durch diese Aktion ein jähes Ende, dabei war er schon mitten dabei, in Donald zu reinkarnieren.

51 Wiedergeburt_1

52 Wiedergeburt_2

Bevor es Vigo an den Kragen geht, wird erst einmal sein Jünger Janosz „abgespritzt“. Die Anspielung auf eine männliche Ejakulation ist nicht zu übersehen.

53 Abspritzen

Vigo hat sich indessen aus seinem Bild befeit, ist aber nicht leicht niederzumachen. Fürs Erste schickt er die Geisterjäger zu Boden.

54 Vigo tanzt für euch

Danach macht er sich an Donald ran und droht, sich mit ihm zu „vereinigen“. Wie herrlich doppeldeutig. Die Schreie des kleinen Nachwuchsschauspielers dürften in dieser Szene durchaus echt sein.

55 Kinderschreck

Die Vereinigung wird jäh unterbrochen, als die Massen vor dem Museum anfangen zu singen. Die positive Energie verbannt Vigo zurück in sein Gemälde, wo er endlich seine wahre Natur zeigt. Seine entstellte Fratze zeigt sogar Ansätze von Teufelshörnern.

56 Dämon

Abermals hypnotisiert Vigo Ray und ergreift schließlich von ihm Besitz.

57 Nicht Ray

Eine ordentliche Spermadusche mitten ins Gesicht beendet den Spuk jedoch.

58 Vollgewichst

Draußen vor dem Museum glaubt natürlich Louis, er hätte die Situation gerettet. Immerhin darf er sich freuen, nun zum Team zu gehören.

59 Louis

Dieses staunt nicht schlecht, als es das Bild betrachtet. Dieses zeigt nun die vier Ghostbusters mit Donald. Wie zur Hölle ist denn das passiert?

60 Erstaunen

61 Moderne Kunst

Am Ende werden die Ghostbusters wieder einmal gefeiert und bekommen auf Liberty Island Standing Ovations. Übrigens, wie ist die Freiheitsstatue eigentlich wieder auf ihren Sockel zurück gekommen?

62 Jubelfeier

Fazit: „Ghostbusters II“ steht dem ersten Teil in Sachen Okkultismus und Symbolik in nichts nach. Wieder einmal steht der Weltuntergang bevor, aber diesmal nicht durch die Wiederkehr einer sumerischen Gottheit, sondern durch einen moldawischen Antichristen. Die Einbeziehung eines Babys, wobei es sich ja eigentlich um zwei Kinderdarsteller handelt, ist dabei in hohem Maße besorgniserregend.

Berühmte Schauspieler wurden die beiden später nie. Stattdessen schlugen sie eine Laufbahn als Kampfsportler ein und gründeten eine Martial Arts Schule. Scheinbar haben sie sich den Vigo-Darsteller zum Vorbild genommen, denn der Deutsche Norbert Grupe alias Wilhelm von Homburg war lange Zeit Profiboxer. Zudem spielte er in einigen bekannten Filmen mit, darunter auch 1994 in dem ebenso hochgradig okkulten „Die Mächte des Wahnsinns“.

Ghostbusters – Gozer der Vernichter

von Shinzon

1984 kam mit „Ghostbusters“ eine Gruselkömodie in die Kinos, die schnell zum Kultfilm avancierte. Die wenigsten wissen jedoch, welch schaurige Botschaften in diesem okkulten Machwerk tatsächlich vermittelt werden. Es geht nämlich nicht um Geister, die in alten Schlössern spuken, sondern um dämonische Wesen aus höheren Dimensionen, die von Satanisten angebetet werden.

Bereits die Eröffnungsszene beginnt mit einer Löwenstatue vor einer Bibliothek, welche in diesem Kontext offensichtlich eine Repräsentation Satans darstellen soll. Im Gebäude wird auch gleich darauf eine Archivarin von einem Gespenst geprankt.

01 Löwenstatue

Die Ghostbusters sind zu diesem Zeitpunkt noch anderweitig beschäftigt. Dr. Peter Venkman (Bill Murray) arbeitet in einem Universitätsgebäude namens „Weaver Hall“, was ein lustiger Zufall ist, da Sigourney Weaver ebenfalls eine Hauptrolle im Film spielt.

03 Weaver Hall

Auf der Bürotür des Parapsychologen hat jemand „Venkman burn in Hell“ geschrieben, was wohl an seinem Umgang mit Probanden liegt. Bei einem Telepathietest lässt er nämlich die Frauen trotz geringer Trefferquote immer gewinnen, während er Männer selbst dann mit Elektroschocks bestraft, wenn sie die Symbole auf seinen Karten richtig erraten.

04 Burn in Hell

Die Hölle beschwört Venkman also selbst herauf. Unter anderem auch mit der ersten Karte, die er hochhält, welche ein umgedrehtes Pentagramm zeigt.

05 Satanic Pentagram

Bevor Peter weiter mit der weiblichen Probandin flirten kann, funkt ihm Ray Stantz (Dan Akroyd) dazwischen und erzählt ihm von der Geistererscheinung in der Bibliothek. Dort wartet bereits Dr. Egon Spengler (Harold Ramis) auf die beiden. Im Keller entdecken die drei zunächst Ektoplasma – eine rotzige Substanz, die Ende des 19. Jahrhunderts bei Seancen in Mode kam. Kurz darauf entdecken die Geisterjäger auch das verantwortliche Gespenst, welches zunächst nach einer verstorbenen Bibliothekarin aussieht. Bei genauerer Betrachtung handelt es sich jedoch um einen hässlichen Dämon. Keine menschliche Seele nimmt nach dem Tod eine solche Gestalt an.

06 Dämon

Wieder zurück an der Uni, werden die drei Parawissenschaftler vom Campus geworfen. Das Team entscheidet sich, in die freie Wirtschaft zu wechseln und kauft eine heruntergekommene Feuerwehrwache, welche fortan ihr Hauptquartier sein soll. Unterdessen kündigt sich in einem alten Apartmentblock am New Yorker Central Park der nächste Auftrag an. Das gruselige Gebäude sieht schon von weitem aus wie eine babylonische Ziggurat.

07 Ziggurat

Die dämonischen Steinfiguren an der Fassade verschärfen den gruseligen Eindruck zusätzlich. Wer möchte denn in einer solch abscheulichen Bude wohnen?

08 Dämonenfigur

Nun ja, Dana Barrett (Sigourney Weaver) wohnt dort. Diese steigt gerade aus einem gelben Sonnenwagen mit freimaurerischem Schachbrettmuster und bringt ihren Einkauf nach oben.

09 Sonnenwagen

Ihre Zimmernummer ist die 2206. Die 22 steht für das Stockwerk, womit das Zimmer auf dieser Ebene die satanische Nummer 6 hat. Aber im Vergleich zu dem, was noch kommt, ist dieses Zahlenspiel eher harmlos.

10 Zimmer 2206

Unterwegs wird Dana von ihrem nervigen Nachbar Louis Tully (Rick Moranis) aufgehalten. Als wäre der Tag damit noch nicht schlimm genug, fängt es in ihrer Wohnung sogleich an zu spuken, während ironischerweise kurz zuvor ein Werbespot der Geisterjäger im Fernsehen läuft. Erst springen ein paar Eier aus der Packung und fangen auf dem Tisch an zu braten und dann grunzt auch noch der Kühlschrank. In diesem hat sich gerade ein Höllentor aufgetan, in dessen Zentrum eine Pyramide mit abgehobener Spitze steht. Davor sitzt Baphomets Schoßhund und stellt sich Dana als Zuul vor.

11 Zuul Dimension

12 Zuul

Wieder zurück im Hauptquartier der Ghostbusters hat Ray einen alten Schrottwagen besorgt, der noch etwas aufgepimpt werden muss. Die Bude haben sie innerhalb von zwei Tagen komplett renoviert, was eine wirklich beachtliche Leistung ist, und am Einlass sitzt bereits die neue Sekretärin Janine Melnitz (Annie Potts). Der Laden ist also bereit, Dana als erste Kundin zu empfangen, mit der Peter Venkman auch gleich rumschäkert.

Miss Barret war in den letzten zwei Tagen nicht ganz so fleißig und hat nicht mal die Eier auf ihrem Küchentisch entsorgt. Zuul hat sich in der Zwischenzeit allerdings aus dem Kühlschrank verkrümelt, sodass dort noch nur Coca Cola Schleichwerbung auf Dr. Venkman wartet.

13 Coke Werbung

Wirklich helfen kann Peter ihr nicht und nach einigen weiteren Anmachversuchen und sexuellen Belästigungen schmeißt Dana ihn aus ihrer Wohnung. Der nächste Auftrag ist zum Glück etwas weniger attraktiv und führt das Team ins exklusive Sedgewick Hotel. Entweder übernachten dort nur Könige oder die Krone steht für etwas anderes.

15 Sedgewick Krone

Die Vorfälle beschränken sich auf den 12. Stock, wo die Ghostbusters erstmalig auf den grünen Slimer treffen. Um diesen eher harmlosen Fresssack von einem Gespenst einzufangen, richten sie mehr Schaden als Nutzen an. Obendrein raucht Ray auch noch trotz Rauchverbot. Ekelhafte Tabak-Werbung!

16 Raucher

Nachdem alle Kronleuchter im Speisesaal zerstört sind, ist der Schleimteufel endlich eingefangen und die Jungs haben tatsächlich noch die Dreistigkeit, eine Rechnung zu stellen.

17 Geisterjagd

Aber das dekadente Hotel kann es sich ja leisten. Immerhin haben sich die Betreiber schon vergoldete Venusmuscheln in den Wandnischen geleistet.

18 Venusmuschel

Apropos vergoldet. Im nächsten Zusammenschnitt von weiteren Geisterjagten sieht man eine vergoldete Statue, die offensichtlich Prometheus darstellen soll.

19 Prometheus

Die Ghostbusters sind derweil auf Erfolgskurs und erzeugen immer neue Schlagzeilen. Nach den ganzen paranormalen Vorfällen bekommt Ray sogar feuchte Träume von Geistern.

20 Spirituelle Belästigung

Die Auftragslage entwickelt sich dermaßen positiv, dass das Team Zuwachs benötigt. Dieser wird beim Vorstellungsgespräch gefragt, ob er auch an UFOs glaube. Oberflächlich betrachtet hat diese Frage nichts mit dem Berufsbild der Geisterjägers zu tun. Es sei denn, hier wird wieder einmal eine Verbindung zwischen Dämonen und Außerirdischen gestrickt.

Während Neuzugang Winston Zeddemore (Ernie Hudson) die Geisterfallen leeren darf, bringt Peter seiner Lieblingskundin neue Informationen. Zuul ist offenbar ein antiker Dämon, der von den Hethitern, Mesopotamiern und Sumerern angebetet wurde. Der Günstling von Gozer trieb sich also im alten Babylon herum. Die Namen der Dämonen sind natürlich frei erfunden, wichtig ist aber, worauf hier angespielt wird. Zuul und Gozer müssen einfach nur durch babylonische Gottheiten ausgetauscht werden und schon ergibt sich da ein Muster.

Bevor die Geisterjäger ihren größten Auftrag angehen, bekommen sie jedoch Besuch vom Umweltamt. Walter Peck (William Atherton) wirft den Parawissenschaftlern Umweltverstöße vor und tatsächlich platzt ihre Endlagerstätte für Dämonen bald aus allen Nähten. Als wäre das noch nicht schlimm genug, erwachen die dämonischen Steinfiguren auf dem Dach von Danas Gruselbude zum Leben. Übrigens genau in dem Moment, wo die Obelisken auf dem Dach von Blitzen getroffen werden. Das bestätigt natürlich die Theorie, dass diese phallischen Objekte Energieantennen sind.

21 Antenne

22 Energie

23 Erwachen

Kurz darauf bekommt Dana Barrett erneut Besuch von Zuul. Um sie an der Flucht zu hindern, wird sie von drei dämonischen Pranken gepackt, die aus ihrem Sessel kommen. Eine greift sie an die linke Brust, eine andere kommt ihr aus dem Schritt. Ziemlich sexistisch diese Dämonen.

24 Grabschgeist

26 Küchenhund_2

Während Zuul in Danas Körper fährt, crasht der andere Baphomet die Party ihres Nachbarn Louis und ergreift von diesem Besitz. Fortan nennt er sich Vinz Clortho, Schlüsselmeister von Gozer. Diese Szenen gehören zu den gruseligsten des gesamten Films. Und mal ehrlich, die Kreaturen sind das Werk von echten Hardcore-Satanisten.

27 Vinz_1

Baphomet 1

Als Peter erneut Dana besucht, hat diese sich als Lady in Rot verkleidet und gibt sich als Torwächter zu erkennen. Wie es sich für eine Femme Fatale gehört, spielt die besessene Dana die sexuelle Karte. Nur steht Dr. Venkman nicht auf knurrende Succubi, die einen Meter über ihrem Bett schweben. Das wäre jetzt eigentlich der passende Moment für einen Exorzisten.

