Soll London zerstört werden?

von Joe Doe

Wenn in einem Film eine Stadt oder ein weltbekanntes Monument in Schutt und Asche gelegt wird, muss das nicht viel heißen. Wenn dieselbe Stadt in zwei oder drei Filmen zerstört wird, mag das vielleicht noch Zufall sein, zuweilen schreiben Drehbuchautoren auch untereinander ab. Wenn allerdings zehn oder mehr Beispiele gehäuft zusammenkommen, handelt es sich um ein wiederkehrendes Muster. Insbesondere, wenn die Umstände ähnlich sind und wiederholt auf ein bestimmtes Ereignis angespielt wird.

London als Hauptstadt des ehemaligen britischen Imperiums steht häufig im Zentrum filmischer Zerstörungsorgien, logischerweise vor allem, wenn es um britische Produktionen geht. Am bekanntesten dürfte dabei wohl die Zerstörung des Parlamentsgebäudes samt Big Ben in der 2005 erschienen Comicverfilmung „V wie Vendetta“ sein. Einerseits geht es in dieser Produktion um ein faschistisches Regime in der Zukunft, welches sich aktuell dank des Rechtsrucks zu bewahrheiten scheint. Andererseits spielen Comic und Film aber auf den Gunpowder Plot vom 5. November 1605 an. Es ist also eher unwahrscheinlich, dass hier etwas angekündigt wird.

Bei den folgenden Beispielen sieht es da schon etwas anders aus. Der Big Ben steht dabei als bekanntestes Wahrzeichen immer wieder im Mittelpunkt der Zerstörung und das schon beim jüngsten Kinderpublikum. So planen in Disney Pixars „Cars 2“ böse Autos einen Sprengstoffanschlag auf die Turmuhr.

Bereits im 1986 erschienenen Disney-Film „Basil, der Mäusedetektiv“ krachen die Mäuse in die Big Ben Uhr. Während des Showdowns wird die Uhr außerdem von einem Blitz getroffen.

Nun ist es selbstverständlich unwahrscheinlich, dass Autos oder Mäuse etwas mit der Zerstörung des Big Ben zu tun haben könnten. Sie stehen sinnbildlich für etwas anderes. Ein naheliegender Verdacht wären Terroristen. Doch das scheint angesichts der meisten anderen Beispiele eher unwahrscheinlich. Der Angriff auf London scheint eher von oben zu kommen. Davon kündet jedenfalls „Mars Attack“ aus dem Jahr 1996, wo der Big Ben abermals vom Blitz getroffen wird. Diesmal allerdings von einem Laserblitz der Aliens.

In der 2005 gestarteten Neuauflage der britische Serie „Doctor Who“ wird die Big Ben Uhr beim Crash mit einem UFO ebenfalls zerstört. Übrigens ist es in dieser Szene 2 Minuten vor 10, exakt dieselbe Zeit wie auch in „Basil, der Mäusedetektiv“. Zufall oder ein Hinweis?

Eigentlich finden in jeder Staffel dieser Serie gleich mehrere außerirdische Angriffe auf London statt. Nichts Außergewöhnliches für eine britische Fernsehserie, könnte man meinen. Doch auch Hollywood bringt London immer wieder mit Attacken aus dem All in Verbindung. So z.B. in „Fantastic Four – Rise of the Silver Surfer“ aus dem Jahr 2007.

In „Die 5. Welle“ von 2016 gibt es ebenfalls einen kurzen Schwenk nach London.

Im gleichen Jahr erschien „Independence Day – Wiederkehr“. In diesem überfliegen die Helden das untergehende London, wobei Jeff Goldblums Rolle sogar anmerkt, dass die Außerirdischen ein Faible für Wahrzeichen haben. Interessant daran ist, dass alle großen Städte eigentlich schon im ersten Teil ausgelöscht worden sind, aber London offenbar davon ausgenommen war.

