Terrorfürst Erdogan ebnet dem IS den Weg

von Anton Nymous

Allein für diese Überschrift wären wir in der Türkei bereits verhaftet oder gleich auf offener Straße erschossen worden. Die Wahrheit ist unter dem Regime der AKP nämlich strengstens verboten. Diese verlor bei der letzten Wahl ihre absolute Mehrheit, u.a. aufgrund der kurdischen Linkspartei HDP. Letztere gewann mit 13,1% 80 Sitze im türkischen Parlament. Von der Demokratie angepisst sucht die AKP nun andere Wege, ihre Macht zu erhalten.

Doch wie geht man gegen eine demokratisch gewählte Partei vor? Dazu braucht man erst einmal einen Terroranschlag. Das hat seit dem Reichstagsbrand Tradition und zieht heutzutage auch international. Entweder inszeniert man diesen selbst oder lässt den IS die Drecksarbeit machen. Wie auch immer, die Schuld dafür schiebt man der PKK in Schuhe, mit der man eben noch Friedensverhandlungen geführt hat. Die HDP braucht man dann nur noch in die Nähe der PKK rücken und schon hat man eine Handhabe. Kurden sind ja eh alle gleich, das ist wie mit den Juden im 3 Reich.

Das Ergebnis besteht nun darin, dass reihenweise demokratisch gewählte HDP-Politiker verhaftet werden und die PKK im Norden von Syrien bombardiert wird. Ersteres ist einfach nur eklatant antidemokratisch, während Letzteres dem IS in die Hände spielt. Das AKP-Regime hatte schon in den vergangenen Jahren die Grenzen gen Syrien für islamistische Terrorkämpfer geöffnet und der Al Nusra geholfen, wo es nur geht. Nun ebnet die Türkei dem IS direkt den Weg und kämpft an seiner Seite.

Die NATO, die gerade Krieg gegen den IS führt und der die Türkei angehört, lässt Erdogan stillschweigend gewähren. Die deutsche Bundesregierung unterstützt das AKP-Regime ebenfalls ungebremst weiter und weigert sich gleichzeitig, die PKK von der Terrorliste zu streichen. Es ist dabei völlig egal, dass die PKK als einzige Fraktion ernsthaft gegen den IS kämpft, was ja die eigentlichen Terroristen sind. Würden die NATO und Deutschland tatsächlich gegen den islamistischen Terror kämpfen, müssten sie die PKK unterstützen und die Türkei aus der NATO rauswerfen.

Dummerweise ist der IS gewollt und war von Anfang an ein Konstrukt der NATO in Kooperation mit Saudi Arabien und Katar. Damals wollte man Assad loswerden, falls sich noch irgendwer daran erinnert. Die PKK ist indes zu links, während Erdogan genau nach dem Geschmack der internationalen Kriegstreiber ist. Also unterstützt der Westen weiterhin das Regime des Terrorfürsten und lässt ihm seine Endlösung der Kurdenfrage kommentarlos durchgehend. Diese Politik wird zwangsläufig in einen Bürgerkrieg münden, der möglicherweise zugunsten von Erdogan mit NATO-Hilfe geführt werden wird. Der Bürgerkrieg in der Ukraine, bei dem die NATO auch Nazis unterstützt, reicht einigen offensichtlich noch nicht. Manche Menschen wollen die Welt einfach brennen sehen.

Aus rechtlichen Gründen weisen wir darauf hin, dass wir die PKK mit diesem Artikel in keiner Weise bewerben möchten. Es geht uns ausschließlich um die Fakten im Konflikt um Syrien, den Irak und die Türkei.

Eine Woche nach Bilderberg: Flinten-Uschi will Ostfront stärken

von Anton Nymous

Die letzte Bilderberg-Konferenz in Österreich ist noch nicht ganz eine Woche her, da prescht Bundeskriegsministerin Ursula von der Leyen mit der Forderung nach mehr NATO-Präsenz in Osteuropa vor. Noch mehr NATO-Präsenz? Die USA hat bereits Kampfjets und Fallschirmjäger an die russische Grenze verlegt sowie Panzer nach Bayern. Die Nordatlantische Terrororganisation baut gegenüber Russland ein Bedrohungsszenario auf, dass aus Sicht von Moskau nur als Vorbereitung auf einen 3. Weltkrieg verstanden werden kann.

In den Nachrichten hört man jedoch nur von einer „russischen Aggression“, ganz so, als ob Russland in den letzten 25 den Warschauer Pakt bis an die Grenzen Westeuropas vorangetrieben hätte. Doch Moment mal, den Warschauer Pakt gibt es ja gar nicht mehr und tatsächlich steht die NATO wie einst die Wehrmacht kurz vor Moskau. Als Antwort darauf stockt nun Russland sein Atomwaffenarsenal auf. Nicht um einen atomaren Krieg zu führen, sondern als Abschreckung. Anders kann Putin auch gar nicht mehr handeln, als der NATO zu zeigen, dass ein Präventivschlag gegen sein Land dem Westen teuer zu stehen kommen würde.

Die USA haben zusammen mit ihren NATO-Vasallen die Welt so nah an den Abgrund eines Krieges gebracht, wie seit der Kuba-Krise nicht mehr. Es ist dabei wohl kaum ein Zufall, dass Flinten-Uschi ausgerechnet nach ihrem Besuch der Bilderberg-Konferenz, bei der auch ihre Kollegin Staatssekretärin Katrin Suder aus dem Bundeskriegsministerium mit dabei war, das Streichholz an die Lunte legt. Immerhin standen Russland und die europäische Strategie ganz oben auf der Tagesordnung und was genau dabei besprochen wurde, bekommen wir nun brandaktuell aufgetischt.

Gästeliste und Themen der Bilderberg-Konferenz 2015

An der 63. Bilderberg-Konferenz, welche vom 10. bis 14. Juni im Interalpen Hotel in Telfs (Tirol, Österreich), stattfand, nahmen rund 140 Gäste aus 22 Ländern teil. Es handelte sich wie immer um Politiker sowie Vertreter aus den Bereichen Finanzmafia, Industrie, Militär und Medien. Diese diskutierten unter anderem über Themen wie künstliche Intelligenz (Cyborg-Agenda) sowie Computer- und Netzsicherheit. Letzteres kann angesichts der NSA-Affäre und der Anwesenheit mehrerer Google-Vertreter wohl nur mit einem Augenzwinkern zu verstehen sein.

Ein weiteres Thema war die Bedrohung durch chemische Waffen bzw. wohl eher das lukrative Geschäft mit selbigen. Die Bedrohung durch den selbst erschaffenen Terrorismus haut in eine ähnliche Kerbe. Der mittlere Osten und der Iran waren diesbezüglich zwei Kernpunkte. Dann gab es natürlich noch aktuelle Wirtschaftsthemen wie die Globalisierung und die finanzielle Zerschlagung Griechenlands.

