AfD – Alternativlos für Dumme

von Shinzon

Die AfD ist dank der Flüchtlingskrise weiter auf dem Vormarsch. Obwohl sie keine echten Lösungen anbietet, liegt die rechtspopulistische Partei im Bundestrend bei rund 10% und dürfte den Einzug in die Landesparlamente von Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt wohl mit ähnlichen Ergebnissen schaffen. Die menschenverachtenden Äußerungen der Parteispitzen Frauke Petry und Beatrix von Storch sowie des Thüringer Vorsitzenden Björn Höcke sorgen bei den AfD-Anhängern nicht etwa für ein entsetztes Aufwachen, sondern für Begeisterung.

Es ist wirklich erschreckend, welche Meinungen inzwischen wieder populär sind. Auf Kriegsflüchtlinge schießen, gegen Migranten pöbeln, Asylheime anzünden und zu alledem Beifall klatschen. Die Szenen in Clausnitz und Bautzen erinnern stark an die rassistischen Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen und Hoyerswerda kurz nach dem Mauerfall. Die AfD ist mit ihrer Hetze unmittelbar für die Wiederholung der Geschichte mitverantwortlich. Sie verteidigt nicht die abendländischen Werte, sondern entwertet das Abendland.

Literaturkritiker

Ihre Wahlergebnisse hat die AfD einzig der Naivität und politischen Ignoranz ihrer Wähler zu verdanken. Anders ist es nicht zu erklären, dass sie einzig mit dem Asylthema punkten kann, ohne dabei die eigentlichen Interessen ihrer Wähler zu vertreten. Im Gegenteil vertritt sie sogar die neoliberalen Interessen der Millionäre, Banken und Konzerne. Beispiele gefällig?

● Die AfD ist gegen jede Form der Steuergerechtigkeit. Die Wiedereinführung einer Vermögenssteuer lehnt sie strikt ab, die Erbschaftssteuer will sie komplett abschaffen und den Spitzensteuersatz erheblich senken. Statt gegen Steuerflüchtlinge vorzugehen, hetzt sie lediglich gegen Kriegsflüchtlinge, obwohl letztere den Steuerzahler lediglich 7,5 Milliarden gekostet haben, während die reichen Steuerflüchtlinge dem Staat jedes Jahr rund 80 Milliarden kosten. Jeder kann sich selbst ausrechnen, was man davon alles finanzieren könnte.

● Noch bevor der Mindestlohn flächendeckend gilt, will die AfD ihn schon wieder abschaffen. Löhne von z.B. 3,50 € für Friseusen wären dann wieder Standard. Warum wählen Arbeiter so etwas? Und warum verteufeln die Betreffenden im gleichen Atemzug DIE LINKE, obwohl die den Mindestlohn auf 10 € anheben will? Ein solches Desinteresse an der eigenen Existenzsicherung ist absolut unerklärlich!

● Statt Hartz IV soll es nicht etwa ein bedingungsloses Grundeinkommen geben, wie es DIE LINKE fordert. Die AfD will stattdessen die so genannte „Bürgerarbeit“ einführen. Das ist extrem mies bezahlte Zwangsarbeit im öffentlichen Sektor, zu der alle Arbeitlosen für mindestens 30 Stunden die Woche verpflichtet werden sollen. Etwas ähnliches gab es schon mal unter der NSDAP, das nannte sich damals „Reichsarbeitsdienst“.

● Entgegen der Mehrheitsmeinung auf den Pegida-Demos ist die AfD keineswegs ein Gegner der NATO oder Westbindung Deutschlands. Im Parteiprogramm gibt sich die vermeintliche Alternative loyal gegenüber NATO und USA. Richtig ist zwar, dass die AfD TTIP ablehnt und gute Beziehungen zu Russland wünscht, dies tut sie jedoch ausschließlich im Interesse der deutschen Wirtschaft. Eine Kapitalismuskritik sowie eine strikte Ablehnung des westlichen Imperialismus sucht man bei der AfD vergeblich. In diesen Punkten ist und bleibt DIE LINKE die einzige Alternative für Deutschland.

● Die AfD ist für eine Laufzeitverlängerung der deutschen AKWs. Zumindest ihr Versprechen einer „strahlenden Zukunft“ wird sie damit halten können. Begeisterung dürfte dies jedoch nur bei jenen auslösen, die bereits komplett verstrahlt sind.

● Der evangelikale Flügel der AfD ist für ein striktes Abtreibungsverbot. In diesem Punkt ist die AfD sogar noch radikaler als Donald Trump, der die Legalität von Abtreibungen zumindest im Falle von Vergewaltigungen sowie der Gefährdung des Lebens der Schwangeren befürwortet. Ginge es dagegen nach Beatrix von Storch, sollten Frauen generell nicht über ihren Körper bestimmen dürfen. Das ungeborene Leben ist ihr heilig, selbst wenn es noch ein hirnloser Zellhaufen oder eine erbkranke Mutation ist. Das ist insbesondere in Hinblick auf ihre Forderung nach einem Schießbefehl auf Flüchtlinge zynisch, denn offensichtlich ist in ihren Augen das Leben eines Menschen nach dessen Geburt überhaupt nichts mehr wert. Zumindest wenn es um Nichtdeutsche geht.

● Einige extrem revanchistische Kräfte innerhalb der AfD wollen gar die Monarchie wieder einführen. Selbstverständlich steckt hinter diesen Kräften einmal mehr Beatrix von Storch, welche die Cousine des Enkels von Kaiser Wilhelm II. ist. Die Frage nach dem persönlichen Nutzen hinter solchen Forderungen erübrigt sich. Die Frage nach dem Nutzen der Wiedereinführung des preußischen Dreiklassenwahlrechts stellt sich dagegen sehr wohl, denn damit würde die AfD zweifelsohne ihren eigenen Wählern das Wahlrecht entziehen. Immerhin ist der stumpfsinnigste Pöbel ihre einzige Hoffnung auf Erfolg, denn obwohl sie die Interessen der reichen Oberschicht vertritt, wählt diese weiterhin Union, FDP, SPD oder Grüne.

Die AfD-Anhänger werden uns jetzt natürlich wieder AfD-Bashing vorwerfen. Da müssen wir jedoch leider enttäuschen, denn was wir hier schreiben, ist nichts als die Wahrheit und die AfD wirbt ja immer mit dem Slogan „Mut zur Wahrheit“. Wir könnten jetzt Screenshots von den Wahlprogrammen der AfD machen, doch diese würden wohl schnell als „Fakes“ verteufelt werden. Der Fanclub der AfD ist zu 100% faktenresistent und wird daher wohl gar keinen eigenen Blick in die Wahlprogramme werfen, aus Angst, das eigene Weltbild damit zu zerstören. Ebenso prallen die Warnungen der einstigen AfD-Gründungsväter Bernd Lucke und Hans-Olaf Henkel an den Sturköpfen der AfD-Anhänger ab. Der Glaube an diese Partei ist noch irrationaler und festgefahrener als der Glaube kleiner Kinder an den Weihnachtsmann.

Die AfD-Wähler glauben allen Ernstes, wenn die AfD die Grenzen dicht macht und alle Migranten rausschmeißt, würde Deutschland irgendwie zum Paradies auf Erden werden. Und das auch noch mit einer verschärften Umverteilung von unten nach oben. Steuergerechtigkeit? Mindestlohn? Kostenfreie Kita-Plätze? Sozialer Wohnungsbau? Rekommunalisierung der Daseinsvorsorge? Das wäre ja Kommunismus! Das versprochene Paradies der AfD ist eben kein Paradies für alle, sondern ein Paradies für Reiche.

Den Pöbel hält man indes mit der Flüchtlingsdebatte bei Laune und nicht umsonst bezeichnete Alexander Gauland die Flüchtlingskrise als „Geschenk“. Wenn der gesellschaftliche Bodensatz in Clausnitz pöbelt und in Bautzen Löscharbeiten behindert, merkt er gar nicht, wie er von der Elite verarscht und versklavt wird.

