G20 – Gipfel der Gewalt

Seit Wochen berichten die deutschen Massenmedien kaum über etwas anderes als über die Ausschreitungen rund um den G20-Gipfel, welcher vom 7. bis 8. Juli 2017 in Hamburg stattfand. Eine Querfront von Union über SPD bis hin zur AfD und Rechtsextremisten zerreißt sich das Maul über die vermeintlich linke Gewalt. Dabei werden die mehrheitlich friedlichen Proteste gegen den G20-Gipfel pauschal kriminalisiert und alle, die für Frieden, soziale Gerechtigkeit und Umweltschutz auf die Straße gehen, mit schwarz vermummten Randalierern gleichgesetzt. Über die ausufernde Polizeigewalt verlieren die Meinungsmacher dagegen kaum ein Wort.

Die Polizeigewalt ist es allerdings, welche die Lage überhaupt erst eskalieren lassen hat. Schon im Vorfeld ließ eine Gruppe Berliner Polizisten bei einem Saufgelage derart die Sau raus, dass sie abkommandiert werden musste. Leider waren damit jedoch nicht alle Chaoten in Uniform vom Einsatz abgezogen. Am Sonntag vor dem G20-Gipfel folgte die gewaltsame Räumung eines Protestcamps, welches wohl bemerkt genehmigt war. Dabei wurden 11 Gipfelgegner verletzt, einer davon schwer. Offenbar sollten mit dieser Aktion bereits im Vorfeld sämtliche Proteste im Keim erstickt und Globalisierungskritiker abgeschreckt werden.

Zur nächsten Stufe der Eskalation kam es am Donnerstag, den 6. Juli, als die Polizei die „Welcome to Hell“-Demonstration stoppte. Als lächerliche Begründung wurden eine Handvoll Vermummte herangezogen, die sich unter die rund 12.000 friedlichen Gipfelgegner gemischt hatten. Nur zum Vergleich: Bei einem Nazikonzert, welches eine Woche später in Thüringen stattfand, reichten das zeigen verfassungsfeindlicher Kennzeichen und Dutzende Hitlergrüße den Beamten keineswegs für eine Räumung. Im Gegenteil stufte sie das Versammlungsrecht höher ein, als diese Straftaten. Warum dort und nicht in Hamburg? Vielleicht weil die Polizei in Themar zahlenmäßig unterlegen war? Oder hat dieses Messen mit zweierlei Maß vielleicht sogar ideologische Hintergründe?

Bezüglich der „Welcome to Hell“-Demo stellen sich jedenfalls noch weitere Fragen. Beispielsweise ob es sich wirklich um Linksautonome oder um Agent Provokateure gehandelt hat? Die Demo blieb jedenfalls trotz alledem friedlich und eine Deeskalation wäre zu diesem Zeitpunkt durchaus noch möglich gewesen.

Die Polizei hätte das Vermummungsverbot, welches allein schon eine Repression des Staates gegen seine Bevölkerung darstellt, einfach außer Acht lassen können. Zumal sich die Polizei ja selbst nicht an das Vermummungsverbot gehalten hat. Im Zweifelsfall hätten die Beamten immer noch gezielt gegen einzelne Provokateure vorgehen können, ohne die gesamte Demo anzugreifen.

Sehr treffende Aktion.

Eine Deeskalation schien aber gar nicht gewollt zu sein und nachdem die vereinzelten Vermummten der Aufforderung zur Demaskierung nicht nachkamen, wurde auf wirklich alles eingeschlagen, was zwei Beine hatte. Friedliche Demonstranten, Journalisten und völlig unbeteiligte Passanten bekamen es ebenso mit Wasserwerfern, Pfefferspray und Schlagstöcken zu tun, wie die Autonomen. Sowohl durch die Polizeigewalt als auch durch die Massenpanik kam es erneut zu Verletzten. Spätestens nach dieser Eskalation flogen dann auch die ersten Steine auf die Polizei und es bahnte sich die erste unruhige Nacht an.

Am nächsten Morgen ging die staatliche Jagd auf Gipfelgegner weiter. Eine Gruppe Aktivisten, die auf dem Weg zu einer friedlichen Sitzblockade war, wurde sofort eingekesselt und obwohl alle sofort den Rückzug antraten, wurden sie hart in die Mangel genommen. Beim Fluchtversuch über einen Zaun traten die Beamten so lange auf selbigen ein, bis er einstürzte. 14 Personen wurden dabei verletzt, 11 davon schwer. Einige Polizeibeamten kommentierten ihren Gewaltausbruch mit den Worten: „Antifa-Schweine, das ist Euer Frühstück!“ Das sagt eigentlich alles über die Gesinnung dieser Beamten aus, die wieder einmal aus Berlin kamen. Das Problem von Nazis in Uniform ist spätestens seit dem Auffliegen von Reichdeutschen und Mitgliedern des Ku Klux Klans in der Polizei nicht mehr wegzuleugnen!

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Rechtsextremisten waren an diesem Wochenende allerdings auf beiden Seiten zu finden. Insbesondere bei den Krawallen, welche in der Nacht vom Freitag auf Samstag ihren Höhepunkt erreichten. So berichteten Reporter der Hamburger Morgenpost von rechten Parolen aus den Reihen des schwarzen Mobs, welcher im Schanzenviertel wütete.

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Das macht natürlich absolut Sinn, denn ein Ziel der extremen Rechten ist es, den politischen Gegner propagandistisch zu erledigen. Linke werden pauschal als gewaltbereite Chaoten hingestellt und Antifaschisten als „SA-ntifa“ betitelt. Ironischer geht es kaum, denn tausende Neonazis sind selbst wegen Körperverletzung vorbestraft und glorifizieren die SA sowie andere NS-Verbrecherorganisationen. Die Krawalle in Hamburg sind eine willkommene Ablenkung von der eigenen Kriminalstatistik, für welche die Rechtsextremisten offenkundig selbst mit gesorgt haben. Zu befürchten hatten sie dabei kaum etwas, denn ohne szenetypische Kennzeichen konnten sie sich unerkannt unter die Randalierer mischen. Seite an Seite mit den Agent Provokateuren der Polizei und Geheimdienste, die ganz ähnliche Absichten hatten.

Es ist davon auszugehen, dass ein Großteil der Ausschreitungen bewusst herbeigeführt oder zumindest gepusht wurde. Hinzu kamen natürlich kriminelle Banden, die das Chaos genutzt haben, um Geschäfte zu plündern, sowie ausländische Krawalltouristen, die einfach Bock auf eine Purge hatten. Viele der verhafteten Randalierer kamen aus Frankreich, Italien und Russland, denen dürften die Stadt und ihre Einwohner entsprechend egal gewesen sein.

Selbstverständlich haben sich auch nicht wenige Linksautonome zur Gewalt aufstacheln lassen, welche sich vor allem gegen die Polizei richtete. Das wollen wir hier gar nicht beschönigen. Interessant ist jedoch, wie überraschend ruhig sich die Polizei im Schanzenviertel verhielt. Statt die Krawalle zügig zu beenden, drangsalierte sie lieber Anwohner, die einfach nur nach Hause wollten. Nach eigenen Aussagen hatten die Beamten Angst vor Steinwürfen. Doch wozu hatte die Polizei gepanzerte Fahrzeuge?

Der Verdacht liegt nahe, dass das Schanzenviertel gezielt geopfert wurde, um die Randale von den Villenvierteln und der Elbphilharmonie fern zu halten. Zu diesem Schluss kamen auch zahlreiche Anwohner und sollte sich das bewahrheiten, wäre dies ein höchst krimineller Akt seitens der Staatsgewalt. Außerdem zeigt es, wie wenig die Ausschreitungen mit linker Politik gemein hatten. Immerhin wurde ein Arbeiterviertel in Schutt und Asche gelegt, während die herrschenden Eliten eine ruhige Nacht hatten. Wenn das ein Klassenkampf sein sollte, dann einer, den die Reichen gegen die Armen geführt und gewonnen haben.

Die Organisatoren der G20-Proteste haben sich dementsprechend von der Gewalt distanziert und diese scharf verurteilt. Darunter DIE LINKE, die Grünen, die Gewerkschaften, Attac, Greenpeace und auch das linke Kulturzentrum Rote Flora. Nichtsdestotrotz nehmen die SPD-geführte Regierung von Hamburg und die große Koalition in Berlin die Ereignisse zum Anlass, um zur Hexenjagd auf alles in ihren Augen Subversive zu blasen. Für die herrschende Elite läuft also alles nach Plan.

Im Kern waren die Ausschreitungen in Hamburg ein Spiegel unserer verrohten Gesellschaft. Doch statt nun den sozialen Sprengstoff zu entschärfen und z.B. etwas gegen die Schere zwischen Arm und Reich zu unternehmen, antworten Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD), Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) und Bundesinnenminister Thomas de Maiziére (CDU) mit noch mehr polizeistaatlicher Repression. Unter anderem soll die Rote Flora im Schanzenviertel geräumt werden, obwohl sie sich von den Krawallen distanziert hat. Das würde zwangsläufig zu einer neuen Welle der Gewalt führen und zusätzlich diejenigen radikalisieren, die am G20-Wochenende friedlich geblieben sind.

