Freimaurerische Star Trek Comics

Leider finden sich auch bei Star Trek Comics freimaurerische Symbole. Auf dem Cover des „Deep Space Nine“-Heftes „Terok Nor“ von Malibu sind auf dem Sockel einer Statue eindeutig Zirkel und Winkelmaß zu sehen. Dabei ist es eigentlich mehr als unwahrscheinlich, dass eine fremde Kultur wie die der Bajoraner der Freimaurerei frönt.

Eine Pyramide mit stilisiertem Auge gab es derweil auf einem älteren Comic zur Classic Serie. Eine weitere Pyramide, welche zwei Crewmitglieder illuminiert, findet sich oben links. Die Lizenz hatte damals übrigens Marvel, was den finsteren Dämon erklären dürfte, der eher einem Superheldencomic entsprungen zu sein scheint.

Der Knaller kommt aber noch. Im Comic „Spock“ macht eine finster dreinblickende Sternenflottenoffizierin die M-Handgeste, während sie die Worte „Was zum Teufel?“ ausspricht. In der deutschen Erstauflage ist das Bild obendrein noch ausgerechnet auf der Seite 66 zu finden.

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Star Trek: Beyond – Nix Neues hinter der letzten Grenze

von Shinzon

Nachdem J.J. Abrams Star Trek gleich zweimal ermordet hat, geht der dritte Teil des Reboots nun auf das Konto von Justin Lin. Über das Ergebnis lässt sich streiten. Der Regisseur der letzten „Fast & Furious“-Filme liefert in jedem Falle einen rasanten Trip ab, der aber mehr mit einem Autorennen als mit Star Trek gemein hat.

Achtung: Spoiler!

Um den Film nicht vorschnell abzuwerten, muss gleich zu Beginn gesagt werden, dass er rein optisch absolut beeindruckend ist. Insbesondere mit der Yorktown-Station bietet „Beyond“ etwas wirklich Neues und damit ist er schon mal um Längen besser als seine beiden Vorgänger. Allerdings gibt es in dieser Szene auch das erste okkulte Symbol. Die Schleuse der Station ist ein Hexagon.

Beyond Hexagramm

Innen ist die Stadt im Weltraum sowohl faszinierend als auch verwirrend. Der Einflug der Enterprise raubt einem zunächst den Atem und ist das größte Highlight des Films. Die Architektur ist jedoch ziemlich überladen und geht kreuz und quer durcheinander. Alles steht sprichwörtlich Kopf und die Bevölkerung wird mit Schwerkraftfeldern auf den Füßen gehalten. Statt das Auge mit einem komplizierten Netzwerk aus Brücken zu überlasten, wäre es wesentlich einfacher gewesen, die Innenseite der Kugelstation zu bebauen und dabei die Zentrifugalkraft zu nutzen. Babylon 5 ist in diesem Punkt weitaus realistischer.

Die Bevölkerung der Station ist ebenfalls etwas enttäuschend. Es gibt kaum bekannte Spezies zu sehen. Die einzige Ausnahme bilden die Vulkanier und Orioner, wobei letztere aber eigentlich gar nicht zur Föderation gehören. Andorianer, Tellariten, Saurianer, Trill oder Bolianer sind in dem Getümmel nicht zu erkennen und gehören auch nicht zur Besatzung der Enterprise. Dafür gibt es Dutzende neue Spezies, bei denen man sich fragt, wann die eigentlich alle entdeckt wurden? Die Föderation hatte im 24. Jahrhundert etwas über 150 Mitgliedswelten, im Reboot sind es hundert Jahre zuvor schon gefühlte 1.000.

Immerhin bekommen die Vulkanier etwas mehr Raum und zollen dem 2015 verstorbenen Leonard Nimoy ihren Respekt. Sein Alter Ego durfte ein Jahrhundert älter werden, doch letztendlich sind auch Vulkanier sterblich. Der junge Spock bleibt durch die Konfrontation mit seinem eigenen Tod keineswegs unbeeindruckt und überlegt, in die Fußstapfen Botschafter Spocks zu treten. Er ist aber nicht der Einzige, der seinen Posten auf der Enterprise aufgeben will. Kirk spielt ebenfalls mit dem Gedanken, den Captainsstuhl aufzugeben und sich in Yorktown niederzulassen.

Alles in allem sind die Hauptcharaktere etwas nachdenklicher, was ihnen mehr Tiefe verleiht. Das führt dazu, dass man Chris Pine die Rolle des Kirk erstmals wirklich abnimmt. Karl Urban und Zachary Quinto waren bereits in den ersten Filmen überzeugend und bauen nun endlich den Zwist zwischen ihren Charakteren aus. Die typischen Sticheleien zwischen dem Arzt und dem Vulkanier stehen dem Original in nichts mehr nach.

Etwas überraschend ist die Entwicklung von Sulu zu einem schwulen Charakter. Es ist schwer zu glauben, dass eine Veränderung der Zeitlinie auch die sexuelle Orientierung eines Menschen verändern kann. Hier wird wohl eher auf die Homosexualität des Originalschauspielers George Takei angespielt. Im neuen Cast ist allerdings nicht John Cho schwul, sondern Zachary Quinto. Da Spock im Reboot ohnehin ungewöhnliche Beziehungen eingeht, hätte man ihn auch gleich schwul machen können. Das wäre nicht mal gegen den Kanon gewesen, da Spock in der alten Zeitlinie keinerlei längerfristige Beziehungen zu Frauen hatte.

Sulu hingegen hat eine Tochter, die in der Yorktown-Szene auch kurz zu sehen ist. Da Demora nicht adoptiert, sondern seine leibliche Tochter ist, fragt man sich, wie sie nun zustande gekommen sein soll? Die Andeutung einer schwulen Beziehung funktioniert einfach nicht, zumal sie ohne jeden Tiefgang bleibt. Der Zuschauer lernt Sulus Partner nicht einmal kennen, es wird nicht gezeigt, wie sich dieser beispielsweise Sorgen macht, als der Kontakt zur Enterprise abbricht. Wenn man für Toleranz hätte werben wollen, wäre mehr Tiefgang von Nöten gewesen. Ein schwules Pärchen an Bord der Enterprise hätte mehr bewirkt, eine Romanze zwischen Spock und McCoy wäre sogar ein echter Brüller gewesen. So bleibt es aber nur eine absolut oberflächliche Andeutung, welche die Fans maximal verwirrt.

