Jupiter Ascending – Genetische Ausbeutung

von Shinzon

Im Bereich Science Fiction gehören die Filme der Wachowski-Geschwister zu den ungewöhnlichsten. So ist „Matrix“, trotz Freimaurersymbolik, geradezu legendär. „Cloud Atlas“ beschäftigte sich indes mit dem Thema der Reinkarnation auf mehreren Erzählebenen. Mit „Jupiter Ascending“ wagen sich Andy und Lana nun in den Weltraum und präsentieren eine Alienwelt, welche sich direkt am Entführungsphänomen orientiert.

Die Handlung dreht sich um Jupiter Jones (Mila Kunis), Tochter eines britischen Astrophysikers und einer russischen Mathematikerin aus St. Petersburg. Mit römischer Mythologie scheinen sich ihre Eltern allerdings nicht auszukennen, denn Jupiter ist eigentlich ein männlicher Name. Es handelt sich genau genommen um den römischen Hauptgott, welcher dem griechischen Zeus entspricht.

Ihren Vater Maximilian (James D’Arcy) lernt Jupiter nicht kennen, denn er wird vor ihrer Geburt bei einem Raubüberfall ermordet. An der Wand hängt in dieser Szene ein Plakat mit einem allsehenden Auge sowie den Zahlen 3 und 6. Die „3“ ist zwar eigentlich ein russisches „Z“, aber da es sich um einen amerikanischen Film handelt, könnte die Zahlensymbolik durchaus beabsichtigt sein. In jedem Falle wären da aber noch das Auge und die 6.

01 Kinoplakat

Die schwangere Mutter Aleksa (Maria Doyle Kennedy) flieht in die USA, wo sie sich ein besseres Leben erhofft. Ganz so, als gäbe es dort kein Verbrechen. Die Überfahrt sowie Jupiters Geburt finden im Licht des Vollmondes statt. Geboren wird die Kleine im Tierkreiszeichen des Löwen, einem königlichen Tier, welches ihren späteren Herrschaftsanspruch unterstreicht. Um die Astrologie mit etwas Zahlenmystik abzurunden, steigt der Jupiter zudem bei 23° im Aszendenten auf.

02 Vollmondfahrt

Laut ihrer Tante ist Jupiter zu Großem bestimmt, aber Jahre später putzt sie zusammen mit ihr die Klos reicher Säcke. Wer Erfolg haben will, muss halt zum Club gehören. Dann kann man sich auch Schachbrettmuster auf dem Scheißhaus leisten.

03 Schachbrettscheißhaus

Ortwechsel. Auf einer hübschen Welt namens Salinta irgendwo in der Milchstraße wurde gerade eine komplette Spezies ausgelöscht. Einige Humanoide vom Herrschergeschlecht der Abrasax schreiten durch die leeren Straßen und bezeichnen den Vorgang als „Ernte“. Damit ist der blaue Sand gemeint, welcher die Überreste der Einwohner dieser Welt darstellt. Das Gespräch der dekadenten Invasoren nimmt einen unangenehmen Verlauf, denn der Erde, die sich im Besitz von Lord Balem (Eddie Redmayne) befindet, könnte bald ein ähnliches Schicksal blühen.

05 Salinta_3

06 Salinta_4

Zurück auf dem blauen Planeten beginnt für Jupiter ein neuer Arbeitstag. Sie erwacht unter dem Regenbogen eines Pink Floyd-Posters. Pink Floyd bieten sich immer an, wenn Regisseure eine Pyramide mit Regenbogen in eine Szene einbauen wollen.

07 Pink Floyd

Jupiter putzt weiter die Häuser von Millionären und betont jeden Tag aufs Neue, wie sehr sie ihr eintöniges Leben hasst. Doch das soll sich schon bald ändern. Die Aliens sind bereits in der Stadt und verfolgen einen der ihren. Die Truppe könnte direkt von einem Gothic-Festival kommen, wobei Cyberpunks und Cyborgs ohnehin zu cool sind, um von dieser Welt zu sein. Aber mal im Ernst, die Wachowskis bedienen sich schon stark bei der schwarzen Szene und bei Star Trek.

08 Cybergothgirl

09 Cyborg

Um die Erde entbrennt indes ein Interessenkonflikt zwischen den drei Geschwistern des Hauses Abrasax. Lord Balem reist daher unverzüglich zu seinem vorgelagerten Außenposten, welcher sich im roten Fleck des Jupiters verbirgt. Ein Sturm scheint zwar nicht der geeignete Ort für eine Basis zu sein, aber zumindest sind die Bilder beeindruckend.

10 Jupiterstation

Balems Adjutant Chicanery Night (Edward Hogg) ist eine Kreuzung zwischen Mensch und Ratte, was durchaus seinem Charakter gerecht wird. Die humanoiden Außerirdischen sind ausgezeichnete Genetiker, die so ziemlich alles mit allem kreuzen. Die meisten Aliens sind daher keine eigenständigen Spezies mit einer Heimatwelt, sondern künstlich gezüchteter Gensalat.

11 Rattenmann

12 Genexperiment

13 Schildkrötenmann

14 Elefantenmann

Dennoch ist die Galaxie auch mit anderen Spezies als den Humanoiden und ihren Schöpfungen bevölkert. Eine wichtige Rolle spielen u.a. die Reptiloiden, deren geflügelte Darstellung durchaus realistisch ist. Tatsächlich soll die Herrscherkaste der Draco Flügel besitzen und damit für die antiken Legenden über Drachen verantwortlich sein. Allerdings dürfte es den Tatsachen widersprechen, dass die Draco hier als Dienerrasse der Humanoiden auftreten.

15 Drei Alienrassen

17 Reptiloide_2

Eine weitere Spezies von zentraler Bedeutung sind die Grey. Bei einer Freundin wird Jupiter Zeugin, wie diese von kleinen Grauen paralysiert und untersucht wird. Die Wesen besitzen die Gabe, sich unsichtbar zu machen, was im Film als Tarntechnologie dargestellt wird. In der Realität wird dagegen oft ein mentaler Mimikry-Effekt beschrieben.

18 Grey Abduction_1

19 Grey Abduction_2

Das ist jedoch keinesfalls die einzige Abweichung. Zum einen bemerken die Aliens Jupiters Anwesenheit erst, nachdem ihr Handy klingelt. Da diese Spezies in der Realität telepathisch ist, hätten sie jede andere Person sofort bemerkt und gleich mit paralysiert. Zum anderen weicht ihre Physiologie erheblich von den realen Vorbildern ab. Die schwarzen Augen sind zu klein, die Münder haben Hasenscharten und sind mit spitzen Zähnen gespickt und die doppelten Ohren sind ebenso Mumpitz wie die nach hinten geknickten Kniegelenke.

20 Grey Fiesling

21 Grey Fieslinge

Die Wachowski-Geschwister und ihre Designabteilung haben sich offensichtlich von realen Entführungsberichten inspirieren lassen und diese dann mit ihrer eigenen Phantasie ausgeschmückt. Die Glaubwürdigkeit scheint dabei keine Rolle zu spielen, denn während die Grey einerseits Jupiters Erinnerungen an das Ereignis löschen, vergessen sie andererseits das Handyfoto, welches sie gemacht hat. Wie können Wesen mit solch großen Köpfen nur so unverschämt blöde sein?

22 Handyfoto

In einer Klinik für Eispenden begegnet Jupiter den Grey unverhofft wieder, die ihr eine DNA-Probe entnehmen und sie daraufhin töten wollen. Welch ungeheurer Zufall, dass sie den Aliens gleich am nächsten Tag nichts ahnend ins Netz geht. Und warum zum Henker betreiben die Grey, welche sich hier eines weiteren Mimikry-Effekts bedienen, eigentlich eine gynäkologische Praxis? Etwa in der Hoffnung, dass von Milliarden Menschen auf diesem Planeten irgendwann einmal ausgerechnet Jupiter hineinspaziert?

23 Doctor Grey

Im letzten Moment wird selbige von einem anderen Außerirdischen gerettet, der sich zuvor schon eine Schlacht mit den Cyberpunks geliefert hat. Caine (Channing Tatum) ist nicht etwa ein Vulkanier, wie die spitzen Ohren vermuten lassen, sondern eine Lykantant. Seine Gene wurden mit denen eines Wolfs gespliced, was ihn zu einer Art Werwolf aus dem Reagenzglas macht.

24 Werwolfspock

Caine erklärt Jupiter, dass die Menschen nicht allein im Universum sind und sie mit ihm mitgehen muss, da die anderen Aliens sie töten wollen. Als die beiden gerade in sein Raumschiff schweben, wird dieses auch schon angegriffen und zerstört. Solche UFO-Sichtungen sind nebenbei bemerkt bereits seit dem Mittelalter bekannt.

25 Gar nicht auffällig

Bei der anschließenden Verfolgungsjagd gibt es erst einmal etwas Schleichwerbung.

26 Schleichwerbung

Außerdem wird bei der Schießerei halb Chicago in Schutt und Asche gelegt. Interessanterweise war Chicago bereits in den „Transformers“-Filmen Angriffsziel von Außerirdischen. Wird hier wieder einmal Predictive Programming betrieben?

