Anis Amri und die deutschen Sicherheitsbehörden

von Shinzon

Der Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt am 19. Dezember 2016, bei dem 12 Menschen starben, war Wasser auf die Mühlen der Rechtspopulisten. Noch bevor der Täter überhaupt fest stand, waren AfD, Pegida und Neonazis schon auf den Barrikaden. Als dann der 24jährige Tunesier Anis Amri, welcher als vermeintlicher Flüchtling nach Deutschland kam, als Täter feststand, fühlten sie sich endgültig in ihrem Fremdenhass bestätigt.

Doch kaum jemand hinterfragt die Ereignisse, die wieder einmal vor Ungereimtheiten nur so strotzen. Wir haben absichtlich die Ermittlungen abgewartet, bevor wir einen Artikel schreiben, der am Ende nichts wert ist. Eine weise Entscheidung, wie sich inzwischen herausgestellt hat. Denn im Falle Anis Amri ist nichts so, wie es den Anschein hat.

Das fängt schon damit an, wie man dem Tunesier auf die Spur gekommen sein will. Er hatte nämlich seine Duldungspapiere am Tatort verloren, womit er schon der fünfte Islamist ist, dem das passiert. Angefangen hat es mit dem magischen Pass von Mohammed Atta, welcher am 11. September auf wundersame Weise den Feuerball sowie den Zusammensturz des World Trade Centers unbeschadet überstanden hat. Inzwischen ist der am Tatort verlorene Pass schon zu einer Art Running Gag geworden. Besonders Verdächtig ist dabei im Falle von Amris Papieren, dass der LKW erst am Tag nach dem Anschlag untersucht wurde. Genug Zeit also, um „Beweise“ nachträglich zu platzieren und das auch noch unter dem Fahrersitz, was Vorsatz impliziert.

Ebenso interessant sind Bilder einer Überwachungskamera, die vom RBB gezeigt wurden. Diese sollen Anis Amri wenige Tage vor und einige Zeit nach der Tat vor dem Moschee-Verein «Fussilet 33» zeigen. Die Verantwortlichen können es einfach nicht lassen, überall ihre Zahlensymbolik zu hinterlassen.

Nachdem Amri anschließend unbemerkt durch halb Europa fliehen konnte, wurde er letztendlich am Freitag nach dem Anschlag bei einer Schießerei in der Nähe des Bahnhofs der italienischen Stadt Sesto San Giovanni von Polizisten getötet. Wie überaus praktisch, denn nun kann er nichts mehr auspacken. Z.B. über seine Kontakte mit deutschen Sicherheitsbehörden.

Um die Ereignisse korrekt zu hinterfragen, muss man wissen, dass Anis Amri bereits vor seiner Einreise nach Deutschland in Italien vorbestraft war. Kurz nach seiner Einreise gab es gleich wieder erste Hinweise auf verdächtiges Verhalten, welche durch Mitbewohner eines Asylheimes an die Polizei herangetragen wurden. Im November 2015 gab Amri gar höchstpersönlich gegenüber einem V-Mann des Landeskriminalamtes NRW bekannt, dass er einen Anschlag plane. Obwohl er sich seit seiner Einreise nach Deutschland insgesamt 14 Identitäten zulegt hatte, war Amri der Polizei also durchaus kein Unbekannter und wurde sogar als islamistischer Gefährder eingestuft.

Darüber hinaus war er wegen Betrugsdelikten zwischenzeitlich verhaftet, wurde aber wieder freigelassen. Ebenso wurden sein Handy und Internetanschluss vom 5. April bis 21. September 2016 überwacht, angeblich ohne Ergebnis. Von untergetaucht kann daher ebenfalls keine Rede sein. Im Gegenteil wussten die deutschen Sicherheitsbehörden zu fast jeder Zeit, wo sich Anis Amri aufhielt. Ein V-Mann des LKA NRW kutschierte ihn sogar nach Berlin, wo er später seine Bluttat verübte. Das war im besten Falle grob fahrlässig, im schlimmsten Fall direkte Beihilfe.

Ohnehin scheint es so, als ließen die deutschen Sicherheitsbehörden Amri absichtlich gewähren. Immerhin hatten sie genügend belastendes Material, um ihn sofort zu verhaften. Ab September 2016 warnten z.B. sowohl der tunesische als auch der marokkanische Geheimdienst das Landeskriminalamt NRW mehrfach davor, Amri wolle in Deutschland ein „Projekt ausführen“. Zudem bestätigten sie seine Kontakte zum IS. Über die zahlreichen Hinweise und Ereignisse gibt es mittlerweile eine umfangreiche Chronik, welche hier nachgelesen werden kann.

Ist dies wirklich nur eine Chronik des Versagens oder würde der deutsche Staat gar einen Islamisten anwerben, um einen Terroranschlag zu inszenieren? Diese Frage mag skandalös erscheinen, doch sie hat ihre Berechtigung. Bereits 2015 ging der Aussteiger Irfan Peci damit an die Öffentlichkeit, dass er als V-Mann vom Verfassungsschutz angeworben wurde und von diesem finanzielle Mittel erhielt, die direkt an Al Kaida geflossen sind. Der Verfassungsschutz hat also wissentlich eine der gefährlichsten Terrororganisationen der Welt finanziert. Der Fall blieb dennoch ohne ernste Konsequenzen für den Geheimdienst. Gleiches gilt auch in Bezug auf seine tragende Rolle beim NSU.

Kommen wir nun zu der Frage nach dem Warum, welche unmittelbar mit einem weiteren berühmten Anschlag in Verbindung steht, der von Geheimdiensten inszeniert wurde. Die Rede ist vom Bombenanschlag auf den Bahnhof von Bologna (Italien), bei welchem am 2. August 1980 85 Menschen geopfert wurden, um einen Regierungswechsel unter Einschluss der Kommunisten zu verhindern. Das Verbrechen wurde damals nämlich den Roten Brigaden in die Schuhe geschoben, was die Wählerschaft vor einer linken Regierung abschreckte. Erst viele Jahre später kam heraus, dass der Anschlag in Wirklichkeit auf das Konto des NATO-Terrornetzwerks Gladio ging, welches aus Rechtsextremisten bestand.