Überhaupt sollte die Schuld hier nicht bei der Roten Flora gesucht werden oder dem Protestbündnis, welches am Samstag den 8. Juli mit rund 80.000 Menschen friedlich gegen den G20-Gipfel demonstriert hat. Schuld ist in erster Linie Olaf Scholz höchstpersönlich, denn er hatte den Gipfel nach Hamburg geholt und das auch noch in direkter Nachbarschaft zu einem autonomen Szeneviertel. Der Stress war eigentlich vorprogrammiert und dennoch meinte Scholz im Vorfeld, das G20-Treffen würde „nicht schlimmer als ein Hafengeburtstag“ werden.

Statt zurückzutreten oder wenigstens eigene Fehler einzuräumen, behauptet Scholz inzwischen, die Polizei hätte nichts falsch gemacht und er würde sich nicht von einer linksextremen Minderheit zum Rücktritt zwingen lassen. Laut einer N-TV-Umfrage sind allerdings 54% der Teilnehmer für seinen Rücktritt. Also entweder sind die Linksextremen keine Minderheit oder es wollen noch ganz andere seinen Rücktritt. Das Schmierentheater, welches die verantwortlichen Politiker aktuell veranstalten, kommt jedenfalls nicht gut bei den Wählern an.

Der Aufruf an die Bevölkerung, Foto- und Videomaterial zu den Krawallen einzureichen, um Randalierer dingfest zu machen, hat sich ebenfalls zum Eigentor entwickelt. Denn die meisten Aufnahmen beweisen eher die Gewalt von Seiten der Polizei, was bereits 35 Ermittlungsverfahren gegen Beamte nach sich gezogen hat. Man kann vielleicht die Leute vor dem Fernseher einlullen und die Bild-Leser mit Berichten von verletzten Beamten beeindrucken, die jetzt ein Konzert und Urlaubsreisen auf Kosten der Steuerzahler spendiert bekommen. Die Einwohner Hamburgs, die nicht nach Hause durften und von der Polizei angepöbelt, bedroht und verprügelt wurden, wissen es hingegen besser und werden diese Erfahrungen noch lange im Hinterkopf behalten.

Die Polizeigewalt wird vielleicht von den Massenmedien verschwiegen, doch sie kann nicht weggeleugnet werden. Vor allem, weil immer wieder Unschuldige und sogar Journalisten attackiert worden sind, die teilweise sogar vor den Krawallen aus der Schanze auf der Flucht waren. Wer zufällig zu dunkel gekleidet war oder ins „Racial Profiling“ passte, war fällig. Damit haben die Beamten ihre Kompetenzen ganz klar überschritten.

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Noch schlimmer erging es denjenigen, die verhaftet und in die Gefangensammelstelle gebracht wurden. Eine Gruppe der Verdi-Jugend NRW, welche nun wirklich nicht dem schwarzen Block zuzurechnen war, berichtete von Folterszenen, die an Abu Ghuraib oder Guantanamo Bay erinnern. Die Jugendlichen mussten sich komplett nackt ausziehen und die Mädchen vor den Augen der Polizeibeamten ihre Tampons entfernen. Diese sexuelle Entwürdigung verstößt in eklatanter Weise gegen Artikel 1 des Grundgesetzes.

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Solche Meldungen kennt man eigentlich nur aus Polizeistaaten und Folterregimen, deren Despoten passenderweise als Ehrengäste auf dem G20 geladen waren und auf Kosten der Steuerzahler verköstigt wurden. Darunter der König von Saudi-Arabien, Salman al-Aziz, welcher im eigenen Land die Scharia mit eiserner Faust durchsetzt und einen Krieg gegen die Opposition im Jemen führt. Außerdem gehört die saudische Elite zu den größten Unterstützern des IS und Al Kaida. Gleiches gilt für den türkischen Machthaber Erdogan, der erst kürzlich den Oppositionspolitiker und Journalisten Enis Berberoglu zu 25 Jahren Haft verurteilen ließ, weil dieser türkische Waffenlieferungen an Terroristen in Syrien aufgedeckt hatte. Nicht zu vergessen, dass Erdogan im eigenen Land zehntausende Oppositionelle foltern und Kurdengebiete bombardieren lässt.

Hatte Thomas de Maiziére nicht gesagt, dass er keinerlei Gewalt dulden und hart gegen alle Kriminellen vorgehen werde? Warum wurden dann nicht die Gipfel-Teilnehmer verhaftet und nach Den Haag überführt? Ach ja, dann hätte man ja den US-Präsidenten Donald Trump sowie unsere Kanzlerin Angela Merkel gleich mit einbuchten müssen. Trump hat nämlich kürzlich den größten Waffendeal der Geschichte mit Saudi Arabien und Katar geschlossen, während Merkel saudische Sicherheitskräfte von der Bundeswehr ausbilden lässt. Sobald sie dann den Häuserkampf beherrschen, werden sie von ihrem König in den Jemen geschickt oder laufen gleich zum IS über. Außerdem sollen die Saudis noch eine zusätzliche Waffenlieferung aus Deutschland bekommen und dem Terrorpaten Erdogan soll Rheinmetall gleich eine ganze Panzerfabrik bauen.

Fassen wir kurz zusammen: Illegale Waffenlieferungen in Krisengebiete und das auch noch an Regime, welche die Menschenrechte missachten. Dazu die Ausbildung potentieller Terroristen, die als Schläfer auch nach Europa kommen könnten. Die schlimmsten Chaoten waren am G20-Wochenende keinesfalls im Schanzenviertel anzutreffen, sondern auf dem Hamburger Messegelände und in der Elbphilharmonie. Denn wenn die schlimmsten Despoten herumzündeln brennt nicht nur ein Stadtviertel, sondern der gesamte Globus. Aber das ist ja nicht so schlimm, dass da die Polizei eingreifen müsste, oder?

So langsam bekommt man ein Gefühl dafür, worum es den Gipfelgegner überhaupt ging. Nämlich um eine selbsternannte Weltelite, die mit unfassbarer krimineller Energie über den gesamtem Rest der Menschheit herrscht. Dabei gibt es erstaunliche Parallelen zwischen dem G20-Gipfel und dem alljährlichen Bilderberg-Treffen. Es handelt sich in beiden Fällen um informelle Treffen von Vertretern aus Politik und Wirtschaft (bei Bilderberg + Hochadel und Militär), die beide mit Steuergeldern finanziert und vom Polizeistaat geschützt werden. Es sollte nicht weiter verwundern, dass die G20-Gastgeber Olaf Scholz und Angela Merkel sowie der für die Sicherheit verantwortliche Thomas de Maiziére allesamt Bilderberger sind. Noch irgendwelche Fragen?

Die Kluft zwischen sinnvollem und hohlem Protest

In Deutschland wächst der Protest gegen die aktuelle Bundesregierung. Das ist einerseits verständlich, führt andererseits aber auch zu einer deutlichen Verschlechterung des politischen Klimas. Je nachdem, warum und wie gegen was protestiert wird.

Fangen wir mit dem sinnvollen Protest an, der sich aktuell gegen die Freihandelsabkommen TTIP und CETA richtet. Die Massen lassen sich weder von Merkel ködern, die beide Abkommen befürwortet, noch von Gabriel verarschen, der TTIP inzwischen ablehnt, nur um dann CETA durchzupeitschen. Auf einem Parteikonvent nur zwei Tage nach den jüngsten Protesten brachte er schon mal die SPD auf Linie und will das Freihandelsabkommen noch im Oktober 2016 unterzeichnet haben.

Sigmar Gabriel glaubt wohl, mit seiner Ablehnung von TTIP Wähler zurück zu gewinnen. Nur hat er dabei offenbar unterschätzt, dass diese längst wissen, wie identisch TTIP und CETA sind. Der Wirtschaftslobbyminister feiert das Ergebnis des Parteikonvents wie einen persönlichen Sieg, dabei wird es für die SPD bei der nächsten Bundestagswahl 2017 eine herbe Niederlage nach sich ziehen. Wie blind vor Gier muss Gabriel sein, um sich mit seiner eigenen Rolle als Totengräber der SPD auch noch zu brüsten?

Nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa lassen sich die Menschen jedenfalls in Sachen Freihandelsabkommen nicht länger lumpen. Am 17. September 2016 sind allein in Deutschland über 320.000 auf die Straße gegangen. 70.000 mehr als noch im Oktober 2015 in Berlin. Der Protest verteilte sich dabei auf sieben Großstädte, wobei die Verteilung recht interessant ist. Berlin hielt mit rund 70.000 Demonstranten den Rekord, dicht gefolgt von Hamburg mit 65.000, Köln mit 55.000, Frankfurt mit 50.000 und Stuttgart mit 40.000. In München waren es zumindest noch 25.000.

Zombiewood vor Ort in Frankfurt

Zombiewood vor Ort in Frankfurt

Kreativer Protest

Kreativer Protest

Leipzig bildete als einzige ostdeutsche Metropole neben der Hauptstadt das Schlusslicht. Gerade in Sachsen, wo in der Vergangenheit bis zu 35.000 in Dresden bei Pegida mitmarschierten, waren die gerade einmal 15.000 TTIP- und CETA-Gegner, die aus drei Bundesländern angereist waren, doch etwas dürftig. Offenbar fürchtet man sich in den neuen Bundesländern mehr vor Flüchtlingen als vor Marktradikalismus. Dabei haben diese Länder den geringsten Ausländeranteil, während sie als strukturschwache Regionen von TTIP und CETA besonders hart getroffen werden würden.

