Krankes Kinderspielzeug

Es gibt allerhand wirklich extremes Kinderspielzeug auf dem Markt. Manches ist einfach nur obszön und – welch Überraschung – so einiges aus der Kategorie „pervers“ stammt von Disney. Anderes ist dagegen direkt gefährlich. Darunter eine Russisch Roulette Plastikpistole. Eltern, die ihren Kindern so etwas schenken, müssen ihren Nachwuchs wirklich hassen.

Das Lego Konzentrationslager aus dem ersten Video war übrigens nur ein Projekt des polnischen Künstlers Zbigniew Libera. Der Hersteller Lego hat nie ein solches Set auf den Markt gebracht und sich von dem Kunstprojekt distanziert. Auf Platz 1 des Videos steht also eine halbe Urban Legend.

Zu guter Letzt gibt es noch Spielzeuge, die sich dermaßen gefährlich herausstellten, dass sie verboten und vom Markt genommen werden mussten. Darunter ein Atomenergie-Kit mit echtem Uran, an dem wohl auch Kim Jong Un einst seine Freude hatte.

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Fight Club – Die Loge zur schlagenden Seife

von Shinzon

In einer Welt wie Hollywood, die von okkulten Geheimgesellschaften durchsetzt ist, verraten Filme oft mehr als die meisten Zuschauer annehmen. Insbesondere gilt dies für Werke, die sich direkt dem Thema der Geheimgesellschaften widmen. Die Romanverfilmung „Fight Club“ ist auf diesem Gebiet der mit Abstand düsterste, brutalste und aufschlussreichste Einblick, den Hollywood allen Normalsterblichen gewährt.

Der Vorspann präsentiert sich als Fahrt durch Nervenbahnen, was im Nachhinein noch Sinn ergeben wird, da sich die Handlung sehr stark auf die Psyche des Protagonisten konzentriert. Der sitzt mit einer Pistole im Mund auf einem Stuhl gefesselt und steckt mitten in einem Terrorszenario, welches mit den Worten „Ground Zero“ kommentiert wird. Doch dazu später mehr, denn der Anfang ist eigentlich das Ende. 1999 war es durchaus noch innovativ und cool, einen Film mit dem Finale zu beginnen. Heute macht das jeder zweite Regisseur und spoilert damit das Publikum.

Nach diesem holprigen Einstieg geht der Ich-Erzähler (Edward Norton) zurück zum Anfang seiner Geschichte. Zu dem Zeitpunkt vertreibt er sich die Zeit damit, in diversen Selbsthilfegruppen Mitleid zu erregen. Selbstverständlich hat er weder Hodenkrebs noch irgendetwas anderes, aber was soll er halt tun, wenn ihm langweilig ist und er nicht schlafen kann?

Um sein eintöniges Leben detailliert auszubreiten macht er noch einmal einen Sprung sechs Wochen zurück. Dabei schildert er seinen öden Job und sein Konsumverhalten. Bei der Gelegenheit gibt es gleich mal etwas Schleichwerbung in Bild und Wort. Zunächst für eine namhafte Café-Kette und dann noch für ein allseits bekanntes Möbelhaus. Grund genug, den Film schon jetzt ätzend zu finden.

01 Starbucks

02 Ikea

Der Konsumterror macht allerdings auch dem Protagonisten zu schaffen, der wegen seiner Schlaflosigkeit einen Arzt konsultiert. Dieser empfiehlt ihm, zur Hodenkrebs-Selbsthilfegruppe zu gehen, um zu sehen, was Leiden wirklich bedeutet. In der Gruppe lernt er Bob (Meat Loaf) kennen, der ihm noch ein guter Freund werden wird. Wenn man genau hinschaut, sieht man in dieser Szene noch einen weiteren Charakter, zu dem er eine enge Beziehung aufbauen wird. Es handelt sich um ein Subliminal im Bruchteil einer Sekunde, welches bereits andeutet, dass der Ich-Erzähler meschugge ist.

03 Tyler Halluzination

Es dauert nicht lange und der Protagonist wird süchtig nach Selbsthilfegruppen. Von den anonymen Alkoholikern über Tuberkulose bis hin zu Krebs probiert er alles aus. In einer Esoterikgruppe macht er dabei das erste Mal einen Ausflug in seine eigene Psyche, wo ihm sein tierischer Begleiter in Form eines Pinguins begegnet. Eine solche Schlüsselszene kommt natürlich nicht ohne entsprechende Symbolik aus. Auf der Tasse der Esoteriktante prangt eine Pyramide in Regenbogenfarben.

04 Pyramidentasse

Nach einigen deprimierenden Abenden begegnet der Ich-Erzähler einer weiteren Lügnerin, die ihr Elend nur vortäuscht. Marla Singer (Helena Bonham Carter) ist sogar noch um einiges dreister und geht als Frau in die Hodenkrebs-Selbsthilfegruppe. Obendrein ist sie noch um einiges abgeschmackter, ein absolutes Wrack. Sie geht allein aus dem Grund in solche Gruppen, weil es billiger als Kino ist und es obendrein gratis Kaffee gibt.

06 Schabracke_1

Zunächst ist der Protagonist von Marla genervt, doch letztendlich ist er genauso ein Elendstourist wie sie. Vielleicht ist das der Grund, warum sie ihm bei der nächsten autogenen Sitzung anstelle des Pinguins erscheint. Anschließend stellt er sie zur Rede und die beiden tauschen ihre Telefonnummern aus.

07 Schabracke_2

Beruflich ist der Ich-Erzähler viel für seine Autofirma unterwegs und entscheidet über Rückrufaktionen. Der Job ist offenbar so ätzend, dass er sich zuweilen wünscht, bei einem Flugzeugabsturz oder Crash zu sterben. In Hinblick auf das Finale sollte man die Flugzeugkatastrophennummer im Hinterkopf behalten, denn daraus ergibt sich noch ein kleiner 9/11-Hinweis.