31 Lady in Rot

30 Lady in Luft

Vinz Clortho belästigt indes Leute auf offener Straße und wird schließlich von der Polizei bei den Geisterjägern abgegeben. Diesen erzählt er von antiken Kataklysmen in Zeiten, zu denen Gozer zuletzt auf Erden weilte. Wie ein Infrarotbild zeigt, ist er von Baphomet besessen.

31 Besessen_1

32 Besessen_2

Passend dazu zitieren Ray und Winston auf der Heimfahrt aus dem Buch der Offenbarung. Das Brechen der sieben Siegel ist eine perfekte Parabel auf das, was Walter Peck am nächsten Morgen vorhat. Als dieser nämlich den Reaktor der Geisterjäger abschalten lässt, hat dies das erste Zeichen der nahenden Apokalypse zur Folge. Die Dämonen brechen aus dem Endlager aus und strömen als Orbs über den Big Apple.

Das gruselige an dieser Szene ist, dass sie stark an einige UFO-Sichtungen rund um den Globus erinnert, bei denen der Himmel jeweils von hellen Lichtbällen bedeckt ist. Es gibt sogar Videoaufnahmen, die zeigen, wie solche Orbs aus einem leuchtenden Riss kommen, bei welchem es sich um einen Dimensionsübergang handeln könnte.

33 Orbattacke

Aufgrund von Pecks arrogantem Verhalten wird New York von Dämonen heimgesucht und zu allem Übel ist auch noch der Schlüsselmeister entkommen. Übrigens gibt es im Illuminati Card Game von 1995 eine Karte, die einen ähnlichen Dämonenangriff ankündigt. Ein solches Szenario ließe sich gewiss mit einer Hologrammshow und Halluzinogenen im Trinkwasser inszenieren.

PlagueofDemons

Die Geisterjäger verpassen die Show jedoch, weil sie inhaftiert werden. In der Zelle erklärt Egon, was es mit dem gruseligen Gebäude auf sich hat, in dem Dana wohnt. Das Dach ist wie eine gigantische Antenne gebaut und er gibt zu bedenken, dass die Eisenkonstruktion dieselbe Telemetriestruktur aufweist, welche die NASA benutzt, um Pulsare aufzuspüren.

Die Verbindung der NASA zu paranormalem Hokupokus ist dabei keineswegs fiktiv, wenn man bedenkt, dass der Raketenwissenschaftler und Satanist Jack Parsons vor jedem Raketenstart okkulte Rituale abgehalten hat. Die wissenschaftliche Mission der NASA ist nur ein Themenfeld, welches für die Öffentlichkeit gedacht ist. Hinter dieser Fassade geht es um Kontakte mit Außerirdischen bzw. extradimensionalen Intelligenzen.

Doch zurück zu dem Gebäude, welches nichts anderes ist als ein Dimensionstor. Der Name des Architekten lautet Igor Szandor, wobei der Nachname eine Anspielung auf den zweiten Vornamen des Church of Satan Gründers Anton Szandor LaVey sein dürfte. Igor Szandor war ein antihippokratischer Arzt und gründete 1920 die Geheimgesellschaft der Gozer-Anbeter. Ob nun Gozer oder Satan angebetet wird, läuft auf dasselbe hinaus, allerdings war LaVey kein Arzt, sondern Organist. Mit dem Beruf wird wohl eher angedeutet, dass viele Ärzte Okkultisten und daher nicht unbedingt vertrauenswürdig sind.

Die Gozer-Anbeter führten jedenfalls bizarre Rituale auf dem Dach ihres Gebäudes durch, welche das Ende der Welt einläuten sollten. Nun, da sich das Ende nähert, fragt sich aber, wo dieser Geheimbund mit seinen über 1.000 Anhängern abgeblieben ist? Müssten die nicht alles daran setzen, die Geisterjäger von ihrem Heiligtum fernzuhalten? Wäre es nicht realistisch, wenn sie gesellschaftliche Schlüsselpositionen wie das Amt des Bürgermeisters besetzt hätten?

Dieser lässt die Ghostbusters stattdessen aus ihrer Zelle holen und küsst erst mal den Ring eines katholischen Kardinals, der wahrscheinlich Jesuit sein dürfte. Seltsamerweise weiß der Kirchenmann keinen Rat und hält den okkulten Zauber sogar für ein Zeichen Gottes. So werden also die Geisterjäger entsandt, die Welt zu retten. Das wird auch höchste Zeit, denn der Schlüsselmeister ist inzwischen beim Torwächter angekommen.

35 Küss den Ring

34 Beine breit

Vor der Ziggurat werden die Geisterjäger erst mal von einer Erdspalte verschluckt, entkommen dem Angriff jedoch. Ob die Gebete der Nonnen und Rabbis vor dem Gebäude wohl etwas genützt haben? Zuul und Vinz hatten derweil schon etwas mehr Spaß und haben sich auf dem Opferalter zwischen zwei Obelisken gepaart. Wie unter Alkoholeinfluss ist auch Sex unter Besessenheit keine gute Idee, da man zuweilen erschrecken kann, neben wem man danach aufwacht. Nun, zumindest Louis dürfte mit dem Ergebnis glücklich sein.

37 Opferaltar

Die Ghostbusters sind inzwischen im 22. Stockwerk angekommen. Diese Zahl an sich ist schon bedeutsam, aber von Danas Apartment geht es noch eine weitere Treppe hinauf. Das Höllentor öffnet sich also auf der Ebene Nummer 23 – die Zahl der Illuminaten, welche für Zerstörung steht.

38 22 plus 1

Leider kommen die Geisterjäger zu spät, denn das Höllentor öffnet sich bereits und die beiden Besessenen verwandeln sich in satanische Kreaturen. Als Zugabe gibt es noch einen roten Himmel. Der steht ja immer wieder im Zusammenhang mit der Apokalypse.

39 Dimensionstor_1

40 Dimensionstor_2

41 Verwandlung_1

42 Verwandlung_2

Das Dimensionstor ist natürlich eine Pyramide mit illuminierter Spitze und wird von zwei weiteren Obelisken flankiert, welche die Säulen Jachin und Boas repräsentieren.

43 Hellgate_1

44 Hellgate_2

Bei genauerer Betrachtung ist an einer Wand vor dem Höllentor noch ein Wassermannkopf zu sehen. Hier wird unverhohlen das esoterische Wassermannzeitalter angekündigt, welches durch Gozers alias Satans Ankunft eingeläutet wird.

45 Wassermann

Passend dazu fragt Gozer, ob Ray ein Gott ist. Dieser verneint zunächst, woraufhin Gozer die Geisterjäger mit Machtblitzen zu töten versucht. Okay, der Dämon ist ein Sith-Lord.

46 Gozer

47 Machtblitze

Nach der Attacke meint Winston zu Ray, dass er das nächste Mal auf die Frage, ob er ein Gott sei, mit „ja“ antworten soll. Damit wird wieder mal das esoterische Konzept von der Gottwerdung des Menschen propagiert, was zu dem Hinweis auf das Wassermannzeitalter passt. Gesagt getan setzen sie zum Gegenangriff an, doch Gozer löst sich einfach nur in Luft auf. Offensichtlich ist die Kreatur körperlos, wobei der Hinweis, dass Gozer jede Form annehmen kann, äußerst interessant ist. Der Dämon könnte also auch als Außerirdischer in Erscheinung treten, wenn er das wollte.

48 Gozerposer

Als körperlose Stimme fordert Gozer die vier auf, die Form des Vernichters zu wählen. Venkman nennt dazu als Beispiel den Hochgradfreimaurer Josef Stalin, was wohl kein Zufall sein dürfte. Die Wahl fällt allerdings dank Rays Kindheitserinnerungen auf den Marshmallow-Mann. Dieser trampelt erst mal eine Kirche nieder, was die Zerstörung des Christentums durch den Antichristen versinnbildlichen soll.

49 Kirchenkiller

Mit den Protonenstrahlern können sie das Monster lediglich in Brand setzen. Da die Welt ohnehin unterzugehen droht, entscheiden sich die Geisterjäger, die Ströme der Protonenstrahlen zu kreuzen. Dadurch wird das Höllentor versiegelt, der Marshmallow-Mann wird gegrillt und es gibt eine gigantische Explosion, die eigentlich keiner auf dem Dach hätte überleben können.

50 Gekreuzte Ströme

51 Explosion_1

Dem gutgläubigen Publikum zuliebe überleben es die Geisterjäger aber doch. Sogar Dana und Louis lassen sich aus den Kadavern der Höllenhunde schälen. Warum aber muss Dana dabei stöhnen, als hätte sie gerade den tollsten Orgasmus ihres Lebens gehabt? Wahrscheinlich dem männlichen Publikum zuliebe. Zum Schluss werden die Ghostbusters gebührend gefeiert und Dan Akroyd darf noch mal für Marlboro Werbung machen.

53 Malboromann

Fazit: Was auf den ersten Blick wie eine Komödie wirkt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als extrem Furcht einflößender Horrortrip. „Ghostbusters“ zieht dabei von Freimaurersymbolik über theosophische Esoterik bis hin zum Satanismus wirklich alle Register. Es geht um nichts Geringeres als um die Ankunft des Antichristen, die Apokalypse und das anschließende Wassermannzeitalter. Das Ganze spielt dann auch noch im Big Apple, was ja an sich schon eine Anspielung auf den Sündenfall ist.

John dies at the End – Und nimmt zu Beginn Drogen

von Shinzon

„John dies at the End” ist, ähnlich wie „Fear and Loathing in Las Vegas“, eine Romanverfilmung, in der es vordergründig um einen Drogentrip geht. Doch auch dieser Film strotzt bei genauerer Betrachtung nur so vor okkulter Symbolik und dämonischen Einflüssen. Beide Filme handeln vom drogeninduzierten Abstieg in die Hölle.

Die erste Minute des Streifens kann man gleich überspringen, denn sie zeigt lediglich einen zusammenhangslosen Axtmord. In der nächsten Szene trifft sich David Wong (Chase Williamson) mit dem Reporter Arnie Blondestone (Paul Giamatti) in einem China-Restaurant und schildert diesem rückblickend seine Drogenkarriere. Diese liegt offensichtlich in der Familie, denn Dave beschreibt seine Mutter als crackabhängige Kannibalin, die sich mit Nekromantie und Vampirismus beschäftigt hat. Beste Voraussetzungen also.

Seine eigene Geschichte beginnt Dave mit einem Anruf seines besten Freundes John Cheese (Rob Mayes). Im Fernsehen läuft gerade eine Sendung über einen Zauberkünstler namens Marconi und in der hagelt es bereits die ersten Pyramiden. Zunächst eine ägyptische Pyramide mit illuminierter Spitze, kurz darauf gleich noch eine Maya-Pyramide. Der Film wurde nebenbei bemerkt 2012 uraufgeführt und obwohl der Maya-Kalender keinen Weltuntergang prophezeit, handelt es sich bei diesem Motiv dennoch um einen klischeehaften Hinweis auf die drohende Apokalypse. Doch dazu später mehr.

01_Marconipyramide

02_Mayapyramide

Nachdem John Dave wach geklingelt hat, lädt er ihn zu einem Auftrag ein. Dabei benutzt er eine Codesprache, in der „Morgen ermorden wir den Präsidenten“ so viel wie „Vergiss nicht, unterwegs Bier zu besorgen!“ heißt. Macht voll Sinn, wenn man abgehört wird und keine Aufmerksamkeit erregen will. Es wird ziemlich schnell klar, dass man es bei John mit einer Knallcharge zu tun hat.

Der Auftrag der beiden beginnt sogleich mit einigen Zahlenspielchen. Auf Daves Gewehr findet sich eine Strichliste mit der Zahl seiner Opfer. Es sind 18 Striche und 18 geteilt durch 3 ist 6 6 6.

03_666 Flinte

Auf dem Gewehr findet sich weiterhin die ausgeschriebene Zahl Three/Drei. Diese taucht kurz darauf noch einmal als Hausnummer von John auf. Die 3 steht einerseits für die Dreifaltigkeit und die 33 ist die Anzahl der Freimaurergrade im schottischen Ritus.

04_Hausnummer 3

Die Klientin der beiden wird vom Geist ihres toten Freundes geplagt, doch dann stellen die beiden fest, dass sie selbst ein Geist ist. Kurz nach dieser Erkenntnis bekommen sie es auch schon mit dämonischen Kräften zu tun, die sich zunächst in Form von Schlangen manifestieren.

05_Schlangengrube

Der Türgriff des einzigen Fluchtweges verwandelt sich in einen Penis und das Fleisch aus einer Kühltruhe setzt sich zu einem widerlichen Dämon zusammen, den die zwei mit Hilfe eines Anrufs bei Marconi auflösen.