27 Chicago Ritual

Alien Hotline

Im Gegensatz zu „Transformers 4“ wird sich in „Jupiter Ascending“ allerdings niemand mehr an das Ereignis erinnern. Die Stadt wird innerhalb nur weniger Stunden wieder aufgebaut und das Gedächtnis der Bewohner gelöscht. Typische „Men in Black“-Methode, aber in diesem Fall ist das wenig glaubwürdig. Zum einen muss es hunderte Tote und tausende Zeugen gegeben haben. So etwas lässt sich schlecht wegdiskutieren. Selbst mit gelöschtem Gedächtnis würde jemand die Opfer vermissen und selbst wenn alle Überwachungsvideos und Satellitenaufzeichnungen gelöscht wären, so würde doch genau dieser Blackout auffallen.

Überhaupt wird hier so getan, als ließen die Außerirdischen die Menschheit in absoluter Unwissenheit. Das stimmt so nicht. Einerseits gab es in der Realität schon genügend Massensichtungen von UFOs und andererseits werden hier die Kontakte der Grey und Co. zum militärisch-industriellen Komplex der USA völlig außer Acht gelassen.

Doch zurück zur Handlung. Caine flieht per Auto mit Jupiter raus aufs Land. Unterwegs eröffnet er ihr, dass er von Titus Abrasax (Douglas Booth) geschickt wurde, doch er gedenkt nicht, Jupiter an ihn auszuliefern. Stattdessen fährt er zu seinem alten Weggefährten Stinger (Sean Bean), dessen Haus ein verdammter freimaurerischer Bienenstock ist.

28 Bienenbude

Jupiter erkennt, dass sie die Bienen kontrollieren kann, woraufhin sie alle nur noch mit „Eure Majestät“ anreden. Und plötzlich ist sie Beeouncy.

29 Bienenkönigin

Über Caine und Stinger gibt es ebenfalls noch einige Details zu erfahren. Beide waren Skyjacker beim Militär und hatten einst Flügel, die man ihnen gestutzt hat. Offensichtlicher hätte man nun wirklich nicht darstellen können, dass es sich bei diesen Außerirdischen um gefallene Engel handelt. Nun ergibt plötzlich auch der Name Caine einen Sinn, handelt es sich doch um eine Abwandlung des biblischen Kain. Dieser war zwar kein Engel, sondern Adams Sohn, aber zweifellos handelte es sich um einen Sünder. Und wie Kain hat auch Caine jemanden umgebracht. Die Narben auf seinem Rücken stellen damit eine Art Kainsmal dar.

30 Gestutzte Flügel

Die beiden Gefallenen stehen selbstverständlich im Dienste der Pyramide.

31 Orange Pyramide

Während sie über Jupiters königliches Blut philosophieren, bekommt diese einen Anruf von ihrem stumpfsinnigen Cousin Vladie (Kick Gurry). Der hat ihren Verdienst für einen HD-TV ausgegeben und wollte nur ein wenig prahlen. Obwohl sie allein königliches Blut hat, trägt im Hause Jones Vladie die Krone. Allerdings nicht auf dem Kopf, sondern an den Fußsohlen. Möglicherweise ist diese Ironie absichtlich, denn immerhin trampelt er auf ihrer Hoheit herum.

32 Fußkrone

Nach dieser Unterbrechung klärt Stinger Jupiter über die wahre Geschichte der Menschheit auf. Diese stammt nicht etwa von der Erde, sondern von einem weit entfernten System. Die Urmenschheit entdeckte die Erde vor etwa einer Milliarde Jahre während der großen Expansion. Das wäre also noch vor dem Kambrium, in dem sich die ersten komplexeren Lebensformen entwickelten. Im Ediacarium fand gerade einmal der Sprung von den Einzellern zu den ersten Mehrzellern statt, womit der Film impliziert, dass das gesamte irdische Leben gentechnisch erschaffen wurde. Das treibt die Panspermie-Theorie etwas zu arg auf die Spitze.

Es wird aber noch abstruser, denn die Erde, die vor einer Milliarde Jahre noch keine für Menschen atembare Atmosphäre hatte, soll damals von einer Spezies namens Saurosapiens bewohnt worden sein. Intelligente Saurier hin oder her, deren Ära begann erst rund 750 Millionen Jahre später. „Jupiter Ascending“ schießt hier weit übers Ziel hinaus und gleitet ins Absurde ab.

Stinger erklärt weiter, dass die Erde seit 100.000 Jahren von Abrasax Industries zur Aussaat benutzt wird. Hier wird der Versuch unternommen, den genetischen Flaschenhals zu erklären, der jedoch in die Zeit vor rund 200.000 Jahren fällt. Im Vergleich liegt „Battlestar Galactica“ hier weitaus näher an der Wahrheit und nur um knapp 50.000 Jahre daneben.

Das Ziel hinter der Aussaat ist gruselig, denn es soll eine möglichst große Population herangezüchtet werden. Sobald diese die Tragfähigkeiten des Planeten übersteigt, wird die Menschheit abgeerntet wie Getreide. Wenn es aber darum geht, möglichst viel genetisches Material zu sammeln, machen all die Kriege und Umweltgifte überhaupt keinen Sinn. Oder soll hier unterstellt werden, dass uns die Elite mit ihrer Menschenschlächterei vor der Ausrottung bewahren will? Dient unsere Vergiftung unserem Schutz? Da könnten die Wachowskis der Menschheit auch gleich Zyanid als Krebsheilmittel anpreisen!

Bevor Stinger mit seinen Ausführungen fortfahren kann, wird der Bienenstock attackiert. Die Angreifer kommen aus dem Maisfeld und Locutus von Borg demonstriert sogleich, wie man einen Kornkreis ins Feld ballert.

33 Kornkreiskanone

Auch das startende Raumschiff der Cyberpunkerin hinterlässt einen Abdruck im Feld. Ein echter Klassiker!

34 Kornkreise

Während Jupiter entführt wird, plant Balem auf dem Planeten Jupiter eine frühzeitige Ernte, um etwaigen Ansprüchen seiner Verwandtschaft zuvor zu kommen. Dafür lässt er schon mal ein paar Stichproben nehmen, womit hier wieder mal das Entführungsthema aufgegriffen wird.

35 Abduction_1

36 Abduction_2

37 Abduction_3

Jupiter wird indes nach Naboo gebracht. Zumindest sieht die Architektur ganz nach „Star Wars“ aus. Wie Caine die Reise durch den Weltraum an der Außenseite des Schiffes überlebt hat, bleibt indes erklärungsbedürftig.

39 Naboo_1

40 Naboo_2

Die Kidnapper werden indes von Kalique Abrasax’ Adjutanten Malidictes begrüßt, der eine Kreuzung aus Eule und Mensch darstellt. Irrwitzigerweise gibt es in Großbritannien den Mythos des Eulenmannes, welcher dem amerikanischen Mottenmann entspricht. Ob die Wachowskis sich diesen Mythos zum Vorbild genommen haben oder einfach nur den Illuminaten ihre Aufwartung machen wollten, ist unbekannt.

41 Eulenmann

Jupiter wird überraschenderweise als Gast behandelt. Am Abend holt Kalique (Tuppence Middleton) sie ab und offenbart ihr, dass Jupiter die Reinkarnation ihrer Mutter ist. Warum die Reinkarnation nur in einen Körper mit identischen Genen erfolgen kann, bleibt ebenso erklärungsbedürftig, wie die Frage, warum Jupiter gerade diese Gene aufweist? Auf jeden Fall bringt sie das Mächteverhältnis durch ihr Auftauchen ins Wanken und das wissen die drei Geschwister für sich zu nutzen.

42 Kerzenbude

Denen geht es nämlich nicht zufällig um die Ressource Mensch. Sie konsumieren menschliche Gene, womit sie annähernde Unsterblichkeit erreichen. Alle Familienmitglieder sind zehntausende von Jahren alt. Jupiter fragt völlig zu recht, ob sie eine Art Vampirrasse sind. Ja, es geht hier um Vampirismus im großen Stil. Kalique gibt sogar zu, dass ihr Geschlecht der Ursprung solcher Mythen ist. Um dies zu verdeutlichen, steigt Kalique in ein Becken, aus dem sie erheblich verjüngt wieder heraus kommt. Wenn man weiß, dass für dieses Bad Menschen gestorben sind, entpuppt sich dies als direkte Anspielung auf die Blutbäder der Gräfin Bathory.

43 Jungbrunnen_1

44 Jungbrunnen_2

45 Jungbrunnen_3

Spätestens an dieser Stelle dürfte Jupiter dämmern, wozu die Menschheit auf der Erde bestimmt ist. Zumal Kalique ihr sagt, dass die Erde nur ein sehr kleiner Teil einer sehr großen Industrie ist. Damit wären also alle selbstherrlichen Phantastereien der Erdlinge vom Tisch, von wegen Krone der Schöpfung und Mittelpunkt des Universums. Aber wer das im 21. Jahrhundert noch glaubt, dem ist ohnehin nicht mehr zu helfen.

Nachdem Kalique die Reinkarnation ihrer Mutter mit diesen Fakten vertraut gemacht hat, kommt sie gleich zum Geschäft. Ihre Mutter hat nämlich, neben ihrem ältesten Sohn Balem, sich selbst ins Testament gesetzt. Im Klartext heißt das, dass Jupiter Anspruch auf die Erde erheben kann, was erklärt, warum Balem sie tot sehen will, während Kalique sie entführen lassen hat, um sie auf ihre Seite zu ziehen.