08 Flugzeugcrash

Auf einer seiner Flugzeugreisen kommt der Protagonist mit einem Sitznachbar, einem Seifeverkäufer namens Tyler Durden (Brad Pitt), ins Gespräch, der rein zufällig einen Aktenkoffer des gleichen Typs hat. Der gleiche Koffer ist bereits die zweite Andeutung der Auflösung. Eine weitere Andeutung ist der Name Tyler, denn der Tiler ist ein Logenbeamter, der für die Deckung der Loge sorgt und die Einladungen verteilt. Genau diese Aufgaben wird Tyler kurze Zeit später übernehmen. Doch so weit ist die Handlung noch nicht.

Was folgt, ist eine Verkettung ungünstiger Ereignisse. Zunächst wird der Koffer des Ich-Erzählers am Flughafen einkassiert. Kaum kommt er zu Hause an, steht sein Apartment in Flammen. Das ist der erste konkrete Hinweis auf ein brennendes Hochhaus, was noch von Bedeutung sein wird.

09 Brand

Die Einrichtung des Apartments liegt auf der Straße verstreut. Darunter ein Yin-Yang-Tisch, welcher für die freimaurerische Dualität steht.

10 Yin-Yang-Tisch

Wo Zerstörung herrscht, da ist die 23 meist nicht weit. In dieser Szene finden wir sie einmal als Nummer auf dem Helm eines Feuerwehrmanns…

11 23-Helm

…und dann noch als Quersumme von Marla Singers Telefonnummer (5+5+5+1+3+4=23).

12 Marla 23

Zunächst ruft der nunmehr Obdachlose Marla an, legt aber gleich wieder auf. Stattdessen probiert er es bei Tyler, dessen Visitenkarte er noch bei sich hat. Neben zwei gefallenen Engeln steht dort auch Tylers Telefonnummer und so nimmt das Schicksal seinen Lauf.

13 Visitenkarte

In einer Bar unterhalten sich die beiden über den Sinn und Unsinn der Konsumgesellschaft. Zumindest der Aspekt, dass wir Sklaven unseres Konsums sind und uns zu sehr mit unseren Besitztümern identifizieren, ist dabei gar nicht mal so verkehrt. Allerdings ist Tyler ziemlich verlogen, wenn er diese Weltsicht verneint, nur um gleichzeitig zu saufen und kurz darauf seinem Gegenüber eine Zigarette anzubieten. Er selbst ist Sklave seines Alkohol- sowie Tabakkonsums und offensichtlich wird an dieser Stelle genau für diese Produkte Schleichwerbung gemacht.

14 Kippen

15 Alk

Nach dem Verlassen der Spelunke bietet Tyler seinem neuen Kumpel an, bei ihm zu übernachten. Allerdings nur unter der Bedingung, dass er von ihm geschlagen wird. Bevor dieser Grundstein für die gemeinsame Karriere der beiden gelegt wird, gibt es aber noch vorab ein paar Infos zu Tyler. Dieser hatte einst einen Teilzeitjob als Filmvorführer, den er schändlich missbraucht hat, um unterschwellige Sexbildchen in Kinderfilme zu schneiden.

Es ist schon beachtlich, dass Hollywood hier eines seiner dunkelsten Geheimnisse offenbart, denn tatsächlich wimmelt es in Kinderfilmen von unterschwelligen Sexbotschaften. Dies ist einerseits Teil einer psychologischen Programmierung, hat andererseits aber auch rituelle Hintergründe, weil es schlichtweg pervers ist. Um letzteren Aspekt zu verdeutlichen, trägt Durden in der fraglichen Szene ein T-Shirt mit Pentagrammen.

16 Filmcutter

Als wäre dieses obszöne Hobby nicht schlimm genug, kellnerte Durden darüber hinaus in einem Nobelrestaurant, wo er die Soßen mit Pisse verfeinerte und in essen rotzte. Eine rundum widerliche Person, die den Ich-Erzähler nun aus lauter Langeweile zu einer Schlägerei auffordert. Irrwitzigerweise finden die beiden Gefallen am Schmerz und verabreden, dass sie sich bei Gelegenheit mal wieder gegenseitig die Kuchenbude einhauen sollten.

Im Anschluss nimmt Durden seinen neuen Kumpel mit nach Hause, wobei sein Heim eine leer stehende Abrissbude ist. Offenbar ist der Seifenverkäufer ein Hausbesetzer und mag ein heruntergekommenes Ambiente. Zunächst ist der Ich-Erzähler davon abgestoßen, doch nach einem Monat gewöhnt er sich an die dreckige Umgebung. Ebenso gewöhnt er sich an die ewigen Prügeleien, an denen immer mehr Raufbolde teilnehmen. Sein Prügelkamerad Tyler nutzt die Gelegenheit, um etwas Schleichwerbung für das Pornomagazin Hustler zu machen.

18 Hustler

Als die Gruppe groß genug ist, fragen die beiden den Barbetreiber, ob er ihnen den Keller zur Verfügung stellt. Dies ist die Geburtsstunde des Fight Clubs, welcher wie eine Geheimgesellschaft strukturiert ist und genau acht Regeln hat. Die erste Regel des Fight Clubs lautet, niemand verliert ein Wort über den Fight Club. Natürlich ist das eine Anlehnung an das Verschwiegenheitsgebot der Freimaurer. Um zu verdeutlichen, wie wichtig Verschwiegenheit in einer Geheimloge ist, lautet die zweite Regel ebenfalls, dass niemand ein Wort über den Fight Club verliert.

Die restlichen Regeln betreffen die Kämpfe, wobei jedes Neumitglied auf jeden Fall an die Reihe kommt. Damit wäre also auch das Aufnahmeritual abgehakt. Was die Brutalität angeht, kommt diese bei den Freimaurern natürlich nur symbolisch in einigen Ritualen vor. Der Fight Club ähnelt in dieser Hinsicht mehr einem Sportklub und tatsächlich gibt es unter reichen Schnöseln in Beverly Hills sogar echte Fight Clubs, in denen sich gelangweilte Millionäre gegenseitig die Falten aus dem Gesicht bügeln. Kranke Welt…

In den folgenden Szenen geht es im Grunde nur um Selbstzerstörung. Das ist genau das gegenteilige Extrem zur Selbstveredelung der Freimaurer. Auf der einen Seite falsche Schönheitsideale, auf der anderen Selbstgeißelung. Den gesunden Mittelweg sucht man in diesem stumpfsinnigen Machwerk vergebens. Die rohe Gewalt ist einfach nur ekelerregend und dumm.

