Die 10 bedeutsamsten Kinofilme 2017

2017 wurden wir wieder mit einer ganzen Reihe von Filmen bombardiert, die uns nur vordergründig unterhalten sollen, während sie im Kern der Konditionierung auf eine neue Weltordnung dienen. Zuweilen geht es um eine ganz bestimmte politische Agenda, manchmal aber auch um das okkulte Glaubenssystem dahinter.

Sicherlich reicht eine Liste von gerade einmal 10 Filmen nicht aus, um das gesamte Ausmaß der Konditionierung zu präsentieren. Es handelt sich im Folgenden lediglich um eine Auswahl der mit Abstand bedeutendsten Werke, wobei die Platzierung nicht unbedingt einer Gewichtung entspricht. Ebenso geht es nicht darum, wo die Botschaft am subtilsten oder offensichtlichsten vermittelt wird. Für jene, die sehen können, ist sie ohnehin in jedem Fall sehr offensichtlich.

Platz 10: „Alien: Covenant“

Wie bereits im Vorgänger „Prometheus“ wird auch in der Fortsetzung „Alien: Covenant“ die Prä-Astronautik bedient. Die geflügelte Sonne, die in der Antike bei den Sumerern und Ägyptern eine zentrale Rolle spielte, ist dementsprechend omnipräsent.

Die Hypothese der Astronautengötter tritt jedoch zunehmend in den Hintergrund, ebenso wie der Kanon der alten „Alien“-Filme. So liegt der Ursprung der Xenomorphe neuerdings nicht mehr in grauer Vorzeit. Stattdessen werden sie erst in der Zukunft vom Androiden David auf Basis des schwarzen Öls designt. Vielleicht möchte Ridley Scott uns damit andeuten, dass der militärische-industrielle Komplex plant, das Black Goo als biologische Waffe gegen die Menschheit einzusetzen?

Platz 9: „Thor: Tag der Entscheidung“

Der neuste „Thor“-Film spielt ebenfalls auf fernen Welten und ist mit Abstand der unterhaltsamste Teil der Reihe. Was sollte dieser bunte Spaß also mit der neuen Weltordnung zu tun haben? In diesem Fall geht es um den religiösen Überbau, denn die Götterdämmerung Ragnarök hat viel vom biblischen Armageddon. Thors Schwester Hela verkörpert dabei den Antichristen, der das heilige Land in eine imperialistische Diktatur verwandelt. Dabei wird übrigens offenbart, dass unter der demokratischen Fassade schon immer ein finsteres Regime lauerte, dessen Verbrechen mittels Geschichtsrevisionismus vertuscht wurden.

Der Kampf gegen das Regime des Antichristen und seine Armee von Untoten, was übrigens ebenfalls eine Anspielung auf das biblische Armageddon ist, verläuft nicht gut und das Warten auf ein göttliches Eingreifen ist vergebens. Die Lösung, die Thor vorschlägt, könnte nicht okkulter sein. Er entfesselt Surtur, welcher Asgard in Schutt und Asche legt. Surtur hat frappierende Ähnlichkeit mit dem Teufel, womit hier Satan als Retter des Universums glorifiziert wird.

Platz 8: „Immer noch eine unbequeme Wahrheit“

Al Gore tischt uns nun schon zum zweiten Mal seine bequeme Unwahrheit auf. Geht es nach ihm, ist CO2 einfach an allem Schuld. Sei es am Artensterben oder dem Regenwaldschwund. Wahrscheinlich steckt das fiese CO2 sogar hinter Fukushima und den Plastikmüllinseln. In jedem Falle ist es eine Ablenkung von sämtlichen Umweltverbrechen kapitalistischer Großkonzerne, denn der vorgeschobene Klimaschutz hat rein gar nichts mit konsequentem Umweltschutz zu tun. Es bleibt zu hoffen, dass Al Gore für seine neuerlichen Weltuntergangsphantasien nicht noch einen Friedensnobelpreis bekommt.

Platz 7: „Blade Runner 2049“

Die Tyrell Corporation schickt eine neue Generation Replikanten ins Rennen, die von Menschen kaum noch zu unterscheiden ist. Menschen und Maschinen waren sich dabei offensichtlich schon im ersten „Blade Runner“ ähnlich genug, damit Rick Deckard und die Replikantin Rachael ein gemeinsames Kind zeugen konnten. Um dieses geht es in der Fortsetzung. „Blade Runner 2049“ ist ohne Zweifel ein weiterer Meilenstein in Sachen Transhumanismus.

Das Kinoplakat in den Farben der Freimaurergrade.

Platz 6: „Kingsman: The Golden Circle“

Vordergründig geht es im zweiten Teil von „Kingsman“ um eine psychopathische Drogengangsterin, die einen ungesunden Appetit auf Menschenfleisch hat. Außerdem betätigt sich Poppy als Terroristin und rein zufällig ist mal wieder London das Ziel.

Doch zurück zu Poppys Kerngeschäft. Über die Drogen verbreitet sie einen Virus, für den nur sie das Gegenmittel hat. Damit will sie die gesamte Welt um Geld und Macht erpressen. Dumm nur, dass der amerikanische Präsident, der vom Verhalten her stark an Donald Trump erinnert, nicht mitspielt. Für ihn ist es die Gelegenheit, die USA von Kiffern und Junkies zu säubern.

Die am Virus erkrankten Menschen lässt der Präsident in Stadien inhaftieren und ohne medizinische Versorgung zugrunde gehen. Das erinnert doch stark an die FEMA-Camps, von denen hunderte über die gesamte USA verstreut für einen solchen Katastrophenfall bereit stehen. Im Falle einer Seuche oder auch eines Bürgerkrieges ließen sich ganze Bevölkerungsteile schnell internieren und beseitigen. „Kingsman: The Golden Circle“ thematisiert diese Gulags in einer Offenheit, dass es selbst Skeptikern die Sprache verschlagen müsste.

Platz 5: „Geostorm“

Öffentlich zugänglichen Dokumenten zufolge plant der militärisch-industrielle Komplex der USA, das Wetter bis spätestens 2025 als Waffe einzusetzen zu können. In „Geostorm“ werden die Wetterwaffen natürlich mit dem frommen Ziel erbaut, den Klimawandel aufzuhalten. Doch eine kleine Machtclique im Weißen Haus bemächtigt sich des Wetterkontrollnetzes und löst eine weltweite Klimakatastrophe aus. Ziel ist es, die Welt gemäß der eigenen Machtansprüche umzugestalten und dabei missliebige Regierungen auszuschalten sowie die Bevölkerung drastisch zu reduzieren.

Natürlich kann die Welt gerettet werden und wird bei der Gelegenheit auch gleich unter der Flagge der UN vereint. Mit anderen Worten, alle Länder sollen sich gefälligst freiwillig der neuen Weltregierung unterordnen oder sie werden mit Wetterwaffen bedroht. Rein zufällig sind zwei der Angriffsziele Hong Kong und Moskau. Die Drohung gegen China und Russland ist mehr als offensichtlich.

Platz 4: „Fack ju Göhte 3“

Was macht eine deutsche Komödie in dieser Liste? Das werden sich jetzt gewiss einige Leser fragen. Wer einen Blick hinter die witzige Fassade des „Final Fack“ wirft, wird die Antwort schnell finden. Als Herr Müllers missratene Klasse mal wieder den Unterricht schwänzt, begegnet er im Park einer älteren Dame, die ihren Hund mittels RFID-Chip ortet. Kurzer Hand beschließt er, seine Problemschüler ebenfalls chippen zu lassen, um sie zukünftig überall finden zu können. Am Ende wirbt sogar die Goethe-Gesamtschule mit einem RFID-Programm, damit keine Schüler mehr verloren gehen.

Es ist kein Zufall, dass sich diese Botschaft gezielt an ein jüngeres Publikum richtet. Immerhin ist es die nächste Generation, die in einer Welt leben muss, in der implantierte RFID-Chips Ausweispapiere und Geldkarte ersetzen werden. Die Zustimmung der Bevölkerung ist dafür nicht erforderlich, allerdings durchaus wünschenswert für die Herrschenden. Deshalb wird der gläserne Bürger zunehmend als Normalität beworben. „Fack ju Göhte 3“ ist dabei schon der dritte deutsche Film innerhalb von nur zwei Jahren, in dem Jugendliche gegen ihren Willen gechippt werden. Welche Ausmaße das Ganze annehmen kann, zeigen „Boy 7“ und „Jugend ohne Gott“.

Platz 3: „Jugend ohne Gott“

„Jugend ohne Gott“ zeigt eine dystopische Zukunft, in der es keine Mittelschicht mehr gibt. Die verelendeten Massen leben in Ghettos und haben kaum Zugang zu Bildung. Die Oberschicht schickt ihre Brut derweil an private Eliteuniversitäten, wo sie zum Gehorsam gedrillt werden. Interessanterweise erhalten auch die reichen Kids während des Auswahlverfahrens RFID-Chips. Implantiert wird diese in die Hand, wo die Menschen laut der Johannesoffenbarung einst das Malzeichen des Tieres tragen werden.

Zach, der Zweifel an diesem abartigen System hat, verliebt sich in die verwahrloste Ewa, welche sich illegal außerhalb ihres Ghettos aufhält. Sogar Waldspaziergänge sind für die Unterschicht tabu, sie werden regelrecht in ihren Ghettos interniert wie die Juden in Warschau. Als schließlich eine Mitschülerin von Zach ermordet wird, fällt der Verdacht natürlich sofort auf die unschuldige Ewa.

In Wirklichkeit ist jedoch der Millionärssohn Titus der Mörder, der die Tat aus einer Mischung von Entertainment und Überlegenheitskomplex begangen hat. Über sich selbst sagt er, dass es gut sei, nichts zu fühlen, weil ihn das stark mache. Er rechnet sich selbst der Elite zu, die diese Gesellschaft führt, was höchst brisant ist. Diese Aussage offenbart nämlich, dass wir von Psychopathen regiert werden, die keinerlei Empathie und Schuldgefühl kennen.