Bevor das Geschäft in Sack und Tüten ist, taucht die Aegis auf, eine Art intergalaktische Polizei, welche Caine alarmiert hat. Mit dem Aegis-Schiff geht es zur Halle der Titel, was Kalique nur Recht sein kann. Dort bekommt Jupiter nämlich ihren Erbtitel und damit den Anspruch auf die Erde. Die Flugzeit vertreibt sich die Neureiche mit einem kleinen Flirt, doch Caine erachtet sich selbst als ihrer unwürdig. Dabei liebt sie doch Hunde…

Die Halle der Titel liegt auf einer Raumstation, welche einen gesamten Planeten umspannt. Selbst Kuat hat nur eine solche Ringstation, womit hier mal wieder absolut übertrieben wird.

47 Kuat x 2

Übrigens gibt es in dieser Szene einen kleinen Insider-Gag. Hinter dem Kern der Halle der Titel ist auf der rechten Seite die Ringstation aus „2001: Odyssey im Weltraum“ zu sehen. Das passt insofern, da die Verfilmung von „2001“ ebenfalls im Umfeld des Planeten Jupiter spielt.

48 2001 Elysium

Innen sieht die Station weit weniger beeindruckend aus, sondern wie ein überfülltes Amt auf der Erde. Es gibt in dieser modernen Welt sogar noch stapelweise Papierakten. Obendrein sind die Antragsverfahren hoch kompliziert und so wird Jupiter von einer Stelle zur anderen geschickt. Genau wie auf der Erde. Sogar Bestechungen sind normal.

49 Amt

Modern sind hier nur die Beamten, die eine Art cybernetischen Android darstellen sollen.

50 Android

Da Jupiter bald zu den mächtigsten Personen in der Galaxie gehört, ist hier schon mal die 33 zu sehen.
51 Sub 33

Ihre ID bekommt Jupiter schließlich in einem heruntergekommen Büro direkt in die Haut geprägt. Das ist fast noch moderner als ein RFID-Chip. Ihr Fazit nach dem ganzen Theater: Sie beschwert sich nie wieder über die Zulassungsstelle.

52 ID_1

53 ID_2

Nachdem Caine Jupiter offenbart hat, dass er und Stinger ihr helfen, um wieder zurück in die Legion zu kommen, offenbart ihm sein Partner, dass er immer noch für Titus arbeitet. Titus ist der dritte Abrasax, der Interesse an der Erde hat und er lässt Jupiter entführen, um sich die Erde per Ehevertrag anzueignen. Das klingt zunächst nach einem Leben voller Prunk, denn sein Raumschiff stellt mit all den überlebensgroßen Statuen und Kronleuchtern den Gipfel der Dekadenz dar.

55 Dekadenz_1

56 Dekadenz_2

Während Caine ins Verließ gesteckt wird, klärt Titus Jupiter noch einmal über die Ernte auf. Er redet dabei Klartext und gibt an, dass jede Einheit des Jungbrunnenmittels aus 100 Menschen gewonnen wird. In der Frachtkammer lagern demnach Millionen ermordeter Menschen. Die Erde bezeichnet er als eine Farm von tausenden. Erst jetzt kapiert Jupiter das gesamte Ausmaß der intergalaktischen Beauty-Industrie und ihr wird klar, in welcher Gefahr sich die Erde befindet.

57 Leichenlager

Titus eröffnet ihr, dass seine Mutter zum Ende ihres Lebens dieselben ethischen Einwände entwickelte und selbstverständlich war das der Grund für ihre Ermordung. Er heuchelt Jupiter vor, dass er das Lebenswerk seiner Mutter fortsetzen will. Es dürfte wohl klar sein, dass dies nicht der wahre Grund ist, warum er Jupiter einen Heiratsantrag macht, was streng genommen auf Inzest hinausläuft.

Welch ein Lügner er ist, erzählt er lediglich Caine, bevor er diesen aus der nächsten Luftschleuse schmeißt. Wieder einmal ist es erstaunlich, wie lange der Lykaner das Vakuum, die Kälte und die Strahlung des Weltraums überlebt, bevor er sich in einen Schutzanzug retten kann. Der Raumanzug ist im Übrigen mit zahlreichen Hexagonen geschmückt.

58 Ausgesetzt

Auf der Erde bekommt Jupiters Familie unterdessen unverhofften Reptiloidenbesuch. Das ist wohl der Alptraum schlechthin, hat in dem Fall aber einen gezielten Hintergrund. Die Familie wird als Druckmittel in Geiselhaft genommen.

59 Repto Attack

Caine wird inzwischen von der Aegis gerettet und zusammen mit Stinger verhindert er die Inzesthochzeit des Motherfuckers Titus. Diese findet in einer kolossalen Kapelle in den Farben der Venus statt. Fast alles erstrahlt in hellem weiß, nur Titus selbst trägt die Farbe des Teufels. Statt der Lady in Rot gibt es hier mal einen „Homme Fatale“. Schade, dass Jupiter Caines Angebot ablehnt, den Bastard zu erschießen.

60 Kathedrale_1

61 Kathedrale_2

62 Inzesthochzeit

Wieder zurück trifft ihre königliche Hoheit nicht etwa auf ihre Familie, sondern auf Mr. Night und Mr. Repto. Night bietet ihr ihre Familie im Austausch gegen die Erde an, was ein ziemlich mieser Deal ist. Dennoch willigt sie ein, sich mit Balem persönlich auf Jupiter zu treffen. Wie zu erwarten schnappt dort die Falle zu und Balem lässt den Energiefeldtunnel schließen, bevor der Aegis-Kreuzer die sichere Basis erreicht. Nur mit Not gelingt es der Besatzung, das Schiff aus dem Sturm des Jupiter zu retten.

Der Vortexgenerator erinnert übrigens an das Himmelstor in „R.I.P.D.“. Es handelt sich in beiden Fällen um ein Hexagramm.

63 Hexagrammvortex

Hexagontunnel

Balem hat Jupiter nichts wirklich Neues zu erzählen. Er bringt ihr und den Menschen auf der Erde nichts als Verachtung entgegen. Er bezeichnet die Menschheit als Rohstoff, der nur darauf wartet, in Gewinn verwandelt zu werden. Letztendlich geht es ausschließlich um Profit. Die Gesellschaft sieht er als Pyramide, in der manche Leben bedeutender sind als andere. Er ist also nicht nur ein Kapitalist, sondern auch ein Freimaurer.

Balem ist der skrupelloseste und widerwärtigste der drei Abrasax-Geschwister. Er versteckt sich nicht erst hinter schönen Worten, sondern kommt gleich zur Sache. Entweder tritt Jupiter ihren Anspruch auf die Erde an ihn ab, oder er schlachtet ihre Familie vor ihren Augen. Die Erbin steht kurz davor, vor ihm einzuknicken, bricht die Transaktion jedoch im letzten Moment ab.

Caine stürzt sich indes mit einem wagemutigen Manöver auf den Jupiter zurück und durchbricht die Kuppel der Basis. Das hat zur Folge, dass der ganze Laden zum Teufel geht. Mitten im Inferno muss sich Jupiter allerdings noch mit Balem herumschlagen und kann erst mal nicht mit Caines Hilfe rechnen. Der hat nämlich eine Prügelei mit dem Reptoboss am laufen.

65 Draco_1

66 Draco_2

Nachdem die Echse erledigt ist, bringt Caine erst mal Jupiters Familie in Sicherheit, bis er schließlich sie in letzter Sekunde rettet. Jupiter hat zwischenzeitlich mit Balem zu tun gehabt, bis dieser in die Tiefe gestürzt ist. Wäre der Muttermörder auch nur halbwegs vernünftig gewesen, hätte er seine Haut gerettet, statt sein Leben für einen missglückten Mord zu riskieren. Aber so funktioniert Dramatik.

Diese wird bis zum bitteren Ende ausgereizt, denn Caine und Jupiter erreichen das Aegis-Schiff in allerletzter Mikrosekunde und werden vom Hyperraumsprung mitgerissen. Im Erdorbit dürfen sie dann noch ein wenig Händchen halten, bevor sie an Bord geholt werden.

67 Romantischer Ausblick

Das Ende ist schließlich vollends beknackt. Von allen Optionen, die Jupiter nun offen stehen, entscheidet sie sich dafür, weiterhin zusammen mit ihrer Familie in ärmlichen Verhältnissen zu leben. Ihr gehört der ganze verdammte Planet und sie putzt weiter Klos von reichen Säcken! Das ist mit gesundem Menschenverstand nicht mehr nachvollziehbar.

68 Echt jetzt

Okay, sie ist nicht der egozentrische Typ, der über alles herrschen will. Es ist durchaus zu begrüßen, dass sie Rücksicht auf die Menschheit nimmt und sich nicht zur Königin der Welt erklärt. Sie hat halt einen guten Charakter. Aber wieso erlaubt sie es anderen egozentrischen Unmenschen, über ihren Planeten zu herrschen und die Erde weiterhin mit Krieg, Terror, Ausbeutung und Umweltgiften zu überziehen? Es wäre doch das Mindeste gewesen, der Menschheit über die Wahrheit des Universums aufzuklären und ihr eine Alternative zum Kapitalismus anzubieten, dem die Menschheit sonst zwangsläufig auf die eine oder andere Weise zum Opfer fallen wird. Entweder indem sie von Aliens abgeerntet wird oder sich selbst für den größtmöglichen Profit vernichtet.

Das Einzige, was sie jedoch von ihrem Ausflug mitnimmt, ist eine Liebesbeziehung zu einem Werwolf und ein paar Antigravitationsstiefel. Caine hat indes seine Flügel zurückbekommen. Jedoch handelt es sich nicht um weiße Engelsschwingen, sondern um die schwarzen Federn eines gefallenen Engels.