In Deutschland haben wir nun eine ganz ähnliche Situation. 2017 stehen die nächsten Bundestagswahlen an und eine Koalition zwischen SPD und Grünen unter Einschluss der LINKEN scheint nicht mehr undenkbar. DIE LINKE spricht einfach die richtigen Themen an wie die Schere zwischen Arm und Reich oder die Gefahr eines Krieges gegen Russland. Das schmeckt den Herrschenden nicht. Wie könnte man solche Themen nun besser in den Hintergrund treten lassen, als durch einen islamistischen Anschlag, verübt von einem vermeintlichen Flüchtling?

Für diesen Verdacht spricht, dass der Pegida-Gründer Lutz Bachmann nur knapp zwei Stunden nach dem Anschlag auf Twitter bekannt gab, dass er aus internen Quellen von der tunesischen Herkunft des Täters wisse. Das ist interessant, denn zu dieser Zeit verdächtigte die Polizei noch fälschlich einen Pakistaner. Erst am Tag darauf stand der Tunesier Anis Amri als Täter fest. Die Polizei dementierte dementsprechend die Weitergabe von Informationen an Lutz Bachmann. Doch irgendwoher musste Bachmann diese Information haben, denn immerhin war sie korrekt. Vielleicht vom selben V-Mann des LKA NRW, der Amri nach Berlin gefahren hat?

Quelle

Fassen wir also kurz zusammen: Die deutschen Sicherheitsbehörden hatten Anis Amri bereits im Netz und wussten, dass er einen Anschlag plante. Dennoch durfte er seine Pläne ungehindert in die Tat umsetzen. Kurz darauf wusste ausgerechnet der ehemalige Kopf von Pegida über Amris Hintergrund Bescheid, um mit dieser Information fremdenfeindliche Propaganda zu verbreiten. Da ergibt ein äußerst hässlicher Zusammenhang.

Es ist schon eine regelrechte Frechheit, dass Bundesinnenminister de Maiziére direkt nach dem Anschlag wie üblich mehr Videoüberwachung gefordert hat, als könnte man damit das Terrorproblem lösen. Überwachungskameras hätten den LWK genauso wenig gestoppt wie das Landeskriminalamt NRW oder der Verfassungsschutz. Die Frage, warum letztere trotz ausreichender Hinweise untätig blieben, muss nun ins Zentrum der öffentlichen Debatte gestellt werden.

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Die Bilderberg-Konferenz 2016

Vom 9. bis 12. Juni fand in Dresden die diesjährige Bilderberg-Konferenz statt. Der Austragungsort war diesmal kein Hotel Bilderberg, sondern ein Hotel Taschenbergpalais in Sichtweite der Semper-Oper. Die schöne Kulisse dürfte aber nicht der Grund gewesen sein, warum sich die Hauptfluchtverursacher ins Zentrum der asylfeindlichen Pegida-Bewegung gewagt haben. Dresden verkörpert wie kaum eine andere Stadt die erfolgreiche Durchsetzung des Prinzips „teile und herrsche“.

So kam es im Verlauf der Konferenz auch zu keiner rechtspopulistischen Großdemonstration. Offensichtlich haben die Pegida-Anhänger nur etwas gegen Kriegsflüchtlinge und Muslime, nicht aber gegen imperialistische Invasoren. Dabei wären die Bilderberger die absolut richtige Adresse für Protest, da ihre Kriege und ihre ungerechte Weltwirtschaft die Wurzel massenhafter Vertreibungen sind. Der Protest blieb jedoch eher verhalten und bis auf eine kleine NPD-Kundgebung war er überwiegend linksgerichtet.

Die Medien ignorierten größtenteils sowohl die Konferenz als auch die Proteste dagegen. Wenn doch mal was zu lesen war, dann entweder über „Antiamerikanisten“ oder „Verschwörungstheoretiker“. Spiegel Online brachte gar einen Satire-Artikel über einen vermeintlichen Dokumenten-Leak, der sich über alle Kritiker lustig machte. Dabei waren doch genügend Medienvertreter vor Ort, um tatsächliche Informationen aus erster Hand zu leaken. Darunter waren aus Deutschland Thomas Ebeling von Pro7Sat1 und Matthias Döpfner vom Springerverlag vertreten.

Stupide Standardantworten gab es auch auf der Bundespressekonferenz sowie von Seiten der Regierung auf eine kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag. DIE LINKE war im Übrigen die einzige im Bundestag vertretene Partei, die das Bilderberg-Treffen auf die Tagesordnung setzte und dabei offen kritisierte. Zum einen wegen der Intransparenz, zum anderen, weil die deutschen Steuerzahler die Kosten zu tragen haben und dafür auch noch ausgesperrt wurden. Der Austragungsort war nämlich weiträumig abgesperrt und das Versammlungsrecht innerhalb einer großzügigen Bannmeile außer Kraft gesetzt.

Die überzogenen Sicherheitsmaßnahmen gingen sogar so weit, dass ein unbescholtener Bürger verhaftet wurde, weil er ein Brot bei sich hatte. Es hätte ja als Wurfgeschoss dienen können. Ob auch Bilderberger verhaftet wurden, die sich an der Brottheke des Hotels bedient haben, ist nicht bekannt. Sie dürften sich allerdings köstlich amüsiert haben, dass die deutsche Staatsgewalt den verarmten Massen inzwischen schon die Grundnahrungsmittel wegnimmt.

Doch kommen wir zum Kern des Treffens. Zumindest die groben Tagesordnungspunkte sind auf der offiziellen Webseite der Bilderberger nachzulesen, was durchaus interessant ist. Verbindet man diese Punkte mit den politischen Entscheidungen der nächsten Wochen, dürfte jeder eine recht klare Vorstellung davon erhalten, was auf der Konferenz besprochen wurde. Und das hat wie immer globale Auswirkungen.

Zu vorderst ging es natürlich um die Verschärfung der weltweiten Konflikte. Der Nahe Osten stand logischerweise schon allein wegen des selbst geschaffenen IS auf dem Plan, aber auch Russland und China wurden thematisiert. Diese beiden Weltmächte werden zunehmend von der NATO eingekreist und Bundeskriegsministerin Ursula von der Leichen (CDU) hat schon nach ihrer Teilnahme am Bilderberg-Treffen 2015 Truppen an die russische Grenze geschickt. Ihre neuen Einsatzbefehle wird sie dieses Jahr wohl direkt vom Oberbefehlshaber der US-Streitkräfte in Europa, Philip M. Breedlove, erhalten haben.

Kriege verursachen natürlich Flucht und so war auch die Migration in Europa ein Thema. Die Spaltung des Kontinents trägt ja inzwischen Früchte und so ist es fast schon zynisch, dass auch die Einheit Europas besprochen wurde. Zusammen mit den Bereichen Wachstum und Reform dürfte es aber ohnehin lediglich um Wirtschaftsinteressen gegangen sein und Migranten sind bekanntlich billige Arbeitskräfte.

Beim Tagesordnungspunkt „Prekariat und Mittelschicht“ dürfte es in eine ähnliche Richtung gegangen sein. Es wäre absolut naiv anzunehmen, der reichen Elite ginge es darum, den Armen zu helfen und die Mittelschicht zu retten. Da braucht man sich nur die Finanzpolitik von Bundesfinanzminister Wolfgangster Schäuble (CDU) zu betrachten, um zu wissen, dass es um die weitere Umverteilung von unten nach oben ging. Um das zu garantieren waren auch wieder Vertreter der wichtigsten Banken mit dabei.

Beschleunigt wird diese Umverteilung durch Freihandelsabkommen wie TTIP, CETA und TISA. Diese standen zwar offiziell nicht auf der Tagesordnung, wurden aber garantiert unter „aktuelle Ereignisse“ oder „Geopolitik in Energiefragen und Rohstoffpreise“ besprochen. Immerhin ist gerade Fußball-Europameisterschaft, da sind die Massen abgelenkt und schauen nicht hin, wenn diese Abkommen unterzeichnet werden.

Bei den Themen „Cybersicherheit“ und „technologische Neuerungen“ wird es sehr wahrscheinlich um mehr Überwachung gegangen sein, was erklären würde, warum auch Bundesspionageminister Thomas deMaiziére (CDU) auf der Konferenz anwesend war. Überhaupt waren fast alle CDU-Minister mit dabei. Nur Kanzlerin Angela Merkel (CDU) stand nicht auf der offiziellen Gästeliste, soll aber inoffiziell teilgenommen haben. Dafür war der sächsische Ministerpräsiden Stasilaw Tillich (CDU) offiziell dabei, immerhin tragen seine Wähler einen Großteil der Kosten.

Wer sonst noch unter den rund 125 Gästen war? Neben US-Amerikanern hauptsächlich Deutsche. Hier die offizielle Gästeliste:

Chairman: Henri de Castries (Frankreich) – Vorsitzender und Geschäftsführer der AXA Group

Deutschland (16):

Paul M. Achleitner – Vorsitzender des Supervisory Board der Deutsche Bank AG
John Cryan – Geschäftsführer der Deutsche Bank AG
Mathias Döpfner – Geschäftsführer von Axel Springer
Thomas Ebeling – Geschäftsführer von ProSiebenSat.1
Thomas Enders – Geschäftsführer der Airbus Group
Ulrich Grillo – Vorsitzender der Grillo-Werke AG; Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie
Timotheus Höttges – Geschäftsführer der Deutsche Telekom AG
Julia Jäkel – Geschäftsführerin von Gruner + Jahr
Joe Kaeser – Präsident und Geschäftsführer der Siemens AG
Carsten Kengeter – Geschäftsführer der Deutsche Börse AG
Ursula von der Leyen – Bundeskriegsministerin (CDU)
Thomas de Maizière – Bundesspionageminister (CDU)
Wolfgang Schäuble – Bundesfinanzminister (CDU)
Klaus Schwab – Präsident des Weltwirtschaftsforums
Hans-Werner Sinn – Professor für Ökonomie und öffentliche Finanzen, Ludwig Maximilian Universität München
Stanislaw Tillich – Ministerpräsident von Sachsen (CDU)

Belgien (3):

Yasmine Kherbache – Politikerin (Socialistische Partij Anders)
Thomas Leysen – Vorsitzender der KBC Group
Charles Michel – Primierminister

Bulgarien (1):

Kristalina Georgiewa – Vizepräsidentin der Europäischen Kommission

Dänemark (4):

Thomas Ahrenkiel – Sekretär des Kriegsministeriums
Christian Dyvig – Vorsitzender von Kompan
Ulrik Federspiel – Group Executive, Haldor Topsøe A/S
Søren Pind – Justizminister

Finnland (2):

Matti Apunen – Direktor des Finnish Business and Policy Forum EVA
Björn Wahlroos – Vorsitzender der Sampo Group, Nordea Bank, UPM-Kymmene Corporation

Frankreich (10):

Patricia Barbizet – Geschäftsführerin von Artemis
Nicolas Baverez – Partner, Gibson, Dunn & Crutcher
Olivier Blanchard – Fred Bergsten Senior Fellow, Peterson Institute
Emmanuelle Charpentier – Direktor des Max Planck Institut für Infektionsbiologie
Benoît Coeuré – Mitglied des Executive Board der Europäischen Zentralbank
Laurent Fabius – Präsident des Constitutional Council
Etienne Gernelle – Chefredakteur des Le Point
Sylvie Goulard – Mitglied des EU-Parlaments
Christine Lagarde – Geschäftsführende Direktorin des IWF
Edouard Philippe – Bürgermeister von Le Havre

Griechenland (3):

George Logothetis – Vorsitzender und Geschäftsführer der Libra Group
Kyriakos Mitsotakis – Politiker, Vorsitzender der Nea Dimokratia
Dimitri Papalexopoulos – Geschäftsführer von Titan Cement Co.

Großbritannien (10):

Marcus Agius – Vorsitzender der PA Consulting Group
Douglas J. Flint – Gruppenvorsitzender von HSBC Holdings plc
Helen Goodman – Politikerin (Labour Party)
Dido Harding – Geschäftsführerin TalkTalk Telecom Group plc
Demis Hassabis – Mitgründer und Geschäftsführer von DeepMind
John Kerr – Deputy Vorsitzender von Scottish Power
Zanny Minton Beddoes – Chefredakteur von The Economist
John Sawers – Vorsitzender und Partner von Macro Advisory Partners
Guy Standing – Co-Präsident von BIEN; Research Professor, University of London
Martin H. Wolf – Ökonomischer Chefkommentator der Financial Times

Irland (2):

Michael Noonan – Finanzminister
Michael O’Leary – Geschäftsführer von Ryanair Plc

Italien (6):

Franco Bernabè – Vorsitzender von CartaSi S.p.A.
Claudio Costamagna – Vorsitzender von Cassa Depositi e Prestiti S.p.A.
Marta Dassù – Senior Direktor für europäische Beziehungen, Aspen Institute
John Elkann – Vorsitzender und Geschäftsführer von EXOR; Vorsitzender von Fiat Chrysler Automobiles
Lilli Gruber – Chefredakteurin und Moderatorin von “Otto e mezzo”, La7 TV
Carlo Ratti – Direktor des MIT Senseable City Lab

Kanada (4):

Yoshua Bengio – Professor in Computerwissenschaft und Unternehmensforschung, University of Montreal
Chris Hadfield – Colonel, Astronaut
Bill Morneau – Finanzminister
Heather M. Reisman – Vorsitzende und Geschäftsführerin von Indigo Books & Music Inc.

Niederlande (7):

Ahmed Aboutaleb – Bürgermeister von Rotterdam
Ben van Beurden – Geschäftsführer von Royal Dutch Shell plc
Sharon A.M. Dijksma – Umweltministerin
Victor Halberstadt – Professor für Ökonomie, Universität Leiden
Willem-Alexander, König der Niederlande
Kajsa Ollongren – Stellvertr. Bürgermeisterin von Amsterdam
Mark Rutte – Premierminister (VVD)

Norwegen (3):

Svein Richard Brandtzæg – Präsident und Geschäftsführer von Norsk Hydro ASA
Børge Brende – Außenminister
Kristin Skogen Lund – Generaldirektorin von The Confederation of Norwegian Enterprise

Österreich (3):

René Benko – Gründer und Vorsitzender des Advisory Board der SIGNA Holding GmbH
Andreas Schieder – Klubobman der SPÖ
Rudolf Scholten – Geschäftsführer der Österreichischen Kontrollbank AG

Polen (1):

Radoslaw Sikorski – Senior Fellow, Harvard University; ehem. Außenminister

Portugal (3):

Maria Luís Albuquerque – ehem. Finanzminister (Sozialdemokratische Partei)
José M. Durão Barroso – ehem. Präsident der EU-Kommission
Carlos Gomes da Silva – Vizevorsitzender und Geschäftsführer von Galp Energia

Schweden (4):

Magdalena Andersson – Finanzminister
Conni Jonsson – Gründerin und Vorsitzende von EQT
Carl-Henric Svanberg – Vorsitzender von BP plc und AB Volvo
Jacob Wallenberg – Vorsitzender von Investor AB

Schweiz (4):

André Kudelski – Vorsitzender und Geschäftsführer der Kudelski Group
Christa Markwalder – Politikerin (FDP), Nationalratspräsidentin
Martin Vetterli – Präsident des Schweizerischen Nationalfonds
Beatrice Weder di Mauro – Professorin für Ökonomie, University of Mainz

Spanien (4):

César Alierta – Vorsitzender und Geschäftsführer von Telefónica
Ana P. Botín – Vorsitzender von Banco Santander
Juan Luis Cebrián – Vorsitzender von PRISA and El País
Luis Garicano – Professor für Ökonomie, LSE; Senior Advisor to Ciudadanos

Türkei (3):

Senem Aydin-Düzgit –Professor und Jean Monnet Chair der Istanbul Bilgi Universität
Soli Özel – Professor, Kadir Has University
Mehmet Simsek – Finanzminister (AKP)

USA (31):

Roger C. Altman – Vorsitzender von Evercore
Sam Altman – Präsident von Y Combinator
Anne Applebaum – Kolumnistin der Washington Post; Direktorin des Transitions Forum, Legatum Institute
Philip M. Breedlove – Oberbefehlshaber der US-Streitkräfte in Europa
William J. Burns – Präsident des Carnegie Endowment for International Peace
David M. Cote – Vorsitzender und Geschäftsführer von Honeywell
Richard Engel – Chef-Außenkorrespondent von NBC News
Roger W. Ferguson Jr. – Präsident und Geschäftsführer von TIAA
Niall Ferguson – Professor für Geschichte, Harvard University
Lindsey Graham – Senator (Republikaner)
Hobson, Mellody (USA), President, Ariel Investment, LLC
Reid Hoffman – Mitgründer und Vorsitzender von LinkedIn
Kenneth M. Jacobs – Vorsitzender und Geschäftsführer von Lazard
James A. Johnson – Vorsitzender von Johnson Capital Partners
Vernon E. Jordan, Jr – Senior Managing Direktor von Lazard Frères & Co. LLC
Alex Karp – Geschäftsführer von Palantir Technologies
Henry A. Kissinger – Vorsitzender von Kissinger Associates Inc., ehem. US-Außenminister (Republikaner)
Klaus Kleinfeld – Vorsitzender und Geschäftsführer von Alcoa
Henry R. Kravis – Co-Vorsitzender und Co-Geschäftsführer von Kohlberg Kravis Roberts & Co.
Marie-Josée Kravis – Senior Fellow, Hudson Institute
Richard Levin – Geschäftsfüher von Coursera
Divesh Makan – Geschäftsführer von ICONIQ Capital
Scott Malcomson – Autor; Präsident von Monere Ltd.
Megan McArdle – Kolumnist bei Bloomberg View
John Micklethwait – Chefredakteur von Bloomberg LP
Craig J. Mundie – Principal von Mundie & Associates
Charles A. Murray – W.H. Brady Scholar, American Enterprise Institute
Peggy Noonan – Autorin und Kolumnistin von The Wall Street Journal
David H. Petraeus – Vorsitzender des KKR Global Institute
Eric E. Schmidt – Vorsitzender von Alphabet Inc.
Peter A. Thiel – Präsident von Thiel Capital

Quelle

Der P2-Skandal

Die Wahrheit bleibt uns diesmal nicht verborgen, denn die Propaganda Due ist einer best dokumentierten Korruptionsfälle, welche die Freimaurerei betreffen. Es ist dabei unwahrscheinlich, dass die P2 ein Einzelfall war oder ihre Mitglieder heute nicht mehr an ihrer Agenda arbeiten. Silvio Berlusconi hätte hier z.B. noch erwähnt werden müssen, welcher bis heute die Kontrolle über einen Großteil der italienischen Medien hat, was eines der Ziele der P2 war.

Wo immer es Machtgeilheit, Geldgier und Korruption gibt, wird es auch solche Geheimbünde geben. Das ist allein schon der Tatsache geschuldet, dass niemand mit solchen Gelüsten offen agieren könnte, denn das würde zwangsläufig die öffentliche Meinung gegen all jene aufbringen.

Gästeliste und Themen der Bilderberg-Konferenz 2015

An der 63. Bilderberg-Konferenz, welche vom 10. bis 14. Juni im Interalpen Hotel in Telfs (Tirol, Österreich), stattfand, nahmen rund 140 Gäste aus 22 Ländern teil. Es handelte sich wie immer um Politiker sowie Vertreter aus den Bereichen Finanzmafia, Industrie, Militär und Medien. Diese diskutierten unter anderem über Themen wie künstliche Intelligenz (Cyborg-Agenda) sowie Computer- und Netzsicherheit. Letzteres kann angesichts der NSA-Affäre und der Anwesenheit mehrerer Google-Vertreter wohl nur mit einem Augenzwinkern zu verstehen sein.

Ein weiteres Thema war die Bedrohung durch chemische Waffen bzw. wohl eher das lukrative Geschäft mit selbigen. Die Bedrohung durch den selbst erschaffenen Terrorismus haut in eine ähnliche Kerbe. Der mittlere Osten und der Iran waren diesbezüglich zwei Kernpunkte. Dann gab es natürlich noch aktuelle Wirtschaftsthemen wie die Globalisierung und die finanzielle Zerschlagung Griechenlands.

Weiterhin wurde über eine europäische Strategie und insbesondere Russland diskutiert. Selbstverständlich drangen wie immer keine Details dazu nach außen, aber wer mehr darüber wissen möchte, muss eigentlich nur das Buch „Das große Schachbrett“ des Bilderbergers Zbigniew Brzezinski lesen.

Schlussendlich standen auch die US-Wahlen auf der Tagesordnung, was besonders interessant ist. Den Bilderbergern wird nämlich immer wieder nachgesagt, sie würden Einfluss auf die Kandidaten nehmen und mitbestimmen, wer künftig wo regieren könnte. Die Nennung der US-Wahlen auf der Tagesordnung scheint ein klarer Beleg für diese These zu sein, obgleich die aussichtsreichste Kandidatin Hillary Clinton offiziell nicht auf der Gästeliste stand. Diese setzt sich wie folgt zusammen:

USA

● John R. Allen – ehem. ISAF-Kommandeur, US-Sonderbeauftragter für die Internationale Allianz gegen den IS
● Roger C. Altman – ausführender Vorsitzender von Evercore
● Anne Applebaum – Direktorin des Transitions Forums, Leiterin des Legatum Institute (Think Tank zur Förderung des Kapitalismus)
● Zoë Baird – geschäftsführendes Vorstandsmitglied und Präsidentin der Markle Foundation
● William Burns – Präsident des Carnegie Endowment for International Peace
● Thomas E. Donilon – ehem. US-Sicherheitsberater; Partner und Vizechef von O’Melveny & Myers LLP
● Regina Dugan – ehem. Direktorin der DARPA, Vizepräsidentin der Abteilung Engineering, Advanced Technology and Projects bei Google
● Mary Erdoes – geschäftsführendes Vorstandsmitglied von JP Morgan Asset Management
● Martin S. Feldstein – Vorsitzender des National Bureau of Economic Research (NBER), Professor für Ökonomie an der Harvard University
● Kenneth Griffin – Milliardär, Gründer und Vorsitzender des Hedge-Fonds Citadel Investment Group
● Reid Hoffman – Mitgründer und Firmenchef von LinkedIn
● Kenneth M. Jacobs – Vorsitzender und ausführender Vorstand der Investmentbank Lazard
● James A. Johnson – Vorsitzender von Johnson Capital Partners
● Alex Karp – Vorstandsvorsitzender des Softwareunternehmens Palantir Technologies
● Klaus Kleinfeld – Vorstandsvorsitzender des Aluminiumkonzerns Alcoa
● Henry R. Kravis – Milliardär, Mitbesitzer und Co-Vorsitzender der Beteiligungsgesellschaft Kohlberg Kravis Roberts & Co.
● Marie-Josée Kravis– Senior Fellow und Vizeshefin des Hudson Institute
● Stuart Levey – Chief Legal Officer der HSBC Holdings plc
● Jessica T. Mathews – Mitarbeiterin des Carnegie Endowment for International Peace, Direktorin des Washington Program des CFR
● James Mattis – General a.D., ehem. Kommandeur des US Zentralkommandos, Mitglied der Hoover Institution
● Jim Messina – Vorstandsvorsitzender der Messina Group
● John Micklethwait – Chefredakteur von Bloomberg L.P.
● Craig J. Mundie – Rektor von Mundie & Associates
● Richard N. Perle – Mitglied des Think Tanks American Enterprise Institute, Aufsichtsratsmitglied des Verlags Hollinger International (u.a. „Jerusalem Post“)
● David H. Petraeus – ehem. CIA-Chef und Oberbefehlshaber der US-Streitkräfte im Irak, Vorsitzender des Global Institute der Beteiligungsgesellschaft Kohlberg Kravis Roberts & Co. (KKR)
● Robert E. Rubin – Demokrat, 70. Finanzminister der USA, Bankier (u.a. für Goldman Sachs), Co-Vorsitzender des Council on Foreign Relations
● Karim Sadjadpour – Geschäftspartner des Carnegie Endowment for International Peace
● Eric E. Schmidt – Vorsitzender der Google Inc.
● Peter A. Thiel – Präsident der Thiel Capital, Unterstützer von Ron Paul und der Tea-Party-Bewegung
● Vin Weber – Republikaner, Partner der Mercury LLC, Mitglied des CFR und Aspen Institute
● James D. Wolfensohn – Vorsitzender von Wolfensohn and Company, ehem. Chef der Weltbank
● Robert B. Zoellick – Republikaner, ehem. Chef der Weltbank, Vorsitzender des internationalen Beraterstabs von Goldman Sachs, Direktor der Strategie-Gruppe des Aspen Institute, Mitglied des CFR und der Trilateralen Kommission
● Henry Kissinger – Republikaner, Ex-US-Außenminister, Mitglied und ehem. Direktor des CFR

Deutschland

● Paul M. Achleitner – Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Bank
● Mathias Döpfner – Vorstandsvorsitzender der Axel Springer AG
● Thomas Enders – Airbus-Manager
● Wolfgang Ischinger – ehem. Diplomat, Vorstandsmitglied des Atlantik-Brücke e.V., Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz
● Julia Jäkel – Vorstandsvorsitzende der Gruner + Jahr AG
● Joe Kaeser – Vorstandsvorsitzender der Siemens AG
● Kurt Joachim Lauk – CDU-Politiker, Präsident des Wirtschaftsrates der CDU, Präsident von Globe Capital Partners, Mitglied der Trilateralen Kommission
● Ursula von der Leyen – CDU-Politikerin, Bundeskriegsministerin, ehem. Bundesfamilienministerin
● Katrin Suder – Staatssekretärin im Bundeskriegsministerium

Österreich

● Rene Benko – Tiroler Immobileninvestor
● Oscar Bronner – Standard-Gründer und -Herausgeber
● Heinz Fischer – österr. Bundespräsident
● Alfred Gusenbauer – SPÖ-Politiker, Ex-Bundesparteivorsitzender & ehem. Bundeskanzler von Österreich
● Erich Hampel – Aufsichtsratsvorsitzender der UniCredit Bank Austria AG
● Wolfgang Hesoun – Siemens-Generaldirektor
● Gerhard Roiss – OMV-Vorstandsvorsitzender
● Rudolf Scholten – Generaldirektor der Oesterreichische Kontrollbank AG, Aufsichtsratsvorsitzender des Österreichischen Filminstituts, Mitglied im Exekutivkomitee der Bilderberg-Konferenz
● Karl Sevelda – Vorstandsvorsitzender der Raiffeisen Bank International AG

Belgien

● Karel De Gucht – Open VLD-Politiker, ehem. belg. Außenminister, ehem. EU-Kommissar für Handel
● Thomas Leysen – Vorsitzender des Verwaltungsrates der KBC Group
● Charles Michel – belg. Premierminister

Dänemark

● Thomas Ahrenkiel – Direktor des dänischen Auslands- und Militärgeheimdienstes Forsvarets Efterretningstjeneste
● Merete Eldrup – Chef von TV 2 Danmark
● Ulrik Federspiel – Ausführender Vizepräsident der Haldor Topsøe A/S
● Christina Markus Lassen – Head of Department, Ministry of Foreign Affairs, Security Policy and Stabilisation

Finnland

● Matti Apunen – Direktor des Finnish Business and Policy Forum EVA
● Leena Mörttinen – ehem. Direktorin der Finanzdienstleistungsgruppe Nordea, Ausführende Direktorin von The Finnish Family Firms Association
● Alexander Stubb – finnischer Finanzminister, ehem. Ministerpräsident Finnlands

Frankreich

● Nicolas Baverez – Privatisierungsbefürworter, Partner bei Gibson, Dunn & Crutcher LLP
● Laurent Bigorgne – Direktor des Instituts Montaigne
● Laurence Boone – Spezieller Berater des franz. Präsidenten für Finanzen und Wirtschaftsbeziehungen
● Patrick Calvar – Generaldirektor von DGSI
● Henri de Castries – Vorstandsvorsitzende des französischen Versicherungskonzerns AXA
● Benoît Coeuré – Direktoriumsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB), gab interne Informationen an Hedge-Fonds weiter
● Alain Juppé – ehem. franz. Außen- und Premierminister, Bürgermeister von Bordeaux
● Gilles Kepel – Professor für Geschichte und Internationale Beziehungen am Centre for Diplomacy & Strategy
● Catherine Pégard – Präsidentin des Schlosses und Museums von Versailles
● Jean-Dominique Senard – Vorsitzender der Michelin Group

Griechenland

● Dimitri Papalexopoulos – Chef der Zementfirma Titan Cement Co.
● Panagiotis Pikrammenos – ehem. Premierminister der griechischen Übergangsregierung von 2012
● Loukas Tsoukalis – Präsident der Hellenischen Stiftung für Europäische und Auswärtige Politik

Großbritannien

● Marcus Agius – Bankier, Ehemann von Katherine Juliette (älteste Tochter von Edmund de Rothschild)
● Edward M. Balls – ehem. Schattenschatzkanzler von GB
● Ann Dowling – Präsidentin der Royal Academy of Engineering
● Rona Fairhead – Vorsitzende des BBC Trust
● Douglas Flint – Vorsitzender des Bankkonzerns HSBC Holdings plc
● Demis Hassabis – Mitgründer von DeepMind Technologies, heute Vizepräsident von Google DeepMind
● John Kerr – stellvertretender Vorstandsvorsitzender von Scottish Power
● Shiraz Maher – Senior Research Fellow am King’s College London, Spezialgebiet syrische & irakische Konflikte
● Zanny Minton Beddoes – Chefredakteur der Wochenzeitschrift The Economist
● George Osborne – Politiker der Conservative Party, Erster Staatssekretär und Schatzkanzler
● John Sawers – Diplomat, ehem. Leiter des MI6, Vorsitzender und Partner von Macro Advisory Partners
● Martin H. Wolf – Chef-Kommentator für Wirtschaft bei The Financial Times

Irland

● Michael O’Leary – Ryanair- Vorsitzender
● Peter D. Sutherland – UN Sonderbeauftragter, Vorsitzender von Goldman Sachs International

Italien

● Franco Bernabè – ehem. Vorsitzender der Telecom Italia, stellvertretender Vorsitzender von Rothschild Europe, Mitglied im Steering Committee der Bilderberg-Konferenz
● John Elkann – Fiat-Vorsitzender
● Lilli Gruber – Moderatorin des TV-Magazins “Otto e mezzo” (Privatsender La7)
● Mario Monti – ehem. ital. Ministerpräsident, ehem. Europavorsitzender der Trilateralen Kommission, ehem. Aufsichtsratsmitglied des Brüsseler Think Tanks BRUEGEL
● Gianfelice Rocca – Vorsitzender des Bau- und Stahlkonzerns Techint Group

Kanada

● W. Edmund Clark – Präsident a.D. der Toronto-Dominion Bank Group
● Andrew Coyne – Redakteur der National Post
● David I.McKay – Präsident und Vorsitzender der Royal Bank of Canada
● Heather Munroe-Blum – Vorstandsmitglied des Canada Pension Plan Investment Board
● Heather M. Reisman – geschäftsführende Vorsitzende der Indigo Books & Music Inc.

Niederlande

● Ben van Beurden – Shell-Manager
● Louise O. Fresco – Präsidentin und Vorsitzende des Executive Board des Universitäts- und Forschungszentrum Wageningen
● Victor Halberstadt – Professor für Ökonomie an der Universität Leiden
● Klaas H. W. Knot – Präsident der De Nederlandsche Bank
● Prinzessin Beatrix der Niederlande
● Mark Rutte – niederl. Ministerpräsident

Norwegen

● Svein Richard Brandtzæg – Präsident und Vorstandsvorsitzender von Norsk Hydro ASA
● Trine Eilertsen – politische Redakteurin der Zeitung Aftenposten (zu Deutsch: „Die Abendpost“)
● Jens Stoltenberg – ehem. norweg. Ministerpräsident, NATO-Generalsekretär
● Olaug Svarva – Chef des Government Pension Fund Norway

Portugal

● Francisco Pinto Balsemão – ehem. portug. Premierminister, Vorsitzender der Medien-Gruppe Impresa SGPS, Mitglied im Steering Committee der Bilderberg-Konferenz
● José Manuel Durão Barroso – ehem. Präsident der Europäischen Kommission
● António Vitorino – ehem. EU-Kommissar für Justiz und Inneres, ehem. portug. Kriegsminister

Russland

● Sergei Guriev – Professor für Ökonomie, Sciences Po

Schweden

● Mikael L.Damberg – schwed. Wirtschafts- und Innovationsminister
● Carola Lemne – Vorsitzende des schwed. Unternehmerverbandes
● Carl-Henric Svanberg – ehem. Konzernchef von Ericsson, Vorsitzender des BP-Verwaltungsrates & Vorsitzender von Volvo
● Jacob Wallenberg – Vorsitzender der Investor AB

Schweiz

● Christoph Franz – Verwaltungsratspräsident des Pharmakonzerns F. Hoffmann-La Roche AG
● Philipp Hildebrand – ehem. Präsident der Schweizerischen Nationalbank, Vizevorsitzender der BlackRock Inc.
● André Kudelski – Vorsitzender der Kudelski Group
● Pierre Maudet – FDP-Politiker, Vizepräsident des Sicherheitsdepartements im Genfer Regierungsrat, Präsident der Eidgenössischen Kommission für Kinder- und Jugendfragen (EKKJ)

Spanien

● Ana Patricia Botín – Vorsitzende der Banco Santander
● Juan Luis Cebrián – Präsident des Medienkonzerns Grupo PRISA

Türkei

● Gönenç Gürkaynak – Managing Partner der ELIG Law Firm
● Ilhan Kesici – Mitglied des türkischen Parlaments
● Mustafa V.Koç – Vorsitzender der Koç Holding A.S.
● Nuray Mert – Kolumnist, Professor für Politikwissenschaften an der Universität Istanbul
● Soli Özel – Kolumnist der Haberturk Zeitung, Hochschullehrer an der Kadir Has Universität
● Selin Sayek Böke – Vizepräsident der Republikanischen Volkspartei
● Ahmet Üzümcü – Generaldirektor der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW)

Inoffizielle Teilnehmer

● Jeroen Dijsselbloem – Vorsitzender der Euro- Gruppe und niederländischer Finanzminister
● Konrad Kogler – Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit

Alois Irlmaier – Der deutsche Nostradamus

Vom Orakel von Delphi über Nostradamus bis hin zu Rasputin gab es über alle Jahrhunderte mehr oder weniger bekannte Medien, welche die Zukunft vorhersagten. Einige von ihnen hatten eine natürliche Gabe, andere bedienten sich okkulter Praktiken wie Astrologie und Kabbalistik. Zuweilen arbeiteten sogar naturwissenschaftlich orientierte Astronomen wie Johannes Kepler nebenbei als Hofastrologen.

Zu den Kunden gehörten Kaiser, Könige und Zaren, aber auch Nazis wie Adolf Hitler, Heinrich Himmler und Rudolf Heß waren von den Prophezeiungen des Nostradamus und anderer Seher fasziniert. So weit, so bekannt. Etwas überraschender ist dagegen, dass auch in unserer modernen Zeit Staatsoberhäupter den Rat von Astrologen suchten und immer noch suchen. Darunter Konrad Adenauer, Helmut Kohl, François Mitterrand und Ronald Reagan.

Der bayrische Brunnenbauer und Wünschelrutengänger Alois Irlmaier (1894-1959) ist der bekannteste deutsche Seher, der im Gegensatz zu den eher schwammigen Versen von Nostradamus sehr präzise Angaben machte. Seine Fähigkeiten entwickelten sich ab 1928 und während des 2. Weltkrieges sagte Irlmaier die Einschlagsorte von Bomben voraus, was vielen Menschen das Leben rettete. Jene, die ihm nicht glaubten und die besagten Stellen nicht mieden, fanden hingegen den Tod.

Nach dem Krieg wurde Alois Irlmaier 1947 vor dem Amtsgericht in Laufen (Bayern) wegen Betrug und Gaukelei angeklagt. Der entsprechende Paragraph stammte noch aus der Nazizeit. Während des Prozesses soll Irlmaier dem Richter offenbart haben, dass dessen Frau ihn betrüge, was sich als wahr herausstellte. Der Prozess endete mit einem Freispruch. Das Gericht einigte sich darauf, dass nicht festzustellen sei, ob der Angeklagte tatsächlich keine seherischen Fähigkeiten habe.

Alois Irlmaier starb am 26. Juli 1959 im Alter von 65 Jahren an Lungenkrebs. Er hinterließ eine Vielzahl von erstaunlichen Prophezeiungen, von denen sich die meisten bereits erfüllt haben oder gerade im Moment erfüllen. Im Gegensatz zu vielen anderen Propheten bediente sich Irlmaier jedoch nie okkulter Praktiken, um Aussagen über die Zukunft zu treffen. Im Gegenteil äußerte er sogar zuweilen, dass er diese Gabe der Präkognition lieber nicht hätte, denn er sah auch höchst unerfreuliche Dinge voraus.

Die bedrückendste Prophezeiung betrifft den 3. Weltkrieg. Im Hochsommer eines nicht näher benannten Jahres soll Russland Europa angreifen und innerhalb weniger Tage bis zum Rhein vorstoßen. Der Vormarsch soll ebenso plötzlich durch eine Armada von weißen Vögeln (Flugzeugen oder Drohnen) aus dem Süden gestoppt werden, die Eier (Bomben) mit einer giftigen Substanz über Osteuropa abwerfen, um den russischen Nachschub abzuschneiden.

Während sich Russland langsam wieder zurückzieht, soll Paris brennen und London im Meer versinken. Nach weniger als drei Monaten soll der Krieg bereits zu Ende sein, noch bevor es zu einer nuklearen Auseinandersetzung kommt. Nach einer dreitägigen Finsternis, während der alle sterben sollen, die das Haus verlassen oder auch nur ein Fenster öffnen, soll wieder Frieden in Europa einkehren. Von einem goldenen Zeitalter ist die Rede.

Analysieren wir die Situation einmal etwas genauer. Viele dachten bis 1989, dass der Krieg von der Sowjetunion ausgehen werde. Das hatte Irlmaier jedoch nie behauptet und die Wende in Osteuropa strafte die Fehlinterpretationen Lügen. Nun herrscht jedoch eine neue Eiszeit zwischen Europa und Russland. Die jahrelange Osterweiterung der NATO sowie der CIA-gesteuerte Umsturz in der Ukraine und die damit verbundenen Sanktionen drängen Russland immer weiter in die Defensive. Gleichzeitig wird Putin zum neuen Feindbild aufgebaut, sodass der Eindruck einer russischen Aggression entsteht. In Wirklichkeit sind es jedoch die USA und ihre NATO-Vasallen, die Russland in einen Krieg drängen.

Mit Alois Irlmaier müssen wir natürlich nachsichtig sein, denn er sah nur die offensichtlichen Konsequenzen und kannte die politischen Hintergründe nicht. Da wir jedoch einen Wissensvorsprung haben, sind die Vorhersage der russischen Niederlage sowie die Installierung einer prowestlichen Regierung in Moskau äußerst besorgniserregend. Das goldene Zeitalter des Friedens könnte sich daher schnell als esoterisches Wassermannzeitalter herausstellen, welches äußerlich positiv erscheint, aber im Kern luziferisch ist. Zumal Irlmaier eine Rückkehr der Monarchie in Teilen Europas vorhergesagt hat und wir wissen, was für ein parasitäres Satanistengeschmeiß der europäische Hochadel ist!

Doch wie genau die Zukunft aussehen wird, lehrt uns ohnehin die Zeit. Weitaus klarer erscheinen dagegen Irlmaiers Prophezeiungen für die Zeit vor Ausbruch des Krieges. Er sah einen großen Wohlstand voraus, der sich jedoch schnell ins Gegenteil verkehren werde. Tatsächlich gab es bis in die 1990er Jahre hinein eine wirtschaftliche Blütezeit. Doch nach dem Wegfall des sozialistischen Ostblocks gab es keinen Grund mehr, den Menschen den Kapitalismus schmackhaft zu machen. Es folgte ein nie da gewesener Sozialabbau, Hartz IV, Lohndumping und Leiharbeit.

Laut Irlmaier sollte der soziale Niedergang mit einem Sittenverfall einhergehen und um diesen bestätigt zu finden, braucht man sich nur einmal das Unterschichtenfernsehen ansehen oder die Musik von Lady Gaga, Kesha, Haftbefehl und den ganzen Aggro Berlin-Rappern anzuhören. Die große Zahl von Fremden, die nach Europa kommen werden, hat sich ebenfalls bestätigt, auch wenn Irlmaier nicht die Hintergründe im Detail nannte. Die Aufstände, die Paris verwüsten werden, haben übrigens ihre Wurzel sowohl in der sozialen Verelendung als auch in der verfehlten Integrationspolitik. In der Tat kam es sogar schon zu einigen größeren Ausschreitungen in der französischen Hauptstadt.

Weitere Anzeichen des nahenden Krieges sind ein extrem warmer Winter und eine hohe Inflation, die revolutionäre Aufstände in Europa zur Folge haben wird. Beunruhigender kann es eigentlich schon nicht mehr werden, denn der letzte Winter 2014/2015 war ungewöhnlich warm. Die Schneetage in weiten Teilen Europas konnte man an einer Hand abzählen. Es ist dabei unerheblich, dass der Winter in Nordamerika erheblich kälter ausfiel und New York nach einem Blizzard lahm gelegt war. Irlmaier bezog sich mit seinen Vorhersagen fast ausschließlich auf Europa.

Für die Inflation gibt es ebenfalls erste Hinweise. So begann die EZB schon vor einigen Wochen mit dem Druck von 2 Billionen Euro. Eine Inflation scheint da vorprogrammiert und einen ersten Protest gegen die Europäische Zentralbank gab es bereits am 18. März in Frankfurt. Offenbar waren die Ausschreitungen bei der Eröffnung des babylonischen Bankenturms nur der Auftakt für etwas weitaus Größeres. Die revolutionären Unruhen sollen sich dabei auf Deutschland, Frankreich und Italien konzentrieren. In Italien soll darüber hinaus der Papst vertrieben werden, was interessant ist, denn auch laut Prophezeiungen des Malachias soll Franziskus der letzte Papst sein.

Neben den Aufständen soll es auch zu drei politischen Morden in Europa kommen. Boris Nemzow wäre der Erste. Sind die beiden ukrainischen Politiker der nunmehr oppositionellen Janukowitsch-Partei, zu denen sich inzwischen Nationalisten bekannt haben, Nummer 2 und 3? Leider gab es in den beiden Fällen keinen großen Pressewirbel und politischer Mord steht in der Ukraine auf der Tagesordnung. Werden also noch zwei weitere, bekanntere Politiker ermordet werden? Vielleicht sogar in Deutschland? Man denke nur an die jüngsten Morddrohungen gegen den ersten LINKE-Ministerpräsidenten Bodo Ramelow.

Das letzte Vorzeichen des 3. Weltkrieges soll schlussendlich ein neuer Krieg im Nahen Osten sein. Nun sind Auseinandersetzungen zwischen Israel und Palästina nichts Neues, die flammen immer wieder auf. Eine neue Dimension eröffnet sich jedoch durch den IS im Norden von Syrien und dem Irak. Damit wäre also auch dieser Punkt abgehakt und wir alle dürfen auf den Sommer 2015 gespannt sein. Für den Fall der Fälle sollten wir uns schon mal mit Vorräten eindecken und unsere Kellerräume gemütlich einrichten. Wenn dieses Jahr nichts Schlimmes passiert, können wir immer noch aufatmen und ohnehin sollten wir jetzt nicht in Panik ausbrechen, sondern lieber die Zeit des relativen Friedens genießen.

Die Geschichte des Rechtsextremismus in Europa

…ist auch eine Geschichte von Stay Behind. Interessanterweise kommen in dieser Doku auch Nazis zu Wort, die den Staat ausdrücklich dafür loben, dass er sich auf Linksterrorismus konzentriert hat, sodass der Rechtsterrorismus unbeachtet und oft auch ungestraft Anschläge durchführen konnte.