Flash Gordon trifft Anton Lavey

von Joe Doe

„Flash Gordon” war ursprünglich eine Comic-Reihe, die 1934 als Konkurrenz zu „Buck Rogers“ entstand. Ebenso wie bei „Buck Rogers“ folgten ab 1936 Serials, die im Kino liefen. In Serienform sollte es „Flash Gordon“, abgesehen von zwei Zechentrickvarianten aus den 1980ern und 90ern, aber erst 2007 wieder geben und aufgrund des mangelnden Erfolgs war nach einer Staffel auch schon wieder Schluss. Die mit Abstand kultigste Interpretation ist bis heute der Kinofilm von 1980, der schon aufgrund des legendären Soundtracks von Queen im Gedächtnis haften bleibt.

Leider ist diese Verfilmung von „Flash Gordon“, die nicht mit der Pornoversion „Flesh Gordon“ verwechselt werden sollte, ebenso ein Feuerwerk freimaurerischer Symbolik. Ja, der Film ist cool, aber es vergeht kaum eine Szene, in der nicht irgendwo Zirkel und Winkelmaß oder andere Symbole zu sehen sind. Gleiches trifft auf die Handlung zu, die für Science Fiction ungewöhnlich religiöse Züge trägt.

Gleich in der ersten Einstellung, in der die Erde ins Visier des galaktischen Tyrannen Ming (Max von Sydow) gerät, sind jede Menge Blitze zu sehen. Diese lassen sich hier als Zeus‘ Donnerkeil lesen, da Ming ähnliches anstellt und damit Katastrophen wie Erdbeben auslöst. Wirklich schlimm, wenn Sadisten Langeweile haben.

Im Vorspann hagelt es dann gleich noch Doppelblitze und auch der Name des Protagonisten heißt übersetzt „Blitz“. Wenigstens ist aber der Soundtrack gut und die ursprünglichen Comics werden gewürdigt.

Die erste Szene nach dem Vorspann spielt auf der Erde und ist noch relativ frei von surrealistischen Settings und okkulter Symbolik. Sie führt die Charaktere Flash Gordon (Sam J. Jones) und Dale Arden (Melody Anderson) ein, deren Flugzeug von Mings Katastrophen zum Absturz gebracht wird. Es regnet Lavabomben und der Himmel verfärbt sich rot.

Erst in der nächsten Einstellung, in der Dr. Hans Zarkov (Chaim Topol) und sein Assistent eingeführt werden, ist eine chinesische Trennwand mit Drachen und Schlangen zu sehen. Das mag zwar ein typisch fernöstliches Motiv sein, ist allerdings nicht gänzlich ohne Bedeutung. Es passt sowohl zu dem chinesisch klingenden Namen des Schurken Ming als auch zu dessen satanischer Natur.

Zarkov erkennt als Einziger, dass es sich bei den scheinbaren Naturkatastrophen um einen außerirdischen Angriff handelt. Mit seiner selbstgebauten Rakete will er zur Quelle des Angriffs aufbrechen und die Erde retten. Nur leider ist sein Assistent feige und ergreift die Flucht. Da kommen dem Doktor die gerade in seinem Gewächshaus bruchgelandeten Flash und Dale sehr gelegen, denn alleine kann er die Rakete nicht bedienen. Er lockt sie unter falschem Vorwand in die Klapperkiste und startet, bevor die beiden abhauen können.

Sein Gewächshaus fungiert als Startrampe und irgendwie sieht das Gebäude stark nach einem Phallus aus. Doch keine Sorge, es handelt sich nicht um den Pornofilm „Flesh Gordon“, bei dem die Rakete noch mehr einem intergalaktischen Schwanz ähnelt.

Auf dem Flug fällt zum ersten Mal auf, dass Dale eine Uhr in Form eines Hexagons trägt. Der Auftakt zum Dauerfeuer okkulter Symbolik, die den gesamten Rest des Films bestimmt.

Gleich als nächstes sieht man einen Sensortechniker des Ming-Imperiums, auf dessen Brille deutlich das Freimaurerlogo prangt.

Zarkovs Rakete fliegt durch ein surreal wirkendes Wurmloch…

…und landet auf dem Planeten Mongo, der nicht minder surreal ausschaut.

Schon kurz nach der Landung werden Zarkov, Flash und Dale gefangen genommen. Mings Wachen tragen allesamt Rot, die Farbe des Teufels.

Mings Palast ist ebenfalls rot angestrichen.

Das gilt nicht nur außen, sondern auch innen. Da fühlt man sich gleich wie in der Hölle.

In der Hölle wimmelt es bekanntlich von Reptiloiden, doch der erste Echsenmann ist offensichtlich ein Gefangener und wird auf der Flucht atomisiert. Diese Szene soll natürlich verdeutlichen, in welch tödlicher Gefahr sich die drei Gefangenen befinden.

Hingerichtet übrigens von einer fliegenden Goldkugel, die man als geflügelte Sonne interpretieren könnte.

Dale und Flash sind eigentlich ganz passend für diesen Ort gekleidet. Beide tragen Weiß und Rot, die Farben der Venus. Außerdem gibt Dale hier die Frau im roten Kleid.

Die drei werden zu Ming gebracht, der gerade die Tribute seiner eroberten Monde empfängt. Einige Gäste tragen ebenfalls sehr symbolbehaftete Outfits. Manche sind im Schwarz/Weiß des freimaurerischen Schachbrettbodens erschienen…

… der Anführer der Falkenleute Prinz Vultan (Brian Blessed) hat ein Hexagramm auf dem Helm…

…die Wachen von Ming tragen derweil Totenkopfmasken…

… und seine rechte Hand Klytus (Peter Wyngarde) sieht aus wie der Grim Reaper. Der personifizierte Tod scheint darüber hinaus der Meister vom Stuhl(gang) der örtlichen Loge zu sein, da er über und über mit Freimaurerzeichen geschmückt ist.

Das schrillste Kostüm von allen trägt jedoch der Imperator selbst. Er ist komplett in satanisches Rot gekleidet und mit einen achtzackigen Ištarstern geschmückt.

Außerdem gleicht er optisch dem Gründer der Church of Satan, Anton Szandor Lavey. Dies ist sicherlich kein Zufall. Zum einen, weil Ming das personifizierte Böse darstellt, zum anderen war Lavey in Hollywood ein gern gesehener Berater, insbesondere für Horrorfilme. Offensichtlich wurde ihm hier ein Denkmal gesetzt.

In der Church of Satan soll es zwar keine Menschenopfer geben, im Satanismus aber sehr wohl. Das weiß auch Ming und so verlangt dieser von einem Prinzen, der außer seiner Loyalität keinen Tribut anzubieten hat, dass dieser sich in sein Schwert stürzen möge. Stattdessen versucht der Unterdrückte jedoch, Ming mit seinem Schwert zu stürzen. Der Versuch misslingt und der Tyrann führt das rituelle Menschenopfer eigenhändig aus. Das blaue Blut seines Opfers deutet auf dessen adelige Herkunft hin.

Als nächstes findet der Imperator Gefallen an Dale. Als diese sich weigert, sich ihm zu präsentieren, wendet er seinen Zauberring an, mit dem er u.a. Gedankenkontrolle ausüben kann. Er kommt auch gleich zur Sache und lässt sie für sein Vergnügen in seine Gemächer bringen. Interessant dabei ist, dass er sie „Erdenkätzchen“ nennt. In Kombination mit dem gerade zur Schau gestellten Mind Control, spielt das wohl auf eine Sexkätzchen-Programmierung an.

Flash will das natürlich nicht zulassen und veranstaltet ein kleines Football-Spiel. Das funktioniert anfangs ganz gut, aber am Ende haut ihm Zarkov aus Versehen einen Ball an die Birne. Damit findet die Palastrevolte ein jähes Ende. Ming ordnet an, dass Zarkov einer Gehirnwäsche unterzogen und Flash noch am selben Abend hingerichtet werden soll. Als letzten Wunsch möchte Gordon seine Geliebte Dale noch einmal sehen. Diese wurde zwischenzeitlich in ein komplett rotes Kleid gesteckt, welches Flash offensichtlich zu gefallen scheint.