Selbstverständlich glaubt Blondestone diese abstruse Geschichte nicht. Um die Aufmerksamkeit des Journalisten zu gewinnen, nennt Dave ihm den Inhalt seiner Tasche und trifft auch mit dessen Traum von letzter Nacht ins Schwarze. Die Droge, auf der David ist, lässt ihn nämlich Dinge sehen, die jenseits seiner Wahrnehmung in Raum und Zeit liegen. Wie wenig erstrebenswert diese Bewusstseinserweiterung ist, zeigt der Traum des Reporters, in dem dieser von seiner Mutter mit einer Peitsche aus verknoteten Penissen geschlagen wurde. Aber immerhin hört Arnie ihm nach dieser peinlichen Offenbarung zu.

Nun erzählt David seine Geschichte endlich vom Beginn an, was er auch gleich hätte tun können. Alles fing vor einigen Jahren auf dem Konzert einer befreundeten Band an. Deren Logo besteht aus drei Armen, die eine Pyramide mit einem Auge im Zentrum bilden. Das wichtigste Freimaurersymbol wäre damit abgehakt und wie selbstverständlich steht es im Zusammenhang mit der Musikindustrie.

06_Bandlogo

Auf der Party wird reichlich Alkohol getrunken. In den USA sind die wahlweise blauen oder roten Plastikbecher bereits ein heimliches Symbol für den illegalen Alkoholkonsum unter Jugendlichen, da Personen unter 21 Jahren nicht mit einschlägigen Getränken erwischt werden dürfen.

07_Alkoholbecher

Alkohol ist aber nicht das Heftigste, was auf der Party gereicht wird. Abseits lernt David einen Typen im Jamaika-Look (Tain Bennett) kennen, der schon wie ein Klischeekiffer daher kommt. Seine Droge heißt jedoch nicht Marihuana, sondern Sojasoße und die lässt ihn nicht nur schweben, sondern auch Dinge sehen, die er eigentlich nicht wissen sollte. Woher diese Eingebungen kommen, macht er sogleich mit einer entsprechenden Geste klar.

08_Bob Baphomet

Obwohl die Traumdeutung des Jamaikaners korrekt ausfällt, wendet sich Dave zunächst ab. Die ganze Nummer beunruhigt ihn. Zumal der Junkie ankündigt, dass die USA von einer Atombombe getroffen wird und er weiß, welche Stadt als erste dran glauben muss. Obwohl der Name der Stadt nicht genannt wird, tippen wir einfach mal auf New York. Immerhin wurde ein derartiges Szenario bereits mehrfach in Filmen wie „Know1ng“, „Batman – The dark Knight rises“, „The Divide“, „Man of Steel“ und „Oblivion“ angekündigt. „John dies at the End“ scheint sich nahtlos in diese Liste einzureihen.

Nach der Party läuft Dave ein Hund mit den Namen Bark Lee zu, der später noch eine tragende Rolle spielen wird. Zunächst muss er aber erst mal seinen Rausch ausschlafen. Die Ruhe wird je durch einen Anruf von John unterbrochen, der auf einem schlechten Trip ist und gruselige Kreaturen sieht. Noch glaubt David, dass es sich nur um Halluzinationen handelt.

10_Hirngespinnst

Auf dem Tisch entdeckt er eine Spritze mit einer schwarzen Substanz, die an Black Goo erinnert.

09_Spritze

Er steckt die Spritze ein und fährt mit John in ein Restaurant. Dort erklärt ihm sein Kumpel, dass er das Zeug von einem Robert Marley bekommen hat, also dem Jamaika-Typen auf Party. Während des Gesprächs bekommt Dave einen Anruf von John, der aber direkt vor ihm sitzt. Sein Freund hatte bereits angekündigt, dass er ihn mehrfach angeklingelt hätte und die Telefonate erst noch ankommen werden. Sie sind quasi durch die Zeit gewandert. Nun können Drogen zwar die Wahrnehmung der Zeit verändern, aber nicht die Raumzeit in der Realität beeinflussen. Langsam dämmert Dave, dass mit diesem Zeug etwas nicht stimmt.

Als er mit John weiterfährt, ruft er während einer Fahrpause einen Pfaffen an, um diesen nach Rat zu fragen. Im Verlaufe des Anrufs dringt die Nadel der Spritze versehentlich in Davids Bein ein und infiziert ihn mit der Droge. Während der Pfaffe plötzlich andere Töne anschlägt, erkennt er, dass die Substanz offensichtlich lebt. Damit wird einmal mehr auf das Phänomen des intelligenten Öls angespielt.

12_Sojasoße

Auf der weiteren Fahrt taucht wie aus dem Nichts ein mysteriöser Mann auf der Rückbank auf, der sich als Roger North (Doug Jones) vorstellt und Dave Wong mit einer abartigen Kreatur bedroht. Die Erscheinung sagt ihm, dass er noch eine Aufgabe hätte, die darin bestünde, gegen eine Entität namens Korrok anzutreten. Es gelingt David, den Schattenmann abzuschütteln und dessen Kreatur zu töten. Kurz darauf taucht ein Polizist auf, der die beiden Freunde in Gewahrsam nimmt.

Am nächsten Morgen wird David von Detective Appleton (Glynn Turman) verhört. Dieser offenbart ihm, dass alle Sojasoßekonsumenten von dem Konzert der letzten Nacht verstorben sind. Doch das weiß Wong bereits. Dennoch schockieren ihn die Bilder der förmlich explodierten Drogenopfer. Ebenso schockiert ihn, dass im Nebenraum sein Kumpel Cheese verendet.

An dieser Stelle schwenkt die Handlung kurz in die Gegenwart zurück und Dave zeigt dem Reporter Arnie eine extradimensionale Kreatur im Kofferraum seines Wagens. Zunächst sieht Arnie nur einen leeren Käfig, doch aus dem Augenwinkel erkennt er plötzlich das dämonische Geschöpf, obwohl er die Droge nie genommen hat. Spätestens an dieser Stelle wird endgültig klar, dass das Black Goo die Wahrnehmung tatsächlich erweitert und verborgene Dinge sichtbar macht.

13_Hirngespinnst

Zurück im China-Restaurant fährt Dave mit seiner Geschichte fort. Obwohl sein Kumpel tot ist, bekommt er einen Anruf von ihm. So viel zum Thema Transkommunikation. Jedenfalls teilt John ihm mit, dass die zweite Wache im Vernehmungszimmer kein Mensch ist und er daher unbehelligt fliehen kann. Allerdings muss er noch gegen den Dämon kämpfen und dessen fliegenden Bart abwehren.

Als ob das noch nicht verrückt genug wäre, kann Dave auch mit einem kaputten Handy noch weiter mit seinem toten Freund kommunizieren. Dieser demonstriert ihm, dass er genauso gut mit einem Hot Dog in der Hand telefonieren kann. Mit diesem skurrilen Kommunikationsgerät lotst John ihn zum Trailer von Bob Marley, wo er nicht nur ein merkwürdiges Wesen in einem Aquarium entdeckt, sondern auch seine Zukunft im Fernseher sieht. Darüber hinaus ist die Bude mit einer Todesrune ausstaffiert, welche aus Hanfblättern besteht.

14_Hanfrune

Durch ein Geräusch aus dem Nebenraum aufgeschreckt, wird Dave auf eine weitere Dosis Black Goo in Pillenform aufmerksam. Die beiden Kapseln verwandeln sich in Fliegen und dringen ohne sein Zutun in seinen Kopf ein.

15_Lord of Flies

Während einer außerkörperlichen Erfahrung erlebt David die Produktion einer Pistolenkugel, die Detective Appleton wenige Sekunden später auf ihn abfeuern wird. Bevor es dazu kommt, erklärt der Cop ihm, dass die Soßenopfer von etwas Lebendigem aufgefressen wurden. Als Katholik erkennt Appleton in den extradimensionalen Wesen Dämonen und meint, dass die Hölle die Menschen umgibt und diese sie nur nicht wahrnehmen können.

Die Droge des Jamaikaners hat nun die Barriere zwischen der Hölle und unserer Realität durchbrochen und Appleton gedenkt, die Tür wieder zu schließen. Dafür muss er leider alle töten, die mit dem Black Goo in Berührung gekommen sind, was David wenig begeistert. Der Schuss prallt jedoch an ihm ab, weil bei der Produktion eine Fliege in die Patrone gekrochen ist. Er verdankt sein Leben also dem Herrn der Fliegen.

Als Dave aufwacht, brennt die Wohnung rings um ihn herum. Die Rettung kommt in Form seines Wagens durch die Wand gefahren. Am Steuer sitzt kein geringerer als der Hund, den er in der Nacht zuvor aufgegabelt hatte. Als wäre das noch nicht absurd genug, spricht aus dem Köter sein toter Kumpel John telepathisch mit ihm und erklärt, dass die letzte Welt, die mit dem intelligenten Öl infiziert wurde, nach 100 Tagen komplett zerstört war.

16_Zerstörte Welt

Noch beunruhigender ist die Erkenntnis, dass nicht Dave die Sojasoße nimmt, sondern die Soße ihn nimmt. Das Zeug spielt mit seinen Opfern, bis es sie nicht mehr gebrauchen kann und schlussendlich tötet. Wie sehr die Droge von jemanden Besitz ergreifen kann, zeigt sich bei Justin White (Jonny Weston), der sich neuerdings „Shitload“ nennt. Er hätte sich genauso gut „Legion“ nennen können, denn es sind verdammt viele Dämonen in ihm.

Mit Shitload ist nicht zu spaßen und selbst nach einem Kopfschuss steht er wieder auf. Mit David hat der Untote etwas Besonderes vor und bringt ihn zusammen mit dem wieder auferstandenen John, dem Asiaten Fred (Jimmy Wong) und Amy (Fabianne Therese) zu einem leer stehenden Kaufhaus mit dem bezeichnenden Namen „Mall of the Dead“.

17_Shitload

In der Kaufhalle befindet sich ein Dimensionsportal, welches nur von auserwählten Drogenkonsumenten gesehen werden kann. Das Portal erscheint als grüne Tür, was eine Anspielung auf die Smaragdstadt im „Zauberer von Oz“ sein dürfte. Dieses Kinderbuch des Theosophen Lyman Frank Baum handelt ebenfalls von einer Parallelwelt, in der es jede Menge Anspielungen auf Drogen (z.B. Mohnfelder) gibt.

18_Oz Tür

Mit einer zuvor platzierten Nachricht lockt David Shitload nach draußen, wo Detective Appleton den Dämon erschießt und die Leiche verbrennt. Appleton nimmt die restlichen Kids mit, doch wie sich herausstellt, hat er die Droge ebenfalls genommen. Seine Augen explodieren, das Auto überschlägt sich und kaum haben sich alle Überlebenden aus dem Wrack gerettet, befallen die herausströmenden Dämonen Fred. Es bleibt den anderen nichts weiter übrig, als ihn zu erschießen und zu verbrennen. Eine überflüssige Rolle stirbt einen sinnlosen Tod.

Die verbliebenen Drei beschließen, der Paralleldimension einen Besuch abzustatten. In der Mall of the Dead finden sich bereits entsprechende Symbole, die das Gebäude als Reptiloidenzone kennzeichnen. Auf dem Boden sind mehrere Oktagone aufgemalt, die das Innere eines achtzackigen Isis-Sterns darstellen.

19_Oktagon

John gelingt es nicht, die Geistertür zu öffnen, da er einfach durch sie hindurch greift. An dieser Stelle kommt Amy ins Spiel, die ihre linke Hand verloren hat. Allerdings gilt dies nur für die physische Realität. Auf der astralen Ebene existiert ihre Hand noch und mit dieser kann sie die Tür öffnen. Dabei ist es wohl kein Zufall, dass es ausgerechnet die linke Hand sein musste, denn die drei folgen schon lange dem Pfad zur linken Hand.

20_Astralhand

Obwohl Amy als Einzige die Tür öffnen kann, ist sie gleichermaßen die Einzige, die sie nicht mit bloßem Auge sehen kann. Dies gelingt ihr nur mit einer 3D-Brille, welche ein schwarz/weißes Muster hat. Hier dient das Schachbrettmotiv wieder einmal ganz offensichtlich als Dimensionsübergang.

21_Schachbrettbrille

Dave, John und Amys Hund Bark Lee gehen auf die andere Seite und werden von Amy getrennt. In einer Höhle treffen sie auf ein weiteres Portal in Form einer schwarzen Säule. Dort werden sie von Roger North und dem Magier Marconi erwartet, welche sie mit der Mission betrauen, in die Parallelwelt zu reisen und dort Korrok mit einer halluzinogenen Bombe auszuschalten.

22_Dimensionstor

Die Welt des alternativen Universums ist sehr befremdlich und hat einen roten Himmel. Der rote Himmel ist ein wiederkehrendes Motiv bei der Vorhersage zukünftiger Kataklysmen, welche diese Dimension bereits hinter sich hat.

