AfD – Alternativlos für Dumme

von Shinzon

Die AfD ist dank der Flüchtlingskrise weiter auf dem Vormarsch. Obwohl sie keine echten Lösungen anbietet, liegt die rechtspopulistische Partei im Bundestrend bei rund 10% und dürfte den Einzug in die Landesparlamente von Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt wohl mit ähnlichen Ergebnissen schaffen. Die menschenverachtenden Äußerungen der Parteispitzen Frauke Petry und Beatrix von Storch sowie des Thüringer Vorsitzenden Björn Höcke sorgen bei den AfD-Anhängern nicht etwa für ein entsetztes Aufwachen, sondern für Begeisterung.

Es ist wirklich erschreckend, welche Meinungen inzwischen wieder populär sind. Auf Kriegsflüchtlinge schießen, gegen Migranten pöbeln, Asylheime anzünden und zu alledem Beifall klatschen. Die Szenen in Clausnitz und Bautzen erinnern stark an die rassistischen Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen und Hoyerswerda kurz nach dem Mauerfall. Die AfD ist mit ihrer Hetze unmittelbar für die Wiederholung der Geschichte mitverantwortlich. Sie verteidigt nicht die abendländischen Werte, sondern entwertet das Abendland.

Literaturkritiker

Ihre Wahlergebnisse hat die AfD einzig der Naivität und politischen Ignoranz ihrer Wähler zu verdanken. Anders ist es nicht zu erklären, dass sie einzig mit dem Asylthema punkten kann, ohne dabei die eigentlichen Interessen ihrer Wähler zu vertreten. Im Gegenteil vertritt sie sogar die neoliberalen Interessen der Millionäre, Banken und Konzerne. Beispiele gefällig?

● Die AfD ist gegen jede Form der Steuergerechtigkeit. Die Wiedereinführung einer Vermögenssteuer lehnt sie strikt ab, die Erbschaftssteuer will sie komplett abschaffen und den Spitzensteuersatz erheblich senken. Statt gegen Steuerflüchtlinge vorzugehen, hetzt sie lediglich gegen Kriegsflüchtlinge, obwohl letztere den Steuerzahler lediglich 7,5 Milliarden gekostet haben, während die reichen Steuerflüchtlinge dem Staat jedes Jahr rund 80 Milliarden kosten. Jeder kann sich selbst ausrechnen, was man davon alles finanzieren könnte.

● Noch bevor der Mindestlohn flächendeckend gilt, will die AfD ihn schon wieder abschaffen. Löhne von z.B. 3,50 € für Friseusen wären dann wieder Standard. Warum wählen Arbeiter so etwas? Und warum verteufeln die Betreffenden im gleichen Atemzug DIE LINKE, obwohl die den Mindestlohn auf 10 € anheben will? Ein solches Desinteresse an der eigenen Existenzsicherung ist absolut unerklärlich!

● Statt Hartz IV soll es nicht etwa ein bedingungsloses Grundeinkommen geben, wie es DIE LINKE fordert. Die AfD will stattdessen die so genannte „Bürgerarbeit“ einführen. Das ist extrem mies bezahlte Zwangsarbeit im öffentlichen Sektor, zu der alle Arbeitlosen für mindestens 30 Stunden die Woche verpflichtet werden sollen. Etwas ähnliches gab es schon mal unter der NSDAP, das nannte sich damals „Reichsarbeitsdienst“.

● Entgegen der Mehrheitsmeinung auf den Pegida-Demos ist die AfD keineswegs ein Gegner der NATO oder Westbindung Deutschlands. Im Parteiprogramm gibt sich die vermeintliche Alternative loyal gegenüber NATO und USA. Richtig ist zwar, dass die AfD TTIP ablehnt und gute Beziehungen zu Russland wünscht, dies tut sie jedoch ausschließlich im Interesse der deutschen Wirtschaft. Eine Kapitalismuskritik sowie eine strikte Ablehnung des westlichen Imperialismus sucht man bei der AfD vergeblich. In diesen Punkten ist und bleibt DIE LINKE die einzige Alternative für Deutschland.

● Die AfD ist für eine Laufzeitverlängerung der deutschen AKWs. Zumindest ihr Versprechen einer „strahlenden Zukunft“ wird sie damit halten können. Begeisterung dürfte dies jedoch nur bei jenen auslösen, die bereits komplett verstrahlt sind.

● Der evangelikale Flügel der AfD ist für ein striktes Abtreibungsverbot. In diesem Punkt ist die AfD sogar noch radikaler als Donald Trump, der die Legalität von Abtreibungen zumindest im Falle von Vergewaltigungen sowie der Gefährdung des Lebens der Schwangeren befürwortet. Ginge es dagegen nach Beatrix von Storch, sollten Frauen generell nicht über ihren Körper bestimmen dürfen. Das ungeborene Leben ist ihr heilig, selbst wenn es noch ein hirnloser Zellhaufen oder eine erbkranke Mutation ist. Das ist insbesondere in Hinblick auf ihre Forderung nach einem Schießbefehl auf Flüchtlinge zynisch, denn offensichtlich ist in ihren Augen das Leben eines Menschen nach dessen Geburt überhaupt nichts mehr wert. Zumindest wenn es um Nichtdeutsche geht.

● Einige extrem revanchistische Kräfte innerhalb der AfD wollen gar die Monarchie wieder einführen. Selbstverständlich steckt hinter diesen Kräften einmal mehr Beatrix von Storch, welche die Cousine des Enkels von Kaiser Wilhelm II. ist. Die Frage nach dem persönlichen Nutzen hinter solchen Forderungen erübrigt sich. Die Frage nach dem Nutzen der Wiedereinführung des preußischen Dreiklassenwahlrechts stellt sich dagegen sehr wohl, denn damit würde die AfD zweifelsohne ihren eigenen Wählern das Wahlrecht entziehen. Immerhin ist der stumpfsinnigste Pöbel ihre einzige Hoffnung auf Erfolg, denn obwohl sie die Interessen der reichen Oberschicht vertritt, wählt diese weiterhin Union, FDP, SPD oder Grüne.