69 Fallen Angel_1

70 Fallen Angel_2

Fazit: „Jupiter Ascending“ ist in erster Linie optisch eindrucksvoll. Der Film hat einige wirklich herausragende Bilder. Die Handlung ist jedoch sehr konstruiert und voller Logiklücken. Die übertriebene Action mit all den physikalischen Unmöglichkeiten setzt dem ganzen die Krone auf.

Zumindest einige Aspekte der außerirdischen Agenda sind allerdings durchaus interessant. Die Beziehung der Grey, Reptos und Humanoiden untereinander mag zwar nicht ganz der Realität entsprechen, aber immerhin werden sie überhaupt thematisiert. Die Verstrickung der Grey in die Manipulation der menschlichen Genetik kommt der Wahrheit dabei durchaus nahe, obgleich die Motive in der realen Welt andere sein dürften. Eingeweihte sowie Betroffene des Entführungsphänomens können mit den Andeutungen sicherlich etwas anfangen, aber für die breite Masse kommt „Jupiter Ascending“ eher Desinformation gleich. Wie heißt es so schön: „Die schlimmste Lüge ist die Wahrheit – mäßig entstellt.“

Advertisements

Die 5. Welle – Willkommen im Kinder-Bootcamp

von Shinzon

Das Invasionsthema ist einfach nicht tot zu kriegen. Der nächste Alienangriff rollt gleich in 5 Wellen über die Kinoleinwand. Dabei werden wieder einmal Kindersoldaten eingesetzt wie schon bei „Ender’s Game“. In beiden Fällen handelt es sich um Jugendbuchverfilmungen. Offensichtlich wollen Autoren wie Richard Yancey die junge Generation darauf einstimmen, dass sie in Kriegszeiten aufwachsen wird.

Der Film beginnt, wie so oft, mitten in der Handlung und springt dann zurück zum Anfang. Diese Erzählweise ist so ausgelutscht wie ätzend, da sie schon viel zu früh viel zu viel verrät. In „Transcendence“ wurde sogar schon die Auflösung in den ersten Minuten gezeigt und damit jede Spannung ruiniert. In „Die 5. Welle“ wissen wir nun bereits, dass die Außerirdischen die Menschheit an den Rand der Ausrottung gebracht haben, bevor sie überhaupt angekommen sind.

Die Ankunft geschieht ganz plötzlich und erst einmal passiert nix. Die Mutterschiffe, welche ein wenig wie aus „District 9“ wirken, schweben einfach nur so vor sich hin und da sich die Besucher nicht vorstellen, werden sie schlicht die „Anderen“ genannten. Erst nach Tagen wird der Menschheit mit einem globalen EMP der Strom abgeschaltet. Dabei gibt es die ersten Toten, die allerdings nur ein Kollateralschaden abstürzender Flugzeuge sind. Aus Sicht des Blue Beam Project könnte die erste Welle problemlos mit irdischer Technologie inszeniert werden.

District 9 like UFO

Die zweite Welle besteht aus Tsunamis, die sämtliche Küstenmetropolen hinfort spülen. Diesmal gehen die Opferzahlen in die Millionen, was durchaus beabsichtigt scheint. Tsunamis können durch Seebeben ausgelöst werden und die Möglichkeit von Erdbebenwaffen hat schon Nikola Tesla erwähnt. Die dritte Welle besteht aus einem modifizierten Grippevirus, welches der militärisch-industrielle Komplex schon seit Jahrzehnten gentechnisch erzeugen kann.

Die vierte Welle besteht aus Schläfern der Besucher, die schon lange auf der Erde leben und wie Menschen aussehen. Wie ungemein praktisch, denn derartiges könnte mit Manchurian-Kandidaten inszeniert werden. Dabei wird auch gleich die Paranoia-Karte ausgespielt, denn niemand kann mehr irgendwem trauen. Warum sich hier ein Vergleich mit den irdischen Möglichkeiten lohnt? Weil genau dieses Szenario von US-Präsident Ronald Reagan (1911-2004) in mehreren Reden vor der UN-Vollversammlung angekündigt wurde. Dort sagte er: „Und jetzt frage ich Sie, ist nicht längst eine außerirdische Macht unter uns?“ Es gibt sogar eine kleine Anspielung auf diese NWO-Reden, denn im Film wird kurz das UN-Gebäude eingeblendet.

UN-Gebäude

Die Menschen sammeln sich in abgelegenen Flüchtlingslagern, darunter auch Cassie Sullivan (Chloë Grace Moretz) mit ihrem Vater (Ron Livingston) und ihrem kleinen Bruder. Ihre Mutter (Maggie Siff) hat bereits die Vogelgrippe dahingerafft und es wird nicht ihr letzter Verlust sein. Wenig später kommt ein Militär-Konvoi ins Flüchtlingscamp und warnt vor der herannahenden 4. Welle. Da nur wenige Fahrzeuge repariert werden konnten, werden die Kinder als erste evakuiert.

Cassies kleiner Bruder vergisst natürlich seinen Teddy vergessen hat, weswegen sie noch einmal zurück eilt und so die Abfahrt verpasst. Durch diesen blöden Zufall wird sie Zeuge, wie die Erwachsenen vom Militär massakriert werden. Noch scheint alles wie ein Missverständnis, denn einer der Zivilisten hatte eine Waffe, weshalb das Unglück seinen Lauf genommen hat. Doch es dämmert einem schon an dieser Stelle, dass etwas nicht mit rechten Dingen zugeht.

Verunsichert durch die Paranoia, erschießt Cassie wenig später selbst einen unschuldigen Zivilisten in einem Tankstellenmarkt. Dieser ist scheinbar verletzt und als er in seine Jacke greift, glaubt sie, er würde eine Waffe ziehen. Wie sich allerdings nach seinem Ableben herausstellt, handelte es sich nur um ein metallenes Kruzifix. Diese Szene ist von immenser okkulter Bedeutung, denn hier wird nichts anderes als die Zerstörung des Christentums durch die Ankunft der Außerirdischen angedeutet.

(Bild folgt)

Während Cassie auf der Suche nach ihrem Bruder durch die Straßen und Wälder irrt, kommen die eingesammelten Kids auf der Wright-Patterson Airforce Base an. Diese steht in der Realität tatsächlich schon seit Jahrzehnten in Verbindung mit UFO-Sichtungen. Es soll dort unterirdische Anlagen geben, in denen abgestürzte UFOs untergebracht sind, ähnlich wie in Area 51. Zumindest die unterirdischen Anlagen gibt es auch im Film zu sehen. Manöver finden allerdings im Freien statt, was bemerkenswert ist.

Wer noch einigermaßen Grips in der Birne hat, bemerkt spätestens hier, dass an dieser Situation überhaupt nichts stimmt. Überall finden Schießübungen statt, es fahren Autos und es fliegen Helikopter herum. Aber den Aliens, die den gesamten Planeten mit Drohnen nach überlebenden Menschen absuchen, scheint das vollkommen egal zu sein. Dabei müssten Militärbasen doch zu den allerersten Angriffszielen zählen, um potentielle Gegenschläge im Keim zu ersticken.

In der Basis ist indes die neue Weltordnung ausgebrochen. Die Kinder und Jugendlichen bekommen bei der Ankunft erst einmal einen RFID-Chip ins Genick implantiert. Dieser Eingriff wird damit begründet, dass man sie so schneller von den Besuchern unterscheiden kann, da diese ja wie Menschen aussehen. Vergleichbare Szenarios gab es bereits in Serien wie „The Event“. Mit humanoiden Außerirdischen ließe sich in der Tat genügend Paranoia verbreiten, um die massenhafte Implantierung von RFID-Chips zu rechtfertigen. Jeder, der den Eingriff ablehnt, würde sich automatisch verdächtig machen. Wir können also davon ausgehen, dass die RFID-Agenda zusammen mit dem Blue Beam Project umgesetzt wird.

(Bild folgt)

Nachdem die Chips verabreicht wurden, wird den jungen Rekruten ein Menschenkind gezeigt, welches von einem außerirdischen Hirnparasiten befallen sein soll. Dieser Parasit wird durch eine Spezialbrille sichtbar. Wer noch alle Hirnzellen beisammen hat, kann sich sofort denken, dass solche Bilder leicht zu fälschen sind und wie sich später herausstellt, ist genau das der Fall. Alles nur Show und das so offensichtlich, dass sich hier jede Spoiler-Warnung erübrigt.

Illusionsbrille

(Bild folgt)

Die Rekruten müssen das vermeintlich infizierte Kind töten, was natürlich nur ein Test ist. Ein ziemlich drastischer Test, der die Kids entmenschlichen soll, denn später werden sie noch mit echter Munition auf echte Menschen schießen. Zunächst bekommen sie aber noch eine Ausbildung im Boot-Camp. Wirklich interessant ist dabei, dass nur Kinder und Jugendliche rekrutiert werden, weil diese am leichtesten zu beeinflussen sind. Die neue Weltordnung will die nächste Generation, alle anderen können ausgemerzt werden. Auf diese Weise werden die Heranwachsenden vollkommen entwurzelt und allein vom Militär erzogen. Das Ziel ist eine absolut gehorsame Restmenschheit, die unfähig ist, kritisch zu denken und Befehle zu hinterfragen.