Nach acht Wochen meldet sich schließlich Marla beim Ich-Erzähler. Sie ist immer noch in den Selbsthilfegruppen unterwegs und hat ihren Konkurrenten vermisst. In dessen neuer Gruppe sind jedoch nur Männer zugelassen, was eine weitere Parallele zu den Freimaurern sowie deren Service Clubs darstellt. Zumindest waren die früher einmal für Frauen tabu, inzwischen ist das ja nicht mehr so. Der Fight Club ist daher wohl als Lobhymne auf alte Zeiten zu verstehen.

In der folgenden Nacht hat er Protagonist wilde Sexträume von Marla, die er am nächsten Morgen überraschend in seiner Bruchbude antrifft. Es wird schnell klar, dass Tyler und die „Elendstouristin“ von nun an eine Beziehung auf vorwiegend physischer Basis führen. Zumindest braucht sie dann nicht länger ihren vergammelten Dildo.

19 Dildo

Während das Leben des Protagonisten zusehends den Bach runtergeht, hat die Polizei neue Hinweise zum Brand in seiner Wohnung. Jemand ist eingebrochen und hat die Bude mit Dynamit gesprengt. Es war also keineswegs ein Zufall, der sein Leben ruiniert und ihn in die Fänge der Geheimgesellschaft getrieben hat. Noch bleibt allerdings rätselhaft, wer das Apartment abgefackelt hat. Der Detective verspricht, am Fall dran zu bleiben, während ironischerweise ein flammender Totenkopf an der Pinwand hinter ihm hängt.

20 Totenkopf

Als nächstes zeigt Tyler Durden dem Ich-Erzähler, wie man Seife herstellt. Dafür brauchen die beiden als erstes Fett, welches sie aus einer Klinik stehlen. Die Seife ist also aus Mensch gemacht. Ein Nebenprodukt von dem Ekelzeug ist Glycerin, was zusammen mit Salpetersäure Nitroglycerin ergibt. Die Lehrstunde in Chemie wird später noch von zentraler Bedeutung sein, denn es bleibt nicht bei der Seifenproduktion.

Immerhin hat die Hauptrolle mit der Seife einen guten Nebenverdienst, denn im ursprünglichen Job läuft es nicht so gut. Kein Wunder, wenn er dort stolz seine blauen Flecken zur Schau stellt, am Arbeitsplatz raucht und seinem Chef mit einem Amoklauf droht. Der Fight Club hat einen sehr negativen Effekt auf ihn und dann stellt sich auch noch heraus, dass sein ehemaliger Kumpel Bob ebenfalls Mitglied ist und sich in Selbstzerstörung übt.

Zu diesem Zeitpunkt beginnt Tyler, politisch zu werden. Wie bei den Freimaurerlogen wird aus einem ursprünglich unpolitischen Herrenklub ein Werkzeug für einen spirituellen Krieg, den Durden der Welt erklärt. Just in dem Moment wird die Bande vom eigentlichen Barbesitzer Lou aufgesucht, der nicht gerade davon begeistert ist, dass der Betreiber den Keller für den Fight Club zu Verfügung gestellt hat. Tyler lässt sich von ihm verprügeln, lacht ihn aus und spritzt ihn mit seinem Blut voll. Damit wäre die Sache geklärt und Tyler gibt den anderen Clubmitgliedern erstmalig eine Hausaufgabe. Jeder soll mit einem Fremden eine Schlägerei anfangen und diese verlieren. Obwohl im Film immer wieder eine ablehnende Haltung gegenüber der Konsumgesellschaft propagiert wird, ist das die Gelegenheit für weiteres Product Placement.

21 PR

Vom Ich-Erzähler erwartet man nun, dass er eine Schlägerei mit seinem Boss anfängt, doch stattdessen erpresst er diesen. Als er gefeuert werden soll, fordert er Lohnfortzahlung als Schweigegeld, ansonsten würde er die Firmengeheimnisse ausplaudern. Um seiner Forderung Nachdruck zu verleihen fängt er eine Prügelei mit sich selbst an, um seinen Chef damit zu belasten. Als er sich selbst verprügelt, muss er an seinen ersten Kampf mit Tyler denken, was im Nachhinein noch eine tiefere Bedeutung haben wird.

Der Fight Club politisiert sich indessen immer weiter. Durden vergibt an alle Mitglieder Hausaufgaben in versiegelten Umschlägen. Die meisten Aufgaben haben mit Randalen zu tun, manche haben aber auch den Charakter von bizarren Streichen. So rasieren seine Männer die Affen im Zoo, löschen die Filme in einer Videothek oder bringen Plakate an, die dazu raten, den heimischen Rasen mit altem Motoröl zu düngen. Die Botschaft lautet in jedem Falle Chaos.

22 Motoröl

Während die Chaosagenten in der Stadt wüten, merkt Tyler Durden an, dass sich bereits weitere Fight Clubs in anderen Städten gegründet haben. Wie die Freimaurerei breitet sich ihre Organisation über ein Netzwerk von Logen aus. Und wie die Freimaurerei hinterlassen sie eine Spur der Verwüstung. Allerdings mit dem Unterschied, dass sie selbst Hand anlegen, statt Soldaten, Polizei und bezahlte Aufständische für sich arbeiten zu lassen. Außerdem greifen sie auch die Symbole der herrschenden Elite an, was wieder einmal Raum für Schleichwerbung bietet. Die Auswahl der Firmen ist dabei keineswegs zufällig, tauchen dabei doch ein Doppelblitz und der angebissene Apfel des Sündenfalls auf.

23 Doppelblitz & Apfel

Die finale Aufgabe erledigt Tyler Durden selbst. Es handelt sich um ein Menschenopfer, für welches er sich einen asiatischen Verkäufer aussucht. Er lässt den armen Kerl zwar vorerst laufen, setzt ihm jedoch eine Frist um seinen Lebenstraum, Tierarzt zu werden, umzusetzen. Sollte sein zufällig ausgewähltes Opfer versagen, droht Tyler damit, ihn zu Hause aufzusuchen und zu erschießen.