Die AfD-Anhänger werden uns jetzt natürlich wieder AfD-Bashing vorwerfen. Da müssen wir jedoch leider enttäuschen, denn was wir hier schreiben, ist nichts als die Wahrheit und die AfD wirbt ja immer mit dem Slogan „Mut zur Wahrheit“. Wir könnten jetzt Screenshots von den Wahlprogrammen der AfD machen, doch diese würden wohl schnell als „Fakes“ verteufelt werden. Der Fanclub der AfD ist zu 100% faktenresistent und wird daher wohl gar keinen eigenen Blick in die Wahlprogramme werfen, aus Angst, das eigene Weltbild damit zu zerstören. Ebenso prallen die Warnungen der einstigen AfD-Gründungsväter Bernd Lucke und Hans-Olaf Henkel an den Sturköpfen der AfD-Anhänger ab. Der Glaube an diese Partei ist noch irrationaler und festgefahrener als der Glaube kleiner Kinder an den Weihnachtsmann.

Die AfD-Wähler glauben allen Ernstes, wenn die AfD die Grenzen dicht macht und alle Migranten rausschmeißt, würde Deutschland irgendwie zum Paradies auf Erden werden. Und das auch noch mit einer verschärften Umverteilung von unten nach oben. Steuergerechtigkeit? Mindestlohn? Kostenfreie Kita-Plätze? Sozialer Wohnungsbau? Rekommunalisierung der Daseinsvorsorge? Das wäre ja Kommunismus! Das versprochene Paradies der AfD ist eben kein Paradies für alle, sondern ein Paradies für Reiche.

Den Pöbel hält man indes mit der Flüchtlingsdebatte bei Laune und nicht umsonst bezeichnete Alexander Gauland die Flüchtlingskrise als „Geschenk“. Wenn der gesellschaftliche Bodensatz in Clausnitz pöbelt und in Bautzen Löscharbeiten behindert, merkt er gar nicht, wie er von der Elite verarscht und versklavt wird.

Quelle 1 & Quelle 2

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Alois Irlmaier – Der deutsche Nostradamus

Vom Orakel von Delphi über Nostradamus bis hin zu Rasputin gab es über alle Jahrhunderte mehr oder weniger bekannte Medien, welche die Zukunft vorhersagten. Einige von ihnen hatten eine natürliche Gabe, andere bedienten sich okkulter Praktiken wie Astrologie und Kabbalistik. Zuweilen arbeiteten sogar naturwissenschaftlich orientierte Astronomen wie Johannes Kepler nebenbei als Hofastrologen.

Zu den Kunden gehörten Kaiser, Könige und Zaren, aber auch Nazis wie Adolf Hitler, Heinrich Himmler und Rudolf Heß waren von den Prophezeiungen des Nostradamus und anderer Seher fasziniert. So weit, so bekannt. Etwas überraschender ist dagegen, dass auch in unserer modernen Zeit Staatsoberhäupter den Rat von Astrologen suchten und immer noch suchen. Darunter Konrad Adenauer, Helmut Kohl, François Mitterrand und Ronald Reagan.

Der bayrische Brunnenbauer und Wünschelrutengänger Alois Irlmaier (1894-1959) ist der bekannteste deutsche Seher, der im Gegensatz zu den eher schwammigen Versen von Nostradamus sehr präzise Angaben machte. Seine Fähigkeiten entwickelten sich ab 1928 und während des 2. Weltkrieges sagte Irlmaier die Einschlagsorte von Bomben voraus, was vielen Menschen das Leben rettete. Jene, die ihm nicht glaubten und die besagten Stellen nicht mieden, fanden hingegen den Tod.

Nach dem Krieg wurde Alois Irlmaier 1947 vor dem Amtsgericht in Laufen (Bayern) wegen Betrug und Gaukelei angeklagt. Der entsprechende Paragraph stammte noch aus der Nazizeit. Während des Prozesses soll Irlmaier dem Richter offenbart haben, dass dessen Frau ihn betrüge, was sich als wahr herausstellte. Der Prozess endete mit einem Freispruch. Das Gericht einigte sich darauf, dass nicht festzustellen sei, ob der Angeklagte tatsächlich keine seherischen Fähigkeiten habe.

Alois Irlmaier starb am 26. Juli 1959 im Alter von 65 Jahren an Lungenkrebs. Er hinterließ eine Vielzahl von erstaunlichen Prophezeiungen, von denen sich die meisten bereits erfüllt haben oder gerade im Moment erfüllen. Im Gegensatz zu vielen anderen Propheten bediente sich Irlmaier jedoch nie okkulter Praktiken, um Aussagen über die Zukunft zu treffen. Im Gegenteil äußerte er sogar zuweilen, dass er diese Gabe der Präkognition lieber nicht hätte, denn er sah auch höchst unerfreuliche Dinge voraus.

Die bedrückendste Prophezeiung betrifft den 3. Weltkrieg. Im Hochsommer eines nicht näher benannten Jahres soll Russland Europa angreifen und innerhalb weniger Tage bis zum Rhein vorstoßen. Der Vormarsch soll ebenso plötzlich durch eine Armada von weißen Vögeln (Flugzeugen oder Drohnen) aus dem Süden gestoppt werden, die Eier (Bomben) mit einer giftigen Substanz über Osteuropa abwerfen, um den russischen Nachschub abzuschneiden.

Während sich Russland langsam wieder zurückzieht, soll Paris brennen und London im Meer versinken. Nach weniger als drei Monaten soll der Krieg bereits zu Ende sein, noch bevor es zu einer nuklearen Auseinandersetzung kommt. Nach einer dreitägigen Finsternis, während der alle sterben sollen, die das Haus verlassen oder auch nur ein Fenster öffnen, soll wieder Frieden in Europa einkehren. Von einem goldenen Zeitalter ist die Rede.

Analysieren wir die Situation einmal etwas genauer. Viele dachten bis 1989, dass der Krieg von der Sowjetunion ausgehen werde. Das hatte Irlmaier jedoch nie behauptet und die Wende in Osteuropa strafte die Fehlinterpretationen Lügen. Nun herrscht jedoch eine neue Eiszeit zwischen Europa und Russland. Die jahrelange Osterweiterung der NATO sowie der CIA-gesteuerte Umsturz in der Ukraine und die damit verbundenen Sanktionen drängen Russland immer weiter in die Defensive. Gleichzeitig wird Putin zum neuen Feindbild aufgebaut, sodass der Eindruck einer russischen Aggression entsteht. In Wirklichkeit sind es jedoch die USA und ihre NATO-Vasallen, die Russland in einen Krieg drängen.