Weiterhin wurde über eine europäische Strategie und insbesondere Russland diskutiert. Selbstverständlich drangen wie immer keine Details dazu nach außen, aber wer mehr darüber wissen möchte, muss eigentlich nur das Buch „Das große Schachbrett“ des Bilderbergers Zbigniew Brzezinski lesen.

Schlussendlich standen auch die US-Wahlen auf der Tagesordnung, was besonders interessant ist. Den Bilderbergern wird nämlich immer wieder nachgesagt, sie würden Einfluss auf die Kandidaten nehmen und mitbestimmen, wer künftig wo regieren könnte. Die Nennung der US-Wahlen auf der Tagesordnung scheint ein klarer Beleg für diese These zu sein, obgleich die aussichtsreichste Kandidatin Hillary Clinton offiziell nicht auf der Gästeliste stand. Diese setzt sich wie folgt zusammen:

USA

● John R. Allen – ehem. ISAF-Kommandeur, US-Sonderbeauftragter für die Internationale Allianz gegen den IS
● Roger C. Altman – ausführender Vorsitzender von Evercore
● Anne Applebaum – Direktorin des Transitions Forums, Leiterin des Legatum Institute (Think Tank zur Förderung des Kapitalismus)
● Zoë Baird – geschäftsführendes Vorstandsmitglied und Präsidentin der Markle Foundation
● William Burns – Präsident des Carnegie Endowment for International Peace
● Thomas E. Donilon – ehem. US-Sicherheitsberater; Partner und Vizechef von O’Melveny & Myers LLP
● Regina Dugan – ehem. Direktorin der DARPA, Vizepräsidentin der Abteilung Engineering, Advanced Technology and Projects bei Google
● Mary Erdoes – geschäftsführendes Vorstandsmitglied von JP Morgan Asset Management
● Martin S. Feldstein – Vorsitzender des National Bureau of Economic Research (NBER), Professor für Ökonomie an der Harvard University
● Kenneth Griffin – Milliardär, Gründer und Vorsitzender des Hedge-Fonds Citadel Investment Group
● Reid Hoffman – Mitgründer und Firmenchef von LinkedIn
● Kenneth M. Jacobs – Vorsitzender und ausführender Vorstand der Investmentbank Lazard
● James A. Johnson – Vorsitzender von Johnson Capital Partners
● Alex Karp – Vorstandsvorsitzender des Softwareunternehmens Palantir Technologies
● Klaus Kleinfeld – Vorstandsvorsitzender des Aluminiumkonzerns Alcoa
● Henry R. Kravis – Milliardär, Mitbesitzer und Co-Vorsitzender der Beteiligungsgesellschaft Kohlberg Kravis Roberts & Co.
● Marie-Josée Kravis– Senior Fellow und Vizeshefin des Hudson Institute
● Stuart Levey – Chief Legal Officer der HSBC Holdings plc
● Jessica T. Mathews – Mitarbeiterin des Carnegie Endowment for International Peace, Direktorin des Washington Program des CFR
● James Mattis – General a.D., ehem. Kommandeur des US Zentralkommandos, Mitglied der Hoover Institution
● Jim Messina – Vorstandsvorsitzender der Messina Group
● John Micklethwait – Chefredakteur von Bloomberg L.P.
● Craig J. Mundie – Rektor von Mundie & Associates
● Richard N. Perle – Mitglied des Think Tanks American Enterprise Institute, Aufsichtsratsmitglied des Verlags Hollinger International (u.a. „Jerusalem Post“)
● David H. Petraeus – ehem. CIA-Chef und Oberbefehlshaber der US-Streitkräfte im Irak, Vorsitzender des Global Institute der Beteiligungsgesellschaft Kohlberg Kravis Roberts & Co. (KKR)
● Robert E. Rubin – Demokrat, 70. Finanzminister der USA, Bankier (u.a. für Goldman Sachs), Co-Vorsitzender des Council on Foreign Relations
● Karim Sadjadpour – Geschäftspartner des Carnegie Endowment for International Peace
● Eric E. Schmidt – Vorsitzender der Google Inc.
● Peter A. Thiel – Präsident der Thiel Capital, Unterstützer von Ron Paul und der Tea-Party-Bewegung
● Vin Weber – Republikaner, Partner der Mercury LLC, Mitglied des CFR und Aspen Institute
● James D. Wolfensohn – Vorsitzender von Wolfensohn and Company, ehem. Chef der Weltbank
● Robert B. Zoellick – Republikaner, ehem. Chef der Weltbank, Vorsitzender des internationalen Beraterstabs von Goldman Sachs, Direktor der Strategie-Gruppe des Aspen Institute, Mitglied des CFR und der Trilateralen Kommission
● Henry Kissinger – Republikaner, Ex-US-Außenminister, Mitglied und ehem. Direktor des CFR

Deutschland

● Paul M. Achleitner – Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Bank
● Mathias Döpfner – Vorstandsvorsitzender der Axel Springer AG
● Thomas Enders – Airbus-Manager
● Wolfgang Ischinger – ehem. Diplomat, Vorstandsmitglied des Atlantik-Brücke e.V., Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz
● Julia Jäkel – Vorstandsvorsitzende der Gruner + Jahr AG
● Joe Kaeser – Vorstandsvorsitzender der Siemens AG
● Kurt Joachim Lauk – CDU-Politiker, Präsident des Wirtschaftsrates der CDU, Präsident von Globe Capital Partners, Mitglied der Trilateralen Kommission
● Ursula von der Leyen – CDU-Politikerin, Bundeskriegsministerin, ehem. Bundesfamilienministerin
● Katrin Suder – Staatssekretärin im Bundeskriegsministerium

Österreich

● Rene Benko – Tiroler Immobileninvestor
● Oscar Bronner – Standard-Gründer und -Herausgeber
● Heinz Fischer – österr. Bundespräsident
● Alfred Gusenbauer – SPÖ-Politiker, Ex-Bundesparteivorsitzender & ehem. Bundeskanzler von Österreich
● Erich Hampel – Aufsichtsratsvorsitzender der UniCredit Bank Austria AG
● Wolfgang Hesoun – Siemens-Generaldirektor
● Gerhard Roiss – OMV-Vorstandsvorsitzender
● Rudolf Scholten – Generaldirektor der Oesterreichische Kontrollbank AG, Aufsichtsratsvorsitzender des Österreichischen Filminstituts, Mitglied im Exekutivkomitee der Bilderberg-Konferenz
● Karl Sevelda – Vorstandsvorsitzender der Raiffeisen Bank International AG

Belgien

● Karel De Gucht – Open VLD-Politiker, ehem. belg. Außenminister, ehem. EU-Kommissar für Handel
● Thomas Leysen – Vorsitzender des Verwaltungsrates der KBC Group
● Charles Michel – belg. Premierminister

Dänemark

● Thomas Ahrenkiel – Direktor des dänischen Auslands- und Militärgeheimdienstes Forsvarets Efterretningstjeneste
● Merete Eldrup – Chef von TV 2 Danmark
● Ulrik Federspiel – Ausführender Vizepräsident der Haldor Topsøe A/S
● Christina Markus Lassen – Head of Department, Ministry of Foreign Affairs, Security Policy and Stabilisation