Der Name Titus ist bei alledem kein Zufall, denn er spielt auf den römischen Kaiser Titus (39-81) an, welcher einerseits den zweiten jüdischen Tempel in Jerusalem zerstören und andererseits den Bau des Kolosseums vollenden ließ. Insbesondere letzteres war ein blutiges Symbol der Unterdrückung sowie der abartigen Gelüste der Herrschaftselite. „Jugend ohne Gott“ bringt damit ziemlich genau auf den Punkt, was Sache ist.

Platz 2: „The Circle“

Man stelle sich vor, es gäbe keinerlei Privatsphäre mehr… Ach halt, das haben wir ja schon. In „The Circle“ geht es um einen Konzern, der frappierend an Google oder Facebook erinnert und tief in die Intimsphäre aller Menschen eindringt. Kameras an jeder Ecke, ein Himmel voller Videodrohnen und das komplett überwachte Smart Home werden hier als Utopia glorifiziert.

Tatsächlich gibt es auch Kritik, denn mittels interaktiver Webfahndung werden nicht nur verurteilte Kriminelle dingfest gemacht, sondern auch völlig unbescholtene Menschen in den Tod getrieben. Die Protagonistin Mae Holland zieht jedoch nicht die richtigen Schlüsse daraus. Sie schlägt stattdessen vor, zukünftig politische Wahlen im sozialen Netzwerk des Circles durchzuführen. Sie verschwendet dabei keinen Gedanken daran, dass es damit kein Wahlgeheimnis mehr gibt, Nichtnutzer von Wahlen ausgeschlossen werden und private Konzerne die Wahlen manipulieren können.

Mae zweifelt auch nicht an der permanenten Überwachung, obwohl das Sexleben ihrer eigenen Eltern im Internet ausgebreitet wird und diese daraufhin den Kontakt mit ihr abbrechen. Ihre Kritik beschränkt sich einzig drauf, dass die Konzernchefs des Circle ihr eigenes Privatleben geheim halten. Mit anderen Worten ist es vollkommen okay, dass private Konzerne intime Daten aller Menschen sammeln und vermarkten, solange sich deren Bosse davon nicht ausnehmen. Was für ein erschreckendes Fazit!

Platz 1: „What happened to Monday“

Es gibt Filme, die bestimmte Teilaspekte der neuen Weltordnung thematisieren. Und es gibt Filme, die die neue Weltordnung in ihrer Gänze aufzeigen. „What happened to Monday“ spielt in einer dystopischen Zukunft, in der die Erde hoffnungslos überbevölkert ist. Um die wachsende Bevölkerung zu ernähren, wird auf Gentechnik gesetzt, was jedoch zu einer Häufung von Mehrlingsgeburten führt. Um der Lage Herr zu werden, betreibt der totalitäre Polizeistaat eine noch krassere Einkindpolitik als China.

Wer mehr als zwei Kinder in die Welt setzt, muss nicht nur Strafe zahlen, die überzähligen Kinder werden gleich einkassiert. Dies gilt auch bei der Geburt von Zwillingen oder Mehrlingen. Die sieben Schwestern Monday, Tuesday, Wednesday, Thursday, Friday, Saturday und Sunday müssen daher ein Doppelleben führen. In den eigenen vier Wänden dürfen sie Individuen sein, doch in der Außenwelt müssen sie ein und dieselbe Person spielen.

Eines Tages verschwindet Monday und auf die verbliebenen Schwestern wird Jagd gemacht. Der Film spart dabei nicht mit drastischen Gewaltszenen, was insbesondere auf das Finale zutrifft. Denn die überlebenden Schwestern finden heraus, dass die eingesammelten Kinder nicht wie von der Propaganda behauptet in Kälteschlaf versetzt werden, um in der Zukunft ein besseres Leben zu führen. Stattdessen werden sie bei lebendigem Leibe eingeäschert.

Fassen wir mal kurz zusammen: Faschismus – abgehakt. Biometrische Pässe und Videoüberwachung – abgehakt. Gentechnik – abgehakt. Bevölkerungsreduktion – abgehakt. Brandopferung von Kindern – abgehakt. Schöne neue Weltordnung!

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Der Echsenmensch und der Starchild-Schädel

In den Wäldern von West Virginia wurde 1952 ein Reptiloid gesichtet, der eine Art Giftgas gegen die Augenzeugen einsetzte. Später erkrankten die Zeugen reihenweise an Kehlkopf- und Lungenkrebs. Außerdem wurde bei der Begegnung eine schwarze, ölige Substanz entdeckt. Haben hier Reptiloide einen Waffentest mit Black Goo durchgeführt?

In der Parallelhandlung der folgenden Doku geht es um den Starchild-Schädel. Das Wesen hatte zwar nachweislich eine menschliche Mutter, aber der Vater ist unbekannt. Der Schädel hat einige merkwürdige Eigenschaften, die nicht menschlich sind und auch nicht mit Gendefekten erklärt werden können. So ist der Knochen viel dünner als ein menschlicher Schädel, aber genauso stabil, weil die Knochenmasse Zahnschmelz und merkwürdige Fasern enthält. In der Rekonstruktion ähnelt das Kind einem Mensch-Grey-Hybriden.

Spiel nicht mit dem Black Goo!

Im Puzzle-Konstruktionsspiel „World of Goo“ kann man alles Mögliche aus kleinen, schwarzen Klebeklümpchen basteln.

World of Goo

In „Grey Goo“ wird indes eine Verbindung zwischen den Grey und dem Black Goo hergestellt. Hatten wir zwar schon in „Akte X“, hier kommt es aber noch mal als PC-Spiel, garniert mit reichlich Hexagonen.

Grey Goo

Grey Black Goo_1

Grey Black Goo_2

Black Goo in Star Trek

Es dürfte einige überraschen, dass es auch im Star Trek Universum Vorkommen von intelligentem Öl gibt. Gleich in der ersten Staffel von „Star Trek – Das nächste Jahrhundert“ trifft die Crew der Enterprise-D auf dem Planeten Vagra II auf eine Kreatur namens Armus. Es handelt sich um „Die schwarze Seele“ einer ausgestorbenen Spezies, welche all ihre negativen Eigenschaften abgestreift hat. Dumm nur, dass all die negative Energie ein Eigenleben entwickelt hat. Nachdem die Sicherheitschefin Tasha Yar von der Kreatur getötet wird, bleibt Captain Picard nichts anderes übrig, als den gesamten Planeten unter Quarantäne zu stellen.

Armus

Gegen Armus sind die Gründer des Dominion aus dem Gamma-Quadranten direkt umgänglich. Dennoch haben die Gestaltwandler einen Hang zur Eroberung, wobei sie fremde Spezies infiltrieren und gegeneinander ausspielen. Schließlich kommt es zum Krieg, in dessen Verlauf die Gestaltwandler von der Sektion 31 mit einem künstlichen Virus infiziert werden. Im Gegenzug für das Heilmittel kapitulieren sie schließlich vor den Mächten des Alpha-Quadranten.

Nun handelt es sich bei den Gründern nicht direkt um Black Goo, denn in ihrem flüssigen Zustand sind sie eher goldfarben. Dennoch teilen sie einige Eigenschaften mit dem intelligenten Öl. Die Gründer sind 1. flüssig, 2. intelligent und 3. besitzen sie die Fähigkeit, ihre Gestalt zu verändern. Auf der anderen Seite fehlen ihnen telepathische Fähigkeiten und sie ergreifen auch von niemandem Besitz. Allerdings neigen sie dazu, den Platz anderer Personen einzunehmen, was letzterem Punkt zumindest nahe kommt.

Wechselbalg

Ölbohrinsel Hellywood

Seinen bekanntesten Auftritt hat das intelligente Öl in der Erfolgsserie „Akte X“. Es taucht schon relativ früh in der 3. Staffel auf, wo in der Doppelfolge „Der Feind“ („Piper Maru“/“Apocrypha“) eine der wichtigsten Eigenschaften des Black Goo offenbart wird. Es kann in Menschen eindringen und Besitz von ihnen ergreifen.

Black Goo Possession

Black Goo Spiral

Weiter geht es in der 4. Staffel mit der Doppelfolge „Tunguska“ („Tunguska“/“Terma“). In dieser wir der Tunguska-Meteorit, welcher tatsächlich am 30. Juni 1908 im mittelsibirischen Bergland niederging, mit dem Black Goo in Verbindung gebracht. Es tropft förmlich aus dem Meteoritengestein, welches laut Serienkanon vom Mars stammt.

Black Goo Meteorit

Glaubt man den Gerüchten, ist es gar nicht so abwegig, dass die Russen ebenfalls mit Black Goo herumexperimentiert haben. Angeblich sollen sie mit der Erforschung sogar weiter als die Briten sein, was zumindest in der Serie angedeutet wird.

Black Goo Experimente_1

Black Goo Experimente_2

Ob Black Goo tatsächlich in Meteoriten vorkommt, ist dagegen mehr als fraglich, zumal in „Akte X“ selbst mehrere Erklärungsmodelle angeboten werden. Allerdings kommt die Panspermie-Methode durchaus auch in anderen Filmen vor. Unter anderem in „Blob – Schrecken ohne Namen“, der bereits 1958 in die Kinos kam und 1988 neu verfilmt wurde. Damals war die zähe Masse noch rot und verspeiste Menschen, weshalb es fraglich ist, ob dieser Sci Fi Klassiker wirklich als Anspielung auf intelligentes Öl gewertet werden kann.

Blob

Einen ähnlichen Plot gibt es um Venom aus den „Spider Man“-Comics, welcher 2007 seinen ersten Kinoauftritt in „Spider Man 3“ hatte. Bei Venom handelt es sich definitiv um eine Bezugnahme auf Black Goo, denn es ergreift von Menschen Besitz und verändert deren Verhalten.