Quelle 1 & Quelle 2

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Saturnkult ISIS

Über die Verbrechen des selbsternannten Islamischen Staates ist schon viel berichtet worden. Wenig ist jedoch über seine Symbole bekannt, die in etwa so viel mit dem Islam zu tun haben wie der Teufel mit dem Christentum.

Die Flagge hat der IS kurzerhand von Al Kaida übernommen. Es handelt sich um eine schwarze Fahne mit weißer Sonnenscheibe. Nun könnte zwar argumentiert werden, dass der Islam auf dem Christen- und Judentum basiert, die letztendlich auf den Atonkult zurückzuführen sind, aber das wäre zu kurz gegriffen. Immerhin unterscheidet sich der Islam vom Christentum darin, dass er den Halbmond und nicht die Sonne benutzt.

Bei genauerer Betrachtung stellt die Sonnenscheibe auch nicht wirklich die Sonne dar, sondern den Saturn. Dies legt zumindest die Farbe der IS-Flagge nahe, denn Schwarz ist im Okkultismus die Farbe des Saturns, während die Farbe des Propheten Mohammed Grün ist. Würden die IS-Kämpfer also wirklich den Lehren Mohammeds folgen, müssten Sie grüne Fahnen schwenken, wie dies bei tatsächlichen Muslimen zu sehen ist.

IS Flagge

Neben der schwarzen Saturnfahne fiel in der Vergangenheit auch die Abkürzung ISIS für „Islamischer Staat im Irak und Syrien“ auf. Zwar würde das ganze auf Arabisch anders aussehen, doch es kann davon ausgegangen werden, dass die Führer des IS sich über die Bedeutung der Abkürzung in europäischen Sprachen durchaus bewusst waren. Immerhin haben sie eine erstklassige CIA-Ausbildung genossen und hätten sie die Länder einfach umgedreht, wäre dabei ISSI herausgekommen und keine ägyptische Gottheit. Wie absichtlich dieser versteckte Hinweis war, beweist die Tatsache, dass man sich plötzlich auf die Abkürzung IS geeinigt hat, nachdem Internetaktivisten auf die okkulte Bedeutung von ISIS hingewiesen haben.

Jedem, der noch halbwegs bei der Verstand ist, dürfte inzwischen klar sein, dass der IS ein gewolltes Problem ist. Der Saudis wollen ihre sunnitische Auffassung des Islam durchsetzen, der Westen will Profit aus Waffenverkäufen ziehen sowie geostrategische Interessen durchsetzen und die Türkei strebt die Endlösung der Kurdenfrage an. Die IS-Führung besteht aus geschulten Chaosagenten, während sich das einfache Fußvolk aus nützlichen Idioten zusammensetzt. Diese scheinen tatsächlich zu glauben, dass Massenmord, Kindstötungen, Raub und Vergewaltigung im Sinne Allah seien. Die Wahrheit ist jedoch, dass sie dem Schaitān helfen, die Hölle auf Erden zu erschaffen.

Schaitanisten sind keine Muslime!

Schaitanisten sind keine Muslime!

Terrorfürst Erdogan ebnet dem IS den Weg

Allein für diese Überschrift wären wir in der Türkei bereits verhaftet oder gleich auf offener Straße erschossen worden. Die Wahrheit ist unter dem Regime der AKP nämlich strengstens verboten. Diese verlor bei der letzten Wahl ihre absolute Mehrheit, u.a. aufgrund der kurdischen Linkspartei HDP. Letztere gewann mit 13,1% 80 Sitze im türkischen Parlament. Von der Demokratie angepisst sucht die AKP nun andere Wege, ihre Macht zu erhalten.

Doch wie geht man gegen eine demokratisch gewählte Partei vor? Dazu braucht man erst einmal einen Terroranschlag. Das hat seit dem Reichstagsbrand Tradition und zieht heutzutage auch international. Entweder inszeniert man diesen selbst oder lässt den IS die Drecksarbeit machen. Wie auch immer, die Schuld dafür schiebt man der PKK in Schuhe, mit der man eben noch Friedensverhandlungen geführt hat. Die HDP braucht man dann nur noch in die Nähe der PKK rücken und schon hat man eine Handhabe. Kurden sind ja eh alle gleich, das ist wie mit den Juden im 3 Reich.

Das Ergebnis besteht nun darin, dass reihenweise demokratisch gewählte HDP-Politiker verhaftet werden und die PKK im Norden von Syrien bombardiert wird. Ersteres ist einfach nur eklatant antidemokratisch, während Letzteres dem IS in die Hände spielt. Das AKP-Regime hatte schon in den vergangenen Jahren die Grenzen gen Syrien für islamistische Terrorkämpfer geöffnet und der Al Nusra geholfen, wo es nur geht. Nun ebnet die Türkei dem IS direkt den Weg und kämpft an seiner Seite.

Die NATO, die gerade Krieg gegen den IS führt und der die Türkei angehört, lässt Erdogan stillschweigend gewähren. Die deutsche Bundesregierung unterstützt das AKP-Regime ebenfalls ungebremst weiter und weigert sich gleichzeitig, die PKK von der Terrorliste zu streichen. Es ist dabei völlig egal, dass die PKK als einzige Fraktion ernsthaft gegen den IS kämpft, was ja die eigentlichen Terroristen sind. Würden die NATO und Deutschland tatsächlich gegen den islamistischen Terror kämpfen, müssten sie die PKK unterstützen und die Türkei aus der NATO rauswerfen.

Dummerweise ist der IS gewollt und war von Anfang an ein Konstrukt der NATO in Kooperation mit Saudi Arabien und Katar. Damals wollte man Assad loswerden, falls sich noch irgendwer daran erinnert. Die PKK ist indes zu links, während Erdogan genau nach dem Geschmack der internationalen Kriegstreiber ist. Also unterstützt der Westen weiterhin das Regime des Terrorfürsten und lässt ihm seine Endlösung der Kurdenfrage kommentarlos durchgehend. Diese Politik wird zwangsläufig in einen Bürgerkrieg münden, der möglicherweise zugunsten von Erdogan mit NATO-Hilfe geführt werden wird. Der Bürgerkrieg in der Ukraine, bei dem die NATO auch Nazis unterstützt, reicht einigen offensichtlich noch nicht. Manche Menschen wollen die Welt einfach brennen sehen.

Aus rechtlichen Gründen weisen wir darauf hin, dass wir die PKK mit diesem Artikel in keiner Weise bewerben möchten. Es geht uns ausschließlich um die Fakten im Konflikt um Syrien, den Irak und die Türkei.

Irland sagt „Yes!“ zur Homoehe

von Shinzon

Ein wenig überraschend ist es schon, dass ausgerechnet in einem erzkatholischen Land wie Irland bei einem Volksentscheid Mitte Mai 2015 rund 60 % für die Homoehe gestimmt haben. Es zeigt aber vor allem, dass die Mehrheit der Bevölkerung um einiges offener ist als die Regierung und die Kirche.

Die Entscheidung der Iren setzt dabei auch die deutsche Regierung unter Druck. Die sträubt sich nach wie vor gegen die Homoehe, obwohl ein Volksentscheid hierzulande wohl ein ähnliches Ergebnis erzielen würde. Druck erhält Merkel außerdem aus dem Bundesrat und sogar aus ihrer eigenen Partei, denn es gibt auch homosexuelle Christen, die gerne vor den Traualtar treten würden. Am tolerantesten zeigt sich indes Thüringen, wo der erste linke Ministerpräsident Bodo Ramelow die Regenbogenfahne vor der Staatskanzlei hissen ließ.