Mit Alois Irlmaier müssen wir natürlich nachsichtig sein, denn er sah nur die offensichtlichen Konsequenzen und kannte die politischen Hintergründe nicht. Da wir jedoch einen Wissensvorsprung haben, sind die Vorhersage der russischen Niederlage sowie die Installierung einer prowestlichen Regierung in Moskau äußerst besorgniserregend. Das goldene Zeitalter des Friedens könnte sich daher schnell als esoterisches Wassermannzeitalter herausstellen, welches äußerlich positiv erscheint, aber im Kern luziferisch ist. Zumal Irlmaier eine Rückkehr der Monarchie in Teilen Europas vorhergesagt hat und wir wissen, was für ein parasitäres Satanistengeschmeiß der europäische Hochadel ist!

Doch wie genau die Zukunft aussehen wird, lehrt uns ohnehin die Zeit. Weitaus klarer erscheinen dagegen Irlmaiers Prophezeiungen für die Zeit vor Ausbruch des Krieges. Er sah einen großen Wohlstand voraus, der sich jedoch schnell ins Gegenteil verkehren werde. Tatsächlich gab es bis in die 1990er Jahre hinein eine wirtschaftliche Blütezeit. Doch nach dem Wegfall des sozialistischen Ostblocks gab es keinen Grund mehr, den Menschen den Kapitalismus schmackhaft zu machen. Es folgte ein nie da gewesener Sozialabbau, Hartz IV, Lohndumping und Leiharbeit.

Laut Irlmaier sollte der soziale Niedergang mit einem Sittenverfall einhergehen und um diesen bestätigt zu finden, braucht man sich nur einmal das Unterschichtenfernsehen ansehen oder die Musik von Lady Gaga, Kesha, Haftbefehl und den ganzen Aggro Berlin-Rappern anzuhören. Die große Zahl von Fremden, die nach Europa kommen werden, hat sich ebenfalls bestätigt, auch wenn Irlmaier nicht die Hintergründe im Detail nannte. Die Aufstände, die Paris verwüsten werden, haben übrigens ihre Wurzel sowohl in der sozialen Verelendung als auch in der verfehlten Integrationspolitik. In der Tat kam es sogar schon zu einigen größeren Ausschreitungen in der französischen Hauptstadt.

Weitere Anzeichen des nahenden Krieges sind ein extrem warmer Winter und eine hohe Inflation, die revolutionäre Aufstände in Europa zur Folge haben wird. Beunruhigender kann es eigentlich schon nicht mehr werden, denn der letzte Winter 2014/2015 war ungewöhnlich warm. Die Schneetage in weiten Teilen Europas konnte man an einer Hand abzählen. Es ist dabei unerheblich, dass der Winter in Nordamerika erheblich kälter ausfiel und New York nach einem Blizzard lahm gelegt war. Irlmaier bezog sich mit seinen Vorhersagen fast ausschließlich auf Europa.

Für die Inflation gibt es ebenfalls erste Hinweise. So begann die EZB schon vor einigen Wochen mit dem Druck von 2 Billionen Euro. Eine Inflation scheint da vorprogrammiert und einen ersten Protest gegen die Europäische Zentralbank gab es bereits am 18. März in Frankfurt. Offenbar waren die Ausschreitungen bei der Eröffnung des babylonischen Bankenturms nur der Auftakt für etwas weitaus Größeres. Die revolutionären Unruhen sollen sich dabei auf Deutschland, Frankreich und Italien konzentrieren. In Italien soll darüber hinaus der Papst vertrieben werden, was interessant ist, denn auch laut Prophezeiungen des Malachias soll Franziskus der letzte Papst sein.

Neben den Aufständen soll es auch zu drei politischen Morden in Europa kommen. Boris Nemzow wäre der Erste. Sind die beiden ukrainischen Politiker der nunmehr oppositionellen Janukowitsch-Partei, zu denen sich inzwischen Nationalisten bekannt haben, Nummer 2 und 3? Leider gab es in den beiden Fällen keinen großen Pressewirbel und politischer Mord steht in der Ukraine auf der Tagesordnung. Werden also noch zwei weitere, bekanntere Politiker ermordet werden? Vielleicht sogar in Deutschland? Man denke nur an die jüngsten Morddrohungen gegen den ersten LINKE-Ministerpräsidenten Bodo Ramelow.

Das letzte Vorzeichen des 3. Weltkrieges soll schlussendlich ein neuer Krieg im Nahen Osten sein. Nun sind Auseinandersetzungen zwischen Israel und Palästina nichts Neues, die flammen immer wieder auf. Eine neue Dimension eröffnet sich jedoch durch den IS im Norden von Syrien und dem Irak. Damit wäre also auch dieser Punkt abgehakt und wir alle dürfen auf den Sommer 2015 gespannt sein. Für den Fall der Fälle sollten wir uns schon mal mit Vorräten eindecken und unsere Kellerräume gemütlich einrichten. Wenn dieses Jahr nichts Schlimmes passiert, können wir immer noch aufatmen und ohnehin sollten wir jetzt nicht in Panik ausbrechen, sondern lieber die Zeit des relativen Friedens genießen.

Peter Fitzek – Wenn ich König von Deutschland wär’

von Shinzon

Deutschland hat ein Problem. Es ist nicht wirklich souverän – weder innerhalb der EU noch gegenüber den USA. Die Regierung stört sich jedoch nicht daran, sondern ist im Gegenteil sogar stolz auf ihre Vasallentreue. Im Bundestag wimmelt es von Bilderbergern sowie Vertretern der Atlantik-Brücke, des CFR und der Trilateralen Kommission.

Die Deutschen fühlen sich vollkommen zu recht von dieser Regierung verraten, die erst schwört, Schaden vom deutschen Volk abzuwenden, dann aber Abkommen wie den ESM oder TTIP unterzeichnet. Wir leben in einer Lobbykratie, in der Politik für Banken und Konzerne gemacht wird. Das ist die traurige Wahrheit. Eine Wahrheit, die sich radikale Gruppen wie die Reichsdeutschen zunutze machen. Sie nutzen das Misstrauen in die etablierte Politik geschickt aus, um Menschen für ihre eigenen Machtphantasien zu begeistern.

Selbstverständlich ließe sich die Souveränität auch auf demokratischem Wege wiederherstellen. Aber das ist nicht im Interesse der Reichsdeutschen, die lediglich eine Diktatur durch eine noch schlimmere austauschen wollen. Wahlweise wollen sie zurück ins 3. Reich oder gar ins Kaiserreich. Eine einzigartige Ausnahme in dieser Bewegung bildet Peter Fitzek, der vorwärts in die Monarchie will. Das ist in etwa so, als würde man im Rückwärtsgang vorwärts fahren wollen.