Finnland

● Matti Apunen – Direktor des Finnish Business and Policy Forum EVA
● Leena Mörttinen – ehem. Direktorin der Finanzdienstleistungsgruppe Nordea, Ausführende Direktorin von The Finnish Family Firms Association
● Alexander Stubb – finnischer Finanzminister, ehem. Ministerpräsident Finnlands

Frankreich

● Nicolas Baverez – Privatisierungsbefürworter, Partner bei Gibson, Dunn & Crutcher LLP
● Laurent Bigorgne – Direktor des Instituts Montaigne
● Laurence Boone – Spezieller Berater des franz. Präsidenten für Finanzen und Wirtschaftsbeziehungen
● Patrick Calvar – Generaldirektor von DGSI
● Henri de Castries – Vorstandsvorsitzende des französischen Versicherungskonzerns AXA
● Benoît Coeuré – Direktoriumsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB), gab interne Informationen an Hedge-Fonds weiter
● Alain Juppé – ehem. franz. Außen- und Premierminister, Bürgermeister von Bordeaux
● Gilles Kepel – Professor für Geschichte und Internationale Beziehungen am Centre for Diplomacy & Strategy
● Catherine Pégard – Präsidentin des Schlosses und Museums von Versailles
● Jean-Dominique Senard – Vorsitzender der Michelin Group

Griechenland

● Dimitri Papalexopoulos – Chef der Zementfirma Titan Cement Co.
● Panagiotis Pikrammenos – ehem. Premierminister der griechischen Übergangsregierung von 2012
● Loukas Tsoukalis – Präsident der Hellenischen Stiftung für Europäische und Auswärtige Politik

Großbritannien

● Marcus Agius – Bankier, Ehemann von Katherine Juliette (älteste Tochter von Edmund de Rothschild)
● Edward M. Balls – ehem. Schattenschatzkanzler von GB
● Ann Dowling – Präsidentin der Royal Academy of Engineering
● Rona Fairhead – Vorsitzende des BBC Trust
● Douglas Flint – Vorsitzender des Bankkonzerns HSBC Holdings plc
● Demis Hassabis – Mitgründer von DeepMind Technologies, heute Vizepräsident von Google DeepMind
● John Kerr – stellvertretender Vorstandsvorsitzender von Scottish Power
● Shiraz Maher – Senior Research Fellow am King’s College London, Spezialgebiet syrische & irakische Konflikte
● Zanny Minton Beddoes – Chefredakteur der Wochenzeitschrift The Economist
● George Osborne – Politiker der Conservative Party, Erster Staatssekretär und Schatzkanzler
● John Sawers – Diplomat, ehem. Leiter des MI6, Vorsitzender und Partner von Macro Advisory Partners
● Martin H. Wolf – Chef-Kommentator für Wirtschaft bei The Financial Times

Irland

● Michael O’Leary – Ryanair- Vorsitzender
● Peter D. Sutherland – UN Sonderbeauftragter, Vorsitzender von Goldman Sachs International

Italien

● Franco Bernabè – ehem. Vorsitzender der Telecom Italia, stellvertretender Vorsitzender von Rothschild Europe, Mitglied im Steering Committee der Bilderberg-Konferenz
● John Elkann – Fiat-Vorsitzender
● Lilli Gruber – Moderatorin des TV-Magazins “Otto e mezzo” (Privatsender La7)
● Mario Monti – ehem. ital. Ministerpräsident, ehem. Europavorsitzender der Trilateralen Kommission, ehem. Aufsichtsratsmitglied des Brüsseler Think Tanks BRUEGEL
● Gianfelice Rocca – Vorsitzender des Bau- und Stahlkonzerns Techint Group

Kanada

● W. Edmund Clark – Präsident a.D. der Toronto-Dominion Bank Group
● Andrew Coyne – Redakteur der National Post
● David I.McKay – Präsident und Vorsitzender der Royal Bank of Canada
● Heather Munroe-Blum – Vorstandsmitglied des Canada Pension Plan Investment Board
● Heather M. Reisman – geschäftsführende Vorsitzende der Indigo Books & Music Inc.

Niederlande

● Ben van Beurden – Shell-Manager
● Louise O. Fresco – Präsidentin und Vorsitzende des Executive Board des Universitäts- und Forschungszentrum Wageningen
● Victor Halberstadt – Professor für Ökonomie an der Universität Leiden
● Klaas H. W. Knot – Präsident der De Nederlandsche Bank
● Prinzessin Beatrix der Niederlande
● Mark Rutte – niederl. Ministerpräsident

Norwegen

● Svein Richard Brandtzæg – Präsident und Vorstandsvorsitzender von Norsk Hydro ASA
● Trine Eilertsen – politische Redakteurin der Zeitung Aftenposten (zu Deutsch: „Die Abendpost“)
● Jens Stoltenberg – ehem. norweg. Ministerpräsident, NATO-Generalsekretär
● Olaug Svarva – Chef des Government Pension Fund Norway

Portugal

● Francisco Pinto Balsemão – ehem. portug. Premierminister, Vorsitzender der Medien-Gruppe Impresa SGPS, Mitglied im Steering Committee der Bilderberg-Konferenz
● José Manuel Durão Barroso – ehem. Präsident der Europäischen Kommission
● António Vitorino – ehem. EU-Kommissar für Justiz und Inneres, ehem. portug. Kriegsminister

Russland

● Sergei Guriev – Professor für Ökonomie, Sciences Po

Schweden

● Mikael L.Damberg – schwed. Wirtschafts- und Innovationsminister
● Carola Lemne – Vorsitzende des schwed. Unternehmerverbandes
● Carl-Henric Svanberg – ehem. Konzernchef von Ericsson, Vorsitzender des BP-Verwaltungsrates & Vorsitzender von Volvo
● Jacob Wallenberg – Vorsitzender der Investor AB

Schweiz

● Christoph Franz – Verwaltungsratspräsident des Pharmakonzerns F. Hoffmann-La Roche AG
● Philipp Hildebrand – ehem. Präsident der Schweizerischen Nationalbank, Vizevorsitzender der BlackRock Inc.
● André Kudelski – Vorsitzender der Kudelski Group
● Pierre Maudet – FDP-Politiker, Vizepräsident des Sicherheitsdepartements im Genfer Regierungsrat, Präsident der Eidgenössischen Kommission für Kinder- und Jugendfragen (EKKJ)

Spanien

● Ana Patricia Botín – Vorsitzende der Banco Santander
● Juan Luis Cebrián – Präsident des Medienkonzerns Grupo PRISA