23_Roter Himmel

Begrüßt werden die beiden Dimensionsreisenden von einer Gruppe maskierter Gestalten, die mit Ausnahme des Anführers fast komplett nackt sind. John kommentiert dies mit den Worten „Offenbar eine Eyes Wide Shut Welt“. Das ist ein kleiner Insider für all jene, die Stanley Kubricks hochgradig okkulten Film über die Sexrituale der Hochgradfreimaurer gesehen haben.

24_Eyes wide shut

Dave und John werden in eine satanistische Endzeitkirche geführt, wo sie offensichtlich schon seit langem erwartet werden. Man beachte die rote Krawatte des Predigers, die einen Hinweis darauf gibt, in wessen Diensten er steht.

25_Satanskirche

26_Thron

Der Prediger erklärt den beiden, dass sie in einer alternativen Zeitlinie gelandet sind, die sich Mitte des 19. Jahrhunderts abgespalten hat. In unserer Realität starb damals ein gewisser Cyrus Rooney im Alter von 17 Jahren, während er in der Parallelwelt überlebte und zu einem großen Erfinder avancierte. Insgeheim war er natürlich ein Okkultist und ziemlich pervers, wie die Hand im Schritt andeutet.

27_Cyrus

Rooney experimentierte auf dem Gebiet der Bestielogie, womit er in etwa die Rolle einnimmt, die Aleister Crowley in unserer Realität hatte. Im Gegensatz Crowley hatte sich Rooney jedoch nicht mit Drogen ins Nirwana geschossen und stattdessen den ersten Supercomputer aus dem Hirn eines Schweins entwickelt. Bereits 1922 hatte die Parallelwelt sich selbst weiterentwickelnde Computer auf organischer Basis, die letztendlich die Herrschaft über die Welt übernahmen.

Es gibt bereits genügend Andeutungen, dass der Schlussstein der Freimaurerpyramide kein lebendes Wesen, sondern ein allsehender und alles kontrollierender Supercomputer ist. Das erinnert nicht von ungefähr an das Venus Projekt, wobei die Venus in der okkulten Astrologie für Luzifer und Satan steht. Bei dem in Jacque Frescos Projekt vorgesehenen Zentralcomputer handelt es sich demnach um Luzifer/Satan höchstpersönlich.

Die Teufelsmaschine von Jacque Frescos filmischem Alterego Cyrus Rooney strotzt ebenfalls vor derartigen Andeutungen. Korrok erinnert mit seinen Tentakeln an Cthulhu und in seinem Zentrum sitzt ein allsehendes Reptilienauge.

29_Korrok_1

30_Korrok_2

Weitere Parallelen gibt es zu Skynet aus der „Terminator“-Filmreihe, denn nach dem Tod Rooneys 1926 entwickelte Korrok ein eigenes Bewusstsein und begann damit, die Menschheit zu versklaven und alle Kritiker auszurotten. Der Genozid wird entsprechend der Alterfreigabe von FSK 16 nur als Cartoon gezeigt, was jedoch nichts an der Abartigkeit der folgenden Szenen ändert.

Nach der kurzen Geschichtsstunde werden John und Dave direkt zu Korrok geführt. Dieser offenbart den beiden, dass er sie mit einer winzigen Veränderung ihrer Gehirnchemie zu Kinderschändern machen könnte. Dieser überflüssige Kommentar ist gleichermaßen eine Anspielung auf Mind Control und rituellen Kindesmissbrauch – zwei Praktiken, die seit jeher im Satanismus miteinander kombiniert werden. Aber was will man anderes von einer Höllenmaschine erwarten, die glatt mit Sauron konkurrieren könnte?

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Neben der offensichtlichen Symbolik des allsehenden Reptilienauges gibt es in Korroks Umfeld noch eine weitere Anspielung auf die Reptiloiden. Das Türschloss zu seinem Bunker ist ein achtzackiger Ištar-Stern.

33_Korrokstern

Korroks nächstes Ziel ist es, unsere Realität zu erobern, wobei ihm Dave und John behilflich sein sollen, da sie bereits einen Dimensionssprung geschafft haben. Freilich haben die beiden andere Pläne und stellen den Zeitzünder der Bombe ein. Während Dave am Abgrund zu Korroks Schlund abhängt, setzt sich John eine Totenkopfmaske auf und grillt die Diener des Supercomputers mit einem selbst gebastelten Flammenwerfer. Nun, in der Hölle sind die beiden ja sowieso.

34_Flammenwerfer

In letzter Sekunde scheint die Mission der beiden fast zu scheitern, doch da taucht plötzlich Amys Hund auf, schnappt sich die Bombe und startet einen Kamikazeangriff auf Korrok. Wie sich herausstellt, hatte Bark Lee auch etwas von der Sojasoße abbekommen, als er den Jamaikaner gebissen hat. Auf diese Weise konnte er telepathischen Kontakt mit Marconi aufnehmen und bekam den Auftrag, Korrok zu töten. Dave und John waren lediglich seine Eskorte.

35_Bark Lee

Die nächste Überraschung wartet schon im China-Restaurant, denn Arnie Blondestone beschreibt sich selbst als Afroamerikaner, während Dave ihn als Weißen wahrnimmt. Das bedeutet, dass der Reporter längst tot ist und Dave die ganze Zeit mit einem Geist gequatscht hat.

In der Schlusszene spielen Dave und John Basketball und entdecken dabei ein sphärisches Dimensionstor. Dieses führt sie in eine weitere Parallelwelt, die von einer Katastrophe heimgesucht wurde.

36_Black Sphere

Vom Himmel steigen zwei Soldaten der Befreiungsarmee herab, deren Anzüge aus dem Film „Galaxy Quest“ recycelt wurden. Offensichtlich ging den Produzenten zum Ende hin das Geld aus, aber immerhin konnten sie so noch einmal den Saturn ins Bild bringen.

37_Galaxy Quest

Fazit: „John dies at the End“ zeigt sehr eindringlich, dass man die Finger von harten Drogen lassen sollte. Darüber hinaus offenbart er aber auch die Machenschaften der okkulten Elite, insbesondere deren Agenda zur Erschaffung eines allsehenden Zentralcomputers. Google und Facebook lassen grüßen. Das Ganze wird dann noch etwas mit satanistischer Symbolik und extradimensionalen Höllenwesen garniert und fertig ist ein weiteres blutrünstiges Machwerk, mit dem Filmfreunde ihre Seelen abstumpfen können.

Ein zentraler Aspekt des Films ist das Black Goo, welches offensichtlich eine intelligente Lebensform außerirdischen Ursprungs ist. In dieser Hinsicht ist auch die Rolle des Marconi interessant, denn in der Realität soll eine britische Firma mit dem Namen „Marconi Electronic Systems“ mit Black Goo herumexperimentiert haben. Angeblich sollen dabei 22 Mitarbeiter Selbstmord begangen haben. Die Verbindung des Namens Marconi mit intelligentem Öl in „John dies at the End“ ist gewiss kein Zufall, zumal es auch im Film mehrere Tote gibt.

R.I.P.D. – Tote Cops versus Dämonen

von Shinzon

Wenn verstorbene Cops auf Dämonenjagd geschickt werden, so kann das eigentlich nur in okkultem Klamauk ausarten. Und genau darum geht es in „R.I.P.D“, was für „Rest in Peace Department“ steht.

Zu Beginn ist Nick Walker (Ryan Reynolds) allerdings noch beim Bostoner Police Department beschäftigt. Er hat alles, was man zum Glücklichsein braucht: Einen Orangenbaum im Garten, darunter einen Goldschatz, der später noch von Bedeutung sein wird, und eine hübsche Frau (Stephanie Szostak). Als Letztere joggen geht, rückt auch schon der erste Obelisk ins Bild.

Erster Obelisk

So wirklich perfekt ist Nicks Glück natürlich nicht, denn das Gold in seinem Garten ist eigentlich Beweismaterial. Er bekommt ein schlechtes Gewissen und überlegt, die Artefakte abzugeben. Dies teilt er dummerweise seinem Kollegen Bobby Hayes (Kevin Bacon) mit, welcher ebenfalls einige Goldbrocken mitgehen lassen hat. Dummerweise deshalb, weil der nix von dem Plan hält und seinen Kameraden bei einer Drogenrazzia kurzerhand über den Haufen schießt.

Damit wäre also geklärt, wie und warum Nick Walker ins R.I.P.D. versetzt wird. Als er feststellt, dass er nicht mehr ganz so lebendig ist, geht es ab nach oben. Das Ende des Tunnels ist dabei recht eigenartig und widerspricht den Nahtoderlebnissen der meisten Menschen. Licht gibt es dort zwar, aber dieses ist blau und hat die Form eines abstrahierten Hexagramms.

Hexagontunnel

Auf der anderen Seite wartet auch nicht etwa Gott oder die verstorbene Verwandtschaft, sondern die Polizeibeamtin Proctor (Marie-Luise Parker). Diese klärt Nick erst einmal über seine Situation auf (100 Jahre R.I.P.D. oder Jüngstes Gericht) und brennt ihm anschließend seine neue Marke in den Astralleib. Ein wenig fraglich an dieser Szene ist das Product Placement. Seit wann gibt’s im Jenseits Geld?

Brausewerbung

Als nächstes lernt Nick seinen neuen Partner Roy Pulsipher (Jeff Bridges) kennen, welcher gar nicht vom neuen Teamwork begeistert ist. Nick ist indessen wenig begeistert, dass er durch ein Klo zurück auf die Erde gespült wird und wir sind wenig begeistert, dass es dort erst einmal Pentagramme hagelt. Darunter auch auf dem gelben Sonnenwagen der beiden.

Pentagramme_1

Pentagramme_2

Das Symbolspiel geht auf Nicks Beerdigung noch etwas weiter. Auf dem Friedhof steht er zwischen zwei Säulen (Jachin & Boas), durch welche die Sonne hindurch scheint.

Zwischen Jachin & Boas

Eine Reihe Obelisken in unmittelbarer Nähe des Grabes dürfen natürlich genauso wenig fehlen. Wie wir später erfahren werden, dienen Obelisken als Blitzableiter für Jenseitsenergie.

Obelsiken am Grab_2

Als Zugabe gibt es noch etwas Fremdschämen, als Nick zu Julia rennt und sie anspricht, als würde er noch leben. Peinlich ist das deshalb, weil er für die Sterblichen nun aussieht, wie ein alter, verwirrter Chinese. Sein Partner Roy hat da schon mehr Glück, denn der erscheint den Lebenden als heiße Blondine. Zusammen geben die beiden ein recht ungewöhnliches Paar ab.

Nach dem Abstecher auf den Friedhof gibt es die erste Lektion im Festnehmen von verkommenen Seelen. Diese verbreiten schlechtes Karma, was Pflanzen verwelken und Technik kaputtgehen lässt. Hinter all den Defekten stecken also doch keine Gremlins, sondern fiese Verstorbene. Ebenfalls ungewöhnlich ist die Tatsache, dass die Toten in Gestalt von Lebenden für selbige sichtbar auftreten. Unsichtbaren Geisterspuk gibt es in diesem Film nicht.

Dafür aber übel verrottete Seelen, die in verschimmelten Absteigen leben und zu hässlichen Dämonen mutieren, wenn man ihnen indisches Essen unter die Nase reibt. Der erste stinkende Mistsack ist gleich ein Volltreffer, denn er kotzt Goldbrocken, nachdem Nick den Kerl mit dessen eigenen Arm verprügelt hat. Die Goldklumpen passen, wie es der Zufall so will, zu den Artefakten, die Nick in seinem Garten vergraben hat. Sie landen also erst einmal als Beweisstücke in der Asservatenkammer, welche ein recht merkwürdiges Zahlensystem hat. Die Kamera schwenkt dabei auf die 999 in weiß und schwarz.

999 Code

Als nächstes besuchen Nick und Roy einen Informanten im Baseballstadion, wo es die 66 gleich noch richtig herum gibt.

66 Stadion_1

Die 23 ist ebenfalls nicht weit.

23 Stadion

Abgesehen von etwas Numerologie ist aus dem Informanten aber nichts herauszubekommen. Dennoch scheint er etwas zu wissen, weshalb die beiden Jenseitscops ihm eines der Beweisstücke überlassen und sich an seine Fersen heften. Zu Nicks Überraschung trifft sich der nutzlose Informant mit seinem Expartner Bobby Hayes und übergibt diesem den Goldklumpen. Hayes führt die beiden wiederum zu Nicks Haus, wo er die heimlich vergrabenen Goldstücke seines toten Exkollegen einsammelt und obendrein dessen Frau anbaggert.

Mit dem Goldkoffer geht es weiter zu einem Hehler, der sich als wirklich fieser Fettsack herausstellt. Die Festnahme endet natürlich wieder in einem Fiasko und die beiden Cops müssen ihn verfolgen. Als erstes latscht der Fettsack vor einen auffälligen LKW mit der Aufschrift „Who but W.B. Mason“. Wer steckt wohl dahinter, wenn nicht die Freimaurer.