Bevor wir jedoch zur Gründung des Scheinstaates NeuDeutschland kommen, werfen wir kurz einen Blick auf das Leben von Peter Fitzek. Er wurde 1965 in Halle geboren und hat zwei Kinder aus einer Ehe Anfang der 1990er Jahre. Beruflich unterhielt er mehrere Läden, eine Bar und ein Tattoo-Studio. Seit 2000 betreibt er in Wittenberg (Sachsen-Anhalt) einen Buchladen für Esoterikliteratur und schrieb 2005 sein eigenes Buch „Wege zur Entdeckung feinstofflicher Welten“. Er ist zudem Dauergast in Esoteriksendungen wie Norbert Brakenwagens Time To Do und Jo Conrads Bewusst TV.

Seine politische Karriere begann Fitzek 2008 mit seiner Kandidatur für den Oberbürgermeisterposten in Wittenberg. Bei der Wahl erhielt er jedoch nur 0,7% der Stimmen. Das Rathaus wird er weder als Bürgermeister noch als Bürger je wieder betreten, denn zwei Jahre später erhielt er ein Hausverbot. Dazu kam es, weil er 2009 und 2010 mehrfach Sachbearbeiterinnen angepöbelt und sogar tätlich angegriffen hatte. Fitzek wollte dabei allen Ernstes eine Mitarbeiterin des Rathauses verhaften, was Zweifel an seiner geistigen Gesundheit aufkommen lässt.

2009 kandidierte er zur Bundestagwahl abermals als unabhängiger Direktkandidat für den Wahlkreis Wittenberg-Dessau und erhielt wieder nur 0,7%. Man kann nur darüber mutmaßen, dass diese beiden Misserfolge den gelernten Koch dazu getrieben haben, sein eigenes Süppchen zu kochen. Es ist offensichtlich, dass Peter Fitzek mit der Realität nicht klar kommt und sich deswegen seine eigene Fantasy-Welt erschafft.

Bevor er sein eigenes Königreich ausrief, hob er am 13. Juli 2009 zunächst seinen Verein NeuDeutschland aus der Taufe. Er behauptete dabei, seinen eigenen Staat innerhalb der BRD errichten zu können, da er nicht als natürliche Person ausgewiesen sei. Warum und vor allem auf welcher Grundlage er kurz darauf für den Bundestag kandidierte, ist angesichts dessen fraglich. Immerhin spricht er der BRD und damit auch dem Bundesparlament jegliche Legitimität ab.

Diese offensichtliche kognitive Dissonanz zieht sich durch das gesamte Konzept des NeuDeutschland-Vereins. Dieser sieht sich zwar keineswegs als rechtsextrem, fordert jedoch die Wiederherstellung Deutschlands in den Grenzen von 1937. Also ein eher altes als neues Deutschland. Den östlichen Nachbarländern dürfte dieses aufgewärmte Konzept vom Lebensraum im Osten gewiss gar nicht gefallen und ohne einen Krieg lässt sich diese Forderung wohl auch nicht durchsetzen. Unter anderem aus diesem Grund wurde dem Verein am 30. Juli 2010 vom Landgericht Stendal die Gemeinnützigkeit aberkannt.

Fitzek will dennoch im Rückwärtsgang nach vorn, was nur einer Katastrophe enden kann. Wenn es ihm nur darum ginge, in Polen oder Tschechien leben zu wollen, könnte er dies dank der europäischen Freizügigkeit längst tun. Klar müsste er dann eine fremde Sprache lernen und bei einem dauerhaften Umzug eine andere Staatsbürgerschaft annehmen. Da er Letzteres aber nun einmal nicht will, schwelgt er in großdeutschen Allmachtsphantasien, die ihm nichts außer einer Beobachtung durch den Verfassungsschutz eingebracht haben.

Die Rückforderung der Ostgebiete ist purer Revanchismus, mit dem Fitzek bestenfalls bei Erika Steinbach und der NPD punkten kann. Der einzige Unterschied zu den Reichsdeutschen besteht darin, dass der Verein NeuDeutschland eine neue Verfassung erarbeitet hat, statt die des deutschen Reiches zu übernehmen. Auf die Idee, das tendenziell gute Grundgesetz als Verfassung zur Abstimmung zu stellen, kommen die NeuDeutschen natürlich nicht. Nun ja, vielleicht haben sie ja etwas gegen den Artikel 1…

In jedem Falle haben Fitzek und seine Anhänger ein Problem mit der Bundesrepublik Deutschland, die sie samt ihrer Institutionen als unrechtmäßig ablehnen. Woher sie die Rechtmäßigkeit ihres NeuDeutschlands nehmen, ist allerdings fraglich. Eine Legitimation durch die Mehrheit der Bevölkerung wird Fitzeks Projekt jedenfalls nicht erhalten. Wir erinnern uns an die 0,7%.

Leider hält das ihn und seine Anhänger nicht davon ab, einen eigenen Staat im Staate aufzubauen. Am 16. September 2012 wurde aus dem NeuDeutschland offiziell das Königreich Deutschland. Bei der Gelegenheit entledigte sich Peter Fitzek auch gleich sämtlicher demokratischer Ansätze und aus der ursprünglich angedachten, basisdemokratischen Räterepublik mit konstitutioneller Monarchie wurde eine absolute Monarchie. Fitzek begründete diesen Schritt wie folgt:

„Aufgrund der fehlenden Menschenzahl und kompetenter Ratsmitglieder, einem noch fehlenden Wahlgesetz, fehlender Wahlberechtigter, wählbarer Minister und noch anderer Erfordernisse kann es nun leider keine basisdemokratische Räterepublik in Verbindung mit einer konstitutionellen Monarchie mehr werden“.

Einerseits war Fitzek also einfach zu faul, ein Wahlgesetz auszuarbeiten, aber andererseits mangelte es ihm ohnehin an Deppen, die seine Konkurrenzdemokratie unterstützt hätten. Aber wozu braucht Fitzek schon Wähler, wenn er sich selbst zum König krönen kann? Napoleon Bonaparte lässt grüßen, also scheiß auf die 0,7%!