Dafür gibt es tiefere Einblicke in die Romanze zwischen Spock und Uhura (Zoe Saldana), zwischen denen es zu kriseln beginnt. Irgendwie war das nur eine Frage der Zeit. Durch die kommenden Ereignisse werden sie dann aber doch wieder zusammengeschweißt, was für eine Überraschung.

Überhaupt ist der ganze Film ziemlich vorhersehbar. Als eine mysteriöse Alienfrau in Yorktown ankommt und um Hilfe für ihre abgestürzte Mannschaft bittet, riecht das schon nach einer Falle. Da die Föderation aber aus netten Leuten besteht, sei es ihnen verziehen, dass sie den Braten nicht riechen. Nachdem die Enterprise von einem Schwarm feindlicher Raumschiffe zerfetzt wurde, sollte jedoch allen klar sein, dass dieser Fremden nicht zu trauen ist. Kirk fällt jedoch abermals auf sie rein und lässt sich auf der abgestürzten Untertassensektion seines Schiffes erneut in eine Falle locken. Das ist einfach nur dämlich.

Er hätte die Alienfrau gleich nach dem Absturz auf den fremden Planeten erschießen sollen. Stattdessen startet er die Untertassensektion und lässt sie erneut abstürzen, um die hinterhältige Betrügerin damit zu erschlagen. Ein Phaserschuss wäre weniger aufwendig gewesen. Und nur so nebenbei ist der Crash der Untertassensektion auf einen Planeten voll aus „Treffen der Generationen“ geklaut.

Sowohl beim Kampf im Orbit als auch im Wrack auf dem Planeten kommt es zu Begegnungen mit dem Superschurken Krall (Idris Elba), der auf der Suche nach einem Artefakt ist. Dieses ist Teil einer biologischen Massenvernichtungswaffe, mit welcher er die Föderation angreifen will. Versteckt hat es Kirk jedoch nicht an Bord seines Schiffes, sondern im Kopf eines Besatzungsmitgliedes.

Diese kuriose Aliendame wurde mit dem Rest der Besatzung von Kralls Schergen gefangen genommen und rückt das Artefakt schließlich raus, als Krall damit droht, ein anderes Besatzungsmitglied zu töten. Um ein Leben zu retten ist die Betreffende bereit, Milliarden zu opfern. Solch labile Charaktere sollte die Sternenflottenakademie in Zukunft lieber aussieben. Zumal die Alienfrau damit nicht mal etwas erreicht. Im Gegenteil darf sie die Erste sein, an der Krall die Waffe austestet. Damit hat sie sich einen Darwin-Award verdient.

Krall ist indes ein merkwürdiger Zeitgenosse. Anfangs ist er ein Reptiloid, der sich von menschlicher Lebensenergie ernährt. Während er dies tut, beginnt er sich langsam zu verwandeln. Nachdem in „Star Trek: Into Darkness“ bereits der Nibiru-Schwachsinn von Zecharia Sitchin (*1920, †2010) aufgegriffen wurde, scheinen die Macher des Reboots nun auch noch David Ickes Reptiloiden-Verschwörungstheorien zu übernehmen. Obendrein ist das Absaugen der Lebensenergie von den Wraith aus „Stargate Atlantis“ geklaut.

Beyond Repto

Als sich dann auch noch herausstellt, dass Krall eigentlich ein Mensch namens Edison ist, der zu Zeiten Captain Archers als MACO die Erde vor den Xindi beschützte, schlägt das dem Fass endgültig den Boden aus. Zum einen fragt man sich, warum Captain Balthazar Edison eine reptiloide Gestalt angenommen hat. Nur damit die Auflösung eine Überraschung ist? Das ist wirklich schwach und wenn man eine ernsthafte reptiloide Bedrohung hätte schaffen wollen, hätte man auf die Gorn zurückgreifen können. Die Fans der Classic-Serie hätte es gefreut.

Noch weniger nachvollziehbar ist jedoch, warum Edison Milliarden Unschuldiger töten will. Nur weil die Menschheit nach dem Xindi-Krieg mit selbigen Frieden geschlossen hat? Wenn Edison gegenüber den Xindi nachtragend ist, weil er vielleicht Familienangehörige durch ihren Angriff auf die Erde verloren hat, dann sollten doch eher diese sein Ziel sein. Oder geht es ihm darum, dass die Sternenflotte nach 100 Jahren die Suche nach seiner verschollenen Mannschaft aufgegeben hat? Es ist ja nicht so, dass man gar nicht nach ihnen gesucht hätte und dass man ihn nach 100 Jahren für tot hält, sollte er sich denken können.

Die zahlreichen Aliens, an denen er sich genährt hat, um unsterblich zu werden, hätten viel mehr Grund, ihm etwas übel zu nehmen. Zu den Betroffenen gehört die Überlebende Jaylah, deren Familie von Krall alias Edison abgeschlachtet wurde. Sie nimmt das aber viel relaxter und sucht die Schuld beim Schuldigen. Als sie auf Scotty trifft, rettet sie ihn vor ein paar Vagabunden und verbündet sich mit ihm. Überhaupt ist sie einer der coolsten Charaktere des gesamten Films.

Ihr Versteck ist das Wrack der abgestürzten U.S.S. Franklin, welches sie mit Hologrammprojektoren getarnt hat. Doch Moment mal, wenn Krall der Captain der Franklin war, müsste er doch trotzdem wissen, wo das Wrack vergraben liegt. Was für ein haarsträubender Filmfehler! Es wäre wirklich besser gewesen, einen Außerirdischen als Gegner zu nehmen, um der Fluchtmöglichkeit von Kirks Crew Glaubwürdigkeit zu verleihen.

Ebenso unglaubwürdig ist es, dass die winzige Franklin die einzige Rettung für die Yorktown-Station ist. Dem gewaltigen Schwarm aus Schiffen, die Krall auf dem fremden Planeten entdeckt hat, ist dennoch nicht mit konventionellen Waffen beizukommen. Es gibt jedoch einen Schwachpunkt, denn wenn die Verbindung zwischen den Schwarmschiffen unterbrochen wird, bricht die Formation auseinander. Das klingt plausibel. Weit weniger plausibel ist jedoch, dass „Sabotage“ von den Beasty Boys exakt die benötigte Frequenz hat. Ein einfaches Störsignal hätte hier genügt, doch man wollte einfach noch mal das Radio aufdrehen.