Was den Fight Club selbst betrifft, startet Tyler ebenfalls die nächste Eskalationsstufe und baut sein Haus zu einer Terrorzentrale aus. Ins Zentrum seiner Macht lässt er nur die härtesten Mitglieder. Um deren Willen sowie ihre Loyalität zu testen, schickt er sämtliche Anwärter zunächst weg. Nur jene, die sich dadurch nicht abschrecken lassen und drei Tage vor seiner Haustür ausharren, nimmt er schließlich in seinen engsten Kreis auf.

Das Ganze grenzt schon an Hirnwäsche und folgt den typischen Mustern einer Terrorzelle. Im Haus gehen die Demütigungen dann erst einmal weiter, wobei das Ziel in absolutem Gehorsam besteht. Die Männer werden zu Soldaten umerzogen, mit denen Tyler eine Armee aufbaut. Nur der Ich-Erzähler hat zuweilen Mitleid und als Durden seinen Kumpel Bob wegen dessen Titten beleidigt, offenbart er ihm, dass das nur ein Test ist und er ausharren soll. Später wird er es noch bereuen, Bob in die Terrorzelle gebracht zu haben.

Zunächst läuft das „Projekt Chaos“ noch zur vollsten Zufriedenheit von Durden. Die Streiche werden jedoch immer radikaler und erzeugen Sachschäden in Millionenhöhe. Der Ich-Erzähler kann über einen Gebäudebrand in Form eines Smilies längst nicht mehr lachen.

24 Smilie

Selbstverständlich reagieren die Behörden, doch Tylers Macht reicht bereits so weit, dass er eine Veranstaltung der örtlichen Polizei infiltrieren und den Chefermittler bedrohen kann. Der Terroristenführer erklärt seinem Opfer, dass seine Leute sämtliche Aspekte der Gesellschaft kontrollieren und passend dazu spielt sich die Einschüchterung auf einem freimaurerischen Schachbrettboden ab.

25 Schachbrettboden_1

26 Schachbrettboden_2

Bei der Aktion begreift der Ich-Erzähler nicht nur, dass Tyler total durchdreht, sondern auch, dass dieser eine neue Nummer 1 hat. Er erteilt Durden eine Lektion, indem er den blonden Jüngling bei einem Fight solange zusammenschlägt, bis nichts mehr von dessen Gesicht übrig ist. Er kommentiert die Tat mit den Worten, dass er einfach etwas Schönes kaputt machen musste. Später stellt er Tyler zur Rede, weil dieser ihn nicht in „Projekt Chaos“ eingeweiht hat. Er erhält dabei noch mehr Informationen, nämlich, dass Durden sein Apartment in die Luft gesprengt hat.

Durden hatte von Anfang an die Kontrolle über ihn und als nächstes provoziert er einen Autounfall. Besser hätte es nicht auf den Punkt gebracht werden können, dass der Protagonist auf einen Abgrund zurast und nicht mehr aussteigen kann. In der Nacht darauf erläutert Durden, wo dieser seine Zukunft sieht. Es ist wohl kein Zufall, dass dabei das Rockefeller Center erwähnt wird. Die Rockefellers sind eine der mächtigsten Familiendynastien des Planeten und auch Chaosagenten müssen von irgendjemandem finanziert werden.

Als der Ich-Erzähler wieder zu sich kommt, ist Tyler verschwunden und kurz darauf herrscht helle Aufregung, weil der erste neuste Terroranschlag ein Todesopfer auf Seiten des Fight Clubs gefordert hat. Auf der Flucht wurde Bob erschossen und nachdem er bereits die Hoden verloren hatte, ist er nun auch noch sein Hirn los. Mr. Noname trägt am Tod seines Kumpels weit mehr Schuld, als er glaubt, doch es genügt bereits, dass er ihn überhaupt ins Team geholt hat.

Der Anschlag an sich ist übrigens die nächste Anspielung auf 9/11 und noch weit konkreter als die bisherigen Andeutungen, die eher subtil waren. Ziel des Anschlag ist nämlich eine Sonnenkugel in einem Brunnen und exakt dieselbe Anordnung war bis zum 11. September 2001 auch auf dem Gelände des World Trade Centers in New York zu finden.

27 Sonnenkugel_1

Die Sprengung der goldenen Kugel hat darüber hinaus eine okkulte Bedeutung. Die Chaosagenten sind Diener der Finsternis und stürzen hier symbolisch den Sonnengott. Es handelt sich um die gleiche Aussage wie die Tötung Ras ist „Stargate“, welche zur Machtergreifung des Schlangengottes Apophis führt. Nicht, dass Ra auch nur einen Deut besser gewesen wäre…

28 Sonnenkugel_2

29 Sonnenkugel_3

Im Prinzip handelt es sich beim Kampf der Dunkelheit gegen das Licht um nichts anderes als um freimaurerische Dualität. Um dies zu verdeutlichen, rollt die Sonnenkugel in ein Café, welches mit Schachbrettmustern auf dem Boden sowie auf den Tischen dekoriert ist.

30 Sonnenkugel Schachbrett

Die Bude von Tyler Durden ist indes mit einem Oktagonfenster dekoriert. Die gleiche Symbolik war auch schon an den Türen der Bar zu finden, wo alles angefangen hat.

31 Oktagonfenster

17 Oktagonfenster

Nachdem der Fight Club dem verstorbenen Robert Paulson gehuldigt hat, findet der Ich-Erzähler die Flugtickets von Durden. Er beschließt, alle Orte aufzusuchen, wo von seinem einstigen Freund Logen gegründet wurden. Seine Reisen eignen sich darüber hinaus prima, um über die Fluglinien etwas Blau/Rot-Symbolik einzubringen.

32 Freimaurerflug

In jeder Stadt, die der Protagonist besucht, existiert bereits ein Fight Club, doch kein Mitglied gibt ihm Auskunft über Tyler Durden. Entweder haben die Betreffenden Tyler noch nicht persönlich gesehen oder sie machen seltsame Andeutungen. Schließlich gerät Mr. Noname an einen schwer verletzten Barmann, der ihn „Sir“ nennt. Als er ihn nach Durden befragt, glaubt der zunächst an einen Test. Schließlich wird ihm offenbart, dass er selbst Tyler Durden ist.