Krönung_1

Krönung_2

Das Staatsgebiet des Königreichs erstreckte sich über 9 Hektar am Stadtrand von Wittenberg. Auf dem ehemaligen Krankenhausgelände waren ein Kindergarten, eine Privatschule und eine Universität geplant. Die Flagge des einstigen Scheinstaates ist eine umgedrehte BRD-Fahne, was eigentlich ein Seenotzeichen ist. Die Flagge ist zudem von einer aufgehenden Sonne geziert, was auf einen kultischen Hintergrund hindeutet. Fitzek sieht sich wohl als eine Art Sonnenkönig und behauptet tatsächlich, von Gott persönlich gesandt worden zu sein.

Königliches Logo

Das Königreich hatte selbstverständlich eine eigene Währung, das so genannte Engelgeld. Auf der Forderseite findet sich ein Lebensbaum, während auf der Rückseite ein Wappen abermals von Sonnensymbolik geziert und mit einer Krone geschmückt wird.

Engelgeld

Nun gibt es ja durchaus einige erfolgreiche Lokalwährungen und im Prinzip ist nichts gegen dieses Modell einzuwenden. Zumindest sofern solche Lokalwährungen auf einem Konsens beruhen. Die „neue deutsche Mark“ ist jedoch definitiv ein Betrugsmodell, da sie zentral von einer gefakten Staatsbank herausgegeben wird. Zudem kann man zwar im Königreich Euros in Engelgeld umtauschen, aber keine anerkannte Bank der Welt würde Engelgeld in Euro umtauschen. Da Fitzek seine Rechnungen natürlich in Euro bezahlt, dürfte klar sein, wie der Hase läuft.

Allerdings konnte man im Königreich tatsächlich mit der neuen deutschen Mark bezahlen. Zu den wenigen Gütern zählten zum Beispiel Autokennzeichen. Für 120 Euro im Jahr versprach Fitzek seinen Opfern, dass sie keine KFZ-Steuern zahlen müssten und Bußgelder nur an sein Königreich zu entrichten seien. Selbstverständlich versteht die Polizei bei solchen Possen keinen Spaß und wer meint, tatsächlich keine KFZ-Steuern oder Bußgelder zahlen zu müssen, dürfte schnell eines Besseren belehrt werden. Immerhin fahren die selbsternannten Reichsbürger nicht auf königlichen Straßen, sondern auf dem Verkehrsnetz der BRD.

Auf öffentlichen Straßen ist dabei die Straßenverkehrsordnung der BRD zu beachten. Peter Fitzek denkt darüber natürlich anders und geriet daher nicht nur wegen seines ungültigen Autokennzeichens mit der Polizei aneinander. Am 13. Oktober 2013 wurde er zusätzlich vom Amtsgericht Neustadt bei Hannover zu drei Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt, weil er ohne Führerschein mit überhöhter Geschwindigkeit erwischt wurde. Zum Glück für ihn ist das Urteil nicht rechtskräftig.

Dennoch zeigt dieses Beispiel sehr gut, mit welch arrogantem Charakter wir es zu tun haben. Selbst wenn sein imaginäres Königreich international anerkannt gewesen wäre, hätte er sich im Ausland BRD an die dort gültigen Geschwindigkeitsbegrenzungen halten oder die entsprechenden Konsequenzen tragen müssen. Wer als BRD-Bürger z.B. in Italien geblitzt wird oder in Großbritannien auf der rechten Straßenseite fährt, kann sich ja schließlich auch nicht mit deutschen Verkehrsregeln herausreden.

Die königliche Knallcharge war damit aber noch lange nicht am Ende der Possenspielchen angelangt. Der Polizei zeigte Fitzek dreist einen Führerschein, den er sich selbst ausgestellt hatte. In seinem Königreich bekam scheinbar jeder zahlende Kunde einen Fake-Führerschein ausgehändigt, ohne eine entsprechende Prüfung ablegen zu müssen. Immerhin gab es in NeuDeutschland keine einzige Fahrschule und keine Führerscheinstelle, sondern nur einen Peter Fitzek mit einem Drucker. Da muss schon die Frage erlaubt sein, wer die Führerscheinprüfung abnimmt?

Neben den gängigen Souvenirs, die man im Königreich kaufen konnte, gab es noch weitere Betrugsmodelle, die nicht mal einen Materialwert besaßen. Gemeint sind die königliche Renten- sowie Krankenkasse. Wer diese abgeschlossen hat, sollte weder alt noch krank werden, denn sofern überhaupt, werden Rente und Leistungen nur in fiktivem Engelgeld ausgezahlt. Davon kann man weder Miete, noch Strom, Wasser oder Einkäufe bezahlen, womit man im Alter noch beschissener dasteht, als mit der ohnehin schon mickrigen gesetzlichen Rente der BRD.

Noch kruder war die Krankenkasse, denn es gibt wirklich keine Ärzte und keine Apotheken, die Engelgeld akzeptieren. Allerdings waren Arztbesuche und Medikamente ohnehin nicht im Leistungskatalog vorgesehen. Gezahlt wurden nur Fitzeks eigene Gesundheitsseminare und Behandlungen bei ausgewählten Quacksalbern, die Homöopathie und Neue Germanische Medizin praktizieren. Wahrscheinlich hätten aber nicht einmal Fitzeks Esoterikfreunde dauerhaft Engelgeld akzeptiert, denn immerhin hauen die mit ihren nutzlosen Diensten andere übers Ohr und wollen nicht selbst mit Spielgeld über den Tisch gezogen werden.

Faktisch hatte man von der königlichen Krankenkasse also keine Leistungen zu erwarten gehabt. Völlig zu recht wurde dieses Treiben daher am 1. Dezember 2010 von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht unterbunden. Fitzeks Versuch, sein Projekt als Unterstützerkasse weiterlaufen zu lassen, die nicht der Versicherungsaufsicht unterliegt, wurde am im März 2012 ebenfalls von der BaFin gestoppt. Auf Anzeige der BaFin wurden am 13. April 2013 zudem 12 Objekte, die Fitzeks Phantasiekönigreich zuzuordnen waren, von der Polizei durchsucht, weil der selbsternannte Monarch weiterhin unerlaubt im Banken- und Versicherungsgeschäft tätig war.

Es folgten zwei weitere Razzien am 26. März und 27. November 2014. Am 8. Januar 2015 verhängte das Amtsgericht Dessau-Roßlau schließlich wegen Verstoßes gegen das Versicherungsgesetz eine Geldstrafe von 4.200 Euro. Zudem wurde von staatlicher Seite ein Anwalt bestellt, der nun sämtliche illegalen Versicherungs- und Bankgeschäfte abwickelt. Darüber hinaus übt der Anwalt die Kontrolle über die Grundstücke aus, für die Fitzek nun Miete zahlen muss.