Der Soundtrack ist ohnehin total unpassend. Beasty Boys in den Actionszenen und Rihanna im Abspann. Der übliche Pop-Schrott nervt schon all den Animationsfilmen, wo er zum Ende die Stimmung ruiniert. Dass jetzt auch Star Trek mit diesem Mist verseucht wird, ist der Gipfel. Aber es ist ja ohnehin nur das Reboot und solange die Titelmelodie zur neuen Serie „Star Trek – Discovery“ nicht von Lady Gaga gesungen wird, kann es den Fans der alten Serien egal sein.

Mit den Minuspunkten für „Star Trek: Beyond“ sind wir indes noch nicht durch. Auch der finale Kampf zwischen Kirk und Edison ist absolut überzogen und unrealistisch. Es gelingt Edison dabei sogar, die Biowaffe zu aktivieren, doch diesmal verbreitet sich das Virus so langsam, dass Kirk sich noch bequem mit Krall darum kloppen kann. Letztendlich saugt Kirk es mit dem Abluftschacht in den Weltraum.

Ähm, warum hat die Yorktown-Station einen Luftschacht, der direkt in den Weltraum führt? Und das noch direkt in der Mitte der Belüftungsturbine für die Station? Das ist ein noch weitaus schlimmerer Konstruktionsfehler als der Energiekernschacht des ersten Todessterns in Star Wars. Immerhin könnte durch diesen Schacht die gesamte Stationsbevölkerung in den Weltraum gesogen werden. Aus unerklärlichen Gründen wird aber nur Krall vom Unterdruck hinaus gesaugt, wie praktisch! Das grenzt schon fast an Magie.

Zumindest das Ende stimmt wieder etwas gnädig. Kirk bekommt doch noch eine Geburtstagsfeier und als Geschenk eine neue Enterprise, die in Rekordzeit konstruiert wird. Jaylah tritt derweil in die Sternenflotte ein, womit sie endlich eine neue Familie gefunden hat.

Fazit: Die Logiklöcher sind nach wie vor himmelschreiend, dennoch ist „Star Trek: Beyond“ der beste der Reboot-Filme. Immerhin schafft er es, zumindest zeitweise Spannung zu erzeugen. Die Effekte sind spitzenklasse und es mangelt auch nicht an Witz. Zudem nimmt das alte Triumvirat von Kirk, Spock und McCoy langsam Gestalt an. Auch Simon Pegg und Zoe Saldana finden allmählich in ihre Rollen. Lediglich Deep Roy als Keenser ist nach wie vor eher ein Maskottchen als ein ernsthafter Charakter.

John Cho ist als Sulu noch etwas unterfordert und seine neue sexuelle Orientierung bleibt nur eine oberflächliche Anspielung auf George Takei. Anton Yelchin bleibt indes als Chekov total unglaubwürdig und sein Text beschränkt sich fast ausschließlich auf seine Arbeit. Diese Rolle ist nicht mal ein Lückenfüller und da der Darsteller am 19. Juni 2016 viel zu früh durch einen Unfall verstorben ist, wird er sie auch nicht mehr vertiefen können. Was nun aus Chekov wird oder ob es überhaupt noch einen weiteren Reboot-Film geben wird, steht ebenso noch in den Sternen.

Der Sternenflottenwinkel

In der „Star Trek“ Klassik-Serie trug die Crew der U.S.S. Enterprise einen Sternenflottenwinkel auf der Uniform, welcher die Zugehörigkeit zu den entsprechenden Abteilungen anzeigte. Da viele Raumfahrtagenturen, darunter die NASA und Roskosmos, einen ähnlichen Winkel benutzen, kursierte alsbald das Gerücht, dies sei auf Serienfans innerhalb der Raumfahrtagenturen zurückzuführen. Obwohl der Seriendesigner Michael Okuda tatsächlich einige Abzeichen für die NASA entwarf, ist diese Annahme jedoch falsch, da das spitze Chevron bereits vor dem Serienstart 1966 in Gebrauch war.

Der Umkehrschluss, dass sich „Star Trek“ bei der realen Raumfahrt bedient hätte, dürfte ebenfalls ein Trugschluss sein. Der Okkultismus scheint in beiden Fällen die Wurzel zu sein, da der spitze Winkel ein Teil des Pentagramms ist. Als Symbol der Kommandoebene im Sternenflottenlogo diente in der Kirk-Ära sogar ein fünfzackiger Stern.

Enterpriselogo

In der Klassik-Serie trug nur die Enterprise-Besatzung das Chevron. Die Crew der U.S.S. Huron hatte indes ein Chevron mit seitlichen Auswüchsen. Besatzungen anderer Raumschiffe trugen meist nur geometrische Figuren und das Sternenflottenkommando eine Blütenform.

Sternenflottenlogos 23 Jahrhundert

Ab dem ersten Kinofilm wurde das Logo der U.S.S. Enterprise für die gesamte Sternenflotte übernommen, wobei das Pentagramm der Kommandoebene auf alle Abzeichen übertragen wurde.

Sternenflotte

In den späteren Serien verschwand das Pentagramm und das Chevron erhielt immer neue Einfassungen.

Sternenflottenlogos 24 Jahrhundert

Zuletzt wurde das Sternenflottenlogo für die Prequel-Serie „Enterprise“ derart abgewandelt, dass es einen Übergang von den Logos realer Raumfahrtagenturen zum typischen Abzeichen der Sternenflotte darstellt.

Sternenflotte 2151

Eugenische Zukunftsvisionen

In der Serie „Andromeda“, welche auf einer Idee von „Star Trek“-Schöpfer Gene Roddenberry (1921-1991) basiert, gibt es einen genetisch verbesserten Menschenzweig. Diese Übermenschen nennen sich Nietzscheaner, nach Friedrich Nietzsche (1844-1900), und sind skrupellose Sozialdarwinisten. Für sie zählt nur das Überleben des Stärkeren, ihren Mitmenschen gegenüber verhalten sie sich wie Psychopathen.

Nitzscheanerin

In „Star Trek“ selbst gibt es ebenfalls eine Gruppe genetisch verbesserter Übermenschen, angeführt von Khan Noonien Singh (Ricardo Montalbán, †). Dieser wollte laut Serienkanon in den 1990ern die Weltherrschaft an sich reißen, was zum Ausbruch der Eugenischen Kriege führte. Nach Kriegsende floh Khan mit einigen Getreuen in den Weltraum, wo sein Schiff, die S.S. Botany Bay, rund 260 Jahre später auf die U.S.S. Enterprise trifft.

