Satanische Grüße von Marvel

Im Juli 2017 kommt die nunmehr dritte Neuverfilmung von „Spider-Man“ in die Kinos. Doch irgendetwas an diesem Superhelden ist merkwürdig. Wenn er seine Spinnenfäden verschießt, macht er ständig den Baphomet. Außerdem repräsentiert sein blau/rotes Kostüm in den Farben der Freimaurergrade.

Im neusten Film „Homecoming“ darf Spidey sogar die Pyramidenspitze eines Obelisken berühren. Mit etwas Hilfe durch den Rüstungsmilliardär Tony Stark ist er ganz oben angekommen.

Noch weitaus okkulter sieht es bei „Doctor Strange“ aus dem Jahre 2016 aus. Er zeigt ebenfalls den Satansgruß und macht mit der anderen Hand die „Above“-Geste des Baphomet. Sein Kostüm hat zudem das gleiche Farbschema wie das von Spider-Man. Abgerundet wird sein Outfit durch ein allsehendes Auge, welches einen Infinity-Stein enthält, mit dem sich die Zeit manipulieren lässt. Das dürfte eine Anspielung auf Kronos alias Saturn sein, welcher bekanntlich der Herr der Zeit ist. Die Farbe des Infinity-Steins ist indes Grün, die Farbe der Hexerei.

Selbstverständlich finden sich die Symbole bereits bei den Comicvorlagen, denn auch die Comicindustrie ist ein beliebter Tummelplatz für Freimaurer und Okkultisten.

Am auffälligsten ist dabei Doctor Strange, da er sich im Gegensatz zu Spider-Man direkt okkulter Lehren bedient. Seine Gesten dienen der magischen Beschwörung, wie man unschwer erkennen kann.

Und wer hat Dr. Strange erfunden? Schauen wir mal, wie Stan Lee so drauf ist.

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Unicef wirbt in Chile mit Alien

Derzeit müssen sich viele europäische Schüler an Flüchtlingskinder an ihren Schulen gewöhnen. Die Schule ist für die Geflüchteten essentiell. Nicht nur wegen des Menschenrechts auf Bildung, sondern auch für die Integration. Die einheimischen Kinder müssen sich indes in Toleranz üben. Sie müssen lernen zu verstehen, woher ihre neuen Mitschüler kommen und vor allem warum sie hier sind.

In eine völlig andere Richtung geht ein Werbespot, den Unicef in Chile ausstrahlen lässt. In diesem wird eine Schulklasse mit einem Außerirdischen konfrontiert, der zunächst gehänselt, schlussendlich aber integriert wird. Was zur Hölle hat das mit humanitärer Hilfe zu tun? Es handelt sich um kein Flüchtlingskind, das Hilfe benötigt, es handelt sich nicht einmal um einen Menschen! Humanitär kommt von Human, also von Mensch. Das bedeutet, dass man z.B. einer Giraffe oder einem Elefanten zwar helfen kann, aber man kann ihnen eben keine humanitäre Hilfe leisten. Gleiches gilt für Außerirdische.

Überhaupt stellt sich die Frage, warum Unicef mit einem fiktiven Alien wirbt, wo es doch so viele reale Menschen gibt, die Hilfe bitter nötig haben? Das Ganze scheint einmal mehr auf das Blue Beam Project abzuzielen. Entsprechend sollte auf verräterische Symbole geachtet werden.

Diese finden sich gleich in der ersten Einstellung, in der E.Tim der Klasse vorgestellt wird. An der Tafel sind einige Rechenaufgaben zu sehen. Auf der linken Seite beginnen alle mit einer 6, womit wir die Zahl des Teufels schon mal abhaken können. Auf der rechten Seite beginnen alle Aufgaben mit einer 5. Wir haben hier also zusätzlich die 5 und 6 für das Pentagramm und Hexagramm.

01 Tafel 666 555

Wo wir schon mal beim Pentagramm sind, davon gibt es reichlich.

02 Tafel Pentagramme

Das Alienkind hat ein ziemlich schuppiges Gesicht, eine kaum vorhandene Nase und große Augen. Es sieht wie eine missglückte Mischung aus Reptiloid, Grey und Mensch aus.

03 Reptoboy

Wie es sich für einen Repto gehört, reicht das luziferische Geschöpf seinem Sitznachbarn eine verbotene Frucht. Der Sündenfall im Klassenzimmer.