Mason Truck

Es folgt ein wenig Klamauk, wobei es schon stark übertrieben ist, wenn ein alter Chinese von einem Auto erschlagen wird, unbeschadet wieder aufsteht und mit einer Banane auf eine widerwärtige Kreatur zielt. Sein Kollege, der ja als Blondine wahrgenommen wird, hängt indessen mit einer Fönharpune am Fettsack, der wie Spiderman die Gebäude hochklettert. Das schlimmste an dem Drama ist jedoch, dass der Hehler den beiden entkommt.

Selbstverständlich gibt das erst mal ziemlichen Ärger, doch von oben naht Rettung in Form einer Nachricht. Dieser zufolge sind die Goldartefakte Teile eines Obelisken, der als Stab von Jericho bekannt ist.

Info Artefakt

Dieser wurde nicht grundlos zerbrochen und in alle Winde zerstreut, da er sonst die Toten auf die Erde regnen lassen würde. Mit anderen Worten handelt es sich um den Schlüssel zu einem Höllentor.

Info Hellgate

Leider werden Roy und Nick von dem Fall abgezogen und suspendiert. Die Auszeit nutzt Nick, um erneut seine Frau aufzusuchen, die sich jedoch von ihm abwendet. Es folgt ein kleines Wortduell mit Roy, in dessen Verlauf die beiden auf die Idee, kommen, dass Nicks Exkollege Bobby Hayes ein Dämon sein könnte.

Der trifft sich gerade mit einem anderen Fiesewicht und bekommt von ihm ein weiteres Artefakt überreicht. Seine Kontaktperson hat eine weitere 66 auf dem Trikot.

66 Trikot

Das Artefakt parkt Bobby in einem Behälter mit altsumerischen Keilschriftzeichen.

Keilschriftbox

Bevor Nick und Roy Bobby ergreifen, wird dieser von Julia über den kleinen Chinesen informiert, womit er natürlich vorgewarnt ist. Die nächste Szene ist daher wenig überraschend, wird aber zumindest mit einem ironischen Spruch im Hintergrund aufgeheitert. Das Plakat ist in der freimaurerischen Blau/Rot-Symbolik gehalten.

Dead Broke

Bei der Verhaftung stellt sich heraus, dass Bobby ein ganz übler Dämon ist, der sogar ein ganzes Haus zum Zerfall bringt. Er lässt sich allerdings ohne Widerstand abführen, weil er nur so zu den fehlenden Artefakten in der himmlischen Asservatenkammer gelangt. Dort stellt sich ein kugelförmiges Artefakt als Spezialbombe heraus, welche das R.I.P.D. lahm legt, und schon können er und seine Leute den Laden leer räumen. Eine von Bobbys Kumpanen hat übrigens ein ziemlich ausgebranntes Horusauge.

Horuslady

Die Bande entkommt und in den Straßen von Boston werden bei der anschließenden Schießerei einige tote Cops getötet. Ja, auch Tote können sterben. Doch die Zeit für Action ist sehr knapp, also geht es per Verfolgungsjagd weiter. Auf dem Weg zum Commonwealth Building gibt es noch eine 33…

33 Boston

…und auf dem Dach des Zielortes die dazugehörigen Farben der Freimaurergrade.

Boston Blau Rot

Der Obelisk nimmt dort langsam Gestalt an…

Goldständer

…und sein Kernstück ist ein X.

X-Stein

Aber eine Zutat fehlt noch. Um das Höllentor zu aktivieren braucht es das Blut einer Jungfrau. Nicks Freundin Julia ist das perfekte Menschenopfer.

Blutopfer

Als sich das Hellgate komplett öffnet, macht Bobby die passende Geste, um die Toten zu begrüßen.

Bobby Baphomet

So viel Zum Thema, dass Obelisken Energieleiter sind…

Obeliskenblitz_1

Obeliskenblitz_2

Selbstverständlich gelingt es Roy, den Obelisk zu zerstören. Nick befördert indes Bobby ins Jenseits vom Jenseits. Als Belohnung bekommt er einen Moment mit Julia, die ihn während einer Nahtoderfahrung so sehen kann, wie er einst war. Roy bekommt hingegen nur einen neuen Hut. Aber immerhin darf er sein Blondinen-Outfit behalten, während Nick eine neue Identität als Mädchen mit Zahnspange bekommt. Und wo sie schon gestorben sind, da sterben sie noch heute.

Fazit: R.I.P.D. ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Lachnummer. Und das ist schon die positive Seite. Denn neben einigen guten Gags bietet der Film sonst nur Okkultismus pur. Obelisken, die Türen zur Totenwelt öffnen und Untote, die sich in Dämonen verwandeln – das ist die Kernaussage des Films.

28_Boston Hellgates

Event Horizon – Am Rande der Hölle

von Shinzon

Die „Event Horizon“ (zu Deutsch „Ereignishorizont“) ist ein experimentelles Raumschiff mit einem Interdimensionsantrieb, welches im Jahre 2040 auf seinem ersten Testflug nach Proxima Centauri spurlos verschwindet. Sieben Jahre später taucht das Schiff im Neptun-Orbit wieder auf. Bereits das Äußere der Event Horizon lässt wenig Gutes erahnen. Das Design ist obergruslig und übertrifft jedes Geisterhaus.

Event Horizon_2

Das Fenster der Hauptbrücke ist ein Sonnenkreuz, vor welchem gleich zu Beginn eine gefriergetrocknete Leiche wie ein gekreuzigter Jesus vorbeischwebt.

Event Kreuzigung

Das Raumschiff Lewis & Clark (wohl eine Anspielung auf „Superman“) bricht von der Erde zu einer Bergungsmission auf. Mit an Bord ist Dr. Weir (Sam Neill), der Konstrukteur des Interdimensionsantriebs. Während der Reise träumt Weir im Gravitationstank von seiner verstorben Frau, was sich später noch als wichtig für den Handlungsverlauf herausstellen wird.

Kaum an Bord der Event Horizon angekommen, merkt die Besatzung der Lewis & Clark, dass etwas an diesem Schiff unheimlich ist. Am gruseligsten ist dabei nicht nur die Tatsache, dass die gesamte Crew des Schiffs unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen ist, sondern auch der Interdimensionsantrieb. Dieser rotiert in einer dunklen Kammer mit gigantischen Stacheln, die an Schaschlikspieße erinnern.

Event Horizon Antrieb

Auf der Antriebskugel befinden sich achtzackige Sterne, welche eine Abstraktion des Ištar-Sterns sind.

Event Ištar-Stern_1

Event Ištar-Stern_2

Das unglückselige Crewmitglied Justin (Jack Nosewothy) wird Zeuge, wie sich die Kugel im Zentrum des Antriebs in ein Dimensionstor verwandelt. Als er leichtsinnig hineingreift, wird er auf die andere Seite gezogen.

Event Hellgate_2

Was immer er dort gesehen hat, traumatisiert ihn so stark, dass er für die nächste Stunde im Wachkoma liegt. Der Rest der Crew bekommt indessen eine Ahnung davon, mit was Justin in der anderen Welt konfrontiert wurde. Das Schiff strahlt heftige Biosignale aus als ob etwas von ihm Besitz ergriffen hätte. Es lebt auf eine gewisse Weise und lässt die Besatzung grauenhafte Bilder sehen. Es bedient sich dabei der Urängste der jeweiligen Person, kann also per Telepathie in ihre Köpfe schauen.

Dabei sind die Leute von der Lewis & Clark nicht die ersten, denen dieser Horror widerfährt. Schon bald erfahren sie, warum die Crew der Event Horizon in Fleischfetzen von den Wänden hängt. In den Wahnsinn getrieben haben sie sich selbst in einer Massenorgie zerfleischt. Und es kommt noch schlimmer: Der Funkspruch, der auf Latein die Botschaft „Rette mich!“ mitzuteilen schien, bedeutet vollständig „Rettet euch selbst vor der Hölle!“

Diesem Rat kommt Justin bei einem Selbstmordversuch in der Luftschleuse nach. „Wenn ihr gesehen hättet, was ich gesehen habe, dann würdet ihr genauso…“ sind seine letzten Worte, bevor er die Schleuse öffnet. Erst danach scheint er aus seiner Trance zu erwachen und erkennt, was ihm nun blüht. Es gelingt Captain Miller (Laurence Fishburne) zwar, ihn zu retten, doch Justin ist durch die eisige Neptunatmosphäre so stark verletzt, dass sie ihn nur noch in einen Tank stecken und das Beste hoffen können.

Justins Escape

Während die Besatzung der Lewis & Clark immer schlimmeren Bildern ausgesetzt ist und ihr eigenes Schiff repariert, um schleunigst abzuhauen, geht Dr. Weir seinen eigenen Weg. Dieser führt ihn in den Antriebskern, wo er seiner toten Frau begegnet. Einmal mehr muss er miterleben, wie sie Selbstmord begeht und er ihr nicht helfen kann. Doch die Präsenz aus der anderen Dimension gaukelt ihm vor, dass er in der Hölle wieder mit ihr vereint sein kann.

Event Suizid

Von einer Mischung aus Wahnsinn und Hoffnung getrieben, reißt sich Weir die Augen aus und sprengt anschließend die Lewis & Clark in die Luft.

Eye Catcher

Während Smith (Sean Pertwee) an Bord stirbt, wird Cooper (Richard T. Jones) ins All geschleudert. Allerdings kann er seinen Lufttank als Jetpack nutzen, um zurückzukehren. Er kann sich glücklich schätzen, denn er wird zu einem der wenigen Überlebenden der Mission gehören.

D.J. (Jason Isaacs) hat da schon weniger Glück. Er wird von Dr. Weir in der Krankenstation angegriffen, wobei Weir übermenschliche Kräfte demonstriert. Er ist offensichtlich von Dämonen besessen und verwandelt D.J.s Körper in ein grausiges Kunstwerk, das Clive Barker alle Ehre machen würde. Um das schaurige Ambiente abzurunden, beschmiert Weir die Krankenstation mit satanischen Zeichen.

Clive Barker Show_1

Auf der Brücke lauert er schließlich Captain Miller auf. Als dieser ihn fragt, was er mit seinen Augen gemacht hat, antwortet Weir: „Wo wir hingehen, brauchen wir keine Augen, um zu sehen.“ Das stimmt auf eine erschreckende Art und Weise, denn wie in einem Alptraum kann man die Augen nicht vor einem Horror verschließen, der im Kopf stattfindet.

In letzter Sekunde rettet Cooper seinen Captain und Lt. Starck (Joely Richardson) vor Weir, als er vor das Brückenfenster kracht und damit Weir ablenkt. Als dieser das Fenster zerschießt, wird er hinausgesaugt, während sich Miller, Starck und Cooper retten können.

Die drei Überlebenden machen sich bereit, den von Weir aktivierten Antrieb von der Kommandosektion des Schiffes zu trennen, um nicht wie die Vorgängercrew der Event Horizon in der anderen Dimension zu enden. Kurz bevor Miller die Antriebssektion absprengen kann, wird er von der Manifestation eines längst verstorbenen Kameraden heimgesucht und muss sich vor einer Feuerwand in den Antriebsbereich retten.

Dort trifft er abermals auf Weir, den das Schiff zurückgeholt hat und der zudem seine Augen wieder im Schädel hat.

Weir possessed

Der Doktor meint, dass das Schiff sie nicht gehen lassen wird und zeigt Captain Miller weitere Visionen der Hölle. Im Film laufen die Bilder derart schnell ab, dass man kaum etwas mitbekommt. Erst in Zeitlupe offenbart sich der wahre Alptraum, der abermals der Phantasie eines Clive Barker entsprungen sein könnte. Wer schwache Nerven hat, sollte sich die Standbilder ersparen.

Clive Barker Show_2

Bevor der Interdimensionsantrieb das Schiff wieder in die Hölle schickt, opfert sich Miller selbst und sprengt die Verbindung zur Kommandosektion. Die Antriebssektion verschwindet derweil in einem Wurmloch. Durch Millers Opfer gelingt zumindest Starck, Cooper und Justin die Flucht.

Event Hellgate_3

Fazit: „Event Horizont“ gehört zu den eindrucksvollsten und in Zeitlupe betrachtet auch zu den abartigsten Horrorfilmen aller Zeiten. Dabei nimmt der Film, welcher 1997 in die Kinos kam, einen Großteil der Handlung des PC-Spiels „Doom³“ vorweg. Durch Teleportationsexperimente wird nicht nur Zeit und Raum überbrückt, sondern ein Tor in eine andere Dimension geöffnet, die sich als Hölle entpuppt. Der besessene Dr. Weir erinnert sogar stark an den Antagonisten Dr. Malcom Betruger. „Event Horizon“ hält sich damit näher am Computerspiel als die „Doom³“-Verfilmung von Uwe Boll.