Dieses unvernünftige Verhalten war bereits bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zu beobachten und wiederholte sich bei der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern. Dort erzielte die AfD am 4. September 2016 mit 20,8% ihr zweitbestes Ergebnis und wurde erneut zweitstärkste Kraft. Und das, obwohl ihre Verbindungen zur rechtsextremen Szene bekannt waren und der baden-württembergische Fraktionschef Meuthen sogar noch einen drauf legte, als er eine Zusammenarbeit mit der NPD ankündigte. Dazu wird es nun zumindest im Schweriner Landtag nicht kommen, weil die NPD rausgeflogen ist, aber allein das Angebot sagt alles über die AfD. Auf der anderen Seite ist es komisch, dass ausgerechnet die Rechten eine Partei gewählt haben, deren Spitzenkandidatin deutsche Mädels in arabische Länder vermietet hat. Dummheit, Dummheit über alles, oder wie ging die dritte Strophe doch gleich?

Es grenzt schon fast an ein Wunder, dass die SPD mit 30,6 % stärkste Kraft an der Ostseeküste blieb. Allerdings mit einem Minus von 5%. Da die CDU mit 19% den dritten Platz belegte, bleibt es wohl bei der großen Koalition. Unverständlich ist das Abschneiden der Linkspartei. Ähnlich wie die SPD büßte sie 5,2% ein, landete damit aber völlig abgeschlagen bei 13,2 %. Der Protest der AfD-Wähler hat also nichts an den Machtverhältnissen geändert, aber dafür der einzigen ernstzunehmenden Arbeiterpartei geschadet, die noch für die Interessen der einfachen Leute eintritt. Ein Denkzettel für die Regierung in Berlin ist das nicht wirklich, sondern macht Merkel und Gabriel lediglich Hoffnung, dass sie DIE LINKE im Bundestag bald los sein könnten.

In Berlin sah die Wahl am 18. September zum Glück etwas anders aus. Zwar erreichte die AfD auch dort aus dem Stand 14,2% und errang darüber hinaus 5 Direktmandate, aber schaut man einmal genauer hin, ist in der Hauptstadt DIE LINKE die wahre Siegerin. Mit einem Zuwachs von 3,9% landete die Arbeiterpartei auf 15,6% und ist damit nunmehr drittstärkste Kraft.

Bei der Wahl des Abgeordnetenhauses war zudem ein deutliches Ost-West-Gefälle zu erkennen. In Westberlin erhielt die AfD nur 12% und errang kein Direktmandat. Im Osten erzielte sie 5% mehr als im Westen und all ihre Direktmandate. Dennoch war sie im Osten nicht der Sieger. In Ostberlin wurde DIE LINKE mit 23,7% stärkste Kraft und hat dort bundesweit ihr bestes Ergebnis nach Thüringen erreicht. Im Westen gewann sie immerhin stolze 5,9% hinzu, womit sie sich dort bei 10,2% endlich etabliert hat. Im Osten und in Berlin Mitte konnte DIE LINKE zudem der SPD einige Direktmandate abnehmen und erhielt insgesamt 12. Einziger Wermutstropfen war, dass sie auch Direktmandate an die AfD verloren hat. Teilweise war es ziemlich knapp mit nur einem Prozentpunkt Vorsprung für die AfD-Kandidaten.

Der in Lichtenberg angetretene Direktkandidat Kay Nerstheimer wird allerdings kein Zugewinn für die AfD-Fraktion sein. Seit bekannt wurde, dass er 2012 der rechtsextremen „German Defence League“ angehörte und auf Facebook fleißig Volksverhetzung betrieb, läuft ein Parteiausschlussverfahren gegen ihn. Er verzichtete nunmehr freiwillig auf die Zugehörigkeit zur AfD-Fraktion, nicht jedoch auf sein Mandat. Schon krass, dass selbst der AfD jemand zu rechts sein kann. In der von Björn Höcke geführten Thüringer Landtagsfraktion wäre er vielleicht schon eher willkommen gewesen.

Doch zurück zum Wahlergebnis. Wirklich mies lief es in Berlin vor allem für die SPD und CDU. Die SPD blieb zwar mit 21,6% stärkste Kraft, verlor aber 6,7%. Die Union folgte mit 17,6%, verlor aber ebenfalls 5,7%. Das ist rein rechnerisch das Aus für die große Koalition in Berlin. Sie könnten maximal noch die Grünen ins Boot holen, welche bei nur geringen Verlusten mit 15,2% auf Platz vier landete. Mehr Sinn würde jedoch eine rot-rot-grüne Koalition machen.

DIE LINKE müsste dabei natürlich aufpassen, dass sie ihr soziales Gesicht wahrt, denn im Gegensatz zu Thüringen würde sie diese Koalition nicht anführen. Sie darf den Respekt nicht verspielen, den sie am Tag vor der Wahl bei der Demo gegen TTIP und CETA gewonnen hat. Gegen diese Freihandelsabkommen hätte sie im Übrigen jetzt noch bessere Chancen, denn wenn sie in drei Bundesländern mitregiert, kann sie CETA im Bundesrat blockieren. Dann würde der Protest endlich Früchte tragen und die Menschen würden sehen, dass Wählen und Demonstrieren keine Zeitverschwendung sind. Die SPD kann indes froh sein, dass ihr Parteikonvent erst einen Tag nach der Wahl in Berlin stattfand, sonst würde vielleicht DIE LINKE die Koalition anführen.

Reden von Bernd Riexinger und Sahra Wagenknecht

Am 25./26. Mai fand in Magdeburg der Bundesparteitag der LINKEN statt. Die Reden des wiedergewählten Bundesvorsitzenden Bernd Riexinger sowie der Bundestagsfraktionsvorsitzenden Sahra Wagenknecht wollen wir Euch an dieser Stelle nicht vorenthalten. Sie enthalten viel Wahres und vor allem Wichtiges über die soziale Lage im Land und wie diese von Rechtspopulisten ausgenutzt wird, um das Volk zu spalten, statt es gegen die herrschende Elite zu vereinen.

Um dieser Entwicklung zu begegnen fordert Bernd Riexinger eine sanktionsfreie Mindestsicherung von 1050 € und einen Mindestlohn, der vor Altersarmut schützt. Übrigens will die Bundesregierung den Mindestlohn um lächerliche 33 Cent anheben. Warum ausgerechnet 33 Cent, können sich die erfahrenen Leser unseres Blogs inzwischen wohl denken.

Wie die meisten bereits aus den Nachrichten erfahren haben dürften, wurde Sahra Wagenknecht während der Rede von Bernd Riexinger eine Torte ins Gesicht geknallt. Dies war nicht etwa Racheakt von Rechtspopulisten für die Tortenattacke auf die stellvertretende AfD-Vorsitzende Beartix von Storch. Im Gegenteil, es war das Werk von pseudolinken Spacken, die Sahra Wagenknecht aufgrund einer unglücklichen Formulierung Rassismus und Fremdenfeindlichkeit unterstellen wollten.

Der Vorwurf war selbstverständlich absurd und über Sahras verbale Entgleisung vor einigen Monaten hätte man ja mit ihr diskutieren können. Diese Aktion zeigt leider mal wieder, dass es auch in der Linkspartei Idioten gibt, die ihre eigene Partei genauso spalten, wie die AfD die Bevölkerung spaltet. Wenn die Verantwortlichen schon gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit protestieren wollten, hätten sie sich die Torte für Björn Höcke aufheben sollen.

Niederlage für die Vernunft – Ein Resümee der Landtagswahlen

von Shinzon

Die drei Landtagswahlen setzen das Desaster der hessischen Kommunalwahlen ungebremst fort. Mitgefühl, Menschlichkeit, Frieden und Vernunft sind in Deutschland total out! DIE LINKE kam sowohl in Ba-Wü als auch in Rheinland Pfalz mit je unter 3% nicht in die Parlamente. In Sachsen Anhalt hat sie 7,4% verloren und landete mit knapp über 16% nur auf Platz 3. Rot-Rot-Grün wird es dort also nicht geben.

Die Wahlergebnisse der neoliberalen Mainstreamparteien, zu denen auch die AfD zählt, zeigen indes, dass die Deutschen keine Steuergerechtigkeit, keine fairen Löhne und keinen Sozialstaat wollen. Die Mehrheit will platte Parolen, die irgendwie zu paradiesischen Zuständen führen sollen. Grenzen dicht, aber die Rüstungsexporte und Kriege dürfen gerne weiter gehen. Unmenschlichkeit ist so hoch im Kurs wie noch nie. Wenn unsere Enkel einst die Leichenberge an Europas Grenzen und im Mittelmeer ausgraben, werden sie uns fragen, warum wir diesen Genozid zugelassen haben?

Die Situation ist durchaus mit der letzten Kollektivsünde der Deutschen vergleichbar. Wenn man sich ansieht, dass die AfD in Sachsen-Anhalt über 24% und damit ein Viertel der Wählerstimmen mit purer Menschenfeindlichkeit gewinnen konnte, dann haben wir gerade wieder 1932! Dass Rechtspopulisten an der Macht nicht zu mehr Demokratie und Freiheit führen, das zeigt die PIS-Partei in Polen, die Fidesz in Ungarn und die AKP in der Türkei. Pressefreiheit? Unabhängige Justiz? Menschenrechte? Das sind nur die ersten Dinge, die unter der AfD über Bord geworfen werden.

Ebenso unfassbar ist das Ergebnis von Kretschmann in Ba-Wü. Grün ist das neue Schwarz und da fühlt sich der konservative Besserverdiener mit einem Managerposten bei Rheinmetall wohl. In Rheinland-Pfalz wird es derweil wohl eine GroKo geben wie im Bund. Wo derartiges Wahlverhalten hinführt, werden die Deutschen schon bald zu spüren bekommen. Sie haben neoliberale Kriegsparteien gewählt und sie werden Sozialkahlschlag und den totalen Krieg bekommen.