Das ist eine durchaus gerechte Strafe, die nicht einer gewissen Ironie entbehrt. Fitzek selbst hatte nämlich von seinen Anhängern verlangt, dass diese bei der Einbürgerung ihre Privatgrundstücke als Schenkung in seinen Scheinstaat einbringen. Ähnliche Methoden findet man auch bei diversen Psychosekten und es wäre wünschenswert, wenn der BRD-Staat gegen diese ebenso konsequent vorgehen würde.

Da sich Fitzeks Königreich derzeit in Auflösung befindet, bleibt ihm nichts anderes übrig, als sein Geld weiter mit esoterischer Literatur und dazugehörigen Seminaren zu verdienen. Es ist ja leider nicht so, dass es dafür keinen Markt gäbe und er am Hungertuch nagen müsste. Es sei denn, seine Kundschaft entdeckt eines schönen Tages den Unterschied zwischen Spiritualität und Esoterik. Das würde nämlich mit der Erkenntnis einhergehen, dass ein Despot mit Allmachtsphantasien, der obendrein wegen Körperverletzung vorbestraft ist, nicht sonderlich spirituell verlangt sein kann.

In der Tat ist König Schmalzlocke ein erfahrener Kampfsportler, der gerne mal zuschlägt. Er wollte sogar seine eigene Polizei ausbilden, um abtrünnige Anhänger und Kritiker einzuschüchtern. Eine Idee, auf die auch schon einige Islamisten in Wuppertal gekommen sind, welche den deutschen Rechtsstaat gern durch ein Kalifat mit Scharia austauschen würden. Der Vergleich klingt zu krass? Nun, Fitzek mag vielleicht kein Islamist sein, aber was Familie und Sexualität angeht, hat er ähnlich fundamentalistische Ansichten.

Am 5. April 2013 drang er zum Beispiel in die Wittenberger Grundschule „Friedrich Engels“ ein, um die sexuelle Aufklärung seines Sohnes zu verhindern. Bei dieser Aktion versuchte er, ein Sexualkundebuch gewaltsam an sich zu bringen, was ihm ein weiteres Hausverbot einbrachte.

Nach Fitzeks Meinung ist sexuelle Aufklärung in der Grundschule gleich Frühsexualisierung. Personen unter 18 Jahren dürften demnach nicht wissen, woher die Babys kommen. Dabei werden den Kindern im Klassenzimmer keineswegs Pornos gezeigt, es geht lediglich um die Aufklärung über den biologischen Vorgang. Ginge es jedoch nach dem Willen von Fitzek und anderen Esoterikern, müssten Kinder dumm gehalten werden. Obgleich die Pubertät unvermeidlich ist, sollten Heranwachsende nicht verstehen, was da mit ihnen geschieht. Stattdessen sollten sie sich vor ihrem eigenen Körper zu ekeln haben. Ein Glück, dass Fitzek nicht das Sorgerecht für seine Kinder hat.

In seinem untergegangenen Königreich wäre angesichts dieser kruden Moralvorstellungen sicherlich auch kein Platz für Homosexuelle oder sonstige „Abweichler“ gewesen. Aber unter einem Sektierer wie Fitzek fühlen sich ohnehin nur verblendete Esoteriker und neurechte Reichsbürger wohl. Vielleicht hätte auch Beatrix von Storch einen Platz im neudeutschen Königreich gehabt, allerdings hätte dann wohl ihr Cousin Philip von Preußen dem Imperator Fitzek den Thron streitig gemacht.

Zusammenfassend wirkt Peter Fitzeks Lebenslauf wie der freimaurerische Klassiker „Der Mann, der König sein wollte“. Offenbar hat er den Film jedoch nie gesehen, sonst hätte er gewusst, dass die Geschichte nicht gut ausgeht. Fraglich ist allerdings, ob er die richtigen Lehren daraus gezogen hätte, denn aus seinem eigenen Leben zieht er sie keinesfalls. Nach seiner Niederlage kündigte King Schmalzlocke an, ein ganzes Dutzend neuer Königreiche zu gründen und noch verbissener gegen die Bundesrepublik vorzugehen.

Auf die offensichtlichste Lösung kommt der ehemalige Regent jedoch nicht. Er könnte sein Königreich doch einfach in der feinstofflichen Paralleldimension wiederaufbauen, die er angeblich entdeckt haben will. Dort würde er niemanden stören und herrschen könnte er dort auch von einer gepolsterten Zelle aus.

Neuer Flügel der AfD will zurück zur Monarchie

von Shinzon

Es ist nun wahrlich nichts Neues, dass die Alternative für Deutschland keine Alternative zur neoliberalen Politik der herrschenden Elite darstellt. Geführt wird die Partei von Ökonomen wie Bernd Lucke (ehemals CDU) und von Bankiers wie Hans-Olaf Henkel (u.a. Bank of America). Neben diesen Galionsfiguren finden sich aber auch islamophobe Rassisten wie Björn Höcke in den Reihen der AfD, die das Volk gegen Moslems und Flüchtlinge aufhetzen. An der Spitze werden also die Interessen der Reichen vertreten, während an der Basis das Prinzip „teile und herrsche“ durchgesetzt wird.

Damit ist die AfD den Unionsparteien CDU und CSU gar nicht mal so unähnlich und wie diese hat auch die AfD einige Mitglieder von adeligem Geblüt. Während für die CSU ein Freiherr zu Guttenberg das Kriegsministerium führte oder ein Otto von Habgier im EU-Parlament saß, übernimmt Beatrix von Storch diesen Part für die AfD. Die EU-Parlamentarierin führt das klerikal-aristokratische Kampagnen-Netzwerk der Partei, welches die Wiedereinführung der Monarchie anstrebt.

Beatrix von Storch ist die Enkelin von Johann Ludwig Graf Schwerin von Krosigk (1887-1977), der wie viele Adelige das Naziregime unterstützte. Dabei war er keineswegs ein kleiner Mitläufer, sondern von 1932 bis 1945 Reichsfinanzminister. Also ein adeliger Nazi mit besten Verbindungen zur Finanzmafia.

Ihr Opa väterlicherseits war Nikolaus von Oldenburg (1897-1970), der letzte Erbe des Großherzogtums Oldenburg. Auch dieser Großvater war Mitglied der NSDAP sowie SA-Standartenführer. Angesichts solch familiärer Verhältnisse bekommt es einen durchaus bitteren Beigeschmack, wenn Beatrix von Storch permanent „Deutschlaaand!!!“ schreit. Das muss wohl an der Erziehung liegen.