Neben der ganzen Solidarität gibt es dieser Tage aber leider auch wieder viel homophobes Geschrei. Dabei ist einmal mehr ein Schulterschluss zwischen Nazis, Evangelikalen, Katholiken und sogar Islamisten zu beobachten. Interessant, wie einig sich diese Gruppen plötzlich sein können, wenn es um Schwule und Lesben geht. Dabei haben die ihnen nicht mal was getan. Die Argumente sind dementsprechend wie immer absurd und mit Vorurteilen behaftet.

Das fängt schon damit an, dass die Schwulen und Lesben angeblich den Heterosexuellen die Ehe wegnehmen würden. Wie soll das denn gehen? Die Heteroehe wird durch die Einführung der Homoehe keineswegs abgeschafft. Ebenso wenig handelt es sich um die Bevorzugung einer Minderheit, denn was den Schwulen und Lesben hier erlaubt wird, dürfen Heterosexuelle schon die ganze Zeit. Außerdem sollten Minderheiten generell dieselben Rechte wie alle haben, denn alles andere wäre Diskriminierung. Ansonsten könnte mit demselben Argument auch allen anderen Minderheiten wie Rothaarigen, Blinden, Buddhisten oder sogar den Nazis selbst die Ehe verweigert werden.

Speziell aus der Ecke der Evangelikalen und Katholiken hagelt es dann noch religiöse Klischees. So soll die Ehe etwas Heiliges sein. Aber warum dürfen dann Atheisten heiraten? Ebenso dumm ist das Argument, dass die Ehe Mann und Frau vorbehalten sein sollte, weil das irgendwann vor fast 2.000 Jahren mal jemand so festgelegt hat. Wir leben im 21. Jahrhundert und nicht mehr im Mittelalter, verdammt! Hinzu kommt, dass es unendlich viele gescheiterte Heteroehen gibt, weil z.B. der Mann gegenüber der Frau gewalttätig ist oder die Frau fremd geht und was es noch für Gründe geben kann. Warum sollten zwei Homosexuelle, die sich lieben, nicht heiraten dürfen, während sich auf der anderen Seite unzählige Heteropaare scheiden lassen?

Eine glückliche Ehe wird eben nicht dadurch definiert, dass die Partner Mann und Frau sind. Ob eine Ehe glücklich verläuft, hängt allein davon ab, ob die Partner zueinander passen und Gefühle füreinander haben. Wenn diese Voraussetzungen gegeben sind, sollte einer Ehe nichts im Weg stehen, denn Liebe ist für alle da. Das sah übrigens auch Jesus so, weshalb christlich-fundamentalistische Sprüche wie „Gott hasst Schwule“ vollkommen daneben sind. Mal davon abgesehen, dass Hass kein Teil der Bergpredigt ist, bleiben die Evangelikalfaschisten noch die Erklärung schuldig, warum Gott so viele Homosexuelle erschafft, wenn er sie angeblich hasst?

Aber vielleicht gibt es ja auch gar keinen Gott und Homosexualität ist einfach etwas Natürliches. Behauptungen, dass es in der Natur keine Homo- und Bisexualität gibt, sind nämlich glatt gelogen. Ebenso leicht widerlegbar sind Behauptungen, dass Homosexualität anerzogen werden könnte, weshalb viele Fundamentalisten befürchten, dass Kinder, die bei Homopaaren aufwachsen, zwangsläufig selbst schwul bzw. lesbisch werden würden. Das ist totaler Nonsens, der absolut nichts mit der Realität zu tun hat!

Gleiches gilt für die Gegenannahme, dass Kinder aus Heteroelternhäusern in jedem Falle glücklich und normal aufwachsen. Es gibt genügend Fälle von häuslicher Gewalt gegen Kinder, wovon insbesondere katholische, evangelikale und rechtsextreme Elternhäusern nicht ausgenommen sind. Weiterhin gibt es in heterosexuellen Elternhäusern sowohl sexuellen Missbrauch von Kindern also auch die absolute Tabuisierung von Sex. Beides kann bei Heranwachsenden zu gestörtem Sexualverhalten führen.

Was letzteres Thema angeht, sollte sich vor allem die katholische Kirche mit Kritik an der Homoehe eher zurückhalten. Es ist einfach nur der blanke Hohn, wenn sich nach all den Kindesmissbrauchsfällen ausgerechnet pädophile Pfaffen gegenüber Homosexuellen als Moralapostel aufspielen. Gleiches gilt für die NPD, bei deren Politikern ebenfalls schon einige Kinderpornos aufgetaucht oder gar Affären mit Minderjährigen bekannt geworden sind, wie im Falle des Eisenacher Stadtratsabgeordneten Patrick Wieschke.

Noch widerwärtiger wird es, wenn ausgerechnet solche Nazis und religiösen Fundis behaupten, dass die Einführung der Homoehe durch das damit verbundene Adoptionsrecht zu pädophilen Übergriffen führen würde. Damit wird nämlich Homosexualität mit Pädophilie gleichgesetzt, obwohl die Unterschiede nicht größer sein könnten. Homosexualität findet zwischen Erwachsenen in beiderseitigem Einvernehmen statt. Sex mit Kindern kann dagegen niemals in beiderseitigem Einvernehmen sein, da Kinder noch gar nicht die geistige Reife besitzen, eine solche Situation richtig einzuschätzen. Vor Homosexuellen müssen Kinder dabei am wenigsten Angst haben, denn die meisten Kinderschänder sind heterosexuell, weshalb es in herkömmlichen Elternhäusern weitaus öfter zu derartigen Übergriffen kommt.

Mit eigenen Kindern sieht es bei Homopaaren naturgemäß schlecht aus, weshalb schlussendlich immer wieder das Argument angeführt wird, die Menschheit würde aufgrund der Homosexualität aussterben. Mal abgesehen davon, dass der Prozentsatz von Schwulen und Lesben in der Bevölkerung seit Jahrtausenden annähernd gleich geblieben ist, erleben wir derzeit eine Bevölkerungsexplosion. Mit fast 8 Milliarden Menschen ist unsere Spezies wohl kaum vom Aussterben bedroht und für die Bevölkerungsentwicklung sind eher Faktoren wie Zugang zu Nahrung und medizinischer Versorgung ausschlaggebend.

Es macht einfach keinen Sinn, Homosexuelle in Heterobeziehungen zu zwingen, damit sie noch mehr Kinder in die Welt setzen. Es gibt im Gegenteil genügend Waisenkinder, die in Heimen leben und auf eine Adoptivfamilie warten. Warum sollten Homopaare davon ausgeschlossen werden? Die Gefahr von gewalttätigen und sexuellen Übergriffen ist in Heimen viel höher, insbesondere in kirchlichen Einrichtungen.

Statt sich über die Homoehe zu echauffieren, als würde nun die Welt untergehen, sollte der Fokus daher auf das generelle Kindeswohl gelegt werden. Probleme wie häusliche Gewalt und Missbrauch sind kein Schwulen- und Lesbenproblem, daran lassen die Statistiken keinen Zweifel. Generell würde der Welt etwas mehr Liebe durchaus gut tun, wohingegen homophobe Pfaffen, Evangelikalfaschisten, Islamisten und Nazis nur Hass verbreiten. Deren Angst vor Homosexuellen ist völlig unbegründet, zumal mit denen ohnehin niemand ins Bett will.

Nachtrag: Inzwischen dürfen auch in allen US-Bundesstaaten Homopaare heiraten, obwohl es in diesem Land nur so von christlichen Fundis wimmelt. Da Deutschland ein Vasallenstaat der USA ist, wäre das nun eigentlich ein Freifahrtschein für die Einführung der Homoehe hierzulande. Einzig die CDU steht dem noch im Wege. Eine homophobe Partei, die wohl lediglich aus Wahlkampfkalkül jedes Jahr einen eigenen Wagen auf dem CSD auffährt. Bei so viel Verlogenheit verwundert es ein wenig, dass dieser Wagen bisher noch nie mit faulen Eiern beworfen wurde.