Mit der Wahl der AfD hat zudem ein Großteil der Deutschen bewiesen, dass ihnen der Faschismus immer noch tief in der Seele steckt. Wahrscheinlich wird dieser Teil der Bevölkerung nicht mal nach dem 3. Weltkrieg zur Vernunft kommen und aus den Fehlern der Vergangenheit lernen. Ab jetzt haben die Deutschen, mit Ausnahme einer kleinen Minderheit, alles verdient, was noch kommt. Kein Mitleid für all diejenigen, die nach Schwächeren treten und anschließend selbst den Stiefel ins Genick kriegen!

Helmut Schmidt – der Freimaurer

Als der SPD-Politiker Helmut Schmidt (1918-2015) am 10. November letztes Jahres starb, war uns dies keine Meldung wert. Überhaupt interessiert uns der Tod von Prominenten nur in soweit, wie es dabei zu Ungereimtheiten kommt. Bei Helmut Schmidt war dies nicht der Fall. Sein Ableben hatte vor allem mit seiner Zigarettensucht zu tun und trotz dieser erreichte er ein stolzes Alter von 96 Jahren.

Es gibt auch sonst keinerlei Anlass, Helmut Schmidt in irgendeiner Weise zu würdigen. Der ehemalige Bundeskanzler der Bananenrepublik Deutschland war in seinem politischen Wirken derart konservativ, dass er selbst von der CDU gelobt wurde. Neben seiner politischen Karriere war Schmidt bis zu seinem Tod Mitherausgeber der Zeit. Darüber hinaus war ein enger Freund des Bankiers Eric M. Warburg (1900-1990) und wurde Mitglied in der von Warburg gegründeten Atlantik-Brücke.

Alles in allem war Helmut Schmidt also niemand, den die alternativen Medien zitieren sollten. Dennoch geschah genau dies, nachdem er sich in den letzten Jahren für eine freundschaftliche Beziehung mit Russland engagierte. Völlig unreflektiert wurde diese Einstellung umjubelt, ohne das Szenario des neuen Kalten Krieges zu hinterfragen. Schaut man nämlich etwas genauer hin, stellt man fest, dass beide Machtblöcke von Freimaurern kontrolliert werden und ein eben solcher war auch Helmut Schmidt.

Im Jahr 2000 hielt der ehemalige Bundeskanzler eine wegweisende Rede vor Hamburger Logenbrüdern, in der er die Verschwiegenheit der Freimaurerei kritisierte. „Tue Gutes und Rede darüber“, sollte ihm zufolge das Motto der Freimaurer sein. Natürlich nicht ohne Eigennutz, denn er hob dabei die erzieherische Methodik hervor, mit der die Freimaurer sich selbst als Wohltätigkeitsorganisation in den Köpfen der Menschen verankern sollten. Im Umkehrschluss bedeutet dies jedoch auch: „Tue Schlechtes und schweige darüber.“

Zu den Schlechten Dingen der Freimaurerei, die bei Schmidts Rede auffallen, zählt unter anderem die Abwesenheit von Frauen. Obgleich es schon lange auch Frauenlogen sowie gemischte Logen gibt, sind die Freimaurer in der Mehrheit bis heute ein extrem sexistischer Herrenclub. Zudem sind sie absolut verlogen. Wer über Wohltätigkeit schwafelt und gleichzeitig Coca Cola ausschenkt, kann einfach nicht ernst genommen werden. Was steckt denn da für eine Logik dahinter? Gewerkschafter in Kolumbien erschießen ist okay, wir sammeln dann Spenden für die Waisenkinder? Die Freimaurer sind und bleiben ein elitärer Haufen von Kapitalisten, die sich trotz aller Ausbeutung der arbeitenden Massen ein positives Image geben wollen.

Mehr als 250.000 gegen TTIP & CETA

Für den 10. Oktober 2015 hatten die Gewerkschaften des DGB sowie Sozialverbände und Campact zu einer Großdemonstration gegen die Freihandelsabkommen TTIP und CETA nach Berlin aufgerufen. Unterstützt wurde der Aufruf zudem durch DIE LINKE, die Grünen und Attac. Bereits am Berliner Hauptbahnhof wurde deutlich, dass dieser Aufruf Wirkung zeigte.

Es war kein Vorankommen mehr möglich und sowohl die Auto- als auch auf der Fußgängerbrücke waren komplett verstopft. Lange nachdem die Demo gestartet war, bewegte sich auf dem Platz immer noch nichts. Ein Teil der Demonstranten spaltete sich schließlich ab und wählte eine alternative Route zwischen Kanzleramt und Bundestag zur Abschlusskundgebung an der Siegessäule. Dort kamen aus allen Richtungen immer mehr Teilnehmer, sodass die Menschenmasse am Ende von der Siegessäule bis zum Brandenburger Tor reichte.

Laut Veranstalter waren mehr als eine Viertelmillion Menschen gekommen, um den beiden Freihandelsabkommen samt ihrer Paralleljustiz eine Absage zu erteilen. In den Massenmedien war jedoch von lediglich „mehreren Zehntausend“ die Rede oder es wurden die Angaben der Polizei übernommen, laut denen es nur 150.000 Teilnehmer waren. Offensichtlich hatte die Polizei vom Hubschrauber aus gezählt, von wo aus man die Menschen unter den Bäumen im Park nicht sehen konnte. Doch egal wie sehr man von Seiten des Staates und der Massenmedien versucht, den Protest herunterzuspielen, die 3,2 Millionen Unterschriften europaweit lassen sich nicht so einfach wegdiskutieren. Die Menschen wollen weder TTIP und CETA noch das Dienstleistungsabkommen TISA.

Der Union mag das alles vielleicht egal sein, denn deren Wähler zählen zu den oberen 10%. Unverständlich ist dagegen das Verhalten der SPD-Bundestagsfraktion. Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel ließ am 10. Oktober eigens eine in doppelter Hinsicht einseitige Anzeige in zahlreichen Zeitungen schalten, in der er um Zustimmung für TTIP warb. Bekommt der Vizekanzler überhaupt noch mit, dass er seine eigene Partei in die Tonne kloppt? Mit der Zustimmung zu den Freihandelsabkommen vergrault er zum einen die Stammwähler, zum anderen schadet er dem Verhältnis der SPD zu den Gewerkschaften nachhaltig. Ein Redner meinte gar, wenn Gabriel seinen Kurs nicht ändere, würden noch die Enkelkinder aller Anwesenden die SPD verfluchen.

Selbst die eigene Parteibasis rebellierte in Berlin gegen Gabriel und nahm an der Anti-TTIP-Demo teil. Wie lange werden diese Genossen wohl noch in dieser Partei bleiben, wenn TTIP und CETA erst einmal unterzeichnet sind? Die Union kann es sich leisten. Die SPD-Spitze opfert hingegen ihre eigene Partei, weil Sigmars Kopf neben Merkels Birne im USAnus steckt.

Eigentlich sollte sowohl von der Großdemo am 10. Oktober als von den 3,2 Mio. Unterschriften eine ausreichende Signalwirkung ausgehen. Ein durchaus großer Teil der Bevölkerung weiß sehr wohl, was TTIP, CETA und TISA bedeuten und lehnt diese Abkommen genau aus diesem Grund ab. Es ist zu spät, sie heimlich durch die Hintertür einzuführen. Dank des Internets sind die Zeiten, in denen man das Volk mit Desinformation täuschen und ablenken konnte, vorbei.

Warum und wieso wir gegen TTIP und CETA sind, erklärt Frau Wagenknecht im folgenden Video noch einmal etwas genauer.

Griechenlandpaket ohne Rettung

Inzwischen ist das neue Griechenlandpaket im Bundestag beschlossen worden. Wir nennen es bewusst nicht „Rettungspaket“, denn mit dem Geld wird lediglich der IWF bedient. Die griechische Regierung wird indes erpresst, nun doch die Mehrwertsteuer auf Lebensmittel zu erhöhen und gleichzeitig die Löhne und Renten zu kürzen. Dies kann nur in einer Hungerkatastrophe enden!

DIE LINKE stimmte augrund der Erpressungspolitik geschlossen gegen das Griechenlandpaket. Sahra Wagenknecht fand für den Kurs der Eisernen Kanzlerin deutliche Worte.

Auch Gregor Gysi bezog Stellung gegen die ruinöse Euro- und Europapolitik der Bundesregierung. Insbesondere ging er auf die Entdemokratisierung Griechenlands durch die Troika sowie die Zerstörung von Deutschlands Ruf in der Welt durch die Bundesregierung ein.

Griechenland sagt Oxi!

von Shinzon

Am Sonntag, den 5. Juli 2015, haben die Griechen mehrheitlich gegen weitere Sparauflagen der Troika gestimmt. Das Rennen war dabei keineswegs so knapp, wie die Umfragen vermuten ließen. Rund 61 % stimmten mit „Nein“, obwohl die Massenmedien ihr Bestes gaben, um ein „Ja“ zu erzielen.

Insbesondere die deutschen Medien berichteten im Vorfeld vorzugsweise über die Regierungsgegner, obwohl deren Demonstrationen weitaus kleiner waren, als jene der SYRIZA-Anhänger. Es wurden dabei mehrheitlich wohlhabende Griechen interviewt, die sich für weitere Sparauflagen aussprachen. Allerdings wären diese Interviewpartner überhaupt nicht von den Lohn- und Rentenkürzungen betroffen gewesen. Die haben eher Angst vor einer Vermögenssteuer.