Türkei

● Gönenç Gürkaynak – Managing Partner der ELIG Law Firm
● Ilhan Kesici – Mitglied des türkischen Parlaments
● Mustafa V.Koç – Vorsitzender der Koç Holding A.S.
● Nuray Mert – Kolumnist, Professor für Politikwissenschaften an der Universität Istanbul
● Soli Özel – Kolumnist der Haberturk Zeitung, Hochschullehrer an der Kadir Has Universität
● Selin Sayek Böke – Vizepräsident der Republikanischen Volkspartei
● Ahmet Üzümcü – Generaldirektor der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW)

Inoffizielle Teilnehmer

● Jeroen Dijsselbloem – Vorsitzender der Euro- Gruppe und niederländischer Finanzminister
● Konrad Kogler – Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit

Sahra Wagenknecht über Stratfor-Strategie

Sahra Wagenknecht legte erneut die Karten offen auf den Tisch: Die Zersetzung der guten Beziehungen zwischen Deutschland und Russland wurden von langer Hand durch US-amerikanische Think Tanks geplant. Sie bezog sich dabei auf das Strafor-Video, in dem George Friedman ein Bündnis zwischen Russland und Deutschland als größte Gefahr für die US-Hegemonie benannte. Wir hatten bereits darüber berichtet.

Weiterhin zitierte Sahra den ehemaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt, der die NATO ein „Instrument US-amerikanischer Hegemoniebestrebungen“ nannte. Nun, Schmidt kann es sich auf seine alten Tage leisten, aber die aktuelle Kanzlerin Merkel steckt bis zu den Fußsohlen im USAnus. Frau Wagenknecht wäre eine weitaus bessere Kanzlerin.

Think Tanks – Die offene Verschwörung

von Joe Doe

Think Tanks, zu Deutsch Denkfabriken, sind Interessengemeinschaften, in denen sich Menschen mit gemeinsamen Zielen organisieren. Die meisten Think Tanks sind dabei strikt neoliberal und in der Regel an den imperialistischen Interessen der USA ausgerichtet. Im Kern sind dies natürlich die Interessen der westlichen Banken- und Konzernmafia, die letztendlich von jedem gesetzten Ziel profitiert. Im Gegenzug für die Beihilfe zur Erschaffung ihrer neuen Weltordnung, verschafft die Mafia den Mitgliedern der von ihnen gesteuerten Think Tanks lukrative Karrieremöglichkeiten in der Wirtschaft und Politik.

Der größte Unterschied zu Geheimbünden wie den Freimaurern besteht darin, dass Think Tanks ohne okkulte Rituale auskommen und sich ganz auf die politische Durchsetzung der neuen Weltordnung konzentrieren. Die Ziele werden dabei in den meisten Fällen völlig offen formuliert und sogar propagiert. Ein weiterer Unterschied zu Geheimgesellschaften besteht darin, dass Think Tanks kein Gradsystem haben, in dem man aufsteigen kann. Von der Struktur her ähneln sie eher Vereinen und sind oft auch als solche eingetragen.

Wir werden im Folgenden nur auf einige der wichtigsten Denkfabriken eingehen, die maßgeblichen Einfluss auf das weltpolitische Geschehen nehmen. Eine vollständige Liste findet sich hier.

Aspen Institute

Das Aspen Institute wurde 1950 vom deutschstämmigen Unternehmer Walter Paepcke (1896–1960) in Aspen (Colorado, USA) gegründet. Viele kennen diesen Ort als Paradies für Skifahrer und tatsächlich gründete Paepcke dort 1946 auch die Aspen Skiing Company.

Der Gründung des Aspen Institute war 1949 eine Feier anlässlich des 200. Geburtstags des Freimaurers und Illuminaten Johann Wolfgang von Goethe vorausgegangen. Beeindruckt von der Schönheit der Gegend, kam Paepcke der Gedanke, dort ein Tagungszentrum zu errichten, in dem Unternehmer über ethische Werte diskutieren können. Ähnlich wie der Rotary und Lions Club verbirgt sich das Aspen Institute hinter wohlklingenden Moralvorstellungen und fördert sowohl die Künste (z.B. Fotografie) als auch die Wissenschaften. 1962 wurde sogar das Aspen Center for Physics eröffnet.

In Wahrheit handelt es sich jedoch um einen politischen Think Tank. Diesem könnte man zwar zugute halten, dass er unmögliche Friedengespräche möglich gemacht hat, wie jenes zwischen dem damaligen israelischen Ministerpräsidenten Ehud Barak und Jassir Arafat (1929-2004). Allerdings haben diese Treffen nicht viel gebracht und zudem stellt sich die Frage, welche Interessen damit wirklich verfolgt wurden? Das Bild wird vielleicht etwas klarer, wenn man sich die Dialogprogramme des Aspen Institute mit den Zivilgesellschaften im Iran und Syrien betrachtet, die der Destabilisierung der dortigen Regierungen dienen.

Noch deutlicher wird die außenpolitische Ausrichtung des Think Tanks durch die Standpunkte und Kontakte des US-amerikanischen Neocons Jeffrey Gedmin, welcher von 2001 bis 2007 den deutschen Ableger Aspen Institute Deutschland e.V. leitete. Dieser war von Anfang an ein Unterstützer des Irakkrieges und war bzw. ist u.a. mit Margaret Thatcher (†), Henry Kissinger, Donald Rumsfeld, Madeleine Albright und Benjamin Netanjahu befreundet. So viel zum friedensstiftenden Charakter des Aspen Institute.

Seit 2013 wird der deutsche Ableger, welcher im Oktober 1974 gegründet wurde, von Rüdiger Lentz geleitet. Finanziert wird der hiesige Verein mit Sitz in Berlin durch Spenden aus der deutschen Wirtschaft sowie aus Steuergeldern durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und das Auswärtige Amt. Neben dem Aspen Institute Deutschland e.V. gibt es noch weitere Niederlassungen in Italien, Frankreich, Rumänien, Indien und Japan. Der Hauptsitz des Aspen Institute liegt heute nicht mehr in Aspen, sondern in Washington D.C. und wird vom ehemaligen CCN-Vorsitzenden Walter Isaacson geleitet.

Zu den bekanntesten Mitgliedern zählen neben den genannten:

● Madeleine Albright – Demokratin, ehem. US-Außenministerin unter Präsident Clinton
● Mathias Döpfner – Vorstandsvorsitzender der Axel Springer AG
● Josef Joffe – seit 2000 Herausgeber der Wochenzeitung „Die Zeit“
● Charles King Mallory IV – 2007-2013 Leiter des Aspen Institute Deutschland e.V.
● Eckart von Klaeden – CDU-Politiker, ehem. Staatsminister der Bundeskanzlerin
● Condoleezza Rice – Republikanerin, ehem. US-Außenministerin unter George W. Bush
● Helmut Schmidt – SPD-Politiker, Ex-Bundeskanzler sowie Ex-Wirtschafts-, Finanz- und Kriegsminister, Mitherausgeber der Wochenzeitung „Die Zeit“, Gründungsmitglied des Aspen Institute Deutschland e.V.
● Richard Freiherr von Weizsäcker (1920-2015) – CDU-Politiker, 6. deutscher Bundespräsident

Atlantik-Brücke

Nähere Beschreibung aus Platzgründen in einem separaten Artikel.