Im 2019 erschienenen „Spider-Man – Far from Home“ findet sogar der Showdown in London statt. Allerdings handelt es sich bei der Alien-Invasion aus einer anderen Dimension tatsächlich um einen Fake, der mittels Drohnen und Hologrammen erzeugt wird. Wenn das kein konkreter Hinweis auf das Blue Beam Project ist…

Der Verantwortliche, ein vermeintlich extradimensionaler Superheld namens Mysterio, stellt sich dabei als geschasster Mitarbeiter von Stark Industries heraus. Mit anderen Worten steckt der militärisch-industrielle Komplex hinter der Inszenierung und die Pyramide mit dem allsehenden Auge ist auch nicht weit.

Neben der Filmindustrie haben es gleichermaßen in der Videospiele-Industrie die Aliens auf London abgesehen. Darunter in „Mass Effect 3“ aus dem Jahr 2012.

In „Hellgate: London“ von 2007 wird die britische Hauptstadt zwar nicht von Aliens, aber dafür von Dämonen heimgesucht. Das passt zu einer der Hauptstädte des Satanismus, wobei Aliens und Dämonen für solche Leute durchaus ein Synonym sind.

Eine solche Konzentration von Hinweisen ist definitiv ein wiederkehrendes Muster, zumal die deutliche Mehrheit der Beispiele auf das Blue Beam Project hindeutet. Ob wir es wirklich mit einer Ankündigung eines geplanten Rituals zu tun haben, werden wir natürlich erst wissen, wenn es tatsächlich eintrifft. Wenn es allerdings dazu kommt, möchte sich niemand in London aufhalten und auch nicht in New York. Diese beiden Städte scheinen in naher Zukunft die unsichersten Orte der Welt zu sein.

Weltkriegstraining für Gamer

Während die Weltlage in jeder Hinsicht eskaliert, können Gamer schon mal am heimischen PC oder der Spielkonsole für den 3. Weltkrieg trainieren. Seit 2018 steht ihnen dafür „World War 3“ zur Verfügung. Man überlege nur, wenn Hitler damals schon Egoshooter zur Verfügung gestanden hätten. Passend dazu endet der Trailer übrigens am Brandenburger Tor.

Mafiöse Computerspiele

Dank Computerspielen kann heute jeder in die Rolle eines Mafiosi schlüpfen. Am besten gleich als Mitglied der Corleone-Familie in den Games zur „Pate“-Trilogie. Wer wollte nicht schon immer mal Banken ausrauben, Läden unter seine Kontrolle bringen, abgetrennte Pferdeköpfe heimlich nachts in Betten deponieren oder einfach nur sinnlos Leute über den Haufen schießen?

Warum nicht gleich ein Spiel mit dem Titel „Mafia“ auf den Markt bringen? Inzwischen gibt es schon drei Teile davon!

In der „Grand Theft Auto“-Reihe wimmelt es ebenfalls von Gangstern, Kriminellen und Psychopathen.

Die andere Seite kann in den „Hitman“-Spielen erlebt werden, in denen der Spieler als Auftragskiller Drogenbosse, Rockerbanden und Mafiosi ins Jenseits befördern kann. Namentlich werden in „Hitman – Contracts“ die Triaden genannt, deren Organisationen gegeneinander aufgebracht und die Bosse ausgeschaltet werden müssen. Allerdings gibt es im Spiel einen kleinen Fehler, denn in der Realität gibt es die Rote und die Grüne Bande, während es im Spiel eine Rote und eine Blaue Bande sind.

Pizza für Satan

Bereits lange vor dem Pizzagate-Skandal gab es zahlreiche Anspielungen auf Pizza im Satanismus. Ganz so, als wären die Verbindungen der Washingtoner Pizzabuden zum organisierten rituellen Kindesmissbrauch szeneintern längst bekannt gewesen.

Das besta Beispiel ist das Illuminati Card Game aus den 1990ern, welches bereits für zahlreiche Vorhersagen zukünftiger Ereignisse bekannt ist, die später tatsächlich eingetreten sind. Darunter die 9/11-Anschläge. Selbstverständlich gibt es auch eine Pizza-Karte mit dem Verweis auf geheime Treffen. Man mag sich gar nicht vorstellen, was für Treffen hier gemeint sind, aber sie könnten im Keller des Comet Ping Pong stattgefunden haben.