Nun will Frau von Storch die Zeit aber nicht unbedingt 70 Jahre zurück drehen, sondern besser gleich 100 Jahre. Ihre Familie gehört zu den Adelscliquen, die nach der Wende 1990 Anspruch auf ihre einstigen Ländereien und Besitztümer in der ehemaligen DDR erhoben. Damit aber noch nicht genug, trachtet ihre Familie tatsächlich nach dem Thron. Diesen soll von Storchs Cousin 2. Grades Philip von Preußen besteigen, welcher tatsächlich der Enkel des letzten deutschen Kaisers Wilhelm II. ist.

AfD Adelsnetzwerk

So hart das auch klingen mag, die Bolschewisten handelten völlig richtig, als sie 1918 Zar Nikolaus II. samt seiner Familie ins Jenseits beförderten. So lange auch nur ein einziger von diesem Adelsgeschmeiß überlebt, kommt dieses Unkraut immer wieder hoch. Zwar haben auch die Deutschen die Monarchie überwunden, doch die Adeligen blieben als Mitglieder der Union, der FDP und nun auch der AfD weiter an der Macht. Sie sind nach wie vor von Geburt an besser gestellt und haben in der Wirtschaft neue Wege gefunden, das Volk zu knechten.

Leider gibt es viele Menschen in Deutschland, die ernsthaft froh wären, wieder Untertanen in einer Monarchie zu sein. Man könnte meinen, Selbstgeißelung stünde wieder hoch im Trend, doch tatsächlich versprechen sich die Betroffenen eine bessere Politik von einem König oder Kaiser. Welch absurde Vorstellung!

Die derzeitigen politischen Verhältnisse sind selbstverständlich untragbar, doch eine Rückkehr zur Monarchie würde daran nichts ändern. Auch ein Kaiser Philip von Preußen müsste sich wie Angela Merkel der Finanzmafia beugen. Das beste Beispiel ist das britische Königshaus, welches keinerlei Macht über das extraterritoriale Gebiet der City of London hat. Die Rückkehr zur Monarchie hätte nur einen einzigen Effekt: Wir müssten noch mehr Steuern zahlen, da wir neben den Banken und Konzernen auch noch eine kaiserliche Familie durchfüttern müssten.

Adelige sind nichts anderes als Parasiten! Sie werden mit dem Silberlöffel im Mund geboren, weil ihre Urahnen irgendwann vor Jahrtausenden behauptet haben, ihr Blut sei königlich und sie wären von den Göttern auserwählt. Mit diesem Argument haben sie sich Land und Ressourcen angeeignet und Generationen im Frondienst für sich schuften lassen. Alles, was sie besitzen, ist zusammengeklaut und geraubt. Sie haben sich gar erdreistet, die Natur in ihren Besitz zu bringen.

Es ist schlichtweg eine Lüge, wenn sich Adelige enteignet fühlen, weil in der DDR die Wälder und Ländereien der Allgemeinheit zurückgegeben wurden. Allein die Vorstellung, dass der Wald Privatbesitz einer Familie sein kann, die behauptet, dass dies eine göttliche Ordnung sei, ist absurd! Die einzige Enteignung war die Enteignung des Volkes, als den Adeligen ihre unrechtmäßig beanspruchten Ländereien und Schlösser zurückgegeben wurden.

Leider sehen das nicht alle Deutschen so. Doch was treibt diese Menschen zurück zur Monarchie? Welch unendlichen Hass auf sich selbst müssen sie haben, um freiwillig vor einem König oder Kaiser zu Kreuze kriechen zu wollen? Warum wollen sie dieses arbeitsscheue Pack mit Gold und Juwelen überhäufen, statt die Steuergelder in sinnvolle Dinge wie Bildung und Infrastruktur zu stecken? Wer wirklich eine Monarchie will, kann ja gerne nach Nordkorea auswandern und sich für König Kim Jong Un zu Tode hungern!

Aber die Anhänger des deutschen Kaisertums wollen gar nicht wissen, was Monarchie überhaupt bedeutet. Es schert sie nicht, dass in Thailand Systemkritiker wegen „Majestätsbeleidigung“ für Jahrzehnte in den Knast wandern oder das britische Königshaus seine schützende Hand über den pädophilen Sumpf des kronloyalen Establishments hält. Welcher Royalist interessiert sich schon dafür, warum Lady Di sterben musste, wenn im Goldenen Blatt steht, was für tolle Übermenschen die Adeligen doch sind?

Die Royalisten hängen einer romantischen Vorstellung aus irgendeinem Disney-Märchenfilm an und träumen vielleicht sogar davon, selbst irgendwann „Plötzlich Prinzessin“ zu sein. Oder zumindest ein Fürst oder hoher Beamter. Letztendlich sind die AfD-Wähler aber nichts als Hofnarren. Wie viele solcher dummen Patrioten sind 1914 für „Gott, Kaiser und Vaterland“ gegen den „Franzmann“ ins Feld gezogen und haben dafür mit ihren Gliedmaßen oder gar ihrem Leben bezahlt? Schon vergessen?

Wer die Rückkehr zur Monarchie fordert, hat nichts aus der Geschichte gelernt. Die Adeligen sind dem Volk nicht wohl gesonnen. In deren Augen sind wir alle nur Untermenschen, Spielzeug und Kanonenfutter. Die Monarchie ist die höchste Form der Ideologie von der Ungleichheit der Menschen. Eine Ideologie, wie wir sie auch beim Faschismus und Satanismus finden. Es ist daher wohl kaum überraschend, dass der deutsche Adel zu den größten Unterstützern der Naziregimes zählte und der europäische Hochadel im Kern satanistisch ist.

Erinnert sich noch jemand an den Elefantentöter Juan Carlos II. von Spanien? Oder all die verschwundenen Kinder von England? Das ist das wahre Gesicht der Monarchie! Die adelige Machtclique herrscht aber nicht nur über ihre Königreiche und Fürstentümer, sondern leitet schon seit jeher die wichtigsten Geheimgesellschaften. Während die britische Queen Elizabeth II. auf dem öffentlichen Thron sitzt, ist ihr Cousin Edward, 2. Duke of Kent, der Großmeister der Vereinigten Großloge von England.