Klytus lässt den beiden jedoch nur wenig Zeit. Der Grim Reaper gewährt ihnen nur die Dauer einer Sanduhr, was angesichts der bevorstehenden Hinrichtung kaum eine trefflichere Symbolik sein könnte.

Zur Hinrichtung erscheint derweil sogar Ming in Schwarz.

Seine Leibgarde trägt dagegen blau und rot, womit auch die Symbolik der Freimaurergrade abgehakt wäre.

Die Hinrichtung findet in einer Gaskammer statt. Allerdings hat Mings Tochter Aura (Ornella Muti) Flash ein Mittel injizieren lassen, welches das Giftgas neutralisiert. Sie hat ein sexuelles Interesse an dem Football-Star, wie an so ziemlich jedem anderen gutaussehenden Mann.

Mit dem Arzt, der durch diese Aktion sein Leben riskiert, hat Aura selbstverständlich ebenfalls eine Affäre. Passend dazu tritt sie ihm gegenüber als Femme Fatale auf.

Flash gegenüber tritt sie gleichermaßen als Lady in Rot in Erscheinung, doch der hat nur Augen für Dale. Dennoch lässt sie ihn ziehen.

Während Flash sich aus dem Staub macht, erklärt Ming Dr. Zarkov, dass er die Erde getestet hat. Alle tausend Jahre überzieht er alle Welten mit Erdbeben und dergleichen. Halten die Bewohner dies für Naturkatastrophen, sind sie unwissend und werden verschont. Da Zarkov jedoch die Wahrheit aufgedeckt hat, stuft Ming die Erde als Gefahr für seine Macht ein. Unwissentlich hat der Doktor damit das Todesurteil für seinen Heimatplaneten unterzeichnet.

Ming erzählt ihm das alles aus purem Sadismus, da anschließend Zarkovs Gehirn gelöscht werden soll. Er dachte, diese Offenbarung würde den Doktor „amüsieren“.

Den Erinnerungen nach ist Zarkov ein Jude, der das Grauen der Shoah überlebt hat. Als Bilder von Hitler in seinen Erinnerungen auftauchen, meint Klytus, dass dies ein „vielversprechender Mann“ gewesen sei. Deutlicher kann man nicht zur Schau stellen, welche Mächte sich hinter dem Faschismus verbergen. Das schließt auch die Symbole auf der Kleidung des Grim Reapers und General Kalas (Mariangela Melato) mit ein.

Mings Tochter offenbart Flash derweil auch eine wichtige Information. Ihr Vater hält die Monde von Mongo in ständiger Feindschaft, denn solange sie sich gegenseitig bekämpfen, können sie sich nicht vereint gegen ihn stellen. Das Prinzip „Teile und herrsche“ kommt hier wieder einmal zur Anwendung.

Aura hat indessen nur ihre Lust im Kopf, doch Flash weist ihre Avancen zurück. Stattdessen möchte er über Telepathiefunk mit Dale verbunden werden. Die ist gerade erst mit einem Trank abgefüllt worden, welcher die Nächte mit Ming erträglicher machen soll, weshalb sie Flashs Stimme zunächst ihrem Rausch zuschreibt. Das rote Kleid hat sie inzwischen gegen ein weißes eingetauscht, womit sie ihrem anfänglichen Look treu bleibt.

Nachdem sie wieder halbwegs nüchtern ist, füllt Dale eine Kammerzofe ab und tauscht die Kleidung mit ihr. So gelingt es ihr, Ming zu entfliehen, bevor er sie missbrauchen kann.

In der Zwischenzeit hat Zarkov eine Hirnwäsche durchlaufen und wurde entsprechend der Ming-Mode umgekleidet. Das Hexagramm auf dem roten Fummel ist dabei allerdings nicht als Anspielung auf seinen jüdischen Glauben zu sehen. In Anbetracht der restlichen Symbolik handelt es sich wohl eher um ein freimaurerisches Hexagramm.

Zudem hat Aura ebenfalls ein rotes Hexagramm auf dem Stirnband und die ist keine Jüdin.

Agent Zarkov, der sein Gedächtnis vor der Löschung bewahren konnte, verhilft Dale zur Flucht. Doch leider plappert sie vor laufender Überwachungskamera aus, dass Flash noch lebt und sich auf Aboria befindet. Ming stattet genau in diesem Moment der Überwachungszentrale einen Besuch ab und verlangt die Ergreifung des Verräters, der Flash geholfen hat. Natürlich unwissend, dass es sich dabei um seine eigene Tochter handelt. Die Symbole in der Zentrale sind jedenfalls wieder einmal sehr explizit.

Direkt neben seinem Geheimdienstchef Klytus sehen die beiden zudem aus, wie Repräsentationen von Saturn und Satan. Die Schwarz/Rot-Symbolik erscheint noch häufiger im Film.

Auf Aboria ist Auras Geliebter Prinz Barin (Timothy Dalton) wenig von der Ankunft Flashs begeistert und lässt ihn sofort einsperren. Von dem Angebot, Ming gemeinsam zu stürzen, hält er sogar noch weniger.

Insgeheim plant Barin Flashs tot und schickt seinen Flötenspieler aus, den Gefangenen zu holen. Man beachte dabei die Flöte in Form einer Schlange.

Aura wird derweil nach ihrer Rückkehr in den Palast von Klytus gefoltert. Ihr Vater hat damit offenbar kein Problem, lehnt jedoch den Vorschlag einer Hinrichtung ab und will Aura stattdessen ein Jahr ins Exil auf einen Eismond schicken.

Während Klytus ausgeschickt wird, Flash zu ergreifen, entflieht dieser der Gefangenschaft Barins. Allerdings kommt er nicht weit und muss sich Barin in einem Ritual stellen, bei dem beide ihre Arme in einen Baumstamm stecken in dem ein giftiger Waldmoloch lebt. Eine interessante Wortwahl für ein Tier, das für rituelle Tötungszeremonien verwendet wird. Flash überlebt zwar, wird aber eingesumpft und kurz bevor Barin ihn hinrichten kann, tauchen Falkenmänner auf.

Dale und Zarkov sind in der Zwischenzeit nämlich von Prinz Vultan entführt worden, der von den beiden erfährt, dass Flash noch lebt und wo er sich aufhält. Obwohl Vultan Ming hasst, gedenkt er, seine Gefangenen an ihn auszuliefern, um Zeit zu gewinnen und sich Mings Vertrauen zu erschleichen. Schlussendlich kommen alle in seiner Wolkenstadt zusammen und das im gleichen Jahr, in dem auch „Star Wars – Das Imperium schlägt zurück“ herauskam.

In Vultans Reich verlangt Barin ein Duell gegen Flash, in dessen Verlauf der Erdling ihm jedoch das Leben rettet. Damit steht er in Gordons Schuld. Ausgerechnet in diesem Moment taucht jedoch Darth Vader … äh … Klytus in der Wolkenstadt auf.

Allerdings wird er von Flash überrumpelt, wobei er einen hässlichen Tod stirbt.

Vultan ist jedoch wenig davon begeistert und flieht mit seinen Falkenmännern. Seine vier Gefangenen lässt er zurück und schon kurz darauf werden Dale, Zarkov und Barin von Mings Truppen gefangen genommen. Mit Flash sucht Ming derweil das Gespräch und hier wird es nun wirklich interessant. Überraschend bietet er dem Erdling ein Königreich auf der Erde an. So könnte sie vor der Zerstörung bewahrt werden, als unterworfene Welt mit Flash als Gouverneur. Im Gegenzug soll dieser seinen Widerstand gegen Ming sowie seine Geliebte Dale aufgeben.