Als der Ich-Erzähler anfängt, an seinem Verstand zu zweifeln, ruft er Marla an, um sie zu fragen, ob sie jemals miteinander im Bett waren. Von ihr erfährt er, dass er sie mal scheiße behandelt und dann wieder nett und ja, er ist Tyler Durden. Er leidet unter multipler Persönlichkeitsstörung und kommuniziert dabei mit seinem Alterego. Das erklärt auch, warum Marla und sein Alterego nie gemeinsam mit ihm in einem Raum waren.

Im Klartext heißt das auch, dass er sein Apartment selbst gesprengt und sich anschließend auf dem Parkplatz der Bar selbst verprügelt hat. Unterbewusst war er mit seinem Leben so unzufrieden, dass eine zweite Persönlichkeit die Kontrolle übernommen und dummerweise eine Terrorgruppe gegründet hat. Deren Mitglieder sind inzwischen überall, sodass alle Warnungen zu den geplanten Anschlägen im Nichts verlaufen. Seine letzte Hoffnung ist die Polizei, bei der er sich selbst anzeigt.

Im Verhör erzählt er dem Beamten, dass es inzwischen Ableger des Fight Clubs in 5 bis 6 weiteren Städten gibt. Da er die Städte erst kürzlich bereist hat, sollte er eigentlich die genaue Zahl kennen. Die 5 und 6 sind daher als okkulte Anspielungen auf das Pentagramm und Hexagramm zu verstehen. Zu Tylers Entsetzen gibt es im Polizeidepartment sogar einige, die derartige Symbolik verstehen. Der Fight Club hat nämlich schon längst die Polizei infiltriert.

Doch damit nicht genug hat Tyler zu seinen eigenen Ungunsten die Anweisung gegeben, alle Menschen aus dem Weg zu räumen, die Projekt Chaos gefährden. Das schließt ihn selbst mit ein und daher nützen auch seine Abbruchbefehle nichts mehr. Er hat die Kontrolle über den Fight Club verloren, was einmal mehr eine Parallele zur Realität darstellt. Die Hochgradfreimaurer glauben auch, sie könnten die Welt kontrollieren und tatsächlich ist ihr Einfluss sehr groß. Doch das Chaos, welches sie anrichten, wächst ihnen regelmäßig über den Kopf.

Geglückt ist der Freimaurerelite aber zumindest das 9/11-Ritual, welches in diesem Film sehr detailliert angekündigt wird. Die geplanten Anschläge des Fight Clubs richten sich nämlich gegen Banken und tatsächlich waren im World Trade Center Komplex auch einige Banken sowie die Börsenaufsicht untergebracht. Mit dem World Financial Center befand sich zudem ein weiterer Bankenkomplex in unmittelbarer Nähe.

Im Gegensatz zur Realität benutzen Tyler Durdens Leute keine Flugzeuge, aber eine dahingehende Anspielung gab es ja schon in der ersten Hälfte des Films. Außerdem war das mit den Flugzeugen ohnehin nur eine CGI-Nummer. Genau wie im Film waren die Gebäude des World Trade Centers mit Sprengstoff voll gestopft. Diesen haben die Clubmitglieder in den Tiefgaragen deponiert, wo auch bei 9/11 die ersten Detonationen erfolgten. Obendrein gab es schon in den 1990er einen missglückten Anschlag auf das WTC, bei dem eine Autobombe in der Tiefgarage platziert wurde. Die Verbindung steht also.

Bevor das finale kommt, kämpft der Ich-Erzähler noch etwas mit sich selbst. Er will die erste Bombe entschärfen, wird dabei aber von seinem Alterego angegriffen. Seltsamerweise wird er auf dem Überwachungsvideo wie von Geisterhand über den Boden geschleift. Scheinbar handelt es sich in seinem Fall also gar nicht um eine multiple Persönlichkeitsspaltung, sondern um dämonische Besessenheit. Gerade bei Opfern okkulter Gehirnwäsche kommt es tatsächlich vor, dass diese glauben, bei ihren gespaltenen Persönlichkeiten handele es sich um Dämonen. Es gibt von einigen namhaften Stars diverse Andeutungen.

33 Dämonenmacht

Selbstverständlich muss das mit den Dämonen nicht stimmen, aber psychisch Erkrankte erkennen den Unterschied meist nicht. Die multiple Persönlichkeitsstörung kann zuweilen mit schizophrenen Wahnvorstellungen einhergehen, die einen Stimmen hören und sogar imaginäre Personen sehen lassen. Genau das trifft auf Tyler Durden zu. Am bedenklichsten ist dabei die Tatsache, dass dieser Verrückte verdammt viel Macht angehäuft hat. Die Aussage dahinter lautet natürlich, dass wir von geisteskranken Psychopathen regiert werden, was durchaus den Tatsachen entspricht.

Dafür könnte es wiederum keinen besseren Beweis geben, als das 9/11-Ritual sowie der zwanghafte Trieb, dieses im Voraus anzukündigen. Drei Minuten vor dem Showdown findet sich der Ich-Erzähler wieder am Beginn und sein Alterego hält ihm eine Pistole in den Mund. Tyler sagt zu ihm: „3 Minuten, es ist so weit. Der Anfang. Ground Zero.“ Dieser Satz steckt voller okkulter Anspielungen.

Die Dreifaltigkeit sparen wir uns dabei mal. Der Anfang meint natürlich den Beginn einer neuen Weltordnung, welche mit den 9/11-Anschlägen begonnen hat. Ground Zero ist seit diesem Ereignis wohl so ziemlich jedem Menschen auf dem Planeten ein Begriff und bezeichnet die Stelle, an der einst die Zwillingstürme des World Trade Center standen. Allerdings wurde der Begriff erst am 11. September 2001 dahingehend umgedeutet. 1999, als „Fight Club“ in die Kinos kam, bezeichnete Ground Zero noch den Einschlagsort einer Atombombe und nicht etwa den Ort eines Terroranschlags. Woher wussten die Filmemacher von der Umdeutung zwei Jahre später? Oder sollten sie gar gezielt das Kinopublikum vorab auf dieses Neusprech konditionieren?