Den Vogel schoss letztendlich die BILD nach dem Referendum ab. Diese titelte: „Keine weiteren Milliarden für Griechenland“ und „Heute brauchen wir die Eiserne Kanzlerin“. Mit anderen Worten das Märchen vom „faulen Griechen“, der angeblich „unser Geld stiehlt“, welches dann ironischerweise von jenen nachgeplappert wird, die am lautesten „Lügenpresse“ schreien.

Zum einen haben die Griechen keine hunderte Milliarden von uns Deutschen bekommen. Fast alles von den Griechenlandrettungspaketen, für die wir Steuerzahler tatsächlich aufkommen mussten, ist an die Banken und privaten Gläubiger gegangen. Die Griechen bekamen lediglich Lohn- und Rentenkürzungen verordnet. Die Opfer einer verfehlten Finanzpolitik nun wegen ihrer demokratischen Entscheidung zur Zielscheibe einer Hasskampagne zu machen grenzt schon an Volksverhetzung.

Was die „Eiserne Kanzlerin“ angeht, so handelt Angela Merkel dem griechischen Volk gegenüber schon seit Jahren eisern. Bei den Armen sparen, bei den Banken zahlen. Merkels Ruf in Europa liegt bereits jetzt weit hinter dem der letzteren Eisernen Lady Margaret Thatcher zurück und zu deren Beerdigung war „Ding dong, die Hexe ist tot“ auf Platz 1 der britischen Charts. Die preußische Pickelhaube auf Merkels Haupt macht die Sache nicht besser. Aber was soll man von einer Gazette erwarten, deren Chefredakteur erst vor wenigen Wochen auf der Bilderberg-Konferenz in Österreich war, wo u.a. die europäische Strategie gegen Griechenland besprochen wurde?

Leider keine Satire: BILD hetzt gegen Griechen.

Leider keine Satire: BILD hetzt gegen Griechen.

Die Medien sind jedoch nicht die einzigen, die die griechische Regierung attackieren. Die deutsche Bundesregierung führt von Schäuble bis Gabriel ebenfalls einen verbalen Krieg gegen Griechenland. So sprach Peter Ramsauer (CSU) von einem „Verrat“ an Helmut Kohl und dessen Lebenswerk. Na und, wo ist das Problem? Die widerwärtigsten Äußerungen kommen derweil von CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer, der sich wie folgt äußerte: „Die linken Erpresser und Volksbelüger wie Tsipras können mit ihrer schmutzigen Tour nicht durchkommen.“ Dieser Satz ist in jeder Hinsicht gelogen, wie alles, was man derzeit aus der Union und SPD zu hören bekommt.

Lüge Nr. 1: „Die griechische Regierung erpresst die EU.“

Richtig ist, dass Griechenland von der Troika erpresst wird und das schon seit Jahren. Verlangt wurden u.a. Lohn- und Rentenkürzungen, Privatisierung der öffentlichen Daseinvorsorge und Mehrwertsteuererhöhung. Sonst gibt es kein neues Schuldgeld, um alte Schulden zu begleichen.

Inzwischen hat es die Troika sogar geschafft, dass der griechische Finanzminister Varoufakis zurücktritt, weil die EZB, der IWF und die EU-Finanzminister nicht länger mit ihm verhandeln wollten. Dabei hatte der Mann absolut recht, als er sagte: „Was man mit Griechenland macht, hat einen Namen: Terrorismus!“

Lüge Nr. 2: „Die Syriza-Regierung hat Griechenland in den Bankrott getrieben und die Wirtschaft zerstört.“

Faktisch ist Griechenland schon seit Jahren bankrott und wurde nur durch Rettungspakete vor dem endgültigen Aus bewahrt. Diese waren stets an besagte Bedingungen geknüpft, welche der wahre Grund für den Niedergang der griechischen Wirtschaft sind. Wenn die Menschen weniger Geld bekommen, können sie auch weniger ausgeben – eine ganz einfache Rechnung. Die Syriza ist indes erst seit knapp einem halben Jahr in der Regierung und hat den Scherbenhaufen lediglich von ihren korrupten Vorgängerregierungen geerbt. Verantwortlich für das Desaster waren die griechischen Schwesterparteien von Union und SPD.

Lüge Nr. 3: „Die Griechen leiden unter den Maßnahmen der Syriza.“

Derzeit dürfen Griechen nur 60 € pro Tag von ihrem Bankkonto abheben, womit verhindert werden soll, dass die Banken geleert werden und Reiche ihr Vermögen ins Ausland schaffen. Die Normalbürger leiden jedoch keineswegs unter dieser Maßnahme. Wer nur zwischen 300 und 600 € im Monat für die gesamte Familie zur Verfügung hat, kann ohnehin nicht mehr als 60 € pro Woche (!) abheben. Die Einzigen, die es sich leisten können, überhaupt jeden Tag solche Summen zu verprassen, sind Vertreter der Oberschicht. Verhungern müssen diese mit 60 € am Tag gewiss nicht. Lediglich auf vergoldete Trüffel mit einem Glas Rothschild-Wein müssen sie wohl eine Zeit lang verzichten.

Abseits von „Reich und schön“ hat das Leid der Griechen viel mehr mit den Lohn- und Rentenkürzungen der letzten Jahre zu tun, weshalb sie sich auch nicht von einer linken Regierung aufhetzen lassen mussten, um am 5. Juli mit „Nein“ zu stimmen. Es war reiner Selbsterhaltungstrieb. Überhaupt stellt sich die Frage, wie weit die Renten noch gekürzt werden sollen, nachdem die letzte Rentenkürzung schon 40% betrug. Vielleicht um 100%? Oder sollen Familien von noch weniger als 600 € im Monat leben? Schon seit Jahren geben griechische Eltern ihren Nachwuchs in SOS-Kinderdörfern ab, weil sie ihre Kleinen nicht mehr ernähren können.

Lüge Nr. 4: „Die Syriza hat ihre Wahlversprechen gebrochen.“

Zum einen haben gerade jene, die ihr das vorwerfen, selbiges von der Syriza verlangt. Diese musste zwar Kompromisse eingehen, aber vom Verrat an ihren Wählern ist sie noch weit entfernt. So gibt es keine Rentenkürzung, sondern lediglich eine Einschränkung der Frühverrentung ab 50. Die Mehrwertsteuer wird zwar erhöht, allerdings nur für Hotels und Restaurants, was weniger die Griechen trifft, als viel mehr die Touristen aus reichen Ländern wie Deutschland.

Lüge Nr. 5: „Die Syriza hat keine Angebote gemacht.“

Fakt ist, dass die griechische Regierung gleich mehrere Angebote unterbreitet hat, wie sie das Geld für die Zahlung an den IWF zusammenbekommen wollte. Allen voran wollte sie beim Militär sparen, welches absolut überfinanziert ist. Allein die Ausgaben für deutsche Panzer und U-Boote gingen in die Milliarden. Damit wollte die Syriza nun Schluss machen. Doch dann kam die NATO und forderte, nicht etwa weniger, sondern mehr Geld ins Militär stecken, da dies vertraglich so vereinbart sei. Das reiche Deutschland erfüllt die Forderungen der NATO übrigens nicht, aber Griechenland soll weiter sinnlos aufrüsten. Nix da, die Einsparungen beim Militär werden durchgesetzt.

Der zweite Vorschlag der Syriza war die Einführung einer Vermögenssteuer sowie der damit verbundene Aufbau einer erstzunehmenden Behörde, die kontrollieren soll, dass die Steuern auch wirklich gezahlt werden. Nun könnte es dem IWF und der Bankenmafia eigentlich egal sein, woher das Geld kommt, Hauptsache ihre Gier nach immer mehr Zinsen wird befriedigt. Doch dem ist nicht so. Die Reichen sollen geschont werden, während die Armen für die Schulden einer korrupten Elite aufkommen.

Es geht also um eine weitere Umverteilung von unten nach oben, bis Griechenland restlos in Privatbesitz und das Volk komplett versklavt ist. Das ginge auch mit neuen Krediten, doch die Syriza könnte diese sinnvoll einsetzen und das ist der Troika zu riskant. Gregor Gysi merkte in seiner Bundestagsrede vom 1. Juli 2015 daher völlig richtig an, die Bundesregierung wolle „die linke Regierung in Griechenland beseitigen.“ Dafür hagelte es zahlreiche Zwischen- und Buhrufe, aber im Prinzip wissen die Abgeordneten in den Regierungsfraktionen, dass Gysi Recht hat. Es kotzt sie einfach nur an, dass er uns Deutschen die Wahrheit sagt.

Die SPD warf der Linksfraktion in der Folge Realitätsverlust vor. Realitätsfern scheint jedoch eher die SPD, wenn sie noch nicht erkannt hat, dass der bisherige Kurs Griechenland immer nur noch weiter in die Scheiße gerissen hat. Was glaubt dieser aufgedunsene Gabriel eigentlich, wer seine antilinke Propaganda noch glauben soll, nachdem er uns über TTIP belogen hat? Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!