Die Hölle in „Event Horizont“ strahlt dabei eine Mischung aus Horror und Faszination aus. Freilich ist der Streifen hochgradig okkult, aber er ist auch eine Warnung vor dem Spiel mit dem Feuer. Was, wenn es der Menschheit irgendwann tatsächlich gelingt, durch andere Dimensionen zu reisen, die von nicht gerade wohlwollenden Wesen wie z.B. den Grey bevölkert sind? Wobei diese Wesen es allerdings auch ohne menschliche Hilfe schaffen, einen Übergang in unsere Welt zu öffnen.

Chroniken der Unterwelt – City of Skull and Bones

von Shinzon

„Chroniken der Unterwelt“ basiert auf der „City of Bones“-Romanserie von Cassandra Clare. Ähnlich der „Harry Potter“-Reihe von Joanne K. Rowling geht es auch in dieser Romanverfilmung um eine verborgene Welt des Okkultismus, in die die Hauptperson scheinbar durch Zufall hineinstolpert. Die Parallelen zwischen beiden Werken sind dabei ebenso offensichtlich wie deren satanistische Tendenzen.

Wie im Himmel so auf Erden...

Wie im Himmel so auf Erden…

Statt mit einem kindlichen Zauberlehrling beginnt „Chroniken der Unterwelt“ mit einer jugendlichen Schattenjägerin. Allerdings weiß Clary Fray (Lily Collins) ebenso wie Harry Potter noch nicht, wer ihre Eltern wirklich sind. Im Haus ihrer leiblichen Mutter (Lena Headey), deren Mann im Krieg gefallen sein soll, beginnt Clary aus einem inneren Antrieb heraus, okkulte Symbole zu zeichnen. Gleich in der ersten Szene schmiert sie ein umgedrehtes Pentagramm an ihren Badezimmerspiegel.

Den Abend ihres 16. Geburtstags verbringt sie mit ihrem Freund Simon Lewis (Robert Sheehan) in einem Club namens „Pandemonium“. Das „DEMON“ ist dabei absichtlich hervorgehoben, denn in dieser Spelunke begegnet Clary ihrem ersten Dämon.

PanDämonium

Wie bereits die geheimen Zeichen am Eingang kann nur sie sehen, wie der Dämon mitten in der Menschenmenge von Schattenjägern niedergemetzelt wird. Eine der Schattengestalten benutzt dabei eine Schlangenkette, die ein Eigenleben zu besitzen scheint. Die Bruderschaft der Schlange lässt grüßen.

Schlangenarmband

Der Film weicht nebenbei bemerkt bereits in dieser Szene von der Romanvorlage ab, in der alles in einem Hinterzimmer stattfindet. Diese Kritik soll sich jedoch auf die Verfilmung konzentrieren. In dieser offenbart sich Clary viel eher, dass mit ihrem Leben etwas nicht stimmt. Denn als sie am nächsten Morgen aufwacht, ist ihr Zimmer mit Teufelsrunen geschmückt. Sie hat die Kreide noch in der Hand, weiß aber nicht, wie ihr geschehen ist. Es scheint fast so, als wäre sie nunmehr selbst von einem Dämon besessen.

Runen Zimmer

Hilfesuchend wendet Clary sich an Simon. Er meint, die Situation erinnere ihn an den Film „Unheimliche Begegnung der 3. Art“, in dem eine Frau ebenfalls aus einem unerklärlichen Antrieb heraus dutzende Bilder vom Devil’s Mountain zeichnet. Es ist wohl kein Zufall, dass hier eine Parallele zwischen den Grey-Aliens und Dämonen gezogen wird. Eine Parallele, die so häufig ist wie Kruzifixe in der Kirche.

In dieser extrem wichtigen Szene begegnet Clary der mysteriöse blonde Schattenjäger Jace Wayland (Jamie C. Bower) wieder, den nur sie sehen kann. In Anbetracht der Tatsache, dass laut diversen Berichten die extradimensionalen Grey an der Erschaffung einer blonden Hybridrasse arbeiten, soll hier wohl angedeutet werden, dass diese sich unerkannt unter den Menschen bewegen können.

Clary stellt den Unsichtbaren zur Rede, erhält jedoch zunächst nur einige Andeutungen statt Antworten. Indessen wird ihre Mutter daheim angegriffen und entführt. Als Clary nach Hause kommt, ist die Wohnung zertrümmert und der Kampfhund der Einbrecher erwartet sie. Dieser entpuppt sich als Dämon, den sie schließlich mit einer Gasexplosion in die Luft sprengt. Allerdings fließen die Fleischfetzen wieder zusammen, was stark an den T-1000 aus „Terminator 2“ erinnert.

In letzter Sekunde eilt Jace ihr zu Hilfe und erledigt den Dämon mit seinem magischen Schwert. Er bringt sie und Simon, dem sie unterwegs begegnen, zum Hauptquartier der Schattenjäger. Dieses sieht für Normalbürger wie eine Ruine aus, aber Jace und Clary erkennen die Kathedrale in ihrer vollen Pracht. Dumm nur, dass auch diese Szene aus einem anderen Film geklaut ist. Nämlich aus „Shadow und der Fluch des Khan“, der ebenfalls in New York spielt.

Rune Tor

Die Welt der Schattenjäger ist wenig überwältigend und erinnert an „Constantine“. Der Unterschied liegt lediglich in der kruden Mystik. Die Schattenjäger werden als solche geboren oder erschaffen, indem Menschen aus einem magischen Gral des Erzengels Raziel trinken. Die Suche nach dem heiligen Gral wird dabei noch von zentraler Bedeutung für den weiteren Handlungsverlauf sein und um die Parallelen zur Gralslegende noch zu steigern, findet sich auf der Truhe des Bechers eine Fleur de Lys.

Beim Erzengel Raziel scheint es sich indessen eher um einen gefallenen Engel zu handeln, denn sein Zeichen ist die allgegenwärtige Rune in Form eines Baphometkopfes. Dieses satanische Symbol dominiert sowohl die Buchreihe als auf den Film.

Gefallener Engel Raziel

Auch sonst schmücken sich die Schattenjäger mit allerhand magischen Runen, was so gar nicht zu ihrer Rolle als angebliche Halbengel im Auftrag des Guten passen will. In einer späteren Szene werden sie gar als „Kinder der Nephilim“ bezeichnet. Sie sind also Nachfahren von Halbgöttern, die laut den Apokryphen von großer Boshaftigkeit waren.

Jace mit Wolfsangel auf dem Rücken.

Jace mit Wolfsangel auf dem Rücken.

Es sollte daher nicht verwundern, dass einer der ihren, ein gewisser Valentin Morgenstern (Jonathan Rhys Meyers), der dunklen Seite der Macht verfallen ist. Er trachtet nach dem heiligen Kelch, um mit ihm eine Herrenrasse von Schattenjägern zu erschaffen. Hier kann eine Parallele zu Dan Browns „Sakrileg“ gezogen werden, demnach der heilige Gral in Wirklichkeit der Schoß von Maria Magdalena war, mit der Jesus wohl tatsächlich Nachkommen gehabt haben könnte. Halten wir also fest, dass es in „Chroniken der Unterwelt“ um transhumanistische Genetik geht, was zu den bereits erwähnten Anspielungen auf die Grey passt.

An Valentin Morgenstern ist aber noch etwas anderes interessant. Nämlich der Nachname. Der Morgenstern ist die Venus, welche in der okkulten Astrologie Luzifer darstellt. Wie Luzifer ist Valentin ein Gefallener, der zuvor auf der Seite Gottes stand und nunmehr seine eigenen egoistischen Ziele verfolgt. Er beschwört und kontrolliert zudem Dämonen, die er für seine Zwecke arbeiten lässt.

Allerdings spielt er noch eine weitere Rolle, die sich später noch herausstellen soll. Zunächst einmal muss Clary jedoch ihre Gedächtnisblockade entfernen. Es ist bereits offensichtlich, dass ihre Mutter eine Schattenjägerin ist, doch warum hat sie das vor ihr geheim gehalten? Und vor allem wie?

Es stellt sich heraus, dass Clarys Mutter seit ihrer frühsten Kindheit regelmäßig mit ihr zu einem Magier namens Magnus Bane (Godfrey Gao) gegangen ist, um ihr die Erinnerungen zu nehmen. Das ist eine dermaßen unverhohlene Anspielung auf Mind Control, dass es sogar unbedarften Zuschauern auffallen muss. Zudem zeigt der Löwenkopf an der Tür zu Banes Pornobude, dass es sich um eine satanistische Loge handelt.

Wir finden hier sämtliche Anzeichen, die von Opfern rituellen Missbrauchs geschildert werden. Clary wächst in einer Satanistenfamilie auf. Ihr Zimmer ist mit Totenschädeln, Drachenfiguren und ähnlich okkultem Krempel angefüllt. Sie wurde von klein an regelmäßig in einen sexuell anrüchigen Tempel verschleppt und dort magischen Ritualen unterzogen.

Die Traumata führten schließlich zur einer multiplen Persönlichkeitsspaltung, weshalb sie sich auch nicht daran erinnern konnte, über Nacht hunderte Runen gezeichnet zu haben. Zudem konnte sie ihre traumatischen Erfahrungen als Hirnwäscheopfer auf diese Weise tief in ihrem Innersten vergraben.

Der erste Film der Reihe stellt ihre Initiation in die okkulte Bruderschaft dar, welche nicht zufällig mit ihrem 16. Geburtstag beginnt. Eines der Initiationsrituale findet auf einem Friedhof statt. Sie wird von finsteren Kapuzenträgern in eine Gruft geführt, wo sie in einen Kreis treten muss, in dessen Zentrum sich ein allsehendes Auge befindet. Doch dies ist nur eine Station auf ihrem Weg, an dessen Ende sie in den Stand einer vollwertigen Schattenjägerin bzw. satanistischen Hohepriesterin erhoben wird.

Grim Reaper Ritual

Auge im Kreis

Es ist fraglich, ob die Schauspielerin Lily Collins selbst ein derartiges Martyrium durchleben musste. Als Tochter von Phil Collins wuchs sie jedenfalls direkt in die Pop-Okkultur hinein, moderierte bereits auf dem freimaurerisch kontrollierten US-Sender Nickelodeon und spielte in Filmen wie „Atemlos“ und „Priest“ mit, die ebenfalls nur so von Freimaurersymbolen und -ideen strotzen.

Nickelodeon

Doch zurück zum Film. In diesem okkulten Machwerk darf natürlich auch die Esoterik nicht zu kurz kommen. Clarys Nachbarin ist daher eine Hexe, die ihr Geld als Wahrsagerin verdient. Für ihren Job bekam sie von Clarys Mutter Jocelyn einst ein paar Tarotkarten geschenkt, womit die Nähe der Satanisten zu den luziferischen Esoterikern verdeutlicht wird.

City of Tarot

Als Clary herausfindet, dass ihre Mom den heiligen Gral in einer der Karten versteckt hat und diesen aus dem Bild zieht, verwandelt sich die alte Gewitterhexe nicht ganz überraschend in einen Dämon. Das kommt davon, wenn man zu viel mit Tarotkarten und Ouijaboards spielt.

Nachdem wir nun schon genügend Dämonen hatten, wird Clarys Freund Simon zu allem Überfluss von Vampiren entführt und zum Trocknen aufgehängt. Das Quälen von nahe stehenden Personen ist eine typische Hirnwäschemethode, die im Satanismus gerne angewendet wird. Normalerweise eignen sich Geschwister, insbesondere Zwillinge, am Besten dafür. Hier muss ein enger Freund herhalten, was jedoch nichts am Kern der Sache ändert. Ungewöhnlich ist nur, dass es Clary gelingt, Simon zu retten.

Hangman Ritual

Der Vampirplot an sich ist vollkommen überflüssig, ebenso das Eingreifen der Werwölfe im großen Finale. „Die Werwölfe kommen uns zu Hilfe. Wer hätte das gedacht?“ Ganz einfach: Jeder der die „Twilight“-Saga gesehen bzw. gelesen hat. Es kommt der Verdacht auf, dass sich die Autorin Cassandra Clare hier schamlos bei Stephanie Meyer bedient hat, um an deren Erfolg anzuknüpfen.

Die nächste gestohlene Idee wartet jedoch schon in den Startlöchern. Es stellt sich nämlich heraus, dass der gefallene Engel Valentin Clarys Erzeuger ist. „Ich bin dein Vater, Luke!“ Mal ehrlich: niemand hat etwas gegen eine kleine Hommage, wenn diese als solche erkennbar ist. Doch „Chroniken der Unterwelt“ setzt sich nahezu ausschließlich aus geklauten Szenen großer Filmklassiker zusammen.

Der Gipfel ist spätestens dann erreicht, als Clary herausfindet, dass sie noch einen Bruder hat und dieser Jace ist, den sie kurz zuvor noch geküsst hat. Luke und Leia Skywalker in vertauschten Rollen! Der Unterschied besteht jedoch darin, dass Jace und Clary die Wahrheit ablehnen und weiterhin füreinander schmachten. Was soll das denn werden? Ein Inzestdrama? Zumindest wäre das für eine Satanistenfamilie nicht ungewöhnlich.