Doch kommen wir zurück zur Filmhandlung. Tyler erklärt seinem ersten Ich, dass er gleich den Zusammenbruch des Weltfinanzsystems erleben werde. Wir erinnern uns, dass sehr bald nach 9/11 die US-Immobilienblase platzte und in der Folge eine weltweite Finanzkrise ausbrach. Der Film schlägt also gleich zwei Fliegen mit einer Klappe.

Zum Leidwesen des Ich-Erzählers wird er den Showdown nicht allein erleben. Seine Leute haben Marla aufgegriffen und bringen sie zu ihm. Um sein Alterego loszuwerden, schießt sich Tyler in den Kopf. Tatsächlich verschwindet daraufhin der Dämon, der ihn so lange beherrscht hat. Er selbst bleibt jedoch am Leben, weil er sich nur ein Loch in den Kiefer geschossen hat.

Das Zerstörungswerk kann er allerdings nicht mehr aufhalten. Zusammen mit Marla sieht er sich den Zusammenbruch der Hochhäuser an. Darunter befinden sich in der Mitte auch die Twin Towers und die Verantwortlichen haben sogar ein Flugzeug in die Szene eingebaut, welches auf die Zwillingstürme zufliegt. Da es sich hierbei um eine Spezialeffektaufnahme handelt, kann davon ausgegangen werden, dass alles ganz bewusst so platziert wurde. Wer es platziert hat verraten Tyler und Marla indem sie zwischen sich ein „M“ für „Mason“ formen.

34 WTC Flugzeug

Fazit: Es gibt kaum einen anderen Film, der so offensichtlich von Geheimgesellschaften handelt und dabei gleich noch offenbart, dass diese von irren Psychopathen gegründet wurden. Der Fight Club konzentriert sich dabei explizit auf Chaosagenten, denn um eine neue Weltordnung zu erschaffen, muss die alte erst einmal im Chaos versinken. Dieses wird bereits vorab angekündigt, wobei sogar die meistgestellte Frage aller Skeptiker beantwortet wird: Wie kann eine so große Verschwörung funktionieren? Weil alle Beteiligten zum harten Kern von Geheimgesellschaften wie den Freimaurern gehören, die alle Schlüsselpositionen besetzen und absolut verschwiegen sind.

Die breite Masse der Bevölkerung scheint diese Fakten leider immer noch nicht realisiert zu haben. Allerdings werden sich die Betreffenden daher auch schwer tun, den Sinn des Films zu verstehen. Das, was übrig bleibt, wenn man das Kernthema außer Acht lässt, ist nichts weiter als ein düsterer Abgrund. „Fight Club“ ist ein vollkommen negativer Trip durch die Hölle und dem etwas abgewinnen zu wollen kommt Selbstkasteiung gleich. Aber genau darum geht es ja augenscheinlich auch.

Der Wilhelmsschrei – April April!

von Shinzon

Der Wilhelmsschrei tauchte erstmalig 1951 in dem Film „Die Teufelsbrigade“ in einer Szene auf, in der ein Mann von einem Alligator gefressen wird. Seinen Namen erhielt der Schrei allerdings erst 1953 in dem Streifen „Der brennende Pfeil“, in dem ein Nebencharakter namens Wilhelm den Schrei ausstößt, als er von einem Pfeil getroffen wird.

Nun lässt der Titel des ersten Films bereits erahnen, dass es sich beim Wilhelmsschrei um ein teuflisches Ritual handelt. Der Regisseur Raoul Walsh (1887-1980) zeichnete sich zudem für weitere Filme mit Titeln wie „Teufelskerle in Fernost“ (1961) verantwortlich, was den Verdach nahe legt, dass er ein Mitglied der Church of Satan war. Lange Zeit drehte er nur Stummfilme und es ist wohl kein Zufall, dass er mit Aufkommen des Tonfilms sogleich einen Schrei prägte, der inzwischen in hunderten Filmen und Videospielen vorkommt.

Manche mögen den Wilhelmsschrei für einen bloßen Running Gag halten, doch hinter diesem Ritual steckt weit mehr, als die meisten ahnen. Der Schrei kommt nämlich nicht von ungefähr, obwohl noch nicht ganz klar ist, wer ihn ursprünglich ausgestoßen hat. Im Verdacht stehen u.a. Kaiser Wilhelm II., Aleister Crowley, Adolf Hitler und Josef Stalin. Zuweilen wird sogar angenommen, Satan persönlich hätte diesen Schrei ausgestoßen.

Die häufige Verwendung des Wilhelmsschreis ist mit anderen Worten ein Tribut an den Fürst der Finsternis. Er funktioniert in dieser Hinsicht wie eine Beschwörungsformel. Unterstrichen wird dies durch die Tatsache, dass der Schrei überdurchschnittlich oft in Horror- und Disney-Filmen vorkommt.

Darüber hinaus dient der Schrei der unterschwelligen Konditionierung des Publikums, welches oft gar nicht bemerkt, dass der Wilhelmsschrei zuweilen sogar mehrmals in einem Film auftaucht. In diesem Sinne ist der Soundeffekt als akustisches Subliminal zu sehen. Rückwärts abgespielt ergibt sich dabei ein lustvolles gestöhntes „Hail Satan!“

Nachtrag: Dieser Beitrag war natürlich nur ein Aprilscherz! Lediglich der erste Absatz (fett) entspricht der Wahrheit, der Rest ist frei erfunden. Der Wilhelmsschrei ist tatsächlich nur ein Running Gag!

Das sündige kleine Arschloch

Es gibt Filme, die die Welt nicht braucht. Dazu zählt auch „Das kleine Arschloch“, wobei schon der Titel verrät, um welchen Typ Mensch es darin geht.

Die kleine Bratze in der Hauptrolle hat nichts außer Sex und Stumpfsinn im Kopf. Genau so will uns die herrschende Elite haben. Unterstützt wird der Balg von seinem perversen Großvater, der keinen Zweifel daran lässt, dass die Rumhurerei in der Familie liegt.

Der gesamte Film ist komplett niveaulos, bedient den niedersten Fäkalhumor und endet in einer obszönen Massenorgie. Eltern sollten sich nicht davon täuschen lassen, dass es sich um einen Zeichentrickfilm handelt – der Streifen ist absolut nichts für Kinder!