Noch dreister gab sich jedoch der Thüringer CDU-Fraktionschef Mike Mohring, der immer noch nicht überwunden hat, dass Bodo Ramelow statt ihm zum Ministerpräsidenten gewählt wurde. Er warf der LINKEN vor, sie würde sich mit einer Regierung solidarisieren, „der Rechtsradikale angehören“. Die ANEL ist sicherlich nicht der Traumkoalitionspartner der Syriza, aber sie ist nicht rechtsradikal. Da verwechselt Mohring die ANEL wohl mit der Goldenen Morgenröte. Die ANEL ist lediglich rechtspopulistisch und mit der AfD unter Lucke vergleichbar, mit der Mohring selbst eine Weile geliebäugelt hat. Seine Äußerungen sind daher absolut unangemessen, zumal sich DIE LINKE bereits kritisch über die ANEL geäußert hat.

Auf der anderen Seite unterstützt die deutsche Bundesregierung in der Ukraine völlig kritiklos eine Regierung, die mit der offen rechtsextremen Swoboda-Partei paktiert. Hinzu kommen das nazistische Asow-Bataillon und der Rechte Sektor, denen politische Morde und schwere Kriegsverbrechen anzulasten sind. Dennoch steht die Bundesregierung ungebrochen hinter Kiew.

Wie kann sich Mike Mohring, dessen Partei derartiges unterstützt, nun mit solch überzogenen Äußerungen daher kommen? DIE LINKE sympathisiert jedenfalls nicht mit Rechtspopulisten, weder auf Bundes- noch auf Landesebene. Ihre Solidarität gilt allein der Syriza und dem Not leidenden griechischen Volk. Mit seinen lächerlichen Vorwürfen schadet Mohring letztendlich nur der Glaubwürdigkeit seiner eigenen Partei, von der ohnehin nicht mehr viel übrig ist. Jeder Wähler kann mit ein paar Mausklicks im Internet sowohl seine als auch andere Äußerungen aus der Union und SPD widerlegen.

Bevor wir noch Lust bekommen, ein paar Lügenmäuler zu stopfen, übergeben wir das Wort lieber denen, die noch die Wahrheit sagen.

SPD verteidigt, was sie ablehnt

Um weiterhin mitregieren zu dürfen, verrät die SPD sämtliche ihrer eigenen Forderungen. Aus dem Nein zu TTIP, dem Nein zur Herdprämie, dem Nein zur Maut, dem Nein zur Vorratsdatenspeicherung und dem Nein zum Fracking wurden inzwischen lauter Jas. Keine Partei ist profilloser als die SPD, die gerade noch als Zielscheibe für den Spott der Heute-Show taugt.

Think Tanks – Die offene Verschwörung

von Shinzon

Think Tanks, zu Deutsch Denkfabriken, sind Interessengemeinschaften, in denen sich Menschen mit gemeinsamen Zielen organisieren. Die meisten Think Tanks sind dabei strikt neoliberal und in der Regel an den imperialistischen Interessen der USA ausgerichtet. Im Kern sind dies natürlich die Interessen der westlichen Banken- und Konzernmafia, die letztendlich von jedem gesetzten Ziel profitiert. Im Gegenzug für die Beihilfe zur Erschaffung ihrer neuen Weltordnung, verschafft die Mafia den Mitgliedern der von ihnen gesteuerten Think Tanks lukrative Karrieremöglichkeiten in der Wirtschaft und Politik.

Der größte Unterschied zu Geheimbünden wie den Freimaurern besteht darin, dass Think Tanks ohne okkulte Rituale auskommen und sich ganz auf die politische Durchsetzung der neuen Weltordnung konzentrieren. Die Ziele werden dabei in den meisten Fällen völlig offen formuliert und sogar propagiert. Ein weiterer Unterschied zu Geheimgesellschaften besteht darin, dass Think Tanks kein Gradsystem haben, in dem man aufsteigen kann. Von der Struktur her ähneln sie eher Vereinen und sind oft auch als solche eingetragen.

Wir werden im Folgenden nur auf einige der wichtigsten Denkfabriken eingehen, die maßgeblichen Einfluss auf das weltpolitische Geschehen nehmen. Eine vollständige Liste findet sich hier.

Aspen Institute

Das Aspen Institute wurde 1950 vom deutschstämmigen Unternehmer Walter Paepcke (1896–1960) in Aspen (Colorado, USA) gegründet. Viele kennen diesen Ort als Paradies für Skifahrer und tatsächlich gründete Paepcke dort 1946 auch die Aspen Skiing Company.

Der Gründung des Aspen Institute war 1949 eine Feier anlässlich des 200. Geburtstags des Freimaurers und Illuminaten Johann Wolfgang von Goethe vorausgegangen. Beeindruckt von der Schönheit der Gegend, kam Paepcke der Gedanke, dort ein Tagungszentrum zu errichten, in dem Unternehmer über ethische Werte diskutieren können. Ähnlich wie der Rotary und Lions Club verbirgt sich das Aspen Institute hinter wohlklingenden Moralvorstellungen und fördert sowohl die Künste (z.B. Fotografie) als auch die Wissenschaften. 1962 wurde sogar das Aspen Center for Physics eröffnet.

In Wahrheit handelt es sich jedoch um einen politischen Think Tank. Diesem könnte man zwar zugute halten, dass er unmögliche Friedengespräche möglich gemacht hat, wie jenes zwischen dem damaligen israelischen Ministerpräsidenten Ehud Barak und Jassir Arafat (1929-2004). Allerdings haben diese Treffen nicht viel gebracht und zudem stellt sich die Frage, welche Interessen damit wirklich verfolgt wurden? Das Bild wird vielleicht etwas klarer, wenn man sich die Dialogprogramme des Aspen Institute mit den Zivilgesellschaften im Iran und Syrien betrachtet, die der Destabilisierung der dortigen Regierungen dienen.

Noch deutlicher wird die außenpolitische Ausrichtung des Think Tanks durch die Standpunkte und Kontakte des US-amerikanischen Neocons Jeffrey Gedmin, welcher von 2001 bis 2007 den deutschen Ableger Aspen Institute Deutschland e.V. leitete. Dieser war von Anfang an ein Unterstützer des Irakkrieges und war bzw. ist u.a. mit Margaret Thatcher (†), Henry Kissinger, Donald Rumsfeld, Madeleine Albright und Benjamin Netanjahu befreundet. So viel zum friedensstiftenden Charakter des Aspen Institute.

Seit 2013 wird der deutsche Ableger, welcher im Oktober 1974 gegründet wurde, von Rüdiger Lentz geleitet. Finanziert wird der hiesige Verein mit Sitz in Berlin durch Spenden aus der deutschen Wirtschaft sowie aus Steuergeldern durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und das Auswärtige Amt. Neben dem Aspen Institute Deutschland e.V. gibt es noch weitere Niederlassungen in Italien, Frankreich, Rumänien, Indien und Japan. Der Hauptsitz des Aspen Institute liegt heute nicht mehr in Aspen, sondern in Washington D.C. und wird vom ehemaligen CCN-Vorsitzenden Walter Isaacson geleitet.

Zu den bekanntesten Mitgliedern zählen neben den genannten:

● Madeleine Albright – Demokratin, ehem. US-Außenministerin unter Präsident Clinton
● Mathias Döpfner – Vorstandsvorsitzender der Axel Springer AG
● Josef Joffe – seit 2000 Herausgeber der Wochenzeitung „Die Zeit“
● Charles King Mallory IV – 2007-2013 Leiter des Aspen Institute Deutschland e.V.
● Eckart von Klaeden – CDU-Politiker, ehem. Staatsminister der Bundeskanzlerin
● Condoleezza Rice – Republikanerin, ehem. US-Außenministerin unter George W. Bush
● Helmut Schmidt – SPD-Politiker, Ex-Bundeskanzler sowie Ex-Wirtschafts-, Finanz- und Kriegsminister, Mitherausgeber der Wochenzeitung „Die Zeit“, Gründungsmitglied des Aspen Institute Deutschland e.V.
● Richard Freiherr von Weizsäcker (1920-2015) – CDU-Politiker, 6. deutscher Bundespräsident

Atlantik-Brücke

Nähere Beschreibung aus Platzgründen in einem separaten Artikel.

Atlantische Initiative

Als wäre die Atlantik-Brücke noch nicht genug, wurde 2004 zusätzlich die Atlantische Initiative als Verein in Berlin gegründet. Die Ziele beider Vereine sind deckungsgleich und bestehen in der Förderung der deutsch-amerikanischen Freundschaft sowie der Unterordnung Deutschlands unter US-Interessen. Sogar die Mitglieder stammen überwiegend aus der Atlantik-Brücke, weshalb man sich ernsthaft fragen muss, warum ein zweiter Verein überhaupt notwendig ist?

Der einzige Unterschied besteht darin, dass es mit der 2007 gestarteten Atlantik Community eine Webplattform zum mitmachen für jedermann gibt. 2013 hatte die Community bereits über 7.000 Mitglieder und stellt damit eine Art Facebook für Außenpolitik dar. Zusätzlich gibt es seit 2011 den Blog „Deutschlands Agenda“, welcher u.a. vom Auswärtigen Amt, dem Deutschen Bundeswehrverband, der BMW-Stiftung Herbert Quandt, der Allianz Kulturstiftung und dem Ölkonzern BP gefördert wird. Anhand dieser Förderer wird offensichtlich, dass es sich um eine kriegerische Agenda zur Ressourcensicherung für deutsche Konzerne handelt.

Zuständig für den Blog ist Jörg Wolf. Die Inhalte kommen indes auch schon mal direkt vom ehemaligen Kriegsminister Thomas deMaiziére persönlich und drehen sich um Deutschlands Rolle in der NATO und Kriegseinsätze wie in Afghanistan. Ein Hurra auf die Kriegspropaganda!