Neuer Flügel der AfD will zurück zur Monarchie

von Shinzon

Es ist nun wahrlich nichts Neues, dass die Alternative für Deutschland keine Alternative zur neoliberalen Politik der herrschenden Elite darstellt. Geführt wird die Partei von Ökonomen wie Bernd Lucke (ehemals CDU) und von Bankiers wie Hans-Olaf Henkel (u.a. Bank of America). Neben diesen Galionsfiguren finden sich aber auch islamophobe Rassisten wie Björn Höcke in den Reihen der AfD, die das Volk gegen Moslems und Flüchtlinge aufhetzen. An der Spitze werden also die Interessen der Reichen vertreten, während an der Basis das Prinzip „teile und herrsche“ durchgesetzt wird.

Damit ist die AfD den Unionsparteien CDU und CSU gar nicht mal so unähnlich und wie diese hat auch die AfD einige Mitglieder von adeligem Geblüt. Während für die CSU ein Freiherr zu Guttenberg das Kriegsministerium führte oder ein Otto von Habgier im EU-Parlament saß, übernimmt Beatrix von Storch diesen Part für die AfD. Die EU-Parlamentarierin führt das klerikal-aristokratische Kampagnen-Netzwerk der Partei, welches die Wiedereinführung der Monarchie anstrebt.

Beatrix von Storch ist die Enkelin von Johann Ludwig Graf Schwerin von Krosigk (1887-1977), der wie viele Adelige das Naziregime unterstützte. Dabei war er keineswegs ein kleiner Mitläufer, sondern von 1932 bis 1945 Reichsfinanzminister. Also ein adeliger Nazi mit besten Verbindungen zur Finanzmafia.

Ihr Opa väterlicherseits war Nikolaus von Oldenburg (1897-1970), der letzte Erbe des Großherzogtums Oldenburg. Auch dieser Großvater war Mitglied der NSDAP sowie SA-Standartenführer. Angesichts solch familiärer Verhältnisse bekommt es einen durchaus bitteren Beigeschmack, wenn Beatrix von Storch permanent „Deutschlaaand!!!“ schreit. Das muss wohl an der Erziehung liegen.

Nun will Frau von Storch die Zeit aber nicht unbedingt 70 Jahre zurück drehen, sondern besser gleich 100 Jahre. Ihre Familie gehört zu den Adelscliquen, die nach der Wende 1990 Anspruch auf ihre einstigen Ländereien und Besitztümer in der ehemaligen DDR erhoben. Damit aber noch nicht genug, trachtet ihre Familie tatsächlich nach dem Thron. Diesen soll von Storchs Cousin 2. Grades Philip von Preußen besteigen, welcher tatsächlich der Enkel des letzten deutschen Kaisers Wilhelm II. ist.

AfD Adelsnetzwerk

So hart das auch klingen mag, die Bolschewisten handelten völlig richtig, als sie 1918 Zar Nikolaus II. samt seiner Familie ins Jenseits beförderten. So lange auch nur ein einziger von diesem Adelsgeschmeiß überlebt, kommt dieses Unkraut immer wieder hoch. Zwar haben auch die Deutschen die Monarchie überwunden, doch die Adeligen blieben als Mitglieder der Union, der FDP und nun auch der AfD weiter an der Macht. Sie sind nach wie vor von Geburt an besser gestellt und haben in der Wirtschaft neue Wege gefunden, das Volk zu knechten.

Leider gibt es viele Menschen in Deutschland, die ernsthaft froh wären, wieder Untertanen in einer Monarchie zu sein. Man könnte meinen, Selbstgeißelung stünde wieder hoch im Trend, doch tatsächlich versprechen sich die Betroffenen eine bessere Politik von einem König oder Kaiser. Welch absurde Vorstellung!

Die derzeitigen politischen Verhältnisse sind selbstverständlich untragbar, doch eine Rückkehr zur Monarchie würde daran nichts ändern. Auch ein Kaiser Philip von Preußen müsste sich wie Angela Merkel der Finanzmafia beugen. Das beste Beispiel ist das britische Königshaus, welches keinerlei Macht über das extraterritoriale Gebiet der City of London hat. Die Rückkehr zur Monarchie hätte nur einen einzigen Effekt: Wir müssten noch mehr Steuern zahlen, da wir neben den Banken und Konzernen auch noch eine kaiserliche Familie durchfüttern müssten.

Adelige sind nichts anderes als Parasiten! Sie werden mit dem Silberlöffel im Mund geboren, weil ihre Urahnen irgendwann vor Jahrtausenden behauptet haben, ihr Blut sei königlich und sie wären von den Göttern auserwählt. Mit diesem Argument haben sie sich Land und Ressourcen angeeignet und Generationen im Frondienst für sich schuften lassen. Alles, was sie besitzen, ist zusammengeklaut und geraubt. Sie haben sich gar erdreistet, die Natur in ihren Besitz zu bringen.

Es ist schlichtweg eine Lüge, wenn sich Adelige enteignet fühlen, weil in der DDR die Wälder und Ländereien der Allgemeinheit zurückgegeben wurden. Allein die Vorstellung, dass der Wald Privatbesitz einer Familie sein kann, die behauptet, dass dies eine göttliche Ordnung sei, ist absurd! Die einzige Enteignung war die Enteignung des Volkes, als den Adeligen ihre unrechtmäßig beanspruchten Ländereien und Schlösser zurückgegeben wurden.

Leider sehen das nicht alle Deutschen so. Doch was treibt diese Menschen zurück zur Monarchie? Welch unendlichen Hass auf sich selbst müssen sie haben, um freiwillig vor einem König oder Kaiser zu Kreuze kriechen zu wollen? Warum wollen sie dieses arbeitsscheue Pack mit Gold und Juwelen überhäufen, statt die Steuergelder in sinnvolle Dinge wie Bildung und Infrastruktur zu stecken? Wer wirklich eine Monarchie will, kann ja gerne nach Nordkorea auswandern und sich für König Kim Jong Un zu Tode hungern!

Aber die Anhänger des deutschen Kaisertums wollen gar nicht wissen, was Monarchie überhaupt bedeutet. Es schert sie nicht, dass in Thailand Systemkritiker wegen „Majestätsbeleidigung“ für Jahrzehnte in den Knast wandern oder das britische Königshaus seine schützende Hand über den pädophilen Sumpf des kronloyalen Establishments hält. Welcher Royalist interessiert sich schon dafür, warum Lady Di sterben musste, wenn im Goldenen Blatt steht, was für tolle Übermenschen die Adeligen doch sind?

Die Royalisten hängen einer romantischen Vorstellung aus irgendeinem Disney-Märchenfilm an und träumen vielleicht sogar davon, selbst irgendwann „Plötzlich Prinzessin“ zu sein. Oder zumindest ein Fürst oder hoher Beamter. Letztendlich sind die AfD-Wähler aber nichts als Hofnarren. Wie viele solcher dummen Patrioten sind 1914 für „Gott, Kaiser und Vaterland“ gegen den „Franzmann“ ins Feld gezogen und haben dafür mit ihren Gliedmaßen oder gar ihrem Leben bezahlt? Schon vergessen?

Wer die Rückkehr zur Monarchie fordert, hat nichts aus der Geschichte gelernt. Die Adeligen sind dem Volk nicht wohl gesonnen. In deren Augen sind wir alle nur Untermenschen, Spielzeug und Kanonenfutter. Die Monarchie ist die höchste Form der Ideologie von der Ungleichheit der Menschen. Eine Ideologie, wie wir sie auch beim Faschismus und Satanismus finden. Es ist daher wohl kaum überraschend, dass der deutsche Adel zu den größten Unterstützern der Naziregimes zählte und der europäische Hochadel im Kern satanistisch ist.