Atlantische Initiative

Als wäre die Atlantik-Brücke noch nicht genug, wurde 2004 zusätzlich die Atlantische Initiative als Verein in Berlin gegründet. Die Ziele beider Vereine sind deckungsgleich und bestehen in der Förderung der deutsch-amerikanischen Freundschaft sowie der Unterordnung Deutschlands unter US-Interessen. Sogar die Mitglieder stammen überwiegend aus der Atlantik-Brücke, weshalb man sich ernsthaft fragen muss, warum ein zweiter Verein überhaupt notwendig ist?

Der einzige Unterschied besteht darin, dass es mit der 2007 gestarteten Atlantik Community eine Webplattform zum mitmachen für jedermann gibt. 2013 hatte die Community bereits über 7.000 Mitglieder und stellt damit eine Art Facebook für Außenpolitik dar. Zusätzlich gibt es seit 2011 den Blog „Deutschlands Agenda“, welcher u.a. vom Auswärtigen Amt, dem Deutschen Bundeswehrverband, der BMW-Stiftung Herbert Quandt, der Allianz Kulturstiftung und dem Ölkonzern BP gefördert wird. Anhand dieser Förderer wird offensichtlich, dass es sich um eine kriegerische Agenda zur Ressourcensicherung für deutsche Konzerne handelt.

Zuständig für den Blog ist Jörg Wolf. Die Inhalte kommen indes auch schon mal direkt vom ehemaligen Kriegsminister Thomas deMaiziére persönlich und drehen sich um Deutschlands Rolle in der NATO und Kriegseinsätze wie in Afghanistan. Ein Hurra auf die Kriegspropaganda!

Außerhalb des Webs gibt die Atlantische Initiative seit 2005 eine monatliche Zusammenfassung wichtiger Artikel aus Fachzeitschriften und Presse heraus, die unter dem Titel „Global Must Reads“ rund 22.000 Leser erreicht. Es handelt sich um die laut eigener Aussage „reichweitenstärkste außenpolitische Publikation in deutscher Sprache“.

Die Gründungsmitglieder dieser schauerlichen Denkfabrik sind:

● Johannes Bohnen – Atlantische Initiative, Berlin
● Jan-Friedrich Kallmorgen – CDU-Wirtschaftsrat, Mitarbeiter von Weltbank und Goldman Sachs
● Alexander Graf Lambsdorff – FDP-Politiker, stellvertretender Präsident des EU-Parlaments, Vorstandsmitglied des Atlantik-Brücke e.V.
● Björn Sackniess – Consultant
● Christoph Schwegmann – Mitarbeiter des Bundeskriegsministeriums
● Andrea Stürmer – Zurich Financial Services
● Rüdiger C. Sura – Deutsche Bank AG
● Jan Techau – Carnegie Europe, Brüssel
● Philip Christian Wachs – Managing Director des Haus Rissen in Hamburg
● Magnus Prinz zu Wied – Huntsman Materials & Effects, Basel
● Tobias Wolny – Deutsche BP, Berlin
● Lars Zimmermann – Stiftung Neue Verantwortung, Berlin

Unter den Beiräten sind die etwas bekannteren Namen:

● Rudolf Adam – Mitarbeiter der deutschen Botschaft in Moskau
● Arnulf Baring – Historiker
● Christoph Bertram – Journalist, ehem. Leiter der Stiftung Wissenschaft und Politik
● Philip von Boehm-Bezing – BBSC Boehm-Bezing, Sieger & Cie., Stuttgart
● Mark Brzezinski – ehem. US-Botschafter in Schweden
● Jürgen Chrobog – ehem. Staatssekretär im Auswärtigen Amt, seit 2005 Vorstandsvorsitzender der BMW-Stiftung Herbert Quandt
● Thomas L. Farmer (1923-2015) – Gründungspräsident der American Bankers Association
● Klaus-Dieter Frankenberger – Redaktionsmitglied der FAZ
● Helga Haftendorn – Politikwissenschaftlerin (FU Berlin)
● John C. Hulsman – Präsident der John C. Hulsman Enterprises
● Michael Inacker – ehem. stellvertretender Chefredakteur der „Wirtschaftswoche“ und des Handelsblattes
● Jackson Janes – Direktor des Amderican Institute for Contemporary German Studies
● Eckart von Klaeden – CDU-Politiker, ehem. Staatsminister der Bundeskanzlerin, Vorstandsmitglied des Atlantik-Brücke e.V.
● Hans-Ulrich Klose – SPD-Politiker, ehem. Bürgermeister von Hamburg
● John Christian Kornblum – ehem. US-Botschafter in Deutschland, ehem. Deutschland-Chef der US-amerikanischen Investmentbank Lazard
● Charles Kupchan – ehem. Direktor für europäische Angelegenheiten im Nationalen Sicherheitsrat der USA
● Kurt Lauk – CDU-Europapolitiker, Präsident des Wirtschaftsrates der CDU
● Harald Leibrecht – FDP-Politiker, ehem. Koordinator der Bundesregierung für deutsch-amerikanische Zusammenarbeit
● Beate Lindemann – geschäftsführende Vizepräsidentin des Atlantik-Forums
● Heike MacKerron – German Marshall Fund of the United States
● Philipp Mißfelder – CDU-Politiker (MdB), ehem. Bundesvorsitzender der Jungen Union, Vorstandsmitglied des Atlantik-Brücke e.V.
● Norbert Otten – Daimler AG
● Cem Özdemir – Bundesvorsitzender der Bündnis 90/Die Grünen, stellvertretender Vorsitzender im ZDF-Fernsehrat
● Ruprecht Polenz – CDU-Politiker, seit 2002 Vorsitzender des ZDF-Fernsehrates, ehem. Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses, ehem. Präsident der Deutschen Atlantischen Gesellschaft
● Avi Primor – Botschafter a. D. des Staates Israel
● Andrew Rasiej – Personal Democracy Forum
● Eberhard Sandschneider – Direktor des Forschungsinstituts der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik e. V.
● Horst Teltschik – CDU-Politiker, ehem. Geschäftsführer der Bertelsmann Stiftung
● Karsten Voigt – SPD-Politiker, ehem. Koordinator der Bundesregierung für deutsch-amerikanische Zusammenarbeit
● William Wallace, Baron Wallace of Saltaire – Politiker der Liberal Democrats, seit 1995 Mitglied des House of Lords

Club of Rome

Nähere Beschreibung aus Platzgründen in einem separaten Artikel.

Council on Foreign Relations

Nähere Beschreibung aus Platzgründen in einem separaten Artikel.

Deutsche Atlantische Gesellschaft

Die Deutsche Atlantische Gesellschaft wurde am 20. März 1956 als deutscher Ableger der Atlantic Treaty Association in Bonn gegründet. Hauptziel der Gesellschaft ist es, über Deutschlands Einbindung in die NATO zu informieren und die Kriegseinsätze der NATO zu rechtfertigen. Außerdem wird die Osterweiterung der NATO propagiert.