Khan

In der Serie „Enterprise“, die Mitte des 21. Jahrhunderts spielt, forscht der Genetiker Arik Soongh (Brent Spiner) ebenfalls an den so genannten „Augments“, die jedoch außer Kontrolle geraten. Der genetische Virus, den sie in sich tragen, erklärt, warum die Klingonen ein Jahrhundert später, also zu Captain Kirks Zeiten, zeitweilig keine Stirnhöcker haben.

Augments

In der Föderation sind daraufhin genetische Aufwertungen aus gutem Grund verboten. Dennoch gibt es Fälle, in denen Eltern gerade bei genetisch benachteiligten Kindern illegal nachhelfen lassen. Im Verlauf der Serie „Deep Space Nine“ stellt sich Dr. Bashir als solcher Fall heraus. Da er selbst nicht für seine Veränderung verantwortlich gemacht werden kann und er im Gegensatz zu den Augments auch nicht psychisch instabil ist, darf er seinen Titel und Status behalten. Seine Eltern werden jedoch zu Haftstrafen verurteilt.

Ein geradezu erschreckendes Beispiel genetischer Manipulation sind die Jem’Hadar, welche das Dominion als Kriegerkaste züchtet. Diese Gentech-Monster sind sogar Dr. Bashir überlegen.

Bashir & JemHadar

Gestaltwandler in Star Trek

Der erste Gestaltwandler des „Star Trek“-Universums tauchte bereits in der Classic-Episode „Das Letzte seiner Art“ (OT: „The Man Trap“) auf. Der Salzvampir konnte seine Gestalt jedoch nicht wirklich verändern, sondern nur den Verstand der Menschen manipulieren.

Salzvampir Morphose

Der nächste Formwandler in der Folge „Wen die Götter zerstören“ (OT: „Whom Gods Destroy“) war eigentlich ein Mensch. Garth von Izar (Steve Ihnat) war einst ein verdienter Held der Föderation, wollte jedoch in einem Anfall von paranoidem Wahnsinn die gestaltwandlerischen Antosianer auslöschen. Nachdem sein Schiff zerstört wurde, heilten ihn die Antosianer jedoch mittels zellulärer Regeneration. Durch diese Methode konnte Garht fortan auch seine Gestalt verändern und setzte diese Gabe ein, um die Nervenheilanstalt auf Elba II zu übernehmen, in der er nach seiner Rettung eingewiesen wurde.

Die Erklärung, dass ein Mensch durch zelluläre Regeneration seine Gestalt tatsächlich verändern kann, klingt reichlich absurd. Es wäre für einen Erdling schon schwierig, die nötigen geistigen Kräfte zu entwickeln, um einen mentalen Mimikri-Effekt zu erzeugen. Die Gabe der Gestaltwandlung einfach zu erlernen, ist dagegen völlig an den Haaren herbeigezogen.

Garth von Izar

In der Episode „Der Überlebende“ (OT: „The Survivor“) aus der animierten Serie stieß die Crew der Enterprise abermals auf einen Formwandler. Dieser gab sich als Mensch namens Carter Winston aus, der bei einem Raumschiffabsturz starb. Kirk und seine Crew kamen dem Vendorianer letztendlich aber auf die Schliche.

Vendorianer

Dem dritten Gestalterwandler begegneten Captain Kirk und Dr. McCoy im sechsten Kinoabenteuer „Das unentdeckte Land“ auf dem klingonischen Strafmond Rura Penthe. Welchem Volk Martia angehörte, wurde leider nicht geklärt. Es wäre möglich, dass sie eines der 100 Wechselbälger war, welche die Gründer des Dominions über die gesamte Galaxis ausstreuten.

Kirks Äußerung, bisher nur von Gestaltwandlern gehört zu haben, war übrigens ein grober Fehler der Drehbuchautoren. Selbst wenn man die animierte Serie außer Acht lässt, wäre da immer noch Garth von Izar. Dieser nahm, ebenso wie Martia, sogar Kirks Gestalt an. Da hätte der alte Recke eigentlich ein Deja vu haben müssen.

Martia

Captain Picards Crew begegnete schon im Pilotfilm „Der Mächtige/Mission Farpoint“ (OT: „Encounter at Farpoint“) gleich mehreren Gestaltwandlern. Q (John de Lancie) konnte als omnipotentes Wesen einer höheren Dimension jede materielle Form annehmen. Seine liebste war jedoch die menschliche Form.

Q

Das erste Rätsel, welches Q der Enterprise-Crew aufgab, betraf die Farpoint-Station, welche sich als gigantische, quallenartige Lebensform herausstellte, die Energie in Materie verwandeln konnte. Eine zweite dieser kosmozeanen Lebensformen tauchte wenig später in der Gestalt eines außerirdischen Raumschiffs auf.

Farpointwesen_2

Farpointwesen_1

In „Die Thronfolgerin“ (OT: „The Dauphin“) machte Wesley Crusher eine unangenehme Erfahrung mit zwei Allasomorphen. Die schöne Salia konnte sich sehr schnell in ein hässliches Monster verwandeln.

Allasomorphe

Drei weitere Gestaltwandler, denen die Enterprise D begegnete, waren körperlose Wesen, die menschliche Form annahmen. In der Episode „Mutterliebe“ (OT: „The Bonding“) nahm ein Geistwesen die Form der kurz zuvor getöteten Mutter des Jungen Jeremy Aster an. In „Die imaginäre Freundin“ (OT: „Imaginary Friend“) nahm eine nebenartige Kreatur die Gestalt eines Mädchens an, um Kontakt mit der kleinen Clara Sutter aufzunehmen. Schlussendlich konnte auch die anaphasische Lebensform „Ronin“ (OT: „Sub Rosa“) menschliche Gestalt annehmen, um Dr. Beverly Crusher (Gates McFadden) zu manipulieren.

Demonic Isabella

Die Episode „Aquiel“ war schlussendlich eine Adaption des Horrorklassikers „Das Ding aus einer anderen Welt“. Es ging darin um eine außerirdische Substanz, die menschliche Gestalt annehmen konnte.

The Thing Remake

In „Deep Space Nine“ kam mit Odo (Rene Auberjonois) der erste Gestaltwandler in einer Hauptrolle. Wie sich herausstellte, lagen seine Wurzeln im entlegenen Gamma-Quadranten. Die Gründer des Dominion hatten ihn zusammen mit anderen Kindern in der gesamten Galaxis ausgesetzt, damit sie dort unter den Solids leben und Informationen über sie sammeln konnten.