Außerhalb des Webs gibt die Atlantische Initiative seit 2005 eine monatliche Zusammenfassung wichtiger Artikel aus Fachzeitschriften und Presse heraus, die unter dem Titel „Global Must Reads“ rund 22.000 Leser erreicht. Es handelt sich um die laut eigener Aussage „reichweitenstärkste außenpolitische Publikation in deutscher Sprache“.

Die Gründungsmitglieder dieser schauerlichen Denkfabrik sind:

● Johannes Bohnen – Atlantische Initiative, Berlin
● Jan-Friedrich Kallmorgen – CDU-Wirtschaftsrat, Mitarbeiter von Weltbank und Goldman Sachs
● Alexander Graf Lambsdorff – FDP-Politiker, stellvertretender Präsident des EU-Parlaments, Vorstandsmitglied des Atlantik-Brücke e.V.
● Björn Sackniess – Consultant
● Christoph Schwegmann – Mitarbeiter des Bundeskriegsministeriums
● Andrea Stürmer – Zurich Financial Services
● Rüdiger C. Sura – Deutsche Bank AG
● Jan Techau – Carnegie Europe, Brüssel
● Philip Christian Wachs – Managing Director des Haus Rissen in Hamburg
● Magnus Prinz zu Wied – Huntsman Materials & Effects, Basel
● Tobias Wolny – Deutsche BP, Berlin
● Lars Zimmermann – Stiftung Neue Verantwortung, Berlin

Unter den Beiräten sind die etwas bekannteren Namen:

● Rudolf Adam – Mitarbeiter der deutschen Botschaft in Moskau
● Arnulf Baring – Historiker
● Christoph Bertram – Journalist, ehem. Leiter der Stiftung Wissenschaft und Politik
● Philip von Boehm-Bezing – BBSC Boehm-Bezing, Sieger & Cie., Stuttgart
● Mark Brzezinski – ehem. US-Botschafter in Schweden
● Jürgen Chrobog – ehem. Staatssekretär im Auswärtigen Amt, seit 2005 Vorstandsvorsitzender der BMW-Stiftung Herbert Quandt
● Thomas L. Farmer (1923-2015) – Gründungspräsident der American Bankers Association
● Klaus-Dieter Frankenberger – Redaktionsmitglied der FAZ
● Helga Haftendorn – Politikwissenschaftlerin (FU Berlin)
● John C. Hulsman – Präsident der John C. Hulsman Enterprises
● Michael Inacker – ehem. stellvertretender Chefredakteur der „Wirtschaftswoche“ und des Handelsblattes
● Jackson Janes – Direktor des Amderican Institute for Contemporary German Studies
● Eckart von Klaeden – CDU-Politiker, ehem. Staatsminister der Bundeskanzlerin, Vorstandsmitglied des Atlantik-Brücke e.V.
● Hans-Ulrich Klose – SPD-Politiker, ehem. Bürgermeister von Hamburg
● John Christian Kornblum – ehem. US-Botschafter in Deutschland, ehem. Deutschland-Chef der US-amerikanischen Investmentbank Lazard
● Charles Kupchan – ehem. Direktor für europäische Angelegenheiten im Nationalen Sicherheitsrat der USA
● Kurt Lauk – CDU-Europapolitiker, Präsident des Wirtschaftsrates der CDU
● Harald Leibrecht – FDP-Politiker, ehem. Koordinator der Bundesregierung für deutsch-amerikanische Zusammenarbeit
● Beate Lindemann – geschäftsführende Vizepräsidentin des Atlantik-Forums
● Heike MacKerron – German Marshall Fund of the United States
● Philipp Mißfelder – CDU-Politiker (MdB), ehem. Bundesvorsitzender der Jungen Union, Vorstandsmitglied des Atlantik-Brücke e.V.
● Norbert Otten – Daimler AG
● Cem Özdemir – Bundesvorsitzender der Bündnis 90/Die Grünen, stellvertretender Vorsitzender im ZDF-Fernsehrat
● Ruprecht Polenz – CDU-Politiker, seit 2002 Vorsitzender des ZDF-Fernsehrates, ehem. Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses, ehem. Präsident der Deutschen Atlantischen Gesellschaft
● Avi Primor – Botschafter a. D. des Staates Israel
● Andrew Rasiej – Personal Democracy Forum
● Eberhard Sandschneider – Direktor des Forschungsinstituts der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik e. V.
● Horst Teltschik – CDU-Politiker, ehem. Geschäftsführer der Bertelsmann Stiftung
● Karsten Voigt – SPD-Politiker, ehem. Koordinator der Bundesregierung für deutsch-amerikanische Zusammenarbeit
● William Wallace, Baron Wallace of Saltaire – Politiker der Liberal Democrats, seit 1995 Mitglied des House of Lords

Club of Rome

Nähere Beschreibung aus Platzgründen in einem separaten Artikel.

Council on Foreign Relations

Nähere Beschreibung aus Platzgründen in einem separaten Artikel.

Deutsche Atlantische Gesellschaft

Die Deutsche Atlantische Gesellschaft wurde am 20. März 1956 als deutscher Ableger der Atlantic Treaty Association in Bonn gegründet. Hauptziel der Gesellschaft ist es, über Deutschlands Einbindung in die NATO zu informieren und die Kriegseinsätze der NATO zu rechtfertigen. Außerdem wird die Osterweiterung der NATO propagiert.

Dt Atlantische Gesellschaft

Der erste Präsident und Mitbegründer der Gesellschaft war Otto Lenz (1903-1957), ein CDU-Politiker und ehemaliger Chef des Bundeskanzleramtes. Nach dessen plötzlichem Tod übernahm der CSU-Politiker und damalige Bundesjustizminister Richard Jaeger (1913-1998) das Ruder. Aktuell ist seit 2006 der CDU-Politiker Christian Schmidt neuer Präsident der Gesellschaft. Schmidt ist seit 2014 Bundeslandwirtschaftsminister, war allerdings zuvor als parlamentarischer Staatssekretär im Bundeskriegsministerium tätig.

Die am 25. Oktober 2006 in Berlin gegründete Jugendorganisation YATA Germany soll in Zukunft junge Menschen für die NATO begeistern.

Europäische Stabilitätsinitiative

Die Europäische Stabilitätsinitiative e. V. wurde 1999 infolge des Kosovo-Krieges gegründet. Das besondere Augenmerk der Denkfabrik liegt daher auch auf dem Südosten Europas. Die Initiative unterhält Büros in Berlin, Brüssel, Wien und Istanbul. Finanziert wird sie u.a. von der Regierung Schwedens und dem German Marshall Fund. Das monatliche Budget von 45.000 € kommt aber auch von der Robert Bosch Stiftung sowie aus dem Bankensektor von der Rockefeller-Stiftung und ERSTE-Stiftung (Sparkassen-Privatstiftung aus Österreich).

Zu den Mitgliedern der Denkfabrik gehören Mitarbeiter internationaler Organisationen wie der OSZE und der Weltbank. Den Vorsitz hat momentan der österreichische Soziologe Gerald Knaus.

Hoover Institution

Die Hoover Institution on War, Revolution, and Peace ist eine US-amerikanische Denkfabrik mit angeschlossener Bibliothek, welche ihren Sitz an der Stanford University in Kalifornien hat. Sie ist nicht etwa nach dem ehemaligen FBI-Direktor J. Edgar Hoover benannt, sondern nach ihrem Gründer Herbert Hoover (1874-1964), welcher die Institution 1919 ins Leben rief und später von 1929-1933 zum 31. US-Präsidenten gewählt wurde. Herbert Hoover hatte nicht nur seine eigene Denkfabrik, sondern war darüber hinaus auch Mitglied des Council on Foreign Relations. Zudem gehörte er den Freimaurern sowie dem berüchtigten Bohemian Club an.

Herbert Hoover

Die Hoover Institution hat einen maßgeblichen Einfluss auf die konservativen und libertären Bewegungen der USA und finanziert sich über Stiftungen großer Konzerne wie JP Morgan, General Motors, Exxon und Procter & Gamble. Das Sprachrohr der Institution ist seit 2001 die Zeitschrift „Policy Review“.

Bekannte Mitglieder waren bzw. sind:

● Margaret Thatcher (1925-2006) – ehem. Vorsitzende der Konservativen Partei Großbritanniens sowie ehem. britische Premierministerin
● Ronald Reagan (1911-2004) – Schauspieler und 40. US-Präsident
● Condoleezza Rice – Republikanerin, ehem. US-Außenministerin unter George W. Bush
● Milton Friedman (1912-2006) – US-Ökonom
● Josef Joffe – seit 2000 Herausgeber der Wochenzeitung „Die Zeit“

Institut für Europäische Politik

Wie der Name schon vermuten lässt, konzentriert sich das in den 1950ern gegründete Institut für Europäische Politik auf den europäischen Einigungsprozess. Als strategischer Partner des Auswärtigen Amtes und der EU-Kommission kümmert sich das Institut um die Bereiche Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Bildung. Das Institut für Europäische Politik ist Mitglied im Netzwerk Europäische Bewegung Deutschland.