Die Verbindung von Pizza und Satanismus ist weitaus verbreiteter als es zunächst den Anschein hat. So tauchen auch in Deutschland vermehrt Aufkleber mit dem Slogan „Pizza for Satan“ in Kombination mit umgedrehtem Pentagramm und der Zahl 666 auf. Wir konnten leider nicht herausfinden, ob es sich dabei um eine Band oder ein Kunstprojekt handelt. Vielleicht weiß ja irgendein Leser mehr, für Hinweise wären wir dankbar.

Das Modelabel Crystal-Rain vertreibt indes T-Shirts mit auffallend ähnlichen Motiven. Darunter ein T-Shirt, welches ein umgedrehtes Pentagramm aus Pizzastücken mit einem Reptilienauge in der Mitte zeigt. Betitelt ist es mit dem Slogan „Eat Pizza, Hail Satan“.

In der Musikindustrie finden sich abermals dieselben Muster. Die Band Axeslasher wartet mit einem Pizzapentagramm im Logo auf und ihr Motto „Eat pizza, worship Satan“ unterscheidet sich kaum von Crystal-Rain.

Doom 4 – Okkulte Sounds

Gegen das neue „Doom 4“ wirkt „Doom 3“ wie ein Sonntagnachmittagsspaziergang. Das liegt vor allem daran, dass die Dämonen sich nicht mehr einfach nur in Rauch auflösen, sondern fotorealistische Verwundungen davontragen. Insbesondere mit der Kettensäge lassen sich äußerst hässliche Fleischwunden verteilen. Ein derartiger Gewaltpegel ist einfach nur krank und schadet der geistigen Gesundheit.

Genau das ist aber auch der Zweck dieses Spiels. Es soll die menschliche Seele traumatisieren und verrohen. Das ist ein Hauptziel der Satanisten und diese haben „Doom 4“ gleich in mehrfacher Hinsicht ihren Stempel aufgedrückt. Nicht nur, dass es im Spiel um die Hölle geht und es überall von satanistischen Symbolen wimmelt, sogar im Soundtrack verbirgt sich die Signatur des Teufels.

Wenn man den Soundtrack als Spektogramm darstellt, erhält man eine Reihe von umgedrehten Pentagrammen mit der 666. Wie geisteskrank muss man sein, um eine Melodie so zu komponieren, dass derartiges dabei herauskommt? Das ist alles andere als ein Easter Egg, denn der normale Spieler wird es während des Spielens niemals entdecken. Es handelt sich viel mehr um ein satanisches Subliminal, von dem die Satanisten glauben, damit die menschliche Psyche unterschwellig manipulieren zu können. Außerdem huldigen die Programmierer damit ihrem Meister.

Doom 4 Spektogramm

Die Shriner-Illuminati-Connection

Im Illuminati Card Game von 1995 gibt es eine Karte mit dem Titel „Fraternal Orders“ (dt. „Brüderliche Orden“), welche einen Shriner zeigt. Interessant ist die Aufschrift, welche frei übersetzt wie folgt lautet:

„Du glaubst, sie seien albern mit ihren Hüten und Motorscootern. Wenn du wüsstest, was ihre Hüte wirklich bedeuten, würdest du nie wieder über sie lachen.“ Passend dazu hat der Fes des Shriners Teufelshörner.

Fraternal Shriners

Einmal selbst Druide sein

Im Bereich der Spiele gibt es zahlreiche Beispiele für Druiden. Im Rollenspiel „Dungeons & Dragons“ sind die Druiden eine spielbare Heldenklasse. Allerdings halten sich diese naturkundigen Magier nicht unbedingt an ihre historischen Vorbilder. Neben dem klassischen „Dungeons & Dragons“ von 1974 gibt es inzwischen auch eine ganze Reihe Computerspiele, die in diesem Universum angesiedelt sind.

Dungeons & Druids

Das erstmals 1984 erschienene deutsche Rollenspiel „Das schwarze Auge“ kopierte die Druiden aus „Dungeons & Dragons“ mehr oder weniger.

Das schwarze Auge

Selbstverständlich gibt es auch in „World of Warcraft“ Druiden. Im Gegensatz zu ihren realen Vorbildern handelt es sich jedoch um Gestaltwandler, welche die Form von Tieren und Bäumen annehmen können.