Dt Atlantische Gesellschaft

Der erste Präsident und Mitbegründer der Gesellschaft war Otto Lenz (1903-1957), ein CDU-Politiker und ehemaliger Chef des Bundeskanzleramtes. Nach dessen plötzlichem Tod übernahm der CSU-Politiker und damalige Bundesjustizminister Richard Jaeger (1913-1998) das Ruder. Aktuell ist seit 2006 der CDU-Politiker Christian Schmidt neuer Präsident der Gesellschaft. Schmidt ist seit 2014 Bundeslandwirtschaftsminister, war allerdings zuvor als parlamentarischer Staatssekretär im Bundeskriegsministerium tätig.

Die am 25. Oktober 2006 in Berlin gegründete Jugendorganisation YATA Germany soll in Zukunft junge Menschen für die NATO begeistern.

Europäische Stabilitätsinitiative

Die Europäische Stabilitätsinitiative e. V. wurde 1999 infolge des Kosovo-Krieges gegründet. Das besondere Augenmerk der Denkfabrik liegt daher auch auf dem Südosten Europas. Die Initiative unterhält Büros in Berlin, Brüssel, Wien und Istanbul. Finanziert wird sie u.a. von der Regierung Schwedens und dem German Marshall Fund. Das monatliche Budget von 45.000 € kommt aber auch von der Robert Bosch Stiftung sowie aus dem Bankensektor von der Rockefeller-Stiftung und ERSTE-Stiftung (Sparkassen-Privatstiftung aus Österreich).

Zu den Mitgliedern der Denkfabrik gehören Mitarbeiter internationaler Organisationen wie der OSZE und der Weltbank. Den Vorsitz hat momentan der österreichische Soziologe Gerald Knaus.

Hoover Institution

Die Hoover Institution on War, Revolution, and Peace ist eine US-amerikanische Denkfabrik mit angeschlossener Bibliothek, welche ihren Sitz an der Stanford University in Kalifornien hat. Sie ist nicht etwa nach dem ehemaligen FBI-Direktor J. Edgar Hoover benannt, sondern nach ihrem Gründer Herbert Hoover (1874-1964), welcher die Institution 1919 ins Leben rief und später von 1929-1933 zum 31. US-Präsidenten gewählt wurde. Herbert Hoover hatte nicht nur seine eigene Denkfabrik, sondern war darüber hinaus auch Mitglied des Council on Foreign Relations. Zudem gehörte er den Freimaurern sowie dem berüchtigten Bohemian Club an.

Herbert Hoover

Die Hoover Institution hat einen maßgeblichen Einfluss auf die konservativen und libertären Bewegungen der USA und finanziert sich über Stiftungen großer Konzerne wie JP Morgan, General Motors, Exxon und Procter & Gamble. Das Sprachrohr der Institution ist seit 2001 die Zeitschrift „Policy Review“.

Bekannte Mitglieder waren bzw. sind:

● Margaret Thatcher (1925-2006) – ehem. Vorsitzende der Konservativen Partei Großbritanniens sowie ehem. britische Premierministerin
● Ronald Reagan (1911-2004) – Schauspieler und 40. US-Präsident
● Condoleezza Rice – Republikanerin, ehem. US-Außenministerin unter George W. Bush
● Milton Friedman (1912-2006) – US-Ökonom
● Josef Joffe – seit 2000 Herausgeber der Wochenzeitung „Die Zeit“

Institut für Europäische Politik

Wie der Name schon vermuten lässt, konzentriert sich das in den 1950ern gegründete Institut für Europäische Politik auf den europäischen Einigungsprozess. Als strategischer Partner des Auswärtigen Amtes und der EU-Kommission kümmert sich das Institut um die Bereiche Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Bildung. Das Institut für Europäische Politik ist Mitglied im Netzwerk Europäische Bewegung Deutschland.

Zum Vorstand gehören:

Präsident des IEP ● Werner Hoyer – FDP-Politiker, Präsident der Europäischen Investitionsbank
Vorstandsvorsitzender des IEP ● Wolfgang Wessels – Politikwissenschaftler
Direktor des IEP ● Matthias Jopp
Schatzmeister des IEP ● Franz Schoser – CDU-Politiker, ehem. Verbandsfunktionär der Deutschen Industrie- und Handelskammer
Vorstandsmitglied des IEP ● Wolf-Ruthart Born – ehem. Staatssekretär für Europa im Auswärtigen Amt
Vorstandsmitglied des IEP ● Daniel Göler
Vorstandsmitglied des IEP ● Michael Kreile
Vorstandsmitglied des IEP ● Hartmut Marhold

Zu den ehemaligen Mitarbeitern zählen:

● Bernd Hüttemann – Generalsekretär der Europäischen Bewegung Deutschland
● Prof. Andreas Maurer – Politikwissenschaftler und EU-Integrationsforscher

International Institute for Strategic Studies

Auch hier ist der Name Programm. Dieses 1958 gegründete, britische Forschungsinstitut beschäftigt sich mit strategischen Studien und internationalen Beziehungen. Nach eigener Definition sieht sich das International Institute for Strategic Studies als führende Autorität in der Militärpolitik, weshalb es kaum verwundern dürfte, dass seine Mitglieder zu den härtesten Kriegsbefürwortern zählen. Ebenso wenig überrascht es, dass das Institut neben seinem Hauptsitz im Londoner Arundel House weitere Niederlassungen in Washington D.C. sowie Bahrain und Singapur unterhält.

Das Institut ist eng mit dem Council on Foreign Relations verquickt. So ist z.B. der Direktor des CFR, Richard Nathan Haass, Forschungsassistent des International Institute for Strategic Studies. Geforscht wird u.a. für die Jahresberichte, in denen die militärische Stärke fast aller Länder bewertet wird. Der Think Tank gibt dazu vierteljährlich eine Zeitschrift mit dem zynischen Namen „Survival“ („Überleben“) heraus. Darüber hinaus nimmt das Institut Einfluss auf meinungsbildende Massenmedien. Zu den bekanntesten Mitgliedern in Deutschland zählen:

● Josef Joffe – seit 2000 Herausgeber der Wochenzeitung „Die Zeit“
● Günther Nonnenmacher – bis 2014 Mitherausgeber der FAZ

Project for the New American Century

Das 1997 gegründete „Projekt für ein neues amerikanisches Jahrhundert“ geriet im Zuge des Krieges gegen den Terror in die Schlagzeilen, da der Think bereits vor George W. Bushs Machtantritt 2001 die Kriege gegen Afghanistan und insbesondere gegen den Irak geplant hatte.