Zum Vorstand gehören:

Präsident des IEP ● Werner Hoyer – FDP-Politiker, Präsident der Europäischen Investitionsbank
Vorstandsvorsitzender des IEP ● Wolfgang Wessels – Politikwissenschaftler
Direktor des IEP ● Matthias Jopp
Schatzmeister des IEP ● Franz Schoser – CDU-Politiker, ehem. Verbandsfunktionär der Deutschen Industrie- und Handelskammer
Vorstandsmitglied des IEP ● Wolf-Ruthart Born – ehem. Staatssekretär für Europa im Auswärtigen Amt
Vorstandsmitglied des IEP ● Daniel Göler
Vorstandsmitglied des IEP ● Michael Kreile
Vorstandsmitglied des IEP ● Hartmut Marhold

Zu den ehemaligen Mitarbeitern zählen:

● Bernd Hüttemann – Generalsekretär der Europäischen Bewegung Deutschland
● Prof. Andreas Maurer – Politikwissenschaftler und EU-Integrationsforscher

International Institute for Strategic Studies

Auch hier ist der Name Programm. Dieses 1958 gegründete, britische Forschungsinstitut beschäftigt sich mit strategischen Studien und internationalen Beziehungen. Nach eigener Definition sieht sich das International Institute for Strategic Studies als führende Autorität in der Militärpolitik, weshalb es kaum verwundern dürfte, dass seine Mitglieder zu den härtesten Kriegsbefürwortern zählen. Ebenso wenig überrascht es, dass das Institut neben seinem Hauptsitz im Londoner Arundel House weitere Niederlassungen in Washington D.C. sowie Bahrain und Singapur unterhält.

Das Institut ist eng mit dem Council on Foreign Relations verquickt. So ist z.B. der Direktor des CFR, Richard Nathan Haass, Forschungsassistent des International Institute for Strategic Studies. Geforscht wird u.a. für die Jahresberichte, in denen die militärische Stärke fast aller Länder bewertet wird. Der Think Tank gibt dazu vierteljährlich eine Zeitschrift mit dem zynischen Namen „Survival“ („Überleben“) heraus. Darüber hinaus nimmt das Institut Einfluss auf meinungsbildende Massenmedien. Zu den bekanntesten Mitgliedern in Deutschland zählen:

● Josef Joffe – seit 2000 Herausgeber der Wochenzeitung „Die Zeit“
● Günther Nonnenmacher – bis 2014 Mitherausgeber der FAZ

Project for the New American Century

Das 1997 gegründete „Projekt für ein neues amerikanisches Jahrhundert“ geriet im Zuge des Krieges gegen den Terror in die Schlagzeilen, da der Think bereits vor George W. Bushs Machtantritt 2001 die Kriege gegen Afghanistan und insbesondere gegen den Irak geplant hatte.

Zu den erklärten Zielen der Denkfabrik gehören die Aufrechterhaltung sowie der Ausbau der Vormachtstellung und militärischen Überlegenheit der USA. Ein Netzwerk von Militärbasen soll dabei den gesamten Planeten unterdrücken. Ebenso wird ein Ausbau des Weltraumwaffenprogramms gefordert, um der USA die uneingeschränkte Herrschaft zu garantieren. Eine multipolare Weltordnung, wie sie Russland und China befürworten, wird zugunsten einer totalen US-Hegemonie abgelehnt.

Selbstverständlich klingen solche Forderungen absolut größenwahnsinnig und stellen selbst Hitlers Weltmachtsphantasien in den Schatten. Die öffentliche Kritik an diesem faschistischen Vorhaben führte dementsprechend auch zur Auflösung des Think Tanks im Jahr 2006. Allerdings wurde 2009 mit der Foreign Policy Initiative bereits ein Nachfolger gegründet.

Zum alten Faschistenclub gehörten unter anderem:

● Richard Armitage – Republikaner, US-Vizeaußenminister unter George W. Bush
● William J. Bennett – Republikaner, US-Bildungsminister unter Ronald Reagan, Direktor der Drogenaufsichtbehörde unter George H. W. Bush
● John R. Bolton – Republikaner, ehem. US-Botschafter bei den Vereinten Nationen
● Jeb Bush – Republikaner, ehem. Gouverneur von Florida, Bruder von George W. Bush
● Dick Cheney – Republikaner, ehem. Vizepräsident von George W. Bush, ehem. Geschäftsführer von Halliburton
● Eliot A. Cohen – Direktor des Strategic Studies Dezernats der SAIS
● Steve Forbes – Herausgeber des „Forbes Magazine“
● Francis Fukuyama – US-Politikwissenschaftler
● Zalmay Khalizad – Republikaner, ehem. US-Botschafter in Afghanistan, Irak und bei den Vereinten Nationen
● Charles Krauthammer – Journalist, Entwickler der Reagan-Doktrin von 1985
● William Kristol – Vorsitzender des Projektes, Herausgeber des „Weekly Standard“
● Lewis Libby – ehem. Stabschef des Vizepräsidenten Cheney
● Richard Perle – Neocon, ehem. Präsidentenberater
● Donald Rumsfeld – Republikaner, zweimaliger US-Kriegsminister
● Paul Wolfowitz – Republikaner, stellvertretender Kriegsminister unter George W. Bush, ehem. Weltbank-Direktor
● James Woolsey – ehem. CIA-Direktor

Stratfor

Der US-amerikanische Think Tank Stratfor (Abk. für „Strategic Forecasting”) wurde 1996 vom Sicherheitsexperten George Friedman gegründet und hat seinen Sitz in Austin (Texas). Es handelt sich um einen privaten Anbieter von Analysen, Berichten und Zukunftsprognosen zu Sicherheitsfragen und Konflikten. Dabei werden nicht nur öffentliche, sondern auch verdeckte Quellen ausgewertet, was Stratfor den Ruf einer „Schatten-CIA“ einbrachte.

Zu den Kunden von Stratfor zählen vor allem Konzerne aus der Rohstoffbranche sowie staatliche Organisationen. Zudem berufen sich viele US-amerikanische und deutsche Medien auf Stratfor als Quelle. Der Think Tank schaffte es schließlich selbst in die Schlagzeilen, als er am 24. Dezember 2011 von Anonymous-Aktivisten gehackt wurde. Die erbeuteten Kreditkartennummern wurden dabei verwendet, um rund 700.000 $ an Hilfsorganisationen zu überweisen. Wenn das mal kein nettes Weihnachtsgeschenk war.

Am 27. Februar 2012 begann dann Wikileaks mit der Veröffentlichung von 214 internen Nachrichten von Stratfor-Mitarbeitern. Wikileaks trug damit zur teilweisen Enttarnung des Informationsnetzes von Stratfor bei und stellte die fragwürdigen, teils sogar illegalen Methoden des Think Tanks bloß.

Die abartigen Ziele von Stratfor schilderte der Gründer George Friedman am 4. Februar 2015 allerdings höchstpersönlich in aller Öffentlichkeit. Auf einer Veranstaltung des Chicago Council on Global Affairs gab er zu Protokoll, dass es die Aufgabe der USA sei, andere Staaten gegeneinander aufzuhetzen. Damit solle das Entstehen von Bündnissen verhindert werden, die der USA feindlich werden oder auch nur ihre globale Vormachtstellung infrage stellen könnten. Ein vereintes Europa lehnte Friedman als Konkurrenten der USA ebenfalls ab und empfahl, nur Zweckbündnisse mit einzelnen Staaten einzugehen.

In Bezug auf den aktuellen Konflikt in der Ukraine lobte er die Einmischung des US-Militärs und gab ganz offen bekannt, dass die ukrainische Armee nur der verlängerte Arm des US-Militärs sei. Weiterhin begrüßte der geopolitische Brandstifter Friedman, dass fast alle ehemaligen Ostblockstaaten bei der konsequenten Einkreisung Russlands behilflich seien. Lediglich Deutschlands Rolle sei noch unklar, weshalb die USA alles daran setzen müssten, die politischen sowie wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Russland zu sabotieren und zu zerstören.

Transatlantic Academy

Die Forschungseinrichtung Transatlantic Academy, die sich mit den langfristigen Entwicklungen in Europa und Amerika beschäftigt, wurde 2007 gegründet. Ihre Themen sind Migration und Integration, Wirtschaft und Ressourcen, Problemfelder wie die Türkei und sogar religiöse Fragen.

Die Transatlantic Academy geht auf die Initiative des German Marshall Fund der Vereinigten Staaten, der ZEIT-Stiftung, der Robert Bosch Stiftung sowie der Lynde and Harry Bradley Foundation zurück. Weitere Mittel erhält der Think Tank aus dem Transatlantik-Programm der Bundesregierung, dem European Recovery Programm des Bundeswirtschaftsministeriums sowie von den Stiftungen Joachim Herz und Fritz Thyssen.

Zu den Bekanntesten Mitgliedern der Academy gehören:

● Klaus-Dieter Frankenberger – Redaktionsmitglied der FAZ
● Gunther Hellmann – Politikwissenschaftler, seit 2002 Herausgeber der „Zeitschrift für Internationale Beziehungen“
● Jan-Werner Müller – Politikwissenschaftler

Trilaterale Kommission

Nähere Beschreibung aus Platzgründen in einem separaten Artikel.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ein Großteil der Politiker in Think Tanks organisiert ist, die mehr als offensichtlich von der Banken- und Konzernmafia gesteuert werden. Interessant ist in diesem Zusammenhang, was der AfD-Politiker Hans-Olaf Henkel, seines Zeichens ein ehemaliger Bankenberater, bei Maischberger zum Thema Think Tanks sagt. Er begrüßt diese korrupten Netzwerke und ist sich sicher, dass es in Deutschland so weitergehen wird. Das ist die Alternativlosigkeit, auf die Deutschland gewartet hat!