Dennoch merken einige Kinder auf dem Schlachtfeld, dass sie nur benutzt werden. Zum einen stellen sie recht schnell fest, dass Krieg kein Videospiel ist, sondern eine absolut traumatische Erfahrung. Als Cassies alter Schuldfreund Ben (Nick Robinson) sich den RFID-Chip entfernt, wird den anderen plötzlich ein Hirnparasit in seinem Kopf angezeigt, obwohl er kurz zuvor noch sauber war. Es dämmert ihnen, wozu die Chips in Wirklichkeit da sind. Nur wer einen trägt, wird von der Software als uninfizierter Mensch angezeigt. Das bedeutet im Klartext, dass die Kids die ganze Zeit auf überlebende Menschen geschossen haben. Überraschung: Sie sind die 5. Welle!

Das wiederum bedeutet, dass die Militärs unter Führung von Colonel Vosch (Liev Schreiber) die außerirdischen Invasoren sind. Eine bemerkenswerte Aussage, zumal sie nicht erst seit gestern auf der Erde sind. Hier wird unverhohlen darauf angespielt, dass die Aliens schon lange den Planeten kontrollieren. Sie haben schon vor Jahren die Regierungen und insbesondere den militärisch-industriellen Komplex infiltriert bzw. überhaupt erst gegründet. Der Film geht da nicht allzu sehr ins Detail, aber man kann es sich denken. Zumal in der Basis eine fette 33 zu sehen ist, welche unterschwellig auf das Kontrollsystem der Freimaurer verweist.

(Bild folgt)

Die Erde gehört nicht uns, das ist die klare Botschaft des Films. Als Ben Vosch vorwirft, dass die Invasoren eine ganze Spezies ausrotten, statt mit der Menschheit zu koexistieren, verweist dieser darauf, dass die Menschheit nicht besser ist. Da hat er nicht ganz Unrecht, denn die Menschen rotten täglich dutzende Spezies aus. Manche davon waren zuvor nicht einmal entdeckt. Die Rücksichtslosigkeit, mit der wir den Regenwald abholzen, die Umwelt vergiften, Kriege führen und die Landschaft zumüllen, delegitimiert uns tatsächlich als Herrscher über den Planeten. Wenn wir nicht bald eine 180° Wende in unserem Verhalten hinbekommen, wäre es für die Natur wirklich besser, wenn wir verschwinden würden. Traurig, aber wahr.

Allerdings sind nicht alle Menschen schlecht und auch nicht Aliens böse. Es gibt einige, die den Planeten nicht für sich allein wollen. Cassie lernt auf ihrer Reise Evan Walker kennen, der sich als außerirdischer Schläfer herausstellt. Er gehörte zu denen, die alle verbliebenen Erwachsenen eliminieren sollten. Doch als er sich in Cassie verliebt, rettet er ihr das Leben. Er folgt ihr bis zur Wright-Patterson Airforce Base, die er erst mal gründlich zerlegt. Das erinnert ein wenig an die 5. Kolonne in der Serie „V – Die Besucher“. Immerhin erscheinen die Aliens damit nicht mehr als so eindimensionale als Bösewichter. Das ist ein Pluspunkt, denn von fiesen Invasoren, die alles kurz und klein hauen, gibt es wahrlich genug. „Independence Day 2“ steht ja ebenfalls schon in den Startlöchern.

Am Ende scheitert die 5. Welle und einer Handvoll Kinder gelingt die Flucht. Ein Großteil wird jedoch abtransportiert und weiter hirngewaschen. Die Romanfortsetzung wird daher wohl noch als Filmfortsetzung in die Kinos kommen.

Fazit: „Die 5. Welle“ ist ein weiterer Invasionsstreifen, der uns auf das Kommende einstimmen soll. Im Gegensatz zu den meisten Invasionsfilmen, die nur aus Action und Gemetzel bestehen, wird hier allerdings ein wenig mehr offenbart. Zu den Kernthemen gehören künstliche Katastrophen, Designerviren, RFID-Chips, Kindersoldaten und Gedankenkontrolle. Die Fake-Invasion wird der finale Akt zur Etablierung der neuen Weltordnung und so deutlich wie in diesem Film wird das sonst nur noch in „Akte X“ angesprochen. Man beachte, dass beides nahezu zeitgleich veröffentlicht wurde.

Humanoidensichtungen in Hellywood

Humanoide Aliens trifft man vor allem in älteren Science Fiction Filmen an. Als es noch keine CGI-Effekte gab und Ganzkörperkostüme oft zu teuer waren, sparte das humanoide Aussehen der Besucher viel Aufwand und Kosten.

Einer der berühmtesten Humanoiden dürfte Klaatu aus „Der Tag an dem die Erde still stand“ von 1951 sein. Er kommt zwar in Frieden, doch zugleich warnt er die Menschen davor, ihre Aggressionen über die Erde hinaus zu tragen. Ein solches Verhalten würde von der galaktischen Gemeinschaft nicht toleriert.

Diese Botschaft erinnert stark an die Schilderungen diverser Humanoidenbegegnungen und tatsächlich schwebte ein Jahr nach Erscheinen des Films eine UFO-Flotte über Washington D.C. Zufall? Zudem soll der spätere US-Präsident Dwight D. Eisenhower (1890-1969) mit Vertretern dreier humanoider Spezies zusammengetroffen sein, die ihm ein ähnliches Angebot unterbreitet haben sollen, wie Klaatu im Film. Auch die Reaktion war Augenzeugen zufolge eine ähnliche.

Klatuu

Nach dieser Perle der Filmgeschichte wird es jetzt ein wenig trashig. Flash Gordon bekommt es in seinen zahlreichen Inkarnationen fast ausschließlich mit Humanoiden zu tun, obgleich manche von ihnen Flügel besitzen. Hier ebenfalls eine Anspielung auf echte Humanoidensichtungen zu sehen, wäre wohl zu weit gedacht. Es dürfte sich eher wieder um Kosteneinsparungen handeln.

Flash Gordon Falkenleute

Der Superheld He-Man ist gar selbst ein humanoider Alien und wurde 1987 in seinem ersten Kinoabenteuer von Dolph Lundgren verkörpert. Fast schon ein klischeehafter Nordic…

He-Man

Von Eternia geht es direkt weiter nach Krypton, denn auch Superman ist ein Humanoid.

Das blau/rote Kostüm in entsättigten Farben.

Das blau/rote Kostüm in entsättigten Farben.

Die ganzen grottigen Trash-Filme, in denen alle Aliens aus Kostengründen in Menschengestalt daherkommen, sparen wir uns jetzt mal. Direkt aufwendig sind dagegen die außerirdischen Ahnen der Menschheit in „Prometheus“.

Engineer

In der Serie „Defiance“, die seit 2013 läuft, sind einige der Völker, die die Erde erobert haben, ebenfalls sehr menschenähnlich.

Defiance Humanoide 1

Defiance Humanoide 2

Humanoide Völker in Babylon 5

In „Babylon 5“ gab es erstaunlich wenig humanoide Spezies. Die Centauri zählten eindeutig dazu und waren auch die ersten Außerirdischen, die mit der Menschheit in Kontakt traten. Der einzig optische Unterschied bestand in der Haarmode, allerdings wichen auch ihre Genitalien erheblich von denen der Menschen ab. Die Behauptungen, die Erde wäre eine verloren gegangene Centauri-Kolonie, waren damit widerlegt.

Das Auge der Republik

Die Minbari waren ebenfalls sehr menschenähnlich und genetisch sogar mit den Erdlingen kompatibel. Der größte Unterschied bestand im kahlen Kopf, der von einem Knochenkamm umrahmt war.

Pyramidenstirn

Die Allerersten hatten ebenfalls eine entfernt humoide Form, bevor sie sich zu reinen Energiewesen weiterentwickelten.

Lorien

Die Seelenjäger waren ebenso rätselhaft, unterschieden sich äußerlich abgesehen vom dritten Auge aber nur wenig von Menschen.

Seelenjäger

Eine weitere entfernt humanoide Spezies waren die Barkieri. Andere humanoide Spezies tauchten nur als Alien der Woche auf, allerdings gab sich das Produktionsteam der Serie alle erdenkliche Mühe, wahrhaft exotische Sternenvölker zu kreieren.

Brakiri

Humanoide Völker in Star Trek

In Zeiten der Classic-Serie waren noch die meisten Völker des „Star Trek“-Universums humanoid. Es gab zwar durchaus Spezies wie die Tholianer, Meduser oder Melkoten, die nur ganz kurz zu sehen waren, oder die Gorn, Excalbianer und Mugatos in Ganzkörperkostümen. Aus Kostengründen blieben diese Exoten jedoch die Ausnahme. Bei den Humanoiden machte man sich oft nicht einmal die Mühe, die Schauspieler zu schminken, es reichte ein kurioses Kostüm.

Humanoide

Die Vulkanier und Romulaner erhielten immerhin spitze Ohren, allerdings beschränkten sich die Maskenbildner auf eine Handvoll Hauptcharaktere. Den meisten Romulanern wurden Helme aufgesetzt, um Kosten zu sparen.

Romulaner

Während die Vulkanier und Romulaner aufgrund ihres grünen Blutes nur blassgrün geschminkt waren, wirkten die Orioner mit ihrer intensiv grünen Haut schon weitaus exotischer.

Vina Orion Girl

Die Klingonen hatten in den 1960ern noch nicht ihre typischen Stirnhöcker, sondern wurden einfach braun geschminkt und mit falschen Bärten versehen.

Kor

Die Kinofilme hatten schon ein etwas höheres Budget, weshalb die Klingonen in „Star Trek – Der Film“ erstmals mit Stirnhöckern zu sehen waren. Sie zählten damit allerdings immer noch zu den humanoiden Völkern.