Zu den erklärten Zielen der Denkfabrik gehören die Aufrechterhaltung sowie der Ausbau der Vormachtstellung und militärischen Überlegenheit der USA. Ein Netzwerk von Militärbasen soll dabei den gesamten Planeten unterdrücken. Ebenso wird ein Ausbau des Weltraumwaffenprogramms gefordert, um der USA die uneingeschränkte Herrschaft zu garantieren. Eine multipolare Weltordnung, wie sie Russland und China befürworten, wird zugunsten einer totalen US-Hegemonie abgelehnt.

Selbstverständlich klingen solche Forderungen absolut größenwahnsinnig und stellen selbst Hitlers Weltmachtsphantasien in den Schatten. Die öffentliche Kritik an diesem faschistischen Vorhaben führte dementsprechend auch zur Auflösung des Think Tanks im Jahr 2006. Allerdings wurde 2009 mit der Foreign Policy Initiative bereits ein Nachfolger gegründet.

Zum alten Faschistenclub gehörten unter anderem:

● Richard Armitage – Republikaner, US-Vizeaußenminister unter George W. Bush
● William J. Bennett – Republikaner, US-Bildungsminister unter Ronald Reagan, Direktor der Drogenaufsichtbehörde unter George H. W. Bush
● John R. Bolton – Republikaner, ehem. US-Botschafter bei den Vereinten Nationen
● Jeb Bush – Republikaner, ehem. Gouverneur von Florida, Bruder von George W. Bush
● Dick Cheney – Republikaner, ehem. Vizepräsident von George W. Bush, ehem. Geschäftsführer von Halliburton
● Eliot A. Cohen – Direktor des Strategic Studies Dezernats der SAIS
● Steve Forbes – Herausgeber des „Forbes Magazine“
● Francis Fukuyama – US-Politikwissenschaftler
● Zalmay Khalizad – Republikaner, ehem. US-Botschafter in Afghanistan, Irak und bei den Vereinten Nationen
● Charles Krauthammer – Journalist, Entwickler der Reagan-Doktrin von 1985
● William Kristol – Vorsitzender des Projektes, Herausgeber des „Weekly Standard“
● Lewis Libby – ehem. Stabschef des Vizepräsidenten Cheney
● Richard Perle – Neocon, ehem. Präsidentenberater
● Donald Rumsfeld – Republikaner, zweimaliger US-Kriegsminister
● Paul Wolfowitz – Republikaner, stellvertretender Kriegsminister unter George W. Bush, ehem. Weltbank-Direktor
● James Woolsey – ehem. CIA-Direktor

Stratfor

Der US-amerikanische Think Tank Stratfor (Abk. für „Strategic Forecasting”) wurde 1996 vom Sicherheitsexperten George Friedman gegründet und hat seinen Sitz in Austin (Texas). Es handelt sich um einen privaten Anbieter von Analysen, Berichten und Zukunftsprognosen zu Sicherheitsfragen und Konflikten. Dabei werden nicht nur öffentliche, sondern auch verdeckte Quellen ausgewertet, was Stratfor den Ruf einer „Schatten-CIA“ einbrachte.

Zu den Kunden von Stratfor zählen vor allem Konzerne aus der Rohstoffbranche sowie staatliche Organisationen. Zudem berufen sich viele US-amerikanische und deutsche Medien auf Stratfor als Quelle. Der Think Tank schaffte es schließlich selbst in die Schlagzeilen, als er am 24. Dezember 2011 von Anonymous-Aktivisten gehackt wurde. Die erbeuteten Kreditkartennummern wurden dabei verwendet, um rund 700.000 $ an Hilfsorganisationen zu überweisen. Wenn das mal kein nettes Weihnachtsgeschenk war.

Am 27. Februar 2012 begann dann Wikileaks mit der Veröffentlichung von 214 internen Nachrichten von Stratfor-Mitarbeitern. Wikileaks trug damit zur teilweisen Enttarnung des Informationsnetzes von Stratfor bei und stellte die fragwürdigen, teils sogar illegalen Methoden des Think Tanks bloß.

Die abartigen Ziele von Stratfor schilderte der Gründer George Friedman am 4. Februar 2015 allerdings höchstpersönlich in aller Öffentlichkeit. Auf einer Veranstaltung des Chicago Council on Global Affairs gab er zu Protokoll, dass es die Aufgabe der USA sei, andere Staaten gegeneinander aufzuhetzen. Damit solle das Entstehen von Bündnissen verhindert werden, die der USA feindlich werden oder auch nur ihre globale Vormachtstellung infrage stellen könnten. Ein vereintes Europa lehnte Friedman als Konkurrenten der USA ebenfalls ab und empfahl, nur Zweckbündnisse mit einzelnen Staaten einzugehen.

In Bezug auf den aktuellen Konflikt in der Ukraine lobte er die Einmischung des US-Militärs und gab ganz offen bekannt, dass die ukrainische Armee nur der verlängerte Arm des US-Militärs sei. Weiterhin begrüßte der geopolitische Brandstifter Friedman, dass fast alle ehemaligen Ostblockstaaten bei der konsequenten Einkreisung Russlands behilflich seien. Lediglich Deutschlands Rolle sei noch unklar, weshalb die USA alles daran setzen müssten, die politischen sowie wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Russland zu sabotieren und zu zerstören.

Transatlantic Academy

Die Forschungseinrichtung Transatlantic Academy, die sich mit den langfristigen Entwicklungen in Europa und Amerika beschäftigt, wurde 2007 gegründet. Ihre Themen sind Migration und Integration, Wirtschaft und Ressourcen, Problemfelder wie die Türkei und sogar religiöse Fragen.

Die Transatlantic Academy geht auf die Initiative des German Marshall Fund der Vereinigten Staaten, der ZEIT-Stiftung, der Robert Bosch Stiftung sowie der Lynde and Harry Bradley Foundation zurück. Weitere Mittel erhält der Think Tank aus dem Transatlantik-Programm der Bundesregierung, dem European Recovery Programm des Bundeswirtschaftsministeriums sowie von den Stiftungen Joachim Herz und Fritz Thyssen.

Zu den Bekanntesten Mitgliedern der Academy gehören:

● Klaus-Dieter Frankenberger – Redaktionsmitglied der FAZ
● Gunther Hellmann – Politikwissenschaftler, seit 2002 Herausgeber der „Zeitschrift für Internationale Beziehungen“
● Jan-Werner Müller – Politikwissenschaftler

Trilaterale Kommission

Nähere Beschreibung aus Platzgründen in einem separaten Artikel.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ein Großteil der Politiker in Think Tanks organisiert ist, die mehr als offensichtlich von der Banken- und Konzernmafia gesteuert werden. Interessant ist in diesem Zusammenhang, was der AfD-Politiker Hans-Olaf Henkel, seines Zeichens ein ehemaliger Bankenberater, bei Maischberger zum Thema Think Tanks sagt. Er begrüßt diese korrupten Netzwerke und ist sich sicher, dass es in Deutschland so weitergehen wird. Das ist die Alternativlosigkeit, auf die Deutschland gewartet hat!