04 Blauer Sündenfall

Um weiter bei seinen Klassenkameraden zu punkten, nutzt die Kreatur telekinetische Kräfte und lässt drei Kinder bei einer Theateraufführung schweben. Die Mädchen haben beide Schmetterlingsflügel und der Junge ist als Hexer verkleidet.

05 Schmetterlinge

Durch seine Tricks gewinnt der Hybrid die Herzen seiner Mitschüler, die ihn schlussendlich akzeptieren.

06 Happy End

Am Ende wird noch ein Zweizeiler eingeblendet, der übersetzt so viel heißt wie:

„Verpass nicht die Gelegenheit, jemand der anders ist zu akzeptieren.
Verpass nicht die Gelegenheit, die dein Leben verändern kann.“

Okay, alles dreht sich augenscheinlich um Rassismus. Aber davon gibt es auf der Erde genug, da hätte Unicef keinen Alien bemühen müssen. Hier geht es nicht um die Akzeptanz von Menschen aus anderen Ländern und Kulturen. Es geht um die schleichende Gewöhnung an unsere zukünftigen außerirdischen Herrscher. Man braucht nun wirklich kein Rassist sein, um die Grey und Reptos nicht zu mögen. Es genügt ein gesunder Selbsterhaltungstrieb.

Satanismus in Star Trek

In der „Star Trek“-Zeichentrickserie, welche von 1973 bis 1974 produziert wurde, hat die Crew der Enterprise in der Folge „Das Geheimnis von Megas-Tu“ eine Begegnung mit Luzifer. Man beachte, dass im englischen Originaltitel „The Magicks of Megas-Tu“ das Wort „Magick mit „ck“ geschrieben wird. Diese Schreibweise stammt von Aleister Crowley (1875-1947), dem Begründer des modernen Satanismus. „Megas-Tu“ dürfte zudem eine Anspielung auf „to mega therion“ sein. Dieser griechische Begriff bedeutet frei übersetzt „das große Tier“, eine Bezeichnung für den Antichristen im Buch der Offenbarung. Hier schließt sich einmal mehr der Kreis zu Aleister Crowley, der sich selbst als eben solches Tier betitelte.

Der Drehbuchautor Larry Brody muss sich über die Bedeutung des großen Tieres in Zusammenhang mit Aleister Crowley und dessen Schreibweise von „Magick“ sehr wohl im Klaren gewesen sein. Ein Blick in Brodys Lebenslauf offenbart noch mehr okkulte Werke wie die Zeichentrickserie „Diabolik“ oder seine Beteiligung am „Spawn“- Franchise.

Die Episode „Das Geheimnis von Megas-Tu“ beginnt noch recht harmlos mit einer Mission ins Zentrum der Galaxis. Dort soll die Crew der Enterprise nach Belegen für die Urknall-Theorie suchen. Im Zentrum angekommen gerät die Enterprise in einen Strudel, der sie an einem Ort wieder ausspuckt, wo die bekannten Gesetze der Physik nicht mehr gelten.

Es dauert nicht lange und der Leibhaftige höchstpersönlich manifestiert sich auf der Brücke. Die teuflische Gestalt stellt sich als Lucien alias Luzifer vor, wobei dem Drehbuchautor hier ein gravierender Fehler unterlaufen ist. Luzifer kommt in der klassischen Darstellung nämlich stets als Schlange daher und ist damit eine Repräsentation der Reptiloiden. In „The Magicks of Megas-Tu“ wird er jedoch als Santiner dargestellt, womit er eigentlich Satan heißen müsste. Zwar mögen Satan und Luzifer zwei Seiten derselben Medaille sein, doch sie repräsentieren verschiedene Spezies.

01 Luzifer

02 Luzifer Springbock

Lucien transferiert Kirk, Spock und McCoy auf den Planeten Megas-Tu, wo er ihnen zunächst einen Santinerjungen zeigt.

03 Junger Santiner

Als nächstes sehen sie eine Stadt, doch Lucien merkt an, dass er ihnen seine Welt lediglich in ihren Vorstellungen zeigt. Da er ein höflicher Gastgeber ist, überreicht er Dr. McCoy erst einmal einen Apfel. Was hier als Demonstration magischer Kräfte präsentiert wird, ist nichts Geringeres als der klassische Sündenfall.

04 Sündenfall

Es folgt noch etwas weiterer Hokuspokus mit Merlin.