Das erinnert nicht von ungefähr an die Versuchung Jesu aus dem Neuen Testament. Darin heißt es: „Wieder nahm ihn der Teufel mit sich und führte ihn auf einen sehr hohen Berg; er zeigte ihm alle Reiche der Welt mit ihrer Pracht und sagte zu ihm: Das alles will ich dir geben, wenn du dich vor mir niederwirfst und mich anbetest.“

Mit anderen Worten ist Ming der Teufel höchstpersönlich, was nach all der satanischen Symbolik eigentlich niemanden mehr verwundern sollte. Gleichzeitig wird der Footballspieler von der Erde aber auch zum Messias erhöht und wie dereinst Jesus lehnt er das Angebot des Teufels ab. Und das, obwohl er bereits die Farben von Satan und Saturn sowie Mings achtzackigen Stern trägt.

Ming lässt die Wolkenstadt zerstören und glaubt Flash tot. Dieser entkommt jedoch im letzten Moment mit einem Raketoped und verbündet sich mit Vultan. Doch halt, wozu haben geflügelte Falkenmänner ein Fluggerät in ihrer Stadt und warum zum Henker weiß Flash, wie man dieses Gefährt nennt?

Zurück in Mings Palast liefert sich Dale erst mal einen Kampf mit Aura. Diese scheint jedoch geläutert und gibt Dale ein Gift, mit dem sie Ming in der Hochzeitsnacht töten soll. So weit kommt es aber gar nicht mehr. Gordon kapert mit den Falkenmännern ein Raumschiff und crasht in die Hochzeit.

Eine Hochzeit wohlbemerkt, die so schlimm ist, dass die Braut wie auf einer Beerdigung gekleidet ist.

Im Innern des Palastes befreit Aura derweil Barin und Zarkov, die unsinnigerweise Augenbinden tragen, während sie an die Kerkerwand gekettet sind.

Nach ihrer Rettung besetzen sie die Sicherheitszentrale und schalten General Kala aus. Aus Kalas Leichnam fließt Black Goo, was ein interessantes Detail am Rande, aber für die Handlung nicht weiter relevant ist. Es unterstreicht lediglich ihre Boshaftigkeit.

Kalas Überwacher stellen sich indessen als Cyborgs heraus, die im Innern aus Kabeln und Schaltkreisen bestehen. Kurioserweise muss Zarkov nur einem die Brille abreißen, um alle lahmzulegen.

Ming ahnt derweil noch nichts von den Angriffen, die innen und außen stattfinden. Er legt weiter den Hochzeitsschwur ab, laut dem er schwört, Dale zu benutzen, wie es ihm gefällt und sie erst in den Weltraum zu schießen, wenn er ihrer überdrüssig ist. Doch noch bevor er ihr den Trauring anstecken kann, deaktiviert Barin das Blitzfeld, welches den Palast schützt, sodass Flash mit dem gekaperten Raumschiff Ajax den Thronsaal penetrieren kann. Bei der Gelegenheit penetriert er auch gleich noch Ming mit der Antenne am Bug des Schiffes.

Bevor Flash ihm den Rest geben kann, begeht Ming scheinbar mit seinem Ring Suizid. Der neue Imperator wird Barin und Vultan General über die Streitkräfte. Doch ist Ming wirklich tot? Seine Lache am Ende sowie das Fragezeichen hinter dem „The End“ lassen Raum für Spekulationen.

Fazit: „Flash Gordon“ ist auf seine Weise ein abstraktes Kunstwerk, das Kultstatus genießt. Gleichzeitig strotzt er aber auch nur so vor okkulter Symbolik. Insbesondere Zirkel und Winkelmaß sind allgegenwärtig, ebenso wie die Farbe des Teufels, der obendrein ausschaut wie Anton Lavey. Vom ganzen Kitsch fangen wir lieber erst gar nicht an.

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Helix – Black Goo und jede Menge Honig

von Mr. Rabbit

Helix ist eine amerikanische Horrorserie, die 2014 bis 2015 in zwei Staffeln erstausgestrahlt wurde. In der ersten Staffel geht es um ein Virus namens Narvik, das die Infizierten in Zombies verwandelt. Es handelt sich um ein künstlich erzeugtes Virus, welches seine Opfer steuert und dazu zwingt, andere zu infizieren. Das klingt zunächst wie eine Mischung aus Zombievirus und Toxoplasmose.

„Helix“ ist aber mitnichten eine weitere Zombieserie, obwohl es gewisse Parallelen zu „Resident Evil“ gibt. Zunächst wäre da der unterirdische Forschungskomplex in der Arktis, wo die Seuche erstmals ausbricht. Das erinnert doch sehr an den Hive unter Raccoon City, obgleich die Anlage in „Helix“ viel abgelegener und klaustrophobischer ist.

Kaum in der Anlage des Privatkonzerns Ilaria angekommen, werden den Angehörigen eines Teams der amerikanischen Seuchenschutzbehörde CDC (Centers for Disease Control and Prevention) RFID-Chips in die Hände implantiert. Das ist der erste Hinweis auf die neue Weltordnung und das Zeichen des Antichristen, was alles noch eine zentrale Rolle spielen wird.

Das Virus hat derweil nicht viel mit einer gewöhnlichen Zombieseuche zu tun. Es ähnelt viel mehr dem Black Goo, verhält sich intelligent und wuchert binnen Sekunden, wenn es auf einen passenden Nährboden gelangt.

Übertragen wird es von Mund zu Mund oder ähnlich direkte Kontakte.

Der Konzern Ilaria verfolgt mit dem Narvik-Virus ähnliche Ziele wie die Umbrella Corporation in „Resident Evil: The Final Chapter“. Im letzten Teil der Computerspielverfilmung wird offenbart, dass der T-Virus alles andere als eine profitable Biowaffe ist, sondern die Menschheit bewusst dezimiert werden soll. Die Umbrella-Bosse wollen damit zu Anführern einen neuen Weltordnung werden und nichts anderes plant Ilaria in „Helix“. Hat Sony Pictures Television hier einfach nur von Constantin Film kopiert oder wollen beide Studios auf die gleichen Pläne der realen Machtelite anspielen?

Die Elite wird in „Helix“ durch eine Gruppe unsterblicher Übermenschen verkörpert, welche schon seit Jahrhunderten im Verborgenen die Fäden zieht. Ilaria ist daher eher eine Geheimgesellschaft als ein Konzern. Da sich die normalen Menschen in der Überzahl befinden und die Unsterblichen in der Vergangenheit als Hexen verfolgt worden sind, haben die Verantwortlichen gleich zwei gute Gründe, die Menschheit zu dezimieren. Es geht ihnen einerseits um Rache, aber andererseits vor allem um Macht und Kontrolle.

Ein interessantes Detail sind die silbern leuchtenden Augen der Unsterblichen. Damit wird recht unverhohlen auf dämonische Besessenheit angespielt. Im Prinzip hätten sie auch geschlitzte Pupillen haben können, denn in jedem Falle sind die Verantwortlichen von Ilaria nicht ganz menschlich. Sie sind machtgierige und gewissenlose Psychopathen und daher zumindest als Parabel auf die Satanisten zu verstehen.

Es sollte dementsprechend nicht verwundern, dass die zweite Staffel gleich mit einer Verhöhnung des Christus wirbt. Auf dem Cover ist eine maskierte Gestalt zu sehen, die an ein Kreuz gehängt und mit gelben Honigfäden eingesponnen ist.

Tatsächlich geht es in der Fortsetzung um eine anderes Pathogen, einen Pilz, welcher über Bienenhonig übertragen wird. Mit anderen Worten eine Seuche aus dem Bienenkorb der Freimaurerei.

Allerdings wirkt die Pilzinfektion derart schnell tödlich, dass sie sich kaum ausbreiten kann. Für eine Pandemie ist das Pathogen daher unbrauchbar. Das mag daran liegen, dass es eigentlich gar nicht als Honig verabreicht werden sollte, wie in der Episode „Verbotene Früchte“ geschehen. Der Titel ist natürlich mal wieder eine biblische Anspielung, obgleich es sich bei den vergifteten Früchten um Brombeeren handelt. Die Bienen haben den Pilz jedoch bei gentechnisch veränderten Äpfeln aufgeschnappt, womit das Gesamtbild wieder stimmig ist.