Erinnert sich noch jemand an den Elefantentöter Juan Carlos II. von Spanien? Oder all die verschwundenen Kinder von England? Das ist das wahre Gesicht der Monarchie! Die adelige Machtclique herrscht aber nicht nur über ihre Königreiche und Fürstentümer, sondern leitet schon seit jeher die wichtigsten Geheimgesellschaften. Während die britische Queen Elizabeth II. auf dem öffentlichen Thron sitzt, ist ihr Cousin Edward, 2. Duke of Kent, der Großmeister der Vereinigten Großloge von England.

Monarchie und Freimaurerei gehen auch bei der AfD Hand in Hand. Das zeigt allein schon das Parteilogo, welches in den Freimaurerfarben blau, weiß und rot gehalten ist. Der Pfeil zeigt dabei gewiss nicht zufällig nach rechts. Die AfD ist also gegenüber der neuen Weltordnung so alternativ wie Kot gegenüber Scheiße.

AfD masonic Logo

Aber das adelige Inzestgesocks will nicht nur die Monarchie zurück. Beatrix von Storch propagiert gleichermaßen die klerikalen Vorstellungen der Ultrakonservativen, deren Spektrum von Katholiken bis Evangelikalfaschisten reicht. Bei diesen Kreisen muss man natürlich nicht lange fragen, warum sie kein Problem mit der Monarchie haben, da christliche Fundamentalisten dies für die göttliche Ordnung halten.

Doch zurück zum mittelalterlichen Menschenbild der Klerikalen. Für diese sind Frauen natürlich minderwertige Gebärmaschinen, die an den Herd gehören. Frau von Storchs Position als Abgeordnete des EU-Parlaments ist natürlich eine Ausnahme, da sie eine Adelige und kein Untermensch Untertan ist. Frauen aus der Arbeiterklasse sollten dagegen maximal als Dienstmagd arbeiten und Kühe melken.

Als Mensch zweiter Klasse dürfen Frauen in diesem Weltbild genauso wenig über ihren Körper wie über ihr Leben bestimmen. Das heißt im Klartext, dass sie nicht abtreiben dürfen. Nicht einmal dann, wenn sie vergewaltigt worden sind, ihr Kind schwer behindert sein wird oder durch die Schwangerschaft das Leben der Mutter gefährdet ist.

Dem 2005 gegründeten AfD-Verein Zivile Koalition e.V. ist das Leben heilig. Allerdings nur das ungeborene Leben. Wenn die Kinder erst mal auf der Welt sind, können sie verhungern oder sich im Krieg verheizen lassen. Das ist die Logik aller katholischen und evangelikalfaschistischen Pro Life Anhänger.

In Deutschland fallen diese Gestalten immer wieder mit Aktionen gegen Ärzte sowie dem so genannten „Marsch für das Leben“ auf. Neben Beatrix von Storch gehört das Ehepaar Martina und Volker Kempf zu den Organisatoren solcher Events. Unlängst sind die beiden von der AUF in die Alternative für Deutschland übergewechselt und haben dort den Arbeitskreis „Christen in der AfD“ aufgebaut. Neben dem frauenverachtenden Pro Life-Geschwafel zählt natürlich auch Homophobie zu den Kernthemen dieses Parteiflügels.

Neben Beatrix von Klapperstorch ist auch ihr Cousin Paul von Oldenburg in der Szene aktiv. Er vertritt in Brüssel mehrere Organisationen, die der Gesellschaft zum Schutz von Tradition, Familie und Privateigentum (TFP) nahe stehen. Gemeint sind natürlich die Tradition der katholischen Kirche, deren mittelalterliches Familienbild und der Besitz von Kirche und Adel. Gegründet wurde die Gesellschaft in Brasilien als Gegenbewegung zur Befreiungstheologie. Letztere zeigt, dass Christentum auch humanistisch und fortschrittlich sein kann und würde Jesus heute leben, wäre er wohl ein Befreiungstheologe.

Die TFP ist indes ein absoluter Gegner von jeglicher Freiheit, sei es die Freiheit von Knechtschaft oder die sexuelle Freiheit. Die Gesellschaft tritt für die katholische Hierarchie ein und stellt sich damit gegen jede Form von Gleichheit. Das betrifft insbesondere die Gleichheit von Mann und Frau, aber auch von Hetero- und Homosexuellen. Geht es nach der TFP, haben sich alle Menschen dem Adel und Klerus zu unterwerfen, die Frauen den Männern und Homosexuelle der Inquisition.

Ihr Motto lautet: „Wer Ungleichheit hasst, hasst Gott.“ Das ist natürlich vollkommen absurd und setzt voraus, dass die Monarchie, Patriarchat und Unterdrückung gottgewollt seien. Ein liebender Gott würde dem niemals zustimmen und auch Jesus, für den alle Menschen gleich waren, würde sich bei so viel Menschenverachtung gewiss im Grab umdrehen (sofern er dort liegen geblieben wäre).

Es gibt allerdings einen Ort, an dem das Weltbild der TFP bereits umgesetzt wird und an dem sich Beatrix von Storch und ihre Bande sicherlich wohl fühlen würden. Die Rede ist vom Kalifat Islamischer Staat. Dort herrscht eine strikte Trennung von Herrschenden und Pöbel, der Kalif ist eine Art König, Frauen sind den Männern untergeordnet und Andersdenkenden, darunter natürlich auch Homosexuellen, werden die Köpfe abgehackt.

Die AfD, welche sich regelmäßig bei Pegida beteiligt, wird sich mit Sicherheit gegen solche Vorwürfe wehren. Doch genau das ist es, was Frau von Storch und ihre Anhänger fordern. Nur wollen die halt keinen islamischen, sondern einen christlichen Gottesstaat. Wayne? Der einzige Unterschied zwischen einem islamistischen Hassprediger und Beatrix von Storch besteht doch darin, dass sie sich als Frau selbst nicht an ihre Predigten hält, sonst würde sie diese einem Mann überlassen.

Bei genauerer Betrachtung ist ein Storch eben auch nur ein (Pierre) Vogel. Wer sich von solchen Figuren aufwiegeln lässt, ist entweder religiös verblendet oder hat einfach kein Selbstwertgefühl. Wer als Arbeiter einer Ideologie anhängt, die den eigenen Interessen feindlich ist, dem ist nicht mehr zu helfen. Die AfD vertritt gleich zwei solche Ideologien – den neoliberalen Marktradikalismus und die Rückkehr zur Monarchie.

Diese Ideologien gehen davon aus, dass Menschen unterschiedlich viel wert sind. Sie unterteilen die Menschheit in Gewinner und Verlierer und behaupten, dies sei gottgewollt. Doch von Natur aus sind alle Menschen gleich geschaffen, mit einer Seele und einem freien Willen. Obgleich wir alle Individuen sind, die nicht alle dasselbe wollen, so haben wir dennoch das gleiche Recht auf Glück und Selbstbestimmung! Kein Recht haben wir dagegen, andere zu knechten und ihre Persönlichkeit zu unterdrücken. Die Monarchisten und christlichen Fundamentalisten brechen die universellen Gesetze, indem sie den freien Willen anderer nicht respektieren!

Quelle 1

Quelle 2

Islamophobe Vorurteile aus dem christlichen Abendland

Seit Pegida wird man ständig in allen möglichen Meinungsforen mit islamophoben Vorurteilen überschüttet. Besonders beliebt sind dabei Zitate aus dem Koran. In dieser heiligen Schrift gibt es tatsächlich einige brutale Passagen, was dann zu solchen Kommentaren führt wie: „Islam = Faschismus“ oder „Am Ende sind alle Muslime Extremisten“. Dieselben Kommentatoren lassen jedoch völlig außer Acht, dass es in der Bibel ebenfalls sehr menschenverachtend zugeht. Erstaunlicherweise liest man jedoch nirgendwo: „Christentum = Faschismus“.