Venom Goo

Damit wären wir auch schon zurück bei „Akte X“, wo das schwarze Öl mehr als nur das Verhalten seiner Wirte verändert. Im Kinofilm von 1998 macht das Öl eine krasse Wandlung durch. Es wird nicht länger als eigenständige Lebensform dargestellt, sondern als Blut einer Alienrasse, welche stark an die Grey erinnert, jedoch größer ist und eine grüne Hautfarbe hat.

AX Green Alien

Menschen, die mit dem schwarzen Blut infiziert werden, dienen als Wirte für die Jungen der Aliens. Die Opfer verflüssigen sich zunehmend und werden förmlich von den Parasiten verdaut. Mit dem ursprünglichen Konzept des intelligenten Öls hat das nicht mehr allzu viel zu tun, sondern eher mit einer Biowaffe. Diese wird über Bienen und Genmais überall in der Welt verbreitet. Monsanto lässt grüßen.

AX Maisfelder_2

AX Corn Oil

Die Opfer werden anschließend zum Ausbrüten in einen geheimen UFO-Stützpunkt in der Antarktis verschleppt.

AX Scully on Ice

AX UFO Antartica_1

Die geheime Schattenregierung, der auch der berüchtigte Raucher angehört, paktiert mit den Außerirdischen, die das Black Goo als Waffe gegen die Menschheit einsetzen. Allerdings vertrauen die Schattenmänner ihren Vertragspartnern keineswegs bedingungslos und haben ein Gegenmittel gegen die Infektion entwickelt. In wie weit Marconi Electronic Systems in diese Forschung verwickelt ist, wird in „Akte X“ offen gelassen.

Ebenso ist es fraglich, ob die Schattenregierung das Black Goo lediglich für eine andere Spezies verwaltet oder es selbst als biologische Waffe einzusetzen gedenkt? Letztere Option ist Thema des „Alien“-Prequels „Prometheus – Dunkle Zeichen“, in dem das Öl ebenfalls ein Träger für die DNS höher entwickelter Alienorganismen ist. Man könnte fast meinen, Ridley Scotts Autorenteam hätte bei Chris Carter abgeschrieben. Oder haben vielleicht beide aus gänzlich anderen Quellen abgeschrieben?

Sojasoße

Man beachte die Ähnlichkeit zu Venom.

Man beachte die Ähnlichkeit zu Venom.

Alien Black Goo

Zumindest von Chris Carter ist bekannt, dass er tatsächlich bei UFO-Forschungsvereinen wie MUFON recherchierte und Entführungsopfer konsultierte. Zudem sollen ihm einige CIA-Berater zur Verfügung gestanden haben, was aber selbstverständlich nie offiziell bestätigt werden wird. In jedem Fall bemühte sich Carter, mit seiner Serie nah an der Realität zu bleiben.

Wie die Wahrheit über das Black Goo aussieht, bleibt dennoch fraglich. Ist es nun ein außerirdischer Organismus, der mittels Meteoriten auf die Erde kam? Handelt es sich um eine Biowaffe einer anderen Spezies? Oder hat sich das intelligente Öl gar auf der Erde entwickelt? Letztere Option wird nicht nur in „Akte X“ erwähnt. Ein gänzlich irdisches Black Goo terrorisiert die Menschheit auch in „Phantoms“.

In diesem extrem gruseligen Film, der im selben Jahr wie „Akte X – Der Film“ erschien, kann das Öl seine Gestalt nach belieben verändern und die Menschheit auf diese Weise täuschen. Es kann jedes Lebewesen, einschließlich Menschen, imitieren und sogar in der Form von Phantasiegestalten auftreten. Es ist hoch intelligent und vermag mit der Menschheit zu kommunizieren. Diese braucht es nicht nur als Nahrung, sondern auch als Religionsgemeinschaft, denn das Black Goo in „Phantoms“ möchte als Gott angebetet werden.

Black Goo – Intelligentes Öl

von Shinzon

Es ist schwarz, es ist klebrig und obendrein soll es intelligent sein. Gemeint ist natürlich nicht das Öl, was in Saudi Arabien oder im Golf von Mexiko gefördert wird. Das war zwar auch mal lebendig, aber das ist schon einige Millionen Jahre her. Neben diesem fossilen Öl soll es nun aber noch ein anderes Öl geben. Einige Gerüchte behaupten, es handele sich um eine uralte Lebensform, die schon vor den Dinosauriern existierte, andere Quellen halten es sogar für außerirdisch.

Das größte Vorkommen von Black Goo wird auf den Falklandinseln vermutet, die vor der Küste Argentiniens liegen, politisch aber zur Kolonialmacht Großbritannien gehören. Einige Verschwörungstheoretiker behaupten gar, der Falklandkrieg 1982 sei auf das Interesse am intelligenten Öl zurückzuführen. Beweise für diese kühne Behauptung gibt es freilich keine, wohl aber für die geostrategischen Interessen Großbritanniens, denn auf den Inseln liegt eine wichtige Militärbasis. Zum Ärger Argentiniens entschieden sich 2013 bei einem Referendum 99,8 % der Bevölkerung, unter dem Joch der britischen Krone zu verbleiben.

Die Theorien gehen indes noch um einiges weiter. So soll eine blauhäutige Alienspezies mit dem Öl gehandelt haben, welche in Kontakt mit der argentinischen Regierung gestanden haben soll. Warum eine solch überlegene Spezies jedoch unfähig sein sollte, ihre Interessen zu verteidigen, bleibt fraglich. Die Briten sollen das Öl jedenfalls als Kriegsbeute mitgenommen haben. In der Folge kam es angeblich zu Experimenten, in deren Verlauf das Öl telepathischen Kontakt aufgenommen und insgesamt 22 Wissenschaftler des Rüstungsunternehmens „Marconi Electronic Systems“ in den Selbstmord getrieben haben soll. Angeblich sei es sogar in Menschen eingedrungen und habe Besitz von ihnen ergriffen.

Das klingt alles sehr phantastisch und ist es wahrscheinlich auch. Zumindest beschäftigen sich einige sehr zweifelhafte Personen mit dem Thema, die wenig vertrauenswürdig erscheinen. Darunter der deutsche Esoterikautor Harald Kautz-Vella, der sich im Dunstkreis von Jo Conrad, Michael Vogt und Norbert Brakenwagen herumtreibt. Zudem engagiert er sich bei einer Firma namens EGM International, welche Diesel mit Wasser streckt und behauptet, damit die Energieausbeute erhöhen zu können. Nun, Autos können zwar mit Wasserstoff fahren, aber eben nicht mit Wasser.

Ist das Thema Black Goo damit vom Tisch? Zumindest gibt es keine seriösen Quellen im deutschsprachigen Raum. Eine Suchmaschinenanfrage ergibt fast ausschließlich die einschlägig bekannten Esoterik- und Desinformationsportale. Bleibt also nur noch die ursprüngliche Quelle, der Brite David Griffin von Exopolitics UK. Der nennt aber kaum glaubwürdige Quellen, sondern zitiert vermeintliche Nazidokumente, die dem Neuschwabenlandmythos zuzuordnen sind.

Quelle

Glaubwürdige Augenzeugen oder militärische Whistleblower, wie es sie bei Roswell und anderen bekannten UFO-Ereignissen gibt, sucht man im Bereich Black Goo vergeblich. Den einzigen Anhaltspunkt, das überhaupt etwas an der Geschichte dran sein könnte, bieten ausgerechnet Hollywoodfilme wie „Akte X“ und „Prometheus“, in denen intelligentes Öl von Außerirdischen als Biowaffe eingesetzt wird. Es ist möglich, dass die herrschende Elite da etwas durchblicken lässt.

Einen weiteren interessanten Hinweis bietet der Film „John dies at the End“, in dem es ebenfalls um intelligentes Öl geht, welches als Droge kursiert. In diesem Streifen taucht ein Magier namens Marconi auf, womit eine Verbindung zwischen dem Black Goo und Marconi Electronic Systems hergestellt wird. Die Firma gab es übrigens tatsächlich, bis sie 1998 vom Rüstungskonzern BAE geschluckt wurde. Zumindest dieser Teil der Geschichte ist also ein Fakt und es wäre äußerst bedenklich, wenn Marconi Electronic Systems die reale Vorlage für die Weyland-Yutani Corporation aus „Prometheus“ sein sollte.

Real oder CGI?

John dies at the End – Und nimmt zu Beginn Drogen

von Shinzon

„John dies at the End” ist, ähnlich wie „Fear and Loathing in Las Vegas“, eine Romanverfilmung, in der es vordergründig um einen Drogentrip geht. Doch auch dieser Film strotzt bei genauerer Betrachtung nur so vor okkulter Symbolik und dämonischen Einflüssen. Beide Filme handeln vom drogeninduzierten Abstieg in die Hölle.

Die erste Minute des Streifens kann man gleich überspringen, denn sie zeigt lediglich einen zusammenhangslosen Axtmord. In der nächsten Szene trifft sich David Wong (Chase Williamson) mit dem Reporter Arnie Blondestone (Paul Giamatti) in einem China-Restaurant und schildert diesem rückblickend seine Drogenkarriere. Diese liegt offensichtlich in der Familie, denn Dave beschreibt seine Mutter als crackabhängige Kannibalin, die sich mit Nekromantie und Vampirismus beschäftigt hat. Beste Voraussetzungen also.

Seine eigene Geschichte beginnt Dave mit einem Anruf seines besten Freundes John Cheese (Rob Mayes). Im Fernsehen läuft gerade eine Sendung über einen Zauberkünstler namens Marconi und in der hagelt es bereits die ersten Pyramiden. Zunächst eine ägyptische Pyramide mit illuminierter Spitze, kurz darauf gleich noch eine Maya-Pyramide. Der Film wurde nebenbei bemerkt 2012 uraufgeführt und obwohl der Maya-Kalender keinen Weltuntergang prophezeit, handelt es sich bei diesem Motiv dennoch um einen klischeehaften Hinweis auf die drohende Apokalypse. Doch dazu später mehr.