Die Genobstplantage gehört zu allem Elend einer religiösen Sekte, die sich auf der fiktiven Pazifikinsel St. Germain eingenistet hat. Der Sektenführer Michael ist natürlich ein Unsterblicher, der ebenfalls aus Rachemotiven handelt. Im Gegensatz zu Ilaria will er die Menschheit jedoch nicht auslöschen, sondern lediglich unfruchtbar machen. Das von ihm entwickelte Genfood zielt dabei auf die männliche Fruchtbarkeit ab, denn die Frauen will er selbst weiter begatten, wobei er über vier Jahrhunderte auch seine eigenen Töchter und Enkelinnen geschwängert hat.

Der dargestellte Inzest treibt das Paarungsverhalten des europäischen Hochadels auf die Spitze und spielt wohl durchaus bewusst darauf an. Es ist ein weiterer Beleg für die Abartigkeit und Kontrollsucht der herrschenden Eliten. Die Macht soll in der Familie bleiben.

Als die Macht über die Sekte dem Oberguru entgleitet, greift er zu einem ebenfalls in der Realität üblichen Mittel und vergiftet seine Anhängerschaft. Dabei zieht die Serie sogar einen direkten Vergleich zu den Sonnentemplern, also einem elitären Rosenkreuzerorden. Allerdings wird auch die UFO-Sekte Heavens Gate namentlich erwähnt.

Die relevanteste Parallele zur Realität ist derweil das gentechnisch veränderte Obst, welches unfruchtbar machen soll. Immerhin gibt es schon Untersuchungen, laut denen u.a. Genmais für erhöhte Unfruchtbarkeit in Mexiko verantwortlich sein soll. Der Inhalt der Serie ist also durchaus ernst zu nehmen. Zumal sie nicht die einzige Serie mit dieser Botschaft ist. Die Handlung der zweiten Staffel ähnelt der kurz zuvor ausgestrahlten britischen Serie „Utopia“ dermaßen, dass es schon kein Zufall mehr sein kann.

Eine weitere Übereinstimmung ist das zeitgleich eingesetzte Virus, hier das Narvik und da die russische Grippe. Ebenso sind die Verantwortlichen in beiden Serien untereinander zerstritten. Während die einen die Menschheit direkt mittels Biowaffen an den Rand der Auslöschung treiben wollen, sind die anderen etwas weniger drastisch und wollen die Bevölkerungsreduktion ohne Genozid durch Sterilisation erreichen. Letztere Botschaft findet sich auch in Filmen wie „Children of Men“, in denen die Menschheit durch Unfruchtbarkeit kurz vor dem Aus steht.

Damit sind die Gemeinsamkeiten immer noch nicht am Ende. In „Utopia“ soll das Virus mit Flugzeugen versprüht werden und am Ende der zweiten Staffel von „Helix“ werden Chemiewaffen über St. Germain versprüht, um das Pathogen einzudämmen. Was zu welchem Zweck per Flugzeug verteilt wird, mag auf den ersten Blick unterschiedlich sein, doch in beiden Fällen ist es tödlich und spielt insbesondere in „Helix“ auf Chemtrails an.

Zu guter Letzt gibt es in beiden Serien eine Reihe von Protagonisten, die dem Wahnsinn verfallen und die Seiten wechseln. Sympathische Charaktere sind rar gesät und die Bösen sind derart psychopathisch, dass selbst Kim Jong Un dagegen nett wirkt. So wimmelt es in der zweiten „Helix“-Staffel von Kannibalen, Folterknechten, Serienmördern und einem Guru, der stark an Josef Fritzl erinnert und einen Keller voller zahnloser Gebärmaschinen hat.

Fazit: „Helix“ ist eine absolut kranke Serie, welche tiefe Einblicke in die perverse Gedankenwelt der herrschenden Elite bietet. Während die erste Staffel wenigstens noch halbwegs spannend und interessant ist, sollte die zweite Staffel von Menschen mit sensiblen Nerven gemieden werden. Obwohl diese auf einer tropischen Insel spielt, ist sie noch weitaus düsterer als das erste Jahr in der arktischen Untergrundbasis. Die Altersfreigabe von FSK 16 ist diesbezüglich nicht nachvollziehbar, da es mehr als nur eine verstümmelte Leiche und sogar Verstümmelungen sowie Morde an Kindern gezeigt werden.

Videoanalyse: Satans massives Ego

Massive Ego ist eine Band aus dem Bereich Gothic, deren Musikvideos meist in Schwarz/Weiß gehalten sind. Der Sänger tritt optisch wie Mickey Mouse auf, was auf den ersten Blick lächerlich wirkt.

Wir wollen an dieser Stelle nicht darüber spekulieren, ob er einer Disney-Programmierung unterzogen wurde. In jedem Fall weiß er die Mickey-Ohren aber korrekt zu deuten, denn im gleichen Video zu „Low Live“ ist er auch als Teufel mit Hörnern verkleidet zu sehen. Ein Look, den die gesamte Band zur Schau trägt.

Ähnlich sieht es mit dem Video zu „I idolize you“ aus. Zwar wirken manche Kostüme eher Insektoid, doch im Kontext gesehen handelt es sich bei den Fühlern eher um Hörner.

Der Disney Look greift ebenfalls auf die anderen Bandmitglieder über, wie die folgenden Screenshots zeigen.

Zu Disney gehören natürlich auch sexuelle Anspielungen und so gibt es im Video die Titten von Minnie Mouse zu sehen. Natürlich mit Xen auf den Nippeln, womit ironischerweise ein XXX-Rating verhindert wird.

Wer hier unter wessen Schirmherrschaft steht, stellt der Rain Man höchstpersönlich klar.

Im betreffenden Lied geht es, wie der Titel schon verrät, um Idolisierung, welche die Band scheinbar kritisch sieht. Zumindest sollte man das hoffen, da u.a. Hitler als Idol gezeigt wird. Da die Band nun aber selbst das Okkulte glorifiziert und ihrerseits von den Fans idolisiert wird, entbehrt diese Kritik nicht einer gewissen Ironie.

Die Computermonitore auf den Schultern können übrigens als Kopf im Käfig interpretiert werden, da es offensichtlich um geistige Beeinflussung geht. Das allsehende Auge ist dabei nicht weit.

In den Zwischensequenzen gibt es allerhand verstörende Bilder zu sehen, in denen eine halbnackte Gestalt mit Glatze Black Goo erbricht. Ob es sich dabei um einen Mann oder eine Frau handelt, ist schwer einzuordnen.

Zum Schluss wird die Botschaft „RELIGION IS THE DEVIL – PLEASE GOD SAVE US FROM RELIGION“ ins Blickfeld gekritzelt. Auch das ist nicht gänzlich frei von Ironie, sind doch die teuflischen Kostüme selbst religiöser Mummenschanz. Okkultismus ist nun mal kein Atheismus und Atheisten würden wohl nicht Gott darum bitten, die Menschheit von Religion zu erlösen.

Rakka – Ist das Black Goo eine Reptiloidentechnologie?

von Joe Doe

Abseits der großen Kinoproduktionen findet sich das schwarze Öl auch in Independentfilmen, die gratis im Internet zur Verfügung gestellt werden. „Rakka“ von den Oats Studios ist solch ein Kurzfilm, der allerdings von keinem unbekannten Regisseur stammt, sondern von Neill Blomkamp. Dieser machte bereits durch große Blockbuster wie „District 9“, „Elysium“ und „Chappie“ auf sich aufmerksam und wie all seine bisherigen Filme zeichnet sich auch “Rakka“ durch sensationelle Effekte aus. Mit Sigourney Weaver in einer der Hauptrollen ist der Sci Fi Kracher zudem hochkarätig besetzt.