Ebenso sind Extremistengruppen wie Al Kaida, ISIS und Boko Haram kein Grund, alle Moslems pauschal zu diffamieren. Zum einen, weil diese Terrorgruppen auch Moslems die Köpfe abschlagen, welche nicht zu ihrer blutrünstigen Form des Islamismus konvertieren wollen. Zum anderen, man ahnt es fast, müsste man aufgrund der Kreuzzüge und Inquisition ebenso sämtliche Christen als potentielle Extremisten verdammen.

Welchen Anteil die so genannte „Lügenpresse“ an Pegida hat, war ebenfalls Thema in der Anstalt. Warum sind Pegida-Leute doch gleich gegen die Massenmedien? Und warum nehmen Politdarsteller wie Siggi Pop die irrationalen Ängste von Pegida ernster als die begründeten Sorgen der TTIP-Gegner?

Hexenkulte – Naturreligion oder Okkultismus?

von Shinzon

Die Bezeichnung „Hexe“ war ursprünglich ein Kampfbegriff der Inquisition, mit welchem die Verfolgung und Ermordung unzähliger Frauen legitimiert wurde. Zwar wurden den Betreffenden okkulte Praktiken sowie ein Bund mit dem Teufel unterstellt, doch entsprach dies fast nie der Wahrheit. Der katholischen Kirche ging es vorrangig darum, Andersdenkende zu eliminieren, wobei die entsprechenden Methoden der Inquisition selbst zutiefst satanisch waren.

Der Hexerei beschuldigte Frauen und Männer wurden zunächst gefoltert, um ihnen Geständnisse abzuringen. Ein Widerstehen der Folter wurde dabei als Beweis für magisches Wirken gewertet. Es war also egal, ob eine angeklagte Person gestand oder auf ihrer Unschuld beharrte, denn so etwas wie einen Rechtsstaat gab es zu dieser Zeit schlichtweg nicht.

Ähnlich verliefen die menschenverachtenden Hexenproben wie das Unterwassertauchen. Ertranken die Frauen, galt dies zwar als Beweis ihrer Unschuld, aber das nützte ihnen freilich nichts. All jene, die die Luft etwas länger anhalten konnten, landeten indes auf dem Scheiterhaufen oder Richtblock. Der Inquisition konnte man es einfach nicht recht machen und in der Regel endete ein Hexenprozess so oder so mit dem Tod.

Hexenprobe & Verbrennung

Das Verbrennen bei lebendigem Leibe traf nicht nur Frauen, die als Hexen diffamiert wurden, sondern auch männliche Querdenker. Das bekannteste Beispiel dürfte Giordano Bruno sein, welcher am 17. Februar 1600 in Rom verbrannt wurde, weil er auf dem heliozentrischen Weltbild und der Pluralität der Welten beharrte. Seine Hinrichtung wurde erst am 12. März 2000 von Papst Johannes Paul II. zum Unrecht erklärt, was recht deutlich zeigt, wie lange der Vatikan noch hinter den Gräueltaten der Inquisition stand.

Das Standardwerk dieser speziellen Form von christlicher Nächstenliebe war der 1486 in Speyer veröffentlichten „Hexenhammer“. Dieses vorrangig frauenverachtende Buch aus der bluttriefenden Feder des Dominikaners Heinrich Kramer (1430-1505) wurde bis ins 17. Jahrhundert hinein in 29 Auflagen gedruckt und verbreitet. Eines der letzten europäischen Todesopfer dieses Irrsinns war die gerade einmal 15jährige Dorothee Elisabeth Tretschlaff, welche am 17. Februar 1701 in Fergitz (Uckermark, Deutschland) enthauptet wurde.

Hexenhammer

Es ist geradezu zynisch, dass sich die Missionare im gerade neu entdeckten Amerika von den Opferritualen der Maya und Azteken entsetzt zeigten, während sie selbst in Europa die Verbrennung und Enthauptung von geschätzten 40.000-60.000 Menschen zelebrierten. Die Frauenquote betrug dabei, im Gegensatz zu heutigen Konzernvorständen, stolze 80%. Eine vollständige Aufarbeitung der Verbrechen von Kirche und Staat zu Zeiten der Inquisition steht noch aus. Der Vatikan musste sich zudem nie für diese Taten verantworten. Allerdings trifft die katholische Kirche auch nicht die alleinige Schuld. Zum einen gab es auch Kleriker, die sich gegen Hexenprozesse aussprachen (z.B. der Jesuit Friedrich Spee von Langenfeld) und zum anderen trieben in manchen Fällen auch weltliche Gerichte Verfolgungen voran.

Die Frage, ob es zur Zeit der Inquisition tatsächlich Hexenkulte gab, erscheint angesichts der angerichteten Gräuel direkt unangemessen. Mit Sicherheit gab es noch Reste alter, heidnischer Orden wie die Druiden und gewiss wäre ein Bekenntnis zum Heidentum Grund genug für eine Verurteilung durch die Inquisition gewesen. Die wirklich üblen Kulte überlebten jedoch in Geheimgesellschaften, welche nicht etwa von der Inquisition verfolgt wurden, sondern seit jeher die Kontrolle über die Vatikan hatten.

All die Symbole antiker Sonnen-, Osiris- und Saturnkulte, die im und um den Petersdom zu finden sind, werfen die Frage auf, ob die Inquisition in Wirklichkeit sogar ein satanisches Opferritual war? Haben die Kleriker am Ende genau das praktiziert, wovor sie die christliche Bevölkerung Europas angeblich schützen wollten? Menschenopfer zählen jedenfalls zu den okkulten Praktiken und nicht etwa zu dem, was Jesus einst predigte.

So ziemlich alle Opfer der Inquisition waren unschuldige Zivilisten. In erster Linie traf es christliche Querdenker, die das katholische Weltbild infrage stellten oder sich der alternativen Naturheilkunde verschrieben hatten. Eine weitere Opfergruppe waren psychisch Erkrankte. Schizophrenie und Epilepsie konnten schnell als Anzeichen dämonischer Besessenheit ausgelegt werden. Gleiches galt für die unbewusste Einnahme von Halluzinogenen, die sich zuweilen aufgrund von Schimmelpilzbefall im Getreide fanden. Oft reichte es jedoch schon aus, von einem böswilligen Nachbarn oder Neider denunziert zu werden bzw. einer politischen Intrige zum Opfer zu fallen.

Alles in allem kann davon ausgegangen werden, dass 99% aller Opfer der Inquisition absolut gar nichts mit Okkultismus am Hut hatten. Die ersten Hexenzirkel bildeten sich ironischerweise erst viel später in Anlehnung an die klischeehaften Darstellungen aus dem Hexenhammer und menschenverachtenden Märchen wie „Hänsel und Gretel“. Von Klerikern und Märchenerzählern geprägte Darstellungen von Frauen mit spitzen Hüten, die auf Besen reiten und schwarze Katzen als Haustiere halten, wurden dabei teilweise von Okkultisten übernommen.

Hexe

Während es für manche Hobbyhexen nur ein Halloweenspaß ist, sehen sich die meisten modernen Hexenzirkel in erster Linie als spirituelle Gegenreligion zum Katholizismus. Satanisten findet man in den unteren Rängen der Wicca eher selten. Die meisten Wicca, welche im frühen 20. Jahrhundert aufkamen, sehen sich eher als Naturreligion mit neoheidnischen Einflüssen. Die Bewegung gibt sich tolerant und erhebt im Gegensatz zu den drei monotheistischen Weltreligionen keinen Alleingültigkeitsanspruch.

Alles in allem scheinen die Wicca eher harmlos zu sein und die große Mehrheit handelt wohl tatsächlich in dem Glauben, sich und der Welt etwas Gutes zu tun. Dennoch bedient sich der Wicca-Kult okkulter Symbole wie dem Pentagramm und praktiziert weiße Magie. Es ist ohne Bedeutung, ob die Anhänger im Pentagramm ein Schutzsymbol sehen und schwarze Magie ablehnen. In dem Moment, in dem sie sich dem Okkultismus öffnen, machen sie sich zu Sklaven eines Kontrollsystems.