05 Magick

Danach geht es weiter mit einer kleinen Geschichtsstunde. Laut Luciens Aussagen haben die Meganer die Erde vor Jahrtausenden besucht und der Menschheit mit ihrer Magie geholfen. Ja klar, die Santiner sind die Guten und die Hölle ist das Paradies. Nach dieser Tatsachenverdrehung schickt Luzifer die drei Besatzungsmitglieder zurück auf ihr Raumschiff.

Dort beginnt Spock mit Magie herumzuexperimentieren. Er zeichnet ein Pentagramm auf den Boden, stellt sich darauf und bittet die Dämonen, in seinen Körper zu fahren, damit er Schachfiguren von Zauberhand bewegen kann.

06 Spocks Pentagramm

07 Vulcan Magick

Auf der Brücke übt auch Sulu sich in Magie und zaubert sich eine hübsche Dame herbei.

08 Sulus Traumfrau

Diese verwandelt sich jedoch plötzlich in Lucien, wobei Sulu vor Schreck die freimaurerische M-Handgeste macht.

09 Sulus Traumtyp

Luzifer warnt die Menschen, solche Fähigkeiten zu benutzen, da sein Volk sie sonst entdecken könnte. Doch es ist bereits zu spät und die Brücke füllt sich mit Schlangen- und Drachenwesen. Wir hatten uns ja schon gefragt, wo die Reptiloiden abgeblieben sind…

10 Drachen

Lucien und die Crew der Enterprise werden gefangen genommen und nach Salem (Massachusetts, USA) versetzt, wo 1692 die berüchtigten Hexenprozesse stattgefunden haben.

11 Salem_1

Auf dem Ortseingangsschild sind recht deutlich Zirkel und Winkelmaß angedeutet.

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Vor dieser Kulisse werden die Gefangenen der Verbrechen ihrer christlichen Vorfahren angeklagt. Ein Hexenprozess bedeutet auf Megas-Tu, dass die Hexer die Richter sind.

13 Hexenprozess

Der Chefankläger outet sich als jüdischer Dämon Asmodeus und baut sich mit typischer Freimaurergeste vor den Angeklagten auf.

14 Asmodeus

Asmodeus behauptet, dass sein Volk in Freundschaft auf die Erde kam, aber die Menschen seine Macht missbrauchen wollten, um ihre persönliche Gier zu befriedigen. Die Dämonen wollten dem jedoch nicht nachkommen und wurden daraufhin verteufelt und verfolgt. Die Überlebenden haben sich in Salem versammelt, wurden jedoch aufgespürt und hingerichtet.

Spock tritt als Verteidiger der Menschheit aus und ruft als ersten Luzifer in den Zeugenstand. Nach ihm darf Captain Kirk seine Aussage machen. Der Captain verweist darauf, dass sich die Menschheit inzwischen geändert hat. Asmodeus glaubt Kirk und spricht die Gefangenen frei, doch Lucien will er in die Vorhölle schicken.

Als Kirk sich leidenschaftlich für den Teufel einsetzt, wird er von Asmodeus zu einem Duell der Magier gezwungen. Für so viel „Sympathy for the Devil“ gibt es gleich mal einen Regenbogen.

15 Regenbogen

Asmodeus offenbart Kirk schließlich, dass die Verurteilung Luzifers nur ein Trick war, um die Intentionen der Menschen zu prüfen. Der Captain hat den Test bestanden und daraufhin stößt Luzifer mit ihm auf die neue Freundschaft an. Alkoholkonsum im Kinderfernsehen.

16 Teufelszeug

Fassen wir kurz zusammen: Der gefallene Engel Luzifer und seine Dämonen werden in dieser Episode als Freunde der Menschheit dargestellt. Schwarze Magie wird als höherdimensionale Physik propagiert, die jeder erlernen kann. Im Umkehrschluss wird das Christentum als diabolische Religion hingestellt, die es zu überwinden gilt.

Zwar stimmt es, dass die katholische Kirche sowie andere fundamentalistische Gruppierungen viel Leid über die Menschheit gebracht haben und die Hexenprozesse von Salem waren ein weiterer Beleg für die Gefährlichkeit von religiösem Fanatismus. Doch waren die Kirchenväter und Sektenführer niemals gute Christen, die sich an die Lehren von Jesus hielten. Im Gegenteil waren und sind diese Menschen von eben jenen dämonischen Kräften beseelt, die hier als unsere Freunde gefeiert werden.