Kommen wir jedoch noch einmal zu den Urheberrechtsverletzungen zurück. Denn geklaut wird nicht nur bei „Star Wars“, sondern auch bei „Stargate“. Ein selbiges befindet sich nämlich nicht nur unter dem Cheyenne Mountain, sondern auch in der Schattenjägerkathedrale in New York. Man hat sich nicht einmal die Mühe gemacht, einen eigenen Wurmlocheffekt zu kreieren, sondern einfach den Wassereffekt aus der Science Fiction-Saga übernommen. Das ist wirklich mehr als armselig.

Teuflisches Stargate

Teuflisches Stargate_2

Da nützt es auch nichts, dass das Stargate in „Chroniken der Unterwelt“ eher einem Höllentor gleicht. Immerhin kommen in der Serie auch Grey, Reptiloide und von Schlangenwesen besessene Menschen aus dem Wurmloch heraus. Im Abklatsch ist es halt der gefallene Engel Luzifer, was nicht wirklich einen Unterschied macht.

Valentin wurde indes vom Verräter Hodge Starkweather (Jared Harris) rein gelassen. Logisch, es muss ja immer einen Verräter geben. Das ist ebenso kreativ wie die Erkenntnis, dass Hodge von Valentin hintergangen wird. Dieser schickt sich nämlich gleich nach seiner Ankunft an, ein Pentagramm aus Schwertern und Lanzen in den Boden zu rammen und damit Dämonen heraufzubeschwören. Fehlen eigentlich nur noch schwarze Kerzen.

Im Übrigen, wer immer noch glaubt, dass Pentagramme ein Schutzzauber sind, weil dieser Unsinn in Tim Burtons hochgradig okkultem „Sleepy Hollow“ gelehrt wird, dem ist nicht mehr zu helfen!

Die Dämonen erscheinen als Krähen und werden in dieser Gestalt schließlich von der Schattenjägerin Isabelle Lightwood (Jemima West) mit einem Flammenwerfer abgefackelt. Inzwischen sollte es schon niemanden mehr überraschen, dass es eine ähnliche Szene mit Zombiekrähen bereits in „Resident Evil – Extinction“ gab.

Nach dem wenig kreativen Effektfeuerwerk stößt Clary ihren Vater ins Stargate zurück, der natürlich wiederkommt, um dann abermals zu verschwinden, als Jace das Höllentor zerstört. Der Spuk ist vorbei, der Film kurz darauf auch und darüber kann man nur verdammt froh sein.

Fazit: „Chroniken der Unterwelt“ kann man schon fast nicht mehr als eigenständigen Film bezeichnen, sondern eher als Best Of großer Klassiker. Was bei „Scary Movie“ als Satire durchaus noch funktioniert, muss bei einem Film mit Eigenständigkeitsanspruch zwangsläufig scheitern. Zudem weicht der Film erheblich von der Buchvorlage ab, das Ende ist gar ein völlig anderes.

Wirklich bedenklich ist die Hintergrundgeschichte der Hauptrolle Clary Fray. Diese enthält derart massive Elemente aus Schilderungen von Satanismusopfern, dass es wirklich nicht mehr schön ist. Kinder sollte man von diesem Film möglichst fern halten. Als ich im Kino war, saßen in der Reihe vor mir ein paar kleine Mädchen, von denen sich zweie übergeben mussten und vorzeitig den Saal verlassen haben. Hoffentlich überlegen sich deren Eltern in Zukunft zweimal, ob sie ihren Kindern Geld für solch abartigen Satanistenschund geben.

Pacific Rim – Klonzillas greifen an!

von Shinzon

Der erste Gedanke, der einem zu „Pacific Rim“ kommt, lautet wohl: „Nicht schon wieder ein Invasionsfilm!“ Zumal so kurz nach dem Angriff der Kryptoniden in „Man of Steel“. Dennoch weiß „Pacific Rim“ zu überraschen, indem der Film recht ungewöhnliche Wege geht.

Die gigantischen Aliens, die die Erde attackieren, erinnern stark an die Monster aus diversen Godzilla-Filmen und auch die irdische Gegenwehr kann sich nur ein Japaner ausgedacht haben, da die total auf Riesenroboter abfahren. Natürlich kamen Riesenroboter ebenfalls schon im ein oder anderen Godzilla-Spektakel vor. Bestärkt wird dieses japanische Flair durch die Benennung der Monster in Kaijus sowie den Charakter der Mako Mori (Rinko Kikuchi).

Toter Kaiju

Der Film beginnt mit einer kleinen Rückblende, in welcher die ersten beiden Angriffe auf San Francisco und Manila gezeigt werden. Bei Ersterem wird wieder einmal die Golden Gate Bridge zerlegt. Diese Brücke wurde in den letzten Jahren derart häufig durch überwiegend außerirdische Einflüsse in Filmen zerstört, dass sich darüber schon fast ein eigener Artikel lohnt.

Golden Gate Crash

Golden Gate Crash_4

Bei einem solchen Angriff kommt es natürlich zu einer kräftigen Bevölkerungsreduktion. Allein bei der ersten Attacke eines Kaiju sterben über 10 Millionen Menschen. Um gegen die außerirdische Bedrohung zu bestehen, müssen alle Nationen ihre Feindseligkeiten beiseite legen und zusammenarbeiten. Hier wird wieder einmal auf die finale Geburt der neuen Weltordnung angespielt, was stark an die Reden des ehemaligen US-Präsidenten Ronald Reagan (1911-2004) vor der UN erinnert. Mehrmals sprach er davon, wie schnell unsere Differenzen verschwinden würden, wenn wir einer außerirdischen Bedrohung gegenüber stünden.

In dieser Hinsicht ist der Film am bedenklichsten, denn den Schutz müsste zwangsläufig das Militär übernehmen, was zu einer Militarisierung der Gesellschaft und im schlimmsten Falle sogar zu einer globalen Militärdiktatur führen würde. In „Pacific Rim“ tritt das traditionelle Militär in Form von Soldaten, Panzern und Kampfjets allerdings weniger in Erscheinung, was im Vergleich zu Propagandawerken wie „World Invasion: Battle Los Angeles“ (US-Army) oder „Battleship“ (US-Navy) noch angenehm auffällt. Dennoch ist die Präsenz des Militärs spürbar, denn die Kampfroboter gehören schließlich keiner Zivilbehörde.

Da Logo der globalen Militärjunta besteht selbstverständlich aus Freimaurersymbolen. Es zeigt einen Adler in einem Hexagon. Anwendung findet es u.a. auf großflächigen Propagandaplakaten.

Together Hexagramm

Hinzu kommt die geflügelte Sonne, welche seit jeher bei den Luftstreitkräften üblich ist. Dieses Symbol, mit einem zusätzlichen Pentagramm in der Mitte, findet sich gleich im Vorspann.

Geflügeltes Pentagramm

Im Zentrum der Handlung steht Raleigh Becket (Charlie Hunnam), welcher zusammen mit seinem Zwillingsbruder einen Kampfroboter steuert. Die Riesenroboter können nur zu zweit gesteuert werden, weil ein einzelner Pilot Gefahr läuft, dabei seine Synapsen zu grillen. Zwillinge eignen sich dabei besonders gut, da die Kampfmaschinen mittels einer telepathischen Brücke – dem Drift – gesteuert werden.

Die telepathische Steuerung ist hoch interessant, da an einer solchen tatsächlich schon gearbeitet wird. Es ist Forschern bereits gelungen, dass Probanden mittels Hirnstrommessungen Mauszeiger auf einem Bildschirm telepathisch bewegen konnten. Demnächst könnten die ersten einfachen Computerspiele auf dieser Basis funktionieren. Die Steuerung von Militärgerät, wie z.B. Kampfjets, dürfte allerdings etwas schwieriger werden. Denn wenn zum Beispiel ein unsicherer Pilot während eines Fluges ans Abstürzen denkt, wäre das fatal, wohingegen der bloße Gedanke daran bei der herkömmlichen Technik nicht gleich am Steuerknüppel umgesetzt wird.

Bedenklich an dieser Technik ist darüber hinaus der Verlust der Gedankenfreiheit. In der Realität arbeitet man ernsthaft an Gedankenlesern, die auf Basis der Hirnaktivität Rückschlüsse auf das Denken der jeweiligen Person ziehen sollen. (Quelle: P.M. Ausgabe 01/2013) Im Film entsteht durch die telepathische Brücke sogar ein direkter Gedankenaustausch zwischen den Piloten, die somit alle Erinnerungen teilen. Privatsphäre gibt es da keine.

Ein weiterer gravierender Nachteil ist, dass Raleigh den Tod seines Bruders aus dessen Sicht miterleben muss. Nach dem verheerenden letzten Einsatz kehrt Raleigh folgerichtig dem Militär den Rücken und arbeitet fortan auf den Baustellen der großen Mauer, die die Kaijus aufhalten sollen. Wie sich bald herausstellt, ist dieses Projekt zum Scheitern verurteilt und Stacker Pentecost (Idris Elba) holt Becket ins Jäger-Programm zurück. Rekrutierung auf niederstem Niveau funktioniert immer.

Symbolhaft ist hierbei zudem die Nummer des Militärhubschraubers, mit dem Becket nach Hong Kong geflogen wird. Es ist die 23, die in der okkulten Numerologie für Zerstörung steht. Und zerstört wird in „Pacific Rim“ reichlich.

23 Helikopter

In Hong Kong lernt Raleigh Mako Mori kennen. Da die beiden Piloten miteinander harmonieren müssen, zieht Raleigh die hübsche Japanerin als Kampfgefährtin vor. Ganz im Gegensatz zu Stacker Pentecost, welcher in ihr eine Tochter sieht und sie daher beschützen will. Dies wird Raleigh zwangsläufig in dem Moment offenbar, in dem er Makos Vergangenheit sieht, in der sie von Stacker vor einem Kaiju gerettet wird. Etwas symbolhaft kommen in dieser Szene die roten Schuhe der kindlichen Mako daher. Diese erinnern zwangsläufig an den Zauberer von Oz.

Makos rote Schuhe

Wie weit die Oz-Programmierung reicht, erkennt man in der vorherigen Szene, in der Stacker Mako erlaubt, als Pilotin einen Kamproboter zu besteigen. Es hat schon fast Ritualcharakter, dass er ihr dabei den roten Schuh überreicht. Er entlässt sie damit aus der Bevormundung.

Roter Schuh

So viel zu der Symbolik. Der Unterhaltungsfaktor ist bei „Pacific Rim“ im Gegensatz zu vergleichbaren Invasionsschlachtplatten definitiv um einiges höher. Es gibt zwar ordentlich auf die Glocke, aber eben nicht nur. Die beiden zankenden Wissenschaftler Dr. Newton Geiszler (Charlie Day) und Dr. Hermann Gottlieb (Burn Gorman) erinnern sogar etwas an die verrücken Wissenschaftler aus der Serie „Eureka“ und sorgen für einige Lacher, aber auch für nützliche Informationen.

Als die beiden sich mit einem Kaiju-Hirn verbinden, erfahren sie, dass die Fremden alle unterschiedliche Aufgaben haben, die einem umgekehrten Terraforming dienen. Weiterhin erkennen sie, dass nur die geklonten Kaiju durch das Dimensionsportal, dem so genannten Breach, reisen können. Diese Erkenntnis rettet letztendlich die Mission der letzten zwei Kampfroboter, die bereits auf dem Weg zum Pazifikgraben sind, in dem das Dimensionstor liegt.

Höllentor im Pazifik

Wenn diese nämlich nicht mit einem Kaiju-Kadaver in den Breach eindringen, würden sie daran abprallen und die Atomreaktoren auf der irdischen Seite zünden. Damit würde die letzte Verteidigungslinie der Erde fallen und die Kaiju dringen bereits in immer kürzeren Abständen und größerer Anzahl in unsere Welt ein.

Natürlich gelingt die Mission und die Explosion auf der anderen Seite des Breachs dürfte den halben Planeten der Kaiju in Stücke gerissen haben. Immerhin wird die Atomexplosion mit dem Reaktor des Dimensionstors kombiniert. Etwas anderes als einen totalen Sieg erwartet man bei einem Invasionsfilm schon gar nicht mehr und wie selbstverständlich überleben die beiden Helden Raleigh und Mako. Nur Stacker darf zusammen mit Chuck Hansen (Robert Kazinsky) den Heldentod sterben.

Die Kaiju und deren Erschaffer sind indes zu aller Schande wieder einmal absolut eindimensional böse. Zudem sind es keine Außerirdischen, sondern Extradimensionale, die der Dämonologie entsprungen zu sein scheinen. Zumal das Dimensionstor im Pazifikgraben mit all der Lava drum herum stark an ein Höllentor erinnert.

Dämonische Eigenschaften haben schon fast Tradition in solchen Filmen, was durchaus passt. Denn glaubwürdige Außerirdische müssten schon mit einer glaubwürdigeren Motivation aufwarten als nur reiner Boshaftigkeit.