Die Handlung beginnt 2020, was jetzt keine allzu ferne Zukunft ist. Die Erde ist von einer reptiloiden Alien-Spezies eingenommen worden und die Städte der Menschen zerfallen. Paris bietet für solche Invasionsszenarien immer wieder eine passende Kulisse. Die Haupthandlung spielt allerdings in Texas.

Wo die Reptos herrschen, ist alles von einem schwarzen Ölfilm überzogen.

Die Menschen sind versklavt und wer noch größeres Pech hat, dient als Inkubator für die Nachkommenschaft der außerirdischen Besatzer. Das Black Goo scheint dabei eine zentrale Rolle zu spielen.

Die schwarze Substanz wird darüber hinaus benutzt, um die Bauwerke der Menschen einzureißen…

…und neue Megastrukturen zu errichten.

Die Reptos erwärmen das globale Klima durch den Ausstoß von Treibhausgasen und verändern die Atmosphäre durch das Niederbrennen der Wälder.

Nicht nur die Erde wird mit Black Goo überzogen, die Reptiloiden sind es ebenfalls. Ihre Hautsegel am Hals erinnern zudem an eine Kobra oder den Kopfschmuck eines Pharaos.

Die Invasoren sind eine telepathische Spezies und können Menschen paralysieren. Nur mittels Technologie können sich einige Menschen vor der Gedankenkontrolle der Aliens abschirmen. Sie sind gezwungen, im Untergrund zu leben, und führen von dort aus einen verzweifelten Widerstandskampf gegen die feindlichen Besatzer.

Nur leider sind die Reptiloiden technologisch weit überlegen. Das Black Goo scheint dabei eine Art Nanotechnologie zu sein, denn es kann alle möglichen Formen annehmen. Es kann sowohl Raumschiffe bilden als auch Werkzeuge.

Es lassen sich sogar Hirnimplantate zur Gedankenkontrolle aus der öligen Substanz erschaffen, was einmal mehr dafür spricht, dass es sich um Naniten handelt und nicht etwa um eine organische Substanz.

Die lobotomierten Erdlinge werden benutzt, um mit den anderen Menschen zu kommunizieren und sie zur Aufgabe zu bewegen.

Wie bei den Borg ist auch bei den Reptos jeder Widerstand zwecklos. Aber zumindest kann man ja ein paar von ihnen mit in die Hölle nehmen. Zum Mittag gibt’s Black Goolasch.

Einige Opfer des reptiloiden Mind Controls sehen tatsächlich aus, als wären sie von den Borg assimiliert worden. Sie tragen Hirnimplantate und Schläuche.

Beinah noch schlimmer ist allerdings das Black Goo, welches aus den Opfern quillt.

Was den Menschen von den Reptiloiden angetan wird, ist der reinste Horror und es verwundert, dass dieses Video ohne Altersabfrage frei bei Youtube abrufbar ist.

Im Prinzip können die Toten in dieser Dystopie von Glück reden, dass sie das alles nicht mehr miterleben müssen.

Die Frage ist nur, wie diese Menschen zu Tode gekommen sind? Durch grauenhafte Experimente oder als Mahlzeit für die reptiloiden Overlords?

Das Repertoire der Reptos ist damit noch längst nicht ausgeschöpft, denn sie haben im wahrsten Sinne des Wortes die Hölle auf die Erde gebracht.

Wenigstens endet der Kurzfilm zumindest für einen der Reptos nicht minder drastisch.

Eine Fortsetzung gibt es bisher noch nicht, obgleich es zumindest eine Anspielung zu geben scheint. Am Ende des ersten Kapitels ist zwischendrin nämlich eine Engelsgestalt am Himmel zu sehen, die eine „biblische Erlösung“ genannt wird. Bei genauerer Betrachtung hat dieser Engel jedoch Hörner, was nichts Gutes erahnen lässt. Handelt es sich um eine weitere außerirdische Spezies? Oder nur um ein Hologramm der Reptiloiden, welches der psychologischen Kriegsführung dient? Bis zum Schluss gibt es darauf keine Antwort.

Fazit: „Rakka“ ist das erste Werk, welches eine direkte Verbindung zwischen Reptiloiden und dem Black Goo zieht. Außerdem wird das schwarze Öl als eine Art Nanotechnologie präsentiert, welche alle möglichen Formen annehmen kann. Weiß Blomkamp etwas, was allen anderen bisher entgangen ist? Auf jeden Fall hat er nicht nur Regie geführt, sondern auch das Drehbuch geschrieben, womit also er allein für den Inhalt dieses Kurzfilms verantwortlich ist.

Die 10 bedeutsamsten Kinofilme 2017

2017 wurden wir wieder mit einer ganzen Reihe von Filmen bombardiert, die uns nur vordergründig unterhalten sollen, während sie im Kern der Konditionierung auf eine neue Weltordnung dienen. Zuweilen geht es um eine ganz bestimmte politische Agenda, manchmal aber auch um das okkulte Glaubenssystem dahinter.

Sicherlich reicht eine Liste von gerade einmal 10 Filmen nicht aus, um das gesamte Ausmaß der Konditionierung zu präsentieren. Es handelt sich im Folgenden lediglich um eine Auswahl der mit Abstand bedeutendsten Werke, wobei die Platzierung nicht unbedingt einer Gewichtung entspricht. Ebenso geht es nicht darum, wo die Botschaft am subtilsten oder offensichtlichsten vermittelt wird. Für jene, die sehen können, ist sie ohnehin in jedem Fall sehr offensichtlich.

Platz 10: „Alien: Covenant“

Wie bereits im Vorgänger „Prometheus“ wird auch in der Fortsetzung „Alien: Covenant“ die Prä-Astronautik bedient. Die geflügelte Sonne, die in der Antike bei den Sumerern und Ägyptern eine zentrale Rolle spielte, ist dementsprechend omnipräsent.

Die Hypothese der Astronautengötter tritt jedoch zunehmend in den Hintergrund, ebenso wie der Kanon der alten „Alien“-Filme. So liegt der Ursprung der Xenomorphe neuerdings nicht mehr in grauer Vorzeit. Stattdessen werden sie erst in der Zukunft vom Androiden David auf Basis des schwarzen Öls designt. Vielleicht möchte Ridley Scott uns damit andeuten, dass der militärische-industrielle Komplex plant, das Black Goo als biologische Waffe gegen die Menschheit einzusetzen?

Platz 9: „Thor: Tag der Entscheidung“

Der neuste „Thor“-Film spielt ebenfalls auf fernen Welten und ist mit Abstand der unterhaltsamste Teil der Reihe. Was sollte dieser bunte Spaß also mit der neuen Weltordnung zu tun haben? In diesem Fall geht es um den religiösen Überbau, denn die Götterdämmerung Ragnarök hat viel vom biblischen Armageddon. Thors Schwester Hela verkörpert dabei den Antichristen, der das heilige Land in eine imperialistische Diktatur verwandelt. Dabei wird übrigens offenbart, dass unter der demokratischen Fassade schon immer ein finsteres Regime lauerte, dessen Verbrechen mittels Geschichtsrevisionismus vertuscht wurden.

Der Kampf gegen das Regime des Antichristen und seine Armee von Untoten, was übrigens ebenfalls eine Anspielung auf das biblische Armageddon ist, verläuft nicht gut und das Warten auf ein göttliches Eingreifen ist vergebens. Die Lösung, die Thor vorschlägt, könnte nicht okkulter sein. Er entfesselt Surtur, welcher Asgard in Schutt und Asche legt. Surtur hat frappierende Ähnlichkeit mit dem Teufel, womit hier Satan als Retter des Universums glorifiziert wird.

Platz 8: „Immer noch eine unbequeme Wahrheit“

Al Gore tischt uns nun schon zum zweiten Mal seine bequeme Unwahrheit auf. Geht es nach ihm, ist CO2 einfach an allem Schuld. Sei es am Artensterben oder dem Regenwaldschwund. Wahrscheinlich steckt das fiese CO2 sogar hinter Fukushima und den Plastikmüllinseln. In jedem Falle ist es eine Ablenkung von sämtlichen Umweltverbrechen kapitalistischer Großkonzerne, denn der vorgeschobene Klimaschutz hat rein gar nichts mit konsequentem Umweltschutz zu tun. Es bleibt zu hoffen, dass Al Gore für seine neuerlichen Weltuntergangsphantasien nicht noch einen Friedensnobelpreis bekommt.