Dabei entlarvt sich der Film gleich zu Beginn und zeigt bereits in der Eröffnungsszene, wohin die Reise geht. Das kleine Arschloch singt auf einem Kirchentag im Satanskostüm ein Loblieb auf die Sünde. Man beachte auf dem folgenden Screenshot zudem die Nasen der Zierköpfe, die wie Penisse aussehen. Im zweiten Film treten solche Subliminals noch deutlicher zutage.

Satansbraten

Die Band lässt ebenfalls keinen Zweifel daran, wer in der Musikindustrie das Sagen hat.

Höllenrocker

Die Unfassbaren – Now the Eye sees you

von Shinzon

Die vier mittelmäßigen Zauberkünstler J. Daniel Atlas (Jesse Eisenberg), Henley Reeves (Isla Fisher), Jack Wilder (Dave Franco) und Merritt McKinney (Woody Harrelson) erhalten mysteriöse Einladungen, die sie in eine leere Wohnung führen. Dort werden sie Zeuge einiger arrangierter Illusionskünste und erhalten Pläne für eine eigene Show. Wenig später sind die Vier erfolgreiche Entertainer, die ein Massenpublikum verzaubern.

Es ist schon sehr bezeichnend, dass die Einladungen in Form von Tarot-Karten daher kommen, auf deren Rückseite sich ein allsehendes Auge befindet. Dieses wird später sehr direkt als Horusauge identifiziert. Wem bei dieser Symbolik nicht sofort klar wird, um was es hier geht, dem ist nicht mehr zu helfen.

Tarot Tod

Tarotkarten

Die Unfassbaren Auge

Die Zaubertricks funktionieren nicht nur mit Ablenkung, sie sind zugleich eine Ablenkung vom Kernthema des Films. Dabei haben sich die Autoren durchaus Mühe gegeben, die Illusionen interessant zu gestalten. So dürfte von Anfang an klar sein, dass die vier Zauberlehrlinge nicht wirklich einen Unbeteiligten in eine Pariser Bank teleportieren und ebenso ist es unmöglich, dass sie selbst die Bank ausrauben, während sie in Las Vegas auf der Bühne stehen. Die Auflösung ist wahrhaftig verblüffend.

Gleiches gilt für die weiteren Zauberstücke, mit denen die Wohltäter reichlich Geld von oben nach unten verteilen. Dabei ist ihnen Thaddeus Bradley (Morgan Freeman) dicht auf den Fersen. Als gescheiterter Illusionist verdient dieser sein Geld inzwischen mit der Entzauberung der Tricks seiner Kollegen. Wie in der Realität nehmen Letztere derartiges Verhalten sehr übel und so bringen sie ihn letztendlich mit ihrem finalen großen Trick ins Gefängnis.

Allerdings steckt mehr hinter der Sache. Zwischen allen Shows gibt es eine Verbindung, hinter der sich ein Racheplan ihres unbekannten Gönners (Mark Ruffalo) verbirgt. Dieser gehört einer antiken Geheimgesellschaft an, der die vier Zauberlehrlinge beitreten wollen. Bei ihren Shows handelt es sich in Wirklichkeit um ein Aufnahmeritual, welches sie mit Bravour bestehen.

Einem Eingeweihten schrillen dabei natürlich sämtliche Alarmglocken. Ein Geheimbund, dessen Wurzeln bis ins antike Ägypten zurück reichen? Dessen Symbol ein allsehendes Horusauge ist? Da hätten die Freimaurer auch gleich Tacheles reden können. Zwar beschränkt sich der Geheimbund des Auges im Film auf die Illusionisten, aber es ist dennoch sehr durchsichtig, wer hier wirklich gemeint ist.

Die Botschaft ist ebenso offensichtlich. Wer als Entertainer erfolgreich sein möchte, muss dem Geheimbund beitreten und sich ihm ganz und gar verpflichten. Passenderweise wimmelt es in Hollywood von Freimaurern, die für exakt solche Filme verantwortlich sind. In Sachen Illusionen ist Hollywood Weltspitze.

Die Illusion, die uns in diesem hochgradig freimaurerischen Machwerk präsentiert wird, ist die angebliche Wohltätigkeit der Geheimgesellschaften. Im Film wird es so dargestellt, als nutzen Illusionisten ihre Fähigkeiten, um wie Robin Hood den Reichen zu nehmen und den Armen zu geben. Die Freimaurer als soziales Korrektiv – wer’s glaubt, wird selig.

Das beste Beispiel ist wieder einmal Hollywood. Die Studios machen große Kasse mit ihren Blockbustern, verkaufen den Massen teilweise den gröbsten Müll und sogar Militärpropaganda, während einige Stars eine Gage im zweistelligen Millionenbereich kassieren. „Die Unfassbaren“ ist dabei geradezu selbstironisch, denn würden die Verantwortlichen ihre Botschaft ernst meinen, müssten sie zumindest einen Teil der Kinoeinnahmen für wohltätige Zwecke spenden. Machen sie aber nicht! Stattdessen ziehen sie dem Publikum mit einem interessant aussehenden Trailer das Geld aus den Taschen wie ein paar lausige Hütchenspieler.

Eine Perle verbirgt sich unter diesem Titel jedenfalls nicht. Allerdings offenbart der Film einiges an Hintergründen. Zumindest all jenen, die sich von dem Spektakel auf der Leinwand nicht dermaßen hypnotisieren lassen, dass sie selbst das Offensichtliche nicht mehr wahrnehmen. Hypnose ist nämlich noch so eine Sache, die sich vom Film auf die Realität übertragen lässt.

Und wo wir schon mal bei Hypnose sind: Wer hat die unterschwellige Sexbotschaft bemerkt?

Das unfassbare Sexsubliminal

Fazit: Die Kunst der Ablenkung hat Regisseur Louis Leterrier nicht wirklich drauf. Die freimaurerische Symbolik ist einfach zu offensichtlich. Hätte er den Plot um den Geheimbund des Auges dagegen weg gelassen, hätte „Die Unfassbaren“ durchaus das Zeug zu einem spannenden Actionthriller mit zahlreichen Überraschungen gehabt. Schade, dass hier gutes Potential verschenkt und dem allsehenden Auge geopfert wurde. Man könnte fast zu dem Schluss kommen, dass die Beteiligten mit diesem Film selbst in die Freimaurerei aufgenommen werden oder zumindest in die höheren Ränge aufsteigen wollten.