Klingone

In „Star Trek – Das nächste Jahrhundert“ mussten zunächst ebenfalls ungeschminkte Darsteller als Edo oder Ligonier herhalten. Es macht daher kaum Sinn, alle humanoiden Spezies aufzuzählen. Einzig die Betazoiden stachen ein wenig hervor, da Deanna Troi (Marina Sirtis) zur Hälfte dieser telepathischen Spezies angehörte. Empathische Fähigkeiten kosteten nichts und der einzige andere Unterschied zwischen Menschen und Betazoiden bestand in schwarzen Kontaktlinsen.

Deanna Troi

Später kamen häufiger Halbmasken dazu, die meist die Stirn betrafen. Den sehr menschenähnlichen Malcorianern aus der Episode „Erster Kontakt“ wurden immerhin noch vierfingrige Hände verpasst, um sie etwas stärker von uns abzuheben. Gesellschaftlich befanden sie sich jedoch auf exakt demselben Niveau wie die Menschheit heute.

Malcorianer

Als Begründung für die zahlreichen humanoiden Spezies wurde in der sechsten Staffel in der Episode „Das fehlende Fragment“ (OT: „The Chase“) eine humanoide Urrasse eingeführt, welche ihre DNS vor Milliarden von Jahren in der gesamten Galaxis verteilt hatte.

Urmensch

Alles in allem konnte TNG jedoch mit weitaus mehr exotischen Aliens aufwarten als die Classic-Serie. Ausgerechnet eine humanoide Spezies, die ursprünglich nur für die Episode „Fähnrich Ro“ (OT: „Ensign Ro“) angedacht war, schaffte es dann allerdings, eine zentrale Rolle in der Folgeserie „Deep Space Nine“ einzunehmen. Die Rede ist von den religiösen Bajoranern, deren Maske lediglich aus einem Nasenteil und einem Ohrring bestand.

Kira Nerys

Die Trill hatten zwar in der TNG Episode „Odan, der Sonderbotschafter“ (OT: „The Host“) noch auffällige Stirnteile, doch als in „Deep Space Nine“ mit Jadzia Dax ein Hauptcharakter dieser Spezies eingeführt wurde, beschränkte man sich auf eine Fleckenbemalung. Immerhin stachen die Trill noch durch ihre Symbionten hervor, die allerdings nur selten zu sehen waren. Alles in allem ein sehr kostengünstiges Volk.

Jadzia Dax

Es gab noch eine Reihe weiterer humanoider Spezies in DS9, die sich teilweise nur durch spektakuläre Frisuren voneinander abhoben, wie z.B. die T’Lani aus der Folge „Das Harvester-Desaster“ (OT: „Armageddon Game“). Die meisten humanoiden Spezies waren auch in dieser Serie nur das Alien der Woche und tauchten später nie wieder auf.

TLani

In „Voyager“ wurden gleich zu Beginn die Ocampa eingeführt, die ähnlich den Vulkaniern lediglich auffallende Ohren hatten. Diesen konnten zuweilen unter den Haaren versteckt bzw. mit diesen Trick eingespart werden.

Kes

Die Kazon hatten derweil nur ein Stirnteil, welches an die Klingonen erinnerte, sowie auffällige Betonfrisuren.

Kazon

Vor allem in den ersten Staffeln wimmelte es im Deltaquadranten noch von menschlichen Spezies, bei denen radikal an allem gespart wurde. Immerhin konnte sich ein Großteil der Voyager-Crew dadurch unbemerkt unter diese Völker mischen. Erst ab der vierten Staffel tauchten immer exotischere Wesen auf, von denen Spezies 8472 dank modernster CGI-Technik erstmalig komplett computeranimiert war.

Humanoide Voyager

Ähnlich sah es bei „Enterprise“ aus, obgleich auch in der letzten „Star TreK“-Serie einige Völker stark humanoid waren. Bei den Xindi war schließlich die gesamte Bandbreite vertreten. Neben reptiloiden, insektoiden, aquatischen und affenartigen Untergruppen entschied man sich auch im Fall der Xindi wieder für eine humanoide Erscheinungsform dieser Spezies. Stirnteile waren halt immer noch billiger als CGI.

Xindi Humanoid

Ummo Music

Unabhängig davon, ob es die Ummiten wirklich gibt oder es sich nur um einen gigantischen Hoax handelt, hat sich der Ummo-Mythos zu einem Phänomen der Popkultur entwickelt. Es gibt tatsächlich eine Band, die das Ummo-Thema musikalisch verarbeitet. Wie sehr das schon wieder in Richtung Pop-Okkultur geht, zeigt die Abwandlung des Ummo-Logos zu einer stilisierten Fleur de Lys.

Quelle

Ummo Music

Die Texte sind teils in Englisch, teils in der fiktiven Sprache der Ummiten. Nun, es gibt ja auch klingonische Opern. Die klingen allerdings besser und man weiß, woran man ist.

Humanoide Sternenvölker – Raumbrüder oder falsche Propheten?

von Shinzon

Wer an Außerirdische denkt, hat meist exotische Wesen vor Augen und tatsächlich sind Sichtungen von fremdartigen Grey-Aliens am häufigsten. An zweiter Stelle kommen jedoch nicht etwa Retiloide, Insektoide oder noch bizarrere Wesen, sondern Humanoide. Diese gibt es scheinbar in allen Phänotypen und Hautfarben.

Das wirkt ein wenig wie in „Star Trek“, wo die meisten Außerirdischen aus Kostengründen nur umgeschminkte Menschen sind, zuweilen auch mit kleinen Latexverzierungen an den Ohren, an der Stirn oder auf der Nase. Doch letztendlich könnte „Star Trek“ der Realität damit näher kommen als gedacht. In der TNG-Episode „Das fehlende Fragment“ (OT: „The Chase“) wurde die Ähnlichkeit der meisten Völker schließlich mit einem gemeinsamen Ursprung erklärt und tatsächlich könnte dies auch auf die Realität zutreffen. Laut Aussagen einiger Entführungsopfer sollen wir teilweise von Außerirdischen abstammen, einige könnten allerdings auch durchaus von uns abstammen. Auf die wichtigsten Humanoiden werden wir im Folgenden etwas genauer eingehen.

Das Blaue Volk

Da diese Spezies einen eigenständigen Symbolcharakter besitzt, haben wir sie in einem separaten Artikel behandelt.

Krishna mit Baphomet-Geste

Krishna mit Baphomet-Geste

Hybride

Hybride sind eine Kreuzung aus Grey und Menschen, die immer wieder von Entführungsopfern an Bord von Raumschiffen gesichtet werden. Frauen werden dabei zuweilen ihre eigenen Kinder gezeigt, die sie einst in sich getragen haben, bis die Schwangerschaft unter mysteriösen Umständen ohne Fehlgeburt endete. In einigen Fällen können sich die betroffenen Frauen sogar daran erinnern, wie ihnen die Föten vorzeitig entnommen wurden. Diese reifen anschließend in Tanks heran, von denen es ebenfalls zahlreiche Berichte gibt.

Föten_2

Der Grund für die vorzeitige Entnahme liegt auf der Hand, denn wenn die Hybriden unter normalen Umständen in einem irdischen Krankenhaus zur Welt kämen, würde das sehr schnell Fragen aufwerfen. Immerhin sehen einige noch sehr alienhaft aus. Bei der Mischrasse gibt es dabei mehrere Abstufungen. Manche sehen bereits perfekt menschlich aus, sodass sie problemlos unter uns leben könnten. Andere wirken zwar sehr menschlich, haben jedoch einen großen Kopf oder überdimensionierte Augen. Am gruseligsten sind die Hybriden, die ihre schwarzen Augen von Papa geerbt haben.

Hybrid_3

Hybrid_2

Hybrid_1

Der Zweck der Hybridisierung ist noch unklar, zumal sich die Aussagen der Entführungsopfer teilweise widersprechen. Einigen wurde vermittelt, die Grey wären eine aussterbende Spezies, deren Gene durch zu häufiges Klonen degeneriert seien. Das würde sich mit dem Asgard-Szenario aus „Stargate SG1“ decken. Andere Entführte behaupten, dass die Grey eine neue Spezies erschaffen, für den Fall, dass wir Menschen uns selbst vernichten. Möglicherweise sollen die Hybriden uns sogar als neue, verbesserte Sklavenrasse ersetzen.

Da es auch Kreuzungen zwischen Grey und anderen Spezies wie den Reptiloiden gibt, wäre es auch möglich, dass wir es mit Genparasiten zu tun haben. Was letztendlich zutrifft, steht sprichwörtlich in den Sternen. Fakt ist nur, dass es ein Hybridenprogramm gibt und ebenso historische Hinweise dafür, dass es schon seit Jahrtausenden andauert. Die mittelalterlichen Geschichten über Wechselbälger sind z.B. mit den Schilderungen heutiger Entführungsopfer nahezu identisch.

Nordics

Die Nordics sind nach ihrem „nordischen“ Aussehen benannt. Es handelt sich um ca. 2,30 m große, blonde Humanoide mit blauen Augen. Es gibt sogar Theorien, dass der skandinavische Phänotyp das Ergebnis einer Auskreuzung mit den Nordics sein könnte. In Nazikreisen wird diese Spezies daher mit den Urariern gleichgesetzt, was jedoch vollkommener Mumpitz ist. Die Arier waren nämlich ein Perserstamm und es gibt keinerlei Anzeichen dafür, dass die Nordics in irgendeiner Weise mit braunem Gedankengut sympathisieren oder vom Aldebaran stammen.