Gleiches gilt für das zentrale Event der Hexerei, die Walpurgisnacht am 30. April. Dort treffen sich alljährlich Wicca, Esoteriker und Spaßtouristen, ohne zu wissen, dass sich dort auch Hardcore-Satanisten herumtreiben. Ironischerweise ist diese okkulte Feier nach der heiligen Walburga (ca. 710-779) benannt, einer englischen Äbtissin, die in Deutschland Heiden bekehrte. Ihrer wurde am 1. Mai gedacht, wobei die neun Tage davor die Kirchglocken zur Abwehr von Hexenumtrieben geläutet wurden. Populär wurde die Umdeutung ihres Namens durch J.W. Goethes „Faust“, was angesichts seines hohen Ranges innerhalb der Freimaurerei und Illuminaten wohl beabsichtigt war.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass weiße Magie nicht besser ist als schwarze Magie, denn es sind zwei Seiten ein und derselben Medaille. Es handelt sich in beiden Fällen um esoterischen New Age Aberglauben und wer sich diesem öffnet, verschließt sich damit dem wissenschaftlichen Rationalismus. Es mag sein, dass die Intentionen der meisten Wicca positiver Natur sind, doch letztendlich propagieren sie die New Age Philosophie.

Das ist fatal, denn hinter dem New Age verbirgt sich die Agenda der Satanisten. Natürlich vertreten die Esoteriker nach außen hin das Gute, denn die meisten Menschen sprechen nun einmal genau darauf an. Welcher spirituell eingestellte Charakter würde sich schon bewusst dem Bösen öffnen? Das Böse muss sich daher von Zeit zu Zeit in einen Schafspelz kleiden, um weiterhin an der Macht zu bleiben. Das gilt genauso für das Christentum, welches von pädophilen Satanisten kontrolliert wird, als auch für die Hexenzirkel und Freimaurerlogen.

Die Wicca sind, ähnlich wie die Johanneslogen, ein Lockmittel für gutgläubige Menschen auf der Suche nach sich selbst und ihrem Platz im Universum. Es wäre daher auch völlig unangebracht, zur zweiten großen Hexenjagd zu blasen. Hier hilft nur Aufklärung. Dabei ist es keineswegs falsch, spirituelle Lebensweisen zu fördern und die Verbindung zu Mutter Natur zu suchen. Nur reichen dafür eben Meditationen und Spaziergänge im Wald völlig aus. Man muss dafür kein Pentagramm auf den Boden malen und heidnische Gottheiten anrufen.

Wer einmal mit solch okkultem Gedöns anfängt, läuft stets Gefahr, in einen Abgrund aus schwarzer Magie und Esoterik zu fallen. Genau das verbirgt sich nämlich hinter der scheinbar harmlosen Wicca-Bewegung. Diese wurde von dem englischen Okkultisten Gerald Brousseau Gardner (1884-1964) begründet, welcher zuvor anderen Hexenzirkeln wie dem Rosicrucian Order Crotona Fellowship angehörte. Das allein mag noch unauffällig erscheinen, doch 1946 lernte er Aleister Crowley kennen und wurde Mitglied in dessen Ordo Templi Orientis, in welchem er den VII. Grad erreichte.

Gerald Gardner

Gerald Gardner

Nach Crowleys Tod im Jahr darauf blieb Gardner mit dessen Schüler Kenneth Grant (1924-2011) in Kontakt. Weitere Verbindungen hatte Gardner zum Okkultisten Austin Osman Spare (1886-1956) und zu Ross Nichols (1902-1975), dem Gründer des Ordens der Barden, Ovaten und Druiden. Wohin das Auge blickt, finden sich Verbindungen der Hexerei zum Satanismus.

Der ehemalige Hexenmeister John Todd (1949-2007) behauptete sogar, dass er als Mitglied einer Hexenfamilie bis in die innersten Kreise der Illuminaten aufgestiegen sei. Tatsächlich belegt sind seine lange Drogenkarriere sowie mehrere Fälle von Kindesmissbrauch, wegen denen er einige Zeit im Gefängnis verbrachte. Später konvertierte er zum Christentum und hielt Vorträge über den wahren Zweck der Hexerei, für welche er nach eigenen Angaben im US-Militär labile Soldaten rekrutierte. Er sprach außerdem über den Okkultismus der Elite und war davon überzeugt, dass diese Dämonen beschwört, welche sich auch hinter dem UFO-Phänomen verbergen sollen.

Todd wird vom Establishment selbstverständlich als Verschwörungstheoretiker geführt, wobei es seiner Glaubwürdigkeit sicherlich wenig nützt, dass er in einer Nervenheilanstalt gestorben ist. Doch obwohl es berechtigte Zweifel daran gibt, dass er gleichauf mit den Rothschilds und Rockefellers zum innersten Zirkel der Illuminaten gehörte, scheinen einige seiner Behauptungen durchaus plausibel zu sein. So lässt sich die Verbindung des Wicca-Gründers zu Aleister Crowleys Ordo Templi Orientis mit Leichtigkeit anhand seriöser Quellen nachweisen. Ebenso ist das okkulte Treiben der herrschenden Elite längst kein Geheimnis mehr. Völlig abwegig sind seine Vorträge also keineswegs.

Als wäre die dargelegte Verbindung der Hexerei zum Satanismus noch nicht genug, erhielten die Schwarzmagier im 3. Reich noch weitere höchst unerfreuliche Fürsprecher. So veranlasste der hochgradige Okkultist Heinrich Himmler eine geheime Untersuchung über den Genozid an den vermeintlichen Hexen durch die Inquisition, obgleich es sich bei deren Opfern gar nicht wirklich um Hexen handelte.

Ziel von Himmlers Geheimoperation war es selbstverständlich, den Massenmord den Juden in die Schuhe zu schieben. Dies musste jedoch erwartungsgemäß misslingen, da allzu offensichtlich Vertreter des christlichen Klerus für die Inquisition verantwortlich waren. Unterstützt wurden sie dabei von den achso germanischen Bauern, welche keine Gelegenheit ausließen, Abweichler zu denunzieren. Zu den Abweichlern gehörten auch schon mal die Juden, welchen man ähnliches nachsagte, wie den vermeintlichen Hexen. Darunter der Klassiker schlechthin: Kindesmord.

In gewisser Weise bilden die Juden und die Opfer der Inquisition eine Schicksalsgemeinschaft – die einen vergast und verbrannt, die anderen lebendig verbrannt. Einen rituellen Charakter kann man zudem sowohl bei der Inquisition als auch beim Holocaust erkennen. Es ist eine geradezu bittere Ironie, dass die Naziokkultisten sich für Hexerei im klassischen Sinne begeisterten und dafür jene Opfer missbrauchten, denen man die Hexerei lediglich nachsagte. Der Gipfel ist jedoch, dass die Nazis die Opferzahlen der kirchlichen Inquisition mit 100.000 stark übertrieben darstellten, während sie selbst rund 6 Millionen Juden auf dem Gewissen hatten.

Eine weitere düstere Parallele bietet der ehemalige Hauptsitz der SS, die Wewelsburg bei Paderborn. In deren Gemäuern sollen im 17. Jahrhundert der Hexerei Beschuldigte gefangen gehalten und gefoltert worden sein. Himmler ließ seinerseits im Zuge der Pogromnacht von 1938 Juden in den gleichen Kellern einsperren und foltern. Heute dient die schaurige Kulisse satanistischen Logen als heimliches Domizil für ihre menschenverachtenden Kindesmissbrauchs- und Opferrituale. Ebenso wie Himmler glauben die Satanisten, dass sich die negativen Energien der Vergangenheit dort sammeln.