01_Marconipyramide

02_Mayapyramide

Nachdem John Dave wach geklingelt hat, lädt er ihn zu einem Auftrag ein. Dabei benutzt er eine Codesprache, in der „Morgen ermorden wir den Präsidenten“ so viel wie „Vergiss nicht, unterwegs Bier zu besorgen!“ heißt. Macht voll Sinn, wenn man abgehört wird und keine Aufmerksamkeit erregen will. Es wird ziemlich schnell klar, dass man es bei John mit einer Knallcharge zu tun hat.

Der Auftrag der beiden beginnt sogleich mit einigen Zahlenspielchen. Auf Daves Gewehr findet sich eine Strichliste mit der Zahl seiner Opfer. Es sind 18 Striche und 18 geteilt durch 3 ist 6 6 6.

03_666 Flinte

Auf dem Gewehr findet sich weiterhin die ausgeschriebene Zahl Three/Drei. Diese taucht kurz darauf noch einmal als Hausnummer von John auf. Die 3 steht einerseits für die Dreifaltigkeit und die 33 ist die Anzahl der Freimaurergrade im schottischen Ritus.

04_Hausnummer 3

Die Klientin der beiden wird vom Geist ihres toten Freundes geplagt, doch dann stellen die beiden fest, dass sie selbst ein Geist ist. Kurz nach dieser Erkenntnis bekommen sie es auch schon mit dämonischen Kräften zu tun, die sich zunächst in Form von Schlangen manifestieren.

05_Schlangengrube

Der Türgriff des einzigen Fluchtweges verwandelt sich in einen Penis und das Fleisch aus einer Kühltruhe setzt sich zu einem widerlichen Dämon zusammen, den die zwei mit Hilfe eines Anrufs bei Marconi auflösen.

Selbstverständlich glaubt Blondestone diese abstruse Geschichte nicht. Um die Aufmerksamkeit des Journalisten zu gewinnen, nennt Dave ihm den Inhalt seiner Tasche und trifft auch mit dessen Traum von letzter Nacht ins Schwarze. Die Droge, auf der David ist, lässt ihn nämlich Dinge sehen, die jenseits seiner Wahrnehmung in Raum und Zeit liegen. Wie wenig erstrebenswert diese Bewusstseinserweiterung ist, zeigt der Traum des Reporters, in dem dieser von seiner Mutter mit einer Peitsche aus verknoteten Penissen geschlagen wurde. Aber immerhin hört Arnie ihm nach dieser peinlichen Offenbarung zu.

Nun erzählt David seine Geschichte endlich vom Beginn an, was er auch gleich hätte tun können. Alles fing vor einigen Jahren auf dem Konzert einer befreundeten Band an. Deren Logo besteht aus drei Armen, die eine Pyramide mit einem Auge im Zentrum bilden. Das wichtigste Freimaurersymbol wäre damit abgehakt und wie selbstverständlich steht es im Zusammenhang mit der Musikindustrie.

06_Bandlogo

Auf der Party wird reichlich Alkohol getrunken. In den USA sind die wahlweise blauen oder roten Plastikbecher bereits ein heimliches Symbol für den illegalen Alkoholkonsum unter Jugendlichen, da Personen unter 21 Jahren nicht mit einschlägigen Getränken erwischt werden dürfen.

07_Alkoholbecher

Alkohol ist aber nicht das Heftigste, was auf der Party gereicht wird. Abseits lernt David einen Typen im Jamaika-Look (Tain Bennett) kennen, der schon wie ein Klischeekiffer daher kommt. Seine Droge heißt jedoch nicht Marihuana, sondern Sojasoße und die lässt ihn nicht nur schweben, sondern auch Dinge sehen, die er eigentlich nicht wissen sollte. Woher diese Eingebungen kommen, macht er sogleich mit einer entsprechenden Geste klar.

08_Bob Baphomet

Obwohl die Traumdeutung des Jamaikaners korrekt ausfällt, wendet sich Dave zunächst ab. Die ganze Nummer beunruhigt ihn. Zumal der Junkie ankündigt, dass die USA von einer Atombombe getroffen wird und er weiß, welche Stadt als erste dran glauben muss. Obwohl der Name der Stadt nicht genannt wird, tippen wir einfach mal auf New York. Immerhin wurde ein derartiges Szenario bereits mehrfach in Filmen wie „Know1ng“, „Batman – The dark Knight rises“, „The Divide“, „Man of Steel“ und „Oblivion“ angekündigt. „John dies at the End“ scheint sich nahtlos in diese Liste einzureihen.

Nach der Party läuft Dave ein Hund mit den Namen Bark Lee zu, der später noch eine tragende Rolle spielen wird. Zunächst muss er aber erst mal seinen Rausch ausschlafen. Die Ruhe wird je durch einen Anruf von John unterbrochen, der auf einem schlechten Trip ist und gruselige Kreaturen sieht. Noch glaubt David, dass es sich nur um Halluzinationen handelt.

10_Hirngespinnst

Auf dem Tisch entdeckt er eine Spritze mit einer schwarzen Substanz, die an Black Goo erinnert.

09_Spritze

Er steckt die Spritze ein und fährt mit John in ein Restaurant. Dort erklärt ihm sein Kumpel, dass er das Zeug von einem Robert Marley bekommen hat, also dem Jamaika-Typen auf Party. Während des Gesprächs bekommt Dave einen Anruf von John, der aber direkt vor ihm sitzt. Sein Freund hatte bereits angekündigt, dass er ihn mehrfach angeklingelt hätte und die Telefonate erst noch ankommen werden. Sie sind quasi durch die Zeit gewandert. Nun können Drogen zwar die Wahrnehmung der Zeit verändern, aber nicht die Raumzeit in der Realität beeinflussen. Langsam dämmert Dave, dass mit diesem Zeug etwas nicht stimmt.

Als er mit John weiterfährt, ruft er während einer Fahrpause einen Pfaffen an, um diesen nach Rat zu fragen. Im Verlaufe des Anrufs dringt die Nadel der Spritze versehentlich in Davids Bein ein und infiziert ihn mit der Droge. Während der Pfaffe plötzlich andere Töne anschlägt, erkennt er, dass die Substanz offensichtlich lebt. Damit wird einmal mehr auf das Phänomen des intelligenten Öls angespielt.

12_Sojasoße

Auf der weiteren Fahrt taucht wie aus dem Nichts ein mysteriöser Mann auf der Rückbank auf, der sich als Roger North (Doug Jones) vorstellt und Dave Wong mit einer abartigen Kreatur bedroht. Die Erscheinung sagt ihm, dass er noch eine Aufgabe hätte, die darin bestünde, gegen eine Entität namens Korrok anzutreten. Es gelingt David, den Schattenmann abzuschütteln und dessen Kreatur zu töten. Kurz darauf taucht ein Polizist auf, der die beiden Freunde in Gewahrsam nimmt.

Am nächsten Morgen wird David von Detective Appleton (Glynn Turman) verhört. Dieser offenbart ihm, dass alle Sojasoßekonsumenten von dem Konzert der letzten Nacht verstorben sind. Doch das weiß Wong bereits. Dennoch schockieren ihn die Bilder der förmlich explodierten Drogenopfer. Ebenso schockiert ihn, dass im Nebenraum sein Kumpel Cheese verendet.

An dieser Stelle schwenkt die Handlung kurz in die Gegenwart zurück und Dave zeigt dem Reporter Arnie eine extradimensionale Kreatur im Kofferraum seines Wagens. Zunächst sieht Arnie nur einen leeren Käfig, doch aus dem Augenwinkel erkennt er plötzlich das dämonische Geschöpf, obwohl er die Droge nie genommen hat. Spätestens an dieser Stelle wird endgültig klar, dass das Black Goo die Wahrnehmung tatsächlich erweitert und verborgene Dinge sichtbar macht.

13_Hirngespinnst

Zurück im China-Restaurant fährt Dave mit seiner Geschichte fort. Obwohl sein Kumpel tot ist, bekommt er einen Anruf von ihm. So viel zum Thema Transkommunikation. Jedenfalls teilt John ihm mit, dass die zweite Wache im Vernehmungszimmer kein Mensch ist und er daher unbehelligt fliehen kann. Allerdings muss er noch gegen den Dämon kämpfen und dessen fliegenden Bart abwehren.

Als ob das noch nicht verrückt genug wäre, kann Dave auch mit einem kaputten Handy noch weiter mit seinem toten Freund kommunizieren. Dieser demonstriert ihm, dass er genauso gut mit einem Hot Dog in der Hand telefonieren kann. Mit diesem skurrilen Kommunikationsgerät lotst John ihn zum Trailer von Bob Marley, wo er nicht nur ein merkwürdiges Wesen in einem Aquarium entdeckt, sondern auch seine Zukunft im Fernseher sieht. Darüber hinaus ist die Bude mit einer Todesrune ausstaffiert, welche aus Hanfblättern besteht.

14_Hanfrune

Durch ein Geräusch aus dem Nebenraum aufgeschreckt, wird Dave auf eine weitere Dosis Black Goo in Pillenform aufmerksam. Die beiden Kapseln verwandeln sich in Fliegen und dringen ohne sein Zutun in seinen Kopf ein.

15_Lord of Flies

Während einer außerkörperlichen Erfahrung erlebt David die Produktion einer Pistolenkugel, die Detective Appleton wenige Sekunden später auf ihn abfeuern wird. Bevor es dazu kommt, erklärt der Cop ihm, dass die Soßenopfer von etwas Lebendigem aufgefressen wurden. Als Katholik erkennt Appleton in den extradimensionalen Wesen Dämonen und meint, dass die Hölle die Menschen umgibt und diese sie nur nicht wahrnehmen können.