Diese lassen die Kaiju zuletzt in Hong Kong aus, was in einer godzillamäßigen Zerstörungsorgie gipfelt. Irrsinnigerweise überlebt der Mafiosi und Kaiju-Artikeldealer Hannibal Chau (Ron Perlman) das Massaker, obwohl er von einem frisch geschlüpften Kaiju-Jungtier richtig gut durchgekaut wurde. Dies kann nur als Schlussgag verstanden werden und tatsächlich kann man sich ein Schmunzeln nicht verkneifen. Allerdings fragt man sich, warum geklonte Kampfmaschinen überhaupt Junge bekommen?

Fazit: „Pacific Rim“ ist einerseits wieder einer dieser Invasionskracher, von denen es in den letzten Jahren definitiv zu viele gab. Zwischen reichlich hirnlosen Filmen wie „Skyline“ und „World Invasion“ fällt er aber dennoch positiv auf. Klar steht die knallharte Action im Vordergrund, aber der Film hat durchaus auch Witz und kreative Ideen.

Positiv fällt ebenfalls die starke Frauenrolle Mako Mori auf, die sich in einer von Männern dominierten Branche durchsetzt. Sie musste zwar als kleines Kind gerettet werden, aber als erwachsene Frau übernimmt sie den Job selbst.

Über die Effekte braucht man ebenfalls nicht lange streiten, die sind nämlich top. Obwohl Godzilla selbst nicht auftaucht, ist „Pacific Rim“ der beste Godzilla-Film aller Zeiten. Auf Gummimonster und Plastikroboter, die durch Miniaturstädte stapfen, legt man nur noch in Japan Wert. Zwar hatte sich schon Roland Emmerich an einem CGI-Godzilla versucht, scheiterte aber kläglich. „Pacific Rim“ ist dagegen ein gepflegter Megamonster-Slasher, der sich gewaschen hat.

Wer wirklich intelligente Unterhaltung erwartet, wird sicherlich enttäuscht werden. Wer dagegen auf prügelnde Monster steht, kommt allemal auf seine Kosten. Immerhin hat der Film sogar etwas Hirn, auch wenn dieses in Ammoniak eingelegt ist.

The Hole – Dämonische Abgründe

von Shinzon

Als Dane (Chris Massoglia) und Lucas (Nathan Gamble) zusammen mit ihrer Mutter Susan (Teri Polo) in die Kleinstadt Bensenville umziehen, entdecken sie im Keller eine fest verriegelte Falltür. Ohne zu überlegen, ob die Schlösser vielleicht eine Berechtigung haben, knacken sie die Tür auf und erforschen gemeinsam mit der Nachbarstochter Julie (Haley Bennett) die gähnende Leere dahinter.

The Hole Hellgate

Und die Leere erforscht die drei. Um genau zu sein, die Ängste der drei. Diese manifestieren sich alsbald und machen Jagd auf die Kiddies. Julie bekommt es mit einer verstorbenen Freundin zu tun, Dane mit einem Abbild seines Vaters, der im Knast sitzt und der kleine Lucas leidet unter Coulrophobie. Der fiese Clown ist dabei von allen Ängsten der fürchterlichste Horror.

The Hole Harlekin

Als Lucas schließlich vom Abbild des Schlägerdaddys ins Loch ohne Boden entführt wird, fasst sein Bruder Dane den Mut, ihm durch dieses Höllentor zu folgen. Er landet in einer Paralleldimension, welche wie der Hasenbau in „Alice im Wunderland“ mit einem Schachbrettboden ausgestattet ist.

The Hole Transdimensional

„The Hole“ zeigt, was es mit dem Wunderland wirklich auf sich hat. Dort wohnen keine lustigen Gestalten, sondern ein fieser Dämon, der sich von der Angst seiner Opfer ernährt und seine Erscheinungsform dementsprechend verändern kann. In seinem natürlichen Zustand ist er jedoch von nebelhafter Gestalt.

Irgendwie gelingt es den Brüdern, aus der Paralleldimension zu fliehen, wobei man hier lieber nicht nach der Sinnhaftigkeit fragt. Es hat bereits keinen Sinn gemacht, dass die beiden das Loch überhaupt erst geöffnet haben und Dane stets alles daran gesetzt hat, dies vor allen Menschen zu verbergen, die ihnen hätten helfen können. Aber egal, denn immerhin schaffen es die drei, ihre Ängste zu besiegen und ans Tageslicht zurückzukommen.

Fazit: Noch grusliger als das Loch im Keller sind die vielen Logiklöcher. Gruselstimmung kommt hier und dort zwar auf, ist aber vor allem dem fiesen Clown geschuldet. Menschen mit Coulrophobie werden den Film daher unheimlicher finden, als der Durchschnittszuschauer.

Die Monster Uni – Dämonen auf der Schulbank

von Shinzon

Da vor dem Hauptfilm der Vorfilm „Der blaue Regenschirm“ läuft, kritisieren wir dementsprechend auch erst den Vorfilm. Dieser ist der wohl Unsinnigste, den Pixar je vom Stapel gelassen hat. Doch die dünne Story ist nicht das einzig Ärgerliche daran.

Bereits der Titel verrät, dass im Zentrum ein Freimaurersymbol steht. Der blaue Regenschirm (der Freimaurer) sticht aus der Masse von schwarzen Regenschirmen (wir normalen Menschen) hervor und wird von einem roten Regenschirm verführt. Um jedoch an sein Ziel zu gelangen, muss der blaue Regenschirm einiges über sich ergehen lassen.

Fassen wir kurz zusammen: Wir hätten da den Regenschirm, die typische Blau/Rot-Symbolik und natürlich die Frau in Rot.

Der blaue Freimaurerschirm

Kommen wir nun zum Hauptfilm. Dieser erzählt die Vorgeschichte zu „Die Monster AG“. Der Plot ist daher recht ähnlich. In einer Paralleldimension leben Dämonen, die Kindern in unserer Welt das Fürchten lehren, um deren Angstenergie abzusaugen. Im Bonusmaterial der „Monster AG“-DVD wird darüber hinaus zugegeben, dass entsprechend der Art der Energiegewinnung alle Geräusche von Geräten und Autos der Monsterwelt verzerrte Kinderschreie sind.

Monsterpyramide

Eigentlich ziemlich pervers, wenn man’s genau nimmt. Denn wie in der Dokumentation „Höllenleben“ deutlich wird, misshandeln und töten Satanisten tatsächlich kleine Kinder, weil sie glauben, mit der dabei freigesetzten Energie arbeiten zu können. Wenn man dann noch die okkulten und pädophilen Abgründe des Disney-Konzerns berücksichtigt, ist die Story der beiden Filme umso erschreckender.

Dabei braucht es nicht einmal viel Phantasie, um in den Monstern Dämonen zu sehen. Rund die Hälfte aller Schauergestalten haben Teufelshörner und auf der Jacke eines Studenten prangt unübersehbar eine 66.

Monster Uni 66

Diverse Pyramiden und Pentagramme fallen ebenfalls auf.

Monster Uni Pyramide

Doch zurück zur Handlung. Nachdem der einäugige Mike Glotzkowski als Kind einen Schulausflug in die Monster AG mitgemacht hat, wünscht er sich nichts sehnlicher als Erschrecker zu werden. Jahre später ist er überglücklich, ein Studium an der Monster Uni beginnen zu können. Deren Logo ist übrigens aus dem realen Leben abgeschaut.

Monster Unipass

VIZ Evil Eye

Glotzkowskis Zimmergenosse und anfänglicher Freund Randall entwickelt sich im Laufe des Films zu seinem Erzfeind, während sein späterer Freund Sullivan zu Beginn als spöttischer Konkurrent auftritt. Zumindest was die Charakterentwicklung angeht, haben sich die Drehbuchschreiber durchaus Mühe gegeben.

Neben den bekannten Charakteren gibt es natürlich noch eine Menge neuer Monster. Darunter die finstere Dekanin Hardscrabble, die Glotzkowski und Sullivan aus dem Schreckerkurs schmeißt, nachdem die beiden ihre Schrecktrophäe bei einer Kabbelei zerstört haben. Es bleibt den beiden nichts anderes übrig, als einige der uninteressanteren Fächer zu belegen.

Monster Uni Dekanin_1

Drachenschuppenmuster auf dem Boden

Drachenschuppenmuster auf dem Boden

Zumindest bis die beiden von einem Schreckwettbewerb erfahren, bei dem sie sich der Dekanin beweisen wollen. Sie gehen eine Wette mit ihr ein, bei der sie im Falle eines Sieges weiterstudieren dürfen. Dumm nur, dass die Sache einen Haken hat. Glotzkowski und Sullivan müssen für die Teilnahme Mitglied einer Studentenverbindung sein und während Mike als Loser von vornherein nicht akzeptiert wird, fliegt Sulley aus seiner Verbindung raus, nachdem die Dekanin ihn aus dem Kurs geschmissen hat.

Es bleibt den beiden nichts anderes übrig, als sich der Omega Kreischma anzuschließen – der Loser-Verbindung. Deren Sitz befindet sich im Haus von Squishys Mutter, die schon mal unangemeldet in das okkulte Aufnahmeritual der Logenbrüder platzt. Dieses Ritual erinnert natürlich nicht zufällig an das finstere Treiben realer Verbindungen wie Skull and Bones, obgleich die sexuellen Ausschweifungen wegen der Altersfreigabe ausgelassen werden.

OK Aufnahmeritual

Des Weiteren gibt sich das OK-Mitglied Art als New Age-Anhänger aus, der passender Weise in violetten Farben gehalten ist. Da weiß man, was man von New Age zu halten hat. Die Hausnummer der OK-Verbindung ist schlussendlich ebenfalls eine Erwähnung wert. Die Nummer 1419 ergibt, wenn man sie als 14+19 zusammenrechnet, die 33.

Monster Uni 1419

Doch weiter im Text. Dank seiner Kreativität und etwas Glück gelingt es Glotzkowski, die Omega Kreischma zu einer der angesagtesten Verbindungen auf dem Campus aufzubauen. Allerdings nicht ohne den ein oder anderen Rückschlag. Die Einladung zur Party der ROR-Verbindung, bei der Mike und Sulley zuvor abgelehnt wurden, hätten die Loser z.B. ausschlagen sollen, da diese sie gekonnt in eine Falle locken und mit Farbe übergießen. Dies erinnert schon sehr stark an das Schicksal von Stephen Kings „Carrie“. Allerdings fehlen den Monstern Carries telekinetische Fähigkeiten und so müssen sie sich damit abfinden, zum Gespött gemacht zu werden.

Natürlich gelingt es den OK-Studenten durch Witz und Schläue, im Wettbewerb wieder zuzulegen. Den letzten Test gewinnen sie jedoch nur, weil Sullivan den Kreischsimulator manipuliert, bevor Glotzkowski an der Reihe ist. Als Mike dies herausfindet, flüchtet er enttäuscht durch eine Dimensionstür, um sich selbst zu beweisen, dass er Kinder erschrecken kann.

Monster Uni Dimensionstor

Das geht allerdings nach hinten los, denn die Kiddies finden ihn ganz knuddelig. Als Sullivan Mike zu Hilfe eilt, ist obendrein noch die Polizei angerückt und dabei sollte die Dämonenwelt den Erwachsenen doch verborgen bleiben. Als wäre das noch nicht schlimm genug, schaltet die Dekanin die Tür von der anderen Seite aus ab, sodass die beiden Monster in einer ausweglosen Situation gefangen sind.

Zusammen gelingt es ihnen schließlich, den Cops einen derartigen Schrecken einzujagen, dass sich das Dimensionstor von ihrer Seite aus öffnet und die Schreikanister vor Angstenergie überlaufen. Ein Schrecken, der sogar den Rekord von Dekanin Hardscrabble knackt. Die zeigt sich zwar beeindruckt, schmeißt Mike und Sulley aber dennoch von der Uni.

Komisches Ende. Ende? Nicht ganz! Die beiden bewerben sich kurzerhand in der Poststelle der Monster AG und steigen über die Jahre bis zu Erschreckern auf. Musste ja irgendwie so kommen, denn die Fortsetzung ist bereits bekannt.

Monster Uni Schrecker

Fazit: Man kommt nicht umhin, zuzugeben, dass es ein paar nette Gags in „Die Monster Uni“ gibt. Der beste Gag war jedoch die Szene aus dem Trailer, in der Sullivan Glotzkowski in eine Discokugel verwandelt. Und genau diese Szene fehlt im Film!

Darüber hinaus bleibt es immer noch mehr als bedenklich, dass den Kindern Dämonen als lustige Spaßbrüder verkauft werden. Okkultismus ist nämlich alles andere als ein Witz. Ebenso ist es kein Spaß, Menschen Angst einzujagen, wobei der Film in diesem Punkt jedoch versagt. Wirkliche Schockeffekte gibt es zum Glück nicht.

Monster Uni_1