Monarchie und Freimaurerei gehen auch bei der AfD Hand in Hand. Das zeigt allein schon das Parteilogo, welches in den Freimaurerfarben blau, weiß und rot gehalten ist. Der Pfeil zeigt dabei gewiss nicht zufällig nach rechts. Die AfD ist also gegenüber der neuen Weltordnung so alternativ wie Kot gegenüber Scheiße.

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Aber das adelige Inzestgesocks will nicht nur die Monarchie zurück. Beatrix von Storch propagiert gleichermaßen die klerikalen Vorstellungen der Ultrakonservativen, deren Spektrum von Katholiken bis Evangelikalfaschisten reicht. Bei diesen Kreisen muss man natürlich nicht lange fragen, warum sie kein Problem mit der Monarchie haben, da christliche Fundamentalisten dies für die göttliche Ordnung halten.

Doch zurück zum mittelalterlichen Menschenbild der Klerikalen. Für diese sind Frauen natürlich minderwertige Gebärmaschinen, die an den Herd gehören. Frau von Storchs Position als Abgeordnete des EU-Parlaments ist natürlich eine Ausnahme, da sie eine Adelige und kein Untermensch Untertan ist. Frauen aus der Arbeiterklasse sollten dagegen maximal als Dienstmagd arbeiten und Kühe melken.

Als Mensch zweiter Klasse dürfen Frauen in diesem Weltbild genauso wenig über ihren Körper wie über ihr Leben bestimmen. Das heißt im Klartext, dass sie nicht abtreiben dürfen. Nicht einmal dann, wenn sie vergewaltigt worden sind, ihr Kind schwer behindert sein wird oder durch die Schwangerschaft das Leben der Mutter gefährdet ist.

Dem 2005 gegründeten AfD-Verein Zivile Koalition e.V. ist das Leben heilig. Allerdings nur das ungeborene Leben. Wenn die Kinder erst mal auf der Welt sind, können sie verhungern oder sich im Krieg verheizen lassen. Das ist die Logik aller katholischen und evangelikalfaschistischen Pro Life Anhänger.

In Deutschland fallen diese Gestalten immer wieder mit Aktionen gegen Ärzte sowie dem so genannten „Marsch für das Leben“ auf. Neben Beatrix von Storch gehört das Ehepaar Martina und Volker Kempf zu den Organisatoren solcher Events. Unlängst sind die beiden von der AUF in die Alternative für Deutschland übergewechselt und haben dort den Arbeitskreis „Christen in der AfD“ aufgebaut. Neben dem frauenverachtenden Pro Life-Geschwafel zählt natürlich auch Homophobie zu den Kernthemen dieses Parteiflügels.

Neben Beatrix von Klapperstorch ist auch ihr Cousin Paul von Oldenburg in der Szene aktiv. Er vertritt in Brüssel mehrere Organisationen, die der Gesellschaft zum Schutz von Tradition, Familie und Privateigentum (TFP) nahe stehen. Gemeint sind natürlich die Tradition der katholischen Kirche, deren mittelalterliches Familienbild und der Besitz von Kirche und Adel. Gegründet wurde die Gesellschaft in Brasilien als Gegenbewegung zur Befreiungstheologie. Letztere zeigt, dass Christentum auch humanistisch und fortschrittlich sein kann und würde Jesus heute leben, wäre er wohl ein Befreiungstheologe.

Die TFP ist indes ein absoluter Gegner von jeglicher Freiheit, sei es die Freiheit von Knechtschaft oder die sexuelle Freiheit. Die Gesellschaft tritt für die katholische Hierarchie ein und stellt sich damit gegen jede Form von Gleichheit. Das betrifft insbesondere die Gleichheit von Mann und Frau, aber auch von Hetero- und Homosexuellen. Geht es nach der TFP, haben sich alle Menschen dem Adel und Klerus zu unterwerfen, die Frauen den Männern und Homosexuelle der Inquisition.

Ihr Motto lautet: „Wer Ungleichheit hasst, hasst Gott.“ Das ist natürlich vollkommen absurd und setzt voraus, dass die Monarchie, Patriarchat und Unterdrückung gottgewollt seien. Ein liebender Gott würde dem niemals zustimmen und auch Jesus, für den alle Menschen gleich waren, würde sich bei so viel Menschenverachtung gewiss im Grab umdrehen (sofern er dort liegen geblieben wäre).

Es gibt allerdings einen Ort, an dem das Weltbild der TFP bereits umgesetzt wird und an dem sich Beatrix von Storch und ihre Bande sicherlich wohl fühlen würden. Die Rede ist vom Kalifat Islamischer Staat. Dort herrscht eine strikte Trennung von Herrschenden und Pöbel, der Kalif ist eine Art König, Frauen sind den Männern untergeordnet und Andersdenkenden, darunter natürlich auch Homosexuellen, werden die Köpfe abgehackt.

Die AfD, welche sich regelmäßig bei Pegida beteiligt, wird sich mit Sicherheit gegen solche Vorwürfe wehren. Doch genau das ist es, was Frau von Storch und ihre Anhänger fordern. Nur wollen die halt keinen islamischen, sondern einen christlichen Gottesstaat. Wayne? Der einzige Unterschied zwischen einem islamistischen Hassprediger und Beatrix von Storch besteht doch darin, dass sie sich als Frau selbst nicht an ihre Predigten hält, sonst würde sie diese einem Mann überlassen.

Bei genauerer Betrachtung ist ein Storch eben auch nur ein (Pierre) Vogel. Wer sich von solchen Figuren aufwiegeln lässt, ist entweder religiös verblendet oder hat einfach kein Selbstwertgefühl. Wer als Arbeiter einer Ideologie anhängt, die den eigenen Interessen feindlich ist, dem ist nicht mehr zu helfen. Die AfD vertritt gleich zwei solche Ideologien – den neoliberalen Marktradikalismus und die Rückkehr zur Monarchie.

Diese Ideologien gehen davon aus, dass Menschen unterschiedlich viel wert sind. Sie unterteilen die Menschheit in Gewinner und Verlierer und behaupten, dies sei gottgewollt. Doch von Natur aus sind alle Menschen gleich geschaffen, mit einer Seele und einem freien Willen. Obgleich wir alle Individuen sind, die nicht alle dasselbe wollen, so haben wir dennoch das gleiche Recht auf Glück und Selbstbestimmung! Kein Recht haben wir dagegen, andere zu knechten und ihre Persönlichkeit zu unterdrücken. Die Monarchisten und christlichen Fundamentalisten brechen die universellen Gesetze, indem sie den freien Willen anderer nicht respektieren!

Quelle 1

Quelle 2