Die Droge des Jamaikaners hat nun die Barriere zwischen der Hölle und unserer Realität durchbrochen und Appleton gedenkt, die Tür wieder zu schließen. Dafür muss er leider alle töten, die mit dem Black Goo in Berührung gekommen sind, was David wenig begeistert. Der Schuss prallt jedoch an ihm ab, weil bei der Produktion eine Fliege in die Patrone gekrochen ist. Er verdankt sein Leben also dem Herrn der Fliegen.

Als Dave aufwacht, brennt die Wohnung rings um ihn herum. Die Rettung kommt in Form seines Wagens durch die Wand gefahren. Am Steuer sitzt kein geringerer als der Hund, den er in der Nacht zuvor aufgegabelt hatte. Als wäre das noch nicht absurd genug, spricht aus dem Köter sein toter Kumpel John telepathisch mit ihm und erklärt, dass die letzte Welt, die mit dem intelligenten Öl infiziert wurde, nach 100 Tagen komplett zerstört war.

16_Zerstörte Welt

Noch beunruhigender ist die Erkenntnis, dass nicht Dave die Sojasoße nimmt, sondern die Soße ihn nimmt. Das Zeug spielt mit seinen Opfern, bis es sie nicht mehr gebrauchen kann und schlussendlich tötet. Wie sehr die Droge von jemanden Besitz ergreifen kann, zeigt sich bei Justin White (Jonny Weston), der sich neuerdings „Shitload“ nennt. Er hätte sich genauso gut „Legion“ nennen können, denn es sind verdammt viele Dämonen in ihm.

Mit Shitload ist nicht zu spaßen und selbst nach einem Kopfschuss steht er wieder auf. Mit David hat der Untote etwas Besonderes vor und bringt ihn zusammen mit dem wieder auferstandenen John, dem Asiaten Fred (Jimmy Wong) und Amy (Fabianne Therese) zu einem leer stehenden Kaufhaus mit dem bezeichnenden Namen „Mall of the Dead“.

17_Shitload

In der Kaufhalle befindet sich ein Dimensionsportal, welches nur von auserwählten Drogenkonsumenten gesehen werden kann. Das Portal erscheint als grüne Tür, was eine Anspielung auf die Smaragdstadt im „Zauberer von Oz“ sein dürfte. Dieses Kinderbuch des Theosophen Lyman Frank Baum handelt ebenfalls von einer Parallelwelt, in der es jede Menge Anspielungen auf Drogen (z.B. Mohnfelder) gibt.

18_Oz Tür

Mit einer zuvor platzierten Nachricht lockt David Shitload nach draußen, wo Detective Appleton den Dämon erschießt und die Leiche verbrennt. Appleton nimmt die restlichen Kids mit, doch wie sich herausstellt, hat er die Droge ebenfalls genommen. Seine Augen explodieren, das Auto überschlägt sich und kaum haben sich alle Überlebenden aus dem Wrack gerettet, befallen die herausströmenden Dämonen Fred. Es bleibt den anderen nichts weiter übrig, als ihn zu erschießen und zu verbrennen. Eine überflüssige Rolle stirbt einen sinnlosen Tod.

Die verbliebenen Drei beschließen, der Paralleldimension einen Besuch abzustatten. In der Mall of the Dead finden sich bereits entsprechende Symbole, die das Gebäude als Reptiloidenzone kennzeichnen. Auf dem Boden sind mehrere Oktagone aufgemalt, die das Innere eines achtzackigen Isis-Sterns darstellen.

19_Oktagon

John gelingt es nicht, die Geistertür zu öffnen, da er einfach durch sie hindurch greift. An dieser Stelle kommt Amy ins Spiel, die ihre linke Hand verloren hat. Allerdings gilt dies nur für die physische Realität. Auf der astralen Ebene existiert ihre Hand noch und mit dieser kann sie die Tür öffnen. Dabei ist es wohl kein Zufall, dass es ausgerechnet die linke Hand sein musste, denn die drei folgen schon lange dem Pfad zur linken Hand.

20_Astralhand

Obwohl Amy als Einzige die Tür öffnen kann, ist sie gleichermaßen die Einzige, die sie nicht mit bloßem Auge sehen kann. Dies gelingt ihr nur mit einer 3D-Brille, welche ein schwarz/weißes Muster hat. Hier dient das Schachbrettmotiv wieder einmal ganz offensichtlich als Dimensionsübergang.

21_Schachbrettbrille

Dave, John und Amys Hund Bark Lee gehen auf die andere Seite und werden von Amy getrennt. In einer Höhle treffen sie auf ein weiteres Portal in Form einer schwarzen Säule. Dort werden sie von Roger North und dem Magier Marconi erwartet, welche sie mit der Mission betrauen, in die Parallelwelt zu reisen und dort Korrok mit einer halluzinogenen Bombe auszuschalten.

22_Dimensionstor

Die Welt des alternativen Universums ist sehr befremdlich und hat einen roten Himmel. Der rote Himmel ist ein wiederkehrendes Motiv bei der Vorhersage zukünftiger Kataklysmen, welche diese Dimension bereits hinter sich hat.

23_Roter Himmel

Begrüßt werden die beiden Dimensionsreisenden von einer Gruppe maskierter Gestalten, die mit Ausnahme des Anführers fast komplett nackt sind. John kommentiert dies mit den Worten „Offenbar eine Eyes Wide Shut Welt“. Das ist ein kleiner Insider für all jene, die Stanley Kubricks hochgradig okkulten Film über die Sexrituale der Hochgradfreimaurer gesehen haben.

24_Eyes wide shut

Dave und John werden in eine satanistische Endzeitkirche geführt, wo sie offensichtlich schon seit langem erwartet werden. Man beachte die rote Krawatte des Predigers, die einen Hinweis darauf gibt, in wessen Diensten er steht.

25_Satanskirche

26_Thron

Der Prediger erklärt den beiden, dass sie in einer alternativen Zeitlinie gelandet sind, die sich Mitte des 19. Jahrhunderts abgespalten hat. In unserer Realität starb damals ein gewisser Cyrus Rooney im Alter von 17 Jahren, während er in der Parallelwelt überlebte und zu einem großen Erfinder avancierte. Insgeheim war er natürlich ein Okkultist und ziemlich pervers, wie die Hand im Schritt andeutet.

27_Cyrus

Rooney experimentierte auf dem Gebiet der Bestielogie, womit er in etwa die Rolle einnimmt, die Aleister Crowley in unserer Realität hatte. Im Gegensatz Crowley hatte sich Rooney jedoch nicht mit Drogen ins Nirwana geschossen und stattdessen den ersten Supercomputer aus dem Hirn eines Schweins entwickelt. Bereits 1922 hatte die Parallelwelt sich selbst weiterentwickelnde Computer auf organischer Basis, die letztendlich die Herrschaft über die Welt übernahmen.

Es gibt bereits genügend Andeutungen, dass der Schlussstein der Freimaurerpyramide kein lebendes Wesen, sondern ein allsehender und alles kontrollierender Supercomputer ist. Das erinnert nicht von ungefähr an das Venus Projekt, wobei die Venus in der okkulten Astrologie für Luzifer und Satan steht. Bei dem in Jacque Frescos Projekt vorgesehenen Zentralcomputer handelt es sich demnach um Luzifer/Satan höchstpersönlich.

Die Teufelsmaschine von Jacque Frescos filmischem Alterego Cyrus Rooney strotzt ebenfalls vor derartigen Andeutungen. Korrok erinnert mit seinen Tentakeln an Cthulhu und in seinem Zentrum sitzt ein allsehendes Reptilienauge.

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Weitere Parallelen gibt es zu Skynet aus der „Terminator“-Filmreihe, denn nach dem Tod Rooneys 1926 entwickelte Korrok ein eigenes Bewusstsein und begann damit, die Menschheit zu versklaven und alle Kritiker auszurotten. Der Genozid wird entsprechend der Alterfreigabe von FSK 16 nur als Cartoon gezeigt, was jedoch nichts an der Abartigkeit der folgenden Szenen ändert.

Nach der kurzen Geschichtsstunde werden John und Dave direkt zu Korrok geführt. Dieser offenbart den beiden, dass er sie mit einer winzigen Veränderung ihrer Gehirnchemie zu Kinderschändern machen könnte. Dieser überflüssige Kommentar ist gleichermaßen eine Anspielung auf Mind Control und rituellen Kindesmissbrauch – zwei Praktiken, die seit jeher im Satanismus miteinander kombiniert werden. Aber was will man anderes von einer Höllenmaschine erwarten, die glatt mit Sauron konkurrieren könnte?

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Neben der offensichtlichen Symbolik des allsehenden Reptilienauges gibt es in Korroks Umfeld noch eine weitere Anspielung auf die Reptiloiden. Das Türschloss zu seinem Bunker ist ein achtzackiger Ištar-Stern.

33_Korrokstern

Korroks nächstes Ziel ist es, unsere Realität zu erobern, wobei ihm Dave und John behilflich sein sollen, da sie bereits einen Dimensionssprung geschafft haben. Freilich haben die beiden andere Pläne und stellen den Zeitzünder der Bombe ein. Während Dave am Abgrund zu Korroks Schlund abhängt, setzt sich John eine Totenkopfmaske auf und grillt die Diener des Supercomputers mit einem selbst gebastelten Flammenwerfer. Nun, in der Hölle sind die beiden ja sowieso.

34_Flammenwerfer

In letzter Sekunde scheint die Mission der beiden fast zu scheitern, doch da taucht plötzlich Amys Hund auf, schnappt sich die Bombe und startet einen Kamikazeangriff auf Korrok. Wie sich herausstellt, hatte Bark Lee auch etwas von der Sojasoße abbekommen, als er den Jamaikaner gebissen hat. Auf diese Weise konnte er telepathischen Kontakt mit Marconi aufnehmen und bekam den Auftrag, Korrok zu töten. Dave und John waren lediglich seine Eskorte.