Sergej Lawrow über die westliche Aggression

von Anton Nymous

In den letzten Wochen mussten wir einiges an antirussischer Lügenpropaganda ertragen. Den Vogel schoss dabei der ukrainische Ministerpräsident Arseni Jazenjuk ab, indem er behauptete, die Sowjetunion habe im 2. Weltkrieg Nazideutschland angegriffen. Von einer Regierung, welche den ukrainischen Nazikollaborateur Stepan Bandera feiert, kommt solcher Geschichtsrevisionismus nicht gerade überraschend. Doch was war die Reaktion der deutschen Bundesregierung? Schweigen! Wie kann Deutschland angesichts seiner historischen Verantwortung weiterhin mit solchen Faschisten paktieren?

Anschließend log der US-Boy Jazenjuk noch ein Heer russischer Soldaten herbei, welches angeblich im Osten der Ukraine kämpfen soll. Zum Beweis zauberte der Staatspräsident Petro Poroschenko an anderer Stelle ein paar russische Militärausweise herbei. Die kann man auch ganz bestimmt nicht fälschen? Und warum sollte Putin überhaupt seinen angeblichen Truppen in der Ostukraine solche Beweise mitgeben? Immerhin lassen sich die US-Söldner sowie die zahlreichen Neonazis aus ganz Europa, die an der Seite von Kiew kämpfen, nicht mit solchen Papieren erwischen.

Zwischen all den Lügen und Halbwahrheiten, die uns in diesen Tagen aufgetischt werden, sticht lediglich die Rede des russischen Außenministers Sergej Lawrow auf der 51. Münchner Kriegstreiberkonferenz positiv hervor. Zwar vertritt auch Russland in der Ukraine geostrategische Interessen, dennoch hat Lawrow vollkommen recht damit, wer den Konflikt angefangen hat. Er sprach u.a. über die aggressive Osterweiterung der NATO und die US-Dominanz über Europa. Den Umsturz in der Ukraine erkannte er sehr richtig als Staatsstreich und bezeichnete das Regime in Kiew als nationalsozialistisch. Weiterhin prangerte Lawrow die Kriegsverbrechen des Regimes in Kiew an, darunter den Einsatz von geächteten Streubomben und ethnische Säuberungen an Russen und Juden.

Leider saßen im Publikum fast ausschließlich NATO-Lobbyisten. Deren Fragen und Kommentare waren absehbar. Als Erster meldete sich Josef Joffe, Herausgeber der Zeitung Die Zeit, und gab Russland sofort die Alleinschuld am Bürgerkrieg in der Ukraine. Hat Herr Joffe dem russischen Außenminister überhaupt zugehört? Wohl eher nicht, denn ihm ist die russische Meinung ohnehin egal. Wenn man wissen will, was diesen Mann antreibt, braucht man sich nur seine diversen Verbindungen anzusehen. Da hätten wir z.B. die Teilnahme an mehreren Bilderberg-Konferenzen, Mitgliedschaften in der Atlantikbrücke, dem Aspen Institute, der Hoover Institution, der Trilateralen Kommission, dem International Institute for Strategic Studies, der Münchner Sicherheitskonferenz und der Goldman Sachs Foundation. Noch irgendwelche Fragen? Vielleicht betreffend der freien, unabhängigen Medien?

Robert Stein über das „Lügenkartell“

Robert Stein analysiert im folgenden Vortrag die westliche Medienberichterstattung über den Bürgerkrieg in der Ukraine und die Kriegsvorbereitungen gegen Russland. Dabei deckt er die Verstrickungen von Journalisten mit der Atlantikbrücke und anderen Think Tanks auf. Der Vortrag enthält zwar nicht wirklich viel Neues, ist aber eine schöne Zusammenfassung.

Ein kritischer Blick auf die Ukraine-Krise

Peter Decker versteht es, den Konflikt in der Ukraine kritisch aufzuarbeiten, ohne dabei Partei zu ergreifen. Er nimmt dabei sowohl den westlichen als auch den russischen Imperialismus auseinander. Die EU und USA sind ohne Zweifel die Triebfeder des Konfliktes und fordern von der Ukraine Privatisierungen und Sozialabbau. Das macht Putin jedoch nicht zur besseren Option, sondern lediglich zum kleineren Übel.

Leider meldet sich zum Schluss ein NATO-Anhänger (Agent Provokateur?) zu Wort und versucht, den westlichen Imperialismus zu rechtfertigen, indem er einseitig Russland attackiert. Decker ermahnt völlig zu Recht, unparteiisch zu bleiben, denn sobald man einer Seite nach dem Mund redet, befürwortet man den Imperialismus. Wessen Imperialismus ist dabei völlig sekundär.

Der ukrainische Dreizack

von Anton Nymous

In der Ukraine übt momentan die NATO zusammen mit dem semifaschistischen ukrainischen Militär den Ernstfall. Ganz so, als würde Russland einen Krieg anzetteln wollen. Wie man jedoch an dem Manöver sehen kann, ist es die NATO, die längst offen in den ukrainischen Bürgerkrieg eingreift. Mit dabei ist selbstverständlich auch Deutschland, allerdings nur mit drei Bundeswehrsoldaten.

Offensichtlich will die Bundesregierung die ohnehin schon schwer belasteten Handelsbeziehungen mit Russland nicht noch weiter strapazieren, zeitgleich aber auch den USA weiter ihre Willfährigkeit demonstrieren. Die Unterwürfigkeit gegenüber den USA ist der Regierung Merkel im Zweifelsfall aber wichtiger. Also dreht die Bundesregierung weiter mit an der Sanktionsschraube und erschwert russischen Journalisten die Arbeit in Deutschland. Außerdem sollen die antifaschistischen Freiheitskämpfer in der Ostukraine auf die Terrorliste gesetzt werden – nicht jedoch die Todesschwadronen der Swoboda und des Rechten Sektors, welche inzwischen in das ukrainische Militär eingegliedert wurden.

Wo wir schon mal bei den Nazis sind, darf natürlich die entsprechende Symbolik nicht fehlen. Die NATO hat ihrem aktuellen Manöver nämlich den Titel „schneller Dreizack“ gegeben. Der Dreizack war das Symbol des militanten Flügels der Stepan-Bandera-Organisation, welche während des 2. Weltkriegs mit Nazideutschland kollaborierte und Jagd auf die ukrainischen Juden machte.

Quelle

Es ist ungeheuerlich, dass die NATO inzwischen so offen und schamlos mit Nazisymbolik kokettiert und diese obendrein für ein Manöver benutzt, welches einen neuerlichen Überfall auf Russland vorbereitet. Es kann sich hierbei gewiss um keinen Zufall handeln, da die NATO bewusst Partei für die geistigen Erben von Stepan Bandera ergreift. Diese verwenden ihrerseits den Dreizack in einer abgewandelten Form mit Schwert.

Rechter Dreizack

Zur Ergänzung sollte allerdings erwähnt, dass der Dreizack auch fester Bestandteil des ukrainischen Staatswappens ist.

Wappen Ukraine