Sympathien scheinen sie allerdings für die Grey zu haben, denn die Nordics werden immer wieder zusammen mit den Grauen gesichtet. Es ist jedoch unklar, wer höher in der Hierarchie steht. Möglicherweise handelt es sich bei den Nordics sogar um Hybriden, denn diese werden ebenfalls oft als blond und blauäugig beschrieben. Es wäre also möglich, dass die Nordics gar keine eigenständige Spezies sind. Ebenso wie die Hybriden sollen sie über telepathische Fähigkeiten verfügen und werden meist als sehr freundlich beschrieben. Andererseits stehen sie jedoch auch mit einigen eher negativen Sichtungen von Man in Black in Zusammenhang.

Auf keinen Fall sollten die Nordics mit der Figur des Ashtar gleichgesetzt werden. Zwar wird die Ikone der UFO-Sekte Ashtar Command ebenfalls als blonder Hüne dargestellt, allerdings handelt es sich hierbei um eine reine Kunstfigur. Es gibt keine glaubwürdigen Sichtungsberichte, in denen Ashtar auch nur erwähnt wird. Er taucht lediglich in Channelingbotschaften auf und was davon zu halten ist, haben wir schon mehrfach deutlich gemacht. Nicht jeder humanoid wirkende Alien ist das, was er zu sein behauptet.

Ashtareptile

Plejader

Die angeblichen Bewohner des Plejaden-Sternhaufens sind vor allem in esoterischen UFO-Sekten populär, darunter bei den Alcyone-Plejaden. Am bekanntesten dürften jedoch die angeblichen Begegnungen des Schweizer Kontaktlers Eduard Albert „Billy“ Meier sein. Die zahlreichen vermeintlichen UFO-Fotos von Billy Meier wurden längst als Fälschungen entlarvt und die angebliche Außerirdische „Asket“ stellte sich als die Sängerin Michelle DellaFave heraus, die in den 1970ern in der „Dean Martin Show“ auftrat. Der UFO-Guru hatte sie dreist vom TV-Bildschirm abfotografiert.

Michelle DellaFave

Fernab der UFO-Sekten gibt es nur wenige Berichte über Bewohner der Plejaden und es ist mehr als fraglich, ob es dort überhaupt höheres Leben geben kann. Der offene Sternenhaufen ist nämlich gerade einmal um die 100 Millionen Jahre alt und damit weitaus jünger als unser Sonnensystem. Die große Bedeutung des Siebengestirns in antiken Kulturen dürfte wohl eher auf die Auffälligkeit des Sternenhaufens am Nachthimmel zurückzuführen sein. Unter anderem verehrten die Sumerer und Japaner das Siebengestirn und auch in Europa war es schon vor Jahrtausenden bekannt, wie die Himmelsscheibe von Nebra belegt.

Himmelsscheibe

Ummiten

Die Ummiten sind das wohl interessanteste Kapitel in Sachen Humanoiden. Sie stammen angeblich vom Planeten Ummo, welcher den 15 Lichtjahre entfernten Doppelstern Wolf 424 umkreisen soll. Nachdem sie durch die ersten Funkübertragungen der Menschheit auf die Erde aufmerksam geworden sind, sollen sie in den 1950ern in Spanien gelandet sein. Zunächst sollen sie uns studiert haben, bis sie 1965 Kontakt zu diversen Wissenschaftlern und Politikern aufgenommen haben.

Als gesichert kann dabei gelten, dass tatsächliche einige hochrangige Personen Briefe mit dem Ummo-Logo erhalten haben, die wissenschaftliche Rätsel und Botschaft enthielten. Eine Theorie geht davon aus, dass sich dabei um einen geschickten Hoax gehandelt haben könnte. Da sich die anspruchsvollen wissenschaftlichen Behauptungen jedoch allesamt als korrekt herausstellten, fallen die üblichen UFO-Sekten und jugendliche Kasperköpfe als Urheber aus. Es wurde schon darüber spekuliert, ob ein Geheimdienst hinter der ganzen Aktion stecken könnte, allerdings verraten sich diese meist durch ihre allzu irdische Symbolik.

Das Ummo-Logo sieht indes wie ein H mit einem zusätzlichen Vertikalbalken und nach außen stehenden Enden aus. Dieses Zeichen ist mit keinem Symbol des irdischen Okkultismus vergleichbar, ganz im Gegensatz zu den Logos diverser UFO-Sekten, die leicht auf Freimaurer und Theosophen zurückgeführt werden können.

Ummo-Logo

Leider haben sich diverse UFO-Sekten und Desinformationsseiten bereits der Ummiten angenommen. Deren inkorrekte Version des Ummo-Logos gleicht einer Fleur de Lys. Webseiten, welche diese Abwandlung benutzen, sollten mit äußerster Skepsis betrachtet werden.

Fleur de Ummo

Die Story ist auch ohne zusätzliche Desinformation abgefahren genug. Glaubt man den im Internet kursierenden Behauptungen, soll es sogar schon zu direkten Kontakten mit Ummiten gekommen sein. Sie sollen uns Menschen sehr ähnlich sehen, weshalb sie lange Zeit unbemerkt unter uns leben konnten. Lediglich ihre Finger sollen sehr empfindlich sein, weshalb sie angeblich den Kontakt zu irdischer Technologie meiden. Ihre Lippen sollen indes weniger sensiblen als unsere sein, weshalb sie kein Bedürfnis haben, sich zu küssen. Wie die meisten Außerirdischen sollen auch die Ummiten Telepathen sein. Wir Erdlinge wären damit die degenerierteste aller humanoiden Spezies.

Die Beweislage im Ummo-Fall ist wie so oft sehr dürftig und die Fotos von angeblichen Ummo-Raumschiffen wirken ebenfalls nicht gerade überzeugend. Erschwerend kommt hinzu, dass die Ummiten die Erde aufgrund der aktuellen Weltkriegsgefahr kürzlich evakuiert haben sollen, womit zukünftige Kontakte und damit auch jegliche Beweise ihrer Existenz so gut wie ausgeschlossen sind.

Ohnehin ist an der Ummo-Geschichte einiges faul. So sollen die Ummiten erst 1948 durch unsere Funksignale auf uns aufmerksam geworden sein. Die erste ausreichend starke Funkübertragung waren die Olympischen Spiele 1936. Das System Wolf 424 liegt, wie bereits erwähnt, 15 Lichtjahre von unserem Sonnensystem entfernt. Die Übertragung wäre also erst 1951 bei Ummo angekommen und nicht 1948. Aber okay, vielleicht ist die Botschaft ja von einem Raumschiff aufgefangen worden. Kommen wir also zum nächsten Punkt

Die Ummiten sollen in unserer galaktischen Nachbarschaft leben und darüber hinaus Mitglied einer Planetenföderation sein. Angesichts dessen ist es höchst unglaubwürdig, dass sie nicht schon eher auf die Erde gestoßen sein sollen. Wir Menschen haben bereits entfernte erdähnliche Exoplaneten mit weitaus primitiveren Methoden entdeckt, z.B. im 20 Lichtjahre entfernten System Gliese 581. Mittels Spektralanalyse können wir zudem feststellen, ob diese Planeten Wasser sowie eine atembare Atmosphäre besitzen. Eine Spezies, welche die Technologie für interstellare Reisen besitzt, sollte ihre unmittelbare Nachbarschaft längst erforscht haben.

Hinzu kommt, dass Wolf 424 aus zwei roten Zwergen besteht, deren habitable Zone sehr nah am Stern liegen müsste. Da in diesem System allerdings schon gigantische Flares beobachtet wurden, scheint Wolf 424 recht lebensfeindlich zu sein. Wenn dort tatsächlich Ummiten leben sollten, wären wir auf deren Erklärungen gespannt. Leider sind sie den Gerüchten zufolge weniger wissenschaftlich veranlagt und glauben stattdessen an einen Schöpfergott. Mit anderen Worten so eine Art Space-Christen, was erneut Zweifel am Wahrheitsgehalt der Ummo-Story aufkommen lässt.

Zusammenfassung

Abschließend lässt sich sagen, dass es lediglich für die Hybriden, Nordics und das blaue Volk haltbare Indizien gibt. Die unzähligen Augenzeugenberichte voneinander unabhängiger Quellen decken sich mit historischen Hinweisen aus zahlreichen Kulturkreisen. Die Plejader sind dagegen im Bereich der UFO-Sekten anzusiedeln, gleiches gilt für die Lyraner und Andromedaner. Die Ummiten sind indes ein höchst umstrittener Fall und möglicherweise der intelligenteste sowie aufwendigste Hoax aller Zeiten. Unwiderlegbare Beweise für die Existenz jeder erwähnten Spezies nehmen wir selbstverständlich gern entgegen. Bis dahin betrachten wir dieses Thema mit angemessener Skepsis.

Die angelsächsische Mission und der 3. Weltkrieg

Das folgende Interview mit einem britischen Freimaurer (in Deutsch nachgesprochen), der durch Zufall zu einer Veranstaltung der höheren Grade in der City of London eingeladen wurde, enthält einige schockierende Informationen über Pläne für einen 3. Weltkrieg.

Einige Details scheinen inzwischen obsolet zu sein, aber der Informant gibt auch zu bedenken, dass die geplanten Ereignisse nicht unvermeidlich sind und die neue Weltordnung durchaus scheitern könnte. So wird es vorerst keinen atomaren Schlagabtausch mit dem Iran geben, weil die Wahrheit über die Rebellen in Syrien heraus kam und die geplante Invasion sowie der Sturz Assads dadurch unmöglich wurden. Den Konflikt mit der Ukraine sah der Informant dagegen nicht kommen, da dies wohl der Plan B ist. Das macht Hoffnung, weil es zeigt, dass die globale Elite eben nicht allmächtig ist.

Von daher kann das Interview als glaubwürdige Quelle angesehen werden, obgleich der darin prophezeite Zeitplan gescheitert ist. Allein, was über die Struktur der Hochgradfreimaurer sowie deren rassistische Ideologie offenbart wird, sollte zu denken geben. Denn ist inzwischen ist es sehr leicht, die dahingehenden Behauptungen zu überprüfen und zu dem Schluss zu gelangen, dass sie größtenteils wahr sind. Schwieriger wird es da schon mit den Aussagen über die außerirdischen Einflüsse aus dem letzten Drittel des Interviews.

Die Grey-Aliens – Klein und gemein

von Shinzon

Die Grey sind mit Abstand die Alien-Spezies, über die wir die meisten Fakten besitzen. Ihr Bekanntheitsgrad wurde darüber hinaus vor allem durch die Pop-Okkultur gefördert. Sie sind die Stars zahlreicher Filme und Serien. Es gibt sie als Sticker, Actionfiguren, Aufblaspuppen und vieles mehr.

Grey-Sticker

Dabei gilt es zu beachten, dass nicht die Pop-Okkultur die Grey erschaffen hat und somit alle Sichtungen der Phantasie der Zuschauer entspringen. Das Gegenteil ist der Fall. Es gab bereits Begegnungen mit Grey, lange bevor sie zum ersten Mal in Filmen auftauchten.

Ihren ersten Kinoauftritt hatten sie 1977 in Steven Spielbergs “Unheimliche Begegnung der 3. Art“.

Little Greys

Dieser Film hatte einen wissenschaftlichen Berater namens Alan Hynek – ein Physiker und UFO-Forscher, der für das Project Blue Book des US-Airforce Geheimdienstes tätig war. In dieser Funktion half der damalige Skeptiker, UFO-Sichtungen zu vertuschen und lächerlich zu machen. Doch als sich die Beweise für die Echtheit des UFO-Phänomens summierten, wechselte er die Seiten.

Es ist also nicht schwer zu erraten, woher das Design der Filmaliens stammt. Die Grey in Spielbergs Meisterwerk basieren auf Zeugenberichten und nicht die Zeugenberichte auf Kinofilmen, wie immer behauptet wird. Alan Hynek erhielt zum Dank für seine Mitarbeit sogar einen kleinen Cameo-Auftritt in „Unheimliche Begegnung der 3. Art“.

Alan Hynek

Alan Hynek

Was können wir jedoch über die realen Grey sagen, die angeblich aus dem Sternensystem Zeta Reticuli stammen? Zunächst einmal kommt das Aussehen der Filmversion den echten Grey laut Augenzeugenberichten sehr nahe. Sie sind klein (ca. 1,20 m – 1,40 m), haben eine graue Haut, einen überdimensionierten Schädel und große schwarze Augen. Mund, Nase und Ohren sind verkümmert.

Es gibt jedoch auch größere Ausführungen, die die Overlords der kleinen Grauen zu sein scheinen. Die kleineren Modelle werden zudem oft als eine Art Bioroboter beschrieben. Es scheint sich also um künstliche Lebensformen – eine Art Zylonen – zu handeln, die für die Drecksarbeit zuständig sind. Zuweilen wird auch behauptet, dass es sich um eine Art Anzug für höherdimensionale Wesen handelt, doch streng genommen ist ohnehin jeder physische Körper ein Avatar für eine Seele.

Die Kommunikation der Grey wird von allen Zeugen als telepathisch beschrieben. Dabei haben sowohl die biologischen großen Grauen als auch die künstlichen kleinen Grey überwältigende Fähigkeiten, die denen von uns Menschen weit überlegen sind. Physisch könnte ein Mensch es spielend leicht mit ihnen aufnehmen. Doch was nützt das schon, wenn man kurzerhand paralysiert wird und einem telepathisch Deckerinnerungen eingepflanzt werden?

Bedroom Visitor

Und da wären wir auch schon bei den Entführungen, die scheinbar das größte Hobby dieser Wesen sind. Dabei geht es ihnen ganz offensichtlich um unser genetisches Material, insbesondere weibliche Ei- und männliche Spermazellen. Frauen werden künstlich geschwängert und die Föten später entfernt. Auf mysteriöse Schwangerschaftsabbrüche sollten sich weibliche Entführungsopfer jederzeit einstellen.

Föten_1

Föten_2

Welchen Zweck die Grey damit verfolgen, ist jedoch äußerst schleierhaft. Einigen Entführten (auch Abductees genannt) sollen sie erklärt haben, dass ihre Spezies vom Aussterben bedroht sei, da ihr Genmaterial durch ständiges Klonen verkümmert ist. Andere Stimmen behaupten, sie züchten eine neue Spezies, um die Erde nach der Selbstauslöschung der Menschen neu zu kolonisieren. Hinzu kommt die extradimensionale Komponente des Phänomens, die eine Deutung noch schwieriger macht.

Fest steht nur, dass die Grey die Erde schon seit mehr als 10.000 Jahren heimsuchen und sogar auf Höhlenmalereien auftauchen. Wie es scheint, haben sie schon seit Menschengedenken immer wieder in unsere Evolution eingegriffen.

AustrALIEN

AustrALIEN

Wahrscheinlich gehen auch die meisten Legenden über Zwerge und Kobolde auf diese Spezies zurück. Es gibt sogar Berichte aus vergangenen Jahrhunderten, in denen von der Geburt von „Wechselbälgern“ die Rede ist, die den Hybriden von heute stark ähneln. Die heftige Abneigung der Menschen früherer Jahrhunderte ist dabei wohl der Grund dafür, dass die Grey die Föten heutzutage vor der Geburt wieder entfernen und nicht von der Leihmutter bis zur Geburt austragen lassen.

Die bekannten Aspekte der Grey und ihrer Agenda werden am besten in dem TV-Film „Intruders“ auf den Punkt gebracht. Kein Wunder, denn dieser basiert auf dem gleichnamigen Buch des New Yorker Entführungsforschers Budd Hopkins (1931-2011) und damit auf realen Zeugenaussagen. Lediglich das Ende ist leicht schöngefärbt, bei dem eine Entführte behauptet, dass die Agenda der Grey „nichts Teuflisches“ sei.

Dem müssen wir nach allem, was bekannt ist, heftig widersprechen. Nicht nur, dass die Grey sich diverser Straftaten wie Hausfriedensbruch, Nötigung, Entführung, sexuellem Missbrauch, Körperverletzung und Kindesraub schuldig machen, sie handeln darüber hinaus extrem egoistisch. Zwar sollen sie einen Pakt mit dem militärisch-industriellen Komplex eingegangen sein und diesem Technologie zur Verfügung gestellt haben, den Entführungsopfern bieten sie jedoch keinerlei Gegenleistung.

Inzwischen soll der Pakt mit der amerikanischen Schattenregierung gebrochen worden sein, aber die Informationen dazu sind recht dürftig und kaum nachprüfbar. Der Pakt der Grey mit den Reptiloiden und Insektoiden (Mantis) scheint dagegen durch zahlreiche dahingehende Entführungsberichte bestätigt. Einige meinen gar, die Grey seien selbst nur Opfer der der Reptos und Mantis. Fakt ist allerdings nur, dass sie häufiger zusammen gesehen werden.

Ebenso werden laut diverser Berichte an Bord der UFO’s immer wieder die so genannten Nordics gesehen – überdurchschnittlich große Humanoide mit blonden Haaren und blauen Augen. Ihre Rolle ist noch weitgehend ungeklärt, doch scheinen sie alles andere als die netten Plejader zu sein, als die sie sich ausgeben. Möglicherweise handelt es sich bei den Nordics um eine Hybridspezies, denn die meisten der Mensch-Grey-Hybriden werden als sehr ähnlich beschrieben.

Hybrid_1

Hybrid_2

Hybrid_3

Scheinbar handelt es sich bei den Nordics um eine Züchtung, die das angestrebte Ziel der Grey ist, woraus sich ein paar interessante Parallelen ergeben. Parallelen zum Naziregime, um genau zu sein. Denn die Nazis wollten ebenfalls einen arischen „Herrenmenschen“ mit den Eigenschaften groß, blond und blauäugig erschaffen. War das Projekt Lebensborn also der verlängerte Arm der Grey-Agenda?

Auffällig ist zumindest, dass sich zahlreiche Naziesoteriker sehr stark mit dem UFO-Phänomen und außerirdischem Leben beschäftigt haben. Die Thule- und Vril-Gesellschaft wären hierbei zu erwähnen, zumal der Thule die komplette Naziführung angehörte. Weiterhin ist es interessant, dass die Freimaurer ähnliche Züge zeigen, wobei es streng genommen egal ist, ob die Eugeniker unter den Logenbrüdern von „Herrenmenschen“ oder der „Veredelung des Menschen“ sprechen.

Ob bewusst oder unbewusst scheinen die okkulten Geheimgesellschaften dem Ziel der Grey und deren Overlords zu dienen. Diese sind mit Sicherheit nicht unsere Freunde oder „Raumbrüder“, was durch die Taten ihrer irdischen Handlanger nur bekräftigt wird.