Wechselbalg

Die Gründer mussten sich jeden Tag für rund sechs Stunden regenerieren und nahmen dabei ihre flüssige Form an. Auf ihrer Heimatwelt lebten sie in einer großen Verbindung.

Die große Verbindung

Auf eine ähnliche Spezies traf auch die Voyager in der Episode „Dämon“ (OT: „Demon“). Die flüssige Lebensform kopierte die gesamte Voyager-Crew sowie das Schiff und hielt sich letztendlich sogar für das Original. Außerhalb ihres Planeten konnten sie die angenommene Form jedoch nur für begrenzte Zeit aufrechterhalten. In der Episode „Endstation Vergessenheit“ zersetzten sich die Wechselbälger komplett und trieben fortan als Partikelwolke durch den leeren Weltraum.

Janeway Kopie

Bereits zuvor war die Voyager-Crew in der Folge „Vis a Vis“ einem Gestaltwandler begegnet, der den genetischen Code von Tom Paris (Robert Duncan McNeill) stahl, um dessen Platz einzunehmen.

Vis a Vis

Später entdeckten Captain Janeway und ihre Crew in der Episode „In Fleisch und Blut“ (OT: „In the Flesh“) eine Basis der Spezies 8472, in welcher die Sternenflottenakademie nachgebildet war. Die extradimensionalen Wesen hatten es geschafft, menschliche Form anzunehmen, um die Föderation zu infiltrieren. Sie wollten sich dafür rächen, dass die Crew der Voyager zusammen mit den Borg eine Waffe gegen ihre Spezies entwickelte, was sich im Nachhinein als großer Fehler herausstellte.

Es gibt noch eine Reihe weiterer Wesen in den „Star Trek“-Serien, die ihre äußere Gestalt mittels technologischer Hilfsmittel verändern konnten. Darunter Ardra in der TNG-Episode „Der Pakt mit dem Teufel“ (OT: „Devil’s Due“). Diese Trickbetrüger können jedoch nicht als echte Gestaltwandler gewertet werden.

Ardra

Satanismus in Star Trek

In der „Star Trek“-Zeichentrickserie, welche von 1973 bis 1974 produziert wurde, hat die Crew der Enterprise in der Folge „Das Geheimnis von Megas-Tu“ eine Begegnung mit Luzifer. Man beachte, dass im englischen Originaltitel „The Magicks of Megas-Tu“ das Wort „Magick mit „ck“ geschrieben wird. Diese Schreibweise stammt von Aleister Crowley (1875-1947), dem Begründer des modernen Satanismus. „Megas-Tu“ dürfte zudem eine Anspielung auf „to mega therion“ sein. Dieser griechische Begriff bedeutet frei übersetzt „das große Tier“, eine Bezeichnung für den Antichristen im Buch der Offenbarung. Hier schließt sich einmal mehr der Kreis zu Aleister Crowley, der sich selbst als eben solches Tier betitelte.

Der Drehbuchautor Larry Brody muss sich über die Bedeutung des großen Tieres in Zusammenhang mit Aleister Crowley und dessen Schreibweise von „Magick“ sehr wohl im Klaren gewesen sein. Ein Blick in Brodys Lebenslauf offenbart noch mehr okkulte Werke wie die Zeichentrickserie „Diabolik“ oder seine Beteiligung am „Spawn“- Franchise.

Die Episode „Das Geheimnis von Megas-Tu“ beginnt noch recht harmlos mit einer Mission ins Zentrum der Galaxis. Dort soll die Crew der Enterprise nach Belegen für die Urknall-Theorie suchen. Im Zentrum angekommen gerät die Enterprise in einen Strudel, der sie an einem Ort wieder ausspuckt, wo die bekannten Gesetze der Physik nicht mehr gelten.

Es dauert nicht lange und der Leibhaftige höchstpersönlich manifestiert sich auf der Brücke. Die teuflische Gestalt stellt sich als Lucien alias Luzifer vor, wobei dem Drehbuchautor hier ein gravierender Fehler unterlaufen ist. Luzifer kommt in der klassischen Darstellung nämlich stets als Schlange daher und ist damit eine Repräsentation der Reptiloiden. In „The Magicks of Megas-Tu“ wird er jedoch als Santiner dargestellt, womit er eigentlich Satan heißen müsste. Zwar mögen Satan und Luzifer zwei Seiten derselben Medaille sein, doch sie repräsentieren verschiedene Spezies.

01 Luzifer

02 Luzifer Springbock

Lucien transferiert Kirk, Spock und McCoy auf den Planeten Megas-Tu, wo er ihnen zunächst einen Santinerjungen zeigt.

03 Junger Santiner

Als nächstes sehen sie eine Stadt, doch Lucien merkt an, dass er ihnen seine Welt lediglich in ihren Vorstellungen zeigt. Da er ein höflicher Gastgeber ist, überreicht er Dr. McCoy erst einmal einen Apfel. Was hier als Demonstration magischer Kräfte präsentiert wird, ist nichts Geringeres als der klassische Sündenfall.

04 Sündenfall

Es folgt noch etwas weiterer Hokuspokus mit Merlin.

05 Magick

Danach geht es weiter mit einer kleinen Geschichtsstunde. Laut Luciens Aussagen haben die Meganer die Erde vor Jahrtausenden besucht und der Menschheit mit ihrer Magie geholfen. Ja klar, die Santiner sind die Guten und die Hölle ist das Paradies. Nach dieser Tatsachenverdrehung schickt Luzifer die drei Besatzungsmitglieder zurück auf ihr Raumschiff.

Dort beginnt Spock mit Magie herumzuexperimentieren. Er zeichnet ein Pentagramm auf den Boden, stellt sich darauf und bittet die Dämonen, in seinen Körper zu fahren, damit er Schachfiguren von Zauberhand bewegen kann.

06 Spocks Pentagramm

07 Vulcan Magick

Auf der Brücke übt auch Sulu sich in Magie und zaubert sich eine hübsche Dame herbei.

08 Sulus Traumfrau

Diese verwandelt sich jedoch plötzlich in Lucien, wobei Sulu vor Schreck die freimaurerische M-Handgeste macht.

09 Sulus Traumtyp

Luzifer warnt die Menschen, solche Fähigkeiten zu benutzen, da sein Volk sie sonst entdecken könnte. Doch es ist bereits zu spät und die Brücke füllt sich mit Schlangen- und Drachenwesen. Wir hatten uns ja schon gefragt, wo die Reptiloiden abgeblieben sind…

10 Drachen

Lucien und die Crew der Enterprise werden gefangen genommen und nach Salem (Massachusetts, USA) versetzt, wo 1692 die berüchtigten Hexenprozesse stattgefunden haben.

11 Salem_1

Auf dem Ortseingangsschild sind recht deutlich Zirkel und Winkelmaß angedeutet.

12 Salem_2

Vor dieser Kulisse werden die Gefangenen der Verbrechen ihrer christlichen Vorfahren angeklagt. Ein Hexenprozess bedeutet auf Megas-Tu, dass die Hexer die Richter sind.

13 Hexenprozess

Der Chefankläger outet sich als jüdischer Dämon Asmodeus und baut sich mit typischer Freimaurergeste vor den Angeklagten auf.

14 Asmodeus

Asmodeus behauptet, dass sein Volk in Freundschaft auf die Erde kam, aber die Menschen seine Macht missbrauchen wollten, um ihre persönliche Gier zu befriedigen. Die Dämonen wollten dem jedoch nicht nachkommen und wurden daraufhin verteufelt und verfolgt. Die Überlebenden haben sich in Salem versammelt, wurden jedoch aufgespürt und hingerichtet.

Spock tritt als Verteidiger der Menschheit aus und ruft als ersten Luzifer in den Zeugenstand. Nach ihm darf Captain Kirk seine Aussage machen. Der Captain verweist darauf, dass sich die Menschheit inzwischen geändert hat. Asmodeus glaubt Kirk und spricht die Gefangenen frei, doch Lucien will er in die Vorhölle schicken.

Als Kirk sich leidenschaftlich für den Teufel einsetzt, wird er von Asmodeus zu einem Duell der Magier gezwungen. Für so viel „Sympathy for the Devil“ gibt es gleich mal einen Regenbogen.

15 Regenbogen

Asmodeus offenbart Kirk schließlich, dass die Verurteilung Luzifers nur ein Trick war, um die Intentionen der Menschen zu prüfen. Der Captain hat den Test bestanden und daraufhin stößt Luzifer mit ihm auf die neue Freundschaft an. Alkoholkonsum im Kinderfernsehen.

16 Teufelszeug

Fassen wir kurz zusammen: Der gefallene Engel Luzifer und seine Dämonen werden in dieser Episode als Freunde der Menschheit dargestellt. Schwarze Magie wird als höherdimensionale Physik propagiert, die jeder erlernen kann. Im Umkehrschluss wird das Christentum als diabolische Religion hingestellt, die es zu überwinden gilt.

Zwar stimmt es, dass die katholische Kirche sowie andere fundamentalistische Gruppierungen viel Leid über die Menschheit gebracht haben und die Hexenprozesse von Salem waren ein weiterer Beleg für die Gefährlichkeit von religiösem Fanatismus. Doch waren die Kirchenväter und Sektenführer niemals gute Christen, die sich an die Lehren von Jesus hielten. Im Gegenteil waren und sind diese Menschen von eben jenen dämonischen Kräften beseelt, die hier als unsere Freunde gefeiert werden.

Zweck der Episode „Das Geheimnis von Megas-Tu“ ist die Umkehrung der Werte. Gute wird böse und böse wird gut. Das Schlimmste dabei ist, dass sich die „Star Trek“-Zeichentrickserie explizit an ein junges Publikum richtet. Kinder sollen mit dieser Folge gezielt an Satanismus und schwarze Magie herangeführt werden. Die Botschaft lautetet: Luzifer ist euer Freund! Heil Satan! Ein Wunder, dass dies in den christlich geprägten USA zu keinerlei Massenprotesten führte.

Im fünften Kinofilm fliegt die Enterprise noch einmal ins Zentrum der Galaxis und trifft dort auf ein dämonisches Wesen, welches sich als Gott ausgibt. Diesmal spielt Spock jedoch nicht den Hexenmeister, sondern lässt einen klingonischen Bird of Prey auf die finstere Entität feuern.

Pseudogott

Die Crew der Enterprise D trifft in der Episode „Der Pakt mit dem Teufel“ (Originaltitel: „Devil’s Due“) ebenfalls auf den Beelzebub. Dieser stellt sich jedoch als raffinierte Aliendame heraus, die mit technischen Tricks arbeitet, um die Bevölkerung von Ventax II. zu täuschen. Deren Ahnen hatten einst einen Vertrag mit einer mächtigen Entität namens Ardra geschlossen und die Betrügerin will diesen Mythos für sich in Profit verwandeln.

Ardra stellt sich Captain Picard in einer Demonstration ihrer Technologie auch als irdischer Teufel dar.

Satan

Worf erscheint sie indes als klingonischer Fek’lhr. Der Höllenfürst von Gre’thor gleicht mit seinen haarigen Beinen sogar etwas mehr einem Santiner, allerdings fehlen ihm die Hörner.

FekLhr

Zu guter Letzt finden sich auch auf dem Buchmarkt einige teuflische Star Trek Perlen.

Star Trek - Prey

Insektoide in Star Trek

Es dauerte verhältnismäßig lange, bis die erste insektoide Spezies in „Star Trek“ auch nur erwähnt wurde. In der TNG Episode „Der große Abschied“ (OT: „The Big Goodbye“) aus der ersten Staffel befand sich die Enterprise auf einer diplomatischen Mission zum Heimatplaneten der Jarada, die allerdings nur gegen Ende in einer reinen Audioübertragung kontaktiert wurden. Zu Gesicht bekam man die Jarada nicht und die eigentliche Handlung der Folge drehte sich um ein Holodeck-Abenteuer. Nähere Einblicke in die Zivilisation der Jarada gab es nur in dem TNG-Roman „Die Jarada“ (OT: „Imbalance“) von V.E. Mitchell.

Die Jarada

Die erste Bildschirmbegegnung mit einer insektoiden Spezies ließ noch mehr als ein Jahrzehnt auf sich warten. Erst in der fünften und letzten Trek-Serie „Enterprise“ machte die Crew von Captain Archer Bekanntschaft mit den insektoiden Xindi. Archer wurde dabei von einer Substanz infiziert, die seinen verstand veränderte, sodass er sich rührend um einige Insektoidenbabys in einem abgestürzten Xindi-Raumschiff kümmerte. Dies wäre eigentlich eine gute Gelegenheit gewesen, die insektoiden Vertreter der Xindi auf die Seite der Menschen zu ziehen, doch Captain Archers Befehle wurden von seiner Crew missachtet und die Babys zum Sterben zurückgelassen.

Nun, die dritte Staffel von „Enterprise“ war ohnehin die schlechteste und hatte am wenigsten von Roddenberrys ursprünglichem Zukunftsoptimismus. Es ist dabei schon direkt rassistisch, dass die Crew der Enterprise nur zu den humanoiden und affenartigen Vertretern der Xindi diplomatische Beziehungen aufbaute, während die Insektoiden wie Schädlinge bekämpft wurden.

Xindi Insektoid

Humanoide Völker in Star Trek

In Zeiten der Classic-Serie waren noch die meisten Völker des „Star Trek“-Universums humanoid. Es gab zwar durchaus Spezies wie die Tholianer, Meduser oder Melkoten, die nur ganz kurz zu sehen waren, oder die Gorn, Excalbianer und Mugatos in Ganzkörperkostümen. Aus Kostengründen blieben diese Exoten jedoch die Ausnahme. Bei den Humanoiden machte man sich oft nicht einmal die Mühe, die Schauspieler zu schminken, es reichte ein kurioses Kostüm.

Humanoide

Die Vulkanier und Romulaner erhielten immerhin spitze Ohren, allerdings beschränkten sich die Maskenbildner auf eine Handvoll Hauptcharaktere. Den meisten Romulanern wurden Helme aufgesetzt, um Kosten zu sparen.

Romulaner

Während die Vulkanier und Romulaner aufgrund ihres grünen Blutes nur blassgrün geschminkt waren, wirkten die Orioner mit ihrer intensiv grünen Haut schon weitaus exotischer.

Vina Orion Girl

Die Klingonen hatten in den 1960ern noch nicht ihre typischen Stirnhöcker, sondern wurden einfach braun geschminkt und mit falschen Bärten versehen.

Kor

Die Kinofilme hatten schon ein etwas höheres Budget, weshalb die Klingonen in „Star Trek – Der Film“ erstmals mit Stirnhöckern zu sehen waren. Sie zählten damit allerdings immer noch zu den humanoiden Völkern.

Klingone

In „Star Trek – Das nächste Jahrhundert“ mussten zunächst ebenfalls ungeschminkte Darsteller als Edo oder Ligonier herhalten. Es macht daher kaum Sinn, alle humanoiden Spezies aufzuzählen. Einzig die Betazoiden stachen ein wenig hervor, da Deanna Troi (Marina Sirtis) zur Hälfte dieser telepathischen Spezies angehörte. Empathische Fähigkeiten kosteten nichts und der einzige andere Unterschied zwischen Menschen und Betazoiden bestand in schwarzen Kontaktlinsen.

Deanna Troi

Später kamen häufiger Halbmasken dazu, die meist die Stirn betrafen. Den sehr menschenähnlichen Malcorianern aus der Episode „Erster Kontakt“ wurden immerhin noch vierfingrige Hände verpasst, um sie etwas stärker von uns abzuheben. Gesellschaftlich befanden sie sich jedoch auf exakt demselben Niveau wie die Menschheit heute.

Malcorianer

Als Begründung für die zahlreichen humanoiden Spezies wurde in der sechsten Staffel in der Episode „Das fehlende Fragment“ (OT: „The Chase“) eine humanoide Urrasse eingeführt, welche ihre DNS vor Milliarden von Jahren in der gesamten Galaxis verteilt hatte.

Urmensch

Alles in allem konnte TNG jedoch mit weitaus mehr exotischen Aliens aufwarten als die Classic-Serie. Ausgerechnet eine humanoide Spezies, die ursprünglich nur für die Episode „Fähnrich Ro“ (OT: „Ensign Ro“) angedacht war, schaffte es dann allerdings, eine zentrale Rolle in der Folgeserie „Deep Space Nine“ einzunehmen. Die Rede ist von den religiösen Bajoranern, deren Maske lediglich aus einem Nasenteil und einem Ohrring bestand.

Kira Nerys

Die Trill hatten zwar in der TNG Episode „Odan, der Sonderbotschafter“ (OT: „The Host“) noch auffällige Stirnteile, doch als in „Deep Space Nine“ mit Jadzia Dax ein Hauptcharakter dieser Spezies eingeführt wurde, beschränkte man sich auf eine Fleckenbemalung. Immerhin stachen die Trill noch durch ihre Symbionten hervor, die allerdings nur selten zu sehen waren. Alles in allem ein sehr kostengünstiges Volk.

Jadzia Dax

Es gab noch eine Reihe weiterer humanoider Spezies in DS9, die sich teilweise nur durch spektakuläre Frisuren voneinander abhoben, wie z.B. die T’Lani aus der Folge „Das Harvester-Desaster“ (OT: „Armageddon Game“). Die meisten humanoiden Spezies waren auch in dieser Serie nur das Alien der Woche und tauchten später nie wieder auf.

TLani

In „Voyager“ wurden gleich zu Beginn die Ocampa eingeführt, die ähnlich den Vulkaniern lediglich auffallende Ohren hatten. Diesen konnten zuweilen unter den Haaren versteckt bzw. mit diesen Trick eingespart werden.

Kes

Die Kazon hatten derweil nur ein Stirnteil, welches an die Klingonen erinnerte, sowie auffällige Betonfrisuren.

Kazon

Vor allem in den ersten Staffeln wimmelte es im Deltaquadranten noch von menschlichen Spezies, bei denen radikal an allem gespart wurde. Immerhin konnte sich ein Großteil der Voyager-Crew dadurch unbemerkt unter diese Völker mischen. Erst ab der vierten Staffel tauchten immer exotischere Wesen auf, von denen Spezies 8472 dank modernster CGI-Technik erstmalig komplett computeranimiert war.

Humanoide Voyager

Ähnlich sah es bei „Enterprise“ aus, obgleich auch in der letzten „Star TreK“-Serie einige Völker stark humanoid waren. Bei den Xindi war schließlich die gesamte Bandbreite vertreten. Neben reptiloiden, insektoiden, aquatischen und affenartigen Untergruppen entschied man sich auch im Fall der Xindi wieder für eine humanoide Erscheinungsform dieser Spezies. Stirnteile waren halt immer noch billiger als CGI.

Xindi Humanoid

Blaue Aliens in Star Trek

Das erste blaue Volk des „Star Trek“-Universums taucht bereits in der Classic-Serie auf und gehört zu den Gründungsmitgliedern der Vereinten Föderation der Planeten. Die Andorianer sind zweifelsfrei humanoid, weichen aber in einigen Details von den Menschen ab. Zum einen wären da ihre Fühler auf dem Kopf und des Weiteren ihre drei Geschlechter, die zur Fortpflanzung benötigt werden.

Shran

Auf dem Eismond Andoria lebt noch eine weitere Subspezies. Die Aenar sind eng mit den Andorianern verwandt, haben jedoch eine weiße Haut. Ihre Blindheit gleichen sie mit ihrer Telepathie aus.

Aenar

Die haarlosen Bolianer haben ebenfalls eine blaue Haut mit einer starken Marmorierung.
Chell

Es gibt noch eine Reihe weiterer, meist namenloser Völker in Star Trek, die verschiedene Schattierungen von Blau aufweisen.

Namenloser Blaumann

Kein Appetit auf grünes Blut – Vampire in Star Trek

von Shinzon

In der Science Fiction wird das Thema Vampirismus in der Regel eher abstrakt dargestellt. Nachtschwärmer mit spitzen Zähnen, die sich in Fledermäuse verwandeln und allergisch auf Knoblauch sowie Sonnenlicht reagieren, sind eine Seltenheit. Dies gilt auch für „Raumschiff Enterprise“, wo sich bereits die erste ausgestrahlte Episode um einen Vampir dreht. Allerdings ist „Das Letzte seiner Art“ (OT: „The Man Trap“) nicht der Pilotfilm, denn die Reihenfolge der Produktion war nicht mit der Erstausstrahlung identisch.

Der Salzvampir von M-113 interessiert sich weniger für das Blut seiner Opfer, als viel mehr für den Salzgehalt im Blut. Seine Opfer tötet der Salzvampir auch nicht mit einem Biss, sondern extrahiert das Salz mittels Saugnäpfen an den Fingern. Zu seiner bevorzugten Beute gehören selbstverständlich Menschen. Die Blutsalze von Vulkanier sind für die M-113-Kreatur dagegen ungenießbar.

Salzvampir Saugnapfhände

Um sich besser an seine Opfer heranschleichen zu können, kann der Salzvampir das Aussehen vertrauter Menschen annehmen, z.B. von Dr. McCoys verflossener Liebe Nancy Crater (Jeanne Bal). Bei dieser Gestaltwandlung handelt es sich offensichtlich um einen telepathischen Trick, denn für jedes Mitglied des Außenteams der Enterprise erscheint der Salzvampir in anderer Gestalt.

Salzvampirattacke

Salzvampir Morphose

In der Episode „Tödliche Wolken“ (OT: „Obsession“) aus der zweiten Staffel bekommen es Kirk und Co. mit einer Vampirwolke zu tun, die eine Spur von blutleeren Leichen hinterlässt. Da möchte man kein rotes Hemd anhaben.

Tödliche Wolke_1

Tödliche Wolke_2

Spock hat indes abermals Glück, da die Wolke sein grünes Blut nicht verdauen kann. Ob das auch auf klassische Vampire zuträfe? Diesen kommt die Wolke zumindest sehr nahe, auch wenn sie keine Zähne hat und Sonnenlicht ihr nichts anhaben kann. Zerstört wird sie letztendlich durch eine Antimaterieexplosion.

Tödliche Wolke_5

Zu guter Letzt hat die Classic-Serie in „Das Gleichgewicht der Kräfte“ (OT: „Day of the Dove“) aus der dritten Staffel noch einen Energievampir zu bieten. Das dämonische Wesen, welches in den Romanen der Q-Continuum-Trilogie nur als (*) bezeichnet wird, hetzt die Crew der Enterprise und eine Klingonenmannschaft gegeneinander auf, um sich von ihrem Hass zu ernähren. Man könnte meinen, die Erde der Gegenwart würde von einer ähnlichen Kreatur heimgesucht.

Böser Dämon

Bei „Star Trek – Das nächste Jahrhundert“ taucht der erste Energievampir erst in der sechsten Staffel auf. „Der unmoralische Friedensvermittler“ Ves Alkar (Chip Lucia) schafft eine mentale Verbindung zu Deanna Troi (Marina Sirtis), die daraufhin rapide altert.

Ves Alkar Verbindung_1

Es stellt sich heraus, dass Alkars vermeintliche Mutter, die kurz nach seiner Ankunft auf der Enterprise verstirbt, ebenfalls eines seiner Opfer war.

Ves Alkar Vampirsimus

Der Friedensvermittler saugt den jungen Frauen förmlich die Lebensenergie aus. Als die Verbindung zwischen ihm und Deanna unterbrochen wird, stirbt er schließlich an Altersschwäche.

Ves Alkars Tod

Etwas Ähnliches widerfährt Dr. Crusher (Gates McFadden) in der Folge „Ronin“ (OT: „Sub Rosa“). In dieser begegnet die Schiffsärztin einer anaphasischen Lebensform, welche die Gestalt des fürsorglichen Ronin (Duncan Regehr) annimmt. Wie sich herausstellt, ernährt sich diese Kreatur schon seit Generationen von der Energie der weiblichen Familienmitglieder, inklusive der kürzlich verstorbenen Großmutter von Dr. Crusher. Allerdings altern diese normal und führen im Gegensatz zu Ves Alkars Opfern ein verhältnismäßig langes und glückliches Leben. Dennoch vernichtet Beverly den anaphasischen Vampir, indem sie sein Gefäß – einen Kerzenbecher – zerstört.

Ronin

In der vierten Staffel von „Star Trek – Deep Space Nine“ bekommt es der junge Autor Jake Sisko (Cirroc Lofton) mit der geheimnisvollen Onaya (Meg Foster) zu tun. Seine Muse hilft ihm zwar beim Schreiben, zapft ihm dafür aber seine Lebensenergie ab. Sie hat nach eigenen Angaben schon mehreren Talenten geholfen, die dafür aber alle sehr jung starben.

Muse

In der „Star Trek – Voyager“-Episode „Der Wille“ (OT: „Coda“) aus der dritten Staffel begegnet Captain Janeway (Kate Mulgrew) während einer Nahtoderfahrung einer Entität, die sich von der Seelenenergie Sterbender ernährt. Um Janeway in seine Matrix zu locken, erscheint das Wesen ihr in der Gestalt ihres Vaters (Len Cariou).

Seelenfresser