Die unfassbare Augenbetonung

Noch einmal Männer in Frauenkleidern

Wir hatten bereits über dieses Ritual der Erniedrigung geschrieben. Zuweilen handeln ganze Filme davon, aber häufig werden auch Nebenrollen diesem Ritual unterzogen.

Die Platzierung eines lollilutschenden Kerls mit Frauenkleid in „Robocop 3“ ist so ein Fall, bei dem man sich nach dem Warum fragt, denn die Rolle ist absolut überflüssig.

"Robocop 3" (1993)

„Robocop 3“ (1993)

Ving Rhames musste ebenfalls schon eine Tunte spielen.

Ving Rhames

Ving Rhames

In „Leroy“ muss Alain Morel in ein Dirndel schlüpfen. Dabei ist zu beachten, dass diese Szene im ersten Kurzfilm gar nicht vorkommt, sondern erst im Kinofilm eingefügt wurde. Wer erfolgreich sein will muss leiden.

"Leroy" (2007)

„Leroy“ (2007)

Die Kleiderwahl ist das Ergebnis einer Saufparty. Doch eigentlich sollten Minderjährige doch gar keinen Alkohol trinken…

"Leroy" (2007)

„Leroy“ (2007)

In dieser Szene gibt es auch ein kleines Sex-Subliminal in Form einer Lavalampe.

"Leroy" (2007)

„Leroy“ (2007)

Es fällt auf, dass vor allem Schauspieler mit afrikanischen Wurzeln in Frauenkleider gesteckt werden. Da macht auch Chris Tucker keine Ausnahme, der obendrein ein Sexkätzchen-Muster tragen muss.

"Das 5. Element" (1997)

„Das 5. Element“ (1997)

Keith David wird in „Delta Farce“ sogar fast vergewaltigt.

"Delta Farce" (2007)

„Delta Farce“ (2007)

Allerdings müssen in „Delta Farce“ auch weiße Männer ins Kleidchen schlüpfen. Darunter Donald Joseph Qualls.

"Delta Farce" (2007)

„Delta Farce“ (2007)

Qualls muss überdies noch ein Sexkätzchen-Kostüm tragen.

"Delta Farce" (2007)

„Delta Farce“ (2007)

Nebenbei bemerkt ist nur eine Rolle in dem Film wirklich schwul. Die anderen müssen gegen ihren Willen Kleider tragen.

"Delta Farce" (2007)

„Delta Farce“ (2007)

In „Fluch der Karibik“ sind es zwei Deppen, die in Frauenkleider gesteckt werden.

"Fluch der Karibik" (2003)

„Fluch der Karibik“ (2003)

Zum Deppen macht sich auch Matthias Schweighöfer in „Rubbeldiekatz“ aus dem Jahr 2011. In dieser furchtbaren Aneinanderreihung von Fremdschämszenen bewirbt sich sein Charakter Alexander Honk für eine Frauenrolle in einem Nazi-Lesbendrama. Honk ist natürlich ein anderes Wort für Depp und ein solcher muss man schon sein, um in eine solch peinliche Rolle zu schlüpfen. Schweighöfer muss dafür nicht nur Frauenkleider tragen, sondern am Ende auch noch sein Genital in die Kamera halten.

Zunächst trägt er allerdings Schwarz-Weiß, was einerseits an den freimaurerischen Schachbrettboden angelehnt ist und gleichermaßen die Dualität von Mann und Frau widerspiegelt.

Später darf Schweighöfer dann sogar die Lady in Rot spielen.

Wo wir schon mal bei peinlichen Filmen sind, darf die 2017er Kinoversion von Baywatch nicht fehlen. In dieser muss Zac Efron die Tunte spielen.

Lil Kim, die Bienenkönigin

Lil Kim stellt mit ihrer Krone und dem Thron definitiv eine Bienenkönigin dar.

Man möchte jedoch nicht wissen, wo der Honig zwischen ihren Schenkeln rausgetropft ist. Neben diesem Sexsubliminal beachte man weiterhin die Säulen Jachin und Boaz an ihrem Thron sowie die Hexagone.

Lil Kim The Queen Bee

Weibliche Genital-Subliminals

Der Plattenspieler mit den Lautsprechern sieht schon stark nach dem Innenleben einer Frau aus. Hinzu kommen ein Ra- und ein Horus-Auge auf den Schenkeln.

Und nur so nebenbei: Bei dem, was Erykah Luder so an Viehzeug im Uterus herumkrabbelt, würden wir sie nicht mal mit der Kneifzange anfassen.

badu_healer_Sexsubliminal

Das Baphomet-Logo von Dodge geht in eine ähnliche Richtung.

Dodge Trucks exposed

Lady Gaga – Fick dich blöd!

Das folgende PR-Bild zur Single „Pokerface“ verrät, worum es in dem Titel wirklich geht. „Poke her Face“ – übersetzt „Stoß ihr Gesicht“.

Übrigens sind auf den Würfeln exakt 33 Augen zu sehen – die Anzahl der Freimaurergrade.

Poke her Face

Das Video zur Single „Alejandro“ gleicht einem Softporno. Eigentlich sollte derartiges nicht im Nachmittagsprogramm laufen, wenn kleine Kinder zuschauen.

Alejando_Sexism

Die Botschaft, welche die Sexsklavin Stefani Germanotta hier an die Jugend vermitteln darf, ist eindeutig. Sex macht Spaß – Krieg ist sexy – Krieg macht Spaß. Wir werden noch öfter auf Beispiele eingehen, in denen Sex und Militarismus gezielt kombiniert werden.

Guns

Das obszöne Gefängnisoutfit aus „Telephon“ ist ebenfalls keine reine Provokation. Betrachten wir das einmal etwas genauer. Dem geübten Augen fallen sofort die Betonung des linken Auges sowie das Wort „Sex“ auf.

Darüber hinaus nimmt sie die vulgären Sexstellungen nicht irgendwo ein, sondern in einer Gefängiszelle. Ein direkter Hinweis darauf, dass Stefani Germanotta die Pflichten einer Sexsklavin zu erfüllen hat. Sie ist alles andere als eine freie Person.

Lady Sex