Zweck der Episode „Das Geheimnis von Megas-Tu“ ist die Umkehrung der Werte. Gute wird böse und böse wird gut. Das Schlimmste dabei ist, dass sich die „Star Trek“-Zeichentrickserie explizit an ein junges Publikum richtet. Kinder sollen mit dieser Folge gezielt an Satanismus und schwarze Magie herangeführt werden. Die Botschaft lautetet: Luzifer ist euer Freund! Heil Satan! Ein Wunder, dass dies in den christlich geprägten USA zu keinerlei Massenprotesten führte.

Im fünften Kinofilm fliegt die Enterprise noch einmal ins Zentrum der Galaxis und trifft dort auf ein dämonisches Wesen, welches sich als Gott ausgibt. Diesmal spielt Spock jedoch nicht den Hexenmeister, sondern lässt einen klingonischen Bird of Prey auf die finstere Entität feuern.

Pseudogott

Die Crew der Enterprise D trifft in der Episode „Der Pakt mit dem Teufel“ (Originaltitel: „Devil’s Due“) ebenfalls auf den Beelzebub. Dieser stellt sich jedoch als raffinierte Aliendame heraus, die mit technischen Tricks arbeitet, um die Bevölkerung von Ventax II. zu täuschen. Deren Ahnen hatten einst einen Vertrag mit einer mächtigen Entität namens Ardra geschlossen und die Betrügerin will diesen Mythos für sich in Profit verwandeln.

Ardra stellt sich Captain Picard in einer Demonstration ihrer Technologie auch als irdischer Teufel dar.

Satan

Worf erscheint sie indes als klingonischer Fek’lhr. Der Höllenfürst von Gre’thor gleicht mit seinen haarigen Beinen sogar etwas mehr einem Santiner, allerdings fehlen ihm die Hörner.

FekLhr

Zu guter Letzt finden sich auch auf dem Buchmarkt einige teuflische Star Trek Perlen.

Star Trek - Prey

Die Illuminaten von Thanateros

von Shinzon

Die Illuminaten von Thanateros wurden 1978 in London gegründet. Die beiden Gründer Ray Sherwin und Peter Carroll gehörten damals zum Umfeld des Metaphysik Buchhandels „The Phoenix“ im Londoner East End. Allerdings fanden sie keinen wirklichen Anschluss an die bereits vorhandenen okkulten Gruppierungen, weshalb sie ihr Glück mit einem eigenen Orden versuchten.

Worauf sich die Namenswahl „Illuminaten“ bezieht, bedarf wohl keiner weiteren Erklärung. Der Name Thanateros ist indes eine Zusammensetzung der altgriechischen Wörter für Tod und Liebe. Thanatos war zudem ein griechischer Todesgott und Eros der Gott der Liebe. So viel also zum Thema Dualität.

Der Hauptschwerpunkt der Illuminaten von Thanateros ist allerdings die Chaosmagie, gewürzt mit einer Prise Schamanismus, Taoismus und fürs sexuelle Vergnügen Tantra. Das Symbol des Ordens ist entsprechend dem Kernthema der Chaosstern.

Chaosstern

Bei ihrem okkulten Mischmasch berufen sich Sherwin und Carroll erstaunlicherweise nicht auf Adam Weishaupt. Ihr Vorbild scheint viel eher Aleister Crowley zu sein. Z.B. spielt der Titel ihres Magazins „The New Equinox“ mehr als offensichtlich auf dessen Zeitschrift „The Equinox“ an. Hinzu kommen die Bücher von Peter Carroll, welche stark an Crowleys Wortschatz angelehnt sind. Sein erstes Werk „Liber Null: Psychonautik“ ist Crowley pur. Es folgte das „Liber Kaos: Das Psychonomikon“ sowie „PsyberMagick: Advanced Ideas in Chaos Magick“ und „The Apophenion: a chaos magick paradigm“. Man beachte die Schreibweise „Magick“ mit „ck“, welche ebenfalls von Crowley stammt.

Es ist sehr bezeichnend, dass solch okkulte Umtriebe vor allem in Großbritannien aufblühen. In den 1980ern gewannen die Illuminaten von Thanateros allerdings auch zunehmend Mitglieder in Deutschland und Österreich, später folgten noch die USA und Brasilien. Organisiert ist der Orden in teilautonomen Tempeln, von denen es 1991 weltweit bereits 16 gab.