WoW Druide

In „Diabolo II“ sind die Druiden ebenfalls Gestaltwandler.
Diabolo II Feuerdruide

X COMputerspiele

Bevor wir uns Videospiele zulegen, brauchen wir erst mal eine X-Box. Natürlich mit drei Xen im Logo.

XXX Box

Die läuft allerdings nicht mit Project X. Diese Open Source Software ist nur für das Demultiplexen von Video- und Audiodateien aus einem MPEG-2 Transportstrom zu gebrauchen. „Project-X“ ist allerdings auch der Name eines alten Commodore Amiga Spiels.

Project X Amiga

Auf der X-Box laufen solche Klassiker natürlich nicht. Für die gibt es u.a. die „Metal X“-Reihe, welche schon so richtig fies daherkommt.

Metal X Cover

Für den PC gibt es indes „XCOM“.

XCOM - Enemy Unknown

Spiel mit dem Transhumanismus

Transhumanistische Ideen werden immer öfter auch über PC-Spiele wie „Deus Ex“ verbreitet. In „Mass Effect“ gibt es die Cerberus-Gruppe, welche durch Genmanipulation und Implantation einen Vorteil gegenüber außerirdischen Völkern erringen will. Im ersten Teil deckt der Protagonist noch die dunklen Machenschaften der Gruppe auf, während er im zweiten Teil durch ihre Technologie zu neuem Leben erweckt wird. Anschließend kann der Spieler über Dialoge entscheiden, ob er sich Cerberus gegenüber loyal verhält oder abgrenzt. Das Logo der Cerberus-Gruppe ist ein offenes Hexagon.

Cerberus Group

Die gegnerischen Maschinenwesen namens Reaper sind nicht viel besser und verwandeln ebenfalls Menschen in Cyborgs.

Cyborg Zombie

In der libertären Gesellschaft von „BioShock“ steht Transhumanismus gleichermaßen hoch im Kurs. Die exzessive Genmanipulation führt die elitären Bewohner der Unterwasserstadt Rapture jedoch geradewegs in die Katastrophe.

BioShock Transhuman Girl

Spiele für Pixelsauger

Die Liste der Vampirspiele ist zu lang, um sie hier vollständig wiederzugeben. Viele PC-Spiele basieren ohnehin auf Filmen, die wir noch an anderer Stelle nennen werden. Exemplarisch seien hier daher nur „Blade“ und „Underworld“ erwähnt.

Blade & Underworld

„Dracula“ brachte es bisher auf eine Trilogie, der man ansieht, dass sie vom „Sohn des Drachen“ handelt. Der zur Ouroboros gewundene Draco ist eine abgewandelte Variante des Symbols des Drachenordens.

Dracula Trilogie

Bei „Vampire: The Masquerade – Bloodlines“ haben die Blutsauger ihren Ursprung scheinbar in Ägypten, denn das Cover zeigt ein umgedrehtes Anch. Das Spiel ist die Fortsetzung von „Vampire: The Masquerade – Redemption“.

Vampire Bloodlines

In „Legacy of Kain“ reicht der Kampf zwischen Menschen und Vampiren offenbar sogar bis in biblische Zeiten zurück. Allerdings steht in der Bibel nichts davon, dass Kain ein Vampir war und seinen Bruder Abel ausgesaugt hat.

Legacy of Kain

Die „Legacy of Kain“-Reihe brachte es bisher auf 5 Spiele: „Blood Omen“ (1996), „Soul Reaver“ (1999), „Soul Reaver 2“ (2001), „Blood Omen 2“ (2002) und „Defiance“ (2003).

Blood Omen 2

Die längste Tradition hat die Spielreihe „Castlevania“, deren erster Teil bereits 1986 erschien. Zuletzt kam 2014 „Castlevania: Lords of Shadow 2“ auf den Markt.

Castlevania

Mit „Darkwatch“ gelangten die Vampire in den Wilden Westen.

Darkwatch

Für die ganz kleinen Zocker gibt es „Kid Dracula“ auf dem Game Boy.

Kid Dracula

Neben den reinen Vampirspielen gibt es noch einige Vampireinheiten in Rollenspielen wie „Heroes of Might and Magic“ oder „Skyrim“.

"Skyrim"

„Skyrim“