Platz 7: „Blade Runner 2049“

Die Tyrell Corporation schickt eine neue Generation Replikanten ins Rennen, die von Menschen kaum noch zu unterscheiden ist. Menschen und Maschinen waren sich dabei offensichtlich schon im ersten „Blade Runner“ ähnlich genug, damit Rick Deckard und die Replikantin Rachael ein gemeinsames Kind zeugen konnten. Um dieses geht es in der Fortsetzung. „Blade Runner 2049“ ist ohne Zweifel ein weiterer Meilenstein in Sachen Transhumanismus.

Das Kinoplakat in den Farben der Freimaurergrade.

Platz 6: „Kingsman: The Golden Circle“

Vordergründig geht es im zweiten Teil von „Kingsman“ um eine psychopathische Drogengangsterin, die einen ungesunden Appetit auf Menschenfleisch hat. Außerdem betätigt sich Poppy als Terroristin und rein zufällig ist mal wieder London das Ziel.

Doch zurück zu Poppys Kerngeschäft. Über die Drogen verbreitet sie einen Virus, für den nur sie das Gegenmittel hat. Damit will sie die gesamte Welt um Geld und Macht erpressen. Dumm nur, dass der amerikanische Präsident, der vom Verhalten her stark an Donald Trump erinnert, nicht mitspielt. Für ihn ist es die Gelegenheit, die USA von Kiffern und Junkies zu säubern.

Die am Virus erkrankten Menschen lässt der Präsident in Stadien inhaftieren und ohne medizinische Versorgung zugrunde gehen. Das erinnert doch stark an die FEMA-Camps, von denen hunderte über die gesamte USA verstreut für einen solchen Katastrophenfall bereit stehen. Im Falle einer Seuche oder auch eines Bürgerkrieges ließen sich ganze Bevölkerungsteile schnell internieren und beseitigen. „Kingsman: The Golden Circle“ thematisiert diese Gulags in einer Offenheit, dass es selbst Skeptikern die Sprache verschlagen müsste.

Platz 5: „Geostorm“

Öffentlich zugänglichen Dokumenten zufolge plant der militärisch-industrielle Komplex der USA, das Wetter bis spätestens 2025 als Waffe einzusetzen zu können. In „Geostorm“ werden die Wetterwaffen natürlich mit dem frommen Ziel erbaut, den Klimawandel aufzuhalten. Doch eine kleine Machtclique im Weißen Haus bemächtigt sich des Wetterkontrollnetzes und löst eine weltweite Klimakatastrophe aus. Ziel ist es, die Welt gemäß der eigenen Machtansprüche umzugestalten und dabei missliebige Regierungen auszuschalten sowie die Bevölkerung drastisch zu reduzieren.

Natürlich kann die Welt gerettet werden und wird bei der Gelegenheit auch gleich unter der Flagge der UN vereint. Mit anderen Worten, alle Länder sollen sich gefälligst freiwillig der neuen Weltregierung unterordnen oder sie werden mit Wetterwaffen bedroht. Rein zufällig sind zwei der Angriffsziele Hong Kong und Moskau. Die Drohung gegen China und Russland ist mehr als offensichtlich.

Platz 4: „Fack ju Göhte 3“

Was macht eine deutsche Komödie in dieser Liste? Das werden sich jetzt gewiss einige Leser fragen. Wer einen Blick hinter die witzige Fassade des „Final Fack“ wirft, wird die Antwort schnell finden. Als Herr Müllers missratene Klasse mal wieder den Unterricht schwänzt, begegnet er im Park einer älteren Dame, die ihren Hund mittels RFID-Chip ortet. Kurzer Hand beschließt er, seine Problemschüler ebenfalls chippen zu lassen, um sie zukünftig überall finden zu können. Am Ende wirbt sogar die Goethe-Gesamtschule mit einem RFID-Programm, damit keine Schüler mehr verloren gehen.

Es ist kein Zufall, dass sich diese Botschaft gezielt an ein jüngeres Publikum richtet. Immerhin ist es die nächste Generation, die in einer Welt leben muss, in der implantierte RFID-Chips Ausweispapiere und Geldkarte ersetzen werden. Die Zustimmung der Bevölkerung ist dafür nicht erforderlich, allerdings durchaus wünschenswert für die Herrschenden. Deshalb wird der gläserne Bürger zunehmend als Normalität beworben. „Fack ju Göhte 3“ ist dabei schon der dritte deutsche Film innerhalb von nur zwei Jahren, in dem Jugendliche gegen ihren Willen gechippt werden. Welche Ausmaße das Ganze annehmen kann, zeigen „Boy 7“ und „Jugend ohne Gott“.

Platz 3: „Jugend ohne Gott“

„Jugend ohne Gott“ zeigt eine dystopische Zukunft, in der es keine Mittelschicht mehr gibt. Die verelendeten Massen leben in Ghettos und haben kaum Zugang zu Bildung. Die Oberschicht schickt ihre Brut derweil an private Eliteuniversitäten, wo sie zum Gehorsam gedrillt werden. Interessanterweise erhalten auch die reichen Kids während des Auswahlverfahrens RFID-Chips. Implantiert wird diese in die Hand, wo die Menschen laut der Johannesoffenbarung einst das Malzeichen des Tieres tragen werden.

Zach, der Zweifel an diesem abartigen System hat, verliebt sich in die verwahrloste Ewa, welche sich illegal außerhalb ihres Ghettos aufhält. Sogar Waldspaziergänge sind für die Unterschicht tabu, sie werden regelrecht in ihren Ghettos interniert wie die Juden in Warschau. Als schließlich eine Mitschülerin von Zach ermordet wird, fällt der Verdacht natürlich sofort auf die unschuldige Ewa.

In Wirklichkeit ist jedoch der Millionärssohn Titus der Mörder, der die Tat aus einer Mischung von Entertainment und Überlegenheitskomplex begangen hat. Über sich selbst sagt er, dass es gut sei, nichts zu fühlen, weil ihn das stark mache. Er rechnet sich selbst der Elite zu, die diese Gesellschaft führt, was höchst brisant ist. Diese Aussage offenbart nämlich, dass wir von Psychopathen regiert werden, die keinerlei Empathie und Schuldgefühl kennen.

Der Name Titus ist bei alledem kein Zufall, denn er spielt auf den römischen Kaiser Titus (39-81) an, welcher einerseits den zweiten jüdischen Tempel in Jerusalem zerstören und andererseits den Bau des Kolosseums vollenden ließ. Insbesondere letzteres war ein blutiges Symbol der Unterdrückung sowie der abartigen Gelüste der Herrschaftselite. „Jugend ohne Gott“ bringt damit ziemlich genau auf den Punkt, was Sache ist.

Platz 2: „The Circle“

Man stelle sich vor, es gäbe keinerlei Privatsphäre mehr… Ach halt, das haben wir ja schon. In „The Circle“ geht es um einen Konzern, der frappierend an Google oder Facebook erinnert und tief in die Intimsphäre aller Menschen eindringt. Kameras an jeder Ecke, ein Himmel voller Videodrohnen und das komplett überwachte Smart Home werden hier als Utopia glorifiziert.

Tatsächlich gibt es auch Kritik, denn mittels interaktiver Webfahndung werden nicht nur verurteilte Kriminelle dingfest gemacht, sondern auch völlig unbescholtene Menschen in den Tod getrieben. Die Protagonistin Mae Holland zieht jedoch nicht die richtigen Schlüsse daraus. Sie schlägt stattdessen vor, zukünftig politische Wahlen im sozialen Netzwerk des Circles durchzuführen. Sie verschwendet dabei keinen Gedanken daran, dass es damit kein Wahlgeheimnis mehr gibt, Nichtnutzer von Wahlen ausgeschlossen werden und private Konzerne die Wahlen manipulieren können.

Mae zweifelt auch nicht an der permanenten Überwachung, obwohl das Sexleben ihrer eigenen Eltern im Internet ausgebreitet wird und diese daraufhin den Kontakt mit ihr abbrechen. Ihre Kritik beschränkt sich einzig drauf, dass die Konzernchefs des Circle ihr eigenes Privatleben geheim halten. Mit anderen Worten ist es vollkommen okay, dass private Konzerne intime Daten aller Menschen sammeln und vermarkten, solange sich deren Bosse davon nicht ausnehmen. Was für ein erschreckendes Fazit!

Platz 1: „What happened to Monday“

Es gibt Filme, die bestimmte Teilaspekte der neuen Weltordnung thematisieren. Und es gibt Filme, die die neue Weltordnung in ihrer Gänze aufzeigen. „What happened to Monday“ spielt in einer dystopischen Zukunft, in der die Erde hoffnungslos überbevölkert ist. Um die wachsende Bevölkerung zu ernähren, wird auf Gentechnik gesetzt, was jedoch zu einer Häufung von Mehrlingsgeburten führt. Um der Lage Herr zu werden, betreibt der totalitäre Polizeistaat eine noch krassere Einkindpolitik als China.

Wer mehr als zwei Kinder in die Welt setzt, muss nicht nur Strafe zahlen, die überzähligen Kinder werden gleich einkassiert. Dies gilt auch bei der Geburt von Zwillingen oder Mehrlingen. Die sieben Schwestern Monday, Tuesday, Wednesday, Thursday, Friday, Saturday und Sunday müssen daher ein Doppelleben führen. In den eigenen vier Wänden dürfen sie Individuen sein, doch in der Außenwelt müssen sie ein und dieselbe Person spielen.

Eines Tages verschwindet Monday und auf die verbliebenen Schwestern wird Jagd gemacht. Der Film spart dabei nicht mit drastischen Gewaltszenen, was insbesondere auf das Finale zutrifft. Denn die überlebenden Schwestern finden heraus, dass die eingesammelten Kinder nicht wie von der Propaganda behauptet in Kälteschlaf versetzt werden, um in der Zukunft ein besseres Leben zu führen. Stattdessen werden sie bei lebendigem Leibe eingeäschert.

Fassen wir mal kurz zusammen: Faschismus – abgehakt. Biometrische Pässe und Videoüberwachung – abgehakt. Gentechnik – abgehakt. Bevölkerungsreduktion – abgehakt. Brandopferung von Kindern – abgehakt. Schöne neue Weltordnung!

Der Echsenmensch und der Starchild-Schädel

In den Wäldern von West Virginia wurde 1952 ein Reptiloid gesichtet, der eine Art Giftgas gegen die Augenzeugen einsetzte. Später erkrankten die Zeugen reihenweise an Kehlkopf- und Lungenkrebs. Außerdem wurde bei der Begegnung eine schwarze, ölige Substanz entdeckt. Haben hier Reptiloide einen Waffentest mit Black Goo durchgeführt?

In der Parallelhandlung der folgenden Doku geht es um den Starchild-Schädel. Das Wesen hatte zwar nachweislich eine menschliche Mutter, aber der Vater ist unbekannt. Der Schädel hat einige merkwürdige Eigenschaften, die nicht menschlich sind und auch nicht mit Gendefekten erklärt werden können. So ist der Knochen viel dünner als ein menschlicher Schädel, aber genauso stabil, weil die Knochenmasse Zahnschmelz und merkwürdige Fasern enthält. In der Rekonstruktion ähnelt das Kind einem Mensch-Grey-Hybriden.

Spiel nicht mit dem Black Goo!

Im Puzzle-Konstruktionsspiel „World of Goo“ kann man alles Mögliche aus kleinen, schwarzen Klebeklümpchen basteln.

World of Goo

In „Grey Goo“ wird indes eine Verbindung zwischen den Grey und dem Black Goo hergestellt. Hatten wir zwar schon in „Akte X“, hier kommt es aber noch mal als PC-Spiel, garniert mit reichlich Hexagonen.

Grey Goo

Grey Black Goo_1

Grey Black Goo_2

Black Goo in Horrorfilmen

In Horrorfilmen taucht das schwarze Öl immer wieder als Trägersubstanz für Dämonen auf. Wer damit in Berührung kommt, braucht danach einen Exorzisten. So ergeht es u.a. der kleinen Janice (Talitha Eliana Bateman) in „Annabelle 2“.

„Ghostbusters 2“ bildet eine kuriose Ausnahme, denn in diesem Film ist ein Pink Goo Trägersubstanz für alle Arten von Geistern und Dämonen. Der rosa Schleim ist, wie Armus in „Star Trek“, ein Konzentrat aller negativen menschlichen Emotionen und Gedanken.

Black Goo in Star Trek

Es dürfte einige überraschen, dass es auch im Star Trek Universum Vorkommen von intelligentem Öl gibt. Gleich in der ersten Staffel von „Star Trek – Das nächste Jahrhundert“ trifft die Crew der Enterprise-D auf dem Planeten Vagra II auf eine Kreatur namens Armus. Es handelt sich um „Die schwarze Seele“ einer ausgestorbenen Spezies, welche all ihre negativen Eigenschaften abgestreift hat. Dumm nur, dass all die negative Energie ein Eigenleben entwickelt hat. Nachdem die Sicherheitschefin Tasha Yar von der Kreatur getötet wird, bleibt Captain Picard nichts anderes übrig, als den gesamten Planeten unter Quarantäne zu stellen.

Armus

Gegen Armus sind die Gründer des Dominion aus dem Gamma-Quadranten direkt umgänglich. Dennoch haben die Gestaltwandler einen Hang zur Eroberung, wobei sie fremde Spezies infiltrieren und gegeneinander ausspielen. Schließlich kommt es zum Krieg, in dessen Verlauf die Gestaltwandler von der Sektion 31 mit einem künstlichen Virus infiziert werden. Im Gegenzug für das Heilmittel kapitulieren sie schließlich vor den Mächten des Alpha-Quadranten.

Nun handelt es sich bei den Gründern nicht direkt um Black Goo, denn in ihrem flüssigen Zustand sind sie eher goldfarben. Dennoch teilen sie einige Eigenschaften mit dem intelligenten Öl. Die Gründer sind 1. flüssig, 2. intelligent und 3. besitzen sie die Fähigkeit, ihre Gestalt zu verändern. Auf der anderen Seite fehlen ihnen telepathische Fähigkeiten und sie ergreifen auch von niemandem Besitz. Allerdings neigen sie dazu, den Platz anderer Personen einzunehmen, was letzterem Punkt zumindest nahe kommt.

Wechselbalg

Ölbohrinsel Hellywood

Seinen bekanntesten Auftritt hat das intelligente Öl in der Erfolgsserie „Akte X“. Es taucht schon relativ früh in der 3. Staffel auf, wo in der Doppelfolge „Der Feind“ („Piper Maru“/“Apocrypha“) eine der wichtigsten Eigenschaften des Black Goo offenbart wird. Es kann in Menschen eindringen und Besitz von ihnen ergreifen.

Black Goo Possession

Black Goo Spiral

Weiter geht es in der 4. Staffel mit der Doppelfolge „Tunguska“ („Tunguska“/“Terma“). In dieser wir der Tunguska-Meteorit, welcher tatsächlich am 30. Juni 1908 im mittelsibirischen Bergland niederging, mit dem Black Goo in Verbindung gebracht. Es tropft förmlich aus dem Meteoritengestein, welches laut Serienkanon vom Mars stammt.

Black Goo Meteorit

Glaubt man den Gerüchten, ist es gar nicht so abwegig, dass die Russen ebenfalls mit Black Goo herumexperimentiert haben. Angeblich sollen sie mit der Erforschung sogar weiter als die Briten sein, was zumindest in der Serie angedeutet wird.