Während Himmler nun in Nazideutschland seine SS zu einem modernen Hexenorden ausbaute, trug sich jenseits des Ärmelkanals Obskures zu. Im Januar 1944 wurde das Medium Helen Duncan als Hexe verhaftet. Hintergrund dieses letzten offiziellen Hexenprozesses in Europa war die Preisgabe militärischer Geheimnisse während einer Seance, von denen Duncan eigentlich nichts hätte wissen dürfen. Obwohl niemals bewiesen werden konnte, woher sie die Informationen hatte, berief man sich auf ein Antihexereigesetz aus dem Jahr 1735, um die Frau aus dem Verkehr zu ziehen.

Dem Witchcraft Act zufolge kann jeder der Hexerei angeklagt werden, der versucht, die Toten zu beschwören. Gleichgültig ob Helen Duncan nun ein echtes Medium war oder ihren zahlenden Kunden nur eine Show lieferte, stellten ihre Aktivitäten einen solchen Versuch der Transkommunikation dar. Der gesamte Prozess mag aus rationaler Sicht absurd klingen, aber tatsächlich fürchtete das britische Militär eine Gefährdung der Landung in der Normandie, da das Medium den geheimen D-Day hätte preisgeben können.

Während Helen Duncan aus eher pragmatischen Gründen zu 9 Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt wurde, kam es in ländlichen Gegenden Europas nach dem 2. Weltkrieg zu weiteren Hexenverfolgungen, die gänzlich auf bäuerlichem Aberglauben beruhten. Ein Fall aus der Lüneburger Heide scheint dabei aus dem finstersten Mittelalter zu stammen, trug sich aber in der Mitte des 20. Jahrhundert zu.

Im Jahre 1950 hatte es der Bauer Johannes Bading in dem Dorf Barum (bei Lüneburg) zu einem bescheidenen Wohlstand gebracht. Als eines seiner Pferde erkrankte und starb, glaubte er sofort an den Fluch einer Hexe und suchte den Rat eines Hexenbanners. Dieser sagte dem Bauern, dass die erste Person, die nach seinen Maßnahmen den Hof betritt, die Hexe sein muss. Dummerweise war dies die beste Freundin der Familie. Am Ende richtete sich der Hexenwahn aber gegen die Familie Bading selbst und brachte die Tochter schlussendlich in eine Nervenheilanstalt.

Dieser Fall zeigt recht deutlich, wozu der Aberglaube Menschen bringen kann. Bis in die 1970er Jahre hinein gab es in deutschen Dorfapotheken obskure Mittel gegen Hexenzauber und in einigen Regionen dieser Welt hält sich der Hexenglaube bis heute, was zuweilen sogar Todesopfer fordert Entsprechende Beispiele gibt es aus Saudi-Arabien, Papua-Neuguinea, Uganda und Tansania. Allein in letzterem Land wurden zwischen 1994 und 1998 rund 5.000 vermeintliche Hexen gelyncht.

Auf der anderen Seite gibt es tatsächlich okkulte Hexenzirkel mit engen Verbindungen zum Satanismus. Diese sind ebenso geisteskrank und gefährlich, wie jene abergläubigen Menschen, die aufgrund von alltäglichem Unglück und Erkrankungen unschuldige Mitbürger der Hexerei beschuldigen.

Aus dem ganzen Hexenwahn lassen sich nur zwei Konsequenzen ziehen. 1. darf es zu keiner erneuten Hexenjagd kommen. Sämtlicher Aberglaube muss im Zeitalter der Wissenschaft überwunden werden. 2. sollte jeder Mensch die Finger von okkulten Zirkeln lassen, gleichgültig, ob diese sich der weißen oder schwarzen Magie verschrieben haben. Im besten Falle sind Hexenbretter, Tarotkarten und Channelings einfach nur esoterischer Mumpitz und Zeitverschwendung. Im schlimmsten Fall kommt man vielleicht tatsächlich mit Dimensionen in Kontakt, die man besser meiden sollte. Was sich auch hinter all dem Hexenzauber verbirgt, es ist nichts Gutes.

KenFM über die Hintergründe des IS-Terrors

Ein weiterer Konflikt spielt sich derzeit in unmittelbarer Nähe zu Israel im Norden von Syrien und dem Irak statt. Dort metzeln islamistische Terrorschergen derzeit alles nieder, was nicht sunnitisch ist – auch Frauen und kleine Kinder. Übrigens spricht man inzwischen nur noch von der IS und nicht länger von ISIS. Diese freimaurerische Anspielung auf die altägyptische Göttin Isis war wohl doch etwas zu offensichtlich.

Im Prinzip steckt in diesem Wortspiel bereits die Antwort, wer hinter dem islamistischen Terror steckt und wessen Interessen hier durchgesetzt werden sollen. Denn vor kurzem war die Isis noch Teil der „Freien Syrischen Armee“ und diese wurde sowohl von den USA als auch von Saudi Arabien und Katar in jeder Hinsicht unterstützt. Nun bietet sich die USA wieder einmal als Lösung für ihr selbst geschaffenes Problem an.

Christliche Zionismusik

Christen kennen vielleicht das deutsche Adventslied „Tochter Zion, freue dich“. Dieses basiert auf Friedrich Heinrich Rankes (1798-1876) umgetexteten Chorgesängen aus Georg Friedrich Händels (1685-1759) Oratorien Judas Maccabäus. Judas Makkabäus (†160 v.Z.) war ein jüdischer Freiheitskämpfer, dessen Vater sich gegen das Religionsedikt des Seleukidenkönigs Antiochos IV. auflehnte. Dieses verlangte von den Juden, dass sie demonstrativ von ihrem Glauben abfallen, indem sie ein heidnisches Opfer vollziehen. Judas führte später die Aufstände gegen die Seleukiden an.

Die Aussage des Liedes wurde allerdings von Händel teilweise negiert, indem er sein Oratorium William August, dem Duke von Cumberland, zueignete. Er feierte damit dessen Sieg über die schottischen Freiheitskämpfer in der Schlacht von Culloden 1746. Die Melodie des Liedes gehört daher auch zum Repertoire englisch-patriotischer Gesänge.

Das Adventslied in seiner heutigen Form entstand um 1820, als der evangelische Theologe Ranke einen Text nach Sacharja auf den Chorsatz Händels legte und um zwei Strophen ergänzte, die das kommende Reich Jesu Christ besingen. Von der ursprünglichen Botschaft über den jüdischen Freiheitskämpfer blieb dabei nicht viel übrig. Stattdessen tritt der christliche Zionismus in den Vordergrund, demzufolge Jesus in Jerusalem erscheinen wird, um dort sein christliches Weltreich zu errichten. Willkommen in der Endzeit.

Die christlich-fundamentalistischen Söhne Mannheims, zu denen auch der Afghanistankriegsbefürworter Xavier Naidoo gehört, besingen diese Endzeit in ihrem Lied „Armageddon“. Passenderweise findet sich der Titel auf ihrem Debütalbum „Zion“ von 2000, womit das Armageddon dann wohl in Jerusalem verortet wäre. Angesichts des Nahostkonfliktes eine durchaus explosive Kombination.

Zion_1

2004 folgte die Platte „Noiz“, also Zion rückwärts geschrieben. Das ist durchaus bemerkenswert, da Rückwärtsbotschaften sonst eher eine beliebte Spielerei der Satanisten sind.

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2009 erschien dann das Album „Iz On“, was wieder ein Anagram von Zion ist.

Zion_3

Auf die Spitzen treiben es die Zionisten Mannheims jedoch mit ihrem neusten Album „Elyzion“. Das Elysium der Antike lag aber gar nicht auf dem Berg Zion, sondern im Erdorbit. Immerhin gibt es eine kleine Anspielung auf dem Cover, welches einen schwebenden Fels zeigt.

Elyzion