35_Bark Lee

Die nächste Überraschung wartet schon im China-Restaurant, denn Arnie Blondestone beschreibt sich selbst als Afroamerikaner, während Dave ihn als Weißen wahrnimmt. Das bedeutet, dass der Reporter längst tot ist und Dave die ganze Zeit mit einem Geist gequatscht hat.

In der Schlusszene spielen Dave und John Basketball und entdecken dabei ein sphärisches Dimensionstor. Dieses führt sie in eine weitere Parallelwelt, die von einer Katastrophe heimgesucht wurde.

36_Black Sphere

Vom Himmel steigen zwei Soldaten der Befreiungsarmee herab, deren Anzüge aus dem Film „Galaxy Quest“ recycelt wurden. Offensichtlich ging den Produzenten zum Ende hin das Geld aus, aber immerhin konnten sie so noch einmal den Saturn ins Bild bringen.

37_Galaxy Quest

Fazit: „John dies at the End“ zeigt sehr eindringlich, dass man die Finger von harten Drogen lassen sollte. Darüber hinaus offenbart er aber auch die Machenschaften der okkulten Elite, insbesondere deren Agenda zur Erschaffung eines allsehenden Zentralcomputers. Google und Facebook lassen grüßen. Das Ganze wird dann noch etwas mit satanistischer Symbolik und extradimensionalen Höllenwesen garniert und fertig ist ein weiteres blutrünstiges Machwerk, mit dem Filmfreunde ihre Seelen abstumpfen können.

Ein zentraler Aspekt des Films ist das Black Goo, welches offensichtlich eine intelligente Lebensform außerirdischen Ursprungs ist. In dieser Hinsicht ist auch die Rolle des Marconi interessant, denn in der Realität soll eine britische Firma mit dem Namen „Marconi Electronic Systems“ mit Black Goo herumexperimentiert haben. Angeblich sollen dabei 22 Mitarbeiter Selbstmord begangen haben. Die Verbindung des Namens Marconi mit intelligentem Öl in „John dies at the End“ ist gewiss kein Zufall, zumal es auch im Film mehrere Tote gibt.

Paranormal Activity – Die von Dummheit Gezeichneten

von Shinzon

Noch bevor der fünfte Teil der „Paranormal Activity“-Reihe im Herbst 2014 in die Kinos kommt, beglückt Christopher B. Landon die Fans schon vorab mit einem ersten Spin off. Während die reguläre Reihe spätestens ab Teil 4 schon total ausgelutscht ist, geht „Paranormal Activity: Die Gezeichneten“ etwas andere Wege. Man könnte ihn als erste Komödie des Franchise’ bezeichnen.

Der Spaß beginnt schon damit, dass Jesse (Andrew Jacobs) und sein Kumpel Hector (Jorge Diaz) nur Scheiße in der Birne haben. Unter anderem ahmen sie „Jackass“ nach, montieren eine Kamera an eine Wäscheschüssel und kesseln damit die Treppe runter. Die Schürfwunden sind dabei wohl verdient.

Als sie später seltsame Laute aus der Wohnung im Erdgeschoss vernehmen, lassen sie die Kamera einen Lüftungsschacht hinunter und filmen dort eine junge, nackte Frau. Diese sieht allerdings stark nach einer Gummipuppe aus, während die alte Hexe Anna (Gloria Sandoval), die in der Wohnung lebt, sich besser nicht ausgezogen hätte. Verwirrt nehmen die beiden Spanner zur Kenntnis, dass die Alte offenbar ein Ritual abhält und die junge Frau mit okkulten Symbolen beschmiert.

Am nächsten Tag stiften die Zwei einen Nachbarsjungen an, Anna als „Bruja“ (zu Deutsch: Hexe) zu beschimpfen. Abends veranstalten Jesse und Hector wieder Unfug, diesmal mit einem Feuerwerkskörper. Dabei werden sie jedoch von Oscar Hernandez (Carlos Pratts) aufgeschreckt, der davon flüchtet. Kurz darauf erscheint die Polizei. Allerdings nicht wegen dem Feuerwerkskracher der beiden, sondern wegen Anna. Offenbar hat Oscar die Frau umgebracht.

Hohl, wie Jesse und Hector sind, entschließen sie sich, den Tatort mit ihrer Kamera zu dokumentieren. Natürlich ohne Handschuhe befummeln sie alles, was ihnen vor die Linse kommt. Ein Wunder, dass die beiden später nicht unter Tatverdacht geraten. Dafür bekommen sie aber bald ganz andere Probleme.

Es zeigt sich nämlich schnell, dass sie die Wohnung einer echten Hexe betreten haben. Das fängt schon mit einer kleinen Kristallpyramide an, die auf einem Schrank steht und gipfelt in einem Buch über okkulte Rituale, welches die beiden mitgehen lassen.

(Bild folgt)

Als Jesse am nächsten Morgen aufwacht, hat er eine Bisswunde am Arm.

Gezeichnete Bisswunde

Er beginnt sich langsam zu verändern und entwickelt dabei scheinbar Superkräfte. So kann er eines Nachts zwei Angreifer spielend abwehren und wird bei jedem Sturz von einer unsichtbaren Hand abgefangen. Zunächst findet Jesse dies ziemlich cool, doch als der Dämon sich über ein Spielzeug mitteilt, wird ihm und seinen Freunden die Sache langsam unheimlich.

Er und Hector lenken sich ab, indem sie auf eine Party gehen und zwei Mädels abschleppen. In der Wohnung der ermordeten Anna wollen sie die beiden flachlegen, doch so weit kommt es bei Jesse nicht. Als er in seine Wohnung eilt, um ein Kondom zu holen, entdeckt Penelope (Catherine Toribio) eine Geheimtür in einen Kellerraum und hat eine unheimliche Begegnung mit Oscar.

Dieser ist offensichtlich ebenfalls von einem Dämon besessen und begeht in seiner Verzweiflung Selbstmord. Schon bald erlebt Jesse auch, warum Oscar diesen Ausweg wählte. Etwas bewegt sich unter Jesses Haut und eines Morgens zieht er sich Fäden aus den Augenwinkeln, die an Morgellons erinnern. Diese gruslige Art der Besessenheit durch eine schwarze Substanz kommt einem zudem aus der Serie „Akte X“ bekannt vor, in der das schwarze Öl eine außerirdische Intelligenz darstellt, die ebenfalls von Menschen Besitz ergreift.

Gezeichnete Morgellons

Zusammen mit Hector verfolgt Jesse die Spuren des Dämons. Im Keller der Hexe finden die beiden heraus, dass sie Jesse schon seit seiner frühsten Kindheit verfolgt und offenbar auch für den Tod seiner Mutter verantwortlich ist. Überall liegen Bilder von Jesse aus allen Lebensabschnitten und auf einem macht der die freimaurerische V-Handgeste.

Gezeichnete V-Hand

Zudem ist der Keller mit allerhand satanistischen und freimaurerischen Symbolen geschmückt, darunter eine Pyramide mit Auge, ein Schwefelkreuz und dergleichen mehr.

Gezeichnete Pyramide

(weitere Bilder folgen)

Eine weitere Spur führt in Oscars Wohnung, in die sie von dessen Bruder eingelassen werden. Anhand der Zeitungsartikel, die Oscar gesammelt hat, erfahren sie, dass es noch mehr betroffene Jugendliche gibt. Zwischen den Artikeln finden sie auch eine Telefonnummer von einer Ali Rey (Molly Ephraim).

Bei einem Treffen erzählt Ali Hector, dass ein Hexenzirkel an der Erschaffung einer Armee von Besessenen arbeitet. Was in der Realität mit Mind Control-Programmen versucht wird, funktioniert im Film mit Dämonen. Wobei in der realen Welt die Grenzen zwischen Hirnwäsche und Okkultismus durchaus fließend sind. Das Thema ist also ernster, als es den Anschein hat.

Wie bei satanistischen Mind Control-Opfern üblich verliert Jesse allmählich die Kontrolle über seinen Verstand und wird immer aggressiver. An seinem 18. Geburtstag soll ein abschließendes Ritual stattfinden, nachdem er äußerlich wieder normal erscheinen soll, jedoch vollkommen unter der Kontrolle des Hexenzirkels bzw. der Dämonen stehen wird. Warum dieses Ritual mit erreichen der Volljährigkeit stattfinden muss? Ganz einfach: 3 mal 6 ist 18!

(Bild folgt)

Hector und Marisol (Gabrielle Walsh) gelingt es zunächst, Jesse zurück zu holen, doch plötzlich wird ihr Auto gerammt und der Zirkel nimmt ihren Freund mit. Zusammen mit Oscars Bruder und dessen kriminellem Kontakt knacken Hector und Jesse auf das Grundstück des Hexenzirkels ein, um Jesse zu befreien. Dabei sterben auch endlich mal ein paar der Satansanbeterinnen, was eine erfreuliche Abwechslung gegenüber den vier bisherigen Filmen darstellt.

Leider sind die Hexen in der Überzahl und dezimieren die Einbrecher recht schnell. Am Ende bleibt nur noch Hector übrig, der allein durch das Hexenhaus irrt. Dieses erinnert übrigens stark an die Bude der Großmutter von Kristi und Katie, die dem Wandschmuck nach der Church of Satan angehört.

(Bild folgt)

Zu einer weiteren Überschneidung mit den anderen „Paranormal Activity“-Filmen kommt es, als Hector offenbar durch eine Raum-Zeit-Anomalie stolpert und in der Wohnung von Katie und Micah aus Teil 1 landet. Wie das zusammenpassen soll, ist nicht nachvollziehbar. Dieses Ende ist höchst verwirrend und unbefriedigend.