Die Tempelmitglieder können in vier Graden aufsteigen. Die Initiation in die Grade Magus, Adept, Initiat und Neophyt ist dabei kostenlos. Die Mitglieder des 2. und 3. Grades können sich zu Priestern weihen lassen. Darüber hinaus gibt es noch Ämter wie den Archivar und den Insubordinator. Letzterer steht dem Leiter einer lokalen Gruppe, dem Magister Templi, beratend zur Seite.

Unter allen okkulten Geheimgesellschaften sind die Illuminaten von Thanateros eine eher unbedeutende Gruppe, die den legendären Illuminaten Weishaupts nicht mal ansatzweise das Wasser reichen kann. Der Mitbegründer Sherwin stieg zudem schon in den 1980ern aus dem Orden aus, der ihm laut eigenen Aussagen zu konventionell war.

Die satanischen Abgründe von Crowleywood

Einer der größten Crowley-Fans der Filmgeschichte ist der Filmemacher Kenneth Anger (*1927). Seine Wertschätzung für den Schwarzmagier ging sogar so weit, dass er ins sizilianische Cefalú pilgerte, um sich von den erotisch-magischen Fresken in der ehemaligen Thelema Abtei inspirieren zu lassen.

Alfred Kinsey & Kenneth Anger bei einer Besichtung der Thelema Abtei.

Alfred Kinsey & Kenneth Anger bei einer Besichtung der Thelema Abtei.

Sein 1954 vollendeter Streifen „Inauguration of the Pleasure Dome“ gilt als filmische Umsetzung von Crowleys Visionen. Zudem spielte darin Marjorie Cameron, die zweite Frau von Crowleys Schüler Jack Parsons, mit. Marjorie wurde von Parsons mit magischen Praktiken regelrecht hirngewaschen, bis sie schließlich glaubte, die Hure Babalon in Person zu sein. Entsprechend diesem okkulten Mind Control ist ihr Kopf in Angers Werk in einem Käfig zu sehen.

Kenneth Anger - Pleasure Doom

Für Angers 1980 gedrehtes Werk mit dem bezeichnenden Titel „Lucifer Rising“ wurde ein Teil des Soundtracks von Jimmy Page komponiert, welcher als großer Fan von Crowley dessen Anwesen in Schottland kaufte. Der Rest des Scores stammte von Bobby Beausoleil, einem verurteilten Mörder und Mitglied der Charles Manson Familie.

Kenneth Anger - Lucifer Rising

Kenneth Anger drehte auch im fortgeschrittenen Alter noch fleißig weiter okkulte Filme. 2002 erschien der Kurzfilm „The Man We Want To Hang“, der aus unzähligen Gemälden Crowleys besteht. Angers gesamtes Wirken strotzt nur so vor Satanismus, Freimaurerei, Ägyptologie und New Age.

Kenneth Anger Magick

Ein weiterer Independentfilmemacher ist Alan Gadney, dessen 1974 erschienener Film „Moonchild“ verdächtig nach einem Roman Crowleys von 1929 klingt. Selbstverständlich gibt es aber nicht nur Underground-Filmemacher, die sich bei Crowley bedienen. Dennis Hopper, der Regisseur und Hauptdarsteller von „Easy Rider“, macht ebenfalls keinen Hehl aus seinen thelemischen Aktivitäten.

2008 tauchte Crowley schließlich direkt in dem Film „Chemical Wedding“ auf, wobei die Doppelrolle Aleister Crowley/Prof. Oliver Haddo vom britischen Schauspieler Simon Callow übernommen wurde. In diesem kruden Werk, welches auch unter dem Titel „Crowley – Back From Hell“ bekannt ist, manifestiert sich der Geist des toten Satanisten durch einen Computerunfall. Der Film basiert auf einer Vorlage von Julian Doyle und dem Iron Maiden-Sänger Bruce Dickinson.

Crowley - Back from Hell

Oliver Haddo ist nebenbei bemerkt ein Synonym für Aleister Crowley, welches aus William Somerset Maughams 1908 erschienenem Schauerroman „The Magician“ stammt. Maugham hatte Crowley in Paris persönlich kennen gelernt und sah in ihm einen gewieften Schwindler und Lügner. In seinem Roman verarbeitete er diese Begegnung, wobei er neben Oliver Haddos Anlehnung an Crowley auch einige Anspielungen versteckte. So leitet sich das Haus namens Skene von Aleisters Wohnsitz Boleskine ab.

1926 nahm der Regisseur Rex Ingram den Roman als Vorlage für seinen Stummfilm „Der Magier“, womit dieser ebenfalls indirekt auf Crowley anspielt.

Der Magier - Rex Ingram