Black Goo Experimente_1

Black Goo Experimente_2

Ob Black Goo tatsächlich in Meteoriten vorkommt, ist dagegen mehr als fraglich, zumal in „Akte X“ selbst mehrere Erklärungsmodelle angeboten werden. Allerdings kommt die Panspermie-Methode durchaus auch in anderen Filmen vor. Unter anderem in „Blob – Schrecken ohne Namen“, der bereits 1958 in die Kinos kam und 1988 neu verfilmt wurde. Damals war die zähe Masse noch rot und verspeiste Menschen, weshalb es fraglich ist, ob dieser Sci Fi Klassiker wirklich als Anspielung auf intelligentes Öl gewertet werden kann.

Blob

Einen ähnlichen Plot gibt es um Venom aus den „Spider Man“-Comics, welcher 2007 seinen ersten Kinoauftritt in „Spider Man 3“ hatte. Bei Venom handelt es sich definitiv um eine Bezugnahme auf Black Goo, denn es ergreift von Menschen Besitz und verändert deren Verhalten.

Venom Goo

2018 erhielt „Venom“ schließlich einen eigenen Kinofilm. Die aggressive außerirdische Lebensform ist in diesem Spin-Off nicht länger allein und seine Geschwister planen, die gesamte Menschheit zu befallen. Allerdings kommt es dabei zu Komplikationen, da nicht alle Menschen kompatibel sind.

Solche Kompatibilitätsprobleme hat das schwarze Öl in „Akte X“ nicht und es verändert zudem mehr als nur das Verhalten seiner Wirte. Im Kinofilm von 1998 macht das Öl eine krasse Wandlung durch. Es wird nicht länger als eigenständige Lebensform dargestellt, sondern als Blut einer Alienrasse, welche stark an die Grey erinnert, jedoch größer ist und eine grüne Hautfarbe hat.

AX Green Alien

Menschen, die mit dem schwarzen Blut infiziert werden, dienen als Wirte für die Jungen der Aliens. Die Opfer verflüssigen sich zunehmend und werden förmlich von den Parasiten verdaut. Mit dem ursprünglichen Konzept des intelligenten Öls hat das nicht mehr allzu viel zu tun, sondern eher mit einer Biowaffe. Diese wird über Bienen und Genmais überall in der Welt verbreitet. Monsanto lässt grüßen.

AX Maisfelder_2

AX Corn Oil

Die Opfer werden anschließend zum Ausbrüten in einen geheimen UFO-Stützpunkt in der Antarktis verschleppt.

AX Scully on Ice

AX UFO Antartica_1

Die geheime Schattenregierung, der auch der berüchtigte Raucher angehört, paktiert mit den Außerirdischen, die das Black Goo als Waffe gegen die Menschheit einsetzen. Allerdings vertrauen die Schattenmänner ihren Vertragspartnern keineswegs bedingungslos und haben ein Gegenmittel gegen die Infektion entwickelt. In wie weit Marconi Electronic Systems in diese Forschung verwickelt ist, wird in „Akte X“ offen gelassen. Ebenso ist es fraglich, ob die Schattenregierung das Black Goo lediglich für eine andere Spezies verwaltet oder es selbst als biologische Waffe einzusetzen gedenkt?

Etwas klarer ist die Situation in der ähnlich gearteten Serie „Dark Skies“, welche Mitte der 1990er parallel zu „Akte X“ lief. In dieser repräsentiert die militärische Geheimorganisation Majestic 12 die gute Seite, welche die Menschheit vor außerirdischen Parasiten beschützt, die bereits die Grey befallen haben. Die Aliens führen allerhand Experimente durch, um die Erde unter ihre Kontrolle zu bringen. Eines der übleren Experimente in der Episode „Das abnorme Wesen“ besteht darin, Kühe mit einem schwarzen Öl zu infizieren, sodass sie menschliche Kinder kalben.

Im „Alien“-Prequels „Prometheus – Dunkle Zeichen“, ist das schwarze Öl ebenfalls ein Träger für die DNS höher entwickelter Alienorganismen und wurde von den Ingenieuren als biologische Waffe entwickelt. Das Black Goo ist in diesem Werk von derart zentraler Bedeutung, dass man fast meinen könnte, Ridley Scotts Autorenteam hätte bei Chris Carter abgeschrieben. Oder haben vielleicht beide aus gänzlich anderen Quellen abgeschrieben?

Sojasoße

Man beachte die Ähnlichkeit zu Venom.

Man beachte die Ähnlichkeit zu Venom.

Alien Black Goo

Zumindest von Chris Carter ist bekannt, dass er tatsächlich bei UFO-Forschungsvereinen wie MUFON recherchierte und Entführungsopfer konsultierte. Zudem sollen ihm einige CIA-Berater zur Verfügung gestanden haben, was aber selbstverständlich nie offiziell bestätigt werden wird. In jedem Fall bemühte sich Carter, mit seiner Serie nah an der Realität zu bleiben.

„Prometheus“ hat dagegen mehr von „Species“. Im zweiten Teil dieses Sci Fi Horrors, der 1998 in die Kinos kam, bringt die erste Marsmission eine schleimige Lebensform vom roten Planeten mit, welche ihre Wirte mutieren lässt und sich sexuell vermehrt.

Neben der außerirdischen Deutung gibt es allerdings noch eine extradimensionale, laut der das Black Goo nicht aus diesem Universum stammt. In „Event Horizont“ aus dem Jahr 1997 stellt das Öl das Dunkle dar, welches den Menschen schreckliche Bilder in den Kopf pflanzt und sie so in den Wahnsinn treibt. Es dringt durch eine Singularität in unser Universum, welche vom Antrieb der Event Horizont erzeugt wird.

Ganz ähnlich verhält es sich in „Dark Matter“, wo das Black Goo erstmals in der 9. Episode der 2. Staffel auftaucht und von einem Crewmitglied der Raza Besitz ergreift. In der 3. Staffel stellt sich heraus, dass die fremde Lebensform aus einer anderen Dimension stammt und unser Universum längst infiltriert hat. Diese Entwicklung mag zunächst verstören, doch nur so macht der Serientitel überhaupt Sinn. Die „dunkle Materie“ ist das intelligente Öl.

Was ist nun die wahre Herkunft des schwarzen Öls? Ist es ein außerirdischer Organismus, der mittels Meteoriten auf die Erde kam? Handelt es sich um eine Biowaffe einer anderen Spezies? Stammt es gar aus einer anderen Dimension? Oder hat sich das Black Goo gar auf der Erde entwickelt? Letztere Option wird nicht nur in „Akte X“ erwähnt. Ein gänzlich irdisches Black Goo terrorisiert die Menschheit auch in „Phantoms“.

In diesem extrem gruseligen Film, der im selben Jahr wie „Akte X – Der Film“ erschien, kann das Öl seine Gestalt nach belieben verändern und die Menschheit auf diese Weise täuschen. Es kann jedes Lebewesen, einschließlich Menschen, imitieren und sogar in der Form von Phantasiegestalten auftreten. Es ist hoch intelligent und vermag mit der Menschheit zu kommunizieren. Diese braucht es nicht nur als Nahrung, sondern auch als Religionsgemeinschaft, denn das Black Goo in „Phantoms“ möchte als Gott angebetet werden.

In „Operation Overlord“ von 2018 stammt das schwarze Öl ebenfalls von der Erde, hat jedoch kein Eigenleben. Es ist vielmehr ein organischer Teer, den die Nazis unter einer Kirche in Frankreich entdeckt haben. Da das Black Goo einen wiederbelebenden Effekt auf Tote hat und diesen übermenschliche Stärke verleiht, nutzen die Nazis es, um einen Übermenschen zu erschaffen. Die letztendliche Entscheidung des alliierten Protagonisten, die Kirche zu sprengen und seinen Vorgesetzten nichts von der Substanz zu erzählen, geht leider an der Realität vorbei. Offensichtlich weiß man in Amerika und insbesondere in Hollywood bestens über das Black Goo Bescheid.