Fazit: „Paranormal Activity: Die Gezeichneten“ liefert nicht ganz die gewohnte Kost, die man aus den anderen Filmen kennt. Der Stil ist etwas komödiantischer, aber das ist bei den Knalltüten von Charakteren auch kein Wunder.

Die okkulten Hintergründe bleiben dagegen düster und offenbaren einmal mehr die Abgründe satanistischer Geheimzirkel. Wenn man sich vor Augen hält, wie bedenkenlos sich die breite Masse für okkulten Rotz begeistern lässt, kommt man fast zu dem Schluss, dass die Armee der Satanisten bereits steht. Ob sich aber mit einem Heer bequemer Konsumzombies etwas anfangen lässt, bleibt allerdings mehr als fraglich.

Was bedeutet der Aztekenkalender im Hintergrund?

Was bedeutet der Aztekenkalender im Hintergrund?

Prometheus – Ridley Scotts Ausflug in die Präastronautik

von Shinzon

Nach dem 1997 erschienen vierten Teil der „Alien“-Reihe wurde es lange Zeit sehr still um das Franchise. Zwar folgten noch zwei Crossover mit der „Predator“-Reihe, die starken Bezug auf die Quadrilogie nahmen, doch auf einen weiteren reinen „Alien“-Film musste die Fangemeinschaft lange warten. Nun kommt mit „Prometheus“ nicht etwa eine Fortsetzung, sondern ein Prequel in die Kinos. Bei diesem führte kein Geringerer als der Schöpfer des Franchise, Ridley Scott höchstpersönlich, Regie.

„Prometheus“ beginnt mit der Schöpfung der Menschheit durch Außerirdische und zugleich mit einer verspielten Chance. Wenn man schon Bezug auf antike Legenden nimmt, dann hätte man auch gleich zeigen können, wie der sumerischen Legende nach die Anunna die Menschen als Sklavenrasse erschaffen haben. Im alten Testament, welches größtenteils auf sumerischen Schriften basiert, ist ebenfalls von einer Auskreuzung der Menschen mit den Engeln die Rede, durch welche das Riesengeschlecht der Nephilim entstanden ist.

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In „Prometheus“ geschieht nichts dergleichen. Stattdessen injiziert sich ein einzelner Außerirdischer eine schwarze Substanz. Sein Körper zerfällt und bröselt ins Meer, wodurch das irdische Ökosystem mit humanoider DNS kontaminiert wird. Es ist mehr als unwahrscheinlich, dass daraus die Menschheit hätte entstehen können.

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Abgesehen von der Absurdität dieser Darstellung des Prometheus hält sich Ridley Scott überhaupt nicht an die antiken Legenden. Prometheus wurde nämlich erst von Platon (427-347 v.Z.) zum Schöpfergott erhoben, davor war er lediglich der Überbringer des Feuers. Die filmische Gestalt erinnert daher eher an den sumerischen Gott Enki, aber mit diesem Namen hätten die meisten Kinogänger wohl nichts anfangen können.

Eine direkte Interaktion der Titanen mit den Menschen wird jedenfalls nicht gezeigt, obwohl es dafür sowohl im Film als auch in der Realität Hinweise gibt. Präastronautisch wird es etwa, als das Archäologenpaar Elizabeth Shaw (Noomi Rapace) und Charlie Holloway (Logan Marshall-Green) Höhlenmalereien auf der schottischen „Isle of Skye“ entdeckt, die einen direkten Kontakt der Außerirdischen zu den Frühmenschen offenbaren. Das ist zwar eine nette Idee, da es vergleichbare Höhlengemälde tatsächlich gibt, doch die dargestellte Interaktion passt nicht zum Verhalten der humanoiden Schöpferwesen. Das Zusammenspiel der Yautja mit den Maya in „Alien vs. Predator “ ist im Vergleich dazu weitaus schlüssiger und besser durchdacht.

Ridley Scott und seine Drehbuchautoren spielen lediglich mit Halbwissen und vermischen dieses mit ihrer eigenen Fiktion. Neben den Anleihen aus der Präastronautik gibt es so auch eine Anspielung auf den Entführungsfall von Betty und Barney Hill. Die Sternenkonstellation, welche in der Höhlenmalerei abgebildet ist, verweist nämlich auf das Doppelsternsystem Zeta Reticuli, genau wie die Karte, die Betty Hill unter Hypnose nachgezeichnet hat. Dumm nur, dass die beiden von den Grey entführt wurden und nicht von menschlichen Humanoiden. Ebenso sind in zahlreichen Höhlenmalereien kleine graue Wesen mit großen schwarzen Augen abgebildet.

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„Prometheus“ wirkt wie der krampfhafte Versuch, reale Vorlagen ins „Alien“-Universum einzuflechten. Der ursprüngliche Science Fiction Klassiker wird dadurch aufs schändlichste verzerrt, noch bevor die Reise überhaupt beginnt. Dabei ist es noch das geringste Problem, dass die Technik des Raumschiffes Prometheus aus dem Jahr 2089 wesentlich moderner ist, als jene der Nostromo im Jahr 2122. Immerhin liegen zwischen beiden Filmen exakt 33 (!) Jahre.

Zum technischen Inventar der Prometheus gehört der Androide David (Michael Fassbender), welcher als einziges Crewmitglied auf der zweijährigen Reise wach ist. Die Zeit vertreibt er sich damit, die Träume von Elizabeth Shaw zu durchleuchten oder Filmklassiker wie „Lawrence von Arabien“ zu studieren. In letzterer Szene sieht man David zwischen den zwei Säulen Jachin und Boas sitzen.

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Mit Freimaurersymbolik geht es gleich weiter. Nachdem die Crew der Prometheus erwacht ist, gibt es ein kurzes Missionsbriefing, welches über einen freimaurerischen Kubus läuft, auf welchem eine Pyramide, bestehend aus vier kleineren Pyramiden, abgebildet ist.

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Der Kubus ist eine Art Hologrammprojektor und die Vorführung beginnt mit einer Botschaft des Konzernchefs Peter Weyland (Guy Pearce). Dieser steht, genau wie sein künstlicher Sohn David, zwischen zwei Säulen.

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Im Film lernt man Peter Weyland nur als alten Knacker kennen, doch es gibt eine geschnittene Szene, in der er als junger Geschäftsmann gezeigt wird. Diese ist wesentlich aufschlussreicher als die hier dargebotene, denn darin spricht er von der Gottwerdung des Menschen. Weyland gibt einen kurzen Abriss über den technischen Fortschritt der Menschheit und geht schließlich zur Schaffung der künstlichen Intelligenz über, die durch David verkörpert wird. Der Mensch erhebt sich also zum Schöpfer, was zwar durchaus auch im späteren Filmverlauf thematisiert wird, aber nie so deutlich wird, wie in der fehlenden Szene.

Stattessen gibt es an dieser Stelle nur ein Grußwort und anschließend übernimmt Charlie Holloway, um der Prometheus-Crew einen Crashkurs in Sachen Präastronautik zu geben. Der Teufel steckt dabei wie immer im Detail, wenn man mal näher auf Holloways Hände achtet.

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Angesichts dessen ist es wohl auch kein Zufall, dass die Sternkonstellation, die in zahlreichen antiken Hinterlassenschaften auftaucht, ausgerechnet aus 6 Sternen besteht. Die 666 wird uns im späteren Filmverlauf noch häufiger begegnen. In dieser Szene sind die 6 Sterne zudem auf einer offensichtlich sumerischen Steintafel zusammen mit der geflügelten Sonne zu sehen.

Nach dieser kurzen Einführung landet die Prometheus auf LV-223. Interessanterweise ist dies nicht der Mond aus „Alien“, denn dieser hatte die Nummer LV-426. Damit sind etwaige Anknüpfungspunkte obsolet. Warum „Prometheus“ auf einem Nachbarmond im selben System spielt, weiß nur Ridley Scott. Vielleicht wollte er einfach irgendwo die bedeutsamen Zahlen 22 und 23 unterbringen und diese dann gleich noch mit einem Planeten kombinieren, der Saturn ähnelt.

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Die beiden Zahlen hat er allerdings auch an anderer Stelle versteckt. Interessant ist dabei, dass die 22 den Grad des Master Builders (Baumeisters) markiert, während die 23 für Zerstörung steht. Das Einreißen des Erschaffenen ist das Leitmotiv des gesamten Films und daher macht auch die Kombination 223 absolut Sinn.

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Es gibt jedoch noch eine weitere Deutungsmöglichkeit, welche die Erstere nicht ausschließt. Es könnte sich zusätzlich um eine Anspielung auf den biblischen Text Levitikus aus dem Buch Moses, Kapitel 22, Absatz 3 handelt. Darin heißt es: „Sag zu ihnen: Jeder aus euren Nachkommen, auch in den kommenden Generationen, der sich im Zustand der Unreinheit den heiligen Opfergaben nähert, die die Israeliten dem Herrn weihen, soll ausgemerzt und aus meiner Gegenwart weggeschafft werden.“ Da die Menschheit sich nicht gerade zum Positiven entwickelt hat und Peter Weyland keine sonderlich ehrbaren Motive für die Mission der Prometheus hat, könnte das deren weiteren Verlauf erklären.

Die Übersetzungen dieses Absatzes variieren jedoch teilweise sehr stark, sodass sich auch ein anderer Sinn daraus ergeben kann. So heißt in einer englischen Bibelübersetzung sinngemäß: „Wenn einer deiner Nachkommen diese Dinge berührt, so wird diese Person unrein. (…)“ Damit könnte wiederum das Black Goo gemeint sein, mit welchem sich einige Crewmitglieder im Verlauf der Mission infizieren werden. Doch dazu später mehr.

Wer mit derartigen Symboliken um sich wirft, muss selbstverständlich ein Hochgradfreimaurer sein und um bei den Zahlencodes zu bleiben, kommt die 33 ebenfalls nicht zu kurz.

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Die Zahlensymbolik wird sogar noch abgründiger, nachdem das erste Außenteam in die Schutzanzüge geschlüpft ist und die Ruinen auf LV-223 erforscht. In den Videoübertragungen sämtlicher Helmkameras ist nämlich die 666 eingeblendet. Manchmal mit drei Einsen oder drei Zweien hinter jeder 6, aber die Zahl des Teufels ist allgegenwärtig.

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David zeigt die 666 später sogar noch einmal als Handgeste.

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So ganz unpassend ist das nicht, denn der Planet entpuppt sich als eine Art Vorhölle. Es handelt sich nämlich nicht um die Heimatwelt der Schöpferwesen, sondern lediglich um einen Außenposten, auf dem für die Erde bestimmte Massenvernichtungswaffen lagern. Hier stellt sich natürlich die Frage, warum die Außerirdischen den Menschen der Antike gezeigt haben, wo ihre geheimen Waffendepots liegen? Das ist echt sagenhaft dämlich, zumal die Waffen offenbar für die Vernichtung der Menschheit gedacht waren.

Daraus ergibt sich gleich die zweite Frage, denn warum haben die Titanen die Menschen überhaupt erst erschaffen? Etwa als Laborratten für ihre biologischen Waffen? Um die Eroberung der Erde wird es den Gentechnikingenieuren wohl kaum gegangen sein, denn diese hätten sie sich auch gleich nehmen können. Zudem würde ihnen die Erde kaum etwas nutzen, wenn sie von säureblütigen Parasiten verseucht ist. Es wäre weitaus interessanter gewesen, einen interstellaren Krieg zwischen den Titanen und den Yautja zu etablieren. Ein Vernichtungskrieg hätte dabei sogar den Einsatz biologischer Waffen schlüssiger wirken lassen.

Diese Waffen lagern jedenfalls in unterirdischen Höhlen, welche sich später als außerirdisches Raumschiff herausstellen. Direkt über dem Eingang prangt bereits ein gigantischer Totenschädel, der nichts Gutes erahnen lässt.

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Was die Inneneinrichtung angeht, hatten die Erbauer offenbar ebenfalls einen etwas düsteren Geschmack. Ein Raum wird etwa von einem Wandrelief geschmückt, welches einen gekreuzigten Xenomorph zeigt. Bei den ganzen satanischen Symbolen darf die Verhöhnung des Christus nicht fehlen.

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Doch zurück zu den biologischen Waffen, welche letztendlich zum Untergang der Schöpferrasse geführt zu haben. Die sind in Kanopen abgefüllt und erinnern sehr stark an das schwarze Öl aus „Akte X“. Es ist also keine gute Idee von Weyland, sie der irdischen Rüstungsindustrie zuführen zu wollen.

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Eine noch dämlichere Idee ist es jedoch, dass David den Archäologen Holloway absichtlich mit dem Black Goo infiziert und das auch noch direkt vor dessen Nase, indem er seinen Drink vergiftet. Offenbar eine Anspielung darauf, dass alles offensichtlich vor den Augen der Menschen platziert wird, aber die Mehrheit zu blind ist, um es zu bemerken.

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Die Verantwortlichen sind aber mindestens ebenso kurzsichtig. Insbesondere, wenn man es auf den Weyland-Konzern bezieht. Jeder halbwegs vernünftige Rüstungskonzern hätte eine der Kanopen mit auf die Erde gebracht und unter kontrollierten Bedingungen mit dem Inhalt herumexperimentiert, statt die gesamte Mission auf solch fahrlässige Weise zu gefährden.

Der Rest der Crew verhält sich allerdings nicht minder bescheuert. So erschrickt einer der entbehrlichen Nebencharaktere vor harmlosen Hologrammen, nur um kurz darauf eine gemeingefährliche Alienkreatur streicheln zu wollen. Das wurmartige Wesen, welches die Merkmale männlicher und weiblicher Geschlechtsteile in sich vereint, geht natürlich gleich zum Angriff über.

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Als Strafe für das Spiel mit dem promethischen Feuer wird einer der Infizierten beim Versuch an Bord der Prometheus zu gelangen bei lebendigem Leibe verbrannt. Spätestens ab diesem Punkt zeichnet sich ab, dass die gesamte Mission in einer Katastrophe enden wird.

Kein Wunder, wenn die komplette Crew der Prometheus aus Amateuren besteht, die keine noch so unpassende Gelegenheit auslassen, miteinander zu vögeln. Auf diese Weise steckt sich schlussendlich Elizabeth Shaw bei Holloway mit dem Black Goo an und wird sogleich schwanger. Interessant ist hierbei, dass die beiden Todgeweihten das Christenkreuz tragen. Holloway hat es als Tattoo auf dem rechten Oberarm und Shaw trägt es als Anhänger.

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Wirklich gläubig sind die zwei jedoch nicht, denn immerhin vertreten sie einen präastronautischen Standpunkt. Zudem hat Shaw ein Problem mit ihrer Unfruchtbarkeit, welches keineswegs durch die ungewollte Schwangerschaft mit einem todbringenden Alien gelöst wird. David nutzt den Moment ihrer Schwäche aus, um ihr die Kreuzkette abzunehmen, was hier eindeutig als Abkehr vom Christentum zu verstehen ist.

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Überhaupt spielt David eine sehr okkulte Rolle. Der Android bestimmt über Leben und Tod der Mannschaft und als er den alten Weyland, welcher heimlich mit auf die Reise gegangen ist, auf das außerirdische Raumschiff begleitet, hält er buchstäblich die Welt in seinen Händen.

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Schlussendlich spricht er sogar die Sprache der Schöpfer, was ihn jedoch nicht davor bewahrt, von einem ihrer Vertreter enthauptet zu werden. Im Gegensatz zu Weyland überlebt David diese Begegnung jedoch. Er stellt damit die Krone der Schöpfung dar, erschaffen von einer Spezies, die ihrerseits von einer uralten Rasse erschaffen wurde. Damit wäre der Höhepunkt des freimaurerischen Werkes erreicht.

Für die Fans der alten „Alien“-Filme ist dieser Plot natürlich auch ohne die okkulten Hintergründe enttäuschend. Ridley Scott verschenkt in „Prometheus“ so ziemlich jedes Potential. Dabei kann man durchaus noch damit leben, dass es neben den klassischen Aliens einige andere biologische Waffen gibt. Die Idee, dass der Navigator aus dem ersten „Alien“-Film nur einen Schutzanzug trägt und darunter ein Humanoid steckt, ist sogar brillant und die größte Überraschung, die der Film zu bieten hat.

Das Design fügt sich perfekt in die düsteren, organisch wirkenden Bilder des Originals und verwandelt die Kulissen in einen Alptraum des Schweizer Okkultisten H.R. Giger. Das Titanen-Raumschiff ist gar eine detailgetreue Nachbildung und wäre es auf LV-426 abgestürzt, hätte sich ein nahtloser Übergang zum ersten Film ergeben. Doch leider wird in den letzten fünf Minuten noch einmal alles richtig kaputt gemacht.

Mal abgesehen von einigen geänderten Details in der Navigationskammer des Raumschiffs sollte der Pilot doch eigentlich auf seinem Sessel sitzend sterben und dabei seinen Anzug tragen. Stattdessen überlebt er den Absturz auf dem falschen Planeten und jagt anschließend aus unerfindlichen Gründen Elizabeth Shaw hinterher. Offenbar ist es sein einziger Antrieb, jeden Menschen in seinem Umfeld töten zu wollen.

Durch dieses sinnfreie Verhalten stirbt der Hüne nicht mal an Bord seines eigenen Raumschiffs, sondern in der Rettungskapsel der Prometheus. Dort lauert noch das inzwischen erwachsene Ungeheuer, mit dem Shaw kurz zuvor schwanger war. Wie sie nach dem behelfsmäßigen Kaiserschnitt mit einem zugetackerten Bauch noch wie eine Spitzensportlerin über die Planetenoberfläche turnen kann, fragt man besser gar nicht.

Jedenfalls wird der Navigator von dem Krakenwesen oral vergewaltigt und gebiert danach einen spitzköpfigen Xenomorph, der überhaupt nichts von den klassischen Aliens hat. Shaw schnappt sich derweil Davids abgetrennten Kopf und kapert ein weiteres Alienraumschiff, um sich auf die Suche nach der Heimatwelt der Schöpfer zu machen. Was für ein enttäuschendes Ende!

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Es hätte so perfekt sein können, wenn das Alienraumschiff auf LV-426 abgestürzt wäre und durch den Aufprall ein Loch zum tiefer liegenden Schiffsdeck gerissen worden wäre. Dann hätte ein Facehugger herauskrabbeln und den Navigator infizieren können, welcher dann von einem Chestburster getötet worden wäre. Also alles genau so, wie es später die Crew der Nostromo vorfinden würde.

Fazit: Ridley Scott liefert mit „Prometheus“ ein Puzzleteil, welches absolut nicht zu dem bereits vorhandenen Puzzle passen will. Im Grunde geht es hier um die Erschaffung und Manipulation der Menschheit durch die Grey, was als Thema für sich durchaus interessant gewesen wäre. Leider wurde es gewaltsam in ein bereits bestehendes Franchise gepresst und mit einer gehörigen Portion Okkultismus garniert.

Punkten kann der Film lediglich mit seinen Spezialeffekten und dem Set-Design, welches wenigstens etwas „Alien“-Feeling aufkommen lässt. Dem gegenüber steht jedoch nicht nur der verkorkste Plot, sondern eine Reihe unsagbar dämlicher Charaktere, die sich absolut unprofessionell verhalten. Man mag diesen Film einfach nicht mit den anderen „Alien“-Filmen in Einklang bringen, am besten streicht man ihn ganz aus dem Kanon.

Prometheus-Trailer

Ach ja, die Logikfehler